„Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“
nach Theodor Fontane. Gastspiel Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht. Foto: M.©HORN

Von „Effie Briest“ mit Slapstick-Einlagen bis zu Dostojewskis „Schuld und Sühne“

Drei Premieren und viele Gastspiele bieten abwechslungsreiche Kost für Theaterhungrige!

Festival-Monat für das Staatsschauspiel Dresden! Da Staatsschauspiel Dresden ist gleich mit zwei Produktionen zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen ist, mit „Erniedrigte und Beleidigte“ (Regie: Sebastian Hartmann) und „Das große Heft“ (Regie: Ulrich Rasche). „Operation Kamen“ (Regie Florian Fischer) wird bei Radikal jung, der wichtigen Platform für Nachwuchsregie in München präsentiert – „9 Tage wach“ (Regie: Sebastian) Klink eröffnet das 23. Divadelni Flora Festival in Olomouc, Tschechische Republik!

Aber auch das Staatsschauspiel Dresden selbst richtet ein Festival aus:  our stage, das 4. Europäische Bürgerbühnenfestival zeigt vom 18. bis zum 25. Mai elf Produktionen aus zehn Ländern und ein außergewöhnliches Rahmenprogramm mit 38 spannenden Veranstaltungen.

Doch damit nicht genug: Zusätzlich können Sie sich auf drei weitere Premieren freuen. Am 11. Mai, 19.30, feiert „Kasimir und Karoline“ von Ödon von Horváth in der Regie von Nora Schlocker Premiere im Schauspielhaus.

„Früchte des Zorns“ nach dem mit dem Pulitzer Preis ausgezeichneten Stück von John Steinbeck, inszeniert von unserer Hausregisseurin Mina Salehpour, steht am Donnerstag, 16. Mai, 19.30 Uhr im Kleinen Haus 1 auf dem Spielplan. Den Abschluss macht am 31. Mai, 19.30 die Premiere von „Schuld und Sühne“ in der Regie von Sebastian Hartmann – nach dem zum Theatertreffen eingeladenen“Erniedrigte und Beleidigte“ ein weiterer von Hartmann inszenierter Dostojewski auf der großen Bühne im Schauspielhaus.

Mit „Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ (Regie Barbara Bürk, Clemens Sienknecht) ist am 4. Mai (19.30) und 5. Mai (19.00) ein hochkarätiges Gastspiel des Schauspielhaus Hamburg im Schauspielhaus als Gastspiel zu sehen. Die Inszenierung war 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und erhielt den Theaterpreis Hamburg in der Kategorie Herausragende Inszenierung/Dramaturgie. Ein ungewöhnlicher Theaterabend mit Slapstick-Elementen, Sarkasmus und Parodie, der dennoch die Konflikte und Stimmungen des Romans perfekt einfängt.

Bürgerbühnenfestival our stage

Das 4. Europäische Bürgerbühnenfestival hält vom 18.–25. Mai elf Produktionen aus zehn Ländern und ein Rahmenprogramm mit 38 spannenden Veranstaltungen bereit. 

Eine inklusive Theatergruppe aus Griechenland eröffnet das Festival mit „the fan-man or how to dress an elephant“. Ein gewöhnlicher Theaterabend mit ungewöhnlichen Menschen. Oder andersherum? Im Schauspielhaus geht es weiter mit „STADIUM“: 53 Fans des französischen Fußballclubs RC Lens machen die Faszination des Stadions auch im Theaterraum erlebbar. In einer Privatwohnung treffen wir bei „a doll’s house“ gemeinsam mit drei Performer*innen aus Dänemark ein echtes Dresdner Pärchen. Lucy und ihr 16-jähriger Sohn Readie aus Schottland stellen für uns in „the ballad of the apathetic son and his narcissistic mother“ ihre turbulente Beziehung ins Scheinwerferlicht.

Wem gehört die Bühne, und was darf gezeigt werden? Das befragt die radikale Tanzperformance „every body electric“ der österreichischen Choreografin Doris Uhlich, in der die Performer*innen ihre Rollstühle und Prothesen als Erweiterung des Körpers verstehen. In dem interaktiven Gesellschaftsspiel „addressless“ werden Sie als Publikum mit der Situation von Wohnungslosen in Ungarn konfrontiert. Ebenfalls als Publikum aktiv werden Sie in „pending vote“ aus Spanien, wenn sich der Theaterraum in ein Parlament verwandelt. In der Tanzperformance „hillbrowfication“, einer südafrikanisch-deutschen Koproduktion von Constanza Macras, kommen Aliens auf die Erde und etablieren eine neue Weltordnung: Wer gut tanzen kann, hat das Sagen.

