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Kategorien-Archiv: Kultur

Das Spiel mit dem Unsichtbaren – 36. Internationale PantomimeTheaterFestival im Theaterhaus Rudi

09 Dienstag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater

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Pantomime hat viele Facetten: Anton Adassinsky vom Derevo Laboratorium, Michael Meinel, Vorsitzender des Mimenstudio Dresden e.V. und der „Vater der Dresdner Pantomime“ Ralf Herzog in Vorfreude auf das Festival der stummen Kunst. Foto: Veranstalter

Von Artistik bis Slow Motion – Die verblüffende Vielfalt der „Kunst ohne Worte“


Das 36. Internationale PantomimeTheaterFestival Dresden bietet  vom 10. bis 14. November viel Abwechslung und Unterhaltung im Theaterhaus Rudi, Fechnerstraße 2a in Dresden und sucht gleichzeitig Unterstützung bei seinen Fans. 

Pantomime ist die Grundlage vieler darstellender Künste und beeinflusst ungezählte Facetten des modernen Bewegungstheaters. Neben dem klassischen Spiel, das vor allem durch Altmeister Marcel Marceau bekannt wurde, zählen auch Tanztheater, Maskenspiel und Artistik dazu. Vom 10. bis 14. November 2021 macht der Mimenstudio Dresden e.V. diese Vielfalt erlebbar und lädt zum 36.Internationalen PantomimeTheaterFestival Dresden ein. Hier kann man in elf Vorstellungen die faszinierende Vielfalt an Spielarten der „Kunst ohne Worte“ entdecken. Der gastgebende Mimenstudio Dresden e.V. begrüßt in diesem Jahr zehn Ensembles bzw. Solokünstler aus vier Nationen.

Das Festival beginnt mit einer Gala, in der sich verschiedene Künstler des Festivals vorstellen. Am Sonntag ist eine Familienvorstellung für Kinder ab vier Jahren geplant, und am Samstagabendabend lädt der „Vater der Dresdner Pantomime“ Ralf Herzog zum Mitmachen ein beim beliebten Impro–Abend. „Nachdem wir das Festival 2020 Corona–bedingt absagen mussten, gehen wir erneut an den Start“, so der Vorsitzende des Mimenstudio Dresden e.V. Michael Meinel. „Wir freuen uns, dass fast alle Künstler wie vor einem Jahr geplant dabei sein werden und bieten sogar elf statt zehn Vorstellungen an. Mit dem Ticketkauf sollte man nicht so lange warten, denn wegen der 3G–Regel haben wir nur 50 von 100 möglichen Plätzen zur Verfügung.“

Eine Gala bildet den Auftakt für eine spannende Reise durch die Spielarten der Pantomime 

Den Auftakt bildet am 10.11. eine Gala–Show, in der die angereisten Künstler jeweils einen Ausschnitt aus ihren Programmen zeigen und Appetit machen auf den Besuch des Festivals. Ob das Tanztheater „DirtzTheatre“ mit zum Leben erweckter Puppe (entfällt leider!) oder ein wortloser Western um den rachedurstigen „Django“ mit dem „Knalltheater“ – die Kunst des Bewegungstheaters ohne Worte ist so vielschichtig wie unterhaltsam. Das Theatro Continuo kombiniert Körper–, Puppen– und visuelles Theater, und Nabil Zanabili gibt mit drei Ausschnitten aus seinem Soloprogramm einen spannenden Einblick in seine Kunst.

Freunde von Comedy sind in der Vorstellung von Benoit Turjman („Les Transports Publics“) genau richtig, der als „französischer Mister Bean“ gilt. Oder man besucht den Abend des Duos Mimikry, das Comedy mit Schwarzem Humor verbindet. Handstandkünstler Moritz Lucht beeindruckt mit seinen akrobatischen Ausdrucksformen, wenn er zwischen zwei Stühlen fast in den Wahnsinn ge-
rät. Der tschechische Ausnahme–Pantomime Radim Vizvary bündelt viele Genres in seiner Kunst. Er macht gleich dreifach erlebbar, was Pantomime heute alles kann: in seinem Soloprogramm, einer Kindervorstellung und einem Workshop.

Das Tanztheater des Derevo Laboratoriums ist mit dem Tänzer Anton Adasinskiy und der Cellistin Ekaterina Gorynina dabei und ihrem Stück „Reinheit“ zum Thema der Musik von Johann Sebastian Bach (So., 14.11., 18 Uhr).


Handstand lernen oder mit einem Objekt agieren –Workshops für jedermann sind geplant

Begleitend werden am Wochenende drei Workshops über 2 bis 3 Stunden für jedermann angeboten, für die sich theateraffine Laien für je 15 bzw. 10 Euro anmelden können. „Es ist uns wichtig, dass das Festival Vorstellungen und Workshops unter einem Dach vereint“, erklärt Michael Meinel. „Das war schon 1982 ein Anliegen, als das Festival von Ralf Herzog und Rainer Petrovski in Dresden gegründet wurde. Der fachliche Austausch der Künstler hat das Genre international immer voran gebracht.“

Beispielsweise kann man sich in der Kunst des Handstands üben, unterrichtet von Moritz Lucht, der Akrobatik und Pantomime auf faszinierende Weise verbindet. Oder man beschäftigt sich im Workshop von DirtzTheatre mit einem selbst gewählten Objekt und versucht, durch seine Nutzung fantasievolle Geschichten zu kreieren. Und im Workshop von Beniot Turjmen geht es darum,
mit dem Unsichtbaren zu spielen und durch Illusionen und Verwandlung Neues zu erzählen.

Bereits ab 5. November gibt es drei Workshops mit Anton Adasinsky vom Derevo Laboratorium. Neben einem 13–stündigen Kurs zum Thema Körperarbeit gibt es am 9.11. einen zweistündigen Workshop zum Thema Rhythmus und Bewegung, an dem auch Kinder ab 8 Jahren teilnehmen können.


„Der Verein organisiert das Festival im Ehrenamt und freut sich dieses Jahr mehr denn je über Unterstützung“, so Michael Meinel. „Daher sind wir den verschiedenen Einrichtungen der Kulturförderung sehr dankbar, zumal wir durch die Platzbegrenzung weniger Tickets verkaufen können. Wer uns darüber hinaus helfen möchte, findet in den Vorstellungen eine Spendenbox und auf der Homepage unser Spendenkonto. Außerdem freuen wir uns über ehrenamtliche Hilfe, zum Beispiel für den Fahrdienst oder als Volunteer in der Organisation.“

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Tickets für das Pantomimefestival gibt es bei SAX–Ticket, bei Reservix und angeschlossenen
Vorverkaufsstellen. Die Tickets kosten 17,70 Euro (Abendkasse 20 Euro), ermäßigt 14 Euro
(AK 15 Euro). Anmeldungen für die Workshops nimmt der Verein Mimenstudio Dresden e.V. direkt entgegen unter info@mimedresden.de. Teilnahmegebühr für die 3 Workshops am 9. und 10.11.21: Erwachsene 15 Euro / Kinder, Schüler, Azubis, Studierende 10 Euro
Workshops
vor Beginn des Festivals vom 5. – 9.11.21
Details
über die drei Workshops mit dem Derevo Laboratorium vom 5. bis 9.11.
(Dauer
13 /5 /2 Stunden, Preis 100 /80 /15 Euro) findet man auf  http://www.mimedresden.de


Kontakt


36. Internationales PantomimeTheaterFestival Dresden vom 10.11. bis 14.11.2021

Koordination und Künstlerische Leitung: Michael Meinel

Träger: Mimenstudio Dresden e.V.

info@mimedresden.de

T +49 (0)151 55 61 98 99


Das diesjährige Festival wird gefördert durch

–
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
– Amt für Kultur und Denkmalschutz der LH Dresden

– Stadtbezirksamt Dresden–Pieschen

– Ostsächsische Sparkasse Dresden

– Bund Deutscher Amateurtheater

– Institut francais Berlin

– Lions Hilfswerk Dresden Semper e.V.

