• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Literatur

Neue Bücher: Die Welt mit Levis Augen sehen & Unhaltbare Zustände

31 Mittwoch Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Eine starke Geschichte: Carmen Buttjer lässt „Levi“ in ihrem gleichnamigen Debütroman Bilder für die Welt um sich herum finden, um mit dem Verlustschmerz umzugehen. Foto: Maria Dominika Vogt

Wie Levi seine Schatten besiegt

Mit einem besonderen Debütroman startet der Verlag Galiani Berlin ins  Herbstprogramm (mit dem der Verlag gleichzeitig seinen 10. Geburtstag feiert): Levi ist ein Buch, das eine eigenwillige Perspektive einnimmt und dabei eine sagenhafte Dynamik entwickelt – denn Carmen Buttjer erzählt Levis Geschichte durch die Augen ihres elfjährigen Protagonisten. Und was für eine Geschichte das ist!

Alles beginnt damit, dass Levi auf der Beerdigung seiner Mutter die Urne stiehlt und sich damit auf einem Hausdach mitten in der Stadt versteckt. Ein paar Stockwerke unter ihm wohnt sein Vater, aber nach der Sache mit der Urne kann er sich dort sowieso nicht mehr blicken lassen. In seinem provisorischen Lager unter der knallenden Sommersonne versucht Levi, mit der Trauer klar zu kommen, die ihm in den Knochen steckt.

Im Kampf mit dem Verlustschmerz sucht er sich ungleiche Verbündete, etwa den mysteriösen Vincent, der mit ihm Touren durch die Stadt unternimmt, oder Kolja, den Kioskbesitzer und ehemaligen Kriegsfotografen, der versucht, die Bilder aus seiner Vergangenheit mithilfe von Whisky vergessen zu machen. Und dann sind da noch die Tigerschatten, die zwischen den Dächern springen, Levi im Nacken sitzen und um die Urne streifen – derselbe Tiger, der seine Mutter getötet hat, davon ist Levi überzeugt, auch wenn er in letzter Zeit viel zu schnell erwachsen werden musste und es eigentlich besser weiß.

Äußerst selten begegnet man in Debütromanen so eigenwilligen Bildern, so glasklarem Stil und so starker erzählerischer Energie. Carmen Buttjer, die 1988 geboren wurde und in Berlin lebt, schreibt mit einer immensen Vorstellungskraft und lässt Levi Bilder für die Welt um sich herum finden, die alles um ein paar Grade lebendiger, intensiver machen.

Die Offenheit dieser so jungen Perspektive gelingt Buttjer dabei genauso wie eine ungezwungene literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Verlust und den den eigenwilligen Wegen, wie Menschen damit umgehen. Levi ist ein Großstadtroman, der sich wie ein Roadmovie anfühlt, und nicht zuletzt ein Buch über Familienbande, und wie schwierig und notwendig es ist, in den entscheidenden Momenten zusammenzufinden.

Übrigens: Die Buchpremiere von Levi feiern wir am 3. September, passenderweise über den Dächern Berlins, im Klunkerkranich in Neukölln, am 17. September liest Carmen Buttjer beim Debütantensalon des Harbourfront-Festivals in Hamburg, weitere Termine sind in Planung.

Text: Florian Ringwald

Verlag Galiani Berlin
Friedrichstraße 119
10117 Berlin


Wenn der äußere Schein bröckelt. Die Welt des Schaufensterdekorateurs Stettler gerät aus den Fugen im neuen Roman „Unhaltbare Zustände“ des Schweizer Schriftstellers Alain Claude Sulzer, der ebenfalls im Verlag Galiani Berlin im August erscheint. Foto: Lucia Hunziker

Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt

Was bringt einen scheuen und zurückgezogen lebenden Menschen dazu, zum Äußersten zu gehen? Alain Claude Sulzer schickt in seinem neuen Roman Unhaltbare Zustände einen Schaufensterdekorateur namens Stettler auf die literarische Bühne, der privat und beruflich stets im Hintergrund steht. Umso prächtiger sind die von ihm gestalteten Schaufenster des Berner Edelkaufhauses, für die er seine Untergebenen allerdings auch gerne tüchtig knechtet. Trotzdem hat man von der ersten Seite des Buches an das dringende Bedürfnis, diesen knorrigen Eigenbrötler genauer kennen zu lernen. Schon früh ahnt man, dass er auf verlorenem Posten steht, und doch ist man auf seiner Seite.

Als der Chef ihm einen viel jüngeren Kollegen vor die Nase setzt, verfällt Stettler ins Grübeln: Soll er ersetzt werden? Ist seine Arbeit nicht mehr gut genug? Und er bemerkt, wie um ihn herum auf einmal alles ins Wanken gerät. Es sind die späten Sechziger, und das merkt man auch in der Schweiz: am Münsterturm hängt eines Morgens plötzlich eine Vietcong-Fahne, Studenten streiken auf Straßenbahnschienen. Stettler will mit alldem nichts zu tun haben. Aber er spürt: Er muss sich stellen.

Und einen Menschen gibt es in seinem Leben, dem er sich nahe fühlt: die Radiopianistin Lotte Zerbst, die ebenfalls sehr zurückgezogen lebt und der Stettler wunderbar zurückhaltende, bewundernde Briefe schreibt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zärtliche Freundschaft auf Papier. Als Lotte für ein Konzert nach Bern kommt, wollen sie sich endlich treffen. Doch es kommt anders …

Alain Claude Sulzer, „einer der stilsichersten, subtilsten und gleichzeitig eigenwilligsten Prosaautoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Die Welt) ist ein so einfühlsamer wie eleganter Roman gelungen über einen, der sich gegen den Wandel der Zeit stemmt und dabei untergeht; aber auch über Würde und Menschlichkeit – und den Moment, in dem die Ordnung kollabiert. Das Buch erscheint am 22. August.
Text: Florentine Schaub
Verlag Galiani Berlin
http://www.galiani.de
P.S. Nach Erscheinen der beiden Bücher im Buchhandel könnt Ihr dann auch die Rezensionen dazu auf mein meinwortgarten.com lesen.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Fest der Poesie beim Palais Sommer

30 Dienstag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance

Zum Lauschen und Genießen sind Lyrik-Liebhaber am 31. Juli, um 20 Uhr auf der Wiese vor der Freilichtbühne am Japanischen Palais eingeladen. Eine Veranstaltung des Literaturforum Dresden in Kooperation mit dem Palais Sommer.

Palais.Poesie ist Kult und nicht mehr wegzudenken aus dem sommerlichen Kulturkalender in Dresden. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais und ein Höhepunkt des alljährlichen, eintrittfreien Palais Sommers (mit Veranstaltungen wie Konzerten, Freiluftkino und Yoga im Freien) noch bis 25. August zu erleben). Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance, bei dem namhafte und junge Dichter den wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen. In den Pausen erklingt Live-Musik von Central Boom and Space mit Winterberg (electronics) und Mario Faust (Trompete und Sitar). Die Palais.Poesie 2019 wird moderiert von Volker Sielaff.

