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meinwortgarten.com

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Kategorien-Archiv: Projekte

Ausstellung zur umherziehenden „Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger

21 Montag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Kinder planschen gern durch Pfützen und entdecken darin die Welt wundersam verwandelt. Diesen Effekt nutzt die Künstlerin Sabine Eichler in ihrem Kunstprojekt mit ihrem Objekt „Pfütze“, auf einem Handwagen an der Leine ist sie damit unterwegs und hält dabei entstehende Begegnungen, Spiegeleien und neue Selbsterkenntnisse mit anderen Menschen in Fotografien und Videofilmen fest. Zurzeit ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Beide Künstlerinnen hatten viel Spaß wie man sieht – die „Pfütze“ steht für Offenheit, Fantasie, ist ein Mittel zur Kommunikation und bringt Menschen zusammen. Text + Fotos (lv)

*

Zieh’ mir den Himmel über Land

Sabine Eichler bespielte mit Installationen, Fotografien und Videos die Galerie Drei auf der Prießnitzstraße. Zurzeit ist die Künstlerin mit ihrer „Pfütze“-Installation im Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Strasse 5 zu Gast.

„Je langsamer, desto mehr Blume“, sagt die Künstlerin Sabine Eichler. Was zunächst als ebenso absurde wie poetische Aussage überrascht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als passender Sinnspruch für die vielgestaltige Kunst Eichlers, die nach einer Buchbinderlehre im Abendstudium an der HfBK sowie an der Burg Giebichenstein in Halle studiert hat. Unlängst waren ihre Arbeiten in der Ausstellung „Ich zieh den Himmel über Land“ in der galerie drei zu sehen.

Vor einigen Jahren stieß Eichler im Roman „Stechapfel“ der Finnin Leena Krohn auf jene symbolhafte Szene eines kleinen Jungen, der voller Verzückung eine Pfütze als Mittel der Spiegelung von Welt und damit als Bild für einen neuen Blick auf das Leben entdeckt. Derart angestachelt, baute Eichler 2017 aus Presspappe, Bauschaum und schwarzer Folie eine erste eigene „Pfütze“, die sie fortan auf einer Art Handwagen montiert an der Leine auf Ausflüge, Reisen und Besuche bei Freunden mitnahm.

Für die Künstlerin ist die der Literatur entlehnte, abstrahierte „Pfütze“ Spiegel und Lupe, Kunstobjekt und Objektkunst, Wegbegleiter und Wegweiser in einem. Sie ist ein Vehikel für Perspektivwechsel, eine ständige Objekt – ja beinahe Subjekt – gewordene Erinnerung daran, dass nichts als gegeben oder neutral missverstanden werden sollte – das Meiste, das uns umgibt, ist gemacht und veränderbar – wie seine Deutung.

Die Künstlerin hat das Objekt „Pfütze“ während der Fertigung im Atelier fotografiert sowie in der Folge in Kombination mit den unterschiedlichsten Gegenständen und Menschen: Während der Zeit der bislang größten Corona-Beschränkungen hierzulande liefen Leute mit jener „Pfütze“ im Schlepptau durch die Dresdner Innenstadt und den Großen Garten. Man kann sich vorstellen, dass das Ziehen eines ein Meter langen, flachen und mit Wasser gefüllten Objekts an einer Hundeleine die eigene Bewegung verändert, verlangsamt und folglich auch unseren Blick auf die Welt – den der anderen sowieso. In dieser beinahe meditativen Reflexionsübung mit angeleinter „Pfütze“ liegt viel Komik und ein großes, geradezu befreiendes Potenzial.

Als Ausstellung funktioniert das Ganze mal mehr, mal weniger. Da die Künstlerin im Normalfall nicht anwesend ist, um das eigene Werk zu erklären und zu kontextualisieren, müssen Anliegen, Idee und Umsetzung aus den Arbeiten heraus funktionieren und sich allein durch sie vermitteln. In den Räumen der Galerie wird die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmittel und Medien, derer sich Sabine Eichler für ihr Projekt bedient hat, deutlich, ebenso wie ihre Fantasie und das Radar für menschliche Begegnungen, die sich während des Projekts ergaben, es befeuerten und ihm ihre Prägung gaben.

Die großen Fotodrucke im Untergeschoss geben einen Eindruck von den Frauen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds, die Eichler in den letzten Monaten getroffen hat und die mit der „Pfütze“ jeweils andere Erfahrungen machten – weil sie ihre je spezifische Lebenssituation an das Objekt heran- und ins Projekt hineintrugen. Diese Aufnahmen haben, ebenso wie der Film mit einer der Protagonistinnen, vor allem dokumentarische, weniger künstlerische Qualität. Andere Fotografien überzeugen als Bilder an sich, wie die absurden Kombinationen von „Pfütze“ und Plastiktiger an ihrem Ufer, weil hier leichtfüßig alle Größenverhältnisse und Realitätsebenen ausgehebelt werden, sodass klar wird: Alle Sinnzuweisung ist eine Abstraktion und funktioniert stets im Verhältnis zu anderen derartigen Interpretationsleistungen. Ebenso poetisch wie sinnfällig ist die beinahe monochrome, ins Riesenhafte gesteigerte Nahaufnahme der „Pfütze“ und ihrer Spiegelungen. Als programmatisch offenes Bild erlauben sie mannigfaltige Deutungen, weil wir hier nicht sicher sein können, was wir eigentlich sehen – die Welt, ihr Spiegelbild, beider Umkehrung oder nur das, was wir sehen können und zu sehen glauben.

