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Kategorien-Archiv: Projekte

Online-Salon „Auf Eierschalen gehen? Über politisch korrektes Schreiben in der Literatur“ des Literaturnetzwerks Wortwechsel

24 Samstag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

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Zu Gast im literarischen Salon „Wortwechsel“ sind die Autorinnen
Volha Hapeyeva und Nele Pollatschek

Einladung zum Online-Salon der Reihe „Wortwechsel. Gespräche über Literatur und Politik“ & Diskussion mit den Zuschauern am Bildschirm am 28.10.2020 von 19.30 bis 21.15 Uhr.

“Politische Korrektheit” beinhaltet moralische Vorstellungen, die von manchen als Einengung, von anderen als Leitplanken respektvollen Umgangs verstanden werden. Der literarische Salon „Wortwechsel“ am 28.10.20 fragt von 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr nach dem Einfluss der aktuellen Debatten über “politische Korrektheit” auf das künstlerische Schaffen von Schriftsteller*innen. Die Autorinnen Volha Hapeyeva und Nele Pollatschek diskutieren mit den Teilnehmer*innen des Online-Salons über heikle Fragen des Anstands in der Literatur, moderiert von Cornelius Pollmer (Schriftsteller und Journalist).

Wer mitdiskutieren möchte, kann sich bis 26.10.2020 unter kontakt@kaestnerhaus-dresden.de anmelden und erhält einen Link zur Veranstaltung, die über den Videokonferenz-Dienst ZOOM stattfinden wird. Benötigt wird ein internetfähiges Gerät (PC, Laptop, Handy, Tablet) mit Kamera und Mikrofon. Der Einlass und der technische Support finden von 19.15 – 19.30 Uhr statt. Wer einfach nur zuschauen möchte, kann den Livestream bei Facebook verfolgen, der über die Seite des Dresdner Literaturner e.V. geteilt wird.

Über die Autorinnen

Volha Hapeyeva, geboren 1982 in Minsk, ist Autorin, Übersetzerin und Linguistin und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Werke wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Ihre linguistische Forschung beinhaltet die Philosophie der Sprache, Körpersoziologie und Geschlechterfragen in Sprache und Kultur.

Nele Pollatschek wurde 1988 in Berlin geboren und studierte Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford. Für ihren Debütroman “Das Unglück anderer Leute” erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis.

Dieser Online-Salon ist eine Veranstaltung des Literaturnetzwerks Wortwechsel und wird durch die Kooperation mit dem Verein Dresdner Literaturner e.V.  sowie dem Erich Kästner Haus für Literatur ermöglicht. Für die Projektförderung danken wir der Landeshauptstadt Dresden.

Die Veranstalter freuen sich, Euch am 28.10. bei ZOOM zu begrüßen und mit Euch zu diskutieren. Gern auch zum Weiterempfehlen.
In Vertretung des Literaturnetzwerks Wortwechsel:
Michael Bartsch, Beate Baum, Willi Hetze, Jayne-Ann Igel, Torsten König, Andrea O’Brien,  Petra Schweizer-Strobel, Hans-Haiko Seifert, Ju Sobing, Justus Ulbricht, Noëlle Waibel

Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087

kontakt@kaestnerhaus-literatur.de
www.kaestnerhaus-literatur.de

Neu: mit #kaestnerathome gibt es jetzt auch #kaestnerimnetz: Literatur in all ihren vielfältigen Facetten online jederzeit abrufbar – zum Auftanken & Mitmachen in Lesungen, Gesprächen, Interviews und Museumsschätzen auf @kaestnerhaus und @Erich.Kaestner.Museum.

Auch das MuMo ist nun virtuell unterwegs – hereinspaziert & mitgekästnert! Hier geht’s zum Fahrplan und allen Beiträgen: @KaestnerMuMo

Haptisches benötigt? Hier geht es zu unserem Online-Shop.

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Eröffnung der 20. Jazztage Dresden & Überblick über Konzert Highligths

19 Montag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Die Klazzbrothers spielen zum Auftakt der Dresdner Jazztage und das Abschluss- und Jubiläumskonzert des Festivals am 23. November, um 20 Uhr in den Ostra-Studios.


