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Kategorien-Archiv: Lebensart

Ausstellung „Tierisch beste Freunde – Über Haustiere und ihre Menschen“ im Hygiene-Museum Dresden

30 Montag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart

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Sie bellen, schnurren, murren, knurren, halten uns auf Trab und beflügeln uns… Es gibt viele Gründe mit Tieren zu leben. Warum sie den Menschen brauchen und umgekehrt, davon erzählt eindrucksvoll diese Ausstellung.

Tier-Memory: Wer passt zu wem?

Museumsdirektor Klaus Vogel in der Ausstellung

Vogelkäfigaquarium

Warum hält der Mensch Tiere und wie halten sie uns aus? Davon erzählt aufschlussreich, kritisch und humorvoll die neue Ausstellung „Tierisch beste Freunde – Über Haustiere und ihre Menschen“ im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (noch bis 1. Juli 2018 zu sehen).

Sie regt die Besucher – ob sie nun selbst mit Tieren zusammenleben oder nicht – mit einer Fülle von Exponaten aus Geschichte und Gegenwart zum Nachdenken und auch Schmunzeln über diese besondere Beziehung mit allen Kontrasten, Für und Wider, an. Immerhin leben in einem Drittel der deutschen Haushalte derzeit rund 30 Millionen Hunde, Katzen, Hamster oder andere Tierarten. Für die ihre Besitzer vier Milliarden jährlich allein für Futter ausgeben. Das schafft Zuneigung und Bindung auf beiden Seiten, sagt aber noch wenig über das Verhältnis, wie es den Tieren und ihren Menschen und umgekehrt wirklich geht.

Ich sehe seit dem Ausstellungsbesuch meine Katze „Lola“ mit anderen Augen an. Wer bestimmt hier wen? Und wie weit lasse ich sie – ihrem natürlichen Instinkt folgend – gewähren und was ist sie mir eigentlich alles?? Und um es gleich zu sagen, ich sehe mich nicht als ihr „Personal“ oder nur „Dosenöffner“…

Mehr Text zur Ausstellung folgt.

Zur Ausstellung erschienen zwei wissensreiche und schön gestaltete Bücher: „Tierisch beste Freunde“ (in der Reihe: Fröhliche Wissenschaft, Matthes & Seitz, Berlin, 160 S., 10 Euro) und „Haustiere – Unsere nahen und doch so fremden Begleiter“ von Josef H. Reichhholf (Matthes & Seitz, Berlin, 200 S., 28 Euro)

Außerdem gibt es ein Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Diskussionen und Lesungen unter dem Motto: „Ein Leben ohne Mops? Warum wir mit Tieren leben“.
Zum Auftakt dieser Veranstaltungsreihe findet am 14.11., 19 Uhr eine Lesung mit Gespräch unter dem Titel: „Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ mit Prof. Richard David Precht, Buchautor und Philosoph im Hygienemuseum am Lingnerplatz statt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di – So und Feiertage von 10 – 18 Uhr, am 24. und 25.12. und 1.1. geschlossen

http://www.DHMD.de

Wahrnehmen aus der Vogel-Perspektive

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Ausstellung „Poetische Orte“ im Lügenmuseum Radebeul

18 Mittwoch Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Eine Reise zu fantastischen Orten

Besondere Kunst- und Experimentierräume stellt die neue Ausstellung “Poetische Orte – Künstler, ihre Museen und Institutionen“ im Lügenmuseum vor.

Auf einer Staffelei steht eine Serie mit Porträts der berühmten „Mona Lisa“. Auf  jedem Bild schaut und lächelt sie anders. Mit wenigen Pinsel- und Farbstrichen schaffen dies die Malschüler der „Kunstschule Panketal“ von Rose Schulze, einer Berliner Malerin, die sich seit längerem außerdem mit multimedialer Bildsprache beschäftigt. Originelle Gemälde und Postkarten, die von eigenartigen Kreationen und Erfindungen aus Altmetall erzählen, zeigt das Musée de la Curiosité  et de  L`Insolite in Frankreich. Wie aus Alltagsdingen im Nu Kunst wird, führt schmunzelnd auch das D.I.V.O Institute aus Kolin bei Prag mit seinem „Saugfähigen Objekt“ aus bunten Haushaltsschwämmen vor. Sein Betreiber Mark Divo, ein aus Luxemburg stammender Konzeptkünstler und Kurator der Dada-Tradition, entwickelt dort ein lebendiges Museum für internationale Begegnung und Kulturaustausch.

