Doppelbuch-Premiere mit Lyrik von Kerstin Becker & Franz Hodjak im Stadtmuseum Dresden

Wortspiel, Alegorie und ein Wir, das durch die Erinnerungen wildert

Eine Doppelbuchpremiere mit Lesung aus den neuen Gedichtbänden von Kerstin Becker und Franz Hodjak mit DichterkollegInnen gibt es am 20. September, 19 Uhr in der Cafeteria des Stadtmuseums Dresden.

Kerstin Becker und Franz Hodjak, zwei herausragende Lyriker, die mit der Stadt Dresden verbunden sind, haben neue Werke vorgelegt. Beiden ist es aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit verwehrt, in der Öffentlichkeit aufzutreten und ihre Bücher selbst vorzustellen.

Auf Einladung der Zeitschrift „Ostragehege“ werden am 20. September vier Dichterkollegen, Róža Domašcyna, Jayne-Ann Igel, Volker Sielaff und Dieter Krause, im Dresdner Landhaus aus ihren neuesten Büchern lesen.

Kerstin Beckers Gedichte glühen aus dem Dunkel. Sie erzählen vom Vergehen, dem Seelenlaich, vom Leben zwischen den Systemen, von Gestrandeten, einem wir, das durch die Erinnerungen wildert, den Asseln auf der Spur und andern kleinen Wundern am Rand der ausgezehrten Äcker. Schmerzlich schön sind diese kunstvoll rhythmisierten Verse, die das Tragische, die Wunden nicht scheuen – weil es der Preis für einfach alles ist. Ein Preis, ohne den diese Gedichte nicht zu haben sind.

Franz Hodjaks metaphorische Denk- und Schreibweise rechnet in hohem Maße mit der Fähigkeit der Leser, zwischen den Zeilen zu lesen. Metaphorische Doppeldeutigkeit, Wortspiel, Alegorie,piel Parabel waren in Zeiten der Zensur entstandene stilistische Mittel. Franz Hodjak verwendet die gegen den totalitären Staat eingeübten Stilmittel auch in seinen heutigen Gedichten. Diese zeichnen sich durch eine neue Kontinuität der Ironie aus.

Moderation: Patrick Wilden

Lesung im Museumscafé des Stadtmuseums Dresden (Landhaus) Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden (Eingang Landhausstraße)

Eintritt frei!

Die Lesung wird im Rahmen der Kleinprojekteförderung vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.

Eine Kooperation von: Literarische Arena e.V., Evangelische Akademie Sachsen und Museen der Stadt Dresden

Mit besten Empfehlungen,
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
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Wie in der Glückslotterie: Saisonvorschau im Schauspielhaus Dresden


Lichtblicke im Theater: Eröffnungsfest Saisonvorschau 2022/2023
Foto (1): Sebastian Hoppe

Bühne frei für die lebendigste der Künste

Ein prall gefüllter Spielplan mit 24 Premieren, von komisch-skurril, dramatisch bis fantastisch futuristisch lockt in der Spielzeit 2022/23 im Staatsschauspiel Dresden.

Gleich zu Beginn purzelt alles durcheinander mit einem lauten Knall auf der
Bühne. Schauspieler Philipp Lux, der die Saisonvorschau moderiert mit gespielter oder echter Aufregung, sammelt die Kärtchen mit den Stückbeschreibungen vom Boden auf. Eine Schauspielkollegin hilft ihm und schlägt vor zu losen, welches Stück als nächstes drankommt. Wie in einer Glückslotterie, wo der Zufall regiert, alles möglich ist, Überraschungen, Enttäuschungen, Siege, Niederlagen, Haupt- und Trostpreise sich abwechseln, ging es zu bei der Vorstellung der neuen Spielzeit 2022/23 am vergangenen Sonnabend im Schauspielhaus Dresden.

Und man weiß ja auch nicht mehr, was tatsächlich kommt. Der Zuschauersaal war voll besetzt. Erstmals wieder ohne freigelassene, schwarzverhängte Sitze wegen der Corona-Abstandsregeln. Theaterintendant Joachim Klement freute sich über den herzlichen Beifall des Publikums eingangs und die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten. Zwei Jahre konnte man so nicht beisammen sein wegen der Pandemie, „Die lebendigste der Künste, Theater, findet ja nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern lebt von offenen Räumen, in denen man gemeinsam etwas erlebt“, sagte Klement.

Ein prall gefüllter Spielplan mit 24 Premieren erwarten das Publikum. In schneller Folge kamen Ausschnitte daraus, Szenen und Lieder  auf die Bühne. Begonnen bei „Wie es Euch gefällt“, eine Liebeskomödie über Gender, Sex und Querness nach William Shakespeare, die gesten abend in der Bürgerbühne im Kleinen Haus unter Regie von Philipp Lux Premiere feierte. Eine bunte Truppe fantasievoll gekleideter Gestalten mit Regenbogenfahne stürmt über die Bühne, trällert das Lied „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ von Pippi Langstrumpf. Eine Aufführung, die sicher polarisiert und sich auseinandersetzt mit der derzeit in den sozialen Medien heftig diskutierten Gender-Debatte begonnen von eigentümlichen, möglichst geschlechtsneutralen  Wortneuschöpfungen bis zur Frage wieviele Geschlechter oder besser soziale Geschlechterollen (neben den zwei biologischen Geschlechtern Mann und Frau) es denn nun tatsächlich gibt und ob  Geschlechtsumwandlungen bald so normal sein werden wie wechselnde Haarfarben und was Identitätsfindung ausmacht.

