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Kategorien-Archiv: Theater

Premiere „Orpheus in der Unterhose“ der Serkowitzer Volksoper in der Saloppe

25 Freitag Aug 2017

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Musik, Theater

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Fotos: Robert Jentzsch

Im Olymp weht ein kalter Wind

Komik und Tragik liegen nah beieinander in der schräg-vergnüglichen Musiktheater-Inszenierung mit Menschen und Puppen „Orpheus in der Unterhose“ – einer Crossoper nach Gluck und Offenbach mit der „Serkowitzer Volksoper“ in der Sommerwirtschaft Saloppe in Dresden.

Im Reich der Götter geht es drunter und drüber. Wie sollte es auf Erden anders sein? Das Herz rutscht tief in die Hose in der Inszenierung „Orpheus in der Unterhose“ – eine Crossoper nach Gluck und Offenbach. Die Premiere war am Donnerstagabend auf der Zirkuswagenbühne in der Saloppe.

Liebe und Leid, Lust und Spott, Komik und Tragik liegen dicht beieinander in dieser deutungsreichen Geschichte. Auf kleiner Bühne mit ebenso kleiner Besetzung – zwei Sängerinnen, ein Sänger sowie drei Musiker und Impressario und Regisseur Wolf-Dieter Gööck selbst spielen und singen mit – wird der Bogen von der Antike bis zur Gegenwart gespannt. Zu erleben war schräg-vergnügliches, gewitzt frivoles Musiktheater, das Oper und Operette mixt und parodiert, zerlegt und neu zusammensetzt, erstmals in Verbindung mit Puppentheater und lustigen Kostümen (Ella Späte).

Durch die Zusammenführung von Glucks romantisch-tragischer Orpheus-Vertonung und Offenbachs Farce, in der weder die Götter noch das Liebespaar ungeschoren davon kommen, wird das Ganze vielschichtiger und spannender. Herzergreifend und mit leisem Humor wird erzählt über den Mythos von der ewigen Liebe zwischen dem lorbeergekrönten, hehren Sänger Orpheus (Cornelius Uhle), der nach einem Schlangenbiss seine Liebste Euridike (sanft und selbstbewusst: Dorothea Wagner) aus dem Hades, dem Schattenreich zurückholen will, sich jedoch ihr nachgebend zu ihr umsieht und dadurch für immer verliert. Um ihr Glück beneiden und an ihrem Unglück weidet sich das dekadent-aufgeblasene Göttertrio: Zeus, der Weiberheld (Milko Kersten), der Euridike in Gestalt einer Fliege verführt, seine eifersüchtige Gattin Hera (Dietrich Zöllner) und der kriegerische Pluton (Daniel Rothe), musizierend mit vielseitigem Instrumentarium von Tuba, Kontrabass, Keyboard bis Geige und gar wild Can-Can tanzend. Der frivole Engel Cupido (Marie Hänsel) verschießt seine Liebespfeile und parliert mit einer ungeniert direkten Dame im Glitzerfummel und roter Perücke, die die „öffentliche Meinung“ verkörpert (dargestellt von Wolf-Dieter Gööck) über Politik, Moral und das Volk, das meist in der Rolle des Beobachters bleibt und sich nur aufregt statt zu handeln. Fast wäre Orpheus aus dem Hades hoch in den Olymp gestürmt. Doch diesmal hält Euridike den Übereifrigen besorgt zurück, wohlwissend: „Im Olymp weht ein kalter Wind.“

Alles hat wieder seine Ordnung und bleibt hübsch beim Alten. Zeus hat seine Erdenkinder fest im Griff. Herzlicher Beifall für einen reichlich heiter-hintergründigen Musiktheaterabend. Insgesamt sechs Vorstelllungen von „Orpheus in der Unterhose“ gibt es bis 10. September, jeweils donnerstags und sonntags, um 19.30 Uhr in der Saloppe.

Text (lv)

http://www.serkowitzer-volksoper.de

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BilderAlbum: Rückblick auf den 20. Scheune-Schaubuden-Sommer

24 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Theater

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Staubsaugende, Staub aufwirbelnde Chaoten und Träumer

Nun sind die bunten Lichter vom Jubiläums-Scheune-Schaubuden-Sommer erloschen. Nachthemden und Traumgeister wieder eingesammelt bzw. sie schweben, tanzen, gaukeln weiter des nachts durch die Straßen und Träume… Hier noch einige Impressionen von diesem wieder zauberhaften Fest der Komödianten, Schauspieler, Tänzer, Sänger, Körperakrobaten, Puppenspieler, Poeten, Platzverschönerer und Glücklichmacher. Zu den Highligths der Budennächte gehörten Sängerin Anna Mateur& die AntiRoutine-Einheit mit ihrem neuen Programm „Kaoshüter“: „Ordungshüter gibt es zur Genüge… aber wer passt auf das Chaos auf?!“, fragt sie wie immer humorvoll und stimmgewaltig als wahnsinnige Dramaqueen und Staubsaugende zu Tangoklängen im Gefühlschaos.

