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Kategorien-Archiv: Unterwegs

BilderAlbum: Lesungen & Lyrikmarkt beim Poesiefestival Berlin

21 Samstag Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Fantastische, bilder- und temporeiche Lyrik und sensible, nachdenkliche Töne: die Autorin Kerstin Preiwuß, Moderator Hans Thill und die Autoren Walle Sayer und Andreas Reimann.

Bilderstarke Lyrik & Prosa: die Schriftstellerin Marion Poschmann und der Schriftsteller Lutz Seiler.

Wort- und klangspielreiche Poesie: die Autorinnen Don Mee Choi und Uljana Wolf.

Dem Irrsinn und Absurden in der Welt mit Sprachmacht begegnen

Von rasant komisch, lyrisch elegisch, wortspielerisch bis experimentell reichte das Spektrum bei den Lesungen mit bekannten AutorInnen und viel Schönes und Neues entdecken konnten die Besucher außerdem auf dem Lyrikmarkt mit über 40 Verlagen und Magazinen zum Abschluss des Poesiefestivals Berlin.

Eine kleine Amsel reckte ihren Schnabel wie zur Begrüßung auf der Wiese vor der Akademie der Künste. Und Key wurde Alice und sammelte Wörter wie Pilze…, heißt es bei Kerstin Preiwuß. Sie las neue Texte aus ihrem nächsten Gedichtband „Rodeo“. Insgesamt elf Dichterinnen und Dichtern, Stipendiaten vom Deutschen Literaturfonds, gaben aktuelle Einblicke in ihr Schaffen bei den gut besuchten Lesungen zum Abschluss des diesjährigen Poesiefestivals Berlin am vergangenen Sonntag.

Bei sommerlichem Wetter saßen und lauschten die Zuhörer aufmerksam unter dem breitkronigen, lichtflirrenden Blätterdach im Buchengarten der Akademie am Hanseatenweg 10 und erlebten Lyrik in großer Bandbreite. Zwischen den Lesungen konnte man auf dem Lyrikmarkt interessante Entdeckungen machen an den Ständen von über 40 Verlagen und Magazinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Studiofoyer und Außenbereich. All die verlockenden, mit der Bildhaftigkeit von Sprache spielenden und leseanreizenden Buchtitel zu sehen, bereitete großes Vergnügen. Es herrschte auch ein reges Kommen und Gehen der Besucher an den Ständen. Es wurde viel geblättert und auch gekauft.

Mit den Augen von Key, einer fantastischen Figur, sucht Kerstin Preiwuß in bilder- und temporeicher und rasant komischer Sprache den gegenwärtigen Zustand der Welt zu fassen. Key klingt wie ein Schlüsselwort oder KI. Die Kunstfigur kennt keine Moral und Menschlichkeit, das gebe ihr die Freiheit, mit Abstand und hemmungslos auf die Welt und Verhältnisse zu schauen, sagte sie über ihren Text. Um dem ganzen Irrsinn etwas zu entgegnen und durch das Absurde doch noch eine gewisse Sprachmacht zu erhalten, so Kerstin Preiwuß. In einem Gedicht, „Erscheinung“ von Walle Sayer, der nach ihr las, heißt es: „… dass wir sehen, was wir sind oder sind was wir sehen, steht glaub ich bei Pessoa.“

Andreas Reimann, der Nestor der sächsischen Lyrikszene, las bedächtig, klar und weise seine Verse, Naturgedichte und über die Natur des Menschen. „Weich in ihrer Strenge sind seine Dichtungen und oft ein bitterer Witz“, beschrieb einmal der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer Reimans Gedichte. In der Form stehen seine Gedichte in der Tradition von Hölderlin und Klopstock. Fast beschwörend, eindringlich sein neuestes Gedicht mit Blick auf die vielen Konflikte in der Welt: „Freundlichkeit ist leicht uns auszutreiben. Doch Mensch sein heißt es bleiben. Wir müssen für den Frieden tauglich bleiben.“ Sein Gedicht „Baum sein“ beschreibt was wir von ihnen lernen können: „…Geduld zu haben… diese Wurzlung, die man nicht wählte, aber unbedrängt die Krone und deren Spieglung unter der Erde!“

Text + Fotos (lv)

Mehr Text zu Lesungen + Lyrikmarkt folgt.

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Eine Legende kehrt zurück: Rund 100 Raritäten auf Rädern sind zu bestaunen beim 11. Struppener Oldtimertreffen in der Sächsischen Schweiz

25 Freitag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Schön, besonders und nachhaltig: Die Initiatoren vom 11. Struppener Oldtimertreffen – Thomas Scheinert, sein Sohn Alexander, Martin Scheinert, Hartmut Wenke und Michael Wenke – mit einem urigen Traktor, der immer noch im Einsatz ist. Labradorhündin Jette begleitet Wenke gern auf seinen Ausflügen mit den Oldtimerkumpels. Foto: Lilli Vostry

Leidenschaft für alte Traktoren
an frischer Luft

Ihre Freude am Sammeln, Schrauben, Restaurieren und Weiter nutzen verbindet die Initiatoren des 11. Struppener Oldtimertreffens am Sonnabend. Rund 100 Fahrzeuge aus nah und fern sind dabei.

Auf der großen Wiese unter den Bäumen stehen kleine Spielfahrzeuge. Im Sandkasten liegen Schaufeln und Backförmchen. Neben dem Strauch geschmückt mit bunten Eiern spazieren im Freigehege die Hühner. Ein Stück weiter tummeln sich  braune Schafe und schwarze Lämmer, zupfen Gras und mähen fröhlich. Vor den blühenden Obstbäumen auf dem Grundstück hinter dem Haus von Michael Wenke steht ein roter Traktor, vorn etwas verbeult und mit Mähbalken an der Seite. Der urige Traktor ist Baujahr 1954, Marke Bautz, noch in Gebrauch und hat seinen großen Auftritt beim nunmehr 11. Struppener Oldtimertreffen an diesem Sonnabend. Unter dem Motto „Sensation – Eine Legende kehrt zurück“ starten die Organisatoren einen neuen Anlauf nach der langen Pause durch die Corona-Pandemie und ihre Einschränkungen. Zeitgleich findet das Hoffest der Agrarproduktion Struppen statt.

Auf dem Feld neben der Landfleischerei werden wieder rund 100 Fahrzeuge stehen, vorrangig alte Traktoren, aber auch zahlreiche Pkw, LKW und Zweiräder sind zu sehen und bestaunen. Losgeht es um 8 Uhr. Die Anreise ist schon am Vorabend möglich. Die Teilnehmer kommen aus der Umgebung, ausDresden, Radeberg bis aus der Lausitz und dem Erzgebirge mit ihren Gefährten nach Struppen in der Sächsischen Schweiz. „Die Traktoren stammen aus landwirtschaftlichen Betrieben oder von Hobbysammlern“, sagt Michael Wenke, einer der drei Initiatoren. Zusammen mit Thomas und Martin Scheinert organisiert er das jährliche Oldtimertreffen. Sie sind auf dem Land groß geworden.

Vorliebe für alte Technik und
Entschleunigung

Michael Wenke ist Unternehmer und nebenberuflich Landwirt und hat eine Vorliebe für alte Technik. „Weil sie noch überschaubar ist, man alles von vorn bis hinten nachvollziehen kann an der Mechanik“, so Wenke. „Der Enthusiasmus und die Entschleunigung spielen ebenfalls eine Rolle. Unser Traktor fährt nur 15 kmh und nicht wie sonst 50 kmh mit anderen Fahrzeugen. Und man sitzt nicht in der Kabine, sondern an der frischen Luft.“ Es sei auch im Sinne der Nachhaltigkeit, da die vorhandene Technik noch eingesetzt und repariert werde. „Genutzt werden die alten Traktoren z.B. zum Pflügen und Kartoffellegen“, sagt Thomas Scheinert. Er ist auch Landwirt und betreibt zusammen mit seinem Bruder Martin Scheinert, der Meister für Landmaschinentechnik ist, einen kleinen Laden für Gartentechnik in Struppen. Gemeinsam mit Michael Wenke bringen sie aus ihrer Sammlung insgesamt zwölf nostalgische Traktoren mit zum Oldtimertreffen. Der älteste ist von 1927 von der Firma Hanomag aus Hannover, eisenbereift mit roten Rädern und hellblauer Karosse, und fährt noch mit Benzinpetroleummotor, erzählt Thomas Scheinert und zeigt Bilder auf dem Handy von exklusiven Stücken aus seiner Sammlung. Darunter auch ein Lands Bulldog mit Glühkopfmotor und robust gusseisern von 1939 auch aus Mannheim. Die alten Traktoren stammen von den deutschen Kernmarken für Landwirtschaftsfahrzeuge Hannomag, Deutz und IHC. „Die alten Traktoren haben auch den Osten überlebt und wurden bis zur Wende noch eingesetzt in der Landwirtschaft in der Region und später dann viel alte Technik nach Holland verkauft“, so Scheinert.  Manch älteres Modell ersteht in Eigenbau wieder neu. Einen Traktor von Deutz aus dem Jahr 1954 nehmen sich gerade sein Sohn Alexander, 15 Jahre, und sein Kumpel Robby vor, so Thomas Scheinert. „Sie haben angefangen, ihn zu restaurieren. Es ist noch viel daran zu machen.“