Heute abend, hat das Drama „Macbeth“ ebenfalls von Shakespeare im Schauspielhaus Premiere mit Christian Friedel in der Titelrolle, der auch Regie führt. Die Inszenierung musste wegen der Pandemie mehrmals verschoben werden.

„Die Katze Leonore“, ein Monolog für eine Schauspielerin von Caren Jeß hat am Sonntag, 20 Uhr unter Regie von Simon Werdelis ihre Uraufführung im Kleinen Haus. Ein Ausschnitt  daraus war per Video auf Leinwand mit Karina Plachetka zu sehen. Sie spielt eine Immobilienmaklerin, die plötzlich glaubt sie sei eine Katze und befragt wird dazu von einem Arzt. Eine Art Selbstbefragung witzig, komisch und anrührend. Mit einem leisen, herzerweichenden Miau verabschiedet sich Leonore einstweilen von den Zuschauern. Ein Muss für alle KatzenliebhaberInnen.

Zum Schluss stand das ganze Ensemble in illustrer Runde auf der Bühne und eine Lämpchenkette voller Lichtblicke breitete sich aus über der Bühne. Danach funkelte dort der Sternenhimmel und Schauspieler und Zuschauer tanzten bis in die Morgenstunden. Man darf gespannt sein auf diese Spielzeit mit anspruchsreichem und vielseitigem  Repertoire, vielen neuen, auch weniger bekannten Stücken, von witzig-skurril, märchenhaft abenteuerlich bis fantastisch und futuristisch. Mögen keine unliebsamen Überraschungen dazwischen kommen in dieser Spielzeit.

Text + Fotos (5) (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Die Kraft der eigenen Stimme spüren: neuer Workshop Vocalsingen mit der Sängerin Katrin Schmidt in der Kulturschlosserei


Tönen & der inneren Stimme lauschen als Spiegel zu uns selbst: Dazu lädt die Sängerin und Gesangslehrerin Katrin Schmidt Menschen mit Freude am Singen ein. Foto: privat

Nach innen gehen & die Kraft der eigenen Stimme spüren

Die Sängerin und Gesangslehrerin Katrin Schmidt gibt ihre Erfahrungen damit gern weiter und lädt zu ihrem zweiten Workshop „Vocalsingen“ am 17. September, von 15 bis 18 Uhr in der Kulturschlosserei Dresden, Bischofsweg 31, ein.

Beim Tönen Gefühle fließen lassen. Dem Klang der eigenen Stimme lauschen, gemeinsam mit anderen, ist wohltuend und entspannend. Dazu lädt die Sängerin und Gesangslehrerin Katrin Schmidt Menschen mit Freude am Singen zu ihrem zweiten Workshop „Vokalsingen“ am Samstag, 17. September 2022, 15 -18 Uhr in der Kulturschlosserei Dresden, Bischofsweg 31 ein. Du kannst dich gern bei mir anmelden – Tel: 0351/4217672 und du kannst gern noch Jemanden mitbringen, wenn du magst….

Der Raum bietet Platz für ca.10-12 Personen. Als Sängerin und Gesangslehrerin beobachte ich seit Langem, dass unsere Stimme unberührte Dimensionen in sich trägt. Und es stellt sich dabei die Frage, ob der Ansatz unserer Kultur, die Stimme durch virtuoses Training auszubilden, allumfassend ist… Welche Ansätze gibt es denn noch ? Kann die einfache Stimme uns genauso viel erzählen? Wir werden es gemeinsam erleben.

Das Vokalsingen ist bisher nicht sehr bekannt, es ist ein Weg direkt zu unserer Seele. Und es wirkt regenerierend, befreiend, stimmstärkend und es kann den Tonumfang und die Selbstwahrnehmung verbessern. Es kann ein Heilmittel und ein Spiegel zu gleich sein. Was teilt uns die innere Stimme derzeit mit? Vielleicht führt dich dein Lauschen zu neuen Einsichten. Vielleicht kannst du Wandlungsphasen als solche erkennen…

Notiere dir auch gern innere Dialoge und Gefühle nach bestimmten  Übungen in einem Tagebuch, dass du selbständig mitbringst. Wir werden in dem Prozess wenig sprechen, du kannst dafür sängerisch deine Gefühle fließen lassen. Am Ende sei zu einem umfänglichen Erfahrungsaustausch herzlich eingeladen – sofern du das möchtest. Die Gebühr von 40,- EUR darfst du vor Ort auch bezahlen.

