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Kategorien-Archiv: Aktuelles

BilderAlbum: Chor für alle trifft Banda & Offene Bühne für alle im Kulturcafé des Kulturhauses Freital

11 Mittwoch Jan 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Kurzgeschichten, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Fröhliche Gesangsrunde für klein und groß im Kulturcafé im Stadtkulturhaus Freital.


Vom lustigen Kinder- bis zum Mutmachlied: Friedemann Röber (stehend) leitet den Chor für alle.

Grashüpfer, Laurentia und Lebensfreude

Musikalisch bunt und schwungvoll ging es zu im ersten Kulturcafé im neuen Jahr im Stadtkulturhaus Freital.

Freude am Singen und lächelnde Gesichter in der Runde. Das verbindet. „Es ist schön, dich wiederzusehen…“, tönt es fröhlich an diesen Dienstagnachmittag im Chor für alle. Das Kulturcafé im Stadtkulturhaus Freital auf der Lutherstraße 2 hat auch im neuen Jahr wieder seine Türen geöffnet für Menschen, die schon länger oder seit kurzem hier leben. Die Kinder treffen sich zum Spielen, die Großen sitzen beisammen an Tischen bei Kaffee und Tee und unterhalten sich. Und jeden Dienstag ab 16.30 Uhr sind kleine und große BesucherInnen zum gemeinsamen Singen eingeladen. Friedemann Röber leitet den offenen Familienchor. Auf einer Tafel stehen die Liedverse. Er schnippt rhythmisch mit den Fingern.

Lustige Kinder- und Begrüßungslieder. Bekannte und neue, von der Affenbande und der spannenden Frage: „Wer hat die Kokosnuss geklaut?“, von einer Familienfeier, zu der alle kommen vom Baby bis zur Oma mit entsprechender Sangesstimme dargestellt. Ein Lied erzählt über drei kleine Wolfskinder, die nur nachts im Wald umher tapsen können und sich die Pfoten wund stoßen an Baumwurzeln. Bis hin zum bewegungsreichen, hoch und runter in die Knie gehenden Lied „Laurentia“, bei dem sich alle freuen, wenn sie durchgehalten haben. Mit in der Runde sitzt Sophia Mix. Die Künstlerin und Musikerin leitet und moderiert zusammen mit Vincent Oertel das Open Mic – die offene Bühne im Kulturcafé, die jeden ersten Dienstag im Monat ab 19 Uhr offensteht. Für alle selbstgeschriebenen und traditionellen Texte, Lieder, Witze, Zaubertricks, Tanzeinlagen, Gedichte, Theaterstücke o.a. Technik und Klavier sind vorhanden. Instrumente gerne mitbringen. Ohne Voranmeldung. Eintritt frei.

Diesmal singt und musiziert Sophia Mix erstmals zusammen mit Antonia, ihrem Akkordeon Songs auf englisch. „Am Ende geht es immer um Liebe…“ Ein kleines Mädchen, Raja, zeigt kess eine Tanzeinlage zu Popklängen und singt später noch ein Lied am Mikro, auf dem Barhocker sitzend mit sichtlicher Freude. Ein Duo, sie auf der Geige und er auf einer Art Mandoline, musizieren geneinsam traditionelle Weisen aus Skandinavien, die von der Sehnsucht nach Licht, Grashüpfern und Lebensfreude erzählen. Eine junge Frau spielt ein Stück am Klavier. Der Autor und Altenpfleger Stefan Döhnert liest wortwitzige Alltagsbeobachtungen, und spielt mit Wortklang und Tönen. Ein Mädchen, Asia liest eine spontan ausgedachte Krimigeschichte.

Ich las meine neue, romantisch-skurrile Kurzgeschichte „Die Frau an der Haltestelle“ und einige neue Gedichte in schöner Atmosphäre und aufmerksamem Publikum.

Nächsten Dienstag, am 17.1., ab 16.30 Uhr bekommt der Chor für alle musikalische Verstärkung im Kulturcafé. Dann werden zwei Musiker der Banda Comunale die Gesangsrunde begleiten. Neue Gesangsfreudige sind immer wollkommen.

Das nächste Open Mic findet am 7.2., um 19 Uhr statt.

Das Kulturcafé im Stadtkulturhaus Freital wird veranstaltet in Kooperation mit der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden, der Integrationskoordination Freital und dem „Regenbogen“ Familienzentrum e.V. und gefördert durch den Kulturraum Meißen, Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und die Stadt Freital.

Text + Fotos (lv)


LeseLust. Die Autorin und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry las neue Texte beim Open Mic im Kulturcafé in Freital. Foto: Bettina Liepe

Halb gelesen, halb erzählt: Asia trug eine selbst erdachte Krimigeschichte vor.
Mit viel Vergnügen sang Raja ein Lied auf der offenen Bühne.
 Ein Lied aus dem Chor für alle. 

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Kunst & Kuriositäten: Jubiläumsausstellung „40 Jahre Stadtgalerie Radebeul“

07 Samstag Jan 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Zeit zum Erinnern & Blicke in die Gegenwart & Zukunft: Besucher zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung am 16.12.2022 in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

“Alle Macht den Musen“

Die Jubiläumsausstellung „40 Jahre Stadtgalerie Radebeul“ zeigt Bilder und Zeitdokumente zur Geschichte und Gegenwart und wagt Blicke in die Zukunft.

Üppige, farbenfrohe Fantasiegewächse sprießen auf schwarzem Grund auf einem großformatigen Wandbild im Eingangsraum. Adam und Eva umarmen sich unter einem Baum mit umgarnender Schlange, Schmetterlingen und einem seine Schwingen ausbreitenden Paradiesvogel. Die paradiesische Landschaft haben die Künstlerinnen Christiane Latendorf und Manuela Neumann 2007 gemalt für eines der vielen Sommerprojekte der Stadtgalerie Radebeul. An der Wand gegenüber erinnert eine Ansicht mit grau verfallener Häuserzeile, erhellt von Sonnenlicht und einer Baumallee an das frühere „Kötzschenbroda“ auf einem kleinen Ölbild auf Pappe von 1958 von Werner Wittig. Davor steht ein Modell vom jetzigen Galeriegebäude im längst sanierten Fachwerkhaus. An prägnante Ausstellungen, Aktionen und Initiativen von den Anfängen bis heute erinnert die Jubiläumsausstellung „40 Jahre Stadtgalerie – Reflexionen zwischen gestern, heute und morgen“, die nach der Weihnachtspause ab 8. Januar wieder zu sehen ist in den Galerieräumen in Altkötzschenbroda 21.