Junge Leute machen
Oldtimer wieder flott

Alexander wurde die Leidenschaft für Traktoren schon in die Wiege gelegt, sagt sein Vater schmunzelnd. Mit einem Jahr ist er mit montiertem Kindersitz schon mit ihm auf dem Traktor mitgefahren. Inzwischen fährt er bereits selbst Traktor, schraubt mit und wäscht das Fahrzeug auch. Beim Oldtimertreffen ist Alexander natürlich auch dabei und begleitet das Traktorfahren für Kinder. Das erste Oldtimertreffen fand 2005 mit 30 Fahrzeugen statt. Inzwischen kommen bis zu 120 Oldtimer nach Struppen. „Die Hälfte sind Stammteilnehmer und es kommen neue hinzu“, so Wenke. Es gibt auch jedes Mal ein Fahrerlager mit Wohnwagen oder Schäferhänger und abends sitzen sie gemeinsam bei Grillwurst am Lagerfeuer beisammen und fachsimpeln über alte Fahrzeuge.
Rund 5 000 Besucher hatten sie schon zum Oldtimertreffen, so Wenke stolz. Es ist eintrittfrei. Die Initiatoren tun es aus Freude und Begeisterung für alte Traktoren und die Besucher erleben ein Stück vom Landleben. Bei vielerlei Aktionen wie Brotbacken, Pferdereiten für Kinder und einem Naturmarkt beim Haus- und Hoffest anlässlich 30 Jahre Landschlachthof in Struppen. Dazu sind kleine und große Besucher von 10 bis 17 Uhr zum Schauen und Probieren eingeladen.

Text + Fotos (lv)

Einen Moment innehalten, dann geht´s wieder zu den Fahrzeugen, die wohl wie gute, alte Freunde für sie sind. Thomas Scheinert, sein Sohn Alexander, Martin Scheinert, Hartmut Wenke und sein Sohn Michael Wenke freuen sich auf viele interessierte Besucher beim 11. Struppener Oldtimertreffen an diesem Sonnabend. 8 Uhr geht`s los. Mit Programm auch beim Hoffest den ganzen Tag über.

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Die 5. Kunstwoche Wilsdruff lockt zu vielfältigem Schaufenster-Bummel

25 Freitag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Kunstreiche Entdeckungen an ungewohnten Orten locken bei der 5. Kunstwoche Wilsdruff. Die Eröffnung ist diesen Sonnabend, den 26. April, um 14 Uhr am Markt in Wilsdruff. Die Initiatoren, unter ihnen Sibylle Bermich, freuen ich auf viele neugierige Besucher in den nächsten zwei Wochen. Foto: Roland Kaiser

Schaufenster verwandeln sich in Kreativräume

Bei der 5. Kunstwoche Wilsdruff laden 26 Künstlerinnen und Künstler in 22 Geschäften mit ihren Werken zu vielfältigen Entdeckungen ein.

Ein Kranich mit weit ausgebreiteten Schwingen ziert das Titelblatt auf dem Flyer. Der Frühlingsbote und Glücksvogel begleitet das reichhaltige Angebot der bereits 5. Kunstwoche Wilsdruff in diesem Jahr. Ab 26. April verwandeln sich zwei Wochen lang wieder Ladenschaufenster in Ausstellungsräume. Es beteiligen sich 26 Künstlerinnen und Künstler in 22 Geschäften der Innenstadt.

Von der Apotheke über Autohaus, Bücherstube, Blumenladen, Dachdecker, Optiker, Frisör, Mode bis zum Compterhändler öffnen die Inhaber ihre Geschäfte, um Kunst in aller Vielfalt zu zeigen. Da locken Originelles, Ungewöhnliches, Sehenswertes. Die Bandbreite reicht von Aquarell- und Ölmalerei, Comiczeichnungen, künstlerischer Fotografie, Muschelarbeiten, Töpferei bis zu Holzkulpturen. Die Teilnehmer stammen zumeist aus der Region und sind vorwiegend in ihrer Freizeit künstlerisch tätig. Das Projekt der Interessengemeinschaft Kunstwoche Wilsdruff wird gefördert aus einem Programm des Bundes für zukunftsfähige Innenstädte und Zentren. „Die Kunstwoche ist ein Herzensprojekt, das die Kreativität unserer Region sichtbar macht“, sagt Sibylle Bermich. Sie ist von Beruf Medizinische Fachangestellte. Die Kunst begleitet die 47-Jährige schon lange, als Leidenschaft, Ausdruck und Geschenk, sagt sie. Sie malt sehr gern mit Pastell- und Ölfarben, auch Aquarelle und gestaltet Bilder aus Filzwolle. Landschaften, Blumenwiesen in leuchtenden Farben und ein herzerwärmendes  Bild zum Schmunzeln über die „Erste Liebe“, wo zwei Kinder sich anhimmeln. Sibylle Bermich hat ihre Arbeiten in den Fenstern der Volksbank Wilsdruff bereits aufgehängt.

Sie ist schon zum 5. Mal bei der Kunstwoche dabei und neu im Organisationsteam. „Es war mir auch wichtig in diesem Jahr, den Ball mit anzuschubsen“, sagt sie. Einer der Initiatoren, Albrecht Ludwig, der Fotografie ausstellt, fragte sie letztes Jahr. Er brachte seinen Bekannten Andreas Körner mit, der Malerei zeigen wird. Doch er ist bereits mit einem ähnlichen Kunstprojekt in Meißen sehr beschäftigt. Die Dritte im Team, Krystina Nevoigt ist mit Tuschemalerei bei der Wilsdruffer Kunstwoche dabei. Bevor diese ausgefallen wäre, hilft Sibylle Bermich nun mit bei der Vorbereitung, hält beispielsweise die Kontakte zu den Künstlern. So lerne man auch neue Leute kennen. „Die Initiatoren haben die Kunstaktion in Pirna gesehen und gedacht: Wenn die das können, dann können wir das in Wilsdruff auch“, erzählt Sibylle Bermich. Sie hat sich gerade ein Atelier eingerichtet beim Um- und Ausbau eines Bauernhofs, den sie geerbt hat in Sachsdorf bei Klipphausen. Ihr Kreativreich befindet sich in einer 200 Jahre alten Scheune, wo ehemals der Werkstattraum ihres Großvaters war. Dort will sie dann künftig auch Malkurse anbieten.

14 Tage lang bis zum 11. Mai kann man die Kunst in den Schaufenstern bestaunen. „Es sind die Wilsdruffer ebenso wie Besucher von außerhalb eingeladen, hierher zu kommen in die Kleinstadt, die kleinen Läden zu besuchen und sich umzuschauen. Hier gibt es auch einiges zu entdecken“, sagt Sibylle Bermich. Für die Künstler sei es eine gute Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren. „Die Ladenbesitzer haben sich ganz gut gehalten, es gibt kaum Leerstand in der Innenstadt“, stellt sie fest. Die Kunstwoche trägt zu einer zusätzlichen Belebung der Innenstadt bei. „Es ist auch toll, bei den Ausstellungen mit Leuten ins Gespräch zu kommen, neue Anregungen zu bekommen für die eigenen Arbeiten, dass man vorankommt.“ Bei der Finanzierung der Kunstwoche trägt die Stadt Wilsdruff die Kosten für die Flyer und für die Musiker zur Eröffnungsveranstaltung. Die Künstler geben jeder zehn Euro dazu. Eröffnet wird die Kunstwoche am 26. April, um 14 Uhr auf dem Markt am Café Adler feierlich mit Sektempfang, musikalischer Umrahmung und anschließendem Schaufenster-Rundgang zu den Kunstwerken. Einige der Künstler sind vor Ort und begleiten die Besucher.

Text (lv)

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Neue Lyrik: Hasenjagd & Osterspaziergang in K.

