Sternlesung zum Todestag Victor Klemperers

Erinnerungen an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945

Innerhalb der Sternlesungen zum Todestag Victor Klemperers lesen am 11. Februar, um 15 Uhr der Romanist Torsten König und die Autorin Uta Hauthal im Institut Francais Dresden. Sie wird einen Auszug aus Andrei Makines Roman „Russisches Requiem“ vortragen. Ein Buch, in dem der russisch-französische Autor in berührender, intensiver Sprache im Kleine das Große spiegelt und Worte für das Unsagbare findet.

Torsten König bringt journalistische Texte von Kamel Daoud auf deutsch und französisch zu Gehör.

Am 13. Februar, um 16 Uhr, Container auf dem Neumarkt
Eine besondere und differenzierte Erinnerung ruft Uta Hauthal wach durch Auszüge aus Erich Kästners Kriegstagebuch, dem eben neu aufgelegten, sogenannten „Blauen Buch“.

Text: Uta Hauthal
http://www.utahauthal.de

Weitere Infos zu Lesungen unter http://www.literaturhaus-dresden.de

Ausstellung zum Werk von Bertolt Brecht + Premiere „Der gute Mensch von Sezuan“ im Schauspielhaus Dresden

Bilder zu Brecht

Heute würde der Autor, Dichter und Dramatiker Bertolt Brecht seinen 120. Geburtstag feiern. An sein Leben und Werk erinnert derzeit eine Ausstellung mit Bildern von Künstlern aus Dresden und dessen Partnerstadt Salzburg im Kunstraum Dresden am Schützenplatz 1 dieser Stadt. Noch bis 31. März zu sehen.

Es gab bereits eine szenische Lesung mit den Schauspielern Annette Richter und Michael Heuser im Rahmen der Ausstellung „brecht – Ausstellung im Kontext zum Werk von Bertolt Brecht“. Das Projekt wird im Rahmen der Städtepartnerschaft Dresden-Salzburg präsentiert.

„Immer fand ich den Namen falsch, den man uns gab: Emigranten. Das heißt doch Auswanderer. Aber wir wanderten doch nicht aus, nach freiem Entschlusse wählend ein anderes Land. Wanderten wir doch auch nicht ein in ein Land, dort zu bleiben, womöglich für immer.“

Brechts Jahre im Exil (1933-1948) waren eine sehr bedeutsame Schaffensperiode des weltweit bekannten deutschen Autors. Besonders in seinen Gedichten aus dieser Zeit liest man einen eher „nüchternen“ Brecht, der seine schriftstellerischen Positionen neu zu durchdenken und zu bestimmen versuchte.

Annette Richter und Michael Heuser stützen sich für ihre szenische Lesung auf das Material der Brecht-Ausstellung der Deutschen Bücherei Leipzig im Jahre 1998 anlässlich des 100. Geburtstages von Bertolt Brecht. Der renommierte Leipziger Germanist Prof. Dr. Klaus Schuhmann und Jörg Räuber, der Leiter der Sammlung Exil-Literatur entwickelten damals das Leipziger Ausstellungskonzept, welches „so durch die Darstellung von Lebenssituationen und Werkentstehung im Kontext zum Brecht-Verständnis“ beitragen sollte.

Bild-Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 12.01.2018 und Bilder von der Generalprobe zur szenischen Lesung gibt es auf den Facebook-Seiten unter: https://www.facebook.com/saechsischer.kunstverein

Weitere Termine innerhalb der Ausstellung

20.2., 17 Uhr: Führung durch die Ausstellung – um Anmeldung wird gebeten!
21.3., 19.30 Uhr: „Wie viel Kunstgeschichte braucht die Gegenwartskunst?“

Änderungen und Erweiterungen des Rahmenprogramms der Ausstellung vorbehalten.

Ausstellungsdauer: 13.01. – 31.03.2018

Geschlossen: 13.02. ab 17 Uhr I 03.03. I 13.03. ab 17 Uhr I 30.03. I 31.03.
Öffnungszeiten: Di. – Fr.: 14 – 18 Uhr I Sa.: 10 – 14 Uhr

Text + Veranstalter:
Neuer Sächsischer Kunstverein e.V.

In Tradition des Sächsischen Kunstvereins von 1828 – im April 1990 neu gegründet –

Schützengasse 16 – 18
01067 Dresden
Tel.: 0351 – 4943383
www.saechsischer-kunstverein.de

Theater-Tipp

Der gute Mensch von Sezuan – ein Klassiker von Bertolt Brecht. Die Version von 1943 mit Musik von Paul Dessau hat am 24. Februar, um 19.30 Uhr Premiere (Regie: Nora Schlocker) im Schauspielhaus Dresden. Das Stück erzählt darüber, ob es „möglich sei, ein guter Mensch zu sein, und doch zu leben“. Die Götter, beunruhigt angesichts der Frage, ob es überhaupt noch gute Menschen gäbe, gehen auf die Suche und finden in der Prostituierten Shen Te einen solchen. Von der göttlichen Belohnung kauft sie einen Tabakladen, stellt aber bald fest, dass sie von ihrer Kundschaft schamlos ausgenutzt wird. So erfindet Shen Te einen skrupellosen Vetter – und schon bald wird ihr kleiner Laden zum ausbeuterischen Tabakimperium.


