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Kategorien-Archiv: Musik

Premiere „Azzurro – Wie zähme ich einen Italiener?“ im Boulevardtheater

26 Montag Mär 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Foto: Robert Jentzsch

Ein Feuerwerk der Lebensfreude

Die Musikkomödie „Azzurro“ feiert mit viel Herz, Humor und gefühlreichen Italo-Hits von Adriano Celentano bis Zucchero La Dolce Vita, pure südliche Lebenslust.

Der Winzer Adriano ist alles andere als ein Frauenheld. Er ist Junggeselle, stachlig wie eine Distel und macht den besten Wein im Dorf. Eine echte Herausforderung für Mama Felicita und die schöne Ornella, den Widerspenstigen für sich zu gewinnen. Mit viel Herz, Humor und heißen Hits entführt die Musikkomödie „Azzurro – Wie zähme ich einen Italiener?“ von Michael Kuhn ins Land von Pizza, Pasta und Amore. Die Premiere war am Sonntagabend im Boulevardtheater.

Vor beschaulicher südlicher Kulisse unter azurblauem Himmel geht es turbulent zu. Die Inszenierung von Olaf Becker spielt liebevoll ironisch mit Klischees über Italiener und die Liebe frei nach dem bekannten Kinospielfilm “Der gezähmte Widerspenstige“ mit Adriano Celentano und Ornella Muti. Der Eisverkäufer Dino de Angelo spielt Mandoline und Gitarre (Andreas Goldmann) und hat für jede Szene und Stimmung die passende Melodie parat. Zugleich verkörpert er gewitzt leibhaftig La Dolce Vita,  das pralle Leben. Die Musik ist zum Dahinschmelzen mit Italo-Hits von Adriano Celentano, Al Bano und Romina Power, Eros Ramazotti, Gipsy Kings, Maria Callas, Andrea Bocelli bis Gianna Nannini.

Das zündet sofort, versprüht reichlich südliche Leichtigkeit, Leidenschaft und gute Laune, die sich sogleich mitreißend aufs Publikum überträgt. Mama Felicita (Karina Schwarz) betrachtet alle als große Familie und hält forsch-temperamentvoll die Fäden zusammen. Sie zählt auf, was Bella Italia alles zu bieten hat, von gutem Essen, viel Lust auf Liebe bis zu Vino und Mafia, die sei ein echter Exportschlager… Ihren Sohn Fabrizio spielt ein waschechter Italiener (Joyello Sabatelli), mal mit Haarknoten und offener Mähne, der abwechselnd flirtet und streitet über die bessere Pizza und Pasta mit der kessen Gloria (Katharina Eirich), der Restaurantbesitzerin von nebenan. Der abweisende, sture Eigenbrötler Adriano (Andreas Köhler) weckt allen Ehrgeiz und weibliche Waffen von Mama Felicita, und sie steht der aufreizend-lebenslustigen Ornella (Dorothee Krüger) mit Rat und Tat zur Seite. Und sie werfen Münzen in den Brunnen, damit Glück und Liebe sprudeln.

Köstlich die dem Film nachempfundenen Szenen, wenn Adriano die Weintrauben im Fass stampft, befeuert von der Musik mit Hüftschwung und damit dem Wein eine besondere Fußnote verleiht. Wenn er Ornella in wilder Fahrt im Bett über die Bühne rollt, am verlassenen Kopfkissen ihren Duft schnuppert. Oder demonstrativ Holz hackt mit ganzer Manneskraft, während Ornella nicht mit ihren Reizen geizt.  Ob er überhaupt irgendeinen Menschen brauche?!, fragt ihn Ornella fast aufgebend. „Nein! Aber ich will dich!“, stellt Adriano klar. Frauen wollten doch einen Mann, der sie will und nicht braucht. Er sei keiner dieser modernen Männer, die Anerkennung bei Frauen suchen, abhängig sind. Zum Schluss sprudelt die Fontäne im Brunnen, feiern drei Paare Hochzeit. Reichlich Beifall für einen Theaterabend voller Lebensfreude, aus dem man fröhlich beschwingt mit aufkommenden Frühlingsgefühlen geht.

(lv)

http://www.boulevardtheater.de

 

 

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Ahoj Leipzig! Tschechien ist Gastland zur Buchmesse 2019

21 Mittwoch Mär 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Literatur, Musik

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Eine Bücherreise zum Sehnsuchtsort „Böhmen am Meer“

Höhepunkt des tschechischen Kulturjahres, das im Herbst 2018 beginnt, ist die Leipziger Buchmesse (vom 21. – 24. März 2019) mit Lesereisen von AutorInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 gibt Kultur- und Förderprogramme bekannt

Die Veranstalter von „Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019“ haben ihre neuen Förderprogramme und die Höhepunkte ihres kommenden Kulturprogramms vorgestellt: Das tschechische Kulturministerium und die Mährische Landesbibliothek Brünn veranstalten in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern das Tschechische Kulturjahr von Herbst 2018 bis Herbst 2019, das zahlreiche Auftritte tschechischer Autorinnen und Autoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorsieht.

Zudem sind Podiumsdebatten, Konzerte, Foto- und Design-Ausstellungen, Filmprogramme und ein Opern-Gastspiel des Nationaltheaters Brünn geplant. Im Mittelpunkt steht die breite Präsentation neuer tschechischer Bücher und ihrer deutschen Übersetzungen sowie die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, Geschichte und Politik des Landes. So werden unter anderem die Werke Pavel Kohouts, Schriftsteller und Wortführer des „Prager Frühlings“, im Mittelpunkt stehen, sowie die Errungenschaften des Menschenrechtlers und Politikers Václav Havel, Mitinitiator der oppositionellen Bürgerrechtsbewegung „Charta 77“, die der Wende in Tschechien, der „Samtenen Revolution“, 1989 den Weg ebnete.

