Session der Künste: Intensiver WortKlangZauber & Ausstellung „Das Unsichtbare“ beim Moritzburger Kunstsommer


Mal schwebend, mal lebenssprudelnd: eine erste Hörprobe aus ihrem neuen Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ gaben die Autorin Lilli Vostry, Aerdna Harp an der Harfe und Jazzmusiker Hartmut Dorschner am Saxofon. Fotos (2): Kathrin Krüger-Mlaouhia

Stimmungsreiche WortKlangBilder

Bei einer Session der Künste innerhalb des Moritzburger Kunstsommers im Roten Haus in Friedewald am Mittwochabend konnten die Besucher Ausschnitte aus dem neuen Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ hören.

Die Ateliertüren zum Roten Haus in Friedewald, dem einstigen Sommerfrische-Domizil der Brücke-Künstler, standen weit offen. Draußen am Teich zeichneten einige Kunstfreudige. Einer mit Staffelei im Sand am Ufer. Zwei Frauen ließen auf einer Bank mit Blick auf die Teichlandschaft ihre Eindrücke in leuchtend farbige Aquarelle fließen. Während die Kleinbahn fröhlich schnaufend und pfeifend am See entlang durch den Wald fuhr. Ein Erlebnis für sich. Einen schöneren Ort als diesen mit fantastischer Naturkulisse konnte es nicht geben als Auftakt meines neuen Gedicht-Programms „Vom Zauber endloser Anfänge“, das ich nach der Premiere im Mai im KlangLabor Dresden weiter entwickelt habe, gefördert mit einem Arbeitsstipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Unter dem Motto: KlangLabor Dresden trifft Moritzburger Kunstsommer fand diese Session der Künste am Mittwochabend im Roten Haus in Friedewald statt. Dort traf intensiver KlangZauber auf Poesie und Bildende Kunst. Stimmungsreich, mal sacht schwebend, mal wild wirbelnd, energiegeladen, pulsierend, fließend und lebhaft sprudelnd, unbeschwert, skurril und nachdenklich, fanden – ohne vorherige Probe – die WortKlangBilder von Lilli Vostry, freie Autorin, Aaerdna Harp an der Harfe und Hartmut Dorschner am Saxofon zusammen. Spannend und faszinierend für Publikum und Ausführende gleichermaßen. Rund 15 Zuhörer lauschten aufmerksam eine Stunde den Programm-Ausschnitten.

Auf den Tischen ringsum lagen Farbkästen, Zeichenblöcke und halbfertige Bilder neben Blättern von Bäumen und mit Tier- und Pflanzenmotiven bedruckte Stoffbeutel und T-Shirts. Die Besucher können außerdem in der ersten Etage in der Ausstellung „Das Unsichtbare“ (noch bis 30. August zu sehen) während des Kunstsommers entstandene, von der Umgebung inspirierte, farb- und formreiche Malerei, Grafik und Zeichnungen der Künstlerinnen Alexandra Wegbahn, Manuela Henschke und des Fotokünstlers Michael Melerski betrachten.

Heute am 28.8. geht der Moritzburger Kunstsommer mit einer Abschlussveranstaltung mit einem Konzert von Dirk Hessel und Austausch mit den Künstlern zu Ende. Noch bis 21 Uhr ist Gelegenheit dazu.

Die Austellung im Roten Haus ist geöffnet Sa und So von 10 – 18 Uhr.

Text + Fotos (2) lv


Auf den Spuren der Brücke-Künstler. Das Rote Haus in Friedewald ist ein Nachbau des um 1900 erbauten roten Badehauses am Dippelsdorfer Teich, hier in einem Bild von Ernst Ludwig Kirchner. Hier trafen sich in den Jahren 1909 – `011 die Brücke-Künstler Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein abseits vom Großstadttrubel in der Natur zum Malen. Unzählige expessionistische Werke entstanden in dieser Zeit. 2015 wurde der Brücke-Weg eröffnet. Er führt vorbei an den ehemaligen Wirkungsstätten in der Moritzburger Teich- und Kulturlandschaft und lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Die nächsten Brücke-Führungen: am 6. und 27. September, 11 – 13 Uhr.
Anmeldung unter Tel.: 035207 – 8540

http://www.kunstsommer-moritzburg.de

Letzte Vorstellungen beim Theatersommer der Landesbühnen in Rathen

Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt & Faust`N`Roll

Witzig-komisches Klassikertheater mit den Komödianten Rainer König, Tom Quaas und Carsten Linke lockt heute, am 28. August, 19 Uhr im Theaterzelt im Kurort Rathen. Morgen, am 29. August, 19 Uhr dann Rocktheater frei nach Goethe. Und am Sonntag zum Abschluss gibts ein Opern- und Operettenkonzert „Die ganze Welt ist himmelblau“.

Shakespeares sämtliche Werke – wenn auch leicht gekürzt – an einem einzigen Theaterabend? Das sind immerhin 37 Stücke und 154 Sonette, 1. 834 Rollen in einer gesamt Spieldauer von fünf Tagen und 5 Nächten! …. Das geht? Ja das geht!

