„Flieg, Phoenix flieg!“ Weinherbst & Wandertheater in Radebeul


Zauberhaft: Das beliebte Theaterkarussel von Georg Traber dreht sich dieses Jahr auf der Hauptstraße.


Humorvoll: Arnold Böswetter ist bekannt für seine frech-charmanten Auftritte, was er hier wohl der Weinkönigin Theresa Zwicker zuflüstert… Fotos (3): Claudia Hübschmann


Poet, Provokateur, Improvisator, Clown und Zauberer: Der Liedermacher Hans Eckhardt Wenzel & Band spielen am 26.9., um 20 Uhr auf der Folk- und Weltmusikwiese in Altkötzschenbroda. Foto: S. Buschow

Theater und Wein in ganz Radebeul  – Weinherbst präsentiert sich mit Wandertheater und Musik

Vom 25. bis 27. September findet in Radebeul der Weinherbst statt. In der Tradition des Herbst- & Weinfestes wurde für die diesjährige Veranstaltung eine neue, dezentrale Form gefunden, bei der erstmalig das gesamte Stadtgebiet ins Geschehen einbezogen wird.

Angelehnt an den mystischen Feuervogel wird unter dem Motto „Flieg Phoenix, flieg!“ aus Traditionellem und Bewährtem heraus etwas Neues geschaffen, um den Radebeulern und Gästen auch in diesem Jahr Möglichkeiten der Freude und des Genusses zu bieten. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch.

Drei Tage lang können die Besucher zwischen Radebeul Ost und Radebeul West über gemütliche Weinboulevards flanieren, handgemachter Musik lauschen und verschiedenste Theateraufführungen bestaunen. „In eben solchen Momenten der Freude finden die Menschen trotz Abstand zueinander und genießen all das, was ihre Stadt und unser Land gleichermaßen ausmacht.“, so die Staatsministerin.

Vor dem Kultur-Bahnhof und entlang der Hauptstraße präsentieren Artisten, Clowns und Theatergruppen humorvolle und beeindruckende Inszenierungen für Groß und Klein. Herr Arnold Böswetter schenkt seinen Zuschauern im Hof der Weinhandlung Andrich „30 schöne Böswetterminuten“. Das niederländische Theater van de Droom entführt im Hof der Grundschule in die Welt der Commedia dell‘arte. Der Vorplatz des Kultur-Bahnhofs verwandelt sich in eine Theaterarena für faszinierende Akrobatik und unglaubliche Illusionen. Das beliebte Theaterkarussell von Georg Traber dreht sich in diesem Jahr auf der Hauptstraße. Die Fahrgäste sitzen darauf gemütlich an Tischen beisammen, lauschen der orientalisch-keltischen Musik der Sängerin Adaya und schwelgen noch einmal in eigenen Kindheitserinnerungen. Bei stimmungsvoller Straßenmusik können die Besucher zudem die Weine ausgewählter sächsischer Winzer sowie regionale und internationale Speisen genießen.

Zahlreiche Weingüter und Straußwirtschaften öffnen an dem Veranstaltungswochenende ihre Höfe und Gärten. Internationale Musiker laden zu idyllischen Weinbergskonzerten ein. Von New Classic mit der Band Stilbruch über Folk mit den Sons of Settlers bis hin zu Klezmer mit dem Duo Fabry/Hoorn ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Inmitten der malerischen Atmosphäre können die Gäste bei erstklassigen Weinen, frischem Federweißen und kulinarischen Köstlichkeiten verweilen und den Alltag hinter sich zurücklassen.

Als besonderes Highlight wird es im Weingut Haus Steinbach an allen drei Abenden eine Spezialedition des Radebeuler XJAZZ geben. Hochkarätige Musiker wie die Radebeuler Schlagzeug-Legende Günther Baby Sommer lassen das Weingut zu einem Anziehungspunkt für Jazzfans und Musikbegeisterte werden. Tickets für die drei Sonderkonzerte sind an der Abendkasse erhältlich.

Musik und Wandertheater erwarten die Besucher auch in Altkötzschenbroda. Das Teatro Due Mondi zieht mit seiner Fiesta über den Dorfanger, Flunker Produktionen verzaubern mit der „Prinzessin auf der Erbse“ und Straßenkünstler begeistern mit Witz, Charme und Detailreichtum. Auf der Folk- und Weltmusikwiese geben unter anderem Liedermacher Hans Eckardt Wenzel & Band, die Trash-Balladen-Musiker Hasenscheiße oder die Kapela Timingeriu Konzerte in Picknick-Atmosphäre. Vivi Sol und Company spielen bei der abendlichen Feuershow voller Anmut und Eleganz mit dem wohl geheimnisvollsten aller Elemente und laden zum Träumen und Staunen ein.

Alle Angebote finden in diesem Jahr unter freiem Himmel statt. Die teilnehmenden Künstler freuen sich über eine Spende in den Hut.

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung gelten für die einzelnen Veranstaltungsbereiche Besucherzahlbeschränkungen. Sollte die maximal zulässige Besucherzahl an einem der Veranstaltungsorte erreicht sein, wird darum gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, um zu weiteren Alternativ-Orten zu gelangen. Straßenbahnen, Busse und Züge verkehren während des Wochenendes in verstärkter Taktung. Einen Überblick über alle Veranstaltungen erhalten die Besucher in den Programmheften, die kostenfrei an allen Eingängen ausliegen.

Text: Ina Dorn

PR- & Marketingverantwortliche
Großveranstaltungen & Tourismus

Amt für Kultur
Altkötzschenbroda 21
01445 Radebeul
Tel. 0351 / 83 11 624

Mehr Informationen:

www.weinfest-radebeul.de
www.facebook.com/weinfestradebeul
Feuershow mit Vivi Sol & Company laden am Sonnabend, um 21.30 Uhr auf der Folk- und Weltmusikwiese an der Elbe zum Staunen und Träumen ein.

Yoga & Wein im Noteingang e.V. im Weißen Haus, Kötzschenbrodaer Str. 60

Ein besonderes Highlight ist das Yoga und Wein am Sonntag ab 13 Uhr.  Heute, Freitag Abend ab 20 Uhr spielen zwei Punkbands, Teppichbodendisco und Lendenzorn. Beides Bands, die im Keller des Weißen Hauses proben, da es dem Verein wichtig ist, vielen regionalen Künstlern die Chance für einen Auftritt zu geben.

„Für uns trifft auch das Thema des Weinherbstes voll zu. In den letzten Jahren fanden unsere Angebote in der Tonne (Familienzentrum) statt. Dieses Jahr ja undenkbar, somit mussten eigene neue Ideen her. Die Idee, dass Gelände am Notausgang (Weißes Haus) war schnell da und wurde von den Vereinsmitgliedern schnell angenommen“, sagt Kerstin Dähne, die Vereinsvorsitzende vom Noteingang e.V. Radebeul.

