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Traum und Albtraum liegen nah beieinander im reichhaltigen Bilderkosmos voller eigenartiger, skurriler, fantastisch-versponnener bis finsterer Gestalten und Szenarien in der Ausstellung „Joachim  John – Die neue Zeichnung“  in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17 im Dresdner Barockviertel. Dort zeigt der Sohn seit Donnerstag etwas mehr als einhundert Arbeiten auf Papier – mit Feder und Pinsel in Tusche, Aquarelle, Mischtechniken und Collagen – seines 84jährigen Vaters, die in den letzten drei Jahren entstanden. Sie erzählen von seinem unermüdlichen Schaffens- und Entdeckungsdrang und Neugier auf das Leben.

Mal surrealistisch und konkret, luftig weit und atmosphärisch dicht, klar oder form- und linienreich verwoben, ohne Oben und Unten, in verschiedenen Perspektiven gezeichnet. Metapherreich, vieldeutig schwebend und rätselhaft sind diese Bilder, geht der Betrachter mit dem ruhelosen Zeichner Joachim John auf Entdeckungsreise. Begegnen einem sonderbare Auf- und Untergänge am Meer, leer dahintreibende Boote, übervolle Netze, raub- und menschenähnliche Fische wie im Fadenkreuz schlingernd richtungslos, Muscheln und Segel am sonnenflirrenden Strand. Da braucht es Zeit, Muße und Einlassen und man wird beschenkt mit einem ungewöhnlichen Seh- und Erkennvergnügen.
Die Ausstellung ist noch bis 27. November zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mi bis So von 14 – 19 Uhr

http://www.galerie-holgerjohn.com

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