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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

„Sommersalon“ & Tanzperformance in der Galerie Kunst & Eros

17 Dienstag Aug 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Tanz

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Sinnliche Porträts & Neue Sachlichkeit: Galeristin Janett Noack vor Bildern von Juan Miguel Restrepo Valdes im „Sommersalon“ bei Kunst & Eros.
„Traumfrau“ von Viktoria Graf

„Das verlorene Paradies“ von Viktoria Graf
Reizvolles für die Sinne in Malerei, Zeichnungen und Porzellan.

Lustvoll-verspielte Porzellanfiguren von Olaf Stoy
„Leda und Schwan“ von Leonore Adler
Entzückend: „Badende mit Fisch“ von Michael Hofmann
„Überwältigt“: Paar aus patiniertem Ton von Olaf Stoy

Überwältigende Sinneslust

Verführerische, fantasievolle und vieldeutige Arbeiten, Malerei, Grafik und Plastik rund um Lust und Liebe zeigt die Gruppenausstellung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros noch bis 11. September.

Drei Grazien im Gemüse. Ganz dem Blütenrausch überlässt sich die Traumfrau. Eine beschwipste Bacchantin mit Traubenkranz räkelt sich genüsslich. Farbenfreude und Kunstgenuss pur locken in der derzeitigen Gruppenausstellung „Sommersalon“ mit Arbeiten von bekannten Künstlerinnen wie Leonore Adler und Viktoria Graf, dem Porzellankünstler Olaf Stoy, dem Grafiker Michael Hofmann und dem Maler Juan Miguel Restrepo Valdes in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 11. September zu sehen; Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr).

Zur sinnenfrohen Malerei, Grafik und Plastik gab es eine Performance: „Letzte Tänze“ am Eröffnungsabend mit Flammendiva Ria, die nach 22 Jahren Tanz im öffentlichen Raum letztmals auftrat. Sie schwang sich an zwei roten Tüchern hinauf in luftiger Höhe an einer Hausfassade und zeigte tanz- und artistische Figuren zu Gedichten von Günter Grass, in denen es um Schönheit, Stärke und Fragilität des Seins geht. Einen verführerischen Tango zusammen mit ihrem Tanzpartner Georg Knobloch gab es auch noch im Innenhof der Galerie vor begeistertem Publikum. Ein Blickfang in der Ausstellung sind die sinnlichen Porträts des kolumbianischen, in Dresden lebenden Künstlers Juan Miguel Restrepo Valdes. Gesichter und Frauenakte gemalt in klaren Farben, angelehnt an die Neue Sachlichkeit. „Er versteht es, akribisch und subtil Sinnlichkeit zu erzeugen“, sagt die Galeristin Janett Noack über Restrepos Bilder. Außerdem gibt es von ihm schwarzweiße, figürliche Tuschezeichnungen.

Neue vieldeutige und fantasiereiche Malerei und Zeichnungen zeigt Viktoria Graf. Neben ihrer „Traumfrau“ sieht man „Das verlorene Paradies“, wo auf einem grellbunten Seerosenteich ein Paar selbstverloren im Wasser treibt, hinten am Horizont ein Schiff und fortfliegende Vögel. Farbenfroh heitere und frivole Acrylmalerei und Aquarelle steuert Leonore Adler bei. Eine üppige Frau mit blinkendem Herz in der Hand fragt in einer Collage gleich am Eingang: „Was ist Schönheit?“ Auf einem Holzfarbschnitt entzücken „Venus und Amor“ und „Badende mit Fisch“ in zarten Farbtönen von Michael Hofmann.

Romantisch, verspielt und liebevoll augenzwinkernd gestaltet Olaf Stoy seine
Porzellanfiguren und Büsten. Zwei adrette Damen mit Spitzenkleidern und Häubchen und „Frau Haase“ vergnügt mit Spitzentuch. Ein „Staunemann“ und eine prallrunde „Carmen“ stehen da. „Überwältigt“ von so viel Sinneslust hält es das frei schwebende Paar aus patiniertem Ton kaum auf seinem Platz.
Die Ausstellung kann unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln mit Abstand und Mund-Nase-Schutz weiterhin besichtigt werden.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa von 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

Performance „Letzte Tänze“ mit  Flammendiva Ria zur Eröffnung der Vernissage „Sommersalon“ im Innenhof der Galerie Kunst & Eros

Schwerelose Leichtigkeit des Seins im Tanz. Und eine innige Tango-Umarmung. Wunderbar.

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Der SchaubudenSommer zieht auf die Hauptstraße

02 Montag Aug 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz

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Fröhlich bunt, unbeschwert, schwebend wie gewohnt, an neuem Ort auf der Hauptstraße, öffnet der SchaubudenSommer morgen. Bild: Verantalter

Der SchaubudenSommer wird zum Festival des Straßentheaters

Die Hauptstraße verwandelt sich vom 3. bis 5. Augst zwischen 14 und 22 Uhr in ein lebendiges Kunstwerk mit Carneval zum Goldenen Klabauter.

Der SchaubudenSommer zieht auf die Straße. Raus aus den engen Buden, Zelten und Containern an die frische Sommerluft. Kein Schlangestehen und kein Gedränge mehr auf dem Platz hinter dem Kulturzentrum Scheune in der Neustadt, wo 22 Jahre lang das Zuhause des Internationalen Festivals für Theater, Musik und Vergnügen war. Letztes Jahr fiel der SchaubudenSommer coronabedingt aus.

Das besondere Flair bleibt jedoch erhalten. Bunt, fantasievoll, fröhlich, wagemutig und experimentell soll es weiterhin zugehen: Mit dem Umzug der Komödianten, Performer, Tänzer und Musiker auf die Bummelmeile am Goldenen Reiter verwandelt diese sich drei Tage lang, vom 3. bis 5. August jeweils zwischen 14 und 22 Uhr in ein lebendiges Kunstwerk. Bis zu zehn Companies und Einzelkünstler treten an verschiedenen Punkten der Hauptstraße auf. Kein Grund zur Wehmut. „Es ist großartig, ein neues Festival zu kreiern“, sagt Helmut Raeder, der künstlerische Leiter des SchaubudenSommers.

Mit der diesjährigen Ausgabe soll ein überregional strahlendes Festival des Straßentheaters, der Straßenmusik und der Urban Art geschaffen werden, das kein einjähriges Pflänzchen bleiben soll. Das Publikum darf sich auf „außergewöhnliche Erlebnisse in komprimierter Zeit und maximaler Intensität freuen“, so Raeder. Die Zuschauer können gezielt kommen, aber auch flanieren, stehen bleiben und sich treiben lassen. Das Festival wird tatkräftig unterstützt von seinen Kooperationspartnern, dem Societaetstheater und dem Abenteuerspielplatz Eselnest des Spielprojekt e.V. Dieser gestaltet am Donnerstag einen Sommercarneval für die ganze Familie mit einem bunten Schwarm kleiner und großer Fische, glücklichen Eseln, feuriger Musik von Fanfara Kalashnikov und Straßentheater von der „Kirche der Drei Weisen Bademeister“ bis zum „Goldenen Klabauter“.

Als weitere Attraktion des SchaubudenSommers kommt der durch seine witzig-verrückten Installationen bekannte Aktionskünstler Jim Whiting, der aus England stammt und in Leipzig seinen Schaffensort in der „Bimbotown“ hat. Seine neueste mechanische Erfindung steht unter dem Motto: „Kämpfen gegen die dicke Luft!“ Alle sind ermutigt, sich den bösen Wesen zu stellen, die aus Polymeren, Kleidung und Wind gewachsen sind. Ein Boxkampf, der für viel heitere Luftverwirbelung sorgt. Die „JuWie Dance Company“ aus Dresden zeigt ihr neues Tanzstück “Thisplay. MenschMaschineZukunft“ und Florian Mayer ist als virtuos temperamentvoller Teufelsgeiger „Mein Paganini“ zu erleben. Nach den Shows wird Geld im Zylinder, Strohhut und Basecap eingesammelt, das dem Festival zugute kommt. Außerdem kann man dieses mit einer Spendenkampagne unter ww.betterplace.org/de/projects/96378 unterstützen. Für Speis und Trank sorgen die ansässigen Gastronomen auf der Hauptstraße. Das Team des SchaubudenSommer hofft auf regen Zuspruch. „Wir bleiben mit dem Festival erst mal auf der Hauptstraße“, so Raeder.

Text (lv)

Das vollständige Programm steht unter http://www.schaubudensommer.de

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Ausstellung „Überblick – Bilder aus fünf Jahrzehnten“ von Peter Pit Müller in der Stadtgalerie Radebeul

01 Sonntag Aug 2021

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Lebensart

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Schelmisch wacher Blick & offen für Neues: der Maler Peter Pit Müller aus Radebeul und Katze Lotte von Künstlerfreunden in Batzdorf. Foto: Silvia Ibach
Die Kunst hilft ihm, das Leben neu zu sehen und die Sehmuskeln zu trainieren: der Maler Peter Pit Müller vor Bildern seiner Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul.
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Die Kunst hilft beim Sehen

Die Ausstellung „Überblick – Bilder aus fünf Jahrzehnten“ von Peter Pit Müller vereint frühe und neue Werke, die nach seiner Augenerkrankung entstanden, in der Stadtgalerie Radebeul. Am 1. August, 14 Uhr gibt es dort ein Künstlergespräch mit ihm.

Blicke auf ein vielseitiges Malerleben. Peter Pit Müller sieht seine Bilder anders heute. Sie sind ihm immer noch nahe, aber er erkennt nur noch verschwommen die Umrisse. Sein Sehen hat sich sehr verändert seit einer Augenerkrankung, Makula-Regeneration genannt, die er 2016 bekam. „Für einen Maler geradezu eine Katastrophe“, sagt Müller. Durch Spritzen wurde das Fortschreiten der Erkrankung zwar aufgehalten. Doch er habe nur noch 20 Prozent seines Sehvermögens. Er kann nicht mehr Auto fahren, zwar schreiben, aber nur mit speziellem Lesegerät lesen. Drei dunkel abstrakte Zeichnungen von 2017 zeigen diesen Zustand. Ein kleineres Bild mit Kellergewölbe, in das durch einen Spalt Licht einfällt, steht symbolisch für seine damalige Situation, die Beklemmung, Angst vor Erblindung und die Hoffnung, dass es nicht noch schlimmer wird, so Müller. „Ich habe neu sehen gelernt.“

So ist im doppelten Sinne auch der Titel der derzeitigen Ausstellung „Überblick – Bilder aus fünf Jahrzehnten“ von Peter Pit Müller in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21 zu verstehen, die anlässlich seines 65. Geburtstages stattfindet. Und weil er noch mal neu startet als Bildender Künstler. Auf dem Titelbild zur Ausstellung lächelt Peter Pit Müller mit Bart, Brille und Strohhut verschmitzt in die Kamera. Auf seiner Schulter sitzt eine flauschig getigerte Katze mit aufmerksamem Blick, Lotte von Künstlerfreunden in Batzdorf.

Malerei ging zwei Jahre nicht. So beschäftigte er sich intensiv mit Zeichnungen, so Müller, um die Sehnerven zu verbessern und wieder zu erkennen, was ich mache. Er musste sich eine völlig neue Motorik aneignen. Dadurch bekomme er auch eine neue Sichtweise. „Die Kunst gibt mir Halt.“ Schrittweise erobert sich Müller in Eigentherapie sein Sehen, das in Kontakt mit der Natur treten und was es auslöst, malend zurück. „Innere und äußere Zustände miteinander in Einklang bringen“, darauf kommt es ihm an. Er malt so wie er sich befindet, kann sich die Welt nicht schön malen.

Ein Bild, eine Elbelandschaft mit Dampferanlegestelle hat Müller mit der Lupe gemalt, die groben Flächen mit pastosem Farbauftrag und die fein kräuselnden weißen Wellen.
Zu sehen ist auch eine Landschaft am Achterwasser in Usedom mit Schilf in lichten Pastelltönen, gemalt mit Spachtel und zarten Pinselstrichen die Halme. Das Bild entstand im Frühjahr letztes Jahr. Noch frisch nach Farbe duften die farbexplodierend zinnoberroten Blütenkelche auf der Leinwand. „Ich bin auch wieder lebensoptimistischer“, sagt Peter Pit Müller. Dank der vielen Hilfe, die ihm zuteil werde in Künstlergruppen, der Familie und durch gute Freunde.

Die Ausstellung versammelt frühe und neue Arbeiten Müllers, Ölbilder, Grafiken nach einem selbst entwickelten Gipsdruckverfahren, Plakate zu den Karl-May-Festspielen und Skizzen, darunter Porträts, Akte, Tanzende, Fabrik- und Großstadtszenen und Landschaften, in denen sich Figürliches und Abstraktes oft expressiv farbig mischen, die frisch und zeitlos wirken. Auf weißer Seide gezeichnete Gesichter hängen luftig im Raum, das Stoffbild stammt von einer Ausstellung 2001 in Havanna. Es sind auch Stücke in Watteau-Malerei mit barocken Szenen und ein Heft mit Arbeitsproben noch aus seiner Zeit als Porzellanmaler in Freital zu sehen. Er hat von 1977 bis `82 Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule bei Siegfried Klotz, Sigrun Bontzin und Jutta Damme studiert und von 1994 bis `96 Kunsttherapie. Seit 1982 lebt und arbeitet Peter Pit Müller freischaffend als Maler und Grafiker in Radebeul.

Ein Künstlergespräch mit Peter Pit Müller gibt es am heutigen Sonntag, dem 1. August, 14 Uhr und eine Führung mit dem Stadtgaleristen Alexander Lange zum Abschluss der Ausstellung am 15. August, 16 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul.

Text + Fotos (lv)

Mehr Text zur Ausstellung folgt.

Geöffnet: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

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Eröffnung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros

30 Freitag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

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„TraumFrau“ und „Sommerbrise“

Ein Fest  für die Sinne ist die neue Gruppenausstelllung „Sommersalon“ in der Galerie  Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Malerei · Zeichnung · Grafik · Plastik

  1. Juli bis 11. September 2021

Vernissage am Freitag, 30. Juli 2021 · Beginn 19.30 Uhr
Begrüßung: Janett Noack

Performance: Flammendiva RIA

Kunstliebhaber sind recht herzlich zur Eröffnung der Ausstellung »Sommersalon«
am Freitag, den 30. Juli 2021, um 19.30 Uhr in die Galerie kunst&eros eingeladen.

In dieser traditionellen Gruppenausstellung werden Malerei, Grafik und Plastik
zeitgenössischer Künstler vorgestellt:

Leonore Adler | Olaf Stoy | Juan Miguel Restrepo V. | Viktoria Graf | Michael Hofmann

Anlässlich der neuen Ausstellung »Sommersalon« in der Galerie kunst & eros wird es zur Eröffnung eine Live- Performance »Letzte Tänze« mit der Künstlerin Flammendiva Ria geben.

Wir freuen uns auf dieses Wiedersehen in der Galerie.

Herzliche Grüße
Ihre Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Ausstellung „Vertraute Orte“ von Reinhard Springer bei art + form

22 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Reinhard Springer

»Vertraute Orte«
Ausstellung vom 19. Juli bis 2. September 2021

Zur Ausstellung wird als Vorzugsgrafik die Radierung „Klosterruine Oybin“ in imitierter Auflage von 30 Exemplaren angeboten.
Kunstfreunde können die Ausstellung vor Ort in den Galerieräumen besuchen und ab 22. Juli im virtuellen Rundgang
unter www.artundform.de

Statt einer Vernissage im gewohnten Rahmen wird es auf der Homepage von art + form ab 30. Juli 2021 ein Ausstellungsvideo geben, in dem Worte von Prof. Dr. Harald Marx und Gitarrenklänge von Silvio Schneider zu den Bildern von Reinhard Springer zu hören sind.
Galerie und Künstler freuen sich auf Euer Interesse!

GALERIE RAHMUNGEN SPECIALS
Bautzner Straße 11 / Albertplatz
01099 Dresden-Neustadt
Tel. 0351-803 13 22 – Fax 0351-803 13 23
Montag-Freitag 11-19 Uhr, Samstag 11-16 Uhr
info@artundform.de
www.artundform.de

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Ausstellung „Codes of Nature“ von Erika Richter & Jonas Engelhardt, Meisterschüler der HfBK Dresden beim Kunstverein Meißen

22 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Titelbild von Erika Richter: Erosion VI (Bloßstockwand) 2021, Öl auf Leinwand und Jonas Engelhardt, ohne Titel, Digitaler Prototyp, 2021

Wie sich alles fügt

Erika Richter & Jonas Engelhardt, MeisterschülerInnen der HfBK Dresden zeigen ihre Arbeiten noch bis 29. August in den Räumen des Kunstverein Meißen e.V. Eine Kooperation des Kunstverein Meißen e.V. mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Kuratiert von Nina Fischäss.

Wir sind umgeben von Strukturen, von Gesetzmäßigkeiten und Kompositionen inmitten der scheinbaren Entropie der Welt. Langjährige Beobachtung und Erforschung ermöglichen es manchen von uns, die Regeln, nach denen unsere Umwelt aufgebaut ist, zu durchschauen und wiederum andere vermögen es auch, diese Gefüge aufzuschlüsseln, zu dekonstruieren und darzustellen, auf das sie auch uns Einblick und Verständnis gewähren können.

«CODES OF NATURE» ist der Titel der diesjährigen Ausstellung, in der Erika Richter und Jonas Engelhardt, in unterschiedlichen Medien und Techniken erforschen, wie sich Strukturen auflösen, umordnen und zu neuen Gefügen aufbauen lassen.

Erika Richter, geboren 1994 in Dresden, schloss 2020 ihr Diplom an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ab und studiert seitdem als Meisterschülerin von Professor Macketanz. In ihren Arbeiten untersucht sie Aufbau und Gesetzmäßigkeiten von Gestein und öffnet den Blick für die künstlerischen Formen im Alltäglichen.

Jonas Engelhardt wurde 1990 in Dormagen geboren und studiert bei Professor Kerbach und Professor Honert an der HfBK. Seit seinem Diplom 2020 ist er Meisterschüler von Professor Honert. Seine Arbeiten in variierenden Medien reichen von provokativ-humoristischen Darstellungen des Menschen zu aufwändigen Soundinstallationen und 3D-gedruckten Plastiken.

Seit drei Jahren kooperiert der Kunstverein Meißen mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und lädt MeisterschülerInnen ein, ihre Werke zu präsentieren.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Katalogpräsentation und KünstlerInnengespräch am 28. August, 17 Uhr in der Ausstellung.

Text + Foto: Matthias Lehmann

Kunstverein Meißen e.V. · Burgstraße 2 · 01662 Meißen · Tel. / Fax: 03521 476650 · kontakt@kunstverein-meissen.de · http://www.kunstverein-meissen.de · Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 12 – 18 Uhr. Eintritt frei.
WIE KÖNNEN SIE UNS UNTERSTÜTZEN

Der Verein arbeitet auf ehrenamtlicher und gemeinnütziger Basis. Eine kontinuierliche Vereinsarbeit ist nur möglich mit Hilfe von öffentlichen Fördermitteln und privaten Spenden. Bereichern auch Sie das kulturelle Angebot der Regionen Meißen und Sachsen, indem Sie die Arbeit des Kunstvereins mit einer Spende unterstützen! (Spenden an gemeinnützige Vereine sind steuerlich voll abzugsfähig.)
Spendenkonto: Kunstverein Meißen e.V. · IBAN DE86 85055000 3150000202 · BIC SOLADES1MEI · Sparkasse Meißen · Wir stellen nach Eingang Ihrer Spenden eine Spendenbescheinigung aus. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Oder werden Sie Mitglied bzw. Fördermitglied. So sorgen Sie mit Ihren Mitgliedsbeiträgen für eine kontinuierliche Unterstützung. Das Anmeldeformular gib es auf unserer Webseite.

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Kunst geht in Gärten in Radebeul & ein Plenair mit KünstlerInnen im Areal von Schloss Wackerbarth

17 Samstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte

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Zu dritten Mal locken unter dem Motto „Kunst geht in Gärten“ Spazieren gehen, Entdecken und Genießen besonderer Seh-Erlebnisse im Grünen an diesem Wochenende in Radebeul (23. und 24. Juli 2022, von 13 – 18 Uhr). Insgesamt 20 Gartenbesitzer und Kunstschaffende öffnen ihre Türen für Besucher und weitere Künstler, die in der Naturkulisse ihre Werke, Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen zeigen. Begleitet werden die Ausstellungen im Freien von umherziehenden Musikern und Wein. Die Besucher werden gebeten, ihr eigenes Glas und wer will, das eigene Picknickkörbchen mitzubringen. Getränke sind vor Ort erhältlich. Eintritt frei. Die Künstler freuen sich über eine Spende in den Hut.

Text (lv)

Weitere Infos: http://www.radebeul.de/stadtgalerie


Refugium, Rückzugs- und Schaffensort in einem ist sein Garten mitten im Wald
im Radebeuler Lößnitzgrund: der Bildhauer und Sozialarbeiter Friedemann Dietzel vor seinem Sägebild „Ikarus“.

Reichhaltige Figurenwelt und Freiluft-Atelier

Der Bildhauer Friedemann Dietzel ist erstmals dabei bei der Veranstaltung “Kunst geht in Gärten“ am 17. und 18. Juli, von 13 bis 18 Uhr in Radebeul. Und es gibt ein Plenair mit 16 Künstlern im Areal von Schloss Wackerbarth.

Umgeben von hohen Bäumen im Lößnitzgrund taucht das bezaubernd urwüchsige Gartenreich von Friedemann Dietzel auf. Von Grün umwucherte Treppenstufen führen den Hang hinauf zu seinem Garten mit Sommerhaus. Das Dach ist üppig berankt mit Weiß- und Blauregen. Davor steht eine Bank und ein alter Holztisch. Ein Stück weiter eine hohe, farbig bemalte Holzskulpur mit erhobenen Armen wie eine Tanzende. Kleine und größere Skulpturen wachsen aus dem Grün und zwischen blühenden Hortensien hervor. Begleitet von kaukasischen Vergissmeinnicht, Kugeldisteln, Flox, Rosen und Dahlien. Noch eine Terrasse höher befindet sich Dietzels Werkstatt „PrijArtzwo“ (auf russisch: Obdach). Hier hat er ein neues “Obdach für die Kunst“ errichtet aus hellem Fichtenholz, mit großem Fenster und weitem Blick auf die Lößnitzlandschaft, nachdem seine Werkstatt 2015 nach einem Kurzschluss abbrannte.

Verkohlte Skulpturen erinnern daran. Neben ihnen steht eine grazile Figur in blauen und sonnigen Farbtönen. Eine „Himmelsguckerin“, die vom Scheitern und Fliegen erzählt, sagt Friedemann Dietzel. Er ist erstmals dabei bei der letztes Jahr ins Leben gerufenen Aktion „Kunst geht in Gärten“, initiiert vom Kulturamt der Stadt Radebeul, am 17. und 18. Juli von 13 bis 18 Uhr. Die Besucher können Natur, Kunst und Gartenlust an 23 Stationen mit rund einhundert Künstlern erleben.

Bei Friedemann Dietzel in seinem Garten auf dem Langenwiesenweg 64 unweit der Schefflermühle lockt eine reichhaltige Figurenwelt aus meterhohen Holzskulpturen und kleinen, filigranen Bronzegussfiguren. Sie haben auffallend große Hände und verkörpern mal kraftvoll, raumgreifend, springend, tänzerisch bewegt und mit Krücken das Zerbrechliche des menschlichen Seins.

Da kann man poetische Texte und Notizen von ihm zu seinem bildhauerischen Schaffen an der Werkstattwand lesen, stehen philosophische Zitate entlang des Treppenaufgangs zum Garten und wird zum Verweilen und Genießen bei Kaffee und Kuchen und Wein vom Winzer Michail Kruchak nebenan in die Kunstoase im Grünen eingeladen. Außerdem können die Gäste den Klängen der in den Gärten umherwandelnden Musiker lauschen.

„Alles Leben begann in Gärten. Sie erzählen wie der Mensch sich in der Welt einrichtet“, sagt Friedemann Dietzel. Der Garten sei sein Refugium, Rückzugsort für die Seele und Schaffensort seiner Skulpturen. Darunter ein Figurenzyklus mit dem Titel „Zeichen der Zeit“, zu denen „die Haltung“ und „die Hoffnung“ gehören. Diesen Winter entstanden „die Dankbarkeit“ und „die Würde“, „die Versöhnung“ ist gerade im Entstehen. Die über zwei Meter hohen Eichenholzskulpturen stehen in einem weiteren Garten in der Nähe, den Dietzel für Interessierte öffnet. „Das Spiel zwischen Freiheit und Begrenzung und einen Umgang damit finden“, darum geht es ihm vor allem in seinem Werk. Zusammen mit seinem Vater kümmert er sich außerdem um zwei Bienenvölker mit je 50 000 summenden Insekten und bald im Sommer wird der Honig geerntet.

Friedemann Dietzel wurde 1968 in Dresden geboren. Er lernte bei einem Tischlermeister, der viel in Künstlerkreisen unterwegs war, arbeitete in diesem Handwerk mit Herz und Seele und studierte nach der Wende Sozialpädagogik. Er ist als Sozialarbeiter in der Wohnungsnotfallhilfe in einer Beratungsstelle in Dresden tätig. Berufsbegleitend absolvierte Dietzel ein Bildhauerstudium in Bonn. Seit 2006 ist er künstlerisch tätig. In seinem Tun verbinden sich drei Energien, die effizient handwerkliche, die emphatische, einfühlende und die künstlerische, die sich ausdrücken möchte, so Dietzel. Diese werden vielfältig sichtbar in seinem Garten. Das Werden und Vergehen in der Natur immer vor Augen, finden sich hier Erschaffenes und Unfertiges nebeneinander, hegt und pflegt er das Kreative und Intuitive. Der Genuss liegt im Wilden, Verspielten, so Dietzel, nicht im akkurat Abgezirkelten.

„Nach einer Weile fallen die Schnitte wie sie wollen/Sie fressen und schlürfen sich hungrig und rasend/einen eigenen Rhythmus findend/der Sound hallt durch das Tal/malt die Begleitmusik“, beschreibt er die Arbeit mit der Kettensäge an den Skulpturen. Im Sommerhaus hängen Sägebilder, in denen die Kettensäge zum Pinsel wird in einer Mischung aus Bildhauerei, Grafik und Malerei. Da verbrennt sich “Ikarus“ die Flügel und funkelt ein „Sternenhimmel von van Gogh“.

Außerdem wird innerhalb der Veranstaltung „Kunst geht in Gärten“ erstmals zu einem Plenair mit 16 Künstlerinnen und Künstlern aus der Region im Areal von Schloss Wackerbarth eingeladen. Der Rotary Club Radebeul veranstaltet dieses gemeinsam mit dem Erlebnisweingut. Ein ganzes Wochenende (täglich ab 10 Uhr, Eintritt frei) verwandelt sich die barocke Anlage in ein Freiluft-Atelier, wo die Besucher den Künstlern beim Zeichnen, Malen, Drucken und plastischen Gestalten über die Schulter schauen können. Zudem gibt es Musik, Wein und kulinarische Genüsse. Wackerbarth ist seit 20 Jahren das Clublokal des Rotary Club Radebeul mit derzeit 32 Mitgliedern aus verschiedenen Berufen.

Neulinge, die sich auf Empfehlung vorstellen, sind in der Runde gern gesehen. „Wir wollen mit dem Plenair Künstler unterstützen, die nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen, aber dennoch hervorragende Arbeit leisten und oft mit Zweit- und Drittjobs ihren Lebensunterhalt sichern müssen“, sagt Matthias Kratschmer, amtierender Präsident des Rotary Clubs für ein Jahr. Als freiberuflicher Grafik- und Industriedesigner kennt er die Sorgen und Nöte freiberuflicher Kunst- und Kulturschaffender.

Letztes Jahr startete er mit einer “KünstlerKartenBox“, die 34 Kunst-Faltkarten in einer Auflage von 500 Stück für 29 Euro (85 Cent pro Karte) enthält. „Aktuell ist ungefähr die Hälfte verkauft. Der Verkauf war im letzten dreiviertel Jahr coronabedingt fast komplett unterbrochen“, so Kratschmer. Von den Einnahmen wird u.a. das Plenair finanziert, bei dem die teilnehmenden Künstler eine Aufwandsentschädigung von 250 Euro erhalten. Hier ist die Kunstbox auch weiterhin zu erwerben. Außerdem wird eine Ausstellung mit den Künstlerfaltkarten in einer Ausstellung unter dem Mott „Manufakturzauber“ in der Vorweihnachtszeit im Schloss Wackerbarth zu sehen sein und die Werke vom Plenair sollen in einer Dokumentation erscheinen und ebenfalls ausgestellt werden.

Die Besucher von „Kunst in Gärten“ bringen ihr eigenes Glas mit und wer will, das eigene Picknickkörbchen mit. Getränke sind vor Ort erhältlich.
Einritt frei.
Die Künstler freuen sich über eine Spende in den Hut.

Weitere Infos + Orientierungsplan mit den Veranstaltungsorten unter http://www.radebeul.de

Teilnehmende KünstlerInnen am Plenair auf dem Gelände von Schloss Wackerbarth in Radebeul

Gorsleben, Anna
Gräfe, Roland
Hennig, Sebastian
Koschnik, Karen
Kunath, Franziska
Liebscher, Klaus
Mansel, Mechthild
Neumeyer, Karla
Pautze, Stefan
Rauch, Joachim
Uhlig, André
Uhlig, Ralf
Wieland, Irene
Winkler, Renate
Wittwer, Susan
Wolf Tobias

Text + Fotos (lv)

Genuss im Grünen: Im Garten am Hang stehen alte Pflaumen-, Kirschen- und Apfelbäume und die Zucchini auf dem Teller stammen auch aus eigenem Anbau.

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13. Ostrale: 3. Ostrale Biennale öffnet Schaufenster nach Osteuropa

01 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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Atemwende

Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst

Robotron-Kantine, DresdenRobotron-Kantine als Kunstort

Bis kurz vorher wird gebaut und eingerichtet: Die 13. internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste, OSTRALE, wird am Abend des 1. Juli eröffnet und ist ab Freitag für den Besucherverkehr geöffnet. Zum dritten Mal als Biennale stattfindend, versteht sich die OSTRALE als „Schaufenster nach Osteuropa“, was aktuell auch in der Wahl der vier Kuratoren (Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov/Kroatien, Patricija Gilyte/Litauen, Krisztián Kukla/Ungarn) zum Ausdruck kommt. Deren kuratorischem Konzept folgend sind unter dem Titel „Atemwende“ („Breathturn“) 557 Werke verschiedener Genres zu sehen. Die 138 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler kommen aus 34 Ländern, sie stammen überwiegend aus Osteuropa oder ehemals sozialistischen Ländern Südeuropas. Mit „Atemwende“ beschäftigt sich die OSTRALE künstlerisch mit den Grenzen des Wachstums, mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Lebens am Wasser. Die Ostrale Biennale O21 ist Teil des Projektes „Flowing Connections“, das durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanziert wird. Unter diesem Titel wird im kommenden Jahr eine Präsentation ausgewählter OSTRALE-Werke in Budapest, Split sowie in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022, Kaunas (Litauen) folgen, Städte, die mit Dresden durch ihre jeweilige Lage am Wasser verbunden sind. Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst ist damit im Jahre 2022 wie auch in den vergangenen Jahren erneut ein wichtiger Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt.

Passend zum Selbstverständnis der OSTRALE Biennale als „Schaufenster nach Osteuropa“ findet die Hauptausstellung in diesem Jahr in der „Robotron-Kantine“, einem Zeugnis der ostdeutschen Architekturmoderne statt (circa 3.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche). Der typische Pavillonbau der siebziger Jahre wurde zwischen 1969 und 1972 vom Architektenkollektiv Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel errichtet.

„Als einer der letzten noch verbliebenen Einzelbauten in Dresden steht die Robotron-Kantine exemplarisch für modernes Bauen in der DDR. Sie bietet ideale Voraussetzungen für die Präsentation zeitgenössischer Künste im Zentrum Dresdens und natürlich einen wunderbaren architektonischen Rahmen für den Blick nach Osteuropa“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Neben der Hauptausstellung umfasst die 13. OSTRALE auch Interventionen im Klärpark Kaditz der Stadtentwässerung Dresden sowie erneut in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Erstmals öffnet sich zudem auch die „OSTRALE.Basis“ in Dresden-Übigau für Besucher, wo während der Biennale Artists in Residence leben, arbeiten und mit den Besuchern in Kommunikation treten werden.

Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst bereitete die Ausstellung unter schwierigsten Umständen vor. Unter Pandemiebedingungen musste zusätzlich zur Ausstellungsorganisation erneut eine leerstehende Immobilie gefunden und mit großem Aufwand für den Besucherverkehr ertüchtigt werden. Für dieses Jahr stellt das Immobilienunternehmen Gateway Real Estate diese freundlicherweise temporär zur Verfügung. http://www.ostrale.de

Tickets und Öffnungszeiten:

Ticket-Vorverkauf über http://www.etix.com   http://www.etix.com/ticket/online/newHomePage.do?method=getLuceneResult&sortBy=relevance&keywords=Ostrale

Robotron-Kantine: Mi-Fr 10-19 Uhr, Sa-So 11-20 Uhr

Gedenkstätte Bautzner Straße (ab 6.7.): Mo-So 10 bis 18 Uhr

Stadtentwässerung Dresden, Klärpark Kaditz (ab 6.7.): Di, Do, Sa: Führungen um 10, 12, 15 Uhr

OSTRALE.Basis, Übigau, Rethelstr. 45 (ab 17.7.): Di-Sa 12 bis 18 Uhr

Internationales Kuratorenteam

Kuratorischer Ansatz

„In den Flüssen nördlich der Zukunft / werf ich das Netz aus“ (Paul Celan) – verbunden mit diesem Zitat des Lyrikers Paul Celan haben die Kuratorinnen und der Kurator der „O21“ den Titel ATEMWENDE gegeben. Die unter der künstlerischen Leitung von Andrea Hilger und Antka Hofmann, eingeladenen Kuratoren sind: Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov (Kroatien), Patricija Gilyte (Litauen) und Krisztián Kukla (Ungarn). Ihr gemeinsames Statement erläutert den kuratorischen Leitgedanken, unter dem sie die Ausstellung zusammengestellt haben:

„Mensch sein ist nicht genug und doch schon zu viel. Manchmal verhalten wir uns wie Roboter, möchten aber wie Tiere fühlen. Wie können wir Arbeit und Vergnügen, Kunst und Industrie, Politik und Poetik neu atmen und denken, wenn alles ineinanderfließt, wie Ströme in einen Fluss? Ist der ganze Planet unser Zuhause oder nur die Quadratmeter, die wir einnehmen? Zwischen Desorientierung und Neuorientierung, um neue Wege zu finden und Sackgassen zu vermeiden, müssen wir anders atmen. Wir müssen die Perspektive wechseln und auf die achten, die am Rande unseres Blickfeldes stehen: die Außenseiter, die Unterdrückten, die Unbekannten, aber auch Biosphären, Bauwerke und soziale Räume. Am Tor einer neuen, post-pandemischen Ära, erschöpft aber hoffnungsvoll, neugierig und bereit für eine Wende erforscht die OSTRALE in 2021, wie wir mit unseren Mitmenschen, Tieren und unserer komplexen Umwelt zusammenleben.“

Zitat der Schirmherrin:

„Ich freue mich sehr, dass die OSTRALE als eine große internationale Biennale der bildenden Kunst hier in Dresden und in Sachsen stattfindet und wir wieder erleben, dass die Welt in Wirklichkeit rund, real und riesig ist. Wir haben gerade in den letzten Jahren gelernt, dass gesellschaftliche Debatten – etwa über Menschenrechte, über Werte, über die wünschenswerte Struktur von Gesellschaften und nicht zuletzt über Identitäten – auch in die Kunst hineinragen. Gleichzeitig können überzeugende Kunstwerke der Gegenwart dazu beitragen, dass wir alle mehr und Tieferes über unsere Gegenwart erfahren und erleben und Anstöße gewinnen zum Weiterdenken. Ich danke allen Kunstschaffenden, den Kuratierenden, dem OSTRALE-Team sowie den Förderern und Unterstützern aus dem öffentlichen und privaten Bereich, welche die OSTRALE möglich machen“, so die Kulturministerin des Freistaates Sachsen, Barbara Klepsch.

Almost Nothing (Film)

Wie Jean-Luc Nancy sagt, ist unser Vergnügen am Sehen, Riechen und Hören seit der Geburt Europas ein Politikum. Die Idee einer Landschaft hat nichts mit der Idee der unberührten Natur gemeinsam. Landschaften werden durch geplante Abholzung, Aufforstung und kontrollierte Bepflanzung geformt. Diese Prozesse werden von wirtschaftlichen, gesundheitspolitischen und anderen Richtlinien beeinflusst und im Grundbuch dokumentiert. Durch die Kartierung der Inselflora und die Aufzeichnung des vegetativen Widerstandes gegen den Wind sowie der daraus resultierenden Reibungsgeräusche, dokumentiert die Künstlerin Klangsignale, die die Veränderungen, Moden und wirtschaftlichen Bedingungen eines Ortes widerspiegeln. Diese Anbaustrategien kehren wie der Wind in unsere Behausungen zurück und schaffen eine komplexe Rückkopplungsschleife zwischen Innen- und Außenräumen. „Almost Nothing“ nimmt auch Bezug auf Luc Ferraris wegweisendes, gleichnamiges Stück, das 1968 auf der Insel Korcula komponiert wurde.

A Room for Living (Film)

Der Film problematisiert den Raum des Wohnzimmers und die Ereignisse, die dort stattgefunden haben könnten. Diese möglichen Ereignisse, die auf Erinnerung oder auf Vermutungen beruhen, wurden durch Ton – dokumentarisches Material, Studioaufnahmen und Hintergrundgeräusche – nachgestellt und finden im realen Raum und in mehr oder weniger realistischen Nachbildungen eines bestimmten Wohnzimmers statt. Genau wie der Rest der Wohnung ist das Wohnzimmer nur ein Raum, der durch architektonische Maße und gesellschaftliche Normen geregelt wird, die seinem Zweck entsprechen. Es ist ein Raum, der auch der Öffentlichkeit (den Gästen) ausgesetzt ist, ein repräsentativer Ort innerhalb eines privaten Raumes, und ein immer weniger genutzter Raum, da er mehr freie Zeit für seine Bewohner beansprucht – was sich durch die jüngste pandemische Heimeinschließung geändert haben könnte. Die menschliche Präsenz im Film wird durch Dialoge aus verschiedenen literarischen und theoretischen Quellen manifestiert: „Daten der Architekten“ (E. Neufert), „Narratologie“ (M. Bal), „Garten, Asche“ (D. Kis) und „Das Hausbuch“ (T. Conran).

studio ASYNCHROME – Marleen Leitner, Michael Schitnig (Österreich)
http://www.asynchrome.com

RESISTANCE / INFLUENCE / AWARENESS / BORDER? / DISTRIBUTION (UV-Druck auf Plexiglas)

Diese narrative Installation thematisiert die Verbreitung, den Einfluss und die Macht von (Fake-)News. Wie werden Geschichten erzählt und was sind die Konsequenzen unserer Entscheidungen? Die Plexiglasscheiben der Arbeit erscheinen wie Fenster zu Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Künstler zeigen eine subjektiv ausgewählte und auf den ersten Blick heterogene Fülle von Begebenheiten und Situationen in einem turbulenten, überladenen Bild. Die einzelnen Elemente bilden kein linear lesbares Panorama, sondern ein Netz von Bedeutungen und Nicht-Bedeutungen, die zwischen den einzelnen Bildern gewebt werden können. Die Transparenz der Tafeln ermöglicht es dem Betrachter, je nach Blickwinkel – und dem Hintergrundwissen des Besuchers – verschiedene Teilerzählungen zu erfassen. Es wird also keine Behauptung im Sinne einer Abfolge von Ursache und Wirkung aufgestellt, vielmehr geht es darum, das eigene Bild von (vermeintlichen) Realitäten zu konstruieren.

Internationale Vernetzung / OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst erneut Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt

Die vom Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanzierte Kooperation „Flowing Connections“ http://flowingconnections.eu (FLOC spielt bei der Gestaltung der OSTRALE Biennale O21 eine entscheidende Rolle: Denn das Projekt ermöglicht die europäisch-interkulturelle Zusammenarbeit insbesondere im kuratorischen Prozess. Die von den Kuratoren gemeinsam erarbeitete Ausstellung wird zunächst im Rahmen der OSTRALE Biennale O21 in Dresden gezeigt. Im Anschluss wird eine Auswahl der Kunstwerke in Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) jeweils in Budapest, Split sowie abschließend in der Europäischen Kulturhauptstadt Kaunas 2022 (Litauen) präsentiert.

Robotron-Kantine als Kunstort

Andrea Hilger, Leiterin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst: „In der Robotron-Kantine steht der OSTRALE Biennale dank der Unterstützung durch die Immobiliengesellschaft Gateway erstmals im Zentrum Dresdens eine Ausstellungsfläche von circa 3.500 Quadratmetern zur Verfügung (weitere circa 1.000 Quadratmeter an den dezentralen Ausstellungsorten). Das Gebäude ist ein wertvolles Zeitzeugnis der Ostmoderne und als oft übersehener Teil der Architektur- und Sozialgeschichte der Stadt Dresden derzeit leider im Verfallen begriffen. Mit Zwischennutzungen durch das Kunsthaus Dresden und die OSTRALE Biennale zeigen wir der Öffentlichkeit einen Raum, der prädestiniert ist für Kunst und Kultur.“

Ausstellende KünstlerInnen

Die Ausgabe OSTRALE Biennale O21 präsentiert 138 KünstlerInnen aus 34 Ländern, Deutschland, Litauen, Kroatien, Ungarn, Schweden, Serbien, Türkei, Indien, Nordmazedonien, Singapur, Italien, Frankreich, Togo, Niederlande, Russland, USA, Polen, Österreich, China, Ukraine, Slowenien, Moldawien, Tschechien, Bulgarien, Finnland, Bangladesch, Luxemburg, Aserbaidschan, Peru, Kosovo, Irland, Norwegen, Schweiz, Großbritannien.

Nils Agdler & Timo Menke (http://konstnarshuset.org/medlemmar/alla/nilsagdler/) (SE), Emil Andersson (http://emilandersson.net) (SE), Sanja Anđelkovic (http://sanjandjelkovic.com) (RS), Katharina Andress (http://katharinaandress.de) (DE), Aleksas Andriuskevicius (http://www.mmcentras.lt/autoriai/aleksas-andriuskevicius/7807) (LT), Aurelija Maknyt (http://maknyte.com) (LT), Seçkin Aydin (TR), Devadeep Bani Sarmah Gupta (http://devadeepgupta.com) (IN), Gildo Bavcevic (https://gildo-bavcevic-portfolio.tumblr.com/) (HR), Dávid Biró (http://www.birodavid.com) (HU), Bojan Mrđenovic (http://www.bojanmrdenovic.com) (HR), Jana Borsche (http://janaborsche.1100101.de) (DE), Viktor Brim (https://viktorbrim.com) (DE), Janos Brückner (http://www.brucknerjanos.com) (HU), Gaby Burckhardt (http://www.ckdt.de) (DE), Daniel Burkhardt (http://www.danielburkhardt.de) (DE), Nadja Buttendorf (https://nadjabuttendorf.com/) (DE), Elena Chemerska (MK), Daniel Chong (https://danielchongart.com/) (SG), István Csákány (http://www.csakanyistvan.com) (HU), Mauro Cuppone (http://www.maurocuppone.com) (IT), Márta Czene (http://czenemarta.hu) (HU), Etienne de France (http://www.etiennedefrance.com) (FR), Abdoul-Ganiou Dermani (https://artfacts.net/artist/abdoul-ganiou-dermani/409928) (TG-DE), Tibor Dieters (http://www.instagram.com/tibor.dieters) (NL), Alexei Dmitriev (http://www.alexeidmitriev.info) (RU), Katerina Duda (http://katerinaduda.net) (HR), Gabriele Engelhardt (http://www.gabriele-engelhardt.com) (DE), Lucy Cordes Engelman (http://lucycordesengelman.com) (US), Anna Fabricius (https://vimeo.com/annafabricius) (HU), Zsolt Ferenczy (https://www.works.io/zsolt-ferenczy-1) (HU), Mona Freudenreich (DE), Márk Fridvalszki (http://markfridvalszki.com) (HU), Áron Galambos (HU), Nadia Galbiati (http://www.nadiagalbiati.eu) (IT), Mindaugas Gapsevicius (http://triple-double-u.com)(LT), Gabriel Gervickait (http://www.gabrielegervickaite.com/) (LT), Bron Sofija Gideikait (http://gideikaite.lt) (LT), Harald Gnade (http://www.haraldgnade.de) (DE), Goran Skofic (http://www.goranskofic.com) (HR), Igor Grubic (https://www.igorgrubic.org/) (HR), Michael Grudziecki (http://michael.grudziecki.com) (PL-DE), Marko Gutic Mizimakov (http://performing.site) (HR), László GyÖrffy (https://www.varfok-galeria.hu/muveszek/laszlo-gyorffy/?lang=en) (HU), Péter Tamás Halász (http://petertamashalasz.com/) (HU), Willem Harbers (http://www.willemharbers.nl) (NL), Michael Heindl (http://www.michaelheindl.net) (AT), Roland Hermanns (http://bbk-aachen.de/author/roland-hermanns/) (DE), Di Hu (CN), Ana Husman (http://anahusman.net) (HR), doplgenger (http://www.doplgenger.org) (Isidora Ilic & Bosko Prostran, HR), Alexander Jakimenko (UA-DE), Yuki Jungesblut (http://www.yukijungesblut.net) (DE), Nikita Kadan (http://nikitakadan.com/) (UA), Eginhartz Kanter (DE), Anuschka Kilian-Buck (http://anuschka-kilian-buck.de) (DE), Neza Knez (http://www.nezaknez.com/) (SI), Eugenijus Kolmogorcevas (http://lukaskolm.com) (LT), KOLXOZ (Maxim Polyakov, Anton Polyakov & Viktor Vejvoda, MD & CZ), Vikenti Komitski (http://www.vikentikomitski.com) (BG), Endre Koronczi (http://www.koronczi.hu) (HU), Volker Kreidler (http://volkerkreidler.de) (DE), Áron Kútvölgyi-Szabó (http://aronkutvolgyiszabo.com) (HU), Marcus Lerviks (http://marcuslerviks.com) (FI), Irma Lescinskait (http://www.irmalescinskaite.com) (LT), Glorija Lizde (http://glorijalizde.com) (HR), Larion Lozovoy (http://cargocollective.com/lozovoy) (UA), Dean Maassen (http://www.dean-maassen.com) (DE), Éva Magyarósi (https://www.instagram.com/magyarosi.eva/) (HU), Firoz Mahmud (http://www.academia.edu/43378598/Firoz_Mahmud_Artworks_on_Time) (BD), Casey McKee (http://caseymckee.com) (US), Toni Mestrovic (http://www.macaknara.hr) (HR), studio ASYNCHROME (http://www.asynchrome.com) (Marleen Leitner & Michael Schitnig, AT), Niko Mihaljevic (http://www.nikomihaljevic.com) (HR), Péter Lichter (http://peterlichter.com) (HU), Ivan Milenkovic (https://www.behance.net/IvanMilenkovic) (RS), Judit Lilla Molnár (https://www.works.io/judit-lilla-molnar) (HU), Sarvenaz Mostofey (IR), Petra Mrsa (http://petramrsa.com) (HR), Christoph & Sebastian Mügge (http://www.christophmuegge.com) (SE), Sali Muller (https://www.salimuller.com/) (LU), Csaba Nemes (http://nemescsaba.com/) (HU), Thomas Neumaier (http://www.thomas-neumaier.de) (DE), Klára Orosz (http://www.klaraorosz.hu) (HU), Andrea Palasti (http://andreapalasti.com) (RS), Lav Paripovic (HR), Predrag Pavic (https://predragpavic.com) (HR),Julija Pocit (https://www.julijapociute.com/)(LT), Renata Poljak (http://www.renatapoljak.com) (HR), Ghenadie Popescu (MD), Marko Rodics (http://markorodics.com) (HU), Ivan Ramljak (HR), Farid Rasulov (http://www.faridrasulov.com) (AZ), Jens Rausch (http://www.jensrausch.de) (DE), Melanie Richter (http://www.melanierichter.de) (DE), Jana Rinchenbachová (http://www.rinchenbachova.com) (CZ), Fátima Rodrigo (https://liviabenavides.com/expos-artistas/fatima-rodrigo/) (PE), Sandra Rosenstiel (http://rosenstiel.eu) & Hanne Lange (http://hanne-lange.de/) (DE), Nika Rukavina (https://nikarukavina.wordpress.com) (HR), Neli Ruzic (http://neliruzic.com) (HR), Catherine Sanke (http://catherine-sanke.de) (DE), Remis Scerbauskas (LT), Philipp A. Schäfer (http://www.philippalexanderschaefer.de) (DE), Jan Sebesta (https://jansebesta.ch/) (CZ), Driton Selmani (https://dritonselmani.com/) (XK), Stipan Tadic (http://stipantadic32.blogspot.com) (HR), Lana Stojicevic (HR), Kamen Stoyanov (http://www.kamenstoyanov.com) (BU), Attila Szabó (https://szatsan7.wixsite.com/antiflicker) (HU), Ottó Szabó (http://www.robotto.eu) (HU), Eszter Szabó (HU), Zsuzsanna Szegedi-Varga (http://ghostoflukacs.com/) (US), Kamilla Szij (http://www.szijkamilla.hu) (HU), Hajnal Szolga (http://hajnalszolga.com) (HU), József Szolnoki (HU), Casper ter Heerdt (https://casperterheerdt.com) (NL), Ivana Tkalcic (https://ivanatkalcic.com) (HR), Laura Erika Urbanski (http://lauraurbanski.de) (DE), Philipp Valenta (http://www.philippvalenta.de) (DE), Arturas Valiauga (LT), Daina Vanagait-Belzaikien (LT), Vangjush Vellahu (http://vangjushvellahu.com) (AL), Xueying Wang (http://xueyingwang.site) (GB), Guido Weggenmann (http://guidoweggenmann.de) (DE), Anette Wörner (http://www.anette-woerner-fotografie.de) (DE), xtro realm (http://www.xtrorealm.hu) (HU), Dia Zékány (http://zekanydia.blogspot.com/) (HU), Yinglin Zhou (CN), Die Zukunft – Studenten der Kunsthochschule Dresden und Wrocław (Ida Sielska, Jarosław Słomski, Taina L. Bemmerlein & Veronika Pfaffinger, PL & DE)

Die OSTRALE Biennale ist eine der großen temporären Ausstellungen für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden bzw. Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität, spiegeln sich in den Ausstellungen inhaltlich wieder. Das Team der OSTRALE hat bereits mehrfach große Teile des Programms zeitgenössischer Künste Europäischer Kulturhauptstädte gestaltet, wie 2010 in Pécs, 2016 in Breslau, 2018 in Valletta/Malta, in der Rijeka/Kroatien (2020), wo allerdings wegen der Covid-19 Pandemie nur digital (https://rijeka2020.eu/dogadjanja/digitalna-izlozba-watergate-ostrale-bijenale-suvremene-umjetnosti/) präsentiert werden konnte, und eine Präsentation einer Auswahl von OSTRALE-Werken in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen folgt. In den Jahren 2021-2022 ist die OSTRALE federführend am Projekt Flowing Connections (https://vimeo.com/487416772), (https://vimeo.com/544940287) beteiligt, das vom Creative Europe Programm der Europäischen Union co-finanziert wird. In Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) umfasst das Projekt die OSTRALE Biennale O21 in Dresden und OUT of OSTRALE-Ausstellungen in Budapest, Rijeka, Split, Zagreb und Kaunas im Jahr 2022, ergänzt durch ein Artist in Residence-Programm und mehrere Workshops zu digitalem Kulturmanagement, postindustriellen Kulturräumen, Kunstvermittlung und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Text: blaurock markenkommunikation Inh. Tobias Blaurock

www.team-blaurock.de

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Ausstellung „Wir in Radebeul und Umgebung“ mit Arbeiten von Künstlerschülern von Mechthild Mansel im Bergverwalterhaus von Hoflößnitz in Radebeul

10 Donnerstag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart

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Seltener Anblick: ein Fuchs im Weinberg.
,,
Ein farben- und facettenreicher Bilderbogen: Museumsleiter Frank Andert vor Arbeiten von Malschülern von Mechthild Mansel in der Ausstellung im ehemaligen Kavaliershaus.

Beliebte Blicke auf die Lößnitzlandschaft
und unbekannte Ecken

Wieder geöffnet hat eine Ausstellung von Künstlerschülern der Malerin Mechthild Mansel im Areal von Hoflößnitz. Ein neuer Malkurs startete am Mittwoch  in der VHS Radebeul.

Ein ungewöhnlicher Anblick, der auch ein schönes und seltenes Malmotiv wäre: Mitten im Weinberg lief ein junger Fuchs umher, musterte neugierig die Spaziergänger auf der Steintreppe und saß seelenruhig hinter einem Rebstock im Gras. Offensichtlich gefiel dem Fuchs die Aussicht und die reifenden Trauben ebenso wie den reichlich Besuchern oben auf der Weinterrasse vom Museum Hoflößnitz am Sonntagnachmittag bei herrlichem Sommerwetter. Der Weinausschank dort hat wieder geöffnet.

Wieder zu besichtigen ist außerdem die Sonderausstellung „Wir in Radebeul und Umgebung“ mit Arbeiten von Künstlerschülern der Malerin und Grafikerin Mechthild Mansel im ehemaligen Kavaliershaus und Bergverwalterhaus des Hoflößnitz am Knohllweg 37 nach langer coronabedingter Kunstpause für Individualbesucher. Zu sehen sind 38 Arbeiten von zehn langjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kurse von Mechthild Mansel an der Radebeuler Volkshochschule. Der erste und letzte Malkurs mit ihr in diesem Jahr vor den Sommerferien startete dort diesen Mittwoch mit sechs Abenden Malen/Zeichnen im Freien, Pleinair und Schlechtwettervariante im Saal.

Auf einer Staffelei im Foyer vom Kavaliershaus steht das Plakat mit je einem Werk aus der Ausstellung. Ein farben- und facettenreicher Bilderbogen in verschiedenen künstlerischen Techniken erfreut das Auge. Darunter sowohl beliebte Motive der Elbe- und Lößnitzlandschaft als auch Blicke auf unbekannte Ecken und Sehenswürdigkeiten aus besonderer Perspektive eingefangen. Mechthild Mansel geht seit einigen Jahren mit ihren VHS-Kursteilnehmern im Areal der Hoflößnitz nahe der Weinberge und den zahlreichen Motiven ringsum malen. „Das wäre ein passender Ort für die Bilder meiner ambitionierten, fortgeschrittenen `Hobby-Maler`“, dachte sie sich. 

Aus den Mappen der Malschüler wählte Frank Andert, Museumsleiter im Hoflößnitz seit 2015, Bilder für eine „Best of“-Kollektion aus und hängte diese auch selbst. Einige Blätter, die sie besonders mögen, nahmen sie sogar von ihren eigenen Wänden. Seit fünf Jahren veranstaltet er Kunstausstellungen im Kavaliershaus. „Mit wenig Platz und Rahmen. Ich staune jedes Mal selbst, wie es zur Geltung kommt“, so Andert. Passend zu Farbe und Stimmung hängen in einem Raum auf gediegen schilfgrünen Wänden Ansichten der Weinberge im Spätherbst und Frühling neben kleinen Zeichnungen, Skizzen und Aquarellen in einer Tischvitrine und im Kontrast dazu im weißen Nebenraum und Foyer leuchtendfarbige Acrylbilder und Mischtechniken.

In jedem Raum hat Frank Andert eine Lieblingsarbeit. Dazu gehört das Aquarell „Über den Jakobstein“ von Ilona Lange, mit Blick von oben von der Sternwarte aus in impressionistisch sommerlichen Farbtönen. Unterhalb davon wohnt er. Besonders ans Herz gewachsen sei ihm das Bild der „Villa Bilz“ von Uwe Buchholz. „Mir gefällt der Lichteinfall auf der Fassade und man merkt den genau zeichnerischen Blick des Architekten“, so Andert. Vor zehn Jahren besuchte er im inzwischen restaurierten Wohnhaus die damals über 80jährige, letzte lebende Enkelin von Friedrich Eduard Bilz. Die vielseitigste Ausstellungsteilnehmerin ist Barbara Franz mit ihren markanten Zeichnungen mit Bleistift, Tusche und Radierungen von alten Dorfkernen, Schloss Wackerbarth, dem Leuchtturm in Moritzburg und Sonnenuntergang mit dunklem Boot am Frauenteich. Sonnig farbflirrende Bilder mit „Seeschwalben über der Elbe“ und einer „Wiese im Sommerwind“ von Carolett Kaslowski versetzen in beschwingte Stimmung.

Da es nun mehr Nahtourismus gebe als eine gute Nebenwirkung von Corona, könne auch die kulturelle Vielfalt wieder belebt werden, so Frank Andert. Die Ausstellung will die Besucher auch anregen zum spazieren und wandern in der näheren Umgebung Radebeuls und vielleicht auch mal Zeichenblock und Stift zu nehmen und in der Natur Erlebtes festzuhalten. Die Ausstellung im Kavalierhäuschen von Hoflößnitz ist bis 18. Juli verlängert. 

Text + Fotos (lv)

Geöffnet:  Di bis So von 10 – 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.de


Ein Ort zum Genießen & traumhafte Aussicht nahe der Weinberge: Das Areal vom Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

„Wiese im Sommerwind“ von Carolett Kaslowski und „Serkowitzer Pappel“ von
Anne-Kristin Römer-Buchholz

Eins der Lieblingsbilder von Museumsleiter Frank Andert: die „Bilz-Villa“ von
Uwe Buchholz.

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Achte Ausstellung in der Artbox Dresden

28 Freitag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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grown in | Paola Alborghetti & Eckehard Fuchs

geöffnet ab: Samstag | 29.5.2021 | 19 Uhr Einführung von Dr. Michael Wächter
Ausstellungsdauer: 30.5. 2021 – 11.7. 2021

„Ein Blick in die Artbox eröffnet die Innenansicht eines intuitiv-persönlichen Wandbildes. Abstrakte, geometrische Formen berühren und überschneiden sich und scheinen sich trotz der Enge des Raumes ins Unendliche zu weiten. Gezeigt wird die Arbeit des italienisch-deutschen Künstlerpaares Paola Alborghetti und Eckehard Fuchs. Die Künstler nutzen die Artbox als Fenster zur Außenwelt ihrer introspektiv erschlossenen Weltaneignung. Dabei zeugt ihre Kunst von Veränderung und unterschiedlichen Positionen, die – Archetypen gleich – sich aus Erinnerungen an Orte speist und in kryptisch-unlesbaren Gedanken offenbart. Es sind intensive Formen und Farben, die durch künstlerische Freiheit in einer Alchemie der Beziehung zur Einheit wachsen. Das Künstlerpaar aus Italien überträgt somit erinnerte Gefühle und Momente auf die Wand, ohne die jeweils eigene individuelle Perspektive aufzugeben. Damit zeigt dieses Werk, wie aus gedanklicher Freiheit ein gemeinsamer Schaffens- und Erinnerungsakt wird und uns, dass unterschiedliche Sichtweisen und Blickwinkel auf Ereignisse, Orte oder Geschichten nicht notwendig getrennt bleiben müssen.“

Dr. Michael Wächter (Kunsthistoriker)

gefördert durch
Amt für Kultur und Denkmalschutz

Artbox Dresden – 24h Ausstellungsraum – Kunstschaufenster | Ecke Hafenstraße / Uferstraße | 01097 Dresden

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Atelierbesuch bei Kathrin Stadthaus: "Ich fühle mich überall zuhause"
  • Kunst aus Tschechien in der Galerie Rainar Götz
  • Friedensmalfest & Ausstellung mit Kinderbildern beim Verein "Das Zusammenleben" in Freital
  • Ausstellung "Bilder ohne Rahmen" von Ausdrucksmalern in der Städtischen Galerie Dresden
  • Ausstellung "Tiere und Menschen" zum Gedenken an Hans Grundig in der Galerie Mitte
  • Kleines Welttheater in Radebeul spielt wieder
  • Scham. 100 Gründe rot zu werden - Neue Sonderausstellung im Hygiene-Museum Dresden
  • Serkowitzer Volksoper: Präludium und Unfug - Ein Sandwich nach J.S.Bach in der Saloppe
  • Licht & Schatten: meinwortgarten in der Corona-Krise
  • Ausstellung "Landschaften, Frauen, Tod und TV" von Hans Scheib im Einnehmerhaus Freital

Aktuelle Beiträge

  • Bühne frei für: „Lyrik unter freiem Himmel“ auf dem Konkordienplatz in Dresden
  • Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden
  • Neue Lyrik: Frühlingsanfang & Blütensterne & Frühlingsbeginn (Ohne P.)
  • Leipziger Buchmesse beendet mit neuem Besucherrekord
  • Leipziger Buchmesse: Menschen am Fluss & Romantasy & Wo sich die Erde verändert. Empfehlungen für den letzten Buchmesse-Tag.
  • Leipziger Buchmesse: Halbzeit mit neuem Besucherrekord
  • BilderAlbum: Unterwegs in der Welt der Bücher auf der Leipziger Buchmesse
  • Die Preisträger der Leipziger Buchmesse 2026
  • Leipziger Buchmesse: Reichhaltige Welt voller Geschichten & Gespräche & Lesungen & Begegnungen
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