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Kategorien-Archiv: Lebensart

Französische Bistro-Kultur mit Charme & Stil und zum Dessert Musette lockt im Palais Bistro

26 Dienstag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik

≈ 2 Kommentare

Französische Lieblingsgerichte und zum Dessert Musette

„Vive la différence“ – Lebe den Unterschied! – steht auf dem Spiegel am Eingang ins „Palais Bistro“ im Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden. Liebhaber der französischen Küche und Bistro-Kultur finden hier alles, was das Herz begehrt. Das neue Angebot verbindet Stil, Charme und besondere Leckereien. Unter funkelnden Kronleuchtern sitzen die Gäste an typischen Bistrotischen. Über den schwarzen Ledersofas entlang der Wände hängen Bilder mit farbigen Regenschirmen, die im novembergrauen Himmel schweben. Die wie gemalt wirkenden Fotografien stammen von Carsten Linke. Auf der Karte stehen landestypische Spezialitäten wie Coq au Vin, Hähnchen in Rotweinsoße, Quiche Lorraine oder Elsässer Flammkuchen mit Trüffel. Freunde von Meeresfrüchten finden Schnecken, Miesmuscheln und Austern. Außerdem lockt im November nach dem Essen ein „Dessert Musette“ mit französischer Akkordeonmusik ab 21 Uhr. Dabei sind im Wechsel die Dresdner Musiker Frank Deutscher am Bandoneon und Georg A. Schumann am Akkordeon zu erleben.

Heute abend (26.11.) wird Schumann, der als vielseitiger Musikus und Sprachlehrer unterwegs ist, wieder die Gäste im „Palais Bistro“ unterhalten mit beschwingter Musette, bekannten Melodien wie La vie en Rose von Edith Piaf oder der quirligen französischen Sängerin ZAZ. Er sitzt mit seinem Akkordeon vis a vis zur Dame in rot samt glanzvollem Lampenschirm. Die lebensgroße „Lady in Red“ brachte Küchenchef Jörg Mergner – ein großer Frankreichfan – einst vom Pariser Flohmarkt mit und hat, inspiriert von seinen Reisen, auch viele kulinarische Klassiker auf der Karte versammelt. Das Rindertatar wird vor den Augen der Gäste zubereitet und ganz nach individuellem Geschmack gewürzt. Wir probieren außerdem Weinbergschnecken, ein Stück Quiche Lorraine und dazu einen Cremant, einen französischen Schaumwein. Als Dessert wird Crepe Suzette serviert, das süß und fruchtig und als verlockend flammendes Erlebnis, direkt am Tisch der Gäste flambiert, sich am besten romantisch zu zweit genießen lässt.

Das „Palais Bistro“ hat 36 Plätze, daher wird Reservierung empfohlen. Es soll auch weiterhin eine offene Bühne für Künstler sein, begleitend zu den erlesenen kulinarischen Genüssen.

Text + Fotos (3) (lv)

Palais Bistro
Taschenberg 3, 01067 Dresden
Tel. 0351 – 4912 710
http://www.kempinski.com/dresden

Öffnungszeiten:
Mo – Do von 12 – 14.30 Uhr und 17.30 – 23 Uhr und Fr – So von 12 – 23 Uhr
Im Dezember täglich durchgehend geöffnet.


Verführerisch: Crepe „Suzette“ mit Eis.
Flammendes Genusserlebnis: das Zubereiten des Crepe Suzette im Palais Bistro.
Foto: Tobias Kade

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Zirkus um Wildtiere: MDR-Reportage: „Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere?“

16 Samstag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

≈ 2 Kommentare

MDR.DE
Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere? | MDR.DE
MDR – Mitteldeutscher Rundfunk Mehr dazu erfahren Sie hier: https://www.mdr.de/…/pan…/zoff-in-der-manege-100.html…
Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere? | MDR.DE
MDR.DE
Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere? | MDR.DE