Bitte bringe dehnfähige Kleidung mit und sei schon 14.45 Uhr pünktlich vor Ort. Wenn du schnell frierst, bringe dir bitte eine leichte Decke mit. Falls du auf dem Boden nicht lange sitzen kannst, bringe dir ein Kissen zum besseren Sitzen mit. Matten sind vorhanden. Bitte setze dich ganz leise in den Raum und stelle dein Handy in den Flugmodus. Versuche deinen Atem wahrzunehmen, bei dir anzukommen. Oder es geschieht dann später von selbst…

Dan Millman, der Autor des Buches „Der Pfad des friedvollen Kriegers“
drückt das so aus:
„Jeder erzählt dir, was du tun sollst und was gut für dich ist. Die wollen
aber nicht, dass du deine eigenen Antworten findest. Die wollen, dass du an ihre glaubst. Ich will, dass du damit aufhörst, deine Informationen von draußen zu
holen und dass du anfängst, sie dir von innen zu holen. Die Menschen haben Angst, in sich hineinzusehen, das ist aber der einzige Ort, wo sie das finden, was sie brauchen.“

Text: Katrin Schmidt

Neue Lyrik: Verbunden & Wasser des Lebens & Allein mit Worten & Gereimtes

Verbunden

An niemanden und nichts
gebunden
aber allem verbunden
stehe ich in der Welt
mir manchmal selbst
im Weg

zwei Katzen und viele Bücher
leben bei mir
beäugen betrachten
schmusen flusen
kommen und gehen
wie sie wollen
wie ich

rau und zärtlich
laut und leise
tost die Reise
die sich Leben nennt

LV
8.9.2022

Wasser des Lebens

Regenrauschen hält den Tag an
schneidet mir den Weg ab zum See
ein letztes Mal eintauchen
nachsehen ob die Blaualgen
sich aufgelöst haben

die Erdbeerpflanze auf dem Balkon
bleibt grau und welk
vor Tagen schon ertrunken
zu viel gegossen
die weißen Blüten und wenigen roten Beeren
wollte sie vermehren

goss und düngte sie eifrig
doch aus mehr
wurde nichts
mehr
wo nichts war sprossen
auf einmal zart violette Blumen
aus den Blättern ragen feine Antennen

LV
8.9.2022

Allein mit Worten

Ein Gesicht auf einer Karte
der Mensch darauf ihr fern
seine Worte gehen ihr nahe
sein Blick lässt sie nicht los
die großen dunklen sprechenden
forschenden Augen

als könnten sie jedes
noch so verborgene Geheimnis im anderen ergründen
sie liebt die Worte wie er
wie er sie verwebt und verwandelt in die Urwälder des Seins
tauchende schamanenhafte Poesie

doch er sah
sie nicht
kaum auf von seinen Büchern
als er las all die umwerfend komisch wie traurigen
Geschichten aus einer anderen Zeit
vom Weggehen Aufbruch
geplatzten Träumen

und der Sehnsucht nach dem Meer
das schon weit vorher beginnt
wenn man den Fuß
auf weichen weißen Sand setzt
und die Kiefernwälder auftauchen
mit ihrem hin und her flimmernden Licht

das sie einen Moment verband

LV
8.9.2022

Gereimtes

Seit Stunden lieg ich auf der Lauer
doch die Reimworte lassen sich nicht fangen
ziehen schelmisch grinsend von dannen
mir wird immer flauer

leg ich mich auf`s Ohr
sprudeln und drängeln sie hervor
klettern wortlustig auf der Versleiter empor
und wirbeln alles durcheinander entfesselter Chor

beflügeln die Reime
oder bremsen sie die Fantasie
will ich wissen jetzt oder nie
dann geht es wie von alleine

LV
8.9.2022

Texte + Fotos: Lilli Vostry

Kurzgeschichte: Die Frau und der Falke nach einer Novelle von Boccaccio

„Die Frau und der Falke“ zur Novelle von Boccaccio –
eine unerhört tragikomische Liebesgeschichte

Es fiel Monna Giovanna nicht leicht, diesen Schritt zu gehen. Einen Mann um das Kostbarste zu bitten, das er besaß. Sie wusste wohl, dass Federigo sie viele Jahre geliebt, mehr als ihm guttat, aber von ihr nicht die kleinste Zuneigung erfahren hatte. Er war ihrer Schönheit verfallen und ließ nichts unversucht, um sie für sich zu gewinnen. Er gab rauschende Partys und verwöhnte sie mit Geschenken, sein ganzes Vermögen ging drauf. Er konnte daher nicht länger in der Stadt leben und zog von Florenz nach Campi auf ein kleines Landgut, von dessen Erträgen er gerade so leben konnte. Bei ihm war sein Falke, der nach allem was sie hörte, ihm kostbar, verlässlich, seine letzte Freude war und half, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. War sie taktlos, herzlos, wenn sie Federigo dennoch um den Falken bat? Was würde er sagen, wenn sie plötzlich vor seiner Tür stand? Monna Giovanna rang mit sich und dachte an ihren Sohn und das Versprechen, das sie ihm gegeben hatte. Sie würde alles tun, damit er wieder gesund werde. Er wünschte sich nichts sehnlicher als den Falken.