Reich an Kunst und Kuriositäten ist die derzeitige Ausstellung “Poetische Orte –  Künstler, ihre Museen und Institutionen“ im Lügenmuseum im ehemaligen Gasthof Serkowitz. Im historischen Tanzsaal im Obergeschoss wandelt der Besucher von einem fantastischen Ort zum nächsten, jeder eine Welt für sich. Neben den künstlerischen Arbeiten, Objekten, Licht- und Klanginstallationen,  werden die Museen, Künstlerhäuser, Tempel und Kunstprojekte auf Text- und Bildtafeln näher vorgestellt. Die Bandbreite reicht von der Angkrit Gallery, einem thailändischen Restaurant und Kunstort, dem Heilbad a.D. im kargen Paradiso Hohenbüssow über Schloss Batzdorf, Künstlergut Prösitz – Wohn- und Arbeitsort für Künstlerinnen mit Kindern, Kulturinsel Einsiedel, das Sehnsuchtsmuseum einer Leipziger Künstlerin bis zum Untergrundmuseum U144 und einem Museum der unerhörten Dinge in Berlin. Zum Schauen, Wundern und Träumen lädt auch eine Guckkasten-Installation des „Cabinet Fatalia“ der Radebeuler Künstler Stefan und Bärbel Voigt ein.

Insgesamt 22 poetische Orte versammelt die Ausstellung im Lügenmuseum, die ganz im Zeichen der „zeitgenössischen Wunderkammern“ steht. So einzigartig sie sind, gemeinsam ist den Machern ihre Sammellust an entdeckten oder wieder gefundenen Dingen ebenso wie brachliegende, verlassene Räume in lebendige Kunst- und Experimentierorte zu verwandeln.

“Wenn man einen dieser besonderen Orte kennt und lieben gelernt hat, mag man auch die anderen, die auch von besonderen Leuten leben“, sagt Reinhard Zabka, Künstler und Inhaber des Lügenmuseums. Der brasilianische Urbanartist Getúlio Danando mit seinen witzig-skurrilen Skulpturen aus Abfällen war bereits zu Gast beim Radebeuler Herbst- und Weinfest. Einige der Künstler kennt Zabka aus der Landesarbeitsgemeinschaft der Künstlerhäuser, die jedoch letztes Jahr aufgelöst wurde. „Diese Dichte an Künstlerhäusern ist einzigartig in Deutschland, wird aber nicht genug gewürdigt vom Land Sachsen“, so Zabka. Als reisende Ausstellung konzipiert, könne sie auch an verschiedenen Orten gezeigt werden. Gefördert wurde sie von der Stadt Radebeul und der Sparkassenstiftung.

Der Maschinenkünstler Jim Whiting, bekannt durch seinen Erlebnispark Bimbotown in Leipzig, den es leider nicht mehr gibt, will auch noch Objekte für die Ausstellung im Lügenmuseum liefern. Hinzukommen sollen außerdem noch kinetische Objekte, deren Motor kurz vor der Eröffnung ausfiel und die der Künstler Frank Herrmann derzeit repariert.

Die Ausstellung „Poetische Orte“ ist noch bis 1. April 2018 im Lügenmuseum zu sehen. Dazu gibt es auch eine Präsentation der einzelnen Kunstorte auf der Webseite des Fördervereins Kunst der Lüge e.V.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa, So, Ferien und Feiertage von 13 – 18 Uhr

Weitere Infos unter http://www.kunst-der-luege.de

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Weiblich – Männlich – Aktfotografien von Janine Werab im Kunstkeller

02 Montag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

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Akte mit Tattos

Die nunmehr 93. Ausstellung der Galerie im Kunstkeller -AktfotoARTdresden zeigt Aktfotografie aus weiblicher Perspektive von Janine Werab ab 10. Oktober.

Inzwischen ist die Generation „Tattoo“ ins mittlere Lebensalter gelangt und kann im Bereich der zeitgenössischen Aktfotokunst nicht mehr negiert werden. So wundert es nicht, dass Janine Werab – selbst dieser Generation zugehörig – tätowierte Menschen, Männer und Frauen, in ihr vielseitiges fotografisches Schaffen einbezieht und dabei den Akt nicht ausspart. Dass ihre Arbeiten oft in morbidem Umfeld angesiedelt sind, gehört zu den Ausdrucksformen in der Kunst unserer Zeit.

Weil nicht viele Fotokünstler sich auch dem männlichen Akt widmen und von daher nur selten in Kunstkeller-Ausstellungen integriert waren, kamen mir Janine Werabs  Arbeiten mit männlichen (und weiblichen) Akten aus weiblicher Perspektive für ein Ausstellungsprojekt sehr entgegen. Sie lebt in Dresden und arbeitet dort im eigenen Fotoatelier.

Text: Volkmar Fritzsche

Vernissage:

Dienstag, 10. Oktober, 20 Uhr

Einführende Worte und musikalische Umrahmung: Solvig Frey

Ausstellungsdauer: 10. Oktober 17 bis 25. Januar 2018

Geöffnet:  Di 15 – 21.30, Mi + Do 16.30-18.30 Uhr und nach tel. Absprache

Blick in die Ausstellung  ab 8. Oktober  auf: www.kunstkeller-dresden.de/aktuell.htm

 

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Herbst & Weinfest Radebeul: Feuriges Finale in Labystan & Verleihung des Wandertheaterfestival-Publikumspreises

01 Sonntag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Theater

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Ein bewegender Moment: die Künstler um Richard von Gigantikow übergaben am Sonntag abend ihr selbsterschaffenes Fantasieland Labystan den Flammen, in dem sie drei Tage lang mit den Besuchern feierten, musizierten, tanzten und Ideen sammelten für eine schönere Zukunft für alle. Doch die Ideen leben, einmal entzündet, weiter.

