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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Bei der 7. Kunstmeile Laubegast locken in Galerien, Gärten & Sälen wieder Ausstellungen, Kunstcafés, Lesungen & Konzerte

16 Freitag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Spaziergang durch einhundert Jahre Bildende Kunst in Laubegast und Kleinzschachwitz

Bereits zum siebenten Mal öffnen Laubegaster Galerien, Geschäfte und Privatpersonen bei der Kunstmeile Laubegast für ein Wochenende am 17. und 18. August ihre Türen, Säle oder Gärten für kunstinteressierte und –neugierige besucher.

Diverse Ausstellungen zeigen Malereien, Grafiken, Fotografien, Collagen, Keramik und Kostümbilder, dazu gibt es Kunstcafés, Lesungen und kleine Konzerte. So lädt, um einige Beispiele zu nennen, die Galerie am Elbufer (Laubegaster Ufer 25a) ein zur „Spurensuche“ und zeigt „Einhundert Jahre Bildende Kunst in Laubegast und Kleinzschachwitz“ mit Werken 16 verschiedener Künstler wie Woldemar Winkler, Max Uhlig, Don Clanton, Evelyn Sonntag oder Wolfgang Kühne. Im Melli–Beese–Haus (Österreicher Str. 84) gibt es ebenfalls Kunst zu sehen u.a. von Evelyn und Bernd Sonntag, Eckhard Kempin und Christina Pfennig, sowie Lesungen mit Karla Kundisch oder Michael Meinicke. Zwei Konzerte (Samstag: Akkordenmusik, Sonntag: Gitarrenmusik) runden das Programm ab. Kindermalen und Café laden zum Verweilen ein.

Im flussaufwaerts–Saal (Laubegaster Ufer 29) zeigen in der Ausstellung „KOSTÜMBILDER“ elf Theaterschaffende ihre Kostümbildentwürfe und Konzeptionen. In den Räumen der Volkssolidarität (Volkhaus) am Laubegaster Ufer 22 gibt es Ausstellungen des Fotoclubs Laubegast und Malerei von LilAntje, dazu Kunstcafé und ein Konzert (Klavier und Klarinette). In der Galerie KirchGang (Christophoruskirche Laubegast) zeigen Katharina Probst und Rita Richter unter dem Titel „Frauen, Mütter und Madonnen“ Malerei und Grafik.

Text: Ximena León Pellegrin

Viele weitere Kunstmomente und das vollständige Programm stehen unter http://www.flussaufwaerts.de.

Termin: Samstag 17.8.24 und Sonntag 18.8.24 jeweils von 11 bis 18 Uhr
(Abweichende Öffnungszeiten werden vor Ort ausgewiesen)

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Dokfilm-Vorstellung über den Dresdner Lyriker Bernhard Theilmann im Zentralkino Dresden

16 Freitag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Erinnerung an ein wundervolles Mysterium

Das Team des dokumentarischen Kurzfilms “theilmann” über den Dresdner Lyriker Bernhard Theilmann veranstaltet im Zentralkino ein Screening des Films mit Lesung und einer Gesprächsrunde am 30. August. um 17 Uhr. (Eintritt frei)

Hochgeschätzter Lyriker, einflussreicher Journalist, intellektueller Aktivist und doch kaum in Erinnerung. Beschäftigt mit der Gestaltung der Dresdner Kulturszene, hat Bernhard Theilmann verpasst, zu Lebzeiten etwas zu veröffentlichen, das an ihn erinnert.

Bernhard Theilmann (1949 – 2017) ist ein wundervolles Mysterium. Seit jeher schrieb er
Gedichte, kryptisch, tragisch, kritisch, manisch. Ende der Siebziger öffnete er mit Eberhard Göschel, Peter Herrmann, Jochen Lorenz und A. R. Penck die halblegale Obergrabenpresse. Gemeinsam ermöglichte man in der DDR unangepassten Kunstschaffenden die Veröffentlichung der eigenen Werke, umging Druckverbote und ärgerte die politische Elite. Er war in der Wendezeit als Sprecher der Vereinigten Linken unterwegs, gründete sofort nach dem Mauerfall mit Gleichgesinnten die Unabhängige Schriftsteller Assoziation Dresden und wenige Monate später das Dresdner Stadtmagazin SAX.Erst zwei Jahre nach seinem Tod erschien 2019 endlich ein Gedichtband mit seiner Lyrik, “Das Geheimnis der Brücken”. An einem Wochenende im Frühjahr 1990 bekam Bernhard Theilmann den Auftrag, einige seiner Gedichte für den Deutschlandfunk aufzunehmen. Er nutzte dafür das Haus seines Freundes Eberhard Göschel, der auf Reisen war. Die Kassette wurde kopiert und an den DLF geschickt. Doch die Sendung ging wenig später in einem Archivbrand verloren. Nach Theilmanns Tod fanden Eberhard Göschel und seine Frau Sonja Zimmermann auf dem Dachboden das Original. Es war im Rekorder verblieben und bildet die Grundlage für die assoziativ-experimentelle Kurzdoku “theilmann”, die in Kürze vom mdr ins Programm und die Mediathek aufgenommen werden wird.Am 30. August werden um 17 Uhr die Macher:innen des Films, Familie, Befreundete und Fans Theilmanns im Dresdner Zentralkino (Kraftwerk Mitte 16) zusammenkommen. Der Film wird gezeigt, der Schauspieler Albrecht Goette liest drei Gedichte Theilmanns und anschließend erinnern Theilmanns Witwe Hanna-Rose, Regisseur Tom Ehrhardt und andere in einem Publikumsgespräch an den außergewöhnlichen Dresdner Lyriker.