Mit seiner Mutter verbrachte er den Sommer in einem Landhaus, das sich ganz in der Nähe von Federigos kleinem Hof befand. Der Junge freundete sich mit ihm an und bald gingen beide zusammen auf Vogelbeize und Jagd. Dabei hatte er oft Gelegenheit, den Falken stoßen zu sehen, stärker als alles andere und der ihm so sehr gefiel, dass er ihn unbedingt besitzen wollte. Doch der Junge wusste, wie viel der Falke Federigo selbst bedeutete. Als er vom Vorhaben seiner Mutter hörte, war er außer sich vor Freude und es ging ihm gleich etwas besser. Monna Giovanna machte sich mit einer Begleiterin am nächsten Morgen auf den Weg zum Landgut Federigos. Sie kam sich vor wie ein Lockvogel ohne zu ahnen, dass sie selbst in die Falle tappen würde.

Als er hörte, dass sie vor der Tür stand, wunderte sich Federigo sehr und lief ihr überrascht entgegen. Monna Giovanna sagte, sie sei zu ihm gekommen, um ihn für die Leiden zu entschädigen, die er ihretwegen ausgestanden habe. Und sie sei gern sein Gast. Er wehrte den Gedanken ab, ihm sei jemals ein Leid durch sie widerfahren. Er gab vielmehr gern alles her durch die Liebe, die er für sie empfand. Ihr Besuch sei ihm mehr wert als alles andere. „Doch arm ist der Wirt, zu dem du gekommen bist“, sagte Federigo zu ihr. Freudig und verzweifelt zugleich lief er umher, nicht wissend wie er die immer noch heißgeliebte Frau und ihre Begleiterin angemessen bewirten konnte und brachte es nicht über sich, Fremde oder seinen eigenen Arbeiter um Hilfe zu bitten. Sein Blick fiel auf seinen Falken, der in dem kleinen Zimmer auf der Stange saß. Weil ihm keine Zeit mehr blieb, ergriff er kurzerhand den Vogel, fand ihn wohlgenährt und würdig, der Dame seines Herzens als Leckerbissen vorzusetzen. Er breitete schneeweißes Linnen, das er noch besaß, über den Tisch und eilte mit heiterer Miene zu Giovanna in den Garten. Die Damen setzten sich mit Federigo zu Tisch, ohne zu wissen, was sie verspeisten.

Nach dem Essen und einer reizvollen Unterhaltung erfuhr Federigo den Grund ihres Besuchs. Giovanna sagte: „Ich weiß, wie anmaßend es ist und auch gegen meinen Wunsch und jeden Anstand, von dir ein Geschenk zu erbitten, das dir über alles teuer ist. Da dir keine andere Freude und kein anderer Trost geblieben sind. Doch die Liebe einer Mutter führt mich hierher, ich kann nicht anders. Dieses Geschenk ist der Falke, nach dem mein Sohn ein so großes Verlangen hat, dass ich fürchte, wenn ich ihm den Falken nicht bringe, dass er dann noch mehr leidet und ich ihn verlieren werde.“ Als Federigo das hörte, brach er in Tränen aus. Sie glaubte, dass er vor Schmerz weine, da er seinen geliebten Falken hergeben solle. Doch der wahre Grund war viel bitterer. In seiner Liebe zu ihr habe ihm das Schicksal manchen bösen Streich gespielt, der ihn schmerzte, erwiderte Federigo. Doch das sei alles nichts gewesen gegen diesen Schlag, den es ihm nun versetzte. Da Giovanna in sein armseliges Haus kam, während sie ihn ihrer Nähe als er reich war, nie für würdig erachtete, um ihn um ein Geschenk zu bitten, dachte Federigo. Er war untröstlich, dass er ihr diesen Wunsch nicht erfüllen konnte.

Doch er gab ihr das Kostbarste, das er besaß, wenngleich anders, als Giovanna es sich gewünscht hatte. „Ich habe den Falken, um den du mich bittest, für angemessen erachtet, dir zum Mahl zu reichen. Du hast ihn heute gebraten verzehrt, und ich glaubte, ihn auf die beste Art verwendet zu haben“, sagte Federigo. Giovanna hörte es zuerst fassungslos und dann gerührt über seine Großherzigkeit, dass Federigo seinen Falken ihr zu Ehren als Festmahl opferte. Sie dankte ihm ergriffen für die Bewirtung und seinen guten Willen und kehrte betrübt zu ihrem Sohn zurück, da sie ihm nicht das Gewünschte bringen konnte. Er starb wenige Tage später, sei es aus Trauer, weil er den Falken nicht bekommen konnte oder weil er unheilbar krank war. Nach einiger Zeit drängte ihre Familie Giovanna, die bereits ihren Mann verloren hatte, wieder zu heiraten. Ihre Wahl fiel auf Federigo, der seinen kostbaren Falken für sie geopfert hatte und sie innig liebte. Auch wenn ihre Brüder spöttisch fragten, warum sie gerade ihn, der nichts mehr auf der Welt besaß, nehmen wolle. Giovanna antwortete gelassen: „Ich weiß wohl, dass es so ist und so ziehe ich denn einen Mann ohne Reichtum dem Reichtum ohne Mann vor!“ Und sie lebten zusammen glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Text: Lilli Vostry

