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Bücherfrühling: Die Finalisten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest
17 Freitag Feb 2017
17 Freitag Feb 2017
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11 Samstag Feb 2017
Lukas Bärfuss
Es ist jedes Jahr spannend, wer bei den „Dresdner Reden“ ans Pult tritt. Seit ihrem Start im Jahr 1992 bis heute ist die Anziehungskraft beim Publikum ungebrochen, das Schauspielhaus an den vier Sonntagen Ende Januar und Februar meist ausverkauft. Dazu lädt das Staatsschauspiel Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Zeitung jedes Jahr Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft ein, um mit den Zuschauern über welthaltige Themen nachzudenken.
Ein Blick auf die beeindruckend reichhaltige Rednerliste zeigt aber auch, dass in den Anfangsjahren deutlich mehr und charismatische Politiker bei den „Dresdner Reden“ sprachen wie Egon Bahr (gleich zweimal 1992 und 2002), Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Heiner Geißler, Wolfgang Thierse, Joschka Fischer bis Kurt Biedenkopf und viele andere. In den letzten Jahren und auch diesmal überwiegen die Schriftsteller, Publizisten und Soziologen. Zufall oder Ausdruck der politischen Sprachstörungen derzeit hierzulande? Ohnehin sind in letzter Zeit Orte des offen-unaufgeregten Mitdenkens und Zuhörens rar geworden.
In diesem Jahr traten bereits der Schriftsteller Ilija Trojanow und Lukas Bärfuss (Schweizer Essayist und Dramatiker) ans Pult. Nun folgt die israelische, in Marokko geborene Autorin und Soziologin Eva Illouz – zuletzt sorgte ihr Buch „Warum Liebe wehtut“, 2011 bei Suhrkamp erschienen, für Aufsehen – mit ihrer Rede: zu „Sexual Freedom and Social Uncertainty – sexuelle Freiheit und soziale Verunsicherung“ am 12. Februar im Schauspielhaus. Nach ihr spricht dort als letzter Redner der Politiker Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums und früherer Ministerpräsident Brandenburgs, zum Thema: „Brauchen Europa und Russland einander wirklich?“ (19. Februar, 11 Uhr).
Den Anfang bei den „Dresdner Reden“ 2017 machte der in Sofia geborene deutsche Schriftsteller Ilija Trojanow (sein Stück „Der Weltensammler“ wurde 2016 am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt) mit seiner Rede „Nach der Flucht – Gedanken über das restliche Leben“ (29.1.). Er sprach darüber, wie die Flucht aus der Heimat das Leben für immer verändert. Sie wirkt fort, unabhängig von individuellen Prägungen und davon, ob man sich integriert, , assimiliert oder außen vor bleibt, so Trojanow.
Lukas Bärfuss (seine Stücke „Der Bus – Das Zeug einer Heiligen“ und „20 000 Seiten“ über Vergessen und Erinnern waren auch im Dresdner Schauspielhaus und im Kleinen Haus zu sehen) setzte sich am vergangenen Sonntag in seiner anekdotenreichen, mit viel Ironie gewürzten und mit reichlich Beifall bedachten Rede „Am Ende der Sprache“ mit derzeitigen Kommunikationsverunsicherungen, die auch sprachliche Unklarheit hervorbringen, auseinander. Er fragte sich, was derzeit geschieht in Dresden und Sachsen, dass ihn Freunde warnten vor seiner Reise nach Dresden, da es dort „gefährlich“ sei, Fremde angegriffen und angepöbelt würden. Tatsächlich fühle er sich auch als ein Mensch aus Sachsen und besorgter Bürger, so Bärfuss, auch wenn er in den Schweizer Bergen aufwuchs und Schweizer Dialekt spreche. Er sei eingebürgert durch seine weitläufigen Streifzüge und Wanderungen u.a. durch die Oberlausitz und Heimat der Sorben, seit seinem zwölften Lebensjahr war er hier unterwegs und der literarische Held seiner Jugendjahre hieß „Krabat“ aus dem Roman von Otfried Preuß. Einer, der überall zuhause ist und ein Herumtreiber wie Bärfuss. Aus Büchern wie diesem lernte er Zaubern, List und Umgang mit den Armen dieser Welt. Kurz nach dem Mauerfall reiste er mit drei Freunden im Auto mit Schweizer Kennzeichen durch den Osten Deutschlands, misstrauisch beäugt von den Leuten von Zwickau bis Hoyerswerda, Dresden und Prag. Er wurde 26 Jahre nach Kriegsende geboren und sah in Dresden noch den Trümmerhaufen der Frauenkirche. In seiner Rede dachte Bärfuss nach über Sinn und Wirksamkeit von Sprache, ihren Ge- und Missbrauch in Politik und Gellschaft, über ad absurdum geführte Befehle durch den „Braven Soldat Schwejk“ von Hasek, der alles versteht, aber nie so wie es gemeint ist. Es gibt magische Worte, die „fürchterlich mächtig“ wirken können bis zum Stumm und Gelähmt sein am Ende der Sprache, wenn die Gewalt, Hass und Kälte beginnen. „Zurzeit gibt es wieder viele Zauberkünstler, die nicht wollen, dass wir denken und sprechen, alles nur Worte, Worte, Worte…“, sagte Bärfuss.