Von Teresa Ende
Kunsthistorikerin
(Dieser Beitrag erschien am 16.9.2020 in der DNN und wurde von Sabine Eichler freundlicherweise zur Verfügung gestellt für meinwortgarten.com )

Die Ausstellung von Sabine Eichler war bis 19. September in der galerie drei, Prießnitzstraße 43 zu sehen. 

http://www.sezession89.com


„Die Pfütze“ als Spiegel, Kunstobjekt und Ort der Begegnung: Kati Bischoffberger vor ihrem Atelier, wo das Kunstprojekt von Sabine Eichler zurzeit vorgestellt wird.

Atelier

Kati Bischoffberger

Oschatzer Straße 5
01127 Dresden
0351-5004020

Sabine Eichler
http://co.sabine-eichler.de/?page_id=869
http://sabine-eichler.de
https://www.instagram.com/sabine_eichler/
Kati Bischoffberger
https://www.instagram.com/kati_bischoffberger/
http://kati-bischoffberger.com

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Ausstellung „Spielereien & Spiegeleien in der rollenden Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger

20 Sonntag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Collage-Spielerei von Kati Bischoffberger

Die Pfütze als Spiegel

„Spiegeleien in der rollenden Pfütze“ heißt ein fotokünstlerisches Projekt von Sabine Eichler, mit diesem ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Sie hat die Ruhe und den Rückzug während der Corona-Ausgehbeschränkungen genossen, erzählt sie. „Aber jetzt reicht`s und ich habe Sehnsucht nach Leben in meinem Atelier.“

Ihre Collage-Spielerei will in Resonanz und direkten Kontakt mit den Besuchern gehen.

Zur Ausstellungseröffnung mit ihren neuesten Arbeiten laden die beiden Künstlerinnen am 20. September (16 – 18 Uhr) neugierige Kunstfreunde herzlich ein ins Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Straße 5 in Dresden.

Weitere Infos zu den Künstlerinnen:

Sabine Eichler
http://sabine-eichler.de
https://www.instagram.com/sabine_eichler/
 
Kati Bischoffberger
https://www.instagram.com/kati_bischoffberger/
http://kati-bischoffberger.com

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Skulpturengarten & LABratorium mit Kultur auf den Elbwiesen in Altkötzschenbroda

19 Samstag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte

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Fantasiereich: Zum Staunen, Wandeln und Innehalten lädt wieder der Skulpturengarten von Richard von Gigantikow und seinem Team auf den Elbwiesen in Radebeul-Altkötzschenbroda ein. Foto: Veranstalter

LABratorium, am Widerhaken der Dekonstruktion

Skulpturengarten auf den Elbwiesen Radebeul, Open Air und kostenfrei. Ein fantastischer Impuls für den öffentlichen Raum im alltäglichen Spannungsfeld der Pandemie.

Vom Elberadweg sichtbar ragt auf den Elbwiesen hinter Kötzschenbroda die große Freiluftinstallation LABratorium in den Himmel. Unter der Leitung v. Richard v. Gigantikow entstand in der letzten August Woche der Skulpturengarten an seinem angestammten Platz. Schon am ersten September Wochenende lockte die Installation alt und jung, Einheimische und Touristen an. Fasziniert von den Skulpturen und Sprüchen wandelten sie durch den offenen Freiluftgarten. Inspiriert und motiviert wurde gemeinsam gebaut, geschrieben, musiziert und geplaudert.
Für die kommenden Wochenenden konnten Künstler für das temporäre Kulturforum Radebeul gewonnen werden: Peter Till mit seinem Dampfdruckorchester, Franzobel, der aktuelle Stadtschreiber Dresdens bis zur legendären Performerin Fine Kwiatkowski.

Am Samstag und Sonntag, dem 19. und 20. September werden wieder zahlreiche Künstler das LABratorium den Skulpturengarten auf den Elbwiesen hinter Kötzschenbroda bespielen. Jeden Freitag, um  17 Uhr gibt es eine Übungsstunde. Unter der Leitung von Richard von Gigantikow entsteht seit 20 Jahren das Besucherhighlight des Weinfestes Radebeul. Auch dieses Jahr ein einprägsames Kunst- und Kulturereignis, das ein breites Publikum faszinieren wird. Die humorvolle Streitkultur ist sein Qualitätskriterium. Es gibt ein Pleinair auf den Elbwiesen, verschiedene Künstler werden permanent praktizieren, Franzobel, der Stadtschreiber von Dresden, wird am Samstag um 18 Uhr lesen. Weitere Aktionen und Performance mit der legendären Fine Kwiatkowski sind angekündigt. Am Sonntag, 20.9. um 11 Uhr Künstlerfrühstück mit Kaffee und Kuchen (jeder bringt was mit), Frankbambuli wird spielen und der Puppenspieler Jan Mixsa gegen 15 Uhr performen.

