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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Neustadt Art Festival: Ausstellung „Dresden mit verschiedenen Augen“ von Maura Miletta im Atelier Rudolf-Leonhard-Straße

23 Samstag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Besondere Blicke auf Dresden: Bekannte Gebäude, Plätze, Parks und Wohnhäuser erscheinen originell und wundersam verwandelt in den fantasievollen Aufnahmen, die dennoch Wirklichkeit abbilden, der italienischen Fotografin Maura Miletta. Sie lebt seit zwei Jahren in Dresden.

Semperoper mit Gänseblümchen und Streetart

Farb- und fantasiereiche Blicke auf Dresden zeigt die italienische Fotografin Maura Miletta in ihrer ersten Ausstellung in Elbflorenz im Atelier auf der Rudolf-Leonard-Straße 19. Die Finissage feiert sie mit einer Gedicht-Lesung und viel Musik, ab 16 Uhr am Sonnabend, dem 23. September.

Gelbe Herbstblätter schweben von einem Baum herab, dahinter ragt der dunkle Kirchturm mit der Uhr im Laub. Da fallen einem gleich die Zeilen aus einem Rilke-Gedicht ein: „Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los… “ Momente wie diese, bei denen Natur, Architektur, Licht, Formen und Farben stimmungsvoll zusammenfließen, hält Maura Miletta gern mit der Kamera fest. Oft wirken ihre Fotografien wie gemalt. Die Aufnahme mit dem Blätterteppich vor der Dreikönigskirche ist das Titelbild ihrer Ausstellung „Dresden mit verschiedenen Augen“ und auf dem Flyer zu sehen. Als Fotodruck auf Leinwand hängt es nun auch frei schwebend im Atelier des Neustadt Art Kollektiv auf der Rudolf-Leonhard-Straße 19 in Dresden. Es öffnet wie viele andere Kulturorte im Dresdner Szeneviertel an diesem Wochenende seine Türen beim Neustadt Art Festival. Im prall bunten Programmheft und online auf der Festival-Webseite stehen 400 Veranstaltungen an 60 Spielorten, und noch etliche weitere spontan und kurzfristig hinzugekommene Angebote von Kreativen, Bildenden Künstlern, Musikern und Autoren.

Im Atelier auf der Leonhardstraße hängen derzeit rund 40 vorwiegend kleinformatige, farbenfrohe Fotografien von Maura Miletta (siehe unter Instagram: maura_miletta; mauraimiletta_cyanotype), in denen bekannte Gebäude mit anderen vorgefundenen Dingen, wie Blumen, Blättern, Bäumen oder Bildern auf Hauswänden, Streetart, zusammen gebracht, fantasievoll verwandelt erscheinen. Da wächst plötzlich eine große Wiese mit Gänseblümchen vor der Semperoper. Da wehen, fliegen und tanzen Blüten und Blätter in mal lichtvollen, mal erdigen Farbtönen und wie Schneeflocken rund um Zwinger, Hofkirche, vor einer Laterne auf der Brühlschen Terrasse und einem Riesenrad, steigt das Palais im Großen Garten traumhaft spiegelnd aus dem Wasser auf. Da sitzen plötzlich Eulen auf einem Eckhaus an der Görlitzer Straße und schauen auf die vielen Nachtschwärmer, hocken bunte Vögel und spaziert eine schwarze Katze mit gelben Augen ums Haus mit warmem Lichtschein. Originell, verspielt, romantisch, witzig und fantasievoll sind diese Bilder-Blicke auf Dresden der italienischen Fotografin Maura Miletta, in denen sie Bekanntes und zufällig Gefundenes, kleine Details, an denen andere achtlos vorbeigehen, die aber auch sehens- und liebenswert sind, ins Blickfeld ihrer Bilder rückt. Das Besondere an ihren Fotografien ist, dass alle Aufnahmen mit der Technik der Doppelbelichtung direkt in der digitalen Fotokamera möglichst in der gleichen Position fotografiert entstehen. „Es geht darum, ein Bild zu machen und dann ein weiteres, das über dem vorherigen liegt“, sagt Maura. „Ich habe Spaß daran, wenn ich ein graues Haus sehe und Farbe darauf lege.“ Sie lässt sich anregen von dem, was sie vorfindet, mischt reale und die Bilder in ihrem Kopf und lässt ihre eigene Welt in den Bildern sichtbar werden. „Letztlich geht es doch darum, was macht das Bild mit dir“, sagt Robin, ihr Freund. Er und Maura haben sich in Italien, in Florenz kennengelernt. Sie hat Wirtschaftswissenschaft studiert und kündigte ihren Job im Finanzamt, da er ihr zu eintönig war.

Sie fotografiert schon länger, aber vorher mehr tagebuchartig. Inzwischen arbeitet die Autodidaktin freiberuflich als Fotografin. Robin arbeitet als Softwareentwickler und stammt aus Münster. Da das Hin und Her Reisen auf Dauer zu anstrengend war, entschieden sich Maura und Robin für Dresden, da es „eine schöne Stadt ist.“ Seit zwei Jahren leben sie hier. Es ist ihre erste Ausstellung in Dresden als Fotografin im Atelier in der Leonhardstraße. Die Idee des Neustadt Art Festivals, bei dem vor allem junge, noch nicht etablierte Künstler sich mit ihren Arbeiten zeigen können, gefällt ihr. An diesem Sonnabend feiert Maura die Finissage ihrer Ausstellung, dazu gibt es eine Gedicht-Lesung mit Harfenspiel (ab 16 – 18.30 Uhr mit Pausen) und abends Gitarren-Livemusik im Atelier auf der Rudolf-Leonhard-Straße 39.

Bereits seit 2012 gibt es das Neustadt Art Festival (NAF) als nichtkommerzielles Kulturangebot für alle, eintrittfrei. Spenden der Besucher für die Künstler sind natürlich willkommen. Es begann mit einer Veranstaltung an der Prießnitz in der Neustadt von einer Gruppe junger Künstler. Dieses Jahr findet das Festival zum 12. Mal statt. „Fast 200 KünstlerInnen aus allen möglichen Sparten haben ehrenamtlich Programme für jeden Geschmack und jedes Alter zusammengestellt und bieten genreübergreifende, kreative Symbiosen zum Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken“, sagt Mitorganisator Thomas Schreiter. Er ist seit 2015 dabei im Orgateam. Damit alles finanziert werden kann, hat das Festivalteam ein Crowdfunding, Spendensammlung unter naf.li/cf gestartet, bei dem es viele schöne Dankeschöns gibt wie Bilder, Wohnzimmerkonzerte, Postkarten und Glühwein aus der Alten Fabrik.  „Unser Anspruch ist, junge Kunst zu entdecken und präsentieren, eine Plattform zu bieten mit dem Neustadt Art Festival“, so Schreiter. „Diese große Vernetzung zwischen den Künstlern und Veranstaltungsorten, das ist unbezahlbar für die Kreativen.“  Das Festival wächst von Jahr zu Jahr, so Schreiter. „Daher beantragen wir eine größere Fördersumme von 22 000 Euro für 2024 beim Kulturamt der Stadt Dresden.“ Die bisher 10 000 Euro an öffentlicher Förderung von der Stadt und der Stiftung Äußere Neustadt für das Neustadt Art Festival seien nicht viel, um die anfallenden Materialkosten, Druckkosten für die Programmhefte und Plakate, angemietete Tontechnik und Tontechniker zu bezahlen. Die Bandbreite an Veranstaltungen ist groß. Von der Blauen Fabrik über Hanse 3, Area 67, Hinterhöfen im Hechtviertel bis zur mobilen Jugendhilfe auf der Rothenburger Str. wird reichlich Musik, Kunst, von Malerei bis zur Skulpturen-Ausstellung und vieles mehr geboten.

