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meinwortgarten.com

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Kategorien-Archiv: Unterwegs

Besuch aus dem Garten Eden

26 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Unterwegs

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Garten Eden

Als ich zurückkam
aus dem Garten Eden
mit den vielen Wildblumen
die an verwunschenen Orten
von Menschen verlassen
blühen
sogar am Asphalt
sich entgegen recken
den grellen Autolichtern

am Himmel die Farben
explodierten
angefüllt mit der Pflanzenfülle
ließ ich das tote Grün
gemähter Großstadtwiesen
hinter mir
da fielst du aus den wilden Blüten
heraus
auf den Küchentisch

ein helles Muschelgehäuse
aus dem sich Fühler reckten
ein agiles Wesen
aus dem Garten Eden
saß auf meinem Finger
und einen Augenblick
träumte ich
ich wäre dort

Text + Fotos (lv)

 

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BilderAlbum: Die Natur führt sich auf

26 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Unterwegs

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Eine Entdeckungsreise im Wald

Eigentlich wollte ich zum Elbhangfest. Ich habe bestimmt einiges verpasst dort. La Dolce vita mit Genüssen aller Art lockte zwischen Loschwitz und Pillnitz. Doch ich blieb auf dem Weg dorthin am Sonnabend nachmittag im Wald im Prießnitzgrund. Vier Stunden lang. Bis die Sonne hinter den Bäumen verschwand. Sie warf ihre gleißenden Scheinwerfer an und ich konnte diesem besonderen Schauspiel nicht widerstehen: Die Natur führt sich auf! Ich dachte an Luthers Ausspruch, die Welt ist voller Wunder. Ich war lange nicht mehr im Wald. Mir gingen fast die Augen über. Was ich alles verpasst hatte.

Berauschend und berührend was einem da alles begegnet. Allein die vielen Baumgestalten, vieläugig, knorrig, wirbelig oder grazil mit ihrer lebhaften Mimik im wechselnden Licht- und Schattenspiel auf den Stämmen, dem Raunen und Rascheln der Blätter. Der würzige Duft nach Walderde und leicht zitronige der Wildpflanzen, innig versonnene Gräserpaare, Vogelstimmen und die murmelnde Wasserquelle…

Von einem grünen Thron aus, einem bemoosten Baumstumpf, lausche und überlasse ich mich ihnen. Manchmal knackt es im Unterholz. Etwas Geheimnis und Spannung gehört zu jedem guten Schauspiel. Nein, da lauern keine wilden Tiere oder finsteren Gesellen. Ein Jogger mit verschwitztem Gesicht steht auf einmal mit erhobenen Armen vor mir. Weiter hinten halb im Gebüsch entdecke ich einen urigen Waldgeist aus Holz mit grünem Kautabak im Mund. Ab und an sausen Radler recht schnell den steinigen Abhang am Ausgang des Waldes hinunter, platzen in die Stille. Ich bin gespannt wo ich herauskomme. Ein Pfeil auf einer Lichtung zeigt 4 km bis zur Elbe an, ein anderer 0,8 km bis zur Königsbrücker Straße. Den wähle ich, stehe nach einem schlängelnden, steilen und holprigen Weg auf einem freien Platz, wo zwei Welten aufeinander treffen. Eine geräuschvolle Motorenhalle auf der einen Seite, eine üppige Wildblumenwiese im Glanz der Abendsonne und Vogelgezwitscher auf der anderen Seite. Ich radele am Technopark Nord entlang mit einem großen Strauß Wildblumen. Die Welt ist eben voller Wunder. Bin gespannt aufs nächste Waldschauspiel.

Text + Fotos (lv)

Herzlichen Dank an Petra Schöne vom Atelier Petruschka – Textiles Recycling im Alten Bahnhof Klotzsche, die mir den Weg durch den Prießnitzgrund empfahl und so landete ich unversehens mitten im Wald.

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Offene Gartenpforte Dresden: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage“

17 Samstag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Genießen, Lebensart, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar

Im Gartenreich: Adelheid Neupert, Ehemann Frieder und Freund Dieter (vorn im Bild)

Lustvolle Pflanzenformen: Von ihnen lässt sich Adelheid Neupert gern zu ihren sinnlichen Gartengedichten anregen und fotografiert die reizvollen Gewächse auch.

„Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage“

Von der Lust im Grünen zu leben und der Sexualität der Pflanzen erzählt Adelheid Neupert Besuchern in ihrem Bühlauer Garten am bundesweiten „Tag der offenen Gartenpforte“ am 18. Juni. Dann laden von 10 bis 18 Uhr private Gartenbesitzer in Dresden und Umgebung in ihre blühenden Oasen ein. Auch dieses Jahr öffnen viele Garten-Reiche in Dresden und Umland wieder für Besucher – diesmal am morgigen 3. Juni, von 10 – 18 Uhr zum Schauen und Verweilen. In Adelheid Neuperts „Garten der (Ge)lüste“, Reitzendorfer Str. 57 in Bühlau sind erotische Steinskulpturen von Gerhard Männel, eine Foto-Galerie mit Glücks-Bildern des Gartenjahres und eine Ausstellung alter Gießkannen von Matthias Wagner zu sehen. Eine Lesung mit erotischen Gedichten der Gastgeberin gibt es um 15 Uhr.

Hinter der Fensterscheibe kleben Gedichte von Adelheid Neupert aus dem „Garten der Lüste“. „Ich will Grashüpfer im Bauch. Feuer im Wacholderstrauch und Dich will ich (meistens) auch“, steht dort. Ihr Erleben in der Natur hält sie gern in lustvoll augenzwinkernden Versen fest. In ihrem Gartenreich auf der Reitzendorfer Straße 57 in Dresden-Bühlau grünt und blüht es aber nicht nur.

Für sie ist es vor allem ein offener Erlebnisraum im Grünen, in dem Geselligkeit gelebt und mit Musik, Bildern und Poesie verbunden wird. „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage. Er erfordert alles, was selten und kostbar geworden ist: Nämlich Raum, Zeit und Zuwendung“, sagt Adelheid Neupert. „Haus und Garten werten sich gegenseitig auf und sind uns gleichermaßen Kultur- und Lebensraum.“

Ein Wohnraum in der Natur

Schon seit kleinauf wohnt sie hier im Haus ihrer Großeltern, erbaut in den 1930er Jahren innerhalb einer Siedlergemeinschaft mit Garten zur Selbstversorgung, und seit nunmehr 50 Jahren lebt sie hier mit ihrem Mann Frieder. Von Beruf Bauingenieur, konnte sie vieles am Haus selbst erledigen. Ihr Mann hat Elektrotechnik studiert. Nun sind beide im aktiven Ruhestand. „Andere gehen in den Garten, doch wir sind mitten im Garten. Wir brauchen einfach das Draussensein können, und so haben wir auch den Garten werden lassen“, erzählt sie. Den sieht sie als Wohnraum in der Natur. Die Küche öffnet sich an der Südwestecke nahtlos zum Garten.

Das aktivste Prachtbeet, das Gemüsebeet, kann sie ohne Schuhwechsel erreichen. Natürlich gibt es heute keine materielle Notwendigkeit zur Selbstversorgung mehr. „Aber es sind einfach Gipfelgefühle, größer als ein teurer Rosenstrauß, wenn man mir ein frisch geerntetes, tropfnasses Bündel Radieschen, Möhren oder Porree in die Küche reicht“, sagt Adelheid Neupert schmunzelnd. Die Pflanzen werden nicht hinter gerade gezogenen Kanten zurückgehalten. Sie können sich in den Rasen ausbreiten. Fingerhut, Spornblume und Malven können sich selber ihren Platz suchen. „Gepflanztes und Verwildertes mischen sich. Blumen werden fast nie geschnitten und Zimmerpflanzen gibt es kaum“, so Adelheid Neupert. Auf den ersten Blick wirkt der Kulturgarten, der an einem leichten Nordhang liegt, mit seiner weiträumigen Rasenfläche recht leer. Rundherum stehen Büsche und Bäume und ranken leuchtend farbige Blüten. „Ich mag den Rasen auch als optische Ruhefläche, die ich nicht missen möchte wie Pausen in der Musik und wenn die Bäume geheimnisvoll ihre Schatten darauf legen“, so Adelheid Neupert.

