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Kategorien-Archiv: Projekte

Ausstellung „An die Säge, fertig, bunt.“ von Klaus Wiechmann im Deutschen Stuhlbaumuseum in Rabenau

06 Montag Mär 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Wohin geht die Reise… Eine Arche der Tiere und ein Kahn der fröhlichen Leute gehören zur farbreichen, vieldeutigen Figurenschar von Holzbildhauer Klaus Wiechmann. Fotos: Olaf Klepzig

Ein Kahn der fröhlichen Leute
und Soldaten an Drähten

Eine fröhlich bunte Figurenschar zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken zeigt die Sonderausstellung „An die Säge, fertig, bunt.“ mit Holzkunst von Klaus Wiechmann im Deutschen Stuhlbaumuseum in Rabenau.

Die farbenfrohe Häuserkulisse und ihre ebenso aussehenden Bewohner aus bemaltem Holz erinnern an den großartigen österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser und seine fantasiereiche, mehrdimensionale und visionäre Kunst und Architektur. Mit ihren nicht nur schnurgeraden, vor allem heiter beschwingten Fassaden, Türmen mit goldenen Kuppeln, Kringeln und farbigen Türen und Fenstern. Vor einem Turm mit Fanfaren und unten stehenden Schaulustigen strecken zwei  Frauen die Hände nach einem Kätzchen aus, das auf einer Mauerkante hockt. Ein kugelrunder König in blau-weißem Schachbrettmuster und eine Königin in rot weiß gepunktetem Kleid und grell grünen Haaren stehen selbstgefällig vor dem Schloss, während der Fuchs ums Haus schleicht, wo Hühner friedlich auf dem Fensterbrett sitzen. Die blass blaue Erdkugel hat einige notdürftig genähte Flecken, Häuser und Kirche stehen  obendrauf. Davor steht ein Mann mit erhobenen Armen und Zylinder wie ein Zauberer mit seinem Pinguin. Die Welt ist ein Dorf und Idylle und Schrecken, Freud und Leid liegen nah beieinander.

Davon erzählt die fröhlich bunte Figurenschar voll hintergründigem Witz, die sich tummelt in Grafiken, Objekten und Szenen in der derzeitigen Sonderausstellung „An die Säge, fertig, bunt.“ mit Holzkunst von Klaus Wiechmann im Deutschen Stuhlbaumuseum in Rabenau. Ein großer heller Rabe aus Holz weist am Bahnhof mit dem Schnabel Richtung Mühlberg, der hinauf zum Markt und dem Museum führt. Den hat der in Rabenau wohnende Bildhauer Olaf Klepzig gestaltet, ebenso die lebensgroßen, märchenhaften Figuren entlang des Sagen-Weges am Mühlberg und einen Stuhl-Träger am Museum. Dieser entstand gemeinsam mit originellen Stuhl-Objekten weiterer Künstler rings um das Museum innerhalb eines Kunstprojektes. Drinnen kann man auf zwei Etagen eintauchen in die reichhaltige Historie des Stuhlbaus und wertvolle Sitzmöbel verschiedener Stilepochen der Rabenauer Fertigung, Holzbildhauerarbeiten und Flechtmuster bewundern. Außerdem sind alte Werkzeuge und Maschinen zu sehen in der Schauwerkstatt in einem schönen Kreuzgewölberaum im Erdgeschoss des Stuhlbaumuseums, das letztes Jahr sein100-jähriges Bestehen feierte.

Die Bretter, die die Welt bedeuten, werden zu skurrilen, urkomischen Figuren, denen der „Bandsägenvirtuose“ Klaus Wiechmann eine eigene Bühne gibt in seiner Ausstellung im Obergeschoss. Dort laden sie kleine und große Besucher zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken ein. Er wurde 1950 geboren, hat in Rabenau den Beruf des Tischlers gelernt und ist seit 2001 selbstständig als Holzgestalter in seiner Werkstatt in Dresden-Pillnitz tätig. Er fertigt für den Innen- und Außenbereich figürliche Darstellungen, Wandgestaltungen, Spiel- und Klangobjekte. Dabei hat Klaus Wiechmann einen ganz eigenen Stil entwickelt, fabulierfreudig und intensiv farbig mit abstrahierter, grafischer Formensprache kommt seine Figurenwelt daher. In den Bildern tauchen auf Bäumen, Dächern und Mauern immer wieder Vögel auf, die erstaunt oder belustigt auf das seltsame menschliche Treiben schauen. Wie auf den „Kahn der fröhlichen Leute“, die wie berauscht ihre Arme hochreißen, neben ihnen ein Schiff wie eine Arche voller Tiere aus aller Welt mit auf dem Mast thronender Friedenstaube. Ein riesiger Elch steht zwei hochnäsigen Jägern gegenüber.

Der Ritter Don Quichotte und sein Knappe Sancho Pansa kämpfen gegen Windmühlenflügel und wagen das Abenteuer mit den erneuerbaren Energien. Drei Soldaten marschieren im Gleichschritt, einer schert aus auf einem rollenden Brett. „Verzogene Truppe“ heißt diese Szenerie, wobei die Besucher die Figuren an Drähten nach Belieben hin und her bewegen können. Außerdem können sie mit einem kleinen Stück Holz, jeweils zehn Euro, Anschaffungen im Museum wie eine moderne Heizung unterstützen. 145 Spenderhölzchen sind schon zusammengekommen an der Wand am Treppenaufgang. Die Sonderausstellung von Klaus Wiechmann ist noch bis 10. April 2023 zu sehen.

Text (lv)

Geöffnet: Di bis Do 10 – 16 Uhr, Fr 10 – 14 Uhr, So und Feiertags 13 – 17 Uhr oder nach Voranmeldung. Tel.: 0351/641 36 11 oder 0351/64982-0

www.deutsches-stuhlbaumuseum.de

Werkstatt für Holzgestaltung Klaus Wiechmann unter http://www.brett-ist.net



Gemütlich reisen und nebenbei die imposante Wald- und Felskulisse im Rabenauer Grund genießen mit der Kleinbahn mit Dampflok, die drei Mal täglich zwischen Freital-Hainsberg und Kipsdorf im Osterzgebirge unterwegs ist. Im Frühjahr komme ich wieder zu einem Ausflug durch diese noch sehr ursprüngliche, schöne Landschaft.

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Lesung aus dem ersten Gedichtband „sich selbst aufs spiel setzen“ von Silvio Colditz und dem ersten Roman „Windheim“ von Patrick Beck in der Kulturschlosserei in der Neustadt

01 Mittwoch Mär 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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poesie.premiere hoch 2

Unter diesem Titel steht die Lesung mit Silvio Colditz aus seinem Lyrikband „sich selbst aufs spiel setzen“ und Patrick Beck aus seinem Buch „Windheim“ am Freitag, dem 3. März, um 19.30 Uhr in der Kulturschlosserei, Bischofsweg 31 in der Äußeren Neustadt in Dresden.

„sich selbst aufs spiel setzen“ heißt der erste Gedichtband von Silvio Colditz: ein Spaziergang durch ein Jahr in 152 Gedichten, in dem nature writing auf ein lyrisches Ich trifft, dass sich an einem fremden Ort wiederfindet & sich mit sich selbst & einer unbekannten Gegend auseinandersetzt. Der Zyklus entstand während einer Auszeit von Dresden in Waldhufen an den Ullersdorfer Teichen zwischen Sommer 2019 und 2022.