21 Montag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Hasenjagd

Kater Flausch und die kleine
grauweiß getigerte schnuppern
an den grünen Zweigen
Schmetterlinge schwingen
und ein gelbes Ei rollt herbei
Doch der weiße Kater Lino liebt
den Hasen gar zu sehr
wirft ihn wirbelnd in die Luft
den Wicht
kennt die Osterbräuche nicht
knuddelt ihn arg auf Katzenart
in seinen Pfoten
hält ihn wohl für einen Feind
einen Eierdieb
das arme Langohr
weiß nicht wie ihm geschieht
hält sich an seinem Möhrchen fest
fällt auf den Rücken und zur Seite
Flausch spielt mit dem Stoffhasen
stupst ihn hin und her bewacht oder
behütet ihn
und springt auf meinen Schoß
der Hase mit dem Ei
sitzt unter Zweigen
wo versteckt sich die Liebe bloß

LV
20.4.2025

 

Osterspaziergang in K.

Nach der Ankunft am Bahnhof
geht eine Frau das weiße Haar
hochgesteckt blaue Jacke
gestützt auf den Rollator
die Straße entlang
einen Moment denk ich
das bist Du
Achtzig wärst Du jetzt schau ihr hinterher
in Blumen eingefasst
die Zahl 800
das Jubiläumsjahr blüht auf
vor der goldenen Gedenktafel für den
großen Dichter am Lessinghaus steht ein
leerer Blumentopf pflanz neue lila Blumen
zum Efeu und gelbe Primeln am Grab
mit dem steinernen Jungen nah
an dem Baum mit dem Aussichtsbalkon
Lessings Lieblingsplatz einst mit weitem Blick
auf Täler und Höhen wo sein Nathan reifte
am Kirchturm St. Marien fliegen Tauben auf
bei jedem Glockenschlag
ein Kerzenglas mit sacht lodernder Flamme
wacht auf einer Steinmauer dahinter das Weiß
der Obstbäume und ein ziegelrotes Haus
immer noch verfallen eine weiße Gardine hängt
vor einem Fenster und ein Vogelhaus steht
auf der Wiese sie kennt das Haus fast am
Ortausgang
in dem früher ein Spielzeugladen war
aus der Familie ihrer Großmutter
das Kindheitshaus auf der Heinrich-Heine-Straße
steht schon lange nicht mehr
Löwenzahn sprießt zwischen den Steinen der alten
Gassen unzählige Sonnentupfen säumen die
altvertrauten Wege hinauf zum Zaubergarten mit den
hohen alten Bäumen dem betörenden Duft von
Azaleen und prächtigen Rhododendron von denen
die ersten schon in voller Blüte stehen in weiß lila
purpur und rosé aufscheinen
wie Blütengänge in eine andere Zeit führen
verzaubert mit Stille und
Verschwiegenheit
Wo Baumreste und Wurzeln neue Blüten treiben
Anmutiges und Wildes sich aneinander reiben
hinter hohen Tannen und Büschen plötzlich
eine Osterglockenwiese hervor wächst
und schon auf dem Rückweg von der fast
menschenleeren Ausflugsterrasse doch noch ein
schwarz weißes Fellknäul auftaucht sich kurz
umsieht und hinter einen Rhodendronbusch
huscht als wolle sie zum Versteckspielen locken auf
wundersamen Wegen wahrhaftig eine Hutbergkatze
am Zugfenster spiegelt sich die Abendsonne
in einem Waldsee färbt den Himmel
fliederfarben vom Duft der Zweige die neben ihr
liegen

LV
20.4.2025

Foto (lv)
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Bäume sind Lebensräume: Praxistag für Freunde alter Bäume auf der Baumallee in Sayda

05 Samstag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Natur, Unterwegs

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„Bäume sind Lebensräume“. Unter diesem Motto stand auch der heutige Praxistag für Freunde alter Bäume auf der Allee in Sayda bei Freiberg. Zu ihnen gehört der Baumpate Dr. Volker Beer.

Ein seltener Anblick und zauberhaft zu allen Jahreszeiten sind die Alleen mit geschlossenem Kronendach in der heutigen Zeit. Fotos (6): Volker Beer
Blick in den Mortelgrund auf die Baumallee in Sayda in einer Aufnahme aus den 1930er Jahren. Foto: Walter Möbius

Besondere Pflege für seltene Baumallee in Sayda

Beim Praxistag für Freunde alter Bäume besuchen Baumpaten die alten Gehölze und pflanzen neue Bäume an der Allee Alte Mortelgrundstraße in Sayda am Sonnabend.

Mit weit ausladenden Baumkronen und noch kahlen Zweigen, die ineinander verflochten ein Schutzdach bilden, stehen die hohen, alten Bäume beidseits Spalier für Spaziergänger. Der Weg durch die Baumallee in Sayda bei Freiberg führt inmitten von Wiesen und Feldern entlang. Es ist still und beschaulich. Keine Menschenseele weit und breit. Der Blick wandert umher zu den Hügelketten und dem Wald weiter hinten. Aus wolkenreichem, blauem Himmel zeichnen Sonnenstrahlen die filigranen Baumumrisse am Boden nach.

„Das Besondere ist, dass die Baumallee noch beidseitig auf unbefestigtem Weg vorhanden ist wie sie im 19.Jahrhundert aussah“, sagt Dr. Volker Beer. Man fühlt sich bei ihrem Anblick wie in in eine andere Zeit versetzt. Er hat Chemie studiert, promovierte am Forstinstitut in Tharandt auf dem Gebiet der Naturstoffchemie und arbeitete danach im Umweltforschungsinstitut Leipzig. Inzwischen ist er im Ruhestand und immer noch aktiv in der Umweltbildung und -beratung. Seit drei Jahren wohnt Volker Beer in Sayda und schaut vom Fenster seiner Wohnung aus auf die eindrucksvolle Baumallee. „Die Allee ist Teil der historischen Salzstraße, wo ehemals Postkutschen entlangfuhren. Eine Route führte von Halle über Leipzig ins Erzgebirge über Freiberg und an Sayda vorbei bis nach Prag“, so Beer. Im Gasthaus „Kleines Fuhrwerk“ auf der gegenüberliegenden Seite der Baumallee machten sie Halt und wechselten die Pferde aus. Die Wellen von den Wagenspuren sind sogar noch erhalten im Wald am Hochmoor als Bodendenkmal.

Lückenbepflanzung auf der Baumallee

Irgendwann im 19. Jahrhundert wurde dann der Weg, der von Sayda zu den alen Mühlenanlagen und Fischteichen im Mortelgrund führt, beiderseits mit Laubbäumen bepflanzt. Auf einem Foto von ca. 1930 ist eine dichte Allee zu sehen. Zu der Zeit gehörten diese Straßenbaumreihen noch zum typischen Bild im Osterzgebirge. Inzwischen sind alte Alleen mit geschlossenem Kronendach selten geworden. „Es sind einige größere Lücken schon in der Allee zu sehen, auch Baumstümpfe und ein Baum musste letztes Jahr gefällt werden“, so Beer. Es fehle ca. ein Fünftel des alten Baumbestandes. Ein junger Baum reckt sich zwischen den hohen Baumveteranen. Und es wird weiter nachgeplanzt.

Zehn neue Bäume werden gepflanzt, so Beer, beim diesjährigen Praxistag für Freunde alter Bäume an der Allee Alte Mortelgrundstraße in Sayda am 5. April ab 10 Uhr. Die Aktion wird veranstaltet vom Naturschutzverein Grüne Liga Osterzgebirge, die ihr Büro in Dippoldiswalde hat. Unterstützung dafür kommt innerhalb eines slowakisch-deutschen Gemeinschaftsprojekts mit dem Lehrstuhl für Umweltökologie der Universität Bratislava und in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Polàna aus dem Baumdenkmalpatenprogramm noch bis 2026 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Unter dem Motto „Bäume sind Lebensräume“ entwickelt sich im Osterzgebirge ein Netzwerk von ehrenamtlichen Baumdenkmalpaten. Rund 30 Teilnehmer aus dem ost- und mittelsächsischen Raum werden zu dem Baumpaten-Treffen in Sayda erwartet. Sie besuchen jährlich ihre Patenbäume und dokumentieren deren Vitalitätszustand.

