August macht Firlefanz- Ausstellung zum Theater-Jubiläum
07 Freitag Sept 2018
07 Freitag Sept 2018
06 Donnerstag Sept 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst


Liebevoll: Über dem Galerie-Eingang von Kunst & Eros brütete diesen Sommer wieder ein Amsel-Pärchen. Inzwischen ist es samt Nachwuchs längst ausgeflogen in die umstehenden Bäume. Foto: Oskar Staudinger. Foto re: Galeristin Janett Noack mit zwei Bildern von Helena Zubler.








Schwebende Leichtigkeit. Verlockend und fesselnd eingefangen kann man sich ihr hingeben in der Malerei, Grafik und Plastik von neun zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in der derzeitigen Ausstellung „Sommersalon 18“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (noch bis 7. September zu sehen, Geöffnet: Mo bis
Sa 11 – 15 Uhr).
Darunter Arbeiten von bekannten Künstlern wie Gudrun Trendafilov und Steffen Fischer. Filigrane Porzellanobjekte von Else Gold und Olaf Stoy sowie neue lust- und liebevoll bemalte Schmuckstücke aus dem edlen Material von der Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack. Eine besondere Entdeckung sind die knisternd sinnliche, federleichte und ausdrucksstarke Malerei und Tuschezeichnungen von Helena Zubler.
Sie wurde 1992 in Ludwigsburg geboren. Die Diplommalerin und Grafikerin ist zurzeit Meisterschülerin bei Professor Ralf Kerbach an der Dresdner Kunsthochschule. Von ihr sind zwei großformatige Porträts zu sehen, eine Frau im blauen Kleid und die andere in sonnengelber Hülle. Beide traumversunken. Der weibliche Körper, Hände und Umarmungen tauchen spannungsreich immer wieder in den Bildern von Helena Zubler auf. Eins heißt „Abschied von Narciss“. Auf einem anderen sitzt eine Frau mit einer Pflanze im „Blattregen“, wo Blätter wie Tropfen fallen.
Eine Serie von vier „Shibari-Skizzen“ zeigt ihre Faszination für die Fesselungskunst. Da schweben in schwarz-weißen, zarten Linien gezeichnete, gefesselte Körper, die gehalten von Seilen Kraft und Hingabe symbolisieren. „Freiheit gibt es nur dort, wo Liebe ist“ und “Liebe muss nicht bitte sagen“, steht auf einer Zeichnung.
Text + Fotos (lv)

06 Donnerstag Sept 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart

Stoßen auf ihr gemeinsames Projekt zur Cocktailnight an (v.l.n.r): Holger John, Christine Langhammer und Dorothea Michalk. Dort gibt es eine Modenschau, bei der auch ein durchsichtige Coctailkleid zu sehen ist, wie Galerist John vorab verriet. Foto: meeco Communication Services
Seit 2010 findet alljährlich im September die mittlerweile schon legendäre COCKTAILnight im Dresdner Barockviertel statt. In diesem Jahr gibt es ein neues Team, das sich um die Organisation des Events kümmert und dabei die eine oder andere Idee mit einfließen lässt.
Den Hut auf hat René Arndt von der Technik Ambiente GmbH auf der Hauptstraße, ihm zur Seite stehen Jutta Rönsch von den Bülow-Hotels und Franziska Rüpprich, Inhaberin von „Prüssing & Köll“ auf der Heinrichstraße.
Bis jetzt haben sich knapp 50 Geschäfte, Galerien, Restaurants, Kanzleien und Praxen angemeldet, um den Gästen, die am ersten Donnerstag des kommenden Monats – also am 6. September – ins Barockviertel kommen, einen angenehmen Abend zu bereiten. Wie seit Jahren wird der offizielle Start um 18 Uhr sein und im Anschluss steht bis 22 Uhr bei allen Teilnehmern mindestens ein Cocktail bereit. „Die Preise sind moderat, denn man will ja sicher nicht nur einen am Abend genießen“, weiß René Arndt.
„Ziel ist es auch weiterhin, möglichst viele Neugierige ins Barockviertel der Dresdner Neustadt zu locken. Da es bei jedem Händler was Neues zu entdecken gibt, sollte am Ende ein großes Flanieren zwischen Haupt- und Königstraße sein“, sagt Franziska Rüpprich. Erstmals will man Engagement auch auszeichnen. Am Abend darf jeder Besucher eine Karte ausfüllen und Punkte vergeben, wo man sich am wohlsten gefühlt hat. Die Location mit den meisten Punkten gewinnt ein von der Dresdner Glöckner-Autowelt zur Verfügung gestelltes Wochenende im Cabriolet. „Damit auch die Besucher was gewinnen können, verlosen wir ein weiteres Wochenende auch unter allen, die die Teilnahmekarte ausgefüllt haben“, so Geschäftsführer Adrian Glöckner.
„Wichtig ist nur, dass man abends dabei sein muss, wenn gegen 22.30 Uhr die Gewinner gezogen werden“, informiert Jutta Rönsch. „Ab 22 Uhr steigt bei uns im Bülow-Palais die große Cocktail-Abschluss-Party mit charmanter Jazz-Musik. Ein Stelldichein- und Netzwerkabend für alle Gäste und Gastgeber.“
„Wir freuen uns darauf, die Straßen und Gassen unseres schönen Barockviertels wieder mit bis zu 5.000 Besuchern auch am Abend beleben zu können“, so Arndt abschließend.
Weitere Infos: www.cocktailnight.net
Text: meeco Communication Services
06 Donnerstag Sept 2018