Rasant komisch, witzig und einfallsreich zwischen Alltag und Ausbrüchen daraus, zwischen Mensch, Tier und Maschine, Funktionieren und Fantasie, bewegten sich die drei jungen Spanier von „Punt Moc“, die ebenso viele Lacher wie Beifall für ihre Show einheimsten.

Wild, frech, flippig, abgedreht und wahnwitzig über Gefühlsabgründen balancierend, spielten, sangen und jandelten wortakrobatisch mit Lauten, Sprache und Rhythmus jonglierend drei junge Künstler als Trio „Gaggalaari“ von der Hochschule der Künste Bern (Schweiz) in ihrem Programm „Ich bin das Walross – eine Show über die Eleganz großer Tiere in einer immer leichter werdenden Welt am Beispiel des Walrosses“.

Text + Fotos (lv)

Sängerin Anna Mateur & AntiRoutineEinheit in ihrem neuen Programm „Kaoshüter“ beim Schaubuden-Sommer.

 

 

 

 

 

 

PutzParade in der Neustadt

Grün gesaugt im Alaunpark

Liebe geht durch den Staubsauger: Anna Mateur in Aktion

Ordentlich Applaus gab`s am Ende für die „Kaoshüter“ im vollen Scheune-Saal.

Körpertheater par excellence: die drei jungen Spanier von „Punt Moc“. http://www.puntmoc.com

Gefangen in Routine

 

 

 

 

 

Na wie bin ich?! Hat der etwa ein Ei gelegt…

 

 

 

 

 

 

Atemberaubend schnell und komisch: Kopfkino voller Leidenschaft, Witz, Power und Fantasie. Das war grandios, Punt Moc! Die vergnügte Stimmung im Zelt zog magisch an.

Aufreizend, schräg und abgründig: Gaggalaari, ein Trio der Hochschule der Künste Bern mit ihrem Programm „Ich bin das Walross“. http://www.hkb.bfh.ch

 

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Tanz der Traumgeister beim 20. Scheune-Schaubuden-Sommer

14 Freitag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Lebensart, Poesie, Tanz, Theater

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Das schönste Dresdner Fest für Träumer, Nachtschwärmer und schräge Vögel lockt noch bis 16. Juli allabendlich mit jeder Menge Musik, Theater, Clownerie und vielen Künsten mehr zum Staunen und Genießen.

Bunt, fröhlich und lebendig wie am ersten Tag. Ob Regen, Sturm oder Sonnenschein. Die Komödiantenschar aus aller Welt lässt die Traumgeister wieder allabendlich tanzen beim 20. Scheune-Schaubuden-Sommer im Garten hinter der Scheune in der Dresdner Neustadt. Vor den Buden und Zelten stehen die Besucher, vorfreudig und geduldig. Kommt man nicht mehr rein, zieht man zur nächsten Verlockung. Davon gibt es viele auf dem Platz. Und vor der großen Tafel mit der Programm-Übersicht gleich am Eingang steht Festivalchef Helmut Raeder, freut sich über den Besucherstrom und gibt geduldig Tipps, welche Künstler man unbedingt gesehen haben sollte. Neben Stammgästen sind immer wieder neue Entdeckungen dabei. So bleibt der Schaubudensommer immer spannend und abwechslungsreich. Überraschend und unkonventionell sowieso.

Daran wird sich auch nichts ändern, versichert Raeder. „Wir sind immer noch mit viel Herzblut und Leidenschaft dabei“, sagt er. Das kleine Festivalteam wird unterstützt von vielen Helfern hinter den Kulissen wie den feschen Rekommandeuren mit Hut und Jackett als dienstbare Geister der Künstler vor den Schaubuden.

Natürlich lockt zum Jubiläums-Schaubudensommer wieder ein pralles Programm aus Wundervollem, Eigenartigem und Erstaunlichem. Schönes, Schräges, Skurriles, Komik, Witz und Wahnsinn in stetem Wechsel ganz wie im alltäglichen Leben und in der Welt auch anzutreffen.

Jeden Abend stehen zwölf bis fünfzehn verschiedene Aufführungen, Shows, Performances zur Auswahl. Bis zu vier Darbietungen kann man hintereinander erleben und dann um Mitternacht im Festival-Club außerdem noch den heißesten Bands lauschen.

Der Festival-Platz ist ab 18 Uhr geöffnet, der Zutritt kostet 3 Euro. Für diesen Obolus versetzen die Künstler Muriel Cornejo und César Olhagaray, Spacke und  KETE die Besucher mit ihren luftig-leichten, zauberhaften Platzinstallationen in Staunen und spielen Musiker fast nonstop auf dem Platz.