Spendenkonto des Mimenstudio Dresden e.V. bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden:
IBAN: DE61 8505 0300 3120 0009 99 / BIC: OSDDDE81

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BilderAlbum: Neue Gedichte vom Meer

09 Dienstag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Poesie, Unterwegs

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Lieblingsort am Meer, an der Ostsee/Usedom in Ahlbeck im August 2021: Lilli Vostry, meinwortgarten-Inhaberin

Meeresflüstern

Ich kann es noch nicht fassen
die neue Strandtasche flüstert
mir was vom Meer
das unendlich weit erscheint
Scheu auch vor der Weite wieder hinaus

die Wellen warfen mich
immer wieder zurück
saß fest an Land
das ganz durcheinander geschüttelt
in der Sommerfrische nach rettenden
Kapitänen lechzt

atme tief ein und aus
werfe als leuchtenden Anker
mein rundes Meditationskissen in sonnigen
Farben und kreisenden Blütenspiralen
auf den Boden
den Katzen hin zum Probeliegen
ich brauche Urlaub von allem
von ihnen und sie von mir

die Katzen schleichen
drum herum schnuppern dran
setzen sich daneben lehnen sich an

ein schöner stolzer Thron
den noch niemand be-sitzt

PS.: Kaum setzte ich mich und zeigte wie es geht
nahte die getigerte Jade zur Inbesitznahme und weihte
mit wonniglichen Kratzgeräuschen mein Meditationskissen ein.

LV
24.8.2021

Windzerzaust

Das Meer rief mich
schon lange
endlos wogende Weite
es empfing mich
mit hellem Tosen

weiß brausenden Wellen
tausenden Schaumküssen
pudrig weicher Sand
unter den Füßen
Möwenschreie über mir

ein heftiger Wind rüttelt seit Tagen
an mir und allem ringsum
Bäume stehen gekrümmt auf der Promenade
das Meer unnahbar menschenleer

ließ mich nicht abhalten
trug als einzige ein Kleid am
windzerzausten Strand
das bald nasschwappte vom Spiel mit
den Wellen

ich friere und halte unverdrossen aus
mit den Möwen die in wilden Lufttänzen
geschickt ihr Futter fangen mit kichernden
Rufen dem Sturmgebraus
entgegen fliegen

LV
30.08.2021

Meereshüter

Die Musik des Meeres
Wellenrauschen zieht sie
magisch an
die kleinen weißen Segler
Luftakrobaten Überflieger aller Stürme

sie sind anmutig keck lustig ausdauernd
aufmunternd
halten jedes Wetter aus

Kinder jagen sie gern
und kreischen mit den Möwen
um die Wette
wenn sie auffliegen zum Möwentanz
in der Luft stehen
mit vibrierenden Flügeln
und gestreckten Beinen
im Flug ihr Futter fangen

scharenweise
einen Moment war es mir zu viel
wie sie über mir kreisten
immer näher kamen
mit ihren spitzen weit aufgerissenen
Schnäbeln
gierig
eine stieß gegen meine Kapuze

gleich stürzen sie sich auf mich
ständig auf Futtersuche
geb ihnen täglich
doch es reicht nie für alle

rudere mit den Armen in der Luft
sie schenken mir ihre Federn
große und kleine längliche uns ovale
weiß flaumige silbergraue schwarze und
braun gesprenkelte

alle Krumen aufgepickt stehen sie wieder
friedlich nebeneinander im nassen Sand
fliegen übers Meer oder tippeln auf und ab
am Strand

nichts kann sie erschüttern
aus der Ruhe bringen
dafür liebe ich sie
ihre Sehnsuchtsrufe
trage ich in mir

LV
31.8.2021

Wagnis

Seit Tagen stand ich im Sand
umarmte mit Blicken das Meer
wagte nicht mich in die Wellen zu werfen
dem Wind entgegen stellen
der rau unwirtlich unwirklich
sich durch nichts besänftigen ließ

ein kräftiger Wind blies mir ins Gesicht
als ich oben auf der Steilküste entlang in
Erinnerungen schwelgte
der Holzpavillon der vor Regen schützte ist
fort
zwischen hohen Buchen und Kiefern
etliche umgestürzt klägliche Fragmente
toste das Meer

die weiße Treppe die sonst federleicht
hinunter führt umbrodelte ein heftiger
Wind  trennte mich vom Strand
menschenleer aufgewühlt wild ungebärdig
innig zärtliches Zwiegespräch mit den
brausenden Wogen steigendes Herzpochen
je näher ich dem vertrauten Ort durch strömenden
Regen mit dem Rad durch den Wald
zurück in eine andere Zeit kam
in der ich mich auskannte wiederfand
noch ohne Verlorenes Liebgewordenes

nass bis auf die Haut aber glücklich wieder
hier gewesen zu sein kam das Meer mit mir
mit an den neuen Ort
fütterte weiter die unersättlichen Möwen
und andere Vögel an der Seebrücke mit
einem Haus mit Türmchen wie aus dem
sagenhaften Vineta und der Jugendstiluhr
auf der die Zeit stehen geblieben scheint

doch der Zeiger rückt unermüdlich weiter
bemerkte ich erfreut wie die munter
kreisenden und kreischenden Möwen die
ich abends am Elbestrand wiedertreffe

LV
11.9.2021


Steilküste in Ückeritz


Möwenstrand in Swinemünde

Jades Lieblingsplatz

Alle Texte + Fotos (lv)

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Jazztage Dresden vorzeitig beendet wegen 2G-Regel in Sachsen! – „Jazz steht für Freiheit, Offenheit, Toleranz und Vielfalt!“ (Festivalchef Kilian Forster)

08 Montag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Alle oder keiner! Da der Zutritt aber nicht mehr für alle Konzertbesucher möglich ist aufgrund der ab heute geltenden 2G-Regel für Veranstaltungen in Sachsen, wurden die Jazztage Dresden vorzeitig beendet. Chapeau für diese Entscheidung an Festivalchef Kilian Forster! Ein Zeichen der Hoffnung und Ermutigung hoffentlich auch für andere Kultureinrichtungen, die Ausgrenzung anderer, ungeimpfter und getesteter Besucher nicht einfach hinzunehmen!
Das Konzert mit den Klazz Brothers & Cuba Percussion mit dem Filmorchester Babelsberg, Solist Volker Schlott wird auf 2022 verlegt. (lv) Foto: Jazztage Dresden

Jazztage Dresden enden mit phänomenalem Abschlusskonzert
„Jazz`n`Future Vocal Night“

Abbruch der Jazztage wegen 2G – Danke für 19 großartige Jazztage – 2022: Europa der Herzen als Festival-Motto.