Eine Frau am Klavier: Gefühlvoll-starke Songs mit Sängerin Anja Schumann gibt es diesen Sonntag in der St. Pauli Ruine in Dresden. Fotos: Malte Fischer
Ein Jahr ist es Jahr, dass die Dresdner Sängerin Anja Schumann das Abschlusskonzert beim Palais Sommer gestaltet hat. In dieser Zeit ist viel passiert. Anja Schumann arbeitet nun im Trio und hat viele neue, vor allem deutschsprachige Songs geschrieben. Diese präsentiert sie in einem Konzert am 9. September, um 19.30 Uhr in der St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz in Dresden.
„Und wir tanzen im Regen…“ ist der Titel des aktuellen Chanson-Programms von Anja Schumann. Dabei fließen Jazz und Pop genauso wie klassisches SingerSongwriting in Anjas Kompositionen ein. Mit Drummer Matthias Hüttich und Bassist Johannes Gerstengarbe (Ballroom Studios Dresden) lässt die Klavier spielende Sängerin romantisch-melancholische Klangwelten entstehen, die den intimen, vorwiegend deutschen Texten einen samtig roten Teppich ausrollen.
Anja Schumann verzaubert mit ihrer sanften, jazztemperierten Stimme und eigenen Songs. Ausdrucksstark – dabei oft melancholisch, manchmal verspielt und ironisch, dann wieder klar und ernst interpretiert sie ihre Stücke. Sie erzählen von Beziehungen zu Menschen, unserer schnelllebigen Zeit, von Gedanken über die Liebe, über Trennung, den Tod und den ewigen Motor der Hoffnung.
Die Musik des Trios schlägt Funken, treibt, bäumt sich auf, um sich dann an anderer Stelle wieder sphärisch hinabzulassen und in einer weiten Ebene zu schweben, getragen von Anjas unverkennbarer Stimme. Ihre Lieder sind kleine und große Perlen außerhalb des Pop-Mainstreams und trotzdem eingängig und stark.
Zu hören war die aus Chemnitz stammende Sängerin schon mit diversen Bands unter anderem beim SonneMondSterne-Festival, dem f6 Music Award, als Support von Beady Belle, beim Sound Of Dresden und dem Palais Sommer Dresden.
Text + Fotos: Veranstalter
Karten an der AK: 15/10 Euro
http://www.anja-schumann.de
https://www.youtube.com/results?search_query=Anja+schumann
24 Freitag Aug 2018
Letzten Sommer war Ursula Kurze mit einem Thomas-Brasch-Abend mit selbst vertonten Gedichten des Dichters und Lesung aus seinem Werk zu Gast im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul, hoch oben im Weinberg, die Finstere Gasse hinauf. Mit fantastischer Aussicht von der Terrasse auf das Elbtal, lauschig im Grünen.
Dieses Jahr ist an diesem besonderen Spielort das Programm „Ich bin eine Frau“ – eine unterhaltsame, lyrisch-musikalische Reise durch die Welt der Frau mit bekannten und eigenen Liedern von Schauspielerin und Sängerin Annette Richter und Derek Henderson am Piano zu erleben: am 26. August, 17 Uhr. Ab 16 Uhr ist der Weinausschank geöffnet.
Dieses Kulturangebot im Minckwitzschen Weinberghaus iniitiert seit einigen Jahren die Künstlerin Dorothee Kuhbandner von der nahe gelegenen Galerie mit Weitblick. Sie gestaltete auch wieder das poesievolle Plakat zum Programm.
Es gibt noch einige Restkarten (Ticket 10 Euro), aufgrund der begrenzten Platzzahl wird Reservierung unter Tel. 0174 – 147 1270 empfohlen.
Text (lv)