  

Beim feurigen Finale noch einmal versammelt: die Akteure des Internationalen Wandertheaterfestivals. Der begehrte Publikumspreis ging in diesem Jahr vom Vorjahressieger PuntMoc (Spanien) an Circo Ripopolo (Belgien), womit auch ein Wiedersehen beim Wandertheaterfestival 2018 in Radebeul verbunden ist.

Sächsischer Wein und europäische Vielfalt

Zehntausende feierten in Radebeul das Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Etwa 50.000 Besucher aus Nah und Fern kamen am Wochenende zum 27. Herbst- und Weinfest mit XXII. Internationalem Wandertheaterfestival nach Radebeul. Unter dem Motto „Europa, Du Schöne!“ zeigten 14 Theatergruppen aus Europa und Südamerika beeindruckende und humorvolle Inszenierungen. Die Aufführungen waren ausnahmslos sehr gut besucht. Schon lange vor Beginn der Vorstellungen bildeten sich lange Schlangen vor den Bühnen. Auch das regnerische Wetter am Sonntag trübte die Stimmung der Besucher nicht.

Gewinner des diesjährigen Publikumspreises ist die Gruppe Circo Ripopolo aus Belgien. In ihrer Inszenierung „A Rovescio“ ließen sie das Publikum hinter die Kulissen des Zirkus blicken. Gemeinsam mit den Zuschauern entdeckten sie unerwartete Aspekte des Zirkuslebens und kamen sich dabei ungewöhnlich nahe. Auch vor poetischen Abschweifungen wurde nicht zurückgeschreckt.

Besonders begehrt waren die Plätze im Hoftheater. Dort zeigte die Gruppe PuntMoc, Gewinner des Publikumspreises 2016, ihre Siegesinszenierung GAGSonTRIX. Auf dem Dorfanger sorgte das Theater Irrwisch für jede Menge Chaos. Als britische „Bobbies“ und „Grannies“ tauschten und stibitzten sie aus den Reihen des Publikums allerhand Leckereien und Kleidungsstücke und sorgten damit für jede Menge Lacher unter den Zuschauern. Ein Höhepunkt des Wandertheaterfestivals war die Inszenierung „Es war einmal… ein Schwanensee“ des italienischen Oplas Teatros. Auf der Elbwiese verliehen sie am Samstagabend dem Ballettklassiker Schwanensee mit Stelzentanz, eindrucksvollen Kostümen und faszinierenden Wasser- und Feuereffekten ein neues Federkleid.

Die OOZ-Band sorgte am Kuffenhaus innerhalb weniger Takte für ausgelassen tanzende Besuchermassen. Voller Energie und mit unnachahmlicher Spielfreude sorgte die ausgeflippte Brassband auch auf dem Dorfanger für Stimmung.

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein waren die Fahrten mit dem Theaterkarussell von Georg Traber. Zur Musik der clownesken Band „The Bombastics“ drehte sich das muskelkraftbetriebene Fahrgeschäft und ließ den Festtrubel rundherum zu einem bunten Schleier verschwimmen.

Auf der Elbwiese erschufen Richard von Gigantikow und sein internationales Künstlerteam in diesem Jahr mit LABYSTAN einen eigenen Fantasiestaat inmitten des Weinfestes. In dem labyrinthischen Pop-up-Land konnten sich die Besucher innerhalb weniger Minuten einbürgern lassen und jedes Wunschamt vom Präsidenten bis zum Chefkritiker bekleiden.

Beim Finale Grande am Sonntagabend wird traditionell der Publikumspreis für die beliebteste Theaterinszenierung verliehen. Bei diesem feurigen Festhöhepunkt geht das hölzerne Labyrinth spektakulär in Flammen auf. Künstler und Besucher feiern vor der flammenden Kulisse gemeinsam den Ausklang des Festwochenendes.

Das Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival findet jährlich Ende September im historischen Stadtteil Radebeul Altkötzschenbroda statt. Die Komposition aus Weinfest und internationalem Wandertheater ist weltweit einzigartig und lockt jedes Jahr etwa 50.000 Besucher nach Altkötzschenbroda. Das Fest wird von der Stadt Radebeul organisiert.