„Windheim“ ist der erste Roman von Patrick Beck. „Die Idee zu diesem Buch entstand in Marseille. Der Himmel war strahlend blau, der Mistral wehte über mehrere Tage hinweg. Ein so starken Wind über eine so lange Zeit – das war neu für mich. Der Wind war so stark, dass die Fähren zum Chateau d’if nicht fuhren – die Festung, in der der Graf von Monte Christo eingekerkert war. Man musste aufpassen, dass man nicht über seine eigenen Füße fiel, der Wind drückte den einen Fuß vor den anderen. Marseille ist auch die Stadt der Cité Radieuse von Le Corbusier. Eine Wohnmaschine, die man nicht mehr verlassen muss – ausgestattet mit Restaurant, Schule, Einkaufsetage usw. Wind und Wohnmaschine fügten sich von selbst zu einer Idee zusammen. Ein merkwürdiger Wind schließt die Bewohner eines Wohnblocks auf Jahre ein. Windheim ist der Roman dieser Idee.“ (Patrick Beck)

Musik: Albrecht Scharmweber (Klarinette)

Eintritt frei
Eine Veranstaltung der Buchhandlung LeseZeichen in Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e.V.

Die Lesung findet in der Kulturschlosserei Bischofsweg 31 statt.

Ausstellung in der Buchhandlung LeseZeichen:
Silvio Colditz: „Die Geste“

Blätter aus der kalligrafischen Bibliothek der Poesie
Die kalligrafische Bibliothek der Poesie ist sowohl eine Liebeserklärung an das Gedicht als auch an diese seltsamen Zeichen, die wir Buchstaben nennen und ohne die unsere heutige Welt nicht vorstellbar wäre.

Ich freue mich Sie/ Euch zur Lesung und Ausstellung begrüßen zu dürfen,
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Unsere Ladenöffnungszeiten:

Montag bis Freitag
10 - 13 Uhr und 15 - 19 Uhr
Samstag 10 - 14 Uhr 

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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Elena Pagel gewann mit einem Kurzfilm über ukrainische Kriegsflüchtlinge den Publikumspreis bei den 6. Arlesheimer Kurzfilmtagen

25 Samstag Feb 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Gesichter des Krieges: Elena Pagel zeigt sie und gibt ihnen eine Stimme. Jeder Kurzfilm erzählt eine biografische Geschichte, persönlich, berührend und eindringlich. Der erste und preisgekrönte heißt „Kurz vor dem Sonnenaufgang. Hanna“ (zu sehen auf Youtube – Weseliska Film). Eine Szene daraus ist auf dem Bildschirm in dem kleinen Filmstudio in ihrer Wohnung zu sehen.

Kurz vor Sonnenaufgang
kam der Krieg

In ihrem preisgekrönten Kurzfilm erzählt die aus Russland stammende, in Dresden lebende Künstlerin Elena Pagel berührend die Geschichte von Hanna, wie sie den Kriegsbeginn vor einem Jahr in ihrem Haus bei Kiew erlebte, über ihre Ängste, Kummer und Hoffnungen. Weitere Filminterviews mit Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sind in Arbeit.

Hinter den dunklen Hochhäusern mit vereinzelten Lichtern steigt Rauch auf. Sirenen und Schüsse zerschneiden die Stille, der Himmel ist feuerrot. Eine Frauenstimme erzählt in herzergreifenden Worten zu erschütternden Bildern von dem Morgen, als der Krieg in der Ukraine begann. Wie das Haus vor Angst bebte, in der Dämmerung des Schlafzimmers die Schatten schwer hingen, die Welt zu Staub zerfiel und der Himmel in fremdem Russisch sprach. Über das Dorf flogen Vögel nach Hause und Raketen. Wie sich das Leben der Menschen seit dem russischen Angriffskrieg Putins vor einem Jahr drastisch veränderte, von ihren Ängsten, Kummer und Hoffnungen erzählt der Kurzfilm „Kurz vor Sonnenaufgang. Hanna“ von Elena Pagel. Dieser entstand in ihrem im März 2022 begonnenen Filmprojekt mit Erzählungen von in Dresden lebenden Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine (zu sehen auf Youtube – WEseliska-Film).

Mit diesem Kurzfilm gewann die aus Russland stammende, in Dresden lebende Künstlerin den Wochenblatt-Publikumspreis bei den 6. Arlesheimer Kurzfilmtagen im Februar in der Schweiz und 500 Franken Preisgeld. Insgesamt wurden 20 Kurzfilme im Wettbewerb eingereicht bei diesem Online-Festival unter dem Motto „Ankommen“, bei dem die Zuschauer abstimmen konnten. Außerdem wurden zwei Jury-Preise vergeben. In ihrem preisgekrönten Kurzfilm verbindet Elena Pagel dokumentarische Nachrichtenbilder zum Ukraine-Krieg aus dem Internet und selbst geführte Interviews mit Geflüchteten.

Eine von ihnen ist Hanna Anikeieva. Sie ist Gestalttherapeutin, von ihr stammt das Gedicht im Film und sie war die Erste, mit der Elena Pagel sprach. Der Haarknoten auf ihrem Kopf schaukelt, sie trägt einen blauen Anorak und hält einen kleinen Hund mit Strickpullover in den Händen, während sie vor einer rußgeschwärzten Sandsteinmauer und unter einem Baum im Hof der Villa Eschebach am Albertplatz vor der Kamera ihre bewegende Geschichte erzählt. Wie sie den Kriegsbeginn erlebte und einen 15-jährigen Nachbarsjungen mitnahm auf ihrer Flucht, da seine Eltern sie darum baten. Über die Westukraine, Budapest und Wien kamen sie nach Dresden. „Sei! Gib nicht auf! Hörst du“, sagt Hanna im Film flüsternd und beschwörend an ihre Landsleute und ihre Heimat gerichtet. „Ich werde mich an dich erinnern! Ich werde dich als zarte Last bei meinem Herzen tragen.“ Sie erzählt von der großen Hilfe der Freiwilligen, unter ihnen Russen, Ukrainer und Deutsche, die sie in Dresden erlebte. „Es war sehr rührend und gibt Hoffnung“, sagt Hanna.

Schweren Herzens verließ sie ihr langerträumtes Haus in einem Ort bei Kiew. „Als der Krieg begann, wurde mir klar, dass das Haus, das Materielle mich nicht schützen kann. Das was schützen kann, sind Kommunikationsfähigkeit, hilfsbereite, emphatische Menschen und die Begabung, eine gemeinsame Sprache zu finden. Außerdem Fähigkeiten und Fertigkeiten generell“, ist ihre wichtigste Erkenntnis. Und Hannas größter Wunsch, dass „Verwandte, Freunde und Bekannte am Leben bleiben und der Sieg kommt für die Ukraine.“ Eine Woche war sie bei Elena Pagel, dann reiste sie nach Spanien weiter und wohnt inzwischen in einer Wohngemeinschaft in Malaga. Sie sind weiterhin in Kontakt, telefonieren oft.

