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Kategorien-Archiv: Musik

Zeitreise in die Welt der Hippies: Premiere „Hair“ an den Landesbühnen Sachsen

06 Montag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Tanz, Theater

≈ 2 Kommentare

Love, Peace und musikalische Power

So aufregend, flippig-bunt und lebendig kann der Einsatz für eine bessere Welt sein! Das Musical „Hair“ feierte am Sonnabend Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Sie lieben flippige, farbenfrohe Klamotten und lange Haare, rebellieren gegen autoritäre Machtstrukturen und scheinheilige Moralapostel. „Hair“ – The American Tribut Love Rock-Musical lässt die aufregende Welt der Hippies aufleben. 1968 wurde das Stück am Broadway in New York uraufgeführt (Buch und Liedtexte von Gerome Ragni und James Rado, Musik: Galt MacDermot), 1979 von Milos Forman verfilmt.
Nun feierte „Hair“ in der deutschen Fassung von Nico Rabenald und den Liedtexten von Walter Brandin am Sonnabend Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Gleich zu Beginn warnt einer der Hippies (Alexander Wulke) schon mal vorsorglich vor den „Drogen verherrlichenden Szenen und Sex-Aufforderungen“ als nicht mehr zeitgemäß und auch nicht der westlichen Leitkultur entsprechend.
Um so mehr wird in der Inszenierung unter Regie von Peter Dehler, der musikalischen Leitung von Michael Fuchs und Uwe Zimmermann und opulenter Ausstattung von Stefan Wiel die zeitlose Botschaft von Love, Peace, Flowerpower and Happyness mit unbändiger Lebenslust, Spielfreude und musikalischer Power zelebriert. Zu fetziger Musik schwingen langhaarige Frauen und Männer in bauchfreien, engen Fransenwesten und bunten Schlaghosen fröhlich und lasziv die Hüften. Da wogen im weißen Bühnennebel Körper auf und ab, raucht man Joints, meditiert, betet, geht gemeinsam auf Sinnsuche und tanzt wild im Rausch der Sinne. Da kommt man zur „Kamasutra-Orgie“ zusammen, feiert die freie Liebe und protestiert auf Eisengerüsten mit bunt bemalten Werbeplakaten gegen den Vietnamkrieg, gegen Rassismus und Sexismus.

Dabei prallen Ideale und Realität immer wieder aufeinander in der bunten, jungen Hippie-Truppe um den lebenshungrigen, exzentrischen George Berger (Baritenor Benjamin Oeser als Gast), seiner unter seinen Eskapaden leidenden Freundin Sheila (kraftvoll: Christin Rettig) und dem aus bürgerlichen Kreisen stammenden Claude (zerrissen von Zweifeln: Holger Uwe Thews). Dann sind da noch Chrissy (temperamentvoll: Julia Rani), die coole Dionne (Sandra Maria Huimann) und die naive, schwangere Jeanie mit dem Engelshaar (Luca Lehnert), die einen Vater für ihr Baby sucht. Mal versucht sie es bei Claude, mal bei dem komischen Kauz Woof (Grian Duesberg). Claudes spießige Eltern, mit witzigen Pappköpfen (Julia Vincze und Alexander Wulke, beide in mehreren Rollen) wollen einen „richtigen Amerikaner“ aus ihm machen. Doch vom als lebensgroße Marionette auftauchenden „Onkel Sam“ aus dem Dollar-Wunderland wollen die Hippies nichts wissen.

Als „wilder schwarzer Mann“ mit Kraushaar und nacktem Oberkörper, der die anderen erschreckt, tanzt mit viel Witz der Brasilianer Anderson Pinheiro Da Silva als Gast. Dann erhält Claude seinen Einberufungsbefehl nach Vietnam. Gesicht und Arme schwarz bemalt, hin und her gerissen zwischen freiem Leben, Pflichterfüllung, militärischem Drill und der Order andere zu töten, spielt Holger Uwe Thews ergreifend diese Gratwanderung. Grandios und mitreißend in Szene gesetzt, begeistern ebenso die Tanz- und Gesangsszenen (Choreographie und Lichtkonzept: Till Nau), mal solo, zu zweit, dritt oder in der Gruppe mal temporeich, mal leise, traumversunken schwebend auf die Bühne gebracht. Übermütig verwegen springen die flippig-bunten Typen auch mal über die Zuschauersitze.

