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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Monatsarchiv: September 2026

Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben

28 Montag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Natur, Poesie, Unterwegs

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Ankunft am Meer

Aufbruch im Dunkeln
die Katzen hinter mir
springen auf den Koffer
und wollen mit
der weiße Kater stürmt
voran
ich lege ihn zurück
kein Halten mehr
kein Handy keine Ablenkung
mehr kein Anruf
keine Bilder
(es verweigert den Dienst)
nur das vor mi
was gerade ist

rosa Wolken schon
am Morgen
Sonne den ganzen Tag
volle Züge und freundliche
Menschen
sehe sie an
ihnen wieder mehr zu
statt auf`s Display
aus dem Zugfenster
ein Reh steht verlassen
am Bahndamm
als der Zug naht
springt es in den Wald zurück

Kuhherden und Pferde grasen
auf saftigen Weiden
der letzte Holunderbaum
große dunkel wogende Früchte
vor einem verfallenen Gemäuer
halb eingezäunt
bleibt zurück
ich könnte weinen
vor Glück
das Meer wogt
grau und wolkenschwer
eine einzelne Möwe
fliegt davon
abends stehen sie
auf einer kleinen Sandinsel
im Wasser
hungrig wie immer

ich füttere sie
sie kreischen vor Vergnügen
als ob sie fragten: Wo warst
Du so lange?

LV
20.9.2026

Ferienzimmer

Die Tür zum Ferienzimmer steht halb offen
Sonne schaut aus den Wolken
doch ich kann nicht hinaus
kam voller Vorfreude an
doch etwas ist anders
als sonst
ein Teil der Farben und des Zaubers
fehlen
der ganze Sommer ausgebucht
die zwei Monate bis zum Wiedersehen
schienen wie eine Ewigkeit
die Gäste vor mir im August
feierten eine wüste Party
schlugen betrunken von billigem Wodka
aus Polen
ihre Wut heraus
auf kunstvolle Dinge ein
die ich liebe an diesem Refugium
meinem Rückzugsort vor der lauten Welt
sie zerschlugen eine große Porzellanlampe
bemalt mit bunten Vögeln und Schmetterlingen
der alte Holztisch stand in der Mitte zerbrochen
die Vermieterin sah es fassungslos
sie kannte die Gäste nicht
sie vermietet an alle die kommen wollen
und warf die zwei vorzeitig hinaus

die Vorstellung im selben Bett zu liegen
wie die Zerstörer vorher
weckt Widerwillen Wut und Traurigkeit
bei mir
hab mich schon oft gefragt
was dieses Ferienzimmer schon
alles gesehen und ausgehalten hat
das weiße Seepferdchen aus Porzellan
steht jetzt allein am Fenster im Licht
die Nacht und der Regen nehmen
die Schatten fort
die letzten Rosen apricotfarben aus dem Garten
duften auf dem dunklen Metalltisch
mit Lochmuster
die Sonne strahlt auf`s Schönste
nach dem starken Wind
der ein Stück der Tür aus dem Rahmen
riss rückte der Mann der Vermieterin
sie mit dem Hammer wieder gerade
die Tür hält wieder
nichts hält mich länger
drinnen

LV
20.9.2026

Strandkonzert

Ich gehe durch den Regen
sehne mich nach weißen Schwingen
nach den Gesängen der Möwen
die leiser werden
die bunt verstreuten Blätter rascheln
um so lauter im Wind
rings um den Brunnen der immer
noch sprudelt an der Promenade
in hohen Fontänen
aus der Konzertmuschel weht Musik
ich will zum Meer zu den Möwen
und bleibe doch stehen
schwinge mit zu den Klängen aus fernen Tagen:
Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
sing mich frei mit den Tränen
stehe unter einem Baum
mit anderen Leuten
einige tanzen in bunten wetterfesten Jacken
pure Lust am Leben
Möwen fliegen vorbei in Richtung
Strand galant
die zierliche Sängerin in blauer Kapitänsjacke
mit goldenen Revers weißer Hose
und langem blonden Haar
gibt alles rockt mit kraftvoller Stimme
Simply The Best
sie heißt ebenfalls Tina
und bekommt viel Applaus
mit den Liedern über Liebe Sommer Leichtigkeit
und Abschied Bye Bye My Love von Tamara
lässt sie die Arme fliegen
wie Vögel
sie schwirren
Raben und Möwen später
hoch am Himmel und einer prächtigen Baumkrone
die funkelt im Abendlicht

