Zauber der Musik und Worte: der Musiker Ulrich Thiem las aus Ulrich Tukurs Novelle „Die Spieluhr“ und spielte Cello-Improvisationen bei seiner gut besuchten Lesung bei Büchers Best in der Neustadt.

Spannendes Spiel mit Wirklichkeit und Fantasie

Die Magie von Musik, Malerei und Sprache verbinden sich in der Lesung des Cellisten Urlich Thiem aus Ulrich Tukurs Novelle „Die Spieluhr“ am Pfingstsonntag, um 19.30 Uhr in der Yenidze.

Sie haben einiges gemeinsam. Die gleichen Namens-Initialen, die Magie der Kunst und Musik verbindet sie. Nach einem Konzert lernte Ulrich Thiem den Schauspieler Ulrich Tukur kennen. Er schenkte seiner Frau „Die Spieluhr“. Thiem nahm das Büchlein in die Hand und las und las. Ihn faszinierte die „Mischung aus Fiktion und Realität, Verrücktheiten und Verwirrungen bis zur Auflösung“, erzählte Ulrich Thiem bei seiner Lesung mit Cello-Improvisationen im Buchladen Büchers Best auf der Louisenstraße in der Neustadt.

„Die Wirklichkeit ist der Schatten der Kunst“, zitiert er aus dem Buch. Es ist ein spannendes Spiel mit Wahrnehmung, Wirklichkeit und Fantasie. Es wirke wie eine Anrufung der verborgenen Seele der Menschen und Dinge, so Thiem. Eine Beschwörung des Mysteriösen.

Auf wundervoll verwirrende Weise verbindet die Novelle „Die Spieluhr“ von Tukur die Lebenswege zweier ganz verschiedener Menschen, des Gelehrten und Freigeistes Wilhelm Ude, der aus der preußischen Enge entflieht, nach Paris geht und dort eine Galerie eröffnet und der Putzfrau Serafine, die betörende Blumenstilleben malt. Sie treffen sich in ihrer Sehnsucht nach einer schöneren Welt, die wohl nur in der Kunst zu haben ist, heißt es im Buch.

Ulrich Thiem entführt die Zuhörer mit dieser geheimnisvoll-entrückten Geschichte und bezaubernder Cello-Musik, abwechselnd zart und expressiv, in die undurchdringlichen Gefilde zwischen Wirklichkeit und Traum. Die nächste Lesung findet am Pfingstsonntag, am 9. Juni, um 19.30 Uhr unter der Yenidze-Kuppel statt.

Text + Fotos (lv)


Hüter der Wunder im Bücherreich von Büchers Best: Ladenkater „Musashi“.

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