Das Atelier mit Ausstellungsraum des Neustadt Art Kollektiv in der Leonhardstraße 19 gibt es seit 2020. Thomas Schreiter, der als Grafikdesigner, Maler und Illustrator tätig ist, nutzt dieses gemeinsam mit der Künstlerin Jolle Vanderbeke. „Es ist eine Mischung aus Atelier und Galerie, in der wechselnde Ausstelllungen, aber auch Filmabende und Lesungen finden hier statt“, sagt Thomas. Es ist Platz für 40 bis 50 Besucher, die dann meist locker auf Sitzkissen am Boden zusehen.

Mit dabei beim NAF ist auch der Literatur- Kulturraum „Starke Federn“  in der Försterstraße 10. Dort gibt es Sonnabend und Sonnabend Lesungen mit Autorinnen der Schreibwerkstätten, erfährt man mehr über deren aktuelle Projekte und kann eine Ausstellung mit dem Titel „Meer und Mensch“ mit Bildern von Sarah Ammajou Rehm, Autorin und Leiterin der Schreibwerkstätten „Starke Federn“ anschauen. Abschließend liest sie am Sonntag, 18 bis 20 Uhr unter dem Titel: „Das Tal – Texte über Dresden“.

Text + Fotos (lv)

Literatur & Kulturraum STARKE FEDERN

 

Webseite: https://neustadt-art-festival.de
App: https://naf.li/app
Crowdfunding: https://naf.li/cf


Kunstraum & Bühne für Kunst in aller Vielfalt: Thomas Schreiter, Grafikdesigner, Maler, Illustrator und Mitorganisator des Neustadt Art Festivals in Dresden.

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Neue Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“ im Museum „aktfotoart“ im Kunstkeller Dresden

02 Samstag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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„Erfreulich vielfältige fotografische Handschriften, doch unübersehbar der neue Trend weg vom Natürlichen, Körperlichen hin zu einer neuen Prüderie, die aus der westlichen Welt und den USA zu uns herüberschwappt“, sagt der Inhaber des aktfotoart-Museums und Fotokünstler Volkmar Fritzsche zur neuen Jahresausstellung im Kunstkeller.

Reizvolle Körperblicke und neuer Umgang mit Nacktheit

Ein facettenreiches Spiel mit Körperformen, Nacktheit, Verletzlichkeit und Individualität zeigt die 4. Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“ mit Arbeiten von zwölf FotokünstlerInnen derzeit im Museum „aktfotoart“ im Kuntskeller Dresden.

Mehr hüllenlose Evas als Adams wie gewohnt, allein und zu zweit in freier Natur oder vor fantasievollen Kulissen fotografiert. Ein facettenreiches Spiel mit Körperformen, Nacktheit und Verletzlichkeit, aber auch unübersehbar weniger pure Sinnlichkeit als sonst zeigt die 4. Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“, die Bilder von zwölf Fotokünstlerinnen und Fotokünstlern vereint zurzeit im Museum „aktfotoart“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden.

Unter ihnen acht neue, auch jüngere und studierte Fotografinnen aus ganz Deutschland und den Niederlanden stellen jeweils sechs Bilder ihrer Wahl aus. Alle im gleichen Format, Schwarz-Weiß-Aufnahmen ebenso wie farbige Aktbilder. Reizvoll sind die verschiedenen künstlerischen Positionen und Sichtweisen auf den menschlichen Körper, die sich sehr gewandelt haben. Nicht mehr nackte Tatsachen stehen im Vordergrund, sondern der Körper selbst wird zum Ausdrucksmittel und der Umgang mit Nacktheit in der heutigen Zeit thematisiert. Erfreulich vielfältige Blicke, Handschriften und neue fotografische Möglichkeiten der Darstellung sind das Besondere dieser Ausstellung.

Intensive, innige Momentaufnahmen von Paaren in der Natur zeigt Matthias Naumann aus Dresden, der zum ersten Mal im Kunstkeller ausstellt. Die Fotografien entstanden vor ca. fünf Jahren, das unter einem Baum sich umarmende Paar sei nicht mehr zusammen. Doch der Augenblick von Nähe in diesem Bild bleibt. Eine Frau umarmt sich alleine. Lust und pure Hingabe an die Natur spiegelt eine Aufnahme mit zwei nackten Evas, eine lehnt an einem weit wurzelnden Baumstamm, eine liegt davor auf dem Waldboden. Lichtvoll, schwebend leicht ein sitzender Frauenakt in einem Raum mit Pflanzentatoo auf der Haut ebenfalls von Naumann fotografiert.

Die holländische Fotokünstlerin Henriette van Gasteren (ehemals Lilith) zeigt eine Serie Körperfotografien, die skurril und beunruhigend zugleich wirken. Eine Frau hält den Kopf ins Waschbecken, eine andere steht auf dem Wannenrand, der Duschstrahl zielt in ihre Körpermitte, wie um etwas wegzuwaschen, zu bereinigen. Auf einem Foto kriecht sie auf allen vieren und schaut herausfordernd in den Spiegel. Ihre Selbstporträts zeigen subtil und ausdrucksstark seelische und körperliche Verletzungen und sexueller Missbrauch. Auffällig viele Rückenakte sind in der Ausstellung zu sehen. Fotografien mit formspielerischen Körperumrissen, wo der Körper wie ein Instrument oder Bank wirkt oder die Körperlinien miteinander verschmelzen, zeigt die in Dresden lebende ausgebildete Fotografin Anna Försterling.

Frauen, die vor und hinter bemalten Leinwänden agieren und mit Farbe auf der Haut hält in fotografisch reizvollen Kontrasten der in Delft lebende Industriedesigner und Fotograf Alexander Groenwege mit der Kamera fest. Frauen oberkörperfrei vor blättriger Kulisse, die mal auf einem Tisch allein und zu zweit liegen, mal an einem Stuhl lehnen und einander halten, hat der Leipziger Fotograf Tobias Schreiter in seinen spielerisch surrealen Szenarien mit Alltagsdingen festgehalten. Das Spiel mit Körperidealen, Individualität und Masse, auch Körpermasse, spiegeln die originellen Aufnahmen der Leipziger Fotografin Katja Heinemann. Aktmodelle vor wolkenreicher Landschaft, Felsen und in expressiv tänzerischer Bewegung zeigt Georg Knobloch aus Dresden mit seiner analogen Lichtbildnerei.

