• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Zwischenmenschliches

Ausstellung zur umherziehenden „Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger

21 Montag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Kinder planschen gern durch Pfützen und entdecken darin die Welt wundersam verwandelt. Diesen Effekt nutzt die Künstlerin Sabine Eichler in ihrem Kunstprojekt mit ihrem Objekt „Pfütze“, auf einem Handwagen an der Leine ist sie damit unterwegs und hält dabei entstehende Begegnungen, Spiegeleien und neue Selbsterkenntnisse mit anderen Menschen in Fotografien und Videofilmen fest. Zurzeit ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Beide Künstlerinnen hatten viel Spaß wie man sieht – die „Pfütze“ steht für Offenheit, Fantasie, ist ein Mittel zur Kommunikation und bringt Menschen zusammen. Text + Fotos (lv)

*

Zieh’ mir den Himmel über Land

Sabine Eichler bespielte mit Installationen, Fotografien und Videos die Galerie Drei auf der Prießnitzstraße. Zurzeit ist die Künstlerin mit ihrer „Pfütze“-Installation im Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Strasse 5 zu Gast.

„Je langsamer, desto mehr Blume“, sagt die Künstlerin Sabine Eichler. Was zunächst als ebenso absurde wie poetische Aussage überrascht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als passender Sinnspruch für die vielgestaltige Kunst Eichlers, die nach einer Buchbinderlehre im Abendstudium an der HfBK sowie an der Burg Giebichenstein in Halle studiert hat. Unlängst waren ihre Arbeiten in der Ausstellung „Ich zieh den Himmel über Land“ in der galerie drei zu sehen.

Vor einigen Jahren stieß Eichler im Roman „Stechapfel“ der Finnin Leena Krohn auf jene symbolhafte Szene eines kleinen Jungen, der voller Verzückung eine Pfütze als Mittel der Spiegelung von Welt und damit als Bild für einen neuen Blick auf das Leben entdeckt. Derart angestachelt, baute Eichler 2017 aus Presspappe, Bauschaum und schwarzer Folie eine erste eigene „Pfütze“, die sie fortan auf einer Art Handwagen montiert an der Leine auf Ausflüge, Reisen und Besuche bei Freunden mitnahm.

Für die Künstlerin ist die der Literatur entlehnte, abstrahierte „Pfütze“ Spiegel und Lupe, Kunstobjekt und Objektkunst, Wegbegleiter und Wegweiser in einem. Sie ist ein Vehikel für Perspektivwechsel, eine ständige Objekt – ja beinahe Subjekt – gewordene Erinnerung daran, dass nichts als gegeben oder neutral missverstanden werden sollte – das Meiste, das uns umgibt, ist gemacht und veränderbar – wie seine Deutung.

Die Künstlerin hat das Objekt „Pfütze“ während der Fertigung im Atelier fotografiert sowie in der Folge in Kombination mit den unterschiedlichsten Gegenständen und Menschen: Während der Zeit der bislang größten Corona-Beschränkungen hierzulande liefen Leute mit jener „Pfütze“ im Schlepptau durch die Dresdner Innenstadt und den Großen Garten. Man kann sich vorstellen, dass das Ziehen eines ein Meter langen, flachen und mit Wasser gefüllten Objekts an einer Hundeleine die eigene Bewegung verändert, verlangsamt und folglich auch unseren Blick auf die Welt – den der anderen sowieso. In dieser beinahe meditativen Reflexionsübung mit angeleinter „Pfütze“ liegt viel Komik und ein großes, geradezu befreiendes Potenzial.

Als Ausstellung funktioniert das Ganze mal mehr, mal weniger. Da die Künstlerin im Normalfall nicht anwesend ist, um das eigene Werk zu erklären und zu kontextualisieren, müssen Anliegen, Idee und Umsetzung aus den Arbeiten heraus funktionieren und sich allein durch sie vermitteln. In den Räumen der Galerie wird die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmittel und Medien, derer sich Sabine Eichler für ihr Projekt bedient hat, deutlich, ebenso wie ihre Fantasie und das Radar für menschliche Begegnungen, die sich während des Projekts ergaben, es befeuerten und ihm ihre Prägung gaben.

Die großen Fotodrucke im Untergeschoss geben einen Eindruck von den Frauen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds, die Eichler in den letzten Monaten getroffen hat und die mit der „Pfütze“ jeweils andere Erfahrungen machten – weil sie ihre je spezifische Lebenssituation an das Objekt heran- und ins Projekt hineintrugen. Diese Aufnahmen haben, ebenso wie der Film mit einer der Protagonistinnen, vor allem dokumentarische, weniger künstlerische Qualität. Andere Fotografien überzeugen als Bilder an sich, wie die absurden Kombinationen von „Pfütze“ und Plastiktiger an ihrem Ufer, weil hier leichtfüßig alle Größenverhältnisse und Realitätsebenen ausgehebelt werden, sodass klar wird: Alle Sinnzuweisung ist eine Abstraktion und funktioniert stets im Verhältnis zu anderen derartigen Interpretationsleistungen. Ebenso poetisch wie sinnfällig ist die beinahe monochrome, ins Riesenhafte gesteigerte Nahaufnahme der „Pfütze“ und ihrer Spiegelungen. Als programmatisch offenes Bild erlauben sie mannigfaltige Deutungen, weil wir hier nicht sicher sein können, was wir eigentlich sehen – die Welt, ihr Spiegelbild, beider Umkehrung oder nur das, was wir sehen können und zu sehen glauben.

Von Teresa Ende
Kunsthistorikerin
(Dieser Beitrag erschien am 16.9.2020 in der DNN und wurde von Sabine Eichler freundlicherweise zur Verfügung gestellt für meinwortgarten.com )

Die Ausstellung von Sabine Eichler war bis 19. September in der galerie drei, Prießnitzstraße 43 zu sehen. 

http://www.sezession89.com


„Die Pfütze“ als Spiegel, Kunstobjekt und Ort der Begegnung: Kati Bischoffberger vor ihrem Atelier, wo das Kunstprojekt von Sabine Eichler zurzeit vorgestellt wird.

Atelier

Kati Bischoffberger

Oschatzer Straße 5
01127 Dresden
0351-5004020

Sabine Eichler
http://co.sabine-eichler.de/?page_id=869
http://sabine-eichler.de
https://www.instagram.com/sabine_eichler/
Kati Bischoffberger
https://www.instagram.com/kati_bischoffberger/
http://kati-bischoffberger.com

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Eins Zwei Dreier“ in der Galerie Kunst & Eros

18 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

»EINS – ZWEI – DREIer«

Petra Lorenz, Volker Lenkeit & Frank Voigt

Zeichnung · Collage · Objekt

18. September bis 14. November 2020

Vernissage am Freitag, 18. September 2020 · Beginn 19.00 Uhr

Begrüßung: Janett Noack
Einführung: Solvig Frey
Musik: Mario Faust – Trompete/ Surbahar (Sitar) & Christian Retzke – Electronics

Zur Vernissage der Ausstellung »EINS – ZWEI – DREIer« am 18. September 2020 um 19 Uhr lädt die Galeristin Janett Noack alle Interessierte herzlich ein.

