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Kategorien-Archiv: Musik

Tango in Dresden: „Die Szene ist sehr bunt und offen.“

31 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Musik, Tanz

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Tangolehrer Jens Klant und seine Tanz- und Lebenspartnerin Claudia Wendler geben im Studio 24 – Tango Argentino Kurse.

Im Studio 24: Tango ist Fühlen mit dem Körper. Tanzlehrer Jens Klant und seine Partnerin Claudia zeigen den tanzbegeisterten Damen und Herren verschiedene Schrittfolgen und Figuren.

Ein neues Tanz-Café für Familien und Paare lädt seit kurzem im Zentralwerk (HH) auf der Riesaer Str. 32 in Dresden-Pieschen ein.

Ein Tanz mit Hingabe

Immer mehr junge Leute und Familien entdecken den Tango für sich als schön entspannten Ausgleich zum Alltag. Ein neues Tango-Café auch für Eltern lockt im Zentralwerk in Dresden-Pieschen.

„Tango ist ein Wesen mit vier Beinen“, sagte mir mal ein Tangotänzer. Es ist ein Aufeinander zugehen und Einlassen beim Tanzen. Sehnsucht, Verführung und Hingabe. Ein Spiel zu zweit mit Nähe und Distanz. „Männer zum Spiegel gucken, Frauen zum Klavier. Rück – seit – vor und raus tanzen“, sagt Tanzlehrer Jens Klant, „dabei immer die Frauen mitnehmen.“ Er geht um eine Säule im Tanzstudio und zeigt die Moulinette-Schritte. Dann legt er Musik auf. Er spielt klassische und moderne, romantische und beschwingte Tangomelodien zum Entspannen und Dahinschmelzen nach einem stressigen Arbeitstag.

Der Kopf hat Pause, der Körper bestimmt, wo es langgeht. Bis zu jenem wunderbaren Moment, wo sich alles federleicht anfühlt und wie von selbst fließt, man sich ganz auf den Partner einschwingt. Ein  halbes Dutzend Tanzpaare jungen und mittleren Alters steht mit ihm auf der Tanzfläche im Dresdner Studio 24, das seit nunmehr 15 Jahren besteht. Seine Tanzschule für argentinischen Tango hat Jens Klant in einem ehemaligen Fabrikraum im Hinterhof der Großenhainer Straße 29 eingerichtet. Ein heller gemütlicher Raum mit Säulen, Kugellampen und großem Wandspiegel. Am Rand der Tanzfläche stehen schwarze Tische und Stühle mit Kerzen und Weingläsern, Sofas und ein Tresen. Nach den Tanzkursen an mehreren Abenden in der Woche für Anfänger und Fortgeschrittene finden Freitag abends, ab 21.30 Uhr Milongas, offene Tanzabende statt. Dann ist der Raum in warmes rotes Licht getaucht.

Drei Tangostudios gibt es zurzeit in Dresden. Das La Academia in Leubnitz, das Studio 24 und das Tres Tangos auf der Dornblüthstraße. Und außerdem zehn feste Tanzorte für Liebhaber dieses Tanzes. Das sorgt auch für Abwechslung in der Dresdner Tangoszene mit inzwischen rund zweitausend regelmäßig Tanzenden. Nach Berlin ist Dresden die zweitgrößte Tango-Stadt in Ost-Deutschland, so Jens Klant. Seit Sommer 2016 unterrichtet er gemeinsam mit seiner Tanz- und Lebenspartnerin Claudia Wendler im Studio 24. Ihr gemeinsames Kind kommt Ende Juni auf die Welt. Solange hält sie sich weiterhin mit Tango in Schwung. Anfang April eröffnet sie ein eigenes Tangostudio auf der Liststraße 8, das sie auch für weitere Tanzangebote vermieten will. Dort soll es bald auch Tango-Nachmittage für Familien geben.

„Die Szene ist sehr bunt und offen, vom typischen Neustädter Studenten im legeren Outfit bis zu Tanzpaaren, die viel Wert auf gepflegte Tangokleidung legen“, erzählt Jens Klant. Er ist 45 Jahre alt und Berufschullehrer. Das Studio 24 ist seine Passion. Das Schöne am Tango sei nicht nur die Vielfalt der Bewegungen. „Es ist auch ein sehr sozialer und geselliger Tanz, bei dem viel gewechselt wird, man schnell Leute kennen lernt und in die Tanzszene hineinkommt“, so Klant.

Außerdem kennt Tango keine Altersgrenzen. Die ältesten Tanzschüler von Jens Klant sind 75 Jahre alt. “Mir gefällt am Tango, dass dabei das Körpergefühl auch trainiert wird, das in sich Hineinhorchen und aufeinander hören. Es ist ein schönes Event in der Woche, wo man innig zusammen ist, viel geübt, aber auch gelacht wird“, sagt Sarah Graefe, Musikstudentin für Violine an der Dresdner Musikhochschule. „Etwas zusammen tun, das sich gut anfühlt, ohne Perfektionsanspruch“, das mag auch ihr Freund Jeanluca Caliva neben seinem Gitarrenstudium am Tangokurs. Sie tanzen seit anderthalb Jahren gemeinsam.

Sigrid und Thomas Mickan, beide 60, tanzen seit fast zehn Jahren Tango, den sie das erste Mal auf einer Urlaubsreise in Finnland erlebten. Wieder zuhause entdeckten sie dann das Studio 24. „Wir haben uns zu Workshops angemeldet und sind dabeigeblieben. Ich liebe diesen Tanz und es soll auch schön aussehen, dann blende ich den Alltag komplett aus“, erzählt sie. Die Kunst beim Tango ist das Führen, das der Mann übernimmt. “Man muss schon eine Weile üben, um locker und leicht zu führen“, weiß Thomas Mickan.

Der erste Tango-Nachmittag „Mit Kind und Kegel“ für Tango tanzende Eltern und Paare startete vor einem Jahr in einem Raum im Kino in der Fabrik (KIF) auf der Tharandter Straße. „Dieses Angebot fand mehrere Male sonntags statt, mit einigem Aufwand für die Kinderbetreuung, Spiel- und Bastelecke und Wickeltisch. Der Raum war voll. Doch die Veranstaltung rentierte sich nicht, daher überlegen wir ein neues Konzept, da wir dieses Angebot gern weiterführen wollen und auch Bedarf vorhanden ist“, sagt eine der Initiatorinnen, Mona. Sie hat selbst zwei kleine Kinder und legt monatlich beim „Tango in der Fabrik“ im Schwarzen Salon“ im KIF Musik auf. Das nächste, zugleich letzte Mal vor der Sommerpause am 8. April, ab 21 Uhr. Um 20 Uhr gibt es eine kostenlose Einführung in den Tanz mit dem Studio 24.