Die Jazztage Dresden 2021 wurden mit den Konzerten des gestrigen Sonntags beendet. Da ab Montag (8. November) in Sachsen verpflichtend die 2G-Regelung unter anderem bei Konzerten im Innenraum gilt, wurde das Festival abgebrochen.

„Die 2G-Regel zwingt uns als Veranstalter dazu, Menschen auszugrenzen und zu diskriminieren. Das können und wollen wir nicht mitgehen“, so Jazztage-Dresden-Intendant Kilian Forster. „Es tut uns sehr leid, diesen Schritt gehen zu müssen. Auch wissen wir darum, dass Enttäuschung nicht ausbleiben wird, wir bitten dennoch und hoffen auf das Verständnis ALLER für diesen Schritt.“ Jazz steht für Freiheit und Offenheit – die Jazztage Dresden stehen für Toleranz, Weltoffenheit und Vielfalt. „Wir sind froh und dankbar, dass wir dies, soweit es uns möglich war, in den letzten 19 Tagen auf die Jazztage-Bühnen bringen konnten und vielen Menschen – Publikum wie Künstlern und weiteren Mitwirkenden – großartige und intensive Stunden ermöglichen konnten“, ergänzt Jazztage-Dresden-Geschäftsführerin Tanja Grandmontagne.

Jedes der 23 realisierten Konzerte dauerte deutlich länger als geplant – ein untrügliches Zeichen, wie sehr Publikum und Künstler die Musik, die Kunst und das gemeinschaftliche Erleben live gefeiert haben. Es war ein großes Musikfest – Die Jazztage Dresden sagen an dieser Stelle DANKE allen Beteiligten und Unterstützern!

Die Jazztage Dresden gingen am Sonntag, 7. November, mit der „Jazz`n`Future Vocal Night“ zwar verfrüht, aber großartig und glanzvoll – und mit einem vielversprechenden Blick nach vorne – zu Ende. Den Nachwuchssängern Karoline Weidt, Lena Hauptmann und Kilian Sladek gelang ein Abschlusskonzert, das die Verheißung für die Zukunft bereits in sich trug: intensiv, emotional, hochvirtuos und mit großartiger Bandbreite. Sie feierten den Jazz und setzten ein würdiges Ende nach 19 Festivaltagen. Die letzte Zugabe, „Inner Peace“, eine Komposition von Kilian Sladek, zu der Festivalintendant Kilian Forster spontan das Ensemble erweiterte, weist bereits den Weg zum Festivaljahr 2022.

Wie auch immer der Werktitel interpretieret wird, mit oder in Frieden im Inneren gelingt, was wir tun – kommt und wächst zusammen, was zu einem guten Ergebnis wird – auf der Bühne oder jenseits davon. Und das führt direkt zum Motto des Festivaljahrganges 2022 „Europa der Herzen“, das den Reichtum und die Vielfalt europäischer (Musik-)Kulturen sowie die Spannungsfelder in deren Interaktionen in den Blick nimmt. Aber noch geht der Blick zurück auf die Jazztage 2021: 32 Konzerte standen auf dem im Frühherbst zum wiederholten Mal angepassten Programm, das trotz der reduzierten Konzertanzahl eine große Bandbreite und reiche Vielfalt an Genres und Stilen in sich vereinte. Ergänzt um zwei Workshops/Masterclasses in der Jazztage-Akademie und zwei Veranstaltungen der Reihe „Concertare!“. Von den 32 geplanten Konzerten mussten drei kurzfristig aufgrund von Tourneeabsagen der Künstler erneut verschoben werden: Jazzmeia Horn (das diesjährige Jazztage-Titelgesicht), Maria Markesini und der Internationale Weltstar Dee Dee Bridgewater. Vier Konzerte aus dem letzten Festivaldrittel konnten auf das letzte Wochenende vor dem Abbruch vorverlegt werden, sodass nun sieben Konzerte von dem Festivalabbruch betroffen sind und ins kommende Jahr verlegt werden.

In den vergangenen 19 Tagen haben nun 22 Konzerte mit knapp 5.000 Gästen stattgefunden. Das entspricht – entsprechend der Konzertanzahl und der angepassten Platzkapazitäten – einer Auslastung von rund 40 %.

Im Konzertprogramm begeisterten junge Instrumental-Spezialisten wie Adam Ben Ezra, der aus seinem Kontrabass eine ganze Band hervorzauberte oder die Pianisten Isfar Sarabski und Bruno Böhmer Camacho ebenso wie die Blues- und Funk-Röhre Chanda Rule mit ihrer Sweet Emma Band oder der großartige Big Daddy Wilson in der 8. Blues Night. The Fitzgeralds aus Kanada brachten Irish-Folk-Feeling in den Konzertsaal, die Nacht der Gitarren feierte mit Lulo Reinhardt und dem großartigen Alexey Krupsky ein Gitarrenfest und Joscho Stephan zelebrierte gemeinsam mit Roby Lakatos Gipsy Swing vom Feinsten, gemeinsam mit den „Dresden All Stars“ Micha Winkler, Michal Skulski, Tim Hahn und Kilian Forster. Internationale Hochkaräter wie Mike Stern & Bill Evans rockten das Festival, A Cappella mit der Anmutung eines ganzen Orchesters präsentierte Vocal Sampling aus Kuba, und das Tingvall Trio entführte in seine ganz eigene, kraftvolle und dennoch feine Klangwelt. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art stellte die koreanische Nacht dar, die mit den beiden Ensembles CelloGayageum und Sinnoi eine ferne Welt erschloss, deren Verbindung, Parallelen und Brücken zum Jazz trotz der scheinbaren Ferne kristallklar offengelegt wurde – ein wundervolles Beispiel gelungenen Grenzgangs und Brückenschlags – auf künstlerischem Top-Niveau.

Ein „Heimspiel“ feierte Tina Tandler mit ihrem Ensemble, ebenso wie die vorverlegten Konzerte von Katrin Wettin und das der NotenDealer am Samstag. Gleiches gilt für das polnische Weltmusik-Ensemble Kroke, das mit einer besonderen Beziehung zu Dresden dem Publikum einen zauberhaften und intensiven Abend bescherte. Zwei weitere vorverlegte Konzerte wurden am letzten Festivalsonntag begeistert gefeiert: Thomas Stelzer und die Blue Wonder Jazzband kamen zur 10. Dresdner Jazzbandparty zusammen und die Dresden BigBand präsentierte sich in Höchstform gemeinsam mit der Hammond-B3-Spezialisten Barbara Dennerlein und deren eigenem Bigband-Programm. Eines der großen Highlights war wohl das gefeierte Comeback von Uschi Brüning und Günther Fischer. Die beiden Musiktitanen hatten ihr Comeback bereits im vergangenen Jahr geplant und bescherten ihrem Publikum und den Jazztagen eine der diesjährigen Sternstunden.

Die in diesem Festivaljahrgang erstmals stattfindende Akademie als Workshop und Masterclass am Instrument – mit Joscho Stephan und Adam Ben Ezra – fand großen Zuspruch und wird im kommenden Jahr weiterentwickelt. Ebenso das Format Concertare!, in dem Themen, die Künstler und Publikum bewegen, zur Sprache kommen – natürlich mit entsprechender musikalischer Ausgestaltung.