Tickets für die Shows (Einzelticket: 5 Euro, Dreierticket: 12 Euro, erm. Ticket für Kinder: 2 Euro)  gibt es nur an der Abendkasse auf dem Festivalgelände vor der Scheune. Einige Schaubuden-Attraktionen sind bereits ab Euro zu besichtigen.

Text + Fotos (lv)

Schräge Klänge mit viel Power und Herz: die Musicclowns von The Bombastics
http://www.thebombastics.greensta.de

Aus Spiel wird Ernst: Tiger und Panzer in der absurd-komischen und tieftraurigen Geschichte „The Plastic Heroes“ des israelischen Puppenspielers Ariel Doron
http://www.arieldoron.com

 

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Sommertheater im Bärenzwinger: Cleopatras Liebhaber – ein Shakespeare vom Nil

10 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

≈ 2 Kommentare

„Krone oder Kopf ab? Am liebsten Beides!“

Fotos: Tobias Kade

Witzig-absurder Kampf um den Thron

Wer die anderen am besten hinters Licht führt, gewinnt im Stück „Cleopatras Liebhaber – Ein Shakespeare vom Nil“. Zurück ins alte Ägypten führt das Sommertheater Dresden dieses Jahr im Innenhof des Bärenzwinger. Dort wird nicht lange gefackelt, jeder legt jeden rein in diesem witzig-absurden Spiel um Macht, Gier und Größenwahn, voller Verwicklungen und überraschender Wendungen und Seitenhiebe zu aktueller Politikverdrossenheit. Gespielt wird zwischen Tempelwänden mit eingeritzten Zeichen, flammenden Schiffen und Pyramidenspitzen (Buch und Regie: Peter Förster).

In der diesjährigen Inszenierung stehen fünf neue, ambitionierte Schauspieler auf der Bühne, einige schlüpfen in mehrere Rollen. Der alles andere als glanzvolle und starke Pharao Gneus Pompeius (Simon Fleischhacker) ist auf der Flucht nach Rom ins Exil, vom Volk vertrieben nach verlorener Schlacht um Zypern. Er fragt die Zuschauer, ob der Fluss in der Nähe der Tiber ist, sucht das Institut für die religiösen Werke und träumt von Reformen unter dem Motto „Gräber zu Tavernen“. Unterdessen tobt ein heftiger Kampf um den Thron in Ägypten.

Den sowohl seine so schöne, ehrgeizige wie eiskalt berechnende Tochter Cleopatra ( Lisa Brosig) als auch ihre wohl hinzuerfundene Schwester Berenice (aufmüpfig-kess: Mora Thurow) für sich beanspruchen und sich gegenseitig an List und Tücke übertreffen, um ihre kratzbürstig-geistig verwirrte Mutter und First Lady (Freya Kreutzkam) aus dem Weg zu räumen. Fragt sich nur wie. Nur Krone oder Kopf und Krone ab? Lieber beides, rät der Oberpriester, Hüter des Goldschatzes der Pharaonen und Strippenzieher (Andreas Heßling). Das entlaste die Rentenkasse und erspare dem Entmachteten Kummer. Und in der Bibliothek von Alexandria finden sich viele Ratgeber über „Thronfolge – leicht gemacht“.

Vom Geburtstagsgeschenk der Töchter für die Pharaonin, saudiarabische Eierschecke und israelische Schweinsohren mit Schokolade, kosten die Zuschauer dann lieber nicht. Humorvoll und wandlungsfreudig agiert vor allem Freya Kreutzkam als Pharaonin, als schlitzohriger sizilianischer Geldgeber Don Vito und schrullig-überlastete Mumien-Herstellerin. Pharao-Darsteller Simon Fleischhacker tritt außerdem als dümmlich-selbstherrlicher Julius Cäsar auf. Und als schlau-gerissener Oberpriester und in Cleopatra verliebter, stattlicher Marcus Antonius, leider nur mit kurzem Happy End, ist Andreas Heßling zu erleben. Die wider Erwarten wenig frivole Aufführung spart nicht mit Spott, klugen Sprüchen und Ratschlägen über Herrscher, Rechthaberei, Angst und Mut zu Veränderungen. Viel Beifall vom Publikum.

Nächste Termine: außer montags, bis 17.8. und 22. bis 27.8., 20 Uhr

http://www.Sommertheater-Dresden.de

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Eis Eis Baby – Sommer, Songs & Sonnenstich mit der Comödie draußen

03 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Theater

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Foto: Robert Jentzsch

Heiße Musik und Lavendeleis mit Bratwurstnote

Die flippig-bunte Musical-Komödie mit Hits der 90er eröffnete das dritte Sommer-Open-Air der Komödie Dresden im Innenhof des Hotel Elbflorenz.

