Premiere von „Coltfingers letzter Schuss – Ein Shakespeare aus dem Wilden Westen“

Alle sind besessen von der Suche nach dem großen Glück und Geld. Da wechseln Liebe und Lüge, Freund und Feind von einem Moment zum nächsten im Stück „Coltfingers letzter Schuss – Ein Shakespeare aus dem Wilden Westen“ (Buch und Regie: Peter Förster). Die nunmehr 13. Inszenierung des Sommertheaters Dresden erzählt unterhaltsam, spannend und mit viel schwarzhumorigem, aktuellem Zündstoff über eine Gruppe von Auswanderern im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Premiere war am Freitag abend im überdachten Innenhof im Bärenzwinger.

Als Spielkulisse dienen Stellwände mit Saloon und Schwingtür, Planwagen und ein Indianermarterpfahl. Da nehmen die fünf jungen Schauspieler im wildem Rollen- und Kostümwechsel amüsant, zungenbrecherisch reimend und mit viel Situationskomik die klischeehafte Wildwest-Romantik der Karl-May-Filme ebenso wie westliche Werte und Willkommenskultur in Historie und Gegenwart näher unter die Lupe. Als heuchlerisch gut meinender, finsterer Typ im Anzug und Hut tritt der Geschäftsmann Coltfinger auf (Dominik Breuer), der trickreich versucht den Indianern ihr Land wegzunehmen. Ebenso naiv wie lässig begegnet ihm als stolzer Wild- wie Schürzenjäger der Häuptling „Ins Herz treffender Pfeil“ (Dennis Dagli). In die Quere kommt ihnen der schießwütige Cowboy und Depp Slaughterman (Simon Fleischacker). Außerdem bieten die zwei so reizenden wie cleveren Salongirls (Antonia Michalsky und Carolin Jakoby) mit scharf-witziger Wortmunition den Männern Paroli. Herzlicher Beifall vom Publikum.

Gespielt wird bis 18.8. und dann wieder vom 23.8. bis 4.9., täglich außer montags.

Text + Foto (lv)

http://www.Sommertheater-Dresden.de

 

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