• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Allgemein

Internationale Kunstausstellung Ostrale und Biennale eröffnen erstmals in historischer Tabakfabrik

01 Montag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Anastasia Obaregbe, „Amused“


Anya Janssen, „People say, i`m different“

Dresden international: OSTRALE Biennale 2019 beginnt

Eine der größten temporären Ausstellungen internationaler zeitgenössischer Künste in Deutschland wird am Abend des 3. Juli in der Kulturstadt Dresden eröffnet. Sie will Dresdner und Gäste der Kulturstadt mit Werken und Künstlern aus aller Welt zusammenbringen.

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE findet vom 4. Juli bis zum 1. September statt. Unter dem kuratorischen Leitgedanken „ismus“ zeigt sie auf insgesamt über 6.000 Quadratmetern Netto-Ausstellungsfläche über 300 Kunstwerke von ca. 180 zeitgenössischen Künstlern aus 34 Nationen. Präsentiert werden Werke aller künstlerischen Genres. Erstmals und nur in diesem Jahr nutzt die „O19“ dafür einen leer stehenden Teil der historischen Tabakfabrik f6 in Dresden-Striesen. Zum ersten Mal zeigt die OSTRALE Biennale zusätzlich auch an dezentralen Ausstellungsorten in mehreren Institutionen im Stadtgebiet künstlerische Werke.

Wie schon in der Vergangenheit mit den historischen Futterställen im Dresdner Ostragehege erschließt die OSTRALE Biennale mit der historischen Tabakfabrik ein geschichtsreiches Gebäude für kunstinteressierte Besucher. Die OSTRALE Biennale bietet ihren Besuchern erneut spannende Dialoge zwischen den Kunstwerken untereinander und den jeweiligen Gebäuden mit ihrer Geschichte respektive Funktion. Der Großteil der Werke (ca. 250) wird ab 4. Juli auf drei Etagen und im Außenbereich der historischen Tabakfabrik f6 gezeigt, deren Verwaltungs-, Produktions- und Lagerräume einen reizvollen Rahmen bieten.

An den dezentralen Ausstellungsorten präsentiert die OSTRALE bereits seit kurzem Kunstwerke, deren Auswahl auch auf die jeweilige Funktion und Geschichte der Häuser Bezug nimmt. So bieten sich auch in der Gedenkstätte mit ehemaliger Stasi-Untersuchungshaftanstalt in der Bautzner Straße (11.6.-8.9.), Goethe-Institut Dresden (12.6.-1.9.), Ausländerrat Dresden e.V. (13.6.-1.9.), Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz (28.6.-18.8.), sowie im SAP‘art Dresden (26.4.-1.9.) spannende Kunsterlebnisse.

In mehreren Symposien und mit einem mehrwöchigen „Artists in Residence“, aber auch im Ausstellungsalltag, finden vielfältige internationale Begegnungen statt. Indem die OSTRALE Biennale Künstler aus aller Welt nach Dresden bringt, vernetzt sie auch die Kulturstadt Dresden als Bewerberin um den Status der Europäischen Kulturhauptstadt, weiter mit der internationalen Kulturszene. Das Team der OSTRALE um Direktorin Andrea Hilger hatte bereits die Präsentationen zeitgenössischer Künste in den jeweiligen Europäischen Kulturhauptstadtjahren von Pécs, Breslau und Valletta kuratiert und mitgestaltet. „Wir sind uns sicher, dass wir erneut einen Beitrag zur Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt leisten können.“, so Andrea Hilger.

Kuratorisches Leitbild der Ausstellung: Ismus

Die OSTRALE Biennale O19 wurde unter dem Leitgedanken „-ismus“ kuratiert. Die kuratierten Arbeiten gliedern sich in acht „-ismen“: Ideologismus, Terrorismus, Territorialismus, Naturalismus, „WomanIsm“, Animismus, Konsumismus und Dystopismus. Die Ausstellungsmacher erläutern: „‘ismen‘ werden meist als Abgrenzung zu anderen Weltbildern genutzt. Das Subjekt und seine kollektive Wahrnehmung sind untrennbar mit laufenden, subjektiven Diskursen verbunden. Die neuen Medien ermöglichen es dabei zunehmend, Grenzen auszutesten, teilweise über geltende Normen hinaus. Während im Zuge des digitalen Wandels die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend verwischen, werden althergebrachte ‚ismen‘ wieder herangezogen, um Werte und Weltsichten zu behaupten.“

Fünf Rundgänge durch die historische Tabakfabrik erschließen die Kunstwerke, die in ihrer Wechselwirkung mit anderen Werken und den Räumlichkeiten dramaturgisch platziert sind.

Schwerpunkt WomanIsm

Das deutsch-afrikanische Projekt WomanIsm umfasst im Rahmen der OSTRALE Biennale Ausstellungen, Workshops, Künstlerresidenzen und künstlerische Kooperationen. Das Projekt wurde gemeinsam kuratiert und organisiert von Syowia Kyambi (Nairobi, Kenia), Teesa Bahana (32°EAST / Ugandan Arts Trust in Kampala, Uganda) und Antka Hofmann (OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden). „Mit WomanIsm ist im Grunde ‚Selbstbewusstsein durch Arbeit‘ gemeint, das bezieht sich vor allem auf die afrikanische Sicht, die ganz anders ist als unsere deutsche. Es geht uns darum, im Kontext der künstlerischen Arbeiten kulturpolitische Fragestellungen zur Rolle der Frau zu erörtern, Stimmlosen eine Stimme zu geben und Unterschiede der Gleichberechtigung zu reparieren. Durch die unterschiedlichen Perspektiven in Deutschland und Afrika entstehen dabei während des Artists in Residence ganz neue Erkenntnisse für beide Seiten.“, so Andrea Hilger.

Kuratorin Antka Hofmann: „2020 werden wir mit diesem Projekt in Uganda und in Kenia sein und auch dort mit spannenden Partnern, wie dem Goethe-Zentrum in Kampala und der Circle Art Gallery in Nairobi zusammenarbeiten.“. WomanIsm wird gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes und das „ifa“ Institut für Auslandsbeziehungen.

Kuratoren

Syowia Kyambi (Kenia), Drorit Gur Arie (Israel), Toni Sant (Malta/England), Yik Chow (Hongkong), Antka Hofmann (Deutschland)

Ausgewählte Künstler und Werke

Der Konzeptkünstler Peter Kees (D) wird mit einer Performance aktiv an der Eröffnung der OSTRALE Biennale am 3. Juli um 18.00 Uhr mitwirken.