Beim Kochen erzählen Ihnen Roma-Frauen in „Long live regina!“ Episoden, die sie als Mütter in ungarischen Krankenhäusern erlebt haben. Das Ensemble tritt bei diesem Festival zum ersten Mal außerhalb Ungarns auf. Ein generationsübergreifendes Ensemble aus Belgien macht Sie als Publikum in „Invited“ während der Vorstellung unmerklich zu Ko-Autor*innen der Choreografie. Das Festival endet fulminant mit der Produktion des Schauspielhaus Bochum der „Hamiltonkomplex von Lies Pauwels: Dreizehn 13-jährige Mädchen zeigen sich als Unschuldsengel oder Zombies, mit Misswahl-Schärpen und Maschinengewehren. Und mittendrin ein Bodybuilder, der versucht, der unkontrollierbaren Meute Herr zu werden.

Das Bürgerbühnenfestival wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit der ETC – European Theatre Convention, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Societaetstheater.

http://www.buergerbuehnenfestival.de
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Die Premieren

Kasimir und Karoline
von Ödön von Horváth
Premiere 11.5., Schauspielhaus

Die Konjunktur liegt am Boden. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Doch was ist der Mensch ohne Arbeit? Wie sollen sich Sehnsüchte und Träume verwirklichen lassen, wenn sich jedes Gefühl den Gesetzen der Ökonomie unterwerfen und genauestens kalkuliert werden muss? In Horváths Volksstück kasimir und karoline sind alle überfordert. Dabei wollte Karoline doch nur ein wenig Spaß haben und sich auf dem Rummel amüsieren. Doch ihrem Freund Kasimir ist nicht nach Feiern zumute. Er hat seine Stelle verloren. Dass Karoline sich gleich nach etwas Besserem umsieht, macht die Sache nur noch schlimmer: Wütend tigert er zwischen Karoline und Kleinkriminalität umher. Er will mehr vom Leben und weiß doch, er wird es nicht bekommen. Frust macht sich breit inmitten von Verrat und Isolation, der gern mal in Gewalt mündet: Kasimir – der Prototyp eines Wutbürgers?

In Horváths sozialkritischem Drama von 1932, das die Endphase der Weimarer Republik beschreibt und sich zwischen Weltwirtschaftskrise und Kapitalismuskritik bewegt, sind Sätze wie „Die Staaten müssen wieder radikal national werden“ Einfallstore für die Aktualität des Stoffes, ihre Bezüge zum Hier und Jetzt liegen auf der Hand.
Mit Emil Borgeest, Tammy Girke, Jannik Hinsch, Eva Hüster, David Kosel, Raiko Küster, Anja Laïs, Karina Plachetka, Marina Poltmann, Ingo Tomi, Viktor Tremmel und den Musikern Benjamin Arnold, Florian Mayer, Filip Sommer, Georg Wettin, Dietrich Zöllner

Regie Nora Schlocker Bühne Jessica Rockstroh Kostüme Caroline Rössle Harper Musik Marcel Blatti Dramaturgie Julia Weinreich

Früchte des Zorns
Schauspiel in drei Akten nach dem Roman von John Steinbeck von Frank Galati. Deutsch von Gottfried Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting
Premiere 16.5.,  Kleines Haus 1

Eine große Dürre hat ihre Lebensgrundlage zerstört. Der Pachtzins kann nicht mehr bezahlt werden, die Grundbesitzer vertreiben sie mit Baggern, und die Familie Joad entschließt sich zu einer Reise ins Ungewisse: Tau­sende Kilometer reisen sie mit wenig mehr als sie am Leib tragen, einmal quer durch die Wüste und über den Kontinent, einer verheißungsvollen Zukunft entgegen. In Kalifornien, so hat man gehört, gebe es Arbeit, Wohlstand und die Hoffnung auf ein besseres Leben, ein kleines Glück. Doch mit jedem Schritt in Richtung des gelobten Landes wachsen Ent­behrung, Ausbeutung und Anfeindung. Die Familie bricht auseinander und verliert sich in einer enttäuschten Schicksalsgemeinschaft von Einwander*innen, in der die Früchte des Zorns reifen.