Die Schauspieler bekommen als Hippies Verstärkung von Studenten der Theaterakademie Sachsen. Hits wie „Aquarius“, „Hare Krishna“ und „Let the Sunshine in“, mit denen die Hippie-Gemeinschaft ansingt gegen soziale Kälte und Gewalt gegen Andersdenkende in der Gesellschaft sorgen für Schwung, gute Laune und reichlich Beifall vom Publikum.

Text (lv)

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Premiere „Hair“ an den Landesbühnen Sachsen

30 Dienstag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater

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Hair – The American Tribal Love Rock-Musical

Buch und Liedtexte von Gerome Ragni und James Rado, Musik von Galt Macdermot, Die Originalproduktion fand in New York unter der Leitung von Michael Butler statt. Nun erlebt das Hippie-Musical seine Premiere am 4. Mai, um 19 Uhr in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul und Open Air am 8. Juni, um 19.30 Uhr auf der Felsenbühne Rathen. 

Junge Leute um die Hippie-Truppe von George Berger suchen ein neues Lebensgefühl: eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. Sie hoffen auf ein Zeitalter im Zeichen des Wassermanns, das geprägt ist durch Liebe, Gewaltlosigkeit und Frieden. Der bürgerliche Claude kommt neu dazu und fühlt sich sofort von dem charismatischen Berger und seinen Freunden angezogen. Doch er hat gerade seinen Einberufungsbefehl nach Vietnam erhalten. Soll er pflichtbewusst in einen unsinnigen Krieg ziehen?

Oder soll er seinen Dienst verweigern, und somit eine Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen?

Vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges, des Protestes gegen autoritäre Gesellschaftsstrukturen und des Aufkommens der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung schrieben die Schauspieler Gerome Ragni und James Rado, die sich als Schauspieler am Broadway kennengelernt hatten, HAIR als lyrischen Theater-Text. Galt MacDermot, ein ehemaliger Organist und Kirchenmusiker, komponierte die eingängige, bisweilen an gregorianische Gesänge erinnernde Musik.

Der Regisseur der Uraufführung, Bertand Castelli, wurde als Anführer von Friedensmärschen mehrere Male verhaftet. Michael Butler, der sogenannte ≪Hippie-Millionär≫, brachte 1968 das Musical an den Broadway, wo es über 1800 Auffuhrungen erlebte. 1979 wurde es von Miloš Forman verfilmt. Das Musical ist nicht nur eine brillante Show aus Tanz und Musik, auch die Songs von ≪Aquarius ≫ und ≪Hair≫ bis ≪Hare Krishna≫ und ≪Let the Sunshine in≫ gehen bis heute unter die Haut und vermitteln eine Vision, die jetzt ebenso aktuell ist wie zur Zeit der Entstehung: die einer besseren Welt.

Inszenierung: Peter Dehler a.G.; Musikalische Leitung: Michael Fuchs a.G. / Uwe Zimmermann, Choreographie: Till Nau a. G.;  Ausstattung: Stefan Wiel

Besetzung: Claude -Holger Uwe Thews;  Berger – Benjamin Oeser a.G.; Sheila – Christin Rettig; Hud – Anderson Pinheiro a.G.; Ronny – Alexander Wulke; Chrissie– Julia Rani; Dionne -Sandra Maria Huimann; Jeane – Luca Lehnert / N. N.; Woof – Grian Duesberg; Linda- Julia Vincze; Tribe – Michael Berndt-Canana, Johannes Krobbach, Felix Lydike, Iris Stefanie Maier / N. N.;

Studierende der Theaterakademie Sachsen: Lena Beltermann/ Philipp Trant/ Lisa- Marie Breithaupt/ Max Henel/  Natalie Bernhardt / Katharina Apitz/  Lea Göpel/  Teresa Laura Mann-Fimmel

Die Band: Keyboards : Michael Fuchs a.G. / Uwe Zimmermann; Saxofon: Friedemann Seidlitz / Anja Bachmann; Trompeten: Robert Wintzen, lngolf Barth / Stefan Leitner, Christian Rien; Posaune: Joachim Gelsdorf! N.N.; Gitarre: Flonian Naegli / N. N.; Bass: Tino Scholz / N.N.; Drumset: Sascha Mock / Steffen Roth; Percussion: Hendrik Gläßer / Stefan Köcher

Termine:

4.5., 5.5., 19 Uhr;  7.5., 11 Uhr; 11.5. und 12.5., 19.30 Uhr im Stammhaus der Landesbühnen in Radebeul.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213 http://www.landesbuehnen-sachsen.de 

Felsenbühne Rathen, Amselgrund 17, 01824 Kurort Rathen,
Tel. 035024/ 777-0
www.felsenbuehne-rathen.de

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Tanzwoche Dresden: Bewegungsreiche Vielfalt

26 Freitag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Tanz

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Körper in Bewegung und Begegnung

Die 28. Tanzwoche Dresden lockt vom 19. bis 29. April wieder mit zahlreichen  Veranstaltungen an mehreren Spielorten mit internationalen Gästen.