Text &  Kontakt:
Ina Dorn, Amt für Kultur und Tourismus, Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul
Telefon: 0351 / 83 11 624
http://www.weinfest-radebeul.de

Fotos (lv)

 

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BilderAlbum: Herbst- und Weinfest & Wandertheaterfestival Radebeul

01 Sonntag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Auf der Gartenbank mit..., Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Tanz, Theater

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Bunte Vielfalt und Lebensfreude zwischen Weindorf und Wunderland Labystan

Unter dem Motto „Europa, Du Schöne!“ locken wieder reichlich Kultur- und Naturgenuss pur beim Herbst- und Weinfest und dem Internationalen Wandertheaterfestival auf dem alten Dorfanger, in geöffneten Höfen und auf den Streuobstwiesen in Radebeul-Altkötzschenbroda, das seit Freitag- bis Sonntagabend gefeiert wird. Bei sonnigem Herbstwetter zog es am Sonnabend viele kleine und große Besucher zum Schauen, Umherwandeln und Genießen. Die Weinstände und bunten Theaterzelte waren dicht umlagert und meist bis auf den letzten Platz besetzt. Mancher Spielort erwies sich allerdings als zu klein, stand man umsonst in der Warteschlange am Eingang. Mehr Spielflächen im Freien – mit Straßentheater, Stelzenläufern, Clowns und Musikanten – wie in den vergangenen Jahren wären daher angesichts des wachsenden Besucherzuspruchs für das Wandertheaterfestival angebracht.

Besondere Anziehungskraft hatte das während des Herbst- und Weinfestes auf den Elbwiesen erstandene Fantasieland Labystan, wohin ein Künstlerteam um Richard von Gigantikow kleine und große Besucher einluden. Hier konnten sie fröhlich spielen, toben und tanzen, schauen und im kunstreichen Irrgarten aus Holz umher wandeln und gemütlich entspannen. Außerdem konnten alle Labystan mit ihren Ideen und Träumen füllen, sich als Labystaner mit Urkunde einbürgern lassen und ihre ausgefüllten Fragebögen in der „Reparaturwerk statt Demokratie“ hinterlassen, was für sie kaputt ist und was sie ändern würden als Präsident.

Heute ist der Himmel grau verhangen und regnerisch. Doch echte Labystaner hält das nicht ab. Sie gestalten ihre Welt wie es ihnen gefällt. So mache auch ich mich heute noch einmal auf den Weg in dieses fantastische Wunderland. Auch wenn das Holzlabyrinth heute abend in Flammen aufgeht. Da es Transformation, Verwandlung für Erneuerung braucht und die Wünsche und Träume von Labystan in  den Besuchern weiterleben.

Mit einem großen Feuer- und Theaterspektakel mit viel Musik und der Verleihung des Wanderthheater-Publikumspreises (ab 20 Uhr) auf den Elbwiesen endet heute abend das Herbst- und Weinfest in Radebeul.

Text + Fotos (lv)

  Willkommen im fantastischen Labystan

Musiker Robert Hennig

Zauberhafte Installation „Metamorphose“ von Muriel Cornejo und César Olhagaray (Chile) auf der Streuobstwiese

Traumhaft schön: Maler, Reisender, Faun & Clown Mai Rojas (Costa Rica) mit intensivem Körpertheater voller Poesie, Wildheit, Witz, Zartheit und Kraft

Humorvoller Rollentausch: Wie fühlt es sich an, schöner oder hässlicher als der andere zu sein?

Doch als Gefahr in Gestalt des Jägers droht, der das schönste Tier für den Zoo einfangen will, bleibt „Berta und Girolama“, der Nilpferd- und der Giraffendame nichts anderes übrig als sich zusammenzutun im gleichnamigen, witzig-nachdenklichen Stück des Teatro Paravento (Schweiz) über Identität, Individualismus, krankhaftes Konkurrenzdenken und Miteinander sein im Anderssein.

Kultur & Naturgenuss: Streuobstwiesenäpfel

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Willkommen in Labystan!

28 Donnerstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

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Labystan – ein Pop up Country                                                                               

Auf den Elbwiesen in Kötzschenbroda ersteht ein Fantasieland mit eigenen Gesetzen beim Weinfest und Wandertheaterfestival Radebeul vom 29. September bis 1. Oktober.

So wie sich manchmal auf dem Computerbildschirm ein Pop up Fenster öffnet, so erscheint unvorhersehbar LABYSTAN an einem konkreten Ort. Sie haben Glück, gerade beim Herbst- & Weinfest mit dem internationalen Wandertheaterfestival in Radebeul kann man es betreten.

Mit einem Team von Künstlern konstruiert Richard von Gigantikow auf den Elbwiesen von Kötzschenbroda einen Skulpturengarten, der als Labyrinth zu begehen ist. 2017 heißt es LABYSTAN, ein Pop up Land, eine Mikronation, ein Fantasieland. Tausende wandelnde Besucher können das ferne LABYSTAN erleben, denn es ist ganz nah. Zwei Minuten, schon erhalten die Besucher die Einbürgerungsurkunde und sind Labystaner. Da die Menschen eher Schwarmwesen sind, die sich atmosphärisch orientieren, freuen sie sich über neue Gesetze, Verfassung, Leitkultur, Schlachrufe, und Manifeste.

Nachdem die Besucher ihre Einbürgerungsurkunde ausgefüllt haben betreten sie als eigenständig handelnde und freiheitsliebende Bürger eine Spielwiese für demokratisches Bewusstsein. Sie können Präsident oder Botschafter werden, später dann eigene Botschaften und Vertretungen gründen, Flaggen, Hymnen, Urkunden entwerfen und Reisen organisieren. Es gibt eine Rednertribühne, eine Kanzel und eine Reparaturwerkstatt Demokratie. Danach werden sie eingeladen als aktiver Bürger in einer Netzcommunity mitzuwirken. LABYSTAN belebt den Gemeinsinn, bietet eine kollektive Atmosphäre, um sich positiv zu besinnen.