Programm: https://luegenmuseum.de/labratorium/

Mit der LABY Reihe erforschen der „Kunst der Lüge“ e.V. Formen im öffentlichen Raum, wie unter den derzeitigen Bedingungen Kunst und Kultur praktiziert werden kann, ab 3. Oktober als LABYlysium auf dem Burgplatz in Leipzig.

Der Kunst der Lüge e.V. bietet nun eine Einsatzstelle für Bundesfreiwillige ohne Altersbegrenzung. Engagierte Menschen, welche die Kunstprojekte unterstützen wollen oder dabei helfen möchten, den maroden Gasthof herzurichten, können sich im Lügenmuseum melden. Das Kulturzentrum Lügenmuseum mit einem spartenübergreifenden Kunst- und Kulturangebot, Teil der freien Kulturszene konnte erst nach der Friedlichen Revolution zu solch einem freien gemeinnützigen Träger wachsen. Heute Ausweis unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, sind sie doch eine sehr junge Errungenschaft.

Text + Fotos: Reinhard Zabka

Lügenmuseum
Kötzschenbrodaer Str. 39
01445 Radebeul / Dresden
+49 176 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de


Akteure Irina von Trollen und Robert Hennig, Tanzstunde.

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20 Jahre Jazztage Dresden 2020 Live und in Echtzeit & Konzert mit Konstantin Wecker in der Jungen Garde

18 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Projekte

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Der Intendant der Jazztage Dresden und Bassist der Klazz Brothers Kilian Forster vor dem Plakat der Jazztage Dresden 2020. Das diesjährige „Gesicht“ des Festivals sind die Echo-Preisträger Klazz Brothers & Cuba Percussion. Foto © Andreas Weihs

Jazztage Dresden 2020 – aus der Not eine Tugend!

Das 20-jährige Festivaljubiläum wird (inter)national und bringt Dresdner Künstlern und Ensebmbles aus der Region einem größeren Publikum nahe.

2020 sollte ein ganz besonderes Jahr werden – 20 Jahre Jazztage Dresden! Von den Anfängen in der kleinen aber feinen Unkersdorfer Kirche mit vier Konzerten und 400 Gästen im Jahr 2001 über den Schritt ins Dresdner Zentrum bis hin zu einem der größten Jazzfestivals in Deutschland, das jährlich rund 40.000 Gäste empfangen durfte, gab es doch einiges zu feiern. Zusätzliche Programmbestandteile wollten dafür in diesem Jahr umgesetzt werden, wie etwa die Sonderkonzertreihe „20 Konzerte an 20 Spielstätten“ und vieles mehr.

Dann kam der Stopp und damit die monatelange Ungewissheit, wie und ob es mit den Jazztagen weitergehen würde. An vielen Stellen – unter anderem über die von Jazztage-Dresden-Intendant Kilian Forster initiierte Aktion STUMME KÜNSTLER – wurde auf die schwierige Lage freischaffender Künstler, deren Veranstalter und eine große Anzahl darum herum angelagerter Berufsgruppen und Gewerke aufmerksam gemacht. Und an mancher Stelle auch gehört.

„Wir freuen uns als Jazztage Dresden sehr über die Unterstützung von Stadt und Land, die dem Festival für dieses Jahr das Überleben sichern werden. Dies soll nun unbedingt weitergegeben werden – zum einen an die Musiker, die wir zum Festival einladen möchten, aber auch an das Publikum, dem wir auch im Herbst den Genuss großartiger Live-Musik ermöglichen wollen. Gerade in herausfordernden Zeiten für alle Beteiligten ein wichtiger Bestandteil seelischer Gesundheit“, sagt Forster.

Die Unterstützung von Stadt und Land für das Festival – etwas über 100.000 Euro – über diverse Corona-Unterstützungsprogramme kompensieren natürlich bei weitem nicht die Einnahmeausfälle von circa 750.000 Euro. Jedoch versetzen sie die Jazztage Dresden in die Lage, das Festival im Herbst durchzuführen. Anders als in vorigen Jahren, anders als geplant – aber in veränderter Form live auf der Bühne! Und diese Tugend machen sich die Veranstalter zur Pflicht: die Jazztage werden im Jubiläumsjahr 2020 einen großen Schwerpunkt auf Künstler und Ensembles aus Dresden und der Region legen. Bereits zu den aktuell noch stattfindenden Kulturinseln ist der Reichtum und die Vielfalt der lokalen Szene zu erleben – mit manchen Perlen darunter! Die Notwendigkeit, mit internationalen Stars und teurem Eintritt Ticketerlöse in Größenordnungen der letzten Jahre generieren zu müssen, ist durch die aktuelle Unterstützung nicht mehr in dem Umfang erforderlich. Dies schafft die Möglichkeit, Dresdner Künstler und Ensembles aus der Region im Rahmen der Jazztage endlich einem größeren Publikum nahe zu bringen – auch zu moderateren Ticketpreisen. Wir bauen an der Stelle auf die Solidarität des Publikums, mit den Jazztagen zusammen auf die Entdeckungsreise in die lokale und regionale Jazzszene zu gehen!