„Ich war schockiert, als dieser Krieg begann. Auch weil ich viele Freunde, Kollegen und Bekannte durch gemeinsame Fotoprojekte und Ausstellungen in der Ukraine habe und eigentlich im Februar in Urlaub dorthin fahren wollte“, sagt Elena Pagel, die aus Sibirien kommt und seit 24 Jahren mit ihrer Tochter in Dresden lebt. Sie half beim Übersetzen ins Deutsche. „Mit meinen Kurzfilmen will ich auch das russische Publikum erreichen, damit sie auch die andere Seite des Krieges und Geschichten aus dem wahren Leben sehen.“ Elena Pagel arbeitet freiberuflich als Keramikerin, Fotografin und Filmemacherin und seit Januar dieses Jahres als Dolmetscherin und soziale Betreuerin in einer Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge. „Dort sehe ich täglich das Leid, verletzte Soldaten und Zivilisten. Mein Wunsch ist, dass viele Länder der Ukraine helfen, den Krieg zu beenden und beim Wiederaufbau unterstützen.“

Inzwischen hat Elena Pagel schon sieben Kurzfilme mit Ukraine-Flüchtlingen gedreht, die sie fertig stellt im kleinen Büro in ihrer Wohnung. Ein Strauß Tulpen, bunt bemalte Keramikbecher von ihr mit heißem Tee, eine brennende Kerze und der Pokal für ihren Kurzfilm stehen auf dem Tisch. Die blau-gelbe ukrainische Flagge hängt vor dem hellen Vorhang am Fenster. Dahinter sind der belebte Albertplatz und der dunkle Turm der Dreikönigskirche zu sehen. Der taucht auch in ihrem Kurzfilm mit Hanna auf, im Schlussbild steht sie in der Abendsonne auf dem Balkon mit Blick auf einen weißen Strich, wie ein Riss zieht ein Flugzeug entlang am strahlend blauen Himmel.

Text + Fotos (lv)


Ein Preis im Handy-Format mit einem hellen, wachen Auge darauf: Elena Pagel wünscht sich, dass viele Menschen, auch in Russland ihre Kurzfilme und die andere Seite des Krieges in der Ukraine sehen. Im Regal steht farbenfrohe Keramik von ihr. Sie gibt auch Kurse im Stadtteilhaus Äußere Neustadt in Dresden.


Eine bemalte Plastik von Elena Pagel. Außerdem ist sie zusammen mit der Künstlerin Nazanin Zandi Herausgeberin des Buches „Stimmen“ – 47 Geschichten von Dresdner Frauen aus aller Welt in Wort und Bild. 2022 erschienen im Sandstein Verlag. Es sind noch Exemplare vorhanden und auch bei Elena Pagel zu beziehen.

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BilderAlbum: Ausstellungseröffnung & Laudatio für Ralf Uhlig zu seiner Ausstellung „Retrospektive“ zum 75. Geburtstag in der Stadtgalerie Radebeul

19 Sonntag Feb 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Dem unendllchen Farb- und Formenflüstern in der Natur lauschen: Kulturjournalistin und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry hielt die Laudatio für Ralf Uhlig vor reichlich Publikum am Freitiagabend in der Stadtgalerie Radebeul. Foto: Jens Kuhbandner


Malt und zeichnet bevorzugt in warmem, erdigen Farbtönen wie sein Vater Ralf Uhlig und begleitete ihn musikalisch bei der Ausstellungseröffnung: André Uhlig und Nick Prechtel von den The Novikents in der Stadtgalerie Radebeul.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Lieber Ralf und Gisela Uhlig,
Lieber Alexander Lange,
Liebe Kunstfreunde,

ich heiße Sie herzlich willkommen zu dieser Ausstellung „Retrospektive“ – Ralf Uhlig zum 75. Geburtstag in diesem Jahr, hier in der Stadtgalerie Radebeul, und freue mich sehr für den Künstler, der lange auf diesen Moment gewartet hat und dass ich zu Ihnen sprechen darf über sein reichhaltiges, bis ins Alter vitales Schaffen. Das nun endlich auch in einer Einzelausstellung in seiner ganzen Bandbreite öffentlich sichtbar und gewürdigt wird. Obgleich oder gerade auch weil Ralf Uhlig künstlerischer Autodidakt ist. Chapeau! Herzlichen Glückwunsch dazu!

Kunst kommt nicht nur von Können, sondern vor allem von nicht anders können.
Das heißt aber nicht: Nichts anderes können! Das ist ein feiner Unterschied.
Ralf Uhlig ist sein Leben lang immer künstlerisch tätig gewesen. Seit seiner Kindheit malt er gern. Seine Eltern zeichneten auch etwas und er wollte immer etwas mit Kunst machen, erzählte Ralf Uhlig mir beim Atelierbesuch in Radebeul am Buß- und Bettag letztes Jahr in Vorbereitung auf diese Ausstellung. Zwei frühe, farbige Kinderzeichnungen von ihm sind in der oberen Etage zu sehen. Gemalt mit Wasserfarben, tummeln sich da sehr genau und lebhaft auf´s Papier gebracht fantasievolle Figuren beim Fasching, eine Kapelle spielt ihnen auf zum Tanz. Die andere Zeichnung zeigt Indianer am Lagerfeuer mit Äxten und Trommel und einen Gast mit erhobener Pistole, vielleicht Old Shatterhand, bewacht von einem Indianer mit Lanze. Zu sehen ist auch ein farbenfroher Entwurf für die Wandgestaltung einer Schule, der leider nie ausgeführt wurde, bei dem die Lößnitzbahn mit mehreren Wagen in Form einer Spielkiste, einem Malkoffer mit lachender Sonne und einem Wurfspiel anrollt, neugierig beäugt von Marienkäfer und Weinbergschnecke. An dem Bild hat sein Sohn André als Kind mitgemalt. Nur noch auf Fotografien erhalten ist eine von Ralf Uhlig mit lustigen Tieren bemalte Wand, die sich vor einer Kindereinrichtung befand und inzwischen abgerissen wurde.

Ralf Uhlig ist Künstler und Handwerker, eine seltene Mischung heutzutage.
Er ist in Radebeul geboren und aufgewachsen, hat Werkzeugmacher gelernt bei Planeta in Radebeul, wo er bis ins Rentenalter arbeitete. Ein Foto vom Abschiedsfest mit den Kollegen von 2008 hängt über der Tür in seinem Atelier. Viele wussten nicht, dass er nach der Arbeit künstlerisch tätig war. Er stellte kleinere Sachen im Kulturhaus „Völkerfreundschaft“ in Radebeul aus, das in der Nähe der Lößnitztalschänke stand und längst abgerissen wurde. Dort stehen jetzt Einfamilienhäuser. Für Ralf Uhlig war die Kunst ein wunderbarer Ausgleich zur Arbeit, sagt er. Der Beruf war sehr genau, präzise. Er stellte Plastspritzformen und Stanzwerkzeuge her. Bei der Malerei hingegen konnte er sich frei bewegen. Hauptsächlich im Urlaub und nach Feierabend widmete Ralf Uhlig sich mit Hingabe und Experimentierfreude der Kunst. Er ist künstlerischer Autodidakt. Ist das nun ein Makel, eine Ehre, Bürde oder Lebenshaltung?! Kann ein akademisch ausgebildeter Künstler tatsächlich mehr und woran lässt sich das festmachen? Was ist der Maßstab für ein gutes Bild? Ein Kunststudium mit Diplom wirkt schon mehr als Türöffner für Einzelausstellungen als bei einem künstlerischen Autodidakt. Diese Erfahrung hat Ralf Uhlig jedenfalls gemacht. Beides, mit und ohne Abschluss, hat Vor- und Nachteile.