Szenenfoto: Sebastian Hoppe/Staatsschauspiel Dresden.
Betty Freudenberg in der Titelrolle im Stück „Der gute Mensch von Sezuan“.

Begehrt: Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse stellen sich ihren Lesern vor

Die Nominierten sind…

Jury nennt Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse (vom 15. bis 18. März)   

Der Countdown beginnt: In fünf Wochen, am 15. März, stehen die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2018 auf der Bühne in der Glashalle. Insgesamt 16 Nominierte mit 15 Werken dürfen in den Kategorien Belletristik, Übersetzung und Sachbuch/Essayistik auf eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum hoffen. Folgende 15 preisverdächtigen Werke hat die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2018 unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke aus den 403 Einreichungen ausgewählt:

Nominierte in der Kategorie Belletristik

  • Isabel Fargo Cole: „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus)

  • Anja Kampmann: „Wie hoch die Wasser steigen“ (Carl Hanser Verlag)

  • Esther Kinsky: „Hain: Geländeroman“ (Suhrkamp)

  • Georg Klein: „Miakro“ (Rowohlt)

  • Matthias Senkel: „Dunkle Zahlen“ (Matthes & Seitz)

Nominierte in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Martin Geck: Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“ (Siedler Verlag)

  • Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C. H. Beck)

  • Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne“ (Suhrkamp)

  • Bernd Roeck: Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance“ (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C. H. Beck)

  • Karl Schlögel: Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck)

Nominierte in der Kategorie Übersetzung

  • Robin Detje: übersetzte aus dem amerikanischen Englisch „Buch der Zahlen“ von Joshua Cohen (Schöffling)

  • Olga Radetzkaja: übersetzte aus dem Russischen „Sentimentale Reise“ von Viktor Schklowskij (Die Andere Bibliothek)

  • Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen „Internat“ von Serhij Zhadan (Suhrkamp)

  • Michael Walter: übersetzte aus dem Englischen die „Werksausgabe“ in drei Bänden von Laurence Sterne (Galiani)

  • Ernest Wichner: übersetzte aus dem Rumänischen „Oxenberg und Bernstein“ von Catalin Mihuleac (Paul Zsolnay Verlag)

Onlineangebote zum Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird am 15. März 2018 um 16 Uhr in der Glashalle vergeben. Die Preisverleihung kann im Livestream unter http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse verfolgt werden.

Die Nominierten vorab erleben

Bereits vor Beginn der Leipziger Buchmesse freuen sich die Nominierten auf Begegnungen mit ihren Lesern. Die fünf Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung stellen sich am 1. März im Literarischen Colloqium Berlin dem Publikum vor. Bereits am 2. März folgen die nominierten Autoren in der Kategorie Sachbuch dem Ruf des Literarischen Colloqiums. Ebenfalls am 2. März präsentiert die Leipziger Buchmesse in Kooperation mit MDR Kultur und Deutschlandradio in der Alten Handelsbörse in Leipzig die fünf Belletristik-Nominierten, die am 3. März auch im Literaturhaus Halle/Saale, am 8. März im Literaturhaus Hamburg sowie am 13. März im Literaturhaus München zu Gast sind.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Unter dem Vorsitz von Kristina Maidt-Zinke entscheiden die Jury-Mitglieder Maike Albath, Alexander Cammann, Gregor Dotzauer, Burkhard Müller, Jutta Person und Wiebke Porombka über die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse 2018.

Text: Julia Lücke, Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Premiere „Maria Stuart“ im Schauspielhaus Dresden


Fotos (2): Sebastian Hoppe

Die Fesseln der Macht

Die eine trachtet der anderen nach dem Leben und dem Thron. Männer und Frauen begehren, benutzen und bedienen sich gegenseitig. Ein spannendes Spiel um Machtstrukturen und ihre Verstrickungen – ausweglos!?

Die einen sehen sie als neue Königin. Die anderen fordern ihre Hinrichtung. Ein hochspannendes Stück über Macht und ihre Abgründe ist das Drama „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller. Was kann man noch glauben, wenn die Grenzen von Freund und Feind, Recht und Willkür in einer Gesellschaft nicht mehr klar zu unterscheiden sind?

