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Kategorien-Archiv: Unterwegs

Literatur in aller Vielfalt & Forum Offene Gesellschaft & Poesie der Unzugehörigkeit aus Südosteuropa auf der Leipziger Buchmesse 2024

20 Mittwoch Mär 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Literatur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Ort der Demokratie und Literaturvielfalt – die Leipziger Buchmesse lädt vom 21. bis 24. März zum Meinungsaustausch ein

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Der Frühling steht vor der Tür und damit ein Ereignis, auf das sich Leser:innen, Autor:innen und Verleger:innen das ganze Jahr über freuen: die Leipziger Buchmesse. Vom 21. bis 24. März finden hier wieder unzählige Lesungen, Workshops und Veranstaltungen statt. Sie zeigen, welche vielfältigen Formen Literatur annehmen kann – und wie umfangreich das künstlerische Schaffen all derer ist, die sich ihr verschrieben haben. Als Ort der gelebten Meinungsfreiheit und Bildungsmesse thematisiert die Leipziger Buchmesse mit vielen Diskussionsrunden auch die gesellschaftliche Verantwortung, mit der wir alle zum Erhalt der Demokratie beitragen.

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2.085 Aussteller zeigen dem Publikum vom 21. bis 24. März in Leipzig, was es Neues auf dem Buchmarkt gibt. Ihre Zahl ist im Vergleich zu 2023 leicht gestiegen. Mit den aktuellen Veröffentlichungen und diversen Literaturformaten im Gepäck sind sie aus 40 Ländern angereist, haben Autor:innen eingeladen und Lesungen, Gespräche und Workshops organisiert. Das Programm kann sich sehen lassen: 2.800 Veranstaltungen warten auf die Besucher:innen an 300 verschiedenen Orten – sei es auf dem Messegelände als auch in der Stadt. Zu verdanken ist dies vor allem dem Einsatz der mehr als 3.400 Mitwirkenden, die mit „Leipzig liest“ wieder einmal das größte Lesefest Europas auf die Beine stellen.

Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt es in der App und online unter: https://www.leipziger-buchmesse.de/programm

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„Wir freuen uns über den ungebrochenen Zuspruch der Aussteller und auf all die Gäste aus nah und fern, denen wir auch in diesem Jahr wieder großartige Unterhaltung bieten werden. Aber auch als Ort der Diskussionen und Debatten nimmt die Leipziger Buchmesse gerade in diesen schwierigen Zeiten voller gesellschaftlichen Spannungen eine tragende Rolle ein. Wie herausragend diese ist, zeigen auch die Besuche von Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

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Mitmach-Aktion im Rahmen der Kampagne #DemokratieWählenJetzt
Jedes einzelne Mitglied einer Gesellschaft trägt Verantwortung dafür, wie sich ihre Demokratie entwickelt. Die Leipziger Buchmesse will mit ihrem Programm dazu animieren, Haltung zu zeigen und sich für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft stark zu machen. Gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat sie die Initiative #DemokratieWählenJetzt gestartet. Alle Besucher:innen der Buchmesse sind eingeladen, sich mit dem Kampagnenmotiv zu fotografieren oder ein Video aufzunehmen. Dazu stehen in der Glashalle sowie in den Hallen 2 und 5 Fotowände bereit. Die Bilder und Videos können Besucher:innen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #DemokratieWählenJetzt mit ihrem persönlichen Statement für Demokratie posten. Die Motive der Kampagne sind während der Buchmesse an vielen Orten auf dem Messegelände und in der Leipziger Innenstadt zu sehen. Ein besonderes Signal möchten die Leipziger Buchmesse und der Börsenverein bei der Eröffnungsfeier heute Abend im Gewandhaus zu Leipzig in die Welt senden. Alle Gäste im Gewandhaus sind eingeladen, ein Plakat mit der Aufschrift „Demokratie wählen. Jetzt.“ in die Höhe zu halten und so ein gemeinsames Zeichen für Demokratie, Freiheit und Vielfalt zu setzen.
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„Literatur leistet einen wichtigen und wertvollen Beitrag für die Demokratie – sie braucht jedoch auch Demokratie als Grundlage, um sich überhaupt frei entfalten zu können“, betont Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse. „Auf der Leipziger Buchmesse zeigt sich Literatur in ihrer ganzen Vielfalt, sorgt für große Emotionen und verschafft auch Stimmen Gehör, die es sonst schwer haben. Ich freue mich darauf, sie zu hören und auf viele erinnerungswürdige Momente und Begegnungen zwischen Autor:innen, Leser:innen und Verleger:innen.“

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Das Forum Offene Gesellschaft 
Die Leipziger Buchmesse versteht sich als Plattform für Meinungsvielfalt, offene Diskussionen und freie Debatten. Diese finden vor allem im Forum Offene Gesellschaft statt. Exemplarisch für die vielen Veranstaltungen in Halle 2, Stand E600, sind folgende Diskussionsrunden:
 – Über das Thema „Lesen, informieren, wählen – Demokratie und Parlamentarismus stärken“ sprechen Dr. Christiane Schenderlein, MdB, Sprecherin Kultur und Medien der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Amy Kirchhoff, Vorsitzende LandesSchülerRat Sachsen und die Autorin Anne Rabe.
 – Die neue Entfremdung zwischen Ost- und Westdeutschland und was sich dagegen tun lässt, diskutiert die Journalistin Jessy Wellmer im Zuge ihrer Buchveröffentlichung mit dem CDU-Politiker Thomas de Maizière.
 – Auf dem Panel von PEN Berlin gehen die Autor:innen Stephan Anpalagan, Miku Sophie Kühmel, Max Annas und Sophie Sumburane der Frage nach, „Wie Rechte reden“.

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Leipzig liest – das größte Lesefest Europas
Literatur, Übersetzungen, Mangas und Comics erlebbar machen – das ist das Ziel von Leipzig liest. Ob auf dem Messegelände, in Bibliotheken, Buchhandlungen, Galerien oder Cafés und sogar auf Friedhöfen und in Kirchen – an 300 Leseorten in Leipzig wird vom 21. bis 23. März bei 2.800 Veranstaltungen das geschriebene und gezeichnete Wort gefeiert. Mehr als 3.400 Mitwirkende tragen dazu bei. Aus aller Welt reisen Schriftsteller:innen an wie Christopher Clark (UK, gebürt. Australien), Elena Malisowa (Russland), Katerina Silwanowa (Ukraine) und Alana S. Portero (Spanien). Auch zahlreiche deutsche Autor:innen sind vor Ort wie Dana Grigorcea, Bernhard Schlink und Odile Kennel. Die jungen deutschen Stimmen werden zum Beispiel vertreten von Ronya Othmann, Illona Hartmann und Toxische Pommes.

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Wie jedes Jahr sind alle – insbesondere die Nominierten – auf die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse sehr gespannt. Die begehrte Auszeichnung feiert 2024 ihr 20-jähriges Jubiläum. Dieses Jahr wurden 486 Neuerscheinungen aus 177 Verlagen eingereicht. Am Donnerstag, 21. März, werden in der #buchbar in Halle 4, E101 die nominierten Autor:innen der Kategorie Belletristik von 11 bis 12 Uhr präsentiert und von 12 bis 13 Uhr die Nominierten der Kategorie Sachbuch/Essayistik. Die nominierten Übersetzer:innen werden ebenfalls am 21. März von 13 bis 14 Uhr im Forum International + Übersetzerzentrum in Halle 4, C403 vorgestellt.
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„Alles außer flach“: Gastland 2024 Niederlande & Flandern
Die großen Fragen unserer Zeit stehen auch im Zentrum des Gastland-Programms. Aus den Niederlanden & Flandern haben sich 41 Autor:innen angekündigt, darunter viel beachtete neue Stimmen wie Lisa Weeda, Gaea Schoeters, Raoul de Jong, Gijs Wilbrink und Angelo Tijssens, aber auch bekannte Schriftsteller:innen wie Anna Enquist, Connie Palmen, Lize Spit und Stefan Hertmans. Gemeinsam mit ihren deutschen Kolleg:innen und dem Publikum werden sie in über 100 Lesungen, Gesprächen und Performances über aktuelle Themen wie Klimakrise, Überkonsum, Genderfragen, Kolonialismus, Geflüchtete weltweit und Krieg in Europa diskutieren. Begleitend laden rund 20 Kulturprojekte zu Digitalen Literaturwelten, Filmen, Ausstellungen, Residenzprogrammen, Kreativindustrie, Theater & Konzert ein. Die Eröffnung des Gastland-Messestandes findet am Donnerstag, 21. März von 10:50 bis 11:30 Uhr in Halle 4, D300/C301 statt.
Ukraine: die künstlerische Vielfalt einer Nation, die sich nicht aufgibt
Nach wir vor kämpft die Ukraine für ihre Freiheit und ihre Kultur – und muss dabei enorme menschliche Verluste hinnehmen. Wie sich das Land in diesem traumatischen Prozess verändert, thematisieren viele Veranstaltungen auf der Ukraine-Bühne und im Café Europa. Unter anderem stellen Schriftstellerinnen wie Olena Stiaschkina und Olena Sachartschenko und die Literaturkritikerin Tetiana Trofymenko ihre Werke vor. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Gedenken an den jungen talentierten Dichter Maksym Kryvtsov gewidmet, der Anfang 2024 an der Front starb. Zur Eröffnung der Ukraine-Bühne sowie zum Start des ukrainischen Programms auf der Leipziger Buchmesse sind alle Besucher:innen am Donnerstag, 20. März, um 14:30 Uhr herzlich eingeladen.