Jetzt gibt es hier ein Programm mit viel Musik aus vier Jahrzehnten, dazu am Samstag Techno und Wein. Geplant ist auch der Skate und BMX- Contest, doch wenn der Boden weiterhin nass ist, fällt der Contest aus und es gibt den gesamten Tag elektrische Musik. Text + Fotos: Kerstin Dähne
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Spielzeit-Eröffnung im Festspielhaus Hellerau: Uraufführung des Musiktheater-Stücks „Schlachthof 5“ nach dem Roman von Kurt Vonnegut


Multimediales Musiktheater: eine Szene aus der Aufführung „Schlachthof 5“ nach dem Roman von Kurt Vonnegut im Saal des Festspielhauses Hellerau. Foto: Stephan Floss

Musiktheater, Tanz, Filme und Gespräche – Überblick über die neue Spielzeit

Europäisches Zentrum der Künste eröffnet die Saison 2020/2021 heute, am 24. September, um 20 Uhr mit der Uraufführung des Musiktheaters „Schlachthof 5“ nach dem Roman von Kurt Vonnegut (24. -27.9.2020 zu sehen).

Der bekannte russische Regisseur Maxim Didenko entwickelt hier ein multimediales Musiktheaterprojekt an der Schnittstelle von Theater, Tanz, Musik und Performance. Die eigens für das Stück komponierte Musik von Vladimir Rannev wird live von AuditivVokal Dresden szenisch aufgeführt.

Am 2./3. Oktober steht mit „Abschied“ eine weitere Musiktheater-Uraufführung auf dem Programm. Musiker*innen des Solistenensembles Kaleidoskop und des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover interpretieren das Adagio aus Gustav Mahlers 9. Sinfonie klanglich und räumlich neu. Kontrastierend erklingt eine Neukomposition des Amerikaners Ethan Brown.

Zum Jahr der Industriekultur in Sachsen 2020 präsentiert HELLERAU vom 23.10. bis 1.11. beim Festival ARBEIT! Tanz, Performances, Filme, Gespräche und Installationen, die einen inhaltlichen Bogen schlagen von der Industrialisierung bis zur postindustriellen Gesellschaft mit ihrer digitalen Arbeits- und Lebenswelt – mit besonderem Fokus auf Sachsen und Ostdeutschland.

Den 30. Geburtstag feiert TONLAGEN Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik vom 15.4. – 2.5.2021. Auf dem Programm stehen zeitgenössische und experimentelle Musik, neues Musiktheater, Filmmusik und interdisziplinäre Projekte.

Mit „Stadt – Raum – Fluss. Zeitgenössische Perspektiven zur Stadt“ (3. – 13.6.2021) im Rahmen des EU-Projektes MOVING BORDERS beschäftigt sich HELLERAU künstlerisch mit urbanen und ländlichen Lebensräumen.

Und in der 2. Ausgabe von  Watch Out! – Festival für Jung & Alt  (24. – 28.3.2021) werden erneut Stücke von international renommierten Künstler*innen aus den Bereichen Tanz, Theater, Performance gezeigt, die auf zeitgenössische und unterhaltsame Weise für alle Generationen arbeiten.

Zahlreiche Veranstaltungen, die in der Saison 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, werden nachgeholt. Programme aus dem ursprünglich für Mai 2020 geplanten Festival „Erbstücke“ werden als „Erbstücke Spezial“ über die gesamte Saison verteilt, darunter „Isadora Duncan“ von Jérôme Bel (11./12.12.2020) oder „Tanz in der DDR: Was bleibt?“ von Saša Asentić & Collaborators (DE/RS) (4./5.2.2021).

Auf dem Musik-Programm stehen neben TONLAGEN 4:3 Kammer Musik Neu (6. – 8.11.2020) mit Shiva Feshareki, Enno Poppe, Robert Henke, einem Konzert zum 85. Geburtstag von Helmut Lachenmann sowie Uraufführungen der Komponistenklasse Dresden und dem Ensemble Contemporary Insights.

Für Bandstand (12./13.2.2021) werden mit dem Musicboard Berlin erstmals zwei Residenzen ausgeschrieben. Darüber hinaus werden über einen Open Call sachsenweit Ideen für Musikvideos gesucht, prämiert und produziert und bei Bandstand präsentiert.

Im Bereich Tanz und Performance ist HELLERAU Koproduzent für zahlreiche Arbeiten, darunter „Last but not last“ von Lina Majdalanie und Rabih Mroué (9./10.10.2020), „Learning Feminism from Rwanda“ von Flinn Works (3. – 6.12.2020), „FLAGS“ von Paula Rosolen & Haptic Hide (4./5.12.2020), „Hexploitation“ von She She Pop (29./30.1.2020), „Wanaset Yodit“ von Laila Soliman (29./30.1.2020) oder „VIRUS“ von Yan Duyvendak (4. – 7.3.2021).

Die Dresden Frankfurt Dance Company (DE) ist in der Saison 2020/2021 mit drei Programmen in HELLERAU zu erleben. Das im Rahmen des Festivals „Appia Stage Reloaded“ 2019 gezeigte „Geometrische Ballett – Hommage à Oskar Schlemmer“ der Berliner Künstlerin Ursula Sax in einer Choreografie von Katja Erfurth wird vom 18. – 20.12.2020 erneut in HELLERAU zu sehen sein.

Innerhalb des Schwerpunktes Digital Art steht bei der CYNETART (16. – 18.10.2020) die Uraufführung VORTEX von Ulf Langheinrich und Maria Chiara de’Nobili auf dem Programm. „Hybrid“, die neue internationale Plattform für digitale Künste, präsentiert im März 2021 unter dem Motto „Cutting Edge Canada“ kanadische Electronic Sound und New Media Artists in Kooperation mit dem Festival und Netzwerk MUTEK.

Verschiedene Künstler*innen der freien Szene zeigen in der Saison 2020/2021 ihre Arbeiten in Koproduktion mit HELLERAU, u.a. Kristin Mente  mit „Ghost Girls“ (28./ 29.11.2020), Charles A. Washington mit „Spinner Light“ von (12. –15.12.2020), Fang Yun Lo mit „Home Away from Home“ (26. – 28.2.2021) sowie „Difference. What difference does it make?” von Wagner Moreira, Sächsische Landesbühnen Radebeul (02./03.07.2021).

Bei einem TANZPAKT-Schwerpunkt im Januar 2021 begegnen sich die TANZPAKT-Projekte aus Hamburg (Tischgesellschaft „Wieder da“ von Antje Pfundtner in Gesellschaft) und Dresden (12 Recherche-Residenzen). Mit dem „Parkour 2021 – Festival der freien Szene“ beendet HELLERAU die Saison am 16./17.7.2021 und präsentiert damit bereits zum dritten Mal die künstlerische Bandbreite der Freien Szene Sachsens in Kooperation mit Partnern aus ganz Sachsen.