Text: Tom Ehrhardt

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Zeitungslesen als Ereignis & Die Überwindung der Stallmauer. Eine Kunstaktion von Pfelder in Dresden

15 Donnerstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein Blick in die Zeitung und zwei ins Leben

ZEITUNG ist eine temporäre Kunstinstallation von Pfelder im öffentlichen Raum in Dresden im Rahmen des Projektes In:vers – Die Überwindung der Stallmauer.

Eröffnung: Samstag, den 17.8.2024, 11 Uhr
Begrüßung: Dr. David Klein / Amtsleiter, Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden
Einführung: Susanne Altmann
Ort: Jorge–Gomondai–Platz, Dresden-Neustadt

Laufzeit: 19.8.–14.9.2024, täglich geöffnet außer sonntags
Finissage: Sa. 14.9.2024, 16 Uhr

ZEITUNG ist eine Intervention von Pfelder im Stadtraum von Dresden. In der zentralen Fußgängerzone (Hauptstraße) am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt ist ein Zeitungs-Kiosk aus Holz mit einem langen Tisch flankiert von zwei langen Sitzbänken aufgestellt. Die Installation steht auf einer hölzernen Plattform und ist durch ein schlichtes Dach vor Regen und Sonne geschützt.

Im Kiosk werden für die Dauer der Ausstellung täglich aktuelle internationale Tageszeitungen wie z.B. Le Figaro, Le Monde, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, NZZ, FAZ, Hürriyet, The New York Times, aber natürlich auch DNN und Sächsische Zeitung kostenlos zum Lesen vor Ort angeboten. Besucher können bequem am langen Tisch sitzend  und lesend das internationale Geschehen in der gedruckten Tagespresse verfolgen.

Das gemeinsame Zeitungslesen wird zum kommunikativen und sozialen Ereignis in der Öffentlichkeit. Multinationale Nutzer und Leser treffen sich am langen Tisch mitten in Dresden zum Lesen und vielleicht auch Diskutieren. Das analoge Lesen mit dem haptischen Erleben des Zeitungspapiers wird bewusst einer immer mehr digitalisierten Informationswelt entgegengestellt.

Der Kiosk wird von einer Person betreut, sämtliche Zeitungen werden als Auslage präsentiert und dem Publikum leihweise zum Lesen offeriert. Die Tageszeitungen werden aufbewahrt und archiviert. Am Ende des Projektes erhält man ein umfangreiches Archiv internationaler Pressestimmen über den Verlauf von vier Wochen.

In:vers – Die Überwindung der Stallmauer ist ein Projekt der Galerie Ursula Walter, gefördert von der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Stiftung Kunst und Musik für Dresden. Mit freundlicher Unterstützung von wolf & tiger Tierarztpraxis.

GALERIE URSULA WALTER
Neustädter Markt 10, 01097 Dresden
Kontakt: 0152 53633619
mail@galerieursulawalter.de
www.galerieursulawalter.de

www.pfelder.de

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Sommertheater Dresden: „Marie Antoinette – Revolutionen sind nicht nett“ im Bärenzwinger

15 Donnerstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Theater, Zwischenmenschliches

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Zwischen Genuss und Verdruss, Glanz und Arroganz, Macht und Ohnmacht… Ob König oder Revoluzzer, arm oder reich… unterm Fallbeil sind sie alle gleich. Der Henker mit blutiger Schürze bekommt reichlich zu tun in der diesjährigen Sommertheater-Inszenierung „Marie Antoinette – Revolutionen sind nicht nett“ im Innenhof des Bärenzwinger Dresden. Foto: Tobias Kade

Bitterkomisches Sommertheater über Duckmäuser und Scharfmacher

Ludwig XVI., König von Frankreich, hat sein Volk satt, das ihn plagt und nicht genug Steuern zahlt. Die Staatskasse ist fast leer und er weiß nicht mehr, woran er glauben soll (bitterkomisch: Simon Altmann). Seine Frau Marie Antoinette (launisch: Marléne Jeffré) ist die Menüs mit Froschschenkeln leid und versteht den Aufruhr im Volk nicht. Deftig schwarzhumorig und haarscharf aktuell auf den Punkt gebracht, kam die neue Sommertheater-Inszenierung „Marie Antoinette – Revolutionen sind nicht nett“ im Innenhof des Bärzenzwinger Dresden auf die Bühne (Buch und Regie: Peter Förster).

