Neues aus der Freakstadt im Societaetstheater


Fotos: jsn media, Grafik: André Wirsig

Tanztheater mit der  JuWie Dance Company

Es ist wieder soweit! FREAKSTADT! Vom 16. bis 18. März erobert die Companie Freaks und Fremde das Dresdner Societaetsthetaer mit ihrem monatlichen Format Freakstadt. In dieser 7. Ausgabe sind Jule Oeft und Wiebke Bickhardt von der JuWie Dance Company dabei, u.a. mit BLIND DATE und ELDORADO.

In BLIND DATE begegnen sich vier Dresdner Ausnahme-Musiker sowie Tänzer*innen und Performer, die Ihnen vor dem gespannten Publikum zugelost werden. Moderiert durch Freaks und Fremde erwartet uns alle ein spannender Improvisatiosabend, einmalig und ohne doppelten Boden.

ELDORADO, die Suche nach Gold, Glück und dem Guten Leben, ist unsere zweite gemeinsame Produktion mit Cie. Freaks und Fremde.  Ein Theaterstück, dass wir auf unserer Expedition durch Kolumbien  entwickelt haben. Eine Reise, eine Suche, ein Tanz, ein Traum, ein Rausch —- auf keinen Fall verpassen – zum allerletzten Mal in Dresden!

www.societaetstheater.de

UND SONST SO?

Wir recherchieren gerade fleißig für einen neuen Themenschwerpunkt zukünftiger Produktionen, rechnen Födergelder ab, freuen uns über weitere Förderzusagen, beteiligen uns an einem Projekt zu Mary Wigmans Wirken in der Stadt mit dem Verein Villa Wigman für Tanz e.V., grübeln mit den Kollegen aus der Koalition der Freien Szene darüber wie wir unsere Arbeitsbediengungen verbessern können, bereiten meherere Gastspiele vor.  Viel zu tun und sehr froh dabei!

Weitere Highlights in den kommenden Wochen?

Nach der Freakstadt beginnt unsere erste Reisesaison. Es geht noch im März mit ELDORADO und Cie Freaks und Fremde nach Bogota (Kolumbien) und im April nach Reutlingen (Baden Würtemberg) mit QUEENS OF DIAMONDS (Choreografie: Yaron Shamir). Irgendwann dazwischen feiern wir unseren 5. Geburtstag! Im April 2013 gründeten wir uns rückwirkend zum 01.04.! Dass es uns immer noch gibt und noch weiter geben soll, hat mit vielem und vielen zu tun! Wir danken allen Unterstützern, egal in welcher Form diese erfolgte und euch, unserem Publikum.

Wir sehen uns im Theater!

Text: Wiebke Bickhardt und Jule Oeft

www.juwie-dance.com

Ostrale Biennale 2018 – Kunstaktionen für Kinder


Fotos (3): Sven Höher/Ostrale

Start des diesjährigen kulturpädagogischen Bildungsprojektes:
Mit Kunst Heimat und Identität vermitteln

Projekt “Kinderblicke kunterbunt – WIR, die Friedrichstädter, ein Projekt für ALLE mit Lust auf Entdeckungen im eigenen Kiez“ der OSTRALE Biennale

Während Sachsen und Dresden am Wochenende auf der Internationalen Tourismus-Börse ITB in Berlin mit der OSTRALE Biennale warben, startete in Dresden bereits das ganz lokal wirksame kulturpädagogische Bildungsprogramm der OSTRALE in der Friedrichstadt – auf völlig neue Weise. Zahlreiche Künstler und Akteure von Institutionen des Dresdner Stadtteils wirken mit.

Marion Neumann hatte vor einigen Jahren das “Atelier der Dinge” der OSTRALE ins Leben gerufen, in dem kleine und große Besucher der Kunstausstellung auch selbst kreativ werden können. Sie organisiert es dieses Jahr notgedrungen in anderer, aufwändigerer Art: “Das Projekt hat es in der diesjährigen, im Stadtteil verteilten Form so noch nicht gegeben. Es ist aus der Not heraus entstanden, dass uns die Nutzung der OSTRALE-Räume derzeit nicht gestattet ist.” “Kinderblicke kunterbunt – WIR, die Friedrichstädter“ ist der neue Titel des Projektes, das dieses Mal in der Dresdner Friedrichstadt und um sie herum stattfindet.