Das hinterfragt eindringlich in ebenso berührenden wie beklemmenden Bildern und packendem Spiel zweier starker, historischer Frauenfiguren die Inszenierung unter Regie von Thomas Dannemann im Schauspielhaus Dresden. Aus dem kargen Bühnenbild mit schwarzer, beengender Schräge tritt Maria Stuart (Anja Lais) hervor. Die schottische Königin suchte als Vertriebene Schutz in England bei Königin Elisabeth, ihrer Cousine. Doch die ließ Maria als Anführerin aufständischer Katholiken,die ihren rechtmäßigen Anspruch auf den Thron durchsetzen wollen, festnehmen. Schillers Drama schildert die Tage vor Marias Hinrichtung und er erfindet ein Treffen der beiden Kontrahentinnen.

Die Gefangene Maria Stuart steht im orangenen Overall mit Halskrause vor Elisabeth, aber nicht gramgebeugt, sondern stolz, selbstbewusst, zornig, aufbegehrend, verletzlich und verzweifelt. Fordert sie Gerechtigkeit und einen fairen Prozess und hofft bis zuletzt auf ihre Freilassung, da sie unschuldig sei. Nacheinander erscheinen Männer in Anzügen, die Maria Stuart befragen, ihr drohen, sie verhöhnen.

Das Geschehen begleiten surrende, schneidende, bedrohliche Klänge aus dem Hintergrund. Manchmal hört man laut den Atem der Gefangenen aus der Tiefe. Während auf der spiegelglatten, schrägen Bühne die Berater und Zuflüsterer die Königin Elisabeth (beeindruckend in ihrem Zwiespalt von Herrschen und eigenem Gewissen: Fanny Staffa) umkreisen und selbst nach der Macht gieren. Hasserfüllt fordert Baron von Burleigh (Torsten Ranft) die Todesstrafe für die Stuart als „Stifterin des Unheils“. Robert Dudley, Graf von Leicester (Ahmad Mesgarha) ist als Vertrauter und Liebhaber der Königin und einst auch von Maria Stuart zwischen beiden Frauen hin und hergerissen und verrät letztere, um seine eigene Haut zu retten. Mortimer (Lukas Rüppel) unternimmt alles, um sie zu befreien.

Ergreifend die Begegnung von Elisabeth und Maria im Gefängnis, ihr Ringen um Aufrichtigkeit und Menschlichkeit und Absage an Gewalt. Ein bewegendes und zeitlos aktuelles Stück über Machtstrukturen und –missbrauch, auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Me-Too-Debatte, und wie Männer und Frauen bis in ihre Beziehungen hinein damit umgehen. Viel Beifall.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

 

Mondsüchtig mit „Frau Luna“ in der Staatsoperette Dresden im Kulturkraftwerk


Foto: Stefan Floss/Staatsoperette Dresden

Turbulente Traumreise zum Mond

Mit viel Humor, Fantasie und mitreißenden Evergreens nimmt die Revue-Operette von Paul Lincke das Publikum mit in eine ferne, nicht weniger verrückte Welt als auf der Erde.

Einmal zum Mond fliegen. Über den Wolken grenzenlose Freiheit spüren. Und als großer Erfinder berühmt werden. Davon träumt der junge Mechaniker Fritz Steppke. Von seiner Traumreise zum Mond erzählt überaus komisch mit viel Herz, Berliner Schnauze und bekannten Evergreens die Revue-Operette “Frau Luna“ von Paul Lincke. Mit der Premiere eröffnete auch die Spielstätte der Staatsoperette Dresden wieder, nach immensem Wasserschaden und neu angeschaffter Bühnentechnik, am Sonnabend im Kulturkraftwerk Mitte.

Das selbst entworfene Raumschiff von Steppke (frech-unbekümmert: Jannik Harneit) steht startklar auf dem Dach über dem Mansardenzimmer. Eines Nachts hebt er ab, im schnieken rosa Raumanzug, zusammen mit seinen zwei ebenso abenteuerlustigen Freunden, dem Schneider Lämmermeier (Marcus Günzel) und dem kalauernden und sächselnden, früheren Steuerbeamten Pannecke (Elmar Andree). Mit dem Mondflug wollen sie dem grauem Alltag und Mietschulden entkommen, außerdem will Steppke seiner, von seinen luftigen Plänen wenig erfreuten, Verlobten Marie (Annika Gerhards) imponieren. Doch die energische Vermieterin Frau Pusebach (köstlich schrullig: Sabine Brohm) folgt ihnen, will ihnen ihre Flausen austreiben und rettet sie aus manch misslicher Lage.