Auf der Open-Air-Bühne des Palais-Sommers lesen in diesem Jahr:

Lydia Daher,
1980 als Kind deutsch-libanesischer Eltern in Berlin geboren, ist Lyrikerin, Musikerin, Performerin und Produzentin. Sie experimentiert und kollaboriertinterdisziplinär und hat Auftritte auf Literatur- und Musikfestivals, in Clubs und Theaterhäusern. Höchste Zeit also für einen Auftritt beim Palaissommer! Das ARD-Magazin „druckfrisch“ über Daher: „Großer Pop! Große Poesie!“ Der Spiegel konstatiert: „Smarte, angriffslustige Verse!“ Und das Musikmagazin „Rolling Stone“ bescheinigt ihr ein „nicht im Kopf auszuhaltendes lyrisches Talent“. Frech, unverschämt und sinnlich sind die teils gesungen vorgetragenen Verse der Lydia Daher.

Lütfiye Güzel,
1972 in Duisburg geboren. Da sie 2018 der absolute Publikumsliebling des Festivals war, kommt sie in diesem Jahr noch einmal. Seit 2014 veröffentlicht die Autorin Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label, Go-Güzel-Publishing. Soeben ist dort ihr „Dreh-Buch“ erschienen: „Eine Regieanweisung und Kamerafahrt ins Unsagbare.“ Lütfiye Güzel leitet Poetry-Workshops an Schulen und Museen und schreibt im Vier-Wochen-Takt Essays für WDR 3. Mit Texten wie „Oh, no!“ und „hey! Anti-roman“ terrorisiert sie den grauen Alltag, melancholisch und ohne Umwege. Ihre Texte sind brutal direkt, auf Literaturagenten hat sie „keinen Bock“. 2014 erhielt sie den Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg, 2017 den Literaturpreis Ruhr.

Uwe Kolbe,
1957 in Ostberlin als Sohn eines Binnenschiffers geboren, ist zweifellos einer der bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Franz Fühmann war in den Siebzigern erster Mentor, Kolbes Gedichtband „Hineingeboren“, 1980 im Aufbau-Verlag erschienen, wurde zur literarischen Sensation, denn Kolbe hatte, mit der radikalen Subjektiviät seiner Verse, das Lebensgefühl einerganzen Generation getroffen. Dem Debüt folgten zahlreiche weitereGedichtbände, u.a. „Bornholm II“ (1986), „Vaterlandkanal“ (1990), „Vineta“ (1998), „Lietzenlieder“ (2012) und „Die sichtbaren Dinge“ (2019). Zusammen mit Bernd Wagner und Lothar Trolle hat Uwe Kolbe in den 80er Jahren die Untergrundzeitschrift „mikado“ herausgegeben, 1988 Übersiedlung nachHamburg, 1989 als Gastdozent in Austin / Texas. Auf seiner langen Veröffentlichungsliste stehen neben Gedichtbänden auch zahlreiche Romane und Sachbücher, so „Die Lüge“ (2014), ein Buch, das, so Michael Braun, „alle Heldenlegenden von ästhetischer Dissidenz in der DDR gründlich entzaubert“. Seit einem Jahr lebt Uwe Kolbe in Dresden.

Ulf Großmann,
1968 in Freiberg geboren, war viele Jahre Redakteur der Literatur- und Kunstzeitschrift „Ostragehege“, er debütierte 2017 mit dem Erzählungsband „Bescherung“. In diesem Jahr ist im Elif-Verlag sein Gedichtband „Nachtränder“ erschienen, dessen Verse sich durch eine „beharrliche Wahrhaftigkeit“ (Armin Steigenberger im Onlinemagazin „Signaturen“) auszeichnen. Als „versehrte Stimmen vom Rand, aus dem Abseits, jenseits farbiger, sauerstoffreicher Wohlfühl-, Reise- und Wellnesszonen“ bezeichnet die Lyrikerin Kerstin Becker in ihrem Nachwort zum Buch die Gedichte des Autors Ulf Großmann. Texte, die man auf sich wirken lassen, deren Bitterkeit man sich als Leser stellen muss. Ulf Großmann wurde auch als Herausgeber der Anthologie „Skeptische Zärtlichkeit – Junge deutschsprachige Lyrik“(zusammen mit Axel Helbig) bekannt. 2017 erhielt er den Kammweg-Förderpreis. Großmann lebt und arbeitet in Dresden.

Text: Literaturforum Dresden


Ulf Großmann I Foto: privat

Uwe Kolbe I Foto: Dirk Skiba

Lütfiye Güzel I Foto: 7brands

Lydia Daher I Foto: Gerald von Foris

Weitere Programm-Infos unter:

http://www.palaissommer.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

7. Schriftenfest in Dresden: Schriftgießer, Bleisetzer & Buchdrucker in Aktion erleben

14 Freitag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Eine kalligrafische Kursiv, die heute als Handschrift nur noch selten
anzutreffen ist. Sie wurde vor 110 Jahren von Walter Tiemann, dem Schriftkünstler, Typographen, Lehrer und mit Carl Ernst Poeschel Herausgeber der Janus-Presse, entworfen. Die Rarität ist auch beim 7. Schriftenfest Dresden am Wochenende zu sehen. 

Der Hüter der Schriftschätze

Eckehart SchumacherGebler setzt sich mit dem Verein für die „Schwarze Kunst“ für den Erhalt traditioneller Druckfertigkeiten ein. Rund um Buchdruck und die begleitenden Techniken, Stempelschnitt, Schrifftguss und Handsatz dreht sich alles beim 7. Schriftenfest am 15. und 16. Juni in den Werkstätten für Buchdruck und Bleisatz der Offizin Haag-Drugulin, Großenhainer Str. 11a in Dresden.

Ein großer Teil des Schatzes ruht immer noch bleischwer und überwiegend originalverpackt in den Regalen. Die Schriftenpakete überdauerten die Schriftengießereien und zwei Weltkriege und stehen nun in einer alten Lagerhalle auf dem Druckereigelände. Das Sichten und Bewahren des reichen Fundus an historischen Holz- und Bleilettern ist ein Wettlauf mit der Zeit, weiß Eckehart SchumacherGebler, seit 1992 Eigentümer des Druckereihauses Offizin Haag-Drugulin.

„Ohne das handwerkliche Wissen und Können, das immer mehr verloren geht, sind diese schönen Dinge wertloses Metall“, sagt er. Mit dem Umzug vor drei Jahren nach Dresden startete er neu und setzt die Traditionen des 1829 gegründeten Unternehmens fort. Dort erschienen einst viele Erstausgaben von Dichtern und Schriftstellern wie Georg Trakl, Franz Kafka, Max Brod, Robert Walser, Heinrich Mann und Karl Kraus. Den reichhaltigen Schriftenbestand und die unwiederbringlichen Setz-, Gieß- und Druckmaschinen der Offizin Haag-Drugulin wollte SchumacherGebler nicht dem Schrotthändler überlassen. Also zog er mit 220 Tonnen Metallschriften und Maschinen, darunter eine Handpresse aus dem Jahr 1841, um ins Areal der ehemaligen Schriftgießerei Typoart auf der Großenhainer Straße.

Eckehart SchmacherGbeler hütet hier eine einmalige Sammlung von Schriftschätzen in außergewöhnlicher Vielfalt aus 200 Jahren. Er fand und erwarb sie in stillgelegten Gießereien in England, der Schweiz, Holland und der deutschen Bundesdruckerei. Darunter Gussformen von Fraktur-Schriften, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, Antiqua-Schriften aus der ganzen Welt, von der Renaissance bis zum Klassizismus und des großen italienischen Schriftkünstlers Bodoni. Erhalten blieb auch ein Prachtband: „Marksteine der Weltliteratur in Originalschriften“, der 1902 bei Offzin W. Drugulin in Leipzig erschien, mit farbigen Illustrationen und exotischen Schriften von arabisch bis indisch.