LABYSTAN Leitkultur:1. slalom suleika!

2. Leitkultur ist Leiden pur!
3. hadschihad dschumblad!
4. Es gibt keine Lösung, aber Probleme sind wundervoll!
5. Gute Absichten aller Ränder, bereinigt euch!
6. Die Absurdität ist die absolute Obsoletion des Lebens!
7. Das Banale braucht man nicht zu schälen!
8. Wir sind nicht Burka: wir sind Papscht!!
9. Wie wir heute feiern, werden wir morgen ausschlafen!
10. Unkraut vergibt nicht!

Text: Richard von Gigantikow

Foto: André Wirsig

http://www.luegenmuseum.de

 

 

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„Europa, Du Schöne“ – Im Spiegel der Künste beim 27. Herbst- und Weinfest & XXII. Internationalen Wandertheaterfestival in Radebeul

12 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Tanz, Theater

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Das Plakat zum diesjährigen Herbst- und Weinfest in Radebeul-Altkötzschenbroda gestaltete der Grafiker Stefan Voigt.

Im Bild: fröhlich-bunte Gestalten beim Eröffnungs-Festumzug im letzten Jahr.
Fotos: André Wirsig (2)

Weingott Bacchus lockt mit der Schönheit Europas
und ihren vielfältigen Reizen

Vom 29. September bis 1. Oktober findet in Radebeul das 27. Herbst- und Weinfest gemeinsam mit dem XXII. Internationalen Wandertheaterfestival statt. Die einzigartige Kombination aus sächsischen Weinen und Theater aus aller Welt macht die Besonderheit und den unnachahmlichen Charme des Festivals aus. Während Winzer aus der Region köstliche Weine anbieten und zum Genießen einladen, verwandeln Theatergruppen und Solokünstler überall auf dem Festgelände Straßen, Wiesen, Höfe und Plätze in Bühnen und beeindrucken mit humorvollen, artistischen oder zum Nachdenken anregenden Inszenierungen.

Das Fest steht in diesem Jahr unter dem Motto „Europa, Du Schöne“ und nimmt damit Bezug auf den Gründungsmythos unseres Kontinents. Künstler aus ganz Europa zeigen einen Ausschnitt aus der Vielfalt und dem Reichtum unserer Kultur. Erzählt wird vom Entstehungsmythos Europas, nach dem Zeus die gleichnamige phönizische Königstochter in Stiergestalt nach Kreta entführte. Die kulturelle Vielfalt, die sich über die Jahrtausende in Europa entwickelte, ist einzigartig auf der Welt und steht drei Tage lang im Mittelpunkt des Festgeschehens.

15 Theatergruppen und Künstler aus ganz Europa präsentieren ihre eindrucksvollen und humorvollen Inszenierungen, die von Schauspiel über Tanz bis hin zu Comedy und Stelzentheater reichen. Internationale Bands locken mit Brass, Rock, Chansons und Gypsy-Musik auf die Tanzflächen und laden zum ausgelassenen Feiern ein, während Entspannungssuchende inmitten von Kunstinstallationen ihren Tagträumen freien Lauf lassen können.

Vorverkauf für Herbst- und Weinfest Radebeul beginnt

Schon auf vollen Touren läuft der Ticketvorverkauf für das 27. Herbst- und Weinfest mit XXII. Internationalem Wandertheaterfestival Radebeul. Die preisgünstigen Vorverkaufstickets sind als Onlineticket unter http://www.weinfest-radebeul.de sowie als Eintrittsbändchen in der Radebeuler Tourist-Information erhältlich.

Beim Kauf der Eintrittskarten im Vorverkauf erhalten Erwachsene einen Preisvorteil von bis zu 2 € gegenüber dem Tageskassenpreis. Familien sparen bis zu 4 €. Nur im Vorverkauf erhältlich ist das Wochenendticket, das zum Eintritt an allen Festtagen berechtigt. Dieses kostet für Erwachsene 10 €, für Ermäßigte 5 € und für Familien 22 €. In der Radebeuler Tourist-Information fallen keinerlei zusätzliche Gebühren zum Vorverkaufspreis an. Alle anderen Ticketverkäufe gelten zuzüglich der üblichen Vorverkaufsgebühr. Im Ticketpreis inbegriffen ist der Besuch aller Theateraufführungen und Konzerte während der jeweiligen Festtage.

Text: Ina Dorn/PR- und Marketing im Amt für Kultur und Tourismus,
Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul

Mehr Informationen:

http://www.weinfest-radebeul.de

Programmheft_HuW2017-2

Außerdem beim Herbst- und Weinfest in Radebeul: das Skulpturenlabyrinth Labystan

An der Elbe entsteht dann wieder das Skulpturenlabyrinth LABYSTAN. LABYSTAN ist ein Pop up country, ein Fantasieland, eingebürgert in zwei Minuten und Labystaner werden. Feuriges Finale am 1.Oktober ab 20 Uhr.

