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Kategorien-Archiv: Poesie

Songs, Gedichte & Geschichten beim Palaissommer

08 Dienstag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Poetisches Sommervergnügen

Songs, Gedichte und Geschichten gibt es beim diesjährigen Palaissommer am Freitag, den 11. August, 20 Uhr im Ostra-Dome (Zur Messe 9a, Dresden).

Große Wiese. Coole Bühne. Gastronomie. Wasserfläche. Büchertisch.

Görda (Konzert) / Manuela Bibrach / Verica Trickovic / Marcel Beyer (Lesung) Volker Sielaff (Moderation)

Weil sich zu den Gedichten nun auch Geschichten und Songs hinzu gesellen, heißt das kultige Format jetzt ‚Songs, Gedichte & Geschichten‘. Es wird ein so kurzweiliger Abend, wie das Publikum ihn seit Jahren gewohnt ist. Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung, Performance und wunderbarer Musik, bei dem namhafte Dichter, ein Romancier und ein berauschendes Songwriterinnen-Duo dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern ihre Lieder und Texte vorstellen.

Ein Novum beim diesjährigen Abend von „Songs, Gedichte und Geschichten“: Am Schluss des Abends wird jeder Autor gemeinsam mit Görda zu deren Musik noch ein Gedicht performen („Music meets Poetry“). Man darf gespannt sein!
Görda: Das female Duo aus Leipzig, verwebt in einer multi-instrumentalen Live Performance Vocals, E- Bass, Querflöte, Synthesizer, Cello und Beats zu vielschichtigen Klangteppichen. Görda ist eine schillernde Kreuzung aus Alternative Pop und Experimental Songwriter, durch die immer wieder der Jazz Background blitzt. Kraftvoll, poetisch und gewitzt erzählen ihre Geschichten von Alltag und Utopie, Tagtraum und Ekstase. Das Duo schafft einen Raum, der inspiriert und verbindet

Manuela Bibrach, 1971 in Dresden geboren, absolvierte eine Ausbildung als Diplom-Ingenieurin (FH) für Landschaftsnutzung und Naturschutz (Verteifung: Umweltbildung und – psychologie). Neben einer Tätigkeit als Umweltpädagogin arbeitete sie als Verkäuferin, PR-Referentin und Auftragstexterin. Sie lebt in der Oberlausitz. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. „Der Maulkorb“, „Am Erker“, „Ort der Augen“, „Ostragehege“ und der Anthologie „Weltbetrachter“ (Poetenladen Verlag). Ihr erster Lyrikband ist in Vorbereitung. Preise u.a.: Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Breslau, 3. Preisträgerin des Feldkircher Lyrikpreises, nominiert zum Lyrikpreis München und 1. Preisträgerin des 14. Irseer Pegasus.

Verica Tričković, geboren 1961 in Nerav, Mazedonien, ist Dichterin, Herausgeberin und Übersetzerin. Sie wanderte nach dem Abitur nach Serbien aus und emigrierte 1999 während der Luftangriffe der NATO in Serbien mit ihren zwei Kindern nach Deutschland, wo sie in Isernhagen bei Hannover lebt. Zuerst auf serbisch erschienen sind ihre Gedichtbände Tražim deo neba, 2001, und Lokvanj i pelen, 2007. Nach den Gedichtbänden Als rettete mich das Wort, 2011, und Im Steinwald, 2016, beide zweisprachig serbisch-deutsch im Leipziger Literaturverlag erschienen, schreibt sie ausschließlich auf deutsch. 2022 erschien im gutleut Verlag Frankfurt a. M. ihr Gedichtband um | schrift. Seit 2014 zahlreiche Übersetzungen deutschsprachiger Gegenwartslyrik. 2022 wurde Tričković mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die Übersetzung von Anja Utlers Gedichtband münden – entzüngeln ausgezeichnet, 2023 mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die Übersetzung von Kerstin Preiwuß Gedichtband Rede.

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig. Beyer, der zunächst stark beeinflusst war von Friederike Mayröcker und den Autoren des französischen Nouveau Roman, ist Verfasser von Lyrik, Essays und Romanen, die sich immer wieder mit der deutschen Geschichte – insbesondere mit der Zeit des Nationalsozialismus – auseinandersetzen. 2016 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In der Begründung erklärt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: „Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unverwechselbares Werk entstanden, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lässt.“

Programmpartner: Loose Notes | Literaturforum Dresden e.V.
EINTRITT FREI!

Anfahrt: PKW (PKW-Parkplätze direkt am Festivalgelände), Straßenbahn (Anfahrt Straßenbahn: Linie 10) oder Fahrrad.

Mit den besten Empfehlungen

Jörg Scholz-Nollau

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Buchhandlung LeseZeichen
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BilderAlbum & Lyrik: Die Blumen der Kindheit

11 Sonntag Jun 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie

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Die Blumen der Kindheit

Die Zeit steht still in den Blütenbüschen
im Sonnenlicht glänzen sie noch mehr
selbst die welken Blätter vielfarbig
die Hitze und Frost holten
verdursteten oder erfroren umgeben
von neuen Knospen und Grün
ihre Farben und Duft wohlvertraut
zartlila weiß rosa purpur und tiefrot
innen geflammt und gesprenkelt die
Blütenpollen funkeln wie Perlen
die gelben Azalleen duften wie Orangen
Zitrone und Kirsche auf einmal

ich sehe sie vor mir durchstreife das
knorrige Unterholz stehe unterm Blütendach
irgendwo in de n Bäumen ruft ein Kuckuck
und suche das Kind
das einst lachend zwischen den
Rhododendron umher sprang
oder sich versteckte
das gern Blütenketten auf Grashalme fädelte
den Hutberg hinauf am liebsten
verschlungene Seitenwege lief
die Angst sich zu verlaufen kam erst
später

ich erinnere mich an den Aussichtsturm
und die Ausflugsgaststätte mit muffigem Charme
dichter Rauch Bier und Tanzparkett im Saal
manchmal bekamen wir Kinder
Waldmeisterbrause oder angelten
etwas aus dem Spielzeugautomat
weiter hinten am Wald die steinernen
Monumente Säulenreste von einem
gigantischen Aufmarschplatz
wo wir als Kindern gern spielten

ich sehe die Blütenbüsche
gehe die Wege die meisten verlaufen
gerade in diesem Park
erfreue mich an den einzelnen und
paarweisen Blütenstengeln
nur die Menschen fehlen
mit denen ich damals ging

ich fädle eine Blütenkette und sammle
Blüten von der Erde auf
zuhause sehe ich das dunkle Insekt
am Arm das noch in der Haut steckte
zog es heraus die Stelle noch gerötet
ich häng an der Vergangenheit
an Blütenfäden die nie vergehen

und fühl mit der Zunge
die frische OP-Naht und Fäden
am Zahnfleisch
die Betäubung hat nachgelassen
der Blütenduft bleibt

LV
1.6.2023

Fotos (lv)
Weitere Fotos folgen

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BilderAlbum: Gedicht-Lesung mit Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak vor zauberhafter Kulisse im Hoflößnitz Radebeul

23 Dienstag Mai 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz, Zwischenmenschliches

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Poesie & Musik inmitten der Natur. Einen schöneren Leseort kann es kaum geben: Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak vor der Lesung auf der Terrasse vom Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul. Fotos (2): Matthias Starke,

Poesie und Musik im Zusammenklang mit der Natur

Mit der ersten Lyrik-Lesung seit langem an diesem Ort waren Lilli Vostry, freie Autorin und Gabriel Jagieniak am Akkordeon vor traumhafter Kulisse zum Internationalen Museumstag am vergangenen Sonntagnachmittag im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul zu Gast. Schön war`s!