LV
20.9.2026

Spätsommertag am Meer

Die Sonne schält sich
aus den Wolken
immer wieder ein Aufleuchten
der Himmel über dem Meer
umspannt von riesigen
hellen Schwingen
darunter ein azurblaues Band
davor kreisen Möwen
übertreffen sich im Fliegen Fangen
Rufen und stürzen sich auf`s Futter
aus der Strandtasche am fast menschenleeren
Strand
die Sonne zeichnet ihre Umrisse
in den Sand
die Flügel und ihr Gefieder
glänzen weit aufgefächert
entzücken formvollendet
mit jeder Bewegung
nichts entgeht ihren Blicken
die Schnäbel picken sorgfältig
was in Reichweite liegt
der Wind hat nachgelassen
ich wage mich endlich
ins Meer
die kleinen weißen Segler
immer in der Nähe
fliegen hinterher und ich vergesse:
Es ist kein Sommer mehr

LV
23.9.2026

Ückeritz

Auf dem Weg
durch die Seebäder
die Steilküste entlang
das Meer und der Himmel
schimmern blau weiß
hinter Bäumen
wildes Tosen ungezügelter Wellen
die an und ab rollen
wie es ihnen gefällt
Lichtflecken auf den Stämmen
und am Erdboden
vereinzelt Spaziergänger
hier oben ruht
die Welt
noch
still verschwiegen
die Wege vertraut
auf und abwärts
Hügel mitten durch den Wald
steht das Tor weit offen
in eine andere Welt schön und rau
der Naturcampingplatz schon
fast leer
von einer Motorsäge wirbelt Grün
und Holzspäne
mir ins Gesicht
sie räumen auf
ein kleines Tier vielleicht ein Vogel
oder eine Maus liegt zerquetscht
auf der Straße
im kleinen Wäldchen an der Steilküste
aufatmen endlich angekommen
tost weithin das Meer
Wolken spiegeln sich in den Wellenkämmen
azurblau
ich lache und es fließen Tränen
beim Eintauchen
kein Wind keine Kälte trennt
mich mehr von diesem Ort
der Strand auf einer Seite
neben der Treppe schon
schmaler geworden
das Meer dringt vor in Richtung
Steilküste
Sandkrater tun sich auf
wie ausgespült und ausgehöhlt
große und kleine Wasserlachen
in denen viele bunte Muscheln liegen
kleine und große Federn verhakt
in trockenen Seetangfäden kleben
die Möwen wie auf Inseln stehen
das Meer nicht aus dem Blick lassen
Freudentänze beim Füttern aufführen
eine große schwarz weiße Feder liegt
als Geschenk im Sand
an der Steilküste neben der Treppe erhebt sich
majestätisch eine Gestalt im sandfarbenen Gewand
wie eine Hüterin des Meeres
und abends steht plötzlich der Vollmond hoch oben
und die Wellen schimmern golden
zwischen den Buhnen

LV
25.9.2026

Auf der Promenade

Heute früh von einem Möwenschwarm
geweckt
es klang wie ein Morgengruß
am Ferienzimmer
Ihr seid weitergezogen
ich Euch nach
die Promenade entlang
Sonne im Gesicht
und den Duft vom Meer
große Wattewolken am Horizont
der Blick durch windschiefe Kiefern
auf`s endlose Blau
mich mit ihm, verbinden
vom Kurhaus in Heringsdorf
wehen Klänge herüber aus den 80ern
die ich liebte als wir dort tanzen waren
zum ersten Mal am Meer
jetzt ist dort ein Modeladen
der Springbrunnen sprudelt hohe
Fontänen jede ein Sonnenstrahl
auf der Wiese hinter einer Hecke
liegen kleine flauschige Federbälle
eine große graubraune Möwe spaziert
umher fängt hastig die Brötchenstücke
vorn seh ich sie wieder
in Bansin biegt die Möwe
in die Einkaufsstraße ab
vielleicht auf Futtersuche oder
sie findet das Meer
nicht mehr

LV
25.9.2026

Garten des Lebens
(Für Frau B.)