Neuer Treffpunkt: Café „Tango und Cake“ im Zentralwerk

Ein neues Tanz-Café für Familien und Paare: „Tango und Cake“ lädt seit Februar monatlich sonntags von 16 bis 19 Uhr im Zentralwerk im Hof der Riesaer Str. 32 ein. Ein gemütlicher Raum im Souterrain. Die Tanzfläche ist voll. Paare und Eltern mit Kleinkindern stehen, tanzen oder sitzen auf Sofas. Hinten im Raum ist ein Platz für die Kleinen und ihre Eltern eingerichtet mit Matten zum Lümmeln, Spielzeug, Malsachen und Büchern. Zwischendurch tanzt auch mal ein Kind vergnügt hinter den Erwachsenen her. Der Veranstalter Tom Schröder und seine Lebensgefährtin Kati sind selbst tangobegeisterte Eltern eines zweijährigen Sohnes. Es gibt Kaffee, Saft und selbstgebackenen Kuchen. Tom legt die Musik auf, von klassischem bis Elektro-Tango.

Über das große Interesse am neuen Tango-Café auch für Familien freuen sich beide sehr. Außerdem können sich Tangobegeisterte jeden 2., 3. und 4. Mittwoch im Monat, ab 21.15 Uhr im Zentralwerk zur Milonga (mit Einführung) treffen und es sind auch Tanzkurse geplant, so Tom, der als EDV-Kaufmann und Tangolehrer tätig ist. Bettina und Norbert tanzen mit Töchterchen Paulina im Arm und später zu zweit. „Es findet sich immer jemand, der bei ihr auf der Spieldecke bleibt“, sagt sie. Sie waren auch schon bei einem Tango-Camp im Sommer bei Halle, wo viele Eltern mit Kindern dabei waren, die im Freien herumtollen konnten, und mit Babyphon im Zelt. Katja hat ihre beiden Söhne Ole (7) und Leo (9) ins Tango-Café für Familien Zentralwerk mitgebracht. Der Kleine führt sie auch schon umsichtig auf der Tanzfläche. Er hat sich bereits viel von den Großen abgeschaut. „Ich finde diese Möglichkeit gut“, sagt Katja. „Außerdem ist es mir wichtig, dass die Kinder mich auch außerhalb von Haushalt und Kochen erleben und wissen, dass ihre Mutter auch ein eigenes Leben und Spaß hat.“

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter www.24tangos.de

Veranstaltungstipps
  • Vom 28.3. bis 2.4. findet das TangoFest Dresden statt mit vielen Workshops mit internationalen Tanzlehrern, Milongas, Tanz-Cafés und Tangoball am Sonnabend im Parkhotel auf dem Weißen Hirsch.
    Das vollständige Programm steht unter  www.TangoFest-Dresden.de
  • Weiter geht`s mit dem KraftwerksTango am 7.4. in der Kunsthalle des         Kraftwerks Mitte. Einlass: 19 Uhr. Mit Konzert mit dem Duo „Amoratado“ & Clementina Culzoni (voc) um 20 Uhr und Milonga mit DJane Mara ab 22 Uhr.
    Infos unter: 0174 – 66 44 262
    Kartenvorverkauf: T1 – Bistro und Café in der Pförtnerloge,
    Wettiner Platz 7
  • Europas größtes Akkordeonorchester, das Gran Orcquesta De
    Carambolage spielt am 29.4., ab 20 Uhr Tangomusik zum Zuhören und Tanzen in der Johannstadthalle, Holbeinstr. 68 in Dresden-Johannstadt
    http://www.fermate.cc/juergen-karthe/pages/granorquestacarambolage

 

 

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Nach der Buchmesse: Litauen zeigt „Oper im Dunkeln“ und Filmprogramm

26 Sonntag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Film, Literatur, Musik

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Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017 zieht Bilanz

Zum Ende der Leipziger Buchmesse am heutigen Sonntagabend zieht das Team des Schwerpunktlandes Litauen eine überaus positive Bilanz.

Aušrinė Žilinskienė, Direktorin des Litauischen Kulturinstituts, freut sich: „Der Auftritt Litauens in Leipzig war ein sehr großer Erfolg. Wir waren überwältigt von den vielen Interessenten an unserem Messe-Stand, und auch die litauischen Literatur- und Rahmenveranstaltungen waren gut besucht. Unsere Autorinnen und Autoren freuten sich über die hohe Aufmerksamkeit und die vielen inspirierenden Begegnungen. Herzlich möchten wir uns dafür bedanken, mit welcher Begeisterung Litauen in Leipzig empfangen und aufgenommen worden ist – in der Leipziger Innenstadt, in Straßenbahnen wurden wir auf Litauen angesprochen und Leipziger Restaurants überraschten mit litauischen Köstlichkeiten auf ihren Speisekarten. In litauischen Farben gekleidete Manga-Convent-Figuren kamen an unseren Stand, sogar der Messechor hat litauische Lieder gesungen. Ein herzliches Dankeschön zudem an unsere Partner und Förderer und ganz besonders an das großartige Team der Leipziger Buchmesse!“

Auch über die Leipziger Buchmesse 2017 hinaus wird Litauen in Leipzig noch präsent sein: Ausklingen wird der Länderauftritt mit einer „Oper im Dunkeln“ und mit einem spannenden litauischen Filmprogramm:

Am 29. und 30. März findet je um 20 Uhr im Lofft (Lindenauer Markt 21) die Monoper im Dunkeln „Confessions“ statt. Die Künstler Rūta Vitkauskaitė (Komponistin, Litauen), Jens Hedman (Komponist, Schweden) und Åsa Nordgren (Sopran, Schweden) gründeten die Spatial Opera Company. Für „Confessions“ erweitern sie die akustischen Möglichkeiten des Raums und damit die Wirkung auf die individuelle Einbildungskraft. Ihr siebenteiliges Libretto umkreist die Todsünden Habgier, Hochmut, Völlerei, Neid, Zorn, Wollust, Trägheit. Dabei wird das Visuelle komplett ausgeblendet: Alle Zuschauer tragen während des gesamten Stücks eine Augenbinde, um die Fantasie anzuregen und im Kopf intensive emotionale Bilder entstehen zu lassen.

Vom 3. bis 6. April, je 19 Uhr, werden in der Schaubühne Lindenfels (Karl-Heine-Straße 50) litauische Kinofilme gezeigt: Ein Oscar prämierter Stummfilm, eine Familiengeschichte, ein Episodenfilm und eine Romanverfilmung als Rockoper: Die vier „litauischen Film-Geschichten“ aus verschiedenen Genres umspannen beinahe ein Jahrhundert. „Sonnenaufgang“ (3.4.) zählen viele Filmhistoriker zu einem der zehn schönsten Filme aller Zeiten. „Für immer zusammen“ (4.4.) zeigt disparate Lebensentwürfe, „Wenn wir vom KGB reden“ (5.4.) handelt von Verbrechen der Sowjetzeit und wiedererrungener Freiheit und „Teufels Braut“ (6.4.), einer der populärsten und eigentümlichsten Filme Litauens, basiert auf einer nationalen literarischen Legende.

www.litaueninleipzig.lt

Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017 wird veranstaltet vom Lithuanian Culture Institute und der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium der Republik Litauen, dem Kulturrat Litauen, der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, dem Litauischen Verlegerverband, dem Staatlichen Tourismusamt Litauen sowie dem Goethe-Institut Litauen.