Die drei Amerikaner Daniel Singer, Adam Long und Jess Winfield vollbrachten das Kunststück, 37 Stücke und 154 Sonette mit insg. 1.834 Rollen von einer Spieldauer von 5 Tagen auf nur 90 Minuten (!) zu kürzen. Zum ersten mal 1987 in London, in der gleichnamigen, von ihnen verfassten Komödie. In der Folge dieses grandiosen Erfolges wanderte das Stück um die ganze Welt.

Die Dresdner Urgesteine  Tom Quaas, Carsten Linke und Rainer König nehmen die Herausforderung an: Shakespeares sämtliche Königsdramen, Komödien und Sonette an einem Abend ins Theaterzelt bringen. Ein Muss für alle Shakespeares-Fans und ein Muss für alle, die noch niemals etwas von Shakespear gesehen, erlebt oder gehört haben.

Faust`N`Roll, Rocktheater nach Goethe

Der FAUST-Stoff ist Jahrhunderte alt. Der FAUST – Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe ist ein Universum deutscher Dichtkunst und lässt genügend Raum für Modernität. Der FAUSTAdaptionen nach Goethes Vorlage gibt es wahrlich nicht wenige. Doch noch nie war eine Musical-Umsetzung des berühmten Stoffes so frech, so rockig und so frisch wie FAUST’n’Roll. Michael Manthey schuf gemeinsam mit Vollblutmusikern und Regie-Profis eine Fassung, die den FAUST sicherlich nicht neu erfindet, aber es spielerisch schafft, dieses Stück deutscher Weltliteratur in eine Form zu gießen, die unterhält und begeistert – ohne eine Karikatur zu sein. Hierbei wird Goethes Lyrik in Ohrwürmer verpackt und dem Publikum so schmackhaft und mundgerecht zubereitet, dass es bei all dem Vergnügen gar nicht merkt, wie es literarisch schwere, aber zeitlos wertvolle Kost verdaut.

Mit Witz und Charme, Ohrwürmern und Gassenhauern, Special Effects und großer Schauspiel- und Sangeskunst hat FAUST’n’Roll dem Klassiker als Rocktheater nach Goethe neues Leben eingehaucht und wird auch noch viele kommende Generationen für diesen zeitlosen Stoff begeistern.

Schauen Sie! Hören Sie! Fühlen Sie! Es wird bis zuletzt spannend, wenn im Finale von FAUST’n’Roll ein kleiner Fingerzeig zu Goethes Faust – Der Tragödie zweiter Teil geschlagen wird.

Komposition: Jimmy Gee, Martin Constantin | Libretto: Hartmut Hecht, Michael Manthey | Regie, Choreografie: Christian Venzke | Idee, Konzeption, Rechte: Michael Manthey

Ausführliche Informationen unter http://www.faustnroll.de

„Die ganze Welt ist himmelblau“ – Mit dem beschwingten Oper- und Operettenkonzert am 30. August, um 19 Uhr erndet der Theatersommer der Landesbühnen Sachsen in Rathen.

Das Theaterzelt wurde auf der linkselbischen Seite unterhalb des Bahnhofes auf den Elbwiesen vor den imposanten Felsen der Bastei von  der Firma Sarrasani aufgebaut.  Es ist alles für die Hygieneerfordernisse in dieser Corona- Situation hergerichtet.

Manuel Schöbel, der Intendant der Landesbühnen Sachsen,  freute sich „endlich nach der langen Verzögerung durch die Corona-Pandemie in Rathen starten zu können.“  Der Start war für den 9. Mai geplant. Begeistert ist er, „wie gut sich das Theaterzelt in die Landschaft einfügt.“

Das Theaterzelt dient für zwei Sommer als Ausweichspielstätte für die Felsenbühne Rathen, die bis 2022 umfangreich umgebaut wird. Kasse am Theaterzelt öffnet 3 Stunden vor Beginn der Vorstellung.

E-Mails und Briefpost werden auch außerhalb dieser Servicezeiten beantwortet.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Vorverkaufsstellen

Kasse der Landesbühnen Sachsen, 0145 Radebeul, Meißner Str. 152, Tel. 0351/8954214 kasse@landesbuehnen-sachsen.de

 Kassenöffnungszeiten:  Dienstag und Donnerstag 10 – 18 Uhr und Freitag 10 – 13 Uhr.

Die Eintrittskarten der Landesbühnen Sachsen für Veranstaltungen im Theater Radebeul sowie auf das Theaterzelt in Rathen gelten vier Stunden vor bis sechs Stunden nach Vorstellungsbeginn in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmitteln – im VVO-Verbundraum als Fahrausweis.