Vieles schon verblüht
die letzten Rosen aus
dem Garten lachsfarben
stehen auf dem Tisch
im Ferienzimmer
ich bringe ihr einen Strauß
Astern rote rosa und violette
die meine Großmutter auch liebte
und farbige Rosen
Wir sitzen bei Kaffee und Kuchen
im Wohnzimmer mit dem bodenhohen Fenster
in den Garten
über der Gartenmauer ragt
ein neues Haus Rohbau weiß
über zwei Etagen
es steht dicht am Garten
obwohl dahinter noch Platz wäre
vom Gerüst und den Fenstern aus
kann man direkt zu ihr hinein
und in die Ferienwohnung sehen
die vielen Blumen Sträucher
Gewächse das Rosenspalier
und der grünberankte Pavillon vorn
wie lange werden sie noch stehen
das kleine Haus und der Garten
sind ihr geblieben
ihr Mann lebt schon lang nicht mehr
sie ist 90 jetzt
immer noch wunderschön das weiße Haar
hochgesteckt lebhafte blaue Augen wacher Blick
Wände voll mit ihren Bildern
Landschaften und Boote am Wasser
sie sitzt im Sessel sie kann schwer gehen
die Hände schmerzen und der Rücken
sie wollte nie weg vom Meer
bis zum Strand schafft sie es nicht mehr
sie liebt ihren Garten
die hohen Kiefern
rote Duftrosen stehen am Fenster
davor sitzt eine Katze schwarz
mit weißen Pfoten und schaut herein
Mulle ruft die alte Dame sie
die Katze ist auch schon älter
und kommt manchmal zu Besuch
wie auch eine kleine graue
vom Nachbarn
sie stellt ihnen einen Futterteller hin
und Tauben gurren auf dem Dach
vom Neubau gegenüber

ich erzähle ihr von meinem runden Geburtstag
im November wie unwirklich
mir das vorkommt
dass es nur eine Zahl ist
und ich das Leben feiere
und wir uns dann im Mai
wiedersehen in ihrem
zauberhaften Garten am Meer

LV
24.9.2026

Das Meer kommt mit

Ich seh die Bilder
die Möwen im letzten Licht
des Tages
im Abendrot am Strand
kleine weiße Punkte
mit Blick auf`s rötlich gefärbte Meer
die gerade noch schwirrten
und flogen ich mittendrin
immer wieder sehe ich
mich um
zwei Raben krächzen
zum Abschied
die Sehnsucht kommt
immer mit
mit der Entfernung
den Landschaften sommermatten
Feldern und Wiesen die am
Zugfenster vorbeifliegen
wird sie noch größer
erfüllt und leer zugleich
kann nicht bleiben
und nicht gehen
will weiter wogen
mit dem Meer
Abschied fällt mir schwer
Wem nicht
sagst Du
deshalb bist Du noch nicht
hingefahren dieses Jahr
dann bleibt nur
die Sehnsucht

LV
27.9.2026

Texte + Fotos: Lilli Vostry
Weitere Fotos folgen

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Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein

11 Freitag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Der Text zu dieser Aufführung ist aufgrund eines technischen Fehlers leider nicht verfügbar.

Ich hoffe, dieser Kultur-Tipp erreicht dennoch einige Interesssierte.

(lv)

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Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen

09 Mittwoch Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Künstler Richard von Gigantikow reicht beim Radebeuler Künstlerfest Oberbürgermeister die Hand, 
Kunstpreisträger Reinhard Zabka, Prof. Ralf Kehrbach und Oberbürgermeister Bert Wendsche.Foto: K.Baum

Öffentliche Besichtigung im Lügenmuseum

Lügenmuseum erhält den Publikumspreis „Best Museum of Germany“

Für seine Besucher ist das Lügenmuseum eine unvergleichliche Erfahrung – ein Gesamtkunstwerk – das beste Museum in Deutschland.