Ein modernes Märchen: Die Brombeerhexe

Die Brombeerhexe

Es war ein Spätsommerabend, noch nicht mal neun Uhr, und schon dunkel.
Genau so dunkel wie die Brombeeren, die oben auf dem Sahnejoghurt lagen.
Groß und glänzend lächelten sie Lissy an. Es waren fast die letzten in diesem Jahr. Für sie die köstlichste Frucht des Sommers. Wie Kirschen und Erdbeeren zusammen, prall, saftig und nicht zu süß. Sie liebte diesen Geschmack und pflückte die Beeren am liebsten in der wilden Natur, auf Brachflächen und am Wegesrand. Es hatte etwas Abenteuerliches und Verlockendes, wie die Brombeeren inmitten der dornigen, hoch wuchernden Hecken in wundersamer Fülle prangten und es aussah, als würden die schönen, aber auch kratzbürstigen Beeren sich ihr entgegen strecken und flüstern: „Nimm uns mit!“ Lissy blieb dann unweigerlich stehen, fühlte sich eingeladen zuzugreifen und nahm die Gaben der Natur dankbar an. Spazierfahrer, Radfahrer, Jogger und Leute mit Hunden kamen an ihr vorbei, während sie Brombeeren pflückte in der Sonne. Sie genoss es doppelt und fühlte sich jedes Mal reich beschenkt, wenn sie später nachhause, an den Schreibtisch, zurückkehrte. Außer ihr hielt niemand an. Nur einmal ein Mann mit einem Kind, das es ihr gleichtat, eine Handvoll Brombeeren pflückte und sie stolz seinem Vater brachte, der unterdessen den Kinderwagen hütete.

„Die Brombeeren zeigen sich nicht jedem“, sagte Lissy zu dem Jungen. „Nur wenn man sie beachtet.“ Er sagte erfreut: „Mir zeigen sie sich.“ Im Sommer kommt er in die Schule, erzählte er ihr noch. Dann gingen sie weiter. Sie lächelte. Manche Brombeeren ließen sich mühelos pflücken, andere hingen halb verborgen unter dem dichten Blattwerk oder weit oben hinter spitzen Dornenranken. Manchmal fehlte nur eine Handbreit, um die Brombeeren zu erreichen. „Schade, dann vergeht ihr dort in der Höhe in Schönheit“, dachte Lissy dann und betrachtete traurig die vielen dunklen, verdorrten und schrumpeligen Brombeeren, die dieses Los schon ereilt hatte. Manchmal ging sie ein Stück in die Hecke hinein, schob die Dornenranken sacht beiseite, griff mit den Händen vorsichtig darüber oder darunter, um an die begehrten Früchte zu gelangen. Doch nie ging es ohne Kratzer und Schrammen ab an den Armen, einmal fuhren spitze Zweige durch ihr Haar und hakten sich an ihrer Kleidung fest, so dass sie sich fast losreißen musste und erschrak darüber. „Alles hat seinen Preis“, dachte sie dann. „Nichts bleibt ohne Folgen, egal was man tut.“ Wie an jenem Abend im Sommer. Es war noch hell. Lissy hatte gerade eine neue, prächtige Brombeerhecke an einer etwas entlegenen Stelle am Stadtrand gefunden. Gegenüber war eine Haltestelle. Doch dort stand gerade keiner. Die Straße war auch menschenleer. Die Sonne schien unermüdlich. Es regnete  dreimal kurz an diesem Tag. Schön erfrischend, Regentropfen funkelten auf den Blättern der Brombeerhecke.

Auf einmal stand eine Clique von Jungen vor ihr. Einer sprach Lissy an: „Geben Sie mir 100 Euro!“ Sie sah ihn fassungslos an. Nicht nur wegen der Summe, warum nicht gleich tausend Euro, dachte sie. Sondern mehr noch der fordernde und selbstverständliche Ton, in dem er das Geld verlangte, erschreckte sie. Sollte das ein Spaß, ein Dummer Jungen-Streich oder eine Mutprobe sein, von irgendeinem Erwachsenen, der ihnen gerade begegnete, eine beliebig hohe Summe zu fordern? Die Jungen sahen weder arm noch notleidend aus. Sie waren modisch, sportlich gekleidet. Der Anführer, der das Geld forderte, war blond, die Strähnen fielen auf einer Seite lang ins Gesicht und eine Hälfte war kurz rasiert. Erlaubte er sich den Scherz, als er sie allein und gut gelaunt beim Brombeerpflücken sah und meinte sie dafür abkassieren zu können als gehörten die Brombeeren nicht allen. Sie sagte, er spinne wohl und woher er diese Frechheit nehme. Der Maulheld grinste nur. Die anderen in der Clique schwiegen. Sie wandte sich ab und sammelte weiter Beeren ein. Doch die Jungen gingen nicht, sondern kreisten Lissy ein. Ihr wurde unwohl. Sie fühlte sich bedrängt und bedroht von diesen Halbwüchsigen, die schätzungsweise zwölf oder dreizehn Jahre alt waren und in der Gegend wohnten, in der es nicht viel gab. Gleich würden sie Lissy überfallen und ihr die Handtasche samt Geldbörse und Handy entreißen, dachte sie. Doch sie ließ sich ihre Angst nicht anmerken. „Haut ab!“, sagte sie wütend. Doch die Halbstarken gingen nicht. Der Blonde war sogar bereit sich mit Lissy zu prügeln, als sie ihm wutentbrannt A… hinterher rief.