Vom 19.4. bis zum 29.4.2019 inklusive eines grandiosen Nachschlags am 2.5.19 kommen wieder zahlreiche Gäste zu vielen Veranstaltungen im projektteater, Societätstheater, Hygienemuseum, Theaterhaus Rudi, Festspielhaus Hellerau, Staatsschauspiel – Kleines Haus und outdoor an Platzen und Parks dieser schönen Stadt. Es werden Künstler aus Brasilien, Belgien, der Schweiz und natürlich  auch aus Deutschland zu erleben sein.

Im Programm „Begegnung“ – am 27. April, um 19 Uhr im Theaterhaus Rudi – treffen Tänzerinnen aufeinander, die die Sprache des Tanzes nutzen, um ihre individuellen Erfahrungen und Prägungen auszudrücken. Dabei verbinden sich Musik und Tanz auf besondere Weise. Denn die Bewegung im Tanz entsteht aus dem Moment heraus, durch ein aufeinander Eingehen auf die Improvisationskunst der Musiker, ohne vorher zu wissen, was tatsächlich passiert auf der Bühne. Ein spannendes Erlebnis für Künstler wie Publikum!
Den Abend im Rahmen der Tanzwoche gestalten „Elements 4 Emotion“: Annett Schuricht (künstlerische Leitung und Butoh Tanz), Natalie Pichler-Hagge (zeitgenössischer orientalischer Tanz), Silvia Kaiser (Ballett Fusion), begleitet von Florian Mayer an der Violine und Andrea Dorschner an der elektronischen Harfe.

Das gesamte Programm findet Ihr auf  www.tanzwoche.de, www.tanzbuehne-dresden.de, www.dresden.de

Text + Fotos: Tanzbühne Dresden
c/o projekttheater dresden
Tel.: 0049-(0)351-8107600
tanzwoche@tanzbuehne

www.projekttheater.de

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Lesung & Musik mit Ulrich Thiem aus „Die Spieluhr“ bei Büchers Best

24 Mittwoch Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Literatur, Musik

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Musiker Ulrich Thiem am Violoncello

Die Macht der Malerei und die Magie der Musik

Der Musiker Ulrich Thiem liest aus „Die Spieluhr“ von Ulrich Tukur und spielt dazu Violoncello am 25. April, um 20.30 Uhr bei Büchers Best in der Neustadt.

Eine ungleiche Liebe und die Kraft der Vergangenheit. Die Macht der Malerei und die Magie der Musik. Eine fantastische Reise durch drei Jahrhunderte, in eine beunruhigende Welt zwischen Traum und Wirklichkeit.

Ulrich Thiem, seit Jahrzehnten als Cellist mit seiner Gruppe BACH & BLUES DRESDEN unterwegs, stellt ein Buch vor, das ihn fasziniert hat wie kaum ein anderes. Sein Programm „Die Spieluhr“ beruht auf dem gleichnamigen Buch von Ulrich Tukur, dem in Berlin und Venedig lebenden Weltbürger, Schauspieler/Musiker und Schriftsteller, das er einmal in die Hand genommen und erst aus der Hand gelegt hat, als er am Ende angekommen war.
Mit diesem Programm frönt er seiner Begeisterung, Literatur lesend zu verbreiten und tut dies als Sprecher, mit seinem Cello und weiterem Musizieren (wie Pfeifen und Percussion).
So hört der geneigte Interessent Auszüge aus der Novelle Tukurs, verbunden mit klassischen Kompositionen (J.S.Bach, M.Reger, A.Franchomme u.a.), mit Improvisationen, Geräuschen, auch Rezensionen.