Die Kinder und Jugendlichen erschließen sich unkonventionell ihnen bekannte wie unbekannte Lebensbereiche in der Friedrichstadt und Umgebung, erleben ungewöhnliche Erlebnis- und Kreativorte in ihrem „Kiez“. In der Freizeit und im gemeinsamen Miteinander soll eine von Wertschätzung geprägte Beziehungskultur für die 9 bis 14-jährigen erfahrbar werden – raus aus der Schule auf Eroberungskurs im eigenen “Kiez”. Den Entdeckungen in ihrer Lebens(um-)welt, ihren Ängsten, Träumen und Wünschen verleihen die Projektmitglieder dabei, angeleitet von Künstlerinnen, Künstlern und anderen Beteiligten, ihren ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Die so geschaffenen Arbeiten werden später in der Sommergalerie auf dem Areal der OSTRALE und im Stadtteil durch Aktionen präsentiert.

Bildungsangebote für Kinder- und Jugendliche sehen die Macher der OSTRALE Biennale als eine ihrer Kernaufgaben an. Das Zentrum für zeitgenössische Kunst, Veranstalter der OSTRALE, hat inzwischen langjährige Erfahrungen als Veranstalter inklusiver Kunstprojekte in Dresden. „Bei unserem Bildungs- und Kunstprojekt begreifen wir Vielfalt als Potential und Chance für alle, die Lust auf Entdeckungen in ihrem “Kiez” haben. Unser Ziel ist die Zusammenführung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund, von sozial und kulturell benachteiligten, von lerneingeschränkten und behinderten Kindern und Jugendlichen mit Altersgefährten ohne Einschränkungen. Ihnen schaffen wir positiv intensive Begegnungen mit professionellen Unterstützern.“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.,

Veranstaltungsübersicht

„Kreativ sein an besonderen Orten!“ mit Künstlerinnen und Experten –
Erstes Projekthalbjahr von Februar bis Juli 2018:

21. März – Geheime Botschaften in Leuchtbildern

Im Alberthafen spinnt Kapitän Bütow, Vorstandsvorsitzender des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins (SHV),  Seemannsgarn für die Projektteilnehmer auf der über 100-jährigen Zille „Waltraut“ und in Anschluss entstehen mit der Künstlerin Nadine Wölk maritime Leuchtbilder.

9., 23. und 28. April – Klassik, Pop und HipHop

Im TanzZentrumDresden führt die Tanzpädagogin Laura Ludenia in die Geheimnisse von klassischen Tanz, Pop und HipHop ein und unter Anleitung der Künstlerin Simone Ghin wird in „bewegten Bildern“ reflektiert.

9. Mai – Dreidimensionales selbst gebaut

Im historischen Kellergewölbe der Großmarkthalle Schweriner Straße erwarten POCO-Marktleiter Michael Renner und Ausbilderin Angelika Lange die Forscher, die anschließend mit der Künstlerin Leonore Adler ihre eigene Friedrichstädter Schatzkiste bauen.

30. Mai – Wasserspiele in Technik und Aquarell

Eberhard Grundmann, Brunnenbauer der Stadt Dresden i. R., erkundet mit allen Akteuren das technische Innenleben des Neptunbrunnens. Alle Entdeckungen werden unter Mitwirkung des Künstlers Marian Kretschmer mit Aquarellstiften festgehalten.

6. Juni – Genüssliches, eine Malstudie!

Franziska Liebe von der VG Verbrauchergenossenschaft lädt in den Biomarkt Mitte ein. Neben Informationen zu Bioprodukten darf sortiert, gewogen und auch mal genascht werden. Gemeinsam mit dem Maler und Grafiker Gerd Risch wird neues Wissen skizziert.