Die Künstlergruppe ist anwesend.

Petra Lorenz, Volker Lenkeit & Frank Voigt nehmen erstmalig in einer gemeinsamen Ausstellung die Spur des Eros auf. Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt an erotischen Zeichnungen von Volker Lenkeit, welche durch ihre Transparenz und Überlagerungen verschiedener Materialien eine geheimnisvolle Tiefe erzielen. Petra Lorenz & Frank Voigt bringen einfachste Techniken wie Collage und Schnitte, Kopierverfahren und Montagen zum Einsatz, alle verfügbaren Materialien und vorhandene Bildwerke wie Zeitungsausschnitte, Stempel oder Postkarten werden kombiniert.

Künstler und Galeristin freuen sich auf dieses Wiedersehen, auf die Neugier der Besucher und auf die anschließende Geselligkeit in der Galerie.

Text + Foto:  Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr, Tel.: 0351 – 802 47 85 

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de  

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lustvoll-ironische Lesung: „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ aus dem Roman von Sibylle Berg im Theaterhaus Rudi

17 Donnerstag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Literatur, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Zwischen Lust und Frust hin und her gerissen und der Frage: „Ist Sex lebensnotwendig? Oder doch eher die Liebe?“ Das fragen sich und lesen abwechselnd Solvig Frey und Rüdiger Schlögel als Chloe und Rasmus aus dem neuen Roman von Sibylle Berg.
Fotos: Lilli Vostry

Vom Verlieren und Finden im unerschöpflichen Gefühls-Kosmos

Ungeniert offen, freimütig und herzzerreißend komisch erzählt Sibylle Berg in ihrem neuen Roman über ein Paar in der Midlife-Crisis, über Sex, Liebe und verlorene Träume. Abwechselnd kommen die zwei zu Wort in einer lustvoll-ironischen Lesung mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel, die Anfang September im Theaterhaus Rudi in Dresden zu erleben war.

Die leicht beschwingten Akkordeonklänge vom Band sind kaum verhallt, da holt die Wirklichkeit Chloe desaströs ein. Eine männliche Stimme erzählt, was sie aus dem Fenster ihrer Wohnung an einem sonnigen Frühlingsmorgen sieht: „Unten fahren ein Krankenwagen und ein Polizeiwagen vor, eine Person wird eingeladen und ihr Gesicht abgedeckt. Ein kurzes Frösteln. Eine Lücke in der Welt…“ Wer war der Mann? Er wird in irgendeinem Leben, einem Partner, einer Familie fehlen und dieser Moment wird sich jedes Jahr als Unglückstag wiederholen, überlegt sie kurz und schließt das Fenster. Die Sirenen entfernen sich. Chloe sagt innerlich dem Fremden Lebewohl. Macht sich einen Tee und legt Klaviermusik auf, Goldberg-Variationen, passend zu diesem Tag und hofft, dass jetzt alles ruhig weitergehen wird.

Wer der tragisch Verunglückte war, bleibt offen bis zum Schluss, auch im letzten Kapitel des Buches, mit dem die Lesung beginnt. Man hat allenfalls eine Ahnung. Das flaue, verwirrende Gefühl im Magen bleibt.

Dafür geht es zwischen Chloe und Rasmus um so heftiger und schonungslos ehrlich zu. Sie sind seit 20 Jahren verheiratet und können es selbst nicht fassen. Abwechselnd erzählen sie, hören zu und denken laut nach über sich selbst, den Partner, ihre Ehe und was von ihren Träumen und Lebensvorstellungen geblieben ist. Staunend, spöttisch, sachlich, traurig, wütend, sanft, ernüchtert und herzzerreißend komisch sind ihre Betrachtungen und Beobachtungen, Erlebnisse und Erfahrungen, lebhaft Anteil nehmend gelesen von Solvig Frey und Rüdiger Schlögel –  beide kennen sich aus verschiedenen Theaterprojekten und sind seit 2016 mit Lese-Musik-Performances gemeinsam unterwegs – aus dem neuen Roman „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ von Sibylle Berg (Carl Hanser Verlag, 2015). Zu hören waren sie an zwei Abenden Anfang September im Theaterhaus Rudi auf der Bühne unterm Dach. Am Samstagabend mit begrenzter Platzzahl vor rund zehn aufmerksamen Zuhörern jüngeren und mittleren Alters, Paaren und Singles.

Auf Solvig Freys schwarzem T-Shirt steht wie ein Zauberwort Venedig. Schöne und wehmütige Erinnerungen verbinden Chloe und Rasmus mit dieser Stadt, als sie jung, frisch verliebt und lebenshungrig dort durch die Straßen zogen, ohne Geld, morgens neben einem umgestülpten Boot aufwachten und später in Ferienwohnungen und gepflegten Restaurants in Italien waren und sich langweilten.

Sibylle Berg ist bekannt für knappe Sätze, haarscharf, offen, direkt, pikant, provokant und trocken humorvoll. Nicht immer schön, tut auch weh. Aber auch sehr befreiend! Neben der charmanten Akkordeonmusik zwischen den gelesenen Kapiteln sind später auch Glockenspielklänge, lautes Herzklopfen und Türläuten zu hören.

Es braucht etwas Zeit, in die Geschichte hineinzukommen (Leseregie: Detlef Nier) und natürlich wurde der Text gestrafft für die Lesung. Man erfährt wenig Hintergrund über das Paar, so dass manches ihre jetzige Situation Erhellende etwas unklar bleibt. Nebulös ist ebenso, wo die beiden sich gerade aufhalten, mal in irgendeinem Hotelzimmer in den Tropen, dann wieder zu hause. Es gibt große Sprünge in Rückblenden und Gegenwart hin und her, so dass es nicht immer leicht ist zu folgen, wie die Liebe ihnen schleichend abhanden kam einschließlich aufregendem Sex und Begehren. Es fehlt nicht an prallen, saftigen Passagen darüber, ausführlich, ungeniert und ironisch wird mit allem Frust und aller Lust beschrieben, was ihnen am anderen gefällt, missfällt, fehlt… Überaus witzig-absurd formuliert und beleuchtet Sibylle Berg zugleich die Verrücktheiten der Liebe näher. Manches Vergangene schildern Chloe und Rasmus ähnlich, sich sehnsuchtsvoll erinnernd. Einiges sehen und empfinden sie ganz anders. In diesen verschiedenen Sichten auf ihr, sein und das gemeinsame Leben liegt auch der Reiz beim Lesen und Zuhören, wie sie die einzelnen Puzzleteile ihrer Beziehung suchen, sortieren, zusammenfügen oder auch nicht. Die Leer- und Zwischenräume darf der Zuhörer selbst in seiner Fantasie ausfüllen.