Alter und Trockenheit setzen den Bäumen zu

„Auf der Allee stehen Berg- und Spitzahorn, Rotbuchen und Eichen, die 120 bis 130 Jahre alt sind. Sie können bis zu 200 Jahre alt werden“, sagt Volker Beer, der seit drei Jahren bei dem Baumpaten-Projekt mitmacht. „Die Bäume erkranken altersbedingt, aber auch durch Witterungseinflüsse, vor allem die extreme Trockenheit in letzter Zeit.“ Beer pflegt elf Bäume als Baumpate, zwei auf der Baumallee in Sayda, zwei alte Linden in Zethau und drei wertvolle Bäume im Schlosspark Pfaffroda, der um 1750 angelegt wurde. „Mit diesem Aktionstag wollen wir Bäume wieder mehr in den Mittelpunkt rücken als eigener Natur- und Lebensraum für die Menschen, als Erholungs- und Erlebnisorte in der Natur und als Kulturraum“, so Volker Beer. Luther- oder Friedenseichen wurden einst besonders geschützt. Und an der Dorflinde stand eine Bank, wo die Leute sich getroffen haben. Dieses Miteinander will der Baumfreundetag auch ein Stück wiederbeleben, hofft Beer. In der Kaufhalle wird er immerhin schon auf die Aktion angesprochen, sagt er lächelnd. Im Heimatmuseum gibt es am Sonnabend auch einen Vortrag über alte Bäume. Volker Beer bietet Führungen für Interessierte rund um Ökologie, Meterologie und Naturschutz an. In der „Grünen Schule“, einer Freizeiteinrichtung in Zethau geht er mit Schulklassen in den Wald, zu Tümpeln und Tiere, Bäume und Pflanzen bestimmen. „Oft können Schüler heute einen Nadel- und Laubbaum nicht mehr unterscheiden, erlebt er.

Text + Fotos (lv)

Kontakt: www.baumdenkmale.org; http://www.osterzgebirge.org/de/category/natur-erkunden/wetter

Am kommenden Wochenende lädt die Grüne Liga Osterzgebirge wieder Naturfreunde zu einem Bäumchenpflanz-Wochenende ein vom 11. bis 13.4.

Los ging es am Fr ab 13 Uhr am Kahleberg bei Altenberg. Zum Pflanzeinsatz hatten sich auch 50 Schüler aus Altenberg angemeldet.

Am 12.4. beginnt der Naturschutzeinsatz um 9 Uhr am Wanderweg vom Bielatal Richtung Bärenstein am „Hiekenbusch“. Mit Mittagsverpflegung im Wald und Kaffeetrinken. Es sollen rund 150 neue Weißtannen, Traubeneichen und Rotbuchen neu gepflanzt werden und Pflegemaßnahmen an Jungbäumen ausgeführt werden.

Übernachtung, Verpflegung und ein Bildervortrag über eine Südamerika-Radtour sind dann abends in der Biotoppflegebasis Bielatal möglich.

Am So., dem 13.4., von 9 bis 13 Uhr findet außerdem noch eine Exkursion zu wertvollen Gehölzen rund ums Bärensteiner Bielatal statt.

Interessierte für die Baumpflanzaktion können sich anmelden bei Jens Weber von der Grünen Liga Osterzgebirge per email an: jens@osterzgebirge.org


Naturkultur: Bei Waldführungen bringt Volker Beer, Mitglied der Grünen Liga und Baumpate Interessierten aller Altersgruppen die heimische Flora und Fauna fachkundig und aus unmittelbarem Erleben nahe. Der Wald ist nicht nur die Summe der Bäume… Er erzählt Vieles vom Wald, dem Förster und Jäger und dem Ökosystem.   
Regelmäßig geht Beer auch mit Schulklassen aus der „Grünen Schule“ in Zethau, einer Freizeiteinrichtung bei Freiberg, auf Entdeckungsreise mit allen Sinnen in den Wald.
Fotos: Volker Beer

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Besonderes HimmelsSchauspiel: Partielle Sonnenfinsternis am Astronomietag mit dem Astroclub Radebeul

29 Samstag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Faszination an der Welt der Sterne & fernen Himmelskörpern: Mit einem riesigen Teleskop kann man sie sehen, beobachten und Erinnerungsfotos machen. Martin Fiedler und Sebastian Kobelt vom Astronomieclub Radebeul e.V. freuen sich auf viele Besucher in der Sternwarte am Astronomietag am 29. März, ab 11 Uhr. Da lockt ein besonderes Ereignis am Himmel, eine partielle Sonnenfinsternis genau um 11.58 Uhr.

Besuch in der Welt der Sterne

In die faszinierende Weite des Universums eintauchen, ferne Planeten und Galaxien durch Fernrohre sehen, können Besucher bei den Himmelsbeobachtungen mit dem Astroclub Radebeul e.V. Mit Sternpatenschaften kann man seine Projekte unterstützen.

Hoch auf einem Hügel nahe der Weinberge, das Lichtermeer im Elbtal vor Augen, scheint der Himmel greifbar nahe. Auf der Terrasse der Sternwarte und dem Planetarium in Radebeul kann man mit großen Fernrohren in die Tiefen des Universums eintauchen, Mond, Planeten, Galaxien und vieles mehr beobachten. Jeden Freitag ab 20 Uhr, bzw., 21.30 Uhr zwischen April und August, finden dort auf den Ebenbergen 10a die öffentlichen Himmelsbeobachtungen, bei klarer Sicht im Freien, mit dem Astroclub Radebeul e.V. für Besucher statt. Bei bedecktem Himmel erhalten sie im Planetarium bei einer Präsentation Einblicke in den virtuellen Sternenhimmel, zu wundervollen Sternbilder nach uralten Sagen und Geschichten und Himmelsobjekten.

In der Beobachtungshütte nebenan stehen zwei riesige Teleskope, die mit hoher Präzision Himmelsobjekte ansteuern können. Dazu wurde außerdem eine hochempfindliche, astronomische Kamera installiert, die hochwertige Aufnahmen ermöglicht. Vorn am Gerät ist ein gelber Schaumgummiball angebracht. „Damit die Besucher sich in der Dunkelheit nicht an den Kopf stoßen“, sagt Martin Fiedler. Er hat Geografie an der TU Dresden studiert, arbeitet als Software Quality Engineer und ist seit 1995 Mitglied des Astroclub Radebeul e.V. Im Mai hat er sein persönliches 30-jähriges Jubiläum. „Der Sternhimmel, dieses Unerforschte“, reizt Fiedler. „Man möchte wissen, was gibt es da und wir wollen in der Sternwarte die eigene Freude an der Astronomie an die Besucher weitergeben.“ An den Wänden hängen Farbaufnahmen von der Sonne und Planeten und einer Langzeitbelichtung von Sternen, die einen rotierenden Kreis um den Hinmelnsnordpol bilden. Zusammen mit Sebastian Kobelt vom Vereinsvorstand bringt Martin Fiedler das große Spiegelteleskop in Stellung.

Die Männer schieben das Dach der Bobachtungshütte zur Seite, der Regen hat nachgelassen. Sebastian Kobelt steigt auf die Leiter am Fernrohr, richtet es ein und schaut nach oben. An diesem Abend bleibt der Himmel dunkel verhangen. „Das Weltall, das große Unbekannte und die Verbindung zur Raumfahrt sind spannend. Hier gibt es immer etwas Neues, immer neue Erkenntnisse“, sagt Kobelt, der als Ingenieur für Medizintechnik im Bereich Strahlenschutz in Rossendorf arbeitet. Seit 1997 arbeitet er mit im Astroclub Radebeul e.V. „Beobachten, Rückschlüsse ziehen durch Experimente. Das Weltall ist so unendlich groß. Keiner kann genau sagen, ob auf Exoplaneten um fremde Sterne anderes Leben existiert.“ Der Mars sei vielleicht ein Kandidat, dort wurde schon Wasser entdeckt, eine gute Voraussetzung. „Es gibt regelmäßig Meldung, dass neue Exoplaneten entdeckt werden“, so Kobelt. Die Planeten sehe man jedoch nicht wirklich wegen der zu großen Entfernung. „Ob es in unserer Milchstraße hundert weitere Zivilisationen gibt, kann keiner sagen. Das ist auch das Schöne, jeder kann seine Fantasie schweifen lassen.“ Er rechne nicht damit, mal einem Außerirdischen zu begegnen in seinem Leben. Das hindert ihn aber nicht, mit dem Fernglas auf der Terrasse gebannt in den weiten Himmel zu schauen.