„Künstler und Intellektuelle der tschechischen Bürgerrechtsbewegung haben 1977 mit der ‚Charta 77‘ eines der berühmtesten Manifeste für die Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten in der Weltgeschichte vorgelegt“, unterstreicht Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Ich freue mich auf die heutigen politischen und künstlerischen Perspektiven unserer Nachbarn und natürlich auf ihre literarische Verarbeitung. Denn Tschechien hat eine ungemein reiche und vielfältige Literaturszene zu bieten, die viele deutschsprachige Leser verdient hat.“

Dr. Ilja Šmíd, Kulturminister der Tschechischen Republik, erklärt: „Ahoj Leipzig!, unser Motto für den Gastlandauftritt bei der Leipziger Buchmesse 2019, ist mit Bedacht gewählt, assoziiert es doch in Tschechien wie in Deutschland einen maritimen Gruß. ‚Böhmen am Meer‘, das ist ein altes bis auf Shakespeares ‚Wintermärchen‘ zurückgehendes Motiv, das einen utopischen Idealzustand beschreibt. Tatsächlich liegt Tschechien vom Meer weit entfernt, und daher ist das Meer unser dauerhafter Sehnsuchtsort. Ein Ort, zu dem wir gerne aufbrechen, natürlich mit Büchern in der Hand, so dass es in Tschechien stattdessen ein ‚Meer an Büchern‘ gibt. Kommen Sie mit an Bord und segeln Sie mit uns durch das tiefe Meer der tschechischen Literatur!“

Gastland Tschechien bietet drei Förderprogramme

Ziel des tschechischen Länderauftritts im deutschsprachigen Raum ist es, die tschechische Literatur auf dem deutschen Buchmarkt stärker sichtbar zu machen. Um Übersetzungen aus dem Tschechischen wirksam zu unterstützen, wurden drei besondere Förderprogramme aufgelegt:

  • Programm des tschechischen Kulturministeriums zur Förderung von Übersetzungen tschechischer Literatur in die deutsche Sprache: Dieses Programm, das von Verlegern, Herausgebern, Literaturagenten und Übersetzern beantragt werden kann, bezieht sich vorrangig auf die zeitgenössische Literatur. Einsendeschluss für den nächsten Förderantrag ist der 15. April 2018. Das Antragsformular findet sich hier: https://www.mkcr.cz/podpora-vydani-ceske-literatury-v-prekladu-517.html
  • Sonderausschreibung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds für Projekte, die der Stärkung des deutsch-tschechischen literarischen Austausches dienen: Dieser Fonds fördert deutsche Übersetzungen tschechischer Literatur, desweiteren die deutsche Bohemistik, etwa über Konferenzen, Workshops, Seminare und andere wissenschaftliche Diskursformate. Und schließlich Aktivitäten, die die tschechische Literatur in Deutschland bekannter machen, etwa durch Lesungen tschechischer Autoren in Deutschland und deutsch-tschechische Begegnungen sowie gemeinsame Publikationen. Deadline für diese Förderanträge ist jeweils das Quartalsende 2018 sowie im Jahr 2019 der 31.3. und der 30.6. Das Antragsformular findet sich hier: http://www.fondbudoucnosti.cz/de/aktuell-1/sonderausschreibung-zur-starkung-des-deutsch-tschechischen-literarischen-austausch
  • Residenzprogramm, das kreative Schreibaufenthalte deutscher Schriftsteller in Brünn und tschechischer Schriftsteller in Leipzig ermöglicht: Interessierte Autorinnen und Autoren können sich ab sofort bewerben, Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 23. April 2018. Jeweils fünf Kandidaten aus jedem Land werden von einer Jury ausgewählt und im Rahmen der Prager Buchmesse, am 10. Mai 2018, bekannt gegeben. Der Aufenthalt ist auf die Partnerstädte Leipzig und Brünn konzentriert und erfolgt einen Monat lang, in der Zeit vom August 2018 bis Januar 2019. Nähere Informationen über die Ausschreibung finden Sie hier: http://www.ahojleipzig2019.de/de/ausschreibung-tschechisch-deutsche-residenzen-brno-und-leipzig-august-2018-januar-2019

Im Herbst 2018 startet das tschechische Kulturjahr

Ab Herbst 2018 werden in Leipzig sowie im gesamten deutschsprachigen Raum rund vierzehn Monate lang Buchkultur, Schriftsteller, Denker, Kunst, Comics, Musik, Design und Photographie aus der Tschechischen Republik präsentiert.

„Ziel des Projekts ‚Tschechisches Kulturjahr‘ ist es, die tschechisch-deutschen Kulturbeziehungen und das Bewusstsein über zwei historisch, sprachlich und geographisch eng verwandte Länder zu stärken. Deshalb ist eine Reihe von Programmen so konzipiert, dass sie zu einem dauerhaften Bestandteil des tschechisch-deutschen Kulturaustausches werden können“, betont Projektkoordinator Martin Krafl.

Start und Abschluss des Kulturjahres sind in Leipzig geplant, der Partnerstadt Brünns. „Wir freuen uns darauf, in den kommenden Monaten verstärkt tschechische Kultur in Leipzig erleben zu dürfen, denn Leipzig und Brünn verbindet eine sehr enge Partnerschaft, der dieser spannende Auftritt Tschechiens in Leipzig neue Impulse verleiht“, unterstreicht Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig.

Das tschechische Kulturjahr wird am 13. Oktober 2018 mit dem Leipziger Opernball eröffnet, bei dem eine musikalische Bandbreite über Klassik, Jazz, Schlager bis hin zum politischen Lied zu erleben sein wird: Als Star-Gast des Abends ist Karel Gott angefragt, die „goldene Stimme aus Prag“, zudem tritt die international gefeierte tschechische Opernsängerin Dagmar Pecková auf. Anschließend sind in Leipzig Lesungen und Gespräche tschechischer Autorinnen und Autoren beim Leipziger Literarischen Herbst (23. bis 31. Oktober 2018) geplant. Aus Anlass des 80. Geburtstags von Jiří Menzel, einer der Hauptfiguren der Nouvelle Vague, wird eine Filmreihe veranstaltet, und es gibt tschechische Literaturverfilmungen in der Schaubühne Lindenfels. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Nationalbibliothek in Leipzig zeigt eine Ausstellung zur tschechischen Avantgardekunst. Im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig sowie in der Schaubühne Lindenfels werden Bedeutung und Wirkung der „Charta 77“ beleuchtet.

Für Kinder und Jugendliche ist ein eigenes tschechisches Programm geplant: der Buchsommer „Kapitäne Ahoj!“ in der Leipziger Stadtbibliothek, die 2019 u.a. auch eine Ausstellung tschechischer Kinderbuch-Illustrationen präsentiert.

