Dresdner Senioren übergeben Erinnerungsbücher feierlich an das Stadtarchiv Dresden.

Am 27. März 2017, um 18 Uhr werden „Erinnerungsbücher Dresdner Senioren“ im Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Str. 1 präsentiert. Die biographische Spurensuche mit Lesung sowie musikalischer Umrahmung gibt Einblicke in ein wertschätzendes Erinnerungs-Projekt.
Freunde und Geschichtsinteressierte sind herzlich eingeladen.Öffentliche Diskussionen zu Rentenproblemen oder Alterserkrankungen lassen oft vergessen, dass ältere Menschen stets eine Lebensgeschichte bergen, und damit auch als Zeitzeugen gelten können. Aus dem, was sie erreicht und geschaffen, aber auch verpasst oder gar falsch gemacht haben, können Jüngere lernen. Im „Buch meines Lebens“ wurde, als Ergebnis intensiver Gespräche, Erinnertes aus dem Leben von Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks Elsa Fenske niedergeschrieben.
Erzähltes kann so bewahrt und an Altersgefährten und Jüngere weiter gegeben werden.Einige dieser Lebensberichte werden seit 2011 in Dresden durch ein sechsköpfiges Team ehrenamtlich von in der SeniorenKultur engagierten Menschen in Interviews erfragt und in einem persönlichen „Buch meines Lebens“ festgehalten.
Der interessierten Öffentlichkeit werden die Geschichten in Erzähl-Cafés vorgestellt. So liegen nun schon 17 Lebensgeschichten gedruckt vor. Aus den Büchern werden Ergebnisse aus dem KULTreif-Netzwerk vorgestellt sowie Auszüge zum Wiederaufbau in Dresden nach 1945 gelesen. Anschließend werden dem Stadtarchiv – wie schon 2013 – die seitdem entstandenen Bücher in feierlicher Form übergeben. Musikalisch begleitet das Blockflötenensemble des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden die Veranstaltung.
Zur Buchpräsentation begrüßt die Besucher Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.
Einführung in die Buchpräsentation: Dr. Peter Müller (Vorstandsvorsitzender SIGUS e.V.) und Winfrid Ripp (Bürgerstiftung Dresden). Im Anschluss werden Auszüge vom Mehr-Generationen-Theater SONNENSUCHER aus den „Lebensbüchern“ vorgelesen.

Der Eintritt ist kostenfrei.
Text: Stadtarchiv Dresden

Kommende Veranstaltungen:
16. März 2017, 18 Uhr
Vortrag: Der Lebensweg religiöser Frauen (Nonnen und Beginen) nach der Einführung der Reformation“
Veranstalter: Frauenstadtarchiv Dresden

3. April 2017, 18 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Internationale Wochen gegen Rassismus“
Thema: Das [un]bekannte Andere – Verfolgung von Sinti und Roma in Sachsen
Referentin: Claudia Pawlowitsch

6. April 2017, 18 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Internationale Wochen gegen Rassismus“
Thema: Fremde in Dresden von 1945 bis 1989
Referent: Thomas Kübler

Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

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