Schreiben bereitet Vergnügen. Lesen vor solch traumhafter Kulisse mit Blick auf die Weinberge wie im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul noch mehr. Poesie, Musik und Naturgenuss gleichzeitig konnten die Besucher hier zum Internationalen Museumstag am vergangenen Sonntag nachmittag erleben. Bei der Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ der freien Autorin Lilli Vostry zusammen mit Gabriel Jagieniak am Akkordeon auf der Terrasse hinter dem Bergverwalterhaus, in dem regelmäßig Ausstellungen Bildender Künstler zu sehen sind.

Bezaubernd war es! Lesen unter dem Blätterdach großer Kastanienbäumen voll weißer Blütenkerzen an einem sonnigen Maitag. Blauer weiter Himmel und Wattewolken. Der Wind wehte Blüten auf den Tisch zu mir, auf`s Papier mit den Gedichten, die auch vom Blütenflug erzählen, und flogen weiter. Ein paar Gedicht-Seiten gleich hinterher, zu den Zuhörern. Eine Freundin hob sie auf und hielt sie. Ein schönes, bewegendes Zusammenspiel mit der Natur, Worten und Klängen, angeregt und wieder verbunden mit ihr, war diese Lesung.

Dies war die erste Lyrik-Lesung seit langem wieder. Das letzte Mal las an diesem Ort 1991 der bekannte Dichter Rainer Kunze, sagte Frank Andert, der Museumsleiter vom Hoflößnitz, der seit acht Jahren hier tätig ist, zu Beginn. Um so erfreulicher, dass wir diesen zauberhaften Leseort im Freien nun wiederbeleben konnten. Dieses kulturelle Angebot im Hoflößnitz muss sich wohl noch mehr herumsprechen. Die Werbung noch präsenter sein im Stadtbild, Aushänge auch in anderen Kultureinrichtungen wie Galerien, Bibliotheken, Läden und Cafés zu sehen sein. Der Leseort liegt auch etwas versteckt. Es war außerdem viel los an diesem Wochenende, die 30. Karl-May-Festtage in Radebeul und Internationales Dixieland-Festival in Dresden. Leise Töne haben es ohnehin schwer, gehört zu werden.

Einige Zuhörer kamen zufällig vom Spaziergang dort entlang und freuten sich über die Lesung in schöner Atmosphäre. Es war ein neugieriges, aufgeschlossenes, aufmerksam lauschendes Publikum. In der Pause gab es ofenfrischen Rhabarber- und Apfelkuchen für die Gäste wie immer bei meinen Lesungen. Poesie und Kuchen-Genuss, etwas für Geist und Sinne, gehören für mich zusammen.

Der Abschied nach fast zwei Stunden Musik & Poesie voller Lebensfreude, Träume und Fantasie zum Innehalten und Genießen inmitten blühender Bäume und schwungvoller Weinterrassen fiel schwer. Und es schwirren schon neue Gedichtideen umher und die Lust auf Fortsetzung der Lesung ist groß. Gern auch wieder hier im Hoflößnitz.

Text + Fotos (lv)

Herzlichen Dank für die Fotos auch an Kathrin Krüger und Andrea Dorschner.


Zauberhafter Leseort im Freien: Frank Andert, Museumsleiter im Hoflößnitz und Organisator vieler schöner Ausstellungen hier, ermöglichte die musikalische Gedicht-Lesung und hatte auch am Internationalen Museumstag im Gelände alle Hände voll zu tun, fand aber zwischendurch auch etwas Zeit für Muße und zum Schluss gab es für uns noch edlen Wein. Herzlichen Dank!
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Beschwingt: Ein Tänzchen gab es auch noch mit einer Freundin. Annette Richter ist Schauspielerin und las auch schon meine Gedichte. Das ist noch mal ein Erlebnis für sich, wie sie dann klingen.

Im Weinberg

Ein Zitronenfalter schwirrt
auf dem Weg zu den schon
saftig grünen Steinterrassen
weithin sichtbar
lila Flieder steht Spalier am Treppenaufgang
oberhalb vom Hoflößnitz
weht seinen Duft hinterher
zwischen Wiesenblumen und Gräsern
liegen zwei grau orangene Winzerhandschuhe im
Gras vor dunklen Rebstöcken aus denen
sich die ersten Blätter recken

am Tor thront ein goldener Wagen mit
Sonnenrädern der durch die Lüfte fliegt
darin steht der Wein- oder Sonnengott
in güldenem Gewand ein Traubenzepter
in der Hand
alle anderen nehmen die Treppe
viel Vergnügen ruft ein Mann mir zu
am Aufstieg

bis oben hin ergibt`s ein Jahr
für manche verfliegt`s im Nu
die Treppenläufer zieht es unentwegt
bergauf bergab
die 365 Stufen immer schneller weiter
hoch hinaus
die Zeit noch überrunden
wetteifern um Sekunden

oben am Spitzhaus angekommen
am Pavillon in dem weinselige und anstößige
Sprüche an den Wänden und Bänke für
Ausflügler stehen
verschnaufen die Treppenläufer kurz und der
Lößnitzdackel schnauft mit lustig gellendem
Pfiff und Glockenklang unten im Tal

im Weinberg weiter Blick blaue Weite
sattgrüne Wiesen und gelbe Felder bis
zum Horizont
der schlängelnde Fluss in sanftem Bogen
die gewölbten Weinhänge recken sich
ins Licht
der Bismarckturm von Bäumen beschirmt
oder umlagert

die dunklen Rebstöcke ragen knorrig und
grazil in den Himmel
senden ihre Zeichen jeder sieht anders aus
sie erinnern an springende und tanzende
Weingeister und Wächter die zwischen
den gespannten Reben stehen
und sie halten

im Wein kannst du dein Antlitz sehen
im Wein der anderen Herz erspähen
steht im Pavillon zu lesen
zurück aus dem Weinberg ins lauschige
Abendkonzert der Vögel hinein
irgendwo zwischen den Gärten in einem Lokal
tönt eine Kapelle Born to be wild
die Vögel hören`s und verschwinden
zwitschernd oder kichernd trunken vom
Blütenwein in den wippenden Blätterkronen

LV
11.5.2023

Glücksberauscht nach der Gedicht-Lesung vor traumhafter Kulisse im Hoflößnitz Radebeul.

Ofenfrischer Rhabarber- und Apfelkuchen: Poesie der Worte & Aromen.


Rezension von Kathrin Krüger zur Gedicht-Lesung von Lilli Vostry & Gabriel Jagieniak in der Sächsischen Zeitung, Radebeul.

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Ausstellung „Tete-à-Tete“ von Chris Löhmann & Olaf Stoy in der Galerie Kunst & Eros

20 Samstag Mai 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie

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Zeichenreiches Zwiegespräch der Körperbilder: Die Lust am Zeichnen, Comics und plastischen Gestalten verbindet die beiden Künstlerfreunde Chris Löhmann und Olaf Stoy. Erstmals zeigen sie zusammen ihre Arbeiten in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Körpermalerei mit Akribie und Leidenschaft

Zeichnungen und Plastiken, in denen sich gestaltreich Liebe, Tod und Eros., Lebenslust und Abgründiges mischen, zeigen Chris Löhmann und Olaf Stoy in ihre gemeinsamen Ausstellung „Tete-à-Tete“ zurzeit in der Galerie Kunst & Eros in Dresden.

Zwei traumblaue Gesichter, bemalt mit weißen Blütenkelchen, voller Licht- und Schattengewächse, zeigt das Titelbild der Ausstellung „Téte-à-Téte“. Kopf an Kopf zeigen die Künstlerfreunde Chris Löhmann und Olaf Stoy neue Zeichnungen und Plastiken und lassen sich auf ein künstlerisches Zwiegespräch ein in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (zu sehen bis 1. Juli 2023).