Als das Künstlerpaar den ruinösen Gasthof Serkowitz mit der Perspektive eines Erbpachtvertrags von der Stadt übernahm, besuchten sie das Dalí-Museum in Figueras. Es ist das meistbesuchte Museum Spaniens. Dort hat der Bürgermeister gemeinsam mit dem Künstler Salvador Dalí ein leer stehendes Theater mit einer Inszenierung über das Innenleben eines Künstlers geschaffen. Ein solches Zusammenspiel von Kunst, Ort und Stadt war auch in Radebeul gedacht. Hat leider nicht geklappt.Am 10. September um 11 Uhr gibt es eine öffentliche Besichtigung des Lügenmuseums mit Gutachtern und Vertretern der Stadt. Außerdem öffnet von 11 bis 13 Uhr der Gasthof seine Türen. Alle Welt ist eingeladen, einzutreten, zu staunen und sich selbst ein Bild von diesem poetischen Ort zu machen. Letzte Gelegenheit, bevor dieses überwältigende Gesamtkunstwerk untergeht – wie die Titanic. Im Lügenmuseum ist auch der Originalsound zu hören: „Untergang der Titanic – 20 Minuten danach.“
Zum Abschied gibt das Lügenmuseum noch einen Katalog heraus mit neuen Fotos von Amac Garbe, dem es gelungen ist die fabelhafte Atmosphäre der Räume. einzufangen.https://www.betterplace.org/de/projects/184556-die-wahrheit-ueber-das-luegenmuseum-liebesbriefe-und-ein-neuer-katalog?utm_source=project&utm_medium=project_184556&utm_campaign=donate_btn&utm_content=bp

Text + Foto:
Reinhard ZabkaLügenmuseumKötzschenbrodaer Str. 3901445 Radebeul / Dresden0176 99 02 56 52luegenmuseum.de

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„Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!

08 Dienstag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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Trio Infernale mit drei Frauen, die ihr Herz auf der Zunge tragen, beschwipst, frech & frei sagen, was sie denken über Vergangenheit und Gegenwart in Ostdeutschland: In dem Stück von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann spielen die Schauspielerinnen Christine Hoppe, Anna-Katharina Muck und Fanny Staffa grandios. Fotos: Sebastian Hoppe

DREI OSTDEUTSCHE FRAUEN BETRINKEN SICH UND GRÜNDEN DEN IDEALEN STAAT feiern 25. Vorstellung

Am Dienstag, dem 8. September 2026, 19.30 Uhr feiert die Vorstellung DREI OSTDEUTSCHE FRAUEN BETRINKEN SICH UND GRÜNDEN DEN IDEALEN STAAT von Annett Gröschner, Peggy Mädler, Wenke Seemann (Bühnenfassung: Henriette Hörnigk und Sophie Scherer) ihre 25. Vorstellung am Staatsschauspiel Dresden.

Die Inszenierung in der Regie von Henriette Hörnigk hatte Premiere am 20. März 2025 und ist seitdem fast immer ausverkauft.

Dieser Buchtitel klingt wie eine Schnapsidee oder wie die Pointe eines Witzes und lässt keine Frage offen zu der angenehm größenwahnsinnigen Versuchsanordnung, mit der wir es hier zu tun haben. Das Trio Infernale, bestehend aus den Autorinnen Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann, schaut aus der Perspektive jener Generation, die in der DDR aufgewachsen und erwachsen geworden ist. Ihr besonderer Blick auf Wende und Wiedervereinigung reflektiert unsere Gegenwart und untersucht sie auf ihre Utopien. Es spielen und musizieren: Christine Hoppe, Anna-Katharina Muck, Fanny Staffa und Leo Goldberg.