Text + Fotos: Pressestelle Leipziger Buchmesse und
Vlada Kalpokaitė, Communication coordinator
Lithuanian Culture Institute

 

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Mit Wodka & Humor: Aus dem Tagebuch des Karrusselführers und Poeten Pratajev

17 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik, Poesie

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Lasen mit viel russischem Witz und Seele die Geschichten über Pratajev bei Büchers Best: Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz, musikalisch begleitet von Rainer Herbert Herzog an der Erlenholzgitarre und einem Trommelschemel.

Kennen Sie Pratajev?, so lautet der Titel des neuen Programms des Dresdner Erzählkunst-Duos Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz. Diesmal musikalisch verstärkt durch den Musiker und Sänger Rainer Herbert Herzog, der eine Budjonny-Mütze mit rotem Stern trug und Lieder wie den Ohrwurm „Katjuscha“ auf deutsch und russisch zur Gitarre nebst Trommel- und Marschklängen beisteuerte. Gemeinsam sorgten sie im äußeren Erscheinungsbild, samt Souvenirs, witzig-deftig lebensprallen Gedichten und Geschichten über Pratajev, dem Dichter, Sänger, Karusselführer im Auf und Ab des Lebens, Hilfszahnarzt, Wodkavernichter und Jungfrauenversteher, bis zum obligatorischen Gläschen Wodka in der Pause mit Hingabe für russische Stimmung bei ihrer gut besuchten Lesung am Mittwochabend in der Buchhandlung Büchers Best in der Äußeren Neustadt.

Pratajev sei einer der noch zu hebenden Schätze des russischen Literatur- und Liedgutes, sagte Jörg Stübing, Inhaber von Büchers Best, für den dieser ebenso eine Entdeckung ist. Er überreichte dem Erzähler-Duo die erste kleine Broschüre des legendären Dichters, die 1997 erschien und nur noch antiquarisch erhältlich ist. Doch inzwischen gibt es schon ein neues Buch mit Pratajev-Geschichten, aufgeschrieben von Frank Bröker und Holger Makarios Olev, die gleichzeitig als „The Russian Doctors“ mit Texten Pratajevs musikalisch unterwegs sind.

Mehr Text dazu folgt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.pratajev-gesellschaft.de

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Von Monet, van Gogh zu Klimt: Kunst in Bewegung in multimedialer Ausstellung

15 Mittwoch Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Musik

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Wenn Bilder auf den Leinwänden lebendig werden

Die multimediale Kunstschau „Monet2Klimt“ in der Helios Hall der Zeitenströmung in Dresden bringt berühmte Gemälde auf sinnliche und zeitgemäße Weise den Besuchern näher.

Bewegte Bilder, die zauberhaft vor dem Auge des Betrachters erstehen im Rausch der Farben und Formen, die digital lebendig werden auf Leinwänden und räumlich erfahrbar, atmosphärisch untermalt mit Musik von Eric Satie über Beethovens Ode an die Freude, Sibelius, Vivaldi u.a., versammelt seit gestern die Ausstellung „Monet2Klimt – Art in Motion“ in der Helios Hall der Zeitenströmung (Halle 7B) auf der Königsbrücker Straße 96 in Dresden. Hier kann man berühmte Gemälde von Klimt, van Gogh und Monet auf besondere Weise erleben.

Gestaltet hat die 45minütige, multimediale Schau, die große Kunst auf neue, ebenso sinnliche wie zeitgemäße Art präsentiert, eine Künstlergruppe aus Grafikern und Kompositoren aus Estland. Faszinierend, eindrucksreich und dezent abgestimmt, wirken in fließenden Übergängen Farbtöne und Klänge aufeinander von sanft, verhalten, romantisch, beschwingt bis expressiv-temporeich. Einen Tick zu viel Action sind die Blitz- und Donnergeräusche bei einem Bild, das ein Schiff im Gewitter auf hoher See zeigt und mehr an filmische Animation erinnert. Ein Bild sollte doch mit seiner Aussage für sich sprechen.

„Mit dieser multimedialen Art der Ausstellung wollen wir ein breites Publikum erreichen. Besucher die Hemmschwellen vor Galerien und Kunstmuseen haben, junge Leute, die nicht wissen, wer van Gogh ist genauso wie Technikfans“, sagte Anthony Stavchanskyy, Project Director zur Eröffnung der Ausstellung „Monet2Klimt“ in Dresden.

Der Betrachter kann im Raum umher wandeln,  in die wunderbaren Bilderlandschaften eintauchen, ins Paris zu Monets Zeiten mit Sommerfrische am Meer und an seinen Seerosenteichen vorbei spazieren, van Goghs farbenprächtige Blumenstillleben und Landschaften genießen und die ausdrucksreichen figürlichen Szenen von Klimt wie sein berühmtes Liebespaar sehen.

Wer sich auf diese Art mehrdimensionaler Kunstbetrachtung einlassen kann, die Ausstellung nicht nur als Technikspielerei sieht, sondern auch die neuen visuellen Möglichkeiten, die einen neuen Blick auf die Werke eröffnen, der wird mit einem besonderen Seherlebnis belohnt. Ein Angebot für alle, kleine und große Besucher, Kunstkenner, Neugierige und Genießer.

Zu sehen ist die Bilder-Schau, die zum Erleben und Entdecken mit allen Sinnen einlädt, offiziell ab Freitag, den 17. März. Täglich von Mo bis So. von 10 bis 20 Uhr. Drei Monate läuft die Schau in Dresden. Tickets gibts bei Dresden Information u.a. Vorverkaufsstellen. Weitere Infos unter http://www.monet2klimt.de

Die Ausstellung wurde bis 25. Februar 2018 verlängert.

Text + Fotos (lv)

Lilli Vostry von meinwortgarten.com wandelte in den Bilderlandschaften.


Anthony Stavchansky, Projektmanager der Ausstellung „Monet2Klimt“

Eingehüllt in Kunst

Multimediale Ausstellung „Monet2Klimt“ in Dresden bis Ende des Jahres verlängert

Die multimediale Ausstellung „Monet2Klimt“ präsentiert noch bis Ende Dezember 2017 bekannte Werke von Claude Monet, Vincent van Gogh und Gustav Klimt auf dem Gelände der Zeitenströmung (Königsbrücker Straße 96, Halle 7B) in Dresden. Auf einer 360°-Leinwand können die Besucher von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 Uhr bis 19 Uhr, einen völlig neuen Einblick in das künstlerische Schaffen der drei Maler erleben.