So bleibt es nicht aus, dass Chloe unglücklich mit ihrer Ehe im Urlaub die erstbeste Gelegenheit nutzt, sich in einen Masseur verguckt und als Liebhaber nimmt für lange vermisste und ersehnte zärtliche Stunden. Dann zurück in Deutschland kann sie ihn nicht vergessen und eines Tages steht Benny vor ihrer Wohnungstür. Ihr Mann reagiert mit Sarkasmus, Wut und stoischer Gelassenheit auf die Affäre seiner Frau. Willigt widerwillig ein, als die beiden ihn zum Essen einladen und, findet die Tischgespräche mit dem Neuen seiner Frau bald ganz amüsant und sie landen sogar zu dritt im Bett.
Am Schluss wird die Eingangsszene mit dem tragisch verunglückten Mann unten vor Chloes Fenster noch einmal erzählt. Ruhe kehrt wieder ein. Kirschblüten fallen auf den Boden wie Schnee und decken alles lautlos zu. Was aus ihrer Liebe geworden ist, darf jeder Zuhörer für sich weiterdenken. Viel Beifall für eine lebendige, kurzweilige und lustvoll ironische Lesung und auch Anregung, dieses Buch von Sibylle Berg mal wieder in die Hand zu nehmen und intensiver einzutauchen in den unerschöpflichen Gefühls-Kosmos mit allen Höhen und Tiefen.

Text + Fotos (lv)

Vorschau

Die nächste Lesung „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ aus dem Roman von Sibylle Berg mit Frey & Schlögel wird am 20. November als Auftakt zum „Erotischen Advent“ in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden stattfinden.


Vom Glück des Geschichtenerzählens: das Leseteam Solvig Frey und Rüdiger Schlögel nach der Lesung.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Kunst-Aktion „Heimatschutz – Mein Land muss gerecht werden“ mit Dada Vadim im Dresdner Zwinger

11 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Herbstputz im Dresdner Zwinger. Erneuerung & Spuren im Sand wird der Aktionskünstler Dada Vadim von Sonnenauf- bis Untergang am Sonnabend hinterlassen. Foto: Dada Vadim

Fegen, Fegen, Fegen für ein schönes Aussehen

Performance: „Dada Vadim – Heimatschutz – Mein Land muß gerecht werden“ am 12. September ganztags im Dresdner Zwinger.

Der Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) erhielt über die jährlichen Förderankäufe der Kulturstiftung dieses Jahr die Performance „Heimatschutz – Mein Land muß gerecht werden“ des Dresdner Künstlers David Adam alias DADA VADIM. Am Samstag, dem 12. September 2020, wird er seine ganztägige Aktion im Innenhof des Zwingers durchführen, zu der der Kunstfonds zusammen mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen herzlich einladen.

Während seiner Performance wird DADA VADIM die Sandfläche des Zwingerinnenhofes mit einem Laubbesen rechen, um dem Bereich ein gepflegtes und geordnetes Erscheinungsbild zu geben. Er beginnt bei Sonnenaufgang und beendet die Aktion nach Untergang der Sonne. In dieser Zeit bearbeitet und ordnet der Künstler die Fläche, während die Besucher*innen ihre Spuren im Sand hinterlassen; so wird DADA VADIM immer wieder von Neuem beginnen müssen, den Zwingerhof in ein einheitliches Bild zu bringen und das Land mit einer gerechten Oberfläche erscheinen zu lassen.

Die Aktion wird mit freundlicher Unterstützung der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH realisiert.

Weitere Informationen auf der Website des Künstlers www.davidadam.de.

 

Text: Staatliche Kunstsammlungen Dresden ◦ Abteilung Medien und Kommunikation
Residenzschloss ◦ Taschenberg 2 ◦ 01067 Dresden
T +49 (0)351 4914 2643 ◦ presse@skd.museum ◦ http://www.skd.museum

 

»HistoPad Albrechtsburg Meissen«
Augmented Reality und 3-D-Inszenierungen.

Eine Neuheit in Deutschland: Mit dem „HistoPad Albrechtsburg Meissen“ auf Entdeckertour.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Aus meinem Wortgarten in die Welt: Neues Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ startklar

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Den Zauber des Moments im Blick: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry
Schneckenreise. Einladung zum Innehalten, Interagieren und Neues ausprobieren.

Der Zauber endloser Anfänge geht weiter

Nach der Premiere des Gedicht-Programms „Vom Zauber endloser Anfänge“ im Mai im KlangLabor Dresden sind neue Texte zum Leben in Corona-Zeiten eingeflossen. Damit kommt die Autorin Lilli Vostry gern mit musikalischer Begleitung an neue Auftrittsorte in Dresden und der Region.

Ich werde ältere und neue Texte gemischt lesen, die vor und während der Zeit des Lockdowns entstanden sind. Die Zuhörer können die Lyrik und Kurzprosa auf sich wirken lassen und für sich herausfinden, wie zeitlos die Stimmungen sind, wie sie sich wandeln, wo es Berührungsmomente, Reibung und Brüche gibt und wie sich der Blick auf das eigene Leben und die Welt in Corona-Zeiten verändert. Zu den Gedichten aus den Jahren von 2012 bis 2020 sind außerdem Notizen aus meinem Corona-Tagebuch zu hören, die auch auf Einträge und Reaktionen auf Texte auf meiner FB-Seite zurückgreifen und diese reflektieren. Daraus entsteht ein Puzzlebild verschiedenster Stimmen und Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen von Menschen, die von ihrem Umgang mit dem rätselhaften Virus, den Auswirkungen im Alltag und der Gesellschaft erzählen. Die Puzzleteile kann jeder für sich betrachten, sortieren, anders und neu zusammensetzen.

Dieses Programm will anregen, den Blick über das Maske tragen hinaus wieder für Begegnungen, Gespräche, ein offenes, lebendiges Miteinander mit allen Facetten zu öffnen, um aus Abständen nicht neue Barrieren werden zu lassen, sondern gemeinsam zu schauen was möglich ist.

Während des Lockdowns und den sozialen Kontaktbeschränkungen waren das Internet und Facebook mit seinen sozialen Foren monatelang nahezu mein einziges Fenster zur Welt, um mit anderen Menschen in Kontakt zu sein.