Auf dem Mond sorgen sie für reichlich Trubel. Die drei Freunde umschwirren kichernde, alles blitzeblank putzende und tanzende Mondelfen und federleichte, turtelnde Wölkchendamen. Doch nicht alle sind begeistert von den plötzlich auftauchenden Erdlingen. Und der äußere Glanz trügt. Hier oben ist es schon überfüllt und gibt es eine Obergrenze. Empfangen werden die Reisenden von Mondwachmännern mit auf sie gerichteten Waffen und kurz darauf als fremde Eindringlinge festgenommen von Theophil (Andreas Sauerzapf), dem galant-gerissenen Haushofmeister mit Wiener Akzent und selbsternannten „Mister Universum“. Wären da nicht die auf die Erdmenschen neugierigen Frauen, allen voran Frau Luna (kess zuerst als Mann im Mond und als schillernde Verführerin stimmlich wie optisch: Maria Perlt) sowie Stella, ihre lebenserfahrene, charmante Zofe (Ingeborg Schöpf) und der gewitzte, sehr agile Mondgroom (Mime Rainer König), der zwischen den Erdlingen und den Mondbewohnern hin und her eilt. Nicht nur Steppke ist überrascht, dass der Mann im Mond eine Frau ist! Frau Luna kennt sich überdies aus mit den Träumen und Sehnsüchten der Erdlinge. Schließlich bescheint, beschützt und belauscht sie jede Nacht Liebende und Entzweite…

Romantik und Realität, Traum und Albtraum liegen nah beieinander in dieser flott, fantasiereich und humorvoll inszenierten Reise zum Mond des Wiener Regisseurs Andy Hallwaxx, die im zweiten Teil noch an Schwung und Spannung gewann, mit wunderbaren Stimmen, großartigem Orchester und mitreißenden Schlagern wie „Das ist die Berliner Luft…“ oder „Schenk mir ein kleines bissel Liebe“ (musikalische Leitung: Christian Garbosnik). Begeisterter Beifall vom Publikum für einen zauberhaften Abend.

Text (lv)

http://www.staatsoperette.de

50. Ausstellung im Kastenmeiers: Malerei von Pierre Adam


Bild: Pierre Adam

„Still alive“ – Pierre Adam interpretiert in seinen Bildern auch Amy Winehouse und David Bowie

Die 50. Ausstellung der Galerie im Restaurant Kastenmeiers – seit dem Start 2010 im Kurländer Palais – wird am 4. Februar, um 12 Uhr eröffnet. Die Malerei und Zeichnungen des Dresdner Künstlers Pierre Adam sind bis 27. Februar zu sehen.           

Seine großformatigen abstrakten Werke gehen eine ungewöhnliche Symbiose mit dem unverputzten Mauerwerk im „Kastenmeiers“ ein – das größte Werk misst allein 2,40 Meter in der Höhe! Ausgangspunkt seiner Motive sind geometrische Strukturen, die immer wieder mit einem neuen Farbauftrag überdeckt, isoliert und wieder gelöscht werden. Durch diese Technik strahlen die Werke eine fesselnde Dynamik aus.

Ein Teil der Ausstellung von Pierre Adam vereint eine Auswahl von Bleistiftzeichnungen – ein spannender Gegensatz zu den sehr präsenten Werken in Acryl und Öl. In seinen Motiven setzt sich Adam intensiv mit dem Zeitgeschehen auseinander. Faszinierend sind seine Interpretationen von David Bowie oder Amy Winehouse.

Pierre Adam studierte freie Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und war hier von 2006 bis 2008 Meisterschüler von Prof. Hans Peter Adamski, dem damaligen Dekan der HfBK.

Dies ist bereits die 50. Ausstellung im „Kastenmeiers“ seit der Eröffnung im Herbst 2010. Zur Vernissage mit Sektempfang am 4. Februar, 12 – 14 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen.

Text: Sabine Mutschke

Mehr Informationen über / Kontakt zu Pierre Adam: www.freimaler.de

http://www.kastenmeiers.de

Neue Ausstellung „Kontraste“ im Kunstkeller


Fotos/Volkmar Fritzsche: Formenspiele auf nackter Haut. Gesichter

Das Spiel der Gegensätze

Unter dem Titel „Kontraste“ vereint die nunmehr 94. Ausstellung der Galerie Kunstkeller – aktfotoARTDresden gegensätzliche aktfotografische Arbeiten von Volkmar Fritzsche. Eröffnet wird die Schau am 6. Februar, um 20 Uhr auf der Radeberger Straße 15.

„Kontraste“ negiert einmal ausnahmsweise alle Regeln, die man bei einer thematischen Ausstellung erwarten kann: eine harmonische Hängung und die Ausrichtung in Gruppen verwandter Bilder. Der Gegensatz wird zum Thema. Sowohl Bildinhalte bzw. Aussagen als auch Bildtechniken, Farben, hell-dunkel, alles ist geprägt von Gegensätzen. In der Medizin macht ein Kontrastmittel erst sichtbar, was sonst nicht erkennbar wäre. Hier erzwingt sich jedes Bild Beachtung, weil es räumlich nicht in einem Kontext mit verwandten Bildinhalten eingebettet ist.

Diese Ausstellung will allerdings nicht spektakulär Gegensätzliches präsentieren, sondern ein weites Spektrum starker Kontraste bis hin zu feinen gegensätzlichen Nuancen.