In Gruppenausstellungen waren seine Arbeiten bereits zu sehen, zuletzt nach einem Plenair mit anderen Künstlern auf Schloss Wackerbarth. Diese Ausstellung in der Stadtgalerie kam mit zustande durch einen Zeitungsbeitrag in der Sächsischen Zeitung von mir über den Meißner Grafikmarkt, an dem Ralf Uhlig seit vielen Jahren teilnimmt. Auch letztes Jahr wieder in der Albrechtsburg zusammen mit seinem Sohn André Uhlig, Tisch an Tisch und die Stellwände voller Bilder, Zeichnungen und Grafiken vorwiegend in leuchtend farbigen und erdigen Tönen mit unverkennbarer Ähnlichkeit der Handschriften. Nach der Veröffentlichung rief der Radebeuler Stadtgalerist Alexander Lange Ralf Uhlig an, den er ohnehin schon im Blick hatte anlässlich seines bevorstehenden runden Geburtstages in diesem Jahr und lud ihn zu einer Einzelausstellung im Februar ein.

André Uhlig, selbst künstlerischer Autodidakt, der Drucker bei Planeta lernte, erfolgreich als Maler und Grafiker und sehr rege und umtriebig ist, hatte vor einigen Jahren bereits eine Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul und begleitet seinen Vater heute Abend musikalisch an der Gitarre zusammen mit Nick Prechtel von den The Novikents zur Ausstellungseröffnung. Auch sonst sind Vater und Sohn Uhlig oft zusammen unterwegs, früher viel zum Wandern im Gebirge und auf Malreisen, z.B. in die bekannte Künstlerkolonie Worpswede. Die Eindrücke von dort finden sich wieder in einigen Aquatinta-Radierungen, vorwiegend in tiefgrün, schwarz und rosé gehalten, märchenhaft, geheimnisvoll entrückt wie aus einer anderen Welt schlängeln Waldwege, dazwischen helle Birkenstämme, ein Sichelmond und Spiegelungen von Wolken und Baumschatten im Abendlicht im Wasser.

Beide arbeiten mit im Kurs „Freunde des Tiefdrucks“ bei Wolfgang Bruchwitz in der Werkstatt im „riesa efau“ in Dresden. Seit 2002 besitzt Ralf Uhlig eine eigene Druckpresse in seinem Atelier im elterlichen Haus mit urwüchsigem Garten in Radebeul. Mit 14, 15 Jahren begann Ralf Uhlig mit seinem Mal- und Zeichenstudium bei Dieter Beirich bis zu dessen Tod. In dem kurz „ZeiZi“ genannten Zeichenzirkel waren in ihrer Anfangszeit einst auch die Künstler Peter „Pit“ Müller und Ralf Kerbach dabei. Diese „Mal-Gemeinschaft“ von ca. sieben, acht Malbegeisterten trifft sich immer noch jeden Donnerstag im Winter in einem Atelierraum in Wahnsdorf und im Sommer draußen zum Zeichnen vor der Natur. Und auch Ralf Uhlig ist weiterhin dabei. Seit 1970 widmet er sich zudem intensiv der Aquarellmalerei, die er sich selbst aneignete und nahm teil an Werkstattwochen der Künstler Johannes Thaut, Manfred Beyer, Hans-Georg Annies und Dieter Beirich. Zu seinen Vorbildern gehören Curt Querner und Emil Nolde.

„Farben steigen von den Wurzeln der Welt auf, sie sind der Ausdruck dieser Tiefe an der Oberfläche“, so formulierte der französische Maler Paul Cézanne einmal. Das Zitat stammt aus dem Buch „Das Rätsel Farbe. Materie und Mythos“ von Margarete Bruns. Farbreich geht es auch zu in den Bilderlandschaften von Ralf Uhlig, in denen man umherwandern kann ohne sich sattzusehen. Man entdeckt immer wieder etwas Neues. Diese Ausstellung versammelt frühe und aktuelle Arbeiten zwischen konkret und abstrahiert und verschiedene künstlerische Techniken, darunter Monotypien, Mischtechniken, Aquarelle, Zeichnungen und Tiefdrucke wie Sandreservagen, die für feine körnige Strukturen sorgen. Außerdem zwei frühe Porträts mit Bleistift, ein Selbstbildnis von Ralf Uhlig, aus dem seine innige Naturverbundenheit spricht und Aktzeichnungen mit Graphit auf beigem Grund.

Im Zusammenspiel der Farben und Formen, Kontraste und ihrem sanften Ineinanderfließen, dominieren blau, rot, orange, ocker und violette Farbtöne. Oft sind es Abendstimmungen, die Blaue Stunde und Sonnenuntergänge in Waldlichtungen oder am Strand. Manche grafische Blätter sind übermalt, glatt, glänzend, aufgeraut oder knittrig mit Materialstrukturen spielend etwa in Ansichten der Elbe, vom Lößnitzgrund oder einem lichtgleißenden „Goldenen Ort“ auf übermalten Tapeten. In seinen ausdrucksreichen Bildern nimmt Ralf Uhlig den Betrachter mit bergauf, bergab, zum Umschauen, Verweilen und Innehalten in wechselnden Naturstimmungen. Die Felsen im Elbsandsteingebirge ragen empor in vielen Grau- und Brauntönen mit weißen Schneeflecken und einer fahlen Wintersonne im Titelbild dieser Ausstellung. Von Pfaffenstein, Schrammsteinkette und den Weißen Brüchen bei Wehlen geht es weiter ins Hochgebirge, in die Hohe Tatra, ins Isergebirge, nach Mähren bis in die Dolomiten und zum Matterhorn, ein weißer Titan vor tiefblauem Himmel. In luftig-weiten Schwarz-Weiß-Umrissen und wenigen, markanten Linien sind die Berggipfel, Straßenkurven, Wege und windzerzauste Bäume festgehalten. Umhüllt von Weiß und dunklen Bäumen führen die Treppenstufen hinauf zu einem ehemaligen Weinberg nebst Häuschen in einer Monotypie am Treppenaufgang. Und ein Stück weiter leuchten verblühte Rosen, die Schönheit und Vergänglichkeit widerspiegeln. Traumhaft, farbflirrend das verlassene Gehöft mit dem blauen Tor bei Meißen. Mein Lieblingsbild in dieser Ausstellung.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“, heißt ein bekannter Satz des „Kleinen Prinzen“ in dem wunderbaren Buch von Antoine de Saint-Exupéry. Kunst ist vor allem fühlbar. Und wer sich darauf einlässt, wird viel sehen, entdecken und reich belohnt mit neuen Eindrücken, Sichtweisen auf die Welt ringsum und Anregungen, dem unendlichen Farb- und Formenflüstern in der Natur selbst mit wachen Sinnen zu lauschen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude und wunderbare Begegnungen beim Anschauen und Genießen der Bilderwelt von Ralf Uhlig und erkläre die Ausstellung hiermit für eröffnet.

Lilli Vostry
Dresden, den 16.2.2023

Fotos (lv)

Die Ausstellung „Retrospektive“ von Ralf Uhlig in der Stadtgalerie Radebeul, Altkötzschenbroda 21 ist noch bis 26. März 2023 zu sehen. An diesem Tag, 16 Uhr, findet ein Rundgang mit dem Künstler statt.