Die Sängerin Julia Neigel & Band ist mit ihrem neuem Album „Ehrensache“ am 24. Oktober, um 20 Uhr im Ostra-Dome zu erleben.


Luca Stricagnoli, einer der besten Akustikgitarristen aus Italien spielt am 5. November, um 19.30 Uhr in den Ostra-Studios.


Tom Gaebel & His Orchestra zelebrieren 15 Years of Singing & Swinging am 22. Oktober, um 20 Uhr im Ostra-Dome.


Dirty Loop geben ihr einziges Deutschland-Konzert mit furiosem Fusion Pop am 13. November, um 20 Uhr im Ostra-Dome. Fotos/PR: Jazztage Dresden

Maske im Gesicht, Jazz im Blut

Die Jazztage Dresden eröffnen am Mittwoch mit Kurzkonzerten das Festival in der QF-Passage an der Frauenkirche.

In normalen Jahren zelebrieren die3 Jazztage Dresden ihre alljährliche Eröffnung mit zahlreichen, eng gedrängten Gästen, die verschiedenen Künstlern des Festivals in der QF-Passage an der Frauenkirche lauschen. Für den Auftakt im Corona-Jahr mussten sich die Veranstalter ein neues Konzept überlegen, das den Zuhörern genauso viel Lust auf die immerhin schon 20. Ausgabe der Jazztage Dresden macht. Das Festival findet in diesem Jahr vom 21. Oktober bis 23. November statt. Eingeladen sind Neugierige bei freiem Eintritt und unter Einhaltung der allgemeinen Gesundheitsmaßnahmen zur großen Eröffnung diesen Mittwoch, 21. Oktober, ab 16 Uhr in das QF-Quartier an der Frauenkirche.

Mit einem etwas kleineren und dennoch nicht weniger beschwingten Festakt eröffnen die Jazztage Dresden ihre diesjährige Ausgabe. Gemeinsam mit ihren Partnern, der QF-Passage, Dresden-Information und der Sächsischen Zeitung, bieten sie einen musikalischen Nachmittag inmitten des Dresdner Zentrums. Bis 19 Uhr stehen einige Kurzkonzerte sowie moderierte Gespräche auf dem Programm. Anstatt auf mehreren Ebenen und in einzelnen Geschäften der Einkaufsmeile finden die Veranstaltungen in diesem Jahr allesamt auf der Bühne im Untergeschoss der QF-Passage statt. Das Team der Jazztage Dresden bietet währenddessen die Möglichkeit des lockeren Austausches vor Ort. Angekündigt haben sich bereits die Klazzbrothers, Ive Kanew & Friends sowie die Forster Family. Als „Special guest“ wird in diesem Jahr Entertainer Tom Gaebel mit seiner Stimmgewalt das Publikum fesseln. Parallel zum Bühnenprogramm zeigt der Festival-Fotograf Hans-Joachim Maquet seine Bilderausstellung in der Passage.

Damit das strahlende Lächeln der Zuschauer auch für die Musiker deutlich sichtbar ist, bieten die Jazztage Dresden erstmals hauseigene „Smile@Jazztage“-Transparentmasken an. Außerdem gibt es während der dreistündigen Festivaleröffnung im Shop der Dresden-Information 50% Ermäßigung auf Konzerttickets des Festivals, außer auf Restkarten. Bei der Veranstaltung gelten die allgemeinen Regeln der Corona-Schutz-Verordnung. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist verpflichtend, außer bei Einnahme von Getränken unter Wahrung des Mindestabstands.

Tickets für alle Konzerte der Jazztage Dresden gibt es an allen Dresdner und deutschlandweiten ReserviX-Vorverkaufsstellen. Ebenso steht die ReserviX-Hotline unter 01806 700733 (0,20 Euro aus dem Festnetz, mobil 0,60 Euro) zur Verfügung.