Vorankündigung Ausstellungseröffnung: Künstler, ihre Museen und Institutionen
13.10.2017, um 19.30 Uhr, Tanzsaal im Gasthof Serkowitz, Lügenmuseum

Info + Foto: Reinhard Zabka, Lügenmuseum

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Politischer Poetry Slam im Societaetstheater

12 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater

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„Politik Macht Worte“ 

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk feiert 25-Jähriges Jubiläum mit Slammern im Societaetstheater Dresden.

Am Donnerstag, 14. September feiert das Herbert-Wehner-Bildungswerk aus Dresden seinen 25. Gründungstag mit einem Politischen Poetry Slam. Umrahmt von Musik der Banda Internationale, widmen sich die KünstlerInnen an diesem Abend unter dem Titel „POLITIK MACHT WORTE“ nicht nur Fragen der politischen Gegenwart, sondern auch dem Wirken des Namensgebers des Bildungswerkes Herbert Wehner. Als SlammerInnen mit dabei sind Sabrina Schauer (Hamburg), Piet Weber (Berlin), Franziska Wilhelm (Leipzig), Kaleb Erdmann (Frankfurt) und Friedrich Herrmann (Jena). Moderiert wird der Abend von Kaddi Cutz, Slammerin aus Dresden.

Als Format der politischen Bildung ist diese Form des poetischen Wettstreits eine echte Neuheit. „Wir möchten Menschen für politische Bildung begeistern und gehen dabei gern neue Wege“, so Geschäftsführerin Karin Pritzel.

Der Politische Poetry Slam beginnt um 19 Uhr im Societaetstheater in Dresden, der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, sollte sich unbedingt unter 0351/ 8040220 oder www.wehnerwerk.de anmelden!

Im Sommer gab es anlässlich des 25-jährigen Jubiläums und des 111. Geburtstages von Herbert Wehner bereits eine erste Festveranstaltung.

25 Jahre Bildungswerk 

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk mit Sitz in Dresden ist ein staatlich geförderter Verein, der seit 1992 politische Erwachsenenbildung anbietet. Gegründet am 14. September 1992 in Chemnitz, ist das Bildungswerk seit 1999 in der Kamenzer Straße 12, mitten in der Dresdner Neustadt, zuhause. Mit der Fertigstellung des Herbert-Wehner-Hauses, geplant für 2018, steht dann der Umzug ins Zentrum der Stadt an. Die Idee zum Bau eines Hauses für die politische Bildung, die mit dem Herbert-Wehner-Haus nun umgesetzt wird, entstammt dem Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk. Er wurde 1997 unter anderem von Greta Wehner gegründet.

Bildungswerk heute

Heute führt das Bildungswerk ca. 100 Seminare pro Jahr mit rund 2.000 Teilnehmenden durch. Es ist einer von nur zwei anerkannten Bildungsträgern der Bundeszentrale für politische Bildung in Sachsen und wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Innern und die Sächsische Staatskanzlei. Das Team organisiert politische Bildungsfahrten, Seminare und Diskussionsveranstaltungen. Formate wie politisches Geocaching und Stadtteilführungen sind außerdem im Programm. Auch für Beratung und die Moderation von Gruppenprozessen kann man sich an das Bildungswerk wenden.

Philosophie des Bildungswerkes

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk macht politische Erwachsenenbildung für alle mit dem Ziel, das demokratische Verständnis zu stärken. „Wir haben eine breite Palette im Angebot für die rüstige Rentnerin wie für den Punk aus der Neustadt. Keiner geht leer im Kopf nach Hause“, erklärt Geschäftsführerin Karin Pritzel den Ansatz ihrer Arbeit. So unterschiedlich wie die Zielgruppen sind auch die Angebote. „In unseren Seminaren gibt es nicht den Fürstenzug oder das Gewandhaus, dafür treffen wir Oberbürgermeister, Feuerwehrleute und blicken hinter die Kulissen“, so Karin Pritzel. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in der Antirassismusarbeit. Ende Juni wird beispielsweise eine Broschüre mit Argumentationshilfen gegen rechte Parolen erscheinen. Auch entsprechende Seminare bieten die Erwachsenenbildner an.

Damit Demokratie zur Selbstverständlichkeit wird, wünscht sich Karin Pritzel ein grundsätzliches Umdenken: „Politische Bildung hat in Sachsen immer noch ein Schmuddel-Image. Wir müssen dahin kommen, dass es selbstverständlich ist, in seiner Freizeit Veranstaltungen der politischen Bildung zu besuchen. Ein erster Schritt wäre, dass die CDU ihre Blockadehaltung gegenüber der Einführung des Weiterbildungsurlaubs aufgibt.„

Text: Katharina Jehring,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. Kamenzer Straße 12 01099 Dresden   Tel.: 0351-8040220 Fax.: 0351-8040222 E-Mail: jehring@wehnerwerk.de   www.wehnerwerk.de

 

 

 

 

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Blogger-Konferenz: Wie verändert die digitale Welt unser Leben?