 „Lands und Foreign Bodies“ des israelisch-italienischen Künstlers Yuval Avital (IT/IS) schafft eine Reise zwischen zwei immersiven Installationen. Diese vereinen Sound, Multiprojektionen, Visuals und Material, angereichert mit neuen Elementen, die während eines Artist-in-Residence-Aufenthalts in Sachsen für die OSTRALE produziert wurden. Mit den Installationen erforscht Avital das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, Nationalismus und Exil. Zur Ausstellungseröffnung richtet er die groß angelegte Performance „Grades of Foreignness“ mit zahlreichen Tänzern und Sängern unterschiedlicher Herkunft und den anwesenden Künstlern aus.

Die Arbeit „Me and My Favourite Insect – Displacement series“ von Patrick Fenech (MT) zeigt Porträts afrikanischer Flüchtlinge in Malta, die Bilder von vom Aussterben bedrohten Insekten halten. Fenech befasst sich mit der Entwurzelung von Menschen aus ihrem Herkunftsland, die sich selbst in eine bedrohliche Lage begeben, und zeigt gleichzeitig dramatisch die Bedrohung der Natur auf. Die Arbeit ist im Goethe-Institut Dresden zu sehen.

Die Alltagsgegenstände, die Usha Seejarim (ZA) in ihren Arbeiten benutzt, werden normalerweise von Frauen in ihrer täglichen Arbeit verwendet. Viele Frauen in afrikanischen Ländern arbeiten als Hausangestellte, um ihre Familien zu versorgen. Seejarim verwendet die Schönheit der Banalität, um sich zu Gender, Frauen in ihrer Gesellschaft und Frauenarbeit zu äußern, wodurch ihre Kunst „Bewahrerin“ der jüngsten Veränderungen in der Rolle der Frauen wird, Tendenzen aufzeigt und in Frage stellt. Ihre Arbeiten sind im Ausländerrat Dresden und im Goethe-Institut Dresden zu sehen.

Sonia E Barrett (JM/DE/GB) schafft mit künstlerischen Objekten aus Alltagsgegenständen poetische Gegenüberstellungen, „Yolk to Harness“ (f6), „Chair No. 33“ (Ausländerrat Dresden).

Drei meist großformatige Gemälde von Anastasia Obaregbe (D) zeigen Kontraste – die Spannung zwischen richtig und falsch, Gut und Böse, Verlangen und Abscheu. Ebenso präsentiert die OSTRALE Biennale zahlreiche Installationen, wie die „Finder“ von Rolf Blume (DE) und von Vince Briffa (MT) der derzeit mit einer anderen Arbeit auf der Biennale in Venedig vertreten ist, die Arbeit „Fomm ir-Riħ“. Zu nennen sind hier auch das „Plaidoyer pour les animaux“ von Laure Boulay (FR/CH) und Arbeiten von Christian Holtmann (DE), Roman Zaslonov (BY/FR) (2017 Biennale Venedig) sowie Guy Goldstein (IL), dessen Werk zeitgleich in Venedig ausgestellt wird.

Lange war offen geblieben, ob die Mitglieder der Künstlergruppe „Borjass“ (Iran) an der OSTRALE Biennale O19 teilnehmen können. In einer Gruppenausstellung werden ausgewählte Werke (Malerei, Zeichnungen, Mixed-Media, Fotografien und Videoinstallationen) der iranischen Künstler*innen und eine Video-Arbeit von Bettina Renner (D), die in Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe entstand, gezeigt.

Als Kunstwerk im öffentlichen Raum, (Taschenberg/Schlosstraße am 4. Juli), wird die Performance „The Honey Project“ unter der kuratorischen Leitung von Drorit Gur Arie (Direktorin und Chefkuratorin des Petach-Tikva Kunstmuseums in Israel), von dem israelischen Künstler Shahar Marcus (Israel) und der in Deutschland lebenden türkischen Künstlerin Nezaket Ekici gestaltet. Die Performance widmet sich der Thematik bestehender sprachlicher, kultureller und religiöser Unterschiede. Die teilnehmenden Künstler zeigen eine Utopie, in der es keine Unterschiede mehr zwischen den Kulturen und Sprachen und Religionen und somit Frieden gibt. Die Premiere der Performance fand während des Baustellenfestes (Berlin) am 25. August 2018 im Haus am Waldsee, mit der Regisseurin und Kuratorin Katja Blomberg, statt.

Eingeladen von der Kuratorin Yik Chow (Hongkong), präsentieren auch sechs Künstler aus Hongkong, Japan und dem Libanon ihre Arbeiten. Der Japaner Masanori Matsuda ist für längere Zeit als Artist in Residence selbst in Dresden, um seine ortsspezifischen Installationen zu realisieren. Darüber hinaus nimmt die südkoreanische Tanzgruppe Cie Yu Dans (unter der künstlerischen Leitung von YeonA Yu am Artist-in-Residence-Programm teil und arbeitet zusammen mit deutschen Tänzern an einer Tanzperformance (10. August).

 Kulturpädagogische Nutzung

Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Schulklassen aus Sachsen und den angrenzenden Bundesländern den Besuch der OSTRALE Biennale für ihren Kunstunterricht nutzen (OSTRALE 2017: ca. 400 Klassen!).

Schirmherrin ist die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen, Dr. Eva-Maria Stange. Aus ihrem Grußwort: „In unseren Tagen ist jeder Anstoß zur offenen, wertschätzenden Kommunikation wichtig, die nicht einebnet, verletzt oder ausgrenzt. Gerade weil vielerorts die Gefahr von Abschottung, von gefährlicher Vereinfachung und von Aggression gegen das „Andere“ zunimmt – sei es auf höchster politischer Ebene, sei es in unmittelbarer Nachbarschaft. In diesem Sinne sind die Orte der OSTRALE Versprechen realer Utopien, an deren Verwirklichung wir alle beteiligt sein können.“

Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Landeshauptstadt Dresden: „Es verdient große Würdigung, dass es den OSTRALE-Machern auch 2019 wieder gelungen ist, mit einem neuen dezentralen Konzept ein spannendes künstlerisches Programm zu entwickeln. Aufgrund der baulichen Situation war es eine Herausforderung, eine Lösung zu finden, von der in diesem Jahr insbesondere der Dresdner Osten profitiert. Deshalb freue ich mich, dass es im Dialog zwischen OSTRALE, Kulturverwaltung und Stadtrat gelungen ist, diese Lösung zu erarbeiten und zusätzliche 150.000 Euro zur Verfügung zu stellen.“

Mit Fördermitteln der EU, des Instituts für Auslandsbeziehungen, der Kulturstiftung des Bundes, des Freistaates Sachsen, des Deutschen Kinderhilfswerks und der Aktion Mensch, der Landeshauptstadt Dresden und der Stiftung Kunst und Musik für Dresden sowie mit Beiträgen privater Sponsoren ist die OSTRALE Biennale für dieses Jahr erstmals finanziell weitestgehend abgesichert. Das diesjährige Budget beträgt ca. 600.000 Euro.

