Leipziger Buchmesse: Für die Freiheit des Wortes

Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan wird am 23. März  per Live-Schaltung aus Istanbul zu Gast auf der Leipziger Buchmesse sein.

Für Asli Erdogan: „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“

Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan, die in der Türkei auf ihr Urteil wartet, ist eine Symbolfigur für das Recht und die Bedeutung der freien Meinungsäußerung. Aus diesem Anlaß findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf dem „Blauen Sofa“ (Glashalle) eine Veranstaltung „Für Asli Erdogan“ und die Freiheit des Wortes statt, in der ihre politischen Essays „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“ präsentiert werden. Sie erscheinen zur Messe erstmals auf Deutsch, in der Türkei können sie derzeit nicht publiziert werden.

Die Veranstaltung am Donnerstag, den 23. März um 13.30 Uhr, wird getragen von der Leipziger Buchmesse, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, „Das Blaue Sofa“, dem gemeinsamen Autorenforum von Bertelsmann, Deutschlandradio Kultur und ZDF“, dem PEN-Zentrum Deutschland e.V. sowie dem Knaus Verlag in der Verlagsgruppe Random House, die gemeinsam für Presse- und Meinungsfreiheit einstehen. Die Beteiligten bedauern sehr, dass die Autorin die Einladung, nach Leipzig zu kommen, nicht annehmen kann, nachdem soeben ein Antrag auf Aufhebung des Ausreiseverbots von der türkischen Justiz abgelehnt wurde.

  • Im Gespräch: Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
  • Moderation: Daniel Fiedler, ZDF Redaktionsleiter Kultur Berlin
  • Lesung: Oliver Kontny, Übersetzer aus dem Türkischen
  • Gespräch mit Asli Erdogan (Live-Schaltung aus Istanbul)
  Text: Pressestelle/Leipziger Buchmesse
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„Garbald in Dresden“ – Uta Hauthal geht in ihrem Roman den Lebensspuren einer Schweizer Poetessa und verschütteten Erinnerungen an der Elbe nach

Was es mit dem geheimnisvollen, etwas nostalgisch klingenden Buchtitel auf sich hat, erzählte die Autorin Uta Hauthal im Gespräch mit der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers bei der Buchpremiere im Literaturhaus „Villa Augustin“/Kästnermuseum am Albertplatz in Dresden.

Uta Hauthal (im Foto li.) im Gespräch mit Tanja Dückers.

Wenn Uta Hauthal nicht schreibt oder moderiert, dann singt, vertont oder rezitiert sie Gedichte. Manchmal fragt die vielseitige Künstlerin auch Passanten auf Straßen und Plätzen, ob sie diese mit einem Gedicht erfreuen darf. Wenn sie mit ihrem Rad mit der Aufschrift „Poesietankstelle“ unterwegs ist. Sie trat schon mit einigen literarisch-musikalischen Programmen im Literaturhaus Villa Augustin/Kästnermuseum am Albertplatz auf. Hier stellte sie nun am Donnerstag abend ihren druckfrischen ersten Roman „Garbald in Dresden“ vor, der im NOTSchriften-Verlag Radebeul (www.notschriften.com) erschienen ist.

Im Gespräch mit der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers erzählte Uta Hauthal, wie sie ursprünglich ausgelöst vom Streit um die Waldschlößchen-Brücke einen Roman über Dresdner Eigenarten und Geschichte schreiben wollte. Wie sie dann bei einem Besuch in der „Villa Garbald“, erbaut von Architekt Gottfried Semper im schweizerischen Bergell, von der bewegten Lebens- und Familiengeschichte von Johanna Garbald, Ehefrau, Mutter und Schriftstellerin, die sich ihren Traum Poetessa zu werden erfüllte Mitte des 19./Anfang 20. Jahrhunderts, erfuhr und daraufhin beschloss, ihre Geschichte „mit einzubauen“ in den Roman.

Mehr zum Buch und zur Lesung folgt.

Text + Fotos (lv)

Verleger Jens Kuhbandner vom NOTSchriften-Verlag Radebeul freut sich mit Autorin Uta Hauthal über die gelungene Buchpremiere.

Mit Wodka & Humor: Aus dem Tagebuch des Karrusselführers und Poeten Pratajev

Lasen mit viel russischem Witz und Seele die Geschichten über Pratajev bei Büchers Best: Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz, musikalisch begleitet von Rainer Herbert Herzog an der Erlenholzgitarre und einem Trommelschemel.