05 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Lebensart, Projekte, Tauschmarkt/Ideenbörse

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im Foto: die #BSEN2-Veranstalter Romina Stawowy, Agenturinhaberin, Peter Stawowy, Verleger, Michael Sagurna, Medienrat der SLM und Carsten Krebs, Pressesprecher der Gläsernen Manufaktur von VW

Blick in den Konferenzraum

Blogger diskutieren über eigene Verantwortung

160 Teilnehmer bei #BSEN2 am 1. September 2017 // Blogger und Onliner trafen auf Vertreter von Agenturen, Medienschaffende und Verantwortungsträger aus Politik und Wirtschaft

Bei #BSEN2 haben sich am vergangenen Freitag in Dresden 160 Blogger und Onliner aus ganz Deutschland mit Vertretern von Agenturen, Medienschaffenden und Verantwortungsträgern aus Politik und Wirtschaft getroffen. Die Abkürzung „BSEN“ steht für „Blogger spinnen ein Netzwerk“. Die Konferenz fand nach der Premiere 2016 in Leipzig nun zum zweiten Mal statt und trägt der zunehmenden Bedeutung von Onlinern und Bloggern in der öffentlichen Meinungsbildung Rechnung. Eine Fortsetzung im Jahr 2018 ist bereits avisiert.

„Wir sind überwältigt, wie viele Teilnehmer zu #BSEN2 nach Dresden gekommen sind und sich aktiv in die Konferenz eingebracht haben. Es war ein spannender, interessanter und abwechslungsreicher Tag mit vielen neuen Erkenntnissen und Verknüpfungen, aber auch kontroversen Diskussionen“, sagte Peter Stawowy vom Dresdner Medienblog FLURFUNK und Herausgeber des Medienmagazins FUNKTURM. Er hatte die Tagung gemeinsam mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen organisiert und veranstaltet.

Kernfragen der Tagung waren, wie das Netz und die Digitalisierung die Gesellschaft und unser Leben verändern und welche Rolle dabei Blogger, Onliner und Influencer spielen können. In rund 30 Kurzvorträgen á drei Minuten, 16 Sessions á 45 Minuten und der Abschlussdiskussion drehte sich alles um die Themenfelder Bloggen, Medien, Marketing und eSociety. Dazwischen hatten die Teilnehmer reichlich Zeit zum Netzwerken, für Probefahrten mit dem neuen eGolf und Führungen durch die Gläserne Manufaktur.

Robert Basic, als einer der ersten deutschsprachigen Blogger ein „Urgestein“ der Szene (www.robertbasic.de), widmete sich in seiner Session der Kernfragen der Bloggerei: Warum tun wir das alles? Für sich beantwortete er diese Frage wie folgt: „Ich möchte mein Wissen verbreiten und  an andere weitergeben, was ich so lerne.“ Blogger seien oft Experten auf ihrem Gebiet, suchen aber auch den Austausch mit Gleichgesinnten, um beispielsweise ihr eigenes Wissen zu vermehren. Kritisch sieht er die Entwicklung, dass einige Onliner, neudeutsch auch Influencer genannt, nur Kasse machen wollen und mit fehlender Transparenz – welche Beiträge sind „gekauft“, welche nicht – auch seriösen Bloggern ein Imageproblem verschaffen.

Wie wichtig Integrität und Authentizität für Blogger sind, erörterten auch Anne-Katrin Hutschenreuter, Natalie Sontopski und Martin Meißner aus Leipzig. Blogger würden zunehmend als Botschafter, Lenker und Meinungsbilder wahrgenommen. Daraus ergibt sich nicht nur eine große Verantwortung den Lesern gegenüber sowie Dritten, über die man schreibt, sondern auch sich selbst. Allein die Themenauswahl lenke den Leser und auch die richtige Beurteilung von Quellen sei gerade in Zeiten von „Fake News“ unabdingbar, nicht nur um dem zunehmenden Misstrauensvorschuss Bloggern gegenüber entgegen zu wirken.

Deutlich wurde im Rahmen von #BSEN2 auch, dass immer mehr Lokalblogs zur nachrichtlichen Grundversorgung und medialen Vielfalt beitragen. Diese Form des Lokaljournalismus leidet jedoch oft unter Finanzierungsproblemen. Wie man dem entgegnen kann, berichtete Hanna Jo vom Hofe, seit 2014 Referentin für Medienkompetenz und Forschung in der Abteilung Förderung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Einen „Königsweg“ gebe es dabei nicht, so vom Hofe, sondern vielmehr verschiedene Ansätze. Einer sei, Fördermittel bei den rund 120 deutschen Stiftungen zu beantragen, die journalistische Arbeit unterstützen. Winfried Schenk vom Dresdner Stadtteilblog „Pieschen aktuell“ wünschte sich in der Session, die SLM solle künftig enger mit sächsischen Bloggern zusammenarbeiten und diese etwa in Finanzierungsfragen intensiver unterstützen. Entsprechende Gespräche sollen zeitnah folgen.