Text: meeco Communication Services GmbH

Weitere Informationen: www.jazztage-dresden.de

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Kunst aus Tschechien in der Galerie Rainar Götz

17 Samstag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Anästhesist, Kunst- und Weinliebhaber und Galerist Rainar Götz weiß ästhetische Genüsse zu schätzen. Zurzeit stellt er Arbeiten von Markéta Safáriková, darunter auch unikate Kleider mit bedruckten Motiven von ihr in den Räumen auf der Westendstraße 16 in Dresden-Plauen aus. Fotos: Susanna Lotte Henken

Faszinierende Fotomalerei voller Verwandlung

Bilder zwischen Traum und Realität zeigt die Künstlerin Markéta Safáriková zurzeit im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Galerie Rainar Götz in Dresden-Plauen. Die Ausstellung ist noch bis 12. November zu sehen.

Bunte Herbstblätter wirbeln auf grauer, fast menschenleerer Leinwand. Ein intensivrotes Stillleben mit Äpfeln. Drei schwarze, knorrige Bäume stehen geheimnisvoll beisammen wie „Schicksalsgöttinnen“. Faszinierend verwandelt,
in starken Farbkontrasten zwischen Traum und Realität schwebend,Grenzen auslotend, geht es auf die Suche nach dem “Gleichgewichtszustand“. So heißt die Ausstellung mit Malerei auf Fotografie von Markéta Safáriková, zu sehen im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Galerie Rainar Götz auf der Westendstraße 16 in Dresden-Plauen.

Zwei Wochen lang locken außerdem Konzerte und Lesungen an vielen Orten in der Stadt noch bis 18. Oktober. Gerade stand der selbstständige Narkosearzt noch im OP-Saal einer Klinik, drei Stunden später eröffnete der Anästhesist und Galerist Rainar Götz (62) die Ausstellung der aus Prag stammenden Künstlerin. Mit ihren Arbeiten öffnete zugleich die erste und älteste Galerie in der Südvorstadt wieder ihre Türen als
Kunst- und Begegnungsort. Im Mai 2006 begann Götz neben seiner Anästhesiepraxis mit seiner Galerie im Souterrain des von ihm sanierten Hauses. Er zeigt zeitgenössische Werke internationaler Künstler unter dem Motto: „Ausland in Dresden“.

Seit 2009 stellten bereits Künstler aus Argentinien, Chile, Russland, England, Iran und Italien in der Galerie Rainar Götz aus. Einerseits, weil er selbst weiß, was es heißt angenommen und willkommen zu sein in der Fremde. Er hat eine Zeitlang in Italien und der Schweiz gelebt. “Die Ausstellungen sind ein Angebot, Kultur aus anderen Ländern als Bereicherung zu sehen, nicht nur den Elbe-Barock, schließlich erweitert dies den Blick des Verständnisses für die Welt“, sagt Rainar Götz. In diese Galerietradition passt nahtlos die Ausstellung mit Kunst aus Tschechien. „Ein Land, das aktuell aufhorchen lässt in der Corona-Krise und auch mit den sensiblen Arbeiten und der beeindruckenden Technik der Fotomalerei“, so Götz.

Markéta Safáriková lernte er durch seine jetzige Galeriemitarbeiterin Susanna Lotte Henken kennen, ebenfalls Tschechin, bei einer Lesung mit der bekannten Schriftstellerin Radka Denemarková im letzten Jahr in Dresden. Die Ausstellung mit rund 120 Bildern erstreckt sich über zwei Etagen. Sie hängen im hinzugekommenen medizinischen Schönheitsatelier „Curabella“ und in der neuen Weingalerie mit edlen Tropfen aus Portugal, Spanien und Österreich und demnächst auch Elsässer und Schweizer Käse.

„Vom Galerismus satt werden kann ich nicht, aber ohne ihn würde ich verhungern“, sagt Rainar Götz über seine Kunstleidenschaft. Im Titelbild der Ausstellung sind helle und dunkle Farbflächen wie Traumgespinste verwoben. Die Farbe überdeckt oft Teile der Landschaft und Gesichter, mal wie ein Hauch, mal gitterartig und wie mit einer Schutzhülle versehen. Markéta Safáriková malt gegen das Dunkle an. Das Pierrot-Motiv des traurigen Clowns ist auch auf Kleidung gedruckt.