Durch das großzügige Entgegenkommen des Bauträgers USD Immobilien GmbH, die mit der temporären Überlassung der leer stehenden Historischen Tabakfabrik f6 im Dresdner Stadtteil Striesen den Hauptort zur Verfügung gestellt hat, ist die 12. OSTRALE für dieses Jahr räumlich abgesichert. „Wir sind USD Immobilien äußerst dankbar für das – auch in der technischen Zusammenarbeit – großzügige Entgegenkommen und die tatkräftige Hilfe.“, so Andrea Hilger.

Audioguidesystem für Besucher mit Seh- und Hörbeeinträchtigung

Mit Unterstützung der Aktion Mensch steht an den Ausstellungsorten der diesjährigen OSTRALE Biennale erneut ein eigens geschaffenes Wegeleit- und Audioguidesystem für Besucher mit Seh- und Hörbeeinträchtigung zur Verfügung. Durch die Kombination der App „AllSense“ mit „Bluetooth-Beacons“ werden an allen Standorten der O19 einzelne Kunstwerke via Smartphone erklärt. In der Historischen Tabakfabrik f6 ermöglichen erstmals außerdem „visorBoxen“ dem Besucher zusätzlich die Navigation innerhalb des Gebäudes. Das System funktioniert mit Android- und iOS Geräten.

Suche nach künftigem Ausstellungsort in Dresden läuft

„Ab sofort sind wir auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und Mitteln für die Folgejahre. Wir hoffen, unsere Infrastruktur aus Containerbüros, Werkstätten und Lager zumindest bis Ende 2021 in den Futterställen behalten zu können. Es wäre natürlich auch schön, wenn wir die OSTRALE Biennale selbst möglicherweise eines Tages wieder im Ostragehege – oder aber an einem anderen, geeigneten Ort in Dresden durchführen können.“, so Andrea Hilger.

Die OSTRALE Biennale ist international hervorragend vernetzt und mit insgesamt über 300 Kunstwerke von ca. 180 Künstlern aus über 34 Nationen die drittgrößte temporäre Ausstellung für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden/Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität spiegeln sich in den Ausstellungen wider. Das Team der OSTRALE Biennale hat bereits mehrfach große Teile des Programms zeitgenössischer Künste in Europäischen Kulturhauptstadtjahren gestaltet, so 2010 Pécs, 2016 in Breslau und 2018 in Valletta/Malta.

Hauptort der OSTRALE Biennale: Historische Tabakfabrik f6 Striesen, Dresden

Eingang Schandauer Straße 68, DVB-H: Gottleubaer Straße, Straßenbahnen 4, 10

Geöffnet 4. Juli bis 1. Sept. 2019: Mi bis Fr 10 bis 19 Uhr, Sa/So 11 bis 20 Uhr

Dezentrale Ausstellungen:

Gedenkstätte Bautzner Straße (11.6.-8.9.), tägl. von 10-18 Uhr, Fr. bis 20 Uhr, Goethe-Institut Dresden (12.6.-1.9.), Mo-Fr 8-16 Uhr, Ausländerrat Dresden e.V. (13.6.-1.9.), Mi-So. 10-18 Uhr, Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz (28.6.-18.8.), Mo, Mi, Do 10-16 Uhr / Di 10-18 Uhr / So 14-18 Uhr, SAP‘art Dresden (26.4.-1.9.)

Text + Fotos: Tobias Blaurock/blaurock markenkommunikation

KONTAKT:

Postanschrift / OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst, Messering 20, 01067 Dresden, www.ostrale.de, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Premiere „Hüttenkäse – Drei Experten auf dem Jakobsweg“ in der Herkuleskeule

30 Sonntag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Der äußere Schein trügt. Wer bist du wirklich?! Fragen sich die drei Aussteiger, gespielt von Nancy Spiller, Hannes Sell und Jürgen Stegmann, gegenseitig auf ihrer humorvollen Pilgerreise im neuen Programm der Herkuleskeule.

Humorvolle Standpauke gegen Ellenbogen und müffelnde Socken

Unfreiwillig vom Regen aufgehalten, kommen drei Pilgerer einander samt ihren Nöten und Lebensträumen ein Stück näher im neuen Programm „Hüttenkäse“ im Kabarett-Theater Herkuleskeule. Die Premiere war am Freitagabend.

Kaum sind sie los gepilgert, sitzen die drei Aussteiger schon wieder fest. Bei strömendem Regen in einer Hütte. Irgendwo unterwegs, ohne Handynetz und
Internet. Allein mit sich und den anderen. Da kommt man sich unfreiwillig näher, schüttet sein Herz aus und streitet über kleine und große Miseren in der Welt im Programm “Hüttenkäse – Drei Experten auf dem Jakobsweg“. Die Premiere war am Freitagabend im Kabarett-Theater Herkuleskeule im Keller des Kulturpalastes.

Musikalisch und mental geht`s bei der Sinnsuche um mehr als das persönliche Glück rasant bergauf und ab in diesem neuen Programm. Auf die Bühne kamen neue und ältere Texte, von unterhaltsamen Gags bis zu bissiger Sozialsatire, gewürzt mit feurigen und schmissigen Liedern und Tanzeinlagen von Rap bis Tango des Autorenduos Michael Frowin und  Philipp Schaller u.a. Autoren unter Regie von Mario Grünewald, klangreich begleitet von Jens Wagner und Volker Fiebig an Piano und Schlagwerk. Darauf stimmt ein Medley aus romantischen Volksliedern, Schlagern und Kampfliedern ein von „Vorwärts und nicht vergessen…“ bis „Bella ciao“ und „Dieser Weg wird kein leichter sein…“ Gründe zu fliehen gibt es viele, vor dem steigenden Mietenwahnsinn, sozialer Ungerechtigkeit bis zu islamophoben und radikalen Mitbürgern. In der Hütte, mit nur einem Doppelstockbett für drei Pilgerer, prallen ihre sehr verschiedenen Lebensvorstellungen aufeinander vor karg gezeichneter Kulisse
(Bühnengrafik und Animation: Omani Frei).