Der Ort der Pressekonferenz – Eyßer Schöne Gärten in Dresden-Cossebaude – ist selbst ein Symbol für Solidarität und Zusammenhalt. 2002 stand das gesamte Gelände samt Werksräume 2,50 m unter Wasser. Und die Solidarität zur Hilfe und Unterstützung war allerorten präsent – von offizieller Seite aber auch tatkräftig von „Unbeteiligten“ über Unterstützung beispielsweise bei Rettungsaktionen, Aufräumarbeiten oder auch privaten Spenden. „Genau diese Solidarität, diesen Zusammenhalt, benötigen wir auch heute wieder. Im Kulturbereich insbesondere für freischaffende Künstler, deren Veranstalter und all die vielen Berufsgruppen und Gewerke, deren Arbeit im Umfeld von Konzerten und Veranstaltungen dieselben erst möglich macht“, so Forster weiter. Konzerte mit regionalen Ensembles sollen weiterhin – und dies wohl erstmals überhaupt – durch Mitmusiker aus entfernten Ländern und Kontinenten ergänzt werden. Live und in Echtzeit ist dies über die neue „Fast Technologie“, entwickelt in Sachsen und Sachsen-Anhalt, möglich. Durch eine minimale Latenzzeit von 20 Millisekunden wird ein aufeinander Reagieren im direkten Zusammenspiel über Kontinente hinweg möglich – live, spontan und improvisiert im Konzertsaal in Dresden mit live zugeschalteten Gästen aus Übersee!

Weiterhin in Planung ist die Eröffnung der Jazztage Dresden am 21. Oktober 2020 im QF Quartier an der Frauenkirche. Und dies bereits mit Dresdner Künstlern als Vorgeschmack auf das Festival selbst. Am 8. November ist ein „Jazztag“ vorgesehen, der gemeinsam mit einem von der Stadt geplanten verkaufsoffenen Sonntag den Jazz in die gesamte Stadt tragen wird – in Geschäfte und Einkaufszentren und weitere öffentliche Orte.

Einige der für 2020 geplanten Stars aus Übersee werden erst im Jahr 2021 nach Dresden kommen können – bei manchen ist dies noch unklar. Aufgrund der allgemein auch weiterhin sehr flexiblen Lage bietet der Blick auf die Website der Jazztage den besten und aktuellsten Stand der Festivalplanung.

„Mag auch aufgrund der aktuellen Lage vieles immer wieder unklar und in Bewegung sein: die Jazztage Dresden stehen zwar auf verändertem, aber sicherem Boden – und so haben Ticketkäufer die Sicherheit, dass Konzerte im schlimmsten Fall verschoben werden beziehungsweise aus den Tickets Gutscheine für spätere Tickets werden“, so Forster abschließend.

Weitere Infos: www.jazztage-dresden.de

Jazztage verlegen auch Konzert von Konstantin Wecker vor

Eine gefühlvolle Stimme am Klavier macht Konstantin Weckers Auftritte unverwechselbar. Der 1947 in München geborene Musiker, Schriftsteller, Schauspieler und Komponist gehört heute zu den bedeutendsten Liedermachern im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mit Abstand das beste OpenAir-Theater der Welt“ wird sein ursprünglich für November im Rahmen der Jazztage Dresden geplantes Solo-Konzert nun auf den 18. September 2020 vorverlegt. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr in der Jungen Garde statt.

Konstantin Wecker ist seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr von den Bühnen wegzudenken. Erstmals trat er 1968 als Liedermacher auf, der Durchbruch sollte ihm dann 1977 mit der Ballade „Willy“ und dem Album „Genug ist nicht genug“ gelingen. Sein breites künstlerisches Schaffen, aber auch persönliche Krisen und Höhenflüge zeigen sich eindrucksvoll in insgesamt rund 40 LP- und CD-Produktionen, darunter „Liebesflug“ (1981), „Ganz schön Wecker“ (1988), „Vaterland“ (2001), „Am Flussufer“ (2005) und „Ohne Warum“ (2015).

Mit der für ihn typischen Verbindung aus Poesie und Musik möchte Konstantin Wecker denen Mut machen, die die Welt verändern wollen. Sein Solo-Programm ist geprägt von Wut und Zärtlichkeit, Mystik und Widerstand und sucht immer wieder nach dem Wunderbaren. Als Pazifist kämpft er dabei schon lange mit viel Kraft und Gefühl für eine Welt ohne Waffen und Grenzen. Neben Stücken wie „Der alte Kaiser“ und „Genug ist nicht genug“, die längst einen Stammplatz in der deutschen Liedermacherszene haben, präsentiert Konstantin Wecker allein am Flügel auch neue Songs wie „Der Krieg“, „An meine Kinder“ und „Heiliger Tanz“, die auf seiner CD „Ohne Warum“ zu hören sind.