20. Juni – Das andere Zuhause – Geschichten & Collagen

Lars Nitzsche, Pädagogischer Leiter von der SG Dynamo Dresden e. V. – Nachwuchsakademie gibt Einblicke in das Leben junger Fußballer im Dynamo-Internat mit anschließenden Besuch im Paradiesgärtlein. Dort wird gemeinsam mit Bildermensch und Erzähler Frank-Ole Haake in Wort und Bild reflektiert.

3.  bis 8. Juli und 17. bis 22. Juli – Sommer-Kunst-Galerie

Als kostenloses Ferienangebot der OSTRALE Biennale können die Projektteilnehmer gemeinsam mit Ferienpassteilnehmern und unter Anleitung Dresdner KünstlerInnen Dinge schaffen und ausstellen, die dem eigenen Alltag abgelauscht werden. Erste Halbjahresergebnisse des Friedrichstädter Projektes werden öffentlich präsentiert. Ein Novum – mit weiteren in der OSTRALE Biennale laufenden Projekten entstehen intensive Synergien gemeinsamen künstlerischen Arbeitens auf dem Gelände.

Dank der bisherigen positiven Erfahrung mit den Projektunterstützern sind für das zweite Halbjahr weitere Kreativ- und Erfahrungsorte avisiert, wie das Umweltzentrum Dresden, Bramschkontor, Hotel Maritim und Kongresszentrum, Dresdener Mühle, Steinmetz Alexander Sieg, u. v. m.

Dieses Friedrichstädter Kinder- und Jugendkunstprojekt wird getragen vom Gedanken der inklusiven Pädagogik und dem Vielfaltverständnis als ein Beitrag für nachhaltige soziale Stadtentwicklung gemäß dem OSTRALE Biennale-Anspruch im Freizeitbereich mit den Mitteln der Kunst junge Menschen zu fördern, kulturell zu integrieren und so Bildungschancen zu erhöhen.

Gefördert durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Die Ostrale ist zu Gast in der europäischen Kulturhauptstadt auf Malta in Valletta vom 14. April bis 29. Juli 2018.

OSTRALE Biennale in Dresden 2019

Die 12. OSTRALE Biennale Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste soll vom 28. Juni bis zum 29. September 2019 zum Thema „-ismus“ und erneut in Dresden stattfinden.

Text: Tobias Blaurock

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst
OSTRALE Biennale / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de

www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

blaurock markenkommunikation
Tobias Blaurock, Hechtstraße 30, 01097 Dresden, Tel. +49 351 210 98 71, Funk +49 172 7930127, Fax +49 351 2078 15 33, blaurock@team-blaurock.de, www.blaurock-markenkommunikation.de

Premiere The Black Rider im Kulturkraftwerk Mitte


Foto: Marco Prill

Spiel mit dem Feuer

Das Musical „The Black Rider – The Casting of the Magic Buletts“ von William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson für Zuschauer ab 13 Jahre feiert spartenübergreifend in einer Kooperation der Staatoperette Dresden und dem Theater Junge Generation am 16. März, um 19.30 Uhr Premiere im Kulturkraftwerk Mitte.

           
Seelenheil gegen Volltreffer: Wilhelm lässt sich mit dem Teufel ein! Um sein Käthchen heiraten zu dürfen, muss er ihrem Vater Bertram beweisen, dass er ein „echter Kerl“ ist. Der sucht nicht nur einen Schwiegersohn, sondern auch einen Nachfolger für die Försterei und diese bekommt nur, wer erfolgreich den Probeschuss auf eine fliegende Taube absolviert. Leider hat Wilhelm bisher eher durch geistige Leistungen geglänzt als durch Zielgenauigkeit mit dem Gewehr. In seiner Not ist dem jungen Mann jedes Mittel recht und als ein mysteriöser Geselle namens Stelzfuß ihm treffsichere Kugeln verschafft, ist das tragische Ende vorprogrammiert.

Eine Koproduktion der Staatsoperette Dresden und dem tjg. theater junge generation.

Die beiden Nachbartheater Staatsoperette Dresden und tjg. theater junge generation vereinen in dieser Inszenierung ihre besonderen Kompetenzen: Musical und Theater für ein junges Publikum treffen aufeinander, SängerInnen und SchauspielerInnen stehen gemeinsam auf der Bühne und mit Jos van Kan inszeniert ein Regisseur, der sowohl im Kinder-und Jugendtheater als auch im Musiktheater zu Hause ist.

