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Kategorien-Archiv: Musik

Premiere Tschick als Road-Oper an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

22 Montag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Eine verrückt schöne Abenteuerreise

Witzig-abgedreht und fantasievoll inszeniert mit schräger Klangfülle kam Wolfgang Herrndorfs Bestsellerroman Tschick nun auch als Road-Oper an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul heraus.

Bunt, flippig und verrückt wie das Leben selbst. So kommt „Tschick“, die Geschichte um zwei jugendliche Außenseiter auf großer Abenteuerreise daher. Die Road-Oper von Ludger Vollmer in der Librettofassung von Tiina Hartmann nach dem Bestsellerroman von Wolfgang Herrndorf hatte am Freitagabend Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Zuvor eroberten die Buchhelden schon kurz nach dem Erscheinen der Roadstory 2010 auch erfolgreich als Theaterstück von Robert Koall die Bühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden und zuletzt die Kinoleinwand in einer Verfilmung von Fatih Akin 2016.

Die Oper von Ludger Vollmer unter Regie von Sebastian Ritschel ist aufregend, witzig-abgedreht und fantasievoll, voller schräger Klänge in Szene gesetzt. Im Bühnenbild prallen bunte Graffiti, Sprüche und Totenschädel und noble Etikette aufeinander. Das Fenster mit dem Protzvorhang öffnet und schließt sich, hinter dem allerhand seltsame, skurrile Typen erscheinen, denen die zwei Ausreißer auf ihrer Tour im geklauten Lada begegnen. Tschick (Michael Zehe), der umtriebige, junge russische Spätaussiedler und der luxusverwahrloste Maik (Johannes Leuschner), vernachlässigt und verprügelt vom Vater (komisch-absurd: Hagen Erkrath), einem Immobilienspekulanten im Kampf gegen Naturschützer und überfordert mit der alkoholkranken Mutter (Stephanie Krone), brechen in den Sommerferien, ohne Handy oder Landkarte, auf in Richtung Süden. Alles erscheint ihnen größer, schöner und dreht sich um sie, wenn sie mitten durch große, flirrende Farbstrudel an den Bühnenwänden in ihrem Autoscooter-Gefährt von einem Abenteuer ins nächste düsen, welche Träume, Übermut, Ängste und Nachdenken über den Lebenssinn in schnellem Wechsel auslösen.

Sie treffen eine Gruppe gebeugte, farblose Rentner im Gleichschritt, eine schrecklich nette Großfamilie und einen hartgesottenen alten Kämpfer und das frech-selbstbewusste Punkmädchen Isa (Kirsten Labonte), das auf einer Müllkippe haust und den Jungs hilft, neues Benzin zu besorgen. Sie streiten, lachen, tanzen durch die Nacht in ferne Galaxien und betrachten das Marsinsektenkino am Sternenhimmel. Die Musik ist mal wild, grell, laut, dissonant und temporeich, dann wieder leise lyrisch, wehmütig und steigert sich im Laufe des Abends rockig-punkig und verlangt dem Publikum ebenso wie den Sängern und Musikern der Elblandphilharmonie Sachsen (Leitung: Hans-Peter Preu) viel ab hinsichtlich diesem Klangmix und dem schnoddrig deftigen Jugendslang. Begleitet wird die Reise von einem mitreißend singenden und agierenden Jugend-Chor und dem Opernchor der Landesbühnen, der akustisch allerdings streckenweise schwer zu verstehen ist. Eine spannende Inszenierung mit Anspruch, die polarisiert. Nicht alle Zuschauer blieben bis zum Schluss. Dennoch gab es viel Beifall vor allem für die jungen Hauptdarsteller.

Text (lv)

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

 

 

 

 

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Die große Pratajev-Revue in der Alten Feuerwache Loschwitz

16 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik

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Die Russian Doctors. Foto: Solvig Frey

Lieder und Geschichten über die russische Seele

Am 19.Januar wird es um 20 Uhr in der Alten Feuerwache in Loschwitz einen Abend mit Musik und Literatur rund um den russischen Kultdichter Pratajev geben. The Russian Doctors selbst geben sich die Ehre und Walissa Robota und Boris Kreml werden als Gäste aus den „schaurig schönen Geschichten um den großen russischen Dichter “ lesen.