Zu dem ungewöhnlichen Schritt der Vorverlegung entschlossen sich die Jazztage Dresden, um den Fans von Konstantin Wecker ein gesichertes Konzert mit über 1.000 Zuschauern in der Jungen Garde zu ermöglichen. Dies dient auch dem sicheren Fortbestand der Jazztage. Alle Karteninhaber wurden bereits persönlich via E-Mail über die Corona-bedingte Verlegung informiert. Die für den 14. November erworbenen Tickets können noch bis zum 18. September um 12 Uhr für das vorverlegte Konzert per Mail an ticket@jazztage-dresden.de  getauscht werden, solange der Vorrat reicht. Der Einlass nur mit einem Ticket vom 14. November ist nicht möglich. Da eine Nachverfolgungspflicht besteht, müssen Ticketinhaber, die ihre Karten anonym bei Vorverkaufsstellen erworben haben, sich an der Abendkasse unter Vorlage eines Ausweisdokuments namentlich registrieren. An der Abendkasse werden eventuelle Restkarten erhältlich sein. Es gibt freie Sitzplatzwahl mit einem neuen Einheitspreis von 59 Euro und ermäßigt 49 Euro. Für bereits gekaufte Karten in der für November teureren 1. und 2. Kategorie ist ein reservierter Bereich im vorderen Publikumssegment vorgesehen.

Text + Foto (1): meeco Communication Services

Weitere Informationen: www.jazztage-dresden.de 

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Kunst-Aktion „Heimatschutz – Mein Land muss gerecht werden“ mit Dada Vadim im Dresdner Zwinger

11 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Herbstputz im Dresdner Zwinger. Erneuerung & Spuren im Sand wird der Aktionskünstler Dada Vadim von Sonnenauf- bis Untergang am Sonnabend hinterlassen. Foto: Dada Vadim

Fegen, Fegen, Fegen für ein schönes Aussehen

Performance: „Dada Vadim – Heimatschutz – Mein Land muß gerecht werden“ am 12. September ganztags im Dresdner Zwinger.

Der Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) erhielt über die jährlichen Förderankäufe der Kulturstiftung dieses Jahr die Performance „Heimatschutz – Mein Land muß gerecht werden“ des Dresdner Künstlers David Adam alias DADA VADIM. Am Samstag, dem 12. September 2020, wird er seine ganztägige Aktion im Innenhof des Zwingers durchführen, zu der der Kunstfonds zusammen mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen herzlich einladen.

Während seiner Performance wird DADA VADIM die Sandfläche des Zwingerinnenhofes mit einem Laubbesen rechen, um dem Bereich ein gepflegtes und geordnetes Erscheinungsbild zu geben. Er beginnt bei Sonnenaufgang und beendet die Aktion nach Untergang der Sonne. In dieser Zeit bearbeitet und ordnet der Künstler die Fläche, während die Besucher*innen ihre Spuren im Sand hinterlassen; so wird DADA VADIM immer wieder von Neuem beginnen müssen, den Zwingerhof in ein einheitliches Bild zu bringen und das Land mit einer gerechten Oberfläche erscheinen zu lassen.

Die Aktion wird mit freundlicher Unterstützung der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH realisiert.

Weitere Informationen auf der Website des Künstlers www.davidadam.de.

 

Text: Staatliche Kunstsammlungen Dresden ◦ Abteilung Medien und Kommunikation
Residenzschloss ◦ Taschenberg 2 ◦ 01067 Dresden
T +49 (0)351 4914 2643 ◦ presse@skd.museum ◦ http://www.skd.museum

 

»HistoPad Albrechtsburg Meissen«
Augmented Reality und 3-D-Inszenierungen.

Eine Neuheit in Deutschland: Mit dem „HistoPad Albrechtsburg Meissen“ auf Entdeckertour.

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Lesung aus „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ von Sibylle Berg im Theaterhaus Rudi

01 Dienstag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

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Liebe mit Hindernissen: Solvig Frey und Rüdiger Schlögel lesen im Duo aus Sibylle Bergs neuem Roman. Sie ist bekannt für absurd-komische Geschichten über die Liebe und das Leben. Direkt, pikant, provokant und befreiend!

Über die Verrücktheiten der Liebe

Mit der Lesung „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ nach dem gleichnamigen Roman von Sibylle Berg (Leseregie: Detlef Nier) sind Solvig Frey und Rüdiger Schlögel am 4. und 5. September, jeweils um 20 Uhr im Theaterhaus Rudi in Dresden, Fechnerstraße 2a, unterm Dach zu Gast. Um Voranmeldung wird aus Platzgründen gebeten!

Da diese Veranstaltungen natürlich unter den gegebenen Bedingungen anders stattfinden als gewohnt, möchten wir um vorherige Kartenbestellungen bitten.
Es passen ins „Theater unter dem Dach“ nur 20 Besucher und es wird eine Kontaktliste ausliegen.
Wir freuen uns über Jeden, der trotzdem zu uns kommen mag!
Hier noch ein kleiner Einblick ins Thema:
Chloe und Rasmus sind seit fast zwanzig Jahren verheiratet, alles ist bestens, man ist sich vertraut. Aber sollte das alles gewesen sein? Ein neues Projekt soll Rasmus aus seinem beruflichen Tief holen. Chloe glaubt fest an ihn. Doch plötzlich gerät ihrer beider Welt aus den Fugen, als Chloe auf Benny trifft.
Sibylle Berg stellt die Frage, die alle Paare irgendwann einmal beschäftigt:
Ist Sex lebensnotwendig? Oder doch eher die Liebe?

Text + Foto: Solvig Frey

http://www.solvig-frey.de

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Aus meinem Wortgarten in die Welt: Neues Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ startklar

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Den Zauber des Moments im Blick: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry
Schneckenreise. Einladung zum Innehalten, Interagieren und Neues ausprobieren.