In dem Stück über Macht, Ohnmacht, Duckmäuser, Scharfmacher, radikale Umstürze, den Preis der Freiheit und die fast vergessene Losung: „Arbeite, plane mit, regiere mit!“ (mit Applaus bedacht) spielen vier Schauspielerinnen neben dem König bravourös in 18 Rollen u.a. als Kardinal, Henker, Danton und Robespierre. Reichlich Befall. Zu sehen bis 15.8. und vom 20.8. bis 8.9., 20 Uhr täglich außer montags.

Text (lv)
Mehr Text zur Aufführung folgt demnächst.

http://www.Sommertheater-Dresden.de

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Premiere von Monthy Python`s „Nicht der Messias“ in der St. Pauli Ruine in Dresden

15 Donnerstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

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Gefeiert als neuer Retter und Erlöser vom unzufriedenen Volk. Egal was er sagt, sie glauben ihm alles. Voller Jux und komischer Verzweiflung spielt den Messias wider Willen Thomas Mende in der Inszenierung „Nicht der Messias“ in der St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz in Dresden. Foto: Veranstalter

“Preist die Sandale!“

Mit viel absurdem Witz und aktuellen Bezügen,
Spielleidenschaft und mitreißemdem Gesang begeistert die neue Monthy Python-Aufführung aus dem Leben des Brian „Nicht der Messias“ derzeit in der St. Pauli Ruine im Dresdner Hechtviertel.

Gefeiert als neuer Retter und Erlöser vom unzufriedenen Volk, macht sich der unauffällige, schüchterne und pummelige junge Mann Brian anfangs einen Jux daraus. Doch bald gerät der Spaß aus dem Ruder, wird er verehrt, verfolgt und gejagt von seinen ihn anhimmelnden Jüngern ebenso wie den arglistigen Wachen der Römer. Das führt zu allerlei Missverständnissen und Turbulenzen in „Nicht der Messias“. Das komische Oratorium nach dem Kultfilm „Das Leben des Brian“ von Eric Idle Und John du Prez feierte Premiere am vergangenen Freitagabend in der St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz im Dresdner Hechtviertel.

Nach dem großen Erfolg des Ritter der Kokosnuss-Musicals „Spamalot“ letztes Jahr kam nun die zweite Monty Python-Inszenierung zum Leben des Brian in der ausverkauften Theater-Ruine auf die Bühne. In der Geschichte um den Messias wider Willen erzählen, singen und spielen mit viel absurdem Witz, Leidenschaft und Bravour durchweg Laiendarsteller verschiedene Rollen, begleitet von mitreißendem Gesang des Brian-Chors unter Regie von Jörg Berger. Ausgehend von der biblischen Weihnachtsgeschichte mit der Geburt des Christkindes nehmen die Szenen und Lieder mit vielen aktuellen Bezügen humorvoll Scheinheiligkeit, blinde Ergebenheit, Stumpfsinn, Ignoranz und Hass gegen andere Kulturen und Denkweisen auf die Schippe. Als Kulisse dienen bunte Vorhänge, die auf- und zugezogen werden. Vor und hinter denen es hoch her geht, mal eine lustig blökende Schafherde und Hirten sich an der scheinbaren Idylle erfreuen und mal die Aufständischen der „Volksfront von Judäa“ in schwarzen Gewändern und gelben Stirnbändern sich verstecken und den Aufstand gegen die römischen Besatzer proben.

Drei Könige aus dem Osten, dem Nahen Osten erscheinen, um dem Messias zu huldigen und agieren als Erzähler. Ein Stern habe sie hergeführt, der eingangs als regenbogenbunte Sternschnuppe am Bühnenhimmel aufgeht. Es herrscht Aufruhr im Volk und ein Erlöser aus der Misere ist heißbegehrt. Welch Zufall! Eine Frau, Mandy (trocken humorvoll: Manu Heymann) in der Schafsgasse bekommt gerade ein Kind, das ihr der Heilige Geist beschert hat. Begeistert ist sie nicht gerade, doch die Geschenke der Könige, Gold und ein Schaf-Stofftier für den Kleinen nimmt sie gern. Ihr Mann (amüsant auch als umtriebig feilschender Bart-Händler und pöbelnder Nachbar: Jens Döring) ist sauer, dass ein anderer seine Frau ins Bett lockte mit grandiosen Versprechen. Brian ist kräftig gebaut, aber kein Kraftprotz und beileibe kein Superheld. Thomas Mende ist noch neu im Ensemble der TheaterRuine und spielt die Hauptfigur mit großartiger Mimik und Gestik. Wie er in weißem Gewand und Kappe mit umgehängtem falschen Bart erst sagt, was die anderen hören wollen und sich dann verzweifelt komisch wehrt gegen seine Rolle als Messias, der Anführer der trägen Masse, von der Bühne abhaut und mit leidender Miene mitten im Publikum steht, ist einfach herrlich. Vergebens beschwört Brian seine Anhänger, als Individuen selbstständig zu denken.