Aufschlussreicher Blick hinter die Zirkuskulisse

Sehr geehrte MDR-Redaktion,

Ich habe oben genannten Fernsehbeitrag gestern im Internet gesehen. Ein großartiger Film von Nanina Bauer und ihrem Team, mit Fakten untermauert, Blicke in die Manege und hinter die Zirkuskulissen. Befürworter und Gegner des Zirkus mit Tieren, Tierlehrer, Experten und Zirkusdirektoren kommen zu Wort, die offen und ehrlich von ihrem Leben mit den Tieren erzählen. Sehr nahegehend. Krass hingegen die pauschale, oft wenig fundierte Ablehnung, fast Diffamierung von Zirkus mit Tieren und Ignoranz von selbsternannten „Tierschützern“, die einfach Gehege öffnen, um Tiere zu „retten“ und damit gefährden und sich selbst überlassen, macht  mich traurig und wütend. Gruslig die „zeitgemäße“ Vorstellung von künstlich computeranimierten Tieren im digitalen Zeitalter als Alternative zu echtem Tierleben! Diese tun nichts, was sie nicht wollen, gerade die Raubtiere! Und die Zirkusleute kümmern sich zumeist liebevoll um ihre Tiere, da sie von und mit ihnen leben und sie schon im Fokus der Öffentlichkeit stehen und strenge tierärztliche Auflagen zu erfüllen haben.

Ich hoffe, dass die Fakten im Zirkus der Gegenwart, über Tierhaltung und Schutz von „Wildtieren“, die oft aus Zoos stammen oder im Zirkus geboren wurden und hier seit Generationen ihr Zuhause haben, die Richter und Parlament, Bundestag überzeugen und nicht pauschal ein Wildtierverbot für alle Zirkusse in Deutschland erlassen wird, das einen ganzen Berufszweig und traditionsreiches Kulturgut, das der Zirkus mit seinen Tierdarbietungen ist, auslöschen würde. Warum eigentlich diese vehemente Ablehnung durch die Zirkustier-Gegner? Frage ich mich. Was steht dahinter? Nur Unkenntnis, Weigerung die Fakten zur Kenntnis zu nehmen oder noch mehr?

Zirkusleute polarisieren schon immer. Mit ihrer freien, nomadischen, unangepassten Lebensweise, Fahren von einem Gastspielort zum nächsten (wie auch Wildtiere ihre Futterplätze und Wasserstellen über weite Strecken suchen müssen), dem Abweichen von der Masse sind Zirkusleute – ähnlich wie Flüchtlinge, Klimaschutzaktivisten und alle, die einen anderen Lebensstil pflegen – sind Zirkusleute heute mehr denn je exotische Außenseiter in einer Welt, die sich tragischerweise immer mehr von ihrem natürlichen Ursprung entfernt, entfremdet. Wozu auch das naturnahe Verhältnis und der Umgang Mensch – Tier gehört, den kleine Familienzirkusse wie kaum anderswo zu erleben noch im gegenseitigen Nehmen und Geben und Miteinander pflegen und dabei ohnehin schon einem ständigen Überlebenskampf ausgesetzt sind.

In letzter Zeit noch mehr durch die massive negative Stimmungsmache von Zirkusgegnern, denen es angeblich ums Tierwohl geht? Doch was wissen sie konkret darüber und was sollte denn mit den Zirkustieren passieren? Die nie in der Wildnis lebten und dort gar keine Überlebenschance hätten. Zoos, Vergnügungsparks oder Auffangstationen zur Auswilderung sind auch keine wirkliche Alternative, da diese Tiere einen engen Kontakt zu ihren Menschen gewohnt sind, die auch ihre Fähigkeiten sehen und ihnen etwas beibringen. Was ist verkehrt daran? Die Tiere haben Auslauf, Bewegung, Ruhezeiten, werden gut versorgt zumeist von den Zirkusleuten. So gehen nicht alle Haustierbesitzer mit ihren Schützlingen um.

Die gegenwärtige erhitzte Debatte, Pro und Kontra um das Wildtierverbot im Zirkus erinnert mich fatal an das Buch und Theaterstück „Andorra“ von Max Frisch, wo es auch um Angreifen, Ausgrenzen, Verächtlich machen, Diffamieren und Vernichten von Menschen, die anders leben – in dem Fall die Zirkusleute – als die Mehrheit, geht, was man nicht versteht oder akzeptiert. Je nach Stimmung oder Mode kann es dann jeden Menschen treffen, der nicht tut was alle tun oder verlangen.

