BilderAlbum: Verrückte Träume & ErlebnisLabyrinth mit auferstandener DDR beim Herbst- und Weinfest in Radebeul

Verrückte Träume. Stelzenläufer als Astronauten auf dem Dorfanger. Mehrdimensionale Tänzerinnen in und vor dem Fernseher. Schillernde Selbstdarsteller und ein Mann mit superlangen Armen zum Umarmen. Der argentinische Clown und Puppenspieler Roberto White verzauberte mit seinen „Special Creatures“ mit viel Witz, Charme und Situationskomik die Zuschauer im vollbesetzten Kleinen Hoftheater. Unglaublich komisch, poetisch und berührend, wie er Wesen zum Leben erweckt, aus einfachen Dingen wie Tischtennisbällen, Luftballons und weißem Papier werden Samurais, Stars und liebenswerte Gestalten, die mit ihm auf Entdeckungsreise gehen, mit denen er kämpft, lacht und Tango tanzt – mein Favorit um den Publikumspreis des diesjährigen Internationalen Wandertheaterfestivals beim Herbst- und Weinfest in Radebeul-Altkötzschenbroda. Roberto White spielt heute, am 29.9. noch einmal um 16.30 und 18 Uhr im Kleinen Hoftheater. Toll auch die Straßenkünstler der Cie. Tac O Tac, die JuWie Dance Company und die Gruppe Liebe Knall Yoga All. Fantasiereich-komische „JugendTräume“ eben, so wie das Motto beim diesjährigen Weinfest.

Willkommen in der Ehemaligen! Kleine und große Besucher können außerdem in einem Erlebnis- und Erinnerungslabyrinth auf den Spuren des DDR-Alltags wandeln, wie es sich drinnen und draußen anfühlt und ihre Eindrücke dalassen auf Fragebögen. Noch bis heute, Sonntagabend stehen die Tore des „Labyläums“ anlässlich 30 Jahre Mauerfall und 20 Jahre Labyrinth am Elbufer offen. Erbaut hat es der Künstler Richard von Gigantikow mit seinem Team. Um 20 Uhr beginnt dann das Große Feuer-, Musik- und Theaterspaktakel zum Abschluss des Herbst- und Weinfestes & die Verleihung des Wandertheater-Preises auf der Elbwiese in Radebeul-Altkötzschenbroda.

Text + Fotos (lv)

Premiere „Sunday in the Park with George“ von Stephen Soundheim an den Landesbühnen Sachsen


George Seurat, „Ein Sommernachmittag auf der Insel La Grande Jatte“


Der Künstler und seine Muse: George (Tobias Bieri) und seine Geliebte Dot (Veronika Hörmann). Foto: Pawel Sosnowski

Musik wie Malerei                                                                         

„Sunday in the Park with George“, Buch von James Lapine, Musik und Gesangstexte von Stephen Soundheim, deutsche Fassung von Robin Kulisch (2019) feiert am 28.9., um 19 Uhr Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Pünktlich zum 90. Geburtstag von Stephen Sondheim (geb.22.3.1930) ist eines seiner populärsten Werke in einer eigens für die Landesbühnen Sachsen erstellten Neuübersetzung zu erleben.

Das Musical “Sunday in the Park with George” von 1984, das den bildenden Künstler ins Zentrum der Betrachtung stellt – als einsamen Schöpfer auf der einen und als surrendes Rädchen im überdrehten Kunstbetrieb auf der anderen Seite –, überspannt 100 Jahre Geschichte:

Im 1. Akt begegnen wir 1884 in Paris dem neoimpressionistischen Maler Georges Seurat, der mit lebenden Modellen sein berühmtes Gemälde „Ein Sommernachmittag auf der Insel Grande Jatte“ komponiert. Doch so harmonisch, wie dem Betrachter das Bild erscheint, gestaltet sich dessen Entstehungsprozess für den Künstler nicht: Dot, Seurats Geliebte, die von ihm ein Kind erwartet, verlässt ihn und geht mit ihrem neuen Freund nach Amerika.

Im 2. Akt findet die Handlung 1984 in den USA ihre Fortsetzung: Der Multimedia-Künstler George – der Urenkel Seurats – hat zum 100jährigen Jubiläum des Park-Bildes eine Installation geschaffen, mit der er nach Paris geladen wird. Aus der Rückbesinnung auf seine künstlerischen Wurzeln zieht er Inspiration und neue kreative Impulse.

Musikalisch ließ sich Sondheim von den französischen Impressionisten ebenso inspirieren wie von den Serialisten Philip Glass und Steve Reich. Seine farbig-filigrane und hoch-emotionale Partitur zum Kunstexkurs ist dennoch ein echter Sondheim, der vor allem an Humor nicht spart.

Zitat:

»Das Werk erhielt die meisten Auszeichnungen, die je einem Musical verliehen wurden.« Musik und Bühne

Im Oktober 2017 brachten die Landesbühnen Sachsen in Radebeul das Musical „Company“, Musik und Songtexte von Stephen Sondheim, Buch von George Furth; Originalproduktion und Regie am Broadway von Harold Prince, Deutsche Fassung von Michael Kunze bereits auf die Bühne.