Im Kabinett sind außerdem Fotografien von Solvig Frey aus ihrer Serie „Nackte Kunstbetrachtung“. Sie ist dem Kunstkeller seit vielen Jahren verbunden mit eigenen Programmen, Fotoshootings vor und jetzt auch hinter der Kamera. Sie ist auch die Vorsitzende des im Mai gegründeten Vereins „Freundeskreis des Museums aktfotoart“ im Kunstkeller, der den Betreiber Volkmar Fritzsche in dem deutschlandweit einmaligen Museum unterstützt und sein Lebenswerk bewahren möchte. Der Verein hat bereits zwölf Mitglieder. Der Spielplan für die Veranstaltungen ab September im Kunstkeller steht bereits. Geplant sind auch Gesprächsrunden und Workshops zu zeitgenössischer Aktfotografie.

Von Volkmar Fritzsche (82) sind farbenfrohe digital-fotografische Szenografien im hinteren Raum zu sehen. Er sagt zur Ausstellung: „Die vielen unterschiedlichen fotografischen Handschriften sind toll. Die Fotografien spiegeln aber auch einen neuen Trend, weg vom Natürlichen, sich Ausziehen und Zeigen hin zu einer neuen Prüderie und andererseits ungezügelten Freizügigkeit in TV und Werbung, die aus der westlichen Welt und den USA immer mehr zu uns herüberschwappt. Viele Fotografen finden kaum noch Aktmodelle.“ Das Natürliche in der künstlerischen Aktfotografie gehe dadurch verloren, bedauert Fritzsche. „Wir hatten mit der FKK-Kultur schon immer einen freieren Umgang mit Körperlichkeit und Nacktheit im Osten Deutschlands.“ Solange er gesund ist, will er das aktfotoart-Museum weiterführen. Die Ausstellung „Aktfotokunst heute“ ist bis Sommer nächsten Jahres zu sehen.

Text + Fotos (lv)

http://www.kunstkeller-dresden.de

Geöffnet: Mo 11 – 18 Uhr, Di 15 – 21 Uhr, Do 15 – 18 Uhr, Sa 11 – 15 Uhr. An Feiertagen geschlossen.


Paare und Frauenakte in freier Natur zeigt Fotograf Matthias Naumann aus Dresden.


Skurril, beunruhigend und berührend: die Körperbilder, Selbstporträts der holländischen Fotokünstlerin Henriette van Gasteren zeigen subtil seelische und körperliche Verletzungen.

Spiel mit Alltagsobjekten &  Körperausdruck. Schweben, Halten, Fallenlassen, Anlehnen, Gehalten werden, Suche nach Balance… Sinnlich assoziative Körperbilder von Tobias Schreiter aus Leipzig.

Zusammenspiel von Bildender Kunst & Fotografie in Aktfotografien von Alexander Groenwege aus den Niederlanden.

Tänzerische, expressive Bewegungen, die an Gret Palucca erinnern und hüllenlose Damen in der Landschaft zeigt Georg Knobloch aus Dresden mit seiner analogen Lichtbildnerei.

Farbenfrohe & fantasievolle digital-fotografische Szenografien, die neue aktfotografische Bildräume eröffnen, stellt Volkmar Fritzsche aus. Immer wieder auf`s Neue überraschend und experimentierfreudig.

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Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große im Hofküchengebäude am Fasanenschößchen Moritzburg

01 Freitag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Tafelfreuden mit vielen Facetten

Die Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große spiegelt eindrucksvoll und vieldeutig die Verbundenheit zwischen Mensch, Tier und Natur im Hofküchengebäude am Fasanenschlößchen Moritzburg.

Essensduft steigt am Eingang des Hofküchengebäudes verlockend in die Nase. Im Restaurant werden die Tische eingedeckt. Oben am Treppenaufgang ist das Bildnis einer Frau zu sehen. Ihr Blick versunken, der  Körper weiß, fast durchsichtig, von feinfaserigem Gewebe überzogen. Im Yogasitz, die Arme vor der Mitte verschränkt, hält sie zwei Totenkopfäffchen. Eins liegt zu ihren Füßen mit einer Kugel, das andere greift nach ihr. „Fürsorge (Affenwiege)“ heißt das ovale Ölbild in ockerbraunem Rahmen. Es führt hinein in die Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große im Hofküchengebäude am Fasanenschlößchen in Moritzburg.

Dort zeigt sie derzeit Malerei, Grafik und Plastik aus den letzten zehn Jahren. Darunter große Holzdruckstöcke mit figürlichen und pflanzlichen Motiven, die wie ein Wandbild wirken. Zwei Meter fünfzig mal fünf Meter groß, ist es ein Blickfang in der Ausstellung, dem man buchstäblich nachgehen und näherkommen kann im hinteren Raum. Dort können die Besucher auch Filme zu den Restauierungsarbeiten der historischen Ausstellungsstücke wie kostbare Ledertapeten im Schloss Moritzburg sehen. In einer Vitrine steht die Bronzeplastik einer Raubkatze, unter deren Hinterläufen ein Mensch kauert. In der Schwebe gehalten, ob „Schutzsuche oder Bedrohung“, so der Bildtitel. Eine „Schöne im Natterkleid“ ist in Messingbronze patiniert zu sehen. Eine Mücke aus hellem Keramik ans Kreuz genagelt. „Täter-Opfer-Ausgleich“, kommentiert Catrin Große das lakonisch. Mal der Mensch, mal das Tier nehmen diese Rolle ein in den Arbeiten. „Ich möchte die Betrachter einladen, sich auf einen Perspektivenwechsel einzulassen. Die Sicht der `Krone der Schöpfung` auf Festessen und Genuss einerseits und die Schlachtviehperspektive“, sagt Catrin Große. Dabei auch ein Augenzwinkern zu zulassen, um sich zu laben.

Der altdeutsche Begriff Labsal bedeutet Erfrischung, Erquickung, Genuss, Wohltat. Speisen und Getränke oder auch ein kühler, schattiger Platz und auch Worte können ein Labsal für die Seele sein. Es meint auch Segen und Linderung. Die Tafelfreuden haben aber auch eine Kehrseite. Für den einen ist Labsal Genuss, für andere der Tod, so Catrin Große. Der Ausstellungstitel sei ein Spiel mit der Nahrungskette und nehme Bezug auf die Funktion des Hofküchengebäudes. Ein „Octopus – leicht zuzubereiten und gesund“ mit langen Perlenarmen aus Keramik liegt in einer Vitrine. Ob man ihn als Kunstobjekt anders sieht, nicht nur als Nahrungsmittel, fragt sie sich. „Die Anmut von solch einem Tier reizt schon, mit der Abstraktion zu spielen“, sagt die Künstlerin. Begehren, Verzehren, Genießen hat viele Facetten. Davon erzählt die Ausstellung von Catrin Große eindrucksvoll, vieldeutig, witzig-ironisch und feinfühlig zum Nachdenken anregend. Auf einem Totempfahl aus Messingbronze, der auf Hühnerfüßen steht, schwebt eine weibliche Figur „Schwere los“.

Aus einer Vitrine blickt dem Besucher „Schlachtreife lächelnd“ mit einem Beil im Rücken entgegen, daneben steht ein „Hängebauch-Mastschwein“ ergeben auf den Hinterpfoten mit einem Messer im Kopf auf einem Spiegelpodest. Darin spiegeln sich archaische Kämpfer von einem Wandbild. Darunter sitzt ein kleiner, lächelnder Buddha. Die zwei Schweine-Keramikobjekte provozieren. „Mir geht es darum, dass man bedenkt, was mit den Tieren passiert, vom abstrakten Fleischessen wegkommt und wieder das Ganze sieht“, so Catrin Große. Sie ist auf dem Land in Doberlug-Kirchhain großgeworden. Ihre Eltern besaßen Hühner und mit zehn Jahren hat sie selbst die ersten geschlachtet. „Mir war klar, dass das ein Opfer war. Das war dann aber auch ein Festessen.“  Neben den Plastiken zeigt sie Grafiken im von ihr entwickelten Ambossdruck, eingefärbten Prägedrucken mit figürlichen, ornamentalen und pflanzlichen Formen.