Insekten schwirren in zart farbigen Aquarellen im Weinregal und wundersame, skurrile Wesen wie Scherenkäfer und „Keimlinge“ blinzeln aus vielfarbigen kleinen Zeichnungen den Betrachter an. Außerdem gibt es ein Galeriedinner für Kunstliebhaber am 28.10., um 18 Uhr (Voranmeldung erforderlich. Mehr dazu unter www.galerierainargoetz.de ) Dann kocht Rainar Götz ein Vier-Gänge-Menü für maximal 16 Personen. Die Finissage (mit Kunstauktion) der Ausstellung von Markéta Safáriková findet am 12. November ab 18 Uhr statt.

Text (lv)

http://www.galerierainargoetz.de


Galeriedinner & edle Tropfen. Dabei kocht Rainar Götz ein Vier-Gänge-Menü für Besucher in seiner Kunst- und Weingalerie. Das nächste findet am 28.10., um 18 Uhr statt. Voranmeldung erforderlich über die Galerie Götz.

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Streit um Vortrag von Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser im Ostra-Dome Dresden

14 Mittwoch Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Daniele Ganser  Foto: Jazztage Dresden
*
Geostrategie: Der Blick hinter die Kulissen der Macht

„Brücken schlagen, statt Gräben ziehen über die Musik hinaus“, lautet das Motto der 20. Jazztage Dresden vom 21. Oktober bis 23. November. Aufgrund des hohen Interesses hält der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser am 25. Oktober, um 11 und 15 Uhr einen Vortrag über Geostrategie im Ostra-Dome in Dresden.

Dr. phil. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker und Friedensforscher, spezialisiert auf internationale Zeitgeschichte seit 1945. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, US-Imperialismus, Ressourcenkämpfe, Energiesysteme und Wirtschaftspolitik. Dr. Ganser ist Gründer und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel. Das SIPER untersucht, ob es möglich wäre, die Energieversorgung zu 100% auf erneuerbare Energien umzustellen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen (www.siper.ch). In seinen Vorträgen geht es Dr. Ganser hauptsächlich um den Weltfrieden, denn der Frieden ist die Basis einer gesunden Entwicklung in jedem Land, in jeder Gemeinschaft und eben auch in der Familie.

Veranstalter: SIPER AG
Kooperationspartner: Jazztage Dresden

Stellungnahme der Jazztage Dresden (vom 13. Oktober 2020)

Im Anschluss an den Vortrag soll um 18 Uhr unter dem Motto „Concertare“ eine offene Diskussion mit Gesprächspartnern und allen Interessierten stattfinden.

Seit Ende letzter Woche verbreitet sich ein Aufruf, ausgehend von einem Facebook-Post, mit dem Ziel, bei den Jazztagen Dresden die Absage des Vortrages von Dr. Daniele Ganser zu erreichen. Seitdem gehen Mails von unterschiedlichen Seiten bei den Jazztagen ein. Einerseits mit der Bitte bzw. der expliziten Forderung, den Vortrag abzusagen – und andererseits mit der konträren Bitte, den Vortrag nicht abzusagen. Auch Partner und Sponsoren werden mit entsprechenden Mails bedacht. Wir freuen uns immer über Feedback und konstruktive Kritik. Auch die Zuschriften, die uns nun erreichen, haben im überwiegenden Teil einen positiven Grund-Tenor den Jazztagen gegenüber.

Aus der von uns tiefempfundenen Verantwortung und Verpflichtung sowohl unseren Künstlern als auch dem Publikum und unseren vielen, zum großen Teil langjährigen Partnern und Unterstützern und unserem Team gegenüber, möchten wir zu diesem Thema wie folgt Stellung nehmen.

