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Kategorien-Archiv: Fotografie

Foto-Ausstellung „Voll der Osten“ von Harald Hauswald an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

17 Montag Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

≈ 2 Kommentare

Voll der Osten – Leben in der DDR

Eine Foto-Ausstellung von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle.

Zur Eröffnung am 17. September, um 19 Uhr im Foyer der Landesbühnen Sachsen in Radebeul findet ein Podiumsgespräch mit dem Fotografen Harald Hauswald, dem Historiker DR. Stefan Wolle und dem mehrfachen Skisprung-Weltmeister aus der DDR, Jens Weißflog, statt. Moderiert von Dr. Roland Löffler, Direktor und Dr. Eva-Maria Zehrer, Referatsleiterin der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Veranstalter der Foto-Ausstellung ist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und OSTKREUZ – Agentur der Fotografen.

Harald Hauswald wurde 1954 in Radebeul geboren und ist Gründungsmitglied der Agentur OSTKREUZ. Nach einer Lehre als Fotograf zog er 1977 nach Ostberlin und wurde dort in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) aufgenommen. Das soziale Interesse machte ihn zusammen mit seiner künstlerischen Ambition innerhalb kürzester Zeit zu einem bedeutenden Fotografen des Ostens. Als erster DDR-Fotograf veröffentlichte er unter anonymen Namen Fotoreportagen in westlichen Magazinen wie GEO, dem Zeitmagazin oder der Taz. Mittlerweile ist Harald Hauswald Träger des Bundesverdienstkreuzes und wurde mit mehr als 250 Einzelausstellungen in ganz Deutschland, den USA, Frankreich, Italien und den Niederlanden, sowie unterschiedlichsten Publikationen zum Thema Ost-Berlin, zu einem angesehenen deutschen Fotografen. Seine Bilder aus der Zeit vor der Wende haben das Bild der DDR und die Erinnerungen an Ostberlin deutlich mitgeprägt.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 17. September bis 25. November 2018, zugänglich eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, zu den Öffnungszeiten der Abendkasse.
Eintritt frei.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0,

Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de 

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Ausstellungseröffnung „Klimagerechtigkeit“ mit Fairem Klimafrühstück im Ladencafé „aha“

12 Mittwoch Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an

Die Gruppe Dresden fair.wandeln lädt am 17.09.2018 um 9 Uhr zur Ausstellungseröffnung „Klimagrechtigkeit“ ins Ladencafé aha ein. Zur Eröffnung wird ein Faires Klimafrühstück angeboten, das außerdem über den zugehörigen CO2-Fußabdruck informiert. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen begrüßt die Gäste.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (16. – 22.9.2018) und der Internationalen Fairen Woche (14. – 28.9.2018) lädt die Gruppe Dresden fair.wandeln zu einem Fairen Klimafrühstück ins Ladencafé aha ein. Konkreter Anlass ist die Eröffnung der Ausstellung „Klimagerechtigkeit“. Neben Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen wird Prof. Dr. Günther von UNO Flores eine kurze Rede halten, welchen Beitrag die Kommune bzw. der Einzelne zum Klimaschutz leisten kann. Schüler_innen der Christlichen Schule Dresden führen einen Poetry Slam zum Thema auf.

Die Verkehrswende und Veränderungen in der Ernährung sind die Voraussetzungen dafür, dass die BRD ihre Klimaziele erfüllen kann: „Die Art und Weise wie wir mobil sind, trägt erheblich zu den Klimaveränderungen bei. Der Verkehrsclub Deutschland schreibt: ‚Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 geht auf das Konto des Verkehrs und stammt v.a. aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern.‘ Jede*r Deutsche verbraucht im Schnitt zehn Tonnen CO2. Klimaverträglich und gerecht wären aber unter zwei Tonnen. Mit dem Fahrrad statt SUV durch die Stadt zu fahren, trägt also erheblich zur Klimagerechtigkeit bei“, sagt Antonia Mertsching, Mitglied der Gruppe Dresden fair.wandeln.