Kein Entrinnen gibt es vor den so neugierigen wie bohrenden Fragen von Lars (Hannes Sell), einem jungen Pfarrer und ehrenamtlichen Bürgermeister, der aus dem überalterten und zuletzt auch noch von den Flüchtlingen verlassenen Dorf Bohnsdorf-Kaulquapp floh und Bedenkzeit braucht. Mit seinem „Gemeinschaftsgefühl“ nervt er Marion (lässig-resolut: Nancy Spiller), eine Lehrerin, die sich selbst und dazu den „richtigen“ Mann finden will. Außerdem will sie „Schwitzen für Aleppo“. „Das ist Pilgern, Sport und Charity in einem“, erklärt Marion beim Dauerlauf. Zu ihnen stößt Dirk (trocken humorvoll: Jürgen Stegmann), Spulenwickler und von seiner Krankenkasse auf den Jakobsweg gezwungen, um sein „Bewegungskonto auszugleichen“. Er trägt sein Herz auf der Zunge, dass einem manchmal das Lachen vergeht. Wenn er egal was damit passiert, seine Spulen wickelt. Wenn sie in Kampfdrohnen eingebaut werden, könne er das nicht beeinflussen.

Wenn`s ums eigene Leben geht, googeln wir doch heute alles, sind denkfaul und leicht manipulierbar, kontert Dirk rebellisch. Der Regenbogen nach der Pause leuchtet nur kurz auf, mit ihm der totale Frieden und all der Plastikmüll wird auf eine einsame Insel verfrachtet in einer Liedparodie zu Salsaklängen. Voll komischer Wucht ist Marions Standpauke, begonnen bei rücksichtslos abgelegten, müffelnden Socken und gipfelnd im Rundumschlag gegen unhöfliche, elllenbogenbenutzende und kaltschnäuzige Männer. Ein Wunder, dass alle drei zum Schluss dennoch gemeinsam weiter wandern. Weil sie erkannt haben: „Den Weltenwahn in seinem Lauf hält nur Bewusstsein auf!“ Herzlicher Beifall für einen humorvoll-streitbaren Kabarettabend.

Text (lv)

http://www.herkuleskeule.de

 

 

 

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Zwischen Zeigen & Verbergen. Malerei von Thomas Geyer und Objekte von Sandro Porcu in der Galerie Flox

29 Samstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Poesie, Ironie und Geheimnis. Die Malerei und Objekte von Thomas Geyer und Sandro Porcu laden zum Innehalten, Rätseln, Staunen und Schmunzeln ein. Der Flox-Galerist vor dem Federbett. Fotos (lv)

Spiel mit dem Unerwarteten

Mal springt der Mensch ins Blumenbeet, mal ins Verderben, mal zeigt er sich mit, mal ohne Maskerade. Skurril-hintergründige Objekte von Sandro Porcu und geheimnisvoll schwebende Malerei von Thomas Geyer zeigt zurzeit die Ausstellung „under construction“ in der Galerie Flox für zeitgenössische Kunst am Obergraben 10 in Dresden.

Die Bilder des in Leipzig lebenden Künstlers Thomas Geyer spielen mit Schein und Sein und mit dem Symbolgehalt von Farben und Formen. Landschaft, Menschen, einsame Plätze im Wald erscheinen rätselhaft verfremdet bis mystisch magisch.
Vieldeutig sind auch die Objekte von Sandro Porcu. Er spielt mit Gesten, Situationen, übertreibt und spitzt die Aussage zu bis ins Komisch Absurde.

Da steht ein Bett voller weicher Federn, das an eine Krankenliege erinnert, im Ausstellungsraum. Man kann sich von ihnen berühren und die Seele streicheln lassen.

Was genau passiert, darf sich jeder ausmalen bzw. weiterdenken in den reizvoll-spannend in der Schwebe von Leicht- und Tiefsinn gehaltenen Arbeiten der beiden Künstler.

Die Ausstellung ist bis 29. Juni, 18 Uhr geöffnet.

Man darf auf weiteres in dieser Galerie gespannt sein, die seit nunmehr anderthalb Jahren das Kunstleben in Dresden bereichert.

Text (lv)

http://www.galerie-flox.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Antrittlesung mit dem neuen Dresdner Stadtschreiber Bernd Wagner

27 Donnerstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Anschauliche Zeitbilder

Der aus Wurzen stammende Schriftsteller Bernd Wagner wird Dresdner Stadtschreiber 2019. Für ein halbes Jahr erhält er ein Stipendium und eine mietfreie Wohnung in Dresden. Das Stipendium wird von der Landeshauptstadt Dresden in Kooperation mit der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden vergeben.

Zur Antrittlesung am Donnerstag, 27. Juni, 19.30 Uhr
in den Städtische Bibliotheken Dresden – Zentralbibliothek,
Schloßstraße 2 in Dresden, sind Literaturfreunde herzlich eingeladen.

Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus, beglückwünscht die Wahl der Jury: „Aus qualitativ hochwertigen Bewerbungen stach der Text von Bernd Wagner hervor. Mit ihm wird Dresden einen Autor gewinnen, der auf literarisch anspruchsvolle und gleichsam humorvolle Weise unseren Blick auf den Osten Europas schärfen wird und der gerade im Prozess der Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt Europas 2025 wichtige Impulse geben kann. Ich gratuliere Herrn Wagner und der Jury zu dieser Wahl.“ Die Jury setzte sich zusammen aus: Karin Großmann (Vorsitz), Michael Bittner, Julia Meyer, Ulrike Schüler, Jörg Scholz-Nollau, Uta Hauthal und Juliane Moschell.

Zur Entscheidung

Die Jury traf ihre Wahl aus über 30 Einsendungen aus der Bundesrepublik, Österreich und der Schweiz. Bernd Wagner überzeugte mit dem Auszug aus einer Erzählung, die auf der kaschubischen Halbinsel Hel nördlich von Gdansk/Danzig im Zweiten Weltkrieg spielt. Der Autor vermittelt in einer plastischen Sprache ein anschauliches Zeitbild, so die Jury. Sie lobt die poetische Dichte des Textes, die prägnanten Figuren, die präzisen Details. Wagner erzählt mit trockenem Humor, wie ein Mann knapp dem Tod entrinnt.