Jessica aus Bautzen liebt exotische Eissorten und träumt von einer eigenen Eisdiele im Urlaubsparadies Ibiza. Doch weder die Sonne noch Freund Ronny lassen sich blicken. Da hilft nur cool bleiben und neu durchstarten. Für fröhlich-ausgelassenes Urlaubsfeeling sorgt mit reichlich Lebenslust und heißer Musik „Eis Eis Baby – Sommer, Songs & Sonnenstich“. Die Musical-Komödie von Martin Riemann und Christian Kühn, der auch Regie führt, mit den Hits der 90er eröffnete am Freitag abend dem kühlen Regenwetter trotzend das dritte Sommer-Open-Air der Comödie draußen im Innenhof des benachbarten Hotels Elbflorenz (noch bis 19. August, immer mittwochs bis sonnabends).

Das Fruchtige der Karibik trifft auf das Schärfste aus Bautzen am Eisstand von Jessica. Doch die in zarten Pastelltönen gehaltene Erfrischungsoase am Strand mit Sonnenliegen, Hängematte und verlockenden Sorten wie Schokoeis mit Chili, Limette oder Lavendel bleibt erst mal leer. Nicht nur die ausbleibende Kundschaft macht Jessica (liebenswert-naiv:  Nina Bülles) zu schaffen, sondern auch der locker-lässige Bratwurstheini Joe (Christoph Jonas) gegenüber und der windig-aufdringliche Vertreter von der Leck- und Schleck GmbH mit seinen potenzprotzenden Stieleis-Überfällen (herrlich kauzig: Ramón Hopman). Dann ist da auch noch die feierfreudige Lucy (Anne Römeth) mit ihren witzig-frechen Sprüchen über Männer, die Liebe und das Leben. Sie hilft munter schwäbelnd Jessica ihr Geschäft aufzupeppen – statt Schürze bauchfreie Bluse und knallbunte Strähnen  – und ihr Eis ran an den Kunden zu bringen. Für jeden Typ und jede Stimmung servieren sie die passende Geschmacksnote von süßsauer, beruhigend bis feurig.

Da versucht jeder einen Platz auf der Sonnenseite des Leben zu erhaschen. Kommen sie sich immer wieder in die Quere mitsamt ihren Träumen, Macken, Sorgen und Stärken: das nette, fleißige, aber weltfremde Mädchen aus der Provinz, das pfiffige Partygirl, der nicht nur fiese Eisvertreter und der knackige Bratwurstmann, den daheim keiner vermisste als er mit 16 abhaute und der sein Zuhause in sich hat mit seinen Erinnerungen und Erfahrungen. Für unbeschwerte Sommerlaune und Partystimmung unter Regenschirmen bei der Premiere sorgen vor allem die temperamentvoll-gefühlreichen Musik- und Tanzeinlagen der vier Darsteller, von It`s my Life bis Weil ich `n Mädchen bin von Tic Tac Toe, mit kessem Humor und Power in flippig bunten Klamotten und Laserlichteffekten in Szene gesetzt. Herzlicher Beifall vom begeistert mitgehenden Publikum.

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Theaterschule Pegasus – Beflügelnde Spiellust

30 Freitag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Tanz, Theater

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In der Theaterschule Pegasus haben Kinder und Jugendliche bei Schauspiel, Gesang und Tanz viel Spaß und entdecken sich selbst. Ein besonderes Erlebnis war für die Kursteilnehmer, Kinder, Eltern und Kursleiter ein gemeinsamer Improvisationsnachmittag am letzten Unterrichtstag vor den Sommerferien. Da verwandelte sich der Raum mit den Akteuren immer wieder neu, steigerte sich mit jeder Runde die Freude am Bewegen, aus dem Moment heraus eine Figur oder  Situation zu spielen und durfte die ganze Gefühlspalette von Liebe, Wut, Angst, Freude und Trauer frei heraus fließen.

Spielerisch können die Schüler der Pegasus-Klassen im Alter von sechs bis 18 Jahren und der Pony-Gruppen ab vier Jahren ihre Fantasie, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit erkunden und entwickeln, wobei ihnen erfahrene, theatererprobte Lehrkräfte zur Seite stehen im Unterricht. Dort entstehen oft auch Ideen für Theaterprojekte und Aufführungen, die zu verschiedenen Anlässen wie Museumsnacht oder Familientag an den Technischen Sammlungen unweit von der Theaterschule auf der Bärensteiner Straße 16 gezeigt werden.

Nach den Sommerferien heißt es wieder: Bühne frei, das Spiel beginnt!
Anfragen und Anmeldungen für die laufenden Kurse
unter Tel.: (0351) 31 44 66 9 oder per mail unter info@pegasus-theaterschule.de

http://www.pegasus-theaterschule.de

Mehr Text folgt.
Text + Fotos (lv)

Spielfreude aus der Bewegung heraus: Schauspieler und Pegasus-Schulleiter Uwe Lach und die Tanzprofessorin Olimpia Scardi.