MIT DEM VVO-KOMBITICKET KOSTENLOS ZUR VORSTELLUNG 

„Gartengeflüster“ mit Ministerpräsident Michael Kretschmer im Dresdner Friedrichstatt Palast & die nächsten Premieren


Auf Entdeckungsreise: Mit erzgebirgischen Figuren wie dem Engel Katrinchen Zimtstern und einem schneidigen Nussknackergeneral gingen der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und die Schnitzkünstlerin Kerstin Flade-Drechsel mit dem Publikum beim „Gartengeflüster“ am 12. August im Dresdner FriedrichstaTT Palast.

Witzig-abenteuerliches Roadmovie durch Europa ins Weihnachtsland

„Gartengeflüster – Text miez Musik“ – Erlesenes Gelesenes mit romantischem Umtata – lautet das Motto einer neuen Veranstaltungsreihe im Dresdner FriedrichstaTT Palast. Im idyllischen Hinterhof des Kabarett-Theaters am Wettiner Platz treffen immer mittwochs, um 20 Uhr bekannte Dresdner Künstler und Prominente bei musikalischen Lesungen aufeinander. Das Publikum weiß vorher nicht das Thema des Abends. So staunten die rund 50 Zuschauer im vollbesetzten Garten nicht schlecht, als sie mitten im Hochsommer ins Weihnachtsland mit erzgebirgischer Schnitzkunst, Bräuchen und Geschichten entführt wurden. Originell, märchenhaft, skurril und fantasievoll ging es dabei zu.

Die Künstlerin Kerstin Flade-Drechsel aus Olbernhau erzählte, wie ihr das so anmutige wie vorwitzige Weihnachtsengelchen Katrinchen Zimtstern zuflog, das in alle Welt hinaus inzwischen als Figur reist und den Jazzmusiker Micha Winkler zu einem Musical inspirierte. Zwei Räuchermänner steigen aus ihren Kartons und suchen das verschwundene Katrinchen Zimtsternchen in der Welt. „Daraus entspinnt sich ein spannendes Roadmovie durch halb Europa, bei dem man auch Weihnachtsbräuche anderswo kennenlernt“, so Winkler. Er vertonte für das Musical Weihnachtslieder, teils bekannt und neu getextet und neue Lieder wie eine Afrisamba für Katrinchen im Dschungel.

In Fortsetzung der Geschichte um Katrinchen Zimtstern gibt es jetzt das Musical „Auf großer Fahrt“ als Ganzjahresgeschichte, mit der die Künstler im kommenden Jahr auf Tournee gehen wollen, natürlich auch im Erzgebirge. Die Vorlage für das Musical lieferte das Buch „Auf großer Fahrt“ von Micha Unger. Es erzählt die abenteuerliche Reise von Aurelius Spekulatius und General zu Gragenknopp-Hembsermel (erschienen im Husum Verlag, 2019).

Einige Kapitel daraus las kein Geringerer als der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, der die Bühne der Politik kurz mit der Kultur tauschte und sichtlich vergnügt die trocken-humorvolle Geschichte um den schneidigen Nussknackergeneral und das reizende Engelchen zu Gehör brachte.

Mehr Text zu dieser Veranstaltung und eine Rezension zum Buch „Auf großer Fahrt“ folgt.

Text + Fotos (lv)

Heute, am 26. August, um 20 Uhr sind der brachialromantische Liedermacher Dieter Beckert & Gäste mit Feuerschalenliedern beim „Gartengeflüster“ zu erleben.

Vorschau auf die nächsten Veranstaltungen

„JazzSideStories“ mit Micha Winkler & Francis Mohr:
8.9., 13.11., 19. & 20.1.2021, jeweils 19.30 Uhr

„Mieses Klima – Wetter prima“ mit Jörg Lehmann und Thomas Schuch:
öffentliche Generalprobe – 18.9., Premiere – 19.9., 22.9. bis 24.9., 25.9….,
immer um 19.30 Uhr

„Bock auf Ostrock“ – Eine Musiksatire zum 30-jährigen mit der Band Placebo Flamingo & Prof.Dr.Phil.habil Erich Hornegger (alias Thomas Schuch):
3.10., 19.30 Uhr, 4.10., 11 Uhr, 6. und 7.10., 19.30 Uhr

„Sind die Wichtel angezündet“ – Satirisch musikalische Weltreise:
Voraufführung – 20./21.11., öffl. Generalprobe – 27.11., Premiere – 28.11.,

http://www.WeltWeitWeihnacht

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de

Überall Welt: Buchpremiere von Volker Sielaff im Zentralwerk & Neuer Gedichtband „Barfuß vor Penelope“

Hervorgehoben

Die Edition AZUR lädt ins neue Verlagsbüro im ZENTRALWERK – ein neues Domizil der Dresdner kreativen Szene – zur Vorstellung von Volker Sielaffs Journal „Überall Welt“ am 7. März 2017, um 20 Uhr auf der Riesaer Straße 32 ein. Mit Lesung und Gespräch mit dem Buchautor. Der Eintritt ist frei.