„Wenn wir die Schriften nicht hätten, könnten wir nicht in dieser Vielfalt und Qualität drucken“, sagt Eckehart SchumacherGebler. Er ist gelernter Buchdrucker, Typograph aus Leidenschaft und kenntnisreicher Experte für Schriften. Er wurde in Berlin geboren und wäre lieber Architekt geworden. Doch als Sohn einer Druckerfamilie war sein Weg vorbestimmt und leitete er später die elterliche Druckerei in München. In Dresden sind nun unter einem Dach die Haag-Drugulin mit traditionellem Handwerk und ein Typostudio mit moderner digitaler Technik vereint. Oft sind es Künstler und bibliophile Liebhaber, vor allem aber in- und ausländische Verlage, für die Bücher und grafische Blätter gedruckt werden. Besonders stolz ist SchumacherGebler über eine in seinem Haus gestaltete großformatige Shakespeare-Ausgabe für die englische Folio Society. Außerdem gibt es eine eigene Buchreihe „Bibliothek SG“, die klassischen und modernen Autoren gewidmet ist. Der neueste Band mit Märchen der Brüder Grimm entsteht gerade.

Eckehart SchumacherGebler ist auch der Initiator des im Sommer 2013 während des ersten Schriftenfestes in Dresden gegründeten Vereins für die „Schwarze Kunst“. Hokuspokus ist damit nicht gemeint. Vielmehr geht es seinen Mitstreitern um die gewisse Magie, die noch ganz herkömmlich mit Bleilettern gesetzte und gedruckte Bücher mit dem Geruch von Druckerschwärze ausstrahlen.

Der Verein setzt sich für den Erhalt der Kunst des Schriftgießens und Druckens und entsprechende Fortbildungsangebote ein, um das handwerkliche Können an die nächste Generation weiterzugeben.

Beim zweiten Schriftenfest im Juli 2014 waren grafische Schriftdrucke von experimentierfreudigen Studenten der TU Dresden zu sehen, die bei Workshops in der Offizin Haag-Drugulin entstanden. Derzeit helfen zudem zwei Kommunikations- und Grafikdesignstudentinnen, Merle Sommer aus Saarbrücken und Anna Puig aus Barcelona innerhalb eines Praktikums, die Schriftbestände im Lager zu archivieren. „Es ist wie Geschenke auspacken zu Weihnachten, dann noch so viele auf einmal. Für uns ist es spannend und auch von visuellem Reiz, die alten Schriften, Etiketten und Verpackungen zu sehen und wie sie sich mit der Zeit verändern“, erzählt Merle. In einer Woche leerten sie fünf Paletten voller Schriftpakete, deren Inhalt sie sichten, reinigen, erfassen und katalogisieren und fotografisch dokumentieren. „Neben riesigen Ziffern aus Blei aus der ehemaligen Bundesdruckerei fanden wir viele russische und holländische Antiqua-Schriften und sogar einen chinesischen Zeichensatz“, so Merle. Bis Ende August sind die beiden Studentinnen noch da. Was dabei alles ans Tageslicht kommt, erfreut sein altes Druckerherz.

Als nächstes plant SchumacherGebler das Einrichten einer Handsatzwerkstatt, wo Interessierte und Fachleute, Mediengestalter, Studenten und Schüler sich in der Druckkunst ausprobieren können. Workshops und Führungen bei der Haag-Drugulin werden für Schulklassen und Studenten bereits angeboten. „Die Druckerei soll aber kein Museum sein, sondern ein lebendiger Ort, an dem neben den Geräten und Maschinen auch das Fachwissen am Leben erhalten wird“, so SchumacherGebler. Seine Familie lebt in Bad Tölz bei München. Er ist Vater von vier Kindern und hat drei Enkelkinder. Inzwischen könnte er mit fast 80 Jahren seinen Ruhestand genießen. Doch er denkt noch nicht ans Aufhören. Dazu liebt er die schwarze Kunst zu sehr. Sie ist in aller Bandbreite wieder zu erleben, mit der  historischen Technik und Schriften aus seiner Druckerei, auf der dritten Dresdner Schriftgut-Messe im November in den Messehallen im Ostragehege.

Auf der Internetseite Schriftenfest.de besteht noch die Möglichkeit, sich kurzfristig für das Schriftenfest in Dresden anzumelden. Hier gibt es auch detaillierte Informationen zum Programmablauf.

http://www.Offizin-Haag-Drugulin.de

Text + Foto (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Musiker Ulrich Thiem las aus „Die Spieluhr“ von Ulrich Tukur bei Büchers Best

08 Samstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Zauber der Musik und Worte: der Musiker Ulrich Thiem las aus Ulrich Tukurs Novelle „Die Spieluhr“ und spielte Cello-Improvisationen bei seiner gut besuchten Lesung bei Büchers Best in der Neustadt.

Spannendes Spiel mit Wirklichkeit und Fantasie

Die Magie von Musik, Malerei und Sprache verbinden sich in der Lesung des Cellisten Urlich Thiem aus Ulrich Tukurs Novelle „Die Spieluhr“ am Pfingstsonntag, um 19.30 Uhr in der Yenidze.

Sie haben einiges gemeinsam. Die gleichen Namens-Initialen, die Magie der Kunst und Musik verbindet sie. Nach einem Konzert lernte Ulrich Thiem den Schauspieler Ulrich Tukur kennen. Er schenkte seiner Frau „Die Spieluhr“. Thiem nahm das Büchlein in die Hand und las und las. Ihn faszinierte die „Mischung aus Fiktion und Realität, Verrücktheiten und Verwirrungen bis zur Auflösung“, erzählte Ulrich Thiem bei seiner Lesung mit Cello-Improvisationen im Buchladen Büchers Best auf der Louisenstraße in der Neustadt.

„Die Wirklichkeit ist der Schatten der Kunst“, zitiert er aus dem Buch. Es ist ein spannendes Spiel mit Wahrnehmung, Wirklichkeit und Fantasie. Es wirke wie eine Anrufung der verborgenen Seele der Menschen und Dinge, so Thiem. Eine Beschwörung des Mysteriösen.

Auf wundervoll verwirrende Weise verbindet die Novelle „Die Spieluhr“ von Tukur die Lebenswege zweier ganz verschiedener Menschen, des Gelehrten und Freigeistes Wilhelm Ude, der aus der preußischen Enge entflieht, nach Paris geht und dort eine Galerie eröffnet und der Putzfrau Serafine, die betörende Blumenstilleben malt. Sie treffen sich in ihrer Sehnsucht nach einer schöneren Welt, die wohl nur in der Kunst zu haben ist, heißt es im Buch.

Ulrich Thiem entführt die Zuhörer mit dieser geheimnisvoll-entrückten Geschichte und bezaubernder Cello-Musik, abwechselnd zart und expressiv, in die undurchdringlichen Gefilde zwischen Wirklichkeit und Traum. Die nächste Lesung findet am Pfingstsonntag, am 9. Juni, um 19.30 Uhr unter der Yenidze-Kuppel statt.

Text + Fotos (lv)


Hüter der Wunder im Bücherreich von Büchers Best: Ladenkater „Musashi“.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BuchSalon: „Liebe ist immer ein Ernstfall“

08 Samstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Ernsthafte Unterhaltung im BuchSalon. Die neuesten Bücher sächsischer Autoren wurden vorgestellt (im Bild v. li n. re.) von Michael Bittner, Michael Hametner und Karin Grossmann. Andrea O`Brien, die Leiterin des Literaturhauses Dresden und eine Vertreterin vom Sächsischen Literaturrat luden zu der Veranstaltung ein.