Es gibt mehrere Sitzplätze verteilt im Garten, wo man je nach Tageszeit und Licht die Pflanzenpracht genießen kann. Hier fühle sich das Leben ein Stück freier an. Kann sie bestimmen, wer sich hier bewegt. Frühmorgens barfuß den taufrischen Rasen spüren, abends lange draußen sitzen und bei Mondschein noch mal rausgehen.

Ihr Garten entstand aus der Lust, sich in der freien Natur, an der Grenze zur Kultur zu bewegen. Eine Lebensart, die ihre Ursprünge in der Lebensreformbewegung anfangs des 20. Jahrhunderts hat. Mit der Adelheid Neupert sich sehr verbunden fühlt. Neben den Gartengedichten sieht man im Fensterrahmen eine historische Fotografie. Sie zeigt einen bärtigen Mann mit längerem Haar und Stirnband im Adamskostüm beim Ackerbau auf dem „Berg der Wahrheit“ (Monte Verita), aufgenommen 1907 bei Ascona in der Schweiz. Dort siedelte sich unter dem Motto „Zurück zur Natur“ einst mit den Lebensreformern eine Künstlerkolonie an, in der auch Literaten wie Hermann Hesse zeitweise wohnten. Heute ist dort ein Museum. Ein zweites Foto zeigt einen Mann mit Bart in ähnlicher Pose mit Spaten im Bühlauer Garten im Jahr 2017. Adelheids Freund Dieter ist dort regelmäßig zu Besuch seit elf Jahren. Die Aufgaben in ihrem grünen Reich sind klar verteilt. Ihr Mann Frieder gräbt um und pflegt den „Lustacker mit Gemüse“. Während Dieter einen kleinen Steingarten angelegt hat und besondere Gewächse wie selbstgezogene, seltene Kakteen mitbringt und Adelheid hält die Fäden im Gartenreich zusammen. Dort wo etwas Neues blüht und treibt im Steingarten, liegt ein kleines Herz für den Besucher und wandert weiter zur nächsten Pflanze.

Sie schauen sich auch gern gemeinsam schöne Gärten an, vom Botanischen Garten der TU Dresden bis nach Zürich und Ascona. Pfingstrosen und Malven, auch Stockrosen genannt und Allium, langstielige Kugelblumen, sind die Lieblingspflanzen von Adelheid Neupert. Malven sehen nicht nur wunderschön aus an ihren langen Stängeln, sie säen sich auch selber aus. Ihre Blütezeit ist im August. Dichterfürst Goethe liebte Malven besonders, weiß sie. Eine prächtige Allee umwogte sein Gartenhaus in Weimar. Und jedes Jahr am 9. August gab er eine „Große Teegesellschaft“ für Freunde und Bekannte.

Geheimnisvolle Sexualität der Pflanzen

Auf dem Gartentisch bei Neuperts liegt ein prachtvoller Bildband
mit dem Titel „Die geheimnisvolle Sexualität der Pflanzen – Von Blüten und Pollen“ von Rob Kessler und Madeline Harley. Er versammelt  Makrofotografien der Natur aus ungewöhnlichem Blickwinkel. Auf dem Titelbild reckt eine rosa Blüte keck ihre Spitzen in die Höhe. Nein, sie geizen nicht mit ihren Reizen. Ob grazil, glockig, zackig oder üppig rund, die Blumenschönheiten zeigen was sie haben, damit Bienen und Schmetterlinge schnurstracks auf sie fliegen. Um sie mit ihrem betörenden Farbenspiel und wohlduftenden Nektar anzulocken, zu verführen im Blütenrausch und sich von ihnen bestäubt zu vermehren. „Wenn man mit ihnen umgeht, dann möchte man auch mal etwas tiefer eintauchen in die Welt der Pflanzen und wissen, was da vor sich geht. Wie sich weibliche und männliche Teile in der Blüte finden. Die machen es ohne unser Zutun“, sagt Adelheid Neupert. Da gebe es viel Faszinierendes zu entdecken. „Aber etwas Romantisierendes oder ein Liebesleben der Pflanzen gibt es in der Natur nicht. Da geht es nur um die Befruchtung“, ergänzt ihr Freund Dieter.

Dafür blühen und sprießen eine Fülle von Gewächsen in unübersehbar sinnlicher Gestalt, die an weibliche oder männliche Körperformen erinnern, auch in ihrem Garten. Da ist die Kanadische Blutwurz, deren länglich phallusartige Blüte sich aus dem Blatt wickelt oder die Arisaema, deren Blütenkelch weibliche und männliche Formen vereint. Diese und viele weitere Bilder mit Pflanzenporträts, die von der Bestäubung, Befruchtung und Sexualität der Pflanzen erzählen, zeigt Adelheid Neupert in einer Fotogalerie, neben erotischen Skulpturen von Bildhauer Bernhard Männel und der Kakteensammlung von Dieter in ihrem Bühlauer Garten am „Tag der offenen Gartenpforte“ am 18. Juni (10 – 18 Uhr), an dem bundesweit private Gartenbesitzer ihre blühenden Oasen und Gartenhäuser für Besucher öffnen. Diese sind eingeladen zu Rundgängen, Vorträgen, anregenden Gesprächen, Ausstellungen im Freien und Hausmusik mit Kaffee und Kuchen.

Natürlich liest Adelheid Neupert auch ihre sinnlichen Gartengedichte. „Niemals bin ich Massliebchen. Das ist mir zu schwach in den Triebchen. Was sollen Blumen im Korn? Ich mag eher die mit `nem Sporn. Auch finde ich besser die Wicken. Nicht nur, weil sie beim Pflücken nicht knicken“, lässt sie ihrer Garten- und Lebenslust freien Lauf.

Von der Schönheit der Malven war schon Dichterfürst Goethe entzückt, die an seinem Gartenhaus in Weimar prachtvoll Spalier standen. Zur Blütezeit lud er jedes Jahr am 9. August zu einer „Großen Teegesellschaft“ Freunde und Bekannte ein. Im Foto Autorin Lilli Vostry von meinwortgarten.com

Text + Fotos (lv)

www.offene –gartenpforte-dresden.de

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Buchpremiere: „Was willst Du denn auf Island“ mit Ahmad Mesgarha im Kleinen Haus

24 Montag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik, Unterwegs

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„Die Naturgewalt ist unsere Apotheke“

Wie schön und einfach das Leben sein kann, wenn man es im Gleichklang der Schritte mit offenem Herzen immer wieder neu erkundet, darüber las und erzählte der Schauspieler, Langstreckenläufer und jetzt auch Buchautor Ahmad Mesgarha am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Kann es ein schöneres Land für einen Schauspieler geben? Die Landschaft ist karg, aber voller Naturwunder und ändert malerisch ihre Farben im Sekundentakt im hell gleißenden Sonnenlicht. Moosbewachsene Felsen, die teils wie Figuren und Gesichter in die Höhe ragen, Wasserfälle, Steppe, Schlammlöcher und die schwarze Lava erinnert an eine Mondwüste. Ahmad Mesgarha war im Land der Elfen und Trolle in Island und hat sich einen Traum erfüllt: „Laufen in unberührter Natur zwischen Gletscher und Steppe. Sieben Tage lang nur Tag in einem Land aus Feuer und Eis!“ Denn neben der Bühne ist der Langstreckenlauf seine Leidenschaft.