Ein Tagebuch kann vieles sein: Archiv, Versuchslabor, Ideenspeicher. Volker Sielaffs Journal passt in keine dieser Schubladen – und sein Schreibgrund ist wohl am ehesten mit dem vergleichbar, den Victor Klemperer einmal für seine Tagebücher formulierte: »Nur Leben sammeln. Immer sammeln. Eindrücke, Lektüre, Gesehenes, alles. Und nicht fragen, wozu und warum.«
Nach den gefeierten Lyrikbänden »Selbstporträt mit Zwerg« und »Glossar des Prinzen« legt Volker Sielaff erstmals eine Auswahl von Prosaaufzeichnungen aus zehn Jahren vor: unverstellte, berührende Notate vom Rand der Wahrnehmung. Sie berichten vom Glück des Lebens mit einem Kind, von Begegnungen, Streifzügen, Lektüren und Beobachtungen. Überall Welt!

ISBN: 978-3-942375-24-5
152 S., Klappenbroschur, 19,90 EUR

Der Chamisso-Preisträger Gino Chiellino schrieb in einer DNN-Kritik unter dem Titel „Ein Entwicklungsroman besonderer Art: Volker Sielaff legt mit „Überall Welt“ ein außergewöhnliches Buch vor“ u.a.: „Zwar werden Reisberichte, Tagebücher und Autobiographien wichtiger und unwichtiger Akteure mit Erfolg veröffentlicht, aber welcher Schriftsteller würde es wagen, wie es Volker Sielaff getan hat, ausgehend von einer existentiellen Veränderung im Leben des Protagonisten eine elfjährige Beobachtung der Welt um das Leben des Journalverfassers niederzuschreiben? Mir ist auf jeden Fall kein zweiter bekannt!“

Siehe dazu auch den Text auf meinwortgarten.com zur Lesung „Unmöglich, gegen eine Amsel anzulesen…“ von Volker Sielaff aus seinem Buch „Überall Welt“.

Mehr Text zu diesem Buch folgt.

Rezension zum neuen Gedichtband „Barfuß vor Penelope“ von Volker Sielaff (edition Azur, 2020)

Kleiner Vorgeschmack: In diesen Texten, freien Versen und mit End- und Binnenreim, spricht oft die Liebe, in allen Facetten, zärtlich, rau und sanft. Diogenes spricht zu einem Maler; eine wortwitzreiche-poetische Welt- und Alltagsreise ist der Zyklus „Mystische Aubergine“ und kleine schöne Momentaufnahmen des Seins verankert Sielaff im letzten Kapitel mit dem Bekenntnis: „Ich bin in hohem Bogen ein Diesseitiger“.
Ein luftig-leichtes, gedankenreiches Buch für warme und kühle Tage, voller Farb- und Sprachreichtum über die Liebe zu allem, zum Leben mit allen Höhen und Tiefen. Prägnant und geheimnisvoll wie im Klappentext auf der Buchrückseite mit dem doppeldeutigen Titel „Liebe endlich“: „zum Umbruch, zur Wut. Zu den achtzig Thesen des Pandas zum Blut. Zu jedem, der noch gern barfuß geht. Zum Hut, zur Kokotte, zum Widergänger, zum Nestbeschmutzer und Zettelaufhänger. Zu Aphrodites Tattoo. Zu allen Tasten auf deiner Haut, zu jedem Ganoven, jeder Braut. Zu Else Laske-Schüler und dem Blauen Klavier auf deinem Kühler.“

Text (lv)

KlangLabor trifft Kunstsommer am Roten Haus in Friedewald zu einer Session der Künste


Zum Siebdrucken lud die Künstlerin Alexandra Wegbahn kleine Künstler ins Rote Haus beim diesjährigen Moritzburger Kunstsommer ein.

Gemeinsam Kunst schaffen und erleben

Zu einer offenen Friedens-Session aller Künste und einer Ausstellung im Roten Haus in Friedewald laden die Künstler am 26. August, ab 18 Uhr innerhalb des Moritzburger Kunstsommers die Besucher zum Umschauen und Zuhören ein.

Bilder treffen auf Klänge, Musik auf Poesie. Das KlangLabor aus Dresden trifft den Moritzburger Kunstsommer. Unter diesem Motto steht die offene Friedens-Session aller Künste mit Alexandra Wegbahn, Michael Melerski, Hartmut Dorschner und Aerdna Harp am 26. August, ab 18 Uhr am Roten Haus in Friedewald, Großenhainer Straße 40. Dieses verwandelt sich in den Sommermonaten in einen vielseitigen Atelier- und Begegnungsort. Besucher, regionale und internationale Künstler treffen sich zum gemeinsamen Kunst schaffen und Erleben in der Natur wie einst die Brücke-Künstler und kommen miteinander ins Gespräch.

In einer Ausstellung werden die entstandenen Arbeiten gezeigt. Darunter Grafiken von Alexandra Wegbahn, die in einem Workshop mit Kindern Beutel und Kleidung mit eigenen Motiven durch Siebdruck gestaltete, Arbeiten von Manuela Henschke und Fotografie von Michael Melerski.