Silke Pohl, Ökumenisches Informationszentrum, sagt: „Zwei Tonnen CO2 kann weltweit jeder Mensch jährlich ausstoßen, ohne dass es dem Klima schadet. In Deutschland sind es aber 10 Tonnen pro Kopf und davon 1,75 Tonnen für Ernährung. Weltweiter Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an, z. B. mit weniger Fleisch und mehr regionalem und saisonalem Obst und Gemüse. Beim Fairen Frühstück zeigen wir, dass es geht.“

Hintergrund zur Ausstellung

Die beeindruckenden Bilder der Fotoausstellung „Klimagerechtigkeit“ lassen keinen Zweifel – die globale Erwärmung bringt die ökologische Balance des gesamten Planeten aus dem Gleichgewicht. Die Auswirkungen sind vielfältig und insbesondere in den ärmeren Ländern kaum zu bewältigen.

https://www.klimabuendnis.at/fotoausstellung-klimagerechtigkeit

Hintergrund zur Gruppe Dresden fair.wandeln

Die Gruppe Dresden fair.wandeln ist eine Initiative vom Handelsverband Sachsen, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen, dem Dresdner Stadtverband von Bündnis90/Die Grünen, der Lokalen Agenda 21 für Dresden, der Micha-Initiative Dresden, dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden und dem Ladencafé aha. Der Gruppe wohnt ein Vertreter der Stadt Dresden bei. Ziel der Initiative ist, die Idee des Fairen Handels in der Stadt zu fördern.

http://www.dresden-fairwandeln.de

Text: Antonia Mertsching/Koordinatorin

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. (ENS)
Kreuzstraße 7
01067 Dresden

0351 492 33 61 (Telefon), 0351 492 33 60 (Fax)
antonia.mertsching@einewelt-sachsen.de

http://www.einewelt-sachsen.de

Für Spenden:

Konto: ENS
IBAN: DE03850205000003589400
BIC: BFSWDE33DRE
Bank für Sozialwirtschaft

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Sommerausstellung „Lustwandeln“ in der Galerie Mitte

07 Freitag Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie

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Lustwandeln mit Kunst in aller Vielfalt

Zu sehen sind 402 Arbeiten von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dresdner Raum bis Gütersloh noch bis 8. September.

Lustwandeln im bilderreichen Kunstgarten. Da tummeln sich allerlei fantasiereiche, sinnenfrohe Wesen, umgeben von Grashalmen, Wellen, Strand und Wald… Zu sehen sind sie in der derzeitigen Sommerausstellung „Lustwandeln“ in den angenehm kühlen Räumen der Galerie Mitte am Fetscherplatz/Striesener Straße 49
(noch bis 8. September) in Dresden.

Gezeigt werden insgesamt 402 Arbeiten – von Hinterglasmalerei, Zeichnungen, Grafik, Fotografie, Collagen, Keramik bis Schmuck – von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dresdner Raum, aus Hamburg, München, Köln und Gütersloh. Darunter auch eine Rarität, eine Radierung von 1895 des Jugendstilkünstlers
Heinrich Vogeler zum Märchen „Der Froschkönig“.

„Die Ausstellung will an- und aufregen, lässt uns schmunzeln und träumen“, sagt die Galeristin Karin Weber. Federleichte Sinnlichkeit begegnet dem Betrachter in zwei Kreidezeichnungen, „Frau mit Faun“ von Angela Hampel, ein anderes Paar lustwandelt in expressiven Farbtönen mit Wanderstab. Eine „Eva im Mondschein“ hält einen prächtig bunten Sommerblumenstrauß in einem Pastellbild von Leo Lessig und eine prallrunde Mondfrau aus bemaltem Ton zeigt Michele Cyranka. Sehnsuchtsvoll schaut man auf das Paar im Regen in einer Bleistiftzeichnung von Gudrun Trendafilov, im Blatt „Tumult“ von ihr drängeln sich körperliche Reize vor paradiesischer Landschaft.

Lustvoll, farbenfroh und erfrischend geht es außerdem zu in den Paar-Bildern der jungen Künstler Victoria Graf und Lucas Oertel. Witzig-wundersame Geschöpfe wie „Ilse Augenfischer“, „Nacktmohn“ oder „Hunker“ hält Nadja Poppe mit wenigen Strichen fest. Schönheit und Vergängnis spiegeln die leuchtend farbigen Blumen- und Tierstillleben von Jürgen Wenzel.

Romantisch-verspielt kommen die figürlichen Szenen, darunter eine Frau mit großer Spielente am Meer, von Corinna Weiss daher. In zauberhafte Unterwasserlandschaften entführt farbspielend auf Acryl und Folie die iranische Künstlerin Gila Abutalebi. Von ihr stammt auch das grafisch-verführerische Liebes-Alphabet gleich neben dem Eingang, bei dem Schriftzeichen und Körperumrisse verschmelzen auf rotem Hintergrund.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr von 15 – 19 Uhr, Sa von 10 – 14 Uhr

 

 

 

 

 

Geöffnet: …

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Ausstellung „Akt-Visionen“ beim „Bühnen-Akt“ im Kunstkeller Dresden

21 Dienstag Aug 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

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Fotos: Thoralf Möhlis

Sinnlicher Tanz der Fantasie

Die 96. Ausstellung der GALERIE KUNSTKELLER  – aktfotoARTdresden auf der Radeberger Straße 15 zeigt ab heute Fotografie von Thoralf Möhlis, die Tanz, Akrobatik und verschiedene Facetten des Weiblichen verbindet.