Das Laufabenteuer liegt schon eine Weile zurück. Im Juli 2013 flog Mesgarha nach Island. Mit ihm trat noch ein laufverrückter deutscher Tourist, Volkmar, Triathlet und Chef einer Firma in Leipzig an sowie zwei Reiseführer aus Island und Deutschland (von der Agentur „LaufKultTour“ in Ausgburg). Über seine Laufreise – 187 Kilometer durch das Land der Gnome und Geysire hat Ahmad Mesgarha ein Buch geschrieben, erfrischend locker, ehrlich, offenherzig, mit lakonischem Humor, episodenreich, bildhaft anschaulich und mit vielen beeindruckenden Fotografien der geheimnisvoll-schönen Landschaft.

Bei der Buchpremiere „Was willst Du denn auf Island“ (soeben erschienen im Zwiebook Verlag in Dresden – ein Imprint von salomo publishing, 50 S., 12,90 Euro) am Sonntag abend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden steht eine lange Besucherschlange am Eingang. Vorbestellen ging nicht, die Lesung war gratis. Alle sind auf gut Glück gekommen. Und nicht alle finden Platz im Theaterraum.

Mesgarha verspricht die Lesung zu wiederholen. Während er lebhaft, immer noch berührt von dem gewaltigen Erlebnis der Natur und seinen Erfahrungen, liest und erzählt, durchlebt er alles noch einmal und lässt seine Zuhörer ergreifend daran teilhaben. Auf einer Leinwand erscheinen die Bilder aus dem Buch von seiner Reise, die der Musiker Philipp Makolies an der Gitarre mit versonnen-versunkenen, dem beglückenden Gleichklang des Körpers beim Laufen nachempfundenen Tönen begleitet.

Abschließend singen sie gemeinsam den Song „Immer weiter“ zum Buch von Philipp Makolies feat. Ahmad Mesgarha (als kostenloser Download unter http://www.philippmakolies.bandcamp.com)

http://www.salomo-publishing.de

Mehr Text zum Buch folgt

Text + Fotos (lv)

 

 

 

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BilderAlbum: Auf dem Lande

19 Mittwoch Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Über Ostern war ich endlich mal wieder weg. Raus aus dem Großstadttrubel aufs Land. Ich wollte endlich einmal die Osterreiter sehen und sah dabei auch die Landschaft meiner Kindheit in der Oberlausitz wieder. Es lebt keiner mehr dort aus unserer engeren Familie. Mit dem Zug reiste ich zurück in eine andere Zeit, mit jeder Bahnstation rückte sie näher, tauchten Bilder und Erinnerungen auf, pochte das Herz schneller.

Was ich unterwegs erlebte während dieser kleinen Auszeit, was mir am Landleben gefällt, warum es allein auch nicht das Gelbe vom Ei ist und was ich von hier für meinen Alltag in der Großstadt mitnahm, lest Ihr hier.

Die Namen der Orte sind unverändert, die Bahnstrecke ist ausgebaut, es sieht aus wie überall. Ich vermisse die alten Backsteinbahnhöfe, die Kioske mit Zeitungen und Krimskrams und Gaststätten, wo sich Reisende und Einheimische trafen, es immer nach Zigarettenrauch, Essen und Bier roch. Wo wir als Kinder scheu vorbeiliefen, aber doch auch neugierig hinein lugten.

Der Zug nach Kamenz hält nicht mehr in Arnsdorf zum Umsteigen, wir machten gern Witze, wer gleich dort bleiben könnte. Auf dem Bahnsteig standen manchmal ein paar Verrückte aus der nahegelegenen Anstalt, die Ausgang hatten, vor sich hin erzählten, umher liefen und den Zügen nachwinkten. Sie wirkten immer irgendwie traurig und verloren. Ob dort heute noch welche stehen weiß ich nicht. Das Leben ist inzwischen so bunt und verrückt, dass kaum mehr auffällt, wer es tatsächlich ist. Der Zug ist fast leer an diesem Ostersonntag gegen Mittag. Ein kleiner Junge macht als er mich sieht Faxen, versteckt und zeigt sich auf seiner Sitzbank und ich denke an die Zeit als es noch keine Computerspiele, kein Internet und nicht mal Telefon zu Hause gab. Als man sich spontan verabredete auf der Straße, von der Telefonzelle aus zuhause oder Freunde anrief, dass man vorbei kommt oder Zettelchen an der Wohnungstür hinterließ. Das Haus meiner Kindheit, wo meine Oma wohnte mit dem großen Hof mit vielen Winkeln zum Spielen und Verstecken, gibt es nicht mehr. Die ganze Häuserzeile wurde abgerissen, dort ist jetzt ein Parkplatz. Leer und öde wirkt die Fläche.

Ich fühle mich fremd in meiner Heimatstadt. Vertraut sind mir nur die Landschaft und die noch erhaltenen Gebäude von einst rund um den Marktplatz. Meine Jugendfreundin Kathrin holt mich ab vom Bahnhof, wir fahren mit dem Auto über die Dörfer und sehen die Osterreiter in Crostwitz, die gerade eintreffen. Sie reiten um den Friedhof und die Kirche und dann die Dorfstraße hinunter in den Ort, wo die Bewohner, Freunde und Familienangehörige sie schon erwarten, einige grüßen die Osterreiter auf sorbisch. Die Reiterprozession ist feierlich, altehrwürdig, ihr dunkler Aufzug wird aufgelockert durch die farbenfroh mit Blüten und Bändern, schönen Halftern und Schleifen geschmückten Pferde. Zwischendurch halten sie inne und singen hingebungsvoll alte Kirchenlieder. Dann ziehen sie weiter. Und hinterlassen Freude und lächelnde Gesichter.

Wir fahren weiter, begleitet von Sonne und Regen im Wechsel, zu Kathrins Eltern, die auf dem Lande leben. Es werden Ostereier versteckt auf dem Hof für jeden. Ich schaue vom Küchenfenster aus Hühnern und einem Hahn in der Abendsonne in Nachbars Garten zu, die zwischen den blühenden Obstbäumen spazieren und schon bald in ihrem Holzhäuschen mit dem langen Gang verschwunden sind. Die anderen spielen Rommée in der Stube. Während sie das Abendbrot vorbereitet, erzählt Kathrins Mutter, dass es im Ort keine Kirche gibt, auch keine Geschäfte oder Gaststätte. Zum Einkaufen und anderen Anlässen muss man mit Auto oder Bus ein ganzes Stück fahren in den nächst größeren Ort. Einfach mal schnell an der Ecke in den Laden oder zurück laufen, wenn noch etwas fehlt, geht hier nicht.

Der Vater füttert einstweilen die Kaninchen in den selbst gezimmerten Stallgehegen, füllt Gras, Heu und Wasser auf. Früher hatten sie auch ein Schwein und noch mehr Hühner, erzählt er. Die Kaninchen haben keine Namen, sie werden als Nutztiere gehalten und je nach Bedarf auch verzehrt. Bei unserer Oma gab es sonntags manchmal auch Kaninchen. Doch die sahen wir nicht lebend. Wenn ich diesen hier in die Augen schaue, könnte ich sie nicht mehr essen. Vielleicht wenn ich keine andere Wahl hätte.

Als ich die Kaninchen anfassen und streicheln will, ziehen sie sich scheu in eine Ecke zurück. Sie mümmeln friedlich vor sich hin und wissen nicht was auf sie zukommt. Wir Menschen ja auch nicht. Im Unterschied zu den Tieren machen wir uns aber immerzu Gedanken darum, was ist und sein könnte, was fehlt und was wir uns wünschen. Betrachte ich sie aber nur in diesem Moment, sehen sie einfach nur zufrieden und glücklich aus.