Von „Puppenkino“ bis „Tarantella“

Ein Liebesroman, ein Schelmenroman voller Aphorismen, rätselhafte Kalendergeschichten und ein südlich heißblütiger Abenteuerroman wurden lebhaft diskutiert im BuchSalon im Literaturhaus Dresden.

Was macht ein gutes Buch aus? Muss man alles verstehen? Wie verrätselt kann es sein? Wie schwer oder leicht darf Unterhaltungs- bzw. ernste Literatur sein, um kritikwürdig zu sein? Darüber wurde lebhaft diskutiert im „BuchSalon“, der bisher Bücherbörse hieß, veranstaltet vom Sächsischen Literaturrat e.V. am Donnerstagabend im Literaturhaus Dresden in der Villa Augustin am Alberplatz.

Im Streitgespräch über Neuerscheinungen sächsischer Autoren waren diesmal Michael Bittner, freier Autor, Karin Grossmann, Literaturredakteurin bei der Sächsischen Zeitung und Michael Hametner, Literaturkritiker und viele Jahre bei MDR Kultur.
Auf dem Tisch ein Stapel Bücher, ganz unterschiedlich in der Machart, Inhalt, Form und Anspruch, die im Buchladen sehr weit voneinander stehen würden.

Vorgestellt wurden „Puppenkino. Kalendergeschichten“ (Connewitzer Verlagsbuchhandlung) des Leipziger Autors Thomas Böhme, der auch einige Texte daraus las. Von Volker Braun „Handstreiche“ (Suhrkamp), Daniela Krien „Die Liebe im Ernstfall“ (Roman, Diogenes) und Jens-Uwe Sommerschuh „Tarantella“ (Roman, salomo publishing).

Ladies first oder lag es am Thema? ging es zuerst um „Die Liebe im Ernstfall“, den zweiten Roman der in Leipzig lebenden Autorin Daniela Krien, Jahrgang 1975. Ihr erster Roman „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ (2011, Graf Verlag München) erzählt eine heftige, unmögliche Liebesgeschichte in einem Dorf nahe der deutsch-deutschen Grenze im Sommer 1990. Alle emotionalen Grenzen niederreißend.
In ihre neuen Roman geht es um fünf Frauen um die 40 auf der Suche nach dem Glück, für das sie einiges in Kauf nehmen, so Karin Grossmann. „Sie kämpfen gegen Vorurteile, trauen sich neue Lebensformen zu und gehören zum Mittelstand.“ Wie sich die Lebenslinien der Frauen kreuzen, über ihr Leben mit Männern und Kindern und ohne sie, erzählt vor dezent politischem Hintergrund der Nachwendezeit und neuen nationalistischen Tendenzen dieses Buch.

„Liebe ist immer ein Ernstfall, sonst ist es nämlich keine“, sagt Karin Grossmann über den Buchtitel. Es sei ein lebensnahes Buch, so Michael Bittner, auch wenn er es etwas konservativ findet. Dass alles seine Grenzen hat und zu viel Freiheit auch nicht gut tue, das habe ihm etwas Unbehagen bereitet. „Das ist kein Unterhaltungsroman, da wird schon tief in die Menschenkenntnis gegangen“, begründet Michael Hametner seine Empfehlung für das Buch.

Volker Braun, der unlängst seinen 80. Geburtstag feierte, stellte Hametner als einen großen Lyriker der sächsischen Dichterschule, Prosaautor, Essayist und Dramatiker vor. Sein neuer Band „Handstreiche“ sei eine Art Schelmenroman aus der Nachwendezeit der DDR über einen ehemaligen Vorzeigearbeiter namens Flick, der unbedingt arbeiten will und sich als Maschinenstürmer betätigt, sagt Michael Bittner. Das Buch enthalte viele Aphorismen. Er mag diese Form. „Oft stecken da mehr Einfälle drin als in manchem Roman.“ Es sei aber womöglich schwierig für jüngere Leser, die manche zeithistorische Hintergründe und Anspielungen nicht verstehen.

Dieser Flick erscheine wie ein „Don Quichotte des Sozialismus“, sagt Hametner über Brauns Buchhelden. Inhaltlich gehe es um das Scheitern, den Verlust von Utopien und die Unfähigkeit, sich mit der kapitalistischen Wirklichkeit abzufinden und um die Zukunft oder das Verschwinden von Arbeit. Mann kann es auch als literarischen Abschiedsgruß von Volker Braun lesen. „Mit 80 muss man auf einiges gefasst sein. Außer man heißt Martin Walser“, so Hametner. „Man liest die Texte länger als Daniela Krien. Drei bis vier auch nur, sonst verschwimmt es“, meint Karin Grossmann zu Brauns „Handstreichen“. „Die Gesellschaft, in der wir leben, wird im Handstreich genommen. Man kann sie jedoch nur in Raten lesen“, ergänzt Hametner. „Ein ganz schmaler Band, der es in sich hat.“

Ganz anders hingegen die skurril-hintergründigen, mehr oder weniger packenden Kalendergeschichten unter dem Titel „Puppenkino“ von Thomas Böhme. 366 Miniaturen, eine Kurzgeschichte für jeden Tag, enthält das Buch des gebürtigen Leipziger Autors. Böhme war der erste Preisträger des Literaturförderpreises des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (2006). Mal ganz sachlich, konkret und surreal bis rätselhaft kommen die Episoden Böhmes daher, der als schrulliger Geschichtenerzähler mit schwarzem Schlapphut auftrat, ganz in seine Geschichtenwelt versunken, kaum aufblickend. Da geht es wie in der Titelgeschichte „Puppenkino“, wo Kinder Filmszenen mit Puppen nachspielen, um die Grenzen von Spiel und Realität, Spaß und Ernst, kippt Schönes, Fröhliches in Morbides, Raues und Zerstörerisches. Mal sind es Spielzeug, Gegenstände, mal Lebewesen, Situationen und Orte, die er beschreibt und reflektiert.

Für jeden Tag eine Verwunderung, löst es das ein?, fragt Hametner in die Runde. „Mehr ein Staunen über Alltägliches, woraus sich eine Geschichte entwickelt“, so Karin Grossmann. „Manchmal einfach nur eine schöne Beobachtung. Wie von den Elstern, die die Ringe im Nest zählen.“ Es seien Geschichten, wo man erst mal rätselt, surreal wie Träume oder Märchen, meint Michael Bittner, die man auch nicht gleich verstehen müsse. „Wie eine Anleitung zum Fantasieren, die auch die Einbildungskraft stärkt.“
Witzig fand er eine Geschichte, in der Kinder keine „schwarzen Wörter“ mehr sagen dürfen, um andere anzuschwärzen, die dann aber unflätige Kraftausdrücke verwenden. Ein Seitenhieb auf die „Sprachpolizei“ und ihre teils unsinnigen Änderungsversuche. Manchmal hatte er den Eindruck, dass in den Texten Böhmes etwas zum Geheimnis gemacht wird, so Hametner. Dennoch habe er sie gern gelesen.

Am neuen Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh schieden sich die Geister. Man kann es als Roadmovie lesen oder als klassische Heldengeschichte, sagt Karin Grossmann. Der Erzähler Giovanni habe  Abenteuer, Mutproben zu bestehen und kommt knapp mit dem Leben davon, um eine schöne Frau, Mimi, zu erringen. Als einen schön ironischen Satz aus dem Buch nennt sie: „In Palermo gab es keine Zeugen. Das war gut für die durchschnittliche Lebenserwartung.“ Hübsch seien außerdem die Anspielungen zu Opernfiguren, dem französischen Schriftsteller Boris Vian und die Ausführungen zur Cosa Nostra heute wusste sie so noch nicht.

Michael Bittner hat „Tarantella“ „streckenweise gern gelesen, vor allem über das Leben in Sizilien und wie er Figuren und Charaktere zum Leben erweckt.“ Der Roman habe aber auch „einige Schwächen“. Er fragte sich, was der Ausflug nach Siracus soll, das erschließe sich nicht. Der böse Gegenspieler Giovannis werde z.B. nie zum Charakter und verschwinde irgendwann aus dem Roman und es kommen neue Bösewichter. Die Sexszenen findet Bittner „nicht gelungen“. „Ich würde sagen, es ist ein misslungenes Buch.“ Michael Hametner ist „Tarantella“ „150 Seiten zu lang“. Vieles findet er „belanglos, wenn es seitenlang über das Wetter, Gott, Glauben und die alten Griechen, um Züngeln, Küssen und Katzen geht.“ Das Buch sei nicht unelegant geschrieben, so Hametner, aber es muss doch um etwas gehen. Er findet außerdem, dass solche „Unterhaltungsliteratur für die Literaturkritik kein Gegenstand“ sei. Diese Haltung findet Karin Grossmann „arrogant“.“Auch Literatur, die mich unterhält, kann ich mit Maßstäben messen. Wie ist die Sprache, die Figuren…“

In anderen Ländern wie den USA gibt es gar keine Einteilung in Ernste- und Unterhaltungsliteratur. Ein ernsthaftes Buch kann ebenso unterhaltsam, soft daherkommen wie umgekehrt. Ideal, wenn Leichtigkeit und Tiefsinn, Lesevergnügen und Aha-Effekt zusammenkommen. Entscheidend ist, dass mich die Geschichte packt, hineinzieht, ich in andere Gedankenwelten reisen, etwas für mich entdecken kann. Das ist schon viel, wenn das ein Buch schafft.

Etwas verwunderlich die kleine Zuhörerrunde, darunter mehrere Autoren, beim BuchSalon. Ob es an der sommerlichen Hitze lag, dass viele lieber im Freien, in ihren Gärten waren. Wo man ja auch Bücher mit hin nehmen kann. Lesen hat auch viel mit Innehalten, Muße zu tun, was in der heutigen, schnelllebigen Zeit offensichtlich auch nicht mehr selbstverständlich ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten BuchSalons mehr Aufmerksamkeit und Besucher finden. Denn angesichts der Fülle auf dem Literaturmarkt ist es auch ein (Zeit)Gewinn, wenn man die Perlen und auch streitbare Bücher mit allem Für und Wider an einem Abend in offen-freundlicher Atmosphäre, Geist und Gaumen erfrischend, vorgestellt bekommt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.saechsischer-literaturrat.de


Leichtigkeit und Tiefsinn großartig verbunden: zeitlos schöne Gedichte von Erich Kästner wie „Sachliche Romanze“.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung mit dem syrischen Dichter Fouad El-Auwad im Landhaus Dresden

31 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

GEDICHTE – GESPRÄCHE – WEIN – BAKLAVA – BÜCHERTISCH

Brücken bauen in andere Sprachen, Brücken zu anderen Kulturen

In der Reihe „Literarische Alphabete“ gibt es die nächste Lesung, heute am Freitag,den 31. Mai 2019, um 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2

Der syrische Dichter Fouad EL-Auwad liest aus seinen Büchern, u.a. aus „Die blaue Müdigkeit“ und aus „Buch der Momente“

Von einem beeindruckenden inneren Reichtum getragen seien die Gedichte des 1965 in Damaskus (Syrien) geborenen Lyrikers Fouad EL-Auwad, schreibt der Schriftsteller und Philosoph Fuad Rifka in seinem Vorwort zu EL-Auwads Buch „Das elfte Gebot“. Seine Poesie ist keine der schlichten Aktualitäten, sondern überschreitet das Profane und wendet sich oft existentiellen Fragen zu. „Dein Gedicht“, so Fuad Rifka über EL-Auwad, „findet seinen Weg zu Herz und Auge so leicht wie die Müdigkeit zum Schlaf.“ Im Jahre 2005 gründete der Dichter den deutsch-arabischen Lyriksalon, der im Literaturhaus München und später auch, auf Einladung des Goethe-Instituts, in Damaskus stattfand. Der gelernte Architekt EL-Auwad arbeitet zudem als Lehrbeauftragter für Architektur an der FHNeubrandenburg. 1987 gründete er die Gruppe „kan yama kan, es war einmal“, die bei ihren Auftritten arabische Musik und orientalische Erzählungen verknüpft. Fouad EL-Auwad lebt in Aachen und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die meisten davon zweisprachig (Arabisch und Deutsch).

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Jörg Scholz-Nollau

-- 
Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden
Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung & Gespräch zum Roman „Den Jungen machen“ mit Jérome Meizoz im Landhaus Dresden

31 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Wann ist der Mann ein Mann?! Über anerzogene und gelebte Männlichkeit denkt offen, aufschlussreich, klug, sensibel und mit leisem Humor der Schweizer Autor Jérome Meizoz in seinem Roman „Den Jungen machen“ nach. Er veröffentlichte auch einige Gedichtbände.

Ein Junge mit einem Mädchenherzen

In der Reihe „Literarische Alphabete“ gab es eine Lesung und Gespräch mit dem Schweizer Autor Jérome Meizoz und der Übersetzerin Corinna Popp aus seinem autobiographischen Roman „Den Jungen machen“ im Landhaus Dresden.

„Man kann das als eine zeitgenössische Erziehung der Gefühle sehen. Ein Junge wird nicht zum Jungen geboren, sondern gemacht“, sagt Corinna Popp, die Übersetzerin über den Roman „Den Jungen machen“ (erschienen  im Elster-Verlag Zürich, 2018) von Jérome Meizoz. Gemeinsam mit dem Autor, der in Lausanne in der Schweiz lebt und dort an der Universität französische Literatur lehrt, war sie zu Gast in der Reihe „Literarische Alphabete“ des Literaturforums Dresden am vergangenen Freitagabend im Landhaus Dresden (Stadtmuseum). Unter den Zuhörern mehr Männer als Frauen. Was wohl auch am Thema lag.

Im Gespräch mit Moderator Patrick Beck vom Literaturforum und der anschließenden Lesung auf französisch und deutsch mit Jérome Meizoz ging es darum, was Männlichkeit ausmacht, um die daraus entstehenden Konflikte, wenn man den damit verbundenen Erwartungen, Normen der Gesellschaft nicht entspricht und die Suche nach dem, was Mannsein für einen selbst bedeutet.

Der Roman „Den Jungen machen“ erzählt zwei Geschichten alternierend. Er ist  unterteilt in zwei mal 30 Kapitel, in „Roman“ und „Recherche“, in denen Fiktives und Autobiographisches gegenübergestellt sind. Es ist kein geradliniges, sondern spiralförmiges Erzählen. „Die Recherche-Texte antworten und kommunizieren mit den Roman-Teilen“, erklärt Jérome Meizoz den Romanaufbau. Dabei verwendet er viele Genres und sprachliche Formen, die sich kontrastieren und den Reiz des Buches ausmachen. Gesammelte Zeitungszitate und Zitate des Jungen selbst, Gedichte und Tagebucheinträge, Zeilen aus einem Brief an ihn und Zitate anderer Romanautoren, die er mag, liefern vielschichtige Blicke und Sichtweisen im Umgang mit Männlichkeit, Körperlichkeit und Gefühlen.

Es sind meist kurze, prägnante Sätze. Klar, nüchtern formuliert mit hoher emotionaler Aussagekraft. In sehr bildhafter Sprache, vieldeutig und manchmal märchenhaft anmutend. „Sein Körper, bis zum Anschlag mit erwachsenen Wörtern gefüllt. Er bewegt sich wie in einem unsichtbaren Käfig…“, heißt es über den Jungen. Er weiß  nicht, was Männlich sein bedeutet. Später gibt er eine Anzeige im Internet auf, er bietet Massagen und mehr ausschließlich für Frauen an gegen Bezahlung. Ohne Verkehr. Er dringt nicht ins Innere des Körpers ein. Er richtet sich eine „Blumenwohnung“ mit „Arbeitsbett“ ein, wo er die Frauen empfängt.
Und der Junge träumt davon, wie es wäre, wenn es öffentliche Streichelzentren gäbe. Da Zärtlichkeit das einzige ist, was sich vermehrt, wenn man es teilt.

Die kurzen Kapitel wirken wie Appetithäppchen, sie enthalten viele Themen, spannend denkt er über Männer- und Frauen-Rollen nach. Vieles wurde bei der Lesung nur angerissen, die Lust auf mehr dieses Autors machte, der noch wenig bekannt ist in Deutschland.

Mehr zum Buch demnächst.

Text + Foto (lv)

http://www.literaturforum-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung & Gespräch zu „Tarantella“ mit Jens-Uwe Sommerschuh im Literaturhaus Dresden

29 Mittwoch Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Lust am Geschichten erzählen und Sprachwitz: Jens-Uwe Sommerschuh las aus seinem neuen Roman „Tarantella“ am Dienstagabend im Literaturhaus Dresden.
Das Haus des Schriftstellers auf der Insel Alicudi, in dem weite Teile seines Romans „Tarantella“ entstanden.

Das Zuhause aus der anderen Richtung. Auf der Terrasse des Autors „banaler Schreibtisch“. Fotos: Sommerschuh

Regenbogen-Küsse und Körper als Klavier

Mal lustvoll, feurig, mal schroff und dunkel wie Vulkangestein verwebt der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh spannend die Höhenflüge und Abgründe des Lebens und der Liebe.

Eine musikalische Muse eröffnete die Lesung. Mit rauer, intensiver und sonnenfunkelnder Stimme von Pietra, einer Sängerin und Schauspielerin aus Neapel. Einem Song ihres Albums „Napoli Mediterranea“. Sie klingt ein bisschen wie Gianna Nannini. Ein Hauch Mimi vielleicht. Der Erzähler Jens-Uwe Sommerschuh muss aufpassen, dass er sie nicht zu sehr aus den Augen verliert, denn sie treibt ihn an und seine Geschichten voran. „Willst du etwas wiederfinden, was du sehr vermisst, dann musst du suchen“, heißt es zu Beginn seines neuen Romans „Tarantella“, der vor wenigen Wochen bei Salomo publishing erschien, dem Nachfolgeroman von „Mimi“.

Eine Lesung und Gespräch mit dem Autor, moderiert von Literaturkritiker Michael Ernst, gab es am Dienstag abend im Literaturhaus Dresden, in der Villa Augustin am Albertplatz. Im gut gefüllten Raum entführte Jens-Uwe Sommerschuh die Zuhörer von jung bis älter auf eine spannende, mit viel Witz, Lust und Leichtigkeit erzählte Reise nach Süditalien. Er schreibe auch deswegen Geschichten, weil er gern vorlese. Es macht Spaß, ihm zuzuhören, die sehr lebendig und eigen geschilderten Figuren und ihr quirliges Lebensmilieu zu begleiten. Man fühlt sich sofort mittendrin auf dem Marktplatz von Palermo mit seinen vielen Obstständen, regen Getümmel und dem archaischen Gassengewirr, sieht und spürt die Farben, Gerüche, Stimmungen. Mal lebhaft, mal flüsternd, mal wie ein altes Marktweib keifend, mal verlockend keck wie Marcella las er, ohne zu viel zu verraten.

Wie es zur Roman-Fortsetzung kam und ob er vorausschauend Spuren legte für spätere Ereignisse, fragt Moderator Michael Ernst, z.B. das Schiffsticket von Marcella, der rätselhaften, temperamentvollen jungen Frau mit dem Kater auf der Schulter. Und die vielen Scherben in der Café-Bar, wo sie und Giovanni sich begegnen, wie nach einem Polterabend, nur ohne Braut und Bräutigam. Es wirkt wie ein skizzenhaftes Andeuten späterer Geschehnisse, die Seiten später wieder aufgegriffen und weiter entwickelt werden.
Er plane nicht und wisse nicht vorher, wohin eine Geschichte führt. Der Arbeitstitel des neuen Buches hieß: „Mimi ist weg“. Er überlegte, was mit ihr passiert sein könnte und folge seinen Figuren. Er liebe die Selbstüberraschung beim Schreiben, so Sommerschuh.

Seine Geschichten findet und erfindet er aus dem Leben heraus, er erlebt und erfährt sie auf seinen Reisen. Viele der Schauplätze auch im neuen Buch kennt er genaustens, denn seit 20 Jahren hat Jens-Uwe Sommerschuh sein persönliches Refugium gefunden auf der Mittelmeerinsel Alicudi in Italien, von wo aus er Rom, Sizilien und andere Orte in Italien erkundet und abwechselnd in Dresden wohnt und schreibt. Der Reiz und die Spannung beim Lesen in „Tarantella“ erhöht sich, da mit Marcella eine zweite Frau ins Spiel kommt. Auch wenn es nur eine „Mimi“, eine bestimmte Frau gebe, trifft man unterwegs noch andere interessante Menschen, die für weitere Bewegung sorgen, so der Autor. So kam Marcella dazu, die ebenso wie der Erzähler Giovanni in die Fänge der Cosa Nostra gerät, die sie unter Druck setzen, zappeln lassen und für ihre Pläne einspannen. Das Wort Mafia fällt nie. Die aufsehenerregenden Morde an den Richtern Falcone und Borsellino und anderen Menschen aus ihrem Umkreis Anfang der 1990er Jahre fanden einige einflussreiche Familien in Palermo schlecht fürs Geschäft, weiß Sommerschuh. In einer Kirche in Palermo, in San Domenico, erinnert eine Gedenktafel an die Opfer.

Ihm gehe es auch darum, die Unterschiede zwischen der Mafia als organisiertem Verbrechen und der Familia, die nur ungestört ihre Geschäfte unter sich regeln wollen, weil sie merkten, dass die Gewalt ihnen nur schadet, darzustellen in seinem Buch. Die Gefahr, die von der Cosa Nostra ausgeht, ist nie vordergründig, sondern unterschwellig präsent. Es sei auch ein Spiel mit der Angst, vor dem, was man fürchtet. Wie man es auch aus anderen Situationen kennt. Angst den Job oder den Partner zu verlieren. Nicht zu wissen, worauf man sich einlässt.

Im Kontrast dazu stehen Schönheit, Sinnlichkeit und Freuden des Lebens, die sich der Erzähler Giovanni bei allem Bedrohlichen nicht vermiesen lässt. Dies zieht sich intensiv und lustvoll beschrieben durch alle Buchkapitel. Ob beim kurzen, leidenschaftlichen Wiedersehen mit Mimi in Nicosia, wo sie einen Moment ihren Aufpassern entrinnen konnte und sich im Schutz eines Kellers ihrer Lust hingeben. Da werden Regenbogen-Küsse getauscht, bei denen man nie weiß, wo sie enden und flattern Münder und Zungen wie Kolibris oder Schmetterlinge. Oder die Szene bei Marcellas Cousine Donatella, eine Frau mit azurblauem, stachelartigem Schopf. Dramatisch komponiert. Statt auf dem Cembalo ihres Musikerkollegen, wo sie sonst Alte Musik aus Renaissance und Barock spielt, vollführt Donatella ihr Trockentraining diesmal nicht auf dem Küchentisch, sondern auf den nackten Körpern von Marcella und Giovanni. Da kriegt die Kunst der Fuge einen völlig neuen Sinn, lacht Giovanni.

Sie spielt das Allegro aus Bachs d-Moll-Konzert, ihre Finger fliegen, flattern, hüpfen, tänzeln über ihre Rücken, es war die reinste Wonne. Noch nie hatte ihm Musik, obwohl fast nichts zu hören war, so gut gefallen, sagt Giovanni hinterher. So etwas zu schreiben, sei das reinste Vergnügen, so Sommerschuh. Man kann Musik auch anders erleben als im klassischen Konzert. Dort höre er die Musik dann auch wieder anders, und denkt sich seine Bilder und Fantasien dazu. Er schreibt vor allem Musikkritiken, über Bildende Kunst und Kolumnen für die Sächsische Zeitung in Dresden. Rund 20 Konzerte habe er noch zu rezensieren. Bald wird er wieder auf die Insel Alicudi reisen.  Dies sei kein Rückzugsort für ihn, sondern sein Zuhause.
Was kommt als nächstes? Vielleicht wieder mal nach Paris, London oder Cornwall, sagt er. „Darüber will ich unbedingt auch mal eine Geschichte schreiben.“

Text + Foto (1) (lv)

Die Rezensionen zum neuen Roman „Tarantella“ und zu „Mimi“ stehen auch auf http://www.meinwortgarten.com


Jens-Uwe Sommerschuh vor seinem Haus, im Schatten des Weins, den er vor zwölf Jahren gepflanzt hat. Foto: M. Catalfamo

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh

28 Dienstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Jens-Uwe Sommerschuh auf dem Gipfel der Vulkaninsel, auf der große Teile seines neuen Romans spielen. Foto: M. Catalfamo

Leidenschaftlicher Tanz auf dem Vulkan

Spannend, aufregend und lustvoll-ironisch erzählt der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh von der Suche nach seiner Traumfrau „Mimi“, für die er kreuz und quer durch Sizilien reist, in dunkle Geschäfte verstrickt wird, zwangsverbandelt mit einer verführerischen Begleiterin. Mit bebendem Vulkan und rettender Tarantella.

Das neue Buch beginnt, wie das vorherige aufhörte. Abenteuerlich und aufregend. Eines Tages verschwindet Mimi spurlos. Er vermisst sie, die „Verrückte aus Marseille“, ihre Welt, die so wunderbar wie gefährlich war und ihn fast das Leben gekostet hatte, als er mit ihr obskure Kurierdienste ausführte, um Schulden abzuarbeiten. Noch immer trägt er das Säckchen mit den Diamanten mit sich herum, erfuhr nie, wem sie gehörten und auch die Beretta samt Munition hat er noch bei sich. Als dann ein Unbekannter auf ihn schießt, sieht er dies als Zeichen und haut ab aus Rom. Da er sich nicht mehr nach Marseille traut, sucht er Mimi in Palermo. Die Aussicht, sie „irgendwann wieder am Ohrläppchen zu zupfen oder anderswo, das war nicht die schlechteste Option.“ Ist Mimi weggelaufen oder wurde sie entführt? Von wem und warum? Wie kann er sie wiederfinden?

In „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh (erschienen bei Salomo publishing, 2019, 388 S., 15 Euro), dem Nachfolgeroman von „Mimi,“ der im Mai 2016 bei Editia herauskam, erzählt der Ich-Erzähler Giovanni in Rückblende zunächst von seiner Zeit mit Mimi. Von jenem Sommer in Toulouse, ihren Reizen, ihren blitzenden Augen, ihrem verschmitzten Lachen und ihrer kratzigen Stimme. Sie konnte feinfühlig sein, aber auch knallhart. Er war noch nie mit einer Frau so abgeflogen, bekennt er, und ist sich sicher, dass sie dieses Feuer nicht gespielt haben kann. Derart glänzende Augen ließen sich nicht vortäuschen. Doch wo war sie nun? Der neue Roman „Tarantella“ ist noch einen Tick schärfer als „Mimi“. Ein literarischer, leidenschaftlicher Tanz auf dem Vulkan, voller Geheimnisse und Überraschungen. Anders als im Roman „Mimi“ sind die Kapitel diesmal ohne Zwischenüberschriften (schade eigentlich), sondern einfach nummeriert, 39 Kapitel insgesamt. Dieses Buch ist „der „Liebe gewidmet. Sie ist nicht berechenbar.“ Mit trocken lakonischem Humor, witzig, verrückt, verführerisch, wild und romantisch erzählt Jens-Uwe Sommerschuh in „Tarantella“ vom Glück und der Liebe, die immer wieder neu gefunden werden wollen, und nebenbei erfährt man von ihm wieder detail- und kenntnisreich viel über Land, Leute, Lebensart, Geschichte, Kultur und Küche im Süden Italiens. Inspiriert von seinem Zweitwohnsitz auf der Mittelmeerinsel Alicudi, wo der in Nordhausen im Harz geborene SZ-Autor und Schriftsteller heute lebt, abwechselnd mit Dresden und viel umherreist.

Auf seiner Reise nach Sizilien betreten die Leser mit Giovanni heißes Pflaster. Eigentlich sucht er nur einen Job in Palermo, bekommt einen in einer Café-Bar im Stadtteil Castellammare und landet, ehe er sich versieht, in den Fängen der Familie, die in dem Viertel das Sagen hat. Das Wort „Mafia“ fällt nie. Ab und zu taucht der Padrone, Don Fazio auf. Bald erhält Giovanni seltsame Aufträge, außer Botengängen soll er eine verwitwete Dame begleiten, um zudringliche Verehrer abzuwimmeln. Auf dem Marktplatz trifft er eine rätselhafte Frau, Marcella. Sie ist stolz, temperamentvoll und trägt einen Kater namens Otello mit Piratenklappe am Auge auf der Schulter. Er sieht sie häufiger. Wer ist sie? Seine Wächterin oder selbst Gefangene der Cosa Nostra? Die beiden werden von Don Fazio mit einem mysteriösen Auftrag auf die Insel Stranezza geschickt. Er erklärt sie eigenmächtig, feierlich zu Mann und Frau, händigt ihnen täuschend echte Pässe aus und besorgt ihnen ein Haus auf der Insel. Klein und entlegen. Ungefähr tausendeinhundert Stufen überm Meer.