Pratajev, der bekannteste der unbekannten Landlyriker, lebte von 1902 bis 1961 und ist noch immer für gut 90 Prozent der Russian-Doctors-Texte verantwortlich. Pratajev feierte in seinen Gedichten das pralle Leben, ließ sich manches Schwein schmecken, tanzte mit drallen Schwesternschülerinnen und band sich Schlipse aus Lurch um den Hals. Er rauchte, er trank und ging auf die Jagd. Dies alles und noch viel mehr steckt in den Liedern der Russian Doctors. Seltsame Krankheiten, gefesselte Frauen und dicke Bäuche sind ebenso Thema wie rasierte Katzen und gebratene Ratten.

Und natürlich der Schnaps! Wodka muss es sein: die von ihrem rührigen Tourmanager direkt aus Weißrussland importierte Marke BULBASH. Und wer nach einem Doctors-Abend denkt, das kann doch alles nicht wahr sein, dem sei mit einem Lehrspruch aus der Medizin geholfen: „Wahr ist, was der Doctor spricht, alles andre glaube nicht! “

Na starowje!
Text: Solvig Frey und Hans-Jürgen Scholz
alias Walissa Robota und Boris Kreml

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Tschick

16 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Das Abenteuer Leben

Die Road-Oper Tschick von Ludger Vollmer, Libretto von Tiina Hartmann nach dem Kult-Roman von Wolfgang Herrndorf hat am 19. Januar, um 19.30 Uhr Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Können Jugendliche in unserer karriereorientierten, rational durchgeplanten und in fast jeder Beziehung geregelten Welt jenseits der Computerspiele noch wirkliche Abenteuer erleben?

Ja, können sie. Für den Jugendchor des Gymnasiums Coswig (24 Kinder und Jugendlichen von der 1.-12. Klasse) wird es im Januar 2018 ganz spannend. Sie singen in der neuen Oper „Tschick“ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf mit. Sie stehen neben dem Opernchor der Landesbühnen und den Opernsängerinnen und –Opernsängern auf der Bühne. Begleitet wird ihr Gesang von der Elblandphilharmonie Sachsen.

2010 erschien die Roadstory «Tschick». Der millionenfach gelesene Bestsellerroman von Wolfgang Herrndorf, der sich lebensphilosophischen Grund- und Sinnfragen junger Menschen auf unkonventionelle Weise nähert, beantwortet die Frage mit Ja!

Zwei 14-jährige Außenseiter aus problematischen Familienverhältnissen, der umtriebige «Iwan» Tschick und der luxusverwahrloste Maik(gesungen von  Michael Zehe und  Johannes Leuschner), beschließen Ende der 8. Klasse, die großen Ferien gemeinsam zu verbringen: Ohne Orientierungshilfen wie Handys oder Karten starten sie von Berlin aus mit einem gestohlenen Lada Richtung Süden und erfahren die Welt und sich selbst auf völlig neue Art und Weise …

Und da den beiden Helden auf ihrer außergewöhnlichen Reise alles «größer» erscheint als bisher, die Farben satter, die Menschen netter und alle Emotionen stärker, ist es nur folgerichtig, dass sich – nach der Schauspieladaption des Buches 2011 und der Verfilmung durch Fatih Akin 2016 – jetzt auch das Musiktheater des Stoffes annimmt. Ludger Vollmer, einem erfahrenen Komponisten auf dem Gebiet «Jugendoper», der auch in seinem neuesten Werk wieder einen Jugendchor mitwirken lässt, ist es beeindruckend gelungen, diesem gesteigerten Erleben von Realität musikalischen Ausdruck zu verleihen. Und natürlich wendet sich die Oper «Tschick» mit ihren vielen lyrischen Glücksmomenten zwischen rasanten Fahrten auf der Autobahn oder auf der Flucht vor der Polizei nicht nur an ein junges Publikum! Am Dirigentenpult steht Hans-Peter Preu und Regie führt Sebastian Ritschel.

Text: Petra Grubitzsch/LB

ES SPIELT DIE ELBLAND PHILHARMONIE SACHSEN
MUSIKALISCHE LEITUNG : HANS –PETER PREU

INSZENIERUNG UND AUSSTATTUNG:  SEBASTIAN RITSCHEL

Darsteller:

Tschick – Michael Zehe; Maik – Johannes Leuschner; Vater – Hagen Erkrath; Mutter – Stephanie Krone; Isa – Kirsten Labonte; Friedemann – Iris Stefanie Maier; Mutter Friedemann – Christiane Günther, Julia Böhme, Gundula Ehret; Jonas Friedemann – Tabea-Drechsler-Reckmann; Elisabeth Friedemann – Manuela Neumann; Florentina Friedemann – Ekaterina Iankovskaia; Horst Fricke – Kay Frenzel; Richter Burgmüller – Paul Gukhoe Song; Krankenschwester – Christiane Günther, Julia Böhme, Gundula Ehret; Taxifahrer – Michael König; Lehrer – Kazuhisa Kurumada; Mona – Anna Erxleben; Lutz Heckel – Stefan Glause; Vater Heckel – Fred Bonitz; Schulze – Stefan Glause