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen. Musikalische Leitung: Hans Peter Preu
Inszenierung, Ausstattung und Licht: Sebastian Ritschel
Video: Sven Stratmann

Darsteller:

George, ein Künstler- Tobias Bieri; Dot, seine Geliebte; Marie, seine Großmutter – Veronika Hörmann; Alte Dame/ Blair Daniels, eine Kunstkritikerin – Antje Kahn;Pflegerin/ Betty, eine Künstlerin – N.N.; Celeste# 1/ Harriet Pawling, eine Kunstmäzenin – Kirsten Labonte; Celeste # 2 – Julia Harneit; Ein Soldat/ Alex, ein Künstler – Jannik Harneit; Jules, ein anderer Künstler/ Bob Greenberg, Museumsdirektor – Johannes Leuschner; Yvonne, seine Frau / Naomi Eisen, eine Komponistin – Katarzyna Wlodarczyk;Louise, kleine Tochter von Jules & Yvonne – N.N.; Franz, ein Kutscher/ Billy Webster, Freund von H. Paling – Andreas Petzoldt; Frieda, eine Köchin/ Elaine, Georges frühere Frau – Anna Erxleben; Ein Bootsmann/ Charles Redmond, ein Kurator – Michael König; Louis, ein Bäcker/ Dennis, ein Techniker –Edward Lee;

Weitere Vorstellungen:

6.10., 13.10.; 3.11., 23.11.; 13.12. und 20.3.2020 in Radebeul

Text: Petra Grubitzsch/LB

Tel. 0351/8954203 oder 0160/8820685,  presse@landesbuehnen-sachsen.de Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de  

Labyläum – das Labyrinth beim Herbst- und Weinfest Radebeul wird 20 Jahre!

 
Der Labyrinthgarten auf der Elbwiese in Radebeul-Alktötzschenbroda: ein Ort für Träume, Utopien, zum Innehalten und Genießen. Die Bilder entstanden letzten Herbst. Dieses Jahr ersteht aus einem Berg Paletten zusammengezimmert die einst aus Ruinen entstandene DDR, kann man labyrinthischen Erinnerungen nachgehen und entfaltet sich ein ganzes Paralleluniversum. Fotos: Lilli Vostry

LABYLÄUM, der Skulpturengarten, das Labyrinth wird 20 Jahre

Feuriges Finale – Auferstanden aus Ruinen und dann abgefackelt, Weinfest RadebeulLaby wie auch immer, Namenszauber im Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution. Heute abend (27.9., um 20 Uhr) eröffnet das Labyläum mit einer aus Paletten auferstehenden DDR seine Tore während des Herbst- und Weinfestes in Radebebeul-Altkötzschenbroda bis Sonntagabend. 

Wenn Zabka eine Ausstellung in Ostberlin inszenierte, dann wurden sie von Besuchern gestürmt. So auch gerade in der Zionskirche Berlin: An einem authentischen Ort der Friedlichen Revolution hat er mit Künstlern der damaligen Gegenkultur die sakrale Atmosphäre aufgemischt. Die Ausstellung Labystan ist eine atemberaubende Inszenierung, die unter die Haut geht. Was dem russischen Regisseur Ilya Khrzanowvsky mit seinem Mauerprojekt „DAU“, der Zustimmung der Berliner Senats und dubiosen Millionen-Sponsoren dann letztendlich doch nicht gelang, das ist Zabka und seinem Team mit einem Handstreich gelungen. Er stellte vor die Zionskirche einen Schlagbaum und ein Grenzhäuschen. Drinnen kann man sich selber einbürgern und sich ein eigenes Amt verpassen, an der Empore hängt ein riesiges Banner: „Liebe futsch, Revolution vorbei, Spaghetti kalt.“ und das bei freiem Eintritt!!!

Der zweite Teil der Ausstellungsreihe, Labytopia – Altäre der Revolution? in der Kreuzkirche Dresden fragt, ob man die deutsche Art der Heldenverehrung auf einem Altar stellen kann. Labytopia weckt Erinnerungen an Notstandskreativität der DDR, an die Macht der Phantasie, an die Träume und Visionen der Akteure von 89.

Der dritte Teil: Labyläum, das klingt nach Namenszauber. Es geht dabei um die labyrinthischen Erinnerungen an ein fernes Land DDR, um Erfahrungen und Verluste der Wiedervereinigung. In Radebeul errichtet Zabka an der Elbe seit 20 Jahren als Richard von Gigantikow mit einem Team von wilden Künstlern einen riesigen Skulpturengarten in der Dimension eines Fußballfeldes. Dieses Jahr zimmern die sächsischen Freigeister aus einem Berg von Paletten die aus Ruinen entstandene DDR zusammen und entfaltet ein ganzes Paralleluniversum. Besucher wandeln mit Fragebögen und Kerzen durch verschlungene Wege, Ideen blitzen auf, uralte Erinnerungen ziehen vorbei. Rahmen bildet das Weinfest von Radebeul und das Wandertheaterfestival mit dem Thema „JugendTräume“. Das Begängnis ist mit tausenden Besuchern an einem Wochenende das größte bildkünstlerische Ereignis in Sachsen und Brandenburg. Und als Höhepunkt wird dieses Gesamtkunstwerk dann am Sonntagabend in Flammen aufgehen. Dann gibt es keine Wende 2.0, denn vorbei ist vorbei, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Auf diese Bilder sind alle schon gespannt. Das feurige Finale, ganz großes Kino, wird am 29.9. um 20 Uhr mit Tausenden jubelnder Zuschauer hautnah zu erleben sein.

Text: Richard von Gigantikow

Ausstellungen

Labystan – 30 Jahre Friedliche Revolution bis 9. November in der Zionskirche Berlin
Labytopia – Altäre der Revolution? bis 24.10 in der Kreuzkirche Dresden
Labyläum – 27. – 29. September in Kötzschenbroda
LabyLaby – ab 30.10. im Lügenmuseum

Vergessene & Unstillbare „JugendTräume“ beim Herbst- und Weinfest Radebeul-Altkötzschenbroda


Für Träumer & Genießer. Das Theaterkarussel von Georg Traber dreht wieder seine Runden auf dem Dorfanger beim Herbst- und Weinfest Radebeul.

Viel Musik, Theater und zauberhafte Traumgestalten locken wieder im Festgelände auf den Streuobstwiesen von Freitag bis Sonntag. Fotos: Lilli Vostry
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Radebeul feiert den sächsischen Wein, das internationale Theater und die Visionen der Jugend

 

Vom 27. bis 29. September 2019 verbindet das 29. Herbst- & Weinfest mit XXIV. Internationalem Wandertheaterfestival auf ganz besondere Art Wein- und Kulturgenuss und verwandelt den historischen Dorfanger von Altkötzschenbroda in einen Ort zum Träumen. Schauspieler, Winzer und Musiker feiern gemeinsam mit den Besuchern drei Tage lang ein rauschendes Fest.