Die 45-minütige Show stellt selbst kleinste Details der Bilder heraus und animiert diese zu immer neuen Collagen. Unterlegt von klassischer Musik, die größtenteils aus der Entstehungszeit der Gemälde stammt, werden einzelne Bilder stimmungsvoll in Szene gesetzt. Bekannte Melodien, etwa Bedřich Smetanas „Die Moldau“ oder Ludwigs van Beethovens Vertonung der „Ode an die Freude“, lassen den Besucher tief in die Atmosphäre vergangener Zeiten eintauchen: Monets Blumenmeer, untermalt von einem seichten Klangteppich, wandelt sich in wenigen Minuten zu einem übergroßem Totenkopfdetail aus Klimts Arbeit „Tod und Leben“, begleitet mit bedrohlich-dramatischen Tönen.

Bewusst will die Ausstellung kein kunsthistorisches Museum sein, sondern sie stellt die Wirkung der Malerei in den Mittelpunkt. „Unsere Gäste sollen die Kunst richtig wahrnehmen. Sie sollen sich auf die vielfältigen Farben und Formen einlassen. Aus diesem Grund haben wir drei Künstler ausgesucht, deren Werke perfekt für die Leinwand sind“, erklärt der Projektmanager der veranstaltenden RENAISSANCE GmbH, Anthony Stavchanskyy. „So nah wie bei uns kommen sie den Gemälden in keiner Galerie. Im Original sind es kleine Bilder, bei uns sehen sie diese 3 mal 6 Meter groß“, berichtet Stavchanskyy. Besonders für Besucher, die sich bisher wenig mit den Klassikern der bildenden Kunst auseinandergesetzt haben, ist diese Ausstellungsweise interessant. Auf Anfrage können Interessierte ausführliche Informationen zu den Künstlern und den gezeigten Werken via E-Mail erhalten.

Das nun verlängerte Programm hält auch einige Neuerungen bereit: Die Ausstellung kann zusätzlich immer freitags von 19 Uhr bis 24 Uhr besichtigt werden. „Das ist ein besonderes Angebot, gerade für die arbeitende Bevölkerung und junge Menschen, die unter der Woche weniger Zeit haben. Im Gegensatz zu klassischen Kunstausstellungen können sich unsere Gäste auch gern ein Glas Wein oder Bier mitbringen und es sich gemütlich machen. Wenn sie alles in Ruhe auf sich wirken lassen wollen, können sie gut zwei Stunden bei uns verbringen“, erklärt Stavchanskyy. Zudem wird am Freitagabend nur der halbe Eintrittspreis erhoben. Neu ist auch ein Kombi-Ticket mit der benachbarten Ausstellung der Terrakotta-Armee. Dieses ist zum Vorteilspreis von 19 Euro vor Ort erhältlich. Alle Tickets (außer das Kombi-Ticket) können auch auf der Homepage (www.monet2klimt.de), bei Eventim (www.eventim.de) und allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Der Eintritt beträgt an Wochentagen 10,50 Euro (ermäßigt 9 Euro, Kinder 6 Euro), an Wochenenden bezahlen Erwachsene 12 Euro (ermäßigt 10 Euro, Kinder 7 Euro).

Text: Medienkontor Dresden

Weitere Infos: www.monet2klimt.de

 

 

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Schraubenyeti rockt den Kultur-Bahnhof Radebeul

10 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik

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Schraubenyeti gibt den Auftakt zu neuer Veranstaltungsreihe im Radebeuler Kultur-Bahnhof.

Mit „Schraubenyeti & Das Mammut“ findet am 17. März, um 20.00 Uhr der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe „Im Konzert – Zum Gespräch“ im Radebeuler Kultur-Bahnhof statt.

Der Musiker Martin Lischke alias Schraubenyeti hat Räder an sein Klavier geschraubt, um dort singen zu können, wo andere den Grill anwerfen – In Parks, auf Wiesen oder auf Alpengipfeln. Nun rollt er sein Klavier in den Radebeuler Kultur-Bahnhof und begeistert das Publikum mit melodischem Gefühl und rauem, ehrlichem Folk. Seine Band „Das Mammut“ verleiht der Musik eine zusätzliche Kraft, die sie zum Folk-Rock werden lässt. Ohne Verzerrer oder Strom, dafür mit dreistimmigem Satzgesang, Kontrabass, Trommel, verschiedensten Saiteninstrumenten und Klavier schenken sie den ausschließlich selbstgeschriebenen Songs ein außergewöhnliches Klangfeuer.

Neben mehreren Konzertabschnitten lernen die Besucher die Musiker in Gesprächen und kurzen Interviews näher kennen. In einem musikalischen Quiz stellen Musiker und Publikum zudem ihr Wissen unter Beweis.

Ticket-Reservierungen werden unter der Telefonnummer 0351 / 830 52 32 entgegengenommen

Mehr Informationen:

www.kulturbahnhof.radebeul.de

www.facebook.com/KulturbahnhofRadebeul.

Text:  Ina Dorn, Amt für Kultur & Tourismus,
Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul

Foto: Paul Glaser

 

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Klazz Brothers & Cuba Percussion: In der Welt des Tango

06 Montag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik

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Leidenschaft trifft Lebensfreude

Klazz Brothers & Cuba Percussion entdecken im Dresdner Salon Brockmann und Knoedler den Tango.

Neues von den „Meistern des Crossover“: Klazz Brothers & Cuba Percussion freuen sich, ihr neues Programm TANGO MEETS CUBA zu präsentieren. Darin machen sie sich auf die Spuren der Altmeister des Tangos, Astor Piazolla und Carlos Gardel. Das Programm startet am 13. März, um 19 Uhr im Dresdner Salon Brockmann und Knoedler im Quartier Frauenkirche. Noch sind wenige Restkarten erhältlich.

Seine Neugier auf andere Kulturen und deren Musiktraditionen hat das Quintett einmal mehr zu einem spannenden Experimentierfeld geführt: Im aktuellen Programm verbindet es Sinnlichkeit und Intensität des Tangos mit der sprühenden Lebensfreude kubanischer Rhythmen und dem Reichtum europäischer Musiktradition.

Die musikalischen Wurzeln Argentiniens und Kubas liegen in europäischer und afrikanischer Musikgeschichte, die über den Atlantik getragen und dort zu traditioneller Musik umgewandelt wurde. Diesen Kreis schließen die Arrangements von Klazz Brothers & Cuba Percussion und erschaffen so eine einzigartige Musiksprache. Es gelingt ihnen, in den neu entstandenen Werken mit dem Erbe der europäischen Klassik eine Musik zu entwickeln, die Klarheit, Stolz und Stärke vereint, Emotion und Toleranz zulässt – und mit Freiheit und Authentizität begeistert.