Na, was fühle ich? Die Schauspielerin und bisherige Kursleiterin der Pony-Gruppe Annette Richter in Aktion mit kleinen Akteuren.

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Wut – Jelinek, Wagner und Jesus von Nazareth in einer Orchesterperformance

20 Dienstag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Theater

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Fotos: Matthias Horn

„Oh Gott! Ich muss nachschauen welcher…“

Dunkel-Dramatische, Lichtfunkelnde und Aufrüttelnde Klänge, Bittere, beschwörende und Tragikomische Worte darüber, wie Menschen heute mit sich, anderen und der welt umgehen, wechselten in der Orchesterpeformance „Wut – Jelinek, Wagner und Jesus von Nazareth“ von Christian von Borries am Sonnabend zum Abschluss der Dresdner Musikfestspiele. Eine gemeinsame Aufführung der Dresdner Sinfoniker mit Schauspielern des Staatsschauspiels und dem Dresdner Bürgerchor in der Frauenkirche, die dabei allerdings akustisch an ihre Grenzen stieß, da viele der Chorpassagen – Ironie des Schicksals oder der Zeit – kaum gehört verhallten.

Zuerst stehen die Akteure in blauen Gewändern brav in einer Reihe hinter dem Orchester, später rücken sie immer weiter vor, von einer Zuschauerreihe in die nächste und lassen im Chor mit geballter Stimmkraft ihrer „Wut“ freien Lauf nach der gleichnamigen zornig-scharfzüngigen Textvorlage der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Jelinek, entstanden nach den Terroranschlägen in Paris 2015, im weiten Kirchenraum. Klanggewaltig begleitet von den Dresdner Sinfonikern – zu Musik von Wagner, Bach, Mendelssohn Bartholdy, Popmusik und Militärmärschen – suchen sie sich Gehör zu verschaffen in einem zunehmend um sich greifenden Klima der Angst vor Terror, Gewalt, Hass, Leid und Zerstörung, des Zerfalls von Werten und fordern Veränderungen. Sie halten vor dem Altar Schilder mit der Aufschrift Wut und Videobildern mit davonrennenden, fliehenden Menschen und dem aufragenden Bus-Monument, das vor der Frauenkirche für viel Aufsehen sorgte. „Wir brauchen nichts mehr, keinen Gott, keinen Führer“, rufen sie und führen sich auf als „Selbsterschaffene“, die vor Wut übergehen und sich mal ohnmächtig fühlen, in Deckung gehen, hinters Podium stellen, auf die Brüstung springen und sich in dunkle Allmachts- und Vergeltungsfantasien vor dem imaginären Fremden, Unheimlichen flüchten.

Das hinterließ starken Eindruck, ging unter die Haut und bietet viel Zündstoff zum weiteren Nachdenken, wie mit der Wut über das Wegsehen und Nichtgehörtwerden umgegangen werden kann – persönlich und auf gesellschaftlicher Ebene – angesichts der vielen nicht zu übersehenden sozialen Spannungen und vielen ungelösten Fragen zu Zuwanderung und Integration hier im Lande und in anderen Ländern Europas.

„Wir haben das Maß verloren. Fallen aus der Ordnung der Welt heraus, aber die hat noch nie Ordnung halten können“, heißt es in einer Textpassage von Jelinek. „Keiner ist schuld. Keiner ist schuld?“

Wir sind ja nur unsere eigene Wahrheit, wir spielen sie nur, lässt sie die Akteure abschließend sagen. Vielleicht hat es sich aber doch gelohnt, weil alle bezahlt haben?!, fragt sie sarkastisch. Zumindest gab es trotz streckenweise schwer verständlicher Rede im Gegensatz zur wunderbaren Musik dennoch reichlich Applaus vom Publikum.

Die Spieler verteilten neben Taschentüchern auch diesen Wut-Text von Elfriede Jelinek an die Zuschauer:
„Ich sage wir, aber ich bin es nicht, ich bin die alle nicht,
ich bin auch die Flüchtlinge nicht, die da sprechen,
wie könnte ich denn ein Flüchtling sein, wo ich doch nicht mal ins Kino oder
ins Theater oder in ein nettes Restaurant flüchten kann!,
wie kann ich mich in diese Leute hineinversetzen, in diese Mörder?
Ich kann es nicht und tue es nicht.
Ihr Inneres verstehe ich nicht, ihr Äußeres sehe ich nicht, obwohl es oft im
Fernsehn war und ich nur sehe, was dort stattfindet.
Das Äußerste kann das Innerste sein, aber das Innerste sieht man eben nicht,
ich habe das schon öfter irgendwo erwähnt, glaube ich.
Sie wollen das Innerste der Menschen von mir, aber wie soll ich das kennen?
Sie wollen richtige Menschen von mir?
Dann müssen Sie sich an jemand anderen wenden!“

