Drei Stücke über die Macht der Liebe und Mitgefühl

„Blauer als sonst“, ein Stück von Eva Rottmann für Kinder ab zwölf Jahren hat am 17.1., 18 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul Premiere. „Minna von Barnhelm“, eine Komödie von Gotthold Ephraim Lessing kommt am 18.1., 19 Uhr auf die große Bühne. „Diplomatie“, ein Stück von Cyril Gely, aus dem Französischen von Horst Leonhard hat am 26.1., 19 Uhr auf der Studiobühne Premiere.

Zum Stück „Blauer als sonst“

Das erste Kribbeln. Die erste Berührung. Der erste Kuss. Und was kommt dann? Vier Menschen erzählen von dem Moment, als sie den Himmel blauer sahen: sie berichten von großen Gefühlen, aber auch von Verunsicherungen. Finn. Das erste Mal gehen Finn (Felix Lydike) und Jule ( Theresa Winkler) Eis essen, ein Kuss und wie weiter? Können die beiden den Fragen der Mitschüler standhalten, ohne sich und ihre Beziehung unter Druck zu setzen? Finns Vater (Alexander Wulke)  ist aufgeregt, als er mitbekommt, dass Finn eine Freundin hat. Er fragt sich, wie er seinen Sohn begleiten und schützen kann. Frau Seidel  (Julia Vincze) erzählt von ihrem ersten Schwarm, wie sie sich in Frank verliebt hat, er aber nichts von ihr wissen wollte. Oder vielleicht doch? An einem Tag ist Jettes Himmel blauer als sonst, denn Frank hat sie endlich nach einem Treffen gefragt…

Mit dem Verlieben kommen tausend Fragen: Bin ich schön? Wann küssen wir uns? Will sie mich? Habt ihr schon? Soll ich oder macht er? Eva Rottmanns Theaterstück ermöglicht eine facettenreiche Sicht auf die Schönste Sache der Welt, die so kompliziert sein kann. Sie erzählt von dem Druck, den Jugendliche erleben, wenn es um Sex und Liebe geht aber auch über das Kribbeln im Bauch.

Blauer als sonst ist ein Stück über die Liebe. Ein Theaterstück für alle, die schon verliebt waren und sind oder die sich den Fragen der Liebe stellen.

INSZENIERUNG: ESTHER UNDISZ;  AUSSTATTUNG: IRINA STEINER

Besetzung:
Finn- Felix Lydike; Jule- Theresa Winckler a.G.; Vater- Alexander Wulke; Frau Seidel- Julia Vicze

Zum Stück „Minna von Barnhelm“

Major von Tellheim, nach dem Siebenjährigen Krieg unehrenhaft aus der Preußischen Armee entlassen, befindet sich in Geldnot, weil er im besetzten Sachsen anstatt hohe Kriegsabgaben zu fordern, sie aus Mitleid mit der Bevölkerung zum Teil aus eigenem Vermögen vorgestreckt hatte. Dafür erhielt er Wechsel, die im Berlin Friedrichs II. konfisziert wurden. Tellheim wirft man Bestechlichkeit vor. In seiner Ehre durch die ungerechtfertigten Vorwürfe verletzt und finanziell ruiniert – sieht er sich nicht mehr in der Lage, seine Verlobte Minna von Barnhelm zu heiraten. Doch seine Braut lässt nichts unversucht, um ihn zurück zu gewinnen. „Minna von Barnhelm“ (1767), eine der bedeutendsten Komödien der Theatergeschichte, ist noch heute eines der meistgespielten Stücke in Deutschland.

Inszenierung: Steffen Pietsch
Ausstattung : Katharina Lorenz

Besetzung:
Major Von Tellheim – Grian Duesberg
Minna Von Barnhelm – Sandra Maria Huimann
Franciska, Ihr Mädchen- Tammy Girke
Just – Moritz Gabriel
Paul Werner – Johannes Krobach
Der Wirt – Michael Berndt-Cananà
Eine Dame In Trauer – Anke Teickner

Zum Stück „Diplomatie“

«Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen» lautet Hitlers Befehl im August 1944 an den deutschen Stadtkommandanten von Paris, General Dietrich von Choltitz. Alles ist für die Zerstörung der französischen Hauptstadt vorbereitet, als der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling durch eine Geheimtür in von Choltitz‘ Suite im Hotel Meurice eindringt. Es entspinnt sich ein faszinierendes und atemberaubendes Duell zwischen dem schwedischen Diplomaten und dem deutschen Militär. Das Schicksal von Millionen Menschen und eine der schönsten Städte der Welt stehen auf dem Spiel. Mit allen Mitteln der Diplomatie versucht Nordling, den General vom Plan der sinnlosen und katastrophalen Vernichtung abzubringen.

Aus der historischen Tatsache, dass von Choltitz einen direkten Befehl Hitlers missachtete, entwickelt der Dramatiker und Romanautor Cyril Gély einen fiktiven Dialog über die Widersprüche zwischen den gnadenlosen Gesetzen des Krieges und persönlichem Gewissen und zeigt, wie entscheidend die gesellschaftliche Verantwortung jedes einzelnen für den Verlauf von Geschichte ist.

Inszenierung: Tine Josch;
Ausstattung: Irina Steiner
Dramaturgie:  Johanna Jäger

Darsteller:  Dietrich Von Choltitz – Holger Uwe Thews;  Raoul Nordling – Michael Heuser; Helmut Mayer – Tom Hantschel; Hans Brensdorf – Max Westphal

Text: Petra Grubitzsch/LB

Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de 

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