Außerdem liest Lilli Vostry, auch SZ-Autorin, Ausschnitte aus ihrem ersten Gedicht-Programm, „Vom Zauber endloser Anfänge“ und neue Texte zum Leben in Corona-Zeiten. Ihr Projekt wird gefördert mit einem Arbeitsstipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Es fand bereits ein Improworkshop „Musik erfinden“ mit dem Jazzmusiker Hartmut Dorschner und gemeinsamem Konzert der vorwiegend jungen Teilnehmer zusammen mit dem Schlagzeuger Matthias Macht statt. Klangreich wird es auch bei der Session zum Finale des Moritzburger Kunstsommers zugehen, der noch bis 30. August dauert.

Text (lv)

Mehr Infos unter http://www.kulturlandschaft-moritzburg.de


Harfe am See: Aerdna Harp

Musik erfinden. Improworkshop mit dem Jazzmusiker Hartmut Dorschner & Konzert mit den Teilnehmern. Fotos: Veranstalter

Lesung „was Petersilie über die Seele weiß“ mit Alexandru Bulucz im Landhaus/Stadtmuseum Dresden

Die angelehnte Tür des Gedichts

Bei der nächsten Lesung in der Reihe Literarische Alphabete liest am 18. August, um 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Straße 2 der rumänische, in Berlin lebende Dichter Alexandru Bulucz  aus seinem neuen Gedichtband „was Petersilie über die Seele weiß“

Mit Dostojewskis Raskolnikoff in der Frankfurter U-Bahn fing für diesen Dichter alles an. So jedenfalls beschreibt Alexandru Bulucz es in seinem Aufsatz „Die angelehnte Tür des Gedichts“. Später kam die halbe, nein, die ganze Welt dazu: Felder grüner Pastinaken (Pasternak!), Spargelbündel und Brennnesseln, Kupfer und Kohlsuppe, Briefe an Freunde, die Traurigkeit und der Tod, Vater und Mutter, transsilvanische Äpfel und das „Sprachhaus Natur“. Als Bild für die Seele nimmt in diesem Buch die unscheinbare Petersilie Gestalt an, und der Leser darf sich freuen zu erfahren, „was Petersilie über die Seele weiß“.

Profanes steht in diesem Buch neben Mystischem, Biographisches neben Groteskem.
In langen, weit ausschwingenden Zeilen führt Alexandru Bulucz uns von rumänischen Landschaften, über das „Hirtenrumänisch“ heiliger Mütter, bis zu Genet nach Paris und Brodsky nach Leningrad. „Gestalt der Verständigung“ sollen literarische Texte für ihn sein – so wie Türen, die man nicht abschließt.

1987 im rumänischen Alba Iulia geboren, kam Alexandru Bulucz 14-jährig nach Deutschland. Er studierte in Frankfurt am Main Germanistik und Komparatistik und lebt heute als Lyriker, Übersetzer und Kritiker in Berlin. Sein erster Gedichtband, „Aus sein auf uns“, erschien 2016. „was Petersilie von der Seele weiß“ ist sein zweites Buch.

Text: Patrick Beck

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.

Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Sommertheater & Open Air Kino & Gartengeflüster in Dresden & Ausblicke auf die neue Spielzeit


„Die Legende vom heissen Sommer“. Fotos: Robert Jentzsch

Boulevardtheater Dresden
Heißer Sommer mit viel Theater

Der Theatersommer in Dresden ist in vollem Gange. Das Boulevardtheater gastiert gemeinsam mit anderen Theatern, Veranstaltern und Künstlern in der Freilichtbühne  „Junge Garde“. Der Programmmix aus Comedy, Konzert, Theater und Musical erfreut und hilft den angeschlagenen Bühnen und dem Publikum gleichermaßen. Am 14. August öffnet sich nach corona-bedingt fünfmonatiger Spielpause endlich wieder der Vorhang im Boulevardtheater. Ein bestätigtes Hygienekonzept ermöglicht dem Privattheater den Spielbetrieb bei voller Auslastung im großen Saal mit knapp 500 Plätzen. Losgeht`s mit dem faszinierenden Sandtheater und seiner Reise durch die Geschichte Dresdens (bis Ende August). Ab 1. September kehrt die erfolgreiche Inszenierung „Die Legende vom heißen Sommer“ – ein Stück Osten mit den größten Amiga-Hits auf die Bühne zurück. Außerdem gibt`s ein Wiedersehen mit „Die Fete endet nie“ , dem frivolen P18-Stück „Herr Doktor, die Kanüle klemmt!“ und der
beliebten „Olsenbande“.

