• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Lebensart

Ausstellung „Auf weiter Flur“ von Peter Koch in der Galerie mit Weitblick Radebeul

09 Sonntag Dez 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Bilder zum Träumen und Innehalten

Malerei vom Meer des Musikers Peter Koch ist zurzeit in der Galerie mit Weitblick zu sehen. Außerdem wird zu Märchen vorm Kamin eingeladen. Nächstes Jahr soll junge Kunst einziehen.

Eine Lichterpyramide mit Papierschiffchen aus Notenblättern dreht sich im Raum, passend zu den Bildern des Malers und Cellisten Peter Koch. Er zeigt vorwiegend Landschaften vom Meer, mit dem der 1960 in Greifswald geborene Künstler aufgewachsen ist, in der derzeitigen Ausstellung „Auf weiter Flur“ in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13 in Radebeul.

Der weite Horizont, karge und blühende Steilküste, Schiffe bei der Ausfahrt und Segler vor abendrotem Himmel. Es sind Sehnsuchtsbilder, die wärmen an grauen Tagen und die Besucher zum Innehalten im vorweihnachtlichen Trubel einladen. Peter Koch komponiert mit Farben, die er gern pastos strukturreich auf die Leinwand aufträgt in mal konkreten und abstrahierten Formen. Die Bilder wirken nah und entrückt zugleich und leuchten aus der Erinnerung auf. Die Ansichten von farbspiegelnden Booten im Hafen, teils mit Pastellkreide über die Ölfarbe gezeichnet und der schattenhafte „Schiffsfriedhof“ mit vor sich hindämmernden, ausgedienten Fischereikuttern. Neben den Ölbildern sind auch grafische Blätter von Peter Koch zu sehen, der seit 1985 als freischaffender Künstler in Dresden lebt.

Dies ist bereits die 16. Ausstellung in der kleinen Wochenendgalerie mit Atelier, welche die Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner mit viel Hingabe und Idealismus betreibt. Im Oktober feierte sie mit den zumeist langjährigen Galeriebesuchern das sechsjährige Bestehen, die sie auch bestärkten dieses kulturelle Angebot und Kleinod weiter aufrechtzuerhalten. Es ist die einzige private Galerie in Radebeul. Die drei Ausstellungen in diesem Jahr mit expressiver Malerei von Thorsten Gebbert, Schwarz-Weiß-Fotografie von Hartmut Opitz und Skulpturen von Frank Schauseil belegen auch die künstlerische Vielseitigkeit.

„Die Galerieräume können auch für Veranstaltungen gemietet werden, um sie noch mehr zu beleben“, sagt Dorothee Kuhbandner. Sie hat den Fußboden im Eingangsbereich erneuert. Stattfinden könnten Vorträge ebenso wie literarisch-musikalische Programme. Für das kommende Jahr sind hier bereits zwei Ausstellungen geplant. Anfang April wird Katharina Probst, die Bühnenbild an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste studierte, Porträts und Landschaften zeigen. Außerdem soll junge Kunst mit den Arbeiten von Kunststudenten in die Galerie mit Weitblick einziehen. Auch um neues Publikum anzulocken.

„Es kommen bisher vor allem Spaziergänger, aber leider weniger Kunstsammler. Vielleicht haben manche noch Schwellenangst oder liegt es am etwas nostalgischen Flair“, überlegt Dorothee Kuhbandner. Die Galerie finanziert sie aus den Verkäufen ihrer eigenen Arbeiten. Ausstellungen mit ihren Bildern sind derzeit außerdem im Pädagogischen Institut in Moritzburg und im Schloss Hoyerswerda zu sehen. In der Vorweihnachtszeit lädt sie klein und groß ein zum „Märchen lesen vorm Kamin“ aus mitgebrachten Büchern, mit Lichteln, Plätzchen und Glühwein am 15.12. und 22.12., ab 16.30 bís 18 Uhr.

Geschenkideen gibt es hier natürlich auch viele wie originelle Stempel zum Bedrucken oder bemalte und beschriebene Tassen der Künstlerin. „Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe“, lautet ein Lieblingsspruch von Dorothee Kuhbandner. Die Ausstellung „Auf weiter Flur“ ist noch bis 31. März 2019 zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und Sa von 14 bis 18 Uhr.

 

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung Wunder.Punkt im Lügenmuseum Radebeul

07 Freitag Dez 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Ein Platz zum Träumen und Innehalten: Im Garten vom Lügenmuseum Radebeul. Vor dem ehemaligen Dorfgasthof Serkowitz entsteht gerade eine „Jedermanngartenschau“, in der Pflanzen Geschichten erzählen. Foto (lv)

Mit Kunst auf den Spuren historischer Pilgerwege

Die Ausstellung „Wunder.Punkt – eine künstlerische Spurensuche“ mit Arbeiten von acht Künstlern eröffnet am 7. Dezember, um 18 Uhr im Lügenmuseum im alten Gasthof Serkowitz in Radebeul.

Ein Samenkorn reiste im Magen eines Kamels durch die Wüste Sahara. In einer Oase ging der Samen auf und wuchs zu einem Feigenbaum. Wie ein Ableger dieses Feigenbaumes dann nach Serkowitz in Sachsen gelangte, das soll mit der Jedermanngartenschau erforscht werden. Bei einem Spaziergang im Seifersdorfer Tal untersuchten die Studenten der TU das Areal um den Amortempel. Dort waren duftende Sträucher und Blumen angesiedelt worden. Sie entdeckten eine Pflanze, die die Zeit überdauert hat.

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten. Rabindranath Thakur

Jede Pflanze hat eine Geschichte, wir möchten sie erzählen. Wir sind Juliane Langer und Samuel Bruder, studieren Landschaftsgestaltung an der TU Dresden. Dafür laden wir RadebeulerInnen ein, eine Pflanze sprechen zu lassen. Vor dem Gasthof Serkowitz, wo sich schon mancher erinnert, vorbei gefahren zu sein, gibt es eine Terrasse von 40 qm. Dort legen wir gerade kleine Gärten mit entsprechenden Zäunen an. Dafür laden wir Nachbarn und Bürgern der Stadt Radebeul ein, Pflanzen mit einer besonderen Geschichte vorbei zu bringen und einzupflanzen. In der  Jedermanngartenschau vor dem Lügenmuseum werden die Pflanzen dann ausgestellt und mit ihrer Geschichte zur Schau gestellt. Die Pflanze sollte winterhart und schattentolerant sein. Gern kommen wir auch bei Ihnen vorbei, lassen uns die Geschichte erzählen und holen die Pflanze ab. Tel. 017681786235

Die aktuelle Ausstellung Wunder.Punkt entführt die Besucher in zeitgenössische Wunderkammern und Wundergärten. Acht Künstler sind eingeladen mit dem 700-jährigen Gasthof Serkowitz, an der Kreuzung historischer Pilgerwege, in einen produktiven Dialog zu treten. Sie wird gefördert durch die Große Kreisstadt Radebeul und durch Wunder.Punkt – die neue Weihnachtsausstellung im Lügenmuseum.