Zur Eröffnung am Freitag ziehen die sächsischen Weinhoheiten gemeinsam mit Künstlern und Musikern über den Dorfanger zum Kirchplatz. Nach dem traditionellen Anstich des ersten Fasses Radebeuler Federweißer wird zusammen mit den Besuchern auf ein einzigartiges Festwochenende angestoßen. Etwa 40 Winzerstände bieten in Weindörfern und Weingärten erlesene Weine und frischen Federweißer aus den Anbaugebieten Sachsen und Sachsen-Anhalt. In angeregten Gesprächen erfahren Weinliebhaber von den Winzern persönlich mehr über die heimischen Tropfen.

Unter dem diesjährigen Motto „JugendTräume“ werden drei Tage lang Zukunftshoffnung, junge Liebe und die unstillbare Neugier auf die Welt ins Rampenlicht gestellt. Dabei sind Jung und Alt eingeladen, gemeinsam zu träumen, ihren Visionen nachzujagen und aufgeschobene oder längst vergessene Träume doch noch wahr werden zu lassen. Der Schirmherr des diesjährigen Wandertheaterfestivals ist der junge Schauspieler Jonas Friedrich Leonhardi, der in seinen Kindheitsträumen eigentlich Eismann werden wollte, seine Jugend in Radebeul verbrachte und hier erstmals „ein Flirren von Kunst, Musik und Theater“ spürte. Er spielte am Staatsschauspiel Dresden und ist heute durch zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen bekannt.

17 Theatergruppen und Künstler aus aller Welt präsentieren ihre spannenden und beeindruckenden Inszenierungen, die von Schauspiel über Clownerie bis hin zu Figuren- und Tanztheater reichen. In Altkötzschenbroda verwandeln sie Straßen, Wiesen und Höfe in Bühnen.

Der sympathische, bucklige Clown Dado aus Kanada, der Gewinner des Publikumspreises 2018, kehrt mit seiner Show „Classic“ nach Radebeul zurück und begeistert die Zuschauer mit seinem skurrilen Wahnsinn und improvisierten Durcheinander. Die französische Compagnie Adhok zeigt in ihrem Tanztheaterstück „Das Nest“ die ungeahnten Herausforderungen junger Menschen, wenn sie das schützende Nest verlassen, sich mit weit ausgebreiteten Flügeln in das große Abenteuer Leben stürzen und sich einen Platz in der Welt erobern. Die Company Chameleon aus Großbritannien bietet auf der Streuobstwiese mit „Of Man And Beast“ einen kraftvollen und sensiblen Blick auf die männliche Gruppendynamik.

Die jungen Künstler von Liebe Knall Yoga All ringen in „Ich bin eine Performance“ um die perfekte Selbstdarstellung und einen Ausweg aus der Selbstbezogenheit. In „Take Off“ trotzen die Akrobaten von der Cie. Tac O Tac allen Widerständen, sogar der Gravitation, und greifen nach den Sternen. Das muskelkraftbetriebene Theaterkarussell von Georg Traber lädt schwungvoll dazu ein, noch einmal die Leichtigkeit der Kindheit zu erleben. Auf der Elbwiese erkunden die Besucher die verworrenen Pfade des „Labyläum“. Zum 20. Mal errichten der Künstler Richard von Gigantikow und sein Team einen Skulpturengarten, in welchem Visionen in spektakuläre Formen umgesetzt werden und sich Antworten auf seltene Fragen finden. Zu diesem besonderen Jubiläum können die Besucher des hölzernen Labyrinths die Skulpturen bewundern, die Radebeuler Schüler im Rahmen eines kreativen Workshops des Lügenmuseums im August gebaut haben.

Internationale Bands locken Jung und Alt mit Rock, Jazz und Bigband-Musik auf die Tanzflächen und laden zum ausgelassenen Feiern ein. España Circo Este aus Italien lassen ihre positive Stimmung auf das Publikum überspringen und die polnische Band Hańba bringt mit ihrer energiegeladenen Bühnen-show Punkrock und Straßenfolk nach Radebeul.

Das Finale Grande am Sonntagabend krönt das Festwochenende. Am nächtlichen Elbufer geht nach der Verleihung des Publikumspreises für die beliebteste Theaterinszenierung das hölzerne Labyrinth bei einem atemberaubenden Feuer-, Musik- und Theaterspektakel in Flammen auf. Vor der feurigen Kulisse endet das diesjährige Fest, aber erinnert die Besucher auch weiterhin daran, dass es fast nie zu spät ist, die eigenen Jugendträume zu verwirklichen.

Mehr Informationen und Tickets unter www.weinfest-radebeul.de www.facebook.com/weinfestradebeul

Das Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival findet jährlich Ende September im historischen Stadtteil Radebeul Altkötzschenbroda statt. Die Komposition aus Weinfest und internationalem Wandertheater ist weltweit einzigartig und lockt jedes Jahr etwa 50.000 Besucher nach Altkötzschenbroda. Das Fest wird von der Stadt Radebeul organisiert.

