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Kategorien-Archiv: Theater

Gabi Mut – Vom Leben geschlagert in der Comödie Dresden

14 Sonntag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Theater

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Fotos. Oliver Fantitsch

Skurril-komische Zeitreise, bevor der Westen in den Osten kam

Zuerst tritt sie als braves Mädchen mit Zöpfen, weißer Bluse, Blümchenrock und Kniestrümpfen auf die Bühne, später singt sie voll Power mit wilder Mähne wie einst Tamara Danz von Silly. Voller Träume und Wandlungen ist der Weg der Sängerin, die freimütig ihr Herz ausschüttet und von ihren Höhen und Tiefen erzählt im Stück „Gabi Mut – Vom Leben geschlagert“. Das Schlagermusical von und mit Kathi Damerow hatte am Freitagabend Premiere in der Comödie Dresden.

Vor trist-altmodischer Kulisse mit vergilbter Blümchentapete, Blick auf Plattenbauten und Sandmännchen als Seelentröster nimmt die so zierliche wie quirlig-kraftvolle Darstellerin unter Regie von Maarten Flügge das Publikum mit auf eine Zeitreise in die DDR Anfang der 80er Jahre. Voller skurril-komischer, nahe gehender und nachdenklicher Momente Ost-Klischees auf die Schippe nehmend und gefühlvoll-mitreißender Lieder (Musik: Lukas Nimschek) ist dieser Rückblick in ein anderes Land vor der  deutschen Wiedervereinigung. In ihrem ersten Solostück – das bereits erfolgreich am Hamburger Schmidt Theater uraufgeführt wurde – spielt und singt die gebürtige Hagenowerin Kathi Damerow mit viel Witz und Selbstironie in flottem Perücken- und Klamottenwechsel: den naiven und aufgeweckten Teenager in der Talentshow „Sprungbrett“, der fleißig Altpapier und Flaschen sammelt für die heißbegehrten Knöchelturnschuhe, die nur unter der Hand zu haben sind. Sie macht Karriere als Schlagerstar und soll sich dafür „ein bisschen umhören“ im Volk für den Stasimann Werner (als dunkle Stimme aus dem Off zu hören) und lässt ihre Freundin Hella vom regierungskritischen Neuen Forum im Stich. Gerade als Gabi im „Kessel Buntes“ im Fernsehen mit ihrem Kosmonauten-Song so richtig abheben will, kommt die Nachricht vom Mauerfall und auf einen Schlag ist alles anders.

Das Publikum bangt und fühlt mit bei Gabis Erfolgen und Niederlagen, bewahrt sie vor dem nächsten Griff zur Flasche und steht ihr bei, weil sie nicht alles besser weiß, nicht unfehlbar ist, stark ist in ihrer Offenheit und Ehrlichkeit und sich nicht mehr mit vorgefertigten, einfachen Antworten zufrieden gibt in dieser Ostalgieshow zwischen Erinnerung und Gegenwart, Enttäuschungen und Weitergehen. Verliert nie den Mut, gab sie den Zuschauern mit auf den Weg. Herzlicher Beifall.

Nächste Vorstellungen: 7., 8., 21. und 22. Juli, 20 Uhr

 

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BilderAlbum: Eröffnung der neuen KulturOase Zentralwerk in Dresden

08 Montag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Film, Kultur, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Ein neuer Magnet der Kunst und Kultur für alle

Die noch grauen alten Fabrikgebäude zeigten sich mit den Künstlern und den zahlreichen kleinen und großen Besuchern farb- und ideenreich verwandelt zur Eröffnung des Zentralwerk am Sonnabend auf der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen. „Ein Ort, an dem sich Energien sammeln“, so lautet das Motto. Das Areal bietet nicht nur Wohn- und Arbeitsräume für rund 70 Künstler und Initiativen im Gelände, sondern auch Kunst und Kultur für alle. Mit Hilfe von öffentlichen Mitteln und der gemeinnützigen Stiftung trias entsteht hier bezahlbarer Raum für selbstbestimmtes Leben und Schaffen. Verwirklicht wird das Projekt von der dazu gegründeten Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden eG. Spenden und Kulturpatenschaften werden in die Sanierung des Gemeinschaftshauses investiert.

Mit Ausstellungen im Haupthaus, offenen Ateliers, einem rotierenden Kunst-Karussell aus Baumaterial und sich fortlaufend ändernden Bildern in einem Seitenflügel des Großen Saals, Videos zur Geschichte dieses Ortes, Musik, Tanz und Performances gab es schon mal einen Vorgeschmack auf das Kommende. Eine kleine Spieloase mit Holzschiff im Sand, Trampolin, Mal- und Bastelecken gibt es schon, aus ausrangierten Badewannen und Closetts sprießt Grün in die Höhe und das erste Hochbeet unter Bäumen beginnt zu blühen.

Text + Fotos (lv)

http://www.zentralwerk.de

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Premiere „Honig im Kopf“ in der Comödie Dresden

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Fotos: Anuk Fotografie

Eine humorvoll anrührende Reise durch die
Welt von Alzheimerkranken

Wenn der Kopf nicht mehr weiß, was das Herz will. Davon erzählt das Stück „Honig im Kopf“ nach dem erfolgreichen Kinofilm in der Comödie Dresden.

Das Essen steht im Bücherregal, da in der Spülmaschine kein Platz war. Aus den Lieblingsschuhen der Schwiegertochter will der alte Mann einen Kuchen backen und fackelt fast die Wohnung ab. In der Familie von Amandus Rosenbach ist nichts mehr wie es war seit seiner Alzheimererkrankung. Davon erzählt das Stück “Honig im Kopf“ nach dem gleichnamigen erfolgreichen Kinofilm von Hilly Martinek und Til Schweiger in einer Bühnenbearbeitung von René Heinersdorff. Die Premiere war am Freitagabend in der Comödie Desden.

Auf der fast leeren Bühne sitzt ein Mann allein auf einem Stuhl. Das Scheinwerferlicht wandert zwischen ihm und den einzelnen Familienmitgliedern wie aufscheinende Erinnerungen aus dem Dunkeln. Alzheimer ist wie Honig im Kopf, zähflüssig und klebrig. Das Gehirn kann man sich wie ein Bücherregal vorstellen, aus dem mal hier und mal da ein paar Bücher umkippen bis alles vergessen ist. So erklärt Tildas Vater, was mit ihrem Opa los ist.

Amandus Rosenbach (voll naiv-liebenswertem Charme und würdevoll: Hannes Fischer) vergisst und verwechselt immer mehr Namen, Dinge und Orte. Doch an den Heiratsantrag an seine geliebte Frau Margarethe in Venedig und ihren Apfelkuchen erinnert er sich noch genau. Nach dem Tod seiner Frau nimmt ihn zunächst unbekümmert Sohn Niko (Heiner Junghans) in seiner Familie auf, deren straff getimter Alltag samt pikanter Geheimnisse des Paars der alte verwirrte Herr mächtig durcheinander wirbelt. Bald nervt seine Frau Sarah (Meike Anna Stock) der schusselige Amandus nur noch. Hinter einer Flügeltür stehen seine Sachen, Möbel und Erinnerungsstücke übereinander gestapelt wie das Durcheinander in seinem Kopf. Bilder und Erlebnisse aus der Kindheit steigen wieder auf, unwichtige und wertvolle Dinge und Momente des Lebens sortieren sich neu.

Als der Vater von Tilda (kess und mitfühlend: Farina Violetta Giesmann) in seiner Verzweiflung den Opa in ein Heim geben will, entführt sie Amandus auf eine abenteuerliche Reise nach Venedig und hält sie mit der Kamera fest. Umgeben von kleinen Leuchthäusern, Booten und Säulen kommen sich auf der Suche nach ihnen auch Tildas Eltern wieder liebevoll nahe.

In einer Mischung aus Schauspiel und Videobildern erzählen und spielen die vier Darsteller. Höchst komisch, voller anrührender, aufwühlender, trauriger und schöner Momente, hin und her reißend zwischen Lachen, Weinen, Staunen und Ratlosigkeit kam diese Geschichte über Erinnerungsverlust und unvergessliche Gefühle auf die Bühne unter Regie von Ingmar Otto. Herzlicher Beifall vom Publikum. Mit einer Spendenaktion unterstützen die Schauspieler die Alzheimer-Gesellschaft in Dresden zudem beim Einrichten eines Fonds für Bildungsfreizeiten für betroffene Familien.

Nächste Vorstellungen: am 30. und 31. Mai, um 19.30 Uhr

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Zur Uraufführung „In Gottes eigenem Land“ – Bewegende Reise in die Geschichte deutscher Auswanderer

01 Montag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Bilder- und klangreich und mit großartigem Zusammenwirken von Schauspielern und Laiendarstellern, den Community Players sowie mehreren Chören feierte das Stück zum Reformationsjubiläum 2017 am Sonnabend seine Uraufführung an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Der Bühnenhimmel ist abwechselnd dunkel, rot und tiefblau. Geräusche von Schüssen, Meeresrauschen und leise Melodien eines Chors begleiten die Reisenden: Eine bunte Menschenmenge, deutsche Auswanderer, die vor Krieg und Not fliehen auf einem Schiff nach Amerika, in die „Neue Welt“. Mittendrin der lutherische Theologe, Idealist und Erneuerer Heinrich Melchior Mühlenberg (voll wagemutigem Aufbruchsgeist: Moritz Gabriel).

Im Auftrag der Frankeschen Stiftungen Halle geht er 1742 nach Pennsylvania, um dort deutsche Gemeinden als Seelsorger zu betreuen. Von den Träumen, Hoffnungen und dem harten Überlebenskampf der Neuankömmlinge im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ und Freiheit erzählt das Schauspiel „In Gottes eigenem Land“ von Olaf Hörbe, der außerdem als Friedensrichter Conrad Weiser auf der Bühne steht, nach dem historischen Roman von Eberhard Görner, der seine Uraufführung anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul erlebte.

Die Inszenierung unter Regie von Damian Cruden nimmt das Publikum bilder- und klangreich – mit mal augenzwinkernd-salbungsvollen, mal herzergreifend tröstenden Kirchenliedern bis zu Countrymusik – mit auf eine spannende und bewegende Reise zurück in ein wenig bekanntes Kapitel deutscher Historie, deren Themen und Konflikte wie Leben in der Fremde und Umgang mit eigenen und anderen Werten und Religionen gerade hochaktuell sind. Zu erleben ist ein beeindruckend zusammen agierendes, großartiges Spielerensemble aus Schauspielern und Laiendarstellern, genannt Community Players, die Matrosen, Soldaten, Farmer und Indianer, Frauen und Kinder spielen, stimmreich begleitet von mehreren Chören und dem Vocalensemble Nobiles aus Leipzig. Da wird gestritten, gekämpft, geweint, gelacht, gesungen, getrunken, getanzt und gebetet auf dem geräumigen Holzdeck mit Tischen, Bänken und rauchumhülltem Kreuz auf der Empore. Die Kirchenoberen (Matthias Henkel und René Geisler) erteilen von dort aus Ratschläge und trinken Wein.

Zwei Erzähler (Holger Uwe Thews und Sophie Lüpfert) betrachten mitfühlend die kühne und gefahrenreiche Mission Mühlenbergs. Den Delawaren-Häuptling Fliegender Pfeil spielt Publikumsliebling Gojko Mitic, der würdevoll, weise, schelmisch und nachdenklich den Glaubens-Streit der lutherischen „Streithähne“ verschiedener religiöser Sekten und Anfeindungen gegen die indianischen Ureinwohner zu befrieden sucht. Auf der Hochzeit seines Freundes Mühlenberg überreicht er dessen Frau Anna Maria (als schöne und kluge Ratgeberin und Mutter: Julia Rani) eine indianische Perlenkette. Im Schlussbild klopfen Flüchtlinge in orangenen Rettungswesten ans Holzhaus der deutschen Einwanderer. Begeisterter Beifall für einen ergreifenden Theaterabend. Mit dem Stück gehen die Landesbühnen auch auf Tour in mehreren Bundesländern und wollen es außerdem in diesem Jahr am einstigen Wirkungsort von Mühlenberg in Pennsylvania aufführen.

Nächste Aufführungen: 30.4. und 1.5., 19 Uhr und 5.5., 20 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.


Foto: Kathrin Krüger-Mlaouhia

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„In Gottes eigenem Land“ – ein Stück über Fremdheit und Ankommen an den Landesbühnen Sachsen

27 Donnerstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Das Schauspiel von Olaf Hörbe nach dem gleichnamigen historischen Roman von Eberhard Görner feiert am 29. April, um 19 Uhr Uraufführung an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul. 

Europa und Nord-Amerika im 18. Jahrhundert. Tausende Menschen verlassen Europa. Armut und Hunger, politische und religiöse Verfolgung oder Abenteurertum lassen sie den gefährlichen Schiffsweg nach Amerika wagen. Angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sind sie auf sich gestellt, treffen auf unterschiedliche Kulturen, Lebensweisen, Glaubensgemeinschaften.

Im Auftrag der Franckeschen Stiftungen Halle geht der lutherische Theologe und Prediger Heinrich Melchior Mühlenberg (1711 – 1787) im Jahr 1742 nach Pennsylvania, um die dort ansässigen deutschen Gemeinden zu betreuen. Nach seiner Ankunft in Philadelphia beginnt er mit dem Aufbau einer institutionalisierten lutherischen Kirche.

Doch seine Mission durchzusetzen, ist schwerer als gedacht. Machtkämpfe zwischen unterschiedlichen religiösen Sekten, persönliche Entbehrungen, Kriege, die wechselvolle Beziehung zu dem Delawaren-Häuptling «Fliegender Pfeil» – aber auch die große Liebe zu seiner Frau, die ihm eine starke Partnerin ist, bestimmen sein Leben. Überzeugt von der Vision einer toleranten, friedlichen Gesellschaft beteiligt er sich maßgeblich an der Gründung der neuen amerikanischen Demokratie.

Für die Inszenierung bietet der historische Stoff, basierend auf dem Leben und dem Werk des lutherischen Predigers Mühlenberg, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Künstlern, Historikern, politischen Institutionen und Ausbildungsstätten sowie Kirchenvertretern in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Dieses besondere Theaterprojekt zum Reformationsjubiläum 2017 bringt der britische Regisseur Damian Cruden mit einem großen Ensemble von Schauspielern, Laiendarstellern und Chören aus der Region auf die Bühne. Die Soldaten, Matrosen, Farmer, Indianer, Gemeindemitglieder, Männer, Frauen und Kinder werden von sogenannten „Community Players“ und Studierenden der Theaterakademie Sachsen gespielt. Die Rolle des Delawarenhäuptlings „Fliegender Pfeil“ übernimmt der aus vielen DEFA-Indianerfilmen bekannte Schauspieler Gojko Mitic. Moritz Gabriel vom Ensemble der Landesbühnen spielt die Hauptrolle des Pfarrers Mühlenberg.

Ab 29. April 2017 sind sie dann in Radebeul, Meißen, Großenhain, Torgau, Wittenberg mit dem Ensemble der Landesbühnen und zahlreichen Laienmitspielern aus den Regionen unterwegs.

Gojko Mitic: „Ich freue mich diese Rolle übernehmen zu können und erstmals für das sächsische Publikum auf der Bühne zu spielen. Für den Film „Söhne der Großen Bärin“ habe ich bereits vor 50 Jahren 1966 in der Sächsischen Schweiz gedreht. Ich habe mich gern vom Intendanten Manuel Schöbel für die Rolle des Delawarenhäuptlings  „Fliegender Pfeil“ im Stück „In Gottes eigenem Land“ verpflichten  lassen.“

Damian Cruden, Regisseur

Damian Cruden studierte am Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow, 1982–1986. Danach arbeitete er für das Tron Theatre und die TAG Theatre Company, und wurde Dozent des Scottish Youth Theatre. Damian zog nach England, wo er Co-artistic Director des Liverpool Everyman Youth Theatre wurde, übernahm dann die Aufgaben des Directors für Hull Truck in den frühen 1990er Jahre. Seit 1997 ist Damian Cruden Artistic Director des York Theatre Royal. Einige seiner Regiearbeiten wurden mit Preisen ausgezeichnet, wie z.B. die Inszenierung „Railway Children“, die den Laurence Olivier Award for Best Entertainment 2011 gewann.

Jane Taubert, Projektleiterin

„In Gottes eigenem Land“ – Schauspiel von Olaf Hörbe nach dem gleichnamigen Roman von Eberhard Görner – ist ein spannender Stoff, der aufgrund der historischen Parallele zur gegenwärtigen Flüchtlingsthematik ein ungeahntes Maß an Aktualität gewinnt. Durch die Mitarbeit vieler und durch die Förderung der Ostsächsischen Sparkassenstiftung kann nun das Konzept des Gastregisseurs Damian Cruden – nämlich eine inszenatorische Vision der „Community Ownership“ – in einem multilingualen Probenprozess verwirklicht werden. Dirk Strobel und das Theaterpädagogische Zentrum Sachsens werden uns bei der Einbindung der Laiendarsteller wichtige Partner in diesem Arbeitsprozess sein, denn das internationale Theaterprojekt bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Ensemble der Landesbühnen Sachsen mit Veranstaltungspartnern, Vereinen, Kirchgemeinden und Bildungsinstitutionen sowie zahlreichen Laiendarstellern zu vernetzen.“

Zu den Laienmitspielern:

Das Konzept des Regisseurs Damian Cruden sieht eine Mitwirkung von zahlreichen Laienspielern – „Community Players“ genannt – vor. Diese werden gemeinsam mit dem Ensemble der Landesbühnen Sachsen und einigen Gastkünstlern wichtige Massenszenen der Inszenierung gestalten. Sie haben die letzten 12 Monate in Theaterworkshops und Proben trainiert. Diese Arbeit übernimmt ein Team von Mitarbeitern, das in Kooperation mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Sachsen e.V. organisiert und koordiniert wird – sogenannte „Team Leiter“, die in den Disziplinen „Schauspiel“, „Tanz“, „Chorgesang“ und „Bühnenkampf“ mit den „Community Players“ probieren. Koordinator dieser Arbeit ist Dirk Strobel.

„Wir leben in einer bewegten Zeit. Viele Menschen sind unterwegs – auf langen Wegen durch Länder und über Meere, und auch innerlich, so und so fort von Konflikten und zu Konflikten hin. Wo – in der Welt, der Gemeinschaft und wo in sich selbst – findet man seinen Platz?“ Das ist eine Frage, die das Theaterpädagogische Zentrum Sachsen, immer bewegt und ein wesentlicher Antrieb seiner Arbeit ist. „Unsere Aufgabe war es, Menschen zusammenzubringen, die Lust haben, mit auf diese Reise zu gehen, mit uns in Workshops zu erkunden, wie Fremdheit und Ankommen sich anfühlen. Wie es ist, alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen in einem fremden Land. Die sich erproben möchten in Schauspiel, Tanz, Kampf und Gesang. Und die in dieser großen Theaterproduktion auf der Bühne stehen möchten gemeinsam mit dem Ensemble der Landesbühnen Sachsen zu spielen und den Siedlern, Indianern und Soldaten Gesicht und Stimme zu geben.“  Außerdem sind mehrere Chöre aus der Region an dieser Theateraufführung beteiligt.

Vorstellungen :

Sa 29.04.2017 19:00 Hauptbühne; So 30.04.2017 19:00 Hauptbühne; Mo 01.05.2017 19:00 Hauptbühne; Fr 05.05.2017 20:00  Hauptbühne; Sa 03.06.2017 19:30 Hauptbühne; So 04.06.2017 15:00 Hauptbühne

So 11.06.2017 18:00 Kulturschloss Großenhain.
Fr 16.06.2017 20:30 Neue Burgfestspiele Meissen; Sa 17.06.2017 20:30 Neue Burgfestspiele Meissen
Do 22.06.2017 20:00 Schloss Hartenfels Torgau; Sa 24.06.2017 19:30 Eisleben Kulturwerk
Freitag, 30.06.2017, 20.00 Uhr und Sonnabend,1.7.2017, 20.00 Uhr Franziskaner Kloster Zeitz
07.07.2017 20:00 Storkow/Burg; Sa 08.07.2017 20:00 Storkow/Burg

Text: Petra Grubitzsch, Pressereferentin Landesbühnen Sachsen
Foto: Landesbühnen

Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax: 0351/8954 213

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul,
Tel. 0351/8954-0
http://www.landesbuehnen-sachsen.de

 

 

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„Sommer der Liebe“ – Die neue Spielsaison in der St. Pauli Ruine

23 Sonntag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Tanz, Theater

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Mephisto steht feuerrot mit breitem Grinsen hinter Gretchen und Faust. Der Drachentöter Siegfried mit Punkfrisur umarmt kurz seine Kriemhild und tut kurz darauf wieder das, was ein Mann tun muss, nämlich Held spielen. Die widerspenstige Katharina legt sich mit den Männern an. Und die romantische Idylle im Elfenwald täuscht auch. König Oberon und seine Gattin Titania werfen sich gegenseitig Untreue vor und zwei junge Paare verirren sich im Wald. Dort sorgt Diener Puck mit einer Liebes-Zauberblume für ein lustvoll-komisches Verwirrspiel der Gefühle. Willkommen zum „Sommer der Liebe“ – unter diesem Motto eröffnete die neue Spielsaison in der urigen St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz im Hechtviertel in Dresden am Freitag abend.

Bei ihrem Theaterfest zeigten gestandene und neue Akteure, die in ihrer Freizeit Theater spielen, mit reichlich Herzblut, Spielfreude, Einfallsreichtum und Humor Ausschnitte aus dem Repertoire und den zwei bevorstehenden Premieren „Der Widerspenstigen Zähmung“, eine Komödie von Peter Dehler nach William Shakespeare (5.5., 20 Uhr) und „Ein Sommernachtstraum“, ein Liebesspiel ebenfalls von Shakespeare (16.6., 20 Uhr). Außerdem gab es vielfältige musikalische Kostproben von Gästen der Theaterruine. Darunter die Dresdner Band „enVivo“ um die Sängerin Alexandra Kayser, die von den Philippinen stammt und mit glasklar-fragiler und zugleich kraftvoller Stimme Lieder aus eigener Feder aus ihrem Programm „Nothing left to say“ sang (zu erleben am 23.4., 19.30 Uhr).
Ein Magier auf der Gitarre ist der Leipziger und jetzt in Dresden lebende Musiker Christian Buchmann, der stilistisch stimmungsreiche Klangbilder erzeugt mit Eigenkompositionen wie „Der Joker“, „Wüstenplanet“, „Der Schamane“ oder „Spieluhr“. Mehr davon gibt es bei einer „Guitarmania“ (Gitarrennacht) mit ihm solo und zusammen mit dem mehrfach preisgekrönten Musiker Falk Zenker, der Buchmanns erster Gitarrenlehrer war. Sie präsentieren außerdem ein außergewöhnliches Nachwuchstalent mit dem französischen Musiker Antoine Boyer an der Gipsy-Gitarre (am 26.4., 19 Uhr).

Text + Fotos (lv)

http://www.pauliruine.de

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Freakstadt 1 im Dresdner Barockviertel

19 Mittwoch Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Tanz, Theater

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Vier Tage Theater und Tanz zum Träumen und Staunen mit Cie. Freaks und Fremde & befreundeten Künstlerteams aus aller Welt im Societaetstheater.
Auch wenn die Temperaturen gerade nicht verlockend sind, wir tanzen in den Frühling! In der FREAKSTADT, beim neuen Format der Cie. Freaks und Fremde im Societaetstheater Dresden.

Vom 27. bis 30. April verkünden sie zum ersten Mal den monatlichen Ausnahmezustand im Barockviertel. Vier Tage lang sind aktuelle Produktionen der Compagnie und befreundeter Künstlerteams aus aller Welt zu erleben. Gemeinsam mit den Zuschauern wird mit Theater und Tanz experimentiert und geforscht, kühne Redner erklettern das Podium von Speaker’s Corner und für die Serienfreaks unter den Theaterbesessenen gibt es jeden Monat eine neue Folge der FREAKSTADT-SAGA. Mit dabei u.a. Heiki Ikkola, Sabine Köhler, Jule Oeft, Sønderling, Ahsan Nadeem Sheikh, Daniel Williams, Frieder Zimmermann und Suse Wächter….

Alle Vorstellungen / Veranstaltungen eines Abends gibt es für EIN Ticket / Wer alle vier Abende erleben will, zahlt nur für drei. Schnell Tickets unter 0351 – 803 68 10 sichern.

Text  + Foto: Isolde Matkey/tristan production

 

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Heute abend: Lola Blau – das Erfolgs-Musical von Georg Kreisler im Kulturbahnhof Radebeul

15 Samstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Theater

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Sie liebt das Leben, das Theater und die Musik. Strahlend blau wie der
Himmel ist ihre Stimmung und sie übersieht die dunkel aufziehenden Wolken,
die anfangs als pikiert-stichelnde Stimmen aus dem Off kein gutes Haar an Menschen von anderswo, Zugereisten, lassen. Da sind die Japaner, die giftige Blumen mitbringen, die Jugoslawen mit ihren seltsamen Bräuchen, gebärfreudige Türkinnen, die „Neger“, die sich unheimlich schnell vermehren und Juden, die nicht satt werden und nur Wasser, Buttermilch und Blut trinken. Davon erzählt Georg Kreisler eingangs in einer bösen Satire „Was mich ärgert“ über Ängste und Vorurteile gegenüber Ausländern, die nach Österreich kommen, bevor Lola Blau die Bühne betritt in seinem zeitlos-spannenden Erfolgs-Musical für eine Darstellerin. Hinreißend und ergreifend spielt, singt, tanzt, taumelt und entzückt die Sängerin Iris Stefanie Maier in der Titelrolle ihr Publikum mit Chansons im flotten Wechsel zwischen Lachen und Weinen, Komik und Gänsehaut, gefühlvoll, galant und augenzwinkernd begleitet von Uwe Zimmermann am Klavier in dieser Aufführung (Regie: Ute Raab) der Landesbühnen Sachsen in Radebeul im Kulturbahnhof Radebeul-Ost.

Damit wurde Anfang April zugleich eine neue Spielstätte für das Theater mit rund 60 Plätzen eingeweiht. Passend zum Stück ist alles in Traum-Blau gehalten, Spielpodest, Kostüme, Vorhänge und Zuschauerstühle. Man sitzt gemütlich und bühnennah beieinander, als Tische dienen Teekisten mit gelben Lichterlaternen.

Eine junge Schauspielerin und Sängerin vor ihrem ersten Engagement. Lola Blau kommt mit Koffer auf die Bühne, der bald ihr ständiger Begleiter wird. Sie ist ebenso fröhlich, aufgekratzt wie aufgeregt. Doch es sind auch aufregende, dunkle Zeiten, die sich nicht um ihre Bühnenträume und ihr Lebensglück scheren. Ihr Auftritt wird abgesagt, das Schreiben ist mit „Heil Hitler!“ unterzeichnet und bald darauf muss Lola Blau als Jüdin ihre Heimat Wien verlassen, im März 1938, angefeindet und ohne Aussicht auf eine Stelle.
Von ihrer Lebensreise, der Flucht nach Amerika per Schiff in ein neues Leben mit allen Höhen und Tiefen, Ruhm, Erfolg und der ungestillten Sehnsucht nach Heimat, Ankommen und Geborgenheit erzählt Kreislers Musical, der darin seine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen als Emigrant und Künstler in Amerika beschreibt. Die Inszenierung kommt mit wenigen Requisiten, atmosphärischen Geräuschen und einer großartigen Hauptdarstellerin aus. Iris Stefanie Maier spielt dicht an den Zuschauern, zieht außerdem den Pianist und den Souffleur kess und berührend in ihren Bann, die ihren Aufstieg zum gefeierten Star begleiten, sie anhimmeln, solange sie mitspielt und zusehen, wie sie verzweifelt versucht, aufrichtig und wahrhaftig zu bleiben in der glitzernden Scheinwelt. In schneller Folge wechseln Lieder und Texte voller Leichtigkeit, Tiefsinn und Sprachwitz, lässig, lasziv, charmant und bissig schwarzhumorig, heiter und melancholisch, tieftraurig.

Auf dem Bahnhof in Basel wartet Lola vergebens auf ihren Freund Leo, der bereits in einem Lager inhaftiert ist. Auf dem Schiff nach Amerika singt sie zuerst für die Reichen und Schönen, frivol und witzig-frech über deren Welt und Borniertheit und dann im Zwischendeck für die Armen und Glücksuchenden wie sie. In Amerika tritt sie in Konzerthallen und Clubs auf, steht ganz oben auf der Erfolgsleiter auf dem Klavier im blauen Glitzerkleid und Soldatenkäppi, singt banale, unterhaltsame Schunkelliedchen und dann vorm Mikro im weißen Pelzmantel und schwarzen Oberteil mit mal hoher, kieksiger und mal rauchig tiefer Stimme, ein bisschen wie Marylin und Marlene, von ihrer Sehnsucht nach Liebe und Angenommensein wie man ist. Eine tolle Verwandlungskünstlerin. Die einem Verehrer, seinem satten, kalten Lächeln, die geschenkten Rosen hinterher wirft. Sie weiß, dort wird sie, egal wie gut sie ist, immer eine Fremde bleiben. Sie betäubt ihren Kummer mit Alkohol, lallend singend, buchstäblich blau auf dem Klavier liegend. Dann ein Anruf von Leo, dem verschollenen Liebsten aus Wien. Sie kehrt zurück, findet alles verändert und doch auch gleich, in der Geschichtsversessenheit und Arroganz gegenüber Neuem, der Welt außen vor. Deftig-komisch Lola Blaus Parodie über starres Festhalten an Traditionen und Selbstgenügsamkeit, mit Tortenstück in einer Hand und Pickelhaube auf dem Kopf. Die Freiheit wird zu Grabe getragen, in der Nähe von Don Quijote, dem Phantasten und verzweifelt gegen Windmühlenflügel Kämpfenden. Zuletzt zieht Lola Blau den Fenstervorhang hinter der Bühne auf und geht hinaus in die Nacht. Abschied oder Neubeginn? Das darf jeder für sich entscheiden. Begeisterter Beifall und Bravorufe für einen ebenso anspruchsvollen wie kurzweiligen Theaterabend, der Mut macht sich einzumischen und nicht alles hinzunehmen wie die Welt ist.

Nächste Aufführungen: 15. und 27.4., 19.30 im Kulturbahnhof Radebeul-Ost und am 14.6., 20 Uhr im Haus des Gastes/Rathen.

Foto: Hagen König

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„Wir kommen“ – Uraufführung nach dem Roman von Ronja von Rönne im Kleinen Haus

10 Montag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Fotos: Matthias Horn

Im Meer der Möglichkeiten

Über Träume und die Angst, sie an die Realität zu verlieren, erzählt tragikomisch das Stück „Wir kommen“ nach dem Roman von Ronja von Rönne im Kleinen Haus.

Was oder wen wollen wir heute retten? Nach Afrika reisen, die Not dort fühlen und Selfies mit großäugigen schwarzen Babys machen. Oder sich für Obdachlose engagieren oder nach New York als Straßenkünstler die große Freiheit erleben?
Von der panischen Angst und Suche der heutigen Generation nach Glück, Erfolg und Lebenssinn in einem Meer von Möglichkeiten erzählt das Stück “Wir kommen“ nach dem Roman von Ronja von Rönne. Die Berliner Autorin wurde für ihr Debüt als neue – junge, freche – Stimme deutschsprachiger Gegenwartsliteratur gefeiert.
Die Uraufführung in der Bühnenbearbeitung von Tea Kolbe und Julia Fahle war am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Die runde Bühne ist umgeben von Gitterstäben, die sich umdrehen lassen zu Spiegeln. Dort sitzt eine junge Frau, Nora (souverän im Gefühlszwiespalt zwischen Träumen und Realität: Antje Trautmann) allein mit ihren vielen Spiegelbildern im Hintergrund und weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie macht Yoga gegen die Lethargie und schreibt dem Rat ihres Therapeuten folgend Tagebuch gegen ihre Panikattacken. Sie kritzelt mit Kreide auf den Boden: „Ich sitze in meiner Wohnung. Wenn ich rausgucke, ist da Stadt. Der Himmel schmutzig von Vogelschwärmen. Gerade ist eine Uhrzeit…“ Erinnerungsbilder steigen auf an die Zeit und großen Pläne mit ihrer Schulfreundin Maja (Lucie Emons), wild und zart wie ein Schmetterling, als das Leben wie ein großes Abenteuer war und sie furchtlos mit Taschenlampen durch die Nacht zogen. Nora glaubt nicht, dass sie tot ist.

Als neue Begleiterin taucht die Panik auf (stark als eindringliche Ratgeberin: Hannelore Koch). Sie lässt Nora keine Ruhe, klopft an, tritt immer näher an sie heran, kommentiert trocken lakonisch ihr Leben, hört ihr zu, widerspricht, lacht, ist besorgt, auch traurig und geschafft. Nora zieht ihren blauen Pullover über den Kopf und Maja schlägt mit den Füßen gegen die Spiegel und mit dem Kopf gegen die Wand. Die Panik leidet mit und feiert mit Nora und ihren Freunden Partys, die sie heilen sollen von ihrer Apathie und Gleichgültigkeit, in einem Knäuel aus Körpern und Händen. Nach dem Motto: “Solange wir Zuschauer haben, läuft die Show!“
Nora lebt zu viert mit Karl, Leonie und Jonas in einer polyamourösen
Beziehung, ein „engmaschiges soziales Netz mit gewissen Vorzügen.“

Doch welche Rolle sie darin spielt, ist nicht so klar, entgegnet ihr die Panik. Auch die gemeinsame Fahrt ans Meer ändert nichts am Gefühl der Einsamkeit. Nora wünscht sich, „zu ertrinken und aus dem Meer gerettet zu werden, in eine warme Decke gehüllt und eine Tasse Tee von Jonas.“ Dann wäre es egal, ob sie einen kreativen Job habe oder ein Kind wolle. Das Konzept der Gemeinschaft  geht nicht auf, da es nie eins gab. Alleinsein ist keins. „Wir sind vier Egoisten, die sich aneinander klammern  und eigentlich hassen…“, stellt sie ernüchtert fest.

Die Geschichte wird unter Regie von Tea Kolbe von drei Schauspielerinnen erzählt und gespielt im Wechsel von traurigen und komischen, langsamen und schnellen Szenen auf, vor und hinter der Drehbühne, ringsherum rennend und sie anschiebend, atemlos und gehetzt mit der Zeit. „Wir sind die wohlbehütetste und depressivste Generation von allen. Wir verarbeiten den Krieg unserer Großeltern und den eisernen Vorhang“, fasst Ronja von Rönne die Situation zusammen. Eine Generation, die sich einerseits engagieren und die Welt retten will und sich andererseits selbst nicht zu helfen weiß, schon an Alltagsdingen scheitert. Immer in Angst, die falschen Entscheidungen, die falschen Leute zu treffen, die neuesten Trends und das Lebensglück zu verpassen. Manches in dieser Geschichte, was damals wirklich passierte, bleibt rätselhaft-vage in der Inszenierung. Maja verabschiedet sich mit einem Lachen und Zorn über die anderen, die sich ans Leben klammern. Und am Ende ist es Nora, die sich dem Leben stellt samt allen Ängsten, Unsicherheiten und Träumen. Herzlicher Beifall für einen berührenden Abend voller Frauenpower und Mut, nicht immer den nächsten Schritt zu wissen.

Die nächsten Vorstellungen: 15., 16. und 21.4., 20 Uhr im Kleinen Haus

 

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Homohalal: Bitterböse Parodie zur Flüchtlingspolitik im Kleinen Haus

04 Dienstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Fotos: David Baltzer

Von Schein und Sein der Integration von Flüchtlingen erzählt die schwarzhumorige Komödie des Syrers Ibrahim Amir – nicht umsonst in Dresden uraufgeführt.

Sie sprechen gut deutsch, sind gut gekleidet und tragen alle blondes Haar. Doch unter der Fassade brodelt es heftig in der Komödie
“Homohalal“ des Syrers Ibrahim Amir.

Der faule Zauber von vermeintlicher Integration einstmals Geflüchteter fliegt schnell auf in dieser bitterbösen, schwarzhumorigen Inszenierung von Laura Linnenbaum, die im Kleinen Haus des Staatsschauspiels in Dresden ihre Uraufführung erlebte. Der in Wien lebende Autor Ibrahim Amir arbeitete zwei Jahre lang in Workshops mit Flüchtlingen und Aktivisten zusammen, aus dieser Arbeit entstand das Stück „Homohalal“. Da gibt es keine Tabus, wird kein Klischee ausgelassen über Flüchtlinge und Deutsche, Willkommenskultur, echte und unterlassene Hilfe. Da wird kräftig parodiert und Klartext geredet über Wünsche, Werte und raue Wirklichkeit. Das Stück suggeriert eine andere Realität, als sei alles bestens. Es spielt im Jahr 2037.

Videobilder mit glücklichen Hochzeitspaaren flimmern eingangs über den Bühnenvorhang. Dann tritt ein junger Syrer auf, Rouni Mustafa, der jetzt in Dresden lebt und seine Geschichte erzählt. Immer wieder, routiniert, amüsiert und wütend. Er ist es leid, immer wieder über das zu sprechen, was er vergessen will. Doch keiner fragt, was für ein Mensch er ist. „Ich spiele euch was ihr wollt. Was soll ich euch spielen?“, fragt Rouni ins Publikum.

Er taucht in verschiedenen Rollen auf: als Hamlet, Unruhegeist und Jamals Freund Michi, der der blinden Gewalt des Vaters gegen Schwule zum Opfer fällt. Es ist nur ein Konflikt in einer Kette offener Fragen und alter Wunden, die jäh hervorbrechen beim Wiedersehen einer Gruppe von Freunden und Geflüchteten von einst. Sie treffen sich wieder auf der Trauerfeier für den einstigen Weggefährten Abdul, der vor 20 Jahren in die Stadt kam und angeblich Selbstmord beging.

Da erinnert man sich an alte Zeiten, Kämpfe und Liebesromanzen, streitet erbittert, betet gen Mekka und explodiert die Urne von Abdul auf der Bühne. Da wird geraucht, getrunken und kommen reihum unbequeme Wahrheiten ans Licht. Da beklagt seine Exfrau Albertina (Anna-Katharina Muck) die kulturellen Differenzen ihrer Ehe, trifft die lebenslustige und spirituell bewanderte Barbara (Elzemarieke de Vos) auf ihren Exliebhaber, den sittenstrengen Said aus dem Irak (Matthias Luckey),  der seinen schwulen Sohn Jamal (Thomas Kitsche) beinah umbringt, während der andere, Jussef (Valentin Kleinschmidt) islamistische Parolen ruft. Ausgerechnet Saids schicke, gebildete  Frau Ghazala (Annedore Bauer) greift am Ende zur Waffe in übertriebenem Sicherheitswahn, bis sie zugemauert ist. Herzlicher Beifall und viel Stoff zum Nachdenken über echte Integration.

Nächste Termine: 4. und 13.4., 19.30 Uhr; 1. und 9.5., 19.30 Uhr

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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