http://www.boulevardtheater.de


„Zwei wie Bonnie & Clyde“: Dorothea Kriegl und Christian Kühn. Foto: Chris Gonz

Comödie Dresden
Neustart mit Humor und Leidenschaft

Für Gänsehaut und Gruselspaß sorgt zurzeit “The Addams Family“ in einem Grusical von Andrew Lippa (Regie: Kerstin Polenske), das bereits am Broadway Erfolge feierte, beim Sommer Open Air der Comödie Dresden (noch bis 30. 8.) Vor der morbid-charmanten Kulisse des Elbschlosses Übigau trifft eine herrlich schräge Figurenschar auf sächsische Ahnengeister und nimmt mit viel Humor, Leidenschaft und feuriger Musik Normales und Ungewöhnlich-Aneckendes auf die Schippe. Danach startet mit der Premiere von „Zwei wie Bonnie & Clyde“ mit Dorothea Kriegl und Christian Kühn am 4. September wieder der Spielbetrieb im Haus unter dem Motto “Wir haben Lust(ig)!“ mit einem den Corona-Bedingungen angepassten Herbst- und Winterprogramm, das aktuelle Anforderungen berücksichtigt. Wieder auf die Bühne kommen die Liebeskomödie “Sternstunden“ mit Cosma Shiva Hagen, die Musik-Comedy „Spanisch für Anfängerinnen“ und letztmals die Karaoke-Triologie „Zickenzirkus“, Machos auf Eis“ und „Tussipark“.

http://www.comoedie-dresden.de

Dresdner Friedrichstatt Palast & Comedy Theater Club
Gartengeflüster mit Promis und Lachen für die Gesundheit

Mit einem Open Air-Angebot bereichert auch der Dresdner Friedrichstatt wieder die Kulturszene in der Stadt. “Gartengeflüster – Text miez Musik – von sinnlich bis sinnlos“ heißt die neue Veranstaltungsreihe im idyllischen Hinterhof der Spielstätte am Wettiner Platz. Bekannte Dresdner Künstler und Prominente treffen hier immer mittwochs um 20 Uhr auf das Publikum. Da trifft der Kabarettist auf den Posaunisten, die Moderatorin auf den Combo-Frontmann, der Schauspieler auf die Tasten-Fee. Am 12.8. erzählen und agieren der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Micha Unger, Kerstin Drechsel, Julia Schmidt & Micha Winkler gemeinsam. Bei weiteren Veranstaltungen dabei sind Gunter Emmerlich, Julia Schmidt & Micha Winkler (19.8.), Dieter Beckert & Gäste mit Feuerschalenliedern (26.8.) und die Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch ist zu Gast bei Thomas Schuch & Micha Winkler am 2.9. Zeitiges Plätze sichern wird empfohlen!

Unter dem Motto „Lachen ist gesund!“ startet auf der anderen Elbseite die neue Spielzeit im Dresdner Comedy & Theater Club am 26.8., um 20 Uhr. Im Auftakt-Programm geht es gewohnt vielfältig zu von kabarettistisch, musikalisch bis komödiantisch mit Matthias Machwerk, Bianka Heuser & Jörg Bretschneider und anderen Künstlern.

www.dresdner-friedrichstatt-palast.de
http://www.comedytheaterclub-dresden.de


„Die Legende von Romeo und Julia“ Foto: Sommertheater Dresden

Sommertheater Dresden im Bärenzwinger
Komisch-dramatische Romanze um Romeo und Julia

Julia kann es kaum erwarten, dass Romeo ihr seine Karotte vor das Näschen hält. Den Alten wollen sie den Kampf ansagen und nebenbei noch die Welt retten und gesund machen. Doch ihre Eltern hassen sich und haben eigene Pläne mit den frisch Verliebten. Vor farbenfroh südlicher Häuserkulisse dreht sich alles um Kohle, Besitz und große Gefühle im Stück „Die Legende von Romeo und Julia“ – ein Shakespeare aus der Renaissance (Buch und Regie: Peter Förster) des diesjährigen Sommertheaters Dresden im urigen Innenhof des Bärenzwingers. Sieben Schauspieler, einige in mehreren Rollen, nehmen witzig-frech, derb gereimt und komisch-dramatisch die romantische Liebesgeschichte, Intrigen und die naseweise Jugend von heute auf die Schippe inklusive Anspielungen zur Corona-Krise. Romeo ist ein schwärmerischer Draufgänger und Tagträumer (Simon Altmann) und die blonde hübsche Julia liebevoll und rebellisch (Sandra Eckhardt). Für jedes Leid ein Mittelchen parat hat der Apotheker (Erik Brünner). Viel Beifall. Gespielt wird täglich außer Montag noch bis 6.9., 20 Uhr.