Pflanzliches und Figürliches sprießen, wuchern und umgarnen sich reichhaltig auf den blauen, bemalten Plastiken und detailreichen Zeichnungen. Liebe, Tod und Eros, Lebenslust und Abgründiges, Schockierendes stehen nah beieinander
in den paradiesisch-apokalyptischen Bildwelten von Chris Löhmann und Olaf Stoy. Eine reizvoll-spannende Gratwanderung, bei der Schönes und Bedrohliches allgegenwärtig sind, ist diese Ausstellung mit Arbeiten aus den letzten zwei Jahren. Zu sehen sind  außerdem zwei Gemeinschaftsarbeiten der Künstler. Darunter ein großer weiblicher Torso „Die Venus von Hainsberg“ aus Ziegelton von Stoy, die Löhmann als Leinwand für seine intensive Körpermalerei diente und eine kleinere Büste mit dem Titel „Versenkung“, in denen sich üppig Blühendes und bleiche Vergängnis mischen.

Eine Amsel hockt am Bein der Venus. Eine Amselmutter schwirrt auch über dem Galerieeingang ungeachtet der vielen Besucher am Eröffnungsabend emsig hin und her, wo fünf Vogeljunge ihre hungrigen Schnäbel aus dem Nest in einem efeuumrankten Übertopf entgegen recken. „Sie brütet schon zum dritten Mal hier“, sagt Galeristin Janett Noack schmunzelnd. Immer etwas Überraschendes, Besonderes halten auch die Ausstellungen hier bereit. „Neu für Chris Löhmann war, einmal kein flaches Blatt Papier, sondern Plastiken mit Wölbungen und optischen Verzerrungen zu bemalen“, sagt Olaf Stoy. „Der Totenschädel am Bauch und Paradiesgärtchen ist genial. Tod und Wiedergeburt, alles dabei.“ Er brachte die Plastiken ins Atelier von Löhmann nach Königstein/Sächsische Schweiz.

Deren Königsblau und weiße Zeichnungen mit Acrylstift seien angeregt von Delfter Fayencen und Meißner Porzellan mit Zwiebelmuster. “Den Schwung hinzubekommen auch an den etwas unzugänglicheren Stellen und Zwischenräumen der Figuren war schwierig, doch ist gelungen wie man sieht“, sagt Chris Löhmann. „Das Sinnliche, Frische und Vergänglichkeit gehören ja auch zu meinem Sujet. Das macht das Schöne erst schön, da es die Limitierung, Begrenzung gibt.“ In seiner Paradies-Vorstellung gebe es auch das Dunkle. „Wenn diese Kontraste nicht wären, könnten wir das Helle auch nicht sehen.“

In Löhmanns Zeichnungen wimmelt es von grotesk surrealen Gestalten und oft tauchen Bildausschnitte wie alte Fotos, umrahmt mit Zackenrand auf. Ein leeres Zimmer, weiße phallusartig aufsteigende Wolken am Nachthimmel, davor kauernde Körper. Eine Badeszene. Ein Paar im hohen Gras und ein großes Herz freiliegend, ungeschützt. Vor einem verfallenen Waldhaus mit Graffiti liegt eine Frau nackt, halb eingerollt auf einer Decke auf der Wiese, hinter ihr ein halb zerrissenes Soldaten-Foto. Groß ins Licht gerückt ein Frauenkörper vor einer leeren, dunklen Fabrikhalle im Bild „Stromausfall im Freitaler Stahlwerk“. Ein ovales Selbstbildnis zeigt Löhmanns Kopf schlafend oder träumend auf der Wiese, aus der ein kleiner Totenschädel grinst. „Ich bewundere den Chris für seinen tollen, eigenen Grafikstil, den er traumwandlerisch beherrscht“, so Olaf Stoy.

Löhmann (35) begann als Streetartist in Dresden und Berlin und hat von 2013 bis `022 an der Dresdner Kunsthochschule bei Professor Bömmels studiert. Seit 2022 arbeitet er freischaffend als Künstler. Stoy (64) war als Formgießer, Retuscheur und Chefmodelleur in der Sächsischen Porzellan-Manufaktur in Dresden mit Sitz in Freital bis 2003 tätig und studierte von 1979 bis `81 im Abendstudium Grafik und Plastik an der Dresdner Kunsthochschule. Seit 2005 arbeitet er als freiberuflicher Künstler. Die Lust am Zeichnen und an Comics verbindet beide. Sie kennen sich aus der Freitaler Schaffenszeit seit 2015.

Letztes Jahr hatte Löhmann eine große Einzelausstellung in der Galerie der Georado-Stiftung in Dorfhain, die Stoy betreibt und dort sein Atelier hat. Von ihm stehen neben Löhmanns Bildern in der Galerie Kunst & Eros lustvoll-schelmische, farbige Plastiken wie „Die Schöne und das Biest“ mit Teufelshörnern, eine verführerische Dame namens „Rosenrot“, eine hohe grazile Porzellanfigur mit schwarzen Bandagen „Yoyo“ und eine kleine kokette Figur mit blauem Haar und Tätowierungen, die „Seeräuber Jenny“. „Wir haben das Figürliche gemeinsam und auch ein bisschen die Romantik, wobei bei mir auch immer etwas Morbides auftaucht, als Begleiterscheinung des Hellen“, sagt Chris Löhmann über Stoys Plastiken.

Zur Ausstellung gibt es eine Lesung „Dinge aus Nichts“ mit Gedichten zwischen Kunst und Eros von Olaf Stoy, begleitet von der Klanglaborantin Andrea Dorschner mit freien Improvisationen an ihrer E-Harfe. (Kartenreservierung unter Tel. 0351-8024785)

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de
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Eine Amsel taucht als Körpermalerei auf einer Plastik von Stoy & Löhmann auf. Und über dem Galerieeingang schwirrt emsig eine Amselmutter umher, die liebevoll ihre fünf Amseljungen füttert. Sie haben ihr Nest in einem Blumentopf. Fotos: Olaf Stoy

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WortLust & Musizierfreude: Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Traumhafte Landschaft & weiter Blick & Zauber des Augenblicks: Lilli Vostry, Autorin und meinwortgarten-Inhaberin im Weinberg Goldener Wagen oberhalb vom Hoflößnitz in Radebeul.

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Von springenden und tanzenden Weingeistern

Mit ihrer neuen Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ sind Lilli Vostry, freie Autorin und Gabriel Jagieniak, Musiker, beide aus Dresden, am 21. Mai, 15.30 Uhr im Sächsischen Weinbaumuseum, Knohllweg 37, in Radebeul zu Gast. Eintritt frei.

Sonnenflecken im Wolkengrau. Ein kribbelndes Etwas liegt in der Luft. Was bleibt von diesem Tag, nur Zahlen oder eine Zauberformel?

Mit viel Wortlust und Musizierfreude kommt die neue Gedicht-Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit Lilli Vostry, Autorin und Gabriel Jagieniak, Musiker daher. In zauberhafter Umgebung mit Blick auf die Weinberge von der Terrasse des Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz können die Besucher sie im Rahmen des Internationalen Museumstages am 21. Mai, um 15.30 Uhr erleben und den Trubel des Karl-May-Festes an diesem Wochenende eine Weile hinter sich lassen. Fantasiereich geht es auch bei uns zu! Abwechselnd fröhlich beschwingtes und leise, sehnsuchtsvolles Akkordeonspiel begleitet und mischt sich mit bilderreicher Poesie und erzählender Lyrik über die Veränderungen und Wandlungen im Leben und den Zauber des Augenblicks und Neubeginnens.

In den Gedichten geht es um Natur und Zwischenmenschliches. Sie erzählen von „Bildern im Kopf“, von der Liebe zu Kunst und Farben, vom „Garten Eden“, von der alten Weide vorm Fenster, kleinen Faltern, Wassergetier, Meer und Möwen, ungestümen Katzen, wildem Mohn und einem seltsamen Hörnertier. Natürlich gibt es auch ein Gedicht über den Weinberg oberhalb des Hoflößnitz, in dem es um den Wein- und Sonnengott, Winzerhandschuhe im Gras, springende und tanzende Weingeister in den Rebstöcken und Treppenläufer geht.