Die Tickets für die sieben Konzerte, die nun aufgrund des Festivalabbruchs auf das kommende Jahr verschoben werden müssen, behalten ihre Gültigkeit. „Wir informieren alle Ticketkäufer und die Öffentlichkeit umgehend, sobald die neuen Konzerttermine feststehen“, verspricht Forster.

„Wir danken allen Künstlern und weiteren Mitwirkenden, allen Partnern, Sponsoren, Förderern und Unterstützern, den großartigen ehrenamtlichen Helfern, der Spielstätte Ostra-Dome und Ostra-Studios mit allen Mitarbeitern, die uns so wundervoll unterstützt haben, dem großartigen Technik-Team der Jazztage und an erster Stelle dem kleinen, aber großartigen Jazztage-Team, das in einer enormen Kraftanstrengung dieses Festival realisiert hat. DANKE – wir freuen uns auf 2022!“, so Forster und Grandmontagne unisono abschließend.

Text: Peter Dyroff/meeco Communication Services

Weitere Informationen: www.jazztage-dresden.de 

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Lesung „Falls die Winde uns günstig sind“ in der Zentralbibliothek im Kulturpalast

06 Samstag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie, Projekte

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Falls die Winde uns günstig sind – Neue Musik und neue Lyrik

Die Lesung mit Gedichtvertonungen ist am 6. November, um 17.30 Uhr in der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden zu erleben.

Es lesen: Jayne-Ann Igel, Andreas Reimann, Anne Seidel und Volker Sielaff.
Es musizieren: Sarah Kollé (Sopran) und das Dresdner Ensemble El Perro Andaluz. Uraufführungen von Carsten Hennig, Christian FP Kram, Giorgos Kyriakakis und Steffen Reinhold – Gedichtvertonungen aus der Lyrik-Anthologie „Weltbetrachter“

Vier AutorInnen und vier Komponisten präsentieren neue Lyrik einmal als Lesung und zum anderen als Gedichtvertonungen aus der Lyrik-Anthologie „Weltbetrachter“. Die Texte stammen von 150 sächsischen AutorInnen versammelt (Hg. Róza Domašcyna und Axel Helbig für den Sächsischen Literaturrat). Die MusikerInnen greifen mit den neu komponierten Stücken Rhythmus, Klang, Form und Inhalt einer kleinen Auswahl der lyrischen Stimmen musikalisch auf und übersetzen sie in eine klangsinnliche Dimension. Dem Publikum eröffnen sich durch gegenseitiges Neben- und Miteinander von Musik und Text neue Erfahrungs- und Bedeutungsebenen und macht erfahrbar, wie Lyrik als literarische Gattung, der Musik am nächsten steht.

In Kooperation mit MusikProjektSachsen e. V., Sächsischer Literaturrat e. V. und Stadtbibliothek Leipzig. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Stadt Leipzig, der Leipzig Stiftung, Stadtbibliothek Leipzig.

Eintritt frei

Text + Anmeldungen unter:
https://www.kulturpalast-dresden.de/index.php/de/veranstaltung/falls-die-winde-uns-guenstig-sind-neue-musik-und-neue-lyrik-3.html

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Ausstellung „Ge-Flügel-Schau 2.0“ in der Galerie „ArtToGo“ in Dorfhain bei Freital

05 Freitag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Stolze Reiher und Gans mit blutrotem Gefieder von Thomas Junghans.


Krähen im Flug von Olaf Stoy


Eulen und drei Vögel von Olaf Stoy


Beflügelt: Künstler und Kurator Olaf Stoy in der Ausstellung.

Kunstvolles Geflatter

14 Vogelarten von grazil, keck bis kauzig zeigen acht Künstler aus eigener Beobachtung zurzeit in der Ausstellung „Ge-Flügel-Schau 2.0“ in der Galerie “ArtToGo“ der Georado-Stiftung  in Dorfhain bei Freital.

Ein Kranich schwingt sich stolz in den strahlend blauen Himmel. Graugänse und Krähen im Flug. Eine Gruppe Reiher steht gleich neben dem Eingang zur Ausstellung. Ein kleiner Strandläufer mit spitzem Schnabel sieht sich vor dem Fenster um. Bekannte und seltene Vögel tummeln sich in aller Schönheit und Vielfalt zurzeit in der Ausstellung “Ge-Flügel-Schau 2.0“ in der Galerie „ArtToGo“ der Georado-Stiftung auf der Talstraße 7 in Dorfhain. Vorher war die Schau bereits im Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff  bis September 2021 zu sehen und präsentiert sich nun in neuer Form in der Galerie im Georado-Gelände. Acht Künstlerinnen und Künstler zeigen in der ehemaligen Produktionshalle, vor frisch geweißten Wänden und Ziegelsteineinfassungen, nun gefiederte Kunst in vielerlei Gestalt und Form auf Fotografien, Leinwänden, in Holz, Porzellan, Keramik, Stahl, Worten und Klängen. 14 Vogelarten sind in der Ausstellung von nahem zu sehen und bestaunen, von wundervoll majestätisch, grazil, keck bis kauzig. Der Ausstellungstitel spielt mit Bildern von Kleintierschauen, die üblicherweise von Züchterverbänden organisiert werden.

„Einige ältere Anwohner sind auch in die Falle gegangen und fragten zur Ausstellungseröffnung nach der Tierschau“, erzählt Olaf Stoy, Künstler und Kurator der „Ge-Flügel-Schau 2.0“ schmunzelnd. Als sie hörten, dass es eine Kunstausstellung ist, seien sie wieder gegangen. Obwohl dies mit auf dem Ausstellungsplakat steht. Die Idee zur Ausstellung lag buchstäblich in der Luft, so Olaf Stoy. Da er und einige seiner Künstlerkollegen sich schon seit einiger Zeit intensiv mit der Darstellung von Vögeln in verschiedensten Handschriften und Materialien befassen. Natürlich auch wegen der reichhaltigen Symbolik dieser Tiere, begonnen beim Traum vom Fliegen, Schwerelosigkeit, Freiheit, Zugvögeln, die Sehnsucht nach fernen Ländern wecken bis zum Umgang des Menschen mit dem lieben Federvieh und zunehmend gefährdeten Singvögeln, die immer weniger Nahrung und Aufenthaltsräume in ihrer natürlichen Umwelt finden. In Raumnischen verteilt stehen in der Ausstellung Vögel auf Podesten und Regalen in miniature und lebensgroß der Natur nachempfunden und aus eigener Beobachtung und Erleben der Künstler gestaltet.

Darunter die eleganten Kraniche und Reiher aus hellem Lindenholz von Thomas Junghans. Dazu gesellen sich von ihm ein Pinguin, ein Fasan aus Maulbeerbaumholz mit Glasperlenaugen und Fuchs und Gans mit blutrotem Gefieder im Kiefernholz im hinteren, weiß gekachelten Ausstellungsraum. Die wunderbaren Vogelfotografien stammen von Steffen Petrenz. Wache, träumende, verschmitzt blinzelnde und sich aneinander schmiegende Eulen aus rotem und schwarzem Ton und farbig gefasstem Beton zeigt Ulrich Eißner. Ein Strauß steckt den Kopf in den Sand in einer Stahlskulptur von Emilie Gotmann. Beim Rundgang ertönen Vogelstimmen, gackern Hühner, hört man Naturgeräusche wie Gewitter und Baulärm, Eingriffe in die Natur, aufgenommen in einer Soundcollage „Habitat“ von Jacob Stoy und Clemens Pitschke. Außerdem kann man gerahmte Haikus – japanische Kurzgedichte mit poetischen und skurrilen Betrachtungen über Mensch, Tier und Umwelt von Uwe Claus lesen.