Höhepunkt des tschechischen Kulturjahres ist die Leipziger Buchmesse (21. bis 24. März 2019), in deren Anschluss die Autorinnen und Autoren ihre neu übersetzten tschechischen Bücher in den Literaturhäusern und Kulturinstitutionen zahlreicher Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen: in Berlin, Bremen, Hamburg, Köln, Frankfurt, Bonn, München, Heidelberg und Stuttgart, in Wien, St. Pölten, Krems, Linz, Salzburg und Graz sowie in Zürich und Basel.

Der krönende Abschluss des tschechischen Kulturjahres wird am 8. November 2019 in der Leipziger Oper gefeiert – mit einem Gastspiel des Nationaltheaters Brünn: Leoš Janáčeks Oper „Jenůfa“.

Nähere Informationen finden Sie hier: http://www.ahojleipzig2019.de

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, des Collegium Bohemicum und des Goethe Instituts Prag sowie zahlreicher weiterer Partnerinstitutionen.

Text: Susanne Meierhenrich, Pressebüro Leipziger Buchmesse

http://www.ahojleipzig2019.de

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Vier Tage Fantasiebeschleunigung – Literaturabenteuer für junge Leute auf der Leipziger Buchmesse

15 Donnerstag Mär 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik

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Das Kinder- und Jugendprogramm der Leipziger Buchmesse

Kinder und Jugendliche zählen zu den härtesten Literaturkritikern. Schon nach wenigen Seiten sind sie entweder komplett im Abenteuer versunken – oder lassen das Buch unbeachtet links liegen. Für dieses kritische aber zugleich höchst begeisterungsfähige Publikum bietet die Leipziger Buchmesse ein umfassendes Programm. In rund 500 Veranstaltungen erleben Kinder und Jugendliche spannende Abenteuer, lernen ihre Protagonisten kennen, genießen mitreißende Konzerte oder können bei einer der zahlreichen Mitmachaktionen aktiv werden. Alle Veranstaltungen gibt es ab sofort unter http://www.leipziger-buchmesse.de/kinderundjugend.

Janoschs Tigerente wird 2018 schon 40 Jahre alt. Zu diesem Anlass lädt das Tigerenten-Erzähltheater Jung & Alt zu einer Geburtstagslesung ein. Die farbenfrohen Geschichten werden mit Schauspielern untermalt – ein echtes Erlebnis für Groß und Klein. Der Hase Felix springt seit vielen Jahren durch zahlreiche Kinderzimmer. Seine Erfinderin Annette Langen hat nun ein neues Kinderbuch geschrieben und präsentiert „Oh Schreck, der Strom ist weg“ auf der Leipziger Buchmesse.

„Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad“ ist ein besonderes Kinderbuch. Nicht nur, weil es eine rührende Geschichte von Freundschaft erzählt, sondern auch, weil es ein inklusives Kinderbuch ist. Die Texte sind in einfacher Sprache geschrieben und zusätzlich in Brailleschrift verfasst. Zur Leipziger Buchmesse präsentiert der KIKA-Moderator Eric Mayer das Buch, unterstützt durch Musiker Reinhard Horn. Spannende Wissensgeschichten hat der Moderator Ralph Caspers (Sendung mit der Maus) im Gepäck. Er stellt das Buch „Wenn Glühwürmchen morsen“ vor.

„Knall, Pffffft, Peng“ statt „knusper knusper knäuschen“? Zur Leipziger Buchmesse können Kinder und Jugendliche aus ihrem Lieblingsmärchen einen Comic machen. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, eine Anmeldung am Stand der taz wird empfohlen. Fantastische und spannende Geschichten versprechen aufregende Lesungen im Jugendprogramm. Der irische Bestsellerautor Derek Landy stellt sein neues Buch der Reihe „Skulduggery Pleasant“ vor. Das Finale der GÖTTERFUNKE-Triologie steht an. Zur Leipziger Buchmesse liest Marah Woolf aus „Götterfunke – Verlass mich nicht“.

Lesend die Stadt erkunden

Nicht nur auf dem Messegelände, sondern in der ganzen Stadt finden spannende Lesungen für Kinder und Jugendliche statt. Zur magischen Actionreise lädt der Autor THiLO. Er stellt den neuesten Schmöker „Animal Heroes“ im Leipziger Zoo vor. Die märchenhaften Erzählungen von König Drosselbart werden in der Stadtbibliothek lebendig. Anlässlich des diesjährigen Buchmesse-Schwerpunktlandes Rumänien werden Ausschnitte vorgelesen und durch die rumänischen Illustratorin Irina Dobrescu untermalt. Anschließend können Kinder ihr eigenes Bild der Geschichte zeichnen.

„Lass Konfetti für dich regnen“ lautet die Devise von Schauspielerin Lisa-Marie Koroll. Bekannt aus „Bibi und Tina“ möchte sie mit ihrem Buch jungen Frauen Mut machen. Einem ernsten Thema widmet sich Martin Schäuble. Unter dem Titel „Endland“ entwirft er ein düsteres gesellschaftliches Szenario: Er zeigt, wie unser Land aussähe, würden wir von einer rechtsnationalen Partei regiert.

Tanzen, Träumen, Toben: Spannende Mitmachaktionen & Familiensonntag

Noch mehr Erlebnis bietet die Leipziger Buchmesse bei den zahlreichen Mitmachaktionen. Der Bleilaus-Verlag zeigt Kindern und Jugendlichen, wie ein Comic entsteht. Anschließend kann eine eigene Geschichte entwickelt werden. Zur Musikstunde lädt der MDR: Im Instrumentenkarussell können Kinder verschiedenste Streich- und Blasinstrumente ausprobieren. Das Jugend-Musik-Netzwerk CLARA des MDR lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, ein eigenes Instrument zu bauen oder einen Song zu komponieren. Ein Stadtrundgang der besonderen Art verspricht das Institut Franḉais. Bei der Krimi-Stadtrallye lösen Kinder und Jugendliche auf Grundlage eines Krimis verschiedene Rätsel. Bei ihrer Detektivtour begegnen sie dabei verschiedenen Schauspielern, die ihnen den Weg weisen. Die Aktion ist kostenfrei. 