Termine

21.1., 19:00 Uhr,  25. + 30.1.,  11:00 Uhr,  2.2., 19:30  Uhr, Hauptbühne/LB
16.3., 19:00 Uhr,  Freital/Kulturhaus
3.5., 10:30 Uhr, Kleines Haus, Dresden

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de 

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Das Geheimnis der Liebe – Ein gefühlreicher Bilderreigen in der Galerie Kunst & Eros

30 Samstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Der kolumbianische, in Dresden lebende Maler und Grafiker Juan Miguel Restrepo vor seinem Ölbild: „Salome und Jochanaan – Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes“. Zu sehen ist es neben Arbeiten weiterer zeitgenössischer Künstler in der derzeitigen Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

„Morgenlicht“
  „Magdalena“ Frauenakt

Das Geheimnis der Liebe

Sie kann berauschen, beflügeln oder töten. Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes, so heißt das Titelbild von Juan Miguel Restrepo in einer neuen Ausstellung der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (in der Kunsthandwerkerpassage). Dort zeigt der kolumbianische, in Dresden lebende Künstler derzeit Malerei und Zeichnungen zusammen mit Arbeiten anderer zeitgenössischer Künstler (noch bis 27. Januar).

Ein gefühlreicher Bilderreigen mit Malerei, Grafik und Plastik von bekannten Künstlern wie Gudrun Trendafilov, Victoria Graf, Manuela Neumann, Veit Hofmann und Uwe Peschel betört die Besucher. Darunter auch lust- und liebevoll bemaltes Porzellan von Janett Noack, Porzellanmalerin und Galeristin. Da schwebt im zweiteiligen Ölbild von Restrepo „Salome und Jochanaan“, das 2017 entstand, eine Frauengestalt in kurzem Blütenkleid in einem luftigem Tanz vor rötlich blauem Himmel, neben ihr das abgeschlagene Haupt des unerreichbaren Geliebten. Ein vieldeutiges Bild über die Macht der Verführung. Ein anderes Bildnis zeigt „Magdalena“ mit einem Totenschädel vor dem Schoß, dem Ursprung des Lebens.

Die zwei Gegenpole Liebe und Tod tauchen oft auf in den Werken von Juan Miguel Restrepo, in denen sich Einflüsse zweier Kontinente aus Europa und Südamerika vereinen und ebenso reizvoll wie eigenwillig antike Mythen und biblische Motive symbolhaft-eindringlich dargestellt sind. Zu sehen sind außerdem feingezeichnete, fast wie klassische Fotografien anmutende Kohlezeichnungen und Aquarelle mit Frauenakten im Gegenlicht. Restrepo malt vorwiegend figürlich im Stil des magischen Realismus, der in Lateinamerika besonders in der Literatur verankert ist. Er lässt sich anregen von der wundersamen Geschichtenwelt eines Garcia-Marquez. Maler wie Goya, Velasquez oder Fernando Botero, der schon hochbetagte und bekannteste Künstler Kolumbiens schätzt er ebenso wie niederländische und deutsche Maler.

In Kolumbien studierte Restrepo (40) von 1996 bis 2002 Architektur an der Universität in Calí, bevor er nach Europa kam, um die Alten Meister und ihre künstlerischen Techniken zu studieren. In Marburg hat er Kunstgeschichte und Bildende Kunst von 2009 bis 2014 studiert. Die Liebe zur Kunst führte ihn und seine Frau auch nach Dresden. Sie arbeitet als Kunsthistorikerin im Grünen Gewölbe und er freischaffend. Die Stadt mit ihrer reichhaltigen Kunstsammlung fasziniert ihn. Andererseits könnte es mehr Räume für zeitgenössische Kunst geben, um die Künstler in der Stadt zu halten, meint Restrepo. Bei den Einheimischen erlebt er im Umgang „eine gewisse Vorsicht und Zurückhaltung.“ Seine offene Art und sein südamerikanisches Temperament helfen ihm aber, auf die Leute zuzugehen, sagt der Künstler verschmitzt lächelnd.