In dem Moment, als er zurück und auf sie zukam, stolperte er über eine Brombeerranke am Boden, glitt aus und fiel kopfüber in die Stachelhecke. Es sah aus als würde er darin versinken und er bekam nun im Übermaß von der Brombeerhexe das Urwüchsige mit aller Macht zu spüren, woran er sonst achtlos vorbeiging und sich einen Spaß daraus machte, andere hereinzulegen mit seinem geldvernebelten Blick. Einen Moment, eine gefühlte Ewigkeit später fanden die Jungen aus der Clique ihren Anführer blutig, zerkratzt und erschrocken um sich schauend am Rand der Brombeerhecke. Wie Lissy noch erkennen konnte im Gehen. Abends brach ein Gewitter los, es donnerte und goss in Strömen und in die bedächtigen Glockenschläge der Kirchturmuhr mischten sich grelle Sirenen als wollten sie in die Natur eingreifen.

Text: Lilli Vostry

Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden


Beeindruckend & Berührend: Die Skulptur des georgischen Künstlers Gela Durujeli verbindet Geschichte und Gegenwart dieser Stadt und wirkt wie eine Liebeserklärung an Dresden.

Der Künstler Gela Durujeli und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry vor seinem Werk.

Steingewordene Liebeserklärung an Dresden

Acht Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Arbeiten, die während eines Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden entstanden. Dort werden sie für die Öffentlichkeit sichtbar das Stadtbild verschönern.

Die Sprache des Steins. Faszinierend wie die rohen Sandsteinblöcke sich verwandelt haben. Formenreiche, vielgestaltige Werke von acht Künstlerinnen und Künstlerinnen aus sieben Ländern stehen auf dem Campus der Fachhochschule Dresden am Straßburger Platz/Güntzstraße 1 in Dresden. Diese entstanden während eines Internationalen Bildhauer-Symposiums im August, das die Fachhochschule ins Leben rief. Bei einer Vernissage mit den Künstlerinnen und Künstler wurden sie gestern nachmittag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Anwohnerin aus dem bunten Hochhaus gegenüber kam rein zufällig vorbei, sie habe nirgends in den Medien etwas über dieses Kunst-Projekt gelesen, und war „positiv überrascht“ von den Arbeiten der Bildhauer. Sie wünscht sich für ähnliche Veranstaltungen das nächste Mal Aushänge in den umliegenden Wohnhäusern. Dann kämen sicher noch mehr Besucher. Die Idee für mehr Kunst im öffentlichen Raum findet die Anwohnerin gut.

Besonders beeindruckend und berührend ist eine Skulptur des georgischen Künstlers Gela Durujeli mit Bezug zu Dresden, dieses auf die zerstörte Stadt, zahllose Häuserruinen blickende, schattenhafte Gesicht nach dem berühmten Foto und dahinter ein helles, ausdrucksvolles Antlitz vor Steinstrümmern. Steingewordene und zugleich lebendige Erinnerung voller Schönheit, Kraft und Würde spricht aus seinem Werk. Das auch dazu anregt, sich mit gegenwärtigen Konflikten, Kriegen und Zerstörung in der Welt auseinanderzusetzen. Die Skulptur lässt sich von allen Seiten betrachten und stellt eindrucksvoll eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft her. Auf der Rückseite sieht man einen Stadtplan mit der Elbe, bestückt mit kleinen Solarzellen  und Mikrochips. Die Skulptur von Durujeli wirkt wie eine Liebeserklärung an Dresden und verdient einen Platz im Herzen der Stadt, vor der Frauenkirche.

Auf vielfältige, großartige Weise lassen die Künstlerinnen und Künstler ihre Träume im Stein sprechen, angeregt vom Motto „Lebenslanges Lernen“ des Bildhauer-Symposiums. Figuren, die mit ihren Köpfen an einen Steinsbrocken stoßen, zeigt Enrica Rebeck aus Italien. „Wenn man lernt, gerät man auch an Grenzen“, sagt sie. „Wir sollten mutig genug sein, darüber hinweg ins Leben zu springen, das Wissen mehren und nutzen ohne sich davon zu sehr niederdrücken zu lassen.“

Olena Dodatko aus der Ukraine zeigt gebündelte, geometrische Formen, die das Ordnen und Sortieren von Wissen versinnbildlichen. „Wenn man das schafft, kann man auf dieser Struktur in den Himmel klettern“, sagt sie zu ihrem Werk. Der in Dresden lebende Bildhauer Peter Fiedler und künstlerischer Leiter des Symposiums lässt pflanzliche, fließende Formen und Blattspitzen aus dem Stein wachsen unter dem Titel „Das geheime Leben der Pflanzen“.

Der polnische und eine Zeitlang in Kanada lebende Künstler Ryszard Litwiniuk schuf einen „Meilen- oder Philosophenstein“, der für das Wissen steht, mit eingraviertem Fragezeichen und den man drehen, verschieben kann mit einigem Kraftaufwand. Einem Kind gelang dies spielend leicht. Einer Landschaft mit kleinen, hügeligen Formen oder Sandkuchen ähnelt der „Tisch für Ronja“ des Nürnberger Künstlers Christian Ruckdeschel.