Kennen Sie Pratajev?, so lautet der Titel des neuen Programms des Dresdner Erzählkunst-Duos Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz. Diesmal musikalisch verstärkt durch den Musiker und Sänger Rainer Herbert Herzog, der eine Budjonny-Mütze mit rotem Stern trug und Lieder wie den Ohrwurm „Katjuscha“ auf deutsch und russisch zur Gitarre nebst Trommel- und Marschklängen beisteuerte. Gemeinsam sorgten sie im äußeren Erscheinungsbild, samt Souvenirs, witzig-deftig lebensprallen Gedichten und Geschichten über Pratajev, dem Dichter, Sänger, Karusselführer im Auf und Ab des Lebens, Hilfszahnarzt, Wodkavernichter und Jungfrauenversteher, bis zum obligatorischen Gläschen Wodka in der Pause mit Hingabe für russische Stimmung bei ihrer gut besuchten Lesung am Mittwochabend in der Buchhandlung Büchers Best in der Äußeren Neustadt.

Pratajev sei einer der noch zu hebenden Schätze des russischen Literatur- und Liedgutes, sagte Jörg Stübing, Inhaber von Büchers Best, für den dieser ebenso eine Entdeckung ist. Er überreichte dem Erzähler-Duo die erste kleine Broschüre des legendären Dichters, die 1997 erschien und nur noch antiquarisch erhältlich ist. Doch inzwischen gibt es schon ein neues Buch mit Pratajev-Geschichten, aufgeschrieben von Frank Bröker und Holger Makarios Olev, die gleichzeitig als „The Russian Doctors“ mit Texten Pratajevs musikalisch unterwegs sind.

Mehr Text dazu folgt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.pratajev-gesellschaft.de

Länderabend Indien an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

 
Eine tänzerische Reise durch Indien und Eindrücke über dieses Land mit der Schauspielerin Julia Rani erleben Besucher dieser Veranstaltungsreihe der Landesbühnen Sachsen am 17. März, um 20 Uhr in der Gaststätte Goldene Weintraube in Radebeul.

Schauspielerin Julia Rani lädt im ersten Teil dieses Abends in den Balllettsaal zu einer tänzerischen Reise durch Indien ein. Im zweiten Teil geht es zurück in die «Goldne Weintraube», wo ein typisch indisches Gericht angeboten wird und Julia Rani im Gespräch über die ferne Welt Indiens zu erleben ist.

Seit ihrem sechsten Lebensjahr beschäftigt sich Julia Rani mit dem klassischen südindischen Tanzstil Bharata Natyam. Ausgebildet wurde sie von Padmashri Chitra Visweswaran – einer der prägendsten Tänzerinnen dieses Tanzstils im 20. Jahrhundert – an der Tanzakademie Chidambaram Academy of Performing Arts in Madras. Bei Aufritten in Indien und in Deutschland, wie z.B. bei der zentralen Jubiläumsfeier anlässlich der 50-jährigen Unabhängigkeit Indiens im Haus der Kulturen in Berlin sowie im Fernsehen, erwies sich Julia Rani als klassische Interpretin des Bharata Natyam, die sich durch besondere Ausdrucksstärke auszeichnet.

Der klassische südindische Tanz Bharata Natyam basiert auf einer mehr als 2000 Jahre alten Geschichte. Neben seiner komplexen Rhythmik, seiner hoch entwickelten Gebärdensprache und überaus kunstvollen Mimik ist er ein Tanzstil, der Körper, Geist und Seele involviert.

Text + Foto: Landesbühnen Sachsen

Nächster Länderabend: Südkorea, 8.3., 20 Uhr

Von Monet, van Gogh zu Klimt: Kunst in Bewegung in multimedialer Ausstellung

Wenn Bilder auf den Leinwänden lebendig werden

Die multimediale Kunstschau „Monet2Klimt“ in der Helios Hall der Zeitenströmung in Dresden bringt berühmte Gemälde auf sinnliche und zeitgemäße Weise den Besuchern näher.

