„Leben wir alle falsch, Herr Maaz?“, fragte Frank Richter, Moderator der Veranstaltung von der Stiftung Frauenkirche zu Beginn der Buchvorstellung am Donnerstag abend. Stoff zum Aufhorchen, Nachdenken und Diskutieren bietet das neueste Buch: „Das falsche Leben – Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“ (Verlag C.H. Beck, 256 S., 16,95 Euro) des bekannten Hallenser Psychoanalytikers Hans-Joachim Maaz jedenfalls reichlich. Mit Büchern wie „Der Gefühlsstau“ und „Die Liebesfalle“ stellte er bereits Spielregeln für eine neue Beziehungskultur durch Ehrlichkeit und Offenheit auf. Das Interesse war so groß, dass die Veranstaltung von der Unterkirche in den Hauptkirchenraum verlegt wurde.

In seinem Buch hinterfragt Maaz die Gründe von Angepasstheit und Selbstentfremdung, Ängsten und Feindbildern, die immer mehr um sich greifen in der bundesdeutschen Gegenwart.

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Text + Fotos (lv)

Vor vollen Rängen sprach Hans-Joachim Maaz über unbequeme Wahrheiten in unserer Gesellschaft. Rechts im Bild: Frank Richter, Moderator des Abends von der Stiftung Frauenkirche und Kathrin Krüger-Mlaouhia, Journalistin. Zeitweise konnte man eine Stecknadel fallen hören, so gebannt lauschten die Zuhörenden.

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