Text + Fotos (lv)

www.kunstunderos.de

Geöffnet: Mo bis Sa 11 – 15 Uhr


Mit viel Charme und Power nahm die Frauenband Youkali bei ihrem Galerieauftritt während des Erotischen Advent das Publikum mit auf eine gefühlreiche Reise mit Liedern der „Goldenen Zwanziger“ und Texten aus dem Zeitroman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Zeun (1932 in Berlin erschienen). Sie sangen und spielten sich im Nu in die Herzen ihrer Zuhörer und sind auf dem besten Wege, ein Glanz zu werden und die Bühnen der Stadt und darüber hinaus zu erobern!
  
Bezaubernd: Sängerin Marie Hänsel und Klarinettistin Tatjana Davis, am Klavier: Elena Schoychet


Galeristin und Porzellanmalerin Janett Noack vor ihren neuen Arbeiten

 

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Dinnershow Mafia Mia – Humorvolle Schatzjagd auf den Spuren der Maya im Erlwein-Capitol

29 Freitag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Musik

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Auf Schatzjagd in Mexiko: das Duo Schlicht & Kümmerling
Ein Hoch auf die Familie, Freunde und Geschäftspartner: der Pate (in der Mitte Bert Callenbach)

Wrestling-Kämpfer Kümmerling

Verschießen Liebespfeile: mal ist er, mal sie Zielscheibe. Naomi & Ottavio Gesmundo sind buchstäblich ineinander verschossen.
Feurige Klänge mit Los Diablos de la Danza
Reizvoll: Zeigen viel Haut und Stimme – das Damentrio „The Pearlettes“
zwei Musiker der Band „Firebirds“. Saxofonist Guido Gentzel denkt sich
mit dem „Paten“ Bert Callenbach jedes Jahr eine neue Geschichte für die Dinnershow aus.
 
Grazil und kraftvoll: die Trapezkünstlerin Yayita Gasser
Jongliert mit viel Charme mit Hüten: der Mexikaner Juan Pablo Martinez

Mafia Mia – Fiesta Mexicana 

Dieses Jahr feiert der Pate chilischarf in der neuen Dinnershow im Erlwein-Capitol.

Die siebente Folge der erfolgreichen Dinnershow „Mafia Mia“ mit dem charismatischen Paten, erdacht und gespielt von Bert Callenbach, seinen abenteuerhungrigen Handlangern vom Chaos-Comedy-Duo Schlicht & Kümmerling und den vielseitigen Vollblutmusikern der Band “Firebirds“, die gerade ihr 25jähriges Jubiläum mit einer Tour feierten, sorgt derzeit für reichlich schrägen Humor und musikalische Power im Erlwein-Capitol im Ostrapark, Messering 8E in Dresden. 

Dieses Jahr hofft die illustre Familie auf einen großen Fang. Denn in einer zerbrochenen, antiken Vase finden die derben Witzbolde eine rätselhafte Schatzkarte, die sie direkt ins Reich der Maja nach Mexiko führt in eingespielten Filmbildern. Dort treffen die trotteligen Schatzjäger Schlicht & Kümmerling, die breitkrempige Hüte und Clownslatschen tragen, auf einen Vetter des Paten, den mysteriösen Indiana Bones. Der schnauzbärtige, kauzige Typ soll ihnen helfen, den Schatz zu heben und nach Dresden zu bringen. Hier versammelt sich inzwischen die ganze Familie und jeder spekuliert über seinen Anteil am Maya-Schatz.

Die Wartezeit, teilweise sind die Spielszenen recht lang und zäh, verkürzt eine stilechte mexikanische Party mit temperamentvoller Mariachi Musik, Tänzen und Akrobatik zwischen Nervenkitzel und Sinnesrausch. Da tauschen Mr. & Mrs. G. nicht nur tiefe Blicke, sondern verschießen auch gegenseitig Liebespfeile bei ihrer spektakulären Armbrustnummer. Das Artistenpaar Naomi & Ottavio Gesmundo ist haarscharf aufeinander eingeschossen. Für südlich feurige Stimmung sorgen Los Diablos de La Danza. Die Brüder Andres und Gaston Diaz führen einen wild wirbelnden Tanz aus Trommelschlägen, rhythmisch stampfender Beinarbeit und Baleadoras, rasend schnell durch die Luft fliegenden Holzkugelseilen auf. Flott und charmant jongliert der junge mexikanische Artist Juan Pablo Martinez mit Hüten, Keulen und Bällen. Es gibt außerdem typisch mexikanisches Wrestling, bei dem die Kämpfer Masken tragen und der verfressene Kümmerling wie aufgeblasen in den Seilen hängt.