Eintritt: Hut an der Tür

Text + Foto: Büchers Best

Buchhandlung „Büchers Best“, Louisenstr. 37, 01099 Dresden, Tel. (0351) 801 5087

Geöffnet: Mo 12 – 20, Di – Fr 11 – 20, Sa 10 – 16 Uhr

http://www.buchersbest.de

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Premiere „Show must go on“ – das Freddie Mercury Musical in der Comödie Dresden

21 Sonntag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik

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Ein Leben im Rausch der Musik: Freddie Mercury, der charismatische Sänger der Band Queen lebte ein Leben voll Ekstase, Leidenschaft, aber auch innerer Zerrissenheit. Das Freddie Mercury-Musical bringt seine großartigen Songs mit Live-Band auf die Bühne mit viel Feeling, Herzblut und Power, erzählt über den Künstler und Menschen mit allen Höhen und Tiefen und schaut hinter die Kulisse des Showbusiness. Fotos: ONUK

Musik voller Magie

Seine Stimme war ebenso außergewöhnlich wie sein Leben. Die Musik war seine Droge. Für ihn gab es weder Grenzen noch Tabus. Er liebte Frauen, noch mehr Männer und seine Katzen. Er konnte knallhart und ganz weich sein, sagte seine erste Liebe, spätere Managerin und Erbin seiner Songs, Mary Austin über Freddie Mercury. Benannt nach Merkur, dem römischen Götterboten. Seine faszinierende, emotionsreiche und kraftsprühende Musik, eine einzigartige Mischung aus Rock und Theatralik, und sein schillerndes Leben kommt auf die Bühne im Musical „Show must go on“ von Ingmar Otto, der auch Regie führte. Die Premiere war am Donnerstagabend in der Comödie Dresden.

Eine flippig-verführerische Zeitreise zurück in die 70er und 80er Jahre voll komischer, trauriger und berührender Momente mit fünf großartigen Darstellerinnen und Darstellern. Angeführt von einem vor Lebenslust, Kreativität und Ausstrahlung strotzenden Künstler, großem Kind, Exzentriker und sensibel, scheuem Menschen, der diese Seite meist überspielte, in der Rolle von Freddie Mercury zeigt Christopher Brose diesen Zwiespalt energiegeladen und feinfühlig.
Begeisterter Beifall, Mitsingen und Klatschen des Publikums beim abschließenden euphorischen Hit „We will rock you“.

Mehr Text zur Aufführung folgt (lv).

Die nächsten Termine: 21.4., 15 Uhr; 23.4., 19.30 Uhr

http://www.comoedie-dresden.de

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Premiere „Das Ding – die Friedrichstadt-Revue“ im Dresdner Friedrichstatt Palast

17 Mittwoch Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kabarett, Lebensart, Musik, Tanz

≈ 3 Kommentare


Musik & Kabarett mit Reiz und Tücken: Micha Winkler und Thomas Schuch samt Showballett.

Von Jazz, Swing bis Gospel geht es musikalisch bunt zu, blühen Lust, Liebe und Nächstenliebe reichhaltig. Foto: Tobias Kade

Eier-Witze und Lieder querbeet

Es klingt ein wenig rätselhaft und verrucht. Es weckt Neugier und liebt die Überraschung. „Das Ding – die Friedrichstadt-Revue: Kreuzweise“ feierte am Dienstagabend Premiere im neuen „Dresdner Friedrichstatt Palast“.

Zuerst tanzen nur zwei paar Hände rauf und runter am Goldvorhang, werden rote und silberne Perücken geschwenkt. Das Schild „Bühnenbild“ deutet schon darauf hin. Hier wird weniger Wert auf Äußerlichkeiten gelegt als auf das, was tatsächlich passiert auf der Bühne. Das „Ding“ ist eine Gemeinschaftsproduktion, ohne Regisseur, jeder der Künstler konnte eigene Ideen und Beiträge auf die Bühne bringen im ehemaligen Kabarett Breschke & Schuch am Wettiner Platz 10. Kabarettist Thomas Schuch und die beiden Schauspielerinnen Beate Laaß und Mandy Partzsch leben ihre Spiellust wandlungsreich auch voll aus. Sie singen, tanzen, steppen, erzählen passend zu Ostern „Eier-Witze“ und gackern als „Gockel“ und „verrückte Hühner“, und sie animieren das Publikum anfangs gar noch zu einem „Fitnessprogramm“, bei dem sich alles streckt, dehnt  und springt, soweit es die engen Stuhlreihen hergeben.