Bewegte Bilder, die zauberhaft vor dem Auge des Betrachters erstehen im Rausch der Farben und Formen, die digital lebendig werden auf Leinwänden und räumlich erfahrbar, atmosphärisch untermalt mit Musik von Eric Satie über Beethovens Ode an die Freude, Sibelius, Vivaldi u.a., versammelt seit gestern die Ausstellung „Monet2Klimt – Art in Motion“ in der Helios Hall der Zeitenströmung (Halle 7B) auf der Königsbrücker Straße 96 in Dresden. Hier kann man berühmte Gemälde von Klimt, van Gogh und Monet auf besondere Weise erleben.

Gestaltet hat die 45minütige, multimediale Schau, die große Kunst auf neue, ebenso sinnliche wie zeitgemäße Art präsentiert, eine Künstlergruppe aus Grafikern und Kompositoren aus Estland. Faszinierend, eindrucksreich und dezent abgestimmt, wirken in fließenden Übergängen Farbtöne und Klänge aufeinander von sanft, verhalten, romantisch, beschwingt bis expressiv-temporeich. Einen Tick zu viel Action sind die Blitz- und Donnergeräusche bei einem Bild, das ein Schiff im Gewitter auf hoher See zeigt und mehr an filmische Animation erinnert. Ein Bild sollte doch mit seiner Aussage für sich sprechen.

„Mit dieser multimedialen Art der Ausstellung wollen wir ein breites Publikum erreichen. Besucher die Hemmschwellen vor Galerien und Kunstmuseen haben, junge Leute, die nicht wissen, wer van Gogh ist genauso wie Technikfans“, sagte Anthony Stavchanskyy, Project Director zur Eröffnung der Ausstellung „Monet2Klimt“ in Dresden.

Der Betrachter kann im Raum umher wandeln,  in die wunderbaren Bilderlandschaften eintauchen, ins Paris zu Monets Zeiten mit Sommerfrische am Meer und an seinen Seerosenteichen vorbei spazieren, van Goghs farbenprächtige Blumenstillleben und Landschaften genießen und die ausdrucksreichen figürlichen Szenen von Klimt wie sein berühmtes Liebespaar sehen.

Wer sich auf diese Art mehrdimensionaler Kunstbetrachtung einlassen kann, die Ausstellung nicht nur als Technikspielerei sieht, sondern auch die neuen visuellen Möglichkeiten, die einen neuen Blick auf die Werke eröffnen, der wird mit einem besonderen Seherlebnis belohnt. Ein Angebot für alle, kleine und große Besucher, Kunstkenner, Neugierige und Genießer.

Zu sehen ist die Bilder-Schau, die zum Erleben und Entdecken mit allen Sinnen einlädt, offiziell ab Freitag, den 17. März. Täglich von Mo bis So. von 10 bis 20 Uhr. Drei Monate läuft die Schau in Dresden. Tickets gibts bei Dresden Information u.a. Vorverkaufsstellen. Weitere Infos unter http://www.monet2klimt.de

Die Ausstellung wurde bis 25. Februar 2018 verlängert.

Text + Fotos (lv)

Lilli Vostry von meinwortgarten.com wandelte in den Bilderlandschaften.


Anthony Stavchansky, Projektmanager der Ausstellung „Monet2Klimt“

Eingehüllt in Kunst

Multimediale Ausstellung „Monet2Klimt“ in Dresden bis Ende des Jahres verlängert

Die multimediale Ausstellung „Monet2Klimt“ präsentiert noch bis Ende Dezember 2017 bekannte Werke von Claude Monet, Vincent van Gogh und Gustav Klimt auf dem Gelände der Zeitenströmung (Königsbrücker Straße 96, Halle 7B) in Dresden. Auf einer 360°-Leinwand können die Besucher von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 Uhr bis 19 Uhr, einen völlig neuen Einblick in das künstlerische Schaffen der drei Maler erleben.

Die 45-minütige Show stellt selbst kleinste Details der Bilder heraus und animiert diese zu immer neuen Collagen. Unterlegt von klassischer Musik, die größtenteils aus der Entstehungszeit der Gemälde stammt, werden einzelne Bilder stimmungsvoll in Szene gesetzt. Bekannte Melodien, etwa Bedřich Smetanas „Die Moldau“ oder Ludwigs van Beethovens Vertonung der „Ode an die Freude“, lassen den Besucher tief in die Atmosphäre vergangener Zeiten eintauchen: Monets Blumenmeer, untermalt von einem seichten Klangteppich, wandelt sich in wenigen Minuten zu einem übergroßem Totenkopfdetail aus Klimts Arbeit „Tod und Leben“, begleitet mit bedrohlich-dramatischen Tönen.