 

 

 

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Nachlass – ein Theaterstück ohne Menschen im Kleinen Haus

19 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Fotos: Daniel Koch

Was Dinge über Menschen erzählen

Tür auf, Tür zu steht der Betrachter in einem anderen Lebens-und Erinnerungs-Raum in der berührend-eindrucksvollen szenischen Installation „Nachlass – Pièces sans personnes“ der Künstlergruppe Rimini Protokoll im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Ein abgedunkelter Gang mit vielen Türen, die sich öffnen und schließen.  Jeder der acht Räume birgt individuelle Gegenstände, Geschichten, Bilder und Blicke auf Menschen, die nicht mehr da sind. Was bleibt, wenn die Lebensuhr stehen bleibt, von uns zurück? Davon erzählt „Nachlass – Pièces sans personnes“, eine szenische Installation der Künstlergruppe Rimini Protokoll (Stefan Kaegi, Dominic Huber). Sie besuchten Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden und haben berührend-eindrucksvolle Räume des Erinnerns an sie geschaffen. Die Premiere dieser ungewöhnlichen Theateraufführung ohne Menschen war am Freitag abend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Es ist ein seltsames Gefühl, einen Raum mit persönlichen Lebensdingen zu betreten und die Stimme des nicht mehr lebenden Menschen zu hören, dem sie gehörten. Der einen freundlich begrüßt und bittet Platz zu nehmen. Um sich Videoaufnahmen, Fotografien und andere Erinnerungsstücke auf dem Tisch, in Schubladen, Kartons und an den Wänden anzusehen. Und sie verabschieden den Besucher mit einem vieldeutigen „Adieu“ und „Auf Wiedersehen“. Da wird man scheu, erstaunt, ergreifend und fasziniert zum Augenzeugen, wie verschiedene Menschen – vom älteren Unternehmerpaar, über den im Höhenrausch sein Leben riskierenden, leidenschaftlichen Basespringer bis zur früheren EU-Botschafterin  – offen und freimütig, anrührend, gelassen, klar und gefasst und zuweilen mit leisem Humor über den Tod und ihr bald nicht mehr Dasein sprechen. Wie sie letzte Dinge ordnen, ihre Wünsche, Visionen und ihr Vermächtnis an die Nachwelt weitergeben. Da sitzt man in einem Raum auf einem bunten Orientteppich, lauscht den Klängen und sieht auf dem Bildschirm der letzten Reise eines älteren Mannes aus der Türkei zu, der in Istanbul bei seiner Familie bestattet werden möchte. “Vergessen Sie mich nicht. Schönen Tag“, wünscht er abschließend den Besuchern. Ein 44-jähriger, unheilbar kranker Mann hat ein Urlaubsvideo für seine kleine Tochter Marie zur Erinnerung aufgenommen. Dort steht er mit einer Angel an einem Fluss und denkt über sein Leben und die Fische nach, die bei ihm am Haken zappeln.

In einem Raum mit Bühne wandert das Scheinwerferlicht zu einem weißen Wollpullover auf einem Hocker, während die Stimme einer alten Dame erklingt. Sie war Schauspielerin und singt noch einmal eins ihrer Lieblingslieder. „Wenn Sie mich hören, bin ich nicht mehr da“, sagt Nadine Gros.

In einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer liegen auf dem Tisch Familienbilder ausgebreitet, ticken zwei Wecker ohne ihre Besitzerin weiter und hören die Besucher der wechselvollen Lebensgeschichte der fast 91-jährigen Ururgrossmutter zu, der die Ärzte als sie ins Altersheim kam zunächst nur noch wenige Tage gaben. Der Tod sei gerecht, sagt Jeanne Bellugi, da er natürlich ist und alle trifft. Und der Anblick auch nicht schlimm. „Tote sehen immer schön aus, so wunderbar entspannt, selbst die schlechten Menschen“, sagt sie.

Skurril und nachdenklich zugleich ist ein etwas anderes Beratungsgespräch im Büro des Unternehmers Dr. Günther Wohlfarth und seiner Sekretärin, Haus- und Ehefrau Annemarie. 62 Jahre waren sie ein Team. Jetzt sind die zwei Sessel leer. Die Lampe auf dem Schreibtisch brennt noch. Mit „Liebe Menschen in der Zukunft“ empfängt er die Zuhörenden. „Wenn Sie ein Glas Wasser möchten…“, sagt  seine Frau höflich zu den Gästen, die sich allerdings selbst bedienen müssen am Wasserbehälter. „Wie sieht Ihr Geschäftsplan für die Zukunft aus? Haben Sie eine aussichtsreiche Idee?“, kommt ihr Mann gleich zur Sache, als könne er anderen immer noch helfen. Und er gibt den Menschen der Zukunft als Lebensrat mit, dass sie skeptisch sein und keiner Ideologie glauben sollen.