Lilli Vostry lebt und arbeitet als freie Journalistin, auch für die SZ, in Dresden
und schreibt seit zehn Jahren Lyrik. Sie hat bereits vier BilderGedichtKalender mit verschiedenen Künstlern im Zeitraum von 2013 bis `016 veröffentlicht.
Zu hören in diesem Programm sind frühe und neue Gedichte und Texte.

Gabriel Jagieniak (soundcloud.com/gabriel-jagieniak) bewegt mit seinem virtuosen Akkordeonspiel, mit und ohne Gesang, bekannten Melodien und eigenen Kompositionen, auf humorvolle Weise frei vorgetragen, immer wieder das Publikum.

Natürlich gibt`s in der Pause, neben edlem Rebensaft, auch wieder selbstgebackenen Rhabarber- und Apfelkuchen vom Blech zu genießen.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Herzliche Grüsse
Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak

Texte + Fotos (lv)

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Rhabarber – Ein Gedicht aus dem Backofen

Intensiv rote und zartgrüne
feste Stangen
wie Fernrohre der Blick
nach innen gerichtet

offenbaren nach dem Schälen
feinfaserig zerteilt und aufgelöst
in weiche Stücke beim Kochen
ihre eigenwillige Süße

die mich als Kind schon faszinierte
wenn ich meiner Großmutter in ihrer
geblümten Schürze zusah
wie aus den unscheinbar sperrigen Stielen
solch köstliches Kompott entstehen kann

in dem die Säfte der Natur
und feine Fäden verschmelzen
zu einem rosa fruchtigen Brei
betörender Duft kitzelt die Nase

die Aromen tanzen auf der Zunge
wie es Worte nicht vermögen
in ihrer unwiderstehlichen Mischung
aus herb sauer und frühlingssüß
auf ofenwarmen Teig
zur Feier des Lebens

LV
16.5.2020

(Dieses Gedicht & Rhabarberkuchen gab es zu meiner ersten Lesung vor drei Jahren in Dresden.)

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Neue Lyrik: Drei Versuche, die Natur des Menschen zu verstehen & Für Gaja die Erdmutter

11 Donnerstag Mai 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie

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Drei Versuche die Natur des Menschen zu verstehen

I
Walpurgisnacht durchgerauscht
kein Gehörnter Feuriger
keine Hexen tanzten durch die Nacht
doch die Feuer brannten
und stürzten ein
Sirenen und Feuerwehren heulten
und eilten herbei
gleich am ersten Tag
im schönen Mai

am Flussufer war`s tagelang still
ein Mann kam schrill klang
seine Stimme er trug dunkle Sachen
und eine Angel im Arm
als er das Ufer in Beschlag nahm
schließlich bezahle er dafür

eine Entenmutter und ihre Jungen
stiegen an Land
und verließen es fluchtartig wieder
der Mann mit der Angel schrie
die Enten sterben wenn ich sie füttere
wegen Leuten wie mir
würden Zäune an Gewässern errichtet
ich füttere nichts was sie nicht vertragen
erwiderte ich und nur wenn sie hungrig sind

was sind die paar Brotkrumen gegen den
vielen Plastikmüll der überall herumliegt
den die Wasservögel ungehindert hinunter
schlucken und der Feinstaub in der Luft
den wir alle einatmen was ist damit

ob die Wildgänse mich sehen können
manchmal kommen sie den Weg hoch
am alten Hafen mir entgegen
Raben merken sich wen sie sehen
und attackieren genau den Menschen
der ihnen etwas antat sagt der Mann neben
mir und schüttet Krümel aus seiner Tüte

II
Die Möwen sind nicht wiedergekommen
wohl schon wieder am Meer
eine Blaukrabbe wurde angeschwemmt ein
äußerst seltener Fund hieß es mit irgendeiner
Strömung von weither aus Nordamerika
an der Ostsee nahe der Seebrücke in Ahlbeck
wo ich immer im Sommer bin
mein Herz schlug höher beim Anblick der
windbewegten Wellen am leeren Strand
wo man die Blaukrabbe fand

es sah aus als lebte sie noch
der wehrhafte Leib dunkle Augen und
ausgestreckte Zangen
was für eine Odyssee sie hinter sich hat
nun wird sie präpariert für ein
Meereskundemuseum
diese seltene Krabbenart sei interessant
auch für die Fischerei hiess es im gleichen
Atemzug
ihr Muskelfleisch eine Delikatesse
dafür der weite Weg
und ich wünsche mir dass sich keine
weiteren Krabben hierher verirren

III
Abends noch mal raus
Katzenfutter einkaufen
sah ich auf meinem Anorakärmel
eine kleine grüne Raupe sitzen
sie reckte und streckte sich
wie Fühler im Kunstlicht zwischen
den Warenbergen
hielt ich den Arm still beim Bezahlen und
Einpacken und lief mit der Raupe
nachhaus und setzte sie im Hausgarten
ins hohe Gras

sie ringelte und kringelte sich
den Winzling allein zu lassen fiel mir schwer
den ich einen Moment mit mir trug
in der Natur weiß ich sie gut aufgehoben
findet ihn unter den Halmen hoffentlich kein
Vogel mehr
Vielleicht wird aus der Raupe bald
ein Schmetterling

LV
4.5.2023

Für Gaja die Erdmutter
(Für Karin Weber)

Gaja trägt ihr schönstes Kleid
erdfarben voller Blüten
schwingt es weit
jeder ruft ihr zu
ihr wachse und werde

was du noch nicht bist
aus dunklem Grund zieht
es sie ins Licht
die Farben die die Natur
dir schenkt in Fülle
hat der Wind dir aus
dem Haar gekämmt
schon wieder
fast
in uns blühen sie weiter

die Stimme hell und klar
all die Bilder
wie im Traum
gewordene Wirklichkeit
von ihnen zu erzählen
mehr als die Augen sehen

doch das Gehen fällt schwer
wohin auch gehen
in dieser Zeit
ach hätten wir nur Flügel
wie das Paar auf der Leinwand
unverzagt wie die Malerin AH

sie tragen überall hin
und einer hält den anderen
halten wir uns
an das was wir lieben

LV
10.5.2023

(zu dem Bild „Vor dem Abflug“ von Angela Hampel in ihrer derzeitigen Ausstellung „Unverzagt“ in der Galerie Mitte in Dresden.)

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Lesung mit Natur-Lyrik & Prosa von Carolin Callies und Marion Poschmann im Erich Kästner-Literaturhaus Dresden

09 Dienstag Mai 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Natur, Poesie, Projekte

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Von Teilchenzoo, Laubwerk und Kieferninseln

Eine Lesung und Gespräch mit den Autorinnen Carolin Callies und Marion Poschmann aus ihren neuen Texten gibt es für Literaturbegeisterte und Freunde
des gepflegten Mensch-Natur-Gemischs am 11. Mai, 19 Uhr im Erich Kästner-Literaturhaus/Villa Augustin am Albertplatz in Dresden.

In einem Mix aus Lesung, Gespräch und Tonkunst stellen Carolin Callies und Marion Poschmann am Donnerstag im Rahmen der Kästner‘schen Themenreihe „Resignation ist kein Gesichtspunkt“ Lyrik und Prosa-Auszüge vor, in denen die Natur tonangebend ist.

“Witzig, lustvoll. Eine große Erfahrung. Ein Perspektivenwechsel, der unter die Haut geht.”, so der ORF über Carolin Callies‘ lyrische Versuchsanordnung, das Poem „Teilchenzoo“, für das die Autorin vorab mit einem Stipendium des Deutschen Literaturfonds sowie mit dem Förderpreis des „Deutschen Preises für Nature Writing“ ausgezeichnet wurde.