Kooperationen, u.a. mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden (21.4.2021 bei TONLAGEN), den Dresdner Musikfestspielen (28. – 30.5.2021) oder dem Staatsschauspiel Dresden bei „Fast Forward“ (12. – 15.11.2020) werden fortgeführt.

Text: Henriette Roth

Leitung Kommunikation | Head of Communication
roth@hellerau.org

T + 49 351 264 62 18 | M +49 173 369 878 3

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste
European Centre for the Arts
Karl-Liebknecht-Str. 56 | 01109 Dresden

http://www.hellerau.org


Foto (lv)

Premiere „Das Dschungelbuch“ im Theater Junge Generation


Zuhause in der Wildnis: Seine Wolfsgeschwister spielen mit dem Menschenjungen Mowgli und beschützen ihn. Doch der Jäger aus dem Dorf ist ihnen dicht auf den Fersen. Fotos: Marco Prill

Wilde Tiere als Freunde

Auf eine abenteuerliche, spannende und berührende Reise nimmt das Stück „Das Dschungelbuch“ nach dem berühmten Buch von Rudyard Kipling kleine und große Zuschauer mit im Theater Junge Generation.

Mitten in der Wildnis liegt in einer Tasche ein wimmerndes Wesen.
Ein Tiger will es der Wölfin entreißen, bei der das Menschenjunge im Wolfsrudel aufwächst. Mowgli findet unter den wilden Tieren Freunde und lernt die Menschenwelt kennen. Doch überall wird er als fremd wahrgenommen und argwöhnisch beäugt.
Auf eine abenteuerliche, spannende und berührende Reise nimmt das Stück  “Das Dschungelbuch“ kleine und große Zuschauer mit, das nach dem beliebten
Kinderbuchklassiker von Rudyard Kipling in einer Fassung von Gabriele Hänel am vergangenen Sonnabend Premiere hatte im Theater Junge Generation.

Im Bühnenrund mit weiß rissigem Boden heulen Wölfe den Mond an. Ein geheimnisvolles Summen, Surren und Schwirren liegt in der Luft. Nacheinander erscheinen die Tiere des Dschungels und versammeln sich neugierig
bis begierig, auf Beute lauernd um das Menschenkind. Der Tiger Shir Khan hinkt verletzt in Fellmantel und Krückstock (Julian Lehr) zornig umher, begleitet von einem listigen und vor ihm buckelnden Schakal (Alexander Sehan). Rakscha, die wehrhafte Wölfin, gespielt von Susan Weilandt, sie hilft dem Dschungelkind später auch als gütig-weise Freundin Messua, bekommt Unterstützung vom Bär Balu (Paul Lonnemann).

Der kugelrund und gelassen unter der Devise: „Versuch`s mal mit Gemütlichkeit“ mit Gefühl und Herz agiert und mit der Pantherdame Baghira (cool und freiheitsliebend: Marie Thérèse Albrecht) in Erziehungsfragen auch mal in Streit gerät. Vom stolzen
Pfau Flor (Florian Thongsap Welsch) darf Mowgli sich eine Feder nehmen. Der schwarze Milan behält auch in brenzligen Situationen den Überblick als fliegender Dschungelbote (Alexander Sehan). Die Schlange Ka (Uwe Steinbach) umschlingt den Bär als langer Stoffschlauch mit Leuchtaugen, zügelt ihren Hunger und befreit Mowgli aus der Gefangenschaft der wild-unberechenbaren Affen.

In einer Mischung aus Schauspiel, Puppen-, Masken- und Schattentheater in zauberhaften Bildern und Klängen kommt die faszinierende Dschungelwelt auf die Bühne (Regie: Moritz Sostmann), werden das Leben und die Gesetze in der Wildnis, deren Schönheit, aber auch die Grausamkeit der Jagd gezeigt und der ewige Kampf zwischen Mensch und Tier, der sich der Natur überlegen fühlt und sie beherrscht. Die Schauspieler spielen abwechselnd Tier- und Menschenrollen mit Zottelperücken, knurren, kreischen, gurren und turteln, jagen und tanzen.

Das Dschungelkind Mowgli bewegt sich als lebensgroße Puppe, geführt von Daniil Shchapov, naiv, zunächst scheu und lernt von beiden Welten. Sehr eindrucksvoll die Schattenbild-Szene mit der gemeinsam kraftvollen Büffelherde, die Mowgli als Hütejunge anführt. Später wird er zu den Menschen zurückehren. Doch das ist eine andere, eine Liebesgeschichte. Viel Beifall für dieses vergnüglich-lehrreiche Dschungel-Abenteuer.

Text (lv)

http://www.tjg-dresden.de


Der Dschungel hat seine eigenen Gesetze: Die bringen der gemütliche Bär Balu und die coole Pantherdame Baghira dem Menschenjungen Mowgli jeder auf seine Weise bei.

Festival „Literatur Jetzt“ im Zentralwerk

Mit Lyrik-Abend in Ateliers, Nacht der Lesebühnen und Kinderliteratur-Festival

Heute abend startet wieder das Festival „Literatur JETZT“ (bis 27.9.). Mit viel Liebe und Engagement haben die Initiatoren wieder ein interessantes Programm zusammengestellt, im Zentralwerk zu sehen. Tickets kann man auch vorab buchen, bei einigen Veranstaltungen ist das sogar zu empfehlen. Sagt es gern weiter!

Alle Veranstaltungen (mit Außnahme des Reporterslams) im Zentralwerk in Pieschen,Heidestraße.

Mi 23.09.

Eröffnung Literatur Jetzt! 2020

Traum und Trauma – Ingeborg Bachmann

Mit Sandra Hüller und Jens Harzer

Ingeborg Bachmann (geb. 1926 in Klagenfurt, gest. 1973 in Rom), Lyrik-Star, Philosophin, Opernlibrettistin und Romanautorin, rastlos, unbestechlich und kompromisslos in der Liebe wie im Leben, immer nah am Abgrund. Ihr Vater ein Nazi. Als sie kurz nach dem Krieg Paul Celan begegnet, begreift sie den tiefen Riss zwischen den Familien der Täter und denen der […]

Do 24.09.