Sketche, gespielte Gags und Lieder querbeet, mehr oder weniger pointiert und komisch, wechseln sich ab, die alle etwas mit Mann-Frau-Sein mit allen Reizen und Tücken und der „Me Too“-Debatte gegen sexuelle Belästigung zu tun haben. Sie fragt ihn, ob sie zu dick oder dünn ist. Egal was er sagt, es passt nie voll und ganz. Viele Lacher erntet Schuch als Geistlicher, der „Gleichmacherei als Ursache allen Übels“ mit der Schlagzeile „Wir sind Papst“ und Scheinmoral witzig-wortdreherisch auf die Schippe nimmt. Das Showorchester um Micha Winkler, musikalischer Leiter des „Friedrichstatt Palastes“ zeigt sich sehr vielseitig mit Musik von Slapstick, alten Schlagern, Swing, Charleston, Jazz bis zu Gospel-Songs wie „Freedom“ und „O happay day“, auch wenn ein Teil der Musiker etwas versteckt in der Ecke sitzt.

Beate Laaß und Mandy Partzsch sind mal als Showballett, mal als Frau in der Bar, Französin, Russin, Asiatin und Nonnen zu erleben, die ein Mann plump anmacht. Micha Winkler legt dann Posaune und Trompete zur Seite und zieht einen Mantel über und redet in breitem sächsisch. Einmal springt er mit Teufelsmaske und Tamburin wild umher. Doch statt diabolisch wirkt es nur albern. Seine Ansagen „internationaler Spitzenkünstler“ vorwiegend aus Osteuropa spielen an auf die klamme Kasse des Revuetheaters. Ein Artist jongliert gewitzt mit Hut und Zigarren.

Zwei junge Körperakrobaten nehmen sich gegenseitig auf den Arm und parodieren Kraftmeierei. Schön satirisch vor allem die Szene über „Kassen-Trennung“ in arm und reich als Mittel gegen Sozialneid. Vorgeführt von Hans Nager (Thomas Schuch), als armer Esser und Trinker und  Klaus Esser (Micha Winkler), Exmanager. Beate Laaß erheitert als schrille Lady mit Pumps, die einen gestreiften Gummistiefel anschmachtet: „You make me feel!“ mit dem Hit von Aretha Franklin. Großartig auch ihre soziale Satire als Pennerin mit Flasche, die dem frustrierten Karrieretyp (Thomas Schuch) ungeahnt das Leben rettet. „Lieber außen dreckig, statt innen leer“, lautet ihre Devise. Herzlicher Beifall für dieses erste „Ding“, das noch emsig brütet und seine Form sucht, im Friedrichstatt Palast.

Text (lv)

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de

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Premiere „Ich bin Muslima – Haben Sie Fragen?“ im Kleinen Haus

15 Montag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater

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Lebhafter Austausch untereinander & mit dem Publikum: 13 muslimische Frauen und Mädchen reden offen über Glauben, Religion, Träume, Ängste und Frausein.
Neugier, Offenheit, Lebensfreude: Mit mal leisen, mal kraftvoll rockigen Liedern singen und trommeln die Frauen alles heraus, was sie bewegt. Fotos: Sebastian Hoppe

Nie den Glauben an sich und seine Träume verlieren

Über ihr Leben mit oder ohne Kopftuch im Spannungsfeld von Traditionen, Religion und eigenen Lebensvorstellungen erzählen, singen, trommeln berührend mit viel Power  dreizehn Frauen und Mädchen in der Aufführung „Ich bin Muslima – Haben Sie Fragen?“ von Martina van Boxen. Die Premiere war am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Sie sehen bezaubernd aus wie aus einem orientalischen Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Sharazad trägt ihr langes, schwarzes Haar offen, eine weiße Seidenbluse und spielt Schlagzeug. Khanssaas Kopf schmückt eine weiße Kappe, sie ist eine der Gitarristinnen. Halas dunkle Locken hält ein rotes Stirnband, wenn sie übermütig trommelt. Hiba singt in weißem Kleid mit wundervoller Stimme. Sie alle haben eins gemeinsam: „Ich bin Muslima – Haben Sie Fragen?“ Die gleichnamige Aufführung von Martina van Boxen, ein Projekt der Bürgerbühne in deutscher und arabischer Sprache, hatte Premiere am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Die Bühne umgibt eine Ziegelsteinfassade,  durch ein großes Fenster fällt der Blick auf die Frauenkirche und Baukräne. Am Bühnenrand stehen Sofas mit bunten Kissen, auf denen die Akteurinnen Platz nehmen. 13 Frauen aus verschiedenen Ländern, die jüngste zehn, die älteste 67 Jahre alt, erzählen über ihr Leben, ihre Familie, die verlorene Heimat, die Flucht und das Ankommen in einer unbekannten Welt. Sie sind  Bauingenieurin, Anwältin, Künstlerin, Kosmetikerin, Hausfrau, Alleinerziehende, Schülerin und Studentin. Drei der Frauen tragen ein Kopftuch.