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TRADUKI: zeitgenössisches Literaturschaffen aus Südosteuropa
Unter dem Motto „Poesie der Unzugehörigkeit“ reflektiert das Literaturnetzwerk TRADUKI 2024 das Gefühl der Unzugehörigkeit mit zwanzig Veranstaltungen. Auf der Messe ist TRADUKI in der eigenen TRADUKI Kafana zuhause (Halle 4, D403) und bei zwei Veranstaltungen im Café Europa vertreten. Außerdem richtet es die beliebte Balkannacht im UT Connewitz am Samstag, 23. März aus.

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Norwegen auf der Leipziger Buchmesse 2024
Dieses Jahr reisen sieben norwegische Autor:innen, darunter Trude Teige, Cecilie Enger und Odin Helgheim, nach Leipzig, um ihre Werke vorzustellen. Man trifft sie am norwegischen Stand 305, Halle 4 sowie in der Stadt im Rahmen der rund zwanzig Veranstaltungen, die sich dem kommenden Gastland widmen. Als Einstimmung auf 2025 sind alle Besucher:innen herzlich zur Eröffnung des norwegischen Standes und zum Empfang am Donnerstag, 21. März um 13 Uhr eingeladen. Dort wird auch verkündet, welche Schriftsteller:innen unter anderem nächstes Jahr vor Ort auf der Leipziger Buchmesse sein werden.

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Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 
Ein Streben nach Gemeinsamkeit – der humanistische Universalismus – steht im Mittelpunkt des Werkes des deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm. Er ist Preisträger des diesjährigen Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Mit dem Journalisten Daniel-Dylan Böhmer spricht er am Donnerstag, 21. März von 14.15 bis 15 Uhr über die „moralische Wasserscheide” seit dem 7. Oktober und einen Frieden für die Region, der derzeit utopisch erscheint. Das Gespräch findet im Forum Offene Gesellschaft (Halle 2, E600) statt.

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10 Jahre Manga-Comic-Con
Die Convention in Leipzig feiert 2024 Jubiläum. Was die Manga-Comic-Con in 10 Jahren schon alles erlebt hat, zeigt die Ausstellung „10 Jahre MCC“ in Halle 3. Wie man das von Geburtstagskindern kennt, ist auch die Manga-Comic-Con größer geworden und beteiligt sich erstmals an den Abendveranstaltungen von Leipzig liest. Natürlich reisen wieder zahlreiche Ehrengäste an wie Gou Tanabe (Japan), Satoru Nii (Japan), RJ Baker (UK), Katrin Gal (Deutschland), Miguel Díaz Vizoso (Spanien) und viele mehr.

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Wer Fantasy, Science-Fiction und Horror liebt, sollte unbedingt dem Bereich Phantastik einen Besuch abstatten. In Halle 3 präsentieren Bestsellerautor:innen, Selfpublisher:innen und Verlage des Genres wieder ihre neuesten Werke und geben Einblick in Geschichten von unerschöpflicher Vorstellungskraft.

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An der #buchbar mit den Lieblingsautor:innen 
Zahlreiche Lesungen bieten den Besucher:innen wieder die Gelegenheit, ihre Stars auf der Leipziger Buchmesse live zu erleben. In der #buchbar in Halle 2 können sie auch 2024 wieder bei einem Kaffee mit den Autor:innen ins Gespräch kommen. Das neue Format, das im vergangenen Jahr Premiere feierte und sehr positiv vom Publikum aufgenommen wurde, ist in diesem März noch umfangreicher.

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Unvergessliches Erlebnis: die exklusiven Signierstunden
Ihre Idole persönlich treffen, können Bücher-, Manga- und Comic-Fans auch bei den mehr als 100 exklusiven Signierstunden in Halle 4 und 1. Von Satoru Nii (Japan) über Stefán Máni (Island) bis Flavia Scuderi (Italien) sind zahlreiche Autor:innen und Künstler:innen vor Ort und machen mit ihrer Widmung den Besuch der Buchmesse für viele Gäste unvergesslich. Einen Überblick über die Signierstunden gibt es online.

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JugendCampus UVERSE und die Verleihung des Lesekompass
Kinder- und Jugendbücher entführen in andere Welten, regen die Fantasie an und bringen spannende Abenteuer ins Kinderzimmer. Auf der Buchmesse können junge Leser:innen mehr als 250 Veranstaltungen besuchen – darunter viele Aktionen zum Mitmachen. Ihre Helden treffen Kinder in der „Lesebude“ – Jugendliche zieht es zu spannendenden Geschichten in den „Lesetreff“.

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„Erfahren, Denken, Machen, Verstehen, Wissen“ heißt es auch 2024 auf dem JugendCampus UVERSE. In der Kreativwerkstatt der Leipziger Buchmesse finden junge Leser:innen wieder zahlreiche Workshops und Angebote rund um Leseförderung, Medienbildung sowie politische und kulturelle Bildung. Darüber hinaus erwarten die jungen Leute vor allem in den Hallen 1 und 3 viele weitere zielgruppengerechte Veranstaltungen und spannende Lesungen.
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Im Rahmen der Lesekompass Sonderedition 2024 werden Kinder- und Jugend-Bücher ausgezeichnet, die durch die Verknüpfung von Text und Bild Geschichten vor den Augen der Kinder lebendig machen. Auf der Großen Bühne in Halle 3, G400 vergibt die Jury am Donnerstag, 21. März, um 10:30 Uhr je einen Preis für einen Titel mit Zielgruppe Kita-Kinder, Grundschüler:innen sowie Kinder und Jugendliche der Sekundarstufe I.
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Zweitgrößter Ausstellungsbereich auf der Leipziger Buchmesse: Bildung
Mit ihrem umfassenden Ausstellungsangebot und dem vielfältigen pädagogischen Programm FOKUS BILDUNG ist die Leipziger Buchmesse die größte Veranstaltung zu Leseförderung und Medienbildung im deutschsprachigen Raum. Auf einer der wichtigsten Bildungsmessen in Deutschland erhalten Pädagog:innen zahlreiche Anregungen für ihre Unterrichtspraxis sowie Lösungsansätze für drängende Herausforderungen im Bildungssektor. Im Congress Center Leipzig (CCL) finden viele Veranstaltungen von FOKUS BILDUNG statt. Hier präsentieren Bildungsverlage ihre neuesten Angebote, zum Beispiel Klett in seinem eigenen Veranstaltungszentrum.

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Das Forum Die Unabhängigen 
Bei 49 Veranstaltungen können die Besucher:innen die Vielfalt der Unabhängigen Verlage kennenlernen. Autor:innen wie Artur Becker, Frauke Buchholz, Dilek Güngör, Thomas Lehr oder Jochen Schimmang präsentieren hier ihre neuesten Publikationen. Auch viele Herausgeber:innen, Übersetzer:innen und Verleger:innen werden vor Ort sein. Täglich von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr) finden Lesungen zu Neuerscheinungen, Podiumsdiskussionen sowie Empfänge statt. Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik wird am Donnerstag, 21. März von 14 bis 14:30 Uhr verliehen, der Kurt-Wolff-Preis am Freitag, 22. März von 13 bis 13:30 Uhr.

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Fachprogramm Buch- und Medienbranche
Mit den Auswirkungen der aktuellen globalen Krisen ringt auch die Buchbranche. Insbesondere die kleinen Verlage arbeiten wirtschaftlich am Limit. Viele Buchläden haben sich immer noch nicht von der Pandemie erholt. Um so wichtiger ist es für alle Beteiligten, sich regelmäßig auszutauschen. Beste Gelegenheit bieten dazu die diversen Fachveranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse. Topthemen sind 2024 unter anderem Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Social Media. Alles, was Autor:innen umtreibt, findet Beachtung im Forum autoren@leipzig in Halle 5 (Stand B700). Zur traditionellen Autor:innenrunde sind Schriftsteller:innen am 23. März von 10 bis 18 Uhr im CCL eingeladen.
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Einen Überblick über alle Veranstaltungen der Leipziger Buchmesse und Leipzig liest bieten https://www.leipziger-buchmesse.de/programm und die App.
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Öffnungszeiten und Preise
Die Leipziger Buchmesse im Verbund mit der Manga-Comic-Con sowie dem Lesefest Leipzig liest öffnet vom 21. bis 24. März. Tickets gibt es unter: www.leipziger-buchmesse.de

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

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Zeitreise zurück zu den journalistischen Wurzeln& Spätes Rendez-vous mit Kisch

16 Samstag Mär 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Gemeinsam in einem Boot: Die TeilnehmerInnen der 29k, der ersten ost- und westdeutschen Lehrredaktion nach der Wende in der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Oben links steht Heinrich Löbbers, der als einer der ersten Redakteure aus dem Westen bei der Sächsischen Zeitung in Dresden anfing und bis heute dabei ist und inzwischen Mitglied der Chefredaktion. In der zweiten Reihe, die dritte Frau von links ist Lilli Vostry, eine der beiden ostdeutschen DJS-Schülerinnen, links neben ihr Evelyn Zegenhagen, die heute in den USA lebt und arbeitet.


Fantastische Aussicht auf die Stadt (im Bild im Uhrzeigersinn): Fotografin Melanie, SZ-Redakteur Heinrich Löbbers, DJS-Studentin Natascha Koch und Lilli Vostry, freie Journalistin auf der Dachterrasse vom Haus der Presse in der Ostra-Allee in Dresden.