“Jetzt im Frühjahr kann man den Orionnebel, das Sternbild Löwe und die Milchstraße abends gut sehen“, so Kobelt. Insgesamt gibt es 88 Sternbilder. “Durch die Fernrohre können die Besucher die Venus, Jupiter oder Mondkrater und Kugelsternhaufen sehen, das sieht schön aus. Oder auch Gasnebel, wo die Sterne entstehen und Überreste von Supernovaexplosionen“, erzählt Martin Fiedler. „Es ist immer wieder ein anderer Sternenhimmel je nach Jahreszeit.“ Die Faszination an der Welt der Sterne und fernen Himmelskörpern und ihrer Erforschung verbindet die derzeit 105 Mitglieder im seit 1991 bestehenden Astroclub Radebeul e.V. Es gibt auch eine Schüler Astro AG. Um die zehn bis zwölf Hobbyastronomen zeigen und erklären bei den Führungen den kleinen und großen Besuchern beim Blick durch die Fernrohre, was sie sehen. Acht bis zehn Teleskope am Abend sind im Einsatz, so Fiedler. Die Begeisterung bei Familien mit Kindern sei groß jedesmal, wenn sie den Mond das erste Mal nicht glatt wie einen Pfannkuchen, sondern mit Schatten und Strukturen sehen und ihn durch das Fernrohr fotografieren können per Handy. „Bei schönem Wetter kommen weit über 100 Besucher in die Sternwarte der Stadt Radebeul.“ Daher empfiehlt er, Eintrittstickets vorher zu reservieren über die Homepage.

Für Kosmos und Natur interessiert sich auch Rudolf Semenský. Er ist Fachinformatiker, seit einem halben Jahr im Astroclub Radebeul und kommt aus Meißen jeden Freitagabend hierher, um Gleichgesinnte zu treffen, sich auszutauschen und Besuchern an denTeleskopen und bei den Aufnahmen vom Sternhimmel zu helfen. „Der erste Blick durchs Fernrohr war wie neugeboren zu sein, weil sich eine neue Welt eröffnet hat“, schwärmt er. „Es wäre unglaublich, zu denken wir wären alleine angesichts von Milliarden Galaxien und Sternen. Wenn man in den Himmel schaut, merkt man auch wie klein wir auf der Erde sind“, sagt Rudolf und zeigt auf seinen Bauchnabel. „Wir sind nicht der Nabel der Welt. Durch die Modernisierung haben die Menschen den Kontakt zur Natur verloren. Mit eigenen Augen und Gefühl die Wirklichkeit ansehen“, ist ihm wichtig.

Im Astro-Shop kann man drehbare Sternkarten, Globen, Mondlampen, Sternzeichen-Tassen und Bücher über das Abenteuer Weltraum kaufen. „Mit dem Erlös refinanzieren wir unsere Technik und Betriebskosten“, so Astroclub-Vorsitzender Martin Fiedler. Im Foyer steht neben musealen Raritäten und gefundenen Meteoriten ein Astromat mit intergalaktischen Dingen und Spielen zum Erwerben. Innerhalb der Spendenaktion „Radebeuler Himmel“ können Sterngucker und Astronomiebegeisterte auch Sternpatenschaften übernehmen und damit die Projekte des Astroclubs Radebeul unterstützen. Dadurch konnte das erste große Teleskop 2005 für 35 000 Euro gekauft werden, mit dem schon einige Asteroiden, vom Astroclub entdeckt wurden. „Je heller der Stern, desto höher der Preis“, so Fiedler zur Aktion. Sternpate kann man schon ab zehn Euro werden. Dann sei der Stern gerade so sichtbar. Ein Student aus Dresden habe zu Beginn der Aktion 1999 für 12 000 DM die Sternpatenschaft für den Sirius für seine Freundin übernommen, erzählt Fiedler, der ihm dafür die Urkunde ausstellte. Derzeit werden Spenden für ein spezielles Sonnenspektroskop und eine barrierefreie Beobachtungsstation mit einem auf Augenhöhe einstellbaren Teleskopeinblick für Rollstuhlfahrer gesammelt, so Fiedler.

Text + Fotos (lv)

Das nächste Highlight wird der Astronomietag 2025 mit partieller Sonnenfinsternis am 29. März, ab 11 Uhr in der Sternwarte mit umfangreichem Programm und Blicken durch die Teleskope zusammen mit dem Astroclub Radebeul e.V.

Die öffentlichen Himmelsbeobachtungen mit dem Astroclub Radebeul finden immer freitags im April bis August um 21.30 Uhr statt, von Sepember bis März um 20 Uhr.

Weitere Informationen unter:
http://www.sternwarte-radebeul.de


Bei bedecktem Himmel funkelt im Planetarium der Sternwarte Radebeul der virtuelle Sternenhimmel und ziehen wundervolle Sternbilder vorbei.

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Ein von Raben gestohlener Pass & eine Liebesgeschichte in Zeiten des Umbruchs: der Roman „Joanna“ von Hans-Haiko Seifert

04 Dienstag Feb 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Zärtliche Zischlaute, Eric Clapton im Stalinpalast und selbst gebrautes Bier aus der Waschmaschine

Mit seinem ersten Roman „Joanna“ erzählt der Dresdner Autor Hans-Haiko Seifert episodenreich in 67 Geschichten eine wunderbare, abenteuerliche, geheimnisvolle und spannende Liebesgeschichte, die im Sommer des Aufbruchs 1980 in Polen spielt.

Gerade als er aufbricht in jenem Herbst, kehrt der Sommer noch einmal zurück ins Tal, hockt noch behäbig in den Weinbergen und auf den Wiesen am Fluss. Doch für ihn gibt es kein Halten mehr! Ein bisschen wehmütig, ein bisschen belustigt macht Georg sich auf den Weg, jedoch nicht in den Westen wie viele andere damals aus Ostdeutschland, sondern in Richtung Osten, nach Warschau. Verlässt das „schlafende Land“ wie er die DDR nennt und die „schlafende Stadt“ Dresden. Hat genug von den „Belehrern und Bekehrern, den Weltvermessern und Grenzenabsteckern.“, von Tristesse, verfallenen, schmutzigen Häusern, die zurückbleiben. Er versteht kein Wort Polnisch, kennt nicht die Gepflogenheiten dort, er will nur weg, in ein neues, anderes Morgen und sich frischen Wind um die Nase wehen lassen. Stürmischen Ostwind gibt es häufig in Warschau an der Weichsel und vieles Andere, Aufregende, Ungewohnte. Und kaum hat Georg, 22 Jahre, der zum Studium hergekommen ist, sich etwas eingelebt, beginnt in Polen der Sommer des Aufbruchs 1980 und wird er Augenzeuge großer Veränderungen und Weichenstellungen der Weltgeschichte.

Eine Reise, die tief in die Vergangenheit führt mit Erzähl-Stationen, die wie am Zugfenster vorbeifliegende, wechselnde Landschaften und Orte aufscheinen, die faszinieren, erschrecken, sich festhaken oder wieder verschwinden, ist „Joanna“ von Hans-Haiko Seifert. Es ist ein Roman in 67 Erzählungen, die wie Streiflichter, ein Puzzle aus Erinnerungen, Eindrücken, Episoden und Begegnungen miteinander verwoben sind zu einem Ganzen, einem prägenden Kapitel im Leben des Ich-Erzählers (erschienen 2024 im Thelem Verlag, 400 Seiten, 24,80 Euro.) Es ist sein erster Roman. Man kann es hintereinander lesen oder einzelne Geschichten herausgreifen, die mit Überschriften versehen in sich abgeschlossen sind, manche nur zwei Seiten kurz, andere über 15 Seiten lang.

Der Erzählfaden wird immer weiter geknüpft, man sieht und erlebt mit den Augen von Georg als Beobachter, Fremder und Wahlwarschauer, wie er lebhaft atmosphärisch und detailliert das „Lied der fremden Stadt“, ihren Rhythmus und ihre Alltagsgeräusche, im Stakkato der Presslufthämmer, Kirchenglocken, Fluchen der Männer und Geschrei spielender Kinder auf der Straße wahrnimmt. Wie er in einer Milchbar ein einfaches Frühstück bestellt, kaum ein Wort versteht, und kalte Nudeln mit Erdbeersoße zum süßen Milchkaffee bekommt. Wie er zufällig im Gmach Glówny, dem Hauptgemach der Technischen Hochschule, einem Gebäude voll labyrinthischer Gänge in einem Raum eine hingebungsvoll spielende, junge Cellistin in nachtblauem Samtkleid und langem Haar sieht, ein paar Worte mit ihr wechselt. Sie reden über Philosophie, über Dinge, die man nicht anfassen und dennoch begreifen kann wie die Liebe. Sie lachen über die Raben, die seinen Pass gestohlen haben aus dem Rucksack am Fenster. Zum Abschied küsst sie Georg auf die Wange und flüstert ihm mit leisem Wispern und Zischeln etwas ins Ohr, das er nicht versteht. Dann ist sie schon verschwunden und er weiß nicht einmal ihren Namen.