In einem Raum voller Umzugskisten erzählt in einer Höraufnahme die ehemalige EU-Botschafterin Gabriele von Brochowski, zu dem Zeitpunkt 80-jährig und zeitlebens eine Weltreisende, noch immer energiegeladen, wie ihr Lebenswerk nach ihrem Tod weitergeführt werden soll. Aus ihrem Besitz gründete sie eine Stiftung, die Afrika helfen will und dafür Künstler, Intellektuelle und Unternehmer – das „Trio der Zukunft“ – fördert und zusammenbringt, um Armut und Korruption zu bekämpfen. „Afrika kann sich nur von innen heraus entwickeln“, ist ihre Vision. „Sie werden es erleben. Ich nicht mehr.“

Im letzten Raum mit heißen Punkrockklängen, die der Extremsportler sich auf seiner Beerdigung wünschen würde falls er verunglückt, begleiten die Besucher den Schweizer Basespringer Michael Schwery. Er ist 44jährig und Vater einer kleinen Tochter und zeigt in imposanten Videobildern seine Route in die Berge, bis zum Exit, dem Absprungort mit dem Gleitschirm aus schwindelerregender Höhe. Er weiß, dass immer etwas passieren kann, hat seine Familie entsprechend abgesichert. Doch das Gefühl der totalen Freiheit, nur mit seinem Körper in der Luft und nichts dazwischen während des Flugs zur Erde, sei stärker als die Angst vor dem Absturz und Tod. Die atemberaubenden Bilder aus der Vogelperspektive lassen offen, ob er diesen Sprung überlebte. Kaum ist der Film abgelaufen, geht die Tür auf und warten schon die nächsten Betrachter. So dass das besinnliche Element, Zeit zum Innehalten und Nachklingen im jeweiligen Lebensraum mit den vielen Eindrücken etwas zu kurz kommt. Am Premiereabend war ein reges Kommen und Gehen von Beginn ab 17 Uhr an. Rund 90 Minuten dauert der Besuch der szenischen Installation. Ein authentisches Theatererlebnis vor und hinter dem Lebensvorhang, das man nicht so schnell vergisst.

Weitere Aufführungen:

19. – 24.6., jeweils ab 17 bis 20.30 Uhr startet aller 15 Minuten eine Gruppe von ca. zehn Zuschauern in die szenische Installation. Beim Kauf einer Karte entscheidet man sich für eine bestimmte Uhrzeit. Durch die variable Aufenthaltsdauer kann es zu leichten Verschiebungen der Einlasszeit kommen.

 

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Theater auf dem Theaterplatz mit 120 Dresden: „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ von Peter Handke

12 Montag Jun 2017

Fotos: Klaus Gigga/Staatsschauspiel Dresden

Skurrile Momente zwischen Traum und Alltag in dieser Stadt

Wundersame Dinge geschehen in dieser Stadt. Pilze wachsen plötzlich aus dem Steinboden vor der Semperoper. Straßenfeger kehren Kaffeebecher und Zeitungsfetzen zusammen. Ein roter Luftballon und ein weißer Taubenschwarm fliegen in den strahlend blauen Abendhimmel. Ein Stadtführer mit Fähnchen und eine Dame mit eingerollten AfD-Fahnen gehen über den Theaterplatz.

Der Theaterplatz wandelt sich zur Bühne für Peter Handkes Stück „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“. Die Premiere war am Sonntagabend. Dabei gibt es keine Grenze zwischen Spielern und Zuschauern, die beidseits des Platzes sitzen und sich gegenseitig neugierig und aufmerksam betrachten. Zu erleben war ein bunt-lebenspralles, kontrastreiches Bildertheater ohne Sprache, begleitet von atmosphärischen Klängen und Großstadtgeräuschen über die vielen Gesichter der Stadt, inszeniert mit 120 Dresdner Bürgerinnen und Bürgern unter Regie von Uli Jäckle. Die Darsteller tragen Alltagssachen, unter sie mischen sich berühmte Gestalten aus der Dresdner Historie und Kunst wie August der Starke im Goldenen Gewand, barocke Hofdamen oder Papageno neben adretten Stewardessen, schrulligen alten Frauen mit klappernder Spielzeugeisenbahn im Schlepptau und dunklen Gestalten schwer bepackt mit Koffern.

Sie laufen kreuz und quer über den Platz, stehen sich gegenüber und halten inne in ihren Posen. Ein Clown im bunten Flickenmantel schubst einen bequem lümmelnden Mann aus seinem Thronstuhl. Eine Kellnerin mit Kaffeetablett sucht in der Menge den einen passenden Gast. Eine Frau reicht ein großes knusprig braunes Kunstbrot an die Zuschauer, die es weitergeben. Ein Polizist mit Schäferhund streift vorbei an Fußballfans, einer Zirkusgruppe und anderen kuriosen Gestalten. Ein Segelboot fährt mit Möwengekreisch auf den Theaterplatz und ein Elefant auf blauen Rädern, gezogen von einer Nonne, die zu orientalischen Klängen gen Mekka betet.