Offenheit und weiter Blick für die Wirklichkeit

Hoch hinaus auf die Dachterrasse des SZ-Hochhauses ging es gestern am Freitagnachmittag für Fotoaufnahmen und danach zum Gespräch mit Heinrich Löbbers und Lilli Vostry. Der SZ-Redakteur und die freie Journalistin sprachen mit Journalistikstudentin Natascha Koch über Erlebtes und Erfahrungen in der ersten gemeinsamen ost- und westdeutschen Lehrredaktion nach der Wende in der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München, die im Juni ihr 75-jähriges Bestehen feiert. Dazu erscheint ein Magazin mit Beiträgen ehemaliger und heutiger DJS-Absolventen.

Dresden von oben. Wunderbare Weite, bewegtes LichtFarbWolkenSpiel vor der Stadtkulisse, milde Luft und frischer Wind. Alles dabei. Hoch hinaus zu einer fantastischen Wolkenlandschaft und Aussicht auf die gesamte Stadt ging es am Freitagnachmittag auf die Dachterrasse des SZ-Hochhauses in Dresden für Fotoaufnahmen und ein anschließendes spannendes wie bewegendes Gespräch über unsere Zeit an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München, erstmals mit ost- und westdeutscher Lehrredaktion vom 5. November 1990 bis 29. Februar 1992.

Mit dabei war Heinrich Löbbers, inzwischen Mitglied der Chefredaktion der Sächsischen Zeitung und längst zuhause in Dresden, der mein sächselndes „Nu“ noch in guter Erinnerung hat. 34 Jahre ist das jetzt her. Zum 75-jährigen Schuljubiläum Anfang Juni erscheint ein Magazin. in dem einstige und heutige Absolventen mit ihren Erfahrungen aufeinander treffen. Fotografin Melanie, so hieß mal ein Hit der Puhdys im Osten, den sie nicht kennt, aber ihre Eltern, und Journalistikstudentin Natascha Koch, ihr Vater stammt aus dem Osten und sie besuchten sich oft, befragten und porträtierten auch uns für einen Beitrag im Jubiläums-Heft. Bin gespannt!

Vor dem Gespräch gingen wir für ein paar weitere, aussagereiche Fotos zusammen zum Kongresscenter Dresden hinter dem Haus der Presse. Wir liefen die Treppe hinauf, stellten uns zuerst ein Stück entfernt am Geländer auf, dann nebeneinander und gegenüber. Hennek, so nannten wir ihn in der Journalistenschule, lief oben auf der Terrasse hin und her und schaute übers Elbufer auf die andere Seite. Dann standen wir und schauten zusammen hinüber, ließen den Blick schweifen in die Ferne… Geradeaus und zur Seite. Auf einer Hälfte zogen dunkle Wolken herauf, in der Mitte und dahinter hellere Himmelsfarben. Es kam mir ein bisschen vor wie „Warten auf Godot“, eins meiner Lieblingstheaterstücke von Samuel Beckett, komisch und traurig zugleich über das Warten auf Wunder, den Retter, Erlöser, der alles zum Guten wendet.
Wohin gehen wir, die Entwicklung in unserem Land? Kommen wir uns in Ost und West näher oder entfernen wir uns wieder?

Mit welchem Blick sieht ein ehemals Westdeutscher auf den Osten? Fühlt er sich hier angekommen, akzeptiert und integriert von den Einheimischen? Wie wird er von ihnen wahrgenommen?
Wie fühlt es sich an, aus dem Osten zu kommen? Gehen da Scheuklappen an oder runter? Wie sollten Journalisten aus dem Osten berichten, was kann dabei helfen?
Was wir mit Heimat verbinden? Ob wir uns noch an den ersten Tag an der Journalistenschule in München erinnern? Zu diesen Fragen von Natascha gab es spontan viel zu erzählen, rückblickend auf Erlebtes und mit den Erfahrungen von heute und es ist noch längst nicht alles dazu gesagt. Die Fragen klingen nach, regen an zum weiteren Nachdenken. Über sich selbst, über das Schreiben, wie wir uns begegnen und mit anderen Leuten umgehen, auch wenn uns deren Meinung oder politische Einstellung nicht passt. Über Möglichkeiten und Grenzen von Offenheit, Verstehen wollen und Toleranz.

Wir zeigen Fotos aus der Journalistenschulzeit, darunter von einem Besuch der Berliner DJS-Klasse und Recherchereise in Berln. Hennek ist auf einem Bild mit riesigen, bunt graffitibemalten Mauerrresten zu sehen. Warum er da einen Helm trug?, wundert er sich im Gespräch. Er stand auf dem ehemaligen Grenzstreifen und vor einem Wachturm, in den später ein Club einzog. Ich besuchte und schrieb über das damals noch unsanierte Kunsthaus „Tacheles“(übers.: Klartext, offene Rede) in der Oranienburger Straße 52 in Berlin-Mitte. Sehe noch das mehrstöckige Gemäuer mit den großen Fensterhöhlen, ohne Rahmen vor mir, in denen die Künstler, Musiker und Bewohner saßen, rausschauten, rauchten, musizierten und drinnen konnten man fantasievolle, bunte Wandmalereien sehen, Konzerte im Kellercafé erleben und die wie in einem Bienenstock umherschwirrenden Kreativen und Gäste treppauf, treppab. Die Leute dort kamen aus über 40 Ländern. Das „Tacheles“ war eins der ersten, aus einem ehemals besetzten Haus entstandenen, soziokulturellen Zentren, derer es nach der Wende viele auch in der Dresdner Neustadt gab, Kellerkneipen, Café und Galerien mit urbaner, lebensnaher Kunst. Inzwischen ist der Charme des Bröckligen, Unfertigen weitgehend verloren, vieles schick saniert, geglättet und kommerzialisiert. Es findet kaum noch Kunst im öffentlichen Raum, auf der Straße statt, mitten unter den Menschen.

Er zeigt seinen DJS-Ausweis, Presseausweis hatten wir ja noch nicht, ich wiedergefundene journalistische Beiträge, darunter eine Reportage „Wichtig ist, was man daraus macht“ über Erfahrungen dreier Ostdeutscher, die in München studierten und eine Dialog-Szene zu einer selbst erdachten Fernsehserie samt Exposé „Spätes Rendez-vous mit Kisch“, entstanden innerhalb der TV-Ausbildung. Wir erprobten uns in allen journalistischen Genres und Darstellungsformen. Beide Beiträge haben mich beim Lesen sehr überrascht und gefreut, da ich von ihnen gar nichts mehr wusste und staune, was mir da so alles eingefallen ist mit 24 Jahren und wie zeitlos das Geschriebene teilweise ist, gerade über die Veränderungen im Journalismus und Situation in den Redaktionen in der Umbruchszeit der Wende und heute wieder.

Die Neugier, Offenheit, Schwung, Elan, Ideen und Aufbruchsgeist Anfang der 90er Jahre im wiedervereinigten Land wünsche ich mir sehr für unsere heute wieder an Veränderungen reiche Zeit. Es wurde damals viel gefragt und diskutiert, wenn man etwas nicht verstand oder wusste und spielte bald keine Rolle mehr ob Ossi oder Wessi. Faszinierend wie alle ein Thema jeder auf seine Weise in unserer DJS-Klasse umsetzte und alle sich davon etwas für sich abschauen konnten.

Text + Fotos (lv)

Ein weiterer Beitrag: „Klassentreffen in München: Wiedersehen nach 25 Jahren von Absolventen der Deutschen Journalistenschule“ steht auch auf meinwortgarten.com (vom 7. Nov. 2016, unter „Unterwegs“)


Neugier, Freude, Erinnern und Staunen über gemeinsam Erlebtes, gesammelte Eindrücke und Erfahrungen während der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München: Heinrich Löbbers, SZ-Redakteur lud in sein Büro im Haus der Presse ein für das Gespräch mit DJS-Studentin Natascha Koch und Lilli Vostry, freie Journalistin und Inhaberin des KulturBlogs http://www.meinwortgarten.com


Immer wieder neue Blicke und Sichtweisen auf Menschen, Räume, Situationen:
Fotografin Melanie hielt unser Gespräch motivreich fest. Bin schon sehr gespannt auf die Bilder!


Der Brief noch in die DDR adressiert mit dem Aufnahmeschreiben für die Deutsche Journalistenschule in München.


Auszüge aus meiner Reportage um 1990/91 aus der DJS-Zeit: „Wichtig ist, was man daraus macht“ über die Erfahrungen dreier Ostdeutscher, die in München studierten.


Original Dialog-Szene zur selbst erdachten Fernsehserie „Spätes Rendez-vous mit Kisch“ von Lilli Vostry, entstanden in der DJS.

Kischs Stimme taucht im Redaktionsbüro der Dresdner Journalistin Stella Kirsch auf. Er macht sich mit Zitaten aus einer seiner Reportagen über Stellas langatmige, schwerfällige Kollegen lustig.