Text: Norbert Seidel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit TJG

http://www.tjg-dresden.de

Neue Ausstellung, neue Räume: Der Kunstverein Meißen zieht um


Tobias Stengel: „Sudoku Schwerpunkte“, 2017,
Zeichnung auf Papier Foto: Andreas Seeliger

„konkav.. konvex. verdreht“

Der Kunstverein Meißen eröffnet seine neue Galerie in der Burgstraße 2 am 17. März, um 17 Uhr mit Skulpturen und Zeichnungen des Dresdner Künstlers Tobias Stengel. Die Ausstellung ist vom 18. März bis 19. Mai zu sehen.

Am Sonnabend wird mit der Vernissage von Tobias Stengels Ausstellung auch das neue Domizil des Kunstvereins in der Burgstraße eröffnet. Damit wird der Kunstverein deutlich sichtbarer und auch leichter in Meißen zu erreichen sein. „Wir freuen uns auf ein spannendes Kunstjahr“, so Daniel Bahrmann, der Vorsitzende des Kunstvereins Meißen.

Zur Eröffnung der erste Vernissage in der neuen Galerie im Kunstverein Meißen, Burgstraße 2 am Samstag, 17. März , 17.00 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich eingeladen. Begrüßung zur Ausstellung: Else Gold / Kuratorin
Einführung zum Werk: Susanne Greinke / Kunstwissenschaftlerin

Eröffnungsfest der neuen Galerie im Anschluss an die Vernissage mit Musik und Getränken. Musik zum Eröffnungsfest: Micha Winkler

Künstlergespräch: Sonntag, 6. Mai, 11.00 Uhr, Tobias Stengel und der Mathematiker Dr. Norbert Herrmann.

Zum Künstler 

Der studierte Bildhauer Tobias Stengel unterliegt seit über zwei Jahrzehnten mit unveränderter Leidenschaft der Anziehungskraft mathematischer Konstruktionen, die er sich im künstlerischen Schaffensprozess quasi körperlich aneignet. In seinen Werkgruppen beschäftigte er sich sich mit Konstruktionen von Ornamenten, dem Goldenen Schnitt oder aufgefalteten, geometrischen Körpern. Seine aktuelle Serie von Zeichnungen und Skulpturen geht auf einen Besuch des Castel del Monte in Süditalien und seine Liebe zu Zahlenrätseln zurück. Sie sind erstmals vorübergehend öffentlich in der Ausstellung im Kunstverein Meißen zu sehen.

„Eigentlich wollte ich nur eine Möglichkeit finden, schwere Sudokus über ein bildhaftes Verfahren einfach zu lösen… oder Was hat das Castel del Monte mit Sudoku zu tun? Zahlen geben die Position von Eckpunkten vor, bilden die Form verschiedener Querschnitte. In den Skulpturen entsteht ein Wechselspiel von Konvex und Konkav, von Hinten und Vorn, von Licht und Schatten. Die Kombinationen von Zahlen bekommen ein Bild – werden austauschbar, werden Module. Die Richtungen sind überraschend und erst in deren Überlagerung bilden sie eine Harmonie. Es beginnt eine wunderbare Spielerei, die endlos sein kann, solange das Interesse daran besteht. Dabei entwickelte die Reduktion auf Achtecke – unregelmäßig und regelmäßig – ihre Eigendynamik, die noch nicht zu übersehen ist.“ (Tobias Stengel)

Tobias Stengel

1959 in Grimma geboren
1981-1986 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Diplom
seit 1986 als freiberuflicher bildender Künstler tätig
2007-2014 Lehraufträge an der TU Dresden, an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und an der Design-Schule 2.0 in Leipzig
seit 2014 künstlerischer Mitarbeiter an der HfBK Dresden
lebt und arbeitet in Dresden