„Das Florale, Verweben als ein Sinnbild des Lebens an sich, die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur, aber auch die Entfremdung von den Ursprüngen finde ich im Werk von Catrin Große besonders stark“, sagt Margitta Hense, Kuratorin der Ausstellungen im Schloss Moritzburg und Fasanenschlößchen. Sie kennt ihr Werk bereits seit den 90er Jahren, als Catrin Große mit einem Stipendium im Schloss Moritzburg künstlerisch arbeitete. Sie wurde 1964 in Finsterwalde geboren, hat Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule und am Royal College of Art London studiert und arbeitet seit 1995 als freischaffende Künstlerin in Dresden und Doberlug-Kirchhain. Sie hat zwei Kinder. In der Ausstellung zegt sie unter dem Motto: „Allein unter Flaschen: Parteitag scheinheiliger Geister“ auch eine Flaschensammlung mit illustrem Innenleben. Ein erfrischendes Labsal ist außerdem ihre Plastik „Wasserträgerin“.  Die Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große ist noch bis 1. November im Hofküchengebäude zu sehen.

Text (lv)
Fotos: Catrin Große

Öffnungszeiten: täglich von 10.30 bis 16 Uhr

Weitere Infos unter http://www.schloss-moritzburg.de
„Schutzsuche oder Bedrohung“ & „Schlangenfrau“: die Künstlerin Catrin Große vor einer Vitrine mit ihren Arbeiten in der Ausstellung in Moritzburg.
„Fürsorge“ & „Schlachtreife lächelnd“

Verbundenheit zwischen Mensch und Tier: die Plastiken „Teenager“ & „Schwere – los“ von Catrin Große gefallen mir besonders.

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Gruppenausstellung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros

25 Freitag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Zwischenmenschliches

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Barock opulente Farben- und Sinnenfreude: Zwei Bilder von Karen Gäbler aus dem diesjährigen „Sommersalon“ der Galerie Kunst & Eros in Dresden.


„Engel und Insekten“, heißt dieser sinnliche Frauenakt von Juan Miguel Restrepo Valdes. Es ist bereits verkauft. Galeristin Janett Noack hat allen Grund zum Strahlen. Bereits mehrere Bilder aus dem „Sommersalon“ haben glückliche neue Besitzer gefunden.

Die lustvolle Süße des Lebens

Im diesjährigen „Sommersalon“ mit dem Titel „Sommernachtstraum“ zeigen sechs Künstlerinnen und Künstler ihre neuesten Arbeiten in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15, in Dresden Nur noch bis 2. September!

Farb- und Sinneslust sprießen reichlich in allen Facetten in der Gruppenausstellung “Sommersalon“ mit Malerei, Zeichnung und Grafik von sechs zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 2. September zu sehen).

Das Titelbild der Ausstellung zeigt ein Paar in warmen Orangetönen. Sie trägt nur eine weiße Perlenkette und reicht ihm eine Aprikose. Anmutig und verführerisch zugleich, barock und opulent der Körperausdruck der Träumenden und Nachtgestalten in der Art alter Meister, sind die Arbeiten von Karen Gäbler. Sie ist Malerin und freischaffende Gemälderestauratorin und stellt erstmals in der Galerie Kunst & Eros aus. Neu dabei ist außerdem die Künstlerin Mechthild Mansel mit sinnlicher, figürlicher Grafik. Sie zeigt rund zehn große und kleine, feine Kaltnadelradierungen und Lithografien vom Stein, zweifarbig in zartgrün und rosa. „Es geht um Paarbeziehungen, Figuren in tänzerischer Bewegung und geistig-körperliche Anziehung“, sagt Mechthild Mansel. Sie hat Malerei und Grafik bei Bernhard Heisig in Leipzig studiert. „Ich bin über die Figur hinaus gewachsen. Wenn ich mit Farbe arbeite, dann sind die Arbeiten freier.“ Mit Erotik verbindet sie die „Süße, den Honigtopf, die Quelle des Lebens.“ Ihre Bilder zeigen Herzerwärmendes, Geborgenheit und einen innigen Kuss.

Jeder der ausstellenden Künstler wählte außerdem eine Arbeit zu einem Gedicht aus. Mechthild Mansel ließ sich von Eva Strittmatters Gedicht „Mittsommernacht-Scenario“ anregen. Außerdem sind traumblaue Malerei und Collagen aus dem Meer der Sinne von Leonore Adler zu sehen, erotische florale Zeichnungen von Helena Zubler sowie lustvoll-deftige Körperansichten mit viel Ironie zu bekannten Gemälden Vincent van Goghs in farbigen Tuschezeichnungen von Steffen Fischer. Da sieht man „Loth und seine Töchter im Felix Krull-Ambiente“, das Nachtcafé als Spielcasino mit einer sich nackt auf dem Billardtisch räkelnden Dame und zwei Frauen mit Schwan, zwischen ihnen der Maler mit Pinsel. „Die Erotik ist ein Geheimnis. Im Sommersalon treffen verschiedene Sprachen, Bilder und Ausdrucksformen im Umgang mit dem Thema Körper und Sinnlichkeit aufeinander“, sagt Galeristin Janett Noack. Das Miteinander, vis-a-vis im realen Leben, die wirkliche Begegnung und sich in die Augen sehen sei gerade in unserer schnelllebigen, virtuellen Welt wichtig.

Besonders freut sie sich, dass ein Künstler, der regelmäßig bei Kunst & Eros ausstellt und letztes Jahr hier eine große Ausstellung hatte, der kolumbianische, in Dresden lebende Maler Juan Miguel Restrepo Valdes jetzt eine Einzelausstellung in der Städtischen Galerie im Landhaus Dresden hat (Eröffnung war am 24.8.). Im Sommersalon zeigt er „Engel und Insekten“, eine nackte Frau mit Augenbinde und Schmetterlingen aus der Serie „Seelenblindheit“ und eine „Umarmung“. Außerdem hat Janett Noack jetzt einen zweiten Raum gegenüber der Galerie. Eine Schaufenstergalerie für weitere sinnenfreudige Werke von Künstlern hauptsächlich aus dem sächsischen Raum.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de


Lust auf Meer… Farbige Zeichnung von Leonore Adler.

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Ausstellung „Ein Vogel bin ich ohne Flügel“ von Roger Loewig im Stadtarchiv Dresden

08 Dienstag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Zeichnung von Roger Loewig, 1970: „Im Flämingland auf meinem Hügel bin ich die alte Mühle ohne Wind.“

Poetische Bilderreise auf der Suche nach Heimat

Eine Ausstellung mit Arbeiten von Roger Loewig (1930 – 1997) mit dem Titel „Ein Vogel bin ich ohne Flügel“ eröffnet am 14. August, 19 Uhr im Stadtarchiv Dresden.