Marion Poschmann, eine der bekanntesten Lyrikerinnen hierzulande, unterscheidet sich von den meisten ihrer Kollegen dadurch, dass bei ihr die Natur eine bedeutende Rolle spielt. In dem Essay „Laubwerk“, den sie eigens für einen Wettbewerb geschrieben und ihn damit auch gewonnen hat, wird ihre Grundhaltung sehr deutlich. Und sie entwirft in diesem Text wie nebenbei eine auch auf aktuelle politische Fragen bezogene Poetologie. (Deutschlandfunk Kultur).
Poschmanns Roman „Die Kieferninseln“ (u.a. nominiert für den Man Booker International Prize 2019) und den mehrfach ausgezeichneten Gedichtband „Nimbus“ hat der Abend ebenfalls im Gepäck.

Lassen Sie sich inspirieren!

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Um Voranmeldung wird gebeten.

Text:
Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.

Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087

kontakt@kaestnerhaus-literatur.de
www.kaestnerhaus-literatur.de

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Unterwegs auf der Leipziger Buchmesse: Bettler auf dem Weg & Büchermenschen & Büchernarren mit Lust, Leidenschaft, Fantasie und Anspruch

29 Samstag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kurzgeschichten, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Neue, spannende & wagemutige Bücher zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Utopie: Die Anwärter auf den Preis der Leipziger Buchmesse in den Kategorien Sachbuch, Übersetzung und Belletristik.


Lesung & Gespräch mit Judith Herrmann aus ihrem neuen Buch „Wir hätten uns alles gesagt“, in dem es um verpasste Gelegenheiten, Kommunikation und Schreiben geht.


Viel Interesse & Aufmerksamkeit fand auch das Gespräch mit der russischen Dichterin Maria Stepanowa, die mit dem Preis der europäischen Verständigung zu Beginn der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.


Vielfältige sächsische Bücherwelt: 20 Verlage, ausgezeichnet mit dem Sächsischen Verlagspreis 2022, sind auf der Leipziger Buchmesse vertreten und werden in einer Broschüre mit ihren kreativen, engagierten, identitätsstiftenden und zukunftsorientierten Buchangeboten vorgestellt. Die Bandbreite reicht von Romanen, Lyrik, Kinder- und Jugendbüchern, Hörbüchern, Sachtexten, sorbischer Literatur, theologischen Werken, afrikanischer Literatur, jüdischen Themen, sächsischer Geschichte, Kunsthistorie bis zu handgefertigten Bücherunikaten.


Der neue Preisträger der Leipziger Buchmesse für Belletristik steht fest: Dincer Gücyeter für sein Buch „Unser Deutschlandmärchen“, erschienen bei Mikrotext, in dem er ein „Familienporträt in kräftigen Farben zeichnet, eine wütende Suche nach einer eigenen Sprache und Heimat“, steht in der Broschüre mit den insgesamt 17 Nominierten für den Buchpreis. Gücyeter stammt aus einer anatolischen Familie und wurde 1979 in Nettetal in Deutschland geboren. Er ist Theatermacher, Lyriker, Herausgeber und Verleger. 2012 gründete er seinen Elif Verlag, den er bis heute als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit finanziert.


Vorliebe für Bücher mit Geschichte(n) und Kunst: Lars Skowronski ist Historiker und betreute während der Leipziger Buchmesse den Stand vom Verlag C & N Berlin und wirkt mit in dessen Projekten.


Besondere, schöne und unbequeme Bücher zur Geschichte in Europa & Kunstbücher und -projekte mit internationalen KünstlerInnen initiiert Verleger Ludwig Norz vom Verlag C & N Berlin.

Tierisch nachhaltige Bücher mit lustig, beflügelndem Maskottchen, dem Blaufußteufel, einem Vogel, der auf den Galapagos-Inseln zu Hause ist: Der CalmeMara Verlag aus Bielefeld fällt auf mit seinem Stand mit Meerrauschen, dem man im Liegestuhl lauschen kann und dazu liebe- und fantasievoll erzählte und illustrierte, wahre Tiergeschichten aus aller Welt entdecken und lesen. Toll auch: Ein Teil des Erlöses aus dem Bücherverkauf kommt den Tieren und sozialen Projekten im Bielefelder Begegnungs- und Gnadenhof Dorf Sentana zugute, in dem alte, kranke und verstoßene Tiere ein Zuhause finden.

Die Sehnsucht sich mitzuteilen und gesehen zu werden

Trubel im BücherReich der Leipziger Buchmesse vom ersten Tag am Donnerstag an. Noch bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, lockt ein reichhaltiges Angebot mit vielen Neuerscheinungen und Entdeckungen für kleine und große Besucher. Doch wie erreicht man auch die Menschen, denen der Zugang zum Buch schwer fällt aus sozialen Gründen?

Große Vorfreude, erwartungsvolle Gesichter auf den Bahnsteigen. Der Zug setzt sich in Bewegung, irgendwie kommen alle mit und dann strömen alle hinaus, mitten hinein ins Abenteuer Leipziger Buchmesse. Jeder sieht und erlebt es auf seine eigene Weise. Lang vermisstes und zurück erobertes Terrain oder Neuland. Wo Bücher aufgeschlagen werden, werden Träume wahr, tun sich ganze Welten auf, scheint alles möglich. Wundervolles, Fantastisches, Schönes, Lebensfrohes, Erschreckendes, Bedenkliches nah beieinander. Es beginnt an der Endhaltestelle Richtung Messegelände, die auf einmal als Anfang oder Endstation Sehnsucht erscheint.

Während scharenweise Besucher schnurstracks zur Buchmesse eilen, geschäftig, neugierig und quirlig, Erwachsene und Schülergruppen, hat sich ausgerechnet dort am Ausgang des Bahnhofs ein Mann niedergelassen. Unter der Bahnhofsbrücke liegt er auf einer Decke und der Trubel geht buchstäblich an ihm vorbei. Vor ihm steht ein Teller mit ein paar Münzen. Keiner beachtet ihn und auch er scheint völlig in seiner Welt zu sein. Träumt oder dämmert vor sich hin. Was wäre, wenn er plötzlich ein Buch in die Hand bekäme?! Würde er es nehmen, hinein schauen und sich daran festhalten für einen Moment? Oder ist er nur auf die Münzen aus, weil gerade viele hier vorbeikommen?

Weiß er überhaupt, dass wieder Leipziger Buchmesse ist, das erste Mal seit drei Jahren nach der coronabedingten Pause? Wäre es möglich, auch Menschen wie ihm, die in Not und am Boden sind, nicht mehr weiterwissen und sich keine Eintrittskarte leisten können, den Zugang zur Welt der Bücher, die doch für alle gedacht ist, zu ermöglichen?

Das Angebot ist reichhaltig in den fünf Hallen, der Zuspruch auf die Lesungen und Andrang an den Ständen der Verlage, zumeist der größeren, publikumswirksamen, erfreulich und beachtlich. Die Verlockung groß, hier und da hängenzubleiben und eine Herausforderung, in der Fülle das für sich zu finden, was einen wirklich anspricht und nicht nur berieseln und unterhalten zu lassen vom großen, bunten Bücherreigen und den vielen Veranstaltungen. Um die Fülle der Möglichkeiten, fiktive und echte Wahrheiten und Wirklichkeit geht es auch im neuen Buch von Judith Herrmann „Wir hätten uns alles gesagt“ (erschienen im S. Fischer Verlag und auch als Hörbuch, von ihr selbst gelesen). Es ist ein „Hätte“ der verpassten Gelegenheiten, eine Situation, in die man nicht so schnell noch mal kommen wird. Ebenso wie die Schwierigkeit, im Gespräch auf einen Punkt zu kommen, sagte Judith Herrmann im Gespräch mit Moderator Carsten Tesch von MDRKultur. Es soll aber immer auch eine Leerstelle, eine Lücke, ein Geheimnis geben für die alleinige Wahrnehmung des Lesers. „Die Sehnsucht sich mitzuteilen und die Sehnsucht, sich zu verschweigen“, beides ist ihr wichtig beim Schreiben. „Ich bin froh, dass es kein finales Zufriedensein geben kann, sondern immer eine neue Sehnsucht. Wenn ich angekommen bin, will ich immer weiter.“