Text: Sandra Rösler

Amt für Kultur und Tourismus Telefon: 0351 / 83 11 624
Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul
E-Mail:
pr-feste@radebeul.de , www.weinfest-radebeul.de


Der brennende Skulpturengarten „Paletti LABY musica“ der Künstlergruppe um Richard von Gigantikov beim Finale Grande auf den Elbwiesen. Beim 20. Radebeuler Herbst- & Weinfest mit dem XV. Internationalen Wandertheaterfestival. Foto: André Wirsig

Labyläum feiert 20-jähriges Bestehen

Zum 20. Mal errichten der Künstler Richard von Gigantikow und sein Team einen Skulpturengarten, in dem Visionen in spektakuläre Formen umgesetzt werden und sich Antworten auf seltene Fragen finden. Zu diesem besonderen Jubiläum können die Besucher des hölzernen Labyrinths die Skulpturen bewundern, die Radebeuler Schüler im Rahmen eines kreativen Workshops des Lügenmuseums im August gebaut haben. Internationale Bands locken Jung und Alt mit Rock, Jazz und Bigband-Klängen auf die Tanzflächen und laden zum ausgelassenen Feiern ein. España Circo Este aus Italien lassen ihre positive Stimmung auf das Publikum überspringen und die polnische Band Hańba bringt mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow Punkrock und Straßenfolk nach Radebeul. Das Finale Grande am Sonntagabend krönt das Festwochenende. Am nächtlichen Elbufer geht nach der Verleihung des Publikumspreises für die beliebteste Theaterinszenierung das hölzerne Labyrinth bei einem atemberaubenden Feuer, Musik und Theaterspektakel in Flammen auf. Vor der feurigen Kulisse endet das diesjährige Fest, aber erinnert die Besucher auch weiterhin daran, dass es fast nie zu spät ist, die eigenen Jugendträume zu verwirklichen.
Mehr Informationen und Tickets
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Seit dieser Woche bauen Richard von Gigantikow, Direktor des Lügenmuseums Radebeul, und sein internationales Künstlerkollektiv das ca. 1000 m² große Labyrinth für das 29. Herbst- und Weinfest Radebeul mit XXIV. Internationalem Wandertheaterfestival auf. Es steht unter dem Motto „JugendTräume“ vom 27. bis 29. September 2019. In diesem Jahr entsteht auf der Elbwiese zum 20. Mal ein hölzernes Paralleluniversum. Um dieses Jubiläum zu feiern, trägt das Labyrinth den Titel „Labyläum“. Richard von Gigantikow und sein Künstlerteam errichten mit unendlichen Visionen den beliebten begehbaren Skulpturengarten, der zum Finale Grande am Sonntagabend in Flammen aufgehen wird.

Als diesjährige Besonderheit sind Skulpturen junger Nachwuchskreativer zu sehen. Im Rahmen des Ferienworkshops „Skulpturen bauen“ haben Schüler im August den kreativen Umgang mit Holz erlernt und Skulpturen zum Thema „(T)raum“ gebaut, die im Labyläum ausgestellt werden.

Ab Freitag ist Gelegenheit, diese einzigartige Baustelle anzusehen.

BilderAlbum: Erste Klimaschutz-Demo von Fridays for Future in Dresden

„Make Love not CO2“

Stand auf einem der vielen Pappschilder im langen, bunten Demonstrationszug der vorwiegend jungen Teilnehmer, auf einem anderen: „Ich hab nicht vor, zum Mars zu zieh`n“ und „Lasst die Erde nicht hängen.“ Vorneweg liefen die Kinder mit einem Spruchband von friday for future: „Wir streiken, bis ihr handelt.“ Hinter ihnen Erwachsene, die sich ihnen erstmals anschlossen bei der großen Klimaschutz-Demo am vergangenen Freitag, zu der die Bewegung weltweit aufrief. In Dresden gingen rund
13 000 Leute generationsübergreifend für den Umweltschutz auf die Straße laut Veranstalter friday for future, in Leipzig 25 000 und in Hamburg 100 000 Menschen. Ingesamt streikten am 20. September 1,4 Millionen Menschen überall im Land für mehr Klimaschutz. Das macht Macht.

Doch es bleibt noch viel zu tun. Siehe dazu den untenstehenden Beitrag der Initiative Campact, welche die Umweltaktivisten unterstützt. Weitere Unterstützung ist gefragt, damit auch die Bundesregierung endlich ernst macht mit einem nachhaltigen Klimaschutzpaket.

Text + Fotos (lv)


Fleißige Müllsammler. Junge Umweltaktivisten zeigen, was sie entlang der Wegstrecke der Demo vom Dresdner Hauptbahnhof bis zum Sächsischen Landtag so alles fanden.

Totalversagen

Die GroKo täuscht beim Klimaschutz: Ihr Gesetzespaket wird das Aufheizen des Planeten kaum bremsen. Wir stellen ihr jetzt ein Ultimatum: Bis zum nächsten Klimastreik am 29. November erwarten wir ein neues Paket – sonst treibt es uns noch vehementer auf die Straße. Bitte unterzeichnen auch Sie jetzt den Eil-Appell!

Klicken Sie hier – und unterzeichnen Sie den Eil-Appell

 

Ein Wechselbad der Gefühle: 1,4 Millionen Menschen streiken überall im Land für mehr Klimaschutz.[1] Die größte Demonstration in der Geschichte dieses Landes. Überall Gänsehaut-Momente, einfach Wahnsinn! Und zeitgleich präsentiert die Regierung ein „Klima-Paket“, das selbst die niedrigsten Erwartungen unterbietet: Klimaschutz im Miniatur-Format.[2]

Union und SPD wollen die Klimakrise mit Geld erschlagen, packen aber die großen Probleme nicht an. Bahntickets machen sie ein paar Euro günstiger – SUVs sollen aber weiter das Klima verpesten. Elektroautos fördert die Regierung – doch für den Strom lässt sie noch bis 2038 Kohlekraftwerke laufen und bremst sogar den Ausbau der Windkraft. Dem CO2-Ausstoß verpasst sie zwar einen Preis – aber auf Discounter-Niveau, so dass er völlig wirkungslos bleibt.

Doch eines ist auch klar: Nach diesem Fest der Proteste, der Million auf den Straßen, kann das nicht das letzte Wort der Regierung sein. Wir setzen Union und SPD jetzt eine letzte Frist – und sagen: Mit Symbolpolitik werdet Ihr uns nicht los. Legt bis zum 29. November – zum Beginn der Weltklimakonferenz und zur Halbzeitbilanz der GroKo – einen Plan vor, der das Kippen des Klimasystems wirklich verhindert.