Grell geschminkt, tätowiert, krasse Akrobatik, coole Kostüme, erotische Posen und freche Gesten…, das waren nur einige Eindrücke, die der Fotograf Thoralf Möhlis (KOBOLDfoto) hatte, als er „Lady Kittys Hells Belles“ das erste Mal „on Stage“ sah. War es zu Beginn das Feuerwerk aus einer Mischung von Tanz und Akrobatik, was ihn begeisterte, faszinierte ihn sehr bald auch die Art, eine sanfte Dosis Erotik auf die Bühne zu bringen, oft auch mit einem Augenzwinkern.

In den vergangenen Jahren hatte der Fotokünstler die Möglichkeit, „Lady Kittys Hells Belles“ auf mehreren Festivals und Events fotografisch zu begleiten und bekam 2018 die Gelegenheit, mit ihnen im Studio Foto-Aufnahmen zu produzieren. Er transferiert damit eine besondere tänzerische Kunst-Welt von der Bühne in eine einmalige Fotoschau und vermittelt so Einblicke in eine außergewöhnliche Kunstform.

Vernissage: Dienstag,  21. August, 20 Uhr

Einführende Worte: Una Shamaa,Tänzerin

Tanzperformance:  Arzo–Carina Renz

Ausstellungsdauer:  21. August bis 15. Nov. 2018

Geöffnet: di 15 – 21.30; mi + do 16.30-18.30 Uhr und nach tel. Absprache

Blick in die Ausstellung:  www.kunstkeller-dresden.de/aktuell.htm

Text: Volkmar Fritzsche

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Ausstellung „Tonungen“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul

20 Mittwoch Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Fotografie

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Farbklänge der Natur

Feinsinnige Fotographik von Hartmut Opitz und filigrane  Plastiken von Frank Schauseil vereint die Ausstellung „Tonungen“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Knorrige, uralte Baumriesen in markantem Schwarzweiß,
eine Allee in gleißendem Licht, Boote vor dem Aufbruch, 
bizarre Felswände, das rätselhaft-schemenhafte Innere einer Höhle faszinieren in feinabgestuften „Tonungen“.

So heißt die neue Ausstellung in der „Galerie mit Weitblick“auf der Oberen Bergstraße 13 in Radebeul. Dort hält die Fotographik von Hartmut Opitz derzeit Zwiesprache mit den filigranen Bronzeplastiken voll archaischem Zauber, romantisch, skurril und versponnen-hintersinnig, von Frank Schauseil. Beide Künstler lernten sich erst in der „Galerie mit Weitblick“ kennen. Ihre Arbeiten kontrastieren und ergänzen sich mit ihrem Blick auf Schönheit, Erhabenheit, Berührtsein von der Natur, ihren Urkräften ebenso wie ihrer Gefährdung und Umweltzerstörung. Die Aufnahmen von Hartmut Opitz sind analog und auf Silbergelantine Barytpapier gefertigt. Der Reiz liegt für ihn nicht nur im Fotografieren, er entwickelt auch alle seine Bilder selber und verleiht
ihnen eine ganz eigene, edle Wirkung und Stimmung mittels der heute nur noch selten angewandten Technik der Tonung. Im schnelllebigen digitalen Zeitalter 
ist der Gang in die Dunkelkammer für Opitz immer noch ein Abenteuer und jedes entstandene Bild ein Unikat.

Das Foto wird dabei in ein Kupfertonbad aus Metallsalz gelegt, erklärt er, und je nach Verweildauer entstehen Farbtöne von hell bis intensiv, sepia- oder kupferfarben und graublaue bis grüne Nuancen. Noch aufwendiger sind die Mehrfachtonungen, die in vielen kleinen Zwischenschritten die grafische Wirkung der Fotografien verstärken. Wie in den Ansichten mit verwitterten dunklen Buhnen im Gegenlicht, die Abendstimmung am Meer mit schwarzem Boot am Strand, der von Bergwänden umgebene Stausee Mattmark in der Schweiz mit aufgeschichteten Steinskulpturen oder die gewaltig-formreichen Tyssaer Wände I – V. 

Die Aufnahmen entstehen meist im Urlaub. Den acht Kilo schweren Rucksack mit der Fotoausrüstung und seine Pentacon Six-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven noch aus DDR-Zeiten hat er immer dabei. Diese sei bei Fotografen nicht besonders beliebt gewesen, da sie auf minimalste Erschütterungen reagiere. „Es ist wie bei einem Maler mit etwas ausgefranstem Pinsel, der trotzdem beachtliche Bilder malt“, sagt Hartmut Opitz schmunzelnd. 