Mit einem ganz eigenen farbstarken Ton hatte Bernd Wagner schon in seinem jüngsten Roman begeistert. „Die Sintflut in Sachsen“ erschien im Vorjahr im Verlag Schöffling & Co. und zeichnete ein sächsisches Nachkriegspanorama, das bis zum Hochwasser von 2002 reicht. Mit dieser autobiografisch geprägten Familiensaga setzte der Autor seiner Geburtsstadt Wurzen ein literarisches Denkmal.

Zur Person

Bernd Wagner ist Jahrgang 1948, arbeitete nach dem Studium als Lehrer und veröffentlichte 1976 im Aufbau-Verlag seinen ersten Erzählband. Er war Mitherausgeber der illegalen Literaturzeitschrift „Mikado“ und übersiedelte 1985 aus der DDR nach Westberlin. Mit rund zwanzig Büchern gehört der Schriftsteller zu einer Generation, die literarische Erfahrungen aus Ost und West verbindet. Damit kann Bernd Wagner das Gespräch fortsetzen, das Uwe Kolbe und Kurt Drawert als Dresdner Stadtschreiber angestoßen haben. Derzeit schreibt er Epigramme und Aphorismen, in denen er das Zeitgeschehen kommentiert.

Text:  Jörg Scholz-Nollau

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Schattentheater „Moving Shadows“ mit den Mobilés beim Fest der Sinne in Großenhain

26 Mittwoch Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Träume lebendig werden

Schattenhaft bewegen sich Körper vor einer weißen Wand. Auf eine bilderreiche, grandiose, fantasiereiche Reise in die Welt der Träume und rund um den Globus entführten mit ihrer Aufführung „Moving Shadows“ „Die Mobilés“ aus Köln am vergangenen Sonnabend beim „Erlebnisfest der Sinne“ im Stadtpark Großenhain. Die acht Tänzer und Körperakrobaten aus Köln, Gewinner des Supertalents in Frankreich, sind bei ihrem wandlungsreichen Schattentheater Darsteller und Kulisse zugleich, lassen immer neue, traumhafte Szenarien entstehen, die verblüffen, faszinieren, zum Schmunzeln und Nachdenken anregen und dafür reichlich Beifall ernteten.

Text + Fotos (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: „Lasst Euch beflügeln!“ – Unterwegs beim „Erlebnisfest der Sinne“ in Großenhain

25 Dienstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Eindrücke vom Erlebnisfest der Sinne am Wochenende in Großenhain.

Text folgt. Fotos (lv)



das Künstler-Paar Horst & Bärbel Kiessling stellte wunderbare Flügel für klein und groß auf die Wiese


Beflügelnd: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry


Improvisation mit der Spielbühne Großenhain

‚
Mit Herz & Temperament: die argentinische Vollblutsängerin Lily Dahab & Band

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung: Wort-Gewitter mit Thilo Krause im Landhaus

10 Montag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar

„Was wir reden, wenn es gewittert“

Zur nächsten Lesung im Rahmen der Reihe Literarische Alphabete – Lesungen im Landhaus (Stadtmuseum) liest der Autor und Huchelpreisträger Thilo Krause (Dresden/Zürich) aus seinem gleichnamigen Gedichtband am 12. Juni, um 19:30 Uhr auf der Wilsdruffer Straße 2.

Seine Gedichte sind Wahrnehmung und Konzentration, ein Meditieren beim Tun: beim Kochen, Spazieren oder Reisen. Bei aller Einfachheit der Worte sind Klang, Rhythmen und Bilder das, was aus der Beobachtung ein Gedicht macht: „Draußen blitzt es. / Drinnen hält sich träge der Sommer. / Dosen, Flaschen, Müll glimmen im Farn“. Mit dem in der Schweiz lebenden Thilo Krause ist eine besondere Stimme für die deutschsprachige Literatur zu entdecken. (Text: Verlag)

Eine Veranstaltung des Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Patrick Beck

Siehe auch den Beitrag über die Lesung: „Was wir reden, wenn es gewittert“ auf
meinwortgarten.com

http://www.literaturforum-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Selbsterfahrung: Clown sein

27 Mittwoch Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Allgemein, Genießen, Lebensart

≈ 2 Kommentare

Das leise Schmunzeln über Dinge, wo man sich früher aufregte

Die Freude über einen wiedergefundenen Text und den Clown in mir.

Ich habe heute den Clown in mir erweckt. Geahnt habe ich es schon immer, dass da so ein Wesen in mir steckt, voll fröhlicher Neugier mich und alles um mich herum beobachtend. Schwer im Zaum zu halten, oft Schabernack spielend und mich in Verlegenheit bringend mit grenzenloser Offenheit, Direktheit, entwaffnender Schlagfertigkeit, so dass ich selbst nur staunte, woher das kommt.

Wer ist dieser Witzbold, Kobold, Träumer, Unruhegeist und Possenreißer in mir, der so gern mit lustvoller Schärfe und Spaß über die Str(e)änge des Lebens haut, kaum Grenzen kennt, sie immer wieder übertritt oft unbewusst, anderen damit zu nahe tritt oder sie vor den Kopf stößt.  Ein Wesen das nichts allzu ernst nimmt, mich foppt immer wieder und im Streit ständig liegt zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit, purer Lebensfreude und Traurigkeit, Wehmut, Ängsten vor fast allem, um sich ihnen dann vorsichtig, skeptisch, aber bereitwillig und mutig zu stellen und immer wieder über sich selbst zu triumphieren, wenn wieder eine Hürde genommen ist (wie das Weiterschreiben dieser Zeilen fast im Dunkeln, nachdem das Küchenlicht plötzlich ausging…). Überschäumend vor Freude und Wut, Liebe, Schmerz und Trauer. Oft genug unbeachtet, ungehört und verdrängt, wenn dieses Wesen gar zu übermütig, ungehobelt und ungezügelt aus mir heraus wollte. Heute durfte es endlich heraus, habe ich es gelassen, mich darauf eingelassen, es machen lassen.