P.S. Mit diesem Kultur-Tipp bin ich dann erst mal weg – im Urlaub an der Ostsee acht Tage lang. Danach gibt es wieder Neuigkeiten aus dem Kulturleben auf meinwortgarten.com
Viel Spaß beim Lesen weiterhin!
Lilli Vostry
24 Freitag Aug 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik

Refugium für Kunst: der Jahnaische Hof in Meißen
Blick ins Ausstellungs-Gewölbe. Ab 1. September sind Zeichnungen und Druckgrafik von Andreas Garn zu sehen. Fotos: Sylvia Fenk
Sylvia Fenk ist die Gastgeberin an diesem Ort. Sie lädt andere Künstlerinnen und Künstler ein, in der Produzentengalerie auszustellen und druckgrafisch zu arbeiten. Die Galerieräume wurden erweitert um einen Werkstattraum, in dem nun die Tiefdruckpresse steht. In der freien Arbeit oder im Rahmen von Kursen können hier nun Druckgrafiken, wie Kaltnadel-, Ätz- und Aquatintaradierungen entstehen. Infos und Anmeldung unter www.sylviafenk.de
In der 1. Ausstellung vom 1. September bis 28. Oktober 2018 werden Zeichnungen und Druckgrafik von Andreas Garn aus Dresden zu sehen sein.
Die Vernissage gibt es am Freitag, dem 31. August, 20.00 Uhr mit Konzert – „bass ‘n’violin“. Es spielen: Hansi Noack alias 4 Grad-v (Violine, Electr.) und Ralf Eckart (Bassgitarre, Electr.)
14.9. 2018, 20.00 Uhr Konzert mit Peter Braukmann
Sylvia Fenk, 03521-408759, 015782578522

Grafik von Andreas Garn
1955 geboren in Dresden
1973 Fachabschluss als BSMR-Techniker
1980 Abschluss einer Mal-und Zeichenschule von Frank Panse VBK/DDR
1980 Arbeit in der Restaurierungswerkstatt Meissner Dom, Leben auf Schloss Scharfenberg und Galeriegründung mit U.Böduel im Schloss
1982-1985 Aufnahme als Kandidat im Verband Bildender Künstler
1985 Mitgliedschaft im VBK, seitdem freischaffend in Dresden
1990 Gründungsmitglied einer Künstlerkooperative in Berlin
1991 Gründungsmitglied Kunstverein „Alte Feuerwache Loschwitz“ e.V.
seit 1992 Kursleiter für Zeichnung/Graphik/Freies Gestalten/ Material-und Objektbilder
1992 Gründungsmitglied der Klangperformancegruppe SARDH
2001 Arbeitsstipendium des Kulturamtes der Stadt Dresden
2002 Stipendium und Arbeitsaufenthalt der Stadt Salzburg
2006 Wettbewerbssieger für Kunst am Bau, Amtsgericht Meissen
Studienreisen nach Ungarn, Polen.Tschechien, Bulgarien, Russland, Rumänien, Schweiz, Italien, Irland, Norwegen, Korsika, Österreich
23 Donnerstag Aug 2018

Fotos/PR Mimeclown Rainer König
Er steht seit 20 Jahren auf der Bühne in Merlins Wunderland und hat mehr als 30 Rollen verkörpert – der Mime, Clown und Schauspieler Rainer König. Wenn im September der 20. Geburtstag des Restaurant-Theaters in der Zschonergrundstraße 4 in Dresden gefeiert wird, darf er natürlich nicht fehlen. Daher startet der Jubelmonat am September mit einem wahrhaft königlichen Vergnügen – einem Comedy-Programm mit Rainer König. Zu sehen am 1. September, um 19.30 Uhr.
Er war ja schon im ersten Programm „Wilder Mann und Weißer Hirsch“ dabei und wird daraus einige seiner legendären Nummern zeigen. Dabei wird er unterstützt von Künstlerkollegen, die alle schon in Merlins Wunderland gefeiert wurden: das Sachsenkind Friedlinde, der Vater der Dresdner Pantomimen Ralf Herzog, Teufelsgeiger Ludek Lerst und Feuerkünstler Isegrimm.
Dazu gibt es ein Drei-Gänge-Menü, und zum Schluss darf getanzt werden.
Text: Sabine Mutschke
http://www.merlins-wunderland.de
Tickets an allen VVK-Kassen sowie unter Tel. 03 51/ 421 99 99
Fax 4219977, info@merlins-wunderland.de