Jetzt als Rentner habe er auch mehr Zeit für seine fotografische Passion. Er hat als Handwerker in der Sächsischen Baumschule gearbeitet, beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit Fotomontage und Tonung, ein Schlüsselerlebnis war für ihn eine Ausstellung mit Fotografik von Ullrich Lindner im Dresdner Schloss/Pretiosensaal. In der Sächsischen Landesbibliothek suchte Opitz nach alten Rezepturen für die Tonungen seiner Fotoaufnahmen und entdeckte in einem Buch des amerikanischen Fotokünstlers Tom Worobic die Technik der Mehrfachtonung, die er seither intensiv nutzt.

Urwüchsig und gegenwärtig zugleich erscheinen die grazilen Bronzefiguren des Bildhauers Frank Schauseil. Nach einer Lehre als Steinmetz hat er an der Dresdner Kunsthochschule von 1993 – 1999 studiert, erwarb sein
Diplom bei Professor Martin Honert und lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Dresden. In der Ausstellung begegnen einem ein Komoranfischer 
auf einem langen Boot, ein Vogel sitzt auf einer Angel mit ausgebreiteten Schwingen. Ein „Sternenguckerpaar“ trifft auf archaische „Paddelbootromantik“, ein „Tornado“-Trichter auf einen emporankenden „Wächter“. Die Urform entsteht in Wachs oder Gips, danach die Silikonform und der Bronzeguss. Die Einzelteile schweißt, bohrt und fügt Schauseil zusammen zu seinen luftig-leicht wirkenden Plastiken, oft mit einer Prise Humor.

Dies ist die nunmehr 15. Schau im 6. Jahr der Galerie mit Weitblick, die derzeit ums Überleben kämpft. Mit besonderen Kunsterlebnissen und einmaliger Aussicht aus der Höhe aufs Elbtal ist die Wochenendgalerie von Dorothee Kuhbandner ein Anziehungspunkt für Kultur- und Naturliebhaber, die den etwas weiteren Weg herauf nahe der Weinberge nicht scheuen. Doch es fehlt regelmäßiges, die Galerieangebote nutzendes Laufpublikum. Die Ausstellung „Tonungen“ ist noch bis 23. September zu sehen. 

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa & So von 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.doro-malerei.de

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Ausstellung zur Moritzburger Kulturlandschaft im Fasanenschlösschen

30 Montag Apr 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie

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„Ich ging im Walde so für mich hin, …   –
Die Moritzburger Kulturlandschaft im Foto um 1900“

Zwei faszinierende Ausstellungen locken ab 1. Mai bis 31. Oktober ins Fasanenschlösschen Moritzburg.

Ab 1. Mai 2018 öffnet das Fasanenschlösschen Moritzburg und startet in diesem Jahr gleich mit zwei Sonderausstellungen im und am Rokoko-Schlösschen und im Besucherzentrum im Hofküchengebäude.

Eine noch unbekannte Privatsammlung von 100 historischen Dias erzählt von der Schönheit und der Harmonie der königlichen Gärten sowie der umgebenden Wald-und Teichlandschaft Moritzburgs.

Als im 19. Jahrhundert die Wanderlust erwachte und die Bürger aus den wachsenden Städten hinaus in die nahen Wälder und Wiesen strömten, wurde auch die Moritzburger Landschaft mit ihren Schlössern, dem Tiergarten und den Fischteichen neu entdeckt. Zu Tausenden fielen die Städter und Touristen ein, Wirtshäuser mit Gästegärten entstanden, Infrastrukturen veränderten sich. Das brachte auch die ersten denkmalpflegerischen und Naturschutzmaßnahmen mit sich. 1908 gründete sich der Landesverein Sächsischer Heimatschutz, der sich allerorts der Pflege der Natur, der Baudenkmäler, der dörflichen Strukturen und des sächsischen Brauchtums annahm. Die Moritzburger Dia-Serie ist ein beredtes Zeugnis dafür, das Wissen über die Geschichte der Kulturlandschaft, ihrer Naturbesonderheiten und des sie umgebenden Ringes alter Bauerndörfer in Schulen und öffentlichen Vorträgen zu verbreiten.