Das Live-Erlebnis wie Lesungen haben bei mir immer Vorrang. Darüber hinaus betreibe ich bereits seit fünf Jahren einen eigenen Kultur-Blog im Internet:  www.meinwortgarten.com  Dieser bietet über das reale Leben hinaus  kulturinteressierten Lesern und Kulturmachern die Möglichkeit, miteinander in Verbindung zu bleiben und aktuelle Projekte und Veranstaltungen zu veröffentlichen.

Als neuestes, interaktives Angebot wird bald ein virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“ hier auf dem Blog eröffnen, wo man sich rund um Kunst, Kultur, Zwischenmenschliches und Umwelt austauschen, interagieren und neue
Formen der Kommunikation zusammen ausprobieren kann. Wo Platz ist für Ideen, Träume, Reifendes, das wahrgenommen und weiterentwickelt werden will. Natürlich gern auch Eindrücke und Feedback über das aktuelle Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ dalassen. Mit diesem komme ich gern auch mit musikalischer Begleitung in Spielstätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Cafés und Gartenlokale, Senioren- und Pflegeheime in Dresden und der Region (bitte an mich wenden per mail: lilli-vostry-journalistin@gmx.de )

Mein Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ und der interaktive Ausbau des Kultur-Blogs meinwortgarten.com werden gefördert mit einem zweimonatigen Arbeitsstipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Text + Fotos (lv)

Hier ein Gedicht aus dem neuen Programm:

Schneckenreise

Im Regenrauschen im Takt
der Tropfen tauchen sie
lautlos auf
im Schneckentempo aufwärts
am Stamm der alten Weide
gehen sie auf weite Reise

halb außen halb in ihrem farbflirrenden
Gehäuse
gleiten galant über rissige Rinde
auf der winzige Käfer vorbeiflitzen
schnellen Fühler vor und zurück
bei leiser Berührung
rollen sich ihre Körper feingliedrig
an Blättern ein und auf

fallen in Love
folgen ihrem Weg
sehr agile Winzlinge
Regenperlen gleich mit durchsichtig
schimmerndem Gehäuse
hinauf bis in die Weidenkrone

Lilli Vostry
22.8.2020

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Familienzentrum Radebeul feiert seinen 30. Geburtstag

18 Dienstag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Kaum ein Radebeuler, der nicht schon einmal hier war. Der Geschäftsführer des Familienzentrums Radebeul, Mathias Abraham zeigt das prall gefüllte, neue Programmheft. Zum Kinder-Fasching am 25.2., von 15.30 bis 18 Uhr, sind Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und Freunde herzlich zum Feiern eingeladen, zu Knüppelkuchen am Feuer und einem kleinen Theaterstück (Anmeldung unter Tel.:  0351 – 83 973 – 0).

Ein Begegnungsort für alle Generationen

Das Familienzentrum Radebeul feiert seinen 30. Geburtstag am 8. März und lockt mit einer Fülle an Angeboten für kleine und große Besucher.

Wer einmal das trostlos verfallene Haus Anfang der 90er Jahre auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda sah, staunt um so mehr über die wundersame Verwandlung. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die Gründerinnen der Familieninitiative Radebeul mich damals durch das alte Gemäuer samt morschem Dachboden führten und erzählten, was hier einmal alles entstehen soll. Elan und Träume können viel bewirken. Auf ein helles Stofftuch schrieben sie in leuchtenden Farben an die Hausfassade: “Hier baut die Familieninitiative ein Familienzentrum“.

Sie wollten einen Platz für Eltern und Kinder in der Öffentlichkeit schaffen, an dem sie sich treffen, austauschen, selbst gestalten und gegenseitig stärken können. Bei der Umsetzung half den Frauen ein Preisgeld einer Stiftung und sie kauften das völlig marode Haus. Inzwischen strahlt der sanierte Dreiseithof sonnengelb wie einst auf dem Plakat. Die Aufnahme ist einem Faltblatt mit dem Jubiläumsprogramm zu sehen. Die Familieninitiative Radebeul e.V. feiert am 8. März ihr 30-jähriges Bestehen.

Mit einem Familien- und Frauentagsfrühstück von 9 bis 13 Uhr im Familienzentrum in Radebeul-Altkötzschenbroda 20. Außerdem gibt es ein fröhlichen Benefizkonzert für Familien in der Friedenskirche um 15.30 Uhr. In der Ausstellung „FamilienFreundeInitiativ“, die um 17.30 Uhr im Familienzentrum eröffnet, werden die Erinnerungen an die Anfangszeit und Entwicklung des Hauses lebendig.

„Das Besondere ist, dass hier alle Angebote unter einem Dach stattfinden. Die Eltern-Kind-Gruppen werden gern in Anspruch genommen und dabei entstehen auch Freundschaften und gegenseitige Unterstützung und wird Gemeinschaft aktiv gelebt“, sagt Mathias Abraham, seit 2004 angestellt und seit 2011 Geschäftsführer im Familienzentrum Radebeul, das Mitarbeiter und Stammbesucher liebevoll „Fami“ nennen. „Wir merken schon, dass Gesichter und Kontinuität wichtig sind und das Haus über die Jahre zu einem etablierten Ort geworden ist.“

Seit 2007 ist das Familienzentrum auch ein Mehrgenerationenhaus, das auch eine verlässliche Finanzierung und Stabilität im Rahmen eines Förderprogramms gebracht hat, so Abraham. Es ist ein Begegnungsort für kleine und große Besucher, jung und alt, wo sie sich auf vielfältige Weise betätigen können. Das 80seitige Heft mit dem neuen Halbjahresprogramm enthält täglich mehrere Angebote  von Musik und Bewegung für Babys und Kleinkinder, Prager Eltern-Kind-Programm (PEKIP), einem Stammtisch Malen und Zeichnen und Fotografie, Spielnachmittage, Singen, Yoga am Morgen, Kochkurs für Männer, Fortbildungen für Tagesmütter und Tagesväter bis zu Beratung für jede Lebensphase, Hilfsangeboten für Demenzkranke, Angehörige und Pflegende und einem Trauercafé.

Das Logo des Familienzentrums zeigt vier farbige Häuser, die miteinander verbunden sind wie ein vierblättriges Glücks-Kleeblatt,  lebhaft wie ein Schmetterling und gemütlich wie Waben. Ein Familiencafé und Spielzimmer laden im Erdgeschoss ein.
“Wenn man mit Radebeulern redet, kommt das Familienzentrum in vielen Lebensläufen vor. Kinder waren in den Ferien oder zum Fasching Seit einigen Jahren kommen die damals kleinen Kinder mit ihren eigenen Kindern hierher und das Familienzentrum ist selbst Bestandteil von Familiengeschichten“, sag Mathias Abraham.