Ausblick auf das Ausstellungsjahr 2018

Mit dieser Ausstellung eröffnet der Kunstverein Meißen das Ausstellungsprogramm 2018 in seiner neuen Galerie in der Burgstaße 2. Sie bildet den Auftakt für fünf weitere Expositionen, die von Veranstaltungen, Künstlergesprächen und Lesungen begleitet werden.  Drei Einzelausstellungen und zwei Ausstellungen mit zwei oder mehreren Künstler*innen sind vorgesehen. Dabei wird ein umfangreiches Spektrum bildkünstlerischer Ausdrucksformen zu sehen sein, mit Zeichnung, Lithografie, Malerei, Skulptur, Objekt und Installation. Mit der Ausstellung konvex. konkav. verdreht. und zwei weiteren, setzen wir die Tradition des regen Austausches mit der Dresdner Künstlerszene und der Kunsthochschule fort. Eine Ausstellung in der Evangelischen Akademie Meißen wird in Kooperation mit dem Kunstverein Meißen realisiert. Die Sommerausstellung widmet sich diesem Jahr dem Werk des vor 10 Jahren verstorbenen Meißner Künstlers Lothar Sell.

Text: Else Gold, Vorstand Kunstverein Meißen e.V.

20 Jahre Leiser Film: Liebesgeschichten an das Leben


Foto: K.H. Heilig

Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber)

Eine Collage aus 20 Jahren Der leise Film® von Karl-Heinz Heilig  (105 Min., D/CH 2016). Zu sehen am 22. März, um 19 Uhr im Kulturrathaus Dresden.

Der Dokumentarfilmer Karl-Heinz Heilig und seine Partnerin Ulla Haschen haben das ruhige Hinschauen zu ihrem Markenzeichen gemacht; haben seit vielen Jahren mit ihrer Philosophie des `leisen Films´ Spiritualität im Alltag entdecken lassen. Es sind Geschichten für den zweiten Blick; Geschichten, die von der tief verborgenen Sehnsucht nach Leben erzählen. Ihre filmischen Begegnungen folgten dem Motto „Spielräume lassen“ – Spielräume für die jeweils Portraitierten, aber auch für die Zuschauer; mit genügend Raum für Gedanken, Gefühle und innere Verknüpfungen.

Die aktuelle Produktion ist eine Collage aus 20 Jahren „Der leise Film“; aus Filmen über Menschen, die sich ihren Lebenskrisen gestellt haben und darin gewachsen sind. Ein Jubiläumsfilm sollte es werden, von Heilig und seiner Partnerin Ulla geplant als eine „Liebeserklärung an das Leben“. Dann das Unbegreifliche: im Oktober 2014 nahm sich Ulla Haschen das Leben. Der Filmemacher musste auf schmerzliche Weise ganz persönlich die Grenzen einer lebensbejahenden Kulturarbeit erfahren. Jetzt war es die eigene Lebenskrise, die es anzunehmen galt.

Heilig entschloss sich, auch seinen Trauerprozess zum Bestandteil des gemeinsam geplanten Films zu machen. Aus dem Blickwinkel der eigenen Endlichkeit erzählt er vom Leben, von der Liebe und dem Suizid eines geliebten Menschen – und stellt diese persönliche Erfahrung in den Kontext anderer bewegter Lebensgeschichten: in die Geschichten von drei Bergbäuerinnen aus dem Hochschwarzwald, einer Heilkräuterfrau aus der Friesischen Wehde, einem Priester aus Kamerun, einem Schweizer Architekten für Kirchenbauten, einem Zen- und Kalligrafiemeister aus Japan/USA und einem Lehrer, der über 50 Jahre seine Freude am gemeinsamen Singen mit vielen Menschen teilt. Sie alle sind in ihre eigene, ganz persönliche Gewissheit hinein gewachsen und laden ein, das Blatt des Lebens auch selbst zu bemalen.

„Ein Film, der Mut machen möchte für das Leben – der berühren und öffnen möchte für einen liebevollen Blick auf sich und die Welt.“ (K.-H. Heilig)

Die Schauspieler Barbara Schmitz-Lenders und Pavel Möller-Lück vom Theater Laboratorium Oldenburg lesen die Texte im Film.