Geöffnet: Di, Mi + Do 14 – 18 Uhr, So 13 – 17 Uhr

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Ausstellungseröffnung: „Retrospektive“ von Ralf Uhlig zum 75. Geburtstag in der Stadtgalerie Radebeul

16 Donnerstag Feb 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Sie unternehmen viel gemeinsam, malen und zeichnen gern vor der Natur, arbeiten druckgrafisch vielseitig und mögen leuchtende und erdige Farbtöne: Sohn André und Vater Ralf Uhlig Seite an Seite beim Meißner Grafikmarkt in der Albrechtsburg letztes Jahr. Diesen Freitag, den 17.2., 19.30 Uhr eröffnet die erste Einzelausstellung von Ralf Uhlig, in der er die ganze Bandbreite seines Schaffens zeigt in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Inniges Farb- und Formengeflüster nah  an  der Natur

In den Bilderlandschaften von Ralf Uhlig kann man umherwandern ohne sich sattzusehen. Man entdeckt immer etwas Neues. Ich erlebte Vater und Sohn, Ralf und André Uhlig, erstmals gemeinsam beim Meißner Grafikmarkt in der Albrechtsburg letztes Jahr. Ich kenne seine Arbeiten bereits von Gruppenausstellungen, zuletzt nach einem Plenair mit anderen Künstlern auf Schloss Wackerbarth. Doch noch nie hatte Ralf Uhlig eine Einzelausstellung. Nun ist es endlich soweit: Unter dem Titel „Retrospektive“ zum 75. Geburtstag von Ralf Uhlig eröffnet diesen Freitag, den 17. Februar, um 19.30 Uhr eine Ausstellung von den Anfängen seines Schaffens bis heute, zu sehen in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21. Und ich freue mich sehr, dass ich die Laudatio für den Künstler halten kann. Musikalisch begleitet den Abend sein Sohn André Uhlig, ebenfalls Künstler und Musiker, an der Gitarre zusammen mit Nick Prechtel von The Novikents.

Text + Fotos (lv)


Traumhaft, farbflirrend: „Gehöft“ bei Meißen, Farbmonotypie. Der Künstler Ralf Uhlig im Atelier in seinem Wohnhaus in Radebeul.

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Premiere „Wolokolamsker Chausee I – V“ von Heiner Müller im Kleinen Haus

13 Montag Feb 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Zwischen Überlebenskampf, Zerstörung und Siegesrausch: Acht junge Schauspielerinnen und Schauspieler agieren mit intensivem Sprech- und Körpertheater mit Bravour in der Aufführung der „Wolokolamsker Chausee“ von Heiner Müller im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Heroisch-groteske Schlacht mit goldenem Panzer

Hart, brutal ehrlich, erschütternd und erschreckend aktuell in der Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und der Konfrontation verschiedener politischer Systeme kam Heiner Müllers Text-Zyklus „Wolokolamsker Chausee I – V“, ein Nachruf auf die Sowjetunion und DDR, erstmals seit längerem auf eine ostdeutsche Bühne. Die Premiere war am vergangenen Donnerstagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Die nächste Aufführung ist am 16.2., 19.30 Uhr.

„Wie räumt man ein Minenfeld?“, steht in grellgelber Schrift auf dem schwarzen Bühnenvorhang. Die Antwort kommt zum Schluss der Aufführung. Ein riesiger gelber Stiefel über der käfigartigen Spielfläche dient als Fingerzeig in der Inszenierung der „Wolokolamsker Chausee I – V“ von Heiner Müller, der als bedeutendster und radikalster Autor des deutschsprachigen Theaters seit Brecht gilt. Die Premiere mit Studierenden  des Schauspielstudios der Hochschule für Musik und Theater Leipzig am Staatsschauspiel Dresden in einer Koproduktion mit dem Goethe-Institut Moskau war am Donnerstagabend im Kleinen Haus.

Ursprünglich sollte eine gemeinsame, zweisprachige Aufführung mit Schauspielern aus beiden Ländern entstehen und in Moskau und Dresden gespielt werden. Mit dem Beginn des Angriffskrieges russischer Truppen gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 ist diese Koproduktion jedoch unmöglich geworden. Damit ist Müllers Textzyklus, der von 1984 bis 1987 entstand und 1988 in Paris und in München erstmals komplett uraufgeführt wurde, wieder erschreckend aktuell in seiner Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und der Konfrontation verschiedener politischer Systeme. Müller selbst nannte sein letztes dramatisches Werk einen „Nachruf auf die Sowjetunion, auf die DDR.“

Viele Stücke des 1929 im sächsischen Eppendorf geborenen und 1995 in Berlin verstorbenen Dichters und Dramatikers konnten damals nur im westlichen Ausland gespielt werden. Genau zum richtigen Zeitpunkt, spannungsgeladen, erschütternd wie ergreifend, erzählerisch und atmosphärisch voll starker, zündstoffreicher Bilder und Szenen und mit intensivem Sprech- und Körpertheater der acht jungen Spielerinnen und Spieler des Schauspielstudios Dresden kam die Inszenierung nun unter Regie von Josua Rösing auf die Bühne. Hart, brutal ehrlich, heftig und prägnant bis absurd-grotesk bewegt sich dabei die rhythmische Sprache Heiner Müllers mit aller Wucht und Kraft zwischen Macht und Ohnmacht, Widersprüchen und Widersprechen, hinterfragt er Gesetzes- und gesetzte Ordnung im Verhältnis zwischen Staat, Masse und Individuum.

Anfangs erscheint in einer Videoaufnahme auf der Bühne die Müller-Übersetzerin ins Russische, Ella Vengerova, intensiv Zigarette rauchend wie er, und sagt: Jede Generation hat ihre eigene Geschichte, einen anderen Blick auf das Vergangene und jeder Mensch sieht sie verschieden. Da hilft nur Zuhören und Fragen, um das Geschehene zu verstehen. Die „Wolokolamsker Chausee“  ist eine der großen Ausfallstraßen aus Moskau in Richtung Westen. Von den verzweifelten Kämpfen eines Bataillons dort gegen deutsche Wehrmachtstruppen erzählt der erste Teil der Aufführung. Gespielt wird hinter, vor und auf einem goldfarbenem Baugerüst mit weißen Tüchern, grün angestrahlt wie Wald. Die Darsteller tragen goldene Uniformen, stehen halb gebückt wie in Deckung und sprechen im Chor von ihrer Angst vor dem Feind, dem Sterben und erbarmungslosen Überlebenskämpfen. Abweichler werden als Feiglinge und Verräter angeprangert und erschossen.