Sonntag ist Familientag – auch auf der Leipziger Buchmesse. Ab 9 Uhr gibt es ein leckeres Familienfrühstück im CCL. Danach startet ein spannender Tag für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. Ab 11 Uhr gibt es im Vorlese-Crashkurs Tipps und Tricks, wie die Lesestunde zum besonderen Erlebnis wird (CCl, Saal 4). Zum Mittag steht ein musikalisches Highlight mit dem Auftritt der Band 3Berlin an. Die Musiker haben bereits diverse Kinder-Hörspiel-Titellieder und acht Kinderliederalben produziert. Die Band besteht aus der Komponistin Diane Weigmann, Produzent Carsten Schmelzer und Grundschulpädagogen Tobias Weyrauch. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass die Lieder der Band lustig aber lehrreich, hochwertig aber nicht kompliziert sind und dabei Quatsch mit Qualität verbinden. Der Auftritt von 3Berlin findet am Messesonntag, 12 Uhr im CCL (Saal 2) statt. Unser Tipp: Alle Kinder bis 12 Jahre, die am Familiensonntag bis 10 Uhr mit ihrem Lieblingsbuch auf die Messe kommen, erhalten kostenfreien Eintritt.

Service, Tickets und Öffnungszeiten

Die Leipziger Buchmesse öffnet vom 15. bis 18. März auf dem Leipziger Messegelände. Tickets gibt es es online unter www.leipziger-buchmesse.de/ticket sowie an den Tageskassen. Kinder bis 6 Jahre erhalten freien Eintritt.

Text: Julia Lücke, Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben

www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

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Neues aus der Freakstadt im Societaetstheater

15 Donnerstag Mär 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Projekte, Tanz

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Fotos: jsn media, Grafik: André Wirsig

Tanztheater mit der  JuWie Dance Company

Es ist wieder soweit! FREAKSTADT! Vom 16. bis 18. März erobert die Companie Freaks und Fremde das Dresdner Societaetsthetaer mit ihrem monatlichen Format Freakstadt. In dieser 7. Ausgabe sind Jule Oeft und Wiebke Bickhardt von der JuWie Dance Company dabei, u.a. mit BLIND DATE und ELDORADO.

In BLIND DATE begegnen sich vier Dresdner Ausnahme-Musiker sowie Tänzer*innen und Performer, die Ihnen vor dem gespannten Publikum zugelost werden. Moderiert durch Freaks und Fremde erwartet uns alle ein spannender Improvisatiosabend, einmalig und ohne doppelten Boden.

ELDORADO, die Suche nach Gold, Glück und dem Guten Leben, ist unsere zweite gemeinsame Produktion mit Cie. Freaks und Fremde.  Ein Theaterstück, dass wir auf unserer Expedition durch Kolumbien  entwickelt haben. Eine Reise, eine Suche, ein Tanz, ein Traum, ein Rausch —- auf keinen Fall verpassen – zum allerletzten Mal in Dresden!

www.societaetstheater.de

UND SONST SO?

Wir recherchieren gerade fleißig für einen neuen Themenschwerpunkt zukünftiger Produktionen, rechnen Födergelder ab, freuen uns über weitere Förderzusagen, beteiligen uns an einem Projekt zu Mary Wigmans Wirken in der Stadt mit dem Verein Villa Wigman für Tanz e.V., grübeln mit den Kollegen aus der Koalition der Freien Szene darüber wie wir unsere Arbeitsbediengungen verbessern können, bereiten meherere Gastspiele vor.  Viel zu tun und sehr froh dabei!

Weitere Highlights in den kommenden Wochen?

Nach der Freakstadt beginnt unsere erste Reisesaison. Es geht noch im März mit ELDORADO und Cie Freaks und Fremde nach Bogota (Kolumbien) und im April nach Reutlingen (Baden Würtemberg) mit QUEENS OF DIAMONDS (Choreografie: Yaron Shamir). Irgendwann dazwischen feiern wir unseren 5. Geburtstag! Im April 2013 gründeten wir uns rückwirkend zum 01.04.! Dass es uns immer noch gibt und noch weiter geben soll, hat mit vielem und vielen zu tun! Wir danken allen Unterstützern, egal in welcher Form diese erfolgte und euch, unserem Publikum.

Wir sehen uns im Theater!

Text: Wiebke Bickhardt und Jule Oeft

www.juwie-dance.com

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Premiere The Black Rider im Kulturkraftwerk Mitte

13 Dienstag Mär 2018

Posted by Lilli Vostry in Musik, Theater

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Foto: Marco Prill

Spiel mit dem Feuer

Das Musical „The Black Rider – The Casting of the Magic Buletts“ von William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson für Zuschauer ab 13 Jahre feiert spartenübergreifend in einer Kooperation der Staatoperette Dresden und dem Theater Junge Generation am 16. März, um 19.30 Uhr Premiere im Kulturkraftwerk Mitte.

           
Seelenheil gegen Volltreffer: Wilhelm lässt sich mit dem Teufel ein! Um sein Käthchen heiraten zu dürfen, muss er ihrem Vater Bertram beweisen, dass er ein „echter Kerl“ ist. Der sucht nicht nur einen Schwiegersohn, sondern auch einen Nachfolger für die Försterei und diese bekommt nur, wer erfolgreich den Probeschuss auf eine fliegende Taube absolviert. Leider hat Wilhelm bisher eher durch geistige Leistungen geglänzt als durch Zielgenauigkeit mit dem Gewehr. In seiner Not ist dem jungen Mann jedes Mittel recht und als ein mysteriöser Geselle namens Stelzfuß ihm treffsichere Kugeln verschafft, ist das tragische Ende vorprogrammiert.

Eine Koproduktion der Staatsoperette Dresden und dem tjg. theater junge generation.

Die beiden Nachbartheater Staatsoperette Dresden und tjg. theater junge generation vereinen in dieser Inszenierung ihre besonderen Kompetenzen: Musical und Theater für ein junges Publikum treffen aufeinander, SängerInnen und SchauspielerInnen stehen gemeinsam auf der Bühne und mit Jos van Kan inszeniert ein Regisseur, der sowohl im Kinder-und Jugendtheater als auch im Musiktheater zu Hause ist.