Viele Hunderttausend Unterschriften unter einem solchen Ultimatum – das kann insbesondere die SPD antreiben. Olaf Scholz und andere führende SPD-Politiker*innen haben erst letzte Woche den Klimaschutz zur Koalitionsfrage erklärt[3]. Merken sie, dass ihr vorgetäuschter Klimaschutz keine Ruhe bringt, müssen sie nachverhandeln. Sonst droht ihnen am 29. November der nächste große Klimastreik – kurz bevor die SPD auf ihrem Parteitag Anfang Dezember die GroKo-Halbzeitbilanz zieht.

Schon am Mittwoch will das Kabinett seine Klimapläne verabschieden. Haben wir mindestens 500.000 Unterschriften unter unserem Eil-Appell, werden wir vor dem Kanzleramt Union und SPD unser Entsetzen verdeutlichen. Mit einer halbierten Erdkugel zeigen wir: Klimaschutz mit halber Kraft nehmen wir nicht hin. Doch unter dieser Botschaft brauchen wir jetzt Ihre Unterschrift. Bitte machen Sie jetzt mit!

 

Viel Wirbel um wenig: Lange tagte ein „Klimakabinett“, die Regierung holte zig Gutachten zum Klimaschutz ein, Kanzlerin Angela Merkel sprach von einer „Menschheitsaufgabe“.[4] Zuletzt verhandelte die Große Koalition sogar die ganze Nacht durch – all das sollte beweisen: Union und SPD nehmen die Klimapolitik endlich ernst. Schließlich ist die unkontrollierte Aufheizung der Atmosphäre seit Monaten für viele Bürger*innen das wichtigste Thema.[5]

Nun legt sich der Staub – und die Regierung hält fast nichts in der Hand. An die Knackpunkte traut sie sich nicht heran:

  • Im Verkehr sind die CO2-Emissionen seit 1990 kaum gesunken. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wird daran jetzt wenig ändern. Seine teuren Förderprogramme sollen verdecken: Diesel und Benziner dürfen unbegrenzt weiterlaufen, ein Ausstiegsdatum fehlt. Und an Tempolimit oder SUV-Schwemme traut sich die Regierung erst gar nicht ran.
  • Bei der Stromerzeugung bleibt es dabei: Der Kohleausstieg kommt erst in 20 Jahren – 2038 soll der letzte Meiler vom Netz gehen. Gleichzeitig würgt die Koalition den Ausbau der Windkraft mit dem neuen Mindestabstand zu Gebäuden weiter ab. Der einzige Lichtblick: Für die Solarenergie fällt endlich der unsinnige Ausbaudeckel.
  • Den CO2-Preis setzt die Regierung mit 10 Euro pro Tonne lächerlich niedrig an. Auf maximal 60 Euro darf er in den nächsten sieben Jahren steigen. Doch selbst dann wirkt er noch nicht – dafür müsste er deutlich höher sein. Weil gleichzeitig die Pendlerpauschale steigt, wird Autofahren zuerst für viele sogar günstiger.
  • Die Koalition fördert mit viel Geld Bahn, Radwege oder Elektroautos. Das ist natürlich gut – bleibt aber so lange absurd, wie noch mehr Geld in Klimakiller fließt. So genießen Diesel oder Flugbenzin auch in Zukunft große Steuervorteile, und die Regierung steckt Milliarden in den Bau neuer Fernstraßen und Autobahnen.[6]

Unterm Strich: ein Sammelsurium an halbgaren Einzelmaßnahmen, geschmückt mit teils ziellosen Fördermilliarden. So versucht die Koalition, den Eindruck zu erwecken, sie schütze endlich konsequent das Klima.

Wir sehen: Die Regierung reagiert auf unsere Proteste – doch gerade jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Wir müssen zeigen: Uns bringt sie so nicht zum Schweigen. Ein bisschen Klimaschutz reicht uns nicht mehr! Lassen Sie die Regierung damit nicht durchkommen – unterzeichnen Sie bitte jetzt unseren Eil-Appell für mehr Klimaschutz.

Unterzeichnen Sie hier den Eil-Appell
Herzliche Grüße
Chris Methmann, Teamleiter Kampagnen
Christoph Bautz, Campact-VorstandPS: Verkehrsminister Scheuer verweigert die Einsicht in seine Klima-Rechnung.[7] Niemand soll nachprüfen können, ob sein Klima-Plan wirklich was bringt. Das allein wirkt verdächtig wie Symbolpolitik. Entzaubern Sie diese Trickserei – und unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!
Ja, ich will konsequenten Klimaschutz – ich unterzeichne
[1] „1,4 Millionen demonstrieren in Deutschland“, n-tv Online, 20. September 2019
[2] „Mehr Päckchen als Paket“, Spiegel Online, 20. September 2019
[3] „Scholz erklärt Klimapolitik zur Koalitionsfrage“, Spiegel Online, 2. September 2019
[4] „Der Klimaschutz wird Geld kosten“, Welt Online, 11. September 2019
[5] “Klimawandel ist für die meisten Deutschen das größte Problem“, Zeit Online, 19. August 2019
[6] „Klimaschädliche Subventionen abbauen“, klimareporter, 19. September 2019
[7] „Verkehrsministerium verweigert Prüfung seiner Klimaschutzpläne“, Spiegel Online, 13. September 2019
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Premiere „Ich werde nicht hassen“ im Kleinen Haus


Bücher und Bildung als Waffe im Kampf gegen Hass und Gewalt. Davon erzählt das Stück „Ich werde nicht hassen“ mit David Kosel als palästinensischer Arzt Izzeldin Abuelaish. Foto: Sebastian Hoppe