Im Wechsel von Schauspiel und Videoprojektionen marschieren, trimmen, überbieten sich die Kämpfer der neuen Zeit in heroischen Posen und Parolen für Heimat und Vaterland und den Aufbau eines neuen Deutschland und bejubeln einen goldenen Panzer als Rettung. Herrlich grotesk die Szenen über die „Hochzeit von Funktion und Funktionär“. Wie sie mit ihren Schreibtischen verwachsen im Sitzfleisch. Brav im Gleichschritt unter einer Offiziersmütze umherlaufen oder an Seilgurten in der Luft strampeln und zu dem gigantischen Stiefel empor klettern. Und immer wieder die Worte „Vergessen und Vergessen und Vergessen“, die wie eine Beschwörungsformel im letzten Teil ertönen. Dagegen geht die Aufführung eindringlich, beeindruckend und berührend an Menschlichkeit und Mitverantwortung aller erinnernd an. Viel Beifall vom Publikum.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Natur & Kunst im Zusammenklang: Ausstellung „Giant`s Orchestra“ von John Lister & Heather Hunt in der Galerie der Georado-Kunstinitiative in Dorfhain bei Freital

11 Samstag Feb 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Film, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Urwüchsige Baumriesen & Kauri-Holz aus den Sümpfen Neuseelands, zurückgewonnen aus der Natur: Natürliche Kunst-Objekte und Design-Möbel zeigen der Künstler Jon Lister und Galeriebetreiber Olaf Stoy derzeit in einer Ausstellung der Georado Stiftung in Dorfhain.

Natur und Kunst in faszinierendem Zusammenklang

Beeindruckende Kunst-Objekte und Design-Möbel aus über 3 000 Jahre altem Kauri-Holz sind zurzeit in der Ausstellung „Giant`s Orchestra“ der neuseeländischen Künstler Jon Lister und Heather Hunt bei der Georado Stiftung in Dorfhain zu sehen.

Vor einer üppig grünen Teichlandschaft mit Wald in einer Fotografie laden Holzhocker mit länglichen, an Baumstämme erinnernden Sitzflächen zum Verweilen ein. Ein Wandbehang aus lichten und dunklen Holzfeldern und ein Tisch in floraler Form, unter einer Glasplatte ruhend, begegnen dem Betrachter. Und ein kugeliger Kaffeetisch mit gespiegeltem Erdrund, dessen Oberfläche feine Linien und Risse durchziehen und an den Rändern teilweise tiefe schwarze Einschnitte, die wie verkohlt aussehen. Zumeist leuchten sie in hellen, warmen Holztönen, von honig- bis bernsteinfarben, die wundervollen, skulpturalen Objekte und künstlerischen Möbel aus über 3 000 Jahre altem Kauri-Holz aus den Sümpfen Neuseelands, einige Stücke wurden zudem aus Algen gefertigt.

Zurückgewonnen aus der Natur und eindrucksvoll verwandelt, sind diese derzeit zu sehen in einer Ausstellung von „Giant`s Orchestra“ des aus Neuseeland kommenden und in Freital lebenden Designkünstlers Jon Lister in der Galerie der Georado Stiftung in Dorfhain nahe am Tharandter Wald. Seine Arbeiten basieren auf Zeichnungen der neuseeländischen Künstlerin Heather Hunt, die urwüchsig in lichtvollem Grün und erdigen Farbtönen und Formen gehalten an den Ursprungsort der Kauri-Hölzer führen. Sie zeichnet und zieht in ihren Bildern mit Ästen hauchzart die Bäume und ihre Struktur, die Jahresringe und Verästelungen, die gewölbte Erde, aufragende Stümpfe wie Boote, den Himmel und das tiefblaue Wasser, alles ist miteinander verwoben. Beeindruckend und berührend ist das Zusammenspiel der Bilder mit dem form- und spurenreich „sprechenden“ Holz und der sensiblen, filigranen Gestaltung und nachhaltigen Nutzung. Denn es wird nur Holz verwendet, das sonst entsorgt werden würde.

Bei Heather und ihrem Mann Martin Hunt, einem Stumpfsammler, Unternehmer und Umweltschützer, auf deren Grundstück in den Torf-Sümpfen im Norden Aotearoas/Neuseeland fand Jon Lister die uralten Hölzer für seine besonderen Kunst-Objekte, als Land für die Landwirtschaft trockengelegt wurde. 2018 verbrachte er ein Auslandsjahr in der alten Heimat mit seiner Familie, die Tochter und der Sohn sind jetzt 17 und 21 Jahre alt, und seiner Frau. „Wie die Mooresche kommt das Kauri-Holz aus dem Sumpf und ist das älteste der Welt, das man noch verarbeiten kann“, sagt Lister. Es enthält ein Gummiharz, welches das Holz der umgestürzten Bäume tausende Jahre unter der Erde konserviert. Die noch erhaltenen Kauri-Bäume werden geschützt, haben immergrüne, farnähnliche Blätter, stattliche Stämme von neun Metern und wachsen bis zu 50 Meter in den Himmel. Ihr Holz sei vergleichbar mit Linde und Nussbaumholz in der Festigkeit.

„Das Besondere am Kauri-Holz neben dem enormen Alter ist die brilliant strahlende Holzfarbe. Es ist schwer zu bearbeiten, man braucht viel Zeit, Erfahrung und Feingefühl, weil das Holz so wild ist optisch gesehen. Daher ist es wichtig, Ordnung ins Chaos zu bringen“, erzählt Lister, der 1977 in Hastings geboren wurde. Seine Vorfahren waren Schotten, die nach Neuseeland auswanderten. Seine Eltern und vier Schwestern leben noch dort. Seit 1999 ist er in der Welt unterwegs. Nach einer Spezialausbildung als Tischler in Rabenau arbeitet Jon Lister seit 2014 selbstständig als Designer und Künstler in einer Gemeinschaftswerkstatt mit dem Holzgestalter Jan Dunkel in Freital-Deuben. Hier erweckte er die uralten Kauri-Hölzer, die gesägt, gut verpackt und transportiert per Schiff aus Neuseeland ankamen, zu neuem Leben und nun sind sie im kleinsten Dorf Sachsens in Dorfhain, nebst originalen Holzstücken mit Bernsteinschimmer zu sehen.

Seine Kunstobjekte aus Kauri-Holz, die einmalig seien in Europa und jedes ein Unikat, zeigte Jon Lister schon in Paris im Maison des Objets, auf der Art Kunstmesse in Basel und kürzlich auf der Handwerksmesse in München.  „Es sind vor allem Werke von Künstlern aus der Region in Dorfhain zu sehen, die mit dem Ambiente der Industriekultur harmonieren. Licht und Raum wirken mit und die Verbindung zwischen Kunst und Natur ist das Sahnehäubchen obendrauf“, sagt Olaf Stoy, Porzellangestalter, der sein Atelier gleich nebenan hat und Ausstellungskurator der Galerie von der Georado Stiftung. Es werden Führungen mit Jon Lister angeboten (telefonische Anmeldung unter Telefon: 0177 – 3165658) am 12. und 26.2., von 16 bis 18 Uhr. Die Ausstellung von „Giant`s Orchestra“ ist noch bis 26. Februar in Dorfhain zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo – Fr 15 bis 18 Uhr

http://www.giantsorchestra.com


Fantastische Reise: Bin gerade vor Neuseeland.

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BilderAlbum: Gedicht-Lesung mit Musik & Apfelkuchen & Zeichnungen „Vom Zauber endloser Anfänge“ im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital

02 Donnerstag Feb 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Wort- und KlangZauber mit einigen Überraschungen: Musiker Gabriel Jagieniak und Autorin Lilli Vostry aus Dresden zusammen mit Bettina Liepe vom Kunstverein Freital nach ihrer gemeinsamen Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ am vergangenen Sonnabend im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital. Fotos: Bettina Liepe, Olaf Klepzig (1)

Wortlust in Bilder verwandelt

Die Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit der Autorin Lilli Vostry und dem Musiker Gabriel Jagieniak regte einige ZuhörerInnen im Einnehmerhaus Freital dazu an, die poetischen Texte auch zeichnerisch festzuhalten.