Der mexikanische Künstler Carlos Monge kreiert gern neue, ungewöhnliche Formen und sucht sie ins Gleichgewicht zu bringen. Ein großes, steinernes Ohr in einem Gehäuse zeigt der japanische Künstler Kei Nakamura. „Hört auf  die Stimme“ heißt seine Skulptur. Der Betrachter kann sich davor auf einen Stein setzen, den äußeren Geräuschen, aber auch dem Sound der eigenen Stimme und des Steins zuhören. „Manchmal ist es schwierig, da die Welt sich immer dreht, sich selbst zu hören. Dann kann man innehalten, auch um seinen Platz in der Welt zu finden und den Moment genießen“, dazu lädt Nakamura mit seiner Skulptur ein.

“Die Arbeiten vom Bildhauer-Symposium bleiben auf dem Gelände stehen und werden weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Hier ist etwas von Wert und Bestand von internationalen Künstlern geschaffen worden“, sagt Günter Kahle, geschäftsführender Gesellschafter der Fachhochschule Dresden. Diese Woche werden Schüler der Fachoberschule in Workshops unter dem Motto „Handwerk trifft Kopfwerk“ unter Anleitung kreativ den Sandstein bearbeiten.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos: www.fh-dresden.eu


Fantasievoll offene Form: „Ein Tisch für Ronja“ des Nürnberger Bildhauers Christian Ruckdeschel.


Einen klangreichen Mix aus beschwingt jazzigen Klängen spielte der Musiker Neo Stateman zur Ausstellungseröffnung auf dem Campus der Fachhochschule Dresden bei schönstem Sonnenwetter.


Ein Ohr aus Stein als Symbol zum Wahrnehmen nach außen und innen zeigt der japanische Künstler Kei Nakamura. Ein Stück weiter steht die abstrakt-formspielerische Skulptur von Carlos Monge aus Mexiko.


Lust oder Last des Wissens? Die Frage stellt sich bei diesem Werk von Enrica Rebeck aus Italien. Peter Fiedler aus Dresden erkundet in seiner Skulptur „Das geheime Leben der Pflanzen“, so der Titel.


Nicht den Stein der Weisen, aber immerhin einen Meilen- oder Philosophenstein, der sich mit einiger Kraft drehen lässt, hat der polnische Künstler Ryszard Litwiniuk geschaffen. (links im Bild zu sehen neben der Pflanzen-Skulptur von Peter Fiedler.)


Mit entwirrtem, gebündeltem Gedankengut in den Wissens-Olymp: die Skulptur von Olena Dodatko aus der Ukraine.


Platz zum Innehalten, der Sprache des Steins und sich selbst lauschen unter dem weiten Blätterdach der Buche. Dazu sind kleine wie große Besucher auf dem Campus mit den Steinkunstwerken eingeladen. Vielleicht auch eine Anregung, selbst kreativ zu werden, ob mit Stein oder anderen Materialien.


Steinernes Abbild der Geschichte, das in der Gegenwart nachwirkt: der georgische Künstler Gela Durujeli vor seiner Skulptur mit Blick auf das kriegszerstörte Dresden nach dem berühmten Foto. Das man am oberen Bildrand scannen und  ansehen kann.

Lesung mit dem Schriftsteller & Lyriker Lutz Seiler in der Buchhandlung LeseZeichen in Dresden

Rückkehr in den Heimathafen der Poesie

Der gefeierte Autor Lutz Seiler liest am 7. September, 19.30 Uhr aus seinem neuen Gedichtband „Schrift für blinde Riesen“ und seinem Roman „Stern 111“ im LeseGarten der Buchhandlung Lesezeichen auf der Prießnitzstraße 56 in der Dresdner Neustadt.

Nach dem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler in seinem neuen Roman die Handlung fort: Stern 111 ist Roadtrip, Berlinroman und die Geschichte einer Familie, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, wieder zueinanderzufinden. Während seine Eltern in den Westen gehen, flieht Carl nach Berlin, um dort durch das archaische Chaos der Nachwendezeit zu schlingern.

»Stern 111 ist ein Roman voll knallhart herzergreifender Psychologie, voll Szenen, in denen Menschen an einer Wirklichkeit rütteln, die sich gerade neue Gesetze gibt.« (Paul Jandl, NZZ)

Aber Lutz Seiler kehrt, nach zwei Romanen, auch in den Heimathafen der Poesie zurück: In seinem neuen Gedichtband Schrift für blinde Riesen erklingen die Stimmen der Kindheit, geht es ins Waldstadion, in einen Knochenpark und zu den blinden Riesen der Antike.

Im LeseGarten in der Prießnitzstraße sind sie nun beide, der Dichter und der Romancier, in Lesung und Gespräch zu erleben.