Mit Bangen, was es alles anstellen würde mit den anderen Clowns, aber auch voller Neugier und Zuversicht, dass es gut werden würde, weil ich es aus vollem Herzen wollte. Nach den langen Wochen der Trauer in persönlicher Krise wieder mehr Leichtigkeit ins Leben holen. Unbeschwertheit und Gelassenheit wenigstens einen Moment spüren und erleben wie sich das anfühlt. Nun weiß ich es und es fühlt sich großartig an, hätte nie gedacht, dass es so schnell und einfach geht: einfach den Kopf ausschalten und mitten ins Herz hinein sehen, eintauchen und fühlen was da ist, alle Gefühle zulassen wie sie sind, sich zeigen wie man ist. Der Clown darf alles. Er kennt weder Moral noch Regeln. Nicht Ich oder Du. Kein Ja oder Nein. Er ist einfach da jenseits von gut und böse. Er denkt mit dem Herzen und tut wonach ihm gerade ist. Egal was ist, wenn er hinfällt oder etwas schief geht, stutzt er kurz, ach ja, na ja, ja ja, murmelt er vor sich hin, seufzt ein wenig, ist etwas traurig und dann nimmt er die Situation an wie sie ist, ist ja nun einmal passiert.

Er nimmt alles an wie es ist, bewertet es nicht, bleibt nicht stehen im Missgeschick, Pannen oder Trauer, sondern schaut weiter, auf die gleiche Situation mit anderem Blick, verwandelt und verändert sie dadurch im selben Augenblick und erschafft etwas Neues. Er sieht den nächsten Moment, das nächste Abenteuer und Herausforderung, die ihn locken und er lacht und freut sich darüber. Von der heruntergefallenen Torte vor der Haustür des Geburtstagskindes nascht er die köstlich süße Sahne, beschmiert sich damit Gesicht und Hände und lädt das herbei kommende Kind dazu ein, es ihm gleich zu tun. Mit so einem strahlenden Lächeln und naiv fröhlichen Blick, dass man dem Clown gar nicht böse sein, ihm nicht widerstehen kann und diese unbekümmerte Lebensfreude, den verschmitzten und frechen Charme, die Spontanität und das Schöne trotz des Ausrutschers, die Chance im Scheitern sehend (wie im Film „Alexis Sorbas“, wo auch das Clownsprinzip angewandt wird, der Held sieht sein Projekt wie ein Kartenhaus zusammenbrechen und was macht er? Lacht darüber aus vollen Herzen…) sind ansteckend, verblüffen, reißen mit, nehmen dem Leben die Schwere und Druck, erleichtern, wirken befreiend und erlösend.

Der Clown ist ein Meister im Improvisieren, erfindungsreich und weiß immer weiter, immer einen Ausweg, fällt und steht wieder auf, geht weíter und beginnt neu. Er sieht und entdeckt die Welt voll staunenden Kinderaugen (Kinder sind die geborenen Clowns) oft mit einem lachenden und weinenden Auge, ist mal naiv verträumt, trottelig, tollpatschig, unbeholfen, aber auch gewitzt, schlau, weise, fantasievoll, einfallsreich und versteht jeder Situation etwas abzugewinnen. Erlebt und durchlebt, leidet und genießt jeden Moment intensiv und ist daher glücklich, liebens- und beneidenswert. Dennoch wird er von seinen Mitmenschen mitunter argwöhnisch betrachtet, da er sich nicht einordnen, schwer fassen lässt, unkontrollierbar, unberechenbar, maßlos, zuweilen chaotisch und auch gefährlich für andere werden kann, da er sich über alle Grenzen hinwegsetzt; und nicht alle es lustig und toll finden, wenn der Clown für sich und  seine Begleiterin etwa im Café einen Kaffee bestellt, sich am heißen Getränk die Zunge verbrennt, laut nach Wasser schreit und seine clowneske Begleiterin ihm immer mehr Wasser bringt, kannenweise überschüttet bis das ganze Restaurant unter Wasser steht und sich in ein Schwimmbad verwandelt…

Oder  wenn der Clown im Zug sitzt und plötzlich von einer Dame aufgefordert wird, den Platz zu räumen und sie ihm ihre Platzkarte zeigt. Der Clown bin in dem Moment ich und denke gar nicht daran aufzustehen, es ist gerade so gemütlich und genieße am Fenster die schöne Aussicht. Lächle die Dame an und verweise auf den noch freien Platz neben mir. Doch sie lehnt empört ab, sie habe reserviert. Doch der Clown war eher da. Sie redet mit Engelszungen auf ihn ein, versucht ihn wegzuschieben, nichts hilft. Er bleibt sitzen und versteht nicht, was sie von ihm will, will es auch nicht verstehen, warum sie sich nicht auf den freien Platz setzt… Dann hebt sie seine Beine hoch, um ihn zum Aufstehen zu bewegen, sie sind schwer und ihr Rücken schmerzt schon von dem Bemühen. „Aua“ sagt sie zum Clown, zeigt auf ihren Rücken und verzieht das Gesicht. Der Clown stutzt. „Aua“? fragt er, sie nickt. Sein Mitgefühl erwacht. Er streicht über die Stelle, „Aua weg“, sagt er tröstend, sie anlächelnd und dann immer lauter: „Aua weg!“ und sie stimmt mit ein und ebenso die Zuschauer, die gerade selbst noch als Clowns agierten.

Der Clown und die Dame umarmen sich herzlich, er rückt ein Stück zur Seite und lässt sie auf seinem Schoß Platz nehmen. Die Dame strahlt gerührt.

Nach drei Stunden „Clown Sein – Im Jetzt Sein!“, so der Titel des Schnupperkurses mit Sigrun Stiehl im Galli Theater Dresden, fühle ich mich heiter, leicht, erfrischt und gelöst wie lange nicht, fahre mit einem Lächeln nachhause. Die Clownsnase ist längst ab, doch der Clown immer noch bei mir, ich kann ihn jetzt besser sehen und fühlen, bin mir selbst ein Stück näher gekommen und werde ihn ab jetzt öfter fragen, wenn ich nicht weiter weiß, was er in dem Moment tun würde. Und sei es nur dieses leise Schmunzeln über Dinge, wo man sich früher aufregte oder die man sich nicht traute auszuprobieren. Ich weiß ja jetzt, der Clown in mir kann nichts verkehrt machen. Er lernt und sammelt immer neue Erfahrungen, wächst an sich, sieht das Leben als großes Spiel und will sich nicht selbst den Spaß daran verderben.

Text + Fotos: Lilli Vostry

(geschrieben am 24.5.2014, abends nach dem Clowns-Workshop im Galli-Theater Dresden.)

Weitere Infos unter http://www.galli-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

„Behalte den Flug im Gedächtnis“ – Lesung mit Sudabeh Mohafez im Landhaus

23 Freitag Nov 2018

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Hinterlasse einen Kommentar

In der Reihe „Literarische Alphabete“ des Literaturforum Dresden e.V. ist am 27. November, um 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Straße 2 die iranisch-deutsche Autorin Sudabeh Mohafez zu Gast.