Text: Norbert Seidel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit TJG

http://www.tjg-dresden.de

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7. Lange Nacht der Dresdner Theater

08 Donnerstag Mär 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Ein Abend voller Theater! 

Insgesamt 150 Vorstellungen locken auf 30 Bühnen. Der Vorverkaufsstart für die Lange Nacht der Dresdner Theater 2018 ist am 9. März im Schauspielhaus.

Für die 7. Lange Nacht der Dresdner Theater, die in diesem Jahr am 7. April stattfinden wird, beginnt der zentrale Vorverkauf am 9. März um 10.00 Uhr im Foyer des Schauspielhauses am Postplatz. Zur 7. Langen Nacht der Dresdner Theater gibt es ein mit rund 70 unterschiedlichen Angeboten und insgesamt 150 Vorstellungen auf 30 Bühnen noch mal erweitertes Programm zwischen Schauspiel, Kabarett, Puppentheater, Oper, Performance, Comedy und vielem mehr, darunter auch verschiedene Angebote für Kinder und Familien. Es beginnt um 16 Uhr.

Mit jeweils rund 9.000 verkauften Bändchen erfreut sich die Lange Nacht eines dauerhaft regen und stabilen Zuspruchs. Die meisten Angebote waren in den letzten Jahren am Abend selbst restlos ausverkauft. Um allen Besuchern möglichst viele Angebote zu ermöglichen, geht wie gewohnt die Hälfte der Karten in den Vorverkauf, die andere Hälfte ist dann an den jeweiligen Abendkassen ab einer halben Stunde vor Vorstellungsbeginn erhältlich. Das als Eintrittskarte dienende Armband gilt zugleich als Fahrausweis für die DVB/VVO ab 7. April, 14.00 Uhr bis 8. April, 4.00 Uhr.

Die beteiligten Theater freuen sich auf ein neugieriges Publikum!

Online sind Tickets unter www.saxticket.de erhältlich. Der komplette Spielplan und alle weiteren Informationen zur Langen Nacht der Dresdner Theater finden Sie unter: www.lange-nacht-der-dresdner-theater.de

Text: Gertrud Aringer, Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755

www.staatsschauspiel-dresden.de

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Lesungen bis Balkan-Rock: Rumänien steht im Mittelpunkt auf der Leipziger Buchmesse 2018

15 Donnerstag Feb 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Literatur, Musik, Poesie

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Romania. Zoom in

Rumänien – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018

Im Rahmen der Vorab-Pressekonferenz zur Leipziger Buchmesse (15.-18.03.2018) stellten heute Luminița Corneanu vom rumänischen Kulturministerium und Buchmesse-Direktor Oliver Zille das Programm des Schwerpunktlandes 2018 vor:

Rund 50 rumänische Autoren und Künstler werden zur Buchmesse in Leipzig erwartet, präsentieren ihre Neuerscheinungen und diskutieren über Sichtweisen auf ihr Land, seine Geschichte und die aktuelle gesellschaftspolitische Situation. Rumänien, seit elf Jahren Mitglied der EU, ist ein Land mit französischer und deutscher Prägung sowie orientalischen Einflüssen, mit einem östlich orthodoxen Christentum, aber einer auf dem Lateinischen fußenden Sprache. „An der Grenze Europas gelegen, ist Rumänien ein Land von geopolitischer Ambivalenz“, sagt Andrei Pleșu, Schriftsteller, Philosoph und ehemaliger Außenminister. „Mit Blick auf den Westen fühlt es sich immer östlich an, mit Blick auf den Osten westlich. Diese Zwischenposition birgt Unsicherheiten, aber auch das Privileg, Brücken schlagen zu können zwischen Ost und West.“

„Der Auftritt unseres diesjährigen Schwerpunktlandes Rumänien eröffnet uns einen besonderen Blick auf Europa. Geschichte und Gegenwart dieses Landes mit seinen vielfältigen Ethnien, Sprachen und Religionsgemeinschaften kann für eine gemeinsame europäische Zukunft Gedankenentwürfe liefern und neue Perspektiven aufzeigen. Ich freue mich schon jetzt auf inspirierende Begegnungen“, so Buchmessedirektor Oliver Zille.

Luminița Corneanu, Abteilungsleiterin Literatur am rumänischen Kulturministerium hebt hervor: „Die in Deutschland neu erschienenen Übersetzungen und Anthologien zeitgenössischer Literatur aus Rumänien bieten die Möglichkeit, einige der interessantesten rumänischen Autoren der Gegenwart kennenzulernen. Für jeden, der neugierig ist, Rumänien jenseits der Klischees zu entdecken und mehr über die historische Entwicklung dieses Landes im 20. Jahrhundert zu erfahren, wird es bereichernd sein, den rumänischen Stand und unsere Veranstaltungen in Leipzig zu besuchen. Nicht zuletzt erfahren Sie als Leser etwas über sich selbst, denn nichts verkörpert unsere gemeinsame europäische Identität so deutlich wie die Literatur.“

Zahlreiche international bekannte rumänische bzw. aus Rumänien stammende Autorinnen und Autoren treten in Leipzig auf, darunter der Leipziger Buchpreis- und aktuelle Thomas-Mann-Preis-Träger Mircea Cǎrtǎrescu, Nobelpreisträgerin Herta Müller, der in den Vereinigten Staaten lebende rumänische Schriftsteller Norman Manea und Andrei Pleșu. Nach Leipzig kommen die Dichterin Nora Iuga, die in Berlin lebende Carmen Francesca Banciu und aus der Schweiz Cătălin Dorian Florescu sowie Dana Grigorcea. Cătălin Mihuleac präsentiert seinen neuen Roman, dessen Übersetzung durch Ernest Wichner für den Leipziger Übersetzerpreis nominiert ist. Emil Hurezeanu, Lyriker und rumänischer Botschafter in Deutschland ist dabei sowie der bereits mehrfach ins Deutsche übersetzte Filip Florian, außerdem Florin Lăzărescu, bekannt auch als Drehbuchautor und Veranstalter des großen rumänischen Literaturfestivals FILIT. Die in Rumänien renommierte Autorin Gabriela Adameșteanu kommt nach Leipzig sowie der Lyriker und führende politische Aktivist der Wendezeit Mircea Dinescu, außerdem der Schriftsteller und Politiker Varujan Vosganian.

Mit über 70 Veranstaltungen und der Präsentation von rund 40 vom Rumänischen Kulturinstitut geförderten Neuübersetzungen möchte der Gastlandauftritt in Leipzig ein lebendiges Bild der zeitgenössischen Kulturszene Rumäniens vermitteln und Türen zur rumänischen Literatur öffnen. Neben Lesungen, Gesprächen, Fotoausstellungen und musikalischen Darbietungen ist ein weiterer Schwerpunkt dem rumänischen Film gewidmet, der weltweit als herausragende Neuerung in der europäischen Filmkunst wahrgenommen wird.

Lesungen, Diskussionen und Balkan-Rock

Während der Leipziger Buchmesse sind vielfältige rumänische Veranstaltungen auf dem Messegelände und in der Leipziger Innenstadt geplant. Zentraler Veranstaltungsort der Buchmesse ist der neue rumänische Stand in Halle 4, E501, spektakulär gestaltet von dem renommierten Architekten Attila Kim, der auch zuständig ist für die rumänische Präsenz auf der Kunst- und Architektur-Biennale in Venedig. Den rumänischen Stand auf der Leipziger Buchmesse legt er als Amphitheater an, das sich auf eine Fläche von 300 Quadratmetern erstreckt. Im Zentrum steht der Veranstaltungsraum, um den sich Ausstellungen, eine Buchhandlung und ein Infopoint gruppieren. Am Messedonnerstag, 11 Uhr, wird der Stand durch den rumänischen Kulturminister eröffnet. An vier Messetagen finden dort Premierenlesungen aus den neuen rumänischen Werken und Diskussionen statt: Am Donnerstag sprechen Gabriela Adameșteanu, Matei Vișniec und Norman Manea „Über Migration von Ost nach West und die Heimatlosigkeit des Migranten gestern und heute“, Iris Wolff, Jan Koneffke, Carmen-Francesca Banciu und Jochen Schmidt stellen am Freitag das Bild Rumäniens in der deutschen Gegenwartsliteratur vor. Die Dichterin Nora Iuga trifft auf ihren Übersetzer Ernest Wichner und der Dichter Mircea Dinescu auf seinen Übersetzer Georg Aescht. Am Samstag spricht der Historiker Gheorghe Iacob über „Hundert Jahre modernes Rumänien“. Weiterer Höhepunkt ist das Podiumsgespräch über „Bukarest als Ort der Inspiration und Imagination für die rumänische Gegenwartsliteratur“, u.a. mit Mircea Cărtărescu, Lavinia Braniște und Filip Florian.

Am ARTE Stand steht am Donnerstag, Samstag und Sonntag, je 14 Uhr Rumänien im Mittelpunkt: Varujan Vosganian präsentiert seinen Erzählungsband „Als die Welt ganz war“, Drehbuchautor und Schriftsteller Florin Lăzărescu sein Buch „Seelenstarre“ und Gabriela Adameșteanu ihren Roman „Die Begegnung“. Gabriela Adameșteanu wird zudem am Messedonnerstag auf dem Blauen Sofa im Gespräch mit Jörg Plath zu erleben sein. Zentrale Podiumsdiskussionen des Schwerpunktlandes gibt es darüber hinaus im Forum OstSüdOst in Halle 4, so etwa mit Norman Manea und Michael Krüger am Messedonnerstag über „30 Jahre im Exil“ oder mit Andrei Pleșu und Karl-Peter Schwartz am Messefreitag über „Rumänien in Europa. Westen des Ostens oder Osten des Westens?“ Außerdem treffen sich am Messesamstag, 15 Uhr, Mircea Cărtărescu und Navid Kermani.

In der Leipziger Innenstadt gibt es rumänische Veranstaltungen im Ariowitsch-Haus: eine Vorlesung von Andrei Oișteanu am Messedonnerstag über „Konstruktionen des Judenbildes. Rumänische und ostmitteleuropäische Stereotype des Antisemitismus“ sowie die Buchvorstellung „Oxenberg & Bernstein“ mit Cătălin Mihuleac am Samstag. In der Schaubühne Lindenfels treten am Donnerstag, 19 Uhr, Nobelpreisträgerin Herta Müller und die Sängerin Ada Milea auf, die eine alte Freundschaft verbindet. Die KUB Galerie lädt am Messefreitag unter dem Titel „Die Welt betrachtet durch den Vers“ zu einem rumänisch-deutschen Abend der Poesie. Im Schauspielhaus heißt es am Samstag „Genug geredet, jetzt wird erzählt“ mit einigen der bedeutendsten Vertreter neuer Literatur aus Rumänien, musikalisch umrahmt von der Band Balkan Taksim aus Bukarest mit einem Mix aus Folklore, Rock und elektronischer Musik.

40 neue Bücher aus Rumänien

Zu den neu übersetzten rumänischen Büchern gehören über zehn Romane, darunter „Die Begegnung“ der preisgekrönten Schriftstellerin Gabriela Adameșteanu (Wieser Verlag), die eine Persiflage auf die repressive Realität des totalitären kommunistischen Regimes und seiner Securitate-Agenten entwirft, zudem der in Rumänien gefeierte Ștefan Agopian mit „Handbuch der Zeiten“ (Verbrecher Verlag). Lavinia Braniște, junge Prosaistin, kommt mit ihrem Band „Null Komma Irgendwas“ (Mikrotext) das erste Mal nach Leipzig. Sie beschreibt seelische Irrungen und Wirrungen von Menschen im rumänischen Alltag und ihrer Suche nach dem Glück. Der Schriftsteller und Drehbuchautor Florin Lăzărescu bringt seinen Roman „Seelenstarre“ (Wieser Verlag) mit, in dem er die Lebenskrise eines jungen Intellektuellen in einer rumänischen Großstadt unter die Lupe nimmt. Der Roman „Oxenberg & Bernstein“ von Catalin Mihuleac (Zsolnay Verlag) ist dessen erster Roman auf Deutsch und handelt von der Ermordung tausender Juden durch Polizei und Zivilbevölkerung in Iași 1941. Ioana Nicolaie, eine der angesehensten jungen rumänischen Schriftstellerinnen, schrieb mit „Der Himmel im Bauch” (Pop Verlag) einen Roman, der anhand einer Schwangerschaft einen Exorzismus negativer Gefühle beschreibt. Zudem kommt Varujan Vosganian, Politiker und Romanautor, mit seinem Erzählungsband „Als die Welt ganz war“ (Zsolnay Verlag): Geschichten über Randfiguren der rumänischen Gesellschaft, über nicht aufhebbare Beschädigungen, die die Diktatur Ceausescus angerichtet hat.