Bewusst will die Ausstellung kein kunsthistorisches Museum sein, sondern sie stellt die Wirkung der Malerei in den Mittelpunkt. „Unsere Gäste sollen die Kunst richtig wahrnehmen. Sie sollen sich auf die vielfältigen Farben und Formen einlassen. Aus diesem Grund haben wir drei Künstler ausgesucht, deren Werke perfekt für die Leinwand sind“, erklärt der Projektmanager der veranstaltenden RENAISSANCE GmbH, Anthony Stavchanskyy. „So nah wie bei uns kommen sie den Gemälden in keiner Galerie. Im Original sind es kleine Bilder, bei uns sehen sie diese 3 mal 6 Meter groß“, berichtet Stavchanskyy. Besonders für Besucher, die sich bisher wenig mit den Klassikern der bildenden Kunst auseinandergesetzt haben, ist diese Ausstellungsweise interessant. Auf Anfrage können Interessierte ausführliche Informationen zu den Künstlern und den gezeigten Werken via E-Mail erhalten.

Das nun verlängerte Programm hält auch einige Neuerungen bereit: Die Ausstellung kann zusätzlich immer freitags von 19 Uhr bis 24 Uhr besichtigt werden. „Das ist ein besonderes Angebot, gerade für die arbeitende Bevölkerung und junge Menschen, die unter der Woche weniger Zeit haben. Im Gegensatz zu klassischen Kunstausstellungen können sich unsere Gäste auch gern ein Glas Wein oder Bier mitbringen und es sich gemütlich machen. Wenn sie alles in Ruhe auf sich wirken lassen wollen, können sie gut zwei Stunden bei uns verbringen“, erklärt Stavchanskyy. Zudem wird am Freitagabend nur der halbe Eintrittspreis erhoben. Neu ist auch ein Kombi-Ticket mit der benachbarten Ausstellung der Terrakotta-Armee. Dieses ist zum Vorteilspreis von 19 Euro vor Ort erhältlich. Alle Tickets (außer das Kombi-Ticket) können auch auf der Homepage (www.monet2klimt.de), bei Eventim (www.eventim.de) und allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Der Eintritt beträgt an Wochentagen 10,50 Euro (ermäßigt 9 Euro, Kinder 6 Euro), an Wochenenden bezahlen Erwachsene 12 Euro (ermäßigt 10 Euro, Kinder 7 Euro).

Text: Medienkontor Dresden

Weitere Infos: www.monet2klimt.de

 

 

„Buch meines Lebens“ – Biographische Spurensuche und Lesung im Stadtarchiv Dresden

Dresdner Senioren übergeben Erinnerungsbücher feierlich an das Stadtarchiv Dresden.

Am 27. März 2017, um 18 Uhr werden „Erinnerungsbücher Dresdner Senioren“ im Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Str. 1 präsentiert. Die biographische Spurensuche mit Lesung sowie musikalischer Umrahmung gibt Einblicke in ein wertschätzendes Erinnerungs-Projekt.
Freunde und Geschichtsinteressierte sind herzlich eingeladen.Öffentliche Diskussionen zu Rentenproblemen oder Alterserkrankungen lassen oft vergessen, dass ältere Menschen stets eine Lebensgeschichte bergen, und damit auch als Zeitzeugen gelten können. Aus dem, was sie erreicht und geschaffen, aber auch verpasst oder gar falsch gemacht haben, können Jüngere lernen. Im „Buch meines Lebens“ wurde, als Ergebnis intensiver Gespräche, Erinnertes aus dem Leben von Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks Elsa Fenske niedergeschrieben.
Erzähltes kann so bewahrt und an Altersgefährten und Jüngere weiter gegeben werden.Einige dieser Lebensberichte werden seit 2011 in Dresden durch ein sechsköpfiges Team ehrenamtlich von in der SeniorenKultur engagierten Menschen in Interviews erfragt und in einem persönlichen „Buch meines Lebens“ festgehalten.
Der interessierten Öffentlichkeit werden die Geschichten in Erzähl-Cafés vorgestellt. So liegen nun schon 17 Lebensgeschichten gedruckt vor. Aus den Büchern werden Ergebnisse aus dem KULTreif-Netzwerk vorgestellt sowie Auszüge zum Wiederaufbau in Dresden nach 1945 gelesen. Anschließend werden dem Stadtarchiv – wie schon 2013 – die seitdem entstandenen Bücher in feierlicher Form übergeben. Musikalisch begleitet das Blockflötenensemble des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden die Veranstaltung.
Zur Buchpräsentation begrüßt die Besucher Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.
Einführung in die Buchpräsentation: Dr. Peter Müller (Vorstandsvorsitzender SIGUS e.V.) und Winfrid Ripp (Bürgerstiftung Dresden). Im Anschluss werden Auszüge vom Mehr-Generationen-Theater SONNENSUCHER aus den „Lebensbüchern“ vorgelesen.