Pressestimmen

Deutschlandfunk Kultur: „Diese drei Schauspielerinnen machen das wirklich extrem grandios.“

MDR Kultur: „Die Inszenierung ist weit mehr als nur ein Ostalgie-Abend mit Humorbeilage. Da steckt so unglaublich viel Substanz drin. Dazu Live-Musik, die Videos, die Fotos.“

Dresdner Morgenpost: „Ein kluges Stück mit grandiosen Schauspielerinnen zum Niederknien.“

Termine

Di, 8. September 2026, 19.30 Uhr | So, 20. September 2026, 19.00 Uhr | So, 27. September 2026, 19.00 Uhr | Sa, 3. Oktober 2026, 19.00 Uhr im Kleinen Haus 1

Karten sind an allen Vorverkaufsstellen des Staatsschauspiels Dresden sowie online unter http://www.staatsschauspiel-dresden.de erhältlich.

Text: Franziska Blech/Staatsschauspiel Dresden

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Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein

05 Samstag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Wunderbarer Ort vor herrlicher Naturkulisse im Freien zum Musizieren: die Musikerin, Sängerin und Komponistin Agnes Ponizil lud zu einer Klangwanderung im Rahmen des diesjährigen Musiksommer Bärenstein am vergangen Sonnabend ein. Losging es auf einer Anhöhe mit weiter Aussicht auf die Landschaft im Osterzgebirge, mit einem Dutzend wander- und sangesfreudigen Menschen, die aus der Umgebung kamen und extra aus Dresden anreisten. Um zusammen zu singen, tönen, pfeifen, jodeln. Da wurden zusammen alte Volkslieder gesungen wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ oder „Zieh aus mein Herz und suche Freud“. Außerdem konnten die Teilnehmer dem zauberhaften Harfenspiel von Aerdna Harp lauschen. Die Wanderung führte weiter zum Schloss Bärenstein, das seit längerem im Dornröschenschlaf schlummert, über Wiesen, Wälder und Feldwege, über die Sachsenhöhe bis nach Lauenstein. Fotos: privat

Die Lust am freien Improvisieren

Ein Improvisationskonzert an zwei Flügeln mit den Musikerinnen Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler ist heute als einer der Höhepunkte beim diesjährigen Musiksommer Bärenstein am Sonntag, dem 6. September, um 17 Uhr im Musikladen, Kirchgasse 2 zu erleben. Um 14 Uhr gibt es ein Schülerkonzert von ihnen ebnfalls am Klavier.

Die beiden Komponistinnen und Multiinstrumentalistinnen Agnes Ponizil & Anne-Kathrin Wagler kennen sich seit ihrem Studium in Dresden in den 1990ger Jahren und entdeckten schon in dieser Zeit die Lust am freien Improvisieren. Seitdem musizieren sie in den verschiedensten Formationen zusammen, engagieren sich als Kolleginnen für die Förderung des musikalischen Nachwuchses und entwickeln immer wieder neue künstlerische Projekte. In diesem Konzert nutzen die beiden Musikerinnen die seltene Gelegenheit, an zwei Flügeln im Kunsthaus Bärenstein zu improvisieren.
https://www.urart.net/index.html
Am selben Tag findet bereits um 14 Uhr ein Schülerkonzert statt – ebenfalls mit eigenen Kompositionen und Improvisationen der Kinder und Jugendlichen.

www.agnesponizil.de

Mehr über die Musikerin und Klangkünstlerin Agnes Ponizil, sie ist Diplomkomponistin und 2. Vorsitzende des Landesverband Sachsen/Sachsen-Anhalt im Deutsche Komponistinnenverband e.V., zum Hineinhören:

RADIOPORTRÄT https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/aggregatzustaende-der-klaenge-die-komponistin-und-vokalistin-agnes-ponizil-jetztmusik-2025-09-25-100.html

QuAsar M LjOrc2023 für Mandoline und Orchester UA Landesjugendorchester Sachsen  https://youtu.be/GxxTRf-tTzo?si=0OFkr_yDtfc_jysY

Stimmklangcollage „wirf deine hand in meinen fuß“ zu Grafiken und Texten von Fritz Peter Schulze  https://youtu.be/E8IsNV_87ac

https://youtu.be/rZAzZ-IKr6s?si=jjiv6rfPGbIAEgRq
Sonnenland – aktuelle Musik für den Klavierunterrichtwww.kreativesmusizieren.de