Kischs Stimme im Raum:
„Komisch, dass sich die anderen immer die interessantesten Lügen ausdenken und Sie immer nur die langweiligste Wahrheit wissen.“‚

Lokalredakteur:
„Wer spricht da, ohne gefragt zu werden! Was geht es Sie überhaupt an!“

Kisch:
„Ich wollte Ihnen einen Namen machen.“

Lokalredakteur:
„Auf Sie haben wir gerade gewartet! Unsere Auflage liegt immerhin bei über 500 000 Exemplaren. Die Zeitung, die wir machen, spricht also die Leser an.“

Kisch:
„… und unten schleicht geduckt und gedemütigt einer davon, der vieles unternehmen wollte und nichts gekonnt.“

Lokalredakteur:
„Was wollen Sie damit sagen? Dass wir vielleicht zuviel hinterm Schreibtisch hocken, anstatt rauszufahren? Wir bemühen uns. Warum verstecken Sie sich eigentlich, wenn Sie so schlau sind?“
Stella lacht. „Der kann Dich nicht hören.“

(Zitate aus: „Debüt beim Mühlenfeuer“, E. Erwin Kisch, Reportagen, Reclam)

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BilderAlbum & Gedichte: Herbstsommertage am Meer

05 Donnerstag Okt 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Meeressegler

Lebenskünstler Lufttänzer Gratwanderer
mit allen Winden übers Meer Segler
auf und ab schnellend himmel und wellenwärts
die Welt von oben betrachtend
aber nicht herablassend
elegant keck ausharrend unverdrossen
den Menschen immer einen Flügelschlag voraus

LV
29.9.2023

Fische zwischen Bäumen

An der Promenade in Heringsdorf
ein seltener Fang zu besichtigen:
drei meterhohe rostige Fische erhaben
wie Könige
stehen auf ihren Schwanzflossen
hoch aufgerichtet
sahen nie das Meer
offene Münder der Blick ins Blaue
aus Himmelsaugen bis hoch
in die Baumwipfel auf der Wiese
zwischen hohen Stämmen und
knorrigen windschiefen Kiefern
filigran durchsichtig ihre Haut
durchzogen von Streben wie Gräten
braun wie Baumrinde
ihre Körper im Kreis umeinander gelegt
wie Schutzschilde

LV
30.9.2023

Herbstsonne

Auf dem Tisch mit dem Lochmuster
ein großer Wasserfleck Wolkenauge
noch vom letzten Regen
zwei Stühle angelehnt
die Sonne übersieht den Fleck
spielt mit den letzten Rosenblüten
vom Strauch vor der weißen Wand
flimmern ihre Schatten hinüber

eine große gelbe Blüte
halb verblüht duftet noch immer
darüber reckt sich eine Knospe
und ein einzelnes rotes Blatt
drehen sich bewegt vom Wind
zu einem Fleck den die Sonne
ins Gras zeichnet
wie ein Herz aus Licht

LV
30.9.2023

Auf dem Weg zum Strand

Seegras vom Wind umfächelt
wankt leicht vorm Ferienzimmer
Sonnenblumen sonnesatt
neigen ihre Köpfe am Wegrand
die von Autos zerdrückten Kastanien
ein Festmahl für die Spatzen

eine rote langstielige Rose
wiegt beschwingt vorm Fenster
inmitten von rosa Hortensien
im Garten der Villa Heimkehr
der Kirchturm gegenüber
bietet Obdach für Vögel aller Art

Wind rauscht durch die Baumkronen
im Himmelblau
zwei Männer schieben einen Strandkorb
im Wagen den Berg hinunter
hinter ihnen braust das Meer

LV
30.9.2023

Möwen

Das Meer unermesslich weit
genügsam brilliert
in allen Farben
die Licht Wolken Wind
mitbringen
tiefblau metallen silbrig
und Lichtfunken im Schlammgrau

die Möwen unermessliche Meeresanbeter
das sie kost zaust behaust
sanft wild und beständig
weiß befiedert befriedetes Wellenspiel
kreischendes Vergnügen
ungemein süß und spitzfindig
bedienen sich gern selbst
wenn die Gelegenheit günstig

gerade eingetaucht im Meer
Strandtasche und Einkaufsbeutel kurz allein gelassen
umgerissen
Badetuch weg gerissen
leere Papiertüten verstreut im Sand
drei Stück Kirschkuchen mit Streusel und Schokolade
stibitzt warten sie
seelenruhig weiter auf mehr

nie verfliegt der Möwen Hunger
sie verlernen nicht zu jagen
das teilen sie mit den meisten Menschen

LV
30.9.2023

Meerstille

Heute dem Meer auf den Grund
gesehen
fast durchsichtig sandfarben wellig
dunkel von den Algen
und perlmuttfarben
zart wie eine Feder
der Wasserspiegel still bewegt
fast lautlos unendliches Fließen
hautnah schienen Meer und
Horizont einen Moment eins
mittendrin die Möwen vergaßen
ihre Schreie

LV
2.10.2023

Meerfarben
(Für ONH)

Unendliche Fülle der Farb und Formgebilde
mehr als das Auge zu fassen vermag
Wellenschwünge graublau weiß dunkel umrandet
wie spitze Federn
riesige Flügel wehende Tücher
oder Segel die himmelweit
über den Dünen schweben
weit aufgefächerte Wolkenlandschaft
zurückgeworfen in die Wellen

aufgewühlt sturmgepeitscht
schäumend und kräuselnd
in kräftigen und Pastelltönen
von Rissen Eisschollen durchzogen und rotem
Abendlicht beschienen die Buhnen Stege ins Wasser
und eine tote Möwe am Strand
rot gefärbt ihr Gefieder

hell gelb und türkis Meer und Himmel
zeichnen weiter ihre Spuren
der kantige Kopf des Käptn auf einer Stele vorm
Atelier die Vorhänge sind zugezogen
ein Korb voll gelber Quitten vor dem Eingang zu
seinen Bildern vom Meer
in des Malers Zaubergarten reifen sie noch immer
geben sich Schmetterlinge zwei Tagpfauenaugen
dem Farbrausch der Blüten hin wie verschwiegene
Liebende
die im Stein die Zeiten überdauern
wie das Meer

LV
2.10.2023

Was bleibt

Der noch einmal blühende
gelbe Rosenstrauch
die Blütenköpfe im Wind
davor der weiß blaue Strandkorb
auf der Wiese wie gestrandet
Vogelgeschwirr im Baum
sie zwitschern feier- wie wochentags
wie es ihnen gefällt

eine Kastanie in der Badeschlappe
das Seegras vorm Ferienzimmer vom Wind
durchgeschüttelt hält doch stand
die kleinen lila Ballonblumen die durchs Tor lugen
die vielen prachtvollen Villen an der Promenade
mit schönen Namen wie Himmelsstern
Seeschlößchen Villa Elise und Seebär

die Seeschwalbe der alte Fischerkahn
auf der Düne vor der Holzhütte der Duft
nach frischem Räucheraal
die grau getigerte Katze halb ruhend
halb wachend am Ausschank vom Terrassencafé

nachmittags zieht Sturm auf
Sand wirbelt auf am Strand
das Meer voller Algen Geschling angespült
kein Hineinkommen mehr
die Möwen stürzen sich kreischend aufs Futter
meine Strandtasche bekommt Schnabelhiebe
ein paar kleine Löcher
die Möwen finden immer Wege
an etwas heranzukommen

und verschenken ihre Federn
lange spitze hell dunkel gesprenkelte und seidig
flaumige
die Möwen rufen weiter
heftiger noch der Wind
rot gelb wurmstichige immer noch aromatische
Straßenäpfel liegen auf dem Tisch
draußen tost das Meer
vom Wind getrieben

Kräuselwellen schwappen warm
an die Füße noch einmal
bevor die letzten Herbstsommertage verfließen
die wilden Winde noch stärker raufen

LV
3.10.2023

Texte: Lilli Vostry
Fotos folgen

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Farbenfreude inmitten der Natur: Freilichtmalerei beim 3. Plenair im Forstbotanischen Garten in Tharandt

17 Montag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Hingabe an die Natur & Faszination für Freilichtmalerei (im Bild von li. nach re.): die Künstlerinnen und Künstler Angelika Just, Katharina Probst, Michael Klose und Michele Cyranka, die Initiatorin der Plenairs im Forstbotanischen Garten Tharandt.

Im Farbenrausch

In intensiver Freiluftmalerei entstand ein gemeinsames Bild von acht Künstlern als Höhepunkt des 3. Plenairs im Forstbotanischen Garten in Tharandt.

Eine weiße Leinwand hängt gespannt zwischen Bäumen auf einer Anhöhe.
Davor liegt im grünen Moos eine Plane mit Farbpaletten. Die acht Künstlerinnen und Künstler stimmen sich still im Kreis verbunden auf den Malort ein. Dann geht es los. Mit Farbtellern und langen Pinseln treten sie einer nach dem anderen vor, holen in weiten Linienschwüngen aus, ziehen Spuren und führen die Formen weiter. Sie spritzen, stricheln, streichen mit Hingabe, Innehalten, Fantasie, Freude und Übermut. Begonnen mit schwebend blauen Pinselstrichen von Michele Cyranka, die Initiatorin des dritten Plenairs im Forstbotanischen Garten in Tharandt. Dazu gesellen sich gelbe, orangene, erdige, türkise, grüne, rote und violette Farbtöne, die ineinander fließen, sich umkreisen, verästeln und emporwachsen zu üppig Blühendem auf dem Malgrund, begleitet von lebhaftem Vogelgezwitscher.