Drei Stimmen – Drei Räume – Drei Stationen

Zentralwerk der Poesie

Mit Mirko Bonné, Undine Materni und Kerstin Preiwuß

„Zentralwerk der Poesie“ ist der Lyrikabend von „Literatur Jetzt!“ und längst eine feste Größe im Programm. Hier kann man neue und bekannte Stimmen der modernen Poesie bei etwa fünfzehnminütigen Lesungen an wechselnden Orten kennenlernen und sich dabei auch in drei sonst nicht zugänglichen Ateliers des Zentralwerks umsehen. Das lyrische Erlebnis wird musikalisch begleitet. In diesem […]

Romanlesung

Saša Stanišić liest aus „Herkunft“

So komplex die Frage nach der Herkunft ist, so zahlreich sind die Antworten, die man darauf geben kann. Im neuen, mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman von Saša Stanišić begegnet der Leser einem Autor, der, aufgewachsen in einer bosnisch-serbischen Familie, gleich zwei Heimaten verloren hat: Višegrad an der Drina und Jugoslawien. Volker Weidermann vom „Spiegel“ […]

Abend der komischen und satirischen Literatur

Nacht der Lesebühnen

Mit Maik Martschinkowsky, Susanne Riedel, Heiko Werning und Musik von Jan von Im Ich

Zur Vielfalt der Literatur gehört nicht nur der tiefe Ernst und der poetische Zauber, sondern auch das befreiende Lachen. Zur „Nacht der Lesebühnen“ begrüßt das Festival Literatur JETZT! wieder vier Autorinnen und Autoren des komischen Fachs, die regelmäßig mit heiteren Geschichten über die Abgründe des Alltags und satirischen Angriffen gegen die Weltordnung das Publikum beglücken. […]

Live-Hörspiel: „Giganten des Universums“

von und mit Candlelight Dynamite

Giganten des Universums von Candlelight Dynamite: ein Theater-Remmidemmi durch alle Instanzen des Fantasy-Action-Hero-Adventures mit Muskeltypen, Prinzessinnen, Schwertern und Synthi-Sounds. Empfohlen ab 12 Jahren. „Skeletor, der Herr des Bösen, befindet sich auf seiner Burg Drachenstein auf dem Planeten Eternia und sucht nach einer neuen Waffe für seinen Kampf gegen He-Man. Der Hass auf seinen Rivalen ist […]

Fr 25.09.

Romanlesung

Paula Irmschler liest aus „Superbusen“

„Paula Irmschler lesen ist wie Saufen mit der besten Freundin, aber ohne Kater. Magisch.“ (Margarete Stokowski) Gisela zieht nach Chemnitz, weil sie nicht weiß, wo sie sonst hin soll. Dort lernt sie verschiedene Menschen, insbesondere tolle Frauen, kennen, die sich voneinander endlich verstanden fühlen. Gemeinsam gehen sie auf linke Demonstrationen, hängen viel rum und machen […]

Pop & Poesie-Show mit Jarii van Gohl

Mit dabei: Jen Bender vom Großstadtgeflüster, Francesco Wilking von Die Höchste Eisenbahn und Überraschungsgast

Die große literarisch-musikalische bis anarchische Abendshow mit Jen Bender von der Band Grossstadtgeflüster, Francesco Wilking von Die Höchste Eisenbahn und einem Überraschungsgast, moderiert und bespielt von Jarii van Gohl. Nach einer kultigen Talk Show in der GrooveStation Dresden und später auch im Heimathafen Neukölln in Berlin kapert der Hobby-Entertainer Jarii van Gohl mit seiner Pop […]

Sa 26.09.

Literatur FETZT! Kinderliteraturfestival

Jo Hecker: „Frag doch mal … die Maus!“

Spannende Experimente zum Ausprobieren, Forschen und Staunen

Ihr wollt wissen, warum Astronauten Windeln tragen und habt viele andere Fragen? Dann kommt zur Show voller Antworten! Am Ende gibt’s Autogramme und echten Kunstschnee zum Mitnehmen. Jo Hecker ist Ingenieur, Wissenschafts-Journalist, Buchautor und Science Entertainer und reist mit seiner Show von Thailand bis Alaska. Eintritt frei!

Literatur FETZT! Kinderliteraturfestival

Sabine Engel: „Bühne frei für Ben“

Für Erstleser

Ein Plan muss her…! Denn Ben soll mit Glitzerleggins ausgerechnet als Prinz, statt in einer coolen Rolle, zum jährlichen Schultheater auftreten. Eine humorvoll erzählte, leicht lesbare Schulgeschichte. Eintritt frei!

Literatur FETZT! Kinderliteraturfestival

Jörg Isermeyer: „Lyrik-Comics als Bilderbuchkino“

Für Kinder in den besten Jahren und die ganze Familie

Gedichte von Ringelnatz bis Rautenberg hemmungslos in Text, Bild und Klang mit Gesang, Gerassel & Gerumpel umgesetzt, könnt ihr von und mit Jörg Isermeyer erleben. Dabei gibt es nicht nur was auf die Ohren, wir gleiten auch in dem von Stefanie Schweizer bei Beltz für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiertem Band staunend von Bild zu Bild. […]

Politische Autobiografie

Christian Baron liest aus „Ein Mann seiner Klasse“

Lesung und Gespräch

„Mochte mein Vater auch manchmal unser letztes Geld in irgendeiner Spelunke versoffen, mochte er auch mehrmals meine Mutter blutig geprügelt haben: Ich wollte immer, dass er bleibt. Aber anders.“ Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem […]

Romanlesung

Frank Goldammer liest aus „Zwei fremde Leben“

Eine packende und bewegenden Geschichte über das nach wie vor nicht aufgearbeitete Thema von Zwangsadoptionen in der DDR: Ein verschwundenes Kind und die lebenslange Suche nach der Wahrheit. Ricarda Raspe und ihr Verlobter freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch dann geht bei der Geburt in der Dresdner Klinik etwas schief ? und es heißt, […]

20:00 Scheune

Reporter Slam

mit Maximilian Helm, Carina Huppertz, Dmitrij Kapitelman, Denise Peikert, Cornelius Pollmer, Moderator Jochen Markett und Musik von Bommi und Brummi

Deutschlands lustigste Bühnenshow von und mit Journalist*innen kommt nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal nach Dresden: Am Festival-Samstag geht der Reporter Slam über die Bühne der Scheune. Fünf Reporterinnen und Reporter treten zum Wettstreit an. Es gewinnt, wer am unterhaltsamsten von einer Recherche erzählen kann. In Wort, Ton und Bild berichten […]

Ein Abend über Beziehung und Liebe

„Es ist kompliziert“

Mit: Jochen Schmidt und Line Hoven („Paargespräche“), Frank Berzbach und Jörg Stübing („Die Schönheit der Begegnung“)

Hin und wieder wütet wohl in jeder Beziehung der ganz normale Wahnsinn. Aber weswegen haben sich eigentlich prominente Paare wie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir in die Haare gekriegt? Und welche von Caesars Gewohnheiten brachte Kleopatra so richtig auf die Palme? In treffsicher-komischen Dialogen und originellen Illustrationen holen Jochen Schmidt und Line Hoven berühmte […]

So 27.09.