Die Kulturlandschaft Moritzburg entstand in ihren wesentlichen Bestandteilen im Verlauf des 16. bis 19. Jahrhunderts. Dazu zählen die Schloss-und Gartenanlagen um das Barockschloss, dessen Ursprünge in der Mitte des 16. Jahrhunderts liegen, sowie dem Fasanenschlösschen im Fasanengarten aus dem späten 18. Jahrhundert. Die künstlich angelegten Fischteiche mit Dämmen und Ablaufsystemen stellten seit dem 16. Jahrhundert die Versorgung des sächsischen Hofes mit Karpfen und anderen Fischen sicher. Das jährliche Abfischen der Teiche im Herbst bietet bis heute Anlass für Fischerfeste.

Das ausgedehnte Waldgebiet nordwestlich Dresdens – Friedewald genannt – diente den sächsischen Herrschern neben der Dresdner Heide und dem Tharandter Wald frühzeitig als wichtiges Forstgebiet für die Holzgewinnung und war ein willkommener Ort für die höfische Jagd. Kilometerlange Bruchsteinmauern zeugen noch heute vom einstigen Tiergarten zur Hege des Wildes. Im 19. Jahrhundert richtete der sächsische König Albert eine erste öffentliche Wildfütterung ein: das heutige Wildgehege ist der Nachfolger dieser traditionsreichen Einrichtung. Ein anderer jagdlicher Bau ist das heute leider ruinöse Hellhaus im Mittelpunkt eines sternförmigen 8-strahligen Schneisensystems im Friedewald für die Ausübung der Parforcejagd, einer Hetzjagd zu Pferde.

Die Dia-Serie zeigt auch die uralten Wächter dieser Wälder: 500-100-jährige Eichen, die heute leider verschwunden sind, sowie Seltenheiten aus dem Pflanzenreich, wie das Wollgras, ebenfalls kaum noch zu finden.

Zuletzt sei ein Blick auf die den Friedewald umgebenden Reihendörfer geworfen, deren typische Strukturen noch heute die Dorfkerne charakterisieren. Mit ihren Kirchenbauten und Dorfweihern bildeten sie willkommene Fotomotive.

Die Entwicklung der Fotografie war um 1900 weit fortgeschritten und hatte sich dem Metier der Natur-, und Parkfotografie zugewendet. Das öffentliche Interesse an den Parks und Gärten verlangte nach einem Erinnerungsmedium, das in der Postkarte eine ausgezeichnete, massenwirksame Möglichkeit fand. Nicht zufällig gleichen einige Motive der Dias-Serie beliebten Postkartenmotiven. Besonders typisch sind die wiederkehrenden Staffagefiguren, hier besonders schön mit sommerlichen Strohhüten, die dem Bild Lebendigkeit verleihen.

Unser Dank gilt dem Leihgeber der Dia-Serie, Silvio Stelzer aus Moritzburg sowie dem Fotografen Carlo Böttger für die restauratorische Aufarbeitung der Dias und Herstellung der Vergrößerungen.

Für Besucher des Barockschlosses oder Fasanenschlösschens ist der Eintritt im Besucherzentrum frei (gegen Vorlage des entsprechenden Tickets, der Ausstellungsteil im Steinsaal des Schlosses Moritzburg kann nur mit dem Schloss- oder Kombiticket besucht werden.)

»Fabelhafte Wesen von Barbara Lenz«

Ausstellung im Fasanenschlösschen (1. Mai bis 31. Oktober 2018 im Fasanenschlösschen und im Besucherzentrum.

Wer bereits 2016 die Ausstellung der „Fabelhaften Wesen“ im Schloss Moritzburg gesehen hat, dem dürften einige der nun im Fasanenschlösschen präsentierten possierlichen Kreationen alte Bekannte sein. Aber auch die neuesten Schöpfungen, Plastiken, der Künstlerin erblicken nun erstmals das Licht der Öffentlichkeit. Einige der „Fabelhaften Wesen“ haben den Bezug nach Fernost: Wie das Fasanenschlösschen selbst, entsprangen sie der Lust am Fremden, scheinen selbst eine „Chinoiserie“ zu sein, die dem 18. Jahrhundert so geläufig war. Der Mandarin grüßt vom Dach des Schlösschens, im Inneren grüßen nun die exotischen Federtiere in Menschengestalt, im Kleid des Orientalismus. Wie das Schlösschen sind sie Miniaturen, Ausdruck einer fabulierenden, fantastischen Traumwelt.

Sachsens einziger Leuchtturm hat geöffnet:

  1. Mai bis 31. Oktober 2018 | jeden letzten Sonntag 11:00 bis 16:00 Uhr (witterungsabhängig)

Auch in diesem Jahr öffnet Sachsens einziger und zugleich Deutschlands ältester Binnenleuchtturm wieder regelmäßig seine Türen. Von Mai bis Anfang November (Saisonbetrieb am Fasanenschlösschen) haben Besucher an jedem letzten Sonntag im Monat die Möglichkeit, die 74 Stufen in geführten Aufstiegen zu erklimmen. Dabei erfährt man viel Wissenswertes über Bau und Historie der außergewöhnlichen Hafenanlage und der umliegenden Kulturlandschaft.