Mit schöner Selbstironie posieren die Frauen zunächst wie in einer TV-Talkshow und reden mit hohen, künstlich-verfremdeten Stimmen. Es geht um Vorurteile und Klischees über muslimische Frauen im Spannungsfeld von Tradition, Religion, Fanatismus und eigenen Lebensvorstellungen. Es wird geredet über Kinderehen, Frausein und Frauenrechte im Islam in den Gesprächen der Frauen untereinander und mit dem Publikum, aufschlussreich und nahe gehend unter Regie von Martina van Boxen auf die Bühne gebracht. Anfangs zögerlich, erfüllen bald lebhaftes, babylonisches Stimmengewirr, unverhüllte Neugier, Offenheit und Lebensfreude, Musik und Gesang der 13 Darstellerinnen die Bühne.

Auf die Frage einer Zuschauerin: „Sitzen Aufpasser im Publikum?“, antworten die Frauen: „Möglich.“ Es sind einige arabische Männer unter den Zuschauern. Sie summen mit bei den vertrauten Liedern und einige klatschen Beifall, als Huda, eine junge Frau mit Kopftuch sagt, sie trage es, um ihre Schönheit zu beschützen nur für einen Mann. Zugleich sagt sie, dass die Menschen selber bestimmen können, wie sie mit den Werten des Islam und dem Koran umgehen. Mit Lachen reagieren die muslimischen Frauen auf die Frage, ob Frauen ins Paradies kommen und dann dort auch junge Männer auf sie warten. Sie bewirten die Zuschauer mit süßem schwarzen Tee und lassen es Bonbons regnen bei einer Hochzeitsfeier-Szene. Da wechseln leise, temperamentvolle und kraftvoll rockige Klänge, mit denen die Frauen ihre Traurigkeit und Schmerz um das verlorene Zuhause, alte und neue Grenzen und Zwänge als Geflüchtete in einem fremden Land heraus singen und trommeln. Erscheinen ihre Gesichter in Großaufnahme auf der Leinwand vor der Frauenkirche im Wechsel mit Bildern ihrer zerstörten Heimatstädte in Syrien, Irak und und Afghanistan.

Ihr Glaube bedeutet den Muslimas „Freude und innere Zufriedenheit“, ein „Kompass, der mich führt“, andere sehen sich davon in ihrer Freiheit und Selbstentfaltung eingeschränkt. Eine Frau aus einer FB-Gruppe muslimischer Frauen verliest erschütternd, was muslimische Frauen alles nicht dürfen, von nicht rausgehen nach Sonnenuntergang bis zur Kontrolle über ihre Partnerwahl und körperlicher Gewalt bei Ungehorsam. Doch egal wo man lebt, man darf nie den Glauben an sich selbst und seine Träume verlieren, singt Hiba, eine junge Frau aus dem kriegszerstörten syrischen Aleppo mit warmer Stimme. Denn es gibt auch die hoffnungsvoll-unbeschwerten Bilder von muslimischen Frauen und Kindern, die fröhlich in die Kamera lachen im Frühling auf den Elbwiesen in ihrer neuen Heimat. Herzlicher Beifall für einen Abend verschieden schöner, stolzer und starker  Frauenstimmen, die endlich aus dem Verborgenen heraus, in der Öffentlichkeit gesehen und gehört werden.

Text + Foto (1) (lv)

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Ein Song für bunte Vielfalt

15 Montag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie, Projekte

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Künstler aus Sachsen produzieren NoAfD-Song

Künstler aus Sachsen produzieren ein Musikvideo, welches das
Wahlprogramm der AfD erklärt und dazu aufruft, seinen Verstand bei der
Wahl zu benutzen. Neben Tom Quaas, Kati Grasse und Banda Internationale
unterstützen unter anderem Gunther Emmerlich und Claudia Schmutzler das
Projekt.

"Die AfD wird bei den anstehenden Wahlen wieder Stimmen von Menschen
bekommen, die von der Politik in Deutschland enttäuscht sind. Schaut man
genauer ins AfD-Programm, bemerkt man jedoch schnell, dass der Preis für
ein Kreuz bei der AfD ziemlich hoch ist", sagt Jan Kossick, Mitinitiator
des Projektes. "Alleinerziehende werden nicht unterstützt, Bürger sollen
sich Waffen zulegen dürfen und die Schule ist nicht mehr für alle Kinder
da."