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Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung

04 Freitag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Seine Musikbegeisterung sieht man ihm an und überträgt sich sofort auf`s Publikum, immer von einem Lächeln und viel Schwung begleitet: der aus Mexiko stammende neue Generalmusikdirektor und Dirigent José Luis Gutiérrez hat natürlich auch ein Klavier in seinem Büro im Mittelsächsischen Theater in Freiberg stehen. Er dirigiert das Orchester zur Spielzeiteröffnung dort an diesem Sonnabend, dem 5. September bei der Musiktheater-Gala um 19 Uhr.

Musik ist pure Magie

Mit viel Schwung, Charme und Temperament begeistert der aus Mexiko stammende neue Generalmusikdirektor und Dirigent José Luis Gutiérrez im Mittelsächsischen Theater in Freiberg und Döbeln sein Publikum. Diesen Sonnabend startet das Theater in Freiberg in die neue Spielzeit mit einem Theaterfest ab 16.30 Uhr.

Die Liebe zur Musik begleitet José Luis Gutiérrez schon immer. “Musik als Sprache ist sehr vielseitig und sie wird überall auf der Welt verstanden“, das erlebt der aus Mexiko stammende Dirigent und Musiker auf seinen Konzerten und Reisen. Seit 2025 ist er der neue Generalmusikdirektor der Mittelsächsischen Philharmonie in den Theatern in Döbeln und Freiberg. Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung, Esprit und Temperament. „Es ist keine Show. Ich merke das gar nicht. Es ist meine Natur“, sagt er lächelnd. Die Vorstellung soll den Zuschauern gefallen. Dafür gibt er alles. Den Weg dahin sieht keiner. Alle Mühe ist in dem Moment auf der Bühne vergessen, wenn sich seine eigene Begeisterung an der Musik und Emotionen auf das Publikum übertragen. „Die Stille vor dem ersten Ton, bevor es losgeht, ist ein besonderer Moment“, so Gutiérrez. „Das ist pure Magie.“

Es beginnt mit der ersten Probe im Orchester. „Ich bin fasziniert von dem, was ich gefunden habe in der Partitur. Die Energie gebe ich zurück“, sagt der Dirigent. Dabei strahlt er Ruhe und Gelassenheit aus. Vertrauen schenken dem Entstehenden ist ihm wichtig. Er kann aber auch streng sein. „Ich muss auf Genauigkeit achten, auch auf Unvorhergesehenes in der Vorstellung reagieren. Das ist mein Job“, so Gutiérrez. Es gehe dabei viel um Dosieren. Dass die Geigen und Posaunen gut zusammen klingen, alles harmoniert im Orchester, auch im Zusammenspiel mit Gesang, Tanz und Schauspiel. Beim Musizieren wiederholt sich nichts, es klingt jedes Mal anders. Darin sieht Gutiérrez die Schönheit dieser Kunst.

Diese Saison wird im Mittelsächsischen Theater eine musikalische Achterbahnfahrt – voller Höhenflüge, überraschender Wendungen und tiefer Emotionen. Mit Werken von Ponce, Dvorák, Britten bis Tschaikowski. „Wir haben im Orchester mit derzeit rund 50 Musikerinnen und Musikern ein großes Pensum zu spielen, von Sinfoniekonzerten über Opern wie ,Carmen` bis zum Musical ,Cabaret` und auch neue Programme“, so Gutiérrez. Mit dem Konzert „La Noche de los Mayas“ entführte er das Publikum auch schon in mitreißende Klangwelten seiner mexikanischen Heimat. „Musik war mir immer nah.“ Mit neun Jahren bekam José Luis Gutiérrez eine Gitarre von seinem Vater geschenkt. Er stammt aus Guanajuato im Zentrum des Landes nördlich von Mexiko City. Dort lebte er mit seiner Familie in Dolores Hidalgo, einer Kleinstadt mit ca. 45 000 Einwohnern ähnlich wie Freiberg. Mit elf Jahren gewann bei einem ersten Bundeswettbewerb zu seiner Überraschung gleich einen ersten Preis mit seinem Klavierspiel. Er hat Cello und Klavier an der Musikhochschule in Puebla studiert.