Mehr als die Hälfte der Arbeiten sind klassisch s/w. Der größte Teil besteht aus Originalfotografien in unterschiedlichsten Aufnahmetechniken, neben Collagen und Verfremdungen durch Bildbearbeitung.

Wenn sich so etwas wie ein roter Faden durch die Ausstellung zieht, dann ist es der Kontrast.

Text: Volkmar Fritzsche

Vernissage:  Dienstag, 6. Februar, 20 Uhr

Einführende Worte und musikalische Umrahmung: Solvig Frey

Ausstellungsdauer:       6. Februar bis 19. April 2018

Geöffnet:  di 15 – 21.30; mi + do 16.30-18.30 Uhr und nach tel. Absprache unter (0351) 802 70 70                                  

Blick in die Ausstellung  ab 29. Januar: www.kunstkeller-dresden.de/aktuell.htm

Blogger Sessions 18 auf der Leipziger Buchmesse im März

Blogger gestalten erstmals das Konferenzprogramm mit

Die Buchblogger-Szene entwickelt sich immer differenzierter. Blogger, die seit Jahren über Bücher und die Buchbranche schreiben, sind längst fest etabliert und mit Verlagen, Autoren und Redaktionen vernetzt. Gleichzeitig gehen neue Blogger an den Start und suchen den Einstieg in die Szene. „Dieser Ausdifferenzierung tragen wir Rechnung“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, der die Konferenzteilnehmer am 18. März persönlich begrüßen wird.

„Blogger gestalten erstmals das Konferenzprogramm aktiv mit und unterstützen in Leipzig Blogger auf der Suche nach Profil, Relevanz und Einfluss.“

Die Leipziger Buchmesse hat für die buchmesse:blogger sessions 18 ein vielfältiges Programm für Blogeinsteiger und Fortgeschrittene vorbereitet. Neben Expertenvorträgen finden Diskussionsrunden mit diversen Bloggern und Branchenteilnehmern unter der Leitung von literaturcafe.de-Chef und Bloggerurgestein Wolfgang Tischer statt. Zudem konnten Blogger erstmals per Call for Papers ihre Themenvorschläge für die Konferenz einreichen. Die sieben Veranstaltungen mit den meisten Stimmen wurden in das Programm aufgenommen.

Die buchmesse:blogger sessions 18 finden am Messesonntag von 10:15 bis 15:30 Uhr in den Fachforen 1 und 2 der Halle 5 statt.

Programm für Blog-Einsteiger und Profis

Mehr Mut beim Bloggen
Für mehr Mut beim Bloggen plädiert Buchblogger Linus Giese von Buzzaldrins Bücher im Gespräch mit Wolfgang Tischer. Die Buchbloggerwelt werde immer schnelllebiger – die meisten Blogger haben schon lange nicht mehr nur einen Blog, sondern auch einen Twitter-, Instagram- und Facebookkanal. So viele Inhalte und so wenig Zeit – da seien Persönlichkeit und Authentizität gefragt. Doch was ist das eigentlich und wann ist man als Blogger authentisch und nahbar? Linus Giese berichtet über seine persönliche Blog- und Lebensgeschichte sowie die Chancen und Risiken, Persönliches zu bloggen.

Blogtouren in Buchblogs: Pro und Contra
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Blogtour innerhalb der deutschen Literaturbloglandschaft an den Start geht. Blogtouren sind erfolgreich, aber auch umstritten. Was spricht dafür, was dagegen? Wie groß ist der Informationswert der Blogtouren für Leser? Oder sind es nur geschickte Marketingaktionen mit ominösen Gewinnspielen? Über das Pro und Contra von Blogtouren diskutieren Wolfgang Tischer (literaturcafe.de) mit Gloria H. Manderfeld (Nerd-Gedanken) und Philipp Lohmann (Nerds-gegen-Stephan).

Tipps &Tricks für die Zusammenarbeit mit den Verlagen
Ob Einsteiger oder Profi, die Beziehungen zu Verlagen sind enorm wichtig.
Wie baue ich Kontakt zu Verlagen auf und wie halte ich ihn? Wie bekomme ich Rezensionsexemplare? Was wird von mir erwartet und was kann ich erwarten? Die Blogger-Verantwortliche eines Publikumsverlags, ein Mitglied aus dem Team der Online-Plattform NetGalley und eine Buchbloggerin geben Hinweise und Antworten rund um die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Buchbloggern und Verlagen. Denn von einer guten Zusammenarbeit könnten alle profitieren, wie die Experten betonen.

#fightforyou
Der Papierverzierer Verlag wird zur Mittagszeit seine Arbeit mit Bloggern und die zum Messezeitpunkt aktuell laufende Buchkampagne #fightforyou zur Neuerscheinung „Krieger der Lüfte“ vorstellen. Das Bloggen mit Büchern biete mehr als nur pure Leserunterhaltung und der Austausch in der Community, erklärt der Verlag. Blogger seien Abenteurer mit dem notwendigen Handwerkszeug, die es verstehen, für Unterhaltung und Diskussionen zu sorgen.