„Zauberworte treffen immer eine Gemütslage, Ressentiments. Das Gefühl des Zukurzkommens, Beleidigt seins, das jemand sein Wort nicht gehalten hat…“ Der Zustand einer Gesellschaft lässt sich auch am Reichtum, der Vielfalt oder dem Verfall und der Verarmung der Sprache ablesen. Zuerst gibt es eine Verödung, Verwirrung und Vereinfachung der Sprache, zitierte Bärfuss Victor Klemperer. Dresden sei ein Ort auch des Schmerzes und der Reduktion, an dem das Gewesene und Verschwundene bis heute nachwirke. Mit den Demos und dem gewaltbereiten Polizeiaufgebot 1989 schien wieder das Ende der Sprache erreicht. „Doch hier entschied man sich gegen die Parolen, die Schlagstöcke verstummten und die Sprache begann. Und die andere Möglichkeit für die Sprache, die freie Rede“, so Bärfuss. Diese brauche Räume, Menschen die sie ermöglichen und Mut. Sowohl in Dresden als auch der Schweiz und anderen Ländern Europa seien aber auch Engstirnigkeit, Geschichtsvergessenheit und Rechtspopulisten wieder verbreitet. „Im Unterschied zu hier ziehen sie nicht krakeelend durch die Straßen. Das ist auch nicht nötig. Bei uns sitzen sie in der Regierung!“, so Bärfuss.
Als Dichter sucht er nicht nach Kompromiss und Konsens, sondern nach der Wahrheit: „Ich weiß, es gibt sie. Ohne Wahrheit gibt es keine Menschlichkeit. Zaubersprüche enthalten keine Wahrheit. Sie sind das Ende der Sprache.“ Lukas Bärfuss träumt von einem Zustand, bei dem „keine Lücke bleibt, Gesagtes und Gemeintes, Worte und Sache zusammenfallen, auch eine Erlösung und ein Ende der Doppeldeutigkeiten und Angst im Herzen des anderen stattfinden. Dort wo ein Kuss beginnt am anderen Ende der Sprache.“ Und die Sprache der Zärtlichkeit die Menschen verbindet.
11 Samstag Feb 2017
Posted in Aktuelles, Eine Distel für..., Unterwegs

Vor einem Jahr am 8. Februar verunglückte eine junge Radfahrerin an der Fahrbahnverengung Bautznerstraße/Kreuzung Rothenburgerstraße. Gegen den Unfall verursachenden Kraftfahrer eines Betonmisch-Lasters erging am 24. August 2016 ein Strafbefehl des Amtsgerichts Dresden. Da gegen diesen Widerspruch eingelegt wurde, kommt das schreckliche Geschehen nun in eine öffentliche Gerichtsverhandlung, voraussichtlich im Mai 2017.
Es musste erst ein Mensch sterben, um die Verantwortlichen der Stadtverwaltung zur Entschärfung einer längst erkannten außerordentlichen Gefahrenstelle zu bringen, an der sich Radfahrer lebensgefährlich in den Autoverkehr auf einer verengten Fahrspur zwängen mussten. Und auch dann noch brauchte es acht Monate nach dem Todesfall, bis zur Ankündigung der Bauarbeiten, die erst im Oktober 2016 begannen.
Ein Paar legt einen Blumenstrauß nieder, an der Stelle, wo bis Baubeginn ein weißes Fahrrad an den Unfalltod der Radfahrerin mahnte. „Es ist heute der Geburtstag unserer Tochter, die wir durch das schreckliche Geschehen verloren“ sagen sie dem Beobachter. Am 8. Februar 2016 war die Sechsundzwanzigjährige von einem Betonmischer abgedrängt und überrollt worden. Schwer verletzt erlag sie im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Die Gefahrenstelle
Radfahrer, die von der ausgebauten Bautzner Straße stadtwärts auf einer eigenen Radfahrspur kommen, wurden in die Kreuzung mit der Rothenburger Straße ohne Rad-Markierungen entlassen. Lediglich eine Randlinie, die breite weiße unterbrochene Bodenmarkierung, zwang alle Verkehre in die auf 3,05 Meter Breite verengte Fahrspur der Bautzner Straße – Bundesstraße 6. Dort müssen Radfahrer sich in den laufenden Verkehr der PKW und Laster einordnen. Ein Ausweichen über den Gehweg in die Parallelstraße ‚Kleine Bautzner‘ war (vor Entschärfung der Gefahrenstelle) durch einen umlaufenden und sturzgefährdenden 12 Zentimeter hohen Bordstein unmöglich. Kraftfahrzeugen ist das Ausweichen nach links durch Sperrstreifen auf den Straßenbahngleisen verwehrt.