Roger Loewigs Bilder und Texte über Krieg, Flucht, Vertreibung und Unfreiheit machen ihn zu einem der wichtigsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit. Kaum ein anderer hat die unmittelbar erlebten Folgen des »Dritten Reiches« und des Zweiten Weltkrieges einschließlich der deutschen Teilung so wie er mit wachem, jede Künstlereitelkeit ausschließenden Gewissen zum alleinigen Gegenstand seines Schaffens gemacht.

Roger Loewig wurde am 5. September 1930 im schlesischen Striegau geboren. Von 1951 bis 1953 durchlief er in Ostberlin eine Lehrerausbildung. Neben einer zehnjährigen Tätigkeit als Lehrer für Russisch, Deutsch und Geschichte widmete sich Loewig intensiv dem Malen, Zeichnen und Schreiben. 1963 wurde er nach einer privat organisierten Ausstellung in der DDR verhaftet. Der Vorwurf lautete „staatsgefährdende Hetze“. Ein Großteil seiner Bilder und literarischen Texte wurden beschlagnahmt. Nach fast einjähriger Untersuchungshaft wurde Roger Loewig in einem Prozess, der durch Zahlungen der Bundesrepublik und unter Einschaltung der Evangelischen Kirche beeinflusst wurde, zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Roger Loewig verlor daraufhin seine Stellung als Lehrer und machte nun die bildende Kunst zu seinem Hauptberuf. Die DDR zu verlassen, konnte er sich nicht entschließen. Dennoch empfand er den auf ihm lastenden Druck der politischen Verhältnisse mit der Zeit als unerträglich. 1972 reiste er schließlich in die Bundesrepublik Deutschland aus und lebte fortan in West-Berlin.

Über hundert Einzelausstellungen im In- und Ausland sowie zahlreiche Veröffentlichungen machten das Gesamtwerk einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bereits von schwerer Krankheit gezeichnet, erhielt er 1997 für sein Werk das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.  Kurz danach, am 4. November 1997, starb Roger Loewig in seiner Atelierwohnung im Märkischen Viertel.

Die Ausstellung im Stadtarchiv zeigt eine Auswahl des bildkünstlerischen Werkes von Roger Loewig, die der Sammlung des lebenden Freundes und Weggefährten Wolfgang Woizick angehören.

Öffnungszeiten:
Montag/Mittwoch von 9 bis 16 Uhr
Dienstag/Donnerstag von 9 bis 17 Uhr
Freitag von 9 bis 12 Uhr

Ausstellungszeitraum: 15. August bis 22. September 2023

Der Eintritt ist kostenfrei.

Text + Bild:

Stadtarchiv
Landeshauptstadt Dresden
Geschäftsbereich Kultur und Tourismus | Stadtarchiv

Telefon 0351-4881515 | stadtarchiv@dresden.de
Elisabeth-Boer-Straße 1, 01099 Dresden | Postfach 120020, 01001 Dresden
stadtarchiv@dresden.de | www.dresden.de | www.facebook.de/stadt.dresden

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Skulpturen-Ausstellung von Matthias Jackisch im Schlosspark Freital-Burgk

07 Montag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Reizvolles Stein-Geflüster

Eine Steindame mit Hündchen und neuem Kopf und viele andere  wundersame und geheimnisvolle Skulpturen des Tharandter Künstlers Matthias Jackisch können die Besucher derzeit im Schlosspark Freital-Burgk entdecken.

Eine Vielzahl an Steinwesen überraschen, erstaunen und beleben derzeit den Schlosspark Freital-Burgk. Kleine und große Figuren, allein und zu zweit, fein oder rissig und verwittert ihr Aussehen, erheben sich auf Stelen oder stehen im Gras und unter Bäumen, sichtbar oder halb verborgen in Mauern und Nischen. Der Besucher entdeckt sie beim Spaziergang durch den Park in der Skulpturenausstellung mit dem Titel „Die Dame mit dem Hündchen – kopflos“ von Matthias Jackisch.

Letzten Sommer war erstmals Kunst im Schlosspark Burgk zu sehen. Nach den begehbaren Metallskulpturen von Steffen Petrenz wird das erfolgreiche Debüt nun fortgesetzt mit den Steinskulpturen des in Tharandt lebenden Künstlers Matthias Jackisch. „Er ist es gewohnt, seine Skulpturen direkt mit der Umgebung interagieren zu lassen. Sie gehen auf das Vorgefundene ein, spielen mit ihrem Umfeld, interpretieren es vielleicht ganz neu“, sagt Kristin Gäbler, die Leiterin der Städtischen Sammlungen Freital im Schloss Burgk. Die Kunstwerke fügen sich harmonisch ein in die Gartenlandschaft und Architektur und verwandeln sie zugleich. Sie wecken Neugier und regen die Fantasie an, laden zum Anschauen, Verweilen und stiller Zwiesprache mit dem Gesehenen ein.

Wie die Titelfigur der Ausstellung, die rätselhafte, kopflose Dame im edlen Kleid mit ihrem Hündchen, die aus dunklem Stein aus einer Steinmauer hervor wächst, nahe am Besucherbergwerk im unteren Teil des Parks. Matthias Jackisch hat ihr einen Kopf mit Haube aus hellem Stein aufgesetzt für die Zeit der Ausstellung. Mit versonnenem Blick. Die Skulptur vervollständigte er angeregt von der bekannten Erzählung „Die Dame mit dem Hündchen“ von Anton Tschechow. Ein Stück weiter steht auf einer Anhöhe eine große, erhabene Sandsteinfigur, „Moira“, die Schicksalsgöttin, entstanden 2021. Zwischen Bäumen ruht die „Große Liegende“ in einer steinernen Pferdetränke, die ehemals im Schlosshof stand. Am Bach sitzen kleine, zauberhafte Figuren. Vor dem Wiesenhügel ragt ein Relief mit zwei Rubensdamen aus Stein und daneben liegt ein „gefallener Engel“ kopfüber zwischen gelben Wiesenblumen.

Umgeben von Rhododendronbüschen haben sich zu den barocken Sandsteinfiguren, mit Buch, Kugel oder Sternrohr in der Hand, die reizvoll geheimnisvollen Steinwesen von Jackisch gesellt. Sie sind oft aus sprödem, spurenreichem Stein hervorgeholt, mal konkret und mal abstrahiert schemenhaft die Gesichter, von fragiler, traumhaft entrückter, wunderlicher und anrührender Gestalt. Manchmal haben die Skulpturen geschwungene, gedrehte und abstehende Formen wie aus einem Stamm gewachsen und ähneln Flügeln. Licht und Schatten, Blätterrauschen und Pflanzen umspielen die Steinfiguren und lassen sie immer wieder anders erscheinen. Auf der Schlossrückseite am Baldachin stehen auf Sockeln zwei grazile Sandsteinfiguren von Jackisch, eine männliche und weibliche, als stünden sie schon immer dort.