Als Veröffentlichungstermin für das Video wird der 12. Mai anvisiert.
Für die Produktion im Studio und den Videodreh sammelt die Initiative
Spenden. Weitere Informationen sowie die Spendenmöglichkeiten sind auf
der Webseite unter kuenstler-mit-herz.de zu finden.

Weitere Informationen:
https://kuenstler-mit-herz.de
https://www.facebook.com/kuenstlermitherzinsachsen/

Kontakt:
Jan Kossick, jan@kultur-sucht-raum.de, +49 173 944 88 95

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Vorhang auf für: „Das Ding! – die Friedrichstatt Revue“ im neuen Dresdner Kabarett-Theater

13 Samstag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz

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Mit Glamour, Witz und Esprit: das Musiker & Kabarettistenduo Micha Winkler und Thomas Schuch und die Schauspielerinnen und Sängerinnen Beate Laaß, Silke Krause und Mandy Partzsch als Showband & Showballett vor der Premiere der Friedrichstatt-Revue. Foto: Dresdner Friedrichstatt Palast

Willkommen im Varieté der Leidenschaft!

Mit viel Humor und musikalischer Power startet das neue Kabarett-Theater „Dresdner Friedrichstatt Palast“ (ehemals Kabarett Breschke & Schuch): Verbal Slapstick, kabarettistisches Pas de Deux, Artistik und Showorchester sind die Zutaten für „Das Ding – die Friedrichstatt Revue“, die am 16. April, um 19.30 Uhr Premiere hat. Poetische und schräge Songs und Gesellschaftssatire mit Künstlern des Hauses und Überraschungsgästen sollen auf die Bühne der Spielstätte am Wettiner Platz 10 (Eingang Jahnstraße) kommen. Es sind noch einige Restkarten erhältlich.

„Es ist ein neues Format, ein Ding der Unmöglichkeiten, das wir wagen. Eine Revue der Leidenschaften, mit viel Engagement und Enthusiasmus aller Beteiligten“, erzählte Michael Winkler, musikalischer Intendant und Mitgesellschafter im „Friedrichstatt Palast“ bei einem Pressegespräch am Freitagnachmittag vorab zur Premiere.
Er kennt das bisherige Kabarett-Theater Breschke & Schuch durch Gastspiele und führt die Spielstätte nun zusammen mit Thomas Schuch weiter, nachdem Manfred Breschke in den wohlverdienten Ruhestand ging. Als Kabarettist wird er ab und zu weiter auf der Bühne stehen.

Die Mischung aus Cabaret, Musik und Satire soll sich durch alle Programme ziehen und für funkelnde Ausstrahlung der kleinen Spielstätte mit 190 Plätzen unweit vom Kulturkraftwerk Mitte sorgen. Der Name „Dresdner Friedrichstatt Palast“ bezieht sich sowohl auf den bekannten Friedrichstadtpalast in Berlin als auch auf den benachbarten Stadtteil Friedrichstadt, der viele Jahre ein Schattendasein führte, gerade einen Boom erlebt und zum „Objekt der Begierde“ für Geschäftsleute wird.

Aktuelle Themen liegen also genügend vor der Haustür des „Dresdner Friedrichstatt Palast“. „Es wird jeden Monat ein Ding geben, wobei das Grundgerüst der Revue bleibt und neue Titel und Sketche hinzukommen“, sagt Thomas Schuch. Er und Micha Winkler moderieren, spielen und kalauern sich durchs Programm. Drei Spieler und drei Musiker und Gastkünstler sind jeweils zu erleben.

Ein Hauptthema sei die „Me-too“-Debatte, über die sich die Kabarettisten selbstironisch hermachen. „Frauen dürfen fragen, worauf Männer schon immer nicht antworten wollten.. und umgekehrt!“, lautet das Motto. Auch Ostern, als Fest der Fruchtbarkeit, Leidensweg Christi und die Kirche heute bis zur „Kassentrennung“ beim Einkauf nach dem Vorbild der Rassentrennunng spielen eine Rolle in der Revue „Das Ding“, verrät Thomas Schuch schmunzelnd.

Der „Dresdner Friedrichstatt Palast“ will Menschen mit unterschiedlichsten Ambitionen zusammenführen, so Micha Winkler. Auch jüngere, noch wenig bekannte Künstler und Musiker aus der Jazzszene sollen hier ein Podium erhalten. Und das ein Programm ein breiteres Publikum als bisher von jung bis jung geblieben anlocken. Weitergehen soll das Projekt „Kabarett macht Schule“ mit weiteren Aufführungen für Kinder und Jugendliche. Und Micha Winklers Bigband, die seit nunmehr 20 Jahren besteht, zieht natürlich auch mit in den „Friedrichstatt-Palast“.