Der Eintritt ist kostenfrei.
Text: Stadtarchiv Dresden

Kommende Veranstaltungen:
16. März 2017, 18 Uhr
Vortrag: Der Lebensweg religiöser Frauen (Nonnen und Beginen) nach der Einführung der Reformation“
Veranstalter: Frauenstadtarchiv Dresden

3. April 2017, 18 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Internationale Wochen gegen Rassismus“
Thema: Das [un]bekannte Andere – Verfolgung von Sinti und Roma in Sachsen
Referentin: Claudia Pawlowitsch

6. April 2017, 18 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Internationale Wochen gegen Rassismus“
Thema: Fremde in Dresden von 1945 bis 1989
Referent: Thomas Kübler

Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

Ausstellung Wieland Richter: „Ich gehe im Licht“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul

Ein Archäologe, der Träume sichtbar macht

Archaisch, zeitlos und poetisch, farb- und zeichenreich ist die Bildwelt des Künstlers Wieland Richter. Wie ein Archäologe gräbt er in der Tiefe unseres Seins nach verlorenen und verborgenen Träumen, um sie in Erinnerung zu rufen und holt sie ans Licht. Zu sehen sind seine Malerei und Mischtechniken auf Papier in der derzeitigen Ausstellung „Ich gehe im Licht“ in der Galerie mit Weitblick auf der Oberen Bergstraße 13 in Radebeul.

Mit seinen Arbeiten entführt Wieland Richter den Betrachter in „ferne Paradiese“ und bringt uns „fremde Schönheit“ nahe, so die Titel einiger Bilderserien. Da begegnet man archaischen Gestalten in erdigen und dunklen Farbtönen mit Speeren, Pfeil und Bogen, Paaren auf felsigen Inseln und andere in Booten schwerelos gleiten. Auf einer Farbpalette ist eine gehörnte Gestalt gehüllt in Sonnenfarben zu sehen, ringsherum Figuren, Tiere und Fundstücke. „Sehnsüchte“ heißt dieses Werk. „Stille klingt“ bei ihm, wenn Mensch und Natur sich nahe sind.

Seine Ölbilder auf Leinwand und teils runden Formate sind angeregt von der Höhlenmalerei von Naturvölkern. Sie wirken wie aus uralter Zeit und Ferne, doch Vergangenes und Gegenwärtiges überlagern sich und fließen ineinander im stets sich erneuernden Lebenskreislauf. Außerdem sind farbberauschend vielschichtige Arbeiten von Reisen des Malers, der sich alles im Selbststudium beibringt, nach Australien und Norwegen zu sehen.

Drei Monate war Wieland Richter unterwegs im Frühjahr 2015 im Westen des Kontinents, durchwanderte Nationalparks, Schluchten und glühende Wüsten. Gebannt vom Licht und dem Zauber der Farben, sind seine neuen Bilder wie das Titelbild „Little Sandy Desert“, „Bee delup Falls“ oder „Thistle Cove“ von Meer, Strand, Himmel, Bergen und alten Bäumen noch freier in den Formen und spurenreich durch feinkörnig übermalte Sande.
Die Farblandschaften strömen, flimmern, wogen und brausen oder ziehen ruhig dahin in sattem gelb, ocker, türkis und tiefblau, wellig spiegelnden Linien. Da blühen die alten, zerfurchten Baumstämme im Karriwald im Zauber des Lichts noch einmal auf. Dorothee Kuhbandner lernte Wieland Richter vor drei Jahren auf dem Grafikmarkt in Radebeul kennen und besuchte ihn zum Tag des offenen Ateliers auf seinem ausgebauten Bauernhof in Putzkau bei Bischofswerda.

