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Kategorien-Archiv: Poesie

Neue Lyrik: Bericht an die Nachgeborenen & Der Zwitscherbaum

07 Freitag Okt 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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An die Nachgeborenen –
nach Bertolt Brecht

I
Wahrlich, ich lebe in seltsamen Zeiten!
Die Welt scheint auf den Kopf gestellt
Viele sind auf einem Auge
manche auf beiden blind
blenden aus oder lächeln fort
alle Sorgen

Das Leben ist schön
doch überall lauern Gefahren
wer sie nicht sieht nicht von ihnen
diktieren lässt
weiter an das Gute Wahre Schöne
an sich selber glaubt
wird belächelt oder schief angesehen

Wer bei sich bleibt in seiner Mitte
nicht im Schneckenhaus
nicht den Scharmützeln der Mehrheit
dem heißen Dampf der Debatten
der Wahrheitslenker aussetzen will
wer etwas dagegen hält
wird wie ein Spielverderber
angesehen vertrieben und gemieden
ungeheuerlich noch andere anstecken
wer bestimmt was Wahrheit ist

Was sind das für Zeiten, wo
ein Gespräch über Frieden ohne Waffen
fast ein Verbrechen ist
gerade so als wolle man Wehrlose töten!
Tauben von Straßen und Plätzen
gejagt werden wie Bettler und Parasiten

Dabei ist der Krieg längst
bei uns angekommen
die Gräben zwischen denen die viel
und wenig haben oder eine andere Meinung
werden tiefer
nichts hält mehr zusammen
außer Kälte trifft alle
Licht erlischt immer mehr
die Energiepreise steigen
Vorräte sich dem Ende neigen

Wir bekriegen uns mit Worten
wer keine Feindbilder schaffen
Träume Ängste und Abgründe
sehen und überwinden unterscheiden
will was eint und trennt
nicht in Schubladen steckt andere
wir sind so viel mehr
ob wir auf dieser oder jener Seite stehen
wer es wagt
gerät leicht in die Schusslinie

II
Es gab eine Zeit da war die Welt
schwarz oder weiß
schön übersichtlich
alles wohlgeordnet
in ein Hier und Dort
Hüben und Drüben
saßen die Guten oder Bösen
eine klare Grenze
zog Idylle Bedenken
Begehrlichkeiten Unmut und Verdruss
nach sich
es war keine heile Welt
nur anders

jeder hatte seine eigene kleine Welt
ich stieß mir als Kind oft den Kopf
an offenen Fensterflügeln
und Tischkanten
manchmal heute noch
sehe nicht das Hindernis
sondern darüber hinaus
der Schmerz vergeht
die Neugier bleibt

Die Menschen reisten ein und aus
manche für immer
wenn ich verreiste hatte ich schnell
Heimweh
es zog mich nie in die Ferne
hatte immer Angst irgendwo
verloren zu gehen
wo ich mich nicht auskenne
keinen versteh
doch ich hab Sehnsuchtsorte

III
Ihr, die ihr heute überall hin könnt
Seht Euch um
auch wenn die Welt kopf steht
hier und in der Ferne
Seht genau hin
Wenn Ihr Menschen seht
die laut sind oder stumm
Wenn sie frieren flüchten schlagen
klagen verzagen
fragt Euch warum

nehmt nichts hin
nicht alles an
was man Euch sagt oder
verkaufen will
vergesst Eure Wurzeln nie
woher Ihr kommt
auf welchem Boden
Ihr gewachsen seid

wisst wer Ihr seid
verliert Euch nicht
im Streit
verlernt das Lieben nicht
Heimat ist dort wo man sich zuhause
fühlt findet sie in Euren Herzen
und gebt sie anderen
hütet sie wie einen Schatz
Wir haben nur eine Erde

LV
15.9.2022

Der Zwitscherbaum

Ein Baum hält mich
nicht nur an
innezuhalten
und auszuruhen

ich hör die Blätter
flüstern rauschen rascheln
seh ihr Glänzen in der Sonne
ihr Zittern und Wegdrehen
in Windeseile

ihr Seufzen und Ächzen
wenn wieder ein Sturm
mit wildem Geheul kommt
die Bäume am liebsten Reißaus nehmen
würden bevor sie umstürzen

auf spielende Kinder fallen
an einem Sommertag am See
vielleicht spielten sie Verstecken
an einem Baum bevor er aus den Wurzeln
gerissen umstürzte und die Kinder begrub
und später in den Unwettermeldungen
hieß es die Bäume hätten sie getötet

es wird die Zeit kommen
in der es fast ein Verbrechen ist
nicht über Bäume zu sprechen
als hätte die Natur nichts mit uns
zu tun werfe nichts sie
aus der Bahn

aufgeregtes Gezwitscher
schallt aus dichter Blätterkrone
kein Vogel zeigt sich
sie verstecken sich und verstummen
als ich mich dem Baum nähere

sie wissen nicht wie ihr vieltönendes Geschwirr
mein Herz jubelnd
emporhebt zu ihnen

LV
15.9.2022

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Zwischen Intuition & Formzwang: Im Gedicht-Workshop in Pirna & danach Entstandenes

27 Dienstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Erschütterung

Einiges ging zu Bruch
an diesem Wochenende
das Schloss Sonnenstein als Kulisse

das Handy lag auf einer Steinmauer
griffbereit für ein Erinnerungsfoto
eine Minute später fiel es herunter
auf harten Stein

das Gehäuse sprang auf
Splitter am Boden
das Display blieb dunkel
ein Moment veränderte alles

die Bäume auf der Anhöhe
standen friedlich im Sonnenlicht
eine Tafel unterhalb der Steinmauer
weist auf die Erinnerungsspuren

auf jenen Geist der Menschenleben
verachtete und auslöschte
hinter den Festungsmauern
auf dem Sonnenstein

unten in der Stadt in einem dämmrigen
Gewölberaum saßen und lasen wir
der Stift flog übers Papier
befragten uns von Mensch zu Mensch
und aus der Perspektive eines Tiers

alte Haut festsitzende Muster
rieb sich an Kopf Wänden
wand sich heraus

wir lasen und stritten
über Gedichtformen die Rätsel aufgeben
wie Anagramme
in der Einschränkung Zwang in der Form
Festgefahrenes Denken zu Vertrautes aufbrechen
zu neuer Freiheit der Gedanken Ideen
Wortwesen gelangen

von drinnen nach draußen
vom Kopf aufs Papier
Tische und Stühle ins Freie
Zuhörende und Schreibende
Gedankenflüge
wechselten zwischen den Leseorten

die Flasche Bionade mit Zitronengeschmack
in der Eile vergessen am nächsten Tag
stand sie noch auf dem Tresen vom Uniwerk
draußen auf dem Tisch kurz darauf
mit abgebrochenem Flaschenhals
noch nicht leer getrunken
vieles in Bewegung geraten
Scherben bringen Glück
Schreiblust ungebrochen

LV
25.9.2022

Wut
Nach einem Gedicht von Martina Hefter „Musical mit Ungeheuer I“

Kommt aus mir wie
aus heiterem Himmel
Trifft sie mich

Wenn etwas eintritt womit ich
nicht gerechnet habe
von außen auf mich einstürmt
mich bedroht herausreißt
aus dem Gewohnten
aus mir heraus

Wenn ich außer mir bin
empört fassungslos ohnmächtig
mich ausgeliefert fühle
Bricht sie aus mir heraus
wüte tobe wirble
lasse sie heraus mit Worten

wie brausende Wellen
die an und abrollen
leise verrauschen

LV
23.9.2022

Mut

Denen die mich wütend machen
würde ich meine Wut entgegen schleudern
mit aller Kraft
aus tiefstem Inneren

den Zorn die Ohnmacht
Ausgeliefertsein zurückgeben
mit Worten die brennen
schmerzen aufwühlen
glühen ein Feuer entfachen

die Wut verbrennen
überschüssige Energien frei lassen
neu entzünden
bevor mich der Mut verlässt

LV
23.9.2022

Aufgelesen in Pirna

Wenn das Leben dir einen Korb gibt
geh zu Babicka
a Stuckel Eierschecke holen
in Ilses Kaffeestube im Eckhaus
am Markt ist`s auch scheen

danach noch ein Canaletto Burger
in Max Müller Laden für nichts
Löcher in den Bauch stehen
ist nix
für die Treppe nach oben
ist noch Zeit

LV
24.9.2022

Der Erlenpeter

Am Brunnenrand lauschig
hinter der Marienkirche
steht der Erlenpeter
sieht wie das Wasser rinnt
in eigenem Lauf
nichts hält es auf

perlt auf Peter
und darüber hinaus
springt der Strahl
rauscht wie Erlen

LV
24.9.2022

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Sich einen Reim auf die Welt machen. Beim Festival „Pirna schreibt und liest“ & Lese-Spaziergang

27 Dienstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Eine Stadt voller Geschichte(n): Hier fanden die TeilnehmerInnen des ersten Festivals „Pirna schreibt und liest“ viele schöne Anregungen für ihre Texte und Leseorte.

In Bewegung sein

Beim ersten Festival „Pirna schreibt und liest“ hielten 70 Teilnehmer von jung bis älter Erlebtes und Erfahrenes fest und lasen in den Workshops Entstandenes bei einem Lese-Spaziergang in Pirna am Sonntagnachmittag.

Vom Canaletto-Blick zum Canaletto Burger. Der Erlenpeter am Brunnen, Ilses Kaffeestube im Eckhaus am Markt. Mägdleinschule, Knabenschänke, Erinnerungsspuren und Galerie Vielfalt. Von den Schriftzügen auf Schaufenstern von Läden, Schildern und Speisekarten von Cafés ebenso wie Sehenswürdigkeiten und Gedenkorten ließen sich bei einem Spaziergang durch die Pirnaer Innenstadt die Teilnehmerinnen des Gedichte-Workshops des Festivals „Pirna schreibt und liest“ anregen. „Der Geschmack ist verschieden, formale Vielfalt ist wichtig“, sagt Sibylla Vricic-Hausmann, die am Literaturinstitut in Leipzig studiert hat. „Schreiben ist letztlich immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person und der Welt. Eine Reflexion, wie wir leben und von anderen behandelt werden und wie ich selbst in der Welt stehe, sie betrachte.“ Fünf gedichtbegeisterte Frauen schrieben und besprachen bei ihr im Workshop Gedichte, probierten verschiedene Schreibformen aus, um ihren eigenen Rhythmus und Ausdruck für ihre Gedichte zu finden, in einem Gewölberaum im Jugendzentrum „Hanno“ neben der Stadtbibliothek.

Eine beliebte Zeile, gefunden beim Stadtspaziergang, heißt: „Wenn das Leben dir einen Korb gibt…“ Dann nimm ihn und geh Blumen pflücken, schrieb Susann Eisold aus Pirna in ihrem ersten Gedicht. Sie kam spontan noch dazu am Sonnabend in die Gruppe.

Einen eigenen Reim auf die Welt machen, Erlebtes und Erfahrungen auf kreative Weise festhalten und zu Gehör bringen, dazu lud das Festival „Pirna schreibt und liest“ ein, das erstmals stattfand. 70 Teilnehmer, jung und älter, über die Stadtgrenzen hinaus, aus Dresden und der Region nutzten zwei Wochenenden lang die Möglichkeit, zum Stift zu greifen und alles, was sie bewegt, zu Papier zu bringen gemeinsam mit anderen. Die Bandbreite der angebotenen, kostenlosen Workshops reichte von Poetry Slam und Poetry Clip, Biografischem Schreiben, Kurzgeschichten, Schreiben für Kinder bis zu Szenischem Schreiben und Gedichten. Unter dem Motto „Wo bist du“ konnten die Teilnehmer herausfinden und ausdrücken, wo sie sinnbildlich gerade im Leben stehen. Die meisten Teilnehmer waren bei den Kurzgeschichten, so Uwe Delkus, der Initiator des Festivals „Pirna schreibt“. Starthilfe gab die Bürgerbühne vom Staatsschauspiel Dresden als Partner im Rahmen des Projekts „X-Dörfer“. „Wir hoffen, dass sie uns treu bleiben und wollen das Schreib-Festival als bleibende Veranstaltung in Pirna weiterentwickeln“, sagte Uwe Delkus bei einem Kennenlerntreffen der Workshopteilnehmer im Kulturzentrum „Uniwerk“ im ehemaligen Feuerwehrlöschhaus.

Dort wurde auch das rührige Helferteam vorgestellt, die ehrenamtlich das Schreibfest vorbereiteten, Räume organisierten, sich um Werbung kümmerten. Abschließend lasen bei einem „Lesespaziergang“ die Teilnehmenden ihre in den Workshops entstandenen Texte an verschiedenen Leseorten in der ganzen Stadt am Sonntagnachmittag. Bei herrlichem Sonnenwetter wurden Tische und Stühle ins Freie gestellt, lockten an den Eingängen selbst gebackener Kuchen und Kaffee, waren Besucher und Schreibende rege in Bewegung zwischen den Leseorten. Episodenreich, eindrucksvoll, kurz und knackig, zum Schmunzeln und Nachdenken anregend, lasen sechs Autorinnen und Autoren biografische Texte, die von prägenden Momenten ihres Lebens erzählen, wer sie sind und was nicht, aus dem Workshop mit Svenja Gräfen.

Fantasievolle, spannende, lustige und traurige, herzerfrischende Geschichten lasen im Beisein von Eltern, Geschwistern und Freunden acht Kinder aus dem Workshop mit Gerda Waidt, Illustratorin und Kinderbuchautorin in Leipzig, im gemütlich mit Sofaecke, Stehlampe und Kissen eingerichteten Leseraum der Logopädie Schnattergans auf der Schmiedestraße. Die Geschichten werden in Buchform samt selbstgemaltem Cover verviefältigt im Copyshop und jeweils ein Ansichtsexemplar in der Bibliothek zum Lesen ausgelegt. Madita, 11 Jahre, mag  Hörbücher und liest gern Comics und Mosaikhefte, erzählt ihre Mutter Manuela Peissker. Luise geht in die dritte Klasse, sie liest und schreibt gern magische Geschichten. Eleana, 12 Jahre, hielt ihre Geschichte geheim bis zur Lesung und überraschte ihren Vater mit dem fertigen Produkt, erzählt ihr Vater Jens Breuer. Danach hörte er die Gedicht-Lesung im ehemaligen Feuerwehrraum, die mit über 20 Zuhörern erfreulich gut besucht war.

„Meine Figuren entstehen aus Erlebnissen und Bekanntschaften. Ich will nicht nur im eigenen Saft kochen, suche Austausch und wollte wissen, ob das, was ich meinen Autoren rate, richtig ist“, sagt Matthias Schlicke aus Friedersdorf/Gemeinde Klingenberg, 62 Jahre. Er hat als Ingenieur im Wasserwesen gearbeitet, schreibt seit zehn Jahren Kurzgeschichten und hat schon zwei Romane im Hybrid-Verlag veröffentlicht, den er mitgründete und lektoriert auch Bücher für andere Autoren. „Das elfte Gebot lautet, du sollst nicht langweilen“, sagt Schlicke schmunzelnd. Uwe Delkus freut sich über die Resonanz auf das erste Schreibfestival in Pirna: „Es war überall voll an den Leseorten und toll auch der Austausch der Schreibenden untereinander. Wir wollen das Festival im nächsten Jahr fortsetzen. Und es soll weiter wachsen.“ Weitere Schreibfreudige und Unterstützer im Organisatorenteam sind willkommen. Überlegenswert wäre für nächstes Mal, die Leseorte noch dichter zusammenzulegen, damit man sich noch mehr anhören kann, da teils weitere Wege zurückzulegen sind. Außerdem die Workshops zeitlich variabler zu gestalten, die alle zur gleichen Zeit stattfanden, um mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu haben.

Text + Fotos (lv)

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Doppelbuch-Premiere mit Lyrik von Kerstin Becker & Franz Hodjak im Stadtmuseum Dresden

19 Montag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Projekte

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Wortspiel, Alegorie und ein Wir, das durch die Erinnerungen wildert

Eine Doppelbuchpremiere mit Lesung aus den neuen Gedichtbänden von Kerstin Becker und Franz Hodjak mit DichterkollegInnen gibt es am 20. September, 19 Uhr in der Cafeteria des Stadtmuseums Dresden.

Kerstin Becker und Franz Hodjak, zwei herausragende Lyriker, die mit der Stadt Dresden verbunden sind, haben neue Werke vorgelegt. Beiden ist es aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit verwehrt, in der Öffentlichkeit aufzutreten und ihre Bücher selbst vorzustellen.

Auf Einladung der Zeitschrift „Ostragehege“ werden am 20. September vier Dichterkollegen, Róža Domašcyna, Jayne-Ann Igel, Volker Sielaff und Dieter Krause, im Dresdner Landhaus aus ihren neuesten Büchern lesen.

Kerstin Beckers Gedichte glühen aus dem Dunkel. Sie erzählen vom Vergehen, dem Seelenlaich, vom Leben zwischen den Systemen, von Gestrandeten, einem wir, das durch die Erinnerungen wildert, den Asseln auf der Spur und andern kleinen Wundern am Rand der ausgezehrten Äcker. Schmerzlich schön sind diese kunstvoll rhythmisierten Verse, die das Tragische, die Wunden nicht scheuen – weil es der Preis für einfach alles ist. Ein Preis, ohne den diese Gedichte nicht zu haben sind.

Franz Hodjaks metaphorische Denk- und Schreibweise rechnet in hohem Maße mit der Fähigkeit der Leser, zwischen den Zeilen zu lesen. Metaphorische Doppeldeutigkeit, Wortspiel, Alegorie,piel Parabel waren in Zeiten der Zensur entstandene stilistische Mittel. Franz Hodjak verwendet die gegen den totalitären Staat eingeübten Stilmittel auch in seinen heutigen Gedichten. Diese zeichnen sich durch eine neue Kontinuität der Ironie aus.

Moderation: Patrick Wilden

Lesung im Museumscafé des Stadtmuseums Dresden (Landhaus) Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden (Eingang Landhausstraße)

Eintritt frei!

Die Lesung wird im Rahmen der Kleinprojekteförderung vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.

Eine Kooperation von: Literarische Arena e.V., Evangelische Akademie Sachsen und Museen der Stadt Dresden

Mit besten Empfehlungen,
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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Neue Lyrik: Verbunden & Wasser des Lebens & Allein mit Worten & Gereimtes

09 Freitag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Verbunden

An niemanden und nichts
gebunden
aber allem verbunden
stehe ich in der Welt
mir manchmal selbst
im Weg

zwei Katzen und viele Bücher
leben bei mir
beäugen betrachten
schmusen flusen
kommen und gehen
wie sie wollen
wie ich

rau und zärtlich
laut und leise
tost die Reise
die sich Leben nennt

LV
8.9.2022

Wasser des Lebens

Regenrauschen hält den Tag an
schneidet mir den Weg ab zum See
ein letztes Mal eintauchen
nachsehen ob die Blaualgen
sich aufgelöst haben

die Erdbeerpflanze auf dem Balkon
bleibt grau und welk
vor Tagen schon ertrunken
zu viel gegossen
die weißen Blüten und wenigen roten Beeren
wollte sie vermehren

goss und düngte sie eifrig
doch aus mehr
wurde nichts
mehr
wo nichts war sprossen
auf einmal zart violette Blumen
aus den Blättern ragen feine Antennen

LV
8.9.2022

Allein mit Worten

Ein Gesicht auf einer Karte
der Mensch darauf ihr fern
seine Worte gehen ihr nahe
sein Blick lässt sie nicht los
die großen dunklen sprechenden
forschenden Augen

als könnten sie jedes
noch so verborgene Geheimnis im anderen ergründen
sie liebt die Worte wie er
wie er sie verwebt und verwandelt in die Urwälder des Seins
tauchende schamanenhafte Poesie

doch er sah
sie nicht
kaum auf von seinen Büchern
als er las all die umwerfend komisch wie traurigen
Geschichten aus einer anderen Zeit
vom Weggehen Aufbruch
geplatzten Träumen

und der Sehnsucht nach dem Meer
das schon weit vorher beginnt
wenn man den Fuß
auf weichen weißen Sand setzt
und die Kiefernwälder auftauchen
mit ihrem hin und her flimmernden Licht

das sie einen Moment verband

LV
8.9.2022

Gereimtes

Seit Stunden lieg ich auf der Lauer
doch die Reimworte lassen sich nicht fangen
ziehen schelmisch grinsend von dannen
mir wird immer flauer

leg ich mich auf`s Ohr
sprudeln und drängeln sie hervor
klettern wortlustig auf der Versleiter empor
und wirbeln alles durcheinander entfesselter Chor

beflügeln die Reime
oder bremsen sie die Fantasie
will ich wissen jetzt oder nie
dann geht es wie von alleine

LV
8.9.2022

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Lesung mit dem Schriftsteller & Lyriker Lutz Seiler in der Buchhandlung LeseZeichen in Dresden

05 Montag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie

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Rückkehr in den Heimathafen der Poesie

Der gefeierte Autor Lutz Seiler liest am 7. September, 19.30 Uhr aus seinem neuen Gedichtband „Schrift für blinde Riesen“ und seinem Roman „Stern 111“ im LeseGarten der Buchhandlung Lesezeichen auf der Prießnitzstraße 56 in der Dresdner Neustadt.

Nach dem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler in seinem neuen Roman die Handlung fort: Stern 111 ist Roadtrip, Berlinroman und die Geschichte einer Familie, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, wieder zueinanderzufinden. Während seine Eltern in den Westen gehen, flieht Carl nach Berlin, um dort durch das archaische Chaos der Nachwendezeit zu schlingern.

»Stern 111 ist ein Roman voll knallhart herzergreifender Psychologie, voll Szenen, in denen Menschen an einer Wirklichkeit rütteln, die sich gerade neue Gesetze gibt.« (Paul Jandl, NZZ)

Aber Lutz Seiler kehrt, nach zwei Romanen, auch in den Heimathafen der Poesie zurück: In seinem neuen Gedichtband Schrift für blinde Riesen erklingen die Stimmen der Kindheit, geht es ins Waldstadion, in einen Knochenpark und zu den blinden Riesen der Antike.

Im LeseGarten in der Prießnitzstraße sind sie nun beide, der Dichter und der Romancier, in Lesung und Gespräch zu erleben.

Moderation: Volker Sielaff

Eintritt frei

In Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e.V.

https://literaturnetz-dresden.de/veranstaltungen/lutz-seiler-liest/

Und hier zum Vorbereiten ein Gespräch zum Roman „Stern 111“

https://literaturnetz-dresden.de/mediathek/stern-111-ein-gespraech-zum-roman-von-lutz-seiler/

Mit besten Grüßen,
Jörg Scholz-Nollau — Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr Buchhandlung LeseZeichen Priessnitzstrasse 56 01099 Dresden Inh.: Jörg Scholz-Nollau Tel. 0351-8033914 Fax 0351-8033915 www.buchlesen.de info@buchlesen.de

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Lange Nacht der Literarischen Alphabete mit Nadja Küchenmeister, Slata Roschal und Jan Wagner im Landhaus/Stadtmuseum Dresden

02 Freitag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Literatur, Poesie

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„Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere austauschen“

Zur Langen Nacht der Literarischen Alphabete lesen die LyrikerInnen Nadja KÜCHENMEISTER, Slata ROSCHAL und Jan WAGNER aus ihren neuesten Büchern am Freitag, 2. September, 19 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2.

Selten besteht die Gelegenheit, mehrere literarische Stimmen an einem Abend zu erleben. Die „Literarischen Alphabete“, eine der bekannten Leserreihen der Stadt, möchte, zusammen mit den Museen der Stadt Dresden und mit Ihnen, dem Publikum, der Sprache einen kurzweiligen Abend bereiten: Der Titel der Reihe ist Programm: es gibt viele Stimmen, viele Alphabete!
Wir laden ein zur „Langen Nacht der Literarischen Alphabete“. Mit großen Namen der deutschsprachigen Lyrik, wie dem mit dem Deutschen Buchpreis geehrten Jan Wagner, wie Nadja Küchenmeister, deren Buch „Im Glasberg“ unlängst Furore machte, wie Slata Roschal, deren zweiter Gedichtband „Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus“ im Jahr 2022 zu den „Lyrikempfehlungen“ der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zählte.a

Ab 19 Uhr wird jeweils eine Autorin oder ein Autor aus seinen neuesten Büchern lesen, danach besteht die Möglichkeit, in einer kurzen Pause miteinander ins Gespräch zu kommen, etwas zu trinken oder den Sternenhimmel draußen zu genießen. Zu jeder vollen Stunde folgen dann bis ca. 22 Uhr weitere Lesungen. Drei Autorinnen bzw. Autoren, dreimal Literarische Alphabete.

Wein und Bücher: Buchhandlung „LeseZeichen“.

Die Autorinnen und Autoren:

Slata Roschal, geboren 1992 in Sankt Petersburg. Aufgewachsen in Schwerin. Studium in Greifswald, Promotion in München. Zahlreiche Stipendien und Preise, darunter Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern und Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern. Lyrikbände Wir verzichten auf das gelobte Land und Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus, lyrischer Roman 153 Formen des Nichtseins.

Nadja Küchenmeister, geboren 1981 in Berlin, wo sie auch aufwuchs und heute als freie Autorin lebt. Sie studierte Germanistik und Soziologie an der TU Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Veröffentlichte Gedichte und Prosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien, lehrte u. a. am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und arbeitet für den Rundfunk, für den sie auch Hörspiele und Feature schreibt. Ihr erster Gedichtband „Alle Lichter“, der 2010 bei Schöffling & Co. erschien, wurde im Juni desselben Jahres von der Darmstädter Jury zum „Buch des Monats“ gewählt. 2014 erschien ihr zweiter Gedichtband „Unter dem Wacholder“, 2020 ihr dritter Gedichtband „Im Glasberg“. Basler Lyrikpreis 2022.

Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Er ist Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik (unter anderem von Charles Simic, James Tate, Simon Armitage, Matthew Sweeney, Jo Shapcott und Robin Robertson) sowie Essayist. Sein erster Gedichtband „Probebohrung im Himmel“ erschien 2001, gefolgt von „Guerickes Sperling“ (2004), „Achtzehn Pasteten“ (2007) und „Australien“ (2010) sowie der Essaysammlung „Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa“ (2011). Für seine Gedichte, die für Auswahlbände, Zeitschriften und Anthologien in vierzig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse (2015) und den Georg-Büchner-Preis (2017). Jan Wagner ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Freien Akademie der Künste in Hamburg sowie des P.E.N.-Zentrums Deutschland.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.der Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Vor der Lesung: Literarische Alphabete – Lange Nacht am 2. September im Stadtmuseum haben Sie noch die Möglichkeit die Ausstellung ANGELA HAMPEL: DAS KÜNSTLERISCHE WERK in der Städtischen Galerie bis 19 Uhr anzuschauen.

https://galerie-dresden.de/index.php?node=153

Der Eintritt ist freitags frei!
Da die Ausstellung nur noch bis zum 11. September zu sehen ist, sollten Sie die Gelegenheit unbedingt nutzen.

Außerdem gibt es hier in der Buchhandlung LeseZeichen, Priessnitzstr. 56 die Ausstellung
ANGELA HAMPEL – SO SACHEN GETAN
Arbeiten auf Papier zu Künstlerbüchern.
19.8. 2022 – 18.1.2023

Mit besten Empfehlungen,
Jörg Scholz-Nollau

—
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 UhrBuchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 DresdenInh.: Jörg Scholz-NollauTel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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„So Sachen getan“ – Lesung & Ausstellungseröffnung mit Angela Hampel & Roza Domaczyna in der Buchhandlung LeseZeichen

18 Donnerstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik, Poesie, Projekte

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Eigene Bildsprache & Poesie: Eins der Frau-Tier-Paare von Angela Hampel aus einer früheren Ausstellung. Foto (lv)

Graphik und Gedichte im Zwiegespräch

Eine Lesung und Ausstellungseröffnung mit dem Titel „So Sachen getan“ mit Graphik vom Angela Hampel und Gedichten vom Róza Domascyna gibt es am 19. August, 19.30 Uhr im LeseGarten der Buchhandlung LeseZeichen, Prießnitzstraße 56 in Dresden.

Sie können auch bei Regen kommen!

Bei schwächerem Regen haben wir eine Überdachung. Sollte es starken Regen geben, haben wir die Möglichkeit, um die Ecke in die Kulturschlosserei; Bischofsweg 31 auszuweichen.

Eine große Bereicherung bezieht Angela Hampel aus der Literatur und Sprache. So arbeitete sie schon frühzeitig mit Schriftstellern und insbesondere Lyrikern und Lyrikerinnen zusammen. Es entstanden zahlreiche Künstlerbücher, u.a. mit Elke Erb, Kerstin Hensel, Róža Domašcyna und Michael Wüstefeld. So werden einige Arbeiten aus diesem Bereich ihres Schaffens zu sehen sein.

Es liest Róža Domašcyna.
Dazu musiziert Thomas Friedlaender auf verschiedenen Instrumenten.

Angela Hampel, geboren 1956 in Räckelwitz bei Kamenz, lernte zunächst Forstfacharbeiterin, ehe sie an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste Malerei studierte. Seit 1982 arbeitet sie freischaffend in Dresden. Ab 1987 zeigte sie erste Performances, Installationen und Environments und veröffentlichte in den Literaturzeitschriften Bizarre Städte und Sondeur. 1989 war sie eine der Mitbegründerinnen der Dresdner Sezession 89. Sie schuf 1998 in einem Gemeinschaftsprojekt mit Bonner Kollegen die Plastiken Undine kommt und Undine geht, die heute an der Molenbrücke in Pieschen sowie am Elbufer in Johannstadt stehen. Ihre Malerei, Installationen und Grafiken sind in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu finden.

Róža Domašcyna wurde 1951 in Zerna bei Kamenz geboren und lebt heute in Bautzen. Von 1979 bis 1984 studierte sie Ingenieurökonomie des Bergbaus an der Ingenieurschule für Bergbau und Energetik in Laubusch (Senftenberg). Es folgte ein Studium am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig, ehe sie sich als freischaffende Autorin in Bautzen niederließ. Seither hat sie zahlreiche Lyrikbände veröffentlicht, darunter auch Künstlerbücher. In ihren Texten nutzt sie poetische Interferenzen zwischen dem Sorbischen und dem Deutschen; beide Sprachen gehen so eine Verbindung ein, die den von Kito Lorenc vorgeschlagenen Weg der Weiterentwicklung sorbischer Lyrik konsequent beschreitet.

Text: Jörg Scholz-Nollau

— Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr Buchhandlung LeseZeichen Priessnitzstrasse 56 01099 Dresden Inh.: Jörg Scholz-Nollau Tel. 0351-8033914 Fax 0351-8033915 www.buchlesen.de info@buchlesen.de

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Ausstellungseröffnung „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ mit Grafiken von Chris Löhmann in der Werkstatt 26 in Königstein

13 Samstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bilder wie Erinnerungslandschaften: Welche Spuren die Flut in der Landschaft und im Leben der Menschen hinterlassen hat, dem gehen die wandgreifenden Arbeiten von Chris Löhmann in einer Ausstellung in der Werkstatt 26 in Königstein nach.


Freuen sich auf viele interessierte BesucherInnen auch zum gemeinsamem Erzählen und Erinnern: Christin Pietzko, die Kuratorin der Ausstellung mit Töchterchen Antonia und Künstler Chris Löhmann.

Raum für Erinnerungslandschaften

Die Ausstellung „Gezeichnet“ von Chris Löhmann zur Flut 2002 geht den Spuren für Landschaft und Menschen nach. Eröffnet wird sie am 14. August, 15 Uhr in der Werkstatt 26, Pirnaer Straße 26, in Königstein.

Ein idyllischer Anblick. Der Marktplatz mit hellen, schmucken Häusern und ein Kirchturm, fast so hoch wie die Felslandschaft. Ringsum wogendes Grün. Bei genauerem Hinsehen sieht man dunkle Flächen in den Gassen, die bis zu den Fenstern reichen und alles umschließen. Es sieht aus als ob die Häuser Augen haben und zusehen. Ein Mann steht mit zwei Eimern vor dem halb versunkenen Ort, ein anderer kippt Wasser aus im Titelbild „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ in Sachsen.

Unter diesem Titel sind Grafiken von Chris Löhmann, ausgehend von Archivmaterial, in einer Ausstellung in den Räumen der Werkstatt 26 in Königstein zu sehen. Die Eröffnung ist am 14. August um 15 Uhr. Mit Musik von Arystan und Kaffee und Kuchen für die Besucher. Gezeichnet sind nicht nur Landschaft und Menschen in den Bildern. Welche Spuren das Hochwasser bei ihnen hinterlassen hat und wie sich das Leben der Bewohner seitdem verändert hat, dem gehen die Arbeiten des Künstlers ebenfalls nach. Chris Löhmann wird wandgreifende Tuschezeichnungen zeigen, die zum Erzählen und gemeinsamen Erinnern einladen. Die ersten Bilder sind gerade fertig. Ein altes Eckgebäude auf der Bahnhofstraße, neben der Hauswand steht das Wort „Hoch“ in schwarz über das Bild rinnender Farbe. Unten am Bildrand, halb im Dunklen, prangt eine Reihe Orden symbolisch für die Lebensretter und vielfachen Heldentaten, die oft unsichtbar bleiben. Gegenüber sieht man auf einem Hausdach zwei Gestalten, die auf die Reste eines ehemaligen Cafés und den halb verdeckten Namen des Inhabers schauen. Umgeben von meterweise steigendem Wasser. „Mit der Flut ist ja auch Architektur und ein Stück Geschichte untergegangen“, sagt Chris Löhmann zu seinen Arbeiten. In ihnen finde auch eine Kommunikation zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem statt.

Die Wände im Ausstellungsraum werden mit Zeichenpapierrollen behangen. Mit Tusche und Pinsel zeichnet der vor allem graphisch arbeitende Künstler frei aus dem Kopf, ohne Skizzen oder Projektor, auf die großen Papierflächen. Fotos von der Flut hat er auf dem Handy und er hat mit Augenzeugen gesprochen, während er die Plakate für die Ausstellung in Schaufenster und an Ladentüren klebte. „Die Leute haben reagiert und ihre Geschichte erzählt, manche ältere sichtlich berührt“, so Löhmann. Er sah als 14-Jähriger die Bilder von der Flut aus der Ferne. Nach einer Ausbildung als gestaltungstechnischer Assistent in Freital studierte Chris Löhmann von 2013 bis 2022 an der Dresdner Kunsthochschule Malerei und Grafik bei Prof. Bömmels. Die Bewohner waren schockiert und fassungslos angesichts der Wassermassen. Doch sie haben auch eine Art Wir-Gefühl, Solidarität, Hilfe und Aufbruchstimmung erlebt, erzählten ihm Menschen aus der Flut-Zeit.

„Die Grafiken sind wie Erinnerungslandschaften, welche die vorhandene Architektur aufgreifen, so dass die Leute sich erinnern und gesehen werden, auch wenn es 20 Jahre her ist“, sagt Christin Pietzko, Kuratorin der Ausstellung. Es sei keine Schau, die Flutbilder dokumentarisch zeigt, sondern mit der Sprache der Kunst einen Raum und die Möglichkeit geben möchte, dass sich Menschen öffnen und berühren lassen. „Wir haben das Hochwasser nicht erlebt, aber leben mit den Spuren“, so Christin Pietzko.

„Als wir im noch sehr kalten Frühling hierher zogen,  habe ich mich sehr gewundert. Die Stadt wirkte geradezu geisterhaft. Dazu die vielen leeren Geschäfte, verwaiste Architektur“, erzählt sie. Betroffen stand sie vor einem Haus am Markt mit der Hochwassermarke vom 16.8.2002 von 11,85 Meter. Sie sah und lernte aber bald auch engagierte Menschen kennen, die sich für ein lebendiges Stadtleben einsetzen, beispielsweise im Verein Weltbewusst e.V., dem Trägerverein der Werkstatt 26. Einem sozialen Projektort mit Coworking Space. Dort ergab sich auch das Kunstprojekt zur Flut, das über das Förderprogramm Simul und das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung finanziert wird.

„Wir wurden mit offenen Armen empfangen und sind inzwischen sehr glücklich hier.“ Letztes Jahr im Frühjahr zogen sie und Chris Löhmann zusammen von Dresden nach Königstein, wo sie mit ihren drei kleinen Kindern im alten Postamt im Erdgeschoss einen neuen und erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. Die obere Etage des dreistöckigen Gebäudes gegenüber vom Bahnhof steht noch leer. Am Haus hat Chris Löhmann schon einen Garten angelegt, in dem die ersten Tomaten reifen. Ein kleiner roter Kater streift umher. Gemütliche Wohnräume mit viel Platz zum Spielen für die Kinder und das Atelier in der früheren Paketstation füllen sich mit neuen Ideen und Lust am Gestalten für sich selbst und andere.

Als nächstes darf Chris Löhmann einen Bücherschrank auf dem Marktplatz in Königstein bemalen. Den Auftrag erhielt er vom Lichtspiele e.V. – ein weiterer engagierter Verein der Stadt, der das alte Kino betreibt und jedes Jahr im Sommer ein Filmfest-Open-Air auf dem Marktplatz organisiert. „Wir sind sehr dankbar, in Königstein wohnen zu dürfen  und wollen der Stadt auf unsere Weise etwas zurückgeben. Man sieht, es gibt hier Menschen, die sich einbringen wollen für ihren Ort und wir hoffen wie der Bürgermeister, dass noch mehr junge Leute hierher ziehen“, sagt Christin Pietzko. Ebenso gespannt sind die beiden, wie die Ausstellung in Königstein ankommt bei denjenigen, die das Hochwasser erlebt haben und sie freuen sich auch auf persönliche Erzählungen und Erinnerungen der Besucher. ‚

Text + Fotos (lv)

Ausstellungszeitraum:
14.8. – 11.9.2022
Mo., Do., Fr von 9 – 12 Uhr und nach Vereinbarung
sowie 28.8. und 11.9. 15 – 17 Uhr mit Chris Löhmann


Ein Ort mit viel Grün, Flair und schönen, alten Häusern, die auf neue Bewohner und Nutzer warten, ist Königstein in der Sächsischen Schweiz: das Künstlerpaar vor einem Eckhaus auf der Bahnhofstraße, wo immer noch großer Leerstand herrscht und die sprichwörtliche „tote Hose“ in einem der Schaufenster liegt. In einer originellen Aktion von jungen Leuten und Geschäftsinhabern erzählen in den Ladenschaufenstern hängende historische Fotos vom früheren, lebendigen Geschäfts- und Straßenleben im Ort und sind Ideen und Vorschläge für die Zukunft gefragt.


Haus am Markt mit Hochwassermarke: Am 16.8.2002 stand hier das Wasser bei 11,85 Meter.


Kreativer Projekt- und Ausstellungsraum: Hier wird diesen Sonntag, um 15 Unr die Ausstellung von Chris Löhmann eröffnet. In Erinnerung an die Flut wird Lilli Vostry, Autorin und meinwortgarten-Inhaberin hier aus ihrem Gedicht-Zyklus „Am Fluss“ zur Ausstellungseröffnung lesen.

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BilderAlbum: Neue Gedichte vom Meer

11 Donnerstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Wiedersehen am Meer

Ich wär so so gern
mit dir hier
ich war und bin
viel allein

das Meer flüstert
mir all seine Geheimnisse zu
auch vom Ich und Du
Ebbe und Flut
Gehen und Bleiben
zu zweit
Alleinsein

die Wellen rauschen
kräuseln kringeln sich
vor Lachen scheint mir
meine Sehnsucht
treibt fort
zu dir

LV
8.7.2022

Beflügelt

Kaum angekommen
hör ich sie rufen
kichern prusten
wo warst du so lange

ihre Schreie hallen
in mir nach
sie teilen meine Sehnsucht
ich mit ihnen mein Brot

nimmersatte weiße Segler
über dem Meer
ihre schwarzen Köpfe
seh ich zum ersten Mal

bleibt ihr so oder wandelt ihr
euch noch
abends wieder weiße Schwingen
und endloses Rufen nah über mir

was wollt ihr mir sagen
immer unterwegs
nie satt
aber beflügelt

LV
9.7.2022

Gestrandet

Auf dem Weg zum Möwenstrand
in einer Einfahrt nahe der Promenade
lag leblos eine Taube
grün violett schimmernd ihr Gefieder
in der Sonne
die Federn zerzaust vom Wind

ich schaffe es nicht sie aufzuheben
lasse sie liegen‘
wie viele vor mir
haben die Taube schon gesehen
übersehen
an diesem Sommertag

gerade flog sie noch
tippelte auf der Promenade
endlos auf und ab
und am Stand nach etwas Essbarem

fütterte gestern Abend noch
eine Schar Möwen und Tauben
sie schwirrten und tanzten in der Luft
zu Ravels Bolero und Tangoklängen
die von der Konzertmuschel herüber wehten
vielleicht warst du eine von den Tauben dort

das Meer wogt dunkel taubenblau
fliege über Wellenberge und -täler
mit den Möwen
der Himmel voller weißer Federn
und Flügel
aus einem Baum auf der Promenade
lautstarkes Gurren
alles kehrt wieder

LV
11.7.2022

Unverdrossen

Der Stand leerte sich schon
Leere im Magen
und das Meer gibt nichts her
etwas Schling wickelte sich
beim Schwimmen um meine Hände
doch das mögen die Möwen offenbar nicht

plötzlich steht eine große graubraun
gesprenkelte Möwe vor mir
hungrig und seelenruhig wartend
doch meine Tasche ist leer
alles schon verfüttert mein Herz übervoll
hungrig wie sie um uns herum
Sandwüste
Wellenlinien ziehen sich entlang
und Fußabdrücke

ich sammle weiße Muscheln
sie sind fester als sonst und ein paar
bunt gemusterte
die Möwe pickt mit dem Schnabel dran
nichts zu holen

schaut sich nach allen Seiten um
und auf meine Tasche
ein Papierfetzen von der Keksverpackung
fliegt heraus sie tippelt hinterher
lässt das wertlose Papier weiterfliegen
ich ruf ihr zu: Flieg, flieg zu den anderen
Möwen! Dann bist du wenigstens nicht allein

die anderen Möwen sitzen in der Abendsonne
im Sand
die große graue Möwe schüttelt kurz die Federn
sieht mich aus dunkeln Augen
mit leicht schrägem Kopf aufmerksam an
rührt sich nicht vom Fleck
bewacht meine Tasche als wär noch was drin
versteckt

ich steh auf sie tippelt hinterher
werf die leeren Packungen in die Tonne
die Möwe pickt Ungetüme von Blättern
robust für dürre Zeiten gemacht
da fällt nichts ab

mir verschwimmt alles
vor den Augen
alles Schöne verflogen
nichts hält mich mehr
als ein Versprechen
morgen komm ich wieder her
mit voller Futtertasche
seh mich noch mal um
im Gehen

die große graue Möwe steht immer noch
unbeirrt und unverdrossen da
mit Blick aus Meer

LV
11.7.2022

Urkraft des Meeres

Der Himmel wolkenlos
weit wie das Meer
nichts hält mich mehr

lasse mich fallen
die Wellen fallen über mich her
unbändig tosende wilde Zärtlichkeit
ergreift mich lasse mich treiben
von der Urkraft des Meeres

von der brodelnden erhabenen
weißen Gischt die nie erlischt
halte nicht mehr gegen

gebe mich dem Wellenspiel hin
das kein Geradeaus kein Ziel
nur Hin und Her Bewegung kennt

alle Schwere aufgelöst
nichts mehr wollen
nur noch sein

ein und auftauchen
aus ungestümen aufbrausenden
und diamantglänzenden Wellenkämmen

und als Perlschaum den Strand säumen
hin zur Urkraft
das Meer setzt allem seine Krone auf

LV
12.7.2022

von heringsdorf und ückeritz steilküste. scholle
seebrücke ich.
und möwen am strand.
koserow. atelier onh. plakat ausst.

weißes haus mit turm ahlbeck. rotes haus. brunnen und blumen.
pferdekutsche. weiße pferde.
fischrestaurant. vogel auf scheibe sitzt.

Abschied

Schöne Zeit am Meer
Pferdegetrappel vorm Bahnhof
Autos rollen hinterher
Möwenrufe freudig
nimm`s nicht so schwer
Meer ist immer da
kommst wieder her

und doch je mehr ich mich entfern
um so mehr fehlt mir das Meer
und ihr weißen Segler und Seelengefährten

LV
17.7.2022

fotos von möwen und mir in gelbem shirt.

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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