Gerne stellen wir ein Zitat aus der Präambel des Jazzverbandes Sachsen e.V. an den Anfang: „Der Jazzverband Sachsen e.V. versteht sich als weltoffen und sagt deshalb entschieden Nein(!) zu jeglicher Form von Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Homophobie.“ Dieser Aussage schließen wir uns von Seiten der Jazztage Dresden zu 100 Prozent an. Die Jazztage Dresden stehen in diesem für viele so schwierigen Jahr aktuell kurz vor ihrem 20. Festivaljahrgang. In den vergangenen 19 Jahren hat sich das Festival vom Dresdner Stadtrand mit zu Beginn 400 Gästen hin zu einem Festival von internationaler Reputation mit renommierten Künstlern aus aller Welt entwickelt. In den letzten Jahren besuchten jährlich circa 40.000 Gäste die jeweils rund 80 Festivalkonzerte.

Neben dem grundlegenden Bestreben, hervorragende und außergewöhnliche Musiker nach Dresden zu holen – seien es internationale Stars oder junge und/oder aufstrebende Musiker – liegt von Beginn an ein besonderer Schwerpunkt der Festivalprogrammatik im Ausloten von Grenzräumen zwischen unterschiedlichen Genres und Stilen – und dem Schaffen eines Raumes für Projekte, Ensembles und Experimente, die sich in einem derartigen Spannungsfeld bewegen. Das auf den ersten Blick mitunter scheinbar Unvereinbare kann miteinander in Kontakt treten und ermöglicht dabei das Entstehen von Neuem.

Diese Motivation, Brücken zu schlagen anstatt Gräben zu ziehen, tragen die Jazztage auch über die Musik selbst hinaus mit – und weiter. So gibt es im Festivalprogramm immer mal wieder Künstler, die auch politisch aktiv sind und Entsprechendes in ihrem Programm auf der Bühne kommunizieren. Dies ist im Rahmen der Kunstfreiheit in Ordnung und wichtig, solange die Grenze zur Diskriminierung (egal welcher Art und gegen wen) und zum Extremismus nicht überschritten wird.

Auch auf dem Gebiet der gesellschaftlichen, auch der politischen Themen halten wir eine offene Diskussion auch sehr unterschiedlicher Ansichten und Perspektiven für gut und richtig – und ziehen dies einer Abgrenzung und Abschottung vor. Immer mit Blick auf die oben schon genannte rote Linie, deren Überschreitung von uns nicht toleriert wird.

Vor diesem Hintergrund haben wir Dr. Ganser zur Durchführung seines Vortrages auch in diesem Jahr zugestimmt. Der Vortrag ist, als „Vortrag“ gekennzeichnet, bereits seit Anfang des Jahres 2020 (Januar/Februar) veröffentlicht und im Verkauf. Auch im Vorjahr hatte bereits ein Vortrag von Dr. Ganser stattgefunden. Die Veranstaltung wird durchgeführt von der SIPER AG, die Jazztage stellen die Infrastruktur zur Verfügung und erhalten eine Miete. Das Entstehen von Kosten für die Jazztage aus diesem Vortrag ist (und war) ausgeschlossen.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind die folgenden Punkte:

1. Dr. Ganser hat sich unseres Wissens nach nie rassistisch, diskriminierend oder homophob geäußert. Dies bestätigt unter anderem auch Prof. Butter, der im ursprünglichen Facebook-Post (siehe oben!) zitiert wird.
2. Wir sind der festen Überzeugung, dass sowohl das Sprechen miteinander als auch das Hören und Erfahren von anderen Sichtweisen oder Perspektiven dem Menschen nicht schadet, sondern vielmehr das eigene Reflektieren und das eigene kritische Denken anregt.
3. Weiterhin sind wir der Überzeugung, dass wir Menschen durchaus dazu in der Lage sind, Gehörtes und Erlebtes selbst und eigenständig zu beurteilen (im Idealfall aus erster Hand und nicht über Dritte) und daraus – jeder für sich – seine Schlüsse zu ziehen oder das Gehörte in der einen oder anderen Form für sich weiter zu verarbeiten.

Wir sehen eine größere Gefahr darin, Gesprächspartner oder Andersdenkende auszuschließen, als miteinander zu sprechen (oder auch kontrovers zu diskutieren) und unterschiedliche Perspektiven zuzulassen. Immer natürlich mit Blick auf die bereits genannte rote Linie.