Eindrucksvoll mitzuerleben, wie das gemeinsame Bild oben bei den Himalayabirken allmählich farbenfreudig Gestalt annahm an diesem Sonntagnachmittag als Höhepunkt des diesjährigen Plenairs. Und die Natur malt mit. Insgesamt fünf Tage, noch bis Dienstag, dauert die Freilichtmalerei im alten Teil des Forstbotanischen Gartens. Die Besucher können den Künstlern über die Schulter schauen und selbst viele wundervolle und seltene Baumschönheiten bewundern. “Zu Beginn hatten wir wieder eine Führung mit Dr. Pitzarka, dem Leiter des Forstbotanischen Gartens, der uns seine Lieblingsplätze zeigte“, sagt die in Tharandt lebende Künstlerin Michele Cyranka. „Wir lassen uns von den botanischen und geologischen Besonderheiten inspirieren. Vielleicht schaut lächelnd auch der ortansässige Faun zu.“ Der prangt als Figur über dem Schweizerhaus mit dem Forstbotanischen Museum und Café. Beim Plenair gehe es darum, dass malfreudig spontan gearbeitet wird und jeder Teilnehmer für sich neue Ausdrucksmöglichkeiten finden kann, so Michele Cyranka. Sie bringt ihre langjährigen künstlerischen Erfahrungen mit ins Plenair.

Ihre Malmotive wählen die Künstler individuell. „Der letzte Blick am Bärenstein, am Zeisigstein und Königsplatz gehören dieses Jahr dazu“, zählt die Künstlerin Mechthild Mansel auf. „Mich fasziniert, dass es hier so viele verschiedene Bäume an einem Ort gibt“, sagt die Malerin und Grafikerin Katharina Probst. Sie ist zum ersten Mal beim Plenair in Tharandt dabei. Die Tränenkiefer gefiel ihr vom Namen und sie zeichnete eine urige, alte Rosskastanie, die schon ihre zarten Blütenknospen zeigt, mit Ölfarben. „Für mich ist es ein Experiment, draußen zu malen gerade in dieser Jahreszeit“, sagt sie. Ihr Ateliernachbar Michael Klose aus der ehemaligen Schokoladenfabrik in Dresden-Johannstadt ist schon seit vielen Jahren malerisch unterwegs, in der Dresdner Heide, der Sächsischen Schweiz und nun auch im Forstbotanischen Garten. „Es ist schön, mitten in der Natur, der Schöpfung, zu malen mit ihren Geräuschen. Mir gefallen hier die exotischen Bäume, ebenso die Durchblicke und der Ausblick in den Plauenschen Grund“, so Klose. Seine Bilder bewegen sich zwischen abstrakter und konkreter Malerei. Angelika Just ist zum dritten Mal beim Pleinair dabei. „Es macht mir viel Freude und wir hatten immer Glück mit dem Wetter.“ Sie hat ein Bild begonnen, auf dem totes, versteinertes Holz, und dahinter Baumstämme und neues, sprießendes Grün zu sehen sind.

Michele Cyranka wendet sich noch einmal den Himalayabirken zu, die sie vor zehn Jahren schon mal gemalt hat. Zwei Spaziergänger fragen sie mit Blick auf das Gemeinschaftswerk der Künstler, ob es eine Vereinbarung zwischen ihnen gab? „Ja, nicht kloppen! Sonst ist alles erlaubt“, antwortet sie schmunzelnd. Nach der Kunstaktion wurde ausgiebig mit einem Buffet voller selbstgemachter Leckereien im Freien der Frühling gefeiert. Das mit wetterfesten Acrylfarben gemalte Bild bleibt ein Jahr dort in der Natur hängen. Den Hauptweg hinauf ist es zu sehen. Die farbenfroh beschwingte Lebensfreude überträgt sich vom Bild sofort auf den Betrachter. Was will Kunst mehr! Die Ausstellungseröffnung mit weiteren Arbeiten vom Plenair, außerdem von Kerstin Stephan, Sylke Schäfer und Irmfried Müller, findet am 1. September, 18 Uhr in der Kuppelhalle Tharandt statt.

Text + Fotos (lv)


Farbenfrohes gemeinsames Vergnügen: „Eine Kunst ist es auch zu wissen, wann man aufhört und das Bild fertig ist“, sagt Michael Klose.

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Lesung „Im Licht der blauen Sonne“ & Entzückende Keramikdamen von Rita Goldschmidt in der Galerie mit Weitblick Radebeul

16 Sonntag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kurzgeschichten, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Zauberhafte Keramikschönheiten & übermütige Trolle

Wundersame Geschichten und fantastische Landschaftsaufnahmen aus ihrem Buch „Im Licht der blauen Sonne“ mit isländischen Märchen und Legenden stellen die Künstlerin Rita Goldschmidt und der Autor Thomas Gerlach bei einer Lesung am Sonntag, dem 16. April, um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick in Radebeul vor.

„Es war eine Reise der merkwürdigsten, sonderbarsten und wundervollsten Begegnungen“, schreibt die Künstlerin und Fotografin Rita Goldschmidt im Vorwort ihres Buches „Im Licht der blauen Sonne“ – Isländische Märchen und Legenden (erschienen im NOTschriften Verlag Radebeul 2019). Sie bereiste Island 2016. Ihre Eindrücke und Erlebnisse im Land des wundervollen Lichts und der Trolle, die auf schwarzen Lavafeldern sitzen, aus den Felsen lugen, in Höhlen lümmeln oder durch das unglaubliche Blau des Gletschereises schimmern und sich im Wasserfall duschen, hielt sie fest in fantastischen Landschaftsaufnahmen. Die wundersamen Geschichten dazu werden erzählt von Thomas Gerlach.

Da geht es um Island und seine Vulkane, die den Flugverkehr lahm legen, um die blau scheinende Sonne aus milchigem Himmel und auf bizarrem Geröll sitzende, übermütige, griesgrämige oder von Liebeskummer geplagte Trolle, die Steine herab stürzen lassen, Staub und Asche in den Himmel schleudern, wenn man ihre Heiligtümer missachtet, auf dem Gestein und ihnen herumsteigt oder ihre heißen Wasserquellen und Schlammtöpfe betritt. Da erzählt der Wirt seinen Gästen von weither beim Klang einer Kirchenglocke von den vielen Geistern, die es hier immer noch gibt. Wer aufmerksam ist, kann sie hören und morgens, vor dem Erfrischen im See, wenn das Wasser noch still ist, sogar sehen. Und er erzählte die Geschichte von den drei Frauen, die sich die Geschichte vom ertrunkenen Riesen Einier erzählen.

Abenteuerlich, geheimnisvoll, fantasievoll und skurril sind die in diesem Buch versammelten isländischen Märchen und Legenden, angeregt von der besonderen Schönheit und Eigenarten der Landschaft auf der Insel, ihren Farben, Formen und Licht. Noch heute berücksichtigen die öffentlichen Planungen die Wohnstätten der Geister und nehmen die Menschen lange Umwege in Kauf, um einen Troll nicht zu stören.

Zu hören sind die Geschichten aus Island bei einer Lesung „Im Licht der blauen Sonne“ mit dem Radebeuler Autor Thomas Gerlach am 16. April, um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13, in Radebeul. Dazu werden wunderbare isländische Landschaftsfotos gezeigt.

Außerdem können die Besucher hier reizende Keramikdamen und farbenfrohe, florale Computerdrucke der in Radeburg wohnenden Künstlerin Rita Goldschmidt in ihrer derzeitigen Ausstellung „Zauberhaft“ sehen (siehe Beitrag zur Ausstellung auf meinwortgarten).

Ab dem 21. April, 19 Uhr wird die Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner in der Berliner Wuhlgartenkirche eine Ausstellung mit dem Titel „Wer bin ich“ mit Malerei und Zeichnung zu einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer zeigen.

Text + Fotos (2) (lv)

Weitere Infos:

Dorothee Kuhbandner
www.doro-malerei.de 

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Eine Sonnenblume für: Animal Equality. Die internationale Tierschutzorganisation setzt sich dafür ein, Tierleid in Schlachthäusern zu beenden.

07 Freitag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Eine Sonnenblume für..., Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Verborgenes Leid sichtbar machen

Animal Equality ist eine internationale Organisation, die gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen daran arbeitet, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ich habe eines der erschütternden Videos aus einem Schlachthaus angesehen, das mir die Tierschutzorganisation in einem ihrer Newsletter schickte. Hier meine Gedanken dazu.

Es geht mir tief ans Herz, die Tatsache, wie die Tiere in Schlachthäusern leiden und habe das heftige Video dann doch angeschaut, um es mit eigenen Augen zu sehen. Ich bin schockiert, wie roh und gleichgültig Menschen so etwas tun können, Tieren, die sichtbar fühlende Lebewesen sind, solchen Schmerz zuzufügen!! Die Angst der Ferkel, ihr Quieken, ihr Zurückrennen, die zappelnden und zuckenden, aufgehängten Tiere… Die traurigen Schafe, Hühner Gänse und Kaninchen, die gar nicht wissen wie ihnen geschieht und es dann im nächsten Moment furchtbar, grausam am eigenen Leib erleben müssen!! Eine Hölle auf Erden, die dringend abgeschafft gehört!!

Bitte tun Sie weiter alles, um dieses Leiden und Grauen im Umgang mit Nutztieren in die Öffentlichkeit, in die Medien und sozialen Netzwerke zu bringen, damit es vielen Menschen bekannt wird und ein Umdenken hin zu artgerechter, schonender Tierhaltung geschieht, hin zu weniger, maßvollem Fleischverzehr und weg von der Massentierhaltung und Schlachthäusern zur Tierhaltung in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, die auch rentabel sein können. Hab es von Landwirten in Österreich gehört.

Diese Bilder von den schuldlos gequälten Geschöpfen durch Menschen in Schlachthäusern sind hart, brutal, schwer zu begreifen und emotionalisieren, können Mitgefühl und Einsatz gegen solche schlimmen Praktiken an Nutztieren befördern und bedürfen daher einer breiten Öffentlichkeit!! Wer das einmal gesehen hat, wird sicher schockiert sein, zumindest einen Moment innehalten und nachdenken was da eigentlich passiert.