Aufführung im Kulturrathaus Dresden,

Königstr. 15; Clara-Schumann-Saal; 1. OG

Donnerstag, 22. März um 19.00 Uhr; Einlass 18.30 Uhr

Kartenreservierung: film-agus@web.de

Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Gespräche zum Film

Eine Veranstaltung in Kooperation mit AGUS Dresden,
Karl Heinz Heilig Film+Medienproduktion    Quellenweg 83    D-26129 Oldenburg

Text: Veranstalter

http://www.Heilig-Film.de  

Ausstellung „Sensesation“ von Viktoria Graf im Café émoi

Bilder (3), Viktoria Graf: „Mc Beth“
 „Die große Suche“
„Fortunas“

Sensation der Sinne

In die neonbunte Märchenwelt der Moderne mit ihren Verlockungen entführt die Künstlerin Viktoria Graf mit ihrer neuen Ausstellung.

Zur Ausstellungseröffnung „s e n s e s a t i o n“ von VIKTORIA GRAF am 15. März 2018, 19 Uhr lädt die Künstlerin Kunstinteressierte herzlich in das Café émoi ein.
Ausstellungsdauer: 16. März – 10. Juli 2018
émoi – Café & Patisserie
Augsburger Straße 48
01309 Dresden
0351 / 31 38 7000
Kamenzer Straße 40
01099 Dresden
0351 / 80 43 814
Geöffnet: Di – Sa 7 – 19 Uhr, So 8 – 19 Uhr

Ausstellung „Die andere Seite“ in den Landesbühnen Sachsen Radebeul


Ausstellungseröffnung im Glashaus der Landesbühnen

Natur im Theater

Die Ausstellung „Die andere Seite“ zeigt urwüchsige Werke von 15 Künstlern an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Eine urige Holzfigur schwebt von der Decke. Üppiges Grün sprießt vor den hohen Glasfenstern im oberen Theaterfoyer. Eine „Landschaft mit Fisch“ im Himmelsblau und skurrilen Baumgestalten hängt dort von Franziska Kunath. Die Malerin ist auch die
Initiatorin der Ausstellung „Die andere Seite“, die am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul vor der Premiere „Ein Sommernachtstraum“ eröffnete.

Bevor sich der Vorhang zu dieser zauberhaft komischen Liebeskomödie Shakespeares hob, konnten die Besucher in urwüchsig-traumversonnene Bilderlandschaften eintauchen. Zu sehen sind 71 Arbeiten, Malerei, Zeichnungen, Grafik und Objekte, von 15 Künstlerinnen und Künstlern. Die meisten Werke entstanden bei einem Plein-air 2017 auf dem Gehöft von Franziska Kunath in Röhrsdorf, auf der anderen Elbseite, inmitten der Landschaft der Lommatzscher Pflege. Hierher lud sie zum Malen und Zeichnen im Freien ein, zu einer Auszeit vom Großstadtalltag und von den Zwängen des Broterwerbs, zu Begegnung und Austausch in und mit der Natur und gemeinsamen künstlerischen Schaffen.

In flimmernden Grüntönen hat Cornelia Konheiser „Waldstücke“ und farbspiegelnde „Teichrosen“ festgehalten. Fast an Wolkenschafe erinnern zwei Gouache- und Kreidezeichnungen von Nadja Göschel. Den wildromantischen Garten der Gastgeberin hast Sylvia Fenk in einer Kaltnadelradierung eingefangen. Archaisch-erdverbunden und luftig weit sind drei mit Kohle gezeichnete Landschaften von Maja Nagel. In zarten Pastelltönen leuchtet eine „Schneelandschaft am Morgen“ in einem Ölbild von Maria Mednikova. Tiefe Ruhe strahlt eine Radierung von Hans-Jürgen Reichelt aus. Eine Wiese mit knorrigen Bäumen, Ziege und altem Bauernhaus. „Der Nachlass des böhmischen Korbmachers Joseph K.“ füllt einen Bilderrahmen.