Der Zauber endloser Anfänge geht weiter

Nach der Premiere des Gedicht-Programms „Vom Zauber endloser Anfänge“ im Mai im KlangLabor Dresden sind neue Texte zum Leben in Corona-Zeiten eingeflossen. Damit kommt die Autorin Lilli Vostry gern mit musikalischer Begleitung an neue Auftrittsorte in Dresden und der Region.

Ich werde ältere und neue Texte gemischt lesen, die vor und während der Zeit des Lockdowns entstanden sind. Die Zuhörer können die Lyrik und Kurzprosa auf sich wirken lassen und für sich herausfinden, wie zeitlos die Stimmungen sind, wie sie sich wandeln, wo es Berührungsmomente, Reibung und Brüche gibt und wie sich der Blick auf das eigene Leben und die Welt in Corona-Zeiten verändert. Zu den Gedichten aus den Jahren von 2012 bis 2020 sind außerdem Notizen aus meinem Corona-Tagebuch zu hören, die auch auf Einträge und Reaktionen auf Texte auf meiner FB-Seite zurückgreifen und diese reflektieren. Daraus entsteht ein Puzzlebild verschiedenster Stimmen und Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen von Menschen, die von ihrem Umgang mit dem rätselhaften Virus, den Auswirkungen im Alltag und der Gesellschaft erzählen. Die Puzzleteile kann jeder für sich betrachten, sortieren, anders und neu zusammensetzen.

Dieses Programm will anregen, den Blick über das Maske tragen hinaus wieder für Begegnungen, Gespräche, ein offenes, lebendiges Miteinander mit allen Facetten zu öffnen, um aus Abständen nicht neue Barrieren werden zu lassen, sondern gemeinsam zu schauen was möglich ist.

Während des Lockdowns und den sozialen Kontaktbeschränkungen waren das Internet und Facebook mit seinen sozialen Foren monatelang nahezu mein einziges Fenster zur Welt, um mit anderen Menschen in Kontakt zu sein.

Das Live-Erlebnis wie Lesungen haben bei mir immer Vorrang. Darüber hinaus betreibe ich bereits seit fünf Jahren einen eigenen Kultur-Blog im Internet:  www.meinwortgarten.com  Dieser bietet über das reale Leben hinaus  kulturinteressierten Lesern und Kulturmachern die Möglichkeit, miteinander in Verbindung zu bleiben und aktuelle Projekte und Veranstaltungen zu veröffentlichen.

Als neuestes, interaktives Angebot wird bald ein virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“ hier auf dem Blog eröffnen, wo man sich rund um Kunst, Kultur, Zwischenmenschliches und Umwelt austauschen, interagieren und neue
Formen der Kommunikation zusammen ausprobieren kann. Wo Platz ist für Ideen, Träume, Reifendes, das wahrgenommen und weiterentwickelt werden will. Natürlich gern auch Eindrücke und Feedback über das aktuelle Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ dalassen. Mit diesem komme ich gern auch mit musikalischer Begleitung in Spielstätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Cafés und Gartenlokale, Senioren- und Pflegeheime in Dresden und der Region (bitte an mich wenden per mail: lilli-vostry-journalistin@gmx.de )

Mein Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ und der interaktive Ausbau des Kultur-Blogs meinwortgarten.com werden gefördert mit einem zweimonatigen Arbeitsstipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Text + Fotos (lv)

Hier ein Gedicht aus dem neuen Programm:

Schneckenreise

Im Regenrauschen im Takt
der Tropfen tauchen sie
lautlos auf
im Schneckentempo aufwärts
am Stamm der alten Weide
gehen sie auf weite Reise

halb außen halb in ihrem farbflirrenden
Gehäuse
gleiten galant über rissige Rinde
auf der winzige Käfer vorbeiflitzen
schnellen Fühler vor und zurück
bei leiser Berührung
rollen sich ihre Körper feingliedrig
an Blättern ein und auf

fallen in Love
folgen ihrem Weg
sehr agile Winzlinge
Regenperlen gleich mit durchsichtig
schimmerndem Gehäuse
hinauf bis in die Weidenkrone

Lilli Vostry
22.8.2020

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Session der Künste: Intensiver WortKlangZauber & Ausstellung „Das Unsichtbare“ beim Moritzburger Kunstsommer

28 Freitag Aug 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte

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Mal schwebend, mal lebenssprudelnd: eine erste Hörprobe aus ihrem neuen Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ gaben die Autorin Lilli Vostry, Aerdna Harp an der Harfe und Jazzmusiker Hartmut Dorschner am Saxofon. Fotos (2): Kathrin Krüger-Mlaouhia

Stimmungsreiche WortKlangBilder

Bei einer Session der Künste innerhalb des Moritzburger Kunstsommers im Roten Haus in Friedewald am Mittwochabend konnten die Besucher Ausschnitte aus dem neuen Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ hören.