Sicher im Netz
Das Internet und die deutsche Gesetzgebung verbergen viele Fallstricke, die bei Nichtbeachtung teuer werden können. Es gebe kein perfekt abgesichertes System, aber man könne einiges für mehr Sicherheit tun, sagt Susanne Kasper von der Social Reading Plattform Literaturschock. In ihrem Vortrag führt sie in das Thema Absicherung von Webseiten und Social-Media-Accounts ein. Der Vortrag bietet keine Rechtsberatung. Für Rechtsfragen steht Referent Tilman Winterling in einem Q&A im Anschluss an seine Veranstaltung zum Influencermarketing zur Verfügung.

Schleichwerbung oder Werbung?
#detox – Neues zu Influencermarketing und Schleichwerbung lautet der Titel des Vortrages vom Rechtsanwalt für Urheber- und Medienrecht Tilman Winterling (54books). Influencermarketing sei für die Akteure inzwischen alltäglich. Den wenigen gerichtlichen Entscheidungen stünden umso mehr Empfehlungen von Rechtsanwälten, Verbänden und anderen entgegen. Tilman Winterling informiert, wie man rechtssicher mit Marken- und Urheberrechten im Marketing agiert, was es bei dem Setzen von Hashtags zu beachten gilt und ab wann Werbung Werbung ist, die als solche gekennzeichnet werden muss. Im anschließenden Q&A bleibt ausreichend Zeit für Fragen aus dem Publikum.

Die wilde Geschichte der Jahre 2015-2017
Jens Hirt und Tim Sarianidis vom Blog Ausnahmezustand Neuzeit schauen in ihrem Vortrag auf die Krise in der westlichen Welt. Sie erklären die gesellschaftliche Polarisierung aus der Geschichte heraus. Dieser Blick auf aktuelle Krisenphänomene zeige, so die Referenten, was Blogs heute leisten können: Sie sind zu einer Kulturtechnik geworden. Die beiden konstatieren fehlerhafte Spielregeln der Digitalisierung, der Kommunikation und der globalisierten Ökonomie und bieten neben Thesen und Erklärungen Reformvorschläge 4.0 an.

Für Blog-Einsteiger

Alleinstellungsmerkmale für Buchblogger finden
Wer aus dem Meer von Bloggern herausstechen wolle, brauche ein klares Profil, meint Glora H. Manderfeld vom Blog Nerd-Gedanken. Doch welche Inhalte sind das berühmte „mehr“, der einen Leser zum Blog zurückbringt? In Unternehmerkreisen wird das „Alleinstellungsmerkmal“ beschworen, das eine Marke oder eine Firma unverwechselbar macht. Gemeinsam mit den Zuhörern will die Referentin Wege erarbeiten, die eigenen Stärken zu erkennen, aus ihnen ein Profil für den jeweiligen Blog zu bilden und Ideen für Artikelstrecken zu entwickeln.

Markenbildung durch Inhalt
Auch Franziska Kurz (www.franzi-liest.de) spricht sich in ihrem Vortrag über Markenbildung durch konsequente Inhalte in Social Media aus und will die Zuhörer in Leipzig anregen, sich Gedanken über ihr Ziel beim Bloggen zu machen. Was unterscheidet Blogger, macht sie unverwechselbar? Franziska Kurz schreibt seit 2015 über Bücher und versteht sich als Botschafterin für Buchempfehlungen für einen positiven Feminismus. Sie empfiehlt  Bücher, die für ein positives Frauenbild stehen. Durch dieses konsequente Eintreten habe sie ihren USP generiert.

Verlagskommunikation und Rezensionspolitik
Es gibt viele Fragen rund um die Beziehungen zwischen Verlagen und Bloggern oder Autoren und Bloggern. Wie verhalte ich mich zum Beispiel, wenn ein Autor Rezensionsexemplare anbietet, oder welche Komponenten tragen zu einer guten Verlagskooperation bei? Damit sich Bloganfänger die Informationen nicht mühsam zusammensuchen müssen, geben Daniel Allertseder und Larena Delacruz vom Blog WeLoveBlogs einen Crash-Kurs für alle Neulinge, die mehr über Verlage, Agenturen und Rezensionen erfahren möchten.

Für Fortgeschrittene

Über Bücher schreiben und damit gutes Geld verdienen
Die Agentur für skalierbares Influencer- & Blog-Marketing blogfoster geht in Sachen Beziehungsmanagement noch einen Schritt weiter. Nach Ansicht der Agentur können Buchblogger zu Influencern werden und damit gutes Geld verdienen, sofern Verlage und Blogger ihre noch immer bestehenden Berührungsängste ablegen würden. Wie Blogger mit Verlagen oder anderen Unternehmen zusammenarbeiten können, ohne dabei ihr wichtigstes Gut, ihre Glaubwürdigkeit, aufs Spiel zu setzen, verrät Industry Specialist Heide Herbst.