Bereits in ihren vorigen, gefeierten und mit diversen Preisen dekorierten Programmen, zuletzt CLASSIC MEETS CUBA, sorgten die Musiker für ein Treffen der besonderen Art: Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms und Tschaikowsky trafen auf kubanische Rhythmen und exzellente Jazzimprovisationen. Quincy Jones, der preisgekrönte Jazz-Musiker und einst Produzent von Größen wie Michael Jackson, brachte seine Begeisterung kürzlich auf den Punkt: „Unglaubliche Musiker, eine fantastische Band, eine großartige Show. Ich liebe es.“ Mit ihrem Programm TANGO MEETS CUBA beweist das Ensemble aufs Neue, dass es auch alte Hasen der Musikwelt mit seiner Musik und dem ganz besonderen Crossoversound überraschen kann.

JAZZnoTALK – der Name ist hier in mehrerlei Hinsicht Programm. So besteht jeder der Abende aus einem Konzertteil (noTALK) sowie im Anschluss daran aus einem moderierten Gespräch (TALK) mit dem Künstler des Abends. Zum Ausklang schließt sich eine Artist-Session an – die Sessionband der Dresdner Hochschule für Musik heißt dazu musikalische Gäste willkommen. Auch der Hauptkünstler des Abends wird in der Session noch einmal zu erleben sein.

Die Session steht nach etwa 21 Uhr bei freiem Eintritt auch Gästen offen, die zuvor nicht das Konzert besucht haben.

Nächster Termin JAZZnoTALK:
23.10.17 Gaby Moreno/Marion Fiedler mit “Illusion”

Tango meets Cuba

Das nächste Konzert findet am 28. August im Kulturpalast Dresden statt.

Text: Medienkontor
Foto: Mirko Jörg Kellner

Weitere Infos: www.jazznotalk.de und www.brockmannundknoedler.de

 

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Lesung mit Musik: Erinnerung an den geheimnisvollen russischen Poeten Pratajev

03 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik

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Eine kleine, aber feine Lesung mit Musik gibt es am 15.März, um 20:30 Uhr  in der wohl beliebtesten Dresdner Buchhandlung Büchers Best: In ihrem Programm fragen Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz, begleitet von Rainer Herbert Herzog an der Gitarre:
„Kennen Sie Pratajev?“
Mit S.W. Pratajew (1902 – 1961) bekommt einer der großen apokryphen russischen Dichter damit das Podium, das ihm gebührt.

Trotz einer geradezu kulthaften Verehrung Pratajews durch die einfache Bevölkerung, in deren Herzen und Hirne er sich, mit freundlicher Einwilligung des Dorfsowjets, so eindringlich einschreiben konnte, drohte ihm, nach seinem mysteriösen Tod während einer Gruftbesichtigung das Vergessen.

Dagegen erfolgreich angekämpft zu haben, ist das Verdienst der Pratajevgesellschaft.e.V., aus deren Reihen herausragende Mitglieder an diesem informativen und poetisch hochwertigen Abend Auszüge aus Pratajevs Werken lesen, den aktuellen Stand der Pratajev-Forschung rekapitulieren und insbesondere auf sein außerliterarisches Wirken als Mineralquellenbesitzer, Hilfszahnarzt und Karussellführer eingehen.

Unter Beteiligung eines Erlenholzgitarristen und Sängers werden die literarischen Schönmalereien hingebungsvoll in russischer Manier begleitet. Achtung: kann Spuren von Knoblauch enthalten.

Na storovje!

Text: Solvig Frey

http://www.buechersbest.de/Veranstaltungen/955108180/SW-Pratajew–Papier-und-Papirossa
http://www.solvig-frey.de
http://www.pratajev-gesellschaft.de
 

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Spannende Entdeckungen in der Sammlung „Terra mineralia“ in Freiberg

28 Dienstag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Lebensart, Musik, Theater, Unterwegs

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In der Silberstadt Freiberg kann man in die Geschichte des Bergbaus eintauchen und in einer Sonderausstellung in der Mineraliensammlung werden die Besucher zu Detektiven in einem Kriminalfall.

„Glück auf“: So grüßen sich die Freiberger noch heute.
Mit ihrem komplett restaurierten und denkmalgeschützten Altstadtensemble gilt die Stadt am Fuße der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori als einer der schönsten Orte Sachsens.
Im Stadt- und Bergbaumuseum am Untermarkt können Besucher Kostbarkeiten aus der Historie der Silberstadt entdecken. Im Besucherbergwerk „Reiche Zeche“ fahren sie wie die Bergleute mit dem Förderkorb 150 Meter hinab in den Schacht und erleben auf geführten Touren eines der bedeutendsten Silberbergwerke Sachsens.

Lebendig wird die bergmännische Tradition jährlich bei den Aufzügen der traditionellen Bergparade zum Bergstadtfest am letzten Juni-Wochenende und während des erzgebirgischen Christmarktes. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist außerdem das Schloss Freudenstein, das als Burg zum Schutz des Silberbergbaus errichtet wurde, mit der Ausstellung „terra mineralia“. Dort sind mehr als 3 500 farbenprächtige Minerale, Edelsteine und Meteoriten von fünf Kontinenten zu bestaunen. Zurzeit gibt es dort eine erlebnisreiche, spannende und interaktive Sonderausstellung, bei der kleine und große Besucher zu Detektiven werden unter dem Titel: „CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia“ (vom 12. April bis 27. August zu sehen). Die Kleineren ab sechs Jahren helfen Gecko Gustav, einer Eidechse aus Madagaskar und Haustier von Prof. Bauer, bei der Suche nach seinem Stein. An zwölf Stationen der Sonderschau tauchen Touristen und Schulklassen in die Welt der Seltenen Erden, in Bergbau und globalisierte Ressourcennutzung ein.

Mit dem Mittelsächsischen Theater besitzt Freiberg außerdem – seit 1791 – das älteste Stadttheater der Welt. In der warmen Jahreszeit lockt der Theaterzauber auf der neu errichteten Seebühne Kriebstein. Zurzeit umgebaut wird das Wohn- und Werkstatthaus Gottfried Silbermanns, das im Sommer wieder zugänglich sein soll. Vier Orgeln des berühmten Meisters sind in Freiberg erhalten: je eine in St. Petri und St. Jacobi und zwei im Dom mit reicher Innenausstattung. In die Freiberger Historie eintauchen kann man bei einem Stadtrundgang, wo man mehr über Lebenswerk und Lebenswandel des weltberühmten Orgelbaumeisters erfährt, augenzwinkernd ausgeplaudert von seiner geschwätzigen Haushälterin, und bei ihr auch einen echten Freiberger Silberkräuter und ein Stück der legendären Freiberger Eierschecke probieren kann. Spannendes zur Entstehung der Silberstadt und der traditionsreichen Geschichte des Freiberger Biers hält eine Führung mit einem Braumeister mit Verkostung bereit.
Bei den Silbermanntagen 2017 (vom 6. bis 17. September) locken wieder Konzerte mit internationalen Stars der Orgelmusik und Spitzenensembles Musikfreunde aus aller Welt nach Freiberg.