Die Ateliertüren zum Roten Haus in Friedewald, dem einstigen Sommerfrische-Domizil der Brücke-Künstler, standen weit offen. Draußen am Teich zeichneten einige Kunstfreudige. Einer mit Staffelei im Sand am Ufer. Zwei Frauen ließen auf einer Bank mit Blick auf die Teichlandschaft ihre Eindrücke in leuchtend farbige Aquarelle fließen. Während die Kleinbahn fröhlich schnaufend und pfeifend am See entlang durch den Wald fuhr. Ein Erlebnis für sich. Einen schöneren Ort als diesen mit fantastischer Naturkulisse konnte es nicht geben als Auftakt meines neuen Gedicht-Programms „Vom Zauber endloser Anfänge“, das ich nach der Premiere im Mai im KlangLabor Dresden weiter entwickelt habe, gefördert mit einem Arbeitsstipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Unter dem Motto: KlangLabor Dresden trifft Moritzburger Kunstsommer fand diese Session der Künste am Mittwochabend im Roten Haus in Friedewald statt. Dort traf intensiver KlangZauber auf Poesie und Bildende Kunst. Stimmungsreich, mal sacht schwebend, mal wild wirbelnd, energiegeladen, pulsierend, fließend und lebhaft sprudelnd, unbeschwert, skurril und nachdenklich, fanden – ohne vorherige Probe – die WortKlangBilder von Lilli Vostry, freie Autorin, Aaerdna Harp an der Harfe und Hartmut Dorschner am Saxofon zusammen. Spannend und faszinierend für Publikum und Ausführende gleichermaßen. Rund 15 Zuhörer lauschten aufmerksam eine Stunde den Programm-Ausschnitten.

Auf den Tischen ringsum lagen Farbkästen, Zeichenblöcke und halbfertige Bilder neben Blättern von Bäumen und mit Tier- und Pflanzenmotiven bedruckte Stoffbeutel und T-Shirts. Die Besucher können außerdem in der ersten Etage in der Ausstellung „Das Unsichtbare“ (noch bis 30. August zu sehen) während des Kunstsommers entstandene, von der Umgebung inspirierte, farb- und formreiche Malerei, Grafik und Zeichnungen der Künstlerinnen Alexandra Wegbahn, Manuela Henschke und des Fotokünstlers Michael Melerski betrachten.

Heute am 28.8. geht der Moritzburger Kunstsommer mit einer Abschlussveranstaltung mit einem Konzert von Dirk Hessel und Austausch mit den Künstlern zu Ende. Noch bis 21 Uhr ist Gelegenheit dazu.

Die Austellung im Roten Haus ist geöffnet Sa und So von 10 – 18 Uhr.

Text + Fotos (2) lv


Auf den Spuren der Brücke-Künstler. Das Rote Haus in Friedewald ist ein Nachbau des um 1900 erbauten roten Badehauses am Dippelsdorfer Teich, hier in einem Bild von Ernst Ludwig Kirchner. Hier trafen sich in den Jahren 1909 – `011 die Brücke-Künstler Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein abseits vom Großstadttrubel in der Natur zum Malen. Unzählige expessionistische Werke entstanden in dieser Zeit. 2015 wurde der Brücke-Weg eröffnet. Er führt vorbei an den ehemaligen Wirkungsstätten in der Moritzburger Teich- und Kulturlandschaft und lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Die nächsten Brücke-Führungen: am 6. und 27. September, 11 – 13 Uhr.
Anmeldung unter Tel.: 035207 – 8540

http://www.kunstsommer-moritzburg.de

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„Gartengeflüster“ mit Ministerpräsident Michael Kretschmer im Dresdner Friedrichstatt Palast & die nächsten Premieren

26 Mittwoch Aug 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Auf Entdeckungsreise: Mit erzgebirgischen Figuren wie dem Engel Katrinchen Zimtstern und einem schneidigen Nussknackergeneral gingen der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und die Schnitzkünstlerin Kerstin Flade-Drechsel mit dem Publikum beim „Gartengeflüster“ am 12. August im Dresdner FriedrichstaTT Palast.

Witzig-abenteuerliches Roadmovie durch Europa ins Weihnachtsland

„Gartengeflüster – Text miez Musik“ – Erlesenes Gelesenes mit romantischem Umtata – lautet das Motto einer neuen Veranstaltungsreihe im Dresdner FriedrichstaTT Palast. Im idyllischen Hinterhof des Kabarett-Theaters am Wettiner Platz treffen immer mittwochs, um 20 Uhr bekannte Dresdner Künstler und Prominente bei musikalischen Lesungen aufeinander. Das Publikum weiß vorher nicht das Thema des Abends. So staunten die rund 50 Zuschauer im vollbesetzten Garten nicht schlecht, als sie mitten im Hochsommer ins Weihnachtsland mit erzgebirgischer Schnitzkunst, Bräuchen und Geschichten entführt wurden. Originell, märchenhaft, skurril und fantasievoll ging es dabei zu.

Die Künstlerin Kerstin Flade-Drechsel aus Olbernhau erzählte, wie ihr das so anmutige wie vorwitzige Weihnachtsengelchen Katrinchen Zimtstern zuflog, das in alle Welt hinaus inzwischen als Figur reist und den Jazzmusiker Micha Winkler zu einem Musical inspirierte. Zwei Räuchermänner steigen aus ihren Kartons und suchen das verschwundene Katrinchen Zimtsternchen in der Welt. „Daraus entspinnt sich ein spannendes Roadmovie durch halb Europa, bei dem man auch Weihnachtsbräuche anderswo kennenlernt“, so Winkler. Er vertonte für das Musical Weihnachtslieder, teils bekannt und neu getextet und neue Lieder wie eine Afrisamba für Katrinchen im Dschungel.