„Der Schauspieldirektor der Landesbühnen, Peter Kube sah Arbeiten der am Plenair beteiligten Künstler vorher in einer anderen Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul und fand, sie würden gut passen in unser Haus“, sagte Stefan Wiel, Ausstattungsleiter der Landesbühnen, zur Ausstellungseröffnung am Sonnabend. Teil 2 der Ausstellung „Die andere Seite“ bringt nun auch ein Stück Natur ins Theater. Zu sehen noch bis 31. Mai im Besucherfoyer der Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Text + Fotos (lv)

Das nächste Künstler-plenair findet vom 28.5. bis 1.6. in Röhrsdorf statt.
Kunstoffenes Wochenende: 8. bis 10.6.
Ausstellungseröffnung: 8.6., 19.30 Uhr (Laudatio Thomas Gerlach; Musik: Blechemission); Geöffnet bis 24.6. auf Anfrage (Tel.: 01577 – 29 66 008)

Dieses Projekt sucht noch Förderer und Sponsoren.

http://www.franziska-kunath.de

 

„Frauen können auch malen!“ – Neue Ausstellung in der Galerie Holger John

Wie Frauen sich und die Welt sehen

Mit geballter Lust, Kraft und Intensität zeigen 24 zeitgenössische Künstlerinnen derzeit ihre Arbeiten in der Galerie Holger John in Dresden. Gern zum Nachahmen empfohlen!

„Frauen können auch malen!“ Und wie und nicht nur das! Lebensprall, lustvoll ironisch – wie der Ausstellungstitel – unverblümt offen, farb- und formenreich treffen weibliche Reize und Rollenbilder, Mythen, Fantasien und Visionen in den vorwiegend figürlichen Arbeiten  von 24 Künstlerinnen aufeinander – aussagereich und gewichtig – eröffnet am Frauentag in der Galerie Holger John. Blumen gab es zwar keine von ihm, dafür reichlich Besucherresonanz und Präsenz, geballte weibliche Power und Ausstrahlung im immer noch von Männern dominierten Kunstbetrieb. Worauf diese Ausstellung (Schirmherrin ist die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping) auch hinweist.

Nach „Schnee von gestern“ mit Kunst vor 1989 hierzulande, die alles andere als kalt ließ und großes Interesse fand, setzt John mit dieser Ausstellung noch eins drauf. Indem auf ganz subjektive, unterschiedliche und vielschichtige Weise in Handschriften und Inhalten ausschließlich Frauen die Welt, sich selbst und ihre Beziehungen zu anderen Menschen betrachten. Versammelt sind auf zwei Etagen Raritäten und Novitäten einiger namhafter, jedoch in der Mehrzahl (noch) wenig bekannter Künstlerinnen aus ganz Deutschland, darunter drei aus Dresden (Herta Günther, Christa Jura und Manuela Neumann). Darunter Malerei, Grafik, Zeichnungen, Skulpturen und Objektkunst. Grandios! Zu sehen noch bis 15. April in der Rähnitzgasse 17 in Dresden.

Text + Fotos (lv)

Beteiligte Künstlerinnen (Reihenfolge der Einladungskarte):

Cornelia Schleime, Super Future Kid, SEO, Rosa Loy, Eva-Maria Hagen, Ulrike Teusner, Adeline Jaeger, Johanna Flammer, Miriam Vlaming, Nadine Wölk, Ainara Torrano Marìn, Angela Hampel, Nadja Auermann, Bettina John, Christine Schlegel, Ramona Krüger, Manuela Neumann, Sabina Sakoh, Brigitte Fugmann, Hertha Günther, Christa Jura, Elvira Bach, Miriam Lenk, Effi Mora

Geöffnet: täglich 14 – 19 Uhr

http://www.galerie-holgerjohn.com


Unverblümt, lebensprall, außen und innen viel zu entdecken… Weiblichkeit in aller Fülle zeigt die Skulpturenkünstlerin Miriam Lenk aus Berlin. Neben ihr meinwortgarten.com-Inhaberin und Autorin Lilli Vostry

BilderAlbum: Lauschen dem Fluss des Lebens – Gabriela Schlenz im Kastenmeiers


Fotos (3): Claudia Baum

 