Warnung vor extremer Gefahr
Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub, Ortsgruppe Dresden) hatte bereits während der Planung und Erneuerung des östlichen Kreuzungsbereiches vor dieser Verkehrsführung im noch unsanierten Abschnitt der Bautzner Straße gewarnt. Nach Fertigstellung der Ausbaumaßnahme im Jahr 2013 und wieder rollendem Verkehr über die Kreuzung wurde die Gefahrenstelle für den Radverkehr überdeutlich manifest.
Indolenz der Verantwortlichen
Von „höllisch gefährlichen“ Situationen beim Einfädeln als Radler wurde dem ADFC berichtet, auch der Stadt. Nach persönlichem Vorsprechen und schriftlichen Eingaben kam es zu einer Ortsbegehung (28.4.2014) von Aktiven des ADFC mit dem Amtsleiter Straßen- und Tiefbauamt der Stadt Reinhard Koettnitz.
Dieser erkannte die Problemstelle, verwies aber darauf, dass bauliche Änderungen erst bei einer späteren Erneuerung des Abschnittes Bautzner- bis Glacisstraße möglich würden. Die Forderung nach einer sofortigen Abhilfe insbesondere mittels einer provisorischen Notmaßnahme durch Absenkung des Bordsteins, um Radfahrer direkt in die ‚Kleine Bautzner’ einfahren zu lassen, nahm er ohne Entscheidung entgegen. Bei dieser Positionierung blieb die Stadt, auch in der Antwort des damaligen ressortverantwortlichen Baubürgermeisters, Jörn Marx. Der schlug die eindringliche Forderung des ADFC nach einer alsbaldigen Beseitigung der Gefahrenstelle ab – auch die einfache und vorläufige Maßnahme der Bordabsenkung und Markierung einer Furt. Der Bürgermeister verstieg sich im Schreiben sogar zu der Aussage „In meinem Geschäftsbereich sind dazu bisher noch keine Hinweise eingegangen“ – schlicht eine Lüge.
Entschärfung zu spät
Vom 18. Februar 2015 des Antwortschreibens der Stadt zählte die Stundenuhr dann noch 355 Tage bis zum Unfalltod der Radfahrerin. Für die Verunglückte 240 Tage zu spät begannen die Bauarbeiten für eine dann doch noch eilig vorgezogene Entschärfung der Gefahrenstelle für Radler in der Kreuzung Bautzner-Rothenburger Straße. Nach knapp dreiwöchiger Bauarbeit an der Todesecke können Radfahrer nun direkt in die Nebenfahrbahn, die „Kleine Bautzner“, einfahren. Der Umbau kostet nur noch 60 – nach vorher verlauteten 150 Tausend Euro. Ein niedriger Wertmaßstab des Systems für ein Menschenleben.
Verweigerungshaltung
Die Auflistung des ADFC-Dresden mit Hinweisen auf die Gefahrenstelle für Radfahrer – die zu einer tödlichen wurde – der Warnungen, Forderungen nach Entschärfung, abschlägigen Antworten der Ämter, spreizt sich zu einer beängstigenden „Chronik des Behördenversagens“. Schade für die Bürger der Stadt.
Text + Fotos: Peter Bäumler
08 Mittwoch Feb 2017
Posted in Bildende Kunst, Kultur

Die kleinen Mülldetektive entdecken das Lügenmuseum. Vorstellung der kleinen Sonderschau „Der Wegwerfgesellschaft auf der Spur“ mit Kunstobjekten aus Recyclingmaterialien am 03. Juni 2016 im Lügenmuseum Radebeul. Die Kinder der städtischen Kindertagesstätte „Buddelflink“ in Dresden-Pieschen beteiligen sich an der deutschlandweiten Aktion zur Müllvermeidung und zeigen vom 3. bis 12. Juni 2016 ihre Kunstobjekte im Lügenmuseum Radebeul.
Foto: André Wirsig
In den Winterferien – vom 13. bis 24. Februar – hat das Lügenmuseum täglich geöffnet.
Nach der Schließung des DDR Museums in Radebeul übernimmt das Lügenmuseum nun diese Rolle. Auch wenn das Lügenmuseum nicht in die Kategorie der Ostalgie gehört, können die Besucher authentische DDR Geschichte erleben: die Poesie des Untergrunds, die kostbaren Eigentümlichkeiten der ausgegrenzten Kunst, die unkonventionellen Ideen der ostdeutschen Subkultur. Sie verweisen auf die Hoffnungen und die Verzweiflungen stellvertretend ausgegrenzter Jugendlicher, auf die Macht der Phantasie im Angesicht der Zensur.