Mit „Joanna“ erzählt Seifert eine wunderbare, abenteuerliche, geheimnisvolle und spannende Liebesgeschichte in Zeiten des Umbruchs. Auf der Suche nach ihr lernt Georg die riesige Stadt und ihre Menschen näher kennen, taucht tief in ihre Geschichte und Kultur ein. Dabei schildert er kenntnisreich, liebevoll, mit leicht ironischem Unterton und nahegehend wie aus Träumen und Erinnerungen aufsteigende Lebenswege und Schickale, die manchmal abrupt abbrechen. Wie er muss sich auch der Leser erst einmal hinein und zurecht finden in der Fülle von Namen, Straßen und Plätzen voll schwer aussprechbarer Zischlaute. Musik spielt eine große Rolle im Buch, von Bach, Frank Zappa, Eric Clapton-Konzert im Stalinpalast bis zu Georg Friedrich Händels „Der Messias“ und er spielt mit dem Wortklang der anderen Sprache. Es passieren seltsame Dinge. Ein Messingkästchen fällt in einen Lichtschacht im Gmach Glówny, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat. Ein polnischer Philosophieprofessor erklärt Georg die jüdische Weisheitslehre und Zahlenmystik der Kabbala. Eine Verkäuferin im weißen Kittel, mütterlich und mit großem Busen und Herz, steckt dem Student ein eisiges Hühnchen unter den Pullover, während draußen eine Schlange Frauen in dicken Wintersachen ungeduldig auf Fleisch wartet, das gerade mal wieder rar ist in Krisenzeiten. Davon kocht er später eine stärkende Hühnersuppe gegen seine Erkältung.

Nacheinander tauchen verschiedene Figuren in den Geschichten auf, die Georg ein Stück des Weges begleiten und von denen er erzählt. Begonnen bei Pani Gosia, der alten Pförtnerin im Wohnheim, die ihm ansieht wie es ihm geht und ein selbst gebundenes Schreibheft für seine Notizen gibt, Piotr, der Pole aus Chicago im Zug nach Warschau, den er später in einer Kirche wiedertrifft, wo er endlich auch Joanna wiedersieht, die dort musiziert. Jacek, sein Mitbewohner, ein Hüne im Holzfällerhemd, der aus einem Dorf im Urwald von Bialowiez stammt und wunderliche altdeutsche Worte aus Grimms Märchen sagt, die er im Deutschunterricht lernte. Es stellt sich heraus, dass Georg sich mit dem falschen Namen als Grzegorz, auf deutsch Gregor, angemeldet hat. Georg heißt auf polnisch Jerzy. Und Jacek erklärt ihm das Wort „Demoludy“. Das klingt wie Demolieren, sei aber die Abkürzung für alles hier, also „demokracje ludowe“, Volksdemokratien. „Ostblock eben. Dieser ganze Schrottladen“, sagt Jacek, der sich heimlich mit Wojtek in der Protestbewegung Solidarnosc engagiert. Wojtek vom Radio Akademik, der schon am Morgen seine Sendung mit Led Zeppelin begann. Der Violinstudent von der „Fliegenden Uni“, die in Wohnzimmern heimlich Vorlesungen in Geschichte und Politik mit kritischen Dozenten veranstalten. Einmal steht er mit zugeschwollenem Auge und Resten von Blut an der Nase und dem weißen Hemd im Zimmer, nachdem die Vorlesung überfallen wurde. Die Studenten bestellen Hektographie-Geräte aus Düsseldorf, um Flugblätter zu kopieren. Immer hinter Georg her, mehr als ihm lieb ist, ist Mitstudentin Sibylle, die mit ihrem kurzen schwarzen Haar Joan Baez, der amerikanischen Liedermacherin ähnelt, doch sehr beflissen auf die offizielle Linie achtet und Georg regelmäßig das Parteiblatt „ND“ an die Türklinke klemmt, das gleich auf dem Stapel neben der Tür landet. Herrlich komisch die Szene, als Jacek in einer alten Waschmaschine WM 66 in Georgs Zimmer Bier braut! Und Joanna ihr Cello gerade noch so vor Nässe und Hitze retten kann. Wenig später stoßen sie nach Wojteks Radiosendung zum Streik der Werftarbeiter in Gdansk zusammen mit dem selbst gebrauten Bier an und nennen es Piwo Solidarnosci, Solidaritätsbier.

Es ist die Geburtsstunde der ersten Freien Gewerkschaften Anfang der 1980er Jahre in Polen, die Arbeiter stellen politische Forderungen für ihre Rechte, es geht um Pressefreiheit und Freiheit der politischen Gefangenen. An den Hochschulen gründen sich unabhängige Studentengewerkschaften. Jacek sagt spöttisch zu Georg, als der im „ND“ vergebens einen Beitrag über den Streik in Gdansk sucht, in Deutschland seien „Revolutionen untersagt. Weil es verboten ist, den Rasen zu betreten!“

Wenig später steht Georg mit Joanna in einem wilden, verlassenen Garten am Stadtrand von Warschau, auf einem Hausdach, voller Blumen und Gemüse, die in Eimern und Zinkbadewannen wachsen und auf dem Tisch steht noch eine Flasche Apfelsaft, der wie Bernstein schimmert durch das gefrorene Eis. Das wirkt surreal, traumhaft und endet jäh, als plötzlich der Sicherheitsoffizier und sein Mitarbeiter vom brutalen Verhör vorher durch die Dachtür heraustreten und Georg und Joanna in der Laube den Atem anhalten. Das wirkt schon etwas aufgesetzt so ein Zufall. Ähnlich rätselhaft seine Familiengeschichte mit dem unbekannten Großvater. Georgs Mutter schickt ihm eines Tages ein Päckchen, in dem eine alte Kiste, in der er seine Buntstifte aufbewahrte, mit Familienfotos liegen, die seine Eltern fanden als sie Großmutters Wohnung ausräumten. Er sieht es an und staunt über die Ähnlichkeit nach zwei Generationen und fragt sich, warum er ihn nicht kannte, ob er jung gestorben ist?

Unterwegs sieht Georg immer wieder einen alten Mann im langen, schwarzen Mantel, mit dichtem Bart und traurigen Augen, dem er quer durch die Stadt folgt, der ihn aufmerksam und schweigend mustert, als erinnere er ihn an jemand und der ihm dicht beschriftete Papierrollen, auf die Ränder von abgeschnittenem Zeitungspapier geschrieben, mit seiner Lebensgeschichte stumm überreicht. Diese Erzählungen von „Mendels Rollen“, einem jungen Mann, der in einem Dorf in Galizien mit seiner Mutter und Geschwistern aufwuchs, Bücher und die alten Schriften liebte und da seine Familie arm war, beim Rabbi speisen durfte und den er zu seinem Bruder nach Warschau schickte, um bei ihm zu wohnen und weiter zu lernen und studieren und dann kommt alles anders, ragen heraus aus dem Buch und bieten schon reichlich Stoff für einen Fortsetzungsroman. So bleibt vieles fragmentarisch. Es geht um eine heute fast vergessene, im Zweiten Weltkrieg untergegangene Kultur, um einstiges jüdisches Leben in Warschau, bei dem Glanz und Elend, Freud, Leid, Hoffnung und Enttäuschung nah beieinander liegen bis zum mutigen, dramatischen Aufstand im Warschauer Ghetto gegen die deutschen Nationalsozialisten. Diese Erzählungen von Mendel, der einst in Warschau frohen Mutes ankam in ähnlichem Alter wie Georg, berühren und erschüttern besonders in diesem Buch, weil man auch wenig weiß über damaliges jüdisches Leben. Alle Figuren sind frei erfunden. Die Aufzeichnungen des Mendel sind inspiriert durch Roman Vishniacs Fotografien in den beiden Bänden „Verschwundene Welt“ und „Wo Menschen und Bücher lebten“, erfährt man vorn im Buch. Dass dieses auch autobiographische Züge des Autors hat, lässt sich erahnen. Einmal fragt sich Georg, ob er jetzt in dieser Stadt heimisch sei und stellt fest: „Wo immer ich etwas zu lesen hatte, war ich zu Hause!“

Zum Schluss kriecht der Marienkäfer vom Buchtitel über den Briefbogen mit der Vorladung vom Ministerium und er fliegt auf und davon durchs weit geöffnete Fenster. Hinaus in die Kälte. Was wie die Freiheit aussah, war sein sicherer Tod, denkt Georg. Rückkehr wohin? Wo ist Zuhause? Das lässt das Buch offen. Wer ist Georg oder Gregor jetzt eigentlich, ein polnischer Deutscher oder ein deutscher Pole?! Das darf der Leser für sich entscheiden. Man würde ihn, Joanna, Jacek und die anderen in diesen verrückt-abenteuerlichen, komischen, nostalgischen und anrührenden Geschichten gern noch weiter begleiten durch diese weit ostwärts gelegene Großstadt mit ihren breiten Alleen, Parks, all ihrem Licht und Schatten, Vierteln mit schwarzen, toten Häusern, prunkvollen historischen Bauwerken und modernen Neubauten, voll Neugier, Sehnsucht und Aufbruchsgeist, durch allen Mangel und Enge der Zeiten einfach so hindurch dem Lauf des Lebens folgen.