John Steinbeck schilderte bereits 1939 eindrücklich die Folgen von Großer Depression, Monokultur und Missernten in den Vereinigten Staaten. Die Resonanz war immens: Gegendarstellungen wurden geschrieben, Verbote angestrebt, der Autor als Volksverhetzer diffamiert. Gleichzeitig hatte Steinbeck selbst intensiv recherchiert, war mit einer Gruppe wie der Familie Joad gemeinsam bis nach Kalifornien gereist und wurde als Stimme der Unterdrückten gefeiert. 1940 wurde „Früchte des Zorns mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, 1962 erhielt Steinbeck den Literaturnobelpreis.

Mit Lisa Arnold, Philipp Grimm, Hans-Werner Leupelt, Anna-Katharina Muck, Oliver Simon, Simon Werdelis

Regie Mina Salehpour Bühne Andrea Wagner Kostüme Maria Anderski Musik Sandro Tajouri Dramaturgie Svenja Käshammer/Katrin Schmitz

Schuld und Sühne
nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewski
Premiere 31.5., Schauspielhaus

So paradox es klingen mag, ich muss behaupten, dass das Schuldbewusstsein früher da war als das Vergehen, dass es nicht aus diesem hervorging, sondern umgekehrt das Vergehen aus dem Schuldbewusstsein.“(Sigmund Freud)

Sigmund Freud analysierte Verbrecher aus Schuldbewusstsein, die kriminelle Handlungen begingen, eben weil sie verboten waren. Bei Rodion Raskolnikow, verarmter Student und Held von Dostojewskis großem Roman, kommt hinzu, dass er sich eine philosophische Theorie zusammengebaut hat, nach der er die Menschen in ‚gewöhnliche‘ und ‚ungewöhnliche‘ einteilt. Letztere hätten das Recht, die ersteren als Material für ihre Ideen und Vorhaben zu behandeln und zu benutzen und eben auch das Recht zu töten. Den Ideen der ‚großen‘ Menschen ist alles unterzuordnen, da nur sie in der Lage seien, etwas Neues zu schaffen. Raskolnikow testet seine Theorie im realen Leben, er ermordet eine Pfandleiherin und als ‚Kollateralschaden‘ auch noch ihre Schwester. Der Mord steht am Beginn des Romans, der dann die schrittweise Aufklärung der Motive, der Ängste und der Irrungen Raskolnikows als spannenden Krimi erzählt. schuld und sühne bietet meisterhaft komponierte Spannung, es ist aber vor allem einer der großen Ideenromane Dostojewskis: Die nihilistische Philosophie Raskolnikows verweist auf menschliche Abgründe und Denkmuster, die immer wieder den dünnen Mantel humanistischer Zivilisation durchstoßen.

Mit Luise Aschenbrenner, Moritz Kienemann, Philipp Lux, Linda Pöppel, Torsten Ranft, Lukas Rüppel, Fanny Staffa, Nadja Stübiger, Yassin Trabelsi

Regie und Bühne Sebastian Hartmann Kostüme Adriana Braga Peretzki Lichtdesign Lothar Baumgarte musik Samuel Wiese Dramaturgie Jörg Bochow

Einladungen/Extras/Gastspiele

56. Theatertreffen Berlin – 13./14.5. + 19./20.5.

„Was bedeutet bemerkenswert im Theater?“ – unter diesem Gesichtspunkt stellt die Jury jedes Jahr Theaterstücke im gesamten deutsch­sprachigen Raum auf den Prüfstand. „Das große Heft“ (Regie: Ulrich Rasche) und „Erniedrigte und Beleidigte“ (Regie: Sebastian Hartmann) wurden ausgewählt und sind damit als zwei der zehn bemerkenswertesten Stücke der Saison zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen. Dort ist „Erniedrigte und Beleidigte“ am 13. und 14.5. zu sehen, „Das große Heft“ am 19. und 20.5. Es ist damit Abschlussveranstaltung und letzter außergewöhnlicher Höhepunkt des Theatertreffens. Das Staatsschauspiel Dresden ist das einzige Theater, das mit gleich zwei Stücken vertreten sein wird! Überdies wurde „Erniedrigte und Beleidigte am 9. April 2019 im Schauspielhaus aufgezeichnet – und ist dann am 11.5., 20.15 Uhr auf 3sat zu sehen.

radikal jung 2019 – 04.05.