Mit Hilfe eines Privatstipendiums kam José Luis Gutiérrez nach Europa, um Dirigent zu werden. „Es war für mich spannend, eine dritte Sprache, Deutsch zu lernen und in der Nähe von Frankreich, Italien und England zu sein“, sagt er. 2015 setzte er sein Musikstudium am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck fort, wo er neben Klavier im Fach Orchesterdirigieren bei Professor Dorian Keilhack mit Auszeichnung abschloss. 2019 kam José Luis Gutiérrez ans Mittelsächsische Theater nach Freiberg, zunächst als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und wurde ein Jahr später mit 24 Jahren Erster Kapellmeister. Er spricht akzentfrei Deutsch. „Sprache ist wie Musik und es wird an jedem Ton, jeder Silbe und am Ausdruck gearbeitet.“ In den sieben Jahren am Haus hat er das Orchester kennengelernt und sich natürlich gefragt, was er anders machen würde. „Tradition und Neues müssen sich immer wieder finden. Die Neugier dafür finde ich sehr wichtig“, so Gutiérrez. Um diese Verbindung gehe es auch in der Gesellschaft. „Man sucht immer einen Kompromiss, um in der jetzigen Welt zu wohnen.“ Er bringt neue Impulse in den Spielplan ein.

Mittlerweile hätte er auch Möglichkeiten zu gehen. „Aber ich bin hier geblieben. Ein Grund ist, weil man viele Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Theater hat. Außerdem werde ich als Dirigent auch zu Gastspielen mit anderen Orchestern in Deutschland und in den USA eingeladen und fühle mich wohl in Freiberg“, so Gutiérrez. Mit seiner Familie in Mexiko telefoniert er regelmäßig. Für Hobbys bleibe keine Zeit. Er mag es im Wasser zu sein, gern auch ein gutes Essen und Gespräche im Restaurant. Er wurde noch nie wegen seiner ausländischen Herkunft angegriffen. Das könne einem überall auf der Welt passieren, auch in Mexiko, dass man nicht nur freundliche Menschen trifft. Er sei ein offener und toleranter Mensch, sagt Gutiérrez über sich. Der Dirigent hat eine herzliche und charmante Art. Und deswegen inzwischen auch eine große Fangemeinde jeden Alters. Er gehe gern auf Menschen zu, man umarmt sich vor der Bühne nach der Vorstellung als nette Geste, redet miteinander. Dieser Körperkontakt ist üblich in meiner Kultur, so Gutiérrez, kann hier aber missverstanden werden. Daher sei er schon etwas vorsichtiger geworden. Er nimmt die Komplimente jedoch gern an und freut sich, wenn die Konzerte gut ankommen beim Publikum.

Text + Fotos (lv)

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Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Kreatives Universum mit neuen Erlebnisräumen für Kunst: Der aus Venezuela stammende Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm hat eine Kunstmanufaktur mit Galerie & Atelier in Wurzen eröffnet
  • Die Malerin Angela Hampel erhält den Kunstpreis der Stadt Dresden 2023
  • Ausstellung "Alles so schön bunt hier!" von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & "66 x John" in der Galerie Holger John
  • BilderAlbum: Die schrillste Ballnacht des Jahres
  • Premiere "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" an den Landesbühnen Sachsen
  • "Poesie-Tankstelle": Lesungen mit Uta Hauthal
  • Ausstellung "Die Farbfinder stellen aus" im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul
  • Vom Wein-Wanderführer bis zum Politthriller - der NOTschriften-Verlag Radebeul auf der Leipziger Buchmesse
  • "Kunst und Kultur sind Lebensmittel." - Offener Brief sächsischer Theaterleiter und Künstler an Ministerpräsident Michael Kretschmer gegen die Zwangsschließung
  • Atelierbesuch bei der Malerin Angela Hampel in Dresden

Aktuelle Beiträge

  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
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  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden

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