Szene aus „Wunderlandklinik“: Patient mit Herz Rainer König
23 Donnerstag Aug 2018

Start für das Unternehmer-Kalender-Projekt (Foto v.l.n.r: Alexander Mosch, Regina Barthel-Meyer, Roland Hess, Carsten Melzer, Carsten Anspach und Peter Escher im Garten des Freitaler Tierheims.
Dresdner Medien und Dresdner Unternehmer haben ein Dilemma in der mittelständischen Wirtschaft erkannt: Unternehmer spenden gern, das hat soziale und steuerliche Gründe – und sie müssen werben, um auf sich aufmerksam zu machen und in der Wirtschaft zu überleben. Bis jetzt wurden beide Angelegenheiten von Unternehmern nur selten miteinander verbunden. Nun hat man sich zusammengetan und will gemeinsam einen Kalender herausbringen, der jeden Tag eine gute Tat einer Firma der Region aufzeigt.
Auch wenn dieser noch in den Startlöchern steht, gibt es bereits Unterstützer: So hat sich als erster Carsten Anspach, Geschäftsführer der NBL GmbH Bau Lockwitzgrund aus Dresden gemeldet. Da er seine Spendenaktion für das Freitaler Tierheim startet, holte er mit Alexander Mosch, Geschäftsführer der „Moschs Elektroservice GmbH“, und Carsten Melzer von der Bannewitzer „Mobau Müller Baustoffkontor GmbH“, zwei weitere „Macher“ ins Boot. Gemeinsame Geschäftsverbindungen (alle drei kennen sich vom Unternehmernetzwerk BNI Südost), auch zu Partnern in der Industrie, sollen helfen, die noch fehlenden rund 40.000 Euro aufzubringen – sei es durch Leistungen des jeweiligen Unternehmens oder durch entsprechende Sachspenden.
„Egal wie“, so Regina Barthel-Marr, Vorsitzende des „Tierschutzverein Freital und Umgebung e.V.“, „es hilft uns weiter. Jede noch so kleine Spende hilft, denn diese wird auf die bei den erwarteten 70.000 Euro an Fördermitteln den Eigenleistungen zugerechnet. Der Neubau ist zwingend notwendig, da die Gesetze Quarantänestationen auch für Fundhunde zwingend vorschreiben.
„Bisher haben wir immer im Hintergrund geholfen, das wollen wir jetzt ändern“, sagt Carsten Anspach. „Wir haben festgestellt, dass wir durch mehr Sichtbarkeit auch andere Firmenchefs auf die Sache aufmerksam machen und damit weitere Unterstützer für unsere gute Tat generieren können.“
Peter Escher, Schirmherr des Projekts „365 gute Taten“, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Es wäre schön, wenn wir noch mehr Unternehmer gewinnen könnten, sich für einen Verein ihrer Wahl zu engagieren. Wie sie dann Geld in die Vereinskasse bringen, bleibt jedem selbst überlassen. Eine Benefiz-Party ist ebenso möglich wie ein Grillen auf dem nächsten Stadtfest zugunsten des Vereins. Und ein bisschen Publicity hat noch keinem geschadet!“
„Tue Gutes und rede drüber“. Diese alte Weisheit inspirierte 365-gute-Taten-Initiator Roland Hess zur Kalenderaktion: „Neben dem eigenen Gewinn sollte jedes Unternehmen auch mindestens ein soziales Projekt im Jahr unterstützen. Schon früher kamen die Mäzene aus dem Unternehmerbereich, man denke an die Augsburger Fugger oder den Bautzener Gregorius Mättig. Diese beiden zeigen, dass man auch als Unternehmer sich mit seinen Ideen unsterblich machen kann“, so Hess abschließend.
Weitere Infos: www.365-gute-taten.de
Text + Foto: meeco Communication Services
23 Donnerstag Aug 2018