Das Zitat von Evelyn Beatrice Hall „Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“ (Voltaire zugeschrieben) leitet uns an dieser Stelle.

Ansonsten stehen wir und die Jazztage – und wohl zumindest die meisten, die die Jazztage und uns selbst kennen, wissen das – für Freiheit und Weltoffenheit und gegen jegliche Form von Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie und Extremismus. Das ist eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich keiner Erwähnung bedarf.

Da wir miteinander und nicht übereinander (oder gar nicht) sprechen wollen, möchten wir eine Diskussion an den Vortrag von Herrn Ganser (der aufgrund der Corona-Auflagen und entsprechend geringerer Platzkapazität in zwei Vorträge gesplittet wurde) anschließen unter dem Motto „Concertare“. Um 18 Uhr wollen wir Gesprächspartner zur offenen Diskussion einladen. Wir bitten die Initiatoren des Facebook-Posts um Vorschläge zu möglichen Gesprächspartnern/Diskutanten.

Wir freuen uns auf ein Festival mit großartiger Musik – und mit guten Gesprächen und Diskursen. Offen, freiheitlich, mit Respekt und Toleranz jedem und jeder gegenüber.

Text: Kilian Forster & Tanja Grandmontagne, Jazztage Dresden

Weitere Infos: www.jazztage-dresden.de

P.S.: Ein ausführlicher Beitrag zum Vortrag und der anschließenden Diskussion mit Daniele Ganser erscheint morgen, 27.10, auf meinwortgarten.com

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Neustart im BücherReich: Bundesmittel für die Leipziger Buchmesse

12 Montag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Literatur, Projekte

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Aufbruch zu Neuem in der Welt der Bücher

Bund fördert Ausstellerteilnahme an der Leipziger Buchmesse mit einer Million Euro. Sie öffnet wieder ihre Türen im kommenden Frühjahr statt Mitte März nun vom 27. bis 30. Mai 2021.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt die Leipziger Buchmesse mit einer Million Euro aus dem Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR, um die Folgen der Corona-Krise für die Branche abzumildern. Die Förderung wird zum Großteil für die Teilnahme der Aussteller sowie für die Schaffung schutzdienender Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen für Aussteller und Besucher verwendet.

Als wichtigster Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche traf die Corona-bedingte Absage der Leipzig Buchmesse im März 2020 die Branche besonders hart. Die Auswirkungen sind noch heute zu spüren. Die Mittel der Förderung werden aus diesem Grund zum Großteil für die Aussteller eingesetzt. Ermäßigte Standgebühren sollen vielen Ausstellern die Teilnahme an der Messe ermöglichen, um Neuerscheinungen zu präsentieren. Dies betrifft besonders kleine und mittlere Verlage. Zusätzlich wird die Förderung für die Schaffung schutzdienender Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen für Aussteller und Besucher verwendet.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters: „Es ist für alle Buchliebhaber ein Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs, dass die Leipziger Buchmesse im kommenden Jahr wieder ihre Türen öffnen will. Durch die Absage der beiden größten deutschen Buchmessen sind der Branche in diesem Jahr zwei der bedeutendsten kulturwirtschaftlichen Treffpunkte verloren gegangen. Umso wichtiger ist es, möglichst vielen Verlagen im nächsten Jahr in Leipzig die Teilnahme zu ermöglichen. Deshalb unterstützt die Bundesregierung die Leipziger Buchmesse aus dem Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR dabei, die Standkosten und Teilnahmegebühren für die Verlage deutlich zu reduzieren.“

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, betont: „Mit ihrer Unterstützung befördert die Kulturstaatsministerin eine breite Teilnahme an der nächsten Leipziger Buchmesse und setzt damit ein wichtiges Zeichen für den Erhalt der Vielfalt in der Buchbranche. Dafür sind wir sehr dankbar. Das macht Mut nach einem extrem schwierigen Jahr, das pandemiebedingt ohne die starken Impulse der Buchmessen auskommen musste. Die Förderung gibt allen Beteiligten Rückenwind mit der Messe im kommenden Frühjahr besonders engagiert für neue Literatur und das Lesen zu werben.“

Das Format der Leipziger Buchmesse 2021, die vom 27. bis 30. Mai stattfindet, wird derzeit schrittweise konkretisiert. So wie in den Vorjahren findet die Leipziger Buchmesse gemeinsam mit dem Lesefest Leipzig liest, der Manga-Comic-Con und der Antiquariatsmesse auf dem Gelände der Leipziger Messe und in der Kongresshalle am Zoo statt.