Eidechse, Fuchs, Koralle

Die „Naturkunden“-Matinee

Mit Jutta Person, Katrin Schumacher und Joachim Sartorius

Die Reihe „Naturkunden“, herausgegeben von Judith Schalansky im Verlag Matthes & Seitz Berlin, ist legendär. Fast jeder kennt die handlichen, schön gestalteten Bücher, Standardwerke des Nature Writing. Bücher, die von Tieren und Pflanzen, Pilzen und Menschen, fremder und vertrauter Natur erzählen. Wir haben drei Naturkunden-Autoren mit ihren Büchern eingeladen: Jutta Person mit ihrem Band „Korallen“, […]

Literatur FETZT! Kinderliteraturfestival

Susanne Göhlich: „Abenteuer mit Korny“

Für die Allerkleinsten (ab Drei)

Sechs herrliche Bilderbuchgeschichten zeigen liebevoll dargestellte kleine Helden aus Kornys und aller Kinder Alltag. Den von der Autorin erzählten Geschichten können alle kleinen und großen Bilderbuchfans auf der Leinwand folgen. Eintritt frei!

Literatur FETZT! Kinderliteraturfestival

Iris Anemone Paul: „Polka für Igor“

Zusammen mit Igor reisen wir durch die polnische Vergangenheit, in der Igor ein Held mit bengalischen Tigern, Seiltänzerinnen und nach Wiesenschaumkraut duftenden Schafen ist. Das zauberhafte Bilderbuch erhielt 2019 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Iris Anemone Paul zeigt nach der Lesung allen Gästen einen kleinen Atelierfilm. Eintritt frei!

Literatur FETZT! Kinderliteraturfestival

Johannes Herwig: „Scherbenhelden“

Jugendbuch

Stress in der Schule, erste Beziehungen… und beim Klauen erwischt werden. Das ganz normale Leben eines Fünfzehnjährigen also. Nein! Eine Gruppe von Punks wird Ninos zu Hause und an Normalität ist nicht zu denken. Der in Dresden vielen bekannte Johannes Herwig zeichnet uns ein herrlich wildes und emotionales Bild der Veränderung, Ziellosigkeit und Hoffnung von […]
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Text: Volker Sielaff & Literatur-Jetzt-Team
http://www.literatur-jetzt.de

Ausstellung zur umherziehenden „Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger


Kinder planschen gern durch Pfützen und entdecken darin die Welt wundersam verwandelt. Diesen Effekt nutzt die Künstlerin Sabine Eichler in ihrem Kunstprojekt mit ihrem Objekt „Pfütze“, auf einem Handwagen an der Leine ist sie damit unterwegs und hält dabei entstehende Begegnungen, Spiegeleien und neue Selbsterkenntnisse mit anderen Menschen in Fotografien und Videofilmen fest. Zurzeit ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Beide Künstlerinnen hatten viel Spaß wie man sieht – die „Pfütze“ steht für Offenheit, Fantasie, ist ein Mittel zur Kommunikation und bringt Menschen zusammen. Text + Fotos (lv)

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Zieh’ mir den Himmel über Land

Sabine Eichler bespielte mit Installationen, Fotografien und Videos die Galerie Drei auf der Prießnitzstraße. Zurzeit ist die Künstlerin mit ihrer „Pfütze“-Installation im Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Strasse 5 zu Gast.

„Je langsamer, desto mehr Blume“, sagt die Künstlerin Sabine Eichler. Was zunächst als ebenso absurde wie poetische Aussage überrascht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als passender Sinnspruch für die vielgestaltige Kunst Eichlers, die nach einer Buchbinderlehre im Abendstudium an der HfBK sowie an der Burg Giebichenstein in Halle studiert hat. Unlängst waren ihre Arbeiten in der Ausstellung „Ich zieh den Himmel über Land“ in der galerie drei zu sehen.

Vor einigen Jahren stieß Eichler im Roman „Stechapfel“ der Finnin Leena Krohn auf jene symbolhafte Szene eines kleinen Jungen, der voller Verzückung eine Pfütze als Mittel der Spiegelung von Welt und damit als Bild für einen neuen Blick auf das Leben entdeckt. Derart angestachelt, baute Eichler 2017 aus Presspappe, Bauschaum und schwarzer Folie eine erste eigene „Pfütze“, die sie fortan auf einer Art Handwagen montiert an der Leine auf Ausflüge, Reisen und Besuche bei Freunden mitnahm.

Für die Künstlerin ist die der Literatur entlehnte, abstrahierte „Pfütze“ Spiegel und Lupe, Kunstobjekt und Objektkunst, Wegbegleiter und Wegweiser in einem. Sie ist ein Vehikel für Perspektivwechsel, eine ständige Objekt – ja beinahe Subjekt – gewordene Erinnerung daran, dass nichts als gegeben oder neutral missverstanden werden sollte – das Meiste, das uns umgibt, ist gemacht und veränderbar – wie seine Deutung.

Die Künstlerin hat das Objekt „Pfütze“ während der Fertigung im Atelier fotografiert sowie in der Folge in Kombination mit den unterschiedlichsten Gegenständen und Menschen: Während der Zeit der bislang größten Corona-Beschränkungen hierzulande liefen Leute mit jener „Pfütze“ im Schlepptau durch die Dresdner Innenstadt und den Großen Garten. Man kann sich vorstellen, dass das Ziehen eines ein Meter langen, flachen und mit Wasser gefüllten Objekts an einer Hundeleine die eigene Bewegung verändert, verlangsamt und folglich auch unseren Blick auf die Welt – den der anderen sowieso. In dieser beinahe meditativen Reflexionsübung mit angeleinter „Pfütze“ liegt viel Komik und ein großes, geradezu befreiendes Potenzial.

Als Ausstellung funktioniert das Ganze mal mehr, mal weniger. Da die Künstlerin im Normalfall nicht anwesend ist, um das eigene Werk zu erklären und zu kontextualisieren, müssen Anliegen, Idee und Umsetzung aus den Arbeiten heraus funktionieren und sich allein durch sie vermitteln. In den Räumen der Galerie wird die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmittel und Medien, derer sich Sabine Eichler für ihr Projekt bedient hat, deutlich, ebenso wie ihre Fantasie und das Radar für menschliche Begegnungen, die sich während des Projekts ergaben, es befeuerten und ihm ihre Prägung gaben.