Rund zwölf neu übersetzte Gedichtbände werden erscheinen: Im Pop Verlag sind dies u.a. Gedichte des Lyrikers Daniel Banulescu, dem der Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie verliehen worden ist. Denisa Comănescu, Verlegerin des rumänischen Humanitas Verlags, ist mit dem Band „Rückkehr aus dem Exil” dabei. Von Emil Hurezeanu, dem Lyriker und rumänischen Botschafter in Deutschland wird „Anatomielektion“ übersetzt und von Robert Serban, „Feintod” sowie „Unter der Linie”. Im Verlag Brueterich Press erscheinen von Iulian Tǎnase die Prosa-Gedichte „Abgrunde”. Von dem rumänisch-französischen Theater- und Romanautor Matei Vișniec wird das Theaterstück „Migraaaaanten! oder Wir sind zu viele in diesem Boot” (PalmArtPress) übersetzt, das vom Umgang mit Flüchtlingen in Europa handelt. Auch rumänische Klassiker sind in Leipzig mit Neuübersetzungen vertreten, darunter Ion Luca Caragiale (1852-1912) mit „Humbug und Variationen“ (Guggolz Verlag). Caragiale gilt als der bedeutendste Dramatiker Rumäniens und als Begründer des komischen Theaters. Neue Sachbücher erscheinen im Verlag new academic press wie etwa von Lucian Blaga (1895-1961), prämierter rumänischer Philosoph, Dichter, Wissenschaftler und Diplomat, „Das Experiment und der mathematische Geist” sowie „Wissenschaft und kreatives Denken” oder von Melinda und Sorin Mitu „Die Rumänen aus ungarischer Perspektive“. Vier Anthologien versammeln Autorinnen und Autoren vornehmlich der jüngeren Generation, deren Texte das erste Mal ins Deutsche übersetzt werden: „111 Dichter aus Rumänien” (Pop Verlag) und „Schwerpunktheft zur zeitgenössischen rumänischen Lyrik” (Sprache im technischen Zeitalter, LCB), außerdem die Erzählungsbände: „Das Leben wie ein Tortenboden. Neue rumänische Prosa” (Transit Buchverlag) und „Die Entführung aus dem Serail. Rumänische Erzählungen aus dem letzten Jahrzehnt” (die horen 269, Wallstein Verlag).

Sechs Rumänische Filmtage

Vom 26. Februar bis 13. März werden im UT-Connewitz in Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut und dem Netzwerk Traduki neue rumänische Filme gezeigt. Filmkritiker Mihai Fulger hat die Filme zusammengestellt und hebt hervor: „Laut Statistik befindet sich Rumänien weltweit auf Rang zwei der Auswanderungsländer ‒ nur Syrien haben in den letzten 15 Jahren noch mehr Menschen verlassen. Derzeit leben rund vier Millionen Rumänen im Ausland, während die Einwohnerzahl innerhalb des Landes auf 20 Millionen zurückgegangen ist. So verwundert es nicht, dass die Migration nach der Wende sowie die Flucht(versuche) aus dem kommunistischen Rumänien davor für Filmemacher besonders reizvolle Themen sind. Da in Rumänien in den letzten Jahren ein steigendes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist, kehren rumänische Auswanderer verstärkt wieder in ihre Heimat zurück. Die im Programm enthaltenen Kinoproduktionen aus den letzten zehn Jahren, zeigen verschiedene Arten des Aufbruchs aus oder nach Rumänien.“

Am 12. März ist der Spielfilm „Morgen“ (2010), Regie Marian Crişan, zu sehen, der internationale Preise gewann, u.a. beim goEast Filmfestival Wiesbaden den Preis für die beste Regie. Der Film spielt an der rumänisch-ungarischen Grenze und erzählt von der Begegnung eines in der Einsamkeit lebenden Anglers mit einem Türken, der versucht, die Grenze illegal zu passieren. Am 26. Februar wird der rumänisch-französische Spielfilm „Der Fixer“ (2016), Regie Adrian Sitaru gezeigt. Darin deckt ein Journalist einen Skandal auf um eine aus Frankreich zurückgekehrte minderjährige Prostituierte. Je näher der Journalist der Geschichte kommt, desto tiefer gerät er in ein moralisches Dilemma. Weiterer Höhepunkt ist am 7. März der rumänisch-deutsche Dokumentarfilm „Deutsche gegen Devisen. Ein Geschäft im Kalten Krieg“ (2014), Regie Răzvan Georgescu, der in Rumänien als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden ist. Der Film fragt, wie es möglich war, dass das kommunistische Rumänien mit einer ganzen Volksgruppe, etwa 245.000 Rumäniendeutschen, zwischen 1968 und 1989 Handel trieb und eine 850 Jahre alte Kulturtradition binnen 22 Jahren aus Rumänien nahezu verschwand.

Text: Susanne Meierhenrich, Pressebüro Lepziger Buchmesse

Ausführliche Informationen zu Autoren und Programm unter:

http://www.zoom-in-romania.ro

Rumänien – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018 wird veranstaltet vom Rumänischen Ministerium für Kultur und Nationale Identität und dem Rumänischen Kulturinstitut sowie der Leipziger Buchmesse, in Zusammenarbeit mit Traduki, mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, den Rumänischen Verlegerverband und das Goethe-Institut Bukarest.

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Mondsüchtig mit „Frau Luna“ in der Staatsoperette Dresden im Kulturkraftwerk

04 Sonntag Feb 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Foto: Stefan Floss/Staatsoperette Dresden

Turbulente Traumreise zum Mond

Mit viel Humor, Fantasie und mitreißenden Evergreens nimmt die Revue-Operette von Paul Lincke das Publikum mit in eine ferne, nicht weniger verrückte Welt als auf der Erde.