Nah bei ihnen auf der Wiese trifft man eine kleine sandfarbene  Figur mit Kappe, der gewölbte Körper von verdorrtem Moosgeflecht überzogen. Sie wirkt wie eine Erdmutter und man möchte sie am liebsten aus der Sonne unter einen der schattigen, hohen alten Bäume stellen. Vor einer offenen Baumgruppe neben der Metallglocke hockt eine Figur sinnend. Gleich daneben ein Flötenspieler auf  der Wiese, dem jeder still für sich lauschen kann. Unten am Teich mit hohem Schilf steht eine große metallene Frauenfigur, die einen bärtigen Kopf an ihrem Körper hält, Salome oder Undine vielleicht. In der Sonne glänzen die keramischen Relieftafeln in einer Marienandachtssäule im Schlosspark, deren Nischen Jackisch mit Bildern füllte. Darunter ein Rabe, sein Lieblingstier. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft mit Bildern und Titeln der Skulpturen, Lageplan und Wissenswertem zur Historie von Schloss Burgk und dem Schaffen des Künstlers erschienen. Dieses ist kostenfrei an der Museumskasse erhältlich. Die Skulpturen von Matthias Jackisch sind noch bis 10. März 2024 im Schlosspark Burgk zu sehen, der immer geöffnet hat.

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Ausstellung „Von der Poesie des Wassers“ von Michael Klose in der Galerie Mitte

22 Samstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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„Mich zieht es immer wieder zum Wasser“, sagt der Künstler Michael Klose über seine farbreich spiegelnden Bilder.

Wasser und Seerosen in allen Farbschattierungen

„Von der Poesie des Wassers“ erzählt eine Ausstellung mit Malerei, Zeichnungen und künstlerischer Druckgrafik von Michael Klose in der Galerie Mitte in Dresden.

Licht, Farben und Wasser malen mit. In den bezaubernden Bildern mit Seerosen-Teichen und Landschaften am Wasser steht das Lebenselixier im Mittelpunkt. Zu sehen sind sie in der der Ausstellung “Von der Poesie des Wassers“ mit Malerei, Zeichnungen und künstlerischer Druckgrafik von Michael Klose in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden (noch bis 26. August).

Es ist seine zweite Einzelausstellung in dieser Galerie. 2020 zeigte Klose seine Landschaften zusammen mit Plastiken von Jürgen Cominotto unter dem Motto: „Im Wald und auf der Heide“. „Da war Blau noch die vorherrschende Farbe. Jetzt Grün“, sagt er schmunzelnd. Das Wasser spiegelt sich in allen Schattierungen auf den Leinwänden, mal flirrend sonnengelb, orange oder rot glühend im Abendlicht, mal klar, mal verschwommen und formreduziert leuchten die Seerosen. Auch das Elbtal ist mehrfach vertreten in allen Farbtönen. Michael Klose sammelt die Eindrücke, ohne Skizze zu machen, besucht die Orte oft mehrmals. Es geht ihm um das Darstellen einer bestimmten Stimmung, die er mit ihren Farbnuancen und Formen aufnimmt und dann im Atelier malt, sagt Michael Klose. 2012 hat er sich mit Monet beschäftigt, besuchte auch dessen berühmten Garten mit dem Seerosenteich und das Atelierhaus des großen französischen Impressionisten in Giverny. Außerdem fuhr Klose im Urlaub mit dem Hausboot zusammen mit seiner Frau südlich der Müritz eine Woche lang und malte Seerosen. Ingesamt drei Mal. Dann hatte sich das Thema Seerosen erst mal erledigt.

Bis er im Sommer 2021 beim Spazierengehen mit seiner Pudeldame einen kleinen Seerosenteich am Ortsrand von Arnsdorf entdeckte. Dort wohnt er mit seiner Familie. „Über 30 Ölbilder sind in dem Jahr entstanden.“ Er malte die Seerosen morgens, abends, auch bei Regen. „Je nach Licht ändert sich die Stimmung und sehen sie auch grün aus, wenn Wasserlinse darauf gewachsen ist“, so Klose. In der Ausstellung zeigt er Ölmalerei, pastell- und erdfarbene Aquarelle und eine langgestreckte Grafik mit zarten hellen Seerosenblättern vor dunklem Grund. „Es zieht mich immer wieder zum Wasser, vielleicht wegen seiner Vielschichtigkeit, Transzendenz und dem surreal Schwebenden“, sagt Michael Klose. Im Juli feiert er seinen 60. Geburtstag. Mit dem Aquarellieren begann er 1979, erste Holzschnitte und Radierungen entstanden 1982. Nach seinem Architekturstudium an der TU Dresden arbeitete er auf dem Gebiet der architektonischen Denkmalpflege bis 2018. Inzwischen ist er nur noch als freischaffender Künstler tätig und hat sein Atelier in der ehemaligen Schokoladenfabrik in der Johannstadt in Dresden.

„Michael Klose ist ein interessanter Kolorist, der sich auf gewisse Weise in der Farbe einwurzelt und verschiedene Gemütszustände ausdrückt. Das Schöne an den Bildern ist, dass sie oft keine klaren Konturen haben, sondern wie verwischt, wie eine Fata Morgana erscheinen und wieder verloren gehen. Damit sind sie auch ein Sinnbild unserer schnelllebigen Zeit“, sagt Karin Weber über Kloses Seerosen-Malerei. Außerdem sind bemalte Keramikhühner und ein Gemeinschaftswerk mit bemalten Schiffchen-Vasen aus Keramik von Michael und Dorit Klose zu sehen. Dazu gesellen sich edle Porzellantrinkgefäße für Heilwasser und farbenfroh-urwüchsige Mensch-Tier-Zeichnungen und bemalte Keramikteller von Elke Heber in der Kabinettausstellung in der Galerie Mitte.

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Ausstellung Christian URI Weber zum 80. in der Galerie mit Weitblick Radebeul

22 Samstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte, Zwischenmenschliches

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Bilder & Aphorismen sind seine Leidenschaft: Der Künstler und Autor Christian URI Weber im Atelier seines Wohnhauses in Radebeul. Er selbst bleibt lieber im Hintergrund und lässt seine Arbeiten ganz für sich sprechen.

Urwüchsige Wesen voller Witz und Wunder

Farbenfroh, einfallsreich und um die Ecke denkt Christian URI Weber gern in seinen Bildern. Eine Ausstellung ehrt den Meister des lakonischen Humors zum 80. Geburtstag in der Galerie mit Weitblick in Radebeul.

Seltsame Wesen tummeln sich im Grünen. Ein Baum mit Gesichtern steht da, davor weht eine schwarze Fahne mit Tierkopf, ein kleiner gelber Vogel balanciert auf einer Blattspitze und ein rosa Stachelschwein mit feurigem Schweif treffen sich zu einer „Beratung“. Worum es dabei geht, bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen im Titelbild der Ausstellung „URI – ,ein Meister mit lakonischem Humor` wird Achtzig“. Eröffnet wurde sie letzten Sonntag in der Galerie mit Weitblick in Radebeul, Obere Bergstraße 13, um 17 Uhr.

Dort zeigt Christian URI Weber eine Auswahl kolorierter Grafiken, mit Acrylfarben auf Spanplatten und Papier gezeichnet, aus den letzten Jahren. Seine letzte Ausstellung hatte er 2019 in der Stadtbibliothek Radebeul-Ost. In seinem Atelier im oberen Stockwerk des Wohnhauses auf der Zinzendorfstraße hängen sie schon bereit: ein „Frisiertes Alpenveilchen“, „Die drei Weisen“, drei Figuren mit Ecken, Kanten und Krone und ein „Engel mit Handy“ abgewandelt von Paul Klee. Eine „Katze“ blinzelt gelbäugig, gemütlich schwarz geringelt den Betrachter an. Daneben das „Müff“ ist ein schneckenähnliches Fantasiewesen, das ein farbiges Zelt mit sich trägt.