Blauer Wegerich Frucht der Erde
Grüner Traum
Himmelsblick Rotes Leuchten
Fließen
Werden
Wandlung

Poetisch wie ihre Bildwelt sind auch die Titel der Arbeiten von Gabriela Schlenz in ihrer derzeitigen Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais unweit der Frauenkirche. Da recken sich erste Blattspitzen keck in die Höhe, umgarnen sich im Blütenrausch. Da leuchten rote Mohnblüten, gelber Löwenzahn, segeln Pollen federleicht davon. Pflanzen, Bäume und Wurzelgeflechte sprießen, verzweigen sich und verbinden Himmel und Erde. Ein mal zartes und leuchtend farbiges Raunen, Wispern und Weben im Kreislauf von Werden und Wachsen, Entblättern und Erblühen, Reifen und Wandlung schwingt auf den Leinwänden, die reizvolle Zwiesprache halten mit den  spurenreichen Landschaften der Steinwände in den Ausstellungsräumen. Lauschen dem Fluss der Zeit und des Lebens, Lauschen mit allen Sinnen, dazu lädt die Ausstellung die Besucher ein. Noch bis 5. April zu sehen.

Mehr Text zur Ausstellung folgt.

Text + Fotos (lv)

 

„Dresdner Frühling“: Im BlütenReich im Palais Großer Garten

Frühling hat sich angesagt…

Gartenkünstler zeigen ihre Naturkunstwerke noch bis Sonntag im Palais Großer Garten.

Unverdrossen reihen sich Interessierte in die Warteschlange ein. Ungeduldige scheint es nicht zu geben, egal ob sie die Sonne bescheint, Nieselregen hernieder fällt oder ein kalter Wind durch die fröstelnde Reihe fegt. Vor dem Eingang zum „Dresdner Frühling 2018“ im Palais im Großen Garten Dresden ist Geduld angesagt. Wortfetzen fliegen hin und her. Ob es wohl so schön sei wie vor zwei Jahren, ist zu hören. Was haben sich die Garten-Künstler dieses Mal einfallen lassen, um die Herzen der Besucher höher schlagen zu lassen.

Zehn Tage lang – vom 2. bis 11. März – können Zehntausende duftende Blüten und Pflanzen zum Thema Frühling, von Meisterhand geschaffene Floristik, Dresdner Skulpturen bestaunt werden. Ergänzt wird die Schau von in Licht getauchten Details, Liedern und Gedichten rund um die erwachende Natur. Ganz in diesem Sinne ist der nunmehr siebente Frühling im Palais betitelt: „Blüten, Lieder, Frühlingsglück“. Manche Nase senkt sich beim Rundgang tief hinab, um den Blütenduft einzufangen. Immer wieder drängeln sich Besucher um die beste Position für genau „das Foto“. Da und dort summt jemand die Frühlingsmelodien mit, die aus dem Hintergrund das jeweilige Thema untermalen. Und auch das Fachpersonal wird immer wieder mit Fragen gelöchert.

Pflanzen-Ausstellungen haben übrigens in Dresden eine fast 200-jährige Tradition. Das Begleitheft zur Schau 2018 gibt darüber Auskunft. Im Jahre 1826, so heißt es dort, gründete Hofrat Dr. Ludwig Reichenbach die botanisch-gärtnerische Vereinigung „Flora“. Zwei Jahre später wandte sich die Vereinigung an König Anton mit der Bitte, ihr für eine Ausstellung Räume im Palais im Großen Garten bereit zu stellen. Und so eröffnete am 21. Oktober 1828 die „Flora“ die erste Fruchtausstellung. Mehr Details stehen, wie gesagt, im Begleitheft zum Palais-Frühling 2018.

Seitdem zog Dresden immer wieder mit nationalen und internationalen Gartenbau-Ausstellungen Besucher aus nah und fern an. Die dritte internationale Schau 1907 zum Beispiel zählte rund 250 000 Besucher. 1992 fand die vorerst letzte Blumenausstellung am Straßburger Platz statt. Seit 2006 lädt nun alle zwei Jahre der „Dresdner Frühling im Palais“ statt.

Text und Fotos: Sabine Bachert, Cosel10site.me