Die russische, in Berlin lebende Dichterin Maria Stepanowa wurde mit  dem diesjährigen Preis der europäischen Verständigung der Leipziger Buchmesse, dotiert mit 20 000 Euro ausgezeichnet für ihren Gedichtband „Mädchen ohne Kleider“. Sie gab einen Blick in ihre Poesiewerkstatt. Sie interessiere sich zeit ihres Lebens für große Fragen wie der Tod und was danach geschieht und der Krieg und was davor geschieht, sagte sie. Sie hat einen Appell unterschrieben, in dem ihre Landsleute aufgerufen werden, den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden. „Die russische Poesie war immer geprägt zwischen Widerstand und dem Regime, dem Staat, der sich diese Stimme zu eigen machte oder Literaten wurden verbannt, wenn sie die Weltsprache der Poesie in ihren Texten sprachen“, so Stepanowa. Sie glaubt, dass der Krieg die Sprache komplett verändert. Gerade die russische, die voll sei mit Metaphern, Begriffen und Worten aus den Kriegen vieler Jahrhunderte, die nicht mehr verwendet werden können. Es entstehen immer wieder neue Bilder des Krieges und das sei heute buchstäblich explosiv. „Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, sondern müssen handeln“, sagte sie unter dem Beifall der Zuhörer. Es gibt auch einen Buchstand mit Literatur aus der Ukraine gemeinsam mit Balkanländern. Gegenüber geht die Bücherreise nach Portugal, das letztes Jahr Gastland auf der – virtuellen – Buchmesse in Leipzig war. Ein Stück weiter ist neue Literatur aus Österreich zu entdecken, dem  diesjährigen Gastland der Buchmesse.

Es gab auch schöne, zufällige und überraschende, anspornende und anregende Begegnungen mit Büchermachern, Büchernarren, Kunst- und Poesieliebhabern und Verlegern, wie Ludwig Norz vom Verlag C & N Berlin und Wolfgang Allinger, Herausgeber des Literaturmagazins Wortschau und gleichnamigem Verlag aus Neustadt/Rheinland-Pfalz. Ein Blickfang am Buchstand des Verlages C & N Berlin sind die leuchtendfarbigen Bilder, Zeichnungen, Mischtechniken, Grafiken und unikaten Künstlerbücher, die bei Projekten des Vereins Fantom e.V. Berlin – einem Netzwerk für Kunst und Geschichte(n) mit internationalen Künstlern entstanden sind. Darunter Bilder von Oscar Castillo, einem mexikanischen, in Berlin lebenden Künstler. „Über den Verein haben wir außerdem eine enge Partnerschaft mit rumänischen Künstlern“, erzählt Verleger Ludwig Norz, dessen Urgroßvater bereits einen Verlag in Brüssel hatte. Norz wurde in Bukarest geboren. Ein Teil seiner Familie lebt in Südtitol. Zusammen mit einem Schulfreund, Constantin Chirita, dessen Vater einer der bekanntesten rumänischen Schriftsteller war, gründete Ludwig Norz den kleinen Verlag in Berlin.

Die ersten Texte wurden nach einem Historikertreffen vor 20 Jahren in Berlin publiziert, in denen es um den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen ging. Es sind ungewöhnliche, auch unbequeme, bewegende Bücher zu Themen der Geschichte, die sie beschäftigen und in Buchform herausbringen für die Nachwelt. Wie das Fotobuch „Nahaufnahme“ – über das Schicksal der Lebensborn-Kinder von deutschen Soldaten und norwegischen Frauen 1940 bis 1945, mit Porträts von Einar Bangsund und  Gedichten von Julia de Boor. Oder das Buch „Verwünscht geboren – Kriegskinder“ von Jean Paul Picaper, ein französischer Journalist, der die Schicksale von Kindern erzählt, die aus heimlichen Liebesbeziehungen zwischen Französinnen und deutschen Soldaten während der NS-Zeit in Frankreich stammen und nach ihren deutschen Vätern suchten. Ein bis zwei Bücher erscheinen im Jahr im Verlag C & N. Reiner David hat  hier ein Buch mit dem Titel „Reisen – Sammeln – Ordnen“ herausgebracht, in dem der Autor einen Überblick über die Geschichte und die Technik der Druckgraphik von 1510 bis 1870 gibt. Reiner David hat seine kleine Sammlung bei vielen Reisen, meist mit dem Boot, auf den Flohmärkten Europas zusammengetragen. Ein Buchexemplar mit den darin enthaltenen druckgrafischen Raritäten liegt auch im Kupferstichkabinett Berlin. „Wir sind Büchernarren im Verlag“, sagt Ludwig Norz, die neben dem Broterwerb etwa als Angestellter in einem Bundesarchiv ihrer Passion nachgehen. Die Bücher werden teils selbst finanziert von den Autoren wie das Buch mit Druckgrafiken von Reiner David. „Wir haben außerdem einen Freiraum für Kunst und Kultur in einem Haus angemietet, der Eigentümer ist sehr kulturaffin, in der Nähe vom Kudamm. Mit einer Galerie für Ausstellungen, Lesungen und einer Gästewohnung“, erzählt Norz. Eine neue Lesereihe unter dem Motto „Lebenswege“ organisiert Slavica Klimkowsky, eine Autorin. Im Programm stehen zeitgenössische Lyrik und Prosa ebenso wie Lesungen und Gespräche mit Zeitzeugen zu geschichtlichen Themen meist sonntags in der Galerie des Vereins Fantom e.V. auf der Hektorstraße 9 – 10 in Berlin. Das Projekt wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“. Diesen Sommer werden sieben Künstler aus verschiedenen Ländern zweieinhalb Monate lang, von Juli bis September, wieder gemeinsam arbeiten in der Galerie des Fantom e.V. Die letztes Jahr entstandenen Arbeiten zum Thema „Sensibilität“, darunter farbige Abdrücke von Händen, ihren Lebenslinien und Gesichter hängen auf langen Papierbahnen an der Wand am Buchmessestand.

Wer schon lange den Traum vom eigenen Buch hegt, findet ebenfalls Angebote und Anregungen auf der Leipziger Buchmesse. Zu warten, bis man entdeckt wird oder der passende Verlag einen findet, braucht großes Glück und ist eher selten. Man kann als AutorIn im Selbstverlag veröffentlichen oder einen Verlag suchen. Literareon ist ein Verlag für Autoren und aus München nach Leipzig gekommen. „Unser Verlag sieht sich als Dienstleister für Autoren, nach deren Ideen und Wünschen das Buch umgesetzt wird“, sagt Matthias Hoffmann, Geschäftsführer von Literareon im utzverlag. Er stellt seine Frühjahrsnovitäten 2023 vor. Darunter Romane, Erzählungen, Lyrik, Fantasy, Geschichts- und Reisebücher. Der Verlag bietet ein kostenloses Manuskriptgutachten, kümmert sich um Korrektorat, Lektorat und Buchgestaltung, Druck, Vertrieb und Marketing. Jedes Buch wird individuell kalkuliert, der Preis richtet sich nach dem Umfang des Manuskriptes und nach den gewünschten Leistungen.

Man bezahlt das Buch selbst – ab 2 – 3 000 Euro ohne Illustrationen geht es los. Seufz. Die wollen erst mal verdient sein als freie Journalistin! Da bräuchte ich schon einen großzügigen Mäzen oder andere Fördermöglichkeit für meinen ersehnten, ersten Lyrikband. Man behält als Autor die Urheberrechte und erhält den kompletten Verlagsgewinn aus dem Verkauf des Buches, so Hoffmann. Es gebe bei Literareon außerdem keine versteckten Kosten wie etwa bei Zuschuss-Verlagen, die eine Beteiligung an den Druckkosten von den Autoren verlangen und dort können sie auch nicht mehr mitbestimmen über die Herstellung, sondern der Verleger. Alle Serviceleistungen sind transparent und individuell kombinierbar. Bisher hat der Verlag Literarareon bereits mehreren hundert Autoren bei der Veröffentlichung ihres Buches hilfreich zur Seite gestanden, steht in dessen Flyer. Als Kostprobe gibt Matthias Hoffmann mir ein Buch mit dem Titel „Zweites Gesicht“, eine Anthologie mit Texten aus dem Kurzgeschichten-Wettbewerb 2023 des Verlages mit auf den Weg.