Inzwischen nutzen 60 000 Besucher im Jahr die Angebote im Familienzentrum Radebeul mit nunmehr 25 angestellten Mitarbeitern. Das Familienzentrum setzt sich ebenso für ein lebendiges Miteinander von Bürgern und Vereinen für ihre Stadt ein in der Initiative „Team Radebeul – Mach mit im Leben“. Dazu soll eine Ehrenamtsbörse im Februar ans Netz gehen und der Spendenlauf im Lössnitzstadion am 7. Juni, ab 10 Uhr, unterstützt vier soziale Projekte.

Ab  März öffnet außerdem ein Freitagscafé (von 10 bis 14 Uhr) im Kulturbahnhof Ost parallel zum Wochenmarkt, um die ehemalige Bahnhofshalle und den Vorplatz gestalterisch neu zu beleben. „Es soll ein schöner, einladender Ort werden, der die Bedürfnisse der Radebeuler berücksichtigt“, sagt Mathias Abraham. Das Familienzentrum bringt sich ebenso ein wie die im Areal ansässige Stadtbibliothek und Volkshochschule Radebeul.

Text + Foto (lv)

Öffnungszeiten des Familienzentrums:

Mo bis Do  9  – 17 Uhr, Fr 9 – 14 Uhr. Mittagstisch von 11 -13 Uhr.

www.Familienzentrum-Radebeul.de 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Die Welt mit Kinderaugen sehen. Immer mehr Väter nehmen Elternzeit

24 Dienstag Dez 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Torsten Siegemund mit seinen Söhnen Felix und Ole bei der Vater-Kind-Kur in GRaal-Müritz. Foto: privat


Torsten Weber mit seinem jüngsten Sohn Yanis. Foto: privat

Mehr als zwei Vätermonate

Torsten Siegemund und Torsten Weber nahmen selbst länger Elternzeit und geben ihre Erfahrungen im Männernetzwerk Dresden e.V. weiter.

An die gemeinsame Vater-Kind-Kur in Graal Müritz im Frühjahr denkt Torsten Siegemund gern zurück. Drei Wochen war er dort mit seinen zwei Söhnen Felix, 5 Jahre und Ole, 3 Jahre unterwegs. „ Ich habe eine Auszeit genommen, um die Beziehung zu ihnen zu festigen“, sagt er. Seit der Kur  kommen Ole und er sehr gut klar miteinander. In den ersten Monaten nach der Geburt seiner Söhne  unterstützte er als Mann und Vater in Elternzeit seine Frau. Torsten Siegemund war mit den Kindern vormittags mit dem Kinderwagen unterwegs, so dass seine Frau etwas Ruhe hatte. Und er kümmerte sich um Felix, als Ole geboren war. „Bei Felix hatte ich mir vorgenommen, aktiv als Vater da zu sein, mit ihm spazieren gehen, einkaufen und aktiv die Entwicklung des Kindes fördern“, erzählt er.

Väter von heute gehen neue Wege, weiß Torsten Siegemund aus eigener Erfahrung und seiner Arbeit im Männernetzwerk Dresden e.V. Er ist 38 Jahre alt, Sozialpädagoge und Projektkoordinator des Vereins im Büro auf der Schwepnitzer Straße 10. Zurzeit arbeitet er 30 Stunden pro Woche, da die Stadt dem Projekt Mittel gekürzt hat. Dadurch bleibe kaum Zeit, um die neue Plakataktion über positive männliche Rollenbilder  vorzubereiten. Vielleicht findet sich dafür ein hilfsbereiter Sponsor. Der vor zwei Jahren vom Männernetzwerk Dresden veranstaltete Fotowettbewerb „VäterBilder“ stieß auf große Resonanz, als Wanderausstellung und Kalender.  Väter als Stütze, als „Kopfkissen“, als Freund, Clown, Fußballexperte, Vorbild und Berater, vor Glück platzender und liebevoller Vater oder auch als unsicherer, sensibler und Unterstützung suchender Mann waren da zu sehen.

Inzwischen nehmen immer mehr Väter Elternzeit. In Sachsen stehen sie damit sogar an der Spitze bundesweit. Mit einem Anteil von 46,7 Prozent gehen hier deutlich mehr Männer in die „Babypause“. 2017 pausierten laut Sächsischem Sozialministerium 25 763 Väter beruflich für ihren Nachwuchs, fast 3000 mehr als im Vorjahr. „In der zweiten Elternzeit, kurz vor dem ersten Geburtstag von Ole, waren wir in Spanien und haben dort als Familie auf kleinsten Raum in einem Bus gelebt“, erzählt Torsten Siegemund. „Die Beziehung zu den Kindern ist durch die gemeinsamen Erlebnisse in den sechs Wochen besonders stark geworden. Auch jetzt nach drei Jahren kann sich Felix noch sehr gut an die Zeit in Spanien erinnern.“

Bei der Dauer der Elternzeit herrscht insgesamt allerdings noch ein Ungleichgewicht, sagt Torsten Weber, ebenfalls Sozialpädagoge, Vater von zwei Kindern und Leiter der Fachstelle für Jungen und junge Männer im Männernetzwerk Dresden. „Väter gehen meist nur zwei oder drei Monate in Elternzeit, während Mütter im Durchschnitt 11,6 Monate zu Hause bleiben. Ein Schritt weiter ist entweder halbe halbe bei der Elternzeit oder der Vater bleibt bewusst länger zu Hause“, sieht er noch Reserven. Das erfordere die Offenheit und Bereitschaft des Paares zu diesem Rollenwandel ebenso wie der Arbeitgeber, dass Männer auch länger in Elternzeit gehen können, ohne Sorge um ihren Job oder vor einem Karriereknick. Dazu gehören auch flexible Arbeitszeiten und ausreichend Kinderbetreuungsangebote.