„Vernetzungen dieser Art sind es, warum wir #BSEN machen. Die Szene professionalisiert und öffnet sich – das wollen wir gern auch künftig unterstützen“, sagte Peter Stawowy abschließend.

Text + Fotos: Uta Schirmer
http://www.utaschirmer.de

 

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„Brückenbauer“ für interkulturelle Begegnungen

05 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

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im Foto (von li. nach re.): Dana Ritzmann, Karsten Dietze und Maria Kappelsberger vom Projekt „Brückenbauer Integration“ der VHS Dresden

Volkshochschule und Caritas helfen Ehrenamtlichen bei der Integrationsarbeit

Vorgestellt wird das  Brückenbauer-Projekt am 16. September in den Räumen der Dresdner Volkshochschule in der Annenstraße 10. Mit Vortrags-Programm von 10 – 19.30 Uhr.

Die gelingende Integration ist keine Einbahnstraße: Fragen, Vorurteile und Neugier begegnen sich auf Seiten der Alteingesessenen und der Geflüchteten. Wer sich im persönlichen Gespräch kennenlernt, kann Hemmschwellen leichter abbauen und zusammen die Stadtgesellschaft gestalten. Gemeinsam mit dem Caritasverband für Dresden e.V. will die Dresdner Volkshochschule mit ihrem Projekt „Brückenbauer Integration“ beide Seiten an einen Tisch bringen. Hierfür werden ehrenamtliche „Brückenbauer“ gesucht, die diese Begegnungen vor Ort koordinieren und moderieren.

Entstanden ist die Projektidee auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Der Bedarf an Informationen über die Geflüchteten, deren Hintergründe und Probleme war enorm. Die Caritas vermittelte nach Kräften den direkten Kontakt und betrieb Aufklärung. „Bei einigen Themen stießen wir jedoch an unsere Grenzen“, weiß Stephan Falley, Fachbereichsleiter Pflege und Beratung sowie stellvertretender Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes Dresden. „Viele Fragen, etwa nach ihrer Religion und persönlichen Erlebnissen, können die Geflüchteten selbst am besten beantworten. Wir waren überrascht, wie gut unsere Gesprächskreise mit Alteingesessenen und Neu-Dresdnern funktionierten und wie schnell sich Vorurteile in Fragen umwandelten“, ergänzt Karsten Dietze, Koordinator Flüchtlingssozialberatung der Caritas. Künftig sollen die ehrenamtlichen „Brückenbauer“ den Austausch in kleinen Gruppen fortführen.

„Brückenbauer“ kann grundsätzlich jeder werden, der Interesse und Freude an der Moderation hat und in seiner Kirchgemeinde, Schule oder Nachbarschaft selbst Begegnungen initiieren will. „Wir suchen Menschen, die etwas bewegen wollen“, beschreibt Projektleiterin Dana Ritzmann das Projekt. Je nach persönlichem Engagement finden die Gesprächsrunden einmal im Monat oder vierteljährlich in deutscher Sprache statt. „Ganz bewusst verzichten wir auf einen Dolmetscher. Das ist manchmal für alle Beteiligten anstrengend, aber es hat bisher immer gut funktioniert“, so Ritzmann. Grundsätzlich benötigen die „Brückenbauer“ keine besonderen Vorkenntnisse.

Wer sich inhaltlich wie methodisch weiterbilden und Näheres über das Projekt erfahren möchte, ist herzlich zum „Kompetenztag Brückenbauer Integration“ am 16. September 2017 in den Räumen der Dresdner Volkshochschule (Annenstraße 10) eingeladen. Zwischen 10 Uhr und 19.30 Uhr werden Vorträge unter anderem zur religiösen Vielfalt, interkulturellen Konfliktlösung und zur aktuellen Asylgesetzgebung in Deutschland gehalten, daneben können professionelle Moderationstechniken erlernt werden.

Das Projekt „Brückenbauer Integration“ findet im Rahmen des aktuellen Semesterschwerpunktes „mittendrin“ der Volkshochschule statt. Zu diesem gehört auch das Gesprächsformat „mitreden.DD“, in dem Dresdner gemeinsam über die Zukunft ihrer Stadt diskutieren können. „Dieser Ansatz ist neu. Wir wollen nicht von vorn belehren, sondern den Bürgern die Möglichkeit geben, miteinander das Gespräch zu suchen“, erläutert Frank Uhlmann, Fachbereichsleiter Gesellschaft der Dresdner Volkshochschule. „Wie wichtig dieser Dialog für unsere Stadt ist, erkennt man auch an den vielen Fragen, die die Geflüchteten selbst mitbringen“, hebt Projektleiterin Dana Ritzmann abschließend hervor.

Interessierte können sich telefonisch unter 0351 2544031 oder per E-Mail unter dana.ritzmann@vhs-dresden.de zum Kompetenztag anmelden sowie weitere Informationen zum Projekt erhalten.

Weitere Infos: www.vhs-dresden.de und www.caritas-dresden.de

Text + Foto: Medienkontor Dresden

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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