Mehr Text zum Buchmessen-Rundgang und Entdeckungen folgen.

Text + Fotos (lv)

In diesem Beitrag vorgestellte Verlage & wo sie zu finden sind auf der Leipziger Buchmesse:

Literareron im utzverlag:                      Halle 4, Stand A110
Verlag C & N Berlin:                             Halle 4, Stand D304
Calemara Verlag:                                 Halle 3, Stand B104
eta Verlag:                                          Halle 5, Stand E220
Mirabilis Verlag + Wortschau Verlag       Halle 5, Stand D210


Verleger mit viel Herzblut und Leidenschaft für gute Bücher und Herausgeber des Literaturmagazins „Wortschau“ mit Poesie & Kunst: Wolfgang Allinger vom Wortschau Verlag aus Neustadt/Rheinland-Pfalz. Er teilt sich einen Buchstand mit dem mit dem Sächsischen Verlagspreis 20022 ausgezeichneten Mirabilis Verlag, der in Klipphausen/Miltitz bei Meißen ansässig ist und den Barbara Miklaw seit 2011 betreibt. Sie hat ebenfalls eine Vorliebe für schön gestaltete, kunstvolle Bücher, Erzählungen und Romane, die oft mit Zeichnungen, Grafiken und Fotografien versehen ein besonderes Leseerlebnis bieten.


Glücklich im BücherReich: meinwortgarten.com Inhaberin Lilli Vostry hatte schöne, zufällige und inspirierende Begegnungen mit Büchermenschen, Kunst- und Poesieliebhabern und nahm Anregungen mit, um den Traum vom ersten, eigenen Gedicht-Band wahr werden zu lassen.

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Neue Lyrik: Begegnung & Wilder Garten & Am Ende eines schönen Tages & mehr

22 Samstag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Begegnung

Regengrau floss der Tag
kurz leuchtete unsere Welt
auf und verging wieder
vor dem kahlen Stein
stand ich frierend in deiner Nähe
und doch allein
die Vögel sangen unbeirrt weiter
die Bäume gehüllt in zartes Weiß
die Magnolien blühten prächtig

am Busfenster rannen Tropfen
für mich jeder Abschied verbindet
uns wieder mehr ich weiß was ich verloren
und gewonnen habe

heute zwei Tage später lag
lang ausgesteckt als ruhte sie aus
ein felliges Wesen dunkel getigert
nass vom Regen am Wegrand neben
der Straße
sie trug ein Halsband
wird sie jemand suchen
wenn sie nicht mehr nach Hause kommt

sie lag neben einer Haltestelle
nahe dem still verwunschenen Park
wo die Bäume gerade anfangen zu blühen
uralte Bahnhäuschen stehen neben Müll
und wild umher stromernde Tiere im
Großstadtchaos eine Bleibe finden

LV
14.4.2023

Wilder Garten

Oben im Weinberg am Goldenen Wagen
die weite Landschaft
himmlische Weite genossen
alles ruft nach Auferstehung

wieder unten angekommen
das Herz immer noch weit
ein wilder Garten
weiße Blütenzweige leuchten
hinter einer Mauer
eingezwängt
fast erdrückt im Gestrüpp

gerade als ich einige Blütenzweige
heraus hole
hinter mir zischelnde Stimmen
das darfst du nicht
Blumen holen aus
einem fremden Garten

verwildert sieht er aus
keiner hält sich drin auf
die Schönheit verkommt

doch kaum entdeckt
greifen sie an
als nähme man ihnen
etwas weg
beschweren sich stellvertretend

ein Mann nähert sich
als wollte er mir ein Körperteil
heraus schneiden
die Pflanzen wachsen weiter
rufe ich ihm nach

hole auch vom Baum
den Holunder bevor er verblüht
pflücke Brombeeren aus stachligen Hecken
und sammle Mirabellen vom Straßenrand auf

aus freier Natur sie verschenkt sich an alle
nur sehen das nicht alle

LV
11.4.2023

Am Ende eine schönen Tages

Das Auf und Ab tauchen der Bilder
von der Bildfläche verschwunden
ein paar Wassertropfen zu viel
Kurzschluss
in den Eingeweiden
im Inneren rumort es

glühendes Gewirr der Linien
und Alarmzeichen nicht mehr
zu übersehen und hören
Siri kann nicht mehr helfen

tränenreicher Abschied
verloren geglaubte Erinnerungen
schlaflose Nacht
aufgewacht
kein Traum

auf den Zahn gefühlt
unter der Lampe
vor dem inneren Auge die Bilder
wie betäubt aus der Hand gegeben

wieder belebt der Schatz
zurück gekauft
die Bildfläche wie neu
umrahmt ein Trauerrand

LV
5.4.2023

Vogelnest

Woher kamst du
ein zerzaustes Grasbüschel
auf der Wiese
drehte ich es um
und sah das Vogelnest
oval aus Zweigen gewoben
zart und fest

innen leer
eine weiße Feder hing
noch am Rand
legte ich das Nest hoch
zwischen die ersten grünen
Sprosse neben dem Holunderbaum

am nächsten Tag war das Geflecht
verschwunden
holten es die Katzentiere
trug der Wind oder die Vögel
das Nest fort
an einen neuen unberührten Ort

im Gras lag unterdessen
verloren und vergessen
auf einmal weiß und ohne Flaum
ein langes spitzes Muschelgehäuse
wie kamst du hierher
das Grünmeer zu schauen

LV
26.3.2023

Frühlingslust

Lang verhüllt
platzt endlich auf
die Winterhaut
flutet mit dem Licht
hervor eidechsenfarben
nackt ohne Scham
richtet sich hoch auf
ins Himmelblau

zu lang im tiefen
dunklen Schoß Getragenes
Verborgenes
weht wirbelt und webt
Frühlings Lust und Fülle
zeigt sich
pure Weiblichkeit

LV
21.3.2023

Lichtstreif

Land unter am alten Hafen
das Wasser steigt
fließt zu mir herüber
überschwemmt was gerade noch war
Uferwege hinter Büschen die kleine Steininsel
Futterplatz der Wasservögel
ein schmaler Streifen noch bis zum
Steilhang

der  Fluss zieht die Grenzen neu
schwärmt mit dem Tauwetter aus
die letzten Flocken schmelzen bevor
sie zur Erde fallen
in grauschweren Wolkenfeldern tobt der Wind
bricht am Ende des Tages Licht
aus kältewunden Augen hervor

im glänzenden Strahl über dem Fluss
steigt in weiten Kreisen freudig kreischend
ein Schwarm Möwen empor

LV
11.3.2023

Lächeln

Ab und an sitzt er
im Supermarkt hinter
der Kasse sieht selten
jemand an
die Handgriffe vertraut
die Menschen fremd wie er

das scheue Lächeln
in seinem Gesicht den dunklen Augen
geht mir nahe
es galt mehr seinem Landsmann
als mir
der weiter hinten
in der Schlange stand
sie wechselten ein paar Worte
in ihrer Sprache

mir war zum Heulen zumute
der Blumenkohl fiel
fast aus der Hand
lange Verlorenes tief im Herzen
Verschlossenes kam wieder hoch
brach sich Bahn
eigentlich wollte ich eine Frühlings
Tischdecke holen

im nieseligen Grau des Abends
dem der Winter abhanden
gekommen war der keiner mehr war
eine Ente schwamm allein im Fluss
hingen plötzlich rosige Wolken
Wogen anmutig und schwer