Moderation: Volker Sielaff

Eintritt frei

In Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e.V.

https://literaturnetz-dresden.de/veranstaltungen/lutz-seiler-liest/

Und hier zum Vorbereiten ein Gespräch zum Roman „Stern 111“

https://literaturnetz-dresden.de/mediathek/stern-111-ein-gespraech-zum-roman-von-lutz-seiler/

Mit besten Grüßen,
Jörg Scholz-Nollau — Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr Buchhandlung LeseZeichen Priessnitzstrasse 56 01099 Dresden Inh.: Jörg Scholz-Nollau Tel. 0351-8033914 Fax 0351-8033915 www.buchlesen.de info@buchlesen.de

Kunst am Elbufer – Lebensräume entdecken bei der 5. Kunstmeile Laubegast


Grafik aus Japan, Lateinamerika und Deutschland wird im flussaufwärts-Saal am Laubegaster Ufer 29 gezeigt. Dort ist am Sonnabend, um 18 Uhr das Pantomime-Duo Bodecker & Neander mit seinem Programm „Silence“ zu erleben (begrenzte Sitzplätze! Reservierung per mail an flussaufwaerts@gmx.de )

Ausstellungen, Pantomime, Lesung und Musik

Zum 5. Mal lockt die 5. Kunstmeile Laubegast mit einem vielfältigen Programm am 3. und 4. September von 11 bis 18 Uhr an verschiedenen Veranstaltungsorten zwischen Fährstraße, Laubegaster Ufer und Österreicher Straße.

Der Künstler Eckhard Kempin zeigt Malerei in seinem Atelier im Melli-Beese-Haus auf der Österreicher Straße 84. Dieses Jahr wird zusätzlich auch die Ferienwohnung auf dem Arial des Melli-Beese-Grundstückes für Ausstellungszwecke genutzt. Sybille Sprunk bereitet eine Lesung vor (Sa, 15 Uhr) und es wird musiziert (Sa., 15.30 Uhr und So., 12 Uhr, Liedermacher Uwe Kotteck).

Im Kunst-Café von Silvia Jaretzki und Team könnt Ihr am Sonntag selbstgebackenen Kuchen genießen.

Genauere Angaben für eure Kunstwanderung entnehmt Ihr bitte dem Programm.

Info: Angela Fugmann
Freundeskreis Eckhard Kempin

Großes Eröffnungsfest zum neuen Theaterjahr im Staatsschauspiel Dresden


Tanzen unterm Sternenhimmel auf der Bühne des Schauspielhauses: Eröffnungsfest 2017. Foto: Sebastian Hoppe

Live-Musik,Tangotanzen für alle und Große Saisonvorschau

Ein buntes Programm lockt zur Eröffnung der neuen Spielzeit vor dem Theater am Postplatz und im Schauspielhaus am Sonnabend ab 16 Uhr für kleine und große Zuschauer.

Am Samstag, dem 3. September 2022, lädt das Staatsschauspiel Dresden zu einem großen Eröffnungsfest ein, mit dem das neue Theaterjahr eingeleitet wird. Ab 16 Uhr erwartet das Publikum ein buntes Programm vor dem Theater und im Schauspielhaus: Auf dem Postplatz gibt es ein Kinder- und Familienprogramm, eine Sonder-Edition von DAS NEUE WUNSCHKONZERT, ein Auftritt der großartigen Jazz-Folk-Band Leléka um die ukrainische Sängerin Viktoria Leléka und als weiteres Highlight Tangotanzen für alle – mit Anleitung und Liveband.

Im Schauspielhaus wird unter anderem in einer Spezial-Ausgabe von MIXTAPE DELUXE das neue Schauspielstudio vorgestellt, das am späten Abend außerdem ein kleines Chansonprogramm präsentiert und so auch zum ersten Mal künstlerisch zu erleben ist.
Daneben stehen Workshops und Begegnungen mit Ensemblemitgliedern genauso auf dem Plan wie Lesungen für Jung und Alt aus Texten des aktuellen und zukünftigen Programms des Staatsschauspiels Dresden. Mitarbeiterinnen ermöglichen spannende Einblicke in weniger bekannte Räume des Schauspielhauses und Führungen in die nur an diesem Tag zugänglichen Bereiche hinter der Bühne. Auch das Historische Archiv der Sächsischen Staatstheater wird an diesem Tag seine Türen öffnen und zu einer kleinen Entdeckungsreise durch die Geschichte des Theaters einladen. Die Bürger:Bühne ist mit kreativen und interaktiven Angeboten vertreten und natürlich sind auch das Montagscafé, das Festival für junge Regie Fast ­Forward und die Theaterpädagogik präsent.

Die GROSSE SAISONVORSCHAU, gestaltet vom Ensemble und den beiden Hausregisseurinnen Daniela Löffner und Lily Sykes, gibt um 20 Uhr auf der Bühne des Schauspielhauses unterhaltsame Einblicke in die Vorhaben der neuen Spielzeit,
Abgerundet wird der Abend mit Live-Musik, die zum Tanzen auf der großen Bühne unterm Sternenhimmel einlädt.

Termin: 3. September, ab 16 Uhr Eröffnungsfest / Der Eintritt ist freiGroße Saisonvorschau, 20 Uhr im Schauspielhaus (Karten für 6,00 € im Vorverkauf)

Text: Franziska Blech

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de

Das Staatsschauspiel Dresden und die Semperoper Dresden bilden gemeinsam die Sächsischen Staatstheater.

Informationen & Karten
T +49 351 49 13-555
F +49 351 49 13-967
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Saechsische Staatstheater