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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Ausstellung „Mélange 38“ von Beate Bilkenroth im „Kastenmeiers im Taschenbergpalais“

11 Donnerstag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen

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Farbintensive Kontraste: Plattenbauten aus ungewöhnlichem Blickwinkel malt Beate Bilkenroth.

Momente zwischen Stille und Bewegung

Die 60. Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ – die zweite am neuen Standort im Hotel Taschenbergpalais Kempinski, Taschenberg 3 in Dresden zeigt Arbeiten der Dresdener Künstlerin Beate Bilkenroth. Die Vernissage ist am 14. Juli, von 13 bis 15 Uhr.  

Getreu dem Titel „Mélange 38“ mixt sie in ihrer Ausstellung friedvolle Stillleben, zweifarbige Tierserien und farbenprächtige Momentaufnahmen. Ihre Bilder beschönigen nichts, und doch beschreibt sie auch bei scheinbar trister Plattenbau-Architektur den Zauber von Licht und Umgebung. So beschäftigte sie sich mit den WBS-70-Bauten Am Jägerpark und ihrer Nähe zur Dresdner Heide oder widmete sich in einer ganzen Serie der Faszination einer schwimmenden Ente. Und das Bild „Blaues Wunder“ offenbart dem Dresdner etwas gänzlich Unerwartetes.

Ihre Malweise ist angelehnt an den Fotorealismus, die Arbeiten entstehen in Öl auf Leinwand und bilden einen teils sehr farbintensiven Kontrast zu den in grau gehaltenen Lehmputzwänden im „Kastenmeiers“.

Für all jene, die das „Kastenmeiers“ am neuen Standort noch nicht besucht haben, ist die Vernissage gleichzeitig ein schöner Anlass, um das neue Restaurant kennenzulernen, mit einem Glas Sekt und feinem Fingerfood durch die Räumlichkeiten zu schlendern und neben der Kunst vertraute und neue Details der Innenarchitektur à la Kastenmeiers zu entdecken.

Dies ist nicht nur die zweite Ausstellung im Restaurant am neuen Standort, sondern gleichzeitig Nummer 60 seit Beginn dieser Tradition im Herbst 2010 im Kurländer Palais. Die Arbeiten von Beate Bilkenroth sind bis 28. August zu sehen.

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Mehr Informationen über die Künstlerin und ihre Arbeit finden Sie auf
https://b-bilkenroth.de/

http://www.kastenmeiers.de

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Kunst: offen in Sachsen – Farb-Spaziergänge bei Christa Günther in Radebeul

09 Sonntag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart

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„Kunst ist das: dass man die Dinge immer wieder neu sieht“ (W. Kentridge), steht auf einer Ansichtskarte, die eine Farblandschaft von Christa Günther zeigt. Sonnenlicht, Grün und rote Farbspuren durchziehen das Bild, das sie „Tabula Rasa III“ nennt. Die Farben flirren und pulsieren, fließen immer wieder neu und anders ineinander auf den Leinwänden. Vielleicht spielt der Bildtitel darauf an?

In ihre Bilderwelt eintauchen und zuschauen, wie ein Bild sich malt, können Besucher beim diesjährigen 15. Kunst: offen in Sachsen. Während der Pfingsttage vom 8. bis 10. Juni öffnen Künstler sachsenweit ihre Ateliers, Arbeits- und Ausstellungsräume und laden ein zum Schauen, Staunen und Entdecken und natürlich auch zum Erwerben von Kunst.
Christa Günther öffnet ihr Atelier in der Alten Schuhfabrik auf der Gartenstraße 72A in Radebeul an diesen Tagen ebenfalls von 10 bis 18 Uhr. Wie ein Bild sich malt, können die Besucher von 15 – 16 Uhr bei ihr erleben. Eine lustige Figur, aus einer Staffelei zusammengesetzt mit bunt bekleckstem, weißem Shirt und bemalter CD als Kopf weist den Weg zum Atelier von Christa Günther in der zweiten Etage der Alten Schuhfabrik in Radebeul. Ein saniertes, helles Gebäude mit roten Klinkersteinen. Seit 2006 hat Christa Günther hier ihr Atelier. Nebenan haben Peter und Karen Graf ihre Ateliers und eine Tür weiter der Künstler Matthias Kistmacher. Im Gebäude sind außerdem ein Architekturbüro und ein Fuhrunternehmen tätig.

Christa Günther ist bereits zum 13. Mal bei „Kunst: offen in Sachsen“ dabei.
„Für mich ist Malen etwas ganz Zärtliches, das der Seele gut tut. Etwas erschaffen, bei dem man alles um sich herum vergisst, das ist das Schönste am Malen“, sagt die Künstlerin. 1998 hängte Christa Günther ihren Job an den Nagel. Sie unterrichtete viele Jahre als Lehrerin Deutsch und Musik und hat drei Kinder alleine großgezogen. Während einer Waldorfpädagogik-Ausbildung in Stuttgart kam sie zur freien Kunst und seither lässt der Umgang mit Farben sie nicht mehr los. Sie besuchte Kurse im riesa efau in Dresden, bei Sandor Doro, Frank Herrmann und Maksa, einer Hamburger Künstlerin. “Sandor Doro hat mich in die Abstraktion gebracht“, sagt sie.

Malen sei auch ein Spaziergang nach innen. Die Farbe Blau, die für das Unbewusste und die Seele steht, taucht facettenreich in ihren Bildern auf, die sie Farbschicht um Farbschicht mit Pinsel, Spachtel und Rakel aufträgt. Dabei entstehen faszinierende Farbspiegelungen, fließende, ineinander greifende, sich durchdringende, überlagernde, rissig-brüchige und lichtvoll changierende Farbräume mit Titeln wie „Mia Volta“ (griech.: Spaziergang) oder „Phanta Rei“ (Alles fließt). Angeregt von der Natur und Reiseeindrücken. Sie macht sich keine Skizzen, sagt Christa Günther, sondern malt rein aus dem Gedächtnis, der Erinnerung. Ihre mal pastellfarbenen, mal kraftvoll leuchtenden Bilderlandschaften wirken oft auch wie erinnerte Träume, halb konkret, halb verschwommen in der Ferne aufleuchtend. Und lassen dem Betrachter viel Spielraum, eigenen Empfindungen und Fantasien nachzugehen.

Während das Bild auf der Leinwand Form annimmt, ist es mucksmäuschenstill im Atelierraum, hört man nur den Spachtel sacht über die Fläche streichen. Ein spannendes Erlebnis auch für Julius (7), der mit seiner Oma, einer ehemaligen Lehrerkollegin von Christa Günther, hergekommen ist. „Das Gelb sieht aus wie eine Banane mit Nase und das Rot wie ein tanzender Weihnachtsmann“, sagt er. Die Künstlerin und die anderen Erwachsenen schmunzeln. Sie dreht das Bild um, dann sieht es wieder anders aus.

Sie öffnet gern ihr Atelier. „Ich merke, wie die Leute reagieren auf meine Kunst, es ergeben sich Gespräche und wenn ich ein Bild verkaufe, ist das ein schöner Nebeneffekt“, sagt sie. Die Besucher können nach dem Bilderbummel auch Wein aus eigenem Anbau ihres Freundes, der Winzer ist, verkosten. Rotburgunder und Zweigelt stehen bereit. Auf der Staffelei im Atelier trocknet inzwischen das kleine Ölbild. „Jetzt lasse ich es einfach laufen. Mal sehen wie es in einer Stunde aussieht. Dann kann ich noch mal drüber gehen“, sagt Christa Günther. Fünfzehn Besucher hatte sie am Sonnabend im Atelier innerhalb einer Stunde, weiß sie anhand der von draußen nach drinnen in eine Schale gewanderten Steine, Reisemitbringsel. Sie lächelt glücklich.

Bilder von ihr sind auch in der derzeitigen Ausstellung der Künstlergruppe „Radebeuler Kunstspuren“ im Foyer der Landesbühnen Sachsen in Radebeul vor den Vorstellungen zu sehen (noch bis 23. Juni).  Die 15 KünstlerInnen öffnen ihre Ateliers wieder für Besucher am 15. September, von 10 – 18 Uhr.

Text + Fotos (lv)

http://www.christaguenther.de

Eine Übersicht der Künstler, die ihre Ateliers über Pfingsten für Besucher öffnen, steht unter http://www.kunst-offen-in-sachsen.de

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Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag eröffnete seinen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in Radebeul

23 Donnerstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Literatur

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Bücher-Oase, Kunst und edle Tropfen. Zeit zum Genießen. Verleger Jens Kuhbandner hat einen schönen Arbeitsplatz.

Zeit zum Verweilen.

Viel zu entdecken.

„Kleine Verlage sind das Salz in der Suppe“

Verleger Jens Kuhbandner betreibt einen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in der alten Apotheke in Radebeul. Hier ist auch Raum für Lesungen.

An der Ladentür steht „NOTschriften“ in roten Buchstaben.
Passen würde aber auch „Bücher-Apotheke“. Ein gutes Buch kann wie Arznei wirken, aufmuntern, anregen, beflügeln. Verleger Jens Kuhbandner eröffnete Ende März seinen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in einem Gebäude der alten Apotheke auf der Bahnhofstraße 19 in Radebeul-West. Etwas versteckt hinter der Toreinfahrt lädt der helle, ungewöhnliche Ladenraum mit großem Schaufenster Besucher zum Anschauen und Verweilen ein. Mit einer gemütlichen Sitzecke, wo man in Regionalliteratur, Natur- und Reisebänden und Künstlerbüchern blättern, lesen und erwerben kann. Bücher aus über 20 Jahren Verlegertätigkeit stehen in den Regalen.

Seit 1996 besteht der „NOTschriften-Verlag“ Radebeul. Er ist umgezogen aus seinem bisherigen Domizil im Pfarrhaus in Altkötzschenbroda, da dieses saniert und umgebaut wird. Im Oktober vorigen Jahres war Jens Kuhbandner mit seinen Büchern einen Monat lang im Bürgertreff Radebeul präsent. Dort konnten sich Initiativen und Kulturschaffende mit ihren Projekten vorstellen, wozu Quartiersmanagerin Nadine Wollrad einlud. „Dort entstand auch die Idee, künftig Verlagsbüro und Laden zu verbinden“, sagt Jens Kuhbandner.

Neben den Bücherregalen steht nun sein Schreibtisch mit Computer.
Den Raum hat er selbst vorgerichtet. Es fallen etwas mehr Kosten an als bisher für den 30 Quadratmeter großen Verlagsladen, sagt er. „Doch es ist erträglich.“
Noch schauen eher zufällig Leute herein, Bekannte, Radebeuler und Touristen. Das neue Angebot muss sich noch herumsprechen. Neben originellen Büchern werden hier edle Tropfen von Winzern aus Radebeul und Umgebung  angeboten.

Die Wände schmücken farbenfrohe Bilder seiner Frau, der Künstlerin Dorothee Kuhbandner. Ein Blickfang ist auch der aktuelle Kalender zur Sächsischen Weinstraße mit lustigen Illustrationen von Kay „Leo“ Leonhardt und Fotografien von Werner Böhme. Die Bandbreite an Regionalliteratur reicht vom Buch über den Radebeuler Naturheilkundler Eduard Bilz, einen Roman über Wolf von Kreyern und sein barockes Jägerleben im einst sächsisch-kurfürstlichen Friedewald über einen opulenten Bildband, „Schmetterlinge im Weinberg“ (die Fotografien daraus sind derzeit im Schloss Wackerbarth ausgestellt), ein Buch über Lößnitzbachmühlen, über „Paddeln auf der Elbe“ bis zu einem Band mit spöttisch-frechen Gedichten zu deutschen Befindlichkeiten. Gerade erschienen ist ein Band, „Gedanken auf Glatteis“ mit neuen Aphorismen und Bildern des Radebeulers Christian Uri Weber.

Im Verlagsladen ist auch Platz für Lesungen. Jens Kuhbandner offen für entsprechende Angebote. Er vermittelt schon hin und wieder Autoren seines Verlags zu Lesungen in der Stadtbibliothek Radebeul. „Kleine Verlage sind das Salz in der Suppe“, lautet das Motto von Jens Kuhbandner. Da sie gezwungen sind, immer etwas Besonderes und keine Massenware wie die großen Verlage herauszubringen. Ein gesundes Maß zu finden zwischen Idealismus und finanziellem Ausgleich, sei die Kunst dabei. Und solange die Bücher anderen Freude bereiten, will er weitermachen.

Text + Fotos (lv)

http://www.notschriften.com

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Künstler aus dem „Notart-Kreativraum“ stellen im Jugendamt Radebeul aus

22 Mittwoch Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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„Little Girl“ von Gunnar Pfaffe und Zeichnungen von Edgar Kupfer
Zeichnungen von Anastasia Kalinycev. Re. im Bild: Arbeiten von Kerstin Dähne, Gunnar Pfaffe und Edgar Kupfer

Farbige Zeichnungen von Edgar Kupfer
Bilder einer Ausstellung: Edgar Kupfer, Leiter des „Notart-Kreativraums“ Radebeul und Anastasia Kalinycev, die ihn porträtierte.

Im Rausch der Farbe

Eine Gruppe junger Künstler vom „Notart-Kreativraum“ zeigt ihre Arbeiten derzeit im Amt für Bildung, Jugend und Soziales in Radebeul.

Ein Porträt zeigt Edgar Kupfer, mit halblangem Haar, Bart und Brille, im Atelierraum. Er steht vor einem Holztisch, darauf ein Weinglas und eine Weinflasche, auf der eine Kerze steckt. Gleich daneben der Drucktisch und der Grafikschrank.
Gezeichnet hat ihn Anastasia Kalinycev, 15 Jahre und die Jüngste in der Künstlerrunde. Ihre Familie stammt aus Kasachstan.

„Ich war überrascht, wie schnell und mit welcher Sicherheit sie das Bild hinbekommen hat“, sagt er. Zunächst mit Bleistift, dann mit Tuschefarben und mit Rötelstift nahm es Gestalt an. Edgar Kupfer steht zusammen mit Anastasia in der Ausstellung des „Notart-Kreativraums“ Radebeul. Eine Gruppe junger Künstler zeigt ihre neuesten Arbeiten derzeit auf drei Etagen an den Wänden des Amts für Bildung, Jugend und Soziales Radebeul auf der Hauptstraße 4. Es ist die erste Ausstellung mit Bildender Kunst dort. Zu sehen sind Siebdrucke, Tiefdrucke Aquarelle und Zeichnungen.

Auch die Bilder von Anastasia, Porträts und Stillleben, sind erstmals öffentlich zu sehen. Das Kunstangebot entdeckte sie eher zufällig. „Eigentlich war ich wegen Gitarre spielen im ,Weißen Haus` und fand dadurch den Kreativraum“, erzählt sie.
Seit einem drei viertel Jahr kommt Anastasia regelmäßig dorthin zum Malen und Zeichnen. Offen und neugierig betrachtet sie auch die anderen Arbeiten in der Ausstellung. Für später hat sie noch keine festen Pläne. Sie „schwankt noch zwischen Grafikdesign oder einem sozialen Beruf.“

„Im Rausch der Farbe“ heißt ein Blatt von Kerstin Dähne, von Beruf Krankenschwester und seit Sommer 2016 künstlerisch aktiv im „Notart-Kreativraum“. Ein anderes Bild zeigt farbige, bewegte, fast tanzende Häuser und eine Frau, die übermütig ihre Arme ausbreitet vor dem Nachthimmel. Zwei ausdrucksstarke Porträts, „Little Girl“ und „The inner Side“, Kaltnadelradierungen stellt Gunnar Pfaffe aus. Er begann mit Graffiti und lernt seit 2015 verschiedene Drucktechniken im “Notart-Kreativraum“. Letztes Jahr war er mit seinen Arbeiten erstmals beim Radebeuler Grafikmarkt dabei.

Der Ausstellungsort im Amt passt, denn der „Noteingang“ e.V. ist ein Jugend- und Kulturverein und der Kreativraum eins von vielen Angeboten. Der Treff befindet sich im „Weißen Haus“ auf der Kötzschenbrodaer Straße 60 in Radebeul. Den Notart-Kreativraum gibt es seit 2013. Er steht täglich, Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr offen für Jugendliche. „Um Kunst und Kreativität auszuleben und erlebbar zu machen“, sagt Edgar Kupfer, Maler und Grafiker und Leiter des „Notart-Kreativraums“. „Wir sind eine Ateliergemeinschaft von 5 – 6 Leuten, die den Raum regelmäßig nutzen und zusammen Ausstellungen machen.“ Es werden Mal- und Zeichenkurse angeboten und auch anderen Künstlern steht der Raum zur Ateliernutzung auf Spendenbasis zur Verfügung. “Ein Teil des Erlöses aus den Kursen fließt wieder ins Projekt des Kreativraums“, sagt Kupfer. „Manchmal sind wir zu dritt am Malen und Drucken gleichzeitig. Wir lernen voneinander, führen Gespräche untereinander“, erzählt er.

Zurzeit malt Edgar Kupfer, der mit Comics und Buchillustrationen begann, kleine Ölbilder, die er als „träumerischen Umgang mit dem Leben und philosophischen Themen“ betrachtet. Wichtig ist ihm: „Aktiv in der Umgebung sein, man kann etwas ändern und bewegen, indem man einfach anfängt, auch wenn man nicht gleich weiß, wohin es führt.“ Der „Notart-Kreativraum“ veranstaltet mehrmals im Jahr eine „Kreative Nacht“ mit offener Bühne und Kunst für alle.

Es werden auch Abendkurse für Jung und Alt angeboten, z.B. Aquarell, Schmuck- und Aktzeichenkurse. Weiterhin sind neue Kursleiter willkommen, um das bunte Angebot weiter auszubauen. (Bei Interesse und Fragen einfach anrufen unter Tel: 0351 – 833 72 175 während der Öffnungszeit von 16 bis 18 Uhr). Die Ausstellung im Jugend-Amt ist noch bis 4. Juni zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo und Fr 9 – 12 Uhr, Di und Do 9 – 12 und 13 – 18 Uhr,
mittwochs geschlossen

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Ausstellung: Hinterglasbilder von Wolfgang HerbstSilesius in der Produzentengalerie Jahnaischer Hof in Meißen

20 Montag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

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Karpatenwinter, Hinterglas, Bleigefasst, 1987, WEHS


Mai, Hinterglas, 2019, WEHS

binnen as buten

Eine Ausstellung mit Hinterglasmalerei von Wolfgang E. HerbstSilesius eröffnet am 23. Mai, um 19 Uhr in der Produzentengalerie Jahnaischer Hof in Meißen. Zu sehen bis 29. September 2019.

Laudatio zur Vernissage: Tania Mette – Zimmermann, Musik: Agnes Ponizil, (voc/acc) Neue Kunstlieder zu Texten von WEHerbstSilesius.

War mal eine Zinkplatte. Nützlich für Radierungen, Kaltnadel, Verni-mou-Ätzungen usw. War mal eine Glasplatte, sagte: „Das kann ich auch.“ Grundierung, Kaltnadel, Farbaufträge mit Pinsel und Feder, Auswischungen. Wieso denn das? Zufall? Anfang der 70-er an der Akademie in Düsseldorf. Seither sind wir eine lebenslange Freundschaft eingegangen: die Glasplatte und ich. Verkehrt herum und deshalb in großer Freiheit. Im Einvernehmen mit der Radierung und dem Holzschnitt. Dem Reichtum die Kehrseite.

Text: Wolfgang E. HerbstSilesius / 2019

Geöffnet zum Literaturfest mit zahlreichen Lesungen und Konzerten vom 7.6. -9.6.2019, zum Tag des offenen Denkmals am 8.9 , zum Weinfest vom 27.9. – 29.9. und nach Vereinbarung: Sylvia Fenk, 03521/408759, Infos: http://www.sylviafenk.de

Wolfgang E. HerbstSilesius M
Maler. Grafiker. Poet.

Kürzer als das Leben lang ist,
läßt es sich nicht fassen.  WEHS

Zum Künstler

am 7. Januar 1935 in Weißstein/Niederschlesien geboren,
erlernte 2 Handwerke (Bäcker, Schriftsetzer),
Arbeit als Korrektor (Süddeutschen Zeitung, Berliner Tagesspiegel, Westfälische Nachrichten),
Gesangsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in München bei Prof. Gruberbauer,
Studium Freie Grafik an der Kunstakademie in Düsseldorf  bei Prof. Sackenheim,Tutor und Meisterschüler,
Gründer mehrerer Handpressen: Tengstraßenpresse München, Herbst Presse Düsseldorf, Holzwiesenwegpresse im Wald, Goldgrundpresse Meißen,
Langjähriges Vorstandsmitglied des BBK Düsseldorf und Künstlervertreter im Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf,
1985 – `91 intensive Reisetätigkeit und Arbeitsaufenthalte in Deutschland, Italien, Holland, Frankreich, England, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen,
Parallel zur bildnerischen Arbeit entstehen literarische Texte – Lyrik, Prosa, Quintessenzen,
Mitte der 80er Jahre Verlagerung des Verbalen auf die philosophische Ebene,
1993 Holzschnittzyklus “Die Winterreise” 24 Holzschnitte nach den Gedichten von Wilhelm Müller,
Ausstellungen derselben in Verbindung mit dem Vortrag des Schubertschen Liederzyklus´ durch verschiedene Interpreten in Düsseldorf, Luxembourg, Bad Kötzting, Bienne (Schweiz), Evangelische Akademie Meißen, Schloss Struppen,
2004 Mitbegründer der EDITION DREIZEICHEN, Initiator der Zeitschrift „DAS ZÜNDBLÄTTCHEN – überelbsche Blätter für Kunst und Literatur,
lebt seit 2003 in Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit Else Gold in Meißen

Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland

http://www.weherbst.de

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Ausstellung zum Kunst-Plenair auf dem Künstlerhof Franziska Kunath in Röhrsdorf

20 Montag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Blick in die Kunst-Scheune. Foto: FK

Kunstvolles Leben

Dieses Jahr fand das 5. Künstler-Plenair (Freilichtmalerei) auf dem Künstlerhof Franziska Kunath in Röhrsdorf bei Meißen statt. Folgende Künstler zeigen ihre dabei entstandenen Werke:
Stephanie Laeger, Michele Cyranka, Gerrit Höfig, Sabine Heinrich, Henry Puchert, Kai Kluge, Anita Rempe, Elisabeth Richter, Anna Gorsleben, Robert Finke, Jane Gebert, Hans-Jürgen Reichelt, Sylvia Fenk, Maja Nagel, Tom Lange,
Cornelia Kornheiser, Anke Kutzschbauch und Franziska Kunath.

Ausstellungseröffnung

Zur Ausstellungseröffnung am 24.5.19 ,19.30 Uhr in der Scheune sind Kunstneugierige herzlich eingeladen. Kunstoffenene Wochenenden auf dem Künstlerhof Röhrsdorf sind vom 24. bis 26. Mai & 31. Mai bis 2. Juni.
Text: Franziska Kunath
Künstlerhof Franziska Kunath, Pinkowitzer Str. 10, 01665 Röhrsdorf
T.: 0157 – 72966008

Öffnungszeiten & Veranstaltungstermine:

24. 5.19 ab 17.00 19.30 Uhr, Ausstellungseröffnung, Laudatio: Thomas Gerlach, Musik: Carola Gilbert-Kanis (Akkordeon)

Sa/So 25./26.5., 15 – 18 Uhr, Fr 31.5., 17 – 20 Uhr,
Sa/So 1./2.6., 14 – 18 Uhr sowie auf Anfrage bis 10.6.2019

So 2.6., 18 Uhr, Lesung mit Thomas Gerlach, musikalisch umrahmt von Carola Gilbert-Kanis.

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Ausstellung „IndianerART“ in der Stadtgalerie Radebeul

17 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Indigene Kunst zwischen Mythos und Moderne: Alexander Lange, der neue Leiter der Stadtgalerie Radebeul und Robin Leipold, der Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter im Karl-May-Museum Radebeul beim Hängen eines Bildes von David Bradley in der Ausstellung „IndianerART“.

Indianer ohne Federschmuck

Ein Abenteuer besonderer Art ist die derzeitige Ausstellung „IndianerART“ in der Stadtgalerie Radebeul. Jenseits bekannter Indianerromantik spielen die 24 Werke von 15 indigenen Künstlerinnen und Künstlern aus Nordamerika vielfältig mit den Klischees und öffnen den Blick für das Leben der „Indianer heute“. Darüber sprach ich mit dem Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter im Karl-May-Museum Radebeul, Robin Leipold und dem Leiter der Stadtgalerie Radebeul, Alexander Lange.

Wie kam es zu dieser Ausstellung?

Alexander Lange: Ich finde es spannend, indianische Kultur und Lebensweise einmal ganz anders zu präsentieren. Dies ist eine der ersten Ausstellungen deutschlandweit, die zeitgenössische indigene Kunst zeigt. Auch um dieses einseitige Bild in den Köpfen aufzubrechen, mit Federschmuck und Töpferei, klassische Kulturgegenstände, die man mit Indianern verbindet. Doch die indigenen Kulturen haben sich ja auch weiterentwickelt. Wir sind gespannt, wie die Ausstellung ankommt, gerade auch während der Karl-May-Festtage (31. Mai – 2. Juni), die jedes Jahr viele Besucher nach Radebeul ziehen.

Woher stammen die Kunstwerke? Ist es eine Verkaufsausstellung?

Robin Leipold: Es ist keine Verkaufsausstellung. Die indigenen Künstler handeln mit ihrer Kunst und verkaufen diese über Galerien, Ebay, Facebook usw. Daher sind die Social Media-Kanäle für junge indigene Künstler heute so wichtig. Auch wir haben einen Großteil unserer Objekte für die Ausstellung über das Internet bezogen. Zudem sind das Nordamerika Native Museum Zürich (NONAM) und Privatsammler Leihgeber der Ausstellung. Die Künstler leben alle in den USA oder Kanada, sind also nordamerikanische Indianer.

Wie verbindet die „IndianerART“ Traditionen und Moderne?

Robin Leipold: In der Ausstellung werden neben Gemälden, Grafiken, Drucken, Fotografien und Skulpturen auch Videokunst präsentiert. Die indigenen Künstler sind alle mit der amerikanischen Popkultur aufgewachsen. Jahrzehntelang wurden stereotype Bilder über Indianer in Filmen und Werbung benutzt und jetzt kehren sie dies um und indigenisieren selbstbewusst und ironisch die Popkultur der heutigen Zeit. Die Blicke und Bilder wechseln. Der indianische Humor ist ohnehin stark, der sich auch aus populären Comics oder den Star Wars-Filmen speist. Das spiegeln Bilder wie „Indigenous Hulk“ von Steven Paul Judd oder das reklameartige, symbolistische Bild „Land O Fakes“ von David Bradley, das eine Weiße mit Maske im Indianerkostüm zeigt. Bis hin zur Videoinstallation, in der ein Künstler als eine Art Drag Queen in Frauenkleidern auftritt in einer Liebesszene mit Winnetou, die Karl-May-Filme böse persiflierend. Die indigenen Künstler setzen sich aber auch mit sozialen Nöten, Diskriminierung und Umweltschutz auseinander, mit den Wurzeln ihrer Kultur und ihrem Leben als Indianer im 21. Jahrhundert.

Wie wird die Sammlung mit indigener Kunst künftig präsentiert im
Karl-May-Museum?

Robin Leipold: Das Projekt des Museumsneubaus beinhaltet einen Neubau an der Meißner Straße mit einer Präsentation zur Person und Wirkung Karl Mays sowie die Neugestaltung der beiden Museumshäuser Villa Bärenfett und Villa Shatterhand. Die Villa Bärenfett bleibt aufgrund ihrer historischen Bedeutung der Ort der Indianerausstellung. Diese soll in Zukunft modernisiert den Besuchern eine Reise durch das „Indianerland“ Nordamerikas aus Sicht der europäischen Siedler bieten und dabei auch eine Brücke in die Gegenwart schlagen. So sind zeitgenössische Kunstgegenstände, die über das Hier und Jetzt indigener Kulturen erzählen, auch in der neu gestalteten Indianerausstellung von zentraler Bedeutung. Im Sommer 2019 werden wir den Ausstellungsraum in der Villa Bärenfett, der sich derzeit der Indianerschlacht am Little Bighorn widmet, modernisieren und auch hier die Zeit nach der Schlacht bis ins Heute weitererzählen. Dort werden einige der in der Stadtgalerie präsentierten Kunstwerke ihren Platz bis zum Start der großen Museumserweiterung ca. 2021/22 finden. Bereits Ende letzten Jahres haben wir in der Indianerausstellung mit einem „Blick ins Heute“ der Indianer begonnen und präsentieren seitdem die alte, 1944 aufgestellte, Figurengruppe „Prärieindianerfamilie“, in zeitgenössischer Kleidung aus dem Hier und Jetzt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview + Fotos (lv)

Die Ausstellung „IndianerART“ ist noch bis 23. Juni in der Stadtgalerie Radebeul zu sehen. Midissage: 29.5., 15 Uhr; 19 Uhr, Kamingespräch „Mythos Winnetou – Realität und Fiktion“ im Karl-May-Museum Radebeul, Karl-May-Str. 5

Öffnungszeiten Stadtgalerie Radebeul, Altkötzschenbroda 21:

Di – Do & So von 14 bis 18 Uhr

http://www.radebeul.de
http://www.karl-may-museum.de


Die Indianerprinzessin „Pocahontas“

David Bradley ist Mitglied des Minnesota Chippewa Tribe
und ein anerkannter Maler, Graiker, Bildhauer, Schmuckdesigner
und Keramiker. Bradley war Vizepräsident und Mitbegründer
der Native American Artist Association (NAAA)
und Mitglied des Konzeptionsteams für das Smithsonian
National Museum of the American Indian in Washington
D.C. Er sieht sich selbst als Anwalt seines Volkes und der
indigenen Gemeinschaft und möchte mit seiner Kunst zum
Nachdenken über Mythen und Stereotype in der indigenen
Kultur anregen.
Bradley arbeitet mit Allegorien und benutzt Elemente und
Bilder der amerikanischen Folk und Pop Art, die er als Parodien
und Persiflagen auf euro-amerikanische Klischeevorstellungen
inszeniert. Diese beiden Bilder beschäftigen sich
mit dem Thema der »indianischen Prinzessin«. Land O’Fakes
persifliert dabei das Werbebild einer amerikanischen Butterfirma.

Die vermeintliche Indianerin entpuppt sich bei Bradley
als eine Weiße mit Maske im Indianerkostüm, die sinnbildlich
für Amerika als das »Land der Fälschungen« steht. Das Bild
Pocahontas. Over the Hills and Far Away beschäftigt sich mit
dem Mythos der historischen Indianerprinzessin aus dem
17. Jahrhundert. Bradley inszeniert Pocahontas in Anlehnung
an einen historischen Kupferstich von Simon van de Passe
aus dem Jahr 1616 als moderne Touristin vor Stonehenge. Er
bedient sich verschiedener Attribute des kulturellen Erbes
Englands und kehrt damit die jahrhundertelange kulturelle
Aneignung indigener Kultur durch die britische Kolonialmacht
um. Dazu zählte letztendlich auch Pocahontas, die
bis heute immer wieder von der euro-amerikanischen Pop-
Kultur romantisch verklärt wird.

Text aus dem Katalog zur Ausstellung „IndianerART“

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Ausstellung „Mit allen Sinnen“ von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros

15 Mittwoch Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Genussvolle Leichtigkeit des Seins: Galeristin Janett Noack und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry vor der Galerie Kunst & Eros in Dresden, die gerade ihr 10-jähriges Jubiläum feierte. Foto: © Steffen Füssel


Die Bilder von Michael Hofmann verführen zum Schmunzeln, Innehalten und Genießen. Viele entstanden eigens für die Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros.


„Morgenstille“ und „Maskerade“


„Salome“

Von der Kunst, mit allen Sinnen
zu genießen

Davon erzählt die Ausstellung mit Arbeiten von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros, die damit zugleich ihr 10-jähriges Jubiläum feierte. Galeristin Janett Noack überraschte ihre zahlreichen Gäste erstmals auch gesanglich vielseitig.

Drei Frauen geben sich der „Kunst der Verführung“ hin. Da ist die Spielerin, die trickst, die Träumerin hält einen Vogel auf der Hand und die Diva lasziv mit Zigarette und Turban. Unter dem Motto „Mit allen Sinnen“ begegnen einem raffiniert reizvolle Farbholzschnitte und Ölmalerei von Michael Hofmann in der
Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden, die gerade ihr zehnjähriges Bestehen feierte (Ausstellung zu sehen noch bis 20. Juli).

Sie ist deutschlandweit einzigartig mit ihrem Schwerpunkt zeitgenössische erotische Kunst. Zur Ausstellungseröffnung überraschte die Galeristin Janett Noack das zahlreiche Publikum auch stimmlich vielseitig, vom klassisch-romantischen Lied „Mein Liebchen hat ein Etwas“, dem kessen Schlager „Ich will keine Schokolade…“ bis zum charmanten Hit „Bei mir bist du schön“.

Die Lust der Sinne wird genauso reichhaltig angeregt in den farbenfrohen Arbeiten von Michael Hofmann, die im Zeitraum von 2005 bis 2019 entstanden. Da locken verführerische Akte, mediterranes Ambiente mit Früchten und Wein. Paare am Morgen und der „Apfel danach“. Üppig gedeckte Tische. Bohemehafte Atmosphäre. Eine Frau träumt sich am offenen Fenster in die Ferne, ihre Katze hockt auf einer Fischgräte. Schönheit, Vergänglichkeit, Versuchung und Genuss liegen nah beieinander.

„Beim Auspacken der Bildermappe fiel ein rotbraun-weiß melliertes Katzenhaar heraus. Es stammte von Kater Moritz, der auf vielen Bildern auftaucht und wohl gerade über eine Grafik spazierte“, erzählt Janett Noack (39) schmunzelnd. Genussvolle Leichtigkeit des Seins, Laissez-faire nennen es die Franzosen, spiegelt die Kunst von Michael Hofmann, der seit zwanzig Jahren ein Haus unterhalb der Radebeuler Weinberge mit seiner Familie bewohnt. Jedes seiner Bilder erzählt eine Geschichte. Wie das geheimnisvoll-schwebende Ölbild „Morgenstille“. Es zeigt eine himmelblaue Frau am Tisch mit kleinem Papierschiffchen, eine zweite steht schwarzbestrumpft in der Morgensonne am Fenster. Und im Spiegel hinten eine dritte Gestalt in spannungsvollem Kontrast.

„Zwischenmenschliches zu zeigen, hat viel mit Kunstgenuss zu tun.
Wie man sich auf etwas einlässt“, sagt Janett Noack. „Ich will nicht schocken mit den Ausstellungen, sondern mir ist ein natürlicher Umgang mit Liebe, Erotik, Zuneigung und Körperlichkeit wichtig, gerade in unserer schnelllebigen Zeit heutzutage.“ „Kunst muss prickeln!“, so lautet ihr Anspruch. Janett Noack ist gelernte Porzellanmalerin. Mit ihrer Galerie im Dresdner Barockviertel erfüllte sie sich einen Traum: „Einen Ort zu schaffen, wo verschiedene Künste zu sehen und erleben sind. Neben Bildender Kunst auch Musik, Darstellende Kunst, Lesungen und kleine Konzerte.“ Rund 40 Ausstellungen bekannter und junger, regionaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler zeigte Janett Noack bisher.

Viele eigene Dekore, vorzugsweise in Aufglasurmalerei, in denen sie immer wieder gern Neues ausprobiert, entstanden. Das macht für sie auch den Reiz der Kunst aus. Sinnliches Wahrnehmen als Ausdruck von Lebendigkeit und unerschöpflichem Farben- und Formenspiel. Janett Noack gestaltet Schmuck, Schalen, Gefäße und Bilderplatten aus Porzellan, darunter Serien wie „Facile“ mit zarten Insekten-Paarungen, „Goldrausch“ und das neue Dekor „Lüster“, bei dem schimmernde Lüsterfarben, bestehend aus Edelmetallpräparaten mit Perlmuttglanz, und lustvoll Gezeichnetes zusammenfließen.

Text + Fotos zur Ausstellung (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de


Galeristin Janett Noack überraschte ihre Gäste zur Jubiläumsausstellung „Mit allen Sinnen“ erstmals mit Gesang, vom romantischen Liebeslied bis zum kessen Schlager.
Foto: SF

Herzlichen Glückwunsch zum Galerie-Jubiläum!

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Ehrenplatz in der Ahnengalerie für Arthur Chitz, ehemaliger Musikdirektor im Schauspielhaus Dresden

14 Dienstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

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Glücklich über die Würdigung: Familie Sheets vor dem Gemälde ihres Urahnen Arthur Chitz, der einst als Musiker, Komponist und Musikdirektor am Staatsschauspiel Dresden wirkte und 1934 von den Nazis aus dem Theaterdienst entlassen wurde. Nun erinnert sein Bild in der Ahnengalerie im Schauspielhaus an sein Schaffen.
Foto: Sebastian Hoppe

Porträthängung Arthur Chitz im Staatsschauspiel Dresden

Die Ahnengalerie des Staatsschauspiels Dresden ist seit gestern um ein Gemälde reicher. In Anwesenheit seiner Nachkommen wurde ein Porträt von Arthur Chitz in die Sammlung aufgenommen. Arthur Chitz war Pianist, Komponist und Dirigent, und wirkte von 1918 bis 1934 als Kapellmeister, Musikdirektor und Mitglied des Künstlerischen Beirats am Dresdner Schauspielhaus. Gemalt wurde das Porträt von Susan Sheets, Künstlerin und Ehefrau von Arthur Chitz ältestem Enkel.

Die Kompositionen des Musikers erfuhren in Dresden zahlreiche Uraufführungen und begleiteten unter anderem Aufführungen von „Wilhelm Tell“,  „Der Kaufmann von Venedig“, „Julius Cäsar“ und „Die lustigen Weiber von Windsor“. Arthur Chitz arrangierte die Bühnenmusik für Gerhart Hauptmanns Stücke „Das Opfer“ und „Vor Sonnenuntergang“ auf ausdrücklichen Wunsch des Dichters. Für Aufsehen sorgte ebenfalls seine Musik zur Uraufführung des Weihnachtsmärchens „Trilltrall und seine Brüder“ nach Clemens Brentano, ein gemeinsames Stück mit Schauspieler und Freund Erich Ponto.

Aufgrund der Einführung des „Arier-Paragraphen“ mit dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Beamtentums“ wurde Arthur Chitz, Sohn einer jüdischen Familie, 1934 aus dem Theaterdienst entlassen. 1942 wurde er deportiert und verstarb zwei Jahre später in einem Konzentrationslager bei Riga. 60 Jahre lang verschwanden sein Name und seine Musik von der Bildoberfläche.

Neben Dr. Eva-Maria Stange (Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst), Manfred Wiemer (Amtsleiter Kultur und Denkmalschutz) und Joachim Klement (Intendant Staatsschauspiel Dresden), sprachen auch Familienmitglieder von Arthur Chitz, darunter Larry Sheets, der älteste Enkel von Arthur Chitz, und Kristen Sheets, seine Urenkelin. Grace Durham, Sängerin und Solistin sowie Sebastian Wartig, Sänger und Solist an der Semperoper Dresden brachten gemeinsam mit Johannes Wulff-Woesten am Klavier Kompositionen von Arthur Chitz und anderen vertriebenen Künstlern zu Gehör.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de 

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Lange Nacht der Galerien und Museen im Dresdner Barockviertel

10 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen

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Reizvolles Spiel mit Schein & Wirklichkeit, Farben & Formen: Bilder von Thomas Kleemann aus seiner vorigen Ausstellung „Die Realität ist heilbar.“
Galeristin Ines Schulz und Künstler Thomas Kleemann
Blick in die Galerie No 2 – den zweiten Kunstraum der Galerie Ines Schulz. Fotos: Lilli Vostry

LANGE NACHT DER GALERIEN UND MUSEEN im Neustädter Barockviertel am 10. Mai

Das Barockviertel in der Dresdener Neustadt etablierte sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot der zeitgenössischen Kunst Dresdens. Die Galerien- und Museumsdichte rund um den Goldenen Reiter bietet Kunstinteressierten kurze Wege und ein entspanntes Flanieren von Kunstraum zu Kunstraum.
Die LANGE NACHT DER GALERIEN UND MUSEEN im Neustädter Barockviertel bietet auch in diesem Jahr bei freiem Eintritt Sonderveranstaltungen, Ausstellungseröffnungen und Rundgänge ab 18 Uhr. www.langenachtdergalerienundmuseen.de

Zur LANGEN NACHT laden wir zu einem abendlichen Rundgang durch unsere aktuelle Ausstellung BEVOR WIR TRÄUMEN mit Malerei von Jörn Grothkopp ein. Zeitgleich eröffnen wir in unserer Galerie No.2 einen GRAFIKSALON. Gezeigt werden Druckgrafiken, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier von:

Maja Drachsel
Michael Hofmann
Hannelore Teutsch
Bertram Riedel
Claudia Borchers
Danny Linwerk
Elisabeth Eisbein
Georg Brandner
Hans Scheib
Elizabeth Charnock
Hans Scheuerecker
Jörn Grothkopp
Michel Meyer
Ulrike Pisch
Thomas Kleemann

Freitag, 10. Mai 2019
Eröffnung GRAFIKSALON und Rundgang ab 18.00 Uhr
Um 20 Uhr servieren wir Ihnen für Ihr leibliches Wohl ein paar Leckerbissen.

Text: INES SCHULZ • CONTEMPORARY ART & GALERIE NO.2
Obergraben 21 + 10
01097 Dresden

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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