Diese Gedicht-Lesung, die erste in diesem Jahr, hielt einige Überraschungen bereit. Für uns war der Leseort neu, außerhalb von Dresden, aber nah genug und gut erreichbar, und völlig offen, wer kommt und wie es wird. Für die Besucher beim Kunstverein des Einnehmerhauses Freital, Dresdner Straße 2, gab es das erste Mal Poesie & Kuchen als neues Veranstaltungsangebot zu erleben und genießen. Selbstgebackener Apfelkuchen ofenfrisch, wie immer bei meinen Lesungen. Diesmal gelang er jedoch erst im zweiten Anlauf. Wenige Stunden vor der Lesung war er fertig. Das Glück ist bei denen, die nicht verzagen und immer Neues wagen, machte ich mir Mut.

Darum geht es schließlich auch in unserer Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ zusammen mit Gabriel Jagieniak (Akkordeon und Obertongesang). Vom Apfelkuchen blieb kein Krümel übrig. Lecker, locker und etwas knusprig der Boden.

Es war eine schöne Atmosphäre während der anderthalbstündigen Lesung mit offenem, aufgeschlossenem, freundlichen und feinsinnigen Publikum. Nur kannte ich diesmal fast keinen. Etwas im Vorfeld toll zu finden und dann auch tatsächlich hinzukommen, ist eben ein Unterschied. Es ist auch interessant, wie ein Raum und die Menschen darin, mehr neue als bekannte Gesichter, sich verwandeln mit dem gemeinsamen Musik- und Poesieerlebnis. Dies war zunächst ungewohnt, doch dann wunderschön, beglückend, öffnend, inspirierend…

Einigen Zuhörerinnen gefielen meine Gedichte so sehr, dass sie manche davon wie „Lied für Mutter Erde“, „Schweigen“ und „Masken“ am liebsten sofort ausgedruckt haben oder sich aufschreiben wollten. Und sie wollen sie gern illustrieren. Das freut mich sehr. Demnächst beginnt ein Buchbindekurs im Einnehmerhaus, wie zu erfahren war. Dann könnten unikate, handgebundene Künstlerbücher in verschiedenen Techniken von Zeichnung, Grafik bis Collage zu den Gedichten entstehen. Vielleicht kann ich ein künstlerisch gestaltetes Gedicht-Buch dann mit zur Leipziger Buchmesse Mitte April nehmen. Vielleicht finde ich einen passenden Verlag für meine Gedichte.

Gezeichnet wurde aber auch schon während dieser Gedicht-Lesung. Skizzen mit schwarzem Kugelschreiber, die Olaf Klepzig, Bildhauer, Maler und Gestalter in Rabenau (www.olafklepzig.de) mir hinterher zeigte und verschiedene Varianten schickte. Der Stift flog übers Papier bei den mitreißenden Klängen am Akkordeon von Gabriel Jagieniak und den Gedichten von mir, in denen es oft um Natur und Zwischenmenschliches geht. Darunter neue wie „Lützerath“, „Freital“, „Wirbelndes Weiß“ und „Traumweiß“, die demnächst auf dem wortgarten-Blog zu lesen sein werden.

„Toller Abend! Verlangt nach mehr…“, schrieb Olaf Klepzig hinterher über diese Gedicht-Lesung mit Musik auf Facebook. Es war zugleich der Auftakt für weitere literarisch-musikalische Abende, die jeden letzten Sonnabend im Monat begleitend zu den Vernissagen im Einnehmerhaus stattfinden sollen. Damit wagt Bettina Liepe, die neue Vorsitzende vom Kunstverein Freital mit viel Engagement Neues. Und lockt damit hoffentlich bald noch mehr neugierige und aufgeschlossene Besucher an diesen außerdem mit vielen künstlerischen Kursen für jung bis älter offen stehenden Ausstellungs- und Begegnungsort, umgeben von wild-urwüchsiger Felslandschaft und vielen Wanderwegen vor den Toren Dresdens.

Text + Fotos (lv)

Zurzeit ist die Ausstellung „Kaltnadel trifft Textil“ noch bis 25.2. im Einnehmerhaus Freital zu sehen. (Siehe dazu auch den Beitrag auf dem wortgarten-Blog.)

Geöffnet: Do und Fr 16 – 18 Uhr, Sa und So 14 – 17 Uhr


Wort & KlangZauber expressiv und farbspielerisch gezeichnet von Olaf Klepzig.
Fotos: O.K.

Kunst zum Anschauen und Selbermachen:

Vor der Lesung gab es eine Führung mit Bettina Liepe durch`s Einnehmerhaus und seine künstlerischen Werkstätten. Hier gibt es viel zu sehen und entdecken…  Staunte ich zusammen mit Janett Noack, Porzellanmalerin und Galeristin von Kunst & Eros in Dresden und ihrer Tochter Clara, die mich samt Kuchenblech zum Leseort fuhren.


In der Holzwerkstatt: Bettina Liepe vor einer selbst geschaffenen Figur.

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Ausstellung „Kaltnadel trifft Textiles“ im Einnehmerhaus Freital

21 Samstag Jan 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Facettenreiche Malerei mit Nadel und Faden

Die Ausstellung „Kaltnadel trifft Textil“ vereint Arbeiten aus den Zirkeln für Radierung von Jürgen Filla und Textilgestaltung von Annerose Schulze im Einnehmerhaus Freital.

Ein kreisendes Labyrinth oder strömendes Wasserspiel erhält durch weiße, graue, sandfarbene und blaue Fäden, aufgestickt auf Leinen seine bewegten, strudelnden Konturen im Titelbild der Ausstellung „Kaltnadel trifft Textil“, die am vergangenen Sonnabend im Einnehmerhaus Freital eröffnete. Eine ungewöhnliche Mischung, die dementsprechend großes Besucherinteresse zur Ausstellungseröffnung fand.

Erstmals stellen sich hier die Zirkel Kaltnadelradierung von Jürgen Filla und Textilgestaltung von Professor Annerose Schulze unter dem Dach des Kunstvereins Freital e.V. vor mit ihren Arbeiten. So unterschiedlich die künstlerischen Techniken, gemeinsam ist ihnen das facettenreiche Wechselspiel von Farbe, Form und Linie und teils gehen sie sogar eine Verbindung ein in einigen bedruckten Textilbildern. „Die Ausstellung wurde noch mit Barbara Hornich zusammen geplant. Die Arbeiten, in denen sich zwei Formen von Nadeln begegnen, sind etwas Besonderes und ein Verdienst der beiden Zirkelleiter, die langjährig im Einnehmerhaus arbeiten und immer Leben mitbringen ins Haus“, sagte Bettina Liepe, die neue Vorsitzende des Kunstvereins zur Eröffnung. Zurzeit habe der Verein wie viele zu kämpfen mit höheren Betriebskosten. Daher freue sich die „klapprige“ Einnehmer-Figur am Eingang über jede Spende von Besuchern. Für leicht beschwingte Klänge passend zu den Arbeiten sorgte die Bronson-Kammerband an Gitarre und Geige. Zu sehen sind Gesticktes und Gedrucktes in großer Ausdrucksvielfalt.