Nach einer Einführung und einem Lügentee beginnt der Rundgang durch die zehn Räume. Der Raum „Atelier eines Dissidenten“ zeigt die Notstandskreativität der Mangelwirtschaft, der Raum „Vittoriale der Ostdeutschen“ die produktive Verwirrung einer sinnverweigernden Kunstproduktion, der Raum „Grüße von Überall“ das Unbehagen vor und nach dem Mauerfall und der Raum „Seit bereit“ ausjurierte Kunstwerke, Manifeste und Pamphlete. Dank einer Förderung der Stiftung Aufarbeitung wird dieses Jahres eine neue Rauminszenierung „Interieur Underground“ entwickelt. Der Raum wird Kunstwerke und Geschichten ausgegrenzter Künstler und der subkulturellen Szene in Ostdeutschland präsentieren.
Der poetische Lügner verweist mit dem „Wahren DDR Museum“, und dies gehört zu seiner Raffinesse, auf die Ursprünge der Poesie. Ob sinnlose Weihnachtsgeschenke oder Wahres DDR Museum, das meiste ist gar nicht irgendwie gemeint, will an gar nichts mehr erinnern, hat die Erinnerung an sich selbst fast aufgegeben und kreist als nutzloses Spielwerk lächelnd um sich selbst. Man kann spüren, wie die irrwitzigen Zusammenstöße im eigenen Kopf Funken schlagen.
Das Lügenmuseums ist das Chamäleon unter den Museen im Elbtal, ein unterhaltsames Ausflugsziel für die ganze Familie.
Im historischen Tanzsaal ist bis 1. April die Ausstellung WuKaMenta – 100 Jahre DaDa mit Arbeiten von 22 zeitgenössischen Künstlern zu sehen.
Text: Richard v. Gigantikow
Reinhard Zabka Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Strasse 39, 10445 Radebeul
Geöffnet: Sa & So, Ferien und Feiertagen 13-18 Uhr
www.luegenmuseum.de
info@luegenmuseum.de
Kontakt: 0176 – 99 02 56 52
06 Montag Feb 2017
Posted in Bildende Kunst
Malerei, Zeichnungen und Installationen von Jan Kilian Böttcher ab 20. Februar im Stadtarchiv Dresden.
Am 20. Februar 2017, 19 Uhr wird die Kunstausstellung „Stadt – Rand – Fluss. Malerei, Zeichnung und Installationen“ von Jan Kilian Böttcher im Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Str. 1 eröffnet.
Die Ausstellung „Stadt – Rand – Fluss“ im Stadtarchiv Dresden präsentiert eine Auswahl von Zeichnungen der Dresdner Schaffensperiode, Jan Kilian Böttchers, vordergründig denen nach der Natur. Neben eigenständigen installativen Ölbildern und Aquarellen wird in vielen aneinandergereihten Zeichnungen das „gesamte“ Dresdner Elbufer begehbar, zwischen zwei sich gegenüberstehenden langen Bildreihen, als befände man sich in einem Boot auf der Elbe. Das Werk entstand, als der Künstler bemerkte, dass er Zeichnungen von großen Teilen des Elbufers angefertigt hatte und nur noch ein paar Lücken zu schließen waren. Die Einzelbilder stehen immer auch für sich und fallen daher unterschiedlich aus.
Die Orte in den Landschaftsbildern wirken so realistisch, wie unwirklich und zeugen von einer ansteckenden Selbstvergessenheit. Nähe, Distanz, Geborgenheit und Leere werden unmerklich zu einem Gebilde, dass gleichermaßen friedlich wie bedrohlich wirken kann. Ohne das es dem Betrachter auffällt, wird er Teil dieser Widersprüche. Parallel sind Kohlezeichnungen vom fantastischem Bildzyklus „Battlefield XYZ“ zu sehen, eine unerwartete Symbiose des Computerspiels mit jungen Männer und Karl May‘s Hund.
Jan Kilian Böttcher wurde 1983 in Berlin geboren, studierte von 2006 bis 2009 freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar, von 2009 bis 2013 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Malerei und Grafik, wo er anschließend von 2013 bis 2016 Meisterschüler im Bereich dreidimensionales Gestalten bei Martin Honert war.
Jan Kilian Böttcher lebt und arbeitet in Berlin.
Der Eintritt ist frei.
Text: Stadtarchiv Dresden
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo/Mi: 9-16 Uhr, Die/Do: 9-18 Uhr, Freitag: 9-12 Uhr.Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden
www.dresden.de/stadtarchiv
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Kommende Veranstaltungen
16. März 2017, 18 Uhr
Vortragsreihe mit dem Frauenstadtarchiv Dresden
Thema:„Der Lebensweg religiöser Frauen nach der Einführung der Reformation“ (nach 1539 für Leipzig und Dresden)
27. März 2017, 18 Uhr
Buchpräsentation: „Dresdner Lebensbücher“
06 Montag Feb 2017
Zwischen Märchen und Realität: Tanztheater über Traumfrauen




Sie residiert auf einem Matratzenberg, drapiert mit rosa Laken und träumt vom Märchenprinzen. Etwas piekst und drückt. Ruhelos wirft sie sich hin und her, reißt das Stroh aus der Füllung und findet eine Erbse, einen Wecker und eine Spieldose.
Die begleitet die Traumfrau aller Männer auf ihrem Weg, mit mal lieblich, süß-klebrigen, sanften, rockigen und verführerischen Klängen. Sie wechselt unentwegt Kleider, Perücken und Aussehen, ähnelt mal Sissi, mal Diana, der „Königin der Herzen“ und mal Madonna mit spitzem BH. Vom schönen Schein und Sein von „Prinzessinnen“ erzählt das gleichnamige Tanztheaterstück an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul (Regie: Manuel Schöbel). Die Tänzerin und Choreografin Wencke Kriemer de Matos und der Schauspieler Marco Bräutigam entführen die Zuschauer mit viel Witz, Poesie und Power auf eine Reise zwischen Märchen und Realität, bei der sie Frauen-Bilderrollen und Schönheitsideale samt ihren unvereinbaren Widersprüchen, bestehend aus gesellschaftlichen Vorgaben, Zwängen und eigenen Ansprüchen und Lebensvorstellungen aufs Korn nehmen.
Das Publikum wird dabei buchstäblich in Bewegung versetzt auf mehreren Spielebenen, beginnend in der Garderobe im Untergeschoss geht es per Fahrstuhl hoch ins Theaterfoyer, wo sich Männer, Frauen und auch ein paar kleine „Prinzessinnen“ gegenüber stehen bzw. sitzen und das Geschehen aus wechselnder Perspektive betrachten können. Da bleibt die Prinzessin am Treppenaufgang mit ihren spitzen Pumps prompt stecken auf dem Weg nach oben, werden mal lockend auf dem Laufsteg und mal knallhart, über den anderen hinweg steigende Matratzen-Kämpfe um Erfolg und Anerkennung ausgefochten. Protzt er mit bergeweise goldenen Schuhkartons, bis sie ihm diese nachwirft zum Stöhnhit Je`taime, klappert er vor ihr mit dem Abfalleimer, überschüttet sie mit Geldscheinen und tanzen sie gemeinsam im Regen. Gegen Ende lässt die Spannung etwas nach, sitzt sie wie verloren umgeben von goldenen Kissen auf der Matratze, der Geschenke überdrüssig und er weiß offenbar nicht, womit er sie noch beglücken kann.
Die „Prinzessin“ zitiert einige kluge Sätze, die auf den im Theaterfoyer ausliegenden Zetteln stehen, wo die Zuschauer ihre Lieblingszitate anstreichen und dalassen können. Sie stammen von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen, die sich äußern über weibliches Rollenverhalten, Sexualität und Körperkult und ausbrechen aus dem gesellschaftlich verordneten Wie-Frau-sein-soll-Korsett. Die sich fragen wie Ariadne von Schirach, wie der „bewirtschaftete Körper wieder zum bewohnten wird“ und „wie wegkommen von dem Glitzer und dem Plastik und dem unendlichen Spaß?“ Die Tür fällt laut ins Schloss. In eine weiße Decke gehüllt, geht die Prinzessin und wirft noch etwas unschlüssig einen Blick durchs Fenster zu ihm. Wie denn nun eine echte Prinzessin ist, darf jeder für sich beantworten. Herzlicher Beifall vom Publikum.
Nächste Vorstellung: 26.2., 19 Uhr.
06 Montag Feb 2017
Posted in Theater


Fotos: Staatsschauspiel Dresden
Karl May als visionärer Weltreisender
Er war Träumer, Abenteurer und Utopist. Geliebt von den Fans seiner wild-romantischen Geschichten, in denen Gut und Böse noch klar getrennt sind und immer die Edelmütigen siegen. Geschmäht von seinen Kritikern als notorischer Lügner und Hochstapler. Das Stück „Der Phantast – Leben und Sterben des Dr. Karl May“ von Jan Dvorák holt die schillernde Figurenwelt seiner Romane, verwoben mit seiner eigenen Lebensgeschichte, Ideen und Visionen eines friedlichen Miteinanders der Kulturen voller Situations- und Tragikomik, spannend, kurzweilig und hoch aktuell auf die Bühne im Schauspielhaus Dresden (Idee und Regie: Philipp Stölzl, der auch Drehbuchautor der drei neuen Winnetou-Verfilmungen ist, die unlängst im Fernsehen liefen).
Die Guckkastenbühne mit Wohn- und Schreibzimmer mit ausgestopftem Löwen, Silberbüchsen und orientalischen Teppichen ist originalgetreu der Villa Shatterhand in Radebeul nachempfunden, die zum Karl-May-Museum gehört. Mit viel Idealismus und Selbstironie als gedanklicher Weltreisender in Pantoffeln, der unzählige Abenteuer mit seinen Bücherhelden durchlebt und -leidet, vor gemalten Kulissen ferner Länder und Landschaften für den Fotografen posiert und bald selbst nicht mehr zwischen Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden kann, spielt Götz Schubert in der Rolle des Karl May (im Februar wäre sein 175. Geburtstag) alle Höhen und Tiefen dieses beeindruckenden Schriftstellerlebens.
Er bereist als Kara Ben Nemsi im weißen Gewand den Orient hoch zu Ross, das sein treuer, Turban tragender Begleiter Hadschi Halef Omar (Alexander Angeletta) an einem Seil vorwärts zieht auf der Bühne und durchstreift als Old Shatterhand Prärie und Sümpfe im Indianerland. Er kämpft mit Bösewichten, die Pickelhauben tragen (die Geschichten entstanden im Wilhelminischen Deutschland) und entlarvt mit seinem imaginären Blutsbruder, dem Apachenhäuptling Winnetou (zunächst adrett in Anzug und Zylinder über dem langen Haar mit Feder schön naiv-komisch: Ahmad Mesgarha) Heuchelei, Heimattümelei mancher seiner deutschen Landsleute, denen Karl May sich als weltoffener Phantast entgegenstellt. Den seine erste, bieder-häusliche Frau Emma (Nele Rosetz) wegen seiner wilden Flunkereien für verrückt hält und schon selbst dem Wahnsinn nahe, lieber mal wieder zum Amselsee nach Rathen mit ihm fahren will, als von den immer neuen, fremdländischen Reiseabenteuern in seinem Kopf zu hören. Der hartnäckig-besessen glaubt: „Die Wirklichkeit hält sich an meine Bücher!“
Der vom Erfolgsautor zum Verfolgten und als „Volksverräter“ bezichtigt wird von seinen Kritikern, die ihn in seinen Albträumen ins Kreuzverhör nehmen und später zu zehn Jahre dauernden Gerichtsprozessen führen nahe am Ruin, woraufhin Karl May seine wahre Geschichte erzählt, die von bitterer Armut, kleinen Diebstählen in jungen Jahren und großen Träumen von einer gerechten, besseren Welt handelt, die aber keiner seiner Ankläger hören will. Am Ende seiner Lebensreise begleitet Winnetou mit dunkel-archaischem Gesang und weit schwingenden Armen den sterbenden Karl May, der immer an seine Romanhelden glaubte. Die mit seinem Werk lebendig bleiben. Herzlicher Beifall.
Nächste Vorstellung: 18.2., 19.30 Uhr
01 Mittwoch Feb 2017
Posted in Bildende Kunst
Sonderausstellung mit aktueller Dresdner Druckkunst in der Galerie Sybille Nütt und im Hans Körnig Museum vom 3. Februar bis 23. April.


Tanja Pohl: Kontemplation, Georg Sadowicz: Der Lenz, Hochdruck/
Tiefdruck auf Bütten Holzschnitt
Gleich zwei Adressen im Kunstquartier Neustädter Barockviertel laden zu einer sehenswerten Ausstellung ein. In ihrer gemeinsamen Sonderausstellung zeigen die Galerie Sybille Nütt und das Hans Körnig Museum Tief- und Hochdruckarbeiten von zeitgenössischen Dresdner Künstlern. Präsentiert werden 18 spannende, von Oliver Kratz kuratierte Positionen, die aufzeigen, wie Künstler heute die klassischen Jahrhunderte alten Drucktechniken anwenden, weiterentwickeln und teils völlig neu erfinden. So werden Radierungen, Linol- und Holzschnitte sowie Stempeldrucke zu sehen sein.
Die grafische Druckkunst hat in Dresden seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine beeindruckende Tradition – erinnert sei an die berühmten Mappenwerke der Brücke-Künstler, an den Radierzyklus „Der Krieg“ von Otto Dix, an die herausragende Farbholzdruckreihe „Van Zantens glückliche Zeit“ von Otto Lange, an die Holzschnitte Wilhelm Rudolfs oder die Aquatintaradierungen Hans Körnigs. Galeristin Sybille Nütt: „Die große Tradition der Dresdner Druckkunst erfährt wunderbarerweise bis heute ihre Fortsetzung und Weiterentwicklung. Denn die zeitgenössischen Künstler unserer Stadt greifen nicht nur die alten Techniken mit großer Experimentierfreude auf, sondern sie entwickeln auch neue Druckverfahren.“
Die kommende Ausstellung zeigt aktuelle Werke von Jan Brokof, Brian Curling, Kerstin Franke-Gneuß, Udo Haufe, Konrad Henker, Andreas Hildebrandt, Andreas Kempe, Jan Kromke, Hanif Lehmann, Tanja Pohl, Georg Sadowicz, Alexandra Schewski, Detlef Schweiger, Tobias Stengel, Katrin Süss, Tina Wohlfahrt und Silvio Zesch. Ebenfalls werden Bücher des Salz-Verlages gezeigt.
„In den lichten und hohen Räumlichkeiten der Galerie Sybille Nütt wird den farbigen Drucken Raum gegeben.“ verrät die Leiterin des Hans Körnig Museums, Maria Bertelsmeier, einen Teil des Ausstellungskonzeptes. „In den Museumsräumen hingegen werden die Tiefen und Grenzen von schwarz und weiß ausgelotet, indem wir die zeitgenössischen Arbeiten in den direkten Dialog mit den meisterhaften Aquatintaradierungen Hans Körnigs (1905-1989) stellen.“
Beide Ausstellungsmacherinnen verbindet neben der räumlichen Nähe (ca. 100 m) ihrer Häuser im Neustädter Barockviertel die Freude an zeitgenössischer Dresdner Kunst. Dieser hat sich die Galerie Sybille Nütt ohnehin verschrieben. Alle fünf Jahre schlägt sie jedoch den Bogen ins 20. Jahrhundert und präsentiert eine großangelegte thematische Ausstellung (2007: ICH – Selbstbildnisse Dresdner Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts / 2012: WERTEWANDEL – von Schönheit, Schicksal, Poesie und Witz unnützer Dinge).
Das Hans Körnig Museum steht hingegen zunächst für eine prägende Dresdner Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts, Leiterin Maria Bertelsmeier präsentiert dazu in ihrer Ausstellungsreihe „HANS KÖRNIG X …“ immer wieder ausgewählte zeitgenössische junge Dresdner Künstler und Künstlerinnen (u. a. Lisa Pahlke, Karin Armbruster, Robert Vanis).
Öffnungszeiten:
Vernissage: 03.02.2017, Beginn 19.00 Uhr im Hans Körnig Museum und ab 20:30 Uhr in der Galerie Sybille Nütt
Hans Körnig Museum (Wallgäßchen 2): Do. bis Mo. 11-18 Uhr
Galerie Sybille Nütt (Obergraben 10): Di. bis Fr. 12-19 Uhr, Sa. 12-16 Uhr
Ende: 23.04.2017
Führungen:
Führungen mit dem Kurator der Ausstellung, Oliver Kratz: 4. und 5.02. sowie 22. und 23. April 2017, jeweils um 14 Uhr, Treffpunkt Galerie Sybille Nütt, Anmeldung erwünscht
Text: Tobias Blaurock
http://www.hans-koernig-museum.de
28 Samstag Jan 2017
Posted in Projekte
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Allianz für Dresden fordert mehr Engagement vom Eigentümer des historischen Bahngeländes, dem Unternehmen Globus.
Dresdens Alter Leipziger Bahnhof verfällt. Die denkmalgeschützten Gemäuer – teilweise ohne Dach – aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind ungeschützt jeder Witterung ausgesetzt. Gerade jetzt nagt der Schnee mit seiner Feuchtigkeit unbarmherzig an den eisenbahngeschichtlich bedeutsamen Gebäuden. Vor diesem Hintergrund fordert die Allianz für Dresden, das engagierte und breite Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt, den Eigentümer des Geländes, die Globus SB-Warenhaus Holding, dringend dazu auf, ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen und die Gebäude zu sichern und zu schützen. Auch die Stadt, so das Bündnis, ist hier in der Pflicht, ihr völlig unverständliches Nichtstun bei der Denkmalschutzaufsicht aufzugeben.
„Ganz unabhängig von der Diskussion über ihr riesiges Warenhaus-Projekt muss die Globus Holding endlich die Gebäude des Alten Leipziger Bahnhofes wirksamer vor Wind und Wetter schützen“, fordert Jens Zander, stadtbekannter Architekt und Mitglied der Allianz für Dresden. „Die Gebäude benötigen dringend eine komplette Einhausung, wenigstens aber Notdächer. Schließlich setzen gerade jetzt im Winter Feuchtigkeit und Frost den Gebäuden besonders zu, besonders wenn demnächst die Schneeschmelze einsetzt.“
So ist das Dach des ehemaligen Empfangsgebäudes von 1857 extrem löchrig und über weite Strecken komplett eingefallen. Auch der historische Lokschuppen von 1847 hat überhaupt kein Dach mehr. Hier ist das Unternehmen Globus, welches laut Sächsischen Denkmalschutzgesetzes als Eigentümer und Besitzer eines Kulturdenkmales dieses „pfleglich zu behandeln, im Rahmen des Zumutbaren denkmalgerecht zu erhalten und vor Gefahren zu schützen“ hat, definitiv in der Pflicht.
„Notdächer sind in jedem Fall ein zumutbarer Aufwand zum Erhalt des Alten Leipziger Bahnhofes“, so Zander, „und der Aufwand hält sich nun wirklich in Grenzen. Dass sich hier seit über sechs Jahren nichts tut, ist gelinde gesagt ein Skandal. Auch über die Untätigkeit der Stadt bei der Denkmalaufsicht kann man sich nur wundern. Gerade wenn man bedenkt, dass die Landeshauptstadt an anderer Stelle so viele Eigentümer zur Bewahrung ihrer Denkmäler ermahnt. Globus kann hier Gebäude verfallen lassen, um Druck für sein Projekt zu erzeugen. Ein Druck, dem eigentlich jede Grundlage fehlt, denn der Substanzschutz liegt ohnehin in der Pflicht des Eigentümers.
Wir fordern deshalb die Stadt dringend dazu auf, endlich ihrer Aufsichtspflicht beim Denkmalschutz des Alten Leipziger Bahnhofes nachzukommen und erwarten von Globus einen zeitnahen und vor allem wirksamen Schutz der Gebäude vor Wind und Wetter! Wenn weiter nichts geschieht, muss die Stadt selbst aktiv werden und eine entsprechende Ersatzvornahme Globus in Rechnung stellen. Die gesetzliche Möglichkeit dazu hat sie!“
Weitere Infos: http://www.allianz-fuer-dresden.de
Blog: http://www.allianzfuerdresden.wordpress.com
Text + Fotos: MEDIENKONTOR Dresden GmbH – Agentur für PR und Design Web: www.medienkontor.net
28 Samstag Jan 2017
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Zeitreise-Ausstellung eröffnet am 29. Januar im Simmel-Center am Albertplatz.
Der Umzug ist geschafft. Das Team der „Welt der DDR“ von Peter Simmel hatte in den letzten Wochen alle Hände voll zu tun. Es waren schließlich nicht nur die Exponate von Radebeul an den Dresdner Albertplatz zu transportieren, sondern es galt auch, in relativ knapper Zeit eine neue Ausstellung zu konzipieren, die dafür geeigneten Exponate zusammenzustellen und dies alles dann auch aufzubauen. Doch jetzt ist es vollbracht. Alle Schauräume sind fertig, und auch die Erklärungstafeln sind angebracht. Am Sonntag öffnet „Die Welt der DDR“, wie die Ausstellung von nun an heißt, ihre Türen. Um 10.00 Uhr ist es soweit.
Auf über 1.500 Quadratmetern gibt die von der KiG GmbH, einer Simmel-Unternehmenstochter betriebene Schau Einblick in die verschiedensten Alltagswelten des Lebens in der DDR. Ob Wohnzimmer mit klassischer DDR-Schrankwand, Klassenzimmer mit Pionierutensilien, das Interieur einer Kaufhalle, Kinder- und Kitazimmer mit Spielzeug der Zeit, eine Arztpraxis, eine Apotheke, ein Büro eines Kombinates oder Autos und Motorräder – die Ausstellung im SIMMEL-CENTER am Albertplatz gibt einen umfassenden Einblick in das Leben im Sozialismus. „Über 70 Leihgeber stellten für unsere Ausstellung ihre Ausstellungsstücke zur Verfügung“, berichtet Gabi Reißig, Projektleiterin der DDR-Ausstellung. „Damit konnten wir die überwiegende Mehrheit der Exponate des Vorgängermuseums in Radebeul übernehmen, was uns natürlich sehr freut.“
„Die Welt der DDR“ wird täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet sein, Sonn- und Feiertage eingeschlossen. Die Eintrittspreise liegen wie schon in Radebeul bei neun Euro pro Erwachsenem. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Studenten, Azubis und Personen mit Behinderung erhalten einen Rabatt von zwei Euro. Darüber hinaus gibt es Familien- und Gruppentickets. Montag bis Mittwoch sind Happy-Days anberaumt, wo der Eintritt für bestimmte Zielgruppen wie Kinder, Studenten oder Senioren nur vier Euro beträgt. Auch Führungen, derzeit noch in der Planung, werden in Kürze angeboten.
„Das Ausstellungsteam hat Enormes geleistet, und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, freut sich Hausherr Peter Simmel. „Die Schau ist ein echter Gewinn für Dresdens Innenstadt. Alle Exponate – wir können natürlich nicht alle zeigen – sind in guten Händen. In regelmäßigen Abständen werden auch immer wieder andere ‚neue’ Exponate zu sehen sein.“
Mit der Eröffnung der Schau ist für das Team die Arbeit aber noch längst nicht getan. Demnächst wird zusätzlich noch ein Souvenirshop eingerichtet und die Ausstellung laufend verbessert.
Weitere Informationen: http://www.weltderddr.de
Text + Fotos: PR/ Medienkontor Dresden