In Fortsetzung der Geschichte um Katrinchen Zimtstern gibt es jetzt das Musical „Auf großer Fahrt“ als Ganzjahresgeschichte, mit der die Künstler im kommenden Jahr auf Tournee gehen wollen, natürlich auch im Erzgebirge. Die Vorlage für das Musical lieferte das Buch „Auf großer Fahrt“ von Micha Unger. Es erzählt die abenteuerliche Reise von Aurelius Spekulatius und General zu Gragenknopp-Hembsermel (erschienen im Husum Verlag, 2019).

Einige Kapitel daraus las kein Geringerer als der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, der die Bühne der Politik kurz mit der Kultur tauschte und sichtlich vergnügt die trocken-humorvolle Geschichte um den schneidigen Nussknackergeneral und das reizende Engelchen zu Gehör brachte.

Mehr Text zu dieser Veranstaltung und eine Rezension zum Buch „Auf großer Fahrt“ folgt.

Text + Fotos (lv)

Heute, am 26. August, um 20 Uhr sind der brachialromantische Liedermacher Dieter Beckert & Gäste mit Feuerschalenliedern beim „Gartengeflüster“ zu erleben.

Vorschau auf die nächsten Veranstaltungen

„JazzSideStories“ mit Micha Winkler & Francis Mohr:
8.9., 13.11., 19. & 20.1.2021, jeweils 19.30 Uhr

„Mieses Klima – Wetter prima“ mit Jörg Lehmann und Thomas Schuch:
öffentliche Generalprobe – 18.9., Premiere – 19.9., 22.9. bis 24.9., 25.9….,
immer um 19.30 Uhr

„Bock auf Ostrock“ – Eine Musiksatire zum 30-jährigen mit der Band Placebo Flamingo & Prof.Dr.Phil.habil Erich Hornegger (alias Thomas Schuch):
3.10., 19.30 Uhr, 4.10., 11 Uhr, 6. und 7.10., 19.30 Uhr

„Sind die Wichtel angezündet“ – Satirisch musikalische Weltreise:
Voraufführung – 20./21.11., öffl. Generalprobe – 27.11., Premiere – 28.11.,

http://www.WeltWeitWeihnacht

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de

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KlangLabor trifft Kunstsommer am Roten Haus in Friedewald zu einer Session der Künste

20 Donnerstag Aug 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte

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Zum Siebdrucken lud die Künstlerin Alexandra Wegbahn kleine Künstler ins Rote Haus beim diesjährigen Moritzburger Kunstsommer ein.

Gemeinsam Kunst schaffen und erleben

Zu einer offenen Friedens-Session aller Künste und einer Ausstellung im Roten Haus in Friedewald laden die Künstler am 26. August, ab 18 Uhr innerhalb des Moritzburger Kunstsommers die Besucher zum Umschauen und Zuhören ein.

Bilder treffen auf Klänge, Musik auf Poesie. Das KlangLabor aus Dresden trifft den Moritzburger Kunstsommer. Unter diesem Motto steht die offene Friedens-Session aller Künste mit Alexandra Wegbahn, Michael Melerski, Hartmut Dorschner und Aerdna Harp am 26. August, ab 18 Uhr am Roten Haus in Friedewald, Großenhainer Straße 40. Dieses verwandelt sich in den Sommermonaten in einen vielseitigen Atelier- und Begegnungsort. Besucher, regionale und internationale Künstler treffen sich zum gemeinsamen Kunst schaffen und Erleben in der Natur wie einst die Brücke-Künstler und kommen miteinander ins Gespräch.

In einer Ausstellung werden die entstandenen Arbeiten gezeigt. Darunter Grafiken von Alexandra Wegbahn, die in einem Workshop mit Kindern Beutel und Kleidung mit eigenen Motiven durch Siebdruck gestaltete, Arbeiten von Manuela Henschke und Fotografie von Michael Melerski.

Außerdem liest Lilli Vostry, auch SZ-Autorin, Ausschnitte aus ihrem ersten Gedicht-Programm, „Vom Zauber endloser Anfänge“ und neue Texte zum Leben in Corona-Zeiten. Ihr Projekt wird gefördert mit einem Arbeitsstipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Es fand bereits ein Improworkshop „Musik erfinden“ mit dem Jazzmusiker Hartmut Dorschner und gemeinsamem Konzert der vorwiegend jungen Teilnehmer zusammen mit dem Schlagzeuger Matthias Macht statt. Klangreich wird es auch bei der Session zum Finale des Moritzburger Kunstsommers zugehen, der noch bis 30. August dauert.

Text (lv)

Mehr Infos unter http://www.kulturlandschaft-moritzburg.de


Harfe am See: Aerdna Harp

Musik erfinden. Improworkshop mit dem Jazzmusiker Hartmut Dorschner & Konzert mit den Teilnehmern. Fotos: Veranstalter

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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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