Auffallend, faszinierend und bestechend sind vor allem die Zartheit und Feinheit in den Textilbildern und Radierungen, die mit Näh- und Stahlnadel gestickt, gezeichnet, appliziert oder bedruckt werden auf Stoffen und Papier, wie man sie selten antrifft in der heutigen schnelllebigen Zeit. Wer hat da noch Muße für derartige akribische Handarbeiten? Beim Anblick der Stoffkunstwerke kommen Erinnerungen an die eigene Schulzeit und die ersten Versuche mit Nadel und Faden umzugehen hoch und die mit farbigen Garnen ausprobierten Näharten von Heft-, Ketten- Knopfloch-, Reih- bis Spannstich. Form- und variantenreich kommen diese zum Einsatz in den textilen Fadenmalereien mit Landschaften, floralen und abstrakt-geometrischen Bildmotiven, fliegenden Regenschirmen, Gingkoblättern und Winterblüten bis zum gestickten Gedicht von Nazim Hikmeth, einem türkischen Dichter, in den Werken von sechs Kursteilnehmerinnen.

„Es wird nicht vorgezeichnet, sondern sofort ins Material gegangen und je nach Gustus in Szene gesetzt“, sagte Kursleiterin Annerose Schulze. Die Arbeiten entstanden zu den drei Themenbereichen Wellenspiel, bei dem das Spritzen, Blubbern und Fließen des Wassers sichtbar wird, Kreise und derzeit das klassische Herren- oder das besondere Taschentuch als Bildträger. Ein auf die Spitze gestelltes, quadratisches Tuch zeigt Knoten und eine liegende Acht in einer Schnurapplikation von Birgit Weber. Von ihr stammen auch die zwei blau karierten Arbeiterschnupftücher mit zarter weißer Zackenlitze-Stickerei. Ruth Heine, eine geübte Stickerin, zeigt eine fulminante Welle, große Tropfen, Wasserperlen, Voll- und Halbmonde am Nachthimmel in ihrer filigranen Seidenstickerei auf Blaudruck. „Das Leichte und das Schwere“ finden beeindruckend zusammen in textilen Geweben wie einem geklöppeltem Landschafts-Leporello von Barbara Zscheile. Sie zeigt außerdem überstickte Handdrucke auf Baumwolle mit kreisenden und fließenden Formen.

Eine Bilderwand mit Fotos zeigt die „Kaltnadler“ um Jürgen Filla, neun Frauen und ein Mann, beim Zeichnen und Drucken und luftig-leichte, schwarz-weiße und farbige Radierungen mit Lampionblumen und auf Blüten umherschwirrenden Schmetterlingen. Wie Illustrationen aus einem Kinderbuch wirken die Bilder voll fröhlich-fantasievoller Figuren und einer Traumspielstadt von Beatrice Günther. Sie ist Bauzeichnerin von Beruf, zeichnet gern seit ihrer Kindheit und ist von Anfang an, seit zehn Jahren, dabei im Kaltnadelkurs im Einnehmerhaus. „Vielleicht wird auch mal ein Bilderbuch daraus“, sagt sie und lächelt. Die wechselnden Farbstimmungen in der Landschaft hält Karl-Heinz Haberkorn, Ingenieur und Konstrukteur im Ruhestand, gern in seinen Radierungen fest. Ein Wanderer angelehnt an das bekannte Gemälde von Caspar David Friedrich steht vor einem Feld mit weitem Himmel und Wald. Ein Blick auf die Magnolienblüten im Schlosspark Freital-Burgk und auf das „abendliche Dresden“ mit tiefgelber Wolkenlandschaft über der Brühlschen Terrasse hängt da neben einem augenzwinkernden Bild „Ökostrom in Freital“.

Eine japanische „Geisha“ und eine Ente zwischen Gräsern auf gefrorenem Teich hielt Angelika Teubel in ihren Radierungen fest. Kraniche im Licht, einen wie tänzelnden uralten Baum und ein lustiges Apfelstillleben mit Mitbewohner zeigt Steffi Hübschmann. „Interessierte sind auch zu Schnupperkursen willkommnen“, so Jürgen Filla.  Kommenden Sonnabend, am 21. Januar trifft sich die Gruppe zum Zeichnen. Die Ausstellung ist noch bis 25. Februar  im Einnehmerhaus zu sehen. Die Finissage mit Künstlergespräch findet am 25. Februar, um 15 Uhr statt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Do und Fr von 16 – 18 Uhr und Sa und So von 14 – 17 Uhr


Farben- und Formenreich Gesticktes und Gedrucktes: Bettina Liepe dankte den beiden Zirkelleitern Annerose Schulze und Jürgen Filla mit blühenden Zweigen und Tulpen nach der Eröffnung für diese besondere Ausstellung im Einnehmerhaus Freital.

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Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ im Einnehmerhaus Freital

21 Samstag Jan 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Wort- und Klangzauber im Einnehmerhaus

Mit ihrer neuen Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ sind Lilli Vostry, Autorin und Gabriel Jagieniak, Musiker, am 28. Januar, 17 Uhr im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital zu Gast.

Hinter dunklem Baumgeäst frohlockt wirbelndes Weiß, auf und nieder tauchend über dem Fluss – die weiß Gefiederten sind zurück und hissen die Flagge des verschollenen Winters. Mittendrin steht ein alter Mann mit Schal um  den Kopf gewickelt gegen den Wind und füttert die Tauben und Wildgänse.

Fast allein am Elbestrand mit den Wassertieren, steigen Erinnerungen auf an vertraute Orte, an Verlorenes, Liebgewordenes und das Meer, das mit den Möwen überall mitkommt. Poesie und Musik lassen sich mitreißen vom Spiel der Wellen mit dem Wind, bewegen und davon tragen vom „Zauber endloser Anfänge“.
So heißt die neue Gedicht-Lesung mit Musik, mit der Lilli Vostry, Autorin und Lyrikerin und Gabriel Jagieniak, Musiker (Akkordeon und Obertongesang) am 28. Januar, 17 Uhr, im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2, zu Gast sind (Eintritt frei. Wilkommen sind Spenden für den Kunstverein Freital).

In den Gedichten geht es um Natur und Zwischenmenschliches, um die Veränderungen und Wandlungen im Leben und den Zauber des Augenblicks und Neubeginnens. Sie erzählen von „Bildern im Kopf“, vom „Garten Eden“, kleinen Faltern, ungestümen Katzen, wildem Mohn und einem seltsamen Hörnertier. Ein Gedicht erzählt von ihren Eindrücken in Freital.

Lilli Vostry lebt und arbeitet als freie Journalistin, auch für die SZ, in Dresden
und schreibt seit zehn Jahren Lyrik. Sie hat bereits vier BilderGedichtKalender mit verschiedenen Künstlern im Zeitraum von 2013 bis `016 veröffentlicht.
Zu hören in diesem Programm sind frühe und neue Gedichte und Texte.

Gabriel Jagieniak (soundcloud.com/gabriel-jagieniak) bewegt mit seinem virtuosen Akkordeonspiel, mit und ohne Gesang, bekannten Melodien und eigenen Kompositionen, auf humorvolle Weise frei vorgetragen, immer wieder das Publikum.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Herzliche Grüße
Lilli Vostry & Gabriel Jagieniak

Text + Fotos (lv)


Brunnen vor dem Bahnhof in Freital-Potschappel

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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