Die Kraft des Erzählens und Mitgefühls

Der Bilder- und Schlagzeilenflut von den Krisenherden der Welt setzt die Inszenierung „Ich werde nicht hassen“ die spannende wie ergreifende Geschichte von Izzeldin Abuelaish entgegen, der sich trotz großem Leid seinen Lebensmut und Hoffnung auf eine bessere, friedliche Welt nicht nehmen lässt. Wenn die Menschen aufhören, zu hassen und stattdessen einander zuhören. Die Premiere war am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Sein Leben gleicht einer Achterbahnfahrt. Glück und Gewalt, Elend, Leid und unerschütterliche Hoffnung begleiten ihn seit Kindertagen. Er arbeitete als erster palästinensischer Arzt und Gynäkologe in einer Klinik in Israel und verlor drei seiner Töchter und eine Nichte kurz vor Ende des Gaza-Krieges bei einem israelischen Panzerbeschuss auf sein Wohnhaus. Doch sein Lebenswille ist ungebrochen. Davon erzählt das Stück “Ich werde nicht hassen“ nach der Autobiographie von Izzeldin Abuelaish in einer Bühnenbearbeitung von Silvia Armbruster und Ernst Konarek. Die Premiere war am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Mit einem freundlichen Salem Aleikum begrüßt der junge Schauspieler David Kosel die Zuschauer und fragt wie es ihnen geht. Zuerst liest er eine Episode aus dem Buch „I Shall not hate“ (Du sollst nicht hassen), die ihn nicht loslässt. Darin begegnet der Autor einem Mädchen, das Seesterne am Strand wieder zurück ins Meer wirft. Aber es gibt doch so viele, fragt er sie verwundert. Doch für diesen einen Seestern macht es einen Unterschied, antwortet sie. Erzählend und spielend taucht David Kosel in die Lebensgeschichte von Abuelaish ein, der 1955 im Flüchtlingslager Jabalia im Gaza-Streifen geboren wurde und aufwuchs. Als Arzt und Geburtshelfer sieht er sich auch als Vermittler im Konflikt zwischen Israel und Palästina und gerät ungewollt immer wieder zwischen die Fronten.

Mit abwechselnd sanfter, geduldiger Stimme, leisem Humor und scharfem Befehlston kommen seine Erinnerungen an den Alltag im verfeindeten Grenzgebiet, die ständigen Kontrollen, Verhöre und Terrorverdächtigungen auf die Bühne. Die Inszenierung in der Regie von Fanny Staffa verzichtet dabei auf allseits bekannte Gewaltaufnahmen. Sie vertraut vielmehr auf die unmittelbare Kraft des Erzählens, das Bilder im Kopf entstehen lässt und lebhaft, spannend und ergreifend geschildert um so tiefer geht. Dazu braucht es wenige Requisiten. Eine Holzkiste, auf der Kosel sitzt, erzählt und trommelt zu arabischer Musik und einen bunten Orientteppich als Zuhause. Eine Lichterschlange mit bunten Lämpchen an der dunklen Bühnenwand, vor der er übermütig tanzt, als sein Traum Arzt zu werden wahr geworden ist.

Er tritt näher ans Publikum heran, während er von einem Mädchen mit schweren Verbrennungen erzählt, das er im Krankenhaus in Israel behandeln wollte und zu seinem Entsetzen mit einem Sprengstoffgürtel gerade noch rechtzeitig festgenommen wurde. Sie sollte von der palästinensischen Organisation Hamas benutzt, möglichst viele Menschen mit in den Tod reißen. Dabei hätte sie im Grenzkonflikt eine „Botschafterin des Friedens“ sein können. Nahegeht auch seine Schilderung, ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit und Willkür an der israelischen Grenze, als er seine schwerkranke Frau Nadia im Krankenhaus ein letztes Mal sehen will. Wenig später wird sein Wohnhaus beschossen. Leise und stockend erzählt er im Halbdunkel von den letzten Lebensminuten seiner drei wundervollen Töchter und dem Grauen ihres Todes. Doch fünf seiner Kinder leben noch. „Ich werde mich weiter bewegen, ich werde nicht hassen“, stehen seine Worte als Botschaft und Neuanfang im Raum. Viel Beifall für eine bewegende Aufführung, die auch als Theater im Klassenzimmer angeboten wird.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Ausstellung & Konzert in der Produzentengalerie im Jahnaischen Hof Meissen

Kunst & Wein genießen

Dazu locken mehrere Veranstaltungen in der Produzentengalerie auf dem Jahnaischen Hof in Meißen. Dies ist auch die letzte Gelegenheit, die wunderbare Gastausstellung „binnen as buten“ mit Hinterglasbilder von Wolfgang E. HerbstSilesius zu besichtigen.

Sonntag, 22.9., 18.00 Uhr
Konzert 
zur neuen CD mit WOGER (Wolfgang Gerbig) und Peter Braukmann

„AUS DER SEELE“ heißt die aktuell erschienene CD mit Liedern, die WOGER sich Wort wörtlich aus der Seele geschrieben und komponiert hat. Lieder über seine Gedanken zu Rechtspopulismus, über soziale Spaltung und andere politische Entwicklungen und Themen. „Ich werde nicht aufhören, gegen den Rechtruck, für eine menschenbejahrende Migrationspolitik und gegen soziale Ungerechtigkeit zu singen.“ Aber auch autobiographische Songs über seine Kindheit im Ruhrgebiet und seine Wahlheimat dem südbadischen Staufen sind auf der CD vertont.

„AM ENDE DER NACHT“ heißt die im September erscheinenden CD von Peter Braukmann. Neben neuen Liedern werden bekannte Songs wie „Das Rabenlied“ oder „Wird mir ein Vergnügen sein“ in überarbeiteter Fassung zum Besten gegeben. Außerdem präsentiert er nach 38 Jahren wieder seinen  fast prophetischen Song „Desperados“.

28./29.9. Weinfest in Meißen
kleiner Ausschank im Brunnenhof – geöffnete Galerie mit Hinterglasbildern von Wolfgang E.Herbst Silesius und Grafik und Malerei von Sylvia Fenk und Gerrit Höfig

Sonntag, 29.9., ab 14.00 Uhr Auftritt des Männerquintett’s  „Die Kerners“

„Die Kerners“ aus Dresden – das sind  Klaus Knoch, Andre Glöckner, Martin Feistel, Christoph Springer und Robert Schad. Die fünf singen seit Jahren in verschiedenen Dresdner Chören und seit 2012 gemeinsam in ihrer Freizeit und zu ihrer Freude. Mit musikalischen Genüssen möchten die Sänger ihr geneigtes Publikum zu »Wein, Weib und Gesang« verführen – mit Liebesliedern und Trinkliedern von der Renaissance über die Romantik bis hin zur Unterhaltungskultur des 20. Jahrhunderts und unserer Tage.