Die Geschichte der Stadtgalerie Radebeul wird eindrucksvoll lebendig für die Besucher anhand von Fotos, Filmen, Texten, Dokumenten, Modellen, Objekten und Kunst, auch wenn letztere etwas zu kurz kommt in dieser Ausstellung. Begonnen hat es mit der Kleinen Galerie Radebeul in einem ehemaligen Tapetenladen auf der Ernst-Thälmann-Straße 20 (jetzt Hauptstraße) im Dezember 1982 bis Juni 1995. Danach war die Stadtgalerie im Exil an verschiedenen Orten bis zum feierlichen Einzug im September 1997 ins jetzige Domizil. Am Treppenaufgang und im Obergeschoss hängen einige farbige und schwarzweiße Ausstellungsplakate von Radebeuler Künstlern von Mitte der 1980er Jahre, der Aufbruchszeit nach der Wende bis zur Gegenwart. Darunter von Harald Hauswald und Peter Pit Müller, die in Foto-Grafik und Malerei  1986 in der Galerie Treptow unter dem Titel „Zwischen-Stationen“ Bilder von wie ins Leere rollenden Zügen und Menschen hinter den Glasfenstern der Wartehalle auf dem Bahnsteig zeigten.

Auf einem Plakat mit einer Zeichnung von Claus Weidensdorfer klettern schwarze, schemenhafte Gestalten auf Leitern traumwandlerisch empor ins Freie. Leicht beschwingt kommt ein Ausstellungsplakat mit dem Titel „Alle Macht den Musen“ des Malers und Grafikers Michael Hofmann daher, ein weiteres von ihm entführt farbreich ins „Eigenland“ und auf einer Grafik greift eine grazile Frauenfigur nach Sonne, Mond und Sternen innerhalb der Sommerausstellung „Mittendrin der Mensch und die Elemente“. Eine Lithografie auf Bütten in schwarzen und roten Farbtönen von Gudrun Trendafilov, das Titelbild vom 41. Radebeuler Grafikmarkt 2021, zeigt ein Frauenbildnis mit gespitztem Bleistift als Kopfschmuck und einem aus der Perlenkette reizvoll erhobenen Zeigefinger. Von Jochen Fiedler stammt eine winterliche Ansicht der Weinberge aus seiner Ausstellung „Radebeuler Landschaften“ 1995.

Originell der Entwurf für einen Wegweiser zur Galerie auf dem Anger von dem verstorbenen Künstler Ingo Kuczera, der eine Staffelei mit kleinen wie Fühler ausgestreckten, farbigen Papierlämpchen oder Lautsprechern an feinen Drähten zeigt. „Diese Jubiläumsausstellung ist ein wilder Ritt durch die Radebeuler Stadtkultur und einmal mehr wird Zwischenbilanz gezogen“, sagte die ehemalige Stadtgaleristin Karin Baum bei der Ausstellungseröffnung. „Kunst entsteht durch Reibung und Widerspruch und die Arbeit mit Künstlern ist kein Verwaltungsakt, sondern lebt von kreativem Geist.“ Die Stadtgalerie sei auch immer ein Impulsgeber in Altkötzschenbroda gewesen.

Alles was diese ausmacht und schon bewegte, steht in einer illustren Begriffe-Sammlung an der Wand im Foyer. Von der „Ma(h)lzeit in Farbe“, Kunst im Außenraum, Basiskultur im Dialog, Bürgertreff, Kulturbörse, Künstlerfesten, Kunstverein Radebeul (2018 aufgelöst), Galeriekino, Jazzgeflüster, Abendakt, Kunst geht in Gärten bis zur Kunstpreis-Verleihung und kuriosen Preisen wie „Silberner Kötzschbär“ und „Goldenes Radebeilchen“ ist viel passiert und gibt es noch viele Ideen. OB Bert Wendsche würde gern auch Ausstellungen innerhalb der Städtepartnerschaft Radebeuls zeigen und Platz schaffen für eine dauerhafte Präsentation der Städtischen Kunstsammlung Radebeul. Diese umfasst rund 1 500 Werke von 100 Künstlern.

Bisher kaum zu sehen sind jedoch Arbeiten junger Künstler in Radebeul. „Ich werde oft danach gefragt und sie werden vermisst“, sagte Thomas Gerlach, Autor und Laudator. Er übergab symbolisch einen „Ziegelstein des Anstoßes“ an die Stadtgalerie, um den Stein ins Rollen zu bringen. Ein Anbau für die Stadtgalerie Radebeul im hinteren Teil des Grundstücks sei schon länger im Gespräch, aber noch keiner nahm sich des Problems an und es wurde noch kein entsprechender Antrag im Stadtrat Radebeul eingebracht, so Gerlach. „Die Jubiläumsausstellung bietet auch Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen“, sagte Stadtgalerist Alexander Lange. So gibt es eine „Offene Galerie“ mit Denkwerkstatt und Diskussionsforum am 21.1., ab 16 Uhr und am 5.2., um 16 Uhr eine Kuratorenführung mit Alexander Lange und Karin Baum. Die Ausstellung ist noch bis 5. Februar zu sehen. Die Finissage findet am 6.2., 18 Uhr statt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di, Mi, Do von 14 – 18 Uhr, So von 13 – 17 Uhr
Fröhliche Musik gegen die Kälte: Der Musiker Gabriel Jagieniak musizierte und sang zum Akkordeon nach der Ausstellungseröffnung für die Besucher bei Glühwein und Fettbemmen am offenen Feuer und anschließend ging es im Galerieraum weiter und verlockten die Klänge einige sogar schwungvoll zum Tanzen. Darunter die Bildende Künstlerin Mechthild Mansel, die hier bereits eine Einzelausstellung hatte und sich auch gesangsfreudig zeigte. Schön war`s!

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Neue Lyrik: Was bleibt von 2022 & mehr

31 Samstag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Was bleibt vom Jahr 2022

Zur Hälfte schon verstrichen
ging dieses Jahr erst los
standen alle Wege wieder offen

es war prall gefüllt mit Schönem
Licht und Schatten
manchmal war ich glücksbesoffen

ein Lichtblick als ich den roten Kater seh
er liegt blinzelnd im Fenster in der Sonne
welche Wonne

der Sonnenball kreist
wie ein Glücksrad über dunklem Geäst
ein leeres Vogelnest

zwei Enteriche schlagen
mit ihren Flügeln im funkelnden Wasser
wild aufeinander ein

die anderen Wasservögel ziehen ihre Spur
putzen ihr Gefieder
und lassen ihr Schnattern nicht sein

die Knaller fliegen immer weiter
schon lange vor Silvester
Krakeeler werden nicht gescheiter

LV
30.12.2022

Abschied von 2022

Meine Ängste im Spiel
der Flammen ringen
verzehren sich noch einmal
nach mir

bis aufgelöst das beschriftete
dunkle Häuflein Papier
vor mir liegt

ich lass 2022 ungern los
liebe die Magie der Doppel-Zahlen
nächstes Jahr wird ungerade

viele Wünsche fürs neue Jahr
steigen als lodernde Flamme empor
einmal entfacht nicht mehr zu bremsen
vom Wind in die Welt getragen

stell dir vor eines Tages liegt
dein Traummann neben dir
sagen die Frauen in der Rauhnächte-Runde
ich kann ihn mir kreieren
damit er in mein Leben kommt

ich stell mir vor und vertrau
er wird mein Sehnen hören

LV
30.12.2022

Oh Tannenbaum

Das Grün sticht ins Auge
die Bäume liegen
übereinander am Boden
der Gitterzaun vor dem Fest
ist weg

sie haben es in keine Stube geschafft
keinen Raum erhellt
im Lichterschein am Heiligabend

unbeachtet unbehaust
wie Abfall weggeworfen
wieder ein Stück Natur
bedecken sie die Erde

ich nehme ein paar Zweige mit
sie duften noch
ein Mann bleibt stehen und schwärmt
wie Familie und Freunde früher die
Tannenbäume zu ihm brachten
das gab ein schön prasselndes Feuer

vielleicht bekommen sie die Elefanten
zum Fressen als besondere Delikatesse –
Weihnachtsbäume die keiner wollte

LV
27.12.2022

Schweigen

Reden ist Silber
Schweigen ist Gold
ich wünsch mir
du wärst König Midas

Worte lassen sich nicht
in Gold aufwiegen
nicht rückgängig machen
sie glänzen nicht mehr
verlaufen im Sand
reiben und scheuern
wund auf der Zunge

am Schweigen zerbricht
erstickt so viel
Ungesagtes
stürzt ins Nichts

wie eine Straße
die nirgends hinführt
die man dennoch weitergeht
gegen das Schweigen angeht

ich sammle einige Tannennadeln
im Flur auf sie sind weich
stechen nicht wäre dein Schweigen
doch auch so

könnte ich es einfach fallen
lassen
lautlos
ohne Widerhall

LV
27.12.2022

Bild von Dir

Ein Paket kam an
einen Tag vor Weihnachten
die Katzen schnupperten daran
behüteten es wie einen Schatz

die kleine schwarz-weiße setzte
sich darauf
meine Hand strich über die warme Stelle
Erinnerungen steigen auf
im Herzen wohlverwahrt

und im Paket dieses Bild
von dir und mir
in dunklem Rahmen
könnte ich es nur tauschen

ins Helle übergehen
mich an deine Funkelaugen halten
aus dem offenen Paket schaut
eine Katze heraus
graugetigert als lese sie meine Gedanken

die schwarz-weiße sieht verwundert aus
als ahnte sie
Du warst nie fort
und bist wieder zuhaus

LV
24./25.12.2022

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Für alle, die gern Post bekommen: Poesie-Briefe von Max Prosa

31 Samstag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Briefe voller Leben

Auch 2023 gibt es wieder ein Gedichtabo des Berliner Singer- Songwriters Max Prosa mit überraschendem Inhalt.

„Zu fest bist du geworden,
trommelt dir der Regen,
zwitschern die Vögel dir zu,
„es reicht nicht, dass du
uns gerade noch hörst…“ –
Zeilen aus dem Gedicht „Zum Jahreswechsel“ vom Max Prosa. Es lag aber schon im August-Brief von ihm. Im Begleittext dazu steht, dass es sein ganz eigener Jahreswechsel war. Er schrieb dieses Gedicht am Vorabend seines 33. Geburtstages. Und stellte sich Fragen wie: „Bin ich noch auf dem Weg? Korrespondiert, was ich an jedem Tag tue, mit meinen inneren Wünschen?“ Seine Gefühle dazu stecken in dem Gedicht. Es ist doch egal, womit wir neu anfangen, schreibt er, der erste Tag davon kann immer der nächste sein, oder gar keiner. So gesehen, passt das Gedicht immer.

Nun ist das Jahr 2022 fast um. Vor einigen Tagen kam der zwölfte und letzte Poesie-Brief dieses Jahres von Max Prosa, einem Sing- und Songwriter in Berlin. Vor einem Jahr hab ich sein Gedichtabo im Internet gefunden und es sprach mich gleich an. Weil ich gern Poesie jeder Art mag, selber schreibe und gern Briefe bekomme. Leider schreiben heutzutage immer weniger Menschen Briefe. Nahe Menschen, mit denen ich mich schrieb, leben nicht mehr oder haben keine Zeit. Mit etwas Glück kommt mal eine Urlaubskarte oder eine Glückwunschkarte zum Geburtstag. So freute ich mich um so mehr, wenn wieder ein neuer Poesie-Brief von Max Prosa in meinem Kasten lag. Jeden Monat einer. Man weiß nie genau den Tag, wann er eintrifft. Um so größer dann die Überraschung, Neugier und Staunen, dass sie oft an Tagen kommen, wo man etwas Zuspruch und Aufmunterung gut gebrauchen kann und das Gefühl hat, da hat jemand an mich gedacht und verschickt etwas Schönes, das ich lesen, anschauen, mich anregen lassen und weiterdenken und träumen kann.

Nun liegen alle Briefe zum Jahresende vor mir ausgebreitet, draußen knallen und zischen die Silvesterraketen, ich blättere rückblickend in den Texten, Gedanken, Gedichten, Liedtexten, Bildern und kleinen Signets mit Hörproben von neuen Songs und Infos zu neuen Projekten des Sängers und Songschreibers. Immer geht es darin in mal poetischer Sprache, mal klaren und kraftvollen Worten um die Liebe zum Leben, allem Sein und wie wir es schaffen, die Welt zu einem schönen, besseren, friedlichen Ort für alle zu machen.

„Diese Briefe sind für viele Nahrung für die Seele, die wir brauchen, wie Nahrung für den Körper“, weiß Max Prosa. „Die Themen, die uns bewegen, scheinen sich selbst über Jahrhunderte kaum zu ändern. Es verändern sich nur Umstände, Gesichter und fast unbemerkt auch die Worte dazu. Als wären es jeden Tag andere, mit denen wir versuchen, dasselbe große Leben zu fassen.“

In Max Prosas Gedicht „Zum Jahreswechsel“ heißt es im letzten Vers:

„Schmelze dich ein
zum Jahreswechsel,
schmelze die fest
gewordene Form ein,
bevor sie unerbittlich
auf feine Herzen trifft.
Schmelze sie ein
während es noch dunkel ist,
den Kindern zuliebe und
in einem großen Ritual.“

Das neue Gedichtabo für 2023 von Max Prosa kann noch bis 31. Dezember 2022 bestellt werden. Mit etwas Glück geht es danach bestimmt auch noch. Da auch wieder Menschen für dieses Projekt gespendet haben, kann auch denjenigen, die sich aufgrund von steigenden Preisen im kommenden Jahr kein Gedicht-Abo leisten können, dieses dennoch ermöglicht werden. So dass jeden Monat wieder ein neuer Poesie-Brief mit offenen, erfrischenden und inspirierenden Gedanken und Texten in den Briefkasten geflattert kommt.

Das Gedichtabo kann man noch bestellen, allerdings nur noch ein paar Tage, bis die Umschläge gedruckt werden.
In dem Fall bitte schnell Bescheid sagen, 70€ per Überweisung oder Paypal an team@maxprosa.de und  per Mail die Adresse schicken.
Dann klappt das noch.

Text und Fotos (lv)

http://www.maxprosa.de/pages/gedichtabo

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Kurzgeschichte: Die Frau an der Haltestelle

30 Freitag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kurzgeschichten, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Die Frau an der Haltestelle

Rings um die Haltestelle herrschte reges Gewimmel. Menschen stiegen ein, aus und um in die Straßenbahnen und Busse. Auf einer Bank saß eine Frau mit unbewegter Miene. Sie war um die Mitte 50, trug halblanges braunes Haar, einen schwarz-weiß gepunkteten Anorak, der offen stand und eine Bluse, die so weit geöffnet war, dass man tief in ihr Dekolleté sehen konnte. Der Anblick wirkte zugleich aufreizend und nachlässig. Es war ein sonniger Frühlingstag im Mai, aber die Luft noch kühl, so dass ihr nicht zu warm sein konnte.

Sie hielt den Blick gesenkt, ganz konzentriert auf die Pappbox in ihrer Hand aus einem Asiaimbiss. Es sah aus wie Glasnudeln mit Hühnerfleisch, die sie aß. Sie sah niemanden an und schien Zeit zu haben. Der Trubel schien sie nicht zu stören. Es war ihr angenehmer, dachte die Frau bei sich, mitten im Großstadtlärm, als den ganzen Tag allein zu Hause zu sitzen. Ihre erwachsene Tochter meldete sich kaum. Die vielen Bücher auf Schränken und Regalen waren ihr wie langjährige, gute Vertraute, zu denen sie jederzeit gehen, in ihnen lesen, still mit ihnen reden und ihren eigenen Gedanken nachhängen konnte, die sie nie verließen, immer da waren. Doch in letzter Zeit waren die Bücher fast nur noch Kulisse, lieblose Dekoration, die sie kaum anrührte. Wie sollte sie es jemals schaffen, all diese Bücher zu lesen oder genügte es ihr, sie um sich zu wissen, weil sie sich dann weniger allein fühlte.

Sie saß schon eine Weile auf der Bank, als sie plötzlich eine Stimme hörte:
“Sie sind genau die Frau, von der ich immer geträumt habe!“ „Was?!“, wunderte sie sich. „Sie sind mir ja Einer!“, sagte sie zu dem Mann, der vor ihr stand. “Bin ich der Eine, auf den Sie warten?!“, fragte er sie erfreut. „Nein! Einer von vielen. Träumen Sie weiter“, erwiderte die Frau an der Haltestelle.

“Einer von vielen“, wiederholte er. „Einer von vielen, die hier vorbeigehen, als ob ich gar nicht vorhanden wäre“, antwortete sie. „Doch ich bin ja stehengeblieben“, sagte der Mann. „Warum?“, fragte die Frau. „Weil Sie mir aufgefallen sind“, antwortete er. „Sie sitzen so ruhig und versonnen mitten im Trubel, als würde der Ihnen gar nichts ausmachen.“ Sie zuckte innerlich zusammen. Das Wort „auffallen“ klang für sie nicht wie ein Kompliment. Es hatte einen unschönen Beigeschmack, auch wenn das Wort „gefallen“ mit drinsteckte. Auffallen klang für sie verrucht. Aufsehen, Anstoß erregen.
Sie sah ihn einen Moment an. Die Augen leicht zusammen gekniffen, als wenn die Sonne sie blende. Was war er für ein Typ?

Gehörte er zur Sorte Getrennt, Geschieden, Verwitwet oder Verkorkst? Mehr Auswahl blieb nicht mehr in ihrer Altersgruppe. Sie war hin und her gerissen. Wer trinkt schon gern aus einer benutzten Tasse!, fiel ihr ein Satz wieder ein, den sie als Kind einmal von einer der Frauen in ihrer Familie gehört hatte. Es ging dabei eigentlich um das Vorleben, die Vorgeschichte eines Menschen. Dass man beim Kennenlernen nicht unbedingt gleich wissen möchte, wie oft der oder diejenige schon vergeben waren, liebten oder geliebt wurden. Das würden sie mit der Zeit schon selbst mitbekommen, erfahren. Die Gebrauchsspuren des anderen bemerken, sie mögen lernen oder gehen. Eine benutzte Tasse kann man abwaschen, dann ist sie wie neu, dachte sie. Bei einem Menschen geht das nicht.

“Kommen Sie mich einmal besuchen?“, riss der Mann sie aus ihren Gedanken.
Sie sah ihn schweigend an. Träumte sie oder stellte ihr wirklich jemand diese Frage. Sie zögerte. Gleich würde sie aufwachen. “Träumen Sie gerade?“, fragte der Mann die Frau an der Haltestelle. „Lassen Sie sich ruhig Zeit.“ „Wo wollen Sie denn hin? Und wo finde ich Sie?“, fragte sie ihn. „Ich wollte einfach ein wenig an die frische Luft, unter Menschen sein“, antwortete er. Er wohnte in einem Haus außerhalb der Großstadt, erzählte er ihr. Ein verfallenes kleines Schloss. Mit einem wild sprießenden Garten ringsherum. Sie werde es schon sehen. “Sind Sie oft an der Haltestelle?“, fragte er sie. „Es scheint, als ob Sie gern hier sitzen.“ Wenigstens merkt es mal einer, dachte sie still bei sich.

Es klingelte an der Tür. Die Frau von der Haltestelle stand vor dem hell gestrichenen, verfallenen Schloss, umgeben von einem wild verwunschenen Garten. Die ersten Knospen in den Bäumen sprangen auf. Der Mann öffnete und führte die Frau in einen Raum voller Bilder an den Wänden, einige lehnten davor. Figürliche Szenen und Porträts. Intensiv farbig und expressiv im Pinselstrich, oft nur schemenhaft angedeutete Gesichter, Gesten und Körperumrisse. „Sind die Bilder von Ihnen?“ „Ja.“ „Darf ich Sie malen?“, fragte er sie, „Sie sind doch geübt im Stillsitzen.“
“Na, Sie sind mir ja Einer!“, sagte sie verblüfft. „Was soll das denn werden?“
“Keine Ahnung. Wir werden sehen“, sagte er lächelnd. „Setzen Sie sich einfach so wie auf der Bank an der Haltestelle. Ihre Jacke und Bluse kann ruhig auch so bleiben.“ Sie sah an sich herunter. Erst jetzt bemerkte sie den weiten Ausschnitt. Verlegen strich sie mit einer Hand darüber. „Lassen Sie es ruhig. Das sieht reizend aus“, sagte er. „Was wollen Sie mit meinen Reizen!“, fragte sie energisch. „Ich finde es schön, wie selbstverständlich Sie damit umgehen. Es wirkt ganz natürlich und anziehend“, erwiderte er.

Das war ihr noch gar nicht aufgefallen. Wie sie sich anzog. Was sie mit ihrem Körper anstellte und wie sie auf andere wirkte. Wenn sie sich ihren Blicken aussetzte. Sie fühlte sich dann wie durchleuchtet bis ins Innerste und mied diese Blicke. Meist sah sie nach unten oder vor sich hin. Wenn sie jemand ansah, sah sie weg oder tat als bemerke sie es nicht. Es war wie eine Schutzhülle, die sie im Laufe ihres Lebens um ihren Körper gelegt hatte. Wenn ihr danach war, Wärme sie durchflutete, öffnete sie die Hülle ein wenig, fühlte den kühlen Luftzug. Wie ein inneres Aufatmen, Aufleuchten.
“Na gut, dann malen Sie mal los meine Reize“, sagte die Frau und setzte sich auf einen Stuhl vor der Leinwand.

Sie musste wohl einen Farbklecks ins Gesicht abbekommen haben, denn als die Frau wieder draußen vor dem verfallenen Gemäuer stand, lief ihr vergnügt ein Kind entgegen. „Du hast Farbe im Gesicht!“, rief es fröhlich. „Oh“, sagte die Frau. „Da bin ich wohl zu nahe an die Leinwand gekommen.“ „Ist es ein Bild von Dir?“, fragte das Kind. „Ja, ein Bild von mir. Doch ein anderer hat es gemalt“, erwiderte die Frau. „Kann ich mich auch malen lassen?“, fragte das Kind. „Kann passieren“, antwortete die Frau. „Wir können auch zusammen ein Bild malen.“ Sie gingen gemeinsam den Weg bis zur Haltestelle. „Wie heißt Du denn?“ Als das Kind seinen Namen sagte, stutzte die Frau. Sie wollte wissen, wo es wohne und wie es seiner Mutter gehe. „Mama ist viel auf Arbeit, Papa verreist. Ich bin viel allein und lese viel, da vergeht die Zeit schneller“, sagte das Kind. Mich hat sie schon fast vergessen, dachte die Frau, ich wusste gar nicht, dass sie ein Kind hat.

Die Tage vergingen. Sie saß fast täglich an der Haltestelle. Einmal sprach sie ein Mann an. Ob er sich neben sie setzen dürfe. Oder ob sie auf jemanden warte? „Nein“, erwiderte die Frau. „Der Platz ist wieder frei.“ Sie stand auf von der Bank. Sie hatte schon viel zu lange gesessen. Sie ging bedächtig, als lausche sie jedem Schritt nach. Mit leicht wiegendem Gang und tiefem Dekolleté. Der Mann sah ihr lange nach. Ihr Gesicht kam ihm bekannt vor. Sie erinnerte ihn an ein Bild, das er vor kurzem in einer Ausstellung gesehen hatte und das ihm aufgefallen war mit seiner lebhaften Farbigkeit und zugleich der spannungsvoll vibrierenden Ruhe, Sanftheit, Stärke und Sinnlichkeit, welche die Frau auf dem Bild verkörperte und wovon eine große Anziehungskraft ausging. Er wollte ihr nachlaufen und seine Eindrücke von dem Bild erzählen. Doch sie war schon im Gewimmel der Ein- und Aussteigenden an der Haltestelle verschwunden an diesem Frühlingstag.

Lilli Vostry
Geschrieben am 30.12.2022

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Premiere „Winterspeck“ in der Comödie Dresden

24 Samstag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater

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Knallhartes Trio der Besinnlichkeitsverweigerinnen: Drei sehr verschiedene Damen knebeln Santa Claus und entdecken Weihnachten für sich neu. Foto: Robert Jentzsch

Eine verrückt-komische Alternative für Weihnachtsmuffel

Mit reichlich schrägem Humor und Herzblut parodiert die Komödie „Wnterspeck“ scheinheilige Weihnachtsseligkeit. Zu erleben in der Comödie Dresden.

Alle Jahre wieder kommt der Heilige Abend. Doch nicht bei allen kommt Vorfreude auf. Drei Frauen entfliehen vor der verklärt romantischen Familienidylle unterm Lichterbaum, heimischen Fressorgien und Festtafelverhören und treffen aufeinander in Hardys Fitnessstudio als letzte Zuflucht in der Trash-Weihnachtskomödie „Winterspeck – Gans oder gar nicht“ von Lo Malinke. Die Premiere war am Mittwochabend in der Comödie Dresden.

Zwei Jahre nach der coronabedingten Spielpause kam die reichlich schräge, verrückt-komische Weihnachtskomödie unter Regie von Christian Kühn auf die Bühne. Ein kleiner Leuchtelch auf dem weißen Tisch und Lichterglanz hinter dem Schaufenster bilden die Kulisse im Sportstudio. Die Sportgeräte und der Sandsack sind das Mittel gegen Kummer- und Winterspeck der drei höchst verschiedenen Frauen. Sandra (krankhaft erfolgshungrig: Julia Alsheimer) trimmt ihren Körper zu flotten Klängen mit Gymnastikübungen und strampelt sich wie besessen auf dem Fahrradtrainer ab. Sie hungert, schreit auf bei Reizworten wie Schokolade und Braten und beißt heißhungrig in einen Deko-Lebkuchen aus Bauschaum. Das pralle Gegenteil von ihr ist Gudrun (reichlich überdreht: Mackie Heilmann). Sie bekam die Mitgliedschaft im Fitnessstudio letztes Jahr von ihrer Firma geschenkt und beschwert sich, dass sie noch kein Kilo abgenommen hat, ihr Schrittzähler ist meist Stand by. Gudrun ist Dauersingle, derb, direkt und flippt aus wie eine Furie bei jedem Anzeichen von Romantik oder Besinnlichkeit und verdrängt mit der rauen Art ihre Einsamkeit.

Mehr unfreiwillig platzt Karin herein, die auf der Fahrt zu ihrer Familie ausgerechnet den Geschenkekoffer stehenließ und aufgeregt mit der Bahn telefoniert, doch da meldet sich nur eine künstliche Ansagestimme. Humorvoll, kess, offen heraus und munter sächselnd, spielt die Rolle als weihnachtsgestresste Mutter und Oma die Schauspielerin Claudia Schmutzler, bekannt durch die Wendekomödie „Go Trabi Go“ (1991) an der Seite von Filmvater Wolfgang Stumph. Mit der Komödie „Winterspeck“ kehrt sie das erste Mal seit ihrer Jugend auf eine Bühne in ihrer Heimatstadt Dresden zurück und sorgt für reichlich Heiterkeit, wenn sie keuchend am Fitnessgerät rudert samt Einkaufstaschen, die wie Gewichte an ihren Armen hängen oder sie naiv selig lächelt als „Schaf“ in eine Decke gehüllt im Krippenspiel. Doch vorher fesselt und knebelt das knallharte Trio der Besinnlichkeitsverweigerungen Santa Claus, den Fitnesstrainer Hardy spielt (Benedikt Ivo) mit weiß blinkender Bommel im Mund. Auf Fitnessgeräten und Trampolin umherspringend, lassen sie zu Hardrockklängen ihren Frust heraus.

Im Kreis bei Kerzenschein erzählt jede von ihnen von Freud und Leid, Enttäuschungen und Trauer. Karin hat Panik hat vor dem ersten Weihnachtsfest ohne ihren Mann Tommy, will ihren Kindern nicht mit ihrer Heulerei das Fest vermasseln und sie will auch einfach mal nur die Karin sein und das tun, wozu sie  Lust hat. Sie essen Karins selbstgebackene, köstliche Speckschmalzstullen. Und sie entschenken sich, jede gibt ein ungeliebtes Geschenk in den Müllsack. Höhepunkt der Aufführung ist das flugs improvisierte Krippenspiel mit der Weihnachtsgeschichte für Senioren aus dem Pflegeheim. Einfallsreich und rasant komisch in Szene gesetzt, ziehen Maria und Joseph umher, schwebt Gudrun als Engel mit Flimmerkranz bibbernd vor Höhenangst am Seil.  Und liegt nach der frohen Botschaft Hardy als Jesuskind verzückt lächelnd in der Krippe. Nostalgische Weihnachtsmelodien mit Glöckchenklang und Glitzerkugel mit Lichtern, die wie Flocken tanzen, zaubern doch noch Weihnachtsstimmung und es wird warm um Herz. Auf der Bühne umarmen sich alle, tanzen ausgelassen und Weihnachtsmuffel Gudrun ruft Frohe Weihnachten! in den Saal. Viel Beifall für einen besonderen Theaterabend nach dem Motto: Weihnachten ist das, was wir daraus machen!

Text (lv)

http://www.comoedie-dresden.de

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Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros

23 Freitag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Zeit zum Innehalten: Innigkeit, Verbundenheit und Halt strahlen die Zeichnungen und Paar-Plastiken von Konstanze Feindt-Eißner aus, die Galeristin Janett Noack in der Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ zeigt.


Zarte, fragile, sich umarmende Körper und umhüllt von winterlichem Weiß. Erstmals mit ihren figürlichen Zeichnungen und Kaltnadelradierungen dabei ist die Künstlerin Rita Geißler in der Galerie Kunst & Eros (re, im Bild).

Opulente Sinnlichkeit und wunderweiße Pracht

Verlockendes für die Sinne in zarten und leuchtenden Farbtönen, fragilen, kraftvollen und witzig-frivolen Formen versammelt  die Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden.

Ein nachtblaues Paar im Federkleid zeigt das Titelbild von Gudrun Trendafilov zur traditionellen Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 28. Januar 2023 zu sehen).

Verlockendes für die Sinne in Malerei, Grafik und Plastik zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, von sieben zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region und weiteren Gästen versammelt die Ausstellung. Traumversunkene und sich umarmende Paare, weiß umhüllte Körper, still ruhende, fragile, schwebende, springende und sinnende Figuren zwischen Tag und Nacht, Licht, Dunkel, Liebe, Frost, Wärme und Kälte. Pastellfarben, gelb und türkis leuchten die sinnlich lustvollen Paar-Bilder von Gudrun Trendafilov. Winterliches Weiß umschließt weich und sanft Körperumrisse, die fast verschmelzen mit der Landschaft in einem runden Acrylbild mit Kreide und in Kaltnadelradierungen von Rita Geißler. Sie stellt erstmals aus in der Galerie Kunst und Eros. Ihre Arbeiten berühren mit ihrer Zartheit und Kraft der weißen Flächen und feinen schwarzen Linien, ihrem schwerelosem Schweben. Rita Geißler ist vor allem durch ihre Landschaftsdarstellungen, die durch sehr sparsame, lineare Kontraste auffallen, bekannt.

„Bei ihr im Atelier sah ich die  figürlichen Arbeiten, auch Akte, alles Druckgrafik, die sie bisher kaum oder noch nie gezeigt hat. Ich wollte Mensch und die Landschaft zusammen führen“, sagt Galeristin Janett Noack. „Ebenso die Stille, Erotik und Melancholie, die erzeugt werden in den Bildern. Sie strahlen etwas Apartes, Ruhiges und Klares aus in ganz eigener Bildsprache.“ Mit ihrer wunderweißen Pracht füllen die Grafiken von Rita Geißler nun eine Bilderwand in der Adventsausstellung. Die grazilen, Nähe, Halt und Verbundenheit ausdrückenden Steinplastiken zwischen konkret und abstrakt der Bildhauerin Konstanze Feindt-Eißner passen wunderbar dazu. Wie das stehende Paar aus weißem Laaser Marmor, ein innig versunkenes Paar aus rosa Steatit und eine erdbraune bronzene „Lange Madonna“. Außerdem sind von Konstanze Feindt-Eißner neue farbige Zeichnungen mit archaisch reduzierten Figuren zu sehen, umgeben von pflanzlichen Formen und „Mit grünem Mond“, die weiße und rote Kugeln balancieren und weitergeben. In kraftvoll erdigen Farben und schwungvollen Formen zeigt Anita Voigt ihre Frauenakte, nach Modell gezeichnet und eine Serie bezaubernder „Nymphen“. Schönheit und Vergänglichkeit verbinden die Collagen von Udo Haufe wie „Das Mädchen und der Tod“ und reizvoll märchenhafte Adaptionen wie „Der Fisch und seine Frau“, auf dem sie reitet.

Witzig-frivole kleine Zeichnungen aus dem Nachlass von Horst Hille sorgen für Schmunzeln. Faszinierend die Grafiken mit filigranen Körperhüllen von Tina Wohlfarth. Farbenfroh und fantasievoll bemalte Keramik und kleine Figuren von Michele Cyranka stehen umgeben von goldenen Glocken und opulentem, bemaltem Porzellan, Vasen, Dosen und Schmuck, gestaltet von Janett Noack in purpur und in Lüsterfarbe schimmernd. „Es war ein bewegtes Jahr mit viel Farbe und Bewegung, das nun mit Besinnlichem ausklingt und ich freue mich auch auf das Knistern im Schnee“, so die Galeristin. „Ich hoffe, dass es so weitergeht, man viele Menschen trifft und sich nicht wieder zurückziehen muss, dass es lebendig bleibt.“

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa von 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

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Zauberhafte Welt: Der 25. Dresdner Weihnachts -Circus feierte Premiere

23 Freitag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Manege frei für den 25. Dresdner Weihnachts-Circus: Tollkühne Luftakrobaten, auf dem Hochseil tanzende und kletternde Artisten, hinreißende Tierdarbietungen, die von Mut, Vertrauen, Hingabe, Anmut und Eleganz erzählen wie Alexander Lacey mit einem Rudel von elf Löwen und Tigern, die schwungvollen Wirbelwinde aus der Puszta und drei mit Rüsselspitzengefühl sich bewegende Elefantendamen. Grandios, glänzend, großartig verzaubernde, internationale Zirkuskunst der Spitzenklasse. Noch bis 6. Januar 2023 zu erleben auf dem Volksfestplatz im Ostragehege.

Mehr Text zum Programm folgt.

Text + Fotos (lv)

Vorstellungen täglich14 und 18.30 Uhr.

Heiligabend nur 14 Uhr

Zusatzvorstellungen am 23., 27. und 29.12. sowie am 2. Januar um 10 Uhr.

Zum 25. Ökumenischem Gottesdienst unter dem Motto „Gott ist auch in der Manege“ mit Geistlichen verschiedener Konfessionen, Artisten und Zirkusleuten, die Programm-Ausschnitte zeigen, sind BesucherInnen herzlich eingeladen am 26.12.,10 Uhr im Chapiteau des Dresdner Weihnachts-Circus auf dem Volksfestplatz im Ostrageghege. Eintritt frei.

http://www.DWC.de


Katzen unter sich…

Streicheleinheiten für eine Löwin…

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Abschiedskonzert von Ludwig Güttler beim Festival Sandstein & Musik in der St. Marienkirche in Pirna

23 Freitag Dez 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Lichtvolle Kraft der Musik

Kerzen und Bläserklänge funkelten bei der „Bläserweihnacht“ mit Ludwig Güttler und seinem Blechbläserensemble in der St. Marienkirche in Pirna. Mit den beiden Konzerten verabschiedete der Startrompeter sich zugleich vom Festival Sandstein und Musik.

Die Kerzen am Adventskranz vorm Altar und beidseits der Zuschauerreihen funkelten mit den lichtvollen, tröstenden, wärmenden, hoffnungsfrohen und kraftvollen Klängen bei der „Bläserweihnacht“ mit Ludwig Güttler und seinem Blechbläserensemble am Sonnabend in der St. Marienkirche in Pirna.
    Nahezu ausverkauft waren die 1 200 Plätze beim Abschlusskonzert des 30. Festivals Sandstein und Musik unter dem Motto „Saat und Ernte“. Mit den beiden Konzerten am zweiten Advents-Wochenende in dem prachtvollen Kirchenbau gab der Startrompeter und langjährige künstlerische Leiter von Sandstein und Musik gleichzeitig seinen Abschied von der Festivalbühne. Im kommenden Jahr wird er 80. Güttler kam mit Gehhilfe und in der anderen Hand seine Trompete haltend herein unter herzlichem Beifall des Publikums. Etliche Musikfreunde zückten in der Pause ihre Handys für ein Erinnerungsfoto mit dem namhaften Musiker, der ruhig und gelassen auf seinem Stuhl saß und in den Partituren blätterte.

Gemeinsam im Halbrund sitzend, musizierten Güttler und sein Ensemble mit Bravour und Hingabe eine faszinierende Mischung aus bekannten und selten gespielten Liedern und Chorälen zur Weihnachtszeit aus verschiedenen Jahrhunderten und unterschiedlichen Blickwinkeln. Zu hören waren helle, klare, feierlich erhabene, beschwingte und zart besinnliche Stücke, gegliedert in mehrsätzige, geschlossene Abschnitte (Partiten) für Blechbläser, Posaunen und aufrüttelnde, unruhevolle Paukenschläge. Begonnen bei Musik der Renaissancezeit von Pietro Torri, Wilhelm Friedemann Bach, Johann Crüger, Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach über Variationen zu „Tochter Zion“ von Ludwig van Beethoven und Georg Friedrich Händel bis zu „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Praetorius, einem der bekanntesten Weihnachtslieder als Höhepunkt des Konzerts. Zuerst als Sinfonia für Solotrompete und vier Posaunen gefühlvoll gespielt, bewegte Güttler das Publikum zum Mitsingen, das aufstand und gemeinsam von dem Blümlein sang, das mit seinem hellen Schein die Finsternis vertreibt.

Reichlich Beifall und Blumen gab es zum Schluss für das Konzert und Lebenswerk von Ludwig Güttler. „Es ist erstaunlich, was er leistet. Nicht nur mit seiner Musik, sondern auch seinem Einsatz für den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden. Früher war es schwer, Karten für Konzerte mit Güttler zu bekommen“, sagt ein 82-jähriger Mann aus Berggießhübel begeistert vom Abschiedskonzert in der Marienkirche. Inzwischen hat er mehrere Kassetten und CD`s mit weihnachtlicher Bläsermusik von Ludwig Güttler zuhause. Am Kirchenausgang konnten die Konzertbesucher in einen Instrumentenkoffer Geld spenden für die Förderung des Musikernachwuchses. Der Ticketverkauf für das Festival Sandstein und Musik im nächsten Jahr (vom 25. März bis 10. Dezember 2023) unter dem Motto „Im Fluss“  startete am 19. Dezember laut Veranstalter. 