Tickets sind nur im Besucherzentrum erhältlich!

Öffnungszeiten

Das kleinste Königsschloss Sachsens kann vom 1. Mai bis 31. Oktober 2018 (außer 13./14. August) entdeckt werden. Möglich ist dies täglich innerhalb der angebotenen Führungen (max. 10 Personen)

Montag bis Freitag: stündlich 10:00  bis 17:00 Uhr (letzte Führung 16:00 Uhr)

Samstag, Sonntag, Feiertage, halbstündlich 11:00 bis 18:00 Uhr (letzte Führung 17:00 Uhr)

Aufgrund der stark begrenzten Kapazitäten im Fasanenschlösschen wird eine Voranmeldung (insbesondere an Wochenenden und Feiertagen) empfohlen.

Auch fremdsprachige Führungen und Sonderzeiten sind auf Anfrage möglich:

Telefon: + 49 (0) 3 52 07  87 36 10
E-Mail: fasanenschloesschen@schloesserland-sachsen.de

Das Besucherzentrum mit Sonderausstellung, Shop & Gartencafé ist täglich ab 10:00 Uhr geöffnet.

Text + Fotos: Uli Kretzschmar/Staatliche Schlösser Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH

www.schloss-moritzburg.de
www.schloesserland-sachsen.de

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Ausstellung „Akt mit Takt“ im Kunstkeller

24 Dienstag Apr 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie

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Foto: Klaus Ender  „Schaumgeborgen“unvnhüllt

Klaus Ender, Jahrgang 1939, zeigt in Teilen sein aktfotografisches Lebenswerk, das nicht nur ganz wesentlich vom ostdeutschen Alltag geformt ist, sondern zugleich prägend für die Aktfotografie in der DDR war. Er veröffentlichte viele seiner Arbeiten im „Magazin“ und initiierte 1975 in Potsdam die erste größere aktfotografische Ausstellung im Osten (Akt und Landschaft). Hier gab es in der Kunst generell ein großes Bedürfnis nach Schönheit und Ästhetik, als Gegenpol zum meist grauen DDR-Alltag. Im Bereich der Aktfotokunst trafen Enders Fotografien genau auf dieses Bedürfnis und spiegelten es als Merkmal dieser Zeit der deutschen Geschichte.

Unbefangenheit und große Natürlichkeit prägen die Arbeiten, die diese Ausstellung noch einmal in das Bewusstsein des Betrachters lenken will. Sein fotografisches Schaffen war begleitet von Buchveröffentlichungen und zahlreichen Ausstellungen auch im Ausland. Die hohe Wertschätzung seines Lebenswerkes fand Ausdruck in vielen Preisverleihungen.

Text: Volkmar Fritzsche/Kunstkeller

Vernissage: Dienstag, 24. April, 20 Uhr

Performance: Solvig Frey und Antje H.

Ausstellungsdauer: 24. April bis 9. August 2018

Geöffnet: di 15 – 21.30; mi + do 16.30-18.30 Uhr und nach tel. Absprache

Blick in die Ausstellung: ab 22. April : www.kunstkeller-dresden.de/aktuell.htm

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BilderAlbum: Ausstellung „Fatima – Augenblicke in Dresden“ im Kulturrathaus

22 Sonntag Apr 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Die Macher, Fotografie, Im Atelier bei..., Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Alltags-Bilder aus einer neuen Welt

Eine Ausstellung im Kulturrathaus bringt in Zeichnungen und Geschichten von Kindern und Jugendlichen aus syrischen Flüchtlingsfamilien ihre Situation näher.

Kinder malen ihre Welt. Wovon sie träumen, was sie bedrückt, wie sie ihr neues Zuhause sehen und sich ihre Zukunft vorstellen. In den Bilderrahmen mit den farbenfrohen und fantasievollen Zeichnungen erzählen sie auch ihre berührenden Geschichten. Von ihrem Leben in Syrien, das eines Tages der Krieg jäh veränderte.
Ein paar wenige Andenken, wie Familien- und Schulfotos, Bilderbücher, ein silberner Löffel konnten sie aus ihrem alten Leben herüberretten. Zu sehen in einer Vitrine inmitten der Momentaufnahmen aus ihrem jetzigen Alltag.

Die ersten Bilder der Kinder und Jugendliche hingen auf einer Wäscheleine in einem Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Dresden. Dort entstand auch die Idee zu diesem interkulturellen Projekt, das 2015 startete und vom Kulturamt der Stadt gefördert wird. „Das Erste, was wir hatten waren Papier und Stifte. So haben wir angefangen zu malen“, sagte Heike Jack, die Initiatorin zur Ausstellungseröffnung „Fatima – AugenBlicke in Dresden“ im Kulturrathaus, Königstraße 15. In der ersten Etage im Foyer sind nun die Ergebnisse des zweiten Malworkshops von Heike Jack und ihrer Agentur Kulturperlen in Zusammenarbeit mit der Galerie Holger John, wo im September 2015 die erste Ausstellung mit Bildern aus dem Flüchtlingscamp stattfand, zu sehen. Er hat begleitend zur Ausstellung auch ein Ausmalheft mit lustigen Stadtlandschaften zum Mitnehmen gezeichnet, die Kinder und Erwachsene auch gleich mit Farbe füllten zur Eröffnung. „Paradiesisch musizieren“ konnten sie zusammen mit Musiker Paul Hoorn (ehemals „Das Blaue Einhorn“).

Einige der Kinder und Familien aus Syrien begleitet Heike Jack bis heute. Fatima, das Mädchen, das der Ausstellung ihren Namen gab, ist mit ihrem Vater hierher gekommen. „Bis heute ist es nicht gelungen, ihre Mutter und drei Geschwister aus der Türkei nachzuholen aus verschiedenen Gründen, es fehlen noch Dokumente“, so Heike Jack. In Fotografien hat sie festgehalten, wie die am Mal-Projekt beteiligten Kinder und Jugendlichen sich in den letzten drei Jahren verändert haben. Zeit ist vergangen, die Fragen in den Augen der Kinder bleiben, zeigen die Aufnahmen. Sie wünscht sich, dass auch viele Schulklassen diese Ausstellung besuchen, sich Begegnungen und Austausch mit den syrischen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien und Dresdnern entwickeln.

Die Ausstellung „Fatima – AugenBlicke in Dresden“ ist noch bis 8. Juni zu sehen.

Geöffnet: Mo – Do 9 – 18 Uhr, Fr 8 – 16 Uhr

Text + Fotos (lv)


Holger John stellte seine Galerie in der Rähnitzgasse als Malatelier für
die Kinder zur Verfügung. Die Initiatorin des interkulturellen Projekts, Heike Jack (Inhaberin der Agentur Kulturperlen) begleitet einige syrische Familien bis heute.

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Eröffnung der Ausstellung „Fatima – Augenblicke in Dresden“

07 Samstag Apr 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Projekte

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Fotos: Heike Jack

Interkulturelles Kunstprojekt und Ausstellung

Die Ausstellungseröffnung mit Musik ist am 11. April, um 16 Uhr im Kulturrathaus auf der Königstraße 15.

Zur Vernissage musizieren die Kinder gemeinsam mit dem Dresdner Musiker Paul Hoorn, den sie schon in ihren ersten Dresdner Tagen im Camp kennen gelernt haben. Es erklingen internationale Kinderlieder.

Fatima, viele andere Kinder und deren Familien haben in Dresden ihre neue Heimat gefunden. Auf Fotos sehen wir, wie sie sich in den letzten drei Jahren verändert haben. In ihren Zeichnungen zeigen die Kinder ihren ganz eigenen Blick auf ihre besondere Geschichte und ihr neues Zuhause. Die Ausstellung ist die Fortsetzung der im September 2015 in der Galerie Holger John gezeigten Impressionen aus dem Flüchtlingscamp. Zeit ist vergangen, die Fragen in den Augen der Kinder bleiben. Die Ausstellung erzählt die Geschichten der Kinder und ihrer Familien. Wo kommen sie her und wie war ihr Weg? Wie leben sie heute? Sie erzählt von großem Leid, aber auch von Hoffnung, Glück und Dankbarkeit.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft mit Zeichnungen des Dresdner Künstlers Holger John, die (ausnahmsweise) farbig ausgemalt werden dürfen.

Bis Anfang Juni sind alle Dresdner, Gäste der Stadt und natürlich Kinder mit ihren Schulklassen eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und über die Geschichten zu sprechen. So sollen Freundschaften gefestigt sowie Verständnis und Empathie füreinander verstärkt werden.

Ausstellung geöffnet vom 11. April bis 8. Juni 2018
Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 8-16 Uhr

Idee, Konzeption & Ausführung Heike Jack (Kontakt jack@kulturperlen-agentur.de) in Zusammenarbeit mit der Galerie Holger John

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Premiere „Der Bruch“ im projekttheater: Wie entsteht Gewalt, was verhindert sie?