Text: (lv)

Foto: Sammlung „terra mineralia“

Weitere Infos unter http://www.freiberg-service.de

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Malerische WanderWelten und prächtige Kamelien in Pirna

28 Dienstag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Kultur, Musik, Unterwegs

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Die Schweiz(en) in Malerei, Grafik und Wagners Werk zeigt eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Pirna und in den Richard-Wagner-Stätten Graupa (ab 9. April zu sehen) und natürliche und kunstvolle Kamelien erblühen im Landschloss Zuschendorf (ab 4. März).

Die wild-romantische Landschaft der Sächsischen Schweiz hat Künstler schon immer magisch angezogen und zu ihren Werken angeregt. Auf ihren Spuren können die Besucher der neuen großen Sonderausstellung „Inspirierende WanderWelten – Die Schweiz(en) in Malerei, Grafik und Wagners Werk“ im Stadtmuseum Pirna und in den Richard-Wagner-Stätten Graupa wandeln (ab 9. April zu sehen).

„Noch nie gezeigte Schätze aus der Grafiksammlung des ,Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz` und zahlreiche authentische Exponate zu Wagners Wanderungen werden in beiden Museen zu sehen sein“, sagt Christian Schmid-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna. Der Komponist Richard Wagner war ein leidenschaftlicher Wanderer, der nach seiner Flucht aus Sachsen in der Schweiz in höchst anspruchsvollen Touren die Berge erkundete. Bereits in seiner Dresdner Zeit war er viel in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz unterwegs. An beiden Orten gewann er tiefgreifende Eindrücke, die er später in seinen Werken szenisch und musikalisch umsetzte. Im Museum in Graupa sind Wagners Wanderrouten auf historischen Karten dargestellt. Seine damit verbundenen inneren Bilder, die er in seinen Musikstücken umsetzte, sind in Grafiken, Zitaten, Musikbeispielen und Bühnenbildmodellen skizziert.

Zeitgleich zeigt das Stadtmuseum Pirna in einer separaten Ausstellung bedeutende Bilder aus seiner Kunstsammlung, die auf den 1878 gegründeten Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz zurückgehen, bei dem wissenschaftliche und soziale Interessen mit ausgeprägtem Kunstsinn zusammentrafen. Die Zeichnungen, Kupferstiche, Radierungen und Lithografien sowie einige Gemälde werden nach aufwendiger Restaurierung nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Unter den Landschaftsansichten aus 200 Jahren befinden sich Werke von Matthäus Merian, Johann Alexander Thiele, Bernardo Bellotto, Adrian Zingg und Karl Gustav Täubert. Die Sammlung eröffnet dem Betrachter einen Blick in die Landschaft, so wie sie Wagner einst sah und wie sich die Landschaftsdarstellung seither verändert hat.

Ein Fest fürs Auge ist außerdem die XIV. Deutsche Kamelienblütenschau im Landschloss Pirna-Zuschendorf, zu der die Botanischen Sammlungen der TU Dresden einladen (vom 4. März bis 9. April). Zu sehen und bewundern sind in farbenfroher Pracht über 1 000 Einzelblüten, darunter eine Vielzahl historischer Sorten aus dem 19. Jahrhundert auf der 1 700 Quadratmeter großen Gewächshausfläche. Das Publikum darf zusammen mit der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft die allerschönste Blüte wählen. Ein besonderes Vergnügen ist diesmal für Pflanzenfreunde und Kunstliebhaber, dass vis à vis zu den lebendigen Blüten auch Kamelien in der europäischen Malerei aus der schlosseigenen Sammlung sowie Leihgaben zu sehen sind.

Hauptsächlich Ölbilder und Aquarelle, darunter die allererste gezeichnete Kamelienblüte des sächsischen Gärtners George Meister um 1682, ein Selbstbildnis mit Kamelienzweig der Dresdner Malerin Paula Modersohn-Becker um 1906/07 aus dem Museum Folkwang Essen, ein Stillleben mit weißen Kamelien und gelben Rosen von Wilhelm Lachnit von 1942 und ein Bildnis der aus Alexandre Dumas` Roman berühmten Kameliendame Alphonsine Plessis von Edouard Viénot. Im Festsaal ist das Maleratelier eines Bohème aufgebaut und im Vestibül ein Stilleben exotischer Blumen des ehemals Königlichen Gartens von Berlin nachgestellt. Aus den Pillnitzer Versuchsgewächshäusern kommen außerdem Edelpelargonien nach Zuschendorf. Diese Pflanzenschönheit soll noch bekannter werden und bald auch in einer Vielfalt neuer Sorten erblühen.
Text: (lv)

Fotos: Landschloss Zuschendorf

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Neue Literatur aus Litauen auf der Leipziger Buchmesse

21 Dienstag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik

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Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse präsentiert sein Programm: Rund 100 Autoren und Künstler treten in über 60 Veranstaltungen auf im März.

Auf der heutigen Pressekonferenz „Leipzig liest“ der Leipziger Buchmesse hat das Lithuanian Culture Institute unter der Leitung von Direktorin Aušrinė Žilinskienė das Programm des Schwerpunktlandes Litauen präsentiert sowie die litauischen Autorinnen und Autoren vorgestellt, die im März nach Leipzig kommen, darunter der Lyriker und Essayist Eugenijus Ališanka.

„Was verbindet so unterschiedliche Städte wie Leipzig und Troja?“, fragte Ališanka. „Erstens kann die Literatur Verbindungen auch dort schaffen, wo es gar keine gibt. Zweitens bereitet Litauen der Stadt Leipzig ein Geschenk – das Trojanische Pferd –, mit dem sich eine Truppe bewaffneter Autoren nach Leipzig drängt: bewaffnet aber nicht mit Schwertern und Speeren, sondern mit Büchern. Ich bin froh, einer dieses litauischen Trupps zu sein, und wünsche mir zugleich, dass die Stimme jedes einzelnen Schriftstellers gehört werde. Wenn überhaupt irgendwo, dann ist dies bestimmt in Leipzig möglich, denn Leipzig ist die Literatur-Stadt!“

„Die Literaturen kleinerer Sprachräume wie des Litauischen haben es schwerer, sich international durchzusetzen. Die Buchmesseschwerpunkte helfen, das Interesse der Verleger für die litauischen Titel zu gewinnen. Der deutsche Markt ist besonders wichtig für die Autorinnen und Autoren, weil er als Sprungbrett in die internationale Verbreitung gilt. Wir freuen uns, dass die litauische Literatur in diesem Jahr über den Länderauftritt Litauens in Leipzig deutlich präsent und unübersehbar ist“, so Aušrinė Žilinskienė, Direktorin des Lithuanian Culture Institute.