http://www.Sommertheater-Desden.de

Filmnächte am Elbufer
Sieben Tagen länger Kinohits unterm Sternenhimmel

Das Jubiläum 30 Jahre Filmnächte am Elbufer in Dresden kann wegen der Corona-Einschränkungen zwar nicht groß gefeiert werden. Doch auch wenn das Programm diesmal kleiner ist und die beliebten Konzerthöhepunkte verschoben werden mussten, locken sowohl die einzigartige Kulisse mit Blick auf die barocke Altstadt und eine vielseitige Filmauswahl allabendlich reichlich Fans in das schönste Open-Air-Kino weit und breit. Daher werden die Filmnächte um sieben Tage verlängert bis 30. August. Auf zahlreichen Wunsch von Gästen werden die beiden ausverkauften Filme „Besser Welt als nie“ und „Die Känguru-Chroniken“ noch mal gezeigt am 24. und 25.8. Über die Leinwand flimmert  auch der beliebte Filmklassiker „Spuk unterm Riesenrad, Teil 2“ (26.8.) Wer noch dabeibleiben möchte, kann an dem Abend außerdem die exklusive Filmpreview „Faking Bullshit“ erleben. Zum Abschluss des Filmsommers am Elbufer kann man untern Sternenhimmel eine Komödien-Kurzfilmnacht in Kooperation mit dem Filmfest Dresden genießen (30.8.) Die Filmtickets sind nur online und bargeldlos erhältlich.

http://www.Filmnaechte.de


„Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn. Foto: Sebastian Hoppe

Staatsschauspiel Dresden
Düsterrock mit Macbeth und eine Visite
auf dem Zauberberg

Auch im Schauspielhaus Dresden hebt sich der Vorhang bald wieder. Vieles musste wegen der Corona-Pandemie überarbeitet und neu gedacht werden. Geplant sind über 30 Premieren im Staatsschauspiel Dresden, darunter sechs Arbeiten der Bürgerbühne. Das Hygiene- und Schutzkonzept sieht Mund-Nasenschutz beim Betreten und Mindestabstand vor. Mit „Searching for Macbeth“ – Shakespeare in Concert, das im März coronabedingt ausfiel, zeigt Christian Friedel nun gemeinsam mit Nadja Stübiger als Lady Macbeth und seiner Band Woods of Birnam am 5.9. eine Vorschau auf die in den Januar 2021 verschobene Inszenierung. Am 12.9. kommt das hochaktuelle Stück „Der Zauberberg. Eine Visite“ nach dem Roman von Thomas Mann, der in einer Klinik für Lungenkranke spielt und Grundfragen des Daseins aufwirft, unter Regie von Daniela Löffner auf die Bühne. Diese Geschichte taucht leitmotivisch auch als Online-Inszenierung von Philipp Grimm und Monique Hamelmann und als Neues Wunschkonzert unter Leitung von Thomas Eisen auf.

http://www.Staatsschauspiel-Dresden.de

Semperoper Dresden
Semper Essenz mit musikalischen Höhepunkten

Liveerlebnisse mit besonderen musikalischen Genüssen locken wieder in der Semperoper Dresden. Unter dem Motto „Semper Essenz“ können die Besucher einen coronabedingt eingeschränkten, aber feinen Ersatzspielplan erleben. Auf die Bühne kommen halbszenische Aufführungen mit musikalischen Höhepunkten aus Opern wie Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ (4.9.), ein Liederabend „Alterssünden“ mit „Rossini für Gourmets“ (6.9.), Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“  (11.9.) und  konzertante Melodien mit Lesung aus Tschaikowskys „Eugen Onegin“ (12.9.).
“We will dance!“ – mit einer Gala kehrt auch das Semperoper Ballett endlich auf die Bühne zurück (18.9.)  „Fenster aus Jazz“ öffnet im gleichnamigen Programm klangreich der Schlagzeuger Gunter Baby Sommer und begleitet eine Lesung mit Christoph Hein mit dem Titel „Verwirrnis“ (17.9.). Das verspricht ein spannender Abend über aktuelle Befindlichkeiten und Wirrnisse unserer Zeit zu werden.

http://www.semperoper.de

Staatsoperette Dresden
Beschwingt, Pikant und Märchenhaft in die neue Spielzeit

Mit einem Open Air startet die Staatsoperette Dresden im Areal des Kulturkraftwerks Mitte in die neue Spielzeit. „Ich hab` noch einen Koffer in…“ nimmt das Publikum mit auf einen beschwingten Operettenspaziergang von Wien bis New York (vom 25. bis 30.8.) Die neue Intendantin Kathrin Kondaurow hat mit dem Ensemble einen Spielplan entwickelt, der das  Abstandsgebot auf der Bühne berücksichtigt und die Zuschauer gewohnt facettenreich unterhält. Losgeht`s unter dem Motto „Was Pikantes und Spezielles, Kurz: was Sensationelles!“ im Eröffnungskonzert (4.9.) mit dem neuen Chefdirigent Johannes Pell quer durch die Operettengeschichte von „Gräfin Mariza“ über „Weisses Rössl“ nach Paris mit der „Lustigen Witwe“ weiter auf den “Ball im Savoy“. Außerdem gibt es musikalische Kostproben zu den nächsten Premieren wie Joseph Beers „Polnische Hochzeit“ und Otto Nicolais „Weiber von Windsor“. Als erste Premiere wird die Lustspiel-Operette “Märchen im Grand-Hotel“ nach Alfred Savoir mit Musik von Paul Abrahm aufgeführt (26.9.)

http://www.staatsoperette.de

Texte (lv)

Prosa & Poesie-Nacht beim PalaisSommer: Dresdner Doppelbuch-Premiere mit Ingo Schulze und Volker Sielaff

Die Kraft der Worte

Die Autoren Ingo Schulze und Volker Sielaff stellen ihre neuesten Werke am 12. August, 19.30 Uhr beim PalaisSommer vor. Den vieldiskutierten Dresden-Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ und den Gedichtband „Barfuß vor Penelope“.