Einmal zum Mond fliegen. Über den Wolken grenzenlose Freiheit spüren. Und als großer Erfinder berühmt werden. Davon träumt der junge Mechaniker Fritz Steppke. Von seiner Traumreise zum Mond erzählt überaus komisch mit viel Herz, Berliner Schnauze und bekannten Evergreens die Revue-Operette “Frau Luna“ von Paul Lincke. Mit der Premiere eröffnete auch die Spielstätte der Staatsoperette Dresden wieder, nach immensem Wasserschaden und neu angeschaffter Bühnentechnik, am Sonnabend im Kulturkraftwerk Mitte.

Das selbst entworfene Raumschiff von Steppke (frech-unbekümmert: Jannik Harneit) steht startklar auf dem Dach über dem Mansardenzimmer. Eines Nachts hebt er ab, im schnieken rosa Raumanzug, zusammen mit seinen zwei ebenso abenteuerlustigen Freunden, dem Schneider Lämmermeier (Marcus Günzel) und dem kalauernden und sächselnden, früheren Steuerbeamten Pannecke (Elmar Andree). Mit dem Mondflug wollen sie dem grauem Alltag und Mietschulden entkommen, außerdem will Steppke seiner, von seinen luftigen Plänen wenig erfreuten, Verlobten Marie (Annika Gerhards) imponieren. Doch die energische Vermieterin Frau Pusebach (köstlich schrullig: Sabine Brohm) folgt ihnen, will ihnen ihre Flausen austreiben und rettet sie aus manch misslicher Lage.

Auf dem Mond sorgen sie für reichlich Trubel. Die drei Freunde umschwirren kichernde, alles blitzeblank putzende und tanzende Mondelfen und federleichte, turtelnde Wölkchendamen. Doch nicht alle sind begeistert von den plötzlich auftauchenden Erdlingen. Und der äußere Glanz trügt. Hier oben ist es schon überfüllt und gibt es eine Obergrenze. Empfangen werden die Reisenden von Mondwachmännern mit auf sie gerichteten Waffen und kurz darauf als fremde Eindringlinge festgenommen von Theophil (Andreas Sauerzapf), dem galant-gerissenen Haushofmeister mit Wiener Akzent und selbsternannten „Mister Universum“. Wären da nicht die auf die Erdmenschen neugierigen Frauen, allen voran Frau Luna (kess zuerst als Mann im Mond und als schillernde Verführerin stimmlich wie optisch: Maria Perlt) sowie Stella, ihre lebenserfahrene, charmante Zofe (Ingeborg Schöpf) und der gewitzte, sehr agile Mondgroom (Mime Rainer König), der zwischen den Erdlingen und den Mondbewohnern hin und her eilt. Nicht nur Steppke ist überrascht, dass der Mann im Mond eine Frau ist! Frau Luna kennt sich überdies aus mit den Träumen und Sehnsüchten der Erdlinge. Schließlich bescheint, beschützt und belauscht sie jede Nacht Liebende und Entzweite…

Romantik und Realität, Traum und Albtraum liegen nah beieinander in dieser flott, fantasiereich und humorvoll inszenierten Reise zum Mond des Wiener Regisseurs Andy Hallwaxx, die im zweiten Teil noch an Schwung und Spannung gewann, mit wunderbaren Stimmen, großartigem Orchester und mitreißenden Schlagern wie „Das ist die Berliner Luft…“ oder „Schenk mir ein kleines bissel Liebe“ (musikalische Leitung: Christian Garbosnik). Begeisterter Beifall vom Publikum für einen zauberhaften Abend.

Text (lv)

http://www.staatsoperette.de

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BilderAlbum: Bilder aus dem Feuer von Günter Gläser in der Galerie Gerstaecker

30 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

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Farbreiche Lebensbilder

Eine Ausstellung mit der heutzutage seltenen Emmaillebildkunst auf Kupfer zeigt der Radebeuler Künstler Günter Gläser derzeit in der Galerie Gerstaecker in der ehemaligen Heeresbäckerei, Provianthofstr. 7 in Dresden-Nord.

In leuchtenden Farbtönen hält Günter Gläser die Natur und die Jahreszeiten des Lebens fest in seiner Malerei auf Kupfer. Von der Elblandschaft am Waldschlößchen bis zu Reiseeindrücken aus seiner zweiten Heimat Spanien, wo er viele Jahre ein Sommeratelier hatte, reichen seine „Impressionen aus dem Feuer“. So lautet der Titel seiner derzeitigen Ausstellung in der Galerie Gerstaecker in Dresden. Rund 80, teils neue Emaillebilder in dieser heute seltenen künstlerischen Technik zeigt er dort an den Wänden der Bibliothek und in der Halle des Künstlerfachmarkts. Zu sehen bis 13. Mai.

Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 19.30 Uhr, Sa 10 – 16 Uhr

http://www.bilder-aus-dem-ofen.de

Siehe dazu auch das Porträt über Günter Gläser auf meinwortgarten.com/bildende kunst

Text + Fotos (lv)


Mit viel Herzblut und Hingabe begleitete das Duo Kratschkowski die Ausstellungseröffnung.

Vielfarbig schimmernde Melodie- und Farbklänge: die Musiker und der Emaillebild-Künstler Günter Gläser

Biographie von Günter Gläser mit Farbaufnahmen seiner Emaillebilder:
Im Bild Günter Gläser, neben ihm Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag Radebeul und Laudator und Autor Thomas Gerlach. 

http://www.gerstaecker.de

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Haiku – Lesung

27 Samstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie

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Foto: Michael Zschech

WIEDER EIN JAHR 

Ein Abend mit HAIKU-Dichtung und ostasiatischer Musik im Chinesischen Pavillon.

Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Es ist immer im Jetzt. Immer gegenwärtig, offen und konkret. Und vor allem – wandlungsfähig!

Der Dichter Volker Sielaff und der Yogalehrer Michael Zschech werden eigene Haikus vorstellen. Die Tochter eines japanischen Haikumeisters, Migawa Shimizu, wird auf japanisch klassische Haikus ihres Vaters lesen.

Axel Kabbe wird die Lesungen auf der Bambusflöte begleiten.

Der Abend findet am 2. Februar 2018, 19:00 Uhr, im Chinesischen Pavillon auf dem Weißen Hirsch, Bautzner Landstr. 17 A, statt.

Text: Monika Alexandra Kämpfer,
Presse und Marketing 
Chinesischer Pavillon e.V.

 

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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