Die Schriftstellerin liest aus ihren Erzählungsbänden „Behalte den Flug im Gedächtnis“ und „zehn Zeilen Buch“. Sudabeh Mohafez erzählt in diesen Geschichten vom Verschwinden und der Wiederkehr der Liebe, von Annäherungen über Sprachgrenzen hinweg und von Menschen, über die sonst nur selten und noch seltener so einfühlsam gesprochen wird. Eine Prosa von atemberaubender Rhytmizität!

Soudabeh Mohafez wurde in Teheran geboren. Im Alter von sechszehn Jahren zog ihre Familie nach West-Berlin. Heute lebt sie in Schwäbisch-Hall. Sie arbeitete im Bereich der Krisenintervention und der Anti-Gewalt-Arbeit. Ihr besonderes literarisches Interesse gilt, so schreibt sie „als Enkelin und Großnichte überzeugter Nationalsozialisten“ vor allem „Fragen der NS-Tradierung, der transgenerationalen Traumaweitergabe und der daraus resultierenden psychischen und physischen Gewalt im innerfamiliären Umgang der zweiten, dritten und inzwischen bereits vierten Generation“.

Sie veröffentlichte die Romane „Gespräch in Meeresnähe“ und „brennt“.  „Kitsune“ hingegen ist ein Buch mit drei Mikroromanen. Im „zehn zeilen buch“ sind die Texte noch kürzer: Zweiundfünfzig ultrakurzn Geschichten, jeweils zehn Zeilen lang, jeweils in zehn Minuten geschrieben. „Behalte den Flug im Gedächtnis“ vereint zahlreiche bisher verstreute Erzählungen in einem Buch.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.

Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Patrick Beck

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ahoj Leipzig! Tschechien – Gastland der Buchmesse 2019 gibt Neuerscheinungen bekannt

15 Montag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

≈ Ein Kommentar

Vom romantischen Liebesepos „Máj“, „Orangentagen“
bis zu Graphic Novels

Klassiker und Neuentdeckungen der tschechischen Literatur im deutschsprachigen Raum werden zur Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2019 vorgestellt.

Auf der Frankfurter Buchmesse haben die Veranstalter von „Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019“, das Kulturministerum der Tschechischen Republik, die Mährische Landesbibliothek und die Leipziger Buchmesse, die tschechischen Neuerscheinungen vorgestellt: Anlässlich des Gastlandauftritts in Leipzig (21. bis 24. März 2019) werden knapp 60 Bücher ins Deutsche übersetzt, viele davon gefördert vom Kulturministerium der Tschechischen Republik sowie dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

1995 war die damalige Tschechoslowakei Gastland der Leipziger Buchmesse. 2019, nach 24 Jahren, kann die Anzahl der Neuübersetzungen versechsfacht werden. Während damals Autoren wie Václav Havel, Pavel Kohout, Milan Kundera, Jiří Gruša oder Bohumil Hrabal die tschechische Literatur repräsentierten, wird der tschechische Buchmarkt heute durch eine neue, von diesen Persönlichkeiten inspirierte Generation geprägt.

Katerina Kalistová, die Vize-Kulturministerin der Tschechischen Republik, hob hervor: „Wir freuen uns, hier in Frankfurt schon nach Leipzig zu blicken und heute verkünden zu dürfen, dass im Frühjahr 2019 knapp 60 tschechische Werke auf dem deutschsprachigen Markt verfügbar sind, insbesondere Werke von tschechischen Gegenwartsautoren. Mehr als 50 von ihnen kommen zu Lesungen und Gesprächen nach Leipzig zum tschechischen Auftritt, dessen Ausrichtung gesamteuropäisch und international sein wird. Viele der Schriftsteller mit neu übersetzten Titeln werden zeigen, dass die Qualität ihrer Werke von ebenso großem Potential ist wie diejenige der bereits international gefeierten: Hrabal, Kundera oder Hašek.“

Der Leipziger Buchmesse-Direktor Oliver Zille betonte: „Im Rahmen des Gastlandauftritts ‚Ahoj Leipzig!‘ werden zur kommenden Leipziger Buchmesse knapp 60 Werke ins Deutsche übersetzt. Die damit verbundene Aufmerksamkeit ist ein starker Antrieb für den tschechischen Literaturmarkt – für uns Deutsche bietet die Präsentation vielfältige Entdeckungen neuer literarischer Blickwinkel. Ich freue mich sehr auf den spannenden Austausch.“ 

Begleitend zum Gastlandauftritt bei der Leipziger Buchmesse 2019 findet das Tschechische Kulturjahr statt, das am 13. Oktober 2018 mit dem Leipziger Opernball unter dem Motto „Ahoj Česko!“ eröffnet wurde, und am 8. November 2019 in der Oper Leipzig endet mit Leoš Janáčeks „Jenufa“, einem Gastspiel des Nationaltheaters Brünn.

60 Neuübersetzungen begleiten den tschechischen Gastlandauftritt

Die tschechischen Neuerscheinungen umfassen Romane, Erzählungen, Tagebücher, Gedichte, Theatertexte, Graphic Novels, Sach- und Kinderbücher. Darunter sind die bereits im deutschsprachigen Raum bekannten Schriftstellerinnen und Schriftsteller: Radka Denemarková (Hoffmann und Campe), der Pfarrer und herausragende tschechische Intellektuelle Tomáš Halík (Herder Verlag), die Schriftsteller-Legende Pavel Kohout (Osburg Verlag), die international gefeierten Graphic-Novel-Autoren Jan Novák und Jaromir 99 (Verlag Voland & Quist), Iva Procházková, deren erfolgreiches Kinderbuch „Orangentage“ (Fischer Verlag) verfilmt wird und zur Leipziger Buchmesse Film-Premiere feiert, Kult-Autor und aktueller Literaturhäuser-Preisträger Jaroslav Rudiš, der seinen ersten Roman auf deutsch publiziert (Luchterhand Literaturverlag), Jáchym Topol, der einen neuen Roman im Suhrkamp Verlag veröffentlicht, die tschechische Bestseller-Autorin und Leiterin des Literaturfestivals „Meeting Brno“ sowie Residenzautorin in Leipzig im Monat November Kateřina Tučková (Klak Verlag), zudem Petr Borkovec, eine Schlüsselfigur der tschechischen Poesie-Szene, der dieses Mal nach Leipzig mit einem neuen Kurzgeschichten-Band kommt (Edition Korrespondenzen).