04 Mittwoch Apr 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Theater

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Auf der Suche nach dem eigenen Weg

In ihrem ersten eigenen Stück „Der Bruch“ erzählt die in Paris und Dresden lebende Künstlerin Rania El-Chanati in symbolreich und sinnlich fesselnden Bildern über  kulturelle Identität und Konflikte. Heute am 4..4., um 20 Uhr noch einmal im projekttheater Dresden.

Auf einer grauen Wand ein Stück Himmel. Ein junge Frau boxt mit Fäusten gegen einen Panzer. Immer und immer wieder. Mit dem Finger fährt sie zärtlich auf der Leinwand entlang über die Landschaft, das weiße Häusermeer im hell gleißenden Licht. Sie sieht die Bilder mit den Trümmerbergen der Häuser, mittendrin Helfer in orangenen Westen, die unermüdlich nach Verschütteten suchen. Hier kann sie nicht bleiben. Doch die Bilder der Zerstörung, das Leben der Menschen dort, die ihr nah und fremd zugleich sind, die Stimmen, Geräusche, das Leid und die Sehnsüchte begleiten sie überall hin. Wie entsteht Gewalt, was verhindert sie? Wie sieht kulturelle Identität aus, wenn man nicht nur eine Heimat hat? Davon erzählt in symbolreich, sinnlich fesselnden Bildern und kraftvoll-ergreifender Körpersprache Rania El-Chanati.

Mit ihrem ersten eigenen Stück ist die in Paris und Dresden lebende Künstlerin mit palästinensischen Wurzeln väterlicherseits derzeit im projekttheater in Dresden zu Gast. Nach der gestrigen Premiere mit Zuschauern vor allem aus dem Freundeskreis und ihrer Familie ist ihre Bildercollage mit Liverperformance heute abend (4.4., 20 Uhr) noch einmal zu erleben. Nach der Vorstellung freut sich die Künstlerin auf Gespräche mit den Zuschauern. Rania El-Chanati spielt allein, barfuß, mit einem Rollkoffer als fiktivem Partner, an dem sie sich festhält, sich anlehnt, erschöpft vom langen Fußmarsch durch die glühende Landschaft bis zum Meer. Und der ihre Sachen aufbewahrt. Ein weißes Tuch, in das sie sich hüllt zum Schutz vor Wind und Kälte, das sie über den Kopf zieht und ihren Körper gänzlich verhüllt, aus dem sie sich befreit und rote Handschuhe überzieht, die sie verheißungsvoll in die Höhe reckt zu pulsierenden Trommelklängen. Ihr Gesicht erscheint auf ihren Körper, auf die äußere Hülle projiiziert, dahinter ihr Schatten, der für das rätselhafte, andere Ich steht, das nicht weiß wohin, das sieht, wahrnimmt und aus der Ferne fremde, unverständliche Sprachlaute hört. Begleitet von bunten Lichtern tanzt, schwenkt, schwebt sie einen Moment mit ihrem Koffer selbstvergessen, frei von allen Zwängen.

Sieht Bilder von übermütig hoch auf den Häusertrümmern spielenden, kletternden und über sie hinweg springenden Kindern und Jugendlichen. Doch ihre Unbeschwertheit erreicht sie nicht. Vorbei das Lachen der jungen Frau, die sich die roten Lippen nachzieht auf der Leinwand. Die Musik bricht ab als die junge Frau einen tickenden Gegenstand unter ihrer schwarzen Jacke verbirgt.

Die Bilder sind offen, interpretierbar für die Zuschauer gehalten. Jedes erzählt eine Geschichte. Vor dem Hintergrund des sehr komplexen, vielschichtigen Nahostkonflikts mit alltäglicher Gewalt wegen immer neu aufflammender Grenz- und Gebietsstreitigkeiten im Grenzgebiet von Israel und Palästina, fehlenden Perspektiven für junge Leute und patriarchalen Strukturen einer dominierenden Männergesellschaft. Es geht um Rollenbilder, Einsamkeit und Gefangensein von Frauen und einen Weg daraus für sich zu finden. „Wenn da keiner gegensteuert, verselbstständigt sich das auch mit der Gewalt“, sagt Rania El-Chanati. Das Stück sei ein Versuch, diese Themen zu visualisieren. Sie kennt das zwiespältige Gefühl der Suche nach Zugehörigkeit von ihren Reisen. Durch ihren arabischen Namen und Aussehen sei ihre deutsche Herkunft nicht gleich ersichtlich und bei den Palästinensern sei sie keine von ihnen und spreche auch kein Arabisch. „Ich frage mich, was palästinensische Identität eigentlich ist und finde darauf keine Antwort.“

Text + Fotos (lv)

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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