Rund 100 litauische Autoren und Künstler treten in über 60 Veranstaltungen auf. Zentrale Themen sind der litauischen Kultur, Geschichte und Politik gewidmet: der polyglotten Tradition der Stadt Vilnius und den Beziehungen Litauens zu seinen deutschen, polnischen und russischen Nachbarn. Darüber hinaus geht es um das Thema Ostpreußen, das zwischen der litauischen und deutschen Literatur eine wichtige Brücke bildete, über die Autoren wie Thomas Mann und Johannes Bobrowski wirkten. Zudem machen Grafiker, Komponisten, Buchgestalter, Musiker und Textildesigner neugierig auf die litauische Künstlerszene.

„Mit unserem Schwerpunktlandkonzept rücken wir bewusst kleinere literarische Landschaften ins Scheinwerferlicht“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Damit wollen wir die Aufmerksamkeit von Büchermachern und Lesern auf die vielfältigen europäischen Wirklichkeiten und Perspektiven erhöhen.“

Auf dem Messegelände werden litauische Bücher in Halle 4 D 300 präsentiert, ein weiterer Stand in Halle 3 G 400 widmet sich der jungen litauischen Grafikkunst. Studenten der Vilnius Art Academy laden hier in Workshops zum kreativen Gedankenaustausch. Das Autorenprogramm des Schwerpunktlandes findet auf der Messe, 23. bis 26. März, im Forum OstSüdOst, Halle 4 E 505, statt sowie an verschiedenen Orten der Innenstadt. Das kulturelle Rahmenprogramm, das litauische Künstlerinnen und Künstler gestalten, beginnt bereits vier Wochen vor Messestart:

Kulturelles Rahmenprogramm

Vom 23. Februar bis zum 6. April präsentiert das Lithuanian Culture Institute gemeinsam mit seinen Partnern ein Rahmenprogramm, das das Kulturland Litauen in seiner großen Vielfalt zeigt.

Experimentelle Klangkunst

Am 23. Februar wird junge experimentelle Klangkunst in der Schaubühne Lindenfels zu Gehör gebracht: die Orgelsafari-Chroniken von Arturas Bumšteinas. Der litauische Komponist reiste entlang der deutsch-tschechischen Grenze durch Sachsen, besuchte Kirchen und nahm deren Orgelmusik auf. Von dieser Reise mit all ihren überraschenden Begegnungen und Klängen erzählen die Orgelsafari-Chroniken. Die Installation kombiniert Videoprojektionen und Sprachperformances mit Original-Tönen und Improvisationen an selbstgebauten Instrumenten.

Nach Messeende, am 29. und 30. März, gibt es einen Nachklang des Buchmesseprogramms im Lofft: mit der Monoper im Dunkeln „Confessions“, präsentiert von der Spatial Opera Company. Das siebenteilige Libretto der Monoper umkreist die Todsünden Habgier, Hochmut, Völlerei, Neid, Zorn, Wollust, Trägheit. Alle Zuschauer tragen während des gesamten Stücks eine Augenbinde. Auf diese Weise werden ihre Klangerlebnisse verstärkt und intensive emotionale Bilder erzeugt.

Ausstellungen

In der Leipziger Baumwollspinnerei wird am 25. Februar die Kunst-Ausstellung „Oxymora“ gezeigt, die gleich drei Ausdrucksformen verbindet: Malerei, Text und Textildesign. Die Ausstellung, die bis zum 25. März zu sehen sein wird, zeigt eine Kollektion aus Grafiken, Malerei und Texten der Berliner Malerpoeten, einer 1972 von der in Litauen geborenen Künstlerin Aldona Gustas gegründeten Autoren- und Künstlergruppe. Ergänzend dazu werden Werke litauischer Gegenwartskünstlerinnen vorgeführt, die verschiedene Kulturtechniken eindrucksvoll verbinden: Tapisserie oder Stickerei mit Digitaldruck oder Videoanimation.

Vom 17. bis 30. März wird in der Galerie Hier + Jetzt eine Fotoausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Johannes Bobrowski gezeigt: „Johannes Bobrowskis Litauen: Beiderseits der Memel, zwischen Osten und Westen“ von Arturas Valiauga. Keiner repräsentiert die kulturelle Verbindung zwischen Deutschland und Osteuropa besser als Johannes Bobrowski, geboren im ostpreußischen Tilsit, verbrachte er die Sommer in Dörfern entlang der Memel. Der litauische Fotograf Arturas Valiauga besuchte Orte, in denen Bobrowski lebte und über die er schrieb.

Konzerte

Am 21. März tritt der akademische Mädchenchor „Liepaitės“ in der Leipziger Nicolaikirche auf und zeigt höchste Gesangskunst aus Vilnius. Die ‚Besten der Besten‘ zwischen 14 bis 17 Jahren geben unter der Leitung von Jolita Vaitkevičienė Konzerte in aller Welt. In der Nicolaikirche präsentieren die Sängerinnen litauische Volkslieder, Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Holst und anderen litauischen und internationalen Komponisten.

In der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ ist am 24. März ein Gesprächskonzert zu erleben: Vytautas Landsbergis spricht über den litauischen Künstler M. K. Čiurlionis und spielt dessen Werke am Klavier. Vytautas Landsbergis wurde an der Litauischen Musikakademie zum Pianisten ausgebildet. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit wurde Landsbergis zu Litauens erstem Staatsoberhaupt gewählt. Von 2004 bis 2014 Mitglied des EU-Parlaments, war er insgesamt 25 Jahre in Parlamenten tätig.

Filmkunst

Den Abschluss des litauischen Rahmenprogramms bilden vier Filmpräsentationen, 3. bis 6. April, in der Schaubühne Lindenfels: ein Oskar prämierter Stummfilm, eine Familiengeschichte, ein Episodenfilm und eine Romanverfilmung als Rockoper. „Sonnenaufgang“ zählen viele Filmhistoriker zu einem der zehn schönsten Filme aller Zeiten. „Für immer zusammen“ führt disparate Lebensentwürfe vor. „Wenn wir vom KGB reden“ handelt von sowjetischen Verbrechen und wiedererrungener Freiheit, und „Teufels Braut“, einer der populärsten Filme Litauens, basiert auf einer nationalen literarischen Legende.

 Autorenprogramm

Die Buchpräsentationen und Diskussionen des Autorenprogramms gestalten u.a.: der Lyriker und Essayist Eugenijus Ališanka, der Kulturgeograf Laimonas Briedis, der Lyriker Antanas A. Jonynas, der Essayist Laurynas Katkus, der Kulturhistoriker Rimvydas Laužikas, der Autor Kęstutis Navakas, der Lyriker Sigitas Parulskis, die Autorinnen Undinė Radzevičiūtė, Giedra Radvilavičiūtė und Renata Šerelytė, der Erzähler Alvydas Šlepikas, der Lyriker Rimvydas Stankevičius, der Lyriker und Menschenrechtler Tomas Venclova sowie der Grafiker, Illustrator und Essayist Mikalojus Vilutis, zudem deutsche Übersetzerinnen und Übersetzer wie Saskia Drude, Cornelius Hell, Markus Roduner und Claudia Sinnig.