Portraits der Autoren Ingo Schulze und Volker Sielaff
© Gaby Gerster (Ingo Schulze), Amac Garbe (Volker Sielaff)

Die Palais. Prosa und Poesie Nacht ist ein Abend, an dem Prosa und Dichtkunst aufeinandertreffen. Die sommerliche Atmosphäre des Barockgartens am Japanischen Palais verbindet sich mit der Kraft der Worte und öffnet den Raum für Fantasie. Denn unter freiem Himmel und mit Blick auf die malerische Kulisse Dresdens, einer Stadt der sie sich beide eng verbunden sind, – der eine wurde hier geboren und wuchs hier auf, der andere lebt seit vielen Jahren hier – stellen die Autoren Ingo Schulze und Volker Sielaff ihre neuesten Werke vor: Ingo Schulze liest aus seinem viel diskutierten Dresden-Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ (Fischer Verlag, 2020) und Volker Sielaff aus seinem Gedichtband „Barfuß vor Penelope“ (Verlag Voland & Quist/edition Azur, 2020).

Eine Kooperation zwischen den Städtischen Bibliotheken Dresden und dem Palais Sommer Dresden.

Veranstaltungsort ist der Park am Japanischen Palais, Palaisplatz 11, 01097 Dresden.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Moderation
Odile Vassas, Städtische Bibliotheken Dresden

Palais Sommer Dresden
Programm

Mehr Infos:

https://palaissommer.de/programm/ingo-schulze-und-volker-sielaff-doppelbuchpremiere/

Humorvolles Duell mit der „Flaschenmafia“ beim Großenhainer Kultur-Sommer

Das Schachspiel und Otto-Humor

Beim Großenhainer Kultur-Sommer trifft jugendliche Kleinkunst auf Oldies alter Herren.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia (Text + Foto)
Eintritt frei, heißt es auch an diesem Freitag ab 19 Uhr beim Großenhainer Kultur-Sommer am Tunnel Berliner Straße. Hier kann man sich nicht nur die Fortschritte beim Graffiti-Workshop der Jugendlichen in der Bahnunterführung Berliner Straße anschauen, sondern auf der Hillerwiese Kunst erleben. Diesmal Kleinkunst. Danny und Richard zeigen als Komikerduo „Flaschenmafia“ Sketche von Otto, Herricht und Preil. Danach spielt die Band Perfect Life Oldies. Veranstalter ist das SkZ Alberttreff Großenhain.
Den Abschluss des Großenhainer Kultur-Sommers am Tunnel macht am 14. August erneut die Spielbühne mit dem Einakter „Urlaubsreif“. Danach singt der Frauenchor Cantores Lieder von frech bis anspruchsvoll. Ab etwa 20.30 Uhr ist am 14. August Sängerin Nadine Weichenhain mit Rock und Pop und Folk zu erleben. Nadine stammt aus Großenhain und ist heute Lehrerin in der Region Pirna.
*

Veranstaltungen im Literaturhaus Dresden: Nachgeholt wird auch die Lesung von Lukas Bärfuss aus seinem neuen Erzählband „Malinois“ im September

Bücher brauchen Leser. Schriftsteller kommen gern zu Lesungen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, Anregungen und Feedback zu erhalten. Dazu öffnet das Literaturhaus Dresden in der Villa Augustin am Albertplatz nach der corona-bedingten Pause bald wieder seine Türen.

Hier eine Vorschau

13.8. Michal Hvorecký – „Troll“
Themenreihe „Tatsächlich? Fantastisch!“ (mit Unterstützung der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank)

26.8. Mirko Bonné – „Die Widerspenstigkeit“ (ebenfalls innerhalb der Themenreihe „Tatsächlich? Fantastisch!“)

2.9. Michael Wüstefeld – „Gegenwärtige Vergangenheit“
Reihe „Premieren“

22.9. Lukas Bärfuss – „Malinois“ und „Die Krone der Schöpfung“ (Nachholtermin)

29.9. Ilija Trojanow – „Doppelte Spur“
Reihe „Sprache machen Leute“ (in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Thalia Buchhandlung „Haus des Buches“)

Das virtuelle Programm des Erich Kästner Haus für Literatur e.V. steht hier.

Kontakt:

Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden