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meinwortgarten.com

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Liebe kennt kein Lebensalter

09 Mittwoch Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Zwischenmenschliches

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Ein älteres Paar erzählt von sinnlichen und lustigen Momenten beim Aktfoto-Shooting für die Ausstellung „Keine Frage des Alters“ in der Galerie im Kunstkeller in Dresden.

Zwei Körper in inniger Umarmung. Er hält zärtlich seinen Kopf und die Hand an ihren Bauch als lausche er einer Melodie, die nur sie beide kennen. Ein Aktbild hängt auch in ihrem Schlafzimmer. Sein Schwager fand es schön fotografiert, doch die Leute seien zu alt!

„Wir sind nun mal nicht jünger, habe ich gesagt und er staunte und konnte es gar nicht glauben, dass wir es sind“, erzählt Willi schmunzelnd. Er ist 70 Jahre alt, studierter Elektrotechniker und arbeitete früher als Techniker bei AMD. Seine Frau Ute ist 60. Sie war leidenschaftliche Kartographin bis ihre Tätigkeit durch Computertechnik ersetzt wurde. Seit 2008 ist sie als Seniorenbegleiterin selbstständig. Zu sehen sind die schwarz-weißen Aktfotografien des Paares derzeit in der Ausstellung: „Keine Frage des Alters“ in der Galerie im Kunstkeller in Dresden. Wer glaubt, dass Älterwerden automatisch freudloser werden muss, der wird in dieser Schau eines Besseren belehrt. Zu sehen sind Menschen zwischen 50 und 80 Jahren bei ihren Lieblingsbeschäftigungen. Angefangen bei lustvollem Kochen, Sonnenbaden im Garten, Motorrad fahren einer älteren Dame im Grünen oder einem Ausflug mit dem Pferd bis hin zu inniger Zweisamkeit. 19 Frauen und fünf Männer stellten sich mutig und vergnügt ganz unverhüllt dem Kameraauge von Fotokünstler und Galerist Volkmar Fritzsche. Die rund 80 Bilder zeigen sinnenfroh und augenzwinkernd, mit wie viel Lust, Spaß und Schwung Menschen auch in höherem Alter noch vielfältig aktiv sind.

Ihr erstes Foto-Shooting hatten Willi und Ute im Mai 2007 für die Ausstellung „Jenseits der Lebensmitte“ im Fotostudio des Kunstkellers. „Dafür wurden aufgeschlossene Menschen, Singles und Paare, gesucht. Wir sagten uns, wir sind locker und probieren es mal“, so Willi. Obwohl er sich nicht schön findet, sagt er. Aber sie vertrauten dem Fotografen. Etwas komisch war es dennoch, sagt Willi, als sie sich im Fotostudio auszogen. Auch mit dem Wissen, dass die Bilder dann öffentlich zu sehen sind. „Doch während des Fotografierens und durch die angenehme Atmosphäre vergisst man, dass man nackt ist“, sagt Ute. Sie sind eins der ersten Paare, die Volkmar Fritzsche für seine Ausstellungen fotografierte. Die Reaktionen auf die Aktfotografien seien zumeist positiv. Sie wurde auf die Aufnahmen, die auch schon in Zeitungen erschienen, von Bekannten im Gymnastikkurs angesprochen. „Ich sehe es gelassen und freue mich darüber“, sagt Ute. Und Freunde, denen sie von ihren Aktfoto-Shootings erzählten, finden es mutig. Auch die bereits erwachsenen Kinder von Willi und Ute finden das gut. Beide haben zwei Söhne und jeweils vier Enkel. Außerdem sind sie mit FKK an der Ostsee, also natürlicher Nacktheit, groß geworden, erzählt der gebürtige Stralsunder. Vier Aktfoto-Shootings haben Willi und Ute inzwischen zusammen mit Fritzsche gemacht. Ihr lustigstes Erlebnis hatten sie bei einer multiplen Fotoserie, wo sie übermütig Lebensfreude zeigend auf einem Feld umher sprangen und in Brennnesseln landeten. „Erst hinterher habe ich gemerkt, wie die Füße brannten“, erzählt Ute. Die Aktfotografie sei ein schönes Hobby und zugleich eine von vielen gemeinsamen  Unternehmungen. „Ein Anreiz war die Neugier, es hat Spaß gemacht und ein bisschen prickelnd war es auch“, sagt Willi. „Nach dem ersten Mal waren wir noch essen und sind beschwingt nachhause gefahren.“ Es gebe auch der Beziehung einen Kick und für einen Moment ist der Alltag ausgeschaltet, sagt Ute. Da man sich auf eine andere Weise näher kommt, mit anderen Augen sieht und wieder eine andere Seite aneinander entdeckt beim Fotografieren. Und es fördere auch die Lust. „Es wäre aber übertrieben zu sagen, durch das Fotoshooting ist man danach wie frisch verliebt. Es ist eher umgekehrt. Die Liebe wird bestätigt, man erfährt sie neu und erlebt etwas Neues miteinander“, sagt Willi. Sie kennen sich seit 25 Jahren und sind seit 17 Jahren verheiratet. „Man kennt sich sehr gut, weiß wie der andere tickt und reagiert. Man hat nicht mehr die Schmetterlinge im Bauch. Es ist anders innig“, sagt Ute. „Man kommt mit einem Lächeln nachhause und freut sich, die Freude des anderen zu sehen, wenn man wieder da ist“, sagt Willi. „Es reibt auch mal. Viele gerade junge Leute bewältigen keine Probleme mehr miteinander, sondern gehen auseinander. Wir haben dann dafür auch den Erfolg miteinander.“ Warum die Liebe im Alter immer noch tabuisiert wird in der Öffentlichkeit?

„Viele sehen eben gern wohlgeformte und makellose Körper, obwohl es in der Realität gar nicht so ist“, sagt Willi. Zusammen älter werden, heißt auch die Lebensspuren am Körper, die nicht mehr knackige Haut und dass man schwächer wird, zu akzeptieren. „Wir haben ein Buch mit Bildern von verschiedenen Shootings, woran wir uns erfreuen, auch als  schöne Erinnerung“, sagt Ute. Eine von ihr betreute, 94jährige Dame sagte ihr einmal: „Genießen Sie die Zeit zwischen Siebzig und Achtzig. Danach geht es abwärts!“, erzählt Ute schmunzelnd. Die Liebe kennt kein Lebensalter. Und auch Schönheit hört nicht auf mit dem Alter. Wenn man sich den Blick dafür und die Wahrnehmung mit allen Sinnen bewahrt.

Die Ausstellung „Keine Frage des Alters“ ist noch bis 24. März im Kunstkeller zu sehen. Die nächste Ausstellung mit dem Titel „Nackte Haut in Kleidern aus Licht“ zeigt fotografische Lichtmalerei von Volkmar Fritzsche in farb- und fantasiereichen Körperbildern von 25 Modellen zwischen 18 und 80 Jahren. Die Eröffnung ist am 5. April  um 20 Uhr mit einer Light-Painting-Tanzperformance mit Carolina K. im Kunstkeller.

Geöffnet hat die Galerie im Kunstkeller, Radeberger Str. 15 in Dresden di von 15 – 21.30 Uhr, mi + do von 16.30 – 18.30 Uhr

 

 

 

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Verbrennungen

09 Mittwoch Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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8.März 2016

Spannende Reise zu den Wurzeln
von Liebe und Gewalt

Kann man einen Menschen lieben, den man gar nicht kennt? Als ihre Mutter nach langer Zeit des Schweigens stirbt, erfüllen ihre erwachsenen Kinder, die Zwillinge Jeanne und Simon, widerwillig ihren letzten Willen und gehen auf Spurensuche  nach ihrem tot geglaubten Vater und Bruder, um ihnen einen Brief von ihr zu überbringen. Von ihrer Reise in ein ihnen völlig fremdes Land und vom Geheimnis ihrer Mutter, die ihnen immer näher rückt, während sie nach und nach die schmerzliche Wahrheit ihres Lebens erfahren, erzählt das Stück „Verbrennungen“ des im Libanon geborenen, frankokanadischen Autors Wajdi Mouawad. Die Premiere war letzten Freitag abend auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

In dieser ebenso fesselnden wie ergreifenden Inszenierung in poetisch-bilderreicher Sprache (Regie: Esther Undisz) begleiten die Zuschauer die Schauspieler in ein bürgerkriegserschüttertes Land mit gewaltvollen Traditionen, Rache und dem Versuch sich daraus zu befreien. Im Wechsel von Zuhören, Zeitung lesen, Kommen und Gehen erinnern, erzählen und spielen drei Männer und drei Frauen ihre Sicht auf die Ereignisse. Videobilder weißer zerstörter Häuser, ein brennender vollbesetzter Bus und das blassblaue Bühnenpodest mit weißen Vorhängen, die umhüllen, verbergen, schützen oder ummauern, werden dabei zur Spiel- und Reibungsfläche für Liebende und Verstoßene, Fliehende und Verfolger, Opfer und Täter. Die Schauspielerinnen Cordula Hanns, Julia Vincze und Sophie Lüpfert verkörpern abwechselnd stumm, wütend, zärtlich und kraftvoll die Mutter- und Tochterrollen und der Großmutter, die von einer zur nächsten Generation weitergegebene Fessel des Gehorsams und persönlicher Unfreiheit.

Das Mädchen Nawal möchte ihr aus Liebe, aber unehelich entstandenes Kind behalten, doch es wird ihr nach der Geburt entrissen, sie sucht es überall, wird erschrecken was aus ihm geworden ist. Nur die rote Clownsnase in der Hand des Popsongs singenden Heckenschützen erinnert noch an die Unbeschwertheit, die sie und den Vater ihres Kindes einst verband. Nawal wird aber auch als Erste im Dorf den Namen ihrer Großmutter auf deren Grabstein schreiben wie versprochen. „Ein Wort und alles wird hell und der Stein durchsichtig“, sagt ihre Freundin Sawda fasziniert. Die beiden jungen Frauen lernen die Kraft von Sprache und Bildung kennen, die nur Unterdrücker fürchten und sie lernen sich zu wehren. Sie werden gefoltert und singen noch im Gefängnis weiter ihre Lieder der Sehnsucht und Hoffnung. Am Ende ihrer Reise stehen die Zwillinge an diesem einstigen Ort des Leidens ihrer Mutter und erfahren wer sie sind. Während Jeanne alles wissen will, weigert sich ihr Bruder Simon (Michael Bernd-Cananá) vehement. Sie befragt Freunde und Zeitzeugen ihrer Mutter, die mal sanft (in mehreren Rollen freundlich-weise: Michael Heuser) oder brutal dem Wahnsinn nahe agieren (zu überdreht: Holger Uwe Thews). Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll, denn bei allem Ernst der Geschichte gibt es auch heitere Momente. Das eindrucksvolle Spiel begleiten einfühlsam zwei arabische Musiker an der Gitarre, die im Dunkeln leuchten. Herzlicher Beifall vom Publikum.

Nächste Vorstellungen: 10.3. und 2.4., 20 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Carte Blanche

01 Dienstag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Travestie-Show mit Elke Winter

Text folgt…

 

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Auf der Gartenbank mit…

01 Dienstag Mär 2016

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Kuhb

Jens Kuhbandner, NOTschriften-Verlag Radebeul – im Gespräch vorab zur Leipziger Buchmesse (vom 17. – 20. März 2016)

„Die kleinen Verlage sind das Salz in der Suppe“

Seit nunmehr 20 Jahren ist der NOTschriften-Verlag dem Regionalen, dem Besonderen und noch nicht Erzählten auf der Spur. Ein Blick zurück in die Anfänge und zu Neuerscheinungen im Jubiläumsjahr des Ein-Mann-Verlags.
Warum der Name NOTschriften?

Wir haben den Verlag damals gegründet für diejenigen, die Not haben ihre Texte zu veröffentlichen. Das sehen wir mittlerweile nicht mehr so dramatisch. Vielmehr fühlen wir uns jenen Themen und Manuskripten verantwortlich, an die sich „Große  Verlage“ nicht heranwagen.

Wie hat es begonnen?

1992 mit der Eröffnung des Jugend-Kultur-Treffs „Noteingang“ und dem gleichnamigen Verein. Ich gehörte mit Falk Wenzel und einigen anderen zu den Gründungsmitgliedern. Es entstanden ein Café und Kneipe mit kulturellen Angeboten wie Konzerte, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen in einem alten Gebäude auf dem damals noch unsanierten Dorfanger von Altkötzschenbroda, dem historischen Zentrum von  Radebeul. Die Lesungen standen unter dem Motto  „NOTschriften präsentiert“… Als erstes erschien 1995 ein Gedichtband, titel… von mir mit Graffiti-Zeichnungen von Edgar Kupfer als handkopierte Broschüre, die mit „NOTschriften“ untertitelt war. 1996 kamen dann die ersten gedruckten Bücher in Wellpappe gebunden heraus: Edward  Güldner „Lyrik“ und Jens Kuhbandner „Traum“ mit je 30 Exemplaren. Ein Jahr darauf erschienen Edward Güldner „Lyrik II“ und Wolfgang Zimmermann „Die Akten Jazz & Show“. Die Erstauflagen von 1996 mussten neu aufgelegt werden. Die bisher erschienenen Bücher bekamen eine ISBN-Nummer, womit der Verlag NOTschriften offiziell gelistet wurde. Die Bekanntschaft mit DEKAdance-Chef Bert Stephan – durch verschiedene Auftritte im „Noteingang“ mit seinen Nebenbands „Aufruhr in der Savanne“ , „Die Rockys“, „Olaf Schubert“ – führte 1998 zur Veröffentlichung seines Buches „Der Tisch der Frauen“ in einer Auflage von 2 000 Exemplaren.

Ein beachtlicher Sprung…

Der Verlag wurde schlagartig regional und überregional bekannt. Fortan führte ich die Geschäfte, das Layout und den Vertrieb. Falk Wenzel stand als Freund beratend, inspirierend und helfend zur Seite. Weitere Veröffentlichungen folgten wie 1999 der Anekdoten-Band „…einfach absurd!“ von Wolfgang Dehler, der überregional ein Erfolg wurde. Im Herbst 2001 erschien der erste Bildband über Radebeul in einer Auflage von 5 000 Exemplaren.

Seit wann ist der NOTschriften-Verlag bei der Leipziger Buchmesse dabei?

Der erste Auftritt war 2001 mit Lesungen von Bert Stephan und Wolfgang Dehler. Im Herbst 2003 wurde der Status Verleger für mich vom Hobby zum Beruf. Von 2001 bis `03 war ich an einem Gemeinschaftsstand der kleinen Verlage Mitteldeutschlands präsent. Seit März 2004 bin ich jedes Jahr mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse.

Was bringt die Teilnahme?

In Leipzig trifft sich ein dankbares Publikum, das sehr aufgeschlossen gegenüber den „Kleinen“ ist und das Besondere unter dem Mainstream zu entdecken sucht. Eine Besucherin sagte mir mal: „Die kleinen Verlage sind das Salz in der Suppe.“ Da behaupte ich mich ganz gut. Es gibt auch noch unabhängige BuchhändlerInnen, die gezielt besondere Bücher suchen, die in ihr Profil passen. Die Möglichkeit, Neuerscheinungen mit einer Lesung zu präsentieren, ist natürlich auch eine gute Gelegenheit. Man löst sich aus seinem Kleinstand und betritt ein größeres Podium, steht im Programm etc. Bei der Vielzahl an Lesungen ist das freilich auch nicht überzubewerten, aber genügend Publikum ist immer da.

Wie sieht der Verleger e-books?

Mein Herz schlägt für Bücher, meine Arbeit ist eine Herzensangelegenheit. Ich müsste e-books machen, wie ich die Steuererklärung mache, also hinauszögern bis zur letzten Frist. Ich glaube das e-book wird das herkömmliche, gedruckte Buch nicht ablösen. Es wird ein Nebenher geben, viele sogenannte Bestseller sollen ruhig auf e-book erscheinen, dann sind sie schneller wieder gelöscht, das spart wertvolle Energie und Rohstoffe. Viele meiner Publikationen eignen sich sowieso nicht für den Bildschirm, da es oft Text-Bildbände, Bücher mit besonderem Papier und entsprechender Haptik sind.

Worum geht es in diesen Büchern?

Es erscheinen rund 15 Bücher im Jahr, begonnen bei regionalen Themen rund um Radebeul, Dresden, Sächsische Schweiz bis zum Erzgebirge über außergewöhnliche Reiseberichte (also nicht nach der Masche: schneller, höher, weiter) bis zu Prosa und Lyrik von regionalen AutorInnen.

Was waren die erfolgreichsten Bücher bisher?

Einen großen überregionalen Erfolg gab es 2010 mit den Büchern von Jan Oelker und Jörg Kuhbandner:  „Transit – Illegal durch die Weiten der Sowjetunion“ und Tommy Lehmann:“Allein auf der Elbe – Tausend Kilometer im Faltboot“. Zahlreiche Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen in ganz Deutschland berichteten darüber. Ein besonderes Zeitdokument und gefragt bei Kennern ist die 2013 begonnene Wiederveröffentlichung der Tagebücher von Hanns Cibulka mit den „Thürunger Tagebüchern“ und 2015 die Wiederöffentlichung seiner „Ostseetagebücher“, in denen er sprachlich großartig und tiefgründig über bis heute brisante soziale, Umwelt- und gesellschaftliche Themen schreibt.

Welche Neuerscheinungen locken zur Leipziger Buchmesse?

In diesem Jahr bin ich zum 13. Mal mit einem eigenen Stand dabei (in Halle 3, Stand E212), mit mehreren neuen Büchern und Lesungen. Darunter Thomas Nitschke: „Alles vollkommen anders – eine Reise durch den indischen Subkontinent“ (19.3., 12.30 Uhr, Leseforum E211 und 20.3., 15 Uhr, Rittergutskirche Kleinliebenau in Leipzig-Schkeuditz) und Ullrich Wannhoff: „Der stille Fluss Kamtschatka – Kajak-Tour durch die Wildnis des Ostens“ (20.3., 12 Uhr, Leseforum E211). Weitere Neuerscheinungen sind zwei Bücher über Dresden: „Dresdner Skizzen“ von Thilo Hänsel und „Lebensart“ – ein Text-Bildband über die Dresdner Neustadt. Außerdem ein neuer Roman, „Der Geflügelte“ von Gerd Künzel, ein Buch mit Geschichten in erzgebirgischer Mundart: „Dreiviertel hunnert klaane Geschichten ausn Arzgebirg“ von Siegfried Schlegel und ein Buch mit deftigen Bergsteiger- und Abenteurergeschichten von Helmut Paul: „Berg(l)erleben – grenzenlos“ sowie das dritte Buch des Fahrlehrers Gert Hoffmann: „Fahrlehrer sind auch keine Engel“.

Wie wird das Verlagsjubiläum gefeiert?

Es wird eine Party „20 Jahre NOTschriften“ geben am 18. Juni, ab 17 Uhr im Schmiedehof der Stadtgalerie Radebeul mit einer Ausstellung aller Buchcovern aus der Verlagsgeschichte, Musik, Speis und Trank. Außerdem erscheint eine Anthologie, in der Texte aus NOTschriften-Büchern versammelt sind, die von Lesern vorgeschlagen werden. Seit Anfang des Jahres kann man beim Verlag (formlos per e-mail, Telefon, Fax) Texte einreichen, die in die Anthologie aufgenommen werden sollen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt: NOTschriften-Verlag Altkötzschenbroda 40, 01445 Radebeul
Tel./Fax: 0351 – 838 69 89
e-mail: info@notschriften.de
Internet: http://www.notschriften.com

 

 

 

 

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„Unterwerfung“ im Kleinen Haus

01 Dienstag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Rettung des Abendlandes vor sich selbst durch den Islam

In weißen Buchstaben stehen die zwei wichtigsten Werte der  westlichen Welt: Liberté und Egalité in Schieflage als sinnleere Begriffe auf der Bühne. Ein drittes, Fraternité steht buchstabenweise auf dem Boden, wird hin und her geschoben und als Liege u.a. benutzt. Dort sitzt allein und gerade verlassen von seiner jungen Geliebten Miriam der Literaturwissenschaftler und Décadence-Forscher Francois und schaut fern. Wenn er nicht gerade mehr oder weniger gelangweilt und lustlos eine Vorlesung an der Pariser Universität hält.

Allein die Studentinnen halten den Mittvierziger noch auf Trab, hinter denen aber auch sein jüngerer, attraktiver Kollege Steve her ist. Sie reden vor allem über Literatur, Sex und Religion sachlich bis abfällig und routiniert. Erst die Nachricht vom Wahlsieg des islamischen Präsidentschaftskandidaten Mohamed Ben Abbes, worauf es zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen kommt, schreckt Francois auf und sein ganzes bisheriges Leben steht plötzlich in Frage.

Spannend und hochaktuell ist die nach Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ (2015 erschienen) – eine politische Fiktion über ein islamisches Frankreich im Jahr 2022 – entstandene Inszenierung in der Regie von Malte C. Lachmann im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Das Erscheinen fiel auf denselben Tag wie der terroristische Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris. Es entbrannte eine bis heute andauernde Kontroverse zu dem beschriebenen Inszenario.

Das Stück, für die Bühne eingerichtet von Janine Ortiz, hält sich nah an die Buchvorlage. Es erzählt eine Farce über einen Literaturwissenschaftler, stellvertretend für den modernen Menschen, der an nichts mehr wirklich glaubt. Der Widerspruch von materiellem Wohlstand und geistiger Armut, zunehmend verloren gehenden ideellen Werten und innerer Leere spitzt sich im Stückverlauf grotesk zu – bis zur friedlich-harmonischen Machtübernahme einer islamischen Regierung. Diese investiert  vor allem in – freilich islamisch geprägte – Bildung und Erziehung und Kinderzuwachs für die Zukunft, zahlt Haushaltsgeld für Familien etc. und hat großen Erfolg damit.

Die Inszenierung ist nicht vordergründig ironisch, sondern die Ideale und Wirklichkeit der westlichen Welt entlarven sich selbst anhand einer elitär abgehobenen, dekadenten und von der Welt und sich selbst angewiderten geistigen Elite, die ihr Wissen nur noch abspulen, unverständlich, selbstgefällig und nichts (mehr) zu sagen haben. Der Ton ist sachlich nüchtern anfangs, erschreckend real anhand von eingespielten TV-Nachrichten und Smartphone-Videobildern auf einer Leinwand wird die Situation in Frankreich geschildert, wo der rechtsextreme Front Nationale um Marie Le Pent und die Islamische Bruderschaft sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Präsidentschaftswahl liefern. Dazwischen gibt es nichts mehr an politischen Strömungen. Man sieht die Massenproteste der politisch Unzufriedenen mit Spruchbändern „Wir sind das Volk! Das ist unsere Heimat…“ und wie die Polizei mit Knüppeln und Tränengas dagegen vorgeht. Der Literaturwissenschaftler verfolgt die Nachrichten fassungslos, seine Geliebte flieht mit ihren jüdischen besorgten Eltern nach Israel und bleibt dort, lernt jemand anders kennen. Er sehnt sich nach häuslicher Geborgenheit und Umsorgtsein einer Frau und liest wehmütig alte Liebesschmöker zu sentimentalen Popsongs. Das ist komisch und traurig zugleich. Neben der Angst vor dem Fremden bzw. Überfremdung wird der moderne Mensch sich selbst immer mehr fremd, allein oder zu zweit   nebeneinander her leben als miteinander.

Das ist alles ist mit trocken lakonischem Humor bis schwarzhumorig sarkastisch erzählt und gespielt von vier Schauspielern. Christian Erdmann spielt den selbstmitleidigen und pragmatisch-machohaften Literaturwissenschaftler, der an sich selbst (ver)zweifelt. Lea Ruckpaul energiegeladen mehrere Frauenrollen, neben Miriam auch die von den islamischen Machthabern entlassene Unipräsidentin, Lorenz Nufer wandlungsfreudig neben dem jung aufstrebenden Dozenten einen alten kauzigen Literaturwissenschaftler und einen Mönch und Ben Daniel Jöhnk den zum Islam bekehrten dienstbeflissenen neuen Unipräsidenten Rediger. Der neue islamische Präsident Ben Abbes habe erkannt, dass die Wahl nicht auf dem Feld der Wirtschaft, sondern der Werte entschieden wird, sagt Rediger, Francois` intellektueller Gegenspieler und Präsident der neuen muslimischen Universität. Seine Frau entwickelt einen ungeahnten Elan in der Küche, schwenkt Töpfe und Pfannen und erklärt die einzelnen Gänge, eingelegte Lammkeule mit Bratkartoffeln wie eine wissenschaftliche Höchstleistung. Über dem Uni-Eingang hängt nun eine Goldene Sichel mit Stern und die Sekretärinnen sind verschleiert wie die islamischen Studentinnen. Sonst hat sich nichts verändert. Sein junger Kollege, ein mittelmäßiger Hochschullehrer bekommt ein stattliches Gehalt von 10 000 Euro im  Monat, ist inzwischen mit einer Studentin verheiratet und will sich nächsten Monat eine zweite Ehefrau nehmen. Francois ist fassungslos als erfährt, dass er seinen Job an der Uni nur deswegen verlor, da man ihn nicht erreichen konnte.

Der neue Unipräsident räumt die Begriffe Liberté und Egalité zur Seite und versucht Francois an die Uni zurückzuholen, umwirbt ihn bei einem Abendessen und hält eine flammende Rede auf den Islam. Das Wort bedeute  völlige Hingabe und Unterwerfung an den Schöpfer und seine als vollkommene betrachtete menschliche Schöpfung, die die Welt akzeptiert wie sie ist. Und er stellt ihm seine neuen Frauen vor. Seine Gespielin  Malika ist gerade 15 und kichert verlegen, da Francois sie unverhofft unverschleiert sieht. Die andere kocht und schmeißt den Haushalt und serviert ihnen köstliche warme Teigtaschen. Da kann Francois schwer widerstehen. Geld, Frauen und schönes Essen sowie eine Rückkehr an die Uni locken ihn und er denkt nach über ein zweites Leben im Islam.

Zum Schluss lässt ihn Houllebecq in der Möglichkeitsform „würde“ erzählen, von dem Ritual mit dem er zum Islam konvertieren könnte und dann wäre er Muslim… Lässt es also offen, ob es wirklich so kommt, geschickt gelöst. Damit sind mehrere Optionen möglich, es kann auch eine groteske Vision sein und der Leser bzw. Zuschauer hat die Deutungsfreiheit. Das ist angenehm, denn das Stück zeigt drastisch wie es ist, wenn man keine Wahl mehr hat bzw. nicht für sich entscheiden kann oder will mangels eigener Perspektive. Dann nimmt man nur noch was kommt und sei es der Islam. Weil einem selbst nichts Besseres einfällt.

Bei der Premiere hab es viel und herzlichen Beifall und Füßetrampeln vom Publikum, anfangs wurde oft gelacht, danach wurde es immer ruhiger bis zur sarkastisch zugespitzten Lobrede auf den Islam und seiner quasi „Rettung der westlichen Welt und des Abendlandes“ vor sich selbst.

Foto: Matthias Horn

Nächste Vorstellungen: 23.5. und 18.6., 20 Uhr

 

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Ganz großes Kino

01 Dienstag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Batman trifft Marilyn in der Comödie

Actionheld Batman gibt den coolen Verführer vor dem schüchternen Zauberlehrling Harry Potter und einer lässigen Blondine an der Bar. Marilyn Monroe putzt die Gläser. Ein paar finstere Typen beginnen eine Massenschlägerei zum Westernhit „Spiel mir das Lied vom Tod“. Kurz darauf biegen die Blues Brothers um die Ecke. Das Publikum erlebt „Ganz großes Kino“ voller Power, Humor und Leidenschaft auf einer rasanten Reise durch legendäre Filmklassiker. Die besten Filme aller Zeiten in zwei Stunden kommen in dieser Comedy-Revue von und mit Christian Kühn in Kurzfassung samt heißer Soundtracks mit der Band „The Firebirds“ auf die Bühne der Comödie Dresden.

Der Anlass ist ein trauriger: Das kleine Kino “Gloria“ steht vor der Schließung, da nach der Eröffnung eines Multiplex-Kastens um die Ecke die Besucher ausbleiben. In einer Abschieds-Show sollen noch einmal die Film-Höhepunkte der vergangenen Jahrzehnte gezeigt werden. Da der Verleih der Streifen scheitert, bleibt nur eins: Selber spielen! Der arbeitslose einzige Stammkunde Danilo (Christian Kühn) und die  flippig und mit flottem Mundwerk ausgestattete Viola (Dorothea Kriegl) vom Nagelstudio nebenan treiben sich gegenseitig in schnellem Perücken- und Kostümwechsel zu immer neuen Höhenflügen an in diesem Rollen-Marathon mit romantischen, kuriosen bis verrückt-komisch parodierten Filmszenen. Angefangen bei der mit allem Krafteinsatz bewältigten Hebe-Szene aus „Dirty Dancing“, mit Kühn als hart gesottenem Tanzlehrer, der seine Partnerin völlig verwirrt über die Hotelszene aus „Pretty Woman“, wo er als kurvige Quasselstrippe dem armen Richard Gere zeigt wo`s langgeht bis zur herrlich schrägen Mal-Szene an Bord der Titanic, wo Jack mit Hingabe mit Fettstiften seine gewichtige Rose in lasziven Posen solange zeichnet, bis sie von der Treppe fällt.

Witzig auch das Video mit der nächtlichen Stadtfahrt auf Kinderrollern zu den wilden Klängen aus Easy Rider. Nach etwas umständlich-zähem Beginn der Geschichte heizen vor allem die vier Musiker der Firebirds mit zündenden Klängen und auch mal groovendem A Cappella Gesang die Stimmung an, von Musik aus Starwars mit Sternengefunkel bis zu Musik aus dem König der Löwen. Da werden eingeblendete Filmzitate wild durcheinander gewirbelt und parodiert, erscheinen Figuren aus der bunten Disney-Zeichentrickfilmwelt lustig vermengt auf der Bühne: von Arielle der Meerjungfrau und Aladdin über die Eisprinzessin Elsa und Mary Poppins bis zum Dschungelbuch. Da muss eine Sackkarre herhalten für rasante Fahrten oder Liebesgeständnisse zwischen „Harry und Sally“ und ein BH als Gesichtsmaske für einen Bösewicht. Leider wurde zu viel hineingepackt an Filmschnipseln und Gags in die Inszenierung, so dass die Spielszenen zu kurz kommen bzw. im Klamauk der Sinn untergeht. Viel Beifall dennoch vom Publikum für einen unterhaltsamen und vor allem musikalisch mitreißenden Kinoabend im Theater mit Happy End.

Weitere Termine: 2. – 5.3., 19.30 Uhr, 6. + 13. + 20. 3., 15 Uhr, 8. – 12.3., 19.30 Uhr, 15. – 19.3., 19.30 Uhr.

Foto: Robert Jentzsch

 

 

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Der Raub der Sabinerinnen

25 Donnerstag Feb 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Turbulentes Theater im Theater

Noch größer als die Angst vor dem Skandal ist die Lust am Vergnügen im Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“ im Schauspielhaus.

Der stadtbekannte, gut situierte Professor Gollwitz lässt sich vom Theaterdirektor Striese überreden, eine selbstverfasste Römertragödie aus Studententagen auf die Bühne zu bringen. Das Theater im Theater sorgt in der Regie von Susanne Lietzow für reichlich humorvolle Verwirrung vor und hinter den Kulissen im Stück von Franz und Paul von Schönthan in der Bearbeitung von Curt Goetz. Höchst vergnüglich und verwicklungsreich spielt die um 1883, also zur Blütezeit des Theaters, entstandene Komödie mit dem besonderen Reiz des Verbotenen und Verruchten. Eine fahrende Wandertheatergruppe wirbelt die wohlanständige Fassade der Familie des sich entsetzlich langweilenden Professors (Torsten Ranft) gehörig durcheinander. Seine gestrenge Frau (Hannelore Koch) darf nichts von seiner Liaison mit dem Theater erfahren. Mit Oldtimer und Campinganhänger voller Requisiten fährt die Theatertruppe auf die Bühne und hält vor dem Wohnzimmer mit Gummibaum und goldenem Käfig, in dem ein Mann im Anzug (Bertolt List) sitzt, der als „Papagei“ Cicero gewitzt das Gebaren der Familie nachahmt. Im Hintergrund schwebt ein Schwarm Goldfische am blauen Bühnenhimmel abwechselnd mit Videobildern glänzender Darsteller aus der römischen Tragödie, wie sie dem bereits ergrauten, immer noch heißblütig engagierten Theaterdirektor Striese vorschweben.

Eine Paraderolle für Ahmad Mesgarha, der mal salopp schlitzohrig auftritt und herrlich komisch als Römerkönig im weißen Gewand, Tennissocken und Römerlatschen umherstürmt und grandios scheitert. Nacheinander steckt Striese fast alle mit dem Theatervirus ein. Allen voran die gar auf der Bühne einspringende Haushälterin Rosa (herrlich schräg: Matthias Luckey), der biedere Schwiegersohn mit Doppelleben (Benjamin Pauquet) und die jüngere Professorentochter Paula  (Ines Marie Westernströer), die für den Jungschauspieler Emil (linkisch-schüchtern: Christian Clauß) schwärmt. Im Countdown vor der Premiere weiß bald keiner mehr, was Lüge, Spiel und Wirklichkeit ist. Auch wenn dann im Eifer des Gefechts um die Sabinerinnen die Kulissen im Rauch aufgehen und die Theatertruppe im Bühnenschaum buchstäblich baden geht mit ihrem Stück. Die Komödianten sind nicht totzukriegen, auch nicht in Katastrophenzeiten, und fahren weiter zum nächsten Bühnenabenteuer. Begeisterter Beifall vom Publikum.

Nächste Termine: 29.2., 10.3., 22. und 28.3., 19.30 Uhr

Foto: David Baltzer

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Poesie von Andrea Wechsler

24 Mittwoch Feb 2016

Posted by Lilli Vostry in Poesie

≈ Ein Kommentar

Für Godinje – ein Dorf am Skadar-See

Noch liegt die Angst
in den zerschlitzten Betten,
und zentnerschwere Tränen
poltern aus
zerschlagenen Fenstern

Unter der Macht
des Moders
jaulen Scherben
zwischen
faulen Feigen

Rebellische Erde
rüttelte dich

neun
zehn
hundert
neun
und
siebzig

stinkt längst
in dem Gewirr
aus Ofenrohren, Bettgestellen und
bemoosten Balken

Es blieben nur:
Fossilien des Lebens.
In einer Schublade: Drei Kämme,
doch
kein Haar zum Kämmen.
Du seufzt,
doch Wein
läuft still durch deine Adern.

Du lebst.

Verlass dich drauf –
verlassenes Dorf.

 

Tirana fließt

Der Atem der Stadt
im Grünfluss
zwischen
Kieferngesängen
tanzt der Sommer
in Ballerina-Schuhen
springt über die Lana
bis in die Ritzen der Stadt:
Melancholie
Die Stimme des Muezzins –
verfangen im gleitenden Sommersegel
schraubt sich
in den Ruf der Ringeltauben
durchwebt die Alleen
schwingt in
grünen Fangarmen
bis die Alleen
fließen
Wenn der Xhiro ruft
hinaus
deine Fühler
hinein in die
Sommerflut
Immer weiter, immer weiter
nur der Dajti kann dich stoppen…

 

Bahnhof Gevgelija

Zugvögeln gleich
kennt ihr
keine Schranken
Seid bis an eure – und an unsere – Grenzen gegangen
Immer wieder die Flucht verfluchend
wartet ihr nun
auf Schienen,
die zunächst verlockend
schienen
Steht unter Zugzwang
und müsst
unverzüglich
weiter
Doch kein Stellwerk
stellt für euch die Weichen
Rückzug?
Höchstens in den Schlaf
Ein kleines Mädchen macht es vor – und
träumt im Gleisbett
Über ihm:
blinken die Sterne
Oder sind es die Signale?
Sie blinken, blinken, blinken
im Takt der Fragen:
WER HAT DIESE SCHIENEN GEBAUT UND
WOHIN SOLLEN SIE FÜHREN?

WOHIN?

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Eistraum

21 Sonntag Feb 2016

Posted by Lilli Vostry in Poesie

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Eistraum

Trotzige Eisburgen
veredelt vom Gelbglanz
vorbei springender Hunde
frieren vor sich hin

bunte Konfettischnipsel
kleben starr im
winterbleichen Frühlingsrevier
im Paradies der Tiefausläufer

taucht das Bild der Eisfrau
aus Kindertagen auf
unverändert kugelrund mit
eingefrorenem Lächeln

reichte sie uns riesig aufgeschäumte
Eiswaffeln aus der Rührmaschine
drehten unsere Wünsche
immer weiter

__________________________________

Winterblüten

Als die weißen Blütensterne
herab fielen
der Schnee vorm Haus
taute
kamst du wieder

dein Blick streifte
über die letzten Blüten
So ist das Leben
kein Trost nächsten Winter
blüht die Amyrillis wieder

Ich friere nicht
mehr und nicht weniger
ohne dich

_________________________________

Aufgetaut

Wasservögel ziehen ihre Kreise
sonnenbaden
nach dem langen Winter

zerplatzen Eishäute
auf splitterweißen Wegen
blitzen Blicke auf
mit dem Flügelschlag der Möwen

krallen sich Raben krächzend
an die letzten Schneeflecken am Ufer
einer picknickt mit einer leeren Flasche

(Texte aus meinem BilderGedichtKalender von 2014)

_____________________________________

Frühlingsanfang

Der Winter schneidet
seine letzten Grimassen
in kohlschwarze Eisklumpen
am Straßenrand

noch im weißen Schneepelz
scheint die Sonne
länger als sonst

irrlichtern ihre verfrorenen Strahlen
in frühlingsrauen Lüften
im kahlen Geäst der Bäume

bauen Vögel
doch ihre Nester

(23.3.2013)

_________________________________

Spiegelblick

Der Blick gleitet
in ein Spiegelrund
brunnentief
wachse ich in die Höhe

berührt das Himmelblau
meine Fußspitzen
das Geflecht der Baumkronen
verwirbelt mein Haar

bin verwoben
im Unten und Oben
Falle in das Nicht Sichtbare
Treffe mich hinterm Glas und
überschreite den Spiegelrahmen

(aus dem Kalender 2014)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Leidenschaftlicher Tanz auf dem Vulkan

21 Sonntag Feb 2016

Posted by Lilli Vostry in Tanz

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Das neue Stück „Ahnungslos  durch die Nacht“ der shot AG im Societaetstheater

Zeitgleich zum Takt der Waschmaschine bewegt sich ein Paar im Halbdunkel der Bühne. Die Wäschestücke drehen sich unentwegt in der Trommel. Die Frau und der Mann tragen zusammen ein weißes T-Shirt. Ihre Arme kreisen wie Räder vor und zurück. Ihre Umarmungen sind mechanisch. Sie legt ihm einen Lappen vor die Füße und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Die Wäscheleine füllt sich, alles wiederholt sich. Im nächsten Moment wirft sie ihn samt seiner Wäschestücke hinaus.

Nichts ist unendlich. Jeden Moment verändert sich alles. Man findet oder verliert sich im anderen, geht auseinander oder hält sich am anderen. Und am Ende steht immer ein Abschied. Von Gewohntem, Vertrautem, Liebgewonnenem. Von all den kleinen und großen Gefühlssprüngen, Drehungen und Wandlungen im Leben, rituellen Beziehungskämpfen um Macht, Liebe und Anerkennung, sich im Kreis drehen, gegenseitig im Weg stehen und anrennen gegen die unaufhaltsam entschwindende Lebenszeit erzählt das neue Tanzstück „Ahnungslos durch die Nacht“ der shot AG im Societaetstheater Dresden.

Idee, Konzeption und Choreographie stammen von den zwei Tänzerinnen der Compagnie Nora Schott und Ariane Thalheim. In bilder-und emotionsreicher Bewegungssprache tanzen in diesem Duett eine Frau (Nora Schott) und ein Mann (Christian Novopavlovski) abwechselnd allein, mit- und gegeneinander und suchen der Alltagsroutine, Gleichgültigkeit und hohlen Gefühlsgesten zu entfliehen. Eingestreut zwischen die Tanzszenen poetisch-skurrile Zeilen zum Verschwinden von Dingen, Menschen, Gefühlen… „Blondinen verschwinden durch Bullaugen. Geld verschwindet im Spalt. Kinder verschwinden im Erwachsenen. Frisuren verschwinden beim Frisör. Socken verschwinden im Schweiß. Frauen verschwinden in Beziehungen. Schildkröten verschwinden in Panzern. Männer verschwinden in Panzern. Menschen verschwinden im Meer. Alles verschwindet durch Zeit.“

In mal surrealen, (alb)traumhaften, romantischen und kriegerischen, komischen und traurigen Szenen, begleitet von einem flirrend-vibrierenden Gemisch aus Stimmen, Klängen und Geräuschen (Sound: Arne Müller) umkreisen und erobern sie einander, hagelt es Liebesschwüre wie Schüsse und rote Blumensträuße, fallen und hangeln sich ihre Körper immer wieder hoch in diesem leidenschaftlich brodelnden Tanz auf dem Vulkan des täglichen Wahnsinns. Viel Beifall vom Publikum zur Premiere Ende Januar.

20.2., 20 Uhr im Societaetstheater

Foto: Konvex, Franziska Pilz

 

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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