Vom 28. bis 30. September findet das siebente Neustadt Art Festival in der Äußeren Neustadt statt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie Kunst- und Kulturschaffende sind aufgerufen Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Theater, Tanz und vieles mehr an verschiedenen Orten der Dresdner Neustadt zu zeigen, zu erleben und daran teilzuhaben.
“Bis zum 27. September sammeln wir Ideen und Orte, um die Neustadt nunmehr zum siebenten Mal ein Wochenende lang mit frei zugänglicher Kunst und Kultur zu schmücken”, sagt Jan Kossick, Mitorganisator des Festivals von der Initiative ‘Kultur sucht Raum’. “Dabei überlassen wir die Ausgestaltung den Akteurinnen und Akteuren und helfen bei der Vernetzung und organisatorischen Fragen.”
Interessierte Orte und Kunstschaffende können sich per Mail an programm@neustadt-art-festival.de wenden oder zu einem der Treffen im Interrobang (Kamenzer Straße 15), das nächste Mal am 16. September um 16 Uhr vorbeischauen.
Weitere Informationen:
Webseite: https://naf.li
Aufruf: https://naf.li/call/
E-Mail: programm@neustadt-art-festival.de
23 Donnerstag Aug 2018

Jürgen Haase, spielt in diesem Sommer noch fünf Mal Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen. Er hat mit einer kurzen Unterbrechung von 2007 bis 2012 über 30 Jahre Karl-May-Geschichte in Rathen mitgeschrieben und erlebt: Zunächst von 1984 bis 1990 als Winnetou und dann als Old Shatterhand.
Nach einer Pause nach 2006 hat ihn Manuel Schöbel 2012 auf die Felsenbühne zurückgeholt. Ab 2014 spielt er wieder Old Shatterhand. Aber diesen Sommer tatsächlich im letzten Jahr. Er übergibt nach der Vorstellung am 1. September 2018 seinen Henrystutzen an seinen Nachfolger.
Die Felsenbühne Rathen ist die Freilichtbühne mit der längsten Tradition der Karl-May Festspiele. Bereits 1938 ritten Karl Mays Helden – allerdings politisch einseitig interpretiert und benutzt – hier über die Bühne.
Mit Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand begann 1984 in «Der Schatz im Silbersee» die neue Ära der Karl-May Stücke. Es folgten unter anderem «Winnetou», «Der Ölprinz», «Old Surehand», «Unter Geiern», «Der Schatz im Silbersee». Allein bei sechs Inszenierungen nach Karl May sorgte Olaf Hörbe für das Textbuch und die Regie. Auch für die aktuelle Version von „Winnetou I“ konnte Olaf Hörbe als Autor gewonnen werden.
Erzählt wird die Geschichte Winnetous (Michael Berndt Cananá). Der junge Häuptling weiß um die technische Überlegenheit der weißen Eroberer. Er hat eine Ahnung von der Größe der Welt hinter dem Ozean. Gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten der weiteren Eroberung. Banditen wie Santer greifen die Lebensgrundlage der Indianer an. Für Winnetou wird es schwer, die Indianer von Racheakten abzuhalten. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand (Jürgen Haase) aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg. Ihre Geschichte führt sie ins Lager der Apachen, in die Westernstadt St. Louis, zu den Landvermessern nahe der Station «Little Paradise» und in die Berge auf der Spur des Goldes. Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.
Michael Berndt Cananá reitet als Winnetou seit 17. Mai 2014 in Rathen: Michael Berndt Cananá wurde am 7.1.1980 in Dresden geboren und hat seine Schauspielausbildung von 2004-2008 an der Berliner Schule für Schauspiel absolviert und dort aktiv in der BSFSSM (Berliner Schulen für Schauspiel-Schulmannschaft) mitgespielt. Anschließend folgte sein erstes Engagement am Landestheater Neustrelitz, bevor er 2012 an die Landesbühnen Sachsen wechselte. Auf der Felsenbühne Rathen spielte er bereits ab 2012 Apanatschka und ab 2014 Winnetou in „Old Surehand“ .