Zeitgenössische Wunderkammer

Auf einer Jagd verlor Graf Otto von Oldenburg im Barneführerholz den Weg. Er wurde durstig. Eine Fee trat zum durstigen Jäger und bot ihm ein Trinkhorn mit einem Zaubertrunk an. Der Jäger goss das Gebräu ins Gras und ritt davon. Er hatte das angebotene Trinkhorn gestohlen. Das war um das Jahr 989. Ist das Oldenburger Wunderhorn auf Schloss Rosenborg in Kopenhagen nun Raubkunst? Kaiser Rudolf II wiederum ließ, wenn gerade kein Präparat aufzufinden war, das entsprechende Wesen malen. In seinen Sammlungen fanden sich Abbildungen von Einhörnern, Drachen und Alraunen.

Das Horn des sagenumwobenen Einhorns war ein Muss in jeder Wunderkammer. Kenner entlarvten es als Stoßzahn des Narwales. Die aktuelle Ausstellung „Wunder.Punkt“ im Lügenmuseum entführt die Besucher in eine zeitgenössische Wunderkammer. Im Lügenmuseum sind es die Himmelsscheibe von Serkowitz, das Loch aus der Zauberflöte von Mozart, das Ohr von Vincent van Gogh, ein Hörbild der verschollenen Kyritzer Knatter und das niedrigste Storchennest Deutschlands. In einer entzauberten Welt ist „Die Aufgabe eines Künstlers ist immer das Geheimnis zu vertiefen“ (Francis Bacon).

Wunderkammern entstanden erstmals während der Spätrenaissance und Barock und waren ein wichtiger früher Schritt in der Entwicklung des modernen Museums. Es waren private Sammlungsräume, in denen kostbare Kunstwerke (Artificialia), seltene Naturalien (Naturalia), wissenschaftliche Instrumente (Scientifica), Objekte aus fremden Welten (Exotica) und unerklärliche Dinge (Mirabilia) und kostbaren Kuriositäten die Betrachter ins Staunen versetzten.

Ein weiterer Anknüpfungspunkt der Ausstellung ist „des Deutschen Spießers Wunderhorn“ von Gustav Meyrink. Haarsträubende, eindrucksvolle Kurzgeschichten beweisen eine außerordentliche Begabung für antibürgerliche Satire.

„Wunder.punkt“ Acht Künstler sind eingeladen mit dem 700jährigen Gasthof Serkowitz einen produktiven Dialog zu führen. Uta Hünniger Schriftgestalterin, Burkhard Schade Fotografie, Justus Ehras elektronischer Hokuspokus, Leon Schmidt, Anna Ditscherlein und Aren Shanazavyan, drei Studenten der Kehrbachklasse der HfBK, Samuel Bruder und Juliane Lederer, Studenten der TU Gartengestaltung.

Serkowitz, ein altes slawisches Dorf, wurde vor 80 Jahren in Radebeul eingemeindet. Der 700jährige Gasthof liegt an der Kreuzung historischer Pilgerwege und heute an einer viel befahrenen Straße.

Zur Eröffnung spielt der Musiker Jan Heinke Improvisationen und Thomas Gerlach spricht zur Eröffnung.

Das Lügenmuseum, seine humorvolle Streitkultur ist sein Qualitätskriterium. Der Sinn für Humor unterscheidet es von anderen Angeboten. Sinn für Humor und gesunder Menschenverstand sind im Grunde das Gleiche. Sie bewegen sich lediglich in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Humor ist wie tanzender spielender Verstand. Humor ist also nicht irgendeine erfreuliche Zugabe, vielmehr betrifft er den Kern des Intellekts selbst.

Text: Richard von Gigantikow
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
Homepage: http://www.luegenmuseum.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Flanieren & Genießen im Christmas Garden im Schlosspark Pillnitz

23 Freitag Nov 2018

Posted by Lilli Vostry in Genießen, Lebensart

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Umher wandeln inmitten von magischem Lichterzauber – abseits vom Weihnachtstrubel. Fotos: Christmas Garden Deutschland GmbH

Nach dem gigantischen Erfolg von Christmas at Kew in England und dem Christmas Garden Berlin: 

Christmas Garden Dresden – Fantastischer Winterspaziergang in traumhafter Kulisse in  Schloss & Park Pillnitz

In eine märchenhafte Landschaft voller Lichterzauber verwandelt sich erstmals der Schlosspark Pillnitz in der Vorweihnachtszeit bis 6. Januar 2019.

„Mit der Dämmerung beginnt die magische Reise …“ Unter diesem Motto öffnet das einstige Lustschloss Pillnitz derzeit jeden Abend seine Pforten für einen ganz besonderen Spaziergang im Christmas Garden Dresden. In England seit 2014 berühmt unter dem Titel Christmas at Kew und in Deutschland im Botanischen Garten Berlin seit 2016 als Christmas Garden Berlin mit allein über einer Viertelmillion Besuchern in den vergangenen zwei Jahren wurden bereits überwältigende Erfolge gefeiert.

Die Sensation ist perfekt, denn Schloss & Park Pillnitz verwandelt sich in diesem Winter in eine leuchtende Märchenlandschaft mit atemberaubenden Lichtspielen, beeindruckend inszenierter Architektur und Leuchtfiguren. Auf einem etwa zwei Kilometer langen Rundweg können Familien, Freunde und Pärchen einen wunderbaren und besinnlichen Abend in zauberhafter Umgebung voller Entdeckungen verbringen. Millionen von Lichtpunkten und bunte Illuminationen tauchen die chinoise Schlossanlage in ein vorweihnachtliches Glanzmeer, das es so hier noch nicht gegeben hat. Der Vorverkauf für dieses traumhafte Winter-Erlebnis beginnt heute!

Im Unterschied zu den vielen dicht gedrängten Weihnachtsmärkten lädt der Christmas Garden Dresden dazu ein, durchzuatmen und auf gut begehbaren Wegen und in aller Ruhe die wahre Vorfreude auf Weihnachten zu genießen. Generell ist die (Vor-)Weihnachtszeit von Geschenkekauf und Hektik geprägt – der Christmas Garden hingegen bietet eine entschleunigte Auszeit vom Trubel und lenkt den Blick auf das Besinnliche in der schönsten Zeit des Jahres. Die einzigartige Kulisse von Schloss & Park Pillnitz liefert dazu die schönsten Motive wie beispielsweise den Lustgarten, den chinesischen Teich oder den Englischen Garten. Auch das Glashaus der legendenumwobenen, über 230 Jahre alten Kamelie wird im atemberaubenden Weihnachtsglanz erstrahlen.

Wer den Spaziergang noch gemütlich ausklingen lassen möchte, kann kulinarische Köstlichkeiten und heiße Getränke für Groß und Klein genießen. Schloss & Park Pillnitz präsentiert sich seinen Gästen mit dem Christmas Garden Dresden während acht vorweihnachtlicher Wochen nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb des regulären Betriebs so, wie man dieses Kleinod noch nie erlebt hat!

„Wir freuen uns, den Christmas Garden Dresden in Schloss & Park Pillnitz präsentieren zu können. Um ehrlich zu sein: Für uns hat in diesem Jahr die Vorfreude auf Weihnachten nun schon im Hochsommer begonnen, wir können es kaum erwarten, Pillnitz im Glanz des Christmas Garden strahlen zu sehen. Es ist schön, dass wir nun auch in der Wintersaison Pillnitz angemessen in Szene setzen können.“ freut sich Dr. Christian Striefler, Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH.

„Nach den Riesenerfolgen von Christmas at Kew in den Kew Gardens bei London war es 2016 an der Zeit, dieses wunderbare Erlebnis auch nach Deutschland zu bringen. Bei der Realisierung des Christmas Garden Berlin hatten wir uns eng an Christmas at Kew orientiert und konnten deshalb mit dem Christmas Garden innerhalb kürzester Zeit die Alternative schlechthin zum schrillen Rummel im heutigen Weihnachtsbetrieb anbieten. Die enorme und durchweg positive Resonanz in Berlin in den vergangenen zwei Jahren überzeugte uns, das Konzept in weiteren Städten etablieren zu wollen. So nun auch am Schloss Pillnitz, das mit seinem Ensemble aus Architektur und Gartenkunst Touristen aus aller Welt nach Dresden lockt und sich mit der Weitläufigkeit der Parkanlage perfekt dafür anbietet, die Besucher in eine unbeschwerte, inspirierende Welt zu entführen.“, erklärt Prof. Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der DEAG Deutsche Entertainment AG, die neue Attraktion für die ganze Familie.

Der Christmas Garden Dresden ist vom 14. November 2018 bis zum 6. Januar 2019 täglich von 16:30 bis 22:00 Uhr geöffnet (außer 24. und 31. Dezember). Die Karten sind für stundenweise gestaffelte Einlasszeiten erhältlich, so dass jeder Besucher den Spaziergang in aller Ruhe und ohne Gedränge genießen kann (der Aufenthalt ist nach dem Einlass bis zur Schließung des Parks um 22:00 Uhr zeitlich unbegrenzt). Die Erfahrungen im Christmas Garden Berlin haben gezeigt, dass insbesondere die Zeitslots an den Wochenenden und werktags zwischen 16:30 und 19:30 Uhr sehr gefragt sind, weswegen der Veranstalter empfiehlt, sich im Vorverkauf frühzeitig die Wunsch-Einlasszeit zu sichern. Ebenso sind rabattierte Ticketangebote für Familien erhältlich, Kinder bis einschl. 5 Jahre haben freien Eintritt.

Karten gibt es auf http://www.christmas-garden.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen und auf http://www.myticket.de sowie unter 01806 – 777 111 (0,20 EUR/Anruf aus dem dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Anruf aus dem dt. Festnetz)

Text + Fotos: Claudia Rimek-Isaack/Pressestelle Staatliche Schlösser gGmbH

http://www.schloesserland-sachsen.de

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Buchvorstellung „Wozu ich geboren wurde“ – 44 Autoren wollen Glück bescheren

15 Montag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart

≈ 2 Kommentare


Herausgeber Michael Hillmann mit seinem neuen Buch „Wozu ich geboren wurde“ mit den Autorinnen Katrin Huß (re. im Bild) und Sandra Cegla.

44 Lebensgeschichten voller Glücks-Momente

Diesen Samstag, 20. Oktober 2018, wird das Buch im Rahmen des Tages der offenen Tür im Unternehmensbüro „WIEDER AUF KURS“ (Haydnstraße 20 in 01309 Dresden) in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert.
Moderiert wird die Eröffnung um 11 Uhr von Katrin Huß und Fußball-Versteher Gert Zimmermann, die beide auch die anwesenden Autoren (ein großer Teil der 44 Co-Autoren ist dabei) interviewen werden.

Fußball war sein Leben. Sei es als Geschäftsführer des brandenburgischen Fußballverbands oder als Chronist bei Brieske/Senftenberg. Nach 19 Jahren hauptberuflicher Tätigkeit für König Fußball dachte er sich, es muss noch etwas anderes geben und schaute sich um. „Der Mann zum Reden, der ‚Frauenversteher‘, das war ich schon immer“, sagt Michael Hillmann über sich selbst. „Ich kann mich ganz gut in andere Menschen hineinversetzen und bin sehr intuitiv veranlagt.“ Nachdem er sich bei einer Dampferfahrt auf der Elbe vor zwei Jahren in eine Rand-Dresdnerin verliebte und mittlerweile seit einem Jahr mit ihr verheiratet ist, trennte er sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge vom hauptberuflichen Fußball in Cottbus und zog nach Sachsen. Nach mehreren Weiterbildungen machte er sein Hobby zum Beruf und ist inzwischen als Unternehmens- und Seelenberater mit seinem eigenen Büro WIEDER AUF KURS in Dresden vor Anker gegangen.

Dieses persönliche Glück, das oftmals auch mit beruflichem Glück einhergeht, wollte und will Hillmann gerne teilen. Da er sehr kommunikativ ist und auch Anfang des Jahres das Buch „Zurück in die Kindheit – Eine Seelenreise auf der Elbe“ mit vielen, auch historischen Bildern über seine geliebte Sächsische Dampfschiffahrt veröffentlichte, lag nun nahe, ein weiteres Buch herauszugeben: „Tue Gutes und rede darüber. Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffe, in einem knappen halben Jahr 44 Autoren dazu zu bewegen, sich mit einem eigenen Beitrag am Buch ‚Wozu ich geboren wurde‘ zu beteiligen.“

Seit langem verfolgte Hillmann schon das Leben der langjährigen MDR-Fernsehmoderatorin Katrin Huß. Mittlerweile auf LinkedIn verbunden, tauschte man sich regelmäßig aus. Inzwischen fand sie zum Yoga und lehrt den Sport auch anderen in ihrer eigenen Yoga-Schule. Seit erst drei Wochen ist ihre Lebensgeschichte „Die traut sich was“ auf dem Markt. „Diesen Sommer war ich fünf Wochen 800 km zu Fuß auf dem Jakobsweg unterwegs, um zu mir zu finden und mein Buch zu schreiben. Dennoch fand ich auch die Zeit, am Werk ‚Wozu ich geboren wurde‘ mitzuschreiben“, so Huß. „In all den Jahren bin ich immer wieder meiner Intuition gefolgt, habe auf meinen Bauch und mein Herz gehört. Nie habe ich versucht, mich zu verstellen oder zu verbiegen, für niemand. Auch wenn ich nicht mehr regelmäßig im Fernsehen zu sehen bin – die Zuschauer hatten mich über Jahre hinweg immer wieder zur Lieblingsmoderatorin gewählt. Von diesem Glücksgefühl zehre ich heute noch und gebe dieses gerne weiter.“

Sandra Cegla, ehemalige Polizeikommissarin in Berlin, war dort fast 15 Jahre lang vor allem in Kreuzberg mit Gewaltverbrechen aller Art beschäftigt. „Nach einigen Jahren der kriminalpolizeilichen Ermittlungstätigkeit, also viele Aktenberge, SEK-Einsätze, Durchsuchungen und Vernehmungen später, wuchs in mir der Wunsch, nicht mehr nur in Einzelfällen in Schicksale einzugreifen, sondern auch den Erfahrungsschatz, den ich gesammelt hatte, in die Breite zu tragen“, sagt Cegla. Sie gründete die Agentur „SOS Stalking“, die sich zum Ziel gesetzt hat, politischen Einfluss zu nehmen und zu beraten. „Gerade erst durfte ich die Bundesregierung beim neuen Gesetzestext zum Thema Stalking mit meinem Fachwissen unterstützen“, so Cegla weiter. „Es ist wichtig, dass wir mehr über dieses Thema reden und helfen, Stalking rechtzeitig wahrzunehmen und den Betroffenen Hilfestellung geben.“

Hillmann, der im Rahmen einer Pressekonferenz auf einem Elbdampfer in Dresden gemeinsam mit Huß und Cegla das Buch vorstellte, ist sich sicher, dass dieses, verlegt beim Cottbuser Verlag „Druckerei Schiemenz“, gut ankommen wird: „Es ist auf jeden Fall eine spannende Lektüre, die bei all den vielen Geschichten, die das Leben so schreibt, immer ein gutes Ende findet und den Lesern Glück beschert.“

Weitere Infos: www.michael-hillmann.com

Text + Foto: meeco Communication Services

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

KlangLabor – ein neuer Kunst- und Begegnungsort in Dresden

10 Mittwoch Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Ein Raum für Bilder, Klänge aller Art und Bühne für Lesungen, Theater, Konzerte… Dazu lädt KlangLabor-Inhaberin Andrea Dorschner alias Aerdna Harp an der Harfe  ein, das Angebot mitgestalten will auch Annabell Schmieder, freie Schauspielerin. Foto: Lilli Vostry

Farbreiche Klangwelten

Im KlangLabor von Andrea Dorschner trifft Harfenspiel auf moderne Malerei und freie Improvisation zum Mitmusizieren für alle.

Farben und Klänge aller Art treffen im „KlangLabor“
aufeinander. Einem neuen Kultur- und Begegnungsort im Erdgeschoss eines Wohnhauses auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden-Pieschen. Durch das große Schaufenster des vorherigen Kosmetiksalons sieht man farbenfrohe
Musikerbildnisse, Ölbilder und Zeichnungen. Gemalt hat sie der aus England stammende Künstler Christopher Haley Simpson. Er agiert gern mit anderen Künstlern zusammen, das spiegeln auch seine Arbeiten in der ersten Ausstellung in diesem Kunst- und Klangraum.

Solche musischen Angebote fehlten bisher im Stadtteil, der mit seiner malerischen Lage am Elbbogen am Pieschener Hafen und urigem Flair jedoch immer schon auch Künstler anzog. Ein frühes Bild „punkiger Malerei“ von Otto Dix zeige den Matrosen Fritz Müller aus Pieschen, erzählt Simpson. Auf seinen Bildern im „KlangLabor“ begegnet man Tangomusikern an Bandoneon und Gitarre, einer Frau am Klavier, einem Cellisten, Geiger und dem Saxofonist und Jazzmusiker Heribert Dorsch alias Hartmut Dorschner, der auch als Komponist und Pädagoge tätig ist. Mit ihrem Bruder teilt Andrea Dorschner, die Betreiberin des „KlangLabors“ ihren Spaß an freier Improvisation.

Zusammen-Klang vieler Einflüsse

Der Raum steht immer mittwochs von 19 bis 21 Uhr offen für alle zur freien Improvisation, zum Zuhören und gemeinsamen Musizieren mit Harfe und anderen Instrumenten, die bereitliegen oder von den Mitmusizierenden mitgebracht werden. „Dazu braucht man natürlich etwas Mut, um sich reinzuhören und dann ein paar Töne mitzuspielen“, weiß Andrea Dorschner. „Das Gute ist, bei der Freien Improvisation
kann man nie falsch spielen. Denn man spielt intuitiv, alles hat Einfluss auf die Musik, die Zuschauer, die Musiker, der Raumklang, die Blicke, eigene Sorgen und Nöte, Erlebnisse…“ Vom Klang lernen wir das Leben, so Andrea Dorschner, vom Zusammen-Klang das Zusammen-Leben und alle Künste sind herzlich willkommen.

Sie selbst malt, dichtet und musiziert seit ihrer Kindheit. Als Jugendliche leitete sie einen Theater- und Puppenspielzirkel für Grundschüler. Mit der Gründung des „KlangLabors“ im März 2018 ist einer ihrer Träume Wirklichkeit geworden, verschiedene Künste zusammenzubringen und selbst künstlerisch tätig zu sein. Sie lernte als Kind Klavier spielen. Nach einem erlebten Harfenkonzert als Erwachsene wollte Andrea Dorschner dieses wunderbare Instrument unbedingt selbst erlernen. Die Grundlagen lernte sie an einer Musikschule und eignete sich danach vieles autodidaktisch an. Sie spielte manchmal fünf bis zwölf Stunden Harfe am Tag, erzählt sie. “Wenn ich einmal anfange, dann spiele und spiele ich und muss mich teilweise zwingen, aufzuhören.“

Andrea Dorschner spielt ihre freien Improvisationen auf der akustischen und elektronischen Harfe, einer Fülle zart fließender, rinnender, raschelnder, inniger und schneller Töne. Sie gibt Konzerte, spielt zu Vernissagen und veranstaltet Märchenlesungen im „KlangLabor“. Aller zwei Wochen Mittwoch findet von 17 bis 19 Uhr „KlingKlang“, freie Improvisation für Kinder, statt. Dabei können sie Instrumente aus dem Klangraum ausprobieren und auf eigenen Musikinstrumenten gemeinsam zur Harfe gemeinsam mit Andrea Dorschner musizieren. Ihr zehnjähriger Sohn Elias unterstützt sie tatkräftig im „KlangLabor“, er spielt Ukulele und Harfe.

Kindergruppen aus Kitas oder Schulen, Kinder und Erwachsene, die anders sind, können auch hierher zu Sonderveranstaltungen kommen. Der Eintritt ist meist frei. Manchmal verlangen professionelle Künstler Eintritt oder eine Aufwandsentschädigung. Spenden sind willkommen. Ihren Lebensunterhalt verdient Andrea Dorschner nicht mit der Kunst, wie es leider vielen Künstlern geht, sondern durch einen festen Job an einer Berufsschule in Dresden. In Ihrer freien Zeit widmet sie sich dem „KlangLabor“.

Lesungen, Theater, Erzählcafé und Schreibwerkstatt für Kinder sollen hinzu kommen

„Das Angebot soll langsam wachsen mit kleinen, feinen Veranstaltungen“, sagt sie. Es passen maximal 30 Zuschauer in den Raum. Vorgesehen sind wechselnde Ausstellungen, Lesungen, musikalisch-literarische Programme, kleine Konzerte, Bilder-Talk mit Musik, Puppenspiel, Theater, eine Schreibwerkstatt für Kinder und ein Erzähl-Café mit interessanten Gesprächsgästen im Austausch mit den Besuchern. Wer selbst auftreten oder etwas anbieten möchte, ist herzlich willkommen im „KlangLabor“.

Text + Fotos (lv)

P.S: Das KlangLabor gibt es in der bisherigen Form nicht mehr in Dresden.


Eröffnet neue KlangWelten: Andrea Dorschner alias Aerdna Harp mit ihrer Harfe.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Wiedersehen mit Circus Monaco

07 Sonntag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Zauberhaftes Miteinander von Mensch und Tier

Faszinierende Tiere im Freien und in der Manege kann man derzeit erleben beim Gastspiel des Circus Monaco am Elbufer in Dresden-Pieschen. Mit Blick auf die imposante Altstadtkulisse tummeln sich dort unmittelbar am Elberadweg auf der Wiese vor dem rotweißen Zirkuszelt, gemütlich Grashalme und Heu kauend, zwei Kamele, das weiße Hörnertier Kaya, außerdem Lamas, Ponys und ein Esel im Freigehege. Dahinter stehen die Wohnwagen, das rollende Zuhause der Zirkusleute mit Satellitenschüssel im Gras für guten Empfang der großen, weiten Welt und einem überdachten, offenen Zelt für die Tiere. Eine urwüchsige Oase des Miteinanders von Mensch und Tier, wie man sie heutzutage nur noch selten antrifft.

Die Tiere verlieren auch in der Manege nichts von ihrer natürlichen Anmut, Erhabenheit und Größe. Sie werden sacht und vertraut geführt. Dafür gibt`s für die Kamele besondere Leckerli wie Möhren. Die Ponys treten aufrecht stehend an den Manegenrand und „begrüßen“ die Zuschauer und viele kleine und große Hände recken sich ihnen zum Streicheln hin ebenso wie dem weißen Hörnertier Kaya mit dem sanften Blick und den spitzen Hörnern.

Im Programm des kleinen Familienzirkus wechseln Artistik und Tierdarbietungen. Da kommen Romantik, Abenteuer, Spaß und Spannung nicht zu kurz, begleitet von stimmungsvoller Zirkusmusik. Mit Schwung und Grazie zeigen eine Tänzerin mit wirbelnden Hula-Reifen, eine balancierende Seil- und eine Trapezartistin im Reifen unter der Zirkuskuppel frei schwebend ihre Künste.

Temperamentvoll geht es zu in einer Westernszene mit lassoschwingenden Cowboys und präzisen Messerwerfern. Ein Indianerjunge geht mit einer kleinen weißen Schlange herum, die die Zuschauer anfassen dürfen. Zu orientalischen Klängen tanzen Bauchtänzerinnen und ein Feuerschlucker sorgt für feurige Stimmung.

Spaßmacher Beppo versucht sich auch als Akrobat und vollführt lustige Seilsprünge mit Zuschauern.

Und im Finale darf der Zirkusnachwuchs, die Kinder der Artisten in Kostüm mit in die Manege, wo der Kleinste noch ausrutscht und die Mädchen schon kess die Reifen schwingen und tanzen.

Die Zirkusleute machen alles selbst. Hier ist alles noch echt und pures Erlebnis. Die Artisten stehen auch am Einlass und als Platzanweiser, bieten flimmernde Leuchtstäbe an, bauen die Requisiten auf und ab, spielen sich die Bälle zu, führen Kinder auf Ponys in der Pause oder fotografieren sie auf dem Kamel. Die Artistinnen stehen mit Glitzer Make up auch am Verkaufsstand mit Zuckerwatte und Popcorn.

Hinterher sammeln die Zirkusleute Futterspenden für die Tiere. Eine kleine Artistin steht mit Hut vor dem Zelt, in dem Münzen landen für den Erhalt der Zirkusschule in Berlin.

Zum Staunen, Träumen, Schmunzeln und Innehalten vom Alltagstrubel lädt der kleine Familienzirkus kleine und große Besucher noch bis 14. Oktober an diesem Platz ein. Vorstellungen sind wochentags 16 Uhr und am Sonntag 11 Uhr. Am 8., 9. und 10.10. ist spielfrei.

Mit der Besucherresonanz ist Mario Sperlich, der Juniordirektor des Circus Monaco „ganz zufrieden.“ „Dafür, dass wir erst 3 Tage vorher Werbung machten, waren die Vorstellungen gut besucht.“ Den Tieren gefiel es sichtbar gut an ihrem Platz am Elbufer in Pieschen. Sie waren viel im Freien und genossen die Sonnenstrahlen. Aber auch die Zuwendung, gereichtes frisches Gras von kleinen und großen Besuchern und Streicheleinheiten. Dresden sei auch seine Lieblingsstadt, sagt Mario Sperlich, der mit dem Circus Monaco schon zum dritten Mal hier war.

Die Tiere seien es gewohnt, mit den Zirkusleuten weiterzuziehen. Sie kennen das Zelt mit den vertrauten Geräuschen, ihr Zuhause und Futterquelle. „Eine artgerechte Tierhaltung gibt es nicht, auch nicht in freier Wildbahn. Der Mensch ist überall“, sagt Mario Sperlich. „Wir versuchen bestmöglich mit den Tieren umzugehen und zusammen zu leben.“ Zurzeit steht das Zelt vom Circus Monaco im Stadtzentrum von Gera, ein Weihnachtscircus-Gastspiel führt sie nach Braunschweig und danach eine Tour in den Süden nach Italien. „Vielleicht kommen wir im Frühjahr wieder nach Dresden“, so der Juniordirektor vom Circus Monaco. Schön wär`s.

http://www.circus-monaco.de

Text + Fotos (lv)

Siehe auch den Beitrag „Bühne frei für Circus Monaco“ mit Bildern und Gedichten auf diesem Blog.


Wunderbare Begegnung: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry mit Hörnertier Kaya.

Unverwundbar

Du stehst auf der Wiese
hinter dem rotweißen Zelt
weißt nichts von mir
ich nichts von dir
und doch bin ich hier

im Zelt der Mann mit dem Feuer
zeigt seine unbrennbare Haut
speit eine Feuerwolke wie ein Drache
unter starkem Applaus

in der Manege steht das Hörnertier
in milchweißem Glanz
alle wollen es streicheln
draußen steht es allein

den Kopf in frischem Heu
ein sanfter Blick aus tiefschwarzen Augen
fließt zu mir herüber
die spitzen Hörner kann es
nicht ablegen

Lilli Vostry
(7.10.2018)

Tier-Oase und Treffpunkt für kleine und große Besucher


Zum Abschluss gab es als besondere Leckerli Popcorn
Abschied von Dresden: Tierpfleger Tommy und Juniordirektor vom Circus Monaco, Mario Sperlich.

Text + Fotos (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Im Wunderreich der Fantasie beim Herbst- und Weinfest Radebeul & Internationalem Wandertheater-Festival

01 Montag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Projekte, Theater

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Dicht umlagert: das Theaterkarrussel von Georg Traber & der Clownsband The Bombastics erfreute mit beschwingten Klängen.
Die Erde spüren: Mit je einem Rohr zum Sehen und Hören konnten kleine und große Besucher die Erdkugel nach paradiesischen Orten absuchen vor der Aufführung „Perpetuum Mobile“ des Wandertheaters Ton & Kirschen am Sonnabend vor vollen Rängen auf der Streuobstwiese.

.
Kleine Verschnaufpause für Adam & Eva auf ihrer fantastisch-bilderreichen Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies, das verriegelt ist. Ist es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen?, versuchen sie herauszufinden und geraten von einem (Alb)Traum in den nächsten…


Ein Clown als Feuerwehrmann.


Traumwandler halten Ausschau nach dem Ort ihrer Träume…


Zum Träumen, Innehalten und Umher wandeln lud auch die Installation „Traumtänzer“ von Muriel Cornejo und César Olhagaray in der Lounge auf den Streuobstwiesen mit bereit stehenden Strohbetten ein. Dazu gab es flirrend warme Songs mit dem Vollblutmusiker Jorge da Rocha u.a.


Nicht zu übersehen: Der lustige Stelzenläufer mit seinem gefiederten Begleiter, „Hahnrich von Hahnentritt“, ein Antwerpener Zwergbarthahn, der sich gern über seine samtig schwarzen Federn streicheln ließ von den Kindern. Und sich wunderte über manche ihrer Fragen: Z.B. „ob er Eier legt oder beißt?!“ Sein Besitzer Andreas Hummel wohnt in der Lausitz und hat auf seinem Hof in Drebkau/OT Laubst einen „Saal der Wunder“ – in dem Anwesen können Besucher die Natur, Landschaft, Kunst und Kultur und den Saal der vielen Möglichkeiten erleben und genießen. Es gibt ein Café, eine Galerie mit Ausstellungen, offene Bühne und tibetanische Küche. Sonntags ab 14.30 Uhr ist Familientag mit Zauberzirkus, Clownerie und Geschichten von wundersamen Orten. Mehr dazu unter http://www.SADEWU.de


Feurige Balkanfolk-Klänge auf dem Dorfanger von Altkötzschenbroda
„Ach Mensch“: Mit gefühlreich-energiegeladener Stimme sang Miss Rochester (Silvana Mehnert) mit Band auf dem Weinfest eigene Songs, u.a. über zeitlose Liebe, „Every Fair“ (ein Shakespeare-Sonett 18), ein besorgtes Erde-Lied und eine „Ode an die Sterne“. Ihr nächstes Konzert gibt sie am 13. Oktober im Boulevardtheater Dresden.


Labyrinthischer Skulpturengarten Labymenta


Fröhliche Klänge vor wundersamer Kulisse mit Gabriel Jaginiak am Akkordeon.


Wünsche & Wunder. Viele ausgefüllte Fragebogen stiegen beim feurigen Finale mit den Flammen in den Himmel am Sonntagabend zum Abschluss des Herbst- und Weinfestes
& Internationalem Wandertheaterfestival 2018.

Im Labyrinth der Träume

Wein und Wundersames, Musik, Theater, Tanz, Fröhliches und Nachdenkliches gab es reichlich und nah beieinander beim 28. Herbst- und Weinfest Radebeul mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ feierten dieses Jahr bei strahlendem Sonnenschein wieder rund 50 000 Besucher drei Tage lang laut Veranstalter, dem Amt für Kultur und Tourismus Radebeul, ein frohes und friedliches Fest. Im Festgelände auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda konnten sie eintauchen in eine bunte fantastische Welt mit Straßentheater, Clownerie, feurig-mitreißenden und verträumten Klängen und Stimmungen zwischen Weindorf auf dem Dorfanger und Streuobstwiesen.

18 Theatergruppen und Solokünstler aus zehn Ländern zeigten ihre Inszenierungen.
Der Gewinner des diesjährigen Publikumspreises beim Wandertheaterfestival heißt „Dado“ aus Kanada. Mit seiner Inszenierung „Classic“ begeisterte der stille Clown die Zuschauer mit seiner unvergleichlichen Situationskomik, wurde gestern abend nach der Preisverleihung bekanntgegeben. Als symphatischer, buckliger Onkel habe er feinfühlig mit kleinsten Gefühlsregungen und skurrilen Utensilien  wie Gummihandschuh-Dudelsäcken die Herzen des Publikums erobert.

Auf eine fantasie- und bilderreiche, witzig-skurrile wie traurig-komische Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies nahm die Zuschauer die Inszenierung „Perpetuum Mobile“ vom Wandertheater „Ton & Kirschen“ am Samstag abend vor vollen Rängen mit.

Mehr Text folgt.

Text + Fotos (lv)


Streuobstwiesenäpfel

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Viva la Fantasia! – Winzer & Wandertheater aus aller Welt & pure Lebensfreude locken beim Herbst- und Weinfest in Radebeul

25 Dienstag Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Tanz, Theater

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Herbst- und Weinfest Radebeul

Viva la Fantasia!

Radebeul feiert den sächsischen Wein, das internationale Theater und die grenzenlose Fantasie.

Vom 28. bis 30. September findet in Radebeul das 28. Herbst- und Weinfest mit
XXIII. Internationalem Wandertheaterfestival statt. Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ feiern Schauspieler, Winzer und Musiker gemeinsam mit den Besuchern drei Tage lang ein rauschendes Fest. Im Mittelpunkt stehen Wein, Theater, Musik und die pure Lebensfreude.

Zur Eröffnung am Freitag ziehen die sächsischen Weinhoheiten gemeinsam mit Künstlern und Musikern über den historischen Dorfanger von Altkötzschenbroda zum Kirchplatz. Nach dem traditionellen Anstich des ersten Fasses Radebeuler Federweißer wird zusammen mit den Besuchern auf ein einzigartiges Festwochenende angestoßen.

Über 30 Winzerstände bieten in Weindörfern und Weingärten erlesene Weine und frischen Federweißer aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut. In angeregten Gesprächen erfahren Weinliebhaber direkt von den Winzern mehr über die heimischen Tropfen. Seit Jahrtausenden beflügelt der Wein den Geist von Dichtern, Künstlern und Philosophen. Auch das Theater ist seit jeher bekannt dafür, nicht nur Stücke voller Fantasie auf die Bühnen zu bringen, sondern durch sie das Publikum in fremde Welten zu entführen, zum Nachdenken zu animieren und scheinbar Unmögliches vor dem geistigen Auge möglich zu machen.

Beim diesjährigen Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival lassen Künstler und Besucher die unerschöpfliche Kraft der Fantasie hochleben und sich unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ ein Wochenende lang von Tagträumen, Gedankenspielen und Hirngespinsten treiben. Aus aller Welt präsentieren 18 Solisten und Theatergruppen spannende, beeindruckende und fantasievolle Inszenierungen, die von Schauspiel über Clownerie bis hin zu Figuren- und Maskentheater reichen. Dabei verwandeln Schauspieler, Tänzer und Artisten überall auf dem Festgelände Straßen, Wiesen und Höfe in Bühnen.

Circo Ripopolo aus Belgien, Gewinner des Publikumspreises 2017, kehrt mit seiner neuen Show „Fazzoletto“ nach Radebeul zurück und präsentiert den Zuschauern eine Zirkusaufführung ganz besonderer Art. Das N. N. Theater aus Köln entführt in „20.000 Meilen unter dem Meer“ in eine mystische und stürmische Unterwasserwelt. Das tschechische Theater Kvelb lässt feurige Schmetterlinge vor dem Nachthimmel tanzen und das Theater Ton & Kirschen (International) begibt sich mit seinem „Perpetuum Mobile“ auf die Suche nach einem Eingang zum Paradies. Zur Musik der
charismatischen Clownsband The Bombastics dreht das Theaterkarussell von Georg Traber seine Runden und lädt Groß und Klein voller Schwung dazu ein, noch einmal die Freuden und die Unbeschwertheit der Kindheit zu erleben.

Auf verworrenen Pfaden wandeln die Besucher des LABYmenta. Im hölzernen Labyrinth von Richard von Gigantikow und seinem Künstlerkollektiv begeben sich die Gedanken  auf Wanderschaft und es werden Antworten auf nie gestellte Fragen gefunden. Internationale Bands locken Jung und Alt auf die Tanzflächen. Die Marko Markowic Brass Band aus Serbien verbindet verschiedene musikalische Stile mit einer kraftvollen Performance und lässt ihre positive Energie sofort auf das Publikum überspringen. Les Barbeaux aus Frankreich sorgen mit Folkrock und einer energiegeladenen Bühnenshow für durchtanzte Nächte und Jorge da Rocha aus Spanien berührt, ausgestattet mit Kontrabass, Percussions, einer Loop Station und seiner gefühlvollen Stimme, im Handumdrehen die Seele seiner Zuhörer. Big Bands lassen am Nachmittag die Herzen aller Swing-Fans höher schlagen. Jazz- und Soul-Liebhaber werden von der Stimme und Bühnenpräsenz von Kristin Amparo und dem eingängigen Sound der Combo de la Musica (International) verzaubert.

Traditioneller Höhepunkt des Festwochenendes ist das Finale Grande am Sonntagabend. Bei einem eindrucksvollen Feuer-, Musik- und Theaterspektakel übergibt der Oberbürgermeister Bert Wendsche den Publikumspreis als Wanderpokal an die beliebteste Theaterinszenierung. Am nächtlichen Elbufer wird anschließend das riesige, hölzerne Labyrinth dem Feuer preisgegeben. Vor der Kulisse der tanzenden Flammen feiern Besucher und Künstler gemeinsam den Abschluss des Festwochenendes.

Text: Sandra Rösler/Amt für Kultur und Tourismus Radebeul

Mehr Informationen:

http://www.weinfest-radebeul.de
http://www.facebook.com/weinfestradebeul

Das Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival findet jährlich Ende September im historischen Stadtteil Radebeul Altkötzschenbroda statt. Die Komposition aus Weinfest und Internationalem Wandertheater ist weltweit einzigartig und lockt jedes Jahr etwa 50.000 Besucher nach Altkötzschenbroda. Das Fest wird von der Stadt Radebeul organisiert.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

WuKaMenta trifft Labymenta beim Herbst- und Weinfest Radebeul

25 Dienstag Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Burning Man des Wilden Ostens

Witzig-beflügelnde Ideen und Aktionen locken beim WunderkammerFestspiel im Skulpturenlabyrinth vom 24. bis 30. September auf den Elbwiesen in Radebeul-Altkötzschenbroda. Mit feurigem Finale am Sonntagabend.

Hauptsache schön verpackt, dieses Jahr ist die WuKaMenta wie ein japanisches Geschenk in viele Schachteln gehüllt. Das Weinfest in Radebeul ist ein traditionelles Ereignis, in das man alles einwickeln kann. Da gibt es das internationale Wandertheaterfestival und darin ist das Skulpturenlabyrinth auf den Elbwiesen gewickelt und darin befindet sich wiederum der 6. Akt der WuKaMenta, das Wunderkammer Festspiel – diesmal als Museum ohne Dach.

Vom 24. bis 28. September ist Aufbau, in fünf Tagen entsteht auf den Elbwiesen hinter Kötzschenbroda ein Skulpturengarten in der Dimension eines Fußballfeldes. Fünfzehn Künstler unter der Leitung von Richard v. Gigantikow entfalten aus einem riesigen Berg Paletten ein ganzes Paralleluniversum vor den Augen der Betrachter. Kinder, Schulklassen kommen begeistert mit Hammer und Nagel, um ihre Buden einfach daneben zu bauen. Die Künstler praktizieren eine eigene Kultur: gehen ohne Spuren und die teilhabende Erfahrung ersetzt den Konsum. Hier sind alle eingeladen mitzuspielen.

24.9., 19 Uhr – 30. 9., 18 Uhr

Labymenta, das klingt wie Namenszauber: DADAMENTA, Dokumenta, WuKaMenta und nun Labymenta. Tausende Besucher wandeln mit Fragebögen und Kerzen durch das Labyrinth.

Die Wege sind verschlungen, Ideen blitzen auf, uralte Erinnerungen ziehen vorbei, labyrinthischer Zauber, die Wandelnden versinken in beschaulicher Betrachtung oder beklagen eine leere Stelle. Es ist die Welt der Träumer, der Andersdenkenden, die in Radebeul schon lange ansässig sind.

24. und 30.9.

WuKaMenta, 6. Akt, Meister der Er-Findung, des Flows und des Kreativen. Kreativ bedeutet das Niederreißen von Grenzen und das Überspringen von Hindernissen: Grassprechstunde Hilla Steinert, Gebietsneurosen Gunhild Kreuzer, Elbradio Justus Ehras, Aktion-Painting Klaus Liebscher, am Weltmeer Sophie Cau, kinetische Objekte Anuschka Kilian-Bucks, Instant Karaoke Ulli Sachse, gelbes Atelier Renate Winkler, Hula Hoop Maike von Harten, der Eisbär Elke Postler: zehn Künstler ganz nah, auf Augenhöhe und aus erster Hand.

Die WuKaMenta steht für die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung. Sie setzt sich den Kult(ur)ereignissen des Elbtales aus: »Labystan« zur BRN, »dadaistischer Gottesdienst« beim Konstruktival, »fahrendes Sommergewitter« beim Elbhangfest, »Akademie für Kunst im öffentlichen Raum« zum Schaubudensommer, »Reparaturwerkstatt Demokratie« beim Dresdner Stadtfest und nun »Museum ohne Dach« beim Weinfest in Radebeul im Skulpturengarten von Richard von Gigantikow.

Die WuKaMenta wird von der Landeshauptstadt Dresden als künstlerische Intervention im öffentlichen Raum gefördert.

Wenn Kunst auch nicht die Wahrheit bergen kann, so kann sie doch etwas zum Niederbrennen der Illusionen beitragen. Im kreativen Akt liegt auch der Moment der Zerstörung, um eine Instabilität zu erzeugen, welche eine Reflexion induziert. Die prachtvolle Scheinheiligkeit der Kunstwelt, die Inszenierungen der Bedeutsamkeit, quasi das ganze illusorische Hin und Her landen hier auf einem Scheiterhaufen.

30.9., 21 Uhr

das feurige Finale, vergleichbar mit dem legendären Burning Man-Festival im US-Bundesstaat Nevada in der Black Rock Desert. Die Elbdeiche sind voller Menschen, die Wandertheater treten auf, es gibt einen Wanderpokal, die Gewinner dürfen dann alles anzünden, untermalt mit heißer Musik, große Party. Das feurige Finale löst alle Mühen auf, um das Leben wahrzunehmen, das ohnehin ein Wunder ist.

Text: Kunst der Lüge e.V., Reinhard Zabka
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
http://www.luegenmuseum.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Voll der Osten – Eine fotografische Zeitreise in die DDR an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

19 Mittwoch Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Podiumsrunde mit den Gesprächsgästen Jens Weißflog, Harald Hauswald und Stefan Wolle, moderiert von Vertretern der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Das pure Leben

Die Ausstellung „Voll der Osten“ mit Fotografien von Harald Hauswald in den Landesbühnen Radebeul nimmt die Besucher mit auf eine bewegend-spannende Zeitreise in die DDR.

Ein Foto, das Bände spricht. Drei Männer sitzen in einer U-Bahn
in Ostberlin. Der eine betont gleichgültig, sieht weg. Der Mann in der Mitte schaut müde, eine Hand verbunden, über seine Aktentasche. Der alte Mann mit Fellmütze neben ihm sieht traurig, besorgt aus. Ein anderes Bild zeigt eine Gruppe aus einem Seniorenheim auf einem Ausflug an der Ostsee, sie gehen am Strand in einer Reihe hintereinander, einige stehen abwartend da, die anderen werfen Ringe in die Luft, schwenken sie und winken in die Kamera. Nahe geht auch die Momentaufnahme mit der scheuen Katze auf dem Fenstersims und zwei Kindern, die halb die Gardine über dem Kopf, aus dem Fenster schauen. Schüchtern und neugierig zugleich.

Das Bild der Fahnenträger am Alexanderplatz, vom Regen aufgeweicht und aufgelöst die starre Ordnung, zeigt schon die Endzeitstimmung. Einige der Fotografien hängen vor den großen Glasfenstern im Foyer der Landesbühnen als besondere Hingucker der Ausstellung “Voll der Osten – Leben in der DDR“ von Harald Hauswald mit Texten des Historikers Stefan Wolle. Sie kam zustande mit Unterstützung  der Bundesstiftung zur Aufklärung der SED-Diktatur. Zur rege besuchten Eröffnung der Schau am Montagabend gab es eine Podiumsdiskussion, moderiert von Vertretern der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Mit dem aus Radebeul stammenden Fotografen Harald Hauswald, der hier 1954 geboren wurde und 1977 nach Ostberlin zog, dem Historiker Stefan Wolle und dem bekannten Sportler und mehrmaligen Skisprungweltmeister der DDR, Jens Weißflog, der inzwischen als Hotelier und kommunalpolitisch aktiv ist.

Kurz vor dem Jubiläum 30 Jahre „Friedliche Revolution“ im kommenden Jahr nimmt die Ausstellung die Besucher mit auf eine Zeitreise in ein Land, das Geschichte ist. Jedoch mit vielen Geschichten, Erinnerungen, Lebensläufen, die bis heute nachwirken und auch gesehen werden wollen. Es ist bereits die zehnte Ausstellung dieser Art, die an öffentlichen Orten im In- und Ausland unterwegs ist. Die Bildertafeln mit den Schwarz-weiß-Aufnahmen Hauswalds sind in 18 Themen gegliedert, die aus subjektiver Perspektive erzählen von Abschied, Einsamkeit, Gemeinschaft, Kindheit und Jugend, Neugier, Flucht, Macht, Lüge bis Zärtlichkeit.

Hauswald begann als Telegrammbote in Ostberlin nebenher zu fotografieren im Prenzlauer Berg. Westberliner Freunde brachten ihm Fotobücher mit, wo er vor allem die Magnum-Fotografen aus Paris sich zum Vorbild nahm mit ihrer Straßenfotografie, die authentisch Menschen, Situationen und Stimmungen festhält. Bilder, die überall auf der Welt verstanden werden, wie das sich küssende junge Paar an einem U-Bahnaufgang, fröhliche Hinterhoffeste oder die Anspannung vor einem Fußballspiel zwischen Fans und Ordnungskräften.

„Diese freie Fotografie, die das pure Leben ablichtete, gab es im Westen nicht, außer während der `68er-Bewegung“, so Hauswald. Fotomaterial war erschwinglich und gut, bis auf die braunstichigen Farbfilme und das Leben kostete fast nichts. Jens Weißflog vermisst in den Schwarz-weiß-Fotos Hauswalds „etwas die Buntheit des Lebens, die es ja auch gab in der DDR. Man ist nicht den ganzen Tag gebeugt unter der Diktatur herumgelaufen. Es ist die große Bandbreite der Geschichte, die verbindet“, sagte er mit Blick auf die Ausstellung, die jeder aus seiner Biographie und Erlebtem heraus betrachtet. „Es sollte jedem gestattet sein, dass er bestimmte Dinge korrigiert und seine Lebenswirklichkeit hat“, so Weißflog. Mit der Wende veränderte sich nicht so viel für ihn. „Bei mir ging es darum, möglichst weit und schön zu springen, das ging in Ost wie West, von oben nach unten. Die Welt um mich herum hatte sich verändert, doch was ich tat nicht“, sagte der Skispringer. Die Wendezeit sei wahnsinnig spannend gewesen. „Doch um überhaupt Erfolg zu haben auch nach der Wende, musste man sich auch selber kümmern, auf Sponsorensuche gehen.“

Harald Hauswald fotografiert derzeit für ein Projekt zum Thema Europa der Fotografen-Agentur Ostkreuz und fährt dafür zusammen mit seiner Frau mit der Bahn die Route des Orient-Expresses. Mit dem Rail-Road-Ticket könnten auch junge Leute quer durch Europa, von Skandinavien bis zum Balkan reisen. „Das Beste was man machen kann, um andere Nationen in Europa besser zu verstehen“, sagt Harald Hauswald. Die Foto-Ausstellung „Voll der Osten“ ist noch bis 25. November in den Landesbühnen zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 134 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von piartista
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von Yves Drube
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Schnippelboy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von marinabuettner
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von wirthstef
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von wildgans
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 202.020 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Atelierbesuch bei Kathrin Stadthaus: "Ich fühle mich überall zuhause"
  • Spielzeit-Eröffnung im Festspielhaus Hellerau: Uraufführung des Musiktheater-Stücks "Schlachthof 5" nach dem Roman von Kurt Vonnegut
  • Kabarett-Premiere "Nur die Harten komm` in Garten" der Herkuleskeule im Gewächshaus
  • Selbsterfahrung: Clown sein
  • Eine Legende kehrt zurück: Rund 100 Raritäten auf Rädern sind zu bestaunen beim 11. Struppener Oldtimertreffen in der Sächsischen Schweiz
  • Ausstellung "Die andere Seite" in den Landesbühnen Sachsen Radebeul
  • Premiere "Achtsam morden" - Krimikomödie in der Comödie Dresden
  • Schnee von Gestern: Kunst vor 1989 in einer Ausstellung der Galerie Holger John
  • BilderAlbum: Ausstellung "Filigranes" von Steffen Petrenz & Bilder zu den Dämonen des Krieges in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk
  • Wo der Humor wilde Blüten treibt - Das Kleine Welttheater in Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Bühne frei für: „Lyrik unter freiem Himmel“ auf dem Konkordienplatz in Dresden
  • Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden
  • Neue Lyrik: Frühlingsanfang & Blütensterne & Frühlingsbeginn (Ohne P.)
  • Leipziger Buchmesse beendet mit neuem Besucherrekord
  • Leipziger Buchmesse: Menschen am Fluss & Romantasy & Wo sich die Erde verändert. Empfehlungen für den letzten Buchmesse-Tag.
  • Leipziger Buchmesse: Halbzeit mit neuem Besucherrekord
  • BilderAlbum: Unterwegs in der Welt der Bücher auf der Leipziger Buchmesse
  • Die Preisträger der Leipziger Buchmesse 2026
  • Leipziger Buchmesse: Reichhaltige Welt voller Geschichten & Gespräche & Lesungen & Begegnungen
  • Leipziger Buchmesse: Besondere Bücherschätze auf der Antiquariatsmesse

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 134 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen

Kommentare werden geladen …