LV
4.3.2023

An der Elbaue

Sich wiegende
biegende
verschwiegene Baumgeschöpfe
in Zweigen verflochten
das Flüstern des Wassers

wie in einem Spiegel
aufgefangene Tiefen
wankende Höhen
fließendes Sein

LV
1.3.2023

FebruarHimmel

Gestern hielt sich noch
etwas Puderweiß bei den Schneeglöckchen
am letzten Februartag feiert
der Winter ein Fest

Lichtflecken wandern
über dunkle Baumstämme
in lodernden Farben
rot gelb violett der Horizont

als malte sich einer
den Himmel aus
der aus dem Dunkel gegangen
vor der Eiseskälte floh
bevor er erfror

die Wasservögel stehen Seit an Seit
im Fluss spiegelt sich tiefes Rot
alles im Fluss oder aus dem Lot
ich vermisse die Tauben und Möwen

LV
28.2.2023

Wenn Tiere Menschen wären

Dann würden die wildesten von ihnen
sich wohl auf die Menschen stürzen
gleich und gleich gesellt sich gern

ihnen die Haare vom Kopf fressen
die Haut vom Leib reissen
zum Vergnügen
Geld und Habsucht teilen

in dunklen Behausungen einpferchen
ihre Schmerzenslaute überhören
bis ihr Ende naht
so wie die Tiere es von den Menschen
gewohnt sind

andere nichtmenschliche Tiere würden
sich auf ihr ursprüngliches Dasein besinnen
und es den Menschen beibringen
Schwein Wolf Schaf Esel wären keine
Schimpfworte sondern Komplimente

letzte Nacht träumte ich
von einer Frau mit zwei Raubkatzen
beim Tierarzt
er wollte sie nicht behandeln als wilde Tiere
es sind Tiere sagte die Frau

später segelten die Raubkatzen
einen Hang mit Stufen
hinunter
die Frau hinterließ eine Visitenkarte:
Trauerbegleiterin stand da unter anderem

LV
15.2.2023

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BilderAlbum: „Wie gemalt – Blütenpracht mit Künstlerhand“ – Ausstellung Dresdner Frühling 2023 im Palais im Großen Garten

11 Samstag Mär 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte

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Anemonen, Gemälde von Theodor Rosenhauer
Im Blütenmeer. Natur und Kunst in schönster Fülle vereint: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry in der Frühlingsblumen- und Floristikausstellung im Palais im Großen Garten.

Im BlütenReich

Die Natur führt sich auf. In all ihrer Blütenpracht und Fülle der Farben und Formen lockt sie zurzeit in der Ausstellung „Dresdner Frühling im Palais“ im Großen Garten. Veranstaltet wird sie von der Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen und Schlösserland Sachsen. Mit rund 40 000 blühenden Pflanzen ist sie die bedeutendste Frühlingsblumenschau in Deutschland. Mit langer Tradition. Die Wurzeln reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1828 war die erste öffentliche Ausstellung seltener Früchte und Gewächse im Palais zu sehen. Ab 1887 gab es Internationale Gartenausstellungen in Dresden. Später wurde auch die Blumenbindekunst Teil der Gartenbauausstellungen. Daran knüpft der „Dresdner Frühling im Palais“ an. Das Motto der neunten Ausgabe in diesem Jahr heißt: „Wie gemalt – Blütenpracht mit Künstlerhand“.

Aus heimischen Blumen und kunstvoller Floristik haben Gärtner und Floristen, inspiriert von Meisterwerken der Malerei, begehbare Raumbilder geschaffen. Sie verwandeln die Bilder der Künstler zurück in lebendige, duftende und dreidimensionale Blütenwelten. Da ist der Strauß mit zarten Anemonen aus dem Bauerngarten des Dresdner Malers Theodor Rosenhauer (1901 – 1996). Da ist der Maler als Gärtner zu sehen. Da verschmelzen Blühendes, Bäume und Landleben auf den Leinwänden in expressiv leuchtenden Farben und die Blumenstillleben davor fast im „Atelier im Grünen“ der Dresdner Malerin Mandy Friedrich, die vor ihrem Kunststudium eine Ausbildung zur Floristin abgeschlossen hatte.

Ein Raum ist Gustav Klimts Gemälde „Buchenwald I“ nachempfunden, das in der Gemäldegalerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu sehen ist  Die von wenigen Lichtstrahlen durchzogenen, dunklen Baumstämme tragen oben türkis und stehen in einem Blütenmeer im „Frühling im Wald“ im letzten Raum der Ausstellung. An den Raumseiten hängen gelbe Ginkoblattranken, sprießen kugelige Gewächse, Purpurglöckchen, schwingen und wogen farbenfrohe, gefiederte Tulpen gehalten von Zweigen.

Da treffen sandsteinerne Figuren der klassische Mythologie und aus dem Reich der Flora, grazile Damen und pausbäckige Putten auf Blütenschönheiten in zarten und kräftigen Farbtönen. Da schweben helle Papierschirme wie offene Blütenkelche über den blühenden Pflanzen. Schaut man auf sie durch Bilderrahmen und wandelt entlang einer schwungvollen Brücke wie im Garten von Monet, dem großen französischen Landschaftsmaler, in Giverny bei Paris. Betörender Duft, Vogelzwitschern, sanfte Musik, ein Boot am Rand vom Blumenmeer begleiten die BesucherInnen, laden zum Verweilen und Genießen ein. Immer wieder werden Fotokameras und Fotohandys gezückt, um de bezaubernde und vergängliche Blütenpracht festzuhalten. Überall beglückt lächelnde Gesichter… nach dem Gewitter am Nachmittag, darauf folgendem Sonnenschein und Schlangestehen ohne Murren am Freitagabend vorm Palais im Großen Garten. Dann die Blütenfülle. Traumhaft schön! Und beim Anschauen wachsen Sehnsucht und Vorfreude auf die bald draußen wiedererwachende, farbenprächtig erblühende Natur und Gärten.

Die Ausstellung „Dresdner Frühling im Palais“ ist noch bis 12. März täglich von 9 – 20 Uhr zu sehen.

Text + Fotos (lv)

http://www.dresdner-fruehling-im-palais.de


Farbreich blühende Bilder- und Pflanzenwelt: Im „Atelier im Grünen“ der Malerin Mandy Friedrich.

„Der gute Hirte“, Bild von Mandy Friedrich

Blumengarten im Palais

Die Blüten ranken
wiegen und wogen
paradiesisch
kennen kein Heute kein Morgen
nur den Augenblick
in dem sie ihren Zauber und Duft
verströmen

ein Boot steht am Rand
vom Blumenmeer
still ruht die Zeit
in unendlicher Farbenfülle

aufspringende Knospen
blühen auf vergehen
unmerklich im Farbenstrom
auf den Leinwänden Blühendes
überdauert

hinter den Fenstern im Palais
barocker Glanz
gezeichnet von der Zeit
raue Einschnitte
sprießen Blumenwiesen und kunstvolle
Gewächse schweben zarte Gräser und Blüten
und helle Papierschirme wie offene
Blütenkelche an langen Stielen
zum Steinerweichen schön

blicken und tummeln sich entzückte
Sandsteinfiguren auf ihren Sockeln
vor all den prächtigen Tulpen Anemonen
Azaleen und wildem Mohn

schon morgen sind sie im Palais
wieder allein der Blütenzauber zieht nach
draußen vielleicht auf die leere Wiese weiter
hinten die Baumstümpfe umzäunt die anderen
brüchigen Baumriesen
wer weiß
Frühling stellt sich ein

LV
12.3.2023

<<<
Blütenzauber: Meine ersten Anemonen in diesem Jahr.

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Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Jürgen Haase verabschiedet sich als Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen
  • Premiere "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in den Landesbühnen Sachsen
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Premiere "Toto oder Vielen Dank für das Leben" von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden
  • Von Widerstand und Liebe in rauer Zeit: "Das Buch der verschollenen Namen" von Kristin Harmel

Aktuelle Beiträge

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

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