Text + Foto (1) (lv)

Weitere Veranstaltungen im Dresdner Friedrichstatt Palast:

4.5., 6. Dresdner Satire-Preis
8.5., Affenzahnlesung mit Dirk Zöllner
10.5., „Die schönste Frau der Welt… und Er! mit Fußpflege Deluxe“
21.5., Die Jazzpolizei
3.6., Abschlusskonzert der Jazzabteilung der Sächsischen Landesgymnasiums
für Musik Dresden
ab Juli bis August immer mittwochs „Gartengeflüster – Text miez Musik“ mit wechselnden Künstlern

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de


Die Macher vom „Dresdner Friedrichstatt Palast“: Musiker Micha Winkler und Kabarettist Thomas Schuch.

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BilderAlbum: „Tankstelle der Lebensinspiration“ – Lügenball & Frühlingszauber im Lügenmuseum

08 Montag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Musik

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Ein Ort voll wundersamer Dinge für Träumer und Freigeister

Mit fröhlich-feuriger Musik des spontanen „Lügenmuseum Orchestra“ und Rundgängen durch die Wunderkammern wurde der 29. Geburtstag des Lügenmuseums gefeiert, das seit sieben Jahren im alten Gasthof Serkowitz in Radebeul zuhause ist.

Nach dem Motto von Federico Fellini: „Ich habe mir alles selbst erfunden, eine Kindheit, eine Persönlichkeit, Sehnsüchte, Träume, Erinnerungen, um sie erzählen zu können, die Lüge ist immer interessanter als die Wahrheit“, entstand das Lügenmuseum als eine kulturelle Überlebensstrategie im ländlichen Raum. Der Gründer Reinhard Zabka ließ sich vor dem Ungehörigen, der Geschmacklosigkeit und dem Skandal leiten, denn der Künstler, der sich davor fürchtet, sei nicht viel wert.

Mit einem eigenen Museum entzog sich der Künstler den Mechanismen des Kunstmarktes und behielt die Deutungshohheit über seine eigene Geschichte. Heute kann diese ehemals verbotene Kunst im Lügenmuseum erlebt werden. Die virtuosen „Lügen“ dieser kunstvollen Wunderkammern sind dabei immer als solche zu erkennen.

Am 1. April, dem Weltlügentag wurde der 29. Geburtstag des Lügenmuseums gefeiert gemeinsam mit Besuchern und Freunden des Hauses. Mit viel fröhlich-feuriger Musik draußen im urwüchsigen Garten am Lagerfeuer und drinnen im ehemaligen Gasthof Serkowitz zum Zuhören und Tanzen. Seit sieben Jahren ist das Lügenmuseum nun hier zu Hause. Mit wachsendem Zuspruch von kleinen und großen, neugierigen Besuchern aus nah und fern. Die Musikerinnen und Musiker des spontanen „Lügenmuseum Orchestra“ und ihre großartige Sängerin spielten fast ununterbrochen den ganzen Abend voll Leidenschaft und Temperament Melodien und Lieder vorwiegend aus südländischen und osteuropäischen Gegenden, jiddische und Roma-Klänge.
Musik, die sofort in Herz und Beine geht und süchtig macht! Mehr davon, gern auch im Ballsaal im Obergeschoss, wäre wunderbar.

Konzert-Tipp: Einer der Musiker aus der Session im Lügenmuseum, Tobias Rietz, spielt sonst in der „Megilleband“ – Klezmer, Gypsy, Russian, World – das nächste Konzert ist am 3. Mai, um 19.30 Uhr in der Zschoner Mühle.

„Tankstelle der Lebensinspiration“ nennt Lügenmuseum-Betreiber Reinhard Zabka diesen Ort voller wundersamer, gesammelter und selbst erschaffener Dinge, gleichermaßen zum Staunen, Schmunzeln, Wundern, Träumen, Innehalten und Frohsinnn tankend.

Osteraktion im Lügenmuseum zu Radebeul: Ein Freiflugschein für die Phantasie
Das legendäre Museum der Dinge, die es nicht gibt, ist in den Osterferien wieder täglich 13-18 Uhr geöffnet.

Text + Fotos (lv)

Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Strasse 39, 10445 Radebeul
Richard v. Gigantikow
Handy 0176 – 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de    info@luegenmuseum.de


Wohnzimmer im Grünen: der Garten hinter dem Lügenmuseum.


„Fontanes Wanderschuh“

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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