Auf dem Land vergeht die Zeit anders, sie dehnt sich mit der Weite der Felder und des Himmels. Plötzlich hab ich alle Zeit der Welt, während ein Tag in der Stadt oft schnell um ist, angefüllt mit Erledigungen und dem Gefühl, nie alles zu schaffen.

Letzten Sonntag vor Ostern erst sind Kathrin und ich uns in Dresden zufällig über den Weg gelaufen. Wir stammen nicht nur aus der gleichen Gegend und kennen uns schon lange, sondern sind beide seit vielen Jahren auch Journalistinnen mit Leib und Seele. Sie als Redakteurin bei der SZ in Großenhain, ich freiberuflich für verschiedene Redaktionen. Sie hatte sich die Ausstellung „Macht und Mode“ im Residenzschloss angesehen und wollte gerade zum Bahnhof, ich schnell in den Supermarkt und dann zu einer Theaterpremiere. Es blieb nur Zeit für ein kurzes Hallo. Weg waren wir.

In der Stadt ist viel Abwechslung und Ablenkung, auf dem Land, in der Natur finde ich die ersehnte Ruhe und Klarheit, wird der Blick fürs Wesentliche wieder gestärkt. Nur noch das zu tun, was einem gut tut und wirklich Freude bereitet. Das ist bei mir nun mal hauptsächlich das Schreiben. Wird aber immer schwieriger davon zu leben angesichts der derzeitigen Umbrüche und Einsparungen in der Medienlandschaft. Daher hab ich seit über einem Jahr meinen wortgarten-Blog eingerichtet, um etwas Eigenes aufzubauen. Mit erfreulich wachsender Leserschar und fast 17 000 Aufrufen jetzt schon. Aber leider noch keinen Einnahmen. Ich hab mal überlegt,  wenn jeder Leser für seinen Lieblingstext im wortgarten nur einen symbolischen Euro (darf gern auch mehr sein) überweist auf das Blog-Spendenkonto, das am Seitenrand steht neben den täglich neuen Beiträgen, wäre mir schon sehr geholfen. Da geht doch was oder?

Ich werde auch weiter fleißig wortgärtnern mit immer neuen besonderen Kulturgewächsen.

Ich übe mich ebenso darin, mich an einfachen Dingen zu erfreuen, räume gerade innen und außen gründlich auf, will mir Wohlfühlinseln im Alltag einrichten. Die in Kathrins Garten überall zu finden sind. Wie das kleine Tonkamel mit Laterne vor der urigen Laube, filigrane Vogelwesen im Gras, knorrige Baumfiguren und der kleine Teich mit den sich aalenden Zipfelmützen. Wir haben außerdem Rehe im Stadtpark in Großenhain gesehen und ein Storch flog vor unseren Augen vorbei. Hier auf dem Land gibt es noch viele freie Gärten, sagt Kathrin, während sie in der Stadt rar sind. Doch die Jobs und das Kulturangebot sind eben dort und am liebsten würde man alles nebeneinander haben. Doch alles ist nie beisammen. Leider.

Dafür kann man kann sich hin und wieder Auszeiten gönnen und auch in der Stadt nach Orten Ausschau halten, wo man beides verbinden kann. Grüne Oasen mit Möglichkeiten zum Kreativsein, Selber gestalten und Genießen wie urbane Gartenprojekte oder den internationalen Golgi Park hinter dem Festspielhaus Hellerau. Dort war ich noch nie.

Diesen Donnerstag abend (20.4., 20 Uhr, Frauenkirche, Eintritt frei) wollen ich und Kathrin zusammen zur Lesung mit Hans-Joachim Maaz aus seinem neuen Buch „Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“. Es geht darum, was uns daran hindert das Leben zu führen, das wir wollen und uns erfüllt.

Text + Fotos (lv)

Herzlichen Dank an Kathrin Krüger-Mlaouhia und ihre Familie für die schöne Zeit.

Im Garten von Kathrin

Im Stadtpark Großenhain

Balkon als Bühne: Kathrins Sohn Danny (14) zaubert (auch auf Youtube unter dem Namen Creepy hd) und spielt gern Theater. Er spielt den Bösewicht Balor im Märchenstück „Arkadien“ der Spielbühne Großenhain im Alberttreff und in der Inszenierung „In Gottes eigenem Land“ an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul an der Seite von Gojko Mitic einen Häuptling der Sasqueaner und einen Bewohner eines Indianerdorfes. Die Premiere ist dort am 29.4. und die Matinee zur Aufführung am 23.4. um 15 Uhr.

Zeit zum Genießen bei Kathrin auf dem Land: Lilli Vostry von meinwortgarten.com

Wieder zu Hause

 

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BilderAlbum: Osterreiter in Crostwitz

19 Mittwoch Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Zeit für Besinnung und Muße: Festlich herausgeputzt, fast ein wenig märchenhaft, ritten die Osterreiter mit ihren blütengeschmückten Pferden, in einer Hand ein kleines Gesangsbuch, mancher hielt auch ein Handy, nach altem sorbischen Brauch von Ort zu Ort. Hier einige Impressionen von der feierlichen Prozession zur Feier der Schöpfung, der Erneuerung des Lebens und des Wiedererwachens in der Natur am Ostersonntag, nachmittags in Crostwitz.

Text + Fotos (lv)

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Ostereier verzieren: Sorbische Volkskunst für die Nachwelt bewahren

16 Sonntag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Die Bautzenerin Helena Pallmann färbt und verziert Ostereier mit allen vier traditionellen Techniken – von der Wachsbatik-, über Bossier- bis zur Kratztechnik.

Weltoffen und traditionell geht es am Karfreitag zu. „Wir sitzen dann bis zu zwölft am langen Wohnzimmertisch und verzieren mit der Wachsbatik- und Bossiertechnik Ostereier“, schildert Helena Pallmann (62) in Bautzen. Ihre Söhne Milan (36) aus Stuttgart, Marko (34) aus Zittau und Mato (31) aus Dresden bringen Familie und Freunde mit. Einmal verzierte sogar eine Japanerin mit. „Und das mit erstaunlicher Akribie.“

Helena Pallmann pflegt ihren ureigenen Stil. Sorbische Muster wie Sonne, Dreiecke, Wolfszähne und Bienenwaben tupft sie mit Federkiel und Stecknadel in der Wachsbatiktechnik aufs weiße Hühner-Ei. Beim Bossieren nutzt sie vor allem braune und grüne Eier. Sie verwendet gern grünes, weißes und schwarzes Wachs. „Das sind die Farben der sorbischen Hochzeit. Sie kommen in nahezu jeder Trachtenregion vor“, erzählt die gebürtige Bautzenerin. Von ihrer Mutter Johanna Nagel und Großmutter Martha Nagel aus Litschen, die es wiederum vom „alten Kowalik“ aus Schleife erwarb, lernte sie als Fünfjährige das Verzieren der Ostereier in der Wachsbatiktechnik, ebenso ihre Geschwister Lubina, Jan und Maja.