„Diese Ausstellung kann auch ein Weg sein, zur Natur und Kunst zu finden. Wir möchten alle Sinne ansprechen“, sagt Olaf Stoy. Die „Ge-Flügel-Schau 2.0“ ist ein gelungenes, eindrucksvolles Erlebnis für kleine und große Besucher. Augenzwinkernd zeigt er „Geflatter“, drei schwarze Krähen im Fug aus Ton, eine fliegende Eule mit Goldaugen und einen Nachtvogel sitzend auf einem Wandboard. Außerdem akribisch feine,  leuchtend farbige, überzeichnete Drucke mit „Hähnchen und Hühnchen“, die ihm beim Urlaub auf dem Dorf im Havelland letztes Jahr vor der Nase herum liefen und schließlich Modell standen.

Mit Tier- und Natur-Ausstellungen wie dieser will Olaf Stoy auch „Brücken bauen denjenigen, die noch Hemmschwellen zu Kunst haben. Wir freuen uns, wenn das Angebot angenommen wird.“ Die geplante „Mr. Gockel Schau“ mit lebenden Hähnen, wo der schönste Hahn vom Publikum gekürt werden sollte und als Preis ein Bild von Stoy und eine Flasche Rotwein mit schwarzem Hahn-Siegel winkte, kam leider nicht zustande, bedauert er. Die „Ge-Flügel-Schau 2.0“ ist noch bis 21. November in der Galerie „ArtToGo“ zu sehen.

Als nächstes findet eine musikalische Lesung “Seltsame Vögel“ am 5. November, um 19 Uhr im Georado-Gelände in Dorfhain statt. Olaf Stoy liest skurril doppelbödige Kurzgeschichten und Tino Z. steuert Rocksongs vom Feinsten bei.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet hat die Ausstellung jeweils sonntags von 10 – 16 Uhr und begleitend zu den Veranstaltungen.

Weitere Infos unter http://www.georado.de


Strandläufer von Thomas Junghans


Strauss aus Stahl von Emilie Gotmann


Kranich im Flug, Graugänse, Reiher, Turmfalke und Bienenfresser in Fotografien von Steffen Petrenz


Poesie & Eulen, das gefiederte Paar stammt von Ulrich Eißner


20 Haikus – japanische Kurzgedichte mit beflügelnden Gedanken über Menschen, Vögel und Umwelt steuert der Lyriker Uwe Claus zur Ausstellung bei.

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Rückblick auf den 20. Meißner Grafikmarkt & farbenfroh skurrile Bilder sächsischer Kurfürsten von Esteban Velazquez von Wilhelm

05 Freitag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Unterwegs

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„Kunst zum Anfassen.“ Die Dresdner Malerin, Grafikerin und Bildhauerin Catrin Große zeigte hautnah ihre neuesten Werke beim Meißner Grafikmarkt.


Farbenfrohe Kunst von der Postkarte über Advents- und Jahreskalender, kleine LebensARTBüchlein mit witzigen Sprüchen bis zu illustrierten Kinderbüchern brachte die Radebeuler Künstlerin und Galeristin (Galerie mit Weitblick) Dorothee Kuhbandner mit auf die Albrechtsburg.


Originell: Farbige, zackige Sägeblatt-Drucke mit schwungvollen Figuren im Lebens-Tanz von Dorothee Kuhbandner.

Die Lust an der Linie

Über 30 Künstler zeigten Arbeiten auf Papier in aller Vielfalt beim 20. Meißner Grafikmarkt auf der Albrechtsburg. Allerdings kamen diesmal mit rund 2 500 Besuchern weniger als sonst.

„Nimm was der Blick dir gibt“, lockt als Aufforderung an die Besucher zum Sehen und Genießen gleich neben dem Eingang. Der Spruch ziert zusammen mit farbigen Holzschnitten und Bonmots aus seinem Lebenswerk den Ringelnatz-Kalender für 2022. Der liegt neben maritimen Grafiken auf alten Seekarten und kleinen typografischen Blättern voller doppelsinniger Lebensweisheiten am Stand von Hans-Hilmar Koch. Er ist Grafiker, Setzer und Drucker in Krakow am See, wo er eine Werkstatt und eine Galerie in Schwerin hat, und er ist wohl der am weitesten angereiste Teilnehmer beim diesjährigen 20. Meißner Grafikmarkt, der veranstaltet vom Freundeskreis Albrechtsburg Meißen e.V. am vorletzten Oktober-Wochenende auf der Albrechtsburg stattfand.

Über 30 Künstlerinnen und Künstler aus der Region zwischen Dresden, Leipzig, Halle und Berlin zeigten eine  große Vielfalt an Arbeiten auf Papier und verschiedenste Drucktechniken für ein breites Publikum zum Verkauf. Der Erlös geht anders als in Galerien vollständig an die Künstler. Ca. fünf, sechs Künstler hatten ihre Teilnahme am Meißner Grafikmarkt kurzfristig abgesagt. “Zwei von ihnen kamen nicht klar mit der 3G-Regel und dem erforderlichen, kostenpflichtigen Testnachweis für Ungeimpfte. Das ist sehr bedauerlich“, sagt Schlossleiter Uwe Michel. In der Ausschreibung zum Meißner Grafikmarkt sei jedoch auf die geltenden Covid 19-Regelungen hingewiesen worden. Nachdem dieser bereits zwei Mal abgesagt werden musste, sei man froh, dass die Kunstschau dieses Jahr wieder stattfinden konnte. Daher fand der Jubiläums-Grafikmarkt auch nicht wie sonst im Frühjahr statt, sondern jetzt. Rund 2 500 Besucher kamen diesmal, so Michel. Weitaus weniger als sonst wohl auch wegen der Corona-Einschränkungen. Bisher kamen bis zu 5 000 Besucher an beiden Tagen zum Meißner Grafikmarkt.

„Es ist ein ambitioniertes Publikum in Meißen und ein angenehmer Ort. Ich bin gern hier“, sagt Hans-Hilmar Koch. Er komme nicht nur aus monetären Gründen her, er schaut sich auch an den anderen Kunstständen um, trifft Freunde und Künstlerkollegen, auch um neue Dinge zu besprechen. Catrin Große ist freischaffend als Malerin, Grafikerin und Bildhauerin in Dresden und erstmals beim Meißner Grafikmarkt dabei. Vor ihr steht eine fast leere Kaffeetasse und sie blättert in der großen Grafikmappe, nimmt die Bilder aus der Folie, damit die Besucher sie besser sehen. „Es ist ja auch als Kunst zum Anfassen gedacht“, sagt Catrin Große. Sie zeigt die menschliche Figur, Tiere und Pflanzen, zarte Kirschblütenzweige, sich jagende Jaguare und eine grinsende Gestalt mit Totenschädel in schwarz-weißen Farbkontrasten und schwebend leichte Blätter, die mit linearen, grafischen Strukturen spielen im von ihr entwickelten Ambossdruck, einem Hochdruckverfahren mit vielen Tiefdruckanleihen.