Warum schauen die „Tierschützer“ von PETA und die Zirkusgegner vor allem auf die Zirkusleute und unterstellen ihnen Dinge, die bei näherer Betrachtung nicht haltbar sind, und schauen nicht dorthin, wo tatsächlich Tierquälerei und Ausbeutung herrschen wie in den Tierversuchslabors, angeblich für Medizin und Forschung, finanziert von der Pharma- und Kosmetikindustrie  – wie der jüngst an die Öffentlichkeit gelangten Filmdokumentation der Soko Tierschutz aus einem Tierversuchslabor in Hamburg und protestieren und unternehmen etwas dagegen, wenn ihnen Tierrechte wirklich etwas wert sind?! Das ist denen wahrscheinlich eine Nummer zu groß oder trauen sich nicht ran. Dann lieber die Zirkusleute, die auch sichtbarer sind. Dabei laden sie selber alle ein, sich hinter den Kulissen zu informieren über Tierhaltung und Zirkusleben. Seltsamerweise machen die Zirkustier-Gegner davon nie Gebrauch.

Ich möchte die Autoren dieses Fernsehbeitrages und den MDR ermutigen, sich von unsachlicher Kritik oder Drohungen militanter Zirkusgegner nicht einschüchtern oder abhalten zu lassen, solcher Stil spricht schon für sich, ist unangemessen, unwürdig und stattdessen sollten weiterhin sachlich fundiert „heiße Themen“ wie Wildtiere im Zirkus und auch Natur- und Tierschutz insgesamt weiter gebührend Beachtung und Aufmerksamkeit finden. Denn Tiere sind auch Lebewesen, sollten endlich als solche anerkannt werden, und die Natur unser größter Schatz überhaupt, für die es sich lohnt aktiv einzusetzen.

Herzliche Grüße und viel Resonanz für Ihre Beiträge weiterhin, wünscht Ihnen,

Lilli Vostry
Freie Journalistin
www.meinwortgarten.com

P.S.: Inzwischen stimmte der Bundestag mehrheitlich gegen das geforderte Verbot von Wildtieren in Zirkussen in Deutschland.

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Veranstaltungen zum 9. November – 30 Jahre Mauerfall

08 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Literatur, Projekte

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Szene aus „Wer seid Ihr“, Schauspiel von Oliver Bukowski. Es ist am 9.11., um 19.30 Uhr in der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen.
Foto: Hans Ludwig Böhme                                 

Die Mauer muss weg! – 30 Jahre Friedliche Revolution und Vergangenheit als kreative Fundgrube

Ein reichhaltiges Programm mit Ausstellung, Zeitzeugen, Lesungen und Stücken über dieses Ereignis und die Zeit der Wende lädt am 9. November, ab 14.30 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung ein.

Am 9. November verwandelt sich das Stammhaus der Landesbühnen Sachsen in ein offenes Haus der Begegnung. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer wollen wir Ihre Erinnerungen an diese Zeit wecken, denn „jede Stimme im politischen Diskurs und beim historischen Gedenken ist wichtig“ (Dr. Roland Löffler). Kommen Sie mit uns und einander ins Gespräch!

Die Ausstellung „Zeitenwende 1989“, sowie eine Talkrunde am Abend, moderiert von Doreen Reinhard (Freie Journalistin, u.a. ZEIT online), bieten die Möglichkeit, regionale Erlebnisse mit den Ereignissen in Europa zu verknüpfen. Gäste auf dem Podium sind die Zeitzeugen Béla János Bács, Thomas Förster, Wolf-Dieter Gööck und Kemal Pervanić.

Am „Zentralen Runden Tisch“ wollen die Landesbühnen den Besuchern ein offenes Gesprächsforum bieten. Indem an die progressiven Ideen der Verfassung erinnert wird, die 1989/90 am Zentralen Runden Tisch der DDR entstand, kann nach alternativen Formen politischer Praxis gesucht und über eine Erneuerung des Gesellschaftsvertrags nachgedacht werden.

Beim „Speed-Dating mit Zeitzeugen“ freuen die Theaterleute sich auf Geschichten als Zeitzeuge oder Fragen aus der Sicht von heute. Die interaktive Installation des Künstler*innenkollektivs POLIZEIKLASSE stellt den „Schicksalstag der Deutschen“ in weitere historische Zusammenhänge, an deren Bilderwelt die Besucher aktiv teilnehmen können. „Zwischen Pitti und Stern Meißen“ bietet eine Vorschau auf das Rechercheprojekt des jungen.studio zur Kindheit in der DDR.

Eine unterhaltsame Lesung und Live-Musik mit „Wendehits“ runden den Tag ab, und die Landesbühnen laden dazu ein, die „Vergangenheit als kreative Fundgrube“ (Bénédicte Savoy) zu begreifen und Phantasie, Spaß und gesellschaftlichen Fortschritt zusammen zu denken!

