Foto: Sasa Stanisic

Geschichten-Fülle über Heimaten

Der Schriftsteller SAŠA STANIŠIC stellt sein neues Buch „HERKUNFT“ iam 10. April, um 19 Uhr in der Literatur-Reihe im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1 vor.

Saša Stanišić stellt sein neues Buch Herkunft vor, in dem er sich mit dem ersten Zufall unseres Lebens befasst: unserer Herkunft. Saša Stanišić, geboren 1978 in  Višegrad (Jugoslawien) und für seine Romane Wie der Soldat das Grammofon repariert (2006) und Vor dem Fest (2014) bekannt geworden, lässt in seiner Biografie eine Fülle von Geschichten entstehen und setzt sich mit dem Ort auseinander, an dem ein jeder von uns geboren wird.

Herkunft ist kein Roman, kein Sachbuch und kein Erzählungsband. Was es ist, sagt Stanišić selbst: „Herkunft ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. Diese sind auch Herkunft: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišić.“

Info zur Lesung: Jörg Scholz-Nollau


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