Das Staatsschauspiel Dresden freut sich über eine weitere Einladung! Regisseur Florian Fischer wird „Operation Kamen“ bei Radikal jung, dieser wichtigen Plattform für Nachwuchsregie in München präsentieren. Entstanden ist „Operation Kamen“ in Koproduktion mit dem Archa Theater Prag. Das Festival Radikal jung fördert junge Talente im Bereich der Theaterregie, die sich mit ihren Arbeiten in der deutschen und europäischen Theaterlandschaft hervorgetan haben. Zu sehen ist „Operation Kamen“ im Rahmen von Radikal jung 2019 am 04.05.2019 im Großen Saal des Volkstheaters München.

23. Divadelní Flora Festival 2019 – 15.05.

Aller guten Dinge sind drei! Am 15.5. ist das Staatsschauspiel Dresden mit „9 Tage wach“ (Regie: Sebastian Klink) als Eröffnungs­inszenierung zum 23. Divadelní Flora Festival in Olomouc, Tschechische Republik, eingeladen. Das Flora Festival ist eines der progressivsten und sich am schnellsten entwickelnden Theaterfestivals der Tschechischen Republik, das insbesondere beim jungen europäischen Theaterpublikum sehr beliebt ist.

#wod: gemeinsam für Vielfalt! – 04.5.

Wir haben die Wahl! Es geht um Freiräume – denn Vielfalt braucht Platz zum Pulsieren, Wachsen, Leben. Es geht um Unterschiede, denn diese bringen uns zusammen, wollen gezeigt, verstanden und gestaltet werden – mithilfe eines breiten Spektrums von Kunst und Kultur. Es geht um uns alle, denn wir wollen frei miteinander agieren, leben und unsere Gedanken austauschen. Für ein positives Miteinander und Lust am Wählen. Die Kulturinstitutionen bieten ein buntes Programm zum Zuschauen und Mitmachen!

Gastspiel Schauspielhaus Hamburg: „Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ – 4. + 5.5.

Diese Inszenierung war 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und erhielt den Theaterpreis Hamburg in der Kategorie Herausragende Inszenierung/Dramaturgie. Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Alle Register von Running Gags zu Sarkasmus, Slapstick und Parodie, Kalauern, absichtlichen Versprechern und Tierlauten werden in perfektem Timing gezogen […]. Doch das wirklich Erstaunliche […] ist, dass Geschichte, Konflikte und Stimmungen dieses protestantischen Unliebesromans vollkommen sicher getroffen werden.“

Musik zwischen den Welten – 5.5.

Das wilde und mitreißende Ensemble Kolektif Istanbul verbindet in ihrem Programm „patrrirma yazi“ traditionelle anatolische Rhythmen und Melodien mit Funk, World und Jazz zu einem ebenso schweißtreibenden wie freudespendenden Sound, der mit seiner Kraft und Präsenz und seiner musikalischen Vielfältigkeit an ihre bunte Heimat, den kulturellen Schmelztiegel Istanbul, erinnert. Mit modernen Beats und verschiedensten Folk-Elemente entführen die Musiker ihr Publikum in die Heimat und die angrenzenden Länder am östlichen Mittelmeer.

Ferdinand von Schirach: Kaffee und Zigaretten – 10.5.

Ferdinand von Schirachs neues Buch verwebt autobiographische Erzählungen, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat.

In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist es das bislang persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs. Außerdem wird er einen Vortrag zum Thema Aufklärung halten.

Poetry Slam Dead vs. Alive – 15.5.

Vier deutschsprachige Slam-Poeten treten mit ihren eigenen Slam-Texten („alive“) in einem gnadenlosen Showdown gegen die toten Klassiker der Weltliteratur („dead“) an. Vier Schauspieler*innen aus dem Ensemble leihen dabei den toten Dichter*innen ihre Körper und Stimmen.