Text: Sylvia Fenk

Die Galerie ist auch außerhalb dieser Veranstaltungen nach Vereinbarung geöffnet.      Sylvia Fenk, 03521/408759,  Freiheit 1 in Meißen, infos:

www.sylviafenk.de

Ausstellung „Visions“ von Viktoria Graf in der Galerie Kunst & Eros

»VISIONS« Viktoria Graf

Malerei · Zeichnung “
20.
September bis 23. November 2019

Vernissage am Freitag, 20. September 2019 · Beginn 19.30 Uhr in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden.

Begrüßung: Janett Noack, Galeristin
Einführung: Solvig Frey
Musik: »Persona Link« – instrumentales & experimentelles E- Gitarren Duo

Viktoria Graf widmet sich erstmalig in den hier gezeigten Arbeiten, einer Vielzahl von Malereien und Zeichnungen, dem Thema zeitgenössischer erotischer Kunst. Dabei geht die Künstlerin insbesondere in ihren erotisch-skurrilen Zeichnungen einen neuen Weg, für die sie eine minimalistische Bildsprache entwickelt hat. Die Künstlerin ist bekannt für ihre märchenhaften und fantastischen Darstellungen. In erzählerischer Weise nimmt uns die Künstlerin auf eine Reise in surreale Welten, Träume, Sehnsüchte und Erlebtes. Dabei untersucht sie alle Facetten von Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Identität.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Text + Foto: Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

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Neue Romane Dresdner Autoren zu deutscher Geschichte & Gegenwart

Auch im Literaturhaus Dresden in der Villa Augustin, Antonstr. 1/Albertplatz  kreist der Veranstaltungsherbst um 30 Jahre Mauerfall. Dazu gibt es zwei Buchvorstellungen und Lesungen. Die Autorin Peggy Mädler stellt dort am 19. September, um 19 Uhr ihren vielbeachteten neuen Roman „Wohn wir gehen“ vor, für den sie 2019 den Fontane-Literaturpreis erhielt. Am 24. September, um 19 Uhr stellt dann der Schriftsteller Jens Wonneberger seinen neuen Roamn „Mission Pflaumenbaum“ vor.  

Peggy Mädler, „Wohin wir gehen“
Do., 19.9., 19 Uhr

Nach dem großen Erfolg ihres ersten, 2011 erschienenen Romans „Legende vom Glück des Menschen“, der sich über die Anmaßung eines politisch verordneten Glücks empört, legt Peggy Mädler ihren zweiten Roman vor.

Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Doch mit Dreißig entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Sie flieht nach Westberlin.

Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat.

Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Die 1976 in Dresden geborene Peggy Mädler schreibt sich in ihrem Roman durch mehrere politische Systeme und Staaten, eng verwoben mit den großen sozialen Verwerfungen der vergangenen hundert Jahre. Sie lebt und arbeitet in Berlin als Autorin und Dramaturgin, ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken.

Moderation: Michael G. Fritz

Jens Wonneberger, „Mission Pflaumenbaum“
Di., 24.9., 19 Uhr

Jens Wonneberger stellt seinen neuen Roman vor: Eine Geschichte über einen Vater, der seine Tochter neu kennenlernt, in einem Dorf im Osten des Landes dreißig Jahre nach der Wende. Wonneberger, einer der produktivsten und erfolgreichsten Dresdner Schriftsteller, liest aus „Mission Pflaumenbaum“. Im Zentrum steht der Bibliothekar Kramer, der seine Tochter besucht, die gemeinsam mit ihrem Mann ein altes Haus mitsamt Obstgarten gekauft hat, der wunderschön ist, wäre da nicht der abgestorbene Pflaumenbaum.

Im Gespräch mit dem alten Rottmann wird er tief in die Dorfgeschichte hineingezogen und mit Argumenten konfrontiert, die er von den Pegida-Demonstrationen zu kennen glaubt. Zudem merkt er, wie wenig er im Grunde von seiner Tochter weiß.

Mission Pflaumenbaum“ ist Wonnebergers politischster Roman. Es wäre freilich nicht Wonneberger, wenn die Worte nicht kostbar gewebt und von großer Poesie wären. Eine Dorfgeschichte der subtilsten Art!

Wonneberger, geboren 1960 in der Lausitz, lebt in Dresden. Diverse Stipendien und Preise, u.a. 2010 Sächsischer Literaturpreis, 2017 Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds. Zuletzt erschienen die Romane „Goetheallee“, „Himmelreich“ und „Sprich oder stirb“.

Der Abend wird moderiert von dem Dresdner Dichter, Herausgeber und Publizisten Norbert Weiß.

Text: Michael G. Fritz

Das Literaturhaus Dresden stellt jeweils 6 Freikarten zur Verfügung, die Sie (first come first serve) telefonisch oder per E-Mail bestellen können.

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Förderverein für das Erich Kästner Museum /
Dresdner Literaturbüro e.V.
Literaturhaus Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087
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Erste „Lange Nacht der Volkshochschulen“ als Ort der Begegnung für alle

Zwischen Geschichte, Weltall und Klettern

Ein Höhepunkt des Herbst- und Wintersemesters ist die erste „Lange Nacht der Volkshochschulen“ am 20. September bundesweit zum 100-jährigen Jubiläum der Bildungseinrichtung. Auch an der VHS in Dresden in der Annenstraße 10 lockt ab 18 Uhr ein vielseitiges Programm.

Die Tage werden langsam kürzer und bis zum goldenen Herbst ist es nicht mehr weit.  Das neue Herbst- und Wintersemester der Volkshochschule Dresden hält viele spannende Programmpunkte zum Ausprobieren, Mitdiskutieren, Üben, Erfahrungen sammeln und Neulernen bereit.

Hoch hinaus geht es in der Reihe „Grundfragen der Zeit“. Am 17. September stellt sich die Volkshochschule die Frage: „Erkundung des Weltraums – wie sehen die aktuellen Höhepunkte und die zukünftigen Entwicklungen der Raumfahrt aus?“ Besonders gespannt dürfen die Besucher dabei auf die Antworten von Thomas Reiter sein. Der frühere Astronaut umrundete in seinen beiden Missionen insgesamt 5.600-mal die Erde an Bord der russischen Raumstation MIR. Ganz im Zeichen wissenschaftlicher Erkenntnis steht auch eine Veranstaltung am 12. Dezember: Der Rektor der Technischen Universität Dresden, Hans Müller-Steinhagen, berichtet über seine Hochschule, die nicht nur Impulsgeberin für wichtige Industrieansiedlungen in Dresden, sondern auch die einzige Exzellenz-Universität in Ostdeutschland ist. In der Reihe „Exzellent. Dresden forscht“ stellt dann der Erziehungswissenschaftler Thomas Köhler am 23. Oktober aktuelle Erkenntnisse zum Thema „Digitale Bildung – Wie lernt man in der Zukunft?“ vor.

Ein Höhepunkt des kommenden Semesters ist die „Lange Nacht der Volkshochschulen“ am 20. September. Unter dem Motto „zusammenleben. zusammenhalten“ feiern die Bildungseinrichtungen bundesweit ihr 100-jähriges Jubiläum. Vor dem Hintergrund ihrer bewegten Entstehungsgeschichte in der Weimarer Republik wollen sie an den Anspruch auf staatlich geförderte Weiterbildung eines Jeden erinnern und ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt setzen. Im Gespräch mit Annemarie Müller und Dr. Herbert Wagner nimmt die Volkshochschule am 12. November gleich das nächste historische Ereignis in den Blick: Die Friedliche Revolution von 1989. Zeitzeugen berichten über ihre Erlebnisse, Sorgen und Erfolge der bewegten Zeit vor 30 Jahren.

Zu den beliebten Klassikern des Volkshochschulangebotes gehören auch sportliche Attraktionen. Wahre Wanderfreunde lockt vom 3. bis 6. Oktober eine 100 km lange Erlebniswanderung rund um Dresden. Auf verschiedenen Tagesetappen führt der Weg zu vielfältigen Einblicken in Natur und Kultur der Elbmetropole. Ob das professionelle Klettern eine Männersache ist und welchen Vorurteilen weibliche Alpinistinnen begegnen, erzählt Buchautor Peter Brunnert in seiner humorvollen und kurzweiligen Lesung „Frau und Berg – wir müssen reden!“ am 23. Januar. Neben Sportlern kommen auch Sprachenliebhaber auf ihre Kosten: Unter den 31 Fremdsprachen bietet die Volkshochschule auch Gälisch und Hebräisch an. Zudem kann in Live-Webinaren eine Kaufmännische Weiterbildung absolviert werden. Außerdem bietet das neue Semester vielseitige Ferienprogramme für Schulkinder aller Altersklassen.

Eine Anmeldung ist online über die VHS-Dresden-Webseite, in der Geschäftsstelle Annenstraße 10 (Montag bis Freitag 9 Uhr bis 13 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 14 Uhr bis 18 Uhr), im Standort Gorbitz (Helbigsdorfer Weg 1, Montag und Dienstag 15 Uhr bis 18 Uhr) und telefonisch unter 0351 254400 möglich.

Weitere Infos: www.vhs-dresden.de

Zusammenleben und zusammenhalten
Volkshochschule Dresden feiert am 20. September Lange Nacht der Volkshochschulen

Mehr als ein Menschenleben ist er her, dass sich die ersten Volkshochschulen in Deutschland gründeten. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges sollten bis dahin ausgeschlossene Bürgerschichten eine bessere Bildung erhalten. Seit 1919 haben sich die überall im Lande entstandenen Volkshochschulen bewährt und sind bis heute ein lebendiger Ort der Begegnung, des Austausches und des gemeinsamen Lernens. Unter dem Motto „zusammenleben. zusammenhalten“ feiern über 400 Bildungseinrichtungen bundesweit am 20. September ab 18 Uhr die erste „Lange Nacht der Volkshochschulen“.

Auf allen Etagen ihres Hauses in der Annenstraße 10 sorgt die Volkshochschule Dresden für ein abwechslungsreiches Programm: Interessierte können mitmachen, probieren, genießen, staunen, feiern und Neues entdecken. Zu Erleben gibt es beispielsweise ein Torwandschießen, neueste Tipps für das Smartphone sowie zur gesunden Ernährung, „Geschichten vom Dach“ und „Sprachen der Welt für die Welt“. Außerdem können die Gäste an einer Führung durch das Haus teilnehmen, die Bibliothek der Weltliteraturen „Prof. Klaus Stiebert“ entdecken, ihr Glück beim Glücksradspiel der Dresdner Bildungsberatung versuchen, dem Geburtstagsständchen des VHS-Chores lauschen und natürlich die Geburtstagstorte verkosten. Für alle 100-Jährigen gibt es gratis Cocktails und gemeinsam können alle Generationen die Gerichte wie vor 100 Jahren verkosten.

Ob „zusammen sprechen“, „zusammen schlau werden“, „zusammen genießen“ oder „zusammen entdecken“: Hinter allen Aktivitäten zur „Langen Nacht der Volkshochschulen“ steckt das Angebot, seinen Mitmenschen zu begegnen. Die Volkshochschule will damit zu ihrem einhundertsten Jubiläum ein deutliches Zeichen für den notwendigen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft setzen.

Der Eintritt ist kostenfrei, es ist keine Voranmeldung notwendig. Es ist zudem möglich, sich an dem Abend für weiterführende Kurse anzumelden.

Text: meeco Communication Services