PROGRAMM

14:30 Foyer      –  Eröffnung der Ausstellung ZEITENWENDE 1989 durch die Landeszentrale für politische Bildung

Ab 15:00 durchgehend im Werkstattraum-  SCHICKSALSTAG DER DEUTSCHEN – eine interaktive Installation der POLIZEIKLASSE DRESDEN

Ab 15:00 durchgehend im Ballettsaal –    DER ZENTRALE RUNDE TISCH – offene Gesprächsrunden

15:30 und 17:30 Glashaus          –  ZWISCHEN PITTI UND STERN MEISSEN – KINDHEIT IN DER DDR, eine Vorschau

16:30 Foyer- SPEED-DATING – Gespräche mit Zeitzeugen

18:30 Goldne Weintraube –  WIR SEHEN UNS IM WESTEN –  Roman von Dorit Linke, Lesung mit Tammy Gierke und Johannes Krobbach

19:30 Studiobühne    WER SEID IHR –  Schauspiel von Oliver Bukowski (UA)

19:30 Glashaus –   Podiumsdiskussion ZEITENWENDE 1989, Moderation Doreen Reinhard (Freie Journalistin, u.a. ZEIT online)

Gäste auf dem Podium sind die Zeitzeugen Béla János Bács, Thomas Förster, Wolf-Dieter Gööck und Kemal Pervanić.

21:30 Glashaus –    WENDEHITS– Live-Musik mit Holger Uwe Thews (Gitarre/Gesang) und Thomas Richter (Gitarre/Gesang)

Der Eintritt ist frei (außer zu der Vorstellung WER SEID IHR
Die Theaterkasse wird ab 14:00 geöffnet sein.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152,  01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0  http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Musik verbindet: „Nacht der Lieder“ im Herzschlag der Großen Trommel in der Stephanuskirche Dresden

02 Samstag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Fotos (lv)

Viele Stimmen können etwas bewegen

Singfreunde und Musikinteressierte sind eingeladen zu der Benefizveranstaltung im Rahmen der „Nacht der spirituellen Lieder“, die bereits zum sechsten Mal deutschlandweit stattfindet am 2. November, 18 bis 21 Uhr in der Stephanuskirche Dresden auf der Meußlitzer Straße 113.

Gemeinsames Singen einfacher Lieder aus den Kulturen der Welt zu Trommel, Akkordeon u.a. Instrumente ist das Besondere dieser Liedernacht. Musik, die bewegt – mit Momenten der Stille im Herzschlag der Großen Trommel.

„Singen verbindet uns, auch wenn wir uns nicht kennen – viele Stimmen können Großes bewirken und bewegen…“, sagt Corynna Kilian. Sie lädt wieder zum Liedertrommeln zusammen mit Gabriel Jaginiak, freischaffender Musiker, zur diesjährigen Liedernacht in der Stephanuskirche Dresden ein.
Es ist eine Veranstaltung im Rahmen der ‚Nacht der spirituellen Lieder‘, die deutschlandweit in vielen Städten stattfindet. Es werden Spenden für eine soziale Einrichtung/ Organisation/ Initiative und natürlich auch für die Abdeckung der Kosten der Musiker gesammelt.
In diesem Jahr haben Corynna Kilian und Gabriel Jaginiak zum ersten Mal eine CD dabei. Wer möchte, kann einen Eindruck mit nach Hause nehmen, weiterreichen, verschenken etc.  Ein Mitschnitt von der Liedernacht 2019, eine Auswahl. Einige Lieder davon werden sie auch in diesem Jahr wieder singen.
Die Veranstalter freuen sich auf viele Stimmen… Bringt also Eure Freunde, Verwandten, Bekannte, Nachbarn mit 🙂
Text: Corynna Kilian
http://www.trommel-vision.de/die-nacht-der-lieder
gabriel.jagieniak@posteo.com
dolma@gmx.de
Gabriel Jaginiak, freischaffender Musiker:
• handgemachte Musik für allerlei Anlässe,
• Sing-Zeremonien für die Erde, vernetzendes Singen
mit Akkordeon oder PianoCorynna Kilian:
• Bären-Herz-Frauen: Indianische Jahresgruppe
• eigene Lieder, Klezmer und
• Stille, Urkraft und Gesang: Arbeit mit der True Voice®
Balkan Musik sowie Barpiano
• 48h-Trommeln – Traumzeit für Reinigung und Vision
• Akkordeon-Unterricht
• Singtreffen an der Großen Trommel

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Matinee zur Tanz-Uraufführung „Picasso“ an den Landesbühnen Sachsen

01 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Tanz

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Von der Leidenschaft zur Kunst

Matinee zu „Picasso“ am 3. November, um 19 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen.

Choreograph Carlos Matos, Dramaturgin Gisela Zürner sowie die Tänzerinnen und Tänzer der Companie geben einen ersten Einblick in ihren neuen Tanzabend „Picasso“. Ausstatterin Kerstin Laube stellt ihre Bühne und die Kostüme vor.

„Picasso“, ein Tanzabend von Carlos Matos hat am 10. November, um 19 Uhr in den Landesbühnen Sachsen Uraufführung.

Malergenie, Macho und Musen

Der Spanier Pablo Picasso (1881-1973), eigentlich: Pablo Diego José Francisco de Paula Juan Nepomuceno María de los Remedios Cipriano de la Santísima Trinidad Ruiz y Picasso, Maler, Grafiker und Bildhauer, gilt als eine der bedeutendsten und produktivsten Künstlerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts.

Zu den bekanntesten seiner ca. 50.000 Werke zählen als Schlüsselbild der klassischen Moderne „Les Demoiselles d‘ Avignon“ von 1907 oder das Gemälde „Guernica“ von 1937, eine  künstlerische Umsetzung der Schrecken des Spanischen Bürgerkriegs.

Picasso hatte die Fähigkeit, durch Reduktion auf die Essenz das Wesen der Dinge mit nur wenigen Strichen erfassen zu können. Dies ist es, was den Choreografen Carlos Matos an diesem außergewöhnlichen Künstler interessiert. Und – selbstverständlich! – die Faszination, die er auf Frauen ausgeübt hat.

Auf welche Weise haben Frauen als Geliebte und Musen das Leben und Schaffen des Künstlers beeinflusst, bzw. wie haben sie sich als Künstlerkolleginnen – Tänzerin, Fotografin oder Malerin – an seiner Seite gefühlt?

Der „Macho“ Picasso liebte den Wechsel – vielleicht auch, weil er sich den Frauen gegenüber nicht wie ein Kavalier des 20. Jahrhunderts, sondern eher wie ein Spanier des 19. Jahrhunderts verhielt, was zu Spannungen und leidvollen Trennungen führte. Denn vor allem liebte Picasso seine Kunst und – sich selbst.

Text:  Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de 

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Premiere „Von der Ehe und anderen Irrtümern“ mit Jörg Bretschneider im Dresdner Figurentheater

01 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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Ein Waschbär als zweites Ich von Jochen, der frisch getrennt von seiner Frau, Besuch von einer flotten Katzendame erhält. Eine tierisch heitere Beziehungsposse. Foto: Dresdner Figurentheater

Ein humorvoller Achtsamkeitsratgeber für Mann, Frau und Tier

Am 1. November ist die Premiere des neuen Stückes „Von der Ehe und anderen Irrtümern“ von und mit Puppenspieler Jörg Bretschneider im Dresdner Figurentheater, in seinem Atelier im Künstlerhaus, Pillnitzer Landstraße 59 – Parterre. Die Regie hat Cornelia Fritzsche inne, die einigen bekannt ist durch ihre Stücke mit der gewitzten  Rättin. Wenn sie nicht mindestens drei Mal lachen können, bekommen sie ihr Eintrittsgeld zurück, verspricht Bretschneider.

Fr   01.11.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern

Eine analoge Beziehungsposse oder ein Achtsamkeitsratgeber für Mann, Frau und Tier oder die Halbzeitbilanz eines Ehegatten.

Komik, der die tiefere Bedeutung nicht fehlt.

Sabine ist weg. Das Gasthaus zum grünen Kloß läuft nicht mehr. Seine Mutter macht ihn ein schlechtes Gewissen. Sein Vater sagte immer: „Das einzige, was du auf der Welt verändern kannst, ist die Lage deines Kopfkissens.“ Es gibt Tage, da läuft nichts. Da taucht ein Waschbär auf und behauptet das zweite Ich zu sein, zu wissen, was Jochen denkt und fühlt. Sein Vater sagte immer: „Das Einzige, was dich zuverlässig in die Irre führt, ist dein zweites Ich.“ Und so begibt sich Jochen Würzig mit seinem zweiten Ich auf die Reise zu sich.

Nächste Vorstellungen 

08.11.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern
16.11.2019   19.30 Uhr   Ein Mann räumt auf oder das verliebte Einweckglas
29.11.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn. 

Eine heiter – skurrile Reise ins Innere des Körpers und des Gehirns

Herr Meier kommt mit Magenbeschwerden zum Doktor. Ein schneller Schnitt, der Magen landet auf dem Tisch und er klagt sein Leid … Aber die Ursache liegt wohl eher im Kopf – und so begibt sich der Arzt auf eine ab – und hintergründige Reise in das Gehirn seines Patienten. Dort wirkt alles normal: Ein Gedanke jagt den nächsten und der innere Schweinehund verlangt sein Recht. „Wenn meine Patienten wüssten, was ich alles nicht weiß“, sinniert der Mediziner. Aber er gibt nicht auf. Ein Abend mit tiefsinniger Komik, der dem Zuschauer ganz nebenbei das Gefühl vermittelt: Ich bin nicht allein mit meinen Problemen.

30.11.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn
06.12.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn
28.12.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern
31.12.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern

Text: Jörg Bretschneider

Kartenbestellung über dresdner-figurentheater@gmx.de oder 01726072730

www.dresdner-figurentheater.de

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Ausstellung „GefährteN“ von Heike Herzog in der Galerie mit Weitblick Radebeul

01 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Wundervolle Wesen

Fantasiereich-skurrile Gestalten zeigt die Künstlerin Heike Herzog in ihrer Ausstellung „GefährteN“ derzeit in der Galerie mit Weitblick in Radebeul.

Heike Herzog hat einen ganz speziellen Sinn für noch nicht entdeckte Tierarten. Ihre Bilder und Objekte aus dem Wunderland der Natur, so ein Bildtitel, zeigt sie zurzeit in der Ausstellung „GefährteN“ in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13 in Radebeul. Darunter versteht die Künstlerin sowohl Gefährte zum Fortbewegen als auch Wegbegleiter. Halb Pflanzen- und Insektenwesen, die durchaus auch menschliche Züge und Verhaltensweisen zeigen.

Die Formen erinnern an Schalen, Blätter, Boote oder auch eine Arche Noah, in der die zarten Wesen Zuflucht finden. Ihre fantasiereich-skurrilen Naturwesen bewegen sich an Land, in der Luft und im Wasser, schaukeln auch mal in der Hängematte. Die Insekten und Fabelwesen schwirren und schweben als Objekte an langen Fäden als Windspiele. Darunter Ostseesteine eingesponnen und eingehäkelt in farbige Hüllen, manche halboffen, wie Kokons. Einige Objekte haben große Kulleraugen und Kugelkörper, mit und ohne Flügel, Stacheln und Fühlern. Gestaltet sind sie aus Peddigrohr, Papierkaschée, Strick und Nägeln. Sie tummeln sich außerdem auf Leinwänden und Tuschezeichnungen auf Papier.

Ein Mikrokosmos von winzigen Lebewesen, deren Leiber Kreise, Spiralen und Kugeln wie Eier oder Perlen zieren, festgehalten mit Pinsel und Feder. „Eine kleine Welt auf der Reise“, so ein Bildtitel. Von ihren Beobachtungen und Erlebnissen der Naturwesen, vom Werden, Leben, Vergehen und Veränderung erzählt Heike Herzog einfallsreich, witzig und poetisch in ihrer Bilderwelt in leuchtenden und erdigen Farben.
„Mit dem Sonntagsmantel in die Höhe“, „nach oben gleiten“ und „Etwas Kleines kommt mit“ heißen die Werke. „Zeit für eine neue Verbindung“, „Vorsichtig in die Tiefe“ und „Etwas Wertvolles behüten“ stehen sinnbildlich für den Umgang von Mensch und Umwelt. Es ist auch „ein Mahnmal für einen Krieger“ in Form eines Raubfisches zu sehen.

Ein Bild spiegelt ihr Lebensmotto: „Mein Lieblingsweg ist leicht“. Mit einer ganz entspannt in ihrer Schale sitzenden Schote in sonnigen Farbtönen. Schon als Kind war Heike Herzog fasziniert von den Hülsenfrüchten, Zuckerschoten samt heraus fallenden Kernen. In ihrem Gartenatelier in der Hellersiedlung in Dresden, umgeben von reichlich sprießenden Gewächsen, findet sie immer noch viele Anregungen für ihre Kunstwerke. Heike Herzog wurde 1964 in Dresden geboren. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie mit einem Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, wo sie von 1988 bis `93 Bühnen- und Kostümbild studierte und von 1994 bis `96 ein Studium für Kunsttherapie anschloss. Sie war als wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule tätig und arbeitet seit 2000 als Kunsttherapeutin und freischaffende Künstlerin. Die Ausstellung „GefährteN“ ist noch bis 26. Januar 2020 in der Galerie mit Weitblick Radebeul noch zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.doro-malerei.de/www.heike-herzog.de

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BilderAlbum & Lyrik: Halloween & Tango

30 Mittwoch Okt 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Tanz

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Der Tod tanzt Tango

Die Spinnenfrau wirft ihre Netze aus
auf der Tanzfläche führen Männer
in wehenden Umhängen und Masken
die Schönen der Nacht
die rote Teufelshörner oder Leopardenflecken tragen

die fahlen Wangen der Skelettfrau
färben sich rot
Blumen zieren ihre Stirn
der Tod tanzt Tango
verführt von den Klängen
wiegender und wogender Körper
fällt aller Schmerz ab
verwandelt in Hingabe

die Klänge schwirren um
meinen Zauberhut
ringe noch mit den Schatten
ein Tänzer mit Clownsgesicht
entreißt mich ihnen
tanzend wirbeln wir
die dunklen Geister fort

Lilli Vostry
30.10.2019

Fotos (lv)

Das Gedicht & die Fotos entstanden bei einer Halloween-Party & Tanzabend der Compagnie „Tango – offen und bunt“ am 29. Oktober 2019.

Schweben
(Für Luis)

Es wird Winter
eine letzte Umarmung
im Takt des Bandoneons
er geht fort
in das Land ihrer Sehnsucht
das sie nur aus Liedern kennt

die Musik trägt sie
überall hin
mit ihm wachsen ihr Flügel
die weiterreichen
als ein Tanz

6.11.2019
Lilli Vostry

http://www.cellex-stiftung.org/de/projekte/tango

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„Von Blues bis Brecht“ – Nina Hagen eröffnete die Jazztage Dresden 2019

28 Montag Okt 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Lebenslange Liebe: „Brecht, Böll und die Bibel. Yeah!“

Darauf schwört Nina Hagen als ihre Geist- und Kraftquellen. Voll Leidenschaft, wild, witzig, schrill und aufrüttelnd zeigte sich die Sängerin mit Gitarre als Streiterin für Liebe, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit am Freitagabend in ihrem ausverkauften, über zweistündigen Konzert „Von Blues bis Brecht“ zur Eröffnung der Jazztage Dresden 2019, in der neuen Hauptspielstätte im Ostra-Dome.

Gut gelaunt, locker plaudernd und gar nicht unnahbare Diva, entstand eine schöne Verbundenheit mit dem Publikum, standen Zuschauer zum Schluss am Bühnenrand, gab ihnen die legendäre Ostsängerin die Hand, winkte und verteilte Küsschen übers Mikro und ließ sich bereitweilig fotografieren von vielen gezückten Handykameras. Ein ergreifend intensives Konzert, ganz im Aufbruchsgeist vom Herbst `89. Bald erscheint auch ihre neue Platte, sogar zwei, verriet Nina Hagen. Macht neugierig auf mehr witzig-wachen Zeitgeist!

Text + Fotos (lv)

Mehr Text zum Konzert folgt.

Weitere Programm-Infos unter
http://www.jazztage-dresden.de

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Lesung „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“ mit Tom Schulz im Stadtmuseum Dresden

21 Montag Okt 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Eine große Rhapsodie auf Maschinen und Menschen der Neuzeit

Am 22. Oktober 2019, 19 Uhr veranstaltet die Literarische Arena e. V. gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Meißen und den Städtischen Museen Dresden eine Lesung mit dem Berliner Autor Tom Schulz. Titel: „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“

Je mehr man von Tom Schulz’ bizarren und allzu treffenden Paraphrasen auf die Jetztzeit liest, desto mehr stellt sich ein Gefühl ein, der Wahrheit auf der Spur zu sein, und im Gegenlicht, sozusagen als Sekundärprodukt, so etwas wie Poesie. „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“ heißt der Band, den der Berliner Dichter am Dienstag [22. Oktober 2019] im Dresdner Stadtmuseum vorstellt. Es ist selten, dass ein Gedichtband schon im Titel eine Warnung enthält, zumal Eisberge nur als Vorstellung auftauchen. Aber man weiß ja spätestens seit der Titanic, dass der größte Teil von ihnen nicht zu sehen ist.

Um es gleich vorweg zu sagen: Es geht hier nicht ums Reisen. „Die Maschinen sind volljährig, wenn sie mit dem Träumen / aufgehört haben“, beginnt eines der vielen weitausholenden Gedichte im Kapitel „Schwarze Ampeln“. „Die Maschinen sind pensionspflichtige Serienmodelle“, sie „bewegen sich in einem Leben zwischen Kontostand / Kredit und Tilgungsrate“ oder „sie stehen längs geparkt auf dem Mittelstreifen“. Es sind Tatsachenbehauptungen aus einer großen Rhapsodie aufs Zeitalter jener Maschinen, zu denen im neuzeitlichen Verständnis auch die Menschen gehören. „Tom, bitte empören sie sich mit uns“, empfiehlt der Messengerdienst. „Ich empöre mich, der Himmel ist blau, nicht schwarz.“

„Eine Invasion ohne Luftbrücke, 150 Millionen / gegen uns.“ „Das Auge der Feuerqualle“ gehört zu den strenger komponierten Kapiteln des Buches, wie auch das Langgedicht über Syrakus, „Ein Tag im Leben“ eines scheinbar erfolgreichen Schriftstellers, der die Gegensätze im schmunzelnd-lapidaren Ton etwa wie folgt zusammenfasst: „Ich stehe in der Hundescheiße von Sizilien. / Ich weiß, dass Artemis die Quelle hierher brachte.“

Orte am Meer bevölkern fast das ganze Buch. Es sind Sehnsuchtsorte wie die „Beinhäuser von São João“ in Porto: „Ich liebe die Stadt am Fluss, die Stadt am Meer“ – fast scheint es, als wolle die Stimme, die da spricht, Beklommenheit vertreiben. „Es gibt Tote, die ganz und gar unsichtbar erscheinen.“ Das gilt auch für die beiden Venedig-Kapitel, denen man ein wenig den freien Autor in einer seiner Residenzen anmerkt, wo „Adriatisches Licht“ oder der Konjunktiv den schwankenden Untergrund befestigen sollen: „Wäre ich Lord Byron, würde ich vom Anblick der Blumen leben können“. Auf der griechischen Insel Leros gibt es nicht nur eine Begegnung mit Ahmed aus dem „Asylbewerberheim“, sondern auch mit Jannis Ritsos, der dort viele Jahre seiner Gefangenschaft absaß. „Wir laufen durch die Morgensonne. Wir hören das Gedicht.“ Das Parlando der Texte bekommt hier plötzlich eine gewisse Eindringlichkeit. „Das Gedicht sagt, es glaube an Liebe und Tod.“

Es ist ganz offensichtlich, dass Tom Schulz nicht um des Reisens willen den Mittelmeerraum, die Kanarischen Inseln und Lateinamerika bereist. Die „Reisewarnung“ ist eine Art von dichter Beschreibung, die den Dichter-Ethnologen zu sich selbst führt: „Ich bin ein Passagier / ich reise kreuz und quer.“ Das wird vielleicht am eindrücklichsten an den Orten, die der eigenen Oberlausitzer Herkunft am nächsten liegen. „Alles ist schiefgegangen“, beginnt der „Ausflug ins Elbsandsteingebirge“, das kann auch am Schluss kein „Unsere Heimat“-Pastiche wieder geradesingen: „Ende, Lied aus.“

Text: Patrick Wilden

Tom Schulz: Reisewarnung für Länder Meere Eisberge. Gedichte, Hanser Berlin 2019. 128 Seiten, 19 Euro, ISBN 978-3-446-26201-0.

VERANSTALTUNG am Donnerstag, 22. Oktober 2019, 19:30 Uhr im Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße), 01097 Dresden. Haltestelle: Pirnaischer Platz.

Eine Kooperation der Literarischen Arena e.V. mit der Evangelischen Akademie Meißen und den Museen der Stadt Dresden.

Axel Helbig
Literarische Arena e. V.
Redaktion OSTRAGEHEGE

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden
Inh.: Jörg Scholz-Nollau 
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Lilli Vostry

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