Das neue Wunschkonzert – 30.5.

Jeder kennt sie, die alltägliche Frage: Was zieh’ ich heute an? Bei einem tieferen Blick in den Kleiderschrank stellen Mann und Frau manchmal fest: Das besser nicht mehr! Die geliebte Schlagjeans, das Hawaiihemd aus dem letzten Urlaub – nicht mehr tragbar, aber zu schade, um sie wegzuwerfen. Gibt es einen Song, den Sie mit dem Tragen dieses Kleidungsstücks verbinden? Ein Sommerhit? Oder ein Song ihrer Jugend? Am 30.5. fragen wir im Neuen Wunschkonzert mit „old brown shoe – Lieder meiner modischen Entgleisungen“ nach diesen Liedern! Schicken Sie uns Ihren Liedwunsch mit der passenden Geschichte bis zum 6.5. an dramaturgie@staatsschauspiel.de, und mit etwas Glück, erklingt Ihr Lied am 30.5. im Kleinen Haus.

Bürgerbühne
Neues

Wie könnte eine mobile Bühne für unterschiedliche Akteure aussehen, um sich durch Städte und Dörfer zu bewegen? Der Club der entwerfenden Bürger*innen präsentiert am 11.5. im Rahmen der Ausstellungseröffnung „nachbarschaften 2025 – eine Manufaktur der Visionen für Dresden und Europa „im Kunsthaus Dresden seine Entwürfe, die in Zusammenarbeit mit Construct Lab entstanden sind.

Sie warten auf ihren Vater. Der heißt Odysseus und soll nach zehn Jahren Krieg endlich nach Hause kommen. Währenddessen erzählen sie von den Abenteuern, die ihr Vater angeblich erlebt hat. Und von anderen Vätern und deren Heldentaten. Der Club der dramatischen Bürger*innen I bewegt sich in seiner neuen Werkstattaufführung „Wir. Telemach. Von Odysseus und anderen Vätern“ zwischen griechischem Chor und Performance. Am 15. und 28.5. im Kleinen Haus 3.

Weitere Werkstattaufführungen im Kleinen Haus 3: Am 2.5. zeigt der Club der Dramatischen Bürger*innen II noch einmal „Die Liebe ist tot – es lebe die Liebe!“ und sucht nach einer Antwort auf die wiederkehrende Frage, „was unserem Herz die Welt ohne Liebe ist“. Am 3.5. ist „Gegenwind wieder zu sehen: Der Club der beschleunigten Bürger*innen hat sich Zeit genommen, um Wege zu finden aus den immer gleichen Routinen. Am 11.5. zeigt der Club der lehrenden Bürger*innen „Das Institut“. 18 Lehrkräfte aller Schularten haben diskutiert, gestritten, improvisiert und geprobt – auf der Suche nach der perfekten Gemeinschaft.

Das Montagscafé
Vorbei kommen. Fremde Leute treffen. Einfach so.

Das Montagscafé hat jeden Montag von 15 bis ca. 22 Uhr geöffnet: Von 15 bis 17 Uhr gibt es ein Angebot für Frauen (mit Kinderbetreuung) und ab 17 Uhr öffnet das Café für alle mit dem folgenden Abendprogramm: Am 6.5. reisen wir mit „Kunst am
Kopierer“
zurück in die Zukunft. Unter der Anleitung von Josef Panda zeichnen und kopieren wir unsere eigenen kleinen Magazine. Am 13.5. werden wir die internationalen Spieler*innen des Theaterprojekts „Being hier“ auf der Bühne begrüßen. Sie haben im Rahmen des RAC (Refugee Art Center, HELLERAU) im April ihr zweites Stück in der Regie von Ellen Muriel uraufgeführt und zeigen es nun auch bei uns! Das 4. Europäische Bürgerbühnenfestival OUR STAGE unterstützen wir am Montag, den 20.5. mit kosmopolitischem Kochen und Siebdrucken auf der Terrasse des Kleinen Hauses. Am 27.5. werden wir uns – anlässlich der Europawahl am Tag zuvor – im Montagstalk mit dem Thema Europa beschäftigen und dazu verschiedene Expert*innen an unseren Tischen zum Gespräch einladen.f

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Telefon +49 351 4913 755

www.staatsschauspiel-dresden.de

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