Außerdem sind in der Ausstellung Sandsteinskulpturen des Bildhauers Olaf Klepzig zu sehen, die mit ihren figürlichen und offenen Formen interessante Zwiesprache halten mit den Bildern Wieland Richters. Die Ausstellung ist noch bis 30. Juli  zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So von 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung
www.doro-malerei.de; Tel.: 0174 – 147 1270


die Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner zeigt Malerei und Arbeiten auf Papier von Wieland Richter und Sandsteinplastiken von Olaf Klepzig.

Schraubenyeti rockt den Kultur-Bahnhof Radebeul

Schraubenyeti gibt den Auftakt zu neuer Veranstaltungsreihe im Radebeuler Kultur-Bahnhof.

Mit „Schraubenyeti & Das Mammut“ findet am 17. März, um 20.00 Uhr der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe „Im Konzert – Zum Gespräch“ im Radebeuler Kultur-Bahnhof statt.

Der Musiker Martin Lischke alias Schraubenyeti hat Räder an sein Klavier geschraubt, um dort singen zu können, wo andere den Grill anwerfen – In Parks, auf Wiesen oder auf Alpengipfeln. Nun rollt er sein Klavier in den Radebeuler Kultur-Bahnhof und begeistert das Publikum mit melodischem Gefühl und rauem, ehrlichem Folk. Seine Band „Das Mammut“ verleiht der Musik eine zusätzliche Kraft, die sie zum Folk-Rock werden lässt. Ohne Verzerrer oder Strom, dafür mit dreistimmigem Satzgesang, Kontrabass, Trommel, verschiedensten Saiteninstrumenten und Klavier schenken sie den ausschließlich selbstgeschriebenen Songs ein außergewöhnliches Klangfeuer.

Neben mehreren Konzertabschnitten lernen die Besucher die Musiker in Gesprächen und kurzen Interviews näher kennen. In einem musikalischen Quiz stellen Musiker und Publikum zudem ihr Wissen unter Beweis.

Ticket-Reservierungen werden unter der Telefonnummer 0351 / 830 52 32 entgegengenommen

Mehr Informationen:

www.kulturbahnhof.radebeul.de

www.facebook.com/KulturbahnhofRadebeul.

Text:  Ina Dorn, Amt für Kultur & Tourismus,
Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul

Foto: Paul Glaser

 

„Unmöglich, gegen eine Amsel anzulesen“… – Lesung: „Überall Welt“ mit Volker Sielaff im Zentralwerk

Verlagsbüro und Lesebühne in einem: Der Raum der  Edition Azur war voll bei der Buchpremiere von Volker Sielaffs Prosaband „Überall Welt“ (Edition Azur, 152 S., 19,90 Euro) am Dienstag abend im Zentralwerk auf der Riesaer Str. 32. Hierhin lud Verleger Helge Pfannenschmidt (re. Foto) zur ersten Lesung im neuen Domizil ein. In dem ehemaligen, sanierten Fabrikgebäude haben sich bereits viele Ateliers, Probenräume und Werkstätten angesiedelt. Durch die großen Fenster fällt viel Himmelblau. Die Edition Azur, die es seit nunmehr zehn Jahren gibt, versteht sich auch als Möglichkeitsraum, der das utopische Potenzial von Dichtung und Texten, die an Denk- und Sprachroutinen rütteln, befördert. Der Schwerpunkt liegt auf Lyrik und Prosa von Autorinnen und Autoren, die durch besonders eigenwillige Schreibweisen hervorstechen, ihr Debüt abgeben und noch nicht etabliert sind. Mit Sprache und Form experimentiert auch Volker Sielaff gern, wohlwissend, dass er sich „mit dem Schreiben immer auch persönlich aussetzt.“ „Erschütterbar“ zu bleiben, erwidert er im Buch dem „Alles aushalten, mit dickem Fell, wie ein Bär“ eines Freundes.

Mehr Text zur Lesung + Buch folgt.
Text + Fotos (lv)

Kostproben aus „Überall Welt“:

„Das weiße Räuberheft: So nennt das Kind sein Notizheft“ (S. 44)

„Manchmal genügt ein einziger bedenkenswerter Satz und ich spüre mich wieder“ (S. 89)

„Das Zirpen der Grillen im hohen Gras, Weltklang“ (S. 63)

„Ihre Bemerkung, die Füße hätten von allen unseren Körperteilen am meisten mit der Seele zu tun“ (S. 89)

„Das Licht
unter dem Flügel
des Mauerseglers.