Das Rettungs- und Zukunftspaket NEUSTART KULTUR in Höhe von einer Milliarde Euro gliedert sich in vier Teilprogramme: „Pandemiebedingte Investitionen“ (bis zu 250 Mio. Euro), „Stärkung der Kulturwirtschaft“ (bis zu 480 Mio. Euro), „Unterstützung alternativer, auch digitaler Kulturangebote“ (bis zu 150 Mio. Euro) und Hilfen bei „pandemiebedingten Einnahmeverlusten und Mehrbedarfen der vom Bund geförderten Häuser und Projekte“ (bis zu 100 Mio. Euro).

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und Leipzig liest – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC). Parallel dazu findet die 26. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text:  Dr. Andreas Knaut
Unternehmenssprecher/Bereichsleiter Kommunikation

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

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BilderAlbum: (Un)mögliche Wünsche, Wunder & Weisheiten beim Radebeuler Weinherbst

28 Montag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Ein Stück vom Paradies

Reichlich Kultur- und Naturzauber für kleine und große Besucher gab es auf den Streuobst- und Elbwiesen in Altkötzschenbroda beim Radebeuler Weinherbst.

Auf dem Dorfanger war es stiller als sonst. Aus einigen Höfen klangen vereinzelt Stimmen und Klänge. Kinder musizierten entlang der Wein- und Leckereienstände, dicht umringt wie immer. Doch es überwog eher andächtiges Schauen, Spazieren und Genießen als reges, lautstarkes Getümmel. Dennoch war der Besucherstrom beachtlich. Weiter unten auf den Streuobstwiesen in Altkötzschenbroda lockten Wandertheater und Musik unter dem Motto: „Flieg, Phoenix flieg!“ Er erhob auch unverzagt und lichtvoll seine Flügel zu Neuem.

Nach dem grau verregneten Beginn des Radebeuler Weinherbst – angelehnt an das bisherige Herbst- und Weinfest & Internationale Wandertheaterfestival, das corona-bedingt nun unter anderem Namen und Konzept mit stadtweiten Veranstaltungsorten stattfindet – blieb es am Sonntag trocken und am späten Nachmittag schaute sogar die Sonne hervor und erfreute kleine und große Besucher noch mehr. Äpfel und Birnen, reichlich verstreut im Gras, verlockten zum Aufsammeln mit ihrem besonderen Aroma. Aus kleinen Zirkuswagen duftete es nach Kaffee und Kuchen. Die Wiese verwandelte sich in einen Abenteuerspielplatz für die Kinder. In der Theaterarena mit Strohballen als Sitzen auf der Streuobstwiese wurde erst mal ordentlich geschrubbt, bevor der Wischmob als Zepter geschwungen wurde für alle möglichen und unmöglichen Wünsche im Stück „Die Prinzessin auf der Erbse“ frei nach dem Märchen von Andersen. Dabei kommen sich ein Typ namens Erbse und eine Frau Linse, die gern Prinzessin wäre, immer wieder in die Quere in diesem witzig-clownesken Schau- und Puppenspiel von Flunker Produktionen. Er überlegt, was passiert, wenn die ganze Welt blau wäre. Wenn alle winken oder klatschen würden…

In eine eigene, fantasiereiche Welt lockte diesmal an Stelle des Labyrinths ein LABratorium mit Skulpturengarten auf der Elbwiese in Altkötzschenbroda, gestaltet von Richard von Gigantikow (alias Reinhard Zabka) und seinem Künstlerteam als Projekt des Kunst der Lüge e.V. Die Besucher wandelten auf einem fantastischen Weg durch hölzerne Skulpturen und Weisheiten, klein und groß konnten aus Holzpaletten selber etwas bauen und auf mit allerlei Getier und Fabelwesen bemalten Holzbänken verweilen, Musikanten lauschen und sich abends an Feuerschalen wärmen.