Auf der „Autobahn“ brausen ein Haifisch und ein Hecht aneinander vorbei. Eine Figur mit langer Krawatte schaut auf ein kleines, lustiges, türkisblaues Männchen mit wild wirbeligen roten Haaren. „Wir sind gar nicht so weit entfernt voneinander“, heißt der Bildtitel. Oft tauchen Tiere, Misch- und Fabelwesen auf in der Bilderwelt von Christian URI Weber. Der Künstlername URI ist von urig, ursprünglich abgeleitet. Farbenfroh, urwüchsig und mit viel skurril hintergründigem Witz und Ironie erzählen seine Arbeiten von den Wundern, Verrücktheiten und Abgründen im Umgang von Mensch, Natur, moderner Technik, scheinen Wünsche, Widersprüche und Werte gegenseitig zu wetteifern. In seinen Gedankenbildern oder Bildergedanken, formreich, abstrahiert und fabulierfreudig festgehalten, wirbelt URI den Zeitgeist und seine Moden gehörig durcheinander, stellt Gewohntes, Festgefahrenes und Schubladendenken in Frage, denkt und zeichnet selten schnurgerade, sondern gern kurvig, wellig, um die Ecke.

„Ich versuche immer wieder etwas Neues zu machen, was es in der Form noch nicht gegeben hat“, sagt Christian URI Weber zu seinen Arbeiten. Das Bild sei im Kopf fertig, das zuerst als Skizze festgehalten, dann aufs Papier drängt. Die Farben können sich auch noch mal ändern. Gedankenblitze und Aphorismen, in denen er heiter philosophisch über die Welt und eigene Lebenserfahrungen reflektiert, schreibt er vorwiegend nachts, die Bilder malt er am Tag. „Die Einfälle, zu Papier gebracht, sind eine Art roter Faden, der mich begleitet seit dem 16. Lebensjahr“, erzählt er.  Er las gern die Abenteuergeschichten von Karl May und Marco Polo, später kamen Hermann Hesse, die großen Satiriker Ringelnatz, Tucholsky, Morgenstern, Heine und Werke von Oscar Wilde und Elias Canetti hinzu. Anregungen findet URI beim Autofahren, Fernsehen, im Alltag oder nachts im Traum. Künstlerische Anreger für ihn sind außerdem Kandinsky, Miró und Klee.

Manches Bild von URI provoziert auch wie die „Singenden Schweine“. In einer Studie las er, dass die Tiere bei klassischer Musik etwa von Mozart im Schlachthof Stress abbauen und dann schmecken sie besser. Im Bild „Wagnis“ sieht man eine Frau und einen Mann, die sich vereinen zu einer Figur aus beiden, miteinander verflochten traumblau. Der „Komödiant“ kommt leicht beschwingt und verquer daher. URI`s Bilder füllen die Wände im Treppenhaus, Atelier und Wohnzimmer mit Blick ins Grüne.

In Dresden geboren, wurde er als Junge künstlerisch unterrichtet bei seinem Vater, der Architekt und Maler war und bei dem Kunstmaler Gerhard Ulrich. Nach dem Abitur studierte Weber von 1964 bis 1970 Theologie und klinische Psychologie. Ab 1973 leitete er eine gesundheitliche Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft. Seit 1984 lebt und arbeitet Christian Weber in Radebeul als freischaffender Literat und veröffentlichte rund ein Dutzend Bücher mit seinen Gedichten, Aphorismen und Kurzgeschichten in Verlagen im In- und Ausland. 18 Jahre hatte er einen eigenen Verlag, in dem er damals nach rare Dresden-Stadtführer und Künstlerbücher herausgab und eine Galerie am Dom in Meißen. „Mit Fünfzig hat es mich wieder getrieben, zu malen“, so URI. „In der Lebenskunst sind wir alle Autodidakten“, notiert er in seinem Aphorismenbuch „Gedanken auf Glatteis“. „Das Vergängliche besteht aus dem, was wir in Formen gießen.“ Daher möchte URI mit seinen Bildergedanken immer wieder neu die Fantasie anregen und Denkanstöße geben. Die den Betrachter schmunzeln lassen und einladen, die Welt auch mal aus anderem Blickwinkel zu betrachten.

Die nächste Ausstellung von Christian URI Weber, in der er eine Mischung aus abstrakter und konkreter Malerei zeigt, eröffnet im Oktober in der Galerie Holger John in Dresden.

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Ausstellungseröffnung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros

06 Donnerstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

≈ Ein Kommentar


Lustvolles Spiel der Sinne: „Jetzt ist zu Ende das Spiel“, von Karen Gäbler, Öl auf LW, 2023. Es ist das Titelbild der diesjährigen Sommersalon-Gruppenausstellung in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstr. 15, in Dresden.

SOMMERSALON »Sommernachtstraum«

Malerei · Zeichnung · Grafik

  1. Juli bis 2. September 2023

Vernissage am Donnerstag, 06. Juli 2023 · Beginn 19.30 Uhr

Begrüßung: Janett Noack

Galeriekonzert: »BAROCK- DUO« mit Kartrin Meingast Violoncello & Judit Iszak Cembalo/ Klavier

Theaterperformance: »ellemonhs of passion« eine theatralische Inszenierung von der Regisseurin Anna Yaryga

Eröffnung der Ausstellung SOMMERSALON »Sommernachtstraum«
am Donnerstag, den 06. Juli 2023, um 19.30 Uhr in der Galerie kunst & eros.
In dieser traditionellen Gruppenausstellung werden Malerei, Grafik und Zeichnungen zeitgenössischer Künstler vorgestellt:

Karen Gäbler | Steffen Fischer | Helena Zubler | Juan Miguel Restrepo Valdes | Leonore Adler | Mechthild Mansel & weitere Künstler

Anlässlich der neuen Ausstellung in der Galerie kunst & eros wird es zur Eröffnung ein Galeriekonzert mit dem »BAROCK- DUO« geben:

»Barock trifft auf Romantik« heißt es am 6. Juli um 19.30 Uhr, im Rahmen der Eröffnung des SOMMERSALONS »Sommernachtstraum«. Die Cellistin Katrin Meingast und die Pianistin Judit Iszak werden an diesem Abend Werke der Romantik und des Barockes erklingen lassen.

Die 6 Künstler der Ausstellung haben Gedichte zum Thema »Sommernachtstraum« mitgebracht, die durch die beiden Musikerinnen musikalisch eingeflochten werden. Wir freuen uns auf ein unterhaltsames und lebendiges Programm aus Musik und Literatur.

Im Anschluss um 22 Uhr: Theaterperformance »ellemonhs of passion«

Die Theatergruppe »ellemonh« spielt an diesem Abend als kleine Zugabe in der Passage der Galerie eine theatralisch musikalische Skizze »ellemonhs of passion« zum Thema Macht der Leidenschaft und wie man den Kopf verliert wegen der Liebe oder die Liebe wegen dem Kopf. Lasst euch überraschen.