Frühzeitig interessierte sie sich für Sprache, Kultur und Geschichte der Sorben. Zu Hause war in den ersten Jahren Sorbisch Umgangssprache. Ihre Kindheit bis zur zweiten Klasse lebte Helena Pallmann in Litschen bei Hoyerswerda, dem Geburtsort ihres Vaters. Als sie die 2. Klasse besuchte, zog die Familie nach Berlin. „Wir hatten dort eine offene Geographie-Lehrerin“, erzählt Helena Pallmann. „In einer Unterrichtsstunde ging es auch um den Spreewald und um die Sorben. Sie schilderte uns sehr lebendig deren Trachten und Bräuche. Ich durfte sogar die Schleifer Kindertracht und sorbische Ostereier von zu Hause mitbringen und zeigen.“ Zu Hause verzierte die Familie auch fern der Lausitz Jahr für Jahr am Karfreitag Ostereier. Helena Pallmann lernte in der 9. und 10. KIasse an der Sorbischen Erweiterten Oberschule in Cottbus. Gerd Nagora, Lehrer für Kunsterziehung, verzierte mit den Schülern Ostereier. „Das gehörte sogar mit zum Lehrplan.“

Später studierte Helena Pallmann am Sorbischen Institut für Lehrerbildung in Bautzen. Das Staatsexamen erhielt sie als Unterstufenlehrerin für Mathematik, Deutsch und Niedersorbisch. In dieser Zeit verzierte sie oft mit Kindern Ostereier, unter anderem im Bautzener Beratungszentrum des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD). Damals lernte sie Benno Scholze, Leiter des Hauses für sorbische Volkskunst, kennen. „Wenn er zu Vorträgen nach Polen und in die Tschechoslowakei ins Dreiländereck fuhr, reiste ich mit. Ich zeigte dann das Verzieren der Ostereier“, erzählt sie. 1975 saß Helena Pallmann zum ersten Mal in der Jury des Wettbewerbs um das schönste sorbische Osterei. 1979 durfte sie nach Rom reisen. Im „Palazzo delle Exposizioni“ wurde eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre DDR“ gezeigt. Dreieinhalb Wochen zeigte Helena Pallmann dort im Auftrag des Hauses für sorbische Volkskultur das Verzieren der Ostereier. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst zwei Jahre an der Polytechnischen Oberschule Lakoma-Willmersdorf bei Cottbus. Dort unterrichtete sie Musik, Mathematik, Deutsch und Niedersorbisch. „Danach studierte ich erneut. Diesmal an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam Diplom-Musiklehrerin“, sagt Helena Pallmann. Acht Jahre war sie daraufhin Musiklehrerin am Sorbischen Institut für Lehrerbildung in Bautzen. Sie unterrichtete angehende Sorbisch-Lehrer und Kindergärtnerinnen in den Fächern Gitarre, Musik-Theorie und sorbische Musikgeschichte.

Im September 1980 reiste Helena Pallmann nach Wien zum Pressefest der Kommunistischen Partei Österreichs im Volkspark Prater. Auch hier verzierte sie wie in Rom Ostereier und warb für Sprache, Kultur und Traditionen der Sorben. Viel Staunen rief sie hervor. „Ich bin ein Mensch, der viel Neues probiert und verschiedene Varianten des Verzierens verwendet“, unterstreicht die heutige Bautzenerin. Nach der Wachsbatiktechnik – auch Wachsreservetechnik genannt – lernte Helena Pallmann Mitte der 1980er Jahre auch die Wachsbossiertechnik. Das Wissen zu den verschiedenen Techniken las sie sich vor allem aus Fachbüchern an, oder sie sah den Eier-Verzierern genau auf die Hände und kam mit ihnen ins Gespräch. Ende der 1980er Jahr lernte sie zudem die Kratztechnik. „Schwierig war hier, das richtige Werkzeug zu finden“, erzählt sie. „Erst allmählich gelang mir das.  Wichtig ist bei der Kratztechnik, das Ei für die vorgesehenen Muster genau einzuteilen. Meist zeichne ich mit Bleistift die Grundlinien vor.“ Später lernte Helena Pallmann ebenso die Ätztechnik. Hier kommt es auf eine solide Färbung der Eier an. Erst dann kann sie mit Salzsäure und Schreibfeder darauf verzieren.

„Heute werden in unserer Familie jedes Jahr zu Ostern Eier gekocht, mit Wachs verziert, gefärbt, im Garten für die Kinder und für die Erwachsenen versteckt, gesucht und später gegessen. Den Brauch der Eier-Suche am Ostersonntag pflegen wir bis heute“, sagt die Bautzenerin. Ostern verbringt die Familie gern in der Natur. Für Helena Pallmann heißt Ostern vor allem Erwachen des Lebens, Erwachen des Frühlings, Wandern im Freien. In jedem Jahr bleiben ein, zwei Eier ungefunden. „Wir überlassen sie der Natur“, sagt die Bautzenerin. „Wir überlassen sie den Tieren als Geschenk. Damit sind auch die Kinder glücklich.“

Am Nachmittag des Ostersonntages sieht sich die Familie gern Osterprozessionen an. Den kraftvollen Gesang der Osterreiter – verkündend die frohe Botschaft der Auferstehung – will Helena Pallmann nicht missen. „Jedes Jahr genießen wir auch das Osterfrühstück. Ich schmücke dann den Tisch österlich. Jeder bekommt ein gekochtes gefärbtes Ei. Passend zum Fest gibt es einen großen gebackenen Oster-Teig-Zopf mit Mohn“, erzählt die Bautzenerin.

Schon Wochen vor dem Fest nimmt sie regelmäßig am Sorbischen Ostereiermarkt in Bautzen und in Schleife teil. Dort trägt sie stolz die sorbische evangelische Lohsaer Werktagstracht. Damit bekennt sie sich zu ihrer Kindheit in Litschen und zu ihrer Herkunft als Sorbin. „Das Schöne ist: jedes Jahr bei den Ostereiermärkten sitzen andere Verzierer neben mir. So lerne ich neue Menschen kennen, tausche mich aus, lerne hinzu“, schildert Helena Pallmann.

Nach Geburt ihres dritten Kindes war sie Mitarbeiterin im Haus für sorbische Volkskultur in Bautzen. Im Bereich Musik gab sie Liederbücher und Notenhefte heraus. Sie organisierte Veranstaltungen und Werkstätten, unter anderem das Fest des sorbischen Liedes und der sorbischen Musik. Später war sie Mitgründerin des Förderkreises für sorbische Volkskultur. Seit 1997 arbeitet Helena Pallmann als Archivarin im Bereich Neue Medien und Musik am Sorbischen Institut in Bautzen. Die Tradition des Ostereier-Verzierens bewahrt sie sich tief im Herzen. Sie gibt sie gern in der Familie und an Außenstehende weiter. Dabei legt sie vor allem auf die ursorbischen Muster wie Sonnenräder, Bienenwaben und Wolfszähne Wert. Stolz erzählt sie von Sohn Milan und seiner Frau Isabel. Beide arbeiten als Präparatoren im Naturkunde-Museum Stuttgart. Zum Tag der offenen Tür stellten sie den sorbischen Brauch des Verzierens vor.

„Jedes Ei ist einzigartig und schön. Jedes Ei ist ein Zeichen des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Schöpfung“, unterstreicht Helena Pallmann. „Das Wunderbare am Verzieren ist: So ein Ei wächst durch Phantasie und Mühe zu einem wahrhaftigen kleinen Kunstwerk.“

Text: Andreas Kirschke
Foto: privat

 

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Osterreiter in der Lausitz: Frohe Botschaft vom Sieg des Lebens

16 Sonntag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Wolfgang Graf und Joachim Bresan reiten seit 1960 gemeinsam in der Wittichenauer Osterprozession mit.

„Nun ist erfüllet, nun ist vollbracht“, singen Ostersonntag fünf Uhr am Morgen über 400 Reiter in der katholischen Pfarrkirche Wittichenau im Bistum Görlitz. Kraftvoll erklingt Lied für Lied in der Messe. Im Gebet vereint halten die Männer immer wieder tief inne. „Mit der Ostermesse beginnt unsere Prozession. Dieser Gesang ist einfach bewegend und überwältigend“, meint Wolfgang Graf (73) in Wittichenau. Zum 60. Mal reitet er dieses Jahr in der Prozession mit. Joachim Bresan (81) aus Sollschwitz gehört zum 66. Mal dazu. Beide zusammen reiten seit 1960 Jahr für Jahr gemeinsam. Sie tragen die frohe Botschaft der Auferstehung Jesu Christi in die benachbarte Pfarrgemeinde Ralbitz.

„Eine gewisse Anspannung gehört immer dazu“, sagt Wolfgang Graf. Das beginnt mit dem Ansingen. Als 14-jähriger ritt er erstmals in der Prozession mit. Sein Vater Jakob begleitete ihn. „Reite du an meiner Stelle“, meinte er nach zwei Jahren. Wolfgang Graf suchte einen neuen Reit-Partner. Mit Joachim Bresan aus Sollschwitz fand er ihn. Der ritt zuvor mit Vater Michael, später mit Großcousin Johann Brösan. „Mit Wolfgang Graf traf ich zusammen, weil wir beide keinen Partner hatten“, schildert der Sollschwitzer. „Zum Ende unser ersten gemeinsamen Prozession hieß es ´Klětu zas´ (Nächstes Jahr wieder).“

Damals in den 1960er Jahren war Ausrüstung nur schwierig zu besorgen. Oft liehen sich die Osterreiter Gehröcke und Stiefel aus. Oft waren Ostergeschirr, Sattel und Steigbügel durch die Bürden des Krieges verschwunden. Russische und polnische Soldaten hatten sie schlichtweg beschlagnahmt. „Viele Familien kamen zu Sattlermeister Heinrich Kobalz in Wittichenau. Der fertigte neues Ostergeschirr für sie an“, erzählt Joachim Bresan. Nahezu jede Witterung erlebte er mit Wolfgang Graf Ostern in der Prozession mit. Einmal – es war Mitte der 1960er Jahre –goss es zur gesamten Prozession wie aus Kannen. Die Osterreiter mussten ihre Stiefel ausschütten… Nur zur Mittagszeit ließ der Regen nach. Auf dem Heimritt von Ralbitz nach Wittichenau regnete es erneut unaufhörlich. „Da hieß es schlichtweg durchhalten“, erinnert sich Wolfgang Graf. 1977 kam Schneetreiben zur Prozession auf. Eisiger, scharfer Wind wehte den Osterreitern in die Gesichter. „Wir versteckten uns hinter den Pferden“, erzählt Joachim Bresan. In einem anderen Jahr war es ungewöhnlich warm. Zwischen Cunnewitz und Kotten zog in der Hitze eine riesige Staubwolke wie eine Käseglocke herauf. Die Osterreiter mussten lange ausharren und warten. „Unterwegs gab es nichts zu trinken…“, schildert Wolfgang Graf.

Zwölf Jahre war er Kantor der Sollschwitzer Osterreiter. Mit Joachim Bresan fand er einen zuverlässigen Partner. Beide stimmten sich für die Gebete und Lieder sorgfältig ab. „Wir waren ein eingespieltes Team“, sagt Wolfgang Graf. 20 Jahre leitete er später den sorbischen Teil der Wittichenauer Gesamt-Prozession bis 2007. Immensen Aufwand nahm er Jahr für Jahr auf sich. Das reichte von organisatorischen Fragen bis hin zur Absprache für die Osterfahnen und zur Absprache mit den Geistlichen in der Nachbar-Pfarrgemeinde Ralbitz. In der Osternacht trug Wolfgang Graf in der Auferstehungsprozession durch die Stadt Wittichenau das Kreuz. Gläubige aus der gesamten Pfarrgemeinde kamen zusammen. Früh fünf Uhr morgens folgte stets die Messe für die Osterreiter. „Noch in den 1960er Jahren waren es 150 bis 160 Teilnehmer in unserer Wittichenauer Prozession“, entsinnt er sich. „Heute sind wir insgesamt bis zu 450 Reiter.“

Wie Joachim Bresan lebt er den Glauben in der Fastenzeit tiefer als sonst. Innerlich bereiten sich beide auf Ostern vor. Sie verzichten auf große Feiern und jeden Freitag auf Fleisch. Sie besuchen zur Fastenzeit die Heilige Beichte. In der Pfarrkirche Wittichenau beten sie mit anderen Gläubigen den Leidensweg Jesu Christi im Kreuzweg. Intensiv erleben sie Woche für Woche die Fastenpredigten mit. Deren zentrales Motto heißt in diesem Jahr „Gott wirkt ins Leben hinein“. (Bóh skutkuje do ži-wjenja). Pfarrer Šćěpan Delan predigt zum Thema „Namóc njepřewinješ z namocu“ (Gewalt überwindest du nicht mit Gewalt). Pfarrer Gerat Wornar widmet sich der Botschaft „Swjećimy a swědčimy“ (Wir feiern und bezeugen).

Pfarrer Michał Anders spricht über „Wěra dźensa“ (Glauben heute). Pfarrer Měrćin Deleńk geht es um „Wěrju z ćěłom a dušu“ (Ich glaube mit Leib und Seele). Pfarrer Daniel Dzikiewicz erläutert das Thema „Bóh skutkuje přez mać Božu“ (Gott wirkt durch die Mutter-gottes). Pfarrer Tomaš Dawidowski sendet die Botschaft aus „Moja bjezhrěšna wutroba na kóncu zawyska. Poselstwo nakazanja a poku-ćenja z Fatimy“ (Mein sündenloses Herz jubelt am Ende. Botschaft der Bekehrung und Buße aus Fatima). Pfarrer Beno Jakubaš predigt zum Thema „Wěrju do zrowastanjenja mjasa – Wěra wuznaće žiwjenja“ (Ich glaube an die Auferstehung – Glaube ist Bekenntnis des Lebens). Diakon Florian Mróz geht es um „Wobstajna modlitwa“ (Beständiges Gebet). „Gerade die Fastenpredigten geben mir viel. Ich lerne immer wieder hinzu“, unterstreicht Wolfgang Graf.

Auch für Joachim Bresan sind die Fastenpredigten innere Vorbereitung auf Ostern. Mit ihnen und mit dem Kreuzweg verinnerlicht er das Leiden und Sterben Jesu. „Wann, wenn nicht zu Ostern in der Reiterprozession, habe ich die Möglichkeit, einen ganzen Tag zu beten, Gott zu danken und Gott zu preisen?“, fragt er nachdenklich. „Unsere Prozession ist ein klares Bekenntnis zum christlichen Glauben. Das ist der ganze Kern. Das ist das ganze Fundament.“ Das Leben siegt über den Tod. Die Freude über die Auferstehung strahlt auf andere Menschen aus.

Auf dem Hinweg nach Ralbitz am Ostersonntag-Morgen singen die Reiter in der Stadt und in den Orten Verkündigungs- und Osterlieder. Unterwegs, zwischen den Orten, beten sie den freudenreichen, den schmerzhaften, den glorreichen und den österlichen Rosenkranz sowie die Lauretanische Litanei. Auf dem Rückweg am Nachmittag erklingen vor allem Marienlieder und Kreuzverehrungslieder. Einzigartig nur in der Wittichenauer Prozession ist auf dem Rückweg die Kreuzverehrung zwischen Schönau und Sollschwitz sowie zwischen Saalau und Wittichenau. Ein Begleiter des Kreuzträgers reicht jedem Reiter einzeln das Kreuz. Die Reiter verehren nacheinander das Kreuz mit Kuss oder mit einem anderen Ehrengruß.

Einzigartig in der Wittichenauer Prozession ist zudem die Zweisprachigkeit. Der deutschsprachige Teil – die Reiter aus der Stadt – bilden den ersten Teil der Prozession. In der Mitte wird das Osterkreuz getragen. Hinter ihm reiten die sorbischen Teilnehmer aus den einzelnen Pfarrorten. Die Reihenfolge dieser Orte wechselt immer wieder. Dieses Jahr reiten die sorbischen Teilnehmer mit dem Dorf Saalau an der Spitze.