Text + Foto (lv)

Infos + Kontakt zum Autor:
http://www.seifert-dresden.de

Veranstaltungstipp

Ein Lesung aus seinem Roman „Joanna“ mit Hans-Heiko Seifert gibt es am 6. Februar, 15 Uhr in der Bibliothek Leubnitz-Neuostra, Corinthstraße 8, in Dresden. Um Anmeldung wird gebeten unter: leubnitz-neuostra@bibo-dresden.de

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Neue Lyrik & BilderAlbum: Kindheitswege im Advent & Stiller Zauber & Gebrauchswert

26 Donnerstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Die Ausstellung „Flechtwerk“ zeigt Gemeinschaftsarbeiten von der aus Kamenz stammenden Malerin Angela Hampel und dem Druckkünstler Udo Haufe derzeit im DaDa-Zentrum Kamenz.

Kindheitswege im Advent

Das märchenhafte backsteinfarbene Rathaus
mit den vielen Türmchen wieder ohne Baugerüst
ein Tannenbaum steht Spalier und ein paar schwarze
Karossen parken davor auf dem Marktplatz fast
menschenleer ragt auf und leuchtet wie die
Weihnachtssterne ringsum hoch über den engen
Häusergassen mit farbigen und uralt abgeblätterten
Fassaden und Fensterläden
Flechtwerk zeigt eine Ausstellung aberwitzig im
DaDa-Zentrum in der Zwingerstrasse die
Verflechtungen zwischen Mensch- und Tierwelt
ein Wichtelautomat steht neben dem Brunnen auf
dem Markt zum Geschenke hinlegen und mitnehmen
für alle
das Wort Buchhandlung fällt auf
ob sie auch etwas von Lessing haben
der noch an Liebe Weisheit und Vernunft glaubte
bringt das noch etwas heute
Erinnerungspfade an den Dichter hat seine
Heimatstadt liebevoll hergerichtet und ausgeschildert
an der Stelle seines Geburtshauses das ein
Stadtbrand auslöschte golden auf schwarzem Grund
steht es noch auf der Gedenktafel mit blättriger Schrift
sein Name
stelle ihm einen roten Weihnachtsstern ins welke Laub
ein weiterer leuchtet ein Stück weiter auf dem
Kirchhof St, Marien am Grab des Jungen der steinern
die Zeiten überdauert
gegenüber unter dem knorrigen alten Baum auf der
Steinbank mit Holzleisten rundem Tisch und
geschwungenem Geländer des Aussichtsplateaus
war einst Lessings Lieblingsplatz mit weitem Blick
auf die sanft hügelige eigentümliche Lausitzlandschaft
efeuumwucherte Bäume recken ihre dunklen Zweige
wie Traumwächter in kahler Ödnis
in den regengrauen Dezemberhimmel ein paar Meter weiter
feiern sie ihr eigenes Fest in wogender Pracht hoher
und winziger Tannen und vieler zauberhafter
Gewächse auf dem Hutberg

LV
25.12.2024

Stiller Glanz

Ein Schwingen und Klingen
in aller Stille im Glanz der Regentropfen
der auf Zweige fällt
Federbüschel aufgefächert in alle Richtungen
wie Strahlen Segel Sensoren recken sich
an jungen Kiefern wie grünes Lametta
die dünnen Stämmchen kaum ein Finger breit
tragen lange Zapfenketten mit dem Duft
von frischem Baumharz in der Luft
und an den Fingern
aufgereiht stehen die Bäumchen
Blautannen Fichten und ein Nadelhaariger
im Drahtgehäuse einen Zweig heraus gereckt tastend
auf der Lichtung inmitten der hohen Tannenbäume
ihre Zweige wiegen herab zu den Winzlingen
die ihre weichen samtgrünen Arme ausbreiten
und winken
die nie im Lichterglanz von Weihnachtsstuben stehen
werden
sie wurzeln wogen und glänzen hier draußen
im Freien
unter hohen Baumwipfeln
Feiern ihr eigenes Fest
mit den vielen anderen sie umarmenden Nadel- und
Blätterspitzen und wundervollen Gewächsen
aus unzähligen Rhododendronbüschen wachsen
schon Blütenzepter mit Flügelblättern
die winzigen Knospen fest umschlossen
vor den Nachtfrösten
ein letztes Blatt hält sich an einem kahlen Zweig
gegenüber ein kugeliges Geflecht aus Geäst und Laub
wie ein Traumfänger oder Höhle für Getier
unter gewölbtem Blätterdach eine Bank
und uralte steinerne Stufen von Bäumen und
Büschen gesäumt führen auf verschwiegenen
vertrauten Wegen
nach oben zur Freiterrasse
vor der Hutberggaststätte hält ein Rentierschlitten
mit dem Weissbärtigen im roten Mantel Rast vor dem Fest
schon auf dem Heimweg ertönt ein leises Miau
kommt aus dem Gebüsch ein schwarz weißes Fellknäuel
hervor die Fellige stromert gern umher und versteckt
sich im großen Zaubergarten wie ich als Kind
sah sie erst zwei Mal von nahem
doch es ist als ob wir uns schon lange kennen
sie wohnt hier oben neben dem dem Lessingturm
futtert schmiegt sich an mich schnuppert an den
Weihnachtszweigen und sieht mir
beim Abschied lange nach
Ich komme wieder flüstere ich ihr zu
nie war ich diesem Ort näher

LV
26.12.2024

Gebrauchswert

In Gebrauch besiegelt vieles
ohne gebraucht zu werden
Braucht man was man liebt
oder liebt was man braucht
Brauchen oder nicht
bemisst den Wert
wie in den Spiegel sehen
zu sich hon oder weg im
Gebrauchtwerden
eintauchen oder niedersinken
losgerissen von der Nabelschnur
der Verbindungen des Vertrauten und Gewohnten
der Gewissheiten
ins Stocken geraten das Hingeben

Schöpfe aus dem Meer der Worte
dem Grund auf dem ich stehe
verliere ich sie bin ich verloren
Braucht es viel wenig oder Nichts
weiter zu gehen
die Härte und Tiefe der Verwurzelung
in einem wieder zu sehen

Hab ich die Kunst zu leben verlernt
weil ich ohne Kunst nicht sein kann
Braucht nicht nur volle Bäuche
braucht Bräuche Mensch zu bleiben

LV
11.12.2024

Alle Texte + Fotos: Lilli Vostry

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„Drama & Paradies“: Südwinter in Afrika. Eine Reise-Reportage in Bildern von Kirsten Balbig

14 Donnerstag Nov 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Projekte, Reportagen, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Die Künstlerin und Autorin Kirsten Balbig aus Dresden reiste allein durch Namibia. Kapstadt, Botswana, Sambia und Simbabwe. Von ihren abenteuerlichen Erlebnissen und Eindrücken erzählt sie in ihrer Diashow im Rahmen der Kulinarischen Weltreise (mit leckerem afrikanischen Drei-Gänge-Menü, all inclusive 30 Euro) am kommenden Sonntag, dem 17. November, um 19 Uhr im Gasthof Hermsdorf. Karten gibt es unter:

http://www.hermsdorfer-gasthof.de/veranstaltungen

Am Donnerstag, dem 28. November, um 19.30 Ihr ist sie mit ihrer Reise-Reportage im Programmkino Ost in Dresden zu erleben:

https://programmkino-ost.de/shows/29649/tickets

Mehr Infos zur Reise von Kirsten Balbig unter diesem Link:
148x210_flyer-Afrika-Kirsten_v2

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Ausstellung „LICHTmalerei“ von Volkmar Hopfe im Schloss Struppen

25 Freitag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Farb- und formreiche Symbiose von Natur-Fotografie & digitaler Malerei: der diplomierte Chemiker und Fotokünstler Dr. Volkmar Hopfe vor seinen Bildern in der Ausstellung im Schloss Struppen bei Pirna. Nur noch bis 3.11. zu sehen.