Der Tag
hat noch Zeit.“ (S. 78)

 

Literatur vom Balkan auf der Leipziger Buchmesse

Die Alchemie des Balkans

Interessante Einblicke in die südosteuropäischen Wirklichkeiten und Perspektiven bietet zur Leipziger Buchmesse vom 23. bis 26. März die Themenreihe „Traduki. Das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher“. 

Die Leipziger Buchmesse gilt seit Jahrhunderten als Drehscheibe zwischen West und Ost. Der Wissenstransfer und die Literaturvermittlung von Nord nach Süd oder Ost nach West und in die entgegengesetzten Richtungen stehen im Mittelpunkt der Leipziger Buchmesse und von Europas größtem Lesefest Leipzig liest. Interessante Einblicke in die südosteuropäischen Wirklichkeiten und Perspektiven bietet vom 23. bis 26. März die ThemenreiheTraduki. Das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher“.

Unter der Überschrift „Nicht Ost, nicht West – die Alchemie des Balkans“ stellen 20 Autoren aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien,  Slowenien, Schweden und der Schweiz ihre aktuell ins Deutsche übersetzten Werke vor.

Autoren, Literaturkritiker, Journalisten und Experten wagen in Gesprächsrunden und Lesungen einen Rückblick auf Jugoslawien und seine (Sch)Erben, beleuchten die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Westbalkans und seine europäischen Perspektiven. Sie berichten von der vergeblichen Suche nach einer gemeinsamen Identität oder diskutieren über die Geschlechterrollen in der Literatur der jüngsten Generation. Gemeinsam spüren die Teilnehmer Werten des Balkans nach und debattieren auf Leipzigs Bühnen die Gemeinsamkeiten von Ost und West in Europa.

Traditioneller Höhepunkt der Reihe ist die „Balkan-Nacht“ am 25. März, ab 20:00 Uhr im UT Connewitz, mit Autoren und Musikern aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Liechtenstein, Rumänien, Serbien und Slowenien.

Belletristische Werke und ihre Autoren aus dem Traduki-Programm 2017:

  • Marie-Janine Calic: Südosteuropa – die Weltgeschichte einer Region, C.H. Beck
  • Mascha Dabic: Reibungsverluste, Edition Atelier
  • Elvira Dones: Hana, INK Press
  • Georgi Gospodinov: 8 Minuten und 19 Sekunden, Droschl
  • Milena Markovic: Wenn sich alles zu drehen anfängt, Edition Korrespondenzen
  • Joze Prijevec: Tito – die Biografie, Kunstmann Verlag
  • Richard Swartz: Blut, Boden & Geld, S. Fischer Verlag
  • Nenad Velickovic: Der Vater meiner Tochter, Sysiphus Verlag
  • Dragan Velikic: Jeder muss doch irgendwo sein, Hanser

Vom 23. bis 26. März lädt die Leipziger Buchmesse mit ihrem Lesefest Leipzig liest 3.300 Mitwirkende ein, die 571 Bühnen zu betreten. 411 dieser Bühnen werden in der Stadt Leipzig und 160 auf dem Leipziger Messegelände aufgebaut. Vier Tage lang stehen die neuesten Werke und ihre Autoren im Scheinwerferlicht von insgesamt 3.400 Veranstaltungen.

Über TRADUKI
TRADUKI ist ein europäisches Netzwerk für Literatur und Bücher, an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind. Das Netzwerk TRADUKI ist ein Projekt des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich, des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, von KulturKontakt Austria (im Auftrag des Bundeskanzleramts der Republik Österreich), des Goethe-Instituts, der S. Fischer Stiftung, der Slowenischen Buchagentur JAK, des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien, des Ressorts Kultur der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, der Kulturstiftung Liechtenstein, des Ministeriums für Kultur der Republik Albanien, des Ministeriums für Kultur und Information der Republik Serbien, des Ministeriums für Kultur der Republik Rumänien, des Kulturministeriums von Montenegro sowie der Leipziger Buchmesse.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Wick, Pressereferentin
Telefon: +49 341 678-6552
Fax: +49 341 678-166552
E-Mail: j.wick@leipziger-messe.de

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