Storytelling in Buchblogs
Warum sollen nur Bücher Geschichten erzählen, fragt Frau Hemingway alias Janine Rumrich. Ein Faktor erfolgreicher Blogs sei es doch, dass sie ihren Leserinnen und Lesern an persönlichen Geschichten teilhaben ließen. Und was lege bei Buchblogs näher, als selbst spannende Erzählungen zu verfassen? Nur stupide über die Handlung von Büchern zu schreiben, sei doch langweilig, so Janine Rumrich. Der Vortrag gibt eine Einführung in das Thema „Storytelling in Buchblogs“ mit vielen praktischen Beispielen für Buchblogger.

Ende der Kuschelzeit
Literaturblogs schwimmen in ihrer Blase, sind meist zurückhaltend und passiv, meinen die drei Blogger Katharina Herrmann (54books), Jochen Kienbaum (lustauflesen) und Tobias Nazemi (Buchrevier). Dabei gebe es abseits „netter Buchbesprechungen“ so viel zu sagen. Wie können Blogger mutiger und damit relevanter werden? Was steuern Blogger zu aktuellen Diskussionen bei? Warum hecheln sie hinterher und laufen nicht vorweg? „Hören wir auf zu kuscheln, lasst uns laut und stachelig werden“, fordern die drei und erläutern, wie Literaturblogs eine höhere Relevanz erlangen.

Buchblogger im Vergleich: Listen, Rankings und Awards
Relevanz ist erstrebenswert. Da sind sich alle Experten einig. Aber wie misst man Relevanz? Über Preise und Rankings? Sind Buchblogger überhaupt vergleichbar? Warum dieses ständige Vergleichen? Nach welchen Kriterien soll und kann überhaupt eine Bewertung erfolgen? Was spricht für und gegen Bewertungen und Awards? Diesen Fragen geht die Diskussionsrunde „Buchblogger im Vergleich: Listen, Rankings und Awards“ nach, moderiert von Wolfgang Tischer nach.

Die Teilnahme an den buchmesse:blogger sessions 18 ist kostenfrei. Unterstützt wird die Veranstaltung von buchjournal, literaturcafe.de, NetGalley und dem Papierverzierer Verlag. Das Programm endet um 15.30 Uhr. Anschließend sind alle Teilnehmer zu einem Get-together bei Snacks und Getränken im Fachforum eingeladen.

buchmesse:blogger
Die Leipziger Buchmesse unterstützt unter dem Label buchmesse:blogger mit den „buchmesse:blogger sessions“ und der Bloggerlounge in Halle 5 den Austausch zwischen Buch- und Blogmachern. Zusätzlich werden im Bloggerguide auf der Website alle relevanten Informationen und Veranstaltungen für Blogger zusammengestellt.

Weitere Infos unter http://www.leipziger-buchmesse.de/Themen/buchmesse-blogger/

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 24. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text:  Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

Ausstellung „Landgang“ bei art + form

Ursula Strozynski, „Andalusien XXIV“, Kaltnadel.
Als Vorzugsgrafik in einer Auflage von 35 Exemplaren erhältlich.
Repro: art + form


„Andalusien XXII“, Kaltnadel
Auflage 20 Exemplare
Repro: art + form

Meisterin des Weglassens 

Zeichnungen, Collagen und Radierungen von Ursula Strozynski

Die neue Galerieleiterin Sybille Nütt präsentiert Arbeiten von Ursula Strozynski (Berlin) in der Dresdner Galerie art+form vom 4.2. bis 15.3. Die Vernissage der Ausstellung „Landgang“ ist am Sonntag (4.2., 17 Uhr).

Beachtliche 85 Ausstellungen wurden bis dato in der Galerie art+form organisiert, davon über 60 in den Räumen der Bautzner Straße 11. Nach dem 25-jährigen Jubiläum von art+form im vergangenen Jahr hat Inhaber Remo Dudek nun Sybille Nütt als Galerieleiterin gewinnen können. Die Bindung der erfahrenen Dresdner Galeristin zu Beginn der aktuellen Ausstellungssaison setzt ein Ausrufezeichen, lässt eine weitere Steigerung des Anspruches der Galerie art+form erwarten. Sybille Nütt hatte sich mit ihrer gleichnamigen Galerie im Obergraben (2002-2017) einen Namen gemacht und ist den Dresdnern auch durch ihre erfolgreichen Aktivitäten für die Belebung des Neustädter Barockviertels bekannt. Am Sonntag eröffnet sie nun die erste Ausstellung in ihrer neuen Tätigkeit bei art+form.

„Ich freue mich, dass ich mit Sybille Nütt eine erfahrene Galeristin und ausgewiesene Kunstkennerin für die Galerie gewinnen konnte. Sie bringt neben ihrer großen Erfahrung und sehr guten Vernetzung spannende konkrete Ideen mit, deren gemeinsamer Umsetzung ich sehr gern entgegensehe. Die Besucher der Ladengalerie art+form dürfen auf vielfältige Ausstellungen unterschiedlichster und namhafter Künstlerinnen und Künstler gespannt sein, von denen wir am Sonntag mit „Landgang“ von Ursula Strozynski die erste eröffnen.“, so Inhaber Remo Dudek.

Besucher der Ausstellung dürfen sich auf sorgfältig kuratierte und präsentierte Arbeiten freuen. Die Reduzierung des Gesehenen auf das Wesentliche ist das Markenzeichen der grafischen Arbeiten von Ursula Strozynski, die von 1972 bis `76 an der TU Dresden Architektur studiert hat. Wichtigstes Kompositionsmittel all ihrer Werke ist die gezeichnete Linie. Diese führt zu einer Essenz der Dinge, zu einer Klarheit und Grundsätzlichkeit, die unmittelbar und anziehend wirkt.

Sybille Nütt: „In einem Gedicht von Gottfried Benn heißt es: ‚… es gibt nur zwei Dinge: die Leere und das gezeichnete Ich.‘ Man spricht oft von der ‚Kunst des Weglassens‘ – bei Ursula Strozynski haben wir es mit einer Meisterin dieser Kunst zu tun.“

Die Vernissage verspricht, nicht nur „Hingucker“ zu bieten, sondern auch ein „Hinhörer“ zu werden: Remo Dudek und Sybille Nütt kündigen sie als „Wort-Klang-Collage mit humorvoller, lebenskluger wie anrührender Lyrik von Mascha Kaléko und dem beeindruckenden Spiel von Florian Mayer (Violine)“ an.

Die Gedichte der einst berühmten und mit Kästner, Morgenstern und Ringelnatz verglichenen, heute fast vergessenen Mascha Kaléko († 21. Januar 1975) werden von verschiedenen Stimmen des art+form-Teams und der ausstellenden Künstlerin gelesen. „Die Texte von Mascha Kaléko, die in diesem Jahr 111 Jahre alt geworden wäre, sind von beachtlicher Aktualität – beim Lesen könnte man meinen, sie lebe im 21. Jahrhundert.“, so Sybille Nütt.

Text: Tobias Blaurock/blaurock markenkommunikation

art + form, Bautzner Str. 11 in Dresden
Geöffnet: Mo – Fr. 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung ab 8. Februar 2018 unter www.artundform.de

Arbeiten von Ursula Strozynski in öffentlichem Besitz

Nationalgalerie Berlin
Märkisches Museum Berlin
Museum Junge Kunst, Frankfurt/ O.
Kunstsammlung Neubrandenburg
Staatliches Museum Schwerin
Museum Schloss Salder, Salzgitter
Sammlung Frotz, Lindenau Museum, Altenburg
Ludwig Institut für Kunst der DDR, Oberhausen
Jüdisches Museum, New York

 

BilderAlbum: Bilder aus dem Feuer von Günter Gläser in der Galerie Gerstaecker

Farbreiche Lebensbilder

Eine Ausstellung mit der heutzutage seltenen Emmaillebildkunst auf Kupfer zeigt der Radebeuler Künstler Günter Gläser derzeit in der Galerie Gerstaecker in der ehemaligen Heeresbäckerei, Provianthofstr. 7 in Dresden-Nord.

In leuchtenden Farbtönen hält Günter Gläser die Natur und die Jahreszeiten des Lebens fest in seiner Malerei auf Kupfer. Von der Elblandschaft am Waldschlößchen bis zu Reiseeindrücken aus seiner zweiten Heimat Spanien, wo er viele Jahre ein Sommeratelier hatte, reichen seine „Impressionen aus dem Feuer“. So lautet der Titel seiner derzeitigen Ausstellung in der Galerie Gerstaecker in Dresden. Rund 80, teils neue Emaillebilder in dieser heute seltenen künstlerischen Technik zeigt er dort an den Wänden der Bibliothek und in der Halle des Künstlerfachmarkts. Zu sehen bis 13. Mai.

Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 19.30 Uhr, Sa 10 – 16 Uhr

http://www.bilder-aus-dem-ofen.de

Siehe dazu auch das Porträt über Günter Gläser auf meinwortgarten.com/bildende kunst

Text + Fotos (lv)


Mit viel Herzblut und Hingabe begleitete das Duo Kratschkowski die Ausstellungseröffnung.

Vielfarbig schimmernde Melodie- und Farbklänge: die Musiker und der Emaillebild-Künstler Günter Gläser

Biographie von Günter Gläser mit Farbaufnahmen seiner Emaillebilder:
Im Bild Günter Gläser, neben ihm Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag Radebeul und Laudator und Autor Thomas Gerlach. 

http://www.gerstaecker.de