Text + Foto: Ihre Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Ausstellung „Der Zauberteppich. Von Radebeul in andere Welten“ von Renate Winkler im Hoflößnitz Radebeul

01 Samstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Neugierde auf fremde Kulturen: „Meine Arbeiten sind eine Einladung zu einem Flug in die Welt…“, sagt die Radebeuler Künstlerin Renate Winkler über ihre Ausstellung im Hoflößnitz Radebeul. Farbenfroh, faszinierend und überraschend, wie nah Fernes auf einmal werden kann, beim Blick in die Gesichter, die Licht, Freude, Träume, Sorgen spiegeln… Majestätische Berge, das Licht der Wüste, wogendes Häusermeer und leuchtend blaues Meer… Sprudelnder Lebensquell.
Klangreich: Von beschwingt bis besinnlich-erhabene Musik von Bach musizierte Robert Hennig am Bandoneon und Akkordeon zur Ausstellungseröffnung.
„Anflug auf Teheran“: das Titelbild der Ausstellung.

Zauberhafte Bilderreise

In farbenfroher und eindrucksvoller Malerei, Grafiken, Reisetage- und Skizzenbüchern fliegen die Besucher der Ausstellung „Der Zauberteppich. Von Radebeul in andere Welten“ mit Renate Winkler im Sächsischen Weinbaumuseum Hofößnitz in Radebeul.

Hoch über den Dächern und Türmen der Stadt, die in sonnigen Farbtönen vor ihnen liegt, genießen ein Liebespaar, ihre Begleiterin und ein vorbei springender Rehbock die Landschaft und den Wein und schweben auf und davon im Titelbild der diesjährigen Sommerausstellung „Der Zauberteppich. Von Radebeul in andere Welten“ mit Arbeiten von Renate Winkler im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul.

Die Künstlerin nimmt die Besucher mit auf eine zauberhafte Bilderreise. Hinauf in die Berge des Sinai, in die Wüste, ans Meer, nach Istanbul, Kairo, Teheran und Jerusalem entführen in leuchtenden und erdigen Farbtönen die Malerei, Grafiken und Reisetage- und Skizzenbücher von Renate Winkler. Eine bunte Häuserkulisse vom Meer aus gesehen. Im hellen Morgenlicht leuchtet blau und violett Hagia Sophia, die berühmte Moschee mit Minarett, davor fliegt eine weiße Taube. Ein weißer Ausflugsdampfer legt an in Assuan. Segelboote liegen am Hafen mit Blick auf Kairo. Inmitten der Bilder in mal ocker, sandigen und kräftigen, pastos aufgetragenen Farben kann man hinter Glas die aufgeschlagenen Skizzenbücher mit farbigen Aquarell- und schwarzen Tuschezeichnungen von unterwegs und eng beschriebene Seiten mit Reiseeindrücken betrachten. Der Ausstellungstitel ist angeregt von einem gleichnishaften orientalischen Märchen von Karl May, einer kleinen Erzählung, die just vor 100 Jahren, im Karl-May-Jahrbuch für 1923, erstmals aus dem Nachlass veröffentlicht wurde unter dem Titel „Der Zauberteppich“.

Iranische Miniaturen inspirierten Renate Winkler zu dem Holzschnitt „Anflug auf Teheran“, dem Titelbild der Ausstellung, 2019 nach einer Reise dorthin entstanden. „Ich kenne die Arbeiten von Renate Winkler seit vielen Jahren vom Radebeuler Grafikmarkt und finde vor allem ihre großformatigen Radierungen und Holzschnitte mit Motiven unserer Weinbaulandschaft toll“, sagt Museumsleiter Frank Andert, der sie zu der Ausstellung im Hoflößnitz einlud. Ihre orientalische Malerei kannte er noch nicht. Nach anfänglicher Skepsis, sich so ins Rampenlicht rücken zu lassen, schließlich sei sie keine „akademische Malerin“, willigte sie in das Projekt ein. Renate Winkler, Jahrgang 1948, war als Lehrerin tätig und ist künstlerische Autodidaktin.

Die Auswahl der gezeigten Bilder überlässt Andert in guter Tradition den Künstlern selbst. „Mein Wunsch war nur, dass das druckgrafische Werk dabei angemessen vertreten ist.“ Da treffen Landschaften, Stadtansichten von nah und fern und Figürliches, Vertrautes und Fremdländisches in spannenden, reizvollen Kontrasten aufeinander. Eine Karawane mit Kamelen und Reitern in der Sahara. Der Blick von Aust`s Weinberg mit prallen Trauben, Steintreppe, Winzers Rastplatz unterhalb der Steinterrasse und Rebstöcke im Winter weiß umhüllt neben einer verwinkelten Häusergasse von Jerusalem und einem Fachwerkhaus mit Weinkneipe in Meißen.

Die Porträts spiegeln Momente der Begegnung. Eine Frau mit Kopftuch in rotem Kleid, verziert mit Sonnenrädern bei einer „Ruhepause im Sinai“. Der Mann im weißen Gewand und Turban heißt „Moussa“ und sitzt erhaben vor einem Zelt. Ein Klarinettenspieler spielt vor der Altstadtkulisse von Jerusalem. Ein Mann trägt sein Akkordeon auf dem Rücken abends in der bunt leuchtenden Neustadt. Ausdrucksstark vor allem die figürlichen Grafiken. Ein Beduinenkind mit großen, fragenden Augen. Eine alte Frau mit lebhaften Gesichtszügen und ein stolzer Wüstenfürst mit wettergegerbtem Gesicht.

In einer Serie Farbholzschnitten wandert Renate Winkler auf den Spuren von Abraham und seinem Sohn Issak. Außerdem zeigt sie keramische Arbeiten, Kamele sitzend und stehend, eine Blütenschale und meerblaue Schüsseln und eine „Schwebende“. Seit ihrer ersten Malreise nach Ägypten, die der Radebeuler Künstler Pit Müller  2009 organisierte, war Renate Winkler zehn Mal dort, außerdem sieben Mal im Sinai und drei Mal auf dem Nil im Segelboot mit einer kleinen Gruppe unterwegs. 15 Skizzenbücher gefüllt mit Bildern ihrer Reisen hat sie inzwischen. „Die Neugierde auf andere Kulturen lässt mich immer wieder aus Radebeul aufbrechen. Abseits herkömmlicher Pfade lerne ich Menschen kennen, zu  denen ich gern zurückkehre, weil sie inzwischen Freunde sind“, sagt Renate Winkler. Die Begegnungen, das Unverhoffte und Überraschende, weiten den Blick. Mit ihrer Offenheit für die Unterschiede in der Lebensweise fühlte sie sich als Reisende dort immer willkommen. Die Ausstellung ist noch bis 6. August zu sehen im Hoflößnitz.

Text + Fotos (lv)

Außerdem ist Renate Winkler zusammen mit Mechthild Mansel mit einer Malaktion im Garten des Weinbaumuseums zu erleben innerhalb der Veranstaltung „Kunst geht in Radebeuler Gärten“ am 1. und 2. Juli, 13 bis 18 Uhr.

Weitere Infos zu „Kunst geht in Gärten“ und Veranstaltungsorte unter: http://www.radebeul.de/stadtgalerie

Die Ausstellung „Der Zauberteppich“ im Hoflößnitz hat geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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