Auch Klassiker der tschechischen Literatur werden vertreten sein: So kommt die 10-bändige Werkausgabe des international renommierten Schriftstellers und Diplomaten Jiří Gruša zum Abschluss (Wieser Verlag). Außerdem wird das berühmte, 1836 erschienene romantische Liebesepos „Máj“ („Mai“, Kētos-Verlag) von Karel Hynek Mácha neu ins Deutsche übersetzt, ein Werk, das den Beginn der tschechischen Moderne markiert und aufgrund seines wilden Bilderschaffens nicht nur den tschechischen Surrealisten als eines ihrer Vorbilder diente. Ein weiterer neu übersetzter Klassiker ist der Schriftsteller und Satiriker Karel Poláček (Reclam Verlag), hoch geschätzt wegen seiner Alltagsdramen über das Leben „kleiner Leute“.

Highlights unter den neuen Gedichtbänden sind der tschechische Lyriker und Redakteur der Zeitschrift „Host“ Petr Hruška (edition AZUR), dessen Gedichte bereits mehrfach übersetzt und preisgekrönt sind sowie Sylva Fischerová (Klak und Balaena Verlag), kürzlich zur „Poetin der Stadt Prag“ ernannt, Jaromír Typlt (hochroth Verlag), der aktuelle tschechische Residenzautor in Leipzig, sowie die im Wunderhorn Verlag erscheinende Sammlung tschechischer Gedichte in der Übersetzung deutscher Kolleginnen und Kollegen VERSschmuggel.

Zu den Neuentdeckungen der tschechischen Literatur im deutschsprachigen Raum gehören unter anderem Michal Ajvaz, in Amerika bereits ein Bestseller, in Leipzig mit „Die Wiederkehr des alten Basilisks“ (Wieser Verlag) erstmals vertreten, ein Buch, das sich zwischen magischem Realismus und realistischer Erzählung bewegt, und Jiří Hájíček (Karl Rauch und Wieser Verlag), der bereits zweimal den renommierten Magnesia-Litera-Preis bekommen hat, sowie der Lyriker und Frontman der Band Krch-off Jiří H. Krchovský, der bereits vor der Wende engagiert im Underground schrieb und publizierte. Petr Stančík (edition clandestin), Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker, gehört in Tschechien zu den Bestseller-Autoren, und kommt nach Leipzig mit „Perak – der Sprungfedermann“, der literarischen Verarbeitung einer berühmten tschechischen Wandersage aus der Zeit der deutschen Besatzung und einem Helden, Perak, der die deutsche Kriegswirtschaft auf ungewöhnliche Weise sabotierte.

Tschechische Kinderbücher sind seit vielen Jahren nicht nur im deutschsprachigen Raum populär. Zur Leipziger Buchmesse wird unter anderem das Buch von Pavel Šrut und Galina Miklínová „Die Sockenfresser“ präsentiert. Bereits zur Frankfurter Buchmesse wird „Tippo und Fleck: Von Fleckenteufeln und anderen Kobolden“ des Autorenpaars Barbora Klárová und Tomáš Končinský vorgestellt.

Zu den Neuentdeckungen unter den jüngeren Literaten, der Generation der 80er Jahre, gehören insbesondere die Dichterin und Fotografin Zuzana Lazarová (Kētos-Verlag), der Romanautor und TV-Redakteur Vratislav Maňák (Karl Rauch Verlag), die Dichterin Natálie Paterová (hochroth Verlag), die Roman- und Drehbuchautorin Tereza Semotamová (Verlag Voland & Quist) sowie der in Tschechien bereits mehrfach preisgekrönte Marek Šindelka (Residenz Verlag).

Das tschechische Theater spiegelte immer auch die Geschicke der böhmischen Länder und hat deren Geschichte und politische Entwicklung mit beeinflusst. Gesellschaftlich engagierte neue Theatertexte sind in der von Barbara Schnelle herausgegebenen Anthologie neuer tschechischer Dramatik sowie im Spezial-Heft „Tschechien“ des Magazins Theater der Zeit zu finden.

Text: Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Infos über die tschechischen Autoren und ihre Werke unter http://ahojleipzig2019.de

Vom Magischen Realismus bis zum Historischen Roman: eine thematische Einordnung der tschechischen Gegenwartsliteratur von Prof. Phdr. Tomáš Kubíček, Projektleiter des tschechischen Gastlandauftritts und Leiter der Mährischen Landesbibliothek, unter http://ahojleipzig2019.de/de/press

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie zahlreicher weiterer Partnerinstitutionen.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von sant marc air
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von jeanp
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Angela
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von piartista
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von veline2
  • Avatar von mitohnesahne
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Change Therapy
  • Avatar von Schnippelboy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Yves Drube
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von wirthstef
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 203.833 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Ausstellung "Stille Post" von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital
  • Offene Gartenpforte Dresden: "Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage"
  • Ausstellung "Überblick - Bilder aus fünf Jahrzehnten" von Peter Pit Müller in der Stadtgalerie Radebeul
  • Ausstellung "Alles so schön bunt hier!" von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & "66 x John" in der Galerie Holger John
  • Atelierbesuch bei Anne Kern in Wehlen, Sächsische Schweiz
  • Premiere im Boulevardtheater Dresden- Herr Lehrer, Fräulein Lustig schwänzt!
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast
  • Atelierbesuch bei Kathrin Stadthaus: "Ich fühle mich überall zuhause"
  • Kurzgeschichte: Die Frau an der Haltestelle

Aktuelle Beiträge

  • Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof
  • Premiere vom Theaterjugendclub Döbeln zum Thema „Heimat“ anlässlich des 1045-jährigen Stadtjubiläums
  • Ausstellung „Stille Post“ von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital
  • Uraufführung „Träume in Europa“ von Wolfram Lotz im Schauspielhaus Dresden
  • Plenair-Ausstellung auf dem Künstlerhof Kunath in Röhrsdorf bei Meißen
  • Premiere „Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit“ von Peter Turrini frei nach Beaumarchais als Sommertheater Open Air im Innenhof des Japanischen Palais Dresden
  • Ein lebendiger Ort für Geschichten: Erzählcafé & Schreibwerkstatt
  • Gedichte von Abschied & Bleiben
  • Neue MeerGedichte: Farben des Lebens
  • Ausstellung „Alles so schön bunt hier!“ von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & „66 x John“ in der Galerie Holger John

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 133 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen

Kommentare werden geladen …