Text + Fotos (lv)

http://www.sandstein-musik.de

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GeschichtenAbenteuer: Fantasius Firlefanz im Weihnachtsland

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kurzgeschichten, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Märchentante & Geschichtenerzählerin: Die Kinder Klara und Artur sind schon gepannt auf neue GeschichtenAbenteuer mit dem kleinen Holzvogel Fantasius Firlefanz der Dresdner Autorin Lilli Vostry. Im neuen Jahr biete ich Schreib- und Geschichten-Werkstätten für Kinder in Dresden und Umland an. Interessierte Einrichtungen, Freizeittreffs und Eltern können sich gern bei mir melden. Foto: JN

Fantasius Firlefanz im Weihnachtsland
(Für Klara und Artur)

Etwas Weißes lugte unter dem geblümten Tischtuch hervor.
“Was war das?“, überlegte Fantasius Firlefanz. Eine Schneeflocke. Ein kleiner Schneemann gar oder ein weiß glasierter Pfefferkuchen? Er steckte seinen Kopf unter den Stubentisch und zwei gelbe Augen funkelten ihn an. Eine weiße Pfote reckte sich ihm entgegen. Auf dem Stuhl saß die grauweiß getigerte Jade und sah den kleinen Holzvogel aufmerksam an. Der flog lieber weg. Er wusste, was Katzen einmal in ihre Pfoten bekommen, lassen sie nicht so schnell wieder los. Sie spielen und erkunden eben gern. Auf dem Tisch in der Küche und in der Stube standen jetzt große rote Blütenkelche, Fichtenzweige und ein wundervoller Strauß mit weißen langen Blütenstengeln, Zweigen mit  roten Beeren und goldbemalten kleinen Äpfeln in den Vasen.

Fantasius staunte über all die wundersamen Dinge. Da musste etwas ganz Besonderes bevorstehen! Seine Augen leuchteten und sein Herz hüpfte vor Freude. Kerzenhalter mit Lichterengeln, ein kleines Pfefferkuchenhaus weiß verziert, aus dem duftender Rauch aufstieg und Spieldosen, aus denen fröhliche Weihnachtslieder erklangen, standen da. Auf einer Schokoladendose weckte eine Abbildung Fantasius` Neugier. Dort saßen in verschneiter Winterlandschaft ein Mann in rotem Kittel, roter Mütze mit weißer Bommel, rotweißen Strümpfen und Stiefeln und eine Frau in einem zartroten Kleid und Flügeln am Kaffeetisch. Eine Kaffeetasse mit Sahnehäubchen, Kuchen und ein kleines Bäumchen geschmückt mit roten Kugeln standen darauf. Ein kleines Eichhörnchen saß auf dem Tisch und hielt eine Nuss im Arm. Eine große und kleine Eule kuschelten sich aneinander, ein Eulenkind lief Schlittschuh auf dem Eis. Ringsherum blinkten Sterne, schwebten Schneeflocken, ragten bunte Geschenkeberge in die Höhe und ein kleiner Vogel mit Bommelmütze flog ein Kistchen am Schleifenband haltend durch die Lüfte. „Oh, wie schön! Dort will ich hin!“, rief Fantasius Firlefanz freudig. Doch wo befand sich dieses Wunderland? „Könnt ihr mir den Weg zeigen?“, fragte Fantasius den kleinen Stoffelch, der einen rotweißen Schal trug und eine rote Nase hatte und den golden schimmernden Engel, die neben ihm auf dem Stubentisch, neben dem Computer, saßen. „Ja, wir kommen mit Dir“, sagten sie.

Sie winkten der Frau zu und flogen zum Fenster im Wintergarten hinaus. Von der wunderweißen Pracht war fast nichts mehr zu sehen. Die Bäume standen wieder dunkel und kahl. Raben krächzten heiser im Geäst. „Nanu, ein paar Tage vor Weihnachten kein Schnee?! Wo war der Winter hin verschwunden?“, überlegte Fantasius Firlefanz und beschloss ihn ebenfalls zu suchen. Vielleicht brauchte er auch eine kleine Verschnaufpause und saß mit bei dem Weißbärtigen im roten Kittel gemütlich am Tisch bei einer dampfenden Tasse Kaffee. Ein süßer Duft stieg in Fantasius` Schnabel. Sie flogen über einer Stadt mit vielen glitzernden Buden und Lichterketten, vor denen viele Leute standen. Es roch nach gebrannten Mandeln, Glühwein und allerlei Gebrutzeltem und Gebackenen. Eine goldene Krone funkelte an einer Lichterkette in der Luft. “Ist die für den Geschenkekönig?!“, staunte Fantasius. Er sah Menschen vollbepackt mit Taschen über den Markt und durch die Straßen eilen. Kaum einer blieb vor dem hohen Lichterbaum und der Krippe mit dem Kind stehen.

Sie waren schon weit geflogen. Der kleine Holzvogel hielt sich am zottligen Elchfell auf seinem Rücken fest und der Engel begleitete sie. Es dunkelte bereits als sie ankamen. Tief versteckt im Wald stand eine Hütte, aus der Licht schien. Hinter den Fenstern  sahen sie rote Zipfelmützen. In der Wichtelwerkstatt ging es emsig zu. „Die Wunschzettel für Geschenke werden jedes Jahr länger“, seufzte der Weihnachtsmann. Bloß gut, dass er so viele fleißige Helfer hatte. Er saß tatsächlich am Tisch beim Kaffee und neben ihm im zartrosa Kleid der Weihnachtsengel Rosalie. „Erfüllt ihr wirklich die Träume der Menschen?“, fragte sie Fantasius Firlefanz. „Wir geben uns alle Mühe. Doch viele haben das Träumen verlernt. Dann lassen sie sich schwer erfüllen“, sagte der Weißbärtige.

“Wie schön, dass ihr uns besucht. Seht euch nur um im Land der Wunder“, sagte lächelnd der Weihnachtsengel Rosalie. „Weißt Du, wo der Winter sich versteckt hat? Die Menschen wünschen sich so sehr eine wunderweiße Weihnacht“, fragte Fantasius sie. „Oh, vielleicht hat der Winter auch gerade genug von Schnee und Kälte und ist in den Süden gereist oder zu Besuch bei Frau Holle und macht es sich in einem ihrer Federbetten bequem“, erwiderte Rosalie. Vor der Hütte im Wald stand schon der Rentierschlitten des Weihnachtsmannes voller schöner Geschenke, Spielsachen und anderer zauberhafter Dinge bereit. Ein Engel reichte ihm einen rotbäckigen Apfel. Bald würde er  lustig glockenschellend mit dem Rentierschlitten durch die Lüfte zu den Menschen sausen am Weihnachtsabend. Hoffentlich blieb er nicht in einer Schneewehe feststecken! Wenn der Winter genug vom Ausruhen hatte und wieder mit eisigem Vergnügen durch die Lande brauste. Hui, wie gern würde Fantasius einmal mit dem Rentierschlitten durch die Lüfte fliegen. Doch vorher musste er doch zurück in die Stadt zu der Frau und den Kindern Klara und Artur und ihren Eltern, die ihn schon sehnsüchtig erwarteten und denen er gleich von seinem neuen Geschichten-Abtenteuer erzählen würde.

Lilli Vostry
Geschrieben am 21.12.2022

Kontakt: lilli.vostry@web.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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