Auf einem Holzturm am Eingang stand: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“ Ein paar Meter weiter ragten unter einem roten Zeltdach rostige Rohre wie Kanonen himmelwärts. Dazu der Spruch: „Der beste Dünger ist der Schatten des Gärtners.“

Ein Stück weiter ist die Folk- und Weltmusikwiese. Auf der in warmes Licht getauchten, offenen Zeltbühne spielte am Sonntag abends die Band „Hasenscheiße“ aus Potsdam, deren Name – von ihrem Ursprung zweier gitarreschrammelnder Jungs auf einer „hasenbeköttelten“ Wiese herrührend –  ebenso außergewöhnlich klingt wie ihre wild-frechen, witzig nachdenklichen Großstadt-Songs, aber auch Lieder über Lust und Leid des Landlebens. Für mich d i e  Entdeckung dieses Radebeuler Weinherbstes! Poesie, Tiefgang, Sprachkraft und Ironie der Texte erinnern zuweilen an Brecht, Heine und Morgenstern. Musik für Kopf und Bauch, die sofort in die Beine geht. Von Rock, Punk, Reggae bis Swingjazz reicht die mitreißende Mischung mit E-Bass, Akkordeon, Percussion und mehrstimmigem Gesang, die viel Zuspruch fand. Kleine und große Besucher, junge und ältere tanzten und hüpften fröhlich ausgelassen zu den hinreißenden Klängen unter freiem Himmel. Endlich mal wieder.

Der Sänger von „Hasenscheiße“ trat immer wieder heraus aus dem Zelt und tanzte mit den Zuschauern. Ihre Musik entfacht Feuer, Lebensfreude, Kraft und Leichtigkeit zugleich. Da wird in einem Song die Trauerweide zur Kokospalme, werden die Leinen losgemacht beim unbeschwerten „Dampferjazz“ mit Möwenrufen und geht es zurück auf Los. Da gibt es ein Lied für alle „Großstadtverrückten“, die nicht auf Natur verzichten wollen und sich ein Floß bauen und als Zugabe den lebensfrohen Ohrwurm „Always Look on the Bright Side of Life“ der britischen Komikergruppe Monthy Python.

In einer Liedzeile fragt der Sänger von „Hasenscheiße“: „Hey, wo liegt das Paradies/im Diesseits oder Jenseits/oder doch in Nachbars Garten…“?

Ein Stück vom Paradies war in diesem Moment auf den Streuobstwiesen in Altkötzschenbroda greifbar nahe. Wo Natur- und Kulturgenuss noch unmittelbar verbunden und erlebbar sind. Der Nachthimmel später war sternenübersät. Stiller Zauber.

Text + Fotos (lv)

http://www.flunkerproduktionen.de
http://www.hasenscheisse.com#

Vorschau

LABYlysium – Kunst- und Kulturaktionen an der frischen Luft und bei freiem Eintritt, täglich von 13 – 19 Uhr auf dem Burgplatz Leipzig. Vom 3. bis 11. Oktober 2020.

„LABYlysium erzählt von Hoffnungen, Visionen und Umbrüchen der labyrinthischen Wiedervereinigung und koppelt diese Erfahrungen an das heutige Leben zurück“, kündigt Veranstalter Reinhard Zabka an. Er ruft die Besucher auf: „Bringt ein eigenes alternatives Einheitsdenkmal mit.“ Träger des Projekts ist der Kunst der Lüge e.V., der im Lügenmuseum Radebeul ansässig ist.

http://www.luegenmuseum.de

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Zu Besuch im Weingut Karl Friedrich Aust in Radebeul & Livemusik zum Weinherbst

27 Sonntag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Projekte