Auch Themen des Kinderbuchmarkts sind vertreten, u.a. mit dem Kinderbuchautor und Illustrator Kęstutis Kasparavičius. Außerdem werden neu übersetzte litauische Klassiker präsentiert, darunter Grigori Kanowitsch, Jurgis Kunčinas, Romualdas Granauskas und Antanas Škėma.

Neue Literatur aus Litauen

Eine „Nacht der litauischen Literatur“ wird am 23. März im Schauspiel Leipzig/ Baustelle gefeiert: mit Autoren, Verlegern, Übersetzern und Musikern. Dabei sind moderne Romane und Erzählungen von Renata Šerelytė, Jurgis Kunčinas, Kęstutis Navakas, Grigori Kanowitsch u. a., präsentiert von ihren Autoren, Übersetzern oder Verlegern in Kurzlesungen und Gesprächen.

In Horns Erben heißt es am 25. März: „Wir sind die Neuen. Eine junge Autorengeneration stellt sich vor“. Auch, wenn jeder der 14 Autoren die Welt aus ganz eigener Perspektive betrachtet, haben sie etwas gemeinsam: Sie stammen aus einer Epoche, die man als das „sowjetische Litauen“ bezeichnet. Wie sich die Zeiten des Umbruchs in Literatur verwandeln lassen, zeigen sie in Prosa, Lyrik und Poetry-Slams.

Große Lyriker Litauens werden am 25. März in der „Nacht der litauischen Poesie“ vorgestellt. Im Schauspiel Leipzig/ Baustelle treten zehn Dichterinnen und Dichter auf: Rimvydas Stankevičius, Kęstutis Navakas, Gytis Norvilas, Antanas A. Jonynas, Giedrė Kazlauskaitė, Agnė Žagrakalytė, Aivaras Veiknys, Sigitas Parulskis, Laurynas Katkus, Eugenijus Ališanka. Sie lesen ihre aktuelle Lyrik, umrahmt von litauischen Klängen.

Vilnius: Herzstadt Litauens

„Vilnius, Wilno, Wilna, eine multikulturelle Stadt“ heißt die Diskussion am 24. März mit Tomas Venclova, Laimonas Briedis, Eugenijus Ališanka und Felix Ackermann. Jerusalem des Nordens, Zentrum polnischer Kultur, litauische Hauptstadt, belarussischer Sehnsuchtsort, Heimat russischsprachiger Einwohner: Vilnius ist ein Fixpunkt für viele Suchbewegungen, die in der Historie der Stadt ein Bergwerk für Rohstoffe sehen, aus denen heutige Erzählungen gemacht sind.

„Vilnius als Spiegelkabinett“ erklärt der Kulturgeograf Laimonas Briedis am 25. März. Selbst in Vilnius geboren und aufgewachsen ging er zum Studium nach Vancouver, wo er seit über 25 Jahren lebt. Der Blick von außen bestimmt auch „Vilnius. Reisen in die ferne Nähe“, mit dem Briedis internationales Aufsehen erregte. Virtuos verknüpft er Briefe, Tagebücher, Äußerungen von Napoleon, Dostojewski, Stendal, Döblin und anderen zu einer ganz persönlichen (Stadt-)Geschichte.

Litauen im Spannungsfeld der Politik

Gleich zu Beginn des Litauischen Messeprogramms, am 23. März, steht die Diskussion „Quo vadis, Europa? Außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen aus der baltischen Perspektive“, u.a. mit Linas Linkevičius, Außenminister der Republik Litauen. Das hochkarätige Podium diskutiert, welche außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen sich den Ländern Litauen und Deutschland stellen.

In der Bibliotheca Albertina geht es am 23. März um „Chiffren, Mythen und Schweigen in sowjetlitauischer und DDR-Literatur“, u.a. mit Tomas Venclova und Ines Geipel. Ob in annektierten Sowjetrepubliken wie Litauen oder in Satellitenstaaten wie der DDR: Als Dogma und Kanon war hier wie dort einzig der sogenannte sozialistische Realismus zulässig. Wie wirkte und wirkt sich das bis heute auf die Literatur beider Länder aus?

Über die Beziehungen zwischen Litauen, Polen und Russland diskutieren am 24. März im Forum OstSüdOst Tomas Venclova, Adam Michnik und Lilija Schewzowa. In der heutigen Kontroverse zwischen dem Westen und Russland heben sich die Stimmen Litauens und Polens aus dem Chor der europäischen Staaten heraus. Beide Länder dienten dem nach Demokratie strebenden Teil der russischen Gesellschaft als Orientierung.

Litauisch-deutsche Beziehungen 

Wie kaum ein anderer hat Thomas Mann die Verbindung zwischen Litauen und Deutschland befördert. Drei Sommer verbrachte er auf der Kurischen Nehrung. Heute beherbergt sein ehemaliges Domizil das Thomas-Mann-Museum und -Kulturzentrum. Am 23. März resümieren dessen Kurator Antanas Gailius und der Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Hans Wißkirchen den literarischen Ertrag der Niddener Sommer 1930 bis 1932 und sprechen mit Ruth Leiserowitz über die Perspektiven des Hauses.

Eine Diskussion über die „Wolfskinder: das geweckte Schicksal Ostpreußens“ steht am 25. März auf dem Programm – mit Alvydas Šlepikas und Ula Lachauer. Das Schicksal der sogenannten Wolfskinder war in Litauen und Deutschland weitgehend bekannt. Nun findet das tragische Kapitel der Nachkriegsgeschichte auch Einzug in die Literatur: „Mein Name ist Marytė“ von Alvydas Šlepikas oder „Salz für die See“ von Ruta Sepetys geben der Erinnerung an den Untergang Ostpreußens einen eigenen Raum.

Aus Anlass der Leipziger Buchmesse haben Rimvydas Laužikas und Antanas Astrauskas das Buch „Wie der gepökelte Stier nach Konstanz fuhr“ geschrieben: die erste Studie über die Wechselbeziehungen der litauischen und der deutschen Küche und ihrer kulinarischen Traditionen. Am 24. März lädt das Lithuanian Culture Institute zur Buchpremiere – „Meschkines, Schuppnis und Spirgel: das deutsch-litauische Verhältnis als Leib- und Magengeschichte“.

Alle Veranstaltungen und Informationen zu Autoren und Programm unter: http://www.litaueninleipzig.lt

Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017 wird veranstaltet vom Lithuanian Culture Institute und der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium der Republik Litauen, dem Kulturrat Litauen, der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, dem Litauischen Verlegerverband, dem Staatlichen Tourismusamt Litauen sowie dem Goethe-Institut Litauen.

Text: Pressestelle Leipziger Buchmesse

 

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