Ein Mann in brauner Uniform tritt ans Mikro und fuchtelt mit den Armen nach oben und allen Seiten. Die bunte Menge marschiert an ihm vorbei mit mal offen ausgebreiteten Armen, mal hin und her rudernd, dirigierend oder mit geballten Fäusten. Momente aus dem Leben der Stadt zwischen banal Alltäglichem und Surrealem, Skurril-Komisches, Ernstes, Trauriges und Nachdenkliches treffen aufeinander, die jeder Betrachter für sich deuten kann.

Leider gab es wenig spannende Interaktion auf dem Platz. Nur die Uhr am
Schlossturm schlug zwei Mal dazwischen in der einstündigen Aufführung. Dabei sollte das Spiel unter freiem Himmel doch gerade auch von überraschender Spontanität leben und auftauchende Passanten Teil des Spiels werden. Bleibt zu hoffen, dass bei den weiteren der insgesamt sechs Vorstellungen (wieder am 12., 16., 17., 18. und 19.6., jeweils 19.30 Uhr) noch mehr die Zufälle des Lebens mitspielen. Dennoch herzlicher Beifall für den originell-wagemutigen Versuch der kulturellen Rückeroberung des Theaterplatzes.

(lv)

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Verfasst von Lilli Vostry | Filed under Theater

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Romantischer Rebell: Zorro an den Landesbühnen Sachsen

21 Sonntag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Tanz, Theater

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Er ist Träumer, Narr und Rebell in einer Person: Der Mann mit der Maske, „Zorro“ lehrt die Bösewichte dieser Welt das Fürchten.

Mit viel südlicher Lebensfreude und Leidenschaft in Spiel, Gesang und Tanz feierte das Musical „Zorro“ von Stephen Clark (Buch und Gesangstexte) mit Musik der Gipsy Kings am Sonnabend Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Erstmals tauchte der legendäre Rächer des Volkes in Kalifornien zu Beginn des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft, bei Johnston Mc Cully in seinem Groschenroman „The Curse of Capistrano“/Der Fluch von Capistrano auf. Seitdem ritt “Zorro” in unzähligen Mantel- und Degenfilmen über die Leinwände der Welt. Mit einem Wiegenlied für einen Jungen, der sich ungeliebt und übersehen fühlt und später zum Tyrann und Zorros Gegenspieler wird, beginnt die Inszenierung unter Regie von Manuel Schöbel und musikalischer Leitung von Jan Michael Horstmann an den Landesbühnen. Anfangs ist es nur ein Abenteuerspiel im Video festgehalten. Drei Kinder fechten und streiten im Wald, wer der Anführer sein soll. Doch daraus wird blutiger Ernst in dieser Geschichte um die zwei Brüder Ramon und Diego, die zu erbitterten Feinden werden, obwohl sich beide nur nach Liebe, Freiheit und Anerkennung sehnen.

Ramon (Andreas Petzoldt) fühlt sich benachteiligt vom Vater, vertreibt ihn aus dem Amt des Bürgermeisters und herrscht als selbstherrlicher Despot. Luisa, die schöne, starke und temperamentvolle Freundin aus Kindertagen (Iris Stefanie Maier) findet Diego in Barcelona, wo er statt zu studieren sein Leben genießt mit einer Gruppe Gitanos, die musizierend umherziehen. Aufgerüttelt von den gewaltsamen Zuständen in seiner Heimat, kehrt Diego (als romantischer Rebell: Carlos Matos) zurück. Er taucht abwechselnd als Narr in roter Uniformjacke und ganz in schwarz mit Maske als Rächer der Armen und Entrechteten auf, hinterlässt ein flammendes „Z“ mit seinem Degen, befreit zum Tod Verurteilte und entwischt Ramon immer wieder.

Die keck-verführerische Gitana Inez (Emily Burns-Scott) becirct den trottelig-fügsamen Sergeant Garcia (Marko Bräutigam) und erkennt Ramons selbstzerstörerischen Hass auf alle, die ihn einst gern hatten. Mit viel Herz und Schmerz, Dramatik und Komik erobert “Zorro“ die Herzen der Zuschauer, passend zur beginnenden warmen Jahreszeit, begleitet von feurigen Flamencoklängen, den Ohrwürmern der Gipsy Kings und hinreißenden, mal farbenfroh-fröhlich umherwirbelnden, stolz und kraftvoll mit den Füßen stampfenden Tänzerinnen und Tänzern. Begeisterter Beifall vom Publikum.

Nächste Vorstellungen: 21.5., 19 Uhr, 26.5., 19.30 Uhr und 9.6., 20 Uhr an den Landesbühnen

 

 

 

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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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