Titelgesicht der diesjährigen Jazztage Dresden und immer offen für Neues: Nina Hagen

Saxophon-Verliebt: Tina Tandler


Songs & Geschichten aus dem Leben einer Diva singt und erzählt Ute Lemper in ihrer Hommage an Marlene Dietrich.

Mit Leidenschaft für neue Klangwelten

Glanzlichter bei den diesjährigen Jazztagen Dresden – vom 23. Oktober bis 24. November  –  setzen mehrere Konzerte mit charismatischen Sängerinnen und Musikerinnen. Darunter Nina Hagen, Tina Tandler und Ute Lemper.

Musikalisch keine Berührungsängste kennen die Jazztage Dresden. Die Besucher werden nicht nur in außergewöhnliche klangliche Sphären entführt nun schon zum 19. Mal. Unter dem Motto „Out of space“ ist es auch ein Aufbruch zu neuen Ufern. Denn nach fünf Jahren und fast einhundert Konzerten im Erlwein-Capitol ist das Jazz-Festival jetzt ein paar Meter weiter im Ostra-Dome gelandet. Einem futuristischen, zwölfflügeligen Zelt als neuer Hauptspielstätte mit ca. 1 000 Sitzplätzen und 1 200 Stehplätzen. Dort befinden sich auch die Ostra-Studios mit Platz für 100 bis 500 Gäste in kleinem, feinem Rahmen.

Das vielfältigste Jazzfestival Deutschlands lockt mit mehr als 80 Konzerten, knapp 40 000 Besuchern jährlich und 500 Künstlern aus 30 Ländern in 23 Spielstätten der Stadt. Glanzlichter bei den Jazztagen Dresden setzen erneut die Women in Jazz. Es locken mehrere Konzerte mit charismatischen Sängerinnen und Musikerinnen.

Eine von ihnen ist Tina Tandler, die im Sommer bereits als Saxophonistin in der Band von Roland Kaiser das Dresdner Publikum verzückte. Mit schwebend leichten Sounds und ihren Saxophon-Songs, von kraftvoll, zärtlich, ausgelassen und zuweilen melancholisch schön. Als musikalische Grenzgängerin zeigt sich Tina Tandler, die in Gera aufwuchs und heute in Berlin lebt, mit zwei eigenen Jazztage-Konzerten. Am 9. November, 16 Uhr gibt sie ein Zusatzkonzert im Ostra-Dome, da das Konzert um 20 Uhr bereits ausverkauft ist.

Dabei präsentiert sie ihr aktuelles Album „Saxophon verliebt“. Die Stücke, die
Tina Tandler zusammen mit dem Pianisten Christoph Reuter schreibt, bewegen sich im Grenzbereich zwischen Jazz, Pop und Weltmusik. Ein weiteres Highlight steht mit dem Konzert von Nina Hagen bevor, dem Titelgesicht der diesjährigen Jazztage. Schrill, extravagant und intergalaktisch im Outfit und Auftreten passt sie haargenau zum Motto „Out of Space“ und ist immer für eine Überraschung gut. Ihre ausgefallene Stimme ist bekannt, dass Nina Hagen neben Punk noch eine weitere Leidenschaft hat, wissen vielleicht nur wenige: Swing, Blues und Jazz. Auf die Interpretation ihrer Lieder zur Gitarre „Von Brecht bis Blues“ darf man also gespannt sein am 25. Oktober, 20 Uhr im Ostra-Dome (das Konzert mit Nina Hagen ist bereits ausverkauft). Die großartige Schauspielerin und Sängerin Ute Lemper ist nach ihrem restlos ausverkauften Gastspiel im Schauspielhaus letztes Jahr nochmals mit ihrem Marlene-Dietrich-Programm, einer Zeitreise durch ihre Lieder und ihr bewegtes Leben, am 8. November, 20 Uhr im Ostra-Dome zu erleben.

Text (lv)

Fotos: Veranstalter/Jazztage Dresden

http://www.jazztage-dresden.de

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