Beispielhaft für die Wittichenauer Prozession ist auch das Abschlusslied zur Dank-Andacht in der Ralbitzer Kirche. Es heißt „Raduj so njebjes kralowna“ (Freu dich, du Himmelskönigin). Die Teilnehmer singen dann Strophe für Strophe abwechselnd in Deutsch und in Sorbisch. Hier spüren sie starke Einigkeit und Zusammengehörigkeit. „Das Osterreiten ist eine Laienprozession. Die Initiative kommt nicht vom Pfarrer, sondern von den Gläubigen selbst in der Pfarrgemeinde. Das dürfen wir nicht vergessen“, meint Wolfgang Graf und fügt hinzu: „Ein Osterreiter nimmt ein großes Opfer auf sich. Es ist nicht nur finanzieller Art. Es ist vor allem ein körperliches Opfer.“

Einmal musste er unverhofft aussetzen. Sein Osterpferd wurde unruhig und zerriss kurzerhand das Geschirr. Wolfgang Graf nahm den Umstand gelassen. „Ich sagte mir: das musst du jetzt akzeptieren. Der Herrgott hat es so entschieden“, erinnert er sich. Auch Joachim Bresan musste ein Jahr auf die Prozession verzichten. Er hatte sich ein Bein gebrochen. „Mit Gips musste ich zusehen. Das fiel mir unglaublich schwer. Und mir kamen die Tränen“, erzählt er.  „Doch am Ende sagte ich mir ´Klětu zas´ – nächstes Jahr wirst du wieder mitreiten.“

 Text: Andreas Kirschke
Foto: privat

 

Die Wittichenauer Osterprozession ist die teilnehmerstärkste und älteste der neun Osterprozessionen im Kreis Bautzen. Seit 1541 führt sie ununterbrochen nach Ralbitz. Zuvor führte sie nach Hoyerswerda. Seit 1960 reiten Wolfgang Graf (73) aus Wittichenau und Joachim Bresan (81) aus Sollschwitz in der Wittichenauer Prozession zusammen. Beide verbindet seitdem eine lange Osterreiter-Freundschaft.

Osterreiter-Prozessionen

In der katholischen sorbischen Oberlausitz gibt es neun Osterreiterprozessionen, in denen überwiegend Sorben mitreiten. Lediglich in der Wittichenauer Prozession gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts auch einen deutschsprachigen Teil. Die Reiter singen Osterlieder und beten unter anderem den Rosenkranz. In ihrer Prozession führen sie das Kreuz, Kirchenfahnen und eine Statue des Auferstandenen mit. Gesungen wird in den Orten, gebetet wird unterwegs in den Fluren.

Die Prozessionen umreiten nicht nur die Kirche, sondern auch den Friedhof, um den Verstorbenen die Auferstehung zu verkünden und für sie zu beten. Wer zum ersten Mal am Osterreiten teilnimmt, trägt ein Myrtenkränzchen. Zum jeweiligen Jubiläum darf sich der Reiter mit einer silbernen „25“ oder goldenen „50“ schmücken. Insgesamt beteiligen sich jedes Jahr etwa 1.500 Osterreiter an den Prozessionen.

Alle Zuschauer sollten beim Osterreiten daran denken, Abstand zu den Tieren zu halten, um Unfälle zu vermeiden. Eine zweite Bitte haben die Reiter an die Gäste: Stille und Zurückhaltung zu üben, während die Osterreiter beten und singen. Denn die Osterreiter sehen in der Prozession eine Andacht, die nicht gestört werden soll.

Zeitübersicht der Oberlausitzer Osterreiterprozessionen:

(Die angegebenen Zeiten können sich um bis zu einer halben Stunde verschieben)

Bautzen (ab 10.30 Uhr) -> Radibor (an 12.15 Uhr) und zurück (ab 15 Uhr)

Ralbitz (ab 9.15 Uhr) -> Wittichenau (an 12.30 Uhr) und zurück (ab 15.15 Uhr)

Wittichenau (ab 9.20 Uhr) -> Ralbitz (an 12 Uhr) und zurück (ab 15 Uhr)

Panschwitz-Kuckau (ab 12.45 Uhr) -> Crostwitz (an 14.15 Uhr) zurück (ab 15 Uhr)

Crostwitz (ab 12.15 Uhr) -> Panschwitz-Kuckau (an 15 Uhr) zurück (ab 15.30 Uhr)

Radibor (ab 11.45 Uhr) -> Storcha (an 13.45 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Storcha (ab 12 Uhr) -> Radibor (an 13.45 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Nebelschütz (ab 12 Uhr) -> Ostro (an 14 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Ostro (ab 12 Uhr) -> Nebelschütz (an 14 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Quelle: Bistum Dresden-Meißen

 

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Ultraläufer Sebastian Schliwa erzählt bei Büchers Best: Bis ans Limit und weiter und in der Reisekneipe über seinen Goldsteig-Lauf

29 Mittwoch Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Unterwegs

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In drei Tagen zu Fuß von Dresden zur Elbquelle ins Riesengebirge.

Inspiriert von der Geschichte eines Paddlers (von Tommy Lehmann: „Allein auf der Elbe – Tausend Kilometer im Faltboot“, erschienen im NOTschriften Verlag Radebeul) , der im Gedenken an seinen verstorbenen Vater die gesamte Elbe von der Elbquelle im Riesengebirge bis nach Hamburg entlang gefahren ist, machte sich Sebastian Schliwa am 14. Februar 2014 zu Fuß auf den Weg von Dresden zu dessen Startpunkt. In diesem 90 minütigen Vortrag berichtet er am 30. März, um 20.30 Uhr bei Büchers Best in der Neustadt über seine Erlebnisse und Erfahrungen, die er auf den über 170 Kilometern in 3 Tagen bei seinem Projekt DRESPIN 2014 gemacht hat. Dabei gehört der Ultralauf zur Elbquelle zu einer langen Liste von Läufen, die er sich bisher ausgedacht und durchgeführt hat. Doch dieser Lauf hatte es ganz besonders in sich. Davon erzählt Sebastian Schliwa in seinem spannenden Erlebnisbericht mit großen Höhen und sehr tiefen Einschnitten, mit Naherfahrungen, die sein Leben prägten, und einigen Tipps & Tricks für alle die, die vielleicht ebenfalls mal einen Ultra im Leben laufen möchten! Text + Foto: [Sebastian Schliwa @ NoTimeToWaste] [In Search of Incredible] [zwickzwack83@web.de] [www.runconnection.de] http://youtu.be/H_pOUbdsZT0

In 20 Jahren wirst du die Dinge, die du nicht getan hast, mehr bedauern, als deine Taten. Also, mach die Leinen los, verlasse den sicheren Hafen. Fang den Wind in deinen Segeln, erforsche, träume, entdecke. – Mark Twain

Gut zu Fuß bei jedem Wetter: Sebastian Schliwa, gelernter Hotelfachmann und seit fünf Jahren Ultraläufer. Bei seinem Lauf-Abenteuer von Dresden zur Spindlermühle im Riesengebirge im Februar 2014 – in Gedenken an seinen Opa, der ein großer Wanderfreund in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz war und ihn auch oft mitnahm – bewältigte er bei winterlichem Wetter insgesamt 3 370 Höhenmeter in drei Tagen. „Ich brauche schon mit Fahrrad länger bis zur Elbquelle“, staunte Buchhändler Jörg Stübing bei Schliwas Vortrag bei Büchers Best, dem er ein passendes Zitat des Schriftstellers William James voranstellte. Bei dem es zuerst um die Verschiebung von Grenzen im Kopf geht, um Hindernisse zu überwinden.