Regie: Manuel Schöbel; Ausstattung: Stefan Wiel
Darsteller: Winnetou– Michael Berndt Cananá; Old Shatterhand– Jürgen Haase; Sam Hawkens – Grian Duesberg;; Santer – Matthias Henkel/ Tom Hantschel/ Holger Uwe Thews; Intschu-tschuna – Olaf Hörbe/ Jürgen Stegmann; Klekih-petra– Herbert Graedtke/Lutz Hillmann; Nscho-tschi – Julia Vincze; Kliuna-ai/ Mary (Chefin der Mädchenband) – Christin Rettig; Tangua- Michael Martin; Medizinmann – Michael Martin; Bancroft/Mr. Henry/Apache -Thomas Förster; Stone – Felix Lydike/; Mr. White/Clay – Johannes Krobbach/Thomas Strangfeld; Wirtin – Heike Klaus; Wirt/Metan-akva/ Rattler — Holger Kahl; Santers Assistent / Apachen Trommler – Thomas Strangfeld; Parker– Jens Bache/ Fabian Trott ; Kiowa, Apachen, Siedler, Banditen, Vermesser – AWEGO und Komparserie der Landesbühnen
Premiere war am 4. Juli 2015
Die Felsenbühne Rathen ist die Freilichtbühne mit der längsten Tradition der Karl-May Festspiele. Bereits 1938 ritten Karl Mays Helden im „Schatz im Silbersee“ in Rathen über die Bühne. 1940 veranstaltete der Zirkus Sarasani Wild-West-Spiele nach Karl Mays „Schatz im Silbersee“.
Auf Initiative des Bürgermeister Erich Winkler entstand im Jahr 1936 die Felsenbühne Rathen. Mit dem „Basteispiel“, in dem zahlreiche Rathener Bürger mitspielten, wurde sie im Sommer 1936 eingeweiht. Ab 1937 übernahm der Sächsische Gemeindekulturverband die Aufführungen. Danach spielten auf der Naturbühne Dresdner Berufsschauspieler. Bis 1941 folgten jährliche Karl May Inszenierungen (Aufstellung der einzelnen Stücke s.u.).
Die Felsenbühne Rathen gehört seit dem Sommer 1954 zu den ständigen Spielorten der Landesbühnen Sachsen. Nach 1945 gab es in Rathen immer wieder Wild-West-Abenteuer – u.a. „Goldsucher in den Rocky Mountains“ von Lutz Günther, Stück aus dem amerikanischen Westen nach Motiven des Jugendbuches „Das Tal des zornigen Bachs“ von Benno Voelkner (UA), (Premiere. 8.7. 1972); „Der fliegende Pfeil“ Abenteuerstück von Helmut Müller, (Premiere 15.6.1974); „Abenteuer am Mississippi“ für die Felsenbühne Rathen bearbeitet von Hans-Joachim Würzner nach „Tom Sawyers großes Abenteuer“ von Hanus Burger und Stefan Heym nach Motiven von Mark Twain 2 x (Uraufführung am 11.6.1961 und Premiere: 5.6.1975); „Pferdediebe in Arkansas“ von Josef Heimann Stück, aus dem amerikanischen Westen nach Friedrich Gerstäcker (Premiere am 21.5.1966 und am 26. Juni 1982) und „Tochter der Dakota“ Abenteuerstück von Helmut Menschel 2 x (Uraufführung am 30.6.1979 und Premiere am 2.7.1983)
Die Landesbühnen Sachsen, die ihren Stammsitz in Radebeul, dem Wohn- und Sterbeort Karl Mays (1842- 1912) haben, fühlen sich seit 1984 wieder dem weltweit bekannten Autor auf der Felsenbühne Rathen verpflichtet.
Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand ritten als 1. Blutsbrüderpaar der DDR im „Schatz im Silbersee“ 1984 über die Felsenbühne Rathen.
„Doch kaum waren die ersten Reiter hereingesprengt, die ersten Schüsse gefallen, da brandete schon Beifall auf. Noch ehe Winnetou sein erstes „Howgh“ gesprochen, hatte er die Sympathien der Zuschauer für sich.“ SNN, 20.6.1984
Jürgen Haase folgten in der Rolle des Winnetou Olaf Hais, Jean-Marc Birkholz, Marc Schützenhofer und seit 2014 Michael Berndt-Canana. Peter Mohr übernahm die Rolle des Winnetou mehrmals bei Ausfällen, wie im Sommer 2016. Und noch ein Schauspieler prägte die lange Karl-May-Tradition der Landesbühnen Sachsen.
Olaf Hörbe, verkörpert in diesem Sommer erneut den Häuptling Intschu-tschuna, den Vater Winnetous, im aktuellen Stück „Winnetou I“. Er ist zugleich der Autor des Stückes. Insgesamt schrieb er 6 Karl-May Stücke für Rathen und inszeniert sie selbst von 1995 bis 2010.
Text: Petra Grubitzsch/Pressestelle LB