Oft fällt die Entscheidung ganz pragmatisch: Wer mehr verdient, geht arbeiten und der andere bleibt zuhause in der Elternzeit. Oft verdienen Männer mehr. Das ElterngeldPlus, das es seit 2015 gibt, ermöglicht Paaren, sich die Erwerbs- und Familienarbeit zu teilen. Die Bezugszeit wurde von 14 auf 32 Monate ausgeweitet. Die Höhe des Elterngeldes beträgt 67 Prozent des Vorjahreseinkommens. Torsten Weber war den ersten Monat nach der Geburt seines zweiten Sohnes Yanis im Mai gemeinsam mit seiner Partnerin in Elternzeit. Wie vorher auch beim ersten Sohn Juri, der jetzt viereinhalb Jahre ist. „Solch eine frühzeitige Elternzeit sehe ich eher als Entlastung der Mutter, denn als gestaltbare Interaktion mit dem Kind“, sagt er. „Natürlich kann ich Yanis Zuwendung, Nähe und Geborgenheit vermitteln, ihn hochnehmen, wickeln und im Wagen umherfahren. Wenn er allerdings Hunger hat – und er hat oft Hunger – führt der Weg, dank lautstarker Proteste, stracks zur Mutter zurück und als Vater steht man mit dem Gefühl da, nicht zu genügen…Aber zum Glück weiß ich ja, dass das völlig normal ist und sich bald ändern wird.“

Mit Juri war Torsten Weber ab seinem 7. Lebensmonat noch mal für ein halbes Jahr in Elternzeit, während seine Partnerin wieder arbeiten ging. „In dieser Zeit gibt es für den Vater natürlich viel mehr zu tun und mit dem Kind zu erleben, als am Anfang: spielen, singen, Bücher anschauen, füttern, spazieren fahren (oder -tragen) und verschiedene Angebote nutzen. Ich hatte damals so meine Routinen: Nach dem Frühstück mit dem Wagen eine Runde durch den Stadtteil bis das Kind eingeschlafen ist, dann nach Hause: aufräumen, abwaschen, Brei kochen etc. Anschließend füttern, wieder raus, schlafen usw…. Einmal die Woche zum Babyschwimmen, einmal zum PEKIP.“ Während er beim Babyschwimmen vereinzelt noch andere Väter traf, waren beim PEKIP ausschließlich Mütter anzutreffen. „Das ist natürlich auch sehr nett und macht für das Kind keinen Unterschied. Aber als Mann in einer reinen Frauenrunde gibt es in Gesprächen manchmal thematisch wenig Berührung mit den anderen Elternteilen und ich hatte schon ein bisschen das Gefühl des Exoten“, so Torsten Weber. Daher ist er auch mal zum Papacafé nach Pieschen gefahren und hat dort mit anderen Vätern und deren Kindern Zeit verbracht.

Am Ende der Elternzeit war er dann zur Eingewöhnung von Juri im Kindergarten, hier waren wieder ein paar mehr Väter zu sehen, was wahrscheinlich an den berühmten „Vätermonaten“ lag. Eben jene zwei Monate, die es länger Elterngeld gibt, wenn beide Partner Elternzeit in Anspruch nehmen. Torsten Weber und seine Partnerin bleiben abwechselnd sechs Monate mit Yanis zu Hause. „Bis dahin ist hoffentlich unsere Haus-Baustelle abgeschlossen. Inzwischen hat sich ja auch die Angebotslandschaft deutlich erweitert. Für einen Väter-Krabbeltreff oder ein Väterfrühstück muss ich nicht mehr durch die ganze Stadt fahren“, sagt er. „Vielleicht nehmen wir beide nochmal Elternzeit, bevor Juri 2021 in die Schule kommt. Das wäre dann die letzte Gelegenheit, unabhängig von Ferien nochmal intensiv als Familie unterwegs zu sein und eine längere Reise zu unternehmen.“

Text (lv)

Kontakt:

Männernetzwerk Dresden e.V.
Schwepnitzer Str. 10
01097 Dresden

Tel.: (0351) 796 – 6348
http://www.maennernetzwerk-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Premiere „Von der Ehe und anderen Irrtümern“ mit Jörg Bretschneider im Dresdner Figurentheater

01 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Ein Waschbär als zweites Ich von Jochen, der frisch getrennt von seiner Frau, Besuch von einer flotten Katzendame erhält. Eine tierisch heitere Beziehungsposse. Foto: Dresdner Figurentheater

Ein humorvoller Achtsamkeitsratgeber für Mann, Frau und Tier

Am 1. November ist die Premiere des neuen Stückes „Von der Ehe und anderen Irrtümern“ von und mit Puppenspieler Jörg Bretschneider im Dresdner Figurentheater, in seinem Atelier im Künstlerhaus, Pillnitzer Landstraße 59 – Parterre. Die Regie hat Cornelia Fritzsche inne, die einigen bekannt ist durch ihre Stücke mit der gewitzten  Rättin. Wenn sie nicht mindestens drei Mal lachen können, bekommen sie ihr Eintrittsgeld zurück, verspricht Bretschneider.

Fr   01.11.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern

Eine analoge Beziehungsposse oder ein Achtsamkeitsratgeber für Mann, Frau und Tier oder die Halbzeitbilanz eines Ehegatten.

Komik, der die tiefere Bedeutung nicht fehlt.

Sabine ist weg. Das Gasthaus zum grünen Kloß läuft nicht mehr. Seine Mutter macht ihn ein schlechtes Gewissen. Sein Vater sagte immer: „Das einzige, was du auf der Welt verändern kannst, ist die Lage deines Kopfkissens.“ Es gibt Tage, da läuft nichts. Da taucht ein Waschbär auf und behauptet das zweite Ich zu sein, zu wissen, was Jochen denkt und fühlt. Sein Vater sagte immer: „Das Einzige, was dich zuverlässig in die Irre führt, ist dein zweites Ich.“ Und so begibt sich Jochen Würzig mit seinem zweiten Ich auf die Reise zu sich.

Nächste Vorstellungen 

08.11.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern
16.11.2019   19.30 Uhr   Ein Mann räumt auf oder das verliebte Einweckglas
29.11.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn. 

Eine heiter – skurrile Reise ins Innere des Körpers und des Gehirns

Herr Meier kommt mit Magenbeschwerden zum Doktor. Ein schneller Schnitt, der Magen landet auf dem Tisch und er klagt sein Leid … Aber die Ursache liegt wohl eher im Kopf – und so begibt sich der Arzt auf eine ab – und hintergründige Reise in das Gehirn seines Patienten. Dort wirkt alles normal: Ein Gedanke jagt den nächsten und der innere Schweinehund verlangt sein Recht. „Wenn meine Patienten wüssten, was ich alles nicht weiß“, sinniert der Mediziner. Aber er gibt nicht auf. Ein Abend mit tiefsinniger Komik, der dem Zuschauer ganz nebenbei das Gefühl vermittelt: Ich bin nicht allein mit meinen Problemen.

30.11.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn
06.12.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn
28.12.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern
31.12.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern

Text: Jörg Bretschneider

Kartenbestellung über dresdner-figurentheater@gmx.de oder 01726072730

www.dresdner-figurentheater.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Erste Klimaschutz-Demo von Fridays for Future in Dresden

24 Dienstag Sept 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

„Make Love not CO2“

Stand auf einem der vielen Pappschilder im langen, bunten Demonstrationszug der vorwiegend jungen Teilnehmer, auf einem anderen: „Ich hab nicht vor, zum Mars zu zieh`n“ und „Lasst die Erde nicht hängen.“ Vorneweg liefen die Kinder mit einem Spruchband von friday for future: „Wir streiken, bis ihr handelt.“ Hinter ihnen Erwachsene, die sich ihnen erstmals anschlossen bei der großen Klimaschutz-Demo am vergangenen Freitag, zu der die Bewegung weltweit aufrief. In Dresden gingen rund
13 000 Leute generationsübergreifend für den Umweltschutz auf die Straße laut Veranstalter friday for future, in Leipzig 25 000 und in Hamburg 100 000 Menschen. Ingesamt streikten am 20. September 1,4 Millionen Menschen überall im Land für mehr Klimaschutz. Das macht Macht.

Doch es bleibt noch viel zu tun. Siehe dazu den untenstehenden Beitrag der Initiative Campact, welche die Umweltaktivisten unterstützt. Weitere Unterstützung ist gefragt, damit auch die Bundesregierung endlich ernst macht mit einem nachhaltigen Klimaschutzpaket.

Text + Fotos (lv)


Fleißige Müllsammler. Junge Umweltaktivisten zeigen, was sie entlang der Wegstrecke der Demo vom Dresdner Hauptbahnhof bis zum Sächsischen Landtag so alles fanden.

Totalversagen

Die GroKo täuscht beim Klimaschutz: Ihr Gesetzespaket wird das Aufheizen des Planeten kaum bremsen. Wir stellen ihr jetzt ein Ultimatum: Bis zum nächsten Klimastreik am 29. November erwarten wir ein neues Paket – sonst treibt es uns noch vehementer auf die Straße. Bitte unterzeichnen auch Sie jetzt den Eil-Appell!

Klicken Sie hier – und unterzeichnen Sie den Eil-Appell

 

Ein Wechselbad der Gefühle: 1,4 Millionen Menschen streiken überall im Land für mehr Klimaschutz.[1] Die größte Demonstration in der Geschichte dieses Landes. Überall Gänsehaut-Momente, einfach Wahnsinn! Und zeitgleich präsentiert die Regierung ein „Klima-Paket“, das selbst die niedrigsten Erwartungen unterbietet: Klimaschutz im Miniatur-Format.[2]

Union und SPD wollen die Klimakrise mit Geld erschlagen, packen aber die großen Probleme nicht an. Bahntickets machen sie ein paar Euro günstiger – SUVs sollen aber weiter das Klima verpesten. Elektroautos fördert die Regierung – doch für den Strom lässt sie noch bis 2038 Kohlekraftwerke laufen und bremst sogar den Ausbau der Windkraft. Dem CO2-Ausstoß verpasst sie zwar einen Preis – aber auf Discounter-Niveau, so dass er völlig wirkungslos bleibt.

Doch eines ist auch klar: Nach diesem Fest der Proteste, der Million auf den Straßen, kann das nicht das letzte Wort der Regierung sein. Wir setzen Union und SPD jetzt eine letzte Frist – und sagen: Mit Symbolpolitik werdet Ihr uns nicht los. Legt bis zum 29. November – zum Beginn der Weltklimakonferenz und zur Halbzeitbilanz der GroKo – einen Plan vor, der das Kippen des Klimasystems wirklich verhindert.

Viele Hunderttausend Unterschriften unter einem solchen Ultimatum – das kann insbesondere die SPD antreiben. Olaf Scholz und andere führende SPD-Politiker*innen haben erst letzte Woche den Klimaschutz zur Koalitionsfrage erklärt[3]. Merken sie, dass ihr vorgetäuschter Klimaschutz keine Ruhe bringt, müssen sie nachverhandeln. Sonst droht ihnen am 29. November der nächste große Klimastreik – kurz bevor die SPD auf ihrem Parteitag Anfang Dezember die GroKo-Halbzeitbilanz zieht.

Schon am Mittwoch will das Kabinett seine Klimapläne verabschieden. Haben wir mindestens 500.000 Unterschriften unter unserem Eil-Appell, werden wir vor dem Kanzleramt Union und SPD unser Entsetzen verdeutlichen. Mit einer halbierten Erdkugel zeigen wir: Klimaschutz mit halber Kraft nehmen wir nicht hin. Doch unter dieser Botschaft brauchen wir jetzt Ihre Unterschrift. Bitte machen Sie jetzt mit!

 

Viel Wirbel um wenig: Lange tagte ein „Klimakabinett“, die Regierung holte zig Gutachten zum Klimaschutz ein, Kanzlerin Angela Merkel sprach von einer „Menschheitsaufgabe“.[4] Zuletzt verhandelte die Große Koalition sogar die ganze Nacht durch – all das sollte beweisen: Union und SPD nehmen die Klimapolitik endlich ernst. Schließlich ist die unkontrollierte Aufheizung der Atmosphäre seit Monaten für viele Bürger*innen das wichtigste Thema.[5]

Nun legt sich der Staub – und die Regierung hält fast nichts in der Hand. An die Knackpunkte traut sie sich nicht heran:

  • Im Verkehr sind die CO2-Emissionen seit 1990 kaum gesunken. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wird daran jetzt wenig ändern. Seine teuren Förderprogramme sollen verdecken: Diesel und Benziner dürfen unbegrenzt weiterlaufen, ein Ausstiegsdatum fehlt. Und an Tempolimit oder SUV-Schwemme traut sich die Regierung erst gar nicht ran.
  • Bei der Stromerzeugung bleibt es dabei: Der Kohleausstieg kommt erst in 20 Jahren – 2038 soll der letzte Meiler vom Netz gehen. Gleichzeitig würgt die Koalition den Ausbau der Windkraft mit dem neuen Mindestabstand zu Gebäuden weiter ab. Der einzige Lichtblick: Für die Solarenergie fällt endlich der unsinnige Ausbaudeckel.
  • Den CO2-Preis setzt die Regierung mit 10 Euro pro Tonne lächerlich niedrig an. Auf maximal 60 Euro darf er in den nächsten sieben Jahren steigen. Doch selbst dann wirkt er noch nicht – dafür müsste er deutlich höher sein. Weil gleichzeitig die Pendlerpauschale steigt, wird Autofahren zuerst für viele sogar günstiger.
  • Die Koalition fördert mit viel Geld Bahn, Radwege oder Elektroautos. Das ist natürlich gut – bleibt aber so lange absurd, wie noch mehr Geld in Klimakiller fließt. So genießen Diesel oder Flugbenzin auch in Zukunft große Steuervorteile, und die Regierung steckt Milliarden in den Bau neuer Fernstraßen und Autobahnen.[6]

Unterm Strich: ein Sammelsurium an halbgaren Einzelmaßnahmen, geschmückt mit teils ziellosen Fördermilliarden. So versucht die Koalition, den Eindruck zu erwecken, sie schütze endlich konsequent das Klima.

Wir sehen: Die Regierung reagiert auf unsere Proteste – doch gerade jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Wir müssen zeigen: Uns bringt sie so nicht zum Schweigen. Ein bisschen Klimaschutz reicht uns nicht mehr! Lassen Sie die Regierung damit nicht durchkommen – unterzeichnen Sie bitte jetzt unseren Eil-Appell für mehr Klimaschutz.

Unterzeichnen Sie hier den Eil-Appell
Herzliche Grüße
Chris Methmann, Teamleiter Kampagnen
Christoph Bautz, Campact-VorstandPS: Verkehrsminister Scheuer verweigert die Einsicht in seine Klima-Rechnung.[7] Niemand soll nachprüfen können, ob sein Klima-Plan wirklich was bringt. Das allein wirkt verdächtig wie Symbolpolitik. Entzaubern Sie diese Trickserei – und unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!
Ja, ich will konsequenten Klimaschutz – ich unterzeichne
[1] „1,4 Millionen demonstrieren in Deutschland“, n-tv Online, 20. September 2019
[2] „Mehr Päckchen als Paket“, Spiegel Online, 20. September 2019
[3] „Scholz erklärt Klimapolitik zur Koalitionsfrage“, Spiegel Online, 2. September 2019
[4] „Der Klimaschutz wird Geld kosten“, Welt Online, 11. September 2019
[5] “Klimawandel ist für die meisten Deutschen das größte Problem“, Zeit Online, 19. August 2019
[6] „Klimaschädliche Subventionen abbauen“, klimareporter, 19. September 2019
[7] „Verkehrsministerium verweigert Prüfung seiner Klimaschutzpläne“, Spiegel Online, 13. September 2019
Kampagnen | Über Campact | Spenden | Kontakt
Klicken Sie hier, um den Newsletter abzubestellen
Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Matinee zur Uraufführung „Wer seid Ihr“ von Oliver Bukowski an den Landesbühnen Sachsen

13 Samstag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Rückkehr in ein fremdes Zuhause

Die Matinee zu „Wer seíd Ihr“ von Oliver Bukowski findet am 14. April, um 11 Uhr im Glashaus der Landesbühnen Sachsen in Radebeul statt. Die Uraufführung ist am 26. April, um 19.30 Uhr dort auf der Studiobühne.

In der Matinee zur Inszenierung berichtet das Inszenierungsteam von der spannenden Arbeit mit dem Autor an einem zuvor noch nicht veröffentlichten Text, der Probenarbeit und diskutiert mit Experten über die hochaktuellen Themen des Stückes.

Durch den Vormittag führen Dr. Roland Löffler (Leiter der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung), der Regisseur der Inszenierung Tom Quaas, Ausstatter Tom Böhm und Dramaturgin Judith Zieprig.

Zum Stück

Eine Dorfkneipe in Sachsen. Hierher, in ihr Elternhaus, wird Lisa unfreiwillig zurückgebracht, nachdem sie in Berlin auf der Straße zusammengebrochen war. Vor den Spoilern der Kraftfahrzeuge hatte sie keulen- und bänderschwingend linke Brandreden gehalten. Ihre Eltern und Onkel Ralf, der Lisa mit aufgezogen hat, sind stolz auf die aktive Bloggerin, verleiht sie doch auch ihrer Ost-Herkunft eine Stimme, obwohl sie erst ein Jahr nach dem Mauerfall geboren wurde. Aber damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf, und Lisa fragt sich nach ihrer Rückkehr allmählich immer mehr: Wer seid ihr …?

Zum Autor

Oliver Bukowski, 1961 in Cottbus geboren, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften und ernährte nebenbei Frau und Kind mit der Arbeit als Profi-DJ. 1989 begann er, Theaterstücke zu schreiben, anfangs spaßeshalber, neben seinem Doktorat. Sein erstes Stück DIE HALBWERTZEIT DER KANARIENVÖGEL wurde erfolgreich im Juni 1991 an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt uraufgeführt. Seitdem und nach dem Abbruch seines Forschungsstipendiums an der Humboldt-Universität, lebt er als freier Autor in Berlin. Für sein reiches Schaffen als Dramatiker und Hörspielautor wurde Oliver Bukowski mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem «Gerhart Hauptmann Preis», dem «Mülheimer  Dramatikerpreis» 1999 und dem «Lessing-Förderpreis des Freistaates Sachsen» 2001. Bukowskis Stärke ist, Geschichten von «kleinen Menschen» zu erzählen, komisch und tragisch zugleich in ihrem Bemühen, mit sich, der Vergangenheit und den Wünschen und Hoffnungen an die Zukunft klarzukommen. Für die Landesbühnen Sachsen schreibt Oliver Bukowskis nun ein Stück, das heutige Themen aufnimmt und in der Region Sachsen spielt.

In der Matinee zur Inszenierung berichtet das Inszenierungsteam von der spannenden Arbeit mit dem Autor an einem zuvor noch nicht veröffentlichten Text, der Probenarbeit und diskutiert mit Experten über die hochaktuellen Themen des Stückes.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH ,

Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 134 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Change Therapy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Manuela Mordhorst
  • Avatar von Xeniana
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Wolfgang Schiffer
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von wirthstef
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von mitohnesahne
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von piartista
  • Avatar von Closed Account
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 208.369 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Das Spiel mit dem Unsichtbaren - 36. Internationale PantomimeTheaterFestival im Theaterhaus Rudi
  • BilderAlbum: Ausstellung "Emotionen in Kunst" von Mandy Baldauf im "Kastenmeiers" in Dresden
  • Premiere "Mein Kampf" von George Tabori im Kleinen Haus
  • Herbst & Weinfest Radebeul: Feuriges Finale in Labystan & Verleihung des Wandertheaterfestival-Publikumspreises
  • Atelierbesuch bei Renate Winkler in Radebeul & Reisebilder
  • Ausstellungseröffnung: "Emotionen in Kunst" von Mandy Baldauf im "Kastenmeiers" in Dresden
  • Plenair-Ausstellung auf dem Künstlerhof Kunath in Röhrsdorf bei Meißen
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • Die Welt im Kleinen - Jahresendausstellung im Kunstverein Meißen
  • BilderAlbum: Ausstellung "Filigranes" von Steffen Petrenz & Bilder zu den Dämonen des Krieges in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk

Aktuelle Beiträge

  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden
  • Neue Lyrik: Gedichte von Zoe Nora Goerges

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 134 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …