Puppenspieltage im August-Theater


Logo: Stehwien

Dresden – die heimliche Puppentheaterhauptstadt

Puppenspieltage am 14. und 15. September im August-Theater

Bereits zum dritten Mal veranstalten die „Freunde der Puppentheatersammlung e. V.“ die Puppenspieltage in Dresden. Dieses Jahr kommt das Fest erstmals an einen Ort, wo Puppentheater täglich gelebt wird – ins August-Theater im Pieschener Rathaus. Die Gründer des Theaters, Randi und Grigorij Kästner-Kubsch, feiern dort nur eine Woche zuvor ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum und haben e ine Ausstellung gestaltet, die auch während der Puppenspieltage zu sehen sein wird.

Im Fokus des Festes steht in diesem Jahr die Stadt Dresden und ihre besondere Beziehung zum Puppentheater. Lars Rebehn, Kurator der Puppentheatersammlung Dresden, eröffnet am Freitag, 14. September, um 20 Uhr die Puppenspieltage mit einem kurzweiligen Vortrag, in welchem er erläutert, warum Dresden Deutschlands Puppentheaterhauptstadt ist. So waren bereits Anfang des 17. Jahrhunderts die ersten festen Hofkomödianten nicht etwa Schauspieler, sondern Puppenspieler und auch im 18. Jahrhundert gaben Puppenspieler Privatvorstellungen am Dresdener Hof.

In den 1920-er Jahren war der Raum Dresden das Zentrum des deutschen Handpuppenspiels, hier begann unter anderem der Siegeszug des Hohnsteiner Kaspers. Nach den verheerenden Ereignissen des zweiten Weltkrieges war es die Marionettenbühne Apel, die 1945 wieder spielte und gleich Dresdens erfolgreichstes Theater wurde. Später wurde in Dresden die erste Stabpuppeninszenierung der DDR aufgeführt. Auch heute ist das städtische Puppentheater eines der größten Deutschlands und dank des Umzugs ins Kraftwerk Mitte auch die Bühne mit dem neuesten und modernsten Haus.

Für den praktischen Teil des Festes wurden zwei Spieler verpflichtet, mit denen die Bandbreite des Puppentheaters verdeutlicht werden soll. Am Samstag, 15. September, zeigt das VIVID-Figurentheater Chemnitz um 15 Uhr das Stück „Däumelinchen“, ein Tischtheaterstück für Kinder ab 3 Jahren. Abends um 20 Uhr spielt das Preußsche Marionettentheater Berlin das Stück „Die Zauberflöte“. Hier handelt es sich um eine Inszenierung mit wunderschönen Marionetten, geschaffen von Barbara und Günter Weinhold, die sich an Jugendliche und Erwachsene richtet und Inhalt und Musik der Mozart-Oper auf ganz eigene Weise aufgreift.

Karten gibt es an der Tages-/Abendkasse. Auf Grund begrenzter Platzkapazität empfiehlt sich eine Reservierung unter 0351 26661772 oder unter post@puppentheaterfreunde.de.

Weitere Infos: www.puppentheaterfreunde.de, www.skd.museum und www.august-theater.de

Text: meeco Communication Services

Ausstellung „Venus` Flor“ in der Galerie Kunst & Eros


Musa Carmina der Künsterin „Fides Linien“.
Foto: Galerie Kunst & Eros

Fides Linien »Venus` Flor«

Papierkunst · Carta Staminea

Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros vom 14. 
September bis 16. November 2018

Vernissage am 14. September 2018 · Beginn 19.30 Uhr
Begrüßung: Janett Noack, Galeristin; Einführung: Solvig Frey
Musik: Danny Leuschner – Akkordeon & Bandoneon

In der Ausstellung »Venus` Flor«  werden neue Kunstwerke der Künstlerin Fides Linien gezeigt. In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin mit den Facetten von Weiblichkeit, Sinnlichkeit, Schönheit und Identität. Dabei untersucht sie die Beziehungen zwischen Körperlichkeit und Mode sowie Verhüllung und Enthüllung des weiblichen Körpers. Ihre transparenten, künstlerischen Arbeiten bestehen aus verschiedenen selbst hergestellten, handgeschöpften Papieren, in denen auf höchst anspruchsvolle Weise filigrane Motive mit eingelegten Fäden angefertigt sind.

Veranstaltungstipp

»Wie Perlen auf einer Schnur« Texte von Frauen und nicht nur für Frauen

Freitag, 28.9. 2018

Ein Leseabend mit musikalischer Begleitung · Beginn: 19.30 Uhr · Ort: Galerie Kunst & Eros. Es lesen: Kristin Rudloff & Solvig Frey · Akkordeon/ Bandoneon: Danny Leuschner

Eintritt: 10 €, Kartenreservierung wird empfohlen!

Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden
Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr, Tel.: (0351) 802 47 85 

http://www.kunstunderos.de, info@kunstunderos.de 

Spielzeit-Eröffnung an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Phantastisches mit Karl May und Pariser Leben

Spielzeit-Auftakt am 15. September mit Angeboten zum Reden, Diskutieren und Genießen an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

 

Am Sonnabend starten die Landesbühnen Sachsen mit einem spannenden Angebot im Haus und im Karl- May-Museum. Bereits ab 17.00 Uhr heißt es im Glashaus „Anrechtler willkommen“.  Intendant Manuel Schöbel und die Spartendirektoren stellen den Anrechtsinhabern unsere vielfältigen Premieren und Aktionen vor und kommen mit Ihnen ins Gespräch.

18.30 Uhr folgt die Soiree zu den Musiktheaterproduktionen „Das Licht auf der Piazza“ und der Operette „Pariser Leben“. Sebastian Ritschel und Manuel Schöbel stellen ihre Inszenierungen vor.

In der Theaterkneipe führt  Sandra Maria Huimann in den Genuss und Nutzen von Wein ein. Ein heiterer, satirischer Abend.

Karl May (gespielt von Holger Uwe Thews)  ist an diesem Abend im Karl May Museum unterwegs. Seine Romanhelden Winnetou und Old Shatterhand (beide dargestellt von Jürgen Haase) gehen mit ihm ins Gericht und hinterfragen viele seiner Ideen. Eine amüsante Begegnung und ein absolutes Muss für alle Karl-May-Fans, die diese  zwei Abende während des Radebeueler Bilderbogens noch nicht erleben konnten.

Sa.,15.9.2018,      20:00     Uhr Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf   Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe

Sa.,15.9.2018,     19:30 Uhr Erzähle nicht die Wahrheit, solange dir etwas Interessanteres einfällt – Karl May Museum Radebeul

Karten im Karl May Museum . Achtung!!!  Es gibt keine Busfahrt vom Theater zum Museum wie beim Radebeueler Bilderbogen. Start direkt im Museum

Sa,.15.9.2018, 18:00 Uhr Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda, Theater Meißen

ERZÄHLE NICHT DIE WAHRHEIT, SOLANGE DIR ETWAS INTERESSANTERES EINFÄLLT: Phantastenführung durch Karl May

In der Villa „Shatterhand“ wird das Erbe Karl Mays gepflegt: Über 65 Romane, in mindestens 46 Sprachen übersetzt, Kultfiguren und legendäre Verfilmungen – was für ein Meilenstein! Doch Vorsicht, der Sockel bröckelt! Karl May steht unter Beschuss: Im Garten der Villa tauchen plötzlich seine legendären Romanfiguren Winnetou und Old Shatterhand auf, nehmen des Maysters Worte unter die Lupe und decken so manchen Widerspruch auf. Old Shatterhand ein starker Mann? Winnetou ein edler Mensch? Haben wir alle den May nicht richtig gelesen? Und auch Jürgen Haase, erster „Winnetou“ der DDR, schaltet sich nun ein. Ist der May denn überhaupt politisch korrekt?

Eine Führung durch Karl Mays phantastisches Werk im Garten der Villa „Shatterhand“, erfunden von Olaf Hörbe, der sich mit seinen Bühnenadaptionen durch alle Karl-May-Klassiker gekämpft hat und der hier so manchem Klischee zu mehr Klarheit verhilft.

Besetzung: Karl May  – Holger Uwe Thews; Winnetou / Old Shatterhand  –   Jürgen Haase; Nscho-tschi – Mu-Yi Chen

Herrenquartett:  Georg Schmalfuß, Hans Udo Vogler, Andreas Weber, Holger Zeh Inszenierung und Text:  Olaf Hörbe; Kostümbild:  Marlit Mosler; Musikalische Leitung: Uwe Zimmermann  

Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf –
Monolog einer zugereisten Winzerin von Fabian Wast

In der historischen Vinothek plaudert die aus der Wachau zugereiste Winzerin Manja Sacher über die Geheimisse des Weins, des Winzerlebens, besonders in Sachsen, und lädt zur Premiere ihrer speziellen Erfindung ein: einer seltenen siebener Weinverkostung ohne Wein!

Inszenierung: Manuel Schöbel
Es spielt Sandra Maria Huimann

Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda , Komödie  von Peter Hacks

Das deftige Volksstück nach Johann Wolfgang Goethe entführt uns nicht nur in das Provinznest K., wo eine fahrende Theatertruppe ihre Zelte aufgeschlagen hat, sondern auch nach Persien an den Hof des Königs Ahasveros. Hier lebt der König in seinem Vielvölkerstaat und mit seiner Frau Esther ganz glücklich, wenn da nicht der Karrierist Haman wäre. Ihm ist der stolze Jude Mardochai ein Dorn im Auge, den er am liebsten am Galgen sehen würde. Und so ersinnt die finstersten Intrigen, die Mardochai zu Fall bringen sollen. Doch da greift Esther, die kluge Königin, ein und schlichtet mit den Waffen einer Frau den Konflikt.

Inszenierung: Peter Dehler
Besetzung: Julia Vincze, Grian Duesberg, Alexander Wulke 

Text: Petra Grubitzsch/LB

Informationen und Tickets:

Neue Kassenöffnungszeiten ab 1. September: Montag-Freitag 10-18 Uhr, Sonnabend 15-18.00 Uhr

Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul,Tel.  0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

Premiere „Wir sind auch nur ein Volk“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

Großes Osttheater mit viel Humor und Tiefsinn

Von den Folgen der deutschen Wiedervereinigung und ihren ungeliebt ungehorsamen Kindern erzählt witzig-ironisch, nachdenklich und packend mit viel Gesprächsstoff die Inszenierung „Wir sind auch nur ein Volk“ nach den gleichnamigen Drehbüchern von Jurek Becker, die am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden Premiere hatte.

Ein Drehbuchautor, der sich im Osten Deutschlands so fremd fühlt wie in der Mongolei, platzt mitten hinein in den Alltag der Ostberliner Familie Grimm. Dabei fallen nach und nach alle Vorurteile, Hemmungen, Mauern im Kopf bis man buchstäblich nackt voreinander steht. Das Stück „Wir sind auch nur ein Volk“ nach den gleichnamigen Drehbüchern von Jurek Becker aus dem Jahr 1994 in einer Fassung von Kerstin Behrens und Tom Kühnel bringt unverblümt, mit viel Humor, Leichtigkeit und Tiefgang ernste, hochaktuelle Themen im Umgang mit deutscher Geschichte und Gegenwart gleich zur Spielzeiteröffnung auf die Bühne. Die Premiere war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Zur Einstimmung flimmern Fernsehbilder einer Unterhaltungssendung mit Schlagerstars der DDR und Fernsehballett, die sich flott-schmissig verabschieden in den letzten Sendeminuten des DFF, über die Bühne. Sie werden abgelöst von den „Kindern der deutschen Einheit“. Einer Gruppe knuffig-rührender Figuren* mit Pudelmützen, die mit verzerrter Stimme wie Erwachsene reden, im Nebel umher irren und sich eine Fernsehserie über eine typische ostdeutsche Familie und ihre Sorgen wünschen, um „die Zerrbilder in Ost und West zu normalisieren“. (*wie ich hinterher erfuhr, handelt es sich hierbei um die Mainzelmännchen vom ZDF, was ich als nicht Fernsehzuschauerin nicht wusste…) Ihre eigene Symbolik im Stück haben sie dennoch.

Der angesagte, smarte und ehrgeizige Autor Anton Steinheim (Thomas Eisen) wird für das Drehbuch beauftragt, obwohl er vom Osten keine Ahnung hat. Er und seine Frau Lucie (Betty Freudenberg) reden mal von oben herab wie Entertainer mit Mikro vor dem Glitzervorhang. Dann wieder nimmt er die Familie Grimm haarscharf wie Insekten unter die Lupe, beobachtet und befragt sie. Die Inszenierung unter Regie von Tom Kühnel springt dabei turbulent und ironisch zwischen Fernseh-Glitzerfassade, Reality-TV und echtem Leben hin und her, begleitet von Videoaufnahmen mit Live-Kamera (Bert Zander) aus dem Wohnzimmer der Familie Grimm im Gespräch mit dem Drehbuchautor. Der TV-Produzent ermahnt den arbeitslosen Familienvater Benno Grimm (herrlich trockenhumorig-bodenständig: Holger Hübner), der im Scheinwerferlicht wie bei einem Verhör sitzt: „Bieten Sie ihm großes Osttheater!“ Davon gibt es reichlich im Stück. Mal geraten Benno und seine Frau Trude, eine forsche Lehrerin (Nadja Stübiger) heftig aneinander im Streit ums Geld und eine taktlose TV-Moderatorin, mal Vater und der schon etwas senile Schwiegervater Karl Blauhorn (Thomas Neumann) im ausgedienten ASV-Trainingsanzug, mal Vater und Sohn Theo (Philipp Grimm), der sein Philosophiestudium abbrach und nur herummotzt.

Doch so richtig Frust abgelassen wird beim Besuch des einst in den Westen abgehauenen, überheblichen Bruders von Trude (Moritz Dürr) und seiner naserümpfenden Freundin (Betty Freudenberg). In schnellem Rollen- und Perückenwechsel von acht großartigen Schauspielern kommen ernste, nachdenkliche, traurig wehmütige, wütende und komisch-dramatische Szenen, Bilder und O-Töne aus der DDR- und Wendezeit und einige unbequeme Wahrheiten auf die Bühne. Sie spielen Familienmitglieder, Geschäftsleute auf Beutezug im Osten, Fabrikarbeiter und protestierende Bürger mit machtvollen „Wir sind das Volk!“-Rufen. Begleitet von Osthits wie „Wenn ein Mensch“ von den Puhdys, „Über sieben Brücken“ von Karat, „Am Fenster“ von City, von Liedermacher Hermann van Veen bis Deutschrock von Grönemeyer. Ein grotesker Höhepunkt der Aufführung ist die Parodie mit dem täuschend echten „Stasi-Schauspieler“ (Moritz Dürr) in düsteren schwarzweiß-Bildern. Und das zornige Streitgespräch zwischen zwei Frauen aus dem Osten und Westen, einer breit sächselnden, die nicht klein beigibt und die andere in eitler Siegerpose, in ihre Nationalflaggen gehüllt mit Zitaten aus Schillers “Maria Stuart“. Viele Bravos gab es am Ende für diese Aufführung, die Ost- und West-Eigenarten sehr genau und pointiert betrachtet, direkt ins Herz trifft und nahe legt, sich gegenseitig mehr zuzuhören.

Text (lv)

Fotos zur Aufführung folgen noch.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Sommerausstellung „Lustwandeln“ in der Galerie Mitte

Lustwandeln mit Kunst in aller Vielfalt

Zu sehen sind 402 Arbeiten von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dresdner Raum bis Gütersloh noch bis 8. September.

Lustwandeln im bilderreichen Kunstgarten. Da tummeln sich allerlei fantasiereiche, sinnenfrohe Wesen, umgeben von Grashalmen, Wellen, Strand und Wald… Zu sehen sind sie in der derzeitigen Sommerausstellung „Lustwandeln“ in den angenehm kühlen Räumen der Galerie Mitte am Fetscherplatz/Striesener Straße 49
(noch bis 8. September) in Dresden.

Gezeigt werden insgesamt 402 Arbeiten – von Hinterglasmalerei, Zeichnungen, Grafik, Fotografie, Collagen, Keramik bis Schmuck – von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dresdner Raum, aus Hamburg, München, Köln und Gütersloh. Darunter auch eine Rarität, eine Radierung von 1895 des Jugendstilkünstlers
Heinrich Vogeler zum Märchen „Der Froschkönig“.

„Die Ausstellung will an- und aufregen, lässt uns schmunzeln und träumen“, sagt die Galeristin Karin Weber. Federleichte Sinnlichkeit begegnet dem Betrachter in zwei Kreidezeichnungen, „Frau mit Faun“ von Angela Hampel, ein anderes Paar lustwandelt in expressiven Farbtönen mit Wanderstab. Eine „Eva im Mondschein“ hält einen prächtig bunten Sommerblumenstrauß in einem Pastellbild von Leo Lessig und eine prallrunde Mondfrau aus bemaltem Ton zeigt Michele Cyranka. Sehnsuchtsvoll schaut man auf das Paar im Regen in einer Bleistiftzeichnung von Gudrun Trendafilov, im Blatt „Tumult“ von ihr drängeln sich körperliche Reize vor paradiesischer Landschaft.

Lustvoll, farbenfroh und erfrischend geht es außerdem zu in den Paar-Bildern der jungen Künstler Victoria Graf und Lucas Oertel. Witzig-wundersame Geschöpfe wie „Ilse Augenfischer“, „Nacktmohn“ oder „Hunker“ hält Nadja Poppe mit wenigen Strichen fest. Schönheit und Vergängnis spiegeln die leuchtend farbigen Blumen- und Tierstillleben von Jürgen Wenzel.

Romantisch-verspielt kommen die figürlichen Szenen, darunter eine Frau mit großer Spielente am Meer, von Corinna Weiss daher. In zauberhafte Unterwasserlandschaften entführt farbspielend auf Acryl und Folie die iranische Künstlerin Gila Abutalebi. Von ihr stammt auch das grafisch-verführerische Liebes-Alphabet gleich neben dem Eingang, bei dem Schriftzeichen und Körperumrisse verschmelzen auf rotem Hintergrund.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr von 15 – 19 Uhr, Sa von 10 – 14 Uhr

 

 

 

 

 

Geöffnet: …

Film „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ in der Dreikönigskirche Dresden

Wenn ein geliebter Mensch geht

Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September zeigt der Filmemacher Karl-Heinz Heilig aus Oldenburg seinen Film „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ in der Dreikönigskirche in Dresden (Einlass: 18.30/Beginn: 19 Uhr). Es ist eine Veranstaltung der AG Suizidprävention des Universitätsklinikum Dresden, die Ute Lewitzka betreut. Der Film ist im Wechsel von schlichten, stillen Bildern, die Schönheit, Werden und Vergehen in der Natur einfangen, begleitet von poetischen Versen und Lebensweisheiten und Porträts von Menschen, die über persönliche Krisen und Wandlungen ihres Lebens erzählen, eine berührende Liebeserklärung an das Leben. Text: (lv)

Eine Collage aus 20 Jahren
DER LEISE FILM®
von Karl-Heinz Heilig (105 Min., D/CH 2016)

Der Dokumentarfilmer Karl-Heinz Heilig und seine Partnerin Ulla
Haschen haben das ruhige Hinschauen zu ihrem Markenzeichen
gemacht; haben seit vielen Jahren mit ihrer Philosophie des `leisen
Films´ Spiritualität im Alltag entdecken lassen. Es sind
Geschichten für den zweiten Blick; Geschichten, die von der tief
verborgenen Sehnsucht nach Leben erzählen. Ihre filmischen
Begegnungen folgten dem Motto „Spielräume lassen“ – Spielräume
für die jeweils Portraitierten, aber auch für die Zuschauer; mit
genügend Raum für Gedanken, Gefühle und innere
Verknüpfungen.
Die aktuelle Produktion ist eine Collage aus 20 Jahren „Der leise
Film“; aus Filmen über Menschen, die sich ihren Lebenskrisen
gestellt haben und darin gewachsen sind. Ein Jubiläumsfilm sollte
es werden, von Heilig und seiner Partnerin Ulla geplant als eine
„Liebeserklärung an das Leben“. Dann das Unbegreifliche: im
Oktober 2014 nahm sich Ulla Haschen das Leben.

Der Filmemacher musste auf schmerzliche Weise ganz persönlich die
Grenzen einer lebensbejahenden Kulturarbeit erfahren. Jetzt war
es die eigene Lebenskrise, die es anzunehmen galt.
Heilig entschloss sich, auch seinen Trauerprozess zum Bestandteil
des gemeinsam geplanten Films zu machen. Aus dem Blickwinkel
der eigenen Endlichkeit erzählt er vom Leben, von der Liebe und
dem Suizid eines geliebten Menschen – und stellt diese
persönliche Erfahrung in den Kontext anderer bewegter
Lebensgeschichten: in die Geschichten von drei Bergbäuerinnen
aus dem Hochschwarzwald, einer Heilkräuterfrau aus der
Friesischen Wehde, einem Priester aus Kamerun, einem
Schweizer Architekten für Kirchenbauten, einem Zen- und
Kalligrafiemeister aus Japan/USA und einem Lehrer, der über 50
Jahre seine Freude am gemeinsamen Singen mit vielen Menschen
teilt.

Sie alle sind in ihre eigene, ganz persönliche Gewissheit
hinein gewachsen und laden ein, das Blatt des Lebens auch
eigenhändig zu bemalen. „Ein Film, der Mut machen möchte für das Leben – der berühren und öffnen möchte für einen liebevollen Blick auf sich und die
Welt.“ (K.-H. Heilig)

Die Schauspieler Barbara Schmitz-Lenders und Pavel Möller-Lück
vom Theater Laboratorium Oldenburg lesen die Texte im Film.

Suizidprävention

Alle 53 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch durch Suizid.
Etwa 10000 Suizidtote werden in jedem Jahr registriert. Das
sind deutlich mehr, als durch Verkehrsunfälle, Drogen,
Gewaltverbrechen und Aids zusammengenommen sterben.
Studien haben gezeigt, dass von jedem Suizid mindestens 6 –
28 Menschen (un)mittelbar betroffen sind. Hierzu zählen
neben den Angehörigen vor allem auch die helfenden Berufe,
wie Notärzte, Rettungsassistenten etc., aber auch Polizei,
Kriseninterventionsteams, Notfallseelsorger und andere.

Die internationale Gesellschaft für Suizidprävention (IASP)
und die Weltgesundheitsorganisation WHO haben 2003 den
10. September zum Welt-Suizid-Präventionstag ausgerufen.
Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hand in Hand
für Suizidprävention“. Gemäß dieses Mottos möchte die Aufführung des Filmes
mit der anschließenden Möglichkeit, sich auszutauschen,
Menschen miteinander in Kontakt bringen, die entweder
beruflich oder persönlich durch das Thema betroffen sind.

Aufführung in der Dreikönigskirche
Dresden, Hauptstr. 23, Großer Festsaal
Montag, 10.9.2018 um 19.00 Uhr;
Einlass 18.30 Uhr
Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Gespräche zum Film
Eintritt: 15 Euro / erm. 12 Euro (Schüler/Stud.; ALG II)
Kontakt: Kerstin Heyde
Telefon: +49 351 458 3671
Fax: +49 0351 458 5316
Email: kerstin.heyde@uniklinikum-dresden.de

*************************************
Karl Heinz Heilig Film+Medienproduktion
Quellenweg 83
26129 Oldenburg
www.heilig-film.de
Tel.: 0441-73456

Weitere Veranstaltungen

Aktionstag und Lauf gegen Depression am 27. Oktober 2018 – „Depression und Familie“. Weitere Infos dazu unter http://www.deutsche-depressionshilfe.de/dresden

August macht Firlefanz- Ausstellung zum Theater-Jubiläum

Sommersalon 2018 in der Galerie Kunst & Eros


Liebevoll: Über dem Galerie-Eingang von Kunst & Eros brütete diesen Sommer wieder ein Amsel-Pärchen. Inzwischen ist es samt Nachwuchs längst ausgeflogen in die umstehenden Bäume. Foto: Oskar Staudinger. Foto re: Galeristin Janett Noack mit zwei Bildern von Helena Zubler.

Faszinierende Fesselungskunst

Schwebende Leichtigkeit. Verlockend und fesselnd eingefangen kann man sich ihr hingeben in der Malerei, Grafik und Plastik von neun zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in der derzeitigen Ausstellung „Sommersalon 18“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (noch bis 7. September zu sehen, Geöffnet:  Mo bis
Sa 11 – 15 Uhr).

Darunter Arbeiten von bekannten Künstlern wie Gudrun Trendafilov und Steffen Fischer. Filigrane Porzellanobjekte von Else Gold und Olaf Stoy sowie neue lust- und liebevoll bemalte Schmuckstücke aus dem edlen Material von der Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack. Eine besondere Entdeckung sind die knisternd sinnliche, federleichte und ausdrucksstarke Malerei und Tuschezeichnungen von Helena Zubler.

Sie wurde 1992 in Ludwigsburg geboren. Die Diplommalerin und Grafikerin ist zurzeit Meisterschülerin bei Professor Ralf Kerbach an der Dresdner Kunsthochschule. Von ihr sind zwei großformatige Porträts zu sehen, eine Frau im blauen Kleid und die andere in sonnengelber Hülle. Beide traumversunken. Der weibliche Körper, Hände und Umarmungen tauchen spannungsreich immer wieder in den Bildern von Helena Zubler auf. Eins heißt „Abschied von Narciss“. Auf einem anderen sitzt eine Frau mit einer Pflanze im „Blattregen“, wo Blätter wie Tropfen fallen.

Eine Serie von vier „Shibari-Skizzen“ zeigt ihre Faszination für die Fesselungskunst. Da schweben in schwarz-weißen, zarten Linien gezeichnete, gefesselte Körper, die gehalten von Seilen Kraft und Hingabe symbolisieren. „Freiheit gibt es nur dort, wo Liebe ist“ und “Liebe muss nicht bitte sagen“, steht auf einer Zeichnung.

Text + Fotos (lv)

http://www.kunstunderos.de

9. Cocktailnacht im Dresdner Barockviertel


Stoßen auf ihr gemeinsames Projekt zur Cocktailnight an (v.l.n.r): Holger John, Christine Langhammer und Dorothea Michalk. Dort gibt es eine Modenschau, bei der auch ein durchsichtige Coctailkleid zu sehen ist, wie Galerist John vorab verriet. Foto: meeco Communication Services

Kunst, Design & Lebensart

Am 6. September steigt die 9. COCKTAILnight mit zahlreichen Höhepunkten. Mit dabei sind rund 50 Geschäfte, Galerien, Restaurants, Kanzleien und Praxen.

Seit 2010 findet alljährlich im September die mittlerweile schon legendäre COCKTAILnight im Dresdner Barockviertel statt. In diesem Jahr gibt es ein neues Team, das sich um die Organisation des Events kümmert und dabei die eine oder andere Idee mit einfließen lässt.

Den Hut auf hat René Arndt von der Technik Ambiente GmbH auf der Hauptstraße, ihm zur Seite stehen Jutta Rönsch von den Bülow-Hotels und Franziska Rüpprich, Inhaberin von „Prüssing & Köll“ auf der Heinrichstraße.

Bis jetzt haben sich knapp 50 Geschäfte, Galerien, Restaurants, Kanzleien und Praxen angemeldet, um den Gästen, die am ersten Donnerstag des kommenden Monats – also am 6. September – ins Barockviertel kommen, einen angenehmen Abend zu bereiten. Wie seit Jahren wird der offizielle Start um 18 Uhr sein und im Anschluss steht bis 22 Uhr bei allen Teilnehmern mindestens ein Cocktail bereit. „Die Preise sind moderat, denn man will ja sicher nicht nur einen am Abend genießen“, weiß René Arndt.

„Ziel ist es auch weiterhin, möglichst viele Neugierige ins Barockviertel der Dresdner Neustadt zu locken. Da es bei jedem Händler was Neues zu entdecken gibt, sollte am Ende ein großes Flanieren zwischen Haupt- und Königstraße sein“, sagt Franziska Rüpprich. Erstmals will man Engagement auch auszeichnen. Am Abend darf jeder Besucher eine Karte ausfüllen und Punkte vergeben, wo man sich am wohlsten gefühlt hat. Die Location mit den meisten Punkten gewinnt ein von der Dresdner Glöckner-Autowelt zur Verfügung gestelltes Wochenende im Cabriolet. „Damit auch die Besucher was gewinnen können, verlosen wir ein weiteres Wochenende auch unter allen, die die Teilnahmekarte ausgefüllt haben“, so Geschäftsführer Adrian Glöckner.

„Wichtig ist nur, dass man abends dabei sein muss, wenn gegen 22.30 Uhr die Gewinner gezogen werden“, informiert Jutta Rönsch. „Ab 22 Uhr steigt bei uns im Bülow-Palais die große Cocktail-Abschluss-Party mit charmanter Jazz-Musik. Ein Stelldichein- und Netzwerkabend für alle Gäste und Gastgeber.“

„Wir freuen uns darauf, die Straßen und Gassen unseres schönen Barockviertels wieder mit bis zu 5.000 Besuchern auch am Abend beleben zu können“, so Arndt abschließend.

Weitere Infos: www.cocktailnight.net

Text: meeco Communication Services

 

 

 

 

„Und wir tanzen im Regen…“ – Konzert mit Anja Schumann in der St. Pauli Ruine


Eine Frau am Klavier: Gefühlvoll-starke Songs mit Sängerin Anja Schumann gibt es diesen Sonntag in der St. Pauli Ruine in Dresden. Fotos: Malte Fischer

Eine Stimme, die verzaubert

Das aktuelle Chansonprogramm „Und wir tanzen im Regen…“ von Anja Schumann und Band ist am 9. September, um 19.30 Uhr vor urig-romantischer Kulisse in der St. Pauli Ruine in Dresden zu erleben.

Ein Jahr ist es Jahr, dass die Dresdner Sängerin Anja Schumann das Abschlusskonzert beim Palais Sommer gestaltet hat. In dieser Zeit ist viel passiert. Anja Schumann arbeitet nun im Trio und hat viele neue, vor allem deutschsprachige Songs geschrieben. Diese präsentiert sie in einem Konzert am 9. September, um 19.30 Uhr in der St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz in Dresden.

„Und wir tanzen im Regen…“ ist der Titel des aktuellen Chanson-Programms von Anja Schumann. Dabei fließen Jazz und Pop genauso wie klassisches SingerSongwriting in Anjas Kompositionen ein. Mit Drummer Matthias Hüttich und Bassist Johannes Gerstengarbe (Ballroom Studios Dresden) lässt die Klavier spielende Sängerin romantisch-melancholische Klangwelten entstehen, die den intimen, vorwiegend deutschen Texten einen samtig roten Teppich ausrollen.

Anja Schumann verzaubert mit ihrer sanften, jazztemperierten Stimme und eigenen Songs. Ausdrucksstark – dabei oft melancholisch, manchmal verspielt und ironisch, dann wieder klar und ernst interpretiert sie ihre Stücke. Sie erzählen von Beziehungen zu Menschen, unserer schnelllebigen Zeit, von Gedanken über die Liebe, über Trennung, den Tod und den ewigen Motor der Hoffnung.

Die Musik des Trios schlägt Funken, treibt, bäumt sich auf, um sich dann an anderer Stelle wieder sphärisch hinabzulassen und in einer weiten Ebene zu schweben, getragen von Anjas unverkennbarer Stimme. Ihre Lieder sind kleine und große Perlen außerhalb des Pop-Mainstreams und trotzdem eingängig und stark.
Zu hören war die aus Chemnitz stammende Sängerin schon mit diversen Bands unter anderem beim SonneMondSterne-Festival, dem f6 Music Award, als Support von Beady Belle, beim Sound Of Dresden und dem Palais Sommer Dresden.

Text + Fotos: Veranstalter

Karten an der AK: 15/10 Euro

http://www.anja-schumann.de
https://www.youtube.com/results?search_query=Anja+schumann

https://www.facebook.com/AnjaSchumannMusic

https://www.instagram.com/schumann.anja