Voll Eleganz und Sinnlichkeit becirct Yayita Gasser am Schwungtrapez durch die Luft schwebend. Das Publikum umgarnen außerdem die „Pearlettes“, drei reizende und mit ihren Reizen nicht geizende Damen, die singend und tanzend Ohrwürmer der 30er bis 90er Jahre zusammen mit den „Firebirds“ kess und flott auf die Bühne bringen.

Die „Firebirds“ begleiten als Bang Gang des Paten durch das turbulente Geschehen und begeistern mit hinreißend gespielten Hits von Schlager bis Rock`n`Roll, wobei die Mexio-Klassiker von Roberto Blanco und Rex Gildo nicht fehlen dürfen. Die witzigen, eingestreuten Filmsequenzen erzählen von den abenteuerlichen Dreharbeiten der Crew samt Pferd und Esel in Mexiko. Zur Show wird ein leckeres weihnachtliches Drei-Gänge-Menü mit Barbarie-Entenkeule in Honig-Kräuterkruste, dazu Ananas-Rotkohl und gefüllter Kloß mit Semmelbutter und als Dessert Churros, süßes Guacamole-Törtchen, Limonensorbet & Aztekengold serviert.
Nach der Show darf kräftig weiter gefeiert und getanzt werden im Foyer mit heißer Musik, typischen Cocktails und den Künstlern mittendrin.

Die Dinnershow „Mafia Mia“ ist noch bis 14.1., Einlass: ab 18.45 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr, zu erleben.


Die Dinnershow „Mafia Mia“ lockt mit leckeren Gaumenfreuden
Autorin Lilli Vostry von meinwortgarten.com beim Verkosten

Vorstellungen, für die noch Tickets verfügbar sind:
29.12., 5. – 7.1., 10.1., 12. – 14.1. Beginn der Show: 19.30 Uhr

Sowie 31.12., Große Silvesterparty mit erweitertem Menü.

Text + Fotos (lv)

http://www.mafia-mia.de

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Interieur Underground: Lebendige Zeitreise in die Subkultur der DDR

10 Sonntag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Film, Fotografie, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie

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aktuelle Künstlerplakate zur Ausstellung „Interieur Underground“
Soundkünstler Uli Sachse und Reinhard Zabka, künstlerischer Leiter im Lügenmuseum
Kraftvoller Klangrausch aus der Kellertiefe: Jazzmusiker Hartmut Dorschner am Saxofon 

Schaufenster in die Geschichte mit Originalsound

Die Ausstellung „Interieur Underground“ versammelt spannend und aufschlussreich Bilder, Erinnerungsstücke und Lebensgeschichten subkultureller Künstler der DDR im Lügenmuseum Radebeul.

Bilder mit dunklen Häuserklötzen, Filmguckkästen aus der Schlüssellochperspektive und die Welt im Karton eingefangen. Ausstellungsplakate und Fotografien von Wohnungslesungen, Straßenaktionen und einem Kunstfest mit Anwohnern, Künstlern und der Szene vom Prenzlauer Berg und den ersten Punks füllen die Wände. Darunter eine frühe Arbeit von Cornelia Schleime, die von Dresden nach Ostberlin flüchtete. Den Siebdruck lernte sie bei Reinhard Zabka. Zu sehen ist auch eine Grafik, „Die oppositionelle Sonne“ von Bärbel Bohley zu einem Gedicht von Rüdiger Rosenthal. An einer Soundorgel kann jeder sich seinen eigenen DDR-Sound mixen und anhören. Wie ein Schaufenster in die Geschichte wirkt die neue Kunst- und Rauminszenierung „Interieur Underground“, die am Sonnabend im Lügenmuseum Radebeul eröffnete im Rahmen der Dauerausstellung im alten Gasthof in Serkowitz.

Sie entführt authentisch, kenntnisreich und mit viel Ironie zurück in die Zeit der konspirativen Künstlerszene und Subkultur in der DDR. Durch eine schmale Pforte hinter einem Bücherregal gelangen die Besucher in das nachgebaute, versteckte Hinterzimmer. Es ist einem ärmlichen Hinterhofatelier im Prenzlauer Berg oder in Dresden-Neustadt nachempfunden. Die Ausstellung versammelt Bilder, Objekte, Erinnerungsstücke und Lebensgeschichten von Künstlern, die unangepasst zum politischen System, oft mit Ausstellungs- und Auftrittsverbot belegt, im Untergrund eine äußerst schöpferische Gegenkultur und grenzüberschreitende Gestaltungsmittel entwickelten. Davon erzählt eine Bilderwand voller Mail Art-Kunst, Zeichnungen und Collagen voll witzig-hintergründiger Aussagen wie: „Ich übersende Ihnen eine Linie. Führen Sie diese weiter…“

Das Motto der Untergrundkünstler von einst gilt unverändert: „Kunst ist der Spiegel deiner Gesellschaft“. Zu sehen sind Kunstwerke aus den Sammlungen von Peter Graf, Klaus Liebscher, Pit Müller sowie Wilfriede und Ekkhard Maaß. Zur Ausstellungseröffnung im Beisein vieler Künstler und dem Radebeuler Bürgermeister Bert Wendsche spielte der Jazzmusiker Hartmut Dorschner wilde, raue und kraftvoll wirbelnde Klänge auf dem Saxofon mit fulminantem Finale ganz unten im Kellergewölbe.

„Interieur Underground ist eine Sammlung von Tropfen, die ein undichtes Fass zum Überlaufen brachten. Jeder einzelne Tropfen hat die Kraft uns mitzuziehen wie ein Strudel“, sagte der Radebeuler Autor Thomas Gerlach zur Eröffnung des neuen Ausstellungsraums. „Die Ausstellung sagt nicht: So war es, sondern so ist es auch gewesen“, sagte Teresa Ende in ihrer Rede über „Interieur Underground“. Diese lebendigen Erinnerungen bilden das Fundament für das Heute. „Es braucht Beides. Das Zeigen der Werke und ihre Erzählung, das Gespräch und die Vielfalt der Perspektiven.“

Zur Ausstellungsraum erschien außerdem einen Katalog mit `89 Geschichten der Friedlichen Revolution, in dem Künstler dieser Zeit anhand von Alltagsdingen über Ausgrenzung und Verfolgung erzählen. Zehn aktuelle Künstlerplakate mit Erinnerungsstücken von damals und dem Blick von heute können zudem als
Wanderausstellung ausgeliehen werden. Gefördert wurde das Kunstprojekt „Interieur Underground“, getragen vom Verein “Kunst der Lüge“ e.V., durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen.

Text + Fotos (lv)
Magische Wunderwelt mit Underground-Buffet

Spiel mit Wahrheit und Illusion: Verführerische Kunsttorte und Kräutertee
Da sind sie aber immer noch: Künstlerrunde rege im Gespräch nach der Ausstellungseröffnung „Interieur Underground“

http://www.luegenmuseum.de

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BilderAlbum: Im Reich von Sherazade

08 Freitag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik

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Ein guter Ort an kalten, grauen Wintertagen ist ein Besuch bei Sherazade. Mit den zauberhaften Farben, Klängen und Speisen tauchen die Gäste ein in die Welt der schönen Prinzessin aus 1001 Nacht, deren Geschichten ebenso berühmt sind wie die Küche des Orients. Bei einer unterhaltsamen kulinarischen Reise stellte diese der Inhaber des Restaurants auf der Bautzner Straße 53, Talal Khalil unlängst im Rahmen der 130. Lighting Deluxe Medienlounge Dresden den Pressevertretern vor. Als krönenden Abschluss gab es eine wunderbare Bauchtanzvorführung mit Tänzerin Bianca.

Mehr Text folgt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet:
täglich außer Di. von 11.30 – 14.30 Uhr (Mittagsangebot, auch bei mittag.de) und
von 17 – 23 Uhr

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Erotischer Advent: Malerei und Musik über das Geheimnis der Liebe in der Galerie Kunst & Eros

07 Donnerstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

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Titelbild zur Ausstellung, Juan Miguel Restrepo: „Salome und Jochanaan – Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes“, Öl auf LW, 2017
Charme und Power: Die Frauenband „Youkali“
  
Erotischer Advent mit Kunst zum Fest der Liebe
24.11.2017 bis 27.1.2018
In dieser Ausstellung werden Grafik, Malerei und Plastik zeitgenössischer Dresdner Künstler vorgestellt. Zu Gast ist auch Juan Miguel Restrepo, kolumbianischer Maler und Grafiker in Dresden mit neuer Ölmalerei und Zeichnungen. Zudem werden neue lust- und liebevoll bemalte Schmuckstücke und Gefäße aus dem edlen Material Porzellan von der Künstlerin und Galeristin Janett Noack gezeigt. Zur Eröffnung gibt es  einen ganz besonderen Konzertabend: 

»Youkali« Die Goldenen 20er
Freitag, 8.12.2017 · Beginn 19.30 Uhr
Die Band »Youkali« nimmt Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit, direkt in die Zeit der »Goldenen 20er«. Ihr Repertoire bewegt sich zwischen bekannten Gassenhauern und selten gehörten Liedern, zwischen der Lebenslust der Boheme und der Sehnsucht nach erwiderter Liebe. Die vier Musikerinnen erzählen Geschichten und spinnen einen goldenen Faden in die Zeit des gesellschaftlichen Wandels, den Aufbruch der emanzipierten Frau und das Hier und Jetzt.
Gesang Marie Hänsel, Klarinette & Gesang Ttjana Davis, Violoncello & Gesang Laura Härtel, Klavier & Gesang Elena Schoychet

Vorbestellungen sind in der Galerie, per Telefon (0351) 802 47 85 oder per Mail info@kunstunderos.de möglich.