Die großen Fotodrucke im Untergeschoss geben einen Eindruck von den Frauen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds, die Eichler in den letzten Monaten getroffen hat und die mit der „Pfütze“ jeweils andere Erfahrungen machten – weil sie ihre je spezifische Lebenssituation an das Objekt heran- und ins Projekt hineintrugen. Diese Aufnahmen haben, ebenso wie der Film mit einer der Protagonistinnen, vor allem dokumentarische, weniger künstlerische Qualität. Andere Fotografien überzeugen als Bilder an sich, wie die absurden Kombinationen von „Pfütze“ und Plastiktiger an ihrem Ufer, weil hier leichtfüßig alle Größenverhältnisse und Realitätsebenen ausgehebelt werden, sodass klar wird: Alle Sinnzuweisung ist eine Abstraktion und funktioniert stets im Verhältnis zu anderen derartigen Interpretationsleistungen. Ebenso poetisch wie sinnfällig ist die beinahe monochrome, ins Riesenhafte gesteigerte Nahaufnahme der „Pfütze“ und ihrer Spiegelungen. Als programmatisch offenes Bild erlauben sie mannigfaltige Deutungen, weil wir hier nicht sicher sein können, was wir eigentlich sehen – die Welt, ihr Spiegelbild, beider Umkehrung oder nur das, was wir sehen können und zu sehen glauben.

Von Teresa Ende
Kunsthistorikerin
(Dieser Beitrag erschien am 16.9.2020 in der DNN und wurde von Sabine Eichler freundlicherweise zur Verfügung gestellt für meinwortgarten.com )

Die Ausstellung von Sabine Eichler war bis 19. September in der galerie drei, Prießnitzstraße 43 zu sehen. 

http://www.sezession89.com


„Die Pfütze“ als Spiegel, Kunstobjekt und Ort der Begegnung: Kati Bischoffberger vor ihrem Atelier, wo das Kunstprojekt von Sabine Eichler zurzeit vorgestellt wird.

Atelier

„Malinois“ & „Die Krone der Schöpfung“: Lesung & Gespräch mit Lukas Bärfuss ins Societaetstheater verlegt

Die Liebe und das Begehren in all ihren Spielarten sind die Fluchtpunkte in den Erzählungen von „Malinois“. Wie begegnen wir uns? Welche Sehnsüchte treiben uns um? Nach welchen Vorlagen entwerfen wir die Geschichten unserer Leidenschaften? Bärfuss zeichnet eine Kartografie der Passionen. Seine Geschichten handeln von Grenzerfahrungen, die wir mitten um Alltag machen können. Sie zeigen die Momente der Verwandlung. (Wallstein Verlag)
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Von unbändigem Begehren und Aufbegehren des Menschseins

Am 22. September kommt der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss zum Nachholtermin für die im Januar ausgefallene Lesung. Aufgrund der Platzkapazitäten im Erich Kästner Haus für Literatur findet die Veranstaltung um 20 Uhr im Societaetstheater, An der Dreikönigskirche 1 A statt. Das Gespräch mit Lukas Bärfuss moderiert Andreas Berger (MDR).

Aktuell gibt es noch etwa 15 Restkarten, bevor die Veranstaltung ausverkauft ist. Es wird daher allen empfohlen, die gern bei der Lesung dabei sein möchten, sich schnell im Kästner-Haus anzumelden.
Lukas Bärfuss liest innerhalb der Reihe „Welt sichten“ des Erich Kästner Haus für Literatur in Dresden aus seinem Erzählband „Malinois“ und und wird einen Einblick in seinen neuesten Essayband „Die Krone der Schöpfung“ geben, in dem er mal analytisch-kühl, mal leidenschaftlich polemisch Themen des Zeitgeschehens kommentiert. „Die Krone der Schöpfung“ erscheint voraussichtlich im November 2020.
Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und wurde zuletzt mit dem Georg-Büchner-Preis 2019 ausgezeichnet.
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Text: Florian Ernst

Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087

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Neu: mit #kaestnerathome gibt es jetzt auch #kaestnerimnetz: Literatur in all ihren vielfältigen Facetten online jederzeit abrufbar – zum Auftanken & Mitmachen in Lesungen, Gesprächen, Interviews und Museumsschätzen auf @kaestnerhaus und @Erich.Kaestner.Museum.

Auch das MuMo ist nun virtuell unterwegs – hereinspaziert & mitgekästnert! Hier geht’s zum Fahrplan und allen Beiträgen: @KaestnerMuMo

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P.S. ein Beitrag zur Lesung mit Lukas Bärfuss im Societaetstheater folgt noch.

Ausstellung „Spielereien & Spiegeleien in der rollenden Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger


Collage-Spielerei von Kati Bischoffberger

Die Pfütze als Spiegel

„Spiegeleien in der rollenden Pfütze“ heißt ein fotokünstlerisches Projekt von Sabine Eichler, mit diesem ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Sie hat die Ruhe und den Rückzug während der Corona-Ausgehbeschränkungen genossen, erzählt sie. „Aber jetzt reicht`s und ich habe Sehnsucht nach Leben in meinem Atelier.“

Ihre Collage-Spielerei will in Resonanz und direkten Kontakt mit den Besuchern gehen.

Zur Ausstellungseröffnung mit ihren neuesten Arbeiten laden die beiden Künstlerinnen am 20. September (16 – 18 Uhr) neugierige Kunstfreunde herzlich ein ins Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Straße 5 in Dresden.

Skulpturengarten & LABratorium mit Kultur auf den Elbwiesen in Altkötzschenbroda


Fantasiereich: Zum Staunen, Wandeln und Innehalten lädt wieder der Skulpturengarten von Richard von Gigantikow und seinem Team auf den Elbwiesen in Radebeul-Altkötzschenbroda ein. Foto: Veranstalter

LABratorium, am Widerhaken der Dekonstruktion

Skulpturengarten auf den Elbwiesen Radebeul, Open Air und kostenfrei. Ein fantastischer Impuls für den öffentlichen Raum im alltäglichen Spannungsfeld der Pandemie.

Vom Elberadweg sichtbar ragt auf den Elbwiesen hinter Kötzschenbroda die große Freiluftinstallation LABratorium in den Himmel. Unter der Leitung v. Richard v. Gigantikow entstand in der letzten August Woche der Skulpturengarten an seinem angestammten Platz. Schon am ersten September Wochenende lockte die Installation alt und jung, Einheimische und Touristen an. Fasziniert von den Skulpturen und Sprüchen wandelten sie durch den offenen Freiluftgarten. Inspiriert und motiviert wurde gemeinsam gebaut, geschrieben, musiziert und geplaudert.
Für die kommenden Wochenenden konnten Künstler für das temporäre Kulturforum Radebeul gewonnen werden: Peter Till mit seinem Dampfdruckorchester, Franzobel, der aktuelle Stadtschreiber Dresdens bis zur legendären Performerin Fine Kwiatkowski.

Am Samstag und Sonntag, dem 19. und 20. September werden wieder zahlreiche Künstler das LABratorium den Skulpturengarten auf den Elbwiesen hinter Kötzschenbroda bespielen. Jeden Freitag, um  17 Uhr gibt es eine Übungsstunde. Unter der Leitung von Richard von Gigantikow entsteht seit 20 Jahren das Besucherhighlight des Weinfestes Radebeul. Auch dieses Jahr ein einprägsames Kunst- und Kulturereignis, das ein breites Publikum faszinieren wird. Die humorvolle Streitkultur ist sein Qualitätskriterium. Es gibt ein Pleinair auf den Elbwiesen, verschiedene Künstler werden permanent praktizieren, Franzobel, der Stadtschreiber von Dresden, wird am Samstag um 18 Uhr lesen. Weitere Aktionen und Performance mit der legendären Fine Kwiatkowski sind angekündigt. Am Sonntag, 20.9. um 11 Uhr Künstlerfrühstück mit Kaffee und Kuchen (jeder bringt was mit), Frankbambuli wird spielen und der Puppenspieler Jan Mixsa gegen 15 Uhr performen.

Programm: https://luegenmuseum.de/labratorium/

Mit der LABY Reihe erforschen der „Kunst der Lüge“ e.V. Formen im öffentlichen Raum, wie unter den derzeitigen Bedingungen Kunst und Kultur praktiziert werden kann, ab 3. Oktober als LABYlysium auf dem Burgplatz in Leipzig.

Der Kunst der Lüge e.V. bietet nun eine Einsatzstelle für Bundesfreiwillige ohne Altersbegrenzung. Engagierte Menschen, welche die Kunstprojekte unterstützen wollen oder dabei helfen möchten, den maroden Gasthof herzurichten, können sich im Lügenmuseum melden. Das Kulturzentrum Lügenmuseum mit einem spartenübergreifenden Kunst- und Kulturangebot, Teil der freien Kulturszene konnte erst nach der Friedlichen Revolution zu solch einem freien gemeinnützigen Träger wachsen. Heute Ausweis unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, sind sie doch eine sehr junge Errungenschaft.

Text + Fotos: Reinhard Zabka

Lügenmuseum
Kötzschenbrodaer Str. 39
01445 Radebeul / Dresden
+49 176 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de


Akteure Irina von Trollen und Robert Hennig, Tanzstunde.

20 Jahre Jazztage Dresden 2020 Live und in Echtzeit & Konzert mit Konstantin Wecker in der Jungen Garde


Der Intendant der Jazztage Dresden und Bassist der Klazz Brothers Kilian Forster vor dem Plakat der Jazztage Dresden 2020. Das diesjährige „Gesicht“ des Festivals sind die Echo-Preisträger Klazz Brothers & Cuba Percussion. Foto © Andreas Weihs

Jazztage Dresden 2020 – aus der Not eine Tugend!

Das 20-jährige Festivaljubiläum wird (inter)national und bringt Dresdner Künstlern und Ensebmbles aus der Region einem größeren Publikum nahe.

2020 sollte ein ganz besonderes Jahr werden – 20 Jahre Jazztage Dresden! Von den Anfängen in der kleinen aber feinen Unkersdorfer Kirche mit vier Konzerten und 400 Gästen im Jahr 2001 über den Schritt ins Dresdner Zentrum bis hin zu einem der größten Jazzfestivals in Deutschland, das jährlich rund 40.000 Gäste empfangen durfte, gab es doch einiges zu feiern. Zusätzliche Programmbestandteile wollten dafür in diesem Jahr umgesetzt werden, wie etwa die Sonderkonzertreihe „20 Konzerte an 20 Spielstätten“ und vieles mehr.

Dann kam der Stopp und damit die monatelange Ungewissheit, wie und ob es mit den Jazztagen weitergehen würde. An vielen Stellen – unter anderem über die von Jazztage-Dresden-Intendant Kilian Forster initiierte Aktion STUMME KÜNSTLER – wurde auf die schwierige Lage freischaffender Künstler, deren Veranstalter und eine große Anzahl darum herum angelagerter Berufsgruppen und Gewerke aufmerksam gemacht. Und an mancher Stelle auch gehört.

„Wir freuen uns als Jazztage Dresden sehr über die Unterstützung von Stadt und Land, die dem Festival für dieses Jahr das Überleben sichern werden. Dies soll nun unbedingt weitergegeben werden – zum einen an die Musiker, die wir zum Festival einladen möchten, aber auch an das Publikum, dem wir auch im Herbst den Genuss großartiger Live-Musik ermöglichen wollen. Gerade in herausfordernden Zeiten für alle Beteiligten ein wichtiger Bestandteil seelischer Gesundheit“, sagt Forster.

Die Unterstützung von Stadt und Land für das Festival – etwas über 100.000 Euro – über diverse Corona-Unterstützungsprogramme kompensieren natürlich bei weitem nicht die Einnahmeausfälle von circa 750.000 Euro. Jedoch versetzen sie die Jazztage Dresden in die Lage, das Festival im Herbst durchzuführen. Anders als in vorigen Jahren, anders als geplant – aber in veränderter Form live auf der Bühne! Und diese Tugend machen sich die Veranstalter zur Pflicht: die Jazztage werden im Jubiläumsjahr 2020 einen großen Schwerpunkt auf Künstler und Ensembles aus Dresden und der Region legen. Bereits zu den aktuell noch stattfindenden Kulturinseln ist der Reichtum und die Vielfalt der lokalen Szene zu erleben – mit manchen Perlen darunter! Die Notwendigkeit, mit internationalen Stars und teurem Eintritt Ticketerlöse in Größenordnungen der letzten Jahre generieren zu müssen, ist durch die aktuelle Unterstützung nicht mehr in dem Umfang erforderlich. Dies schafft die Möglichkeit, Dresdner Künstler und Ensembles aus der Region im Rahmen der Jazztage endlich einem größeren Publikum nahe zu bringen – auch zu moderateren Ticketpreisen. Wir bauen an der Stelle auf die Solidarität des Publikums, mit den Jazztagen zusammen auf die Entdeckungsreise in die lokale und regionale Jazzszene zu gehen!

Der Ort der Pressekonferenz – Eyßer Schöne Gärten in Dresden-Cossebaude – ist selbst ein Symbol für Solidarität und Zusammenhalt. 2002 stand das gesamte Gelände samt Werksräume 2,50 m unter Wasser. Und die Solidarität zur Hilfe und Unterstützung war allerorten präsent – von offizieller Seite aber auch tatkräftig von „Unbeteiligten“ über Unterstützung beispielsweise bei Rettungsaktionen, Aufräumarbeiten oder auch privaten Spenden. „Genau diese Solidarität, diesen Zusammenhalt, benötigen wir auch heute wieder. Im Kulturbereich insbesondere für freischaffende Künstler, deren Veranstalter und all die vielen Berufsgruppen und Gewerke, deren Arbeit im Umfeld von Konzerten und Veranstaltungen dieselben erst möglich macht“, so Forster weiter. Konzerte mit regionalen Ensembles sollen weiterhin – und dies wohl erstmals überhaupt – durch Mitmusiker aus entfernten Ländern und Kontinenten ergänzt werden. Live und in Echtzeit ist dies über die neue „Fast Technologie“, entwickelt in Sachsen und Sachsen-Anhalt, möglich. Durch eine minimale Latenzzeit von 20 Millisekunden wird ein aufeinander Reagieren im direkten Zusammenspiel über Kontinente hinweg möglich – live, spontan und improvisiert im Konzertsaal in Dresden mit live zugeschalteten Gästen aus Übersee!

Weiterhin in Planung ist die Eröffnung der Jazztage Dresden am 21. Oktober 2020 im QF Quartier an der Frauenkirche. Und dies bereits mit Dresdner Künstlern als Vorgeschmack auf das Festival selbst. Am 8. November ist ein „Jazztag“ vorgesehen, der gemeinsam mit einem von der Stadt geplanten verkaufsoffenen Sonntag den Jazz in die gesamte Stadt tragen wird – in Geschäfte und Einkaufszentren und weitere öffentliche Orte.

Einige der für 2020 geplanten Stars aus Übersee werden erst im Jahr 2021 nach Dresden kommen können – bei manchen ist dies noch unklar. Aufgrund der allgemein auch weiterhin sehr flexiblen Lage bietet der Blick auf die Website der Jazztage den besten und aktuellsten Stand der Festivalplanung.

„Mag auch aufgrund der aktuellen Lage vieles immer wieder unklar und in Bewegung sein: die Jazztage Dresden stehen zwar auf verändertem, aber sicherem Boden – und so haben Ticketkäufer die Sicherheit, dass Konzerte im schlimmsten Fall verschoben werden beziehungsweise aus den Tickets Gutscheine für spätere Tickets werden“, so Forster abschließend.

Weitere Infos: www.jazztage-dresden.de

Jazztage verlegen auch Konzert von Konstantin Wecker vor

Eine gefühlvolle Stimme am Klavier macht Konstantin Weckers Auftritte unverwechselbar. Der 1947 in München geborene Musiker, Schriftsteller, Schauspieler und Komponist gehört heute zu den bedeutendsten Liedermachern im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mit Abstand das beste OpenAir-Theater der Welt“ wird sein ursprünglich für November im Rahmen der Jazztage Dresden geplantes Solo-Konzert nun auf den 18. September 2020 vorverlegt. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr in der Jungen Garde statt.

Konstantin Wecker ist seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr von den Bühnen wegzudenken. Erstmals trat er 1968 als Liedermacher auf, der Durchbruch sollte ihm dann 1977 mit der Ballade „Willy“ und dem Album „Genug ist nicht genug“ gelingen. Sein breites künstlerisches Schaffen, aber auch persönliche Krisen und Höhenflüge zeigen sich eindrucksvoll in insgesamt rund 40 LP- und CD-Produktionen, darunter „Liebesflug“ (1981), „Ganz schön Wecker“ (1988), „Vaterland“ (2001), „Am Flussufer“ (2005) und „Ohne Warum“ (2015).

Mit der für ihn typischen Verbindung aus Poesie und Musik möchte Konstantin Wecker denen Mut machen, die die Welt verändern wollen. Sein Solo-Programm ist geprägt von Wut und Zärtlichkeit, Mystik und Widerstand und sucht immer wieder nach dem Wunderbaren. Als Pazifist kämpft er dabei schon lange mit viel Kraft und Gefühl für eine Welt ohne Waffen und Grenzen. Neben Stücken wie „Der alte Kaiser“ und „Genug ist nicht genug“, die längst einen Stammplatz in der deutschen Liedermacherszene haben, präsentiert Konstantin Wecker allein am Flügel auch neue Songs wie „Der Krieg“, „An meine Kinder“ und „Heiliger Tanz“, die auf seiner CD „Ohne Warum“ zu hören sind.

Zu dem ungewöhnlichen Schritt der Vorverlegung entschlossen sich die Jazztage Dresden, um den Fans von Konstantin Wecker ein gesichertes Konzert mit über 1.000 Zuschauern in der Jungen Garde zu ermöglichen. Dies dient auch dem sicheren Fortbestand der Jazztage. Alle Karteninhaber wurden bereits persönlich via E-Mail über die Corona-bedingte Verlegung informiert. Die für den 14. November erworbenen Tickets können noch bis zum 18. September um 12 Uhr für das vorverlegte Konzert per Mail an ticket@jazztage-dresden.de  getauscht werden, solange der Vorrat reicht. Der Einlass nur mit einem Ticket vom 14. November ist nicht möglich. Da eine Nachverfolgungspflicht besteht, müssen Ticketinhaber, die ihre Karten anonym bei Vorverkaufsstellen erworben haben, sich an der Abendkasse unter Vorlage eines Ausweisdokuments namentlich registrieren. An der Abendkasse werden eventuelle Restkarten erhältlich sein. Es gibt freie Sitzplatzwahl mit einem neuen Einheitspreis von 59 Euro und ermäßigt 49 Euro. Für bereits gekaufte Karten in der für November teureren 1. und 2. Kategorie ist ein reservierter Bereich im vorderen Publikumssegment vorgesehen.

Text + Foto (1): meeco Communication Services

Weitere Informationen: www.jazztage-dresden.de 

Ausstellung „Eins Zwei Dreier“ in der Galerie Kunst & Eros

»EINS – ZWEI – DREIer«

Petra Lorenz, Volker Lenkeit & Frank Voigt

Zeichnung · Collage · Objekt

18. September bis 14. November 2020

Vernissage am Freitag, 18. September 2020 · Beginn 19.00 Uhr

Begrüßung: Janett Noack
Einführung: Solvig Frey
Musik: Mario Faust – Trompete/ Surbahar (Sitar) & Christian Retzke – Electronics

Zur Vernissage der Ausstellung »EINS – ZWEI – DREIer« am 18. September 2020 um 19 Uhr lädt die Galeristin Janett Noack alle Interessierte herzlich ein.

Die Künstlergruppe ist anwesend.

Petra Lorenz, Volker Lenkeit & Frank Voigt nehmen erstmalig in einer gemeinsamen Ausstellung die Spur des Eros auf. Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt an erotischen Zeichnungen von Volker Lenkeit, welche durch ihre Transparenz und Überlagerungen verschiedener Materialien eine geheimnisvolle Tiefe erzielen. Petra Lorenz & Frank Voigt bringen einfachste Techniken wie Collage und Schnitte, Kopierverfahren und Montagen zum Einsatz, alle verfügbaren Materialien und vorhandene Bildwerke wie Zeitungsausschnitte, Stempel oder Postkarten werden kombiniert.

Künstler und Galeristin freuen sich auf dieses Wiedersehen, auf die Neugier der Besucher und auf die anschließende Geselligkeit in der Galerie.

Text + Foto:  Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr, Tel.: 0351 – 802 47 85 

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de