Auch die Verantwortlichen dieser Schlachthöfe müssten klar benannt und zur Rechenschaft gezogen werden, die Arbeitsbedingungen untersucht und die Mitarbeiter befragt werden, wieso sie solch eine grausame Arbeit tun und ob und wie es anders geht, damit die Tiere in Schlachthöfen nicht derart leiden müssen in ihrem kurzen Leben!!

Vor einiger Zeit hatte ich mal einen Beitrag von Ihnen mit der Überschrift „Sie rissen ihn in Stücke“ erhalten, wo es um einen jungen Stier im Schlachthof ging. Diese Überschrift und sein Schicksal geht mir nicht aus dem Kopf…

Ich bin tieftraurig, leide mit diesen Lebewesen und fühle mich mit ihnen verbunden und überlege was ich tun kann, damit dieses schlimme Tiere metzeln, es heißt ja auch Metzger! der Fleischer hier in Deutschland, endlich aufhört.

Text (lv)

Liebe Lilli,

für die meisten Menschen sind Schlachthäuser unbegreiflich.

Natürlich haben die meisten Menschen Bilder im Kopf, wenn sie das Wort „Schlachthaus“ hören. Aber für viele sind diese Bilder verschwommen, wie im Nebel. Es sind kaum mehr als Symbole für die Grausamkeit, die Tieren überall auf der Welt angetan wird.

Denn wie viele Menschen haben wirklich erfahren, was hinter den undurchdringlichen Mauern aus Stein und Stahlbeton vor sich geht?

Schlachthäuser sind unvorstellbar weit weg vom täglichen Leben der Menschen und fast komplett unzugänglich. Sie sind bei vielen Menschen nicht einmal präsent, wenn sie im Kühlregal das aus getöteten Tieren herausgeschnittene Fleisch kaufen.

Ja, sie sind wirklich hauptsächlich ein Symbol für eine unglaublich ungerechte Grausamkeit, die niemand sehen will. Wir, die Tiere schützen wollen, wollen sie nicht sehen. Die, die Tiere essen, wollen sie auch nicht sehen.

Denn wer würde schon das Fleisch eines Tieres essen wollen, nachdem einem dieses Tier ins Gesicht geschaut hat, während es unter Qualen stirbt?

Deshalb sind die Tiere, die in Schlachthäusern getötet werden, unsichtbar. Sie werden unsichtbar gemacht. Von einer Industrie, die sehr genau weiß, dass ihre Kund*innen das Leid nicht sehen wollen.

Kaum jemand sieht, wie diese Tiere leiden, schreien und ihr Leben verlieren, oft unter großen Schmerzen.

Wir von Animal Equality akzeptieren nicht, dass es diese Grausamkeit gibt. Wir akzeptieren nicht, dass sie unsichtbar bleibt.

Deshalb haben wir im Laufe der Jahre immer wieder dort, in den Schlachtfabriken, gefilmt – und nicht nur dort. Wir machen das Verborgene sichtbar.

Damit die Welt weiß, was die Tierhaltungsindustrie tut – jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, überall auf der Welt.

Wir führen seit Jahren Kampagnen durch, in denen wir die Grausamkeit gegenüber Tieren in Schlachthäusern anprangern. Ich bitte dich, dir dieses Video anzuschauen. Es enthält unsere Forderungen, mit denen wir die schlimmsten Grausamkeiten gegen Tiere an diesen Orten beenden möchten.

Als ersten Schritt – hin zu einer Welt, in der alle Schlachthäuser und Tierhaltungsbetriebe geschlossen sind.

Die Ermittlungsteams von Animal Equality gehen große Risiken ein, um die Bilder zu sammeln, die du in Videos wie diesem siehst, Lilli. Wenn du weißt, dass du solche Bilder nur schwer ertragen kannst … ich verstehe das. Aber dann gib sie bitte weiter. Zeige sie anderen, damit mehr und mehr Menschen erfahren, was dort mit den Tieren passiert.

Nur dann gibt es Hoffnung für sie, nur dann können wir weiter für eine gerechtere und respektvollere Welt kämpfen.

Schau dir das Video an

Mit Dankbarkeit
Matteo

Matteo Cupi Foto

Matteo Cupi

Vizepräsident Europa, Animal Equality

 


Animal Equality Germany e.V.
Pappelallee 78/79
10437 Berlin
Email: info@animalequality.de

Animal Equality ist eine internationale Organisation, die gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen daran arbeitet, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Animal Equality Germany e.V. ist eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg, VR 39105 B.

Ohne das Vertrauen unserer Unterstützer*innen ist unsere Arbeit nicht möglich. Daher findest du auf unserer Website im Bereich „Transparenz“ alle Informationen darüber, wie wir deine Spende einsetzen.

 

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Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ im Einnehmerhaus Freital

21 Samstag Jan 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Wort- und Klangzauber im Einnehmerhaus

Mit ihrer neuen Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ sind Lilli Vostry, Autorin und Gabriel Jagieniak, Musiker, am 28. Januar, 17 Uhr im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital zu Gast.

Hinter dunklem Baumgeäst frohlockt wirbelndes Weiß, auf und nieder tauchend über dem Fluss – die weiß Gefiederten sind zurück und hissen die Flagge des verschollenen Winters. Mittendrin steht ein alter Mann mit Schal um  den Kopf gewickelt gegen den Wind und füttert die Tauben und Wildgänse.

Fast allein am Elbestrand mit den Wassertieren, steigen Erinnerungen auf an vertraute Orte, an Verlorenes, Liebgewordenes und das Meer, das mit den Möwen überall mitkommt. Poesie und Musik lassen sich mitreißen vom Spiel der Wellen mit dem Wind, bewegen und davon tragen vom „Zauber endloser Anfänge“.
So heißt die neue Gedicht-Lesung mit Musik, mit der Lilli Vostry, Autorin und Lyrikerin und Gabriel Jagieniak, Musiker (Akkordeon und Obertongesang) am 28. Januar, 17 Uhr, im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2, zu Gast sind (Eintritt frei. Wilkommen sind Spenden für den Kunstverein Freital).

In den Gedichten geht es um Natur und Zwischenmenschliches, um die Veränderungen und Wandlungen im Leben und den Zauber des Augenblicks und Neubeginnens. Sie erzählen von „Bildern im Kopf“, vom „Garten Eden“, kleinen Faltern, ungestümen Katzen, wildem Mohn und einem seltsamen Hörnertier. Ein Gedicht erzählt von ihren Eindrücken in Freital.

Lilli Vostry lebt und arbeitet als freie Journalistin, auch für die SZ, in Dresden
und schreibt seit zehn Jahren Lyrik. Sie hat bereits vier BilderGedichtKalender mit verschiedenen Künstlern im Zeitraum von 2013 bis `016 veröffentlicht.
Zu hören in diesem Programm sind frühe und neue Gedichte und Texte.

Gabriel Jagieniak (soundcloud.com/gabriel-jagieniak) bewegt mit seinem virtuosen Akkordeonspiel, mit und ohne Gesang, bekannten Melodien und eigenen Kompositionen, auf humorvolle Weise frei vorgetragen, immer wieder das Publikum.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Herzliche Grüße
Lilli Vostry & Gabriel Jagieniak

Text + Fotos (lv)


Brunnen vor dem Bahnhof in Freital-Potschappel

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Kunst, Lichtersterne & warme Socken: Zu Besuch in der Adventsgalerie in Königstein/Sächsische Schweiz

10 Samstag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Impro-Zeichnen mit Chris Löhmann am letzten Sonnabend in der Werkstatt 26 in Königstein.

Lustige Wichtel und Kamasutra der Schneemänner

Fröhlich und besinnlich geht es zu In der Adventsgalerie für Handgemachtes, Keramik und Kunst aus der Region in der Werkstatt 26 in Königstein.

Felsen und Festung geben nebelumhüllt eine fast märchenhaft geheimnisvolle Kulisse zur Adventszeit. Rote Zipfelmützen ragen aus einer Grünfläche an der Straßenkreuzung. Ein gelber Adventsstern leuchtet vom Kirchturm und der Tannenbaum steht im Lichterglanz auf dem kleinen, gemütlichen Weihnachtsmarkt in Königstein in der Sächsischen Schweiz.

Ein paar Meter weiter hat sich die Werkstatt 26 auf der Pirnaer Straße 26 in eine Adventsgalerie verwandelt. Hier kann man sich aufwärmen bei Kaffee, Tee und Punsch aus Apfelsaft mit Zimt, sich an kunstvollen Dingen erfreuen und den Adventszauber genießen. Wichtel, warme Socken und Bilder sieht man da auf Regalen und an den Wänden versammelt. Keine Berührungsängste kennt die Kunst in der Adventsgalerie. 13 Künstlerinnen und Künstler aus Königstein, Pirna, Freital, Tharandt und Dresden zeigen hier derzeit ihre neuesten Arbeiten und Handgemachtes, auch schöne, originelle Dinge für den Gabentisch. Im Schaufenster leuchten Adventssterne, ein Babyanzug aus rosa Wollwatte schwebt da. Die kuscheligen Kindersachen hat „Madame Colli“, Nicole Schmidt, selbst geschneidert. Kleine glänzende Schmuckstücke aus Perlen, Edelsteinen und Muscheln fertigte Niso Karakhonova. Die Keramikkugeln für Teelichter und Kettenanhänger stammen von Angelique Walter aus Dresden. Recycelte Kunst aus wieder verwendetem Papier zeigt Leonie Rost. Auf ihren wundersam und fantasievoll gestalteten Bucheinbänden, deren Seiten jeder selbst füllen kann, schwirren Insekten, Libellen, Schmetterlinge, eine Eule breitet ihre Flügel aus und sogar ein Haus, himmelblau mit gelbem Licht und Schnee vor den Fenstern, steht da in Buchform.

Auf farbigen Aquarellen an den Wänden tummelt sich ein Rotfuchs neben Singvögeln von Elena Linge aus Königstein und einer reizenden „Odaliske“ in zarten Pastelltönen von Michele Cyranka aus Tharandt. Einen Mann mit lächelnd hochgezogenen Mundwinkeln zeigt ein Selbstbildnis von Tobias Wolf aus Dresden. Eine weiß geblümte Wachstischdecke, bemalt mit lustig übereinander kugelnden Figuren in eisblau und violett, regte Volker Lenkeit zu seinem „Kamasutra der Schneemänner“ an. Der Porzellankünstler Olaf Stoy hat diesmal Zeichnungen mit Mohn und Kornblumen und sein Wintertraum-Buch mitgebracht. Außerdem zeigt Chris Löhmann neue assoziationsreiche, figürliche Zeichnungen wie gewebte Bildteppiche, darunter erstmals eine farbige, skurrile Zeichnung. Der in Königstein lebende Künstler lud am vergangenen Sonnabend zum Impro-Zeichnen in der Adventsgalerie ein. Über ihm am Tisch hingen Mistelzweige, die Glück verheißen, dort saß und malte er spontan mit dem Zeichenstift Bilder ganz nach Besucherwünschen.

„Mit der Adventsgalerie wollen wir die Bildende Kunst auch etwas vom Sockel holen und dadurch neue Zugänge für die Besucher schaffen. Es ist ein Kunst- und mehr noch Sozialraum, in dem Menschen zusammenkommen, Geselligkeit und Austausch finden“, sagt Kristin Pietzko, Kuratorin und Organisatorin der Adventsgalerie. Mit viel Herz und Eigeninitiative bereitete sie das Angebot vor zusammen mit der Hauseigentümerin und Künstlerin Nadja Göschel und dem Trägerverein Weltbewusst e.V. der Werkstatt 26. 20 Prozent des Erlöses aus den Künstlerarbeiten gehen an den Verein, um Betriebskosten zu finanzieren. An den nächsten Advents-Samstagen gibt es wieder kreative Angebote: Live Drehen der Töpferscheibe mit der im Haus arbeitenden Keramikkünstlerin Angelique Walter (10.12.) und Weihnachtskarten selbst drucken im Linolschnitt mit den Künstlerinnen Nadja Göschel und Elena Linge (17.12.) jeweils von 15 bis 17 Uhr. 

Text + Fotos (lv)


Mit viel Herzblut für die Kunst: Zeichner Chris Löhmann und seine Partnerin Christin Pietzko, Organisatorin und Kuratorin der Adventsgalerie in Königstein mit ihren Kindern Antonia und Elisabeth.

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Abschluss des Kultursommer Bärenstein mit Bärensteinorchester & tanzendem Bär

28 Sonntag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bärischer Spaß & viele kreative Mitmachangebote: die Künstlerin Alexandra Wegbahn entwarf das Bären-Logo für den Kultursommer, hinter ihr der Bär Michael Melerski, Erwin Wagner, Sänger im Bärensteinorchester und Eleni Haase, die mit ihrem Akkordeon in dem frischgegründeten Orchester musiziert.


Für fröhlich mitreißende Musik sorgte die tschechische Gruppe „Muzika Jara“ am Sonnabend zum Abschluss des Kultursommer Bärenstein.

Die Bärensteiner reagierten vorsichtig auf den Bären

Der erste Kultursommer Bärenstein zog vor allem junge Familien und Stammbesucher mit vielen kreativen Mitmachangeboten und Konzerten an. Am Sonnabend war die Abschlussveranstaltung und tanzte der Bär bei fröhlichen Klängen mit der tschechischen Gruppe „Muzika Jara“.

Der Marktplatz ist leer. Das weiße Segel der kleinen Bühne eingerollt. Der Himmel grau verhangen und regnerisch. Die Abschlussveranstaltung vom Kultursommer Bärenstein findet in dem Gebäude statt, in dem das frisch gegründete Bärensteinorchester für seinen ersten Auftritt probt. In einem kleinen Raum im Obergeschoss des früheren Pfarrhauses, gegenüber der Kirche. Das Haus gehört dem Musiker Hartmut Dorschner, der zusammen mit dem Verein Kult-ur-art e.V. und den Künstlern Alexandra Wegbahn und Michael Melerski den Kultursommer Bärenstein initiiert hat. Mit Hilfe von Fördermitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und viel Eigeninitiative. Drei Wochen lang im August war hier buchstäblich der Bär los, so das Motto des ersten Kulturfestivals in dem kleinen Ort im Osterzgebirge. Kreative Angebote wie Malen, Siebdruck, Papierwerkstatt, Schreib-Workshop fanden statt, außerdem viele Konzerte, Filme, Puppentheater und Gesprächsrunden mit den Bewohnern in der  „Bärensteinschänke“, die als Begegnungsort und Treffpunkt im Rathaus während des Kultursommers die Besucher einlud.

Aus dem Fenster des alten Pfarrhausgemäuers scheint warmes gelbes Licht an diesem Samstagabend. Fröhlich beschwingte Klänge sind bis nach draußen zu hören. Die tschechische Gruppe „Muzika Jara“ spielt mitreißende Musik aus ihrer Heimat, aus Böhmen und Mähren und temperamentvolle Zigeunermelodien. Einer der Geiger tritt sonst am tschechischen Nationaltheater auf. Die drei Männer und eine Frau an Geige, Kontrabass und Yylophon tragen traditionelle Kostüme, schwarze und rote, bestickte Westen mit roten Tüchern am Hosenbund und farbige Bänder am Rock. Der Raum ist voll. Im Nu füllt sich die Tanzfläche mit Kindern und Erwachsenen. Sie hüpfen umher, halten sich an den Händen im Kreis und in ihrer Mitte tanzt der Bär. Einige setzen sich große, lustige Pappmachéköpfe auf, einen hohen mit langer Nase und einen dicken, runden und verleihen ihnen immer neue Gestalt mit viel Heiterkeit. Mittendrin auch die jungen Leute vom Bärensteinorchester. Die rund zehn Freizeitmusiker sind zwischen acht und 60 Jahre alt. Bei ihrem ersten Konzert am Sonnabend spielten sie ein eigenes Stück, „Sommerhit“, zwei tschechische Volkslieder, außerdem das erzgebirgische Heimatlied „Glück auf, der Steiger kommt“ und drei Bluestitel.

„Wir hatten in den ersten zwei Ferienwochen einen Workshop und haben dort ein Stück für das Orchester komponiert“, erzählt Erwin Wagner, 13 Jahre, der als Sänger und mit Percussion im Bärensteinorchester auftritt. In der zweiten Woche musizierten sie mit zwei tschechischen Dozenten, einem Saxofonist und einem Gitarrist. Eleni Haase spielt Akkordeon im Bärensteinorchester. „Mir hat dieses Instrument sofort gefallen, als ich es als Kind in der Musikschule das erste Mal sah, da es etwas Exotisches hat“, sagt die 18-jährige, die in Freital die Fachoberschule besucht und dort schon in einer Schulband mitspielte. Ihr jetziger Musiklehrer Hans-Georg Mauer aus Schlottwitz ist Akkordeonist bei den „Bimmelbahnmusikanten“. „Wir haben das Angebot gern angenommen. Die Kinder sind sowieso neugierig und haben schon am Fenster geschaut, was da los ist“, sagt Marco Ebert. Er wohnt mit seiner Familie direkt am Markt in Bärenstein. Mit drei Kindern im Alter von vier, zehn und elf Jahren und seiner Lebensgefährtin waren sie beim Siebdrucken, malten Buttons mit dem Bär-Logo und staunten über den frei umherlaufenden Bär.

„Die Reaktionen der Leute waren verhalten und vorsichtig. Vielleicht auch durch das Fremde und da der Kultursommer recht kurzfristig kam. Wenn man sich darauf eingelassen hat, traf man andere Stammbesucher wieder“, erlebte Marco Ebert. Sein kleiner Sohn, Nico, anderthalb sitzt auf seinen Knien und freut sich. Die Bilder mit dem Bären, auf der Bank mit Kindern und in der Kirche in Bärenstein sind noch einmal im Rückblick auf einer Leinwand in der Bärensteinschänke zu sehen. Schön wäre, wenn die kreativen Angebote für Familien auch nachmittags stattfänden, sagt seine Partnerin Claudia Fischer. Sie wünschen sich außerdem wieder eine Gaststätte in Bärenstein. Weitere Anregungen sind ein Eiscafé und mehr kulturelle Veranstaltungen im Ort, die als gebundenes Wunschbaum-Buch der Gemeinde überreicht werden.

„Mit dem Kultursommer in Bärenstein wollten wir vor allem den Impuls der Mitgestaltung hineingeben. Ein Fest, auf dem man sich trifft, andere Leute kennenlernen und über Dinge reden kann, die einen bewegen und um etwas zu verändern“, sagt die Künstlerin Alexandra Wegbahn, die das Bären-Logo entworfen hat. „Dieses Ziel haben wir erreicht. Die künstlerischen Angebote und Gesprächsrunden wurden gut angenommen. Wir saßen nie alleine da.“ Reserven gebe es noch beim Markttag, an dem lediglich eine Handvoll Stände aufgebaut wurden, darunter eine Töpferei und ein Imker. „Der Bär fand Aufmerksamkeit und war ein Mittel, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Doch solch ein Projekt braucht auch Zeit, um wahrgenommen zu werden“, so Michael Melerski, der ihn verkörperte. „Es gibt schon Pläne von Anwohnern für den Kultursommer Bärenstein im nächsten Jahr und zwei Familien, die es in ihre Hände nehmen“, sagt Alexandra Wegbahn.

Text + Fotos (lv)


Fröhliche Tanzrunde mit Bär zu den schwungvollen Klängen der tschechischen Gruppe „Muzika Jara“ in Bärenstein.

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Ausstellungseröffnung „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ mit Grafiken von Chris Löhmann in der Werkstatt 26 in Königstein

13 Samstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bilder wie Erinnerungslandschaften: Welche Spuren die Flut in der Landschaft und im Leben der Menschen hinterlassen hat, dem gehen die wandgreifenden Arbeiten von Chris Löhmann in einer Ausstellung in der Werkstatt 26 in Königstein nach.


Freuen sich auf viele interessierte BesucherInnen auch zum gemeinsamem Erzählen und Erinnern: Christin Pietzko, die Kuratorin der Ausstellung mit Töchterchen Antonia und Künstler Chris Löhmann.

Raum für Erinnerungslandschaften

Die Ausstellung „Gezeichnet“ von Chris Löhmann zur Flut 2002 geht den Spuren für Landschaft und Menschen nach. Eröffnet wird sie am 14. August, 15 Uhr in der Werkstatt 26, Pirnaer Straße 26, in Königstein.

Ein idyllischer Anblick. Der Marktplatz mit hellen, schmucken Häusern und ein Kirchturm, fast so hoch wie die Felslandschaft. Ringsum wogendes Grün. Bei genauerem Hinsehen sieht man dunkle Flächen in den Gassen, die bis zu den Fenstern reichen und alles umschließen. Es sieht aus als ob die Häuser Augen haben und zusehen. Ein Mann steht mit zwei Eimern vor dem halb versunkenen Ort, ein anderer kippt Wasser aus im Titelbild „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ in Sachsen.

Unter diesem Titel sind Grafiken von Chris Löhmann, ausgehend von Archivmaterial, in einer Ausstellung in den Räumen der Werkstatt 26 in Königstein zu sehen. Die Eröffnung ist am 14. August um 15 Uhr. Mit Musik von Arystan und Kaffee und Kuchen für die Besucher. Gezeichnet sind nicht nur Landschaft und Menschen in den Bildern. Welche Spuren das Hochwasser bei ihnen hinterlassen hat und wie sich das Leben der Bewohner seitdem verändert hat, dem gehen die Arbeiten des Künstlers ebenfalls nach. Chris Löhmann wird wandgreifende Tuschezeichnungen zeigen, die zum Erzählen und gemeinsamen Erinnern einladen. Die ersten Bilder sind gerade fertig. Ein altes Eckgebäude auf der Bahnhofstraße, neben der Hauswand steht das Wort „Hoch“ in schwarz über das Bild rinnender Farbe. Unten am Bildrand, halb im Dunklen, prangt eine Reihe Orden symbolisch für die Lebensretter und vielfachen Heldentaten, die oft unsichtbar bleiben. Gegenüber sieht man auf einem Hausdach zwei Gestalten, die auf die Reste eines ehemaligen Cafés und den halb verdeckten Namen des Inhabers schauen. Umgeben von meterweise steigendem Wasser. „Mit der Flut ist ja auch Architektur und ein Stück Geschichte untergegangen“, sagt Chris Löhmann zu seinen Arbeiten. In ihnen finde auch eine Kommunikation zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem statt.

Die Wände im Ausstellungsraum werden mit Zeichenpapierrollen behangen. Mit Tusche und Pinsel zeichnet der vor allem graphisch arbeitende Künstler frei aus dem Kopf, ohne Skizzen oder Projektor, auf die großen Papierflächen. Fotos von der Flut hat er auf dem Handy und er hat mit Augenzeugen gesprochen, während er die Plakate für die Ausstellung in Schaufenster und an Ladentüren klebte. „Die Leute haben reagiert und ihre Geschichte erzählt, manche ältere sichtlich berührt“, so Löhmann. Er sah als 14-Jähriger die Bilder von der Flut aus der Ferne. Nach einer Ausbildung als gestaltungstechnischer Assistent in Freital studierte Chris Löhmann von 2013 bis 2022 an der Dresdner Kunsthochschule Malerei und Grafik bei Prof. Bömmels. Die Bewohner waren schockiert und fassungslos angesichts der Wassermassen. Doch sie haben auch eine Art Wir-Gefühl, Solidarität, Hilfe und Aufbruchstimmung erlebt, erzählten ihm Menschen aus der Flut-Zeit.

„Die Grafiken sind wie Erinnerungslandschaften, welche die vorhandene Architektur aufgreifen, so dass die Leute sich erinnern und gesehen werden, auch wenn es 20 Jahre her ist“, sagt Christin Pietzko, Kuratorin der Ausstellung. Es sei keine Schau, die Flutbilder dokumentarisch zeigt, sondern mit der Sprache der Kunst einen Raum und die Möglichkeit geben möchte, dass sich Menschen öffnen und berühren lassen. „Wir haben das Hochwasser nicht erlebt, aber leben mit den Spuren“, so Christin Pietzko.

„Als wir im noch sehr kalten Frühling hierher zogen,  habe ich mich sehr gewundert. Die Stadt wirkte geradezu geisterhaft. Dazu die vielen leeren Geschäfte, verwaiste Architektur“, erzählt sie. Betroffen stand sie vor einem Haus am Markt mit der Hochwassermarke vom 16.8.2002 von 11,85 Meter. Sie sah und lernte aber bald auch engagierte Menschen kennen, die sich für ein lebendiges Stadtleben einsetzen, beispielsweise im Verein Weltbewusst e.V., dem Trägerverein der Werkstatt 26. Einem sozialen Projektort mit Coworking Space. Dort ergab sich auch das Kunstprojekt zur Flut, das über das Förderprogramm Simul und das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung finanziert wird.

„Wir wurden mit offenen Armen empfangen und sind inzwischen sehr glücklich hier.“ Letztes Jahr im Frühjahr zogen sie und Chris Löhmann zusammen von Dresden nach Königstein, wo sie mit ihren drei kleinen Kindern im alten Postamt im Erdgeschoss einen neuen und erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. Die obere Etage des dreistöckigen Gebäudes gegenüber vom Bahnhof steht noch leer. Am Haus hat Chris Löhmann schon einen Garten angelegt, in dem die ersten Tomaten reifen. Ein kleiner roter Kater streift umher. Gemütliche Wohnräume mit viel Platz zum Spielen für die Kinder und das Atelier in der früheren Paketstation füllen sich mit neuen Ideen und Lust am Gestalten für sich selbst und andere.

Als nächstes darf Chris Löhmann einen Bücherschrank auf dem Marktplatz in Königstein bemalen. Den Auftrag erhielt er vom Lichtspiele e.V. – ein weiterer engagierter Verein der Stadt, der das alte Kino betreibt und jedes Jahr im Sommer ein Filmfest-Open-Air auf dem Marktplatz organisiert. „Wir sind sehr dankbar, in Königstein wohnen zu dürfen  und wollen der Stadt auf unsere Weise etwas zurückgeben. Man sieht, es gibt hier Menschen, die sich einbringen wollen für ihren Ort und wir hoffen wie der Bürgermeister, dass noch mehr junge Leute hierher ziehen“, sagt Christin Pietzko. Ebenso gespannt sind die beiden, wie die Ausstellung in Königstein ankommt bei denjenigen, die das Hochwasser erlebt haben und sie freuen sich auch auf persönliche Erzählungen und Erinnerungen der Besucher. ‚

Text + Fotos (lv)

Ausstellungszeitraum:
14.8. – 11.9.2022
Mo., Do., Fr von 9 – 12 Uhr und nach Vereinbarung
sowie 28.8. und 11.9. 15 – 17 Uhr mit Chris Löhmann


Ein Ort mit viel Grün, Flair und schönen, alten Häusern, die auf neue Bewohner und Nutzer warten, ist Königstein in der Sächsischen Schweiz: das Künstlerpaar vor einem Eckhaus auf der Bahnhofstraße, wo immer noch großer Leerstand herrscht und die sprichwörtliche „tote Hose“ in einem der Schaufenster liegt. In einer originellen Aktion von jungen Leuten und Geschäftsinhabern erzählen in den Ladenschaufenstern hängende historische Fotos vom früheren, lebendigen Geschäfts- und Straßenleben im Ort und sind Ideen und Vorschläge für die Zukunft gefragt.


Haus am Markt mit Hochwassermarke: Am 16.8.2002 stand hier das Wasser bei 11,85 Meter.


Kreativer Projekt- und Ausstellungsraum: Hier wird diesen Sonntag, um 15 Unr die Ausstellung von Chris Löhmann eröffnet. In Erinnerung an die Flut wird Lilli Vostry, Autorin und meinwortgarten-Inhaberin hier aus ihrem Gedicht-Zyklus „Am Fluss“ zur Ausstellungseröffnung lesen.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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