In ihren Grafiken gibt sie sich ganz der Lust am Spiel mit der Linie hin. Etwas zweischneidig sei es, so Catrin Große, zwischen den Arbeiten zu sitzen und zu merken, wenn Besuchern etwas nicht gefällt oder die Farbe Schwarz sie zurückhält. „Doch ich habe auch schon oft Bildtitel gefunden durch Gespräche mit Besuchern. Die Bilder wirken ja auf jeden Betrachter anders mit ihren Assoziationen und öffnen Türen. Ich freue mich, wenn sie jemand ansprechen“, sagt Catrin Große. Es gehe aber nicht nur darum, Grafiken zu verkaufen, die dann privat in einem Haushalt hängen. Schön wäre, wenn Künstlerinnen ihre Arbeiten noch selbstverständlicher und sichtbar auch in großen Ausstellungen, Galerien und Museen zeigen könnten. Das passiere leider noch zu wenig.

Bereits mehrmals beim Meißner Grafikmarkt dabei ist die Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner. „Es gibt nicht so viele Grafikmärkte in der Gegend und ist eine gute Gelegenheit, sich zu zeigen“, sagt sie. Guten Zuspruch fanden bei dieser Kunstmesse ihr neuer, farbenfreudiger und fantasievoller Jahres- und Adventskalender sowie ihre kleinen „LebensART“-Hefte mit farbigen Zeichnungen und witzigen Sprüchen. Neu von ihr sind farbige Sägeblatt-Drucke mit schwungvollen Figuren. Die Fotokünstlerin Gabriele Seitz stellte ihren neuen Bildband „In Lethes Garten“ mit schwarz-weißen Aufnahmen von Blüten und Gewächsen aus dem Botanischen Garten in Dresden und Gedichten von Heinz Weißflog vor und einen Tischkalender mit Blumen-Stilleben.

Eine besondere Entdeckung im Rahmen des Grafikmarktes sind die farbenfroh skurrilen Bilder sächsischer Kurfürsten von Esteban Velazquez von Wilhelm. „Herr Michel hat mich angerufen und eingeladen, meine Bilder auf der Albrechtsburg zu zeigen“, sagt von Wilhelm erfreut. Der 41jährige Historiker und Künstler stammt aus Venezuela und lebt seit 2016 in Dresden. Er trägt eine rote Augenklappe, ein Auge verlor er durch Folter durch das politische Regime in Venezuela, und eine Lederjacke bemalt mit dem Meißner Stadtwappen und auf der Rückseite die Albrechtsburg. Witzig, frech und fantasievoll, weiß perückt und ein Auge von einem Fleck bedeckt, spielen seine Porträts sächsischer Kurfürsten und Herrscher mit Äußerlichkeiten, Posen, Symbolen von Macht und Individualität und hinterfragen sie. Die Bilder lösen unweigerlich Staunen und Schmunzeln beim Betrachter aus und bringen goldverziert, mit wild expressiver Farbigkeit und dem Blick von außen auf hiesige Traditionen und Gegenwart frischen Wind in das altehrwürdige Gemäuer der Albrechtsburg. Von Wilhelms sächsischer Hof auf der Albrechtsburg kann auf Anfrage noch zwei Wochen bis 4. November besichtigt werden. Der nächste Meißner Grafikmarkt soll im Frühjahr 2022 stattfinden.

Text + Fotos (lv)


Skurril-eigenwillige Porträts sächsischer Kurfürsten zeigte der aus Venezuela stammende und jetzt in Dresden lebende Künstler Esteban Velazquez von Wilhelm in einer Sonderausstellung im Rahmen des Meißner Grafikmarktes.


Stilvoll: Porträt des Künstlers Esteban Velazquez von Wilhelm fotografiert von Lorenzo Capunata. Der Maler von Wilhelm sagt über seine Bilder: „Das Thema Kurfürsten ist für mich von größter Bedeutung.  Ich verspreche allen Sachsen, dass ich durch meine Kunst eure Kurfürsten zu hochgeschätzten Persönlichkeiten in der ganzen Welt machen werde. In meiner Arbeit kommen der Historiker und der Künstler zusammen. Es handelt sich um eine Arbeit, die eine vorbereitende dokumentarische Recherche beinhaltet. Ein Dialog mit der historischen und anekdotischen Aufarbeitung der sächsischen Geschichte ist notwendig, einschließlich der Auseinandersetzung mit den relevanten Aspekten der Persönlichkeit jedes dieser sächsischen Adligen. Erst danach kann ich meine Pinsel und meine Tuben mit Ölfarbe in die Hand nehmen. Ich liebe das.“

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„Gedichte mit Zartheit und Verletzlichkeit und seltene Stimmungen“ – Zur Lesung mit Poesie & Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ in der Preusker-Bücherei Großenhain

04 Donnerstag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Unterwegs

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WortBilder, die vom Zauber endloser Anfänge erzählen: Autorin Lilli Vostry bei ihrer Lesung in der Preusker-Bücherei Großenhain. Fotos (2): Jens Reichel

Schwere Leichtigkeit und süße Melancholie

Die Gedichtlesung von Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak „Vom Zauber endloser Anfänge“ hatte in der Karl-Preusker-Bücherei Großenhain Premiere.

Von Kathrin Krüger

WortBilder nennt sie ihre Gedichte. Poesie, bei der man Illusionen sehen kann. Die nämlich im eigenen Kopf. Wenn Lyrikerin Lilli Vostry von Meeresflüstern, dem Morgenlied oder Garten Eden erzählt, sind sie da. „Sie halten verhalten sich in und außerhalb von Bilderrahmen“. Das kann man nicht begreifen, das muss man in sich fühlen. Bilder, so poetisch, dass Töne keine Mühe haben, mit Leichtigkeit anzuschließen. Und mit süßer Melancholie.

Lilli Vostry und Musiker Gabriel Jagieniak haben sich scheinbar gesucht und gefunden. Ihre künstlerische Zusammenarbeit ist noch jung. Doch ernteten die beiden ungleichen Dresdner in Großenhain zur Premiere ihrer musikalischen Gedichtlesung „Vom Zauber endloser Anfänge“ viel Zuspruch und beseelte Resonanz.

Lilli ist die eher unruhige, die in ihren poetischen Gedichten Zartheit und Verletzlichkeit zeigt, ansonsten eher nachdrücklich den Ton der Veranstaltung angibt. In neckisch-fordernden Wortwechseln trifft sie auf einen eher ruhigen Instrumentalisten am Akkordeon und Saxophon, der die spielerische Auseinandersetzung um das nächste Musikstück gern für sich entscheiden möchte. Das Großenhainer Premierenpublikum amüsierte sich darüber und war dankbar für die Unkompliziertheit, mit der diese Gedichtlesung vorgestellt wurde.

Natur und Zwischenmenschliches als Gedichtthemen ließen seltene Stimmungen aufkommen. Die wurden von der Musik unterstützt und verstärkt. Ob Tango oder französische Muzette, Gabriel Jagieniak hat die passenden Stücke zu den hintergründigen, oft rätselhaften emotionalen WortBildern von Lilli Vostry. Er stellte auch eine Kostprobe eines eigenen Liederprogramms vor.

Der wundervoll gestaltete Raum in der Preuskerbücherei – mit Bildern von Hobbymalerin Petra Rothe an den Wänden – gab das passende Szenario für so eine in mancher Hinsicht außergewöhnliche Unterhaltung ab. „Ein toller Auftakt, der Mut macht für Weiteres“, sagt Lilli Vostry. Sie möchte ihre Lesung gern an vielen weiteren Leseorten vorstellen.


Wunderbarer Ort & aufgeschlossenes Publikum: Offen, spontan, lebendig und unkompliziert ging es zu bei der Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit Gabriel Jagieniak und Lilli Vostry. Hier nach der Lesung zusammen mit der rührigen Bibliotheksleiterin, Kathrin Schäfer und einer Mitarbeiterin am 12. Oktober in der Preusker-Bücherei in Großenhain. Fotos (2): Jens Reichel

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Video

Video zur Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ in der Bücherei Großenhain

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Unterwegs

≈ 2 Kommentare

Hier eine Live-Aufnahme  –
Momente meiner Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ zusammen mit Gabriel Jagieniak am 12. Oktober 2021 in der Karl-Preusker-Bücherei in Großenhain.

Herzlichen Dank an Jens Reichel für das Video!

Viel Freude beim Anschauen.

Lilli Vostry

20211012_Lesung_LilliVostry_Grossenhain_Impressionen

20211012_Lesung_LilliVostry_Grossenhain_Impressionen

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Komplett neue Ausstellung „Aktfotokunst – heute“ im Kunstkeller Dresden

20 Mittwoch Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Prießnitz-Nixen und Männer mit Schmetterlingsflügeln

Zeitgenössische Aktfotografie in großer Vielfalt von zwölf Foto-Künstlerinnen zeigt die  nunmehr dritte Ausstellung im Museum aktfotoARTdresden im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15, den Volkmar Fritzsche im November seit 25 Jahren betreibt.

Reizvolles für die Sinne hält die komplett neue Ausstellung „Aktfotokunst – heute“, die nunmehr dritte im Museum aktfotoARTdresden im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15, bereit. Außerdem steht dessen 25-jähriges Jubiläum am 9. November bevor. Bis 2019 als Galerie von ihrem Gründer und Betreiber Volkmar Fritzsche (80) geführt, rückt er im jetzigen Aktfotografie-Museum diese Kunstform in noch größerer Vielfalt in den Mittelpunkt.

Zehn Fotokünstler und zwei Fotokünstlerinnen aus Chemnitz, Dresden, Niedersachsen bis Rheinland-Pfalz sowie Volkmar Fritzsche selbst zeigen ca. 115 Arbeiten in vier Räumen. Die Vernissage war am 16. Oktober, 17 Uhr mit einer Tanzperformance von Una Shamaa (für Besucher gilt die 3G-Regel und Mund-Nase-Schutz). Zu sehen ist zeitgenössische Aktfotografie, die facettenreich Blicke auf den unverhüllten Körper mit allen Eigenarten und verschiedenen fotokünstlerischen Mitteln von sinnlich, reizvoll bis witzig, gewagt und experimentell versammelt.

Jeder Fotokünstler, fünf von ihnen stellen erstmals im Museum aktfotoARTdresden aus, ist mit sechs Arbeiten vertreten. Mit dem Kontrast von Körper und Kulisse spielt in seinen Aufnahmen Norman P. Krauß aus Landau/Pfalz, der neu dabei ist. Ein Frauenakt in Pumps vor einem bröckligen Treppengeländer. Eine Frau in schwarzer Lederkorsage gelehnt an eine weiße Kachelwand. Eine Punkerin mit Tattoos hockt auf einem barocken Sessel mit romantischem Landschaftsbild an der Wand und weißer Rüschengardine. Johannes Barthelmes aus Berlin holt dunkelhäutige Frauen vor die Kamera. Eine Brasilianerin mit Karnevalsmaske. Eine andere hat sich einen grünen Eimer auf den Kopf gesetzt. Marc Antonio aus Chemnitz stellt diesmal Männerakte aus seiner Serie „animal men“ aus, darunter ein Mann mit zwei weißen Tauben in den Händen, außerdem mit Katze, Schlange und Schmetterlingsflügeln.

Sensible Schwarz-weiß-Aktaufnahmen aus der Serie „At home“, in denen sich Männer und Frauen in aller Individualität, mit Muskeln und Narben, in ihren eigenen vier Wänden fotografieren ließen, zeigt Astrid Susanna Schulz aus Wildeshausen/Niedersachsen. Die niederländische Fotokünstlerin Henriette von Gasteren hat ihren Künstlernamen Lilith abgelegt und ist international bekannt für ihre lustvoll-ironischen Körperbilder. In ihren inszenierten Selbstporträts spielt sie mit Frauenrollen und Emotionen in allen Schattierungen zwischen Lust, Schmerz, Verletzlichkeit und Ausgeliefertsein und lotet Grenzen aus. Ihre neuen Körperbilder sind noch drastischer und grotesker und weniger zum Schmunzeln als sonst. Eine Frau ist mit Schlinge um den Hals  an ein Bettgestell ohne Matratze gefesselt. In einer anderen Aufnahme  liegt sie unbequem auf der Bettkante und auf weißem Laken zeigt sie Körper und Gesicht komplett in Folie eingewickelt, mit aufgerissenem Mund nach Luft ringend.

Der Dresdner Fotokünstler Georg Knobloch arbeitet als einer der wenigen noch mit analoger Fotografie und zeigt erstmals im Kunstkeller seine sehr natürlich-sinnliche Akt- und Landschaftsfotografien mit “Prießnitz-Nixen“ am Wasser, Frauen in Springbrunnen und vor Wasserspielen tänzelnd mit Blick auf die Hofkirche, unmittelbar vor Ort aufgenommen. Ebenso farbenreich wie fantasievoll überraschen den Betrachter im letzten Raum digitale Malerei von Marianne Backe, die zusammen mit Aktfotografien von Volkmar Fritzsche zu neuen, faszinierenden Bildwelten in dieser Form einzigartig verschmelzen. Einen Bildband dazu hat er gerade herausgebracht.

Erstmals zeigt Solvig Frey Aktfotografien mit Modellen, die im Spiel mit Körper- und Naturformen mal pure Lebensfreude und Fülle ausstrahlen, mal auf einer Baumscheibe Stille und Geborgenheit suchen oder mit Accessoires und Frisur mit weiblich-männlichen Rollenbildern und Eigenarten spielen. Sie ist dem Kunstkeller seit über 15 Jahren verbunden, nicht nur mit eigens dafür konzipierten Programmen, sondern ebenfalls als Model, Kuratorin und Rednerin bei Ausstellungseröffnungen.

Interessierte an den Aktbildern können sich direkt an die Fotokünstler wenden, die mit ihrer Vita und Kontaktdaten in der Ausstellung zu finden sind. Die Ausstellung ist bis Juni 2022 zu sehen im Kunstkeller und die Kleinkunstbühne im Kunstkeller lockt zudem mit neuem Programm.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten: Mo 11 – 18 Uhr, Di 15 – 21 Uhr, Do 15 – 18 Uhr und Sa 11 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel.: 0162 – 682 93 79


Farbenfrohes Feuerwerk der Sinne: Digitale Malerei von Marianne Backe und Aktfotografie vom Volkmar Fritzsche verschmelzen zu faszinierenden „Bildwelten“ im hinteren Ausstellungsraum. So heißt auch der Bildband mit seinen neuesten fotokünstlerischen Arbeiten, den Interessierte auch bei ihm bestellen können.,

Veranstaltungstipp

Der Tag, als meine Frau einen Mann fand –
Lesung mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel nach dem gleichnamigen Roman von Sibylle Berg

am Freitag, dem 22. Oktober, 20.30 Uhr, auf der Kleinkunstbühne im Kunstkeller Dresden.

Die gesamte Kulturszene war schwer von der Coronazeit betroffen. Umso mehr freuen sich Künstler über Euer Interesse an ihren Produktionen.

Dieser Link führt Euch zur Platzreservierung.

https://www.kunstkeller-dresden.de/veranstaltung52.htm

Volkmar Fritzsche und Team

Hier eine Rezension dazu (vom 17.9.2020 auf http://www.meinwortgarten.com )

Lustvoll-ironische Lesung: „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ aus dem Roman von Sibylle Berg im Theaterhaus Rudi

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Ausstellung „Bei den Faunen zu Gast“ in der Galerie der Kuppelhalle Tharandt

18 Montag Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Projekte

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Mit Pinsel und Zeichenstift im Fortbotanischen Garten Tharandt unterwegs: Teilnehmer eines Plenairs mit der Initiatorin des Kunstprojekts Michele Cyranka (im Bild 2. von re.) Fotos: Veranstalter

Auf farbreich verschlungenen Wegen bei den Faunen

Bei einem Plenair im Forstbotanischen Garten entstandene Arbeiten zeigt zurzeit eine Ausstellung in der Galerie der Kuppelhalle Tharandt.

Auf weißen Papierfahnen erblühen florale Formen, gemischt mit Abdrücken von kreiselnden, fallenden Blättern. Pinselschwünge, Farbspuren und Tupfen in erdigen Farben, ocker, blau und leuchtendem gelb treffen auf rankendes Grün im Gewächshaus. Eindrucksvoll wird hier das lebhafte Zusammenspiel von Natur und Kunst, Werden und Vergehen sichtbar. Es ist eine Gemeinschaftsarbeit von Teilnehmern eines Plenairs im Forstbotanischen Garten Tharandt. Im September fand das Kunstprojekt statt. Initiatorin ist die in Tharandt lebende Künstlerin Michele Cyranka.

„Das Plenair bot eine wunderbare Möglichkeit, sich im Angesicht botanischer Besonderheiten und im Auf und Ab der Wege in die Natur einzufühlen und aus unmittelbarem Erleben eine eigene Bildsprache zu entwickeln“, sagt Michele Cyranka. Seit 1992 arbeitet sie freischaffend als Künstlerin und möchte ihre Erfahrungen und eigene Freude am Entstehen der Werke an andere Interessierte weitergeben. Am Plenair nahmen sowohl gestandene Künstlerinnen und Künstler als auch nicht im Künstlerberuf Tätige teil. Die Ergebnisse sind derzeit in einer Ausstellung mit dem Titel „Bei den Faunen zu Gast“ in der Galerie der Kuppelhalle Tharandt zu sehen.

Der Faun ist ein gehörnter und bocksfüßiger, altrömischer Flur- und Waldgott, später Waldgeist, der in der Kunst und Literatur vor allem ungehemmte Lebenslust verkörpert. Auf dessen Spuren begaben sich, umher schweifend, malend und zeichnend die sechs Plenair-Teilnehmer eine Woche lang im Forstgarten in Tharandt. Entstanden sind in Ausdruck und Intensität ganz unterschiedliche Naturbilder, die mit Bleistift, Kohlekreide, farbiger Tusche und Aquarellfarben auf Papier und Leinwand festgehalten nun in der Ausstellung versammelt sind. Als Malmotive dienten einzelne Baumstämme und Baumgruppen, Blicke in die Wipfel und ins Unterholz, verträumte und versteckte Plätze und Aussichtspunkte mit weiter Sicht auf die bergige Landschaft und ins Tal. Die Bilder sind mal naturalistisch, konkret und abstrahiert, fantasievoll verwandelt. Oft wiederkehrende Malmotive wie Birken und ein aus Eibenhecken gepflanztes Labyrinth erscheinen aus verschiedenen Perspektiven, in mal zarten und kräftigen Farbtönen gesehen.

In einer farbigen Tuschezeichnung von Michele Cyranka steht eine Frau mit wehendem Haar vor den verschlungenen Wegen des Labyrinths und überlegt, welchen gehen. Mal wiegen sich die Bäume bei ihr wie im Tanz, mal ähneln sie windschiefen, aber unverzagten Gestalten und ranken die Zweige wie ein Tor, durch das sie geht. Ins „Hochwaldrevier“ und ans Labyrinth führt Mechthild Mansel den Betrachter in ihren mal klaren, mal geheimnisvoll verästelten Kohlezeichnungen. Außerdem zeigt sie einen Blick „Aus der Liebeslaube“, einem Holzunterstand mit schöner Aussicht. Angelika Jost hat „Feenbäume“ im Forstgarten gefunden und sie zeichnete einen gedrehten Stamm.
Michael Klose hat stimmungsvoll Nadelbäume mit Sonnensprenkeln und lauschig grüne Winkel in seinen Aquarellen festgehalten. Und ein Bild mit „Cotta-Blick“ dem einstigen Forstmeister und Mitdirektor der Forsthochschule Tharandt gewidmet.

Eine Baumwurzel und gefällte Baumstämme zeichnete Friedhelm Müller. Und leuchtend grüne und welke Blätter im Sonnenlicht. Kerstin Stephan zeigt zwei zusammengewachsene Birkenstämme detailliert mit Bleistift gezeichnet und in kühl blauen und violetten Farbtönen die „Rosentreppe“.

Die Ausstellung „Bei den Faunen zu Gast“ ist noch bis 9. November in der Galerie der Kuppelhalle in Tharandt zu sehen, die gleichzeitig Neugier weckt auf einen Ausflug in den Forstbotanischen Garten.

Text (lv)

Öffnungszeiten: Mo – Do 13 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung sowie zu den
Veranstaltungen.

Stimmungsvolle Aquarelle von Michael Klose
Auf den Spuren des Fauns & am Labyrinth im Forstgarten: farbige Tuschezeichnungen von Michele Cyranka.

„Ins Hochwaldrevier“ und zum Labyrinth zwischen Bäumen führt Mechthild Mansel in ihren Kohlezeichnungen den Betrachter.
Gemeinsames Naturerlebnis miteinander, in eigener Bildsprache festgehalten: Die Teilnehmer des Plenairs im Forstbotanischen Garten mit Initiatorin Michele Cyranka (im Bild vorn 3. von re.) Foto: Veranstalter

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Kreatives Universum mit neuen Erlebnisräumen für Kunst: Der aus Venezuela stammende Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm hat eine Kunstmanufaktur mit Galerie & Atelier in Wurzen eröffnet
  • Die 5. Kunstwoche Wilsdruff lockt zu vielfältigem Schaufenster-Bummel
  • Bühne frei für: "Lyrik unter freiem Himmel" auf dem Konkordienplatz in Dresden
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • Premiere "Toto oder Vielen Dank für das Leben" von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Jubiläumsausstellung "handsam" von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden

Aktuelle Beiträge

  • Bühne frei für: „Lyrik unter freiem Himmel“ auf dem Konkordienplatz in Dresden
  • Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden
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