Querstellen nützt nichts, sonst würden sie Mimi nicht freigeben und auf Marcella lastet noch ein dunkles Familiengeheimnis. Beide sind aufeinander angewiesen. Sie kennt sich aus mit dem Leben auf der Insel, mit Weinbau ebenso wie mit dem Ernten stachliger Kaktusfeigen oder Wasser schöpfen mit einem Eimer an einem Seil aus der Zisterne, angefüllt mit Regenwasser. Wie die beiden sich in ihrem notgedrungenen Paar-Dasein näher kommen, sich fragen, was das alles zu bedeuten hat und was für ominöse Ware sie entgegen nehmen, ist in sehr atmosphärischer, bildreicher Sprache, feiner Figurenzeichnung, pointierten Dialogen und sinnlich knisternd erzählt.

Die Geschichte  entwickelt einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Fesselnd und spannend von Anfang bis Ende. Von einer Episode zur nächsten springend, locker, launig und lustvoll-ironisch bis hitzig unter der flirrenden Sonne auf und abwärts am Felshang entlang, werden abwechselnd die atemberaubende Schönheit der Landschaft, der Blick aufs Meer und die Nachbarinseln von hoch oben, von der geräumigen Terrasse und Dunkles, Bedrohliches geschildert.

Wie Marcella mit den Eidechsen redet und für Giovanni übersetzt, ist so originell wie behutsam, anrührend. Gruslig komisch, wie Giovanni kopfüber in einem Karnickelbau steckt, mit Blick auf einen Totenschädel und in der rechten Hand den Schuh einer Frau, die noch lebt und mit verstauchtem Fuß oben hockt. Dann wird Marcella auch noch von einer Spinne gebissen. Da kann nur eine Tarantella helfen, ein alter süditalienischer Tanz, bei dem Gift, Böses und Bedrohliches in wild-ekstatischen Bewegungen aus dem Körper heraus getanzt werden. Dann kommt noch eine Truppe wilder, rachehungriger Motorradtypen auf die Insel, regt sich der Vulkan mit großen Gesteinsbrocken, die alten Götter feierten Party und sparten nicht mit titanischem Konfetti, kommentiert Giovanni. Plötzlich ist Mimi wieder da. Die zwei Frauen tanzen zusammen Tarantella und Giovanni schaut ihnen zu, der Entkommenen und der Genesenden, und genießt ihre Gegenwart in vollen Zügen. Erlebt Liebe im Überfluss und Seelen, die in einer uralten Sprache singen. Was für ein Schluss!

Text + Foto (lv)

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Buchpremiere „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh im Literaturhaus Dresden

24 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Ein literarischer Tanz auf dem Vulkan, Buchsalon mit Streitgespräch und Dresden isst bunt

Eine Menge spannender Veranstaltungen, Autoren-Gespräche, Buch-Neuvorstellungen und ein Picknick mit Begegnungen auf dem Altmarkt locken in nächster Zeit.

Di., 28.5., 19 h
Jens-Uwe Sommerschuh, „Tarantella“
Dresdner Buchpremieren im Literaturhaus Villa Augustin

Ist dein Blut vergiftet, sagen die Sizilianer, musst du tanzen. Und wenn du, was dir fehlt, finden willst, dann musst du suchen.

Mimi ist verschwunden. Er vermisst sie, er will mehr als nur die Erinnerung an ein paar wilde Wochen mit ihr. Also sucht er sie. Eine Spur führt nach Palermo.  Mit sicherem Gespür, im Zweifelsfall das Falsche zu tun, verfängt er sich dort im Netz der Familie, die in dem Viertel das Sagen hat. Man schickt ihn quer durch Sizilien, dann mit einem seltsamen Auftrag nach Stranezza. Auf der schroffen Vulkaninsel, wo kaum hundert Menschen leben, ist die Zeit stehen geblieben. Und in dem steinalten Haus unweit des Kraters ist er nicht allein. Mimi zu finden, aber an Marcella zu geraten, das war nicht der Plan. Ist die eigenwillige, temperamentvolle Frau seine Wächterin oder selbst Gefangene der Cosa Nostra? Dann regt sich der Vulkan, und eine Spinne beißt zu: eine Tarantella auf Leben und Tod. (Michael G. Fritz)

Jens-Uwe Sommerschuh absolvierte ein Studium der Publizistik und arbeitete danach als Kunstredakteur in Dresden. Er war Korrespondent des Kunstmagazins art. Sommerschuh schreibt seit 1992 eine Kolumne für die Sächsische Zeitung, für die er auch als Musikkritiker tätig ist. Seit 1996 veröffentlicht er Prosa, bislang sind drei Romane erschienen. Er lebt in Dresden und auf der italienischen Insel Alicudi.

Moderation: Michael Ernst.

Und noch ein Ausblick in die erste Juniwoche:

Literaturclub Meet & Read
Di., 4.6., 19 h

Der Eintritt ist frei.

Vorgestellt und besprochen werden der erotisch-phantastische Roman „Aura“ des mexikanischen Autors Carlos Fuentes sowie „Der Sommer meiner Mutter“ von Ulrich Woelk.

Wir sind Gastgeber bei „Dresden isst bunt“

Dresden.Respekt / Literaturhaus Villa Augustin in Kooperation mit Literaturnetzwerk WortWechsel
Mi., 05.6., 17-20 h

Auf dem Altmarkt

Buchsalon
Streitgespräch
Do., 6.6., 19 h

Sächsischer Literaturrat in Kooperation mit Literaturhaus Villa Augustin

Michael Bittner, Karin Großmann und Michael Hametner diskutieren über sächsische Neuerscheinungen. Thomas Böhme liest aus „Puppenkino. Kalendergeschichten für 365 und einen Tag“.

„Explorer la question de la création“ – Der Zyklus der Künste Haute Mer
Lesung und Gespräch mit Cécile Wajsbrot
Fr., 7.6., 18 h

Centrum Frankreich | Frankophonie der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit Literaturhaus Villa Augustin
Der Eintritt ist frei.

Mit Destruction und den anderen vier Romanen der Pentalogie „Haute Mer“, aus denen an diesem Abend gelesen wird, denkt Cécile Wajsbrot nicht nur über die Entstehung verschiedener Kunstformen, ihre Rezeption und ihre Funktionen nach, sondern liefert eine Diagnose gegenwärtiger Gesell­schaften.

Text: Förderverein für das Erich Kästner Museum /
Dresdner Literaturbüro e.V.
Literaturhaus Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087
http://www.facebook.com/Literaturhaus.Dresden
http://www.literaturhaus-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 136 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von Angela
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von buchkomet
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Change Therapy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Troicaolenh Bussiness bureau nonprofit charity.troicaolenh05 inc .
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von mitohnesahne
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Das Grüne Archiv
  • Avatar von Wolfgang Schiffer
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von ww
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 195.594 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • Beim Elbhangfest Dresden: Das geheime Leben der Feen in Wachwitz erkunden
  • BilderAlbum: Zu Besuch bei dem Künstler Eckhard Kempin im Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast & Neue Ausstellung
  • Neue Jahresausstellung "Aktfotokunst heute" im Museum "aktfotoart" im Kunstkeller Dresden
  • Premiere "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in den Landesbühnen Sachsen

Aktuelle Beiträge

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 136 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
 

Kommentare werden geladen …