Der absurde Gipfel ist erreicht, als sie seine auf der Flucht verlorene Sandale wie etwas Heiliges anpreisen. Mit Songs wie „Schaf, Schaf, Schaf“, „Ich will die Welt verändern“, „Was ham die Römer…?“ und „Halleluja, wir sind frei“ und Zitaten wie „Jeder nur ein Kreuz“ begeistern die Akteure herzerfrischend und vielsagend das Publikum. Als willkürlicher Herrscher Pilatus mit Sprachfehler erheitert auf der Empore die ebenfalls noch neue Darstellerin Karoline Teichmann. Brians Geliebte Judith (Lydia Nordengrün) zieht alle, auch die groben Wachen, als temperamentvolle Bauchtänzerin zu betörenden Klängen in den Bann. Mit dem Kreuz auf den Schultern singen und pfeifen Brian und seine Mitstreiter zum Schluss den Ohrwurm: „Allways Look on the Bright Side of Life“ und die Zuschauer stimmen fröhlich ein unter dem Motto: Nie den Mut, Zuversicht und Lebensfreude verlieren, egal was passiert. Reichlich Beifall gab es vom Publikum dafür.

Text (lv)

http://www.pauliruine.de

Nächste Vorstellungen: 15. und 16. August, 19.30 Uhr,

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Ausstellung mit Malerei & Grafik von Bärbel Kuntsche im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul

11 Sonntag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Märchenhaftes und Früchte des Lebens

Fröhlich farbenfrohe Blätter zur Kasperiade, ausdrucksreich Figürliches und Landschaften am Meer zeigt die Radebeuler Künstlerin Bärbel Kuntsche derzeit in einer Ausstellung im Weinbaumuseum Hoflößnitz.

Traumhaft und klar zugleich leuchtet der Vollmond warm orange wie ein Lampion zwischen dunklen Baumumrissen, Häusern und Kirchturm. Auf der Veranda sitzt am offenen Fenster zeichnend eine Frau und hält den besonderen Anblick fest und auf einem Notizzettel den Tag. „Blutmond, 27.7.2018“ steht auf dem Titelbild der Ausstellung mit Malerei und Grafik von Bärbel Kuntsche, die anlässlich ihres 85. Geburtstages im August am vergangenen Sonntag mit viel Besucherresonanz im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz, Knohllweg 37, in Radebeul eröffnete.
An den Rebstöcken reifen noch die Trauben beidseits am Treppenaufgang
zur Aussichtsterrasse.

Dies ist die dritte Ausstellung in dieser Saison im Jubiläumsjahr 100 Jahre Hoflößnitz und Weinbaukultur. Zu sehen sind Arbeiten aus 30 Jahren, die eindrucksvoll das facettenreiche Schaffen der Radebeuler Kunstpreisträgerin von 2005 Bärbel Kuntsche widerspiegeln in den beiden Räumen im Bergverwalterhaus. Mit abwechselnd klassisch, elegischen, melancholischen und leicht beschwingten Klängen, von französischer Barockmusik über eine Humoreske von Antonin Dvorak bis zur bekannten, charmanten Melodie Champs Elysee, stimmten die Musikerinnen Sandra Bohrig und Beate Hofmann vom Duo „Cellikatessen“ klangreich auf die Bilder ein.

Vor allem die märchenhaft wundervollen Blätter zur Kasperiade, die bei ihm zuhause hängen, so Museumsleiter Frank Andert zur Ausstellungseröffnung, prägten bisher sein Bild von Bärbel Kuntsche. Sie gestaltete viel Gebrauchsgrafik, doch die Künstlerin kann viel mehr. Nachdem er sich einen Überblick über die Sammlung der Hoflößnitz verschaffte, als er vor zehn Jahren hier anfing, stieß Andert auf andere Arbeiten, fast melancholische Grafiken, Holzschnitte und ein Gemälde von Bärbel Kuntsche. Ein ebenso stimmungsvoller Bilderreigen, Figürliches und Landschaften, treffen feinfühlig und ausdrucksvoll aufeinander in dieser Ausstellung. Sie entführen die Besucher ins Reich der Flora und ans Meer. Bezaubernde Bildnisse mit Blütendamen, Blumen- und Früchtestillleben mit Äpfeln, Birnen und Trauben in warmen, leuchtenden Farben und altmeisterlicher Manier, gemalt vor dunklem Hintergrund und farbige Zeichnungen von südlichen Landschaften, Reisen in die Toskana und nach Florenz sind da versammelt. Im Eingangsraum hängen fröhlich farbenfrohe und fantasievolle Plakatserien mit Harlekin, König, Zwergen, Gestiefeltem Kater und Einhorn zur Radebeuler Kasperiade damals noch in Altkötzschenbroda.

Außerdem sind in Malerei und Holzschnitten, teils farbig-expressiv, Blicke aus dem Fenster, Tischrunden und Ansichten vom Meer zu sehen. In wenigen Farbtönen, blau und sandfarben, eine Frau im blauen Kleid am Strand zwischen Felsklippen. Dunkel, schattenhafte Körperumrisse eines Paares vor den brausenden Wellen, im Sand knieend und mit den Armen rudernd. Eine Familie schaut romantisch-versonnen wie aus der Zeit gefallen aufs Meer, am Horizont ein kleines Segelschiff. Das Meer als Freiheits­- und Sehnsuchtsort. Davon erzählen die Holzschnitte in starkem Wechselspiel von Licht und Schatten, Ruhe und Bewegtheit, Geborgen- und Ausgeliefertsein zwischen Mensch und Natur und der Begegnung mit sich selbst. Ein Bild zeigt eine Familie überrascht von einem Gewitterguss im Elbsandsteingebirge. Große dunkle Wolken, peitschender Regen geht nieder auf die Erde, davor ein Paar und Kinder, romantisch anmutend an Caspar David Friedrich angelehnt, aber härter im Strich. Die Kinder sitzen auf dem Felsrand wie auf einer Insel und die Menschen wirken winzig vor den geballten Naturkräften. Die Bilder wirken erstaunlich zeitlos und entrückt, die meisten entstanden nach 2000. Sie rücken in mal leuchtenden und mal gedämpften, spröden Farbtönen die Schönheit und Verletzlichkeit des Lebens, Werden, Vergehen und Verwandlung in den Blickpunkt.

Bärbel Kuntsche wurde 1939 in Weißenborn/Sachsen geboren. Sie ist gelernte Kunstporzellanmalerin an der Manufaktur in Meißen und arbeitete bis 1962 in dem Beruf. Von 1962 bis `66 studierte Bärbel Kuntsche Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule. Hans Jüchser und Theodor Rosenhauer, zwei Radebeuler Maler, aber auch Otto Niemeyer-Holstein, ein Usedomer Künstler, waren wichtig für ihre künstlerische Entwicklung. Nach einer Tätigkeit im Kulturamt Dresden arbeitet sie seit 1997 wieder freischaffend als Malerin und Grafikerin in Radebeul. Besonders markant und einprägsam sind ihre Porträts und angedeuteten Selbstbildnisse, Köpfe und Gesichter mit großen Augen, die Hände aufgestützt, tastend, suchend, haltend, sinnend und in sich versunken in vorwiegend herben, schwarz-weiß Kontrasten gehalten, linienreich, bewegt und fein verwoben die Körperumrisse und Umgebung. Vielsagend auch die Bilder mit Engel, einer eilt im Spagat mit herabhängenden Schwingen und erhobenen Händen, ein anderer sanft mit sich eins und einem Blütenzweig in der Hand. Die Ausstellung von Bärbel Kuntsche ist noch bis 15. September im Hoflößnitz zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di  bis So von 10 bis 18 Uhr.

http://www.hofloessnitz.de


Stimmungsvoller Bilderreigen: Museumsleiter Frank Andert zeigt die vielen Facetten im Werk der Radebeuler Künstlerin Bärbel Kuntsche im Weinbaumuseum Hoflößnitz.


Zauberhaft wie ihre Blüten-Stillleben auf den Leinwänden: die Malerin und Grafikerin Bärbel Kuntsche mit ihrem Mann, dem Künstler Wolf-Eicke Kuntsche und Museumsleiter Frank Andert nach der Ausstellungseröffnung.

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Unterwegs: Ausstellung „Ein-Sichten“ von Peter Götz & Christoph Hampel im Schloss Struppen

10 Samstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Rückzug oder Weglachen

Mit ihren vieldeutigen, oft humorvollen Zeichnungen und Aktenschredd-Collagen zeigen die Pirnaer Künstler Peter Götz und Christoph Hampel das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln in ihrer Ausstellung „Ein-Sichten“ im Schloss Struppen.

Eine Graugans reckt neugierig ihren langen Schnabel und Hals ins Bild.
Als wollte sie gleich laut loschnattern. Vielsagende menschliche Gesichter und Blicke in einem Wirrwar von Linien wie abgerissene Gesprächfäden und starken Farbkontrasten gesellen sich dazu. Doch es bleibt „Un-ausgesprochen“, so der Bildtitel. Vorwiegend lustig, farb- und formreich beredt, offen und aufschlussreich wie auf dem Titelplakat geht es zu in der Ausstellung „Ein-Sichten“ von Peter Götz und Christoph Hampel im Schloss Struppen, am Kirchberg 6, die verlängert wurde bis 18. August.

Unter diesem Motto zeigen die beiden Pirnaer Künstler ihre ganz persönliche Sicht auf das Leben, das sie aus verschiedenen Blickwinkeln und Handschriften betrachten und damit einfallsreich spielen mit viel Witz und Hintersinn und den Betrachter damit zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. In den hellen, wunderbaren großen Räumen im Obergeschoss mit freigelegten Wandmalereien und Blicken auf die sanft hügelige Landschaft der Sächsischen Schweiz kommen die Bilder auch hervorragend zur Geltung­. Hier hängen vorwiegend großformatige Arbeiten von Christoph Hampel. Er nennt sie „Aktenschredd-Collagen“. Sie entstanden aus geschreddertem Papier als Malgrund, mal gröber, mal feinfaserig, farbenfroh, hell und darauf dunkle Figurenumrisse gezeichnet. Christoph Hampel verwendet dafür ehemalige Akten aus seiner fast 30-jährigen sozialen Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Erst zehn Jahre nach der Erstellung durfte eine Akte vernichtet werden, so Hampel. Während er diese schredderte, erinnerte er sich an den Inhalt, an Lebensläufe, Entschlüsse und Fehlentscheidungen, Veränderungen wie bei sich selbst, die er in seinen „Aktenschredd-Collagen“ verarbeitet.

Es sind ungewöhnliche, spannende Bilder, die mit Vor- und Hintergründen spielen, Symbol- und Zeichenhaftem, Wertigkeiten hinterfragen und auch die Bildtitel sprechen für sich. „Arm-Mut“, aus der scheinbar aus dem Nichts Neues erwächst und immer noch Himmelsblau zu sehen ist, „Geld-Last“, eine Figur nur auf den Rucksack aus Banknotenschredd auf Platte konzentriert, auftauchend aus dem „Morast der eigenen Gesinnungen“, „Raus finden“, „Rückzug“ oder „Weglachen“. Christoph Hampel wurde 1957 in Bernsbach geboren, er lebt und arbeitet in Pirna und Struppen als Diplomsozialarbeiter und Kunsttherapeut im Jugendobjekt „UZ“. Sein Atelier hat Christoph Hampel im Schloss Struppen. Im Gang hängen kleine, feine Zeichnungen mit Tusche und Farbstift, Collagen und Mischtechniken von Peter Götz, in denen sehr satirisch, frech und gewitzt Tiere wie Raben, Gänse, Hühner, Mäuse, Hasen und Schafe den Menschen und der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten über ihre Eigenarten, Tun oder Unterlassen. Da späht ein Rabe durchs Fernglas aus anderer „Perspektive“, beäugen „Fischliebhaber“ genüsslich Goldfische, träumt ein Huhn vom Fliegen, sitzt eine „Heilige Kuh“ vor einem Verkehrsschild, bröckelt die zementierte Sternenfahne der „Wertegemeinschaft Europa“, wünscht ein Reisebüro mit lachendem Signet und entflammter Erdkugel auf der Spitze „Gute Reise“.

Abgeblättert und vergilbt auf dem Papier erscheint eine „Abgerissene Friedenstaube“ mit grünem Zweig. Da hält ein Rabe einen Würfel im Schnabel, ein anderer ein Herz-Monokel vor das Auge und ein schwarzfiedriger mit Stirnband und verträumtem Blick glänzt mit Pinsel und Farbpalette als „Canaletto“. Mit stolzgeschwelltem Hahnekamm, getragen in einer Sänfte von Raben, sieht man „König August der Starke bei der Erstbesteigung des Lilienstein“ in einer Tuschezeichnung von 2023 von Götz. Bei der Deutschen Bahn herrscht hingegen Schneckenalarm signalrot wie ihr Logo. Da sieht man Gänse, so sie nicht als Weihnachtsbraten enden als „Nymphe Hybris“ mit Saiteninstrument und schwarzberockte Vögel als Paukist, Drehorgelspieler, Mr. Saxobeat und rockende Tubisten. Peter Götz wurde 1965 in Schopfheim/Badem-Württemberg geboren, arbeitete als Ingenieur, zeichnet seit seiner Jugend humoristisch und beschäftigt sich seit 1994 intensiv mit künstlerischen Zeichentechniken. Er lebt und arbeitet in Pirna als humoristischer Zeichner. Das Renaissesanceschloss Struppen ist eine Entdeckung für Kunstliebhaber und Freunde historischer Baukunst, da nahezu alle Räume original erhalten sind. Die Mischung aus stilvoll eingerichteten Salons mit Mobiliar und Gemälden noch aus der Zeit der einstigen Schlossbesitzer, der Familie von Rayski und Ausstellungen mit moderner Kunst in den anderen Räumen kommt gut an bei den Besuchern.

„Bei den Ausstellungseröffnungen ist es immer voll, viele Leute kommen aus Pirna und Dresden hierher“, sagt Jürgen Söcking vom Schlossverein Struppen e.V. Dieser feierte letztes Jahr sein 15-jähriges Bestehen und setzt sich mit derzeit 25 Vereinsmitgliedern für den Erhalt und die denkmalgerechte Sanierung des Schlosses mit seinem markanten Wendelstein ein und sammelt weiter Spendenmittel für die Wiederherstellung der Treppenstufen im Inneren ins Obergeschoss. Die nächste Ausstellung mit dem Titel „Lichtmalerei“ mit experimenteller und abstrakter Fotografie von Dr. Volkmar Hoppe eröffnet am 31. August, 15 Uhr im Schloss Struppen und ist bis 3. November 2024 zu sehen.

Text + Fotos (lv)


Große, helle Räume & viel Platz für Kunst: Am Schloss Struppen hat sich viel getan in den letzten Jahren, freut sich Jürgen Söcking, einer der rührigen Vereinsmitglieder im Schhlossverein. Jetzt werden für die Stufen des Wendelsteins im Inneren weiter Spenden gesammelt.

 

Geöffnet: Sa, So und feiertags von 13 bis 17 Uhr.

http://www.schloss-struppen.de

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BilderAlbum & Neue KatzenLyrik: Sind so kleine Kobolde & Himmlischer Morgen

31 Mittwoch Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Sind so kleine Kobolde

Sind so kleine Pfoten
strecken sich durch die Box
unterwegs ins Ungewisse
sagen noch keinen Mucks
sind so schöne Augen
groß klar und noch etwas scheu
alles für sie noch neu
wissen noch nichts vom Leben
und haben schon so viel
zu geben
drei kleine Fellchen
entzückende aufgeweckte Wesen
voll Neugier und Vertrauen
Winzlinge noch zart und zerbrechlich
und schon so willensstark
staunend wie Ihr sollt nie verlieren diesen Eigensinn
schon nach Stunden alles erkunden
im neuen Zuhaus
Kobolde seid Ihr flink fröhlich verwegen
keck und verschmust schon kräftig schnurrend
die grauweiß getigerte wie ihre Vorgängerin Jade
der kleine weiße mit den schwarzen Flecken sanft und
schelmisch wie Lina
und der graubraun weiß getigerte flauschige
mutigste und lustigste von den Dreien
eroberte schnurstracks mein Herz
Ihr hebt meine Welt aus den Angeln
und bringt sie wieder ins Gleichgewicht

LV
29.7.2024

Himmlischer Morgen

Ein regenbogenbunter Ballon schwebte
gerade am Himmel morgens
an meinem Fenster vorbei federleicht
friedlich wie im Traum
ich hörte die Flamme
und sah hinauf blinzelten da meine Miezen
den Reisenden hinterher
hell von der Morgensonne die Fassade
gegenüber
wie der bunte Ballon hinter dem Hausdach
verschwand
kehrte die Lebensfreude zurück
und vor der Tür im Flur
warten drei kleine fellige Rabauken

LV
9.8.2024

Text + Fotos: Lilli Vostry

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BilderAlbum & Nachlese: Erstes Open Air „Karierte Katze“ im Palaisgarten Dresden

31 Mittwoch Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Tanz, Zwischenmenschliches

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Genießen nach Katzenart

Beim ersten Open Air Karierte Katze wurden Kunst, Kultur und Lebensfreude im Palaisgarten an der Elbe mit fantastischem Blick auf die Dresdner Altstadtkulisse bei meist sonnigem Wetter und bunt gemischtem Publikum in gemütlich entspannter Atmosphäre genossen.

Ein fröhliches Fest der Lebensfreude und Fantasie ohne Katzenjammer konnten die Besucher beim ersten Open Air Kultur-Festival Karierte Katze vom 26. bis 28. Juli im Palaisgarten in Dresden an der Elbe erleben. Initiator ist der Künstler und Galerist Holger John. Das Gelände war mit lustig-originellen Katzenzeichnungen von ihm in schwarz-weiß, mit Kontrasten spielend, auf hellen Planen, Pavillons und Türmen gestaltet. Abends sprangen und kletterten die karierten Katzen mit Fahnen auf den Bäumen am Palais und auf der Fassade. Und Leuchtkatzen in warmen Rot- und Orangetönen rings um die Wiese erhellten den Besuchern den Weg. Es gab eine Bildergalerie im Freien, fröhlich bunt bemalte Papphäuschen von Besuchern mit ihren Wünschen und Visionen für die Zukunft dieser Stadt, Liebe und Frieden standen groß auf den Hauswänden. Barocke Tänze und Lebenskultur zelebrierten die Damen und Herren vom Elbvenezianischen Carneval in märchenhaft prächtigen Kleidern voller Eleganz, Anmut und Lebensfreude. Die Herren galant mit Kratzfuß und Federhüten. Fehlte nur noch der Gestiefelte Kater. Hinterher wurde an einer langen Festtafel geschmaust und getrunken. Ein Vorgeschmack auf das Fest anlässlich 350 Jahre italienischer Carneval in Dresden vom 28.2. bis 2.3.2025.

Auf der großen Bühne spielten Bands Musik für alle Geschmäcker, davor waren am Freitagabend kraftvoll mitreißende Trommelklänge zu hören. Am Sonntagabend gab es fröhlich beschwingte jiddische Lieder mit Karsten Troyke und danach feurige, temporeiche Klänge mit der rumänischen Balkan Brass-Beatkapelle Fanfare Kalashnikov, bei denen es kaum einen Besucher auf den Sitzen hielt. Da hüpfte das Herz froh im Takt mit!

Musik von Blues bis Irish Rover Beats, bei denen das Meer in allen Tönen rief und die Sehnsucht nach Unterwegssein und Ankommen, war am Glockenspielpavillon zu hören, umgeben von einer Wunderkammer mit Schaukästen und wunderlichen, schwebenden Figuren und Flügeln. Der Wind wehte wie am Meer. Die Papierseiten flogen wie Möwenflügel, der Fluss sonnefunkelnd und bewegte Wolkenlandschaft. Eine bessere Kulisse konnte es kaum geben für die Lesung meiner neuen Meer- und Katzengedichte beim Open Air Karierte Katze am Sonntagnachmittag am Glockenspielpavillon vor zufälligen, aufmerksam lauschenden Zuhörern und den Musikern. Wäre natürlich schön, die Zuhörerrunde wächst weiter.

Sicher sind die Mitmach-Kunst-Aktionen und Bildergalerie im Freien noch weiter ausbaufähig. Etwas mehr Auswahl bei der Gastronomie, auch preislich, wäre wünschenswert. Musik überwog im Programm, die leisen Töne gerieten etwas kurz.
Dafür konnten die Besucher gemütlich entspannt in Liegestühlen sitzen oder auf Decken auf dem weichen Rasen räkeln, der Musik lauschen und die Atmosphäre genießen und angeregt im Gelände umher stromern. Und überall Bilder von Katzentieren. Sie fühlen sich, nun ja, geschmeichelt und sahen es mit Wonne, wie viele Menschen es ihnen gleich taten und sich dem Schönen im Leben hingaben bei diesem ersten Open Air Karierte Katze im Palaisgarten in Dresden. Bin gespannt und freue mich auf die Fortsetzung dieses feinen, stilvollen und unkonventionellen Kultur-Festivals im nächsten Jahr!

Text + Fotos (lv)

http://www.KarierteKatze.de

 

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Gedicht-Lesung: „Von Meerfarben & Möwen & Meerkatzen“ von Lilli Vostry beim Open Air Karierte Katze am Glockenspielpavillon, Palaisgarten in Dresden

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, In eigener Sache, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Wo Katzen sind, da lasse Dich ruhig nieder… Sie verstehen und lehren uns Genießen & Gelassenheit. Neue Meer- und Katzen-Gedichte liest Lilli Vostry, Kulturjournalistin und Lyrikerin aus Dresden, beim ersten Open Air Karierte Katze am Sonntag, dem 28. Juli, 16 Uhr, am Glockenspielpavillon, nahe Palaisgarten an der Elbe in Dresden. Juhu und Miau! Fotos (2): Christopher Simpson

Poesie & Genießen nach Katzenart

Ein fröhliches Fest der Lebensfreude und Fantasie ohne Katzenjammer. Da schlägt das Herz aller Katzenliebhaber, Kunstfreunde und Genießer höher. Erleben könnt Ihr es beim ersten Open Air Festival Karierte Katze im Palaisgarten an der Elbe in Dresden, das gestern abend startete und noch bis Sonntag dauert. Im prallbunten Programm stehen viel Live-Musik für alle Geschmäcker, Kunstmitmach-Aktionen, eine Bildergalerie, Venezianischer Karneval und, und…

Besondere Freude für mich: Hier kann ich am Sonntagnachmittag, dem 28. Juli, 16 Uhr am Glockenspielpavillon nahe am Palaisgarten meine neuen Meer- und Katzengedichte erstmals lesen, die erst vor kurzem bei meinem OstseeUrlaub auf Usedom entstanden sind. Auf meinem wortgarten-Blog sind die Gedichte natürlich schon zu lesen. 🙂

Kommt also gern und lauscht dieser Gedicht-Lesung mit Meer- und KatzenLyrik.
Meine Miezen Jade & Lina & Lola würden sich sehr freuen und schauen von oben zu. Miau!

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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