Beim Laufen lernt Schliwa viel über sich, sein Körper lehrt ihn Achtsamkeit:
„Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen. Der Weg ist das Ziel“, erfuhr er einmal mehr auf dieser Tour. Er fand einen „Kompromiss aus leichtem Wandern in der Natur und ich lief durch Orte entlang der Strecke.“ Die teilte er sich in drei Etappen ein, mit Halts und Übernachtung/Verpflegung in Zittau (nach 88 km), Swieradow Zdroj (nach 44 km). Er lief durchschnittlich vier bis fünf Kilometer pro Stunde. Die letzten 33 km bestanden vorwiegend aus steilen Hängen, die es bei Schnee, Eis und Kälte im Riesengebirge zu überwinden galt. Das Neuland für ihn war. Er wählte die Nordroute über Polen, Tschechien und nochmals Polen, stieg höher und höher über vereiste Holzbrücken, inmitten der Wildnis und kam an einem roten Warnschild: „Achtung alpine Gefahren“ vorbei.

Auf 900 Metern Höhe schlug das Wetter um, es wurde neblig, trüb und verhangen Berge und Himmel. Er hatte noch kein Smartphone, sondern nur ein Navigerät als Guide zur Orientierung und seine Speziallaufschuhe, das Gesicht mit dickem Schal vermummt. „Doch es gab in keinem Moment den Gedanken, wieder nach unten zu steigen. Ich wollte die Flagge ,Geschafft` nach Hause tragen“, erzählt Schliwa. Erst hinterher sei ihm bewusst geworden, welche Gefahren da lauerten. Während er sich bei der schlechten Sicht an einer Bergkante entlang schlängelte und auf allen vieren durchs Gelände kroch. Der Schnee ringsum war so hoch, dass man kaum die Baumspitzen sah. Und er ging weiter und weiter. „Der Schnee schlug von allen Seiten“, so Schliwa. Die letzten zwölf Kilometer folgte er nur noch seiner Nase, ahnte das Ziel Elbquelle mehr, als dass er es sah. Konnte diesen Abschnitt seiner Tour wegen der schlechten Sicht auch nicht in Gipfelbildern dokumentieren. Und trat den Rückweg an. „Überleben und zurück zur Zivilisation waren wichtiger. Eigentlich wollte ich abends wieder in Dresden sein, doch an der Stelle wollte ich nur eins, ein warmes Quartier“, sagt Schliwa. Er fand unten im Ort, es war Ferienzeit und alle Unterkünfte in der Umgebung ausgebucht, tatsächlich noch einen Schlafplatz in einer Herberge – „keine Menschenseele, nur Oleg und sein Schäferhund, zur Übernachtung gab es einen Teller Eintopf und drei Bier für fünf Euro…“

Sein Fazit nach dieser Tour: „Warnungen ernst nehmen“ und „Es geht immer weiter“. Letztes Jahr kam Sebastian Schliewa bei einem anderen Langlauf mit Start in Jelenia Gora – wo er als Zehnter von 100 Teilnehmern ins Ziel kam – auf anderem Weg zufällig an der Elbquelle vorbei und machte diesmal ein Erinnerungsfoto, angelächelt von der Morgensonne, vor der Steinwand mit dem Dresdner und anderen Stadtwappen von sich.

Von einem weiteren großen Laufabenteuer erzählt Sebastian Schliwa am 5. April, um 19.30 Uhr in der Reisekneipe auf der Görlitzer Straße in der Neustadt. In dem Dia-Vortrag mit dem Titel: „Goldsteig – Ultrarace 2016 – 612 Kilometer harter Kampf und pure Leidenschaft“ nimmt er seine Zuhörer diesmal mit auf den längsten Nonstop-Lauf Europas, bei dem 20 Läufer mit ihm starteten und nur acht Teilnehmer das Ziel erreichten.

Text + Fotos (lv)

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Spannende Entdeckungen in der Sammlung „Terra mineralia“ in Freiberg

28 Dienstag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Lebensart, Musik, Theater, Unterwegs

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In der Silberstadt Freiberg kann man in die Geschichte des Bergbaus eintauchen und in einer Sonderausstellung in der Mineraliensammlung werden die Besucher zu Detektiven in einem Kriminalfall.

„Glück auf“: So grüßen sich die Freiberger noch heute.
Mit ihrem komplett restaurierten und denkmalgeschützten Altstadtensemble gilt die Stadt am Fuße der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori als einer der schönsten Orte Sachsens.
Im Stadt- und Bergbaumuseum am Untermarkt können Besucher Kostbarkeiten aus der Historie der Silberstadt entdecken. Im Besucherbergwerk „Reiche Zeche“ fahren sie wie die Bergleute mit dem Förderkorb 150 Meter hinab in den Schacht und erleben auf geführten Touren eines der bedeutendsten Silberbergwerke Sachsens.

Lebendig wird die bergmännische Tradition jährlich bei den Aufzügen der traditionellen Bergparade zum Bergstadtfest am letzten Juni-Wochenende und während des erzgebirgischen Christmarktes. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist außerdem das Schloss Freudenstein, das als Burg zum Schutz des Silberbergbaus errichtet wurde, mit der Ausstellung „terra mineralia“. Dort sind mehr als 3 500 farbenprächtige Minerale, Edelsteine und Meteoriten von fünf Kontinenten zu bestaunen. Zurzeit gibt es dort eine erlebnisreiche, spannende und interaktive Sonderausstellung, bei der kleine und große Besucher zu Detektiven werden unter dem Titel: „CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia“ (vom 12. April bis 27. August zu sehen). Die Kleineren ab sechs Jahren helfen Gecko Gustav, einer Eidechse aus Madagaskar und Haustier von Prof. Bauer, bei der Suche nach seinem Stein. An zwölf Stationen der Sonderschau tauchen Touristen und Schulklassen in die Welt der Seltenen Erden, in Bergbau und globalisierte Ressourcennutzung ein.

Mit dem Mittelsächsischen Theater besitzt Freiberg außerdem – seit 1791 – das älteste Stadttheater der Welt. In der warmen Jahreszeit lockt der Theaterzauber auf der neu errichteten Seebühne Kriebstein. Zurzeit umgebaut wird das Wohn- und Werkstatthaus Gottfried Silbermanns, das im Sommer wieder zugänglich sein soll. Vier Orgeln des berühmten Meisters sind in Freiberg erhalten: je eine in St. Petri und St. Jacobi und zwei im Dom mit reicher Innenausstattung. In die Freiberger Historie eintauchen kann man bei einem Stadtrundgang, wo man mehr über Lebenswerk und Lebenswandel des weltberühmten Orgelbaumeisters erfährt, augenzwinkernd ausgeplaudert von seiner geschwätzigen Haushälterin, und bei ihr auch einen echten Freiberger Silberkräuter und ein Stück der legendären Freiberger Eierschecke probieren kann. Spannendes zur Entstehung der Silberstadt und der traditionsreichen Geschichte des Freiberger Biers hält eine Führung mit einem Braumeister mit Verkostung bereit.
Bei den Silbermanntagen 2017 (vom 6. bis 17. September) locken wieder Konzerte mit internationalen Stars der Orgelmusik und Spitzenensembles Musikfreunde aus aller Welt nach Freiberg.

Text: (lv)

Foto: Sammlung „terra mineralia“

Weitere Infos unter http://www.freiberg-service.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • BilderAlbum: Zu Besuch bei dem Künstler Eckhard Kempin im Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast & Neue Ausstellung
  • Premiere "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in den Landesbühnen Sachsen
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Jürgen Haase verabschiedet sich als Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen
  • Beim Elbhangfest Dresden: Das geheime Leben der Feen in Wachwitz erkunden

Aktuelle Beiträge

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

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