Text: Galerie Kunst & Eros

http://www.kunstunderos.de

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Mit viel Humor & Glamour: Weihnachtsdinnershow „Palaishotel“ im Kurländer Palais

07 Donnerstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kabarett, Musik, Theater

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Witziges Dinnercabaret mit Hotelbesatzung als Stars

Alles ist vorbereitet für die Show im glamourösen Palaishotel. Gar zu verlockend für die Putzfrau, die in kurzer Blümchenschürze, Schrubber und Eimer schnell noch mal durch den Saal huscht. Und kess mit Kassettenrekorder auf die Bühne steigt und mit Hingabe singt und tanzt: „Welcome to Cabaret…“ Bis sie der witzig-großmäulige Conferencier mit Punkfrisur Matthias Krahnert wegscheucht. Der gebürtige Dresdner ist ein Urgestein der Dinnershows, war künstlerischer Leiter des Clownsmimen-Theaters Salto Vitale in den 1980er Jahren mit Alf Mahlo und Rainer König und der erste verrückte Kellner bei „Pomp, Duck & Circumstance“.

In der neuen, turbulenten Weihnachtsdinnershow „Palaishotel – The Grand
Opening“ im Kurländer Palais nahe der Frauenkirche tritt Krahnert erstmals wieder in Dresden auf. Als Maitre d`hotel kümmert er sich um das werte Publikum. Skurril, lässig und schlagfertig überspielt er das Ausbleiben der angekündigten Stars des Abends, von den im Schneesturm feststeckenden Philharmonikern über den spurlos verschwundenen Zauberer David Copperfield bis zur heiseren Vanessa Mai. Er stichelt gegen angestaubte Tradition und das “Dogma der Bequemlichkeit“ und bringt mit der illustren Hotelbesatzung ein wunderbares Dinnercabaret mit viel Musik, Comedy, Zauberei und graziler Tuch-Akrobatik auf die Bühne.

Allen voran flott swingend, steppend und witzige Poesie vortragend die neue Hoteldirektorin Dr. Witzig, gespielt von Schauspielerin Meike Anna Stock und galant von Liftboy Roberto alias Robert Jentzsch am Klavier begleitet. Als Dienstmädchen und heißer Rockabilly-Feger ist Lisa Hedel zu sehen und mit viel Schwung und Sinnlichkeit begeistert die Trapezkünstlerin Mareike Koch über der Festtafel schwebend.

Ein rundum gelungener, kurzweiliger Abend mit sehr leckerem Menü. Zu erleben noch bis 7. Januar. Es gibt auch zu Silvester eine Vorstellung mit erweitertem, festlichen Menü.

Text + Fotos (lv)

http://www.Palaishotel-Dresden.de

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Kunstausstellung Interieur Underground im Lügenmuseum Radebeul

29 Mittwoch Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie

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Plakat zur Ausstellung von Uta Hünniger


Plakat zur Ausstellung von Ellen Steger

Von Biermanns Tagebüchern in einem Suppenkübel der NVA
bis zu „Mehl-Art“

Die neue Rauminszenierung „Interieur Underground“ im Lügenmuseum Radebeul zeigt die Poesie des Untergrundes. Die unkonventionellen Ideen der Demokratiebewegung, der Boheme und Subkultur in Ostdeutschland spiegeln eindrucksvoll die Macht der Fantasie im Angesicht der Zensur. Die Eröffnung ist am 9. Dezember, um 18 Uhr im Lügenmuseum Radebeul.

Ausgegrenzte Künstler, die Avantgarde der friedlichen Revolution
im Herbst 1989, sind in den bundesdeutschen Museen bislang unzureichend abgebildet. Ihr Schaffen steht im Mittelpunkt von „Interieur Underground“, einer neuen Rauminszenierung im Lügenmuseum Radebeul. Eröffnet wird die Ausstellung am 9. Dezember, um 18 Uhr im gleichfalls morbiden, unsanierten Gebäude des alten Dorfgasthofs Serkowitz auf der Kötzschenbrodaer Straße 39 im Beisein vieler mit ihren Werken vertretener Künstler, dazu spielt der Jazzmusiker Hartmut Dorschner Saxofon.

In den Ausstellungsraum gelangt man durch eine schmale Pforte hinter einem Bücherregal in ein konspiratives Hinterzimmer. „Die Besucher können die Um- und Aufbrüche ausgegrenzter Künstler in autobiografischen Objekten, Episoden voller Energie und Verzweiflung erleben und wie es ihnen gelang zwischen Wut, Spaß und Träumen nicht gebrochen zu werden. Wie sie mit Herausforderungen umgingen und ihren Weg bis heute fanden“, sagt Reinhard Zabka, Konzeptkünstler und Betreiber des Lügenmuseums. Es zeigt auf ebenso skurrile wie fantastische Weise die „Kunst der Lüge“ – so heißt auch der Trägerverein – im Dienste der Wahrheit. Nun wächst die private Sammlung von ehemals zensierter Objektkunst und Installationen von Zabka und weiteren widerständigen Künstlern um neue Kunstwerke der Subkultur in der DDR an.

Zur Ausstellung gibt es zehn Künstlerplakate mit Originaldokumenten von damals und dem Blick von heute. Außerdem erscheint ein Katalog mit 89 Geschichten der friedlichen Revolution, in denen Künstlerinnen und Künstler der DDR in persönlichen Anekdoten anhand von Alltagsdingen über Ausgrenzung und Verfolgung erzählen (dieser ist erhältlich gegen Schutzgebühr im Lügenmuseum). Wie einfallsreich, oft naiv und tollkühn sie Ausstellungs- , Auftritts- und Veröffentlichungsverbote seitens der SED-Zensur und Stasi-Überwachungsbehörde umgingen, um dennoch zu sagen, was sie dachten und fühlten. Diese Geschichten sind spannend, aufschlussreich und schmunzelnd zu lesen für all diejenigen, die in der DDR aufwuchsen und bestimmt manches bis dato Verborgene erfahren. Unglaublich und entdeckungsreich wird der Besuch im Lügenmuseum sicher auch für junge Leute, die nach dem Mauerfall geboren sind und hier locker und unkonventionell lebendigen Geschichtsunterricht erfahren. Insofern ist auch der Katalog zur Ausstellung „Interieur Underground“ sehr zu empfehlen für Schulen und andere Bildungseinrichtungen.

In einer der 89 Geschichten des Ausstellungskatalogs erzählt der einst in den Westen ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann ironisch über „Tatwerkzeuge“. Zu sehen ist ein alter Stahlbehälter, in dem sein Freund Reimar Gilsenbach, ein Ostberliner Schriftsteller und eifriger Ökoschrat, Biermanns Tagebücher 13 Jahre lang versteckte in dem wunderbar zweckentfremdeten Suppenkübel der Nationalen Volksarmee. Später war ihm der so gerettete „Dokumentschatz“ eine wertvolle Gedankenstütze für seine Autobiografie.

Ekkehard Maaß erinnert sich in seinem Beitrag „Das zerrissene Foto von A.R. Penck“ an eine Performance 1980 im Theater BAT in Berlin Prenzlauer Berg, wo der Maler am Schlagzeug saß und Fotos mit abgebildeten Wehrmachtsoldaten zerriss, die Schnipsel in die Luft warf, von Trillerpfeifenklängen anderer Künstler begleitet. Der Theaterdirektor rief vergebens Schluss! und wurde niedergepfiffen in einem Aufstand der Kunst gegen die Administration. Der Fotograf Günter Starke hielt 1984 eine Kunstaktion in der verfallen-berüchtigten Gastsstätte „Mokka-Perle“ in der Dresdner Neustadt fest, wo sich eine Handvoll Künstler um Initiator Jörg Sonntag der Hausruine bemächtigten, kunstvoll die Räume verbarrikadierten und die wilden Klänge der „Rennbahnband“ waren ein letztes Aufbäumen vor dem Abriss. Heute ist dort ein Parkplatz. Birger Jesch berichtet augenzwinkernd über „Mehl für die Welt & Gummischnitte“. „Mehl-Art“ verstehe der Sachse erst mal, obwohl Mail Art nicht Eat Art ist, wenn von der Aktions- und Netzkunst der 1980er Jahre die Rede ist.

Text + Fotos (lv)

Ausstellungsvorbereitung

http://www.kunst-der-luege.de

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Lilli Vostry

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