“Die Natur ist der größte Maler“

Farb- und formenreich fließen Landschaft und Architektur zusammen in der Ausstellung „LICHTmalerei“ mit experimenteller und abstrakter Fotografie von Volkmar Hopfe im Schloss Struppen.

Eine Wendeltreppe, die von oben an ein Schneckengehäuse erinnert, führt zu einem weiten, licht- und farbspiegelnden Horizont im Titelbild der Ausstellung „LICHTmalerei“ mit experimenteller und abstrakter Fotografie von Dr.
Volkmar Hopfe. Zu sehen sind seine eindrucksvollen, farb- und formreichen Bilder in der letzten Schau dieses Jahres derzeit im Schloss Struppen, am Kirchberg 6, bei Pirna.

Er zeigt eine Auswahl von 54 Bildern, zumeist Landschaften und Architektur. Seine Motive findet der diplomierte Chemiker im Ruhestand, der seit 15 Jahren fotokünstlerisch tätig ist, in der Umgebung, in der Sächsischern Schweiz, in Großstädten und auf Reisen auf die Kanarischen Inseln und nach Portugal. Da treffen Bäume in wechselndem Licht und Farben, konkret und digital bearbeitet und verfremdet aufeinander. Ein Olivenbaum strahlt mit hervorgehobener, wettergegerbter Rinde in intensiven Blau- und Rottönen noch eindrucksvoller. Ein anderes Mal wirken sie wie Lava oder loderndes Feuer in den Zweigen. Schönes und Bedrohliches nah beieinander. Eine Wurzel erhebt sich wie eine schwebende Figur über dem Feuer. Gräser und Tang am Strand wirken wie Fabelwesen mit ausgestreckten Fühlern. Eine asiatische Pflanze aus seinem Garten, ein „japanischer Blumenhartriegel“ mit spitzen, schlängelnden Blättern gibt dem Betrachter Rätsel auf. Ein anderes Bild mit Treppenstufen wirkt verfremdet wie ein Zahn- oder Zeitrad. Hopfes Arbeiten sind eine Mischform zwischen Malerei und Fotografie. Die Vorlagen werden übereinanderlegt, mehrfach gedreht und mit dem digitalen Pinsel bearbeitet, so Hopfe, die Form löst sich vom Ursprung durch die Verschiebung von Perspektiven und zur originalen Aufnahme kommen neue Kontraste hinzu. Da hängen Eiszapfen von Felsen herunter, umgeben von Herbstlaub in warmen Orange- und Brauntönen, die mit Blautönen zusammenfließen und aussehen wie ein Vogel mit spitzem Schnabel und ein anderes Eisbild schimmert wie eine grazile Tänzerin.

Diese Aufnahmen sind ein faszinierendes Spiel mit Formen, Farben und Verwandlung in neue Ausdrucksweisen. Mal konkret, naturalistisch, mal märchenhaft, bezaubernd, fantasiereich und geheimnisvoll sind die Bilderlandschaften von Volkmar Hopfe. Fotografiert hat er beispielsweise im Treppenhaus der Albrechtsburg in Meißen, die kühle gläserne Gigantomanie der Hochhäuser am Potsdamer Platz in Berlin und die Neue Philharmonie in Hamburg. Außerdem uralte Bäume in La Gomera, mit wundersam verhangenem Blick durch eine Nebelwand. Wunderbare Naturfotografien begegnen einem auch von Bergen und Meer an der Westküste in Portugal. Von tiefblau bis smaragdgrün wogen die Wellen und weiße Gischt in zwei Aufnahmen, welche die Farbbewegung und den Schwung der Küste aufnehmen und einen Bild aus der Vogelperspektive von einsamen, menschenleeren Felsstränden. Die Bilder enstanden auf einer Sechs-Tages-Wanderung von Lissabon zur Algarve auf dem europäischen Fernwanderweg.

Vis a vis dazu hängen stimmungsvolle Fotografien von Sonnenuntergängen, Wolkenlandschaften und verschneite Felslandschaft im Elbsandsteingebirge. Seine Arbeiten haben generell keine Bildtitel, so Hopfe. „Ich überlasse es ganz der Fantasie des Betrachters, was er sieht.“ Und er fügt hinzu: „Die Natur ist der größte Maler“, so Hopfe. Ihm gehe es um fließende Übergänge zwischen Vorgefundenem und experimenteller Fotografie, die sich verbinden in seinen Bildern und betont akzentuiert die Naturformen. Bei der digitalen Malerei vereinen sich das Empfinden ebenso wie der rationale Verstand und die Intuition des Wissenschaftlers und Forschers, so Hopfe. Er fotografiert mit einer Vollbildkamera mit Ultraweitwinkel-Optik. Die Aufnahmen wirken besonders im Großformat 70 mal 100 Zentimeter.

„Mit meinen Bildern möchte ich die Betrachter erfreuen und inspirieren“, sagt Volkmar Hopfe. Er wohnt in Kleingießhübel bei Bad Schandau und denkt mit über achtzig Jahren noch längst nicht ans Aufhören mit seiner Lichtmalerei. Der Schlossverein Struppen kann wieder auf ein Jahr mit vielfältigen kulturellen Aktivitäten zurückschauen. Im und am Schloss fanden insgesamt zwölf Veranstaltungen statt, neben Ausstellungen verschiedener Künstler von April bis September im großen Saal waren vier Konzerte und eine Aufführung von Shakespeares „Der Sturm“ mit der Theatergruppe „Spielbrett“ im Rahmen ihrer Planwagentour im Juli die Höhepunkte auch von der Besucherresonanz. „Die Sanieungs- und Restaurierungsarbeiten an der Nord- und Ostfassade am Schloss sind fertiggestellt“, sagt Jürgen Söcknick vom Schlossverein Struppen. Stolz ist er auch auf das zum Tag des offenen Denkmals im Herbst erstmals für Besucher eröffnete Lapidarium, eine Steinsammlung. Nächstes Jahr und 2026 stehen die Sanierung des Wendelsteins, die Ausführung einer Multifunktionsanlage auf der angrenzenden Freifläche sowie die Sanierung und Restaurierung der West- und Südfassade am Schloss bevor. An den Wochenenden fanden jeweils Schlossführungen durch Vereinsmitglieder statt, die auch dn neu gestalteten und erweiterten Museumsbereich im Schloss vorstellten.

Die Foto-Ausstellung „LICHTmalerei“ ist noch bis 3.11. im Schloss Struppen zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Samstags, Sonntags, Feiertags von 13 bis 17 Uhr und auf Anfrage

www.schlossstruppen.de


Die noch unsanierte Wendeltreppe im Schloss Struppen. Weitere Spenden sind dem rührigen Schlossverein dafür willkommen.
Eingang zum gerade fertiggestellten Lapidarium, einer Steinsammlung am Schloss Struppen.

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Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • BilderAlbum: Lauschen dem Fluss des Lebens - Gabriela Schlenz im Kastenmeiers
  • Ein Dickhäuter hält die Stadt in Bann: "Die Nashörner" im Kleinen Haus
  • Unterwegs: Planwagentour der Theatergruppe "Spielbrett" führt in die Sächsische Schweiz
  • Zeitreise in die Welt der Hippies: Premiere "Hair" an den Landesbühnen Sachsen
  • Unterwegs: Ausstellung "Ein-Sichten" von Peter Götz & Christoph Hampel im Schloss Struppen
  • Premiere "Schlachthof 5" nach dem Roman von Kurt Vonnegut im Festspielhaus Hellerau
  • Ausstellung von Anita Rempe & Maleah Gilbert in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • "Vorwärts immer! Jubiläumsshow !" der Seniorentheatergruppe "Ohne Verfallsdatum" im Theaterhaus "Rudi" in Dresden
  • Atelierbesuch bei Gabriele Reinemer in Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Musiksommer Bärenstein: Gedicht-Lesung von Lilli Vostry mit Harfenspiel von Aerdna Harp
  • Musiksommer Bärenstein lockt zum vierten Mal mit Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten & Autorenlesungen & Ausstellungen
  • Ausstellung „Stadtszenen“ von Jörg Kraut im Restaurant „Kastenmeiers“
  • Geschichten die das Leben schreibt: Der wiedergefundene Vater
  • Garten der Erinnerung: Vater-Gedichte
  • Galerie auf Zeit: Ausstellung mit Fotografie & eine Retro Computer Lounge in der Neustädter Markthalle in Dresden
  • Neue Meer-Gedichte: Ein Gesicht im Sand & Abschied von Kater Franz & Traumversunken & Dem Wind entgegen & mehr
  • Sommertheater-Open Air: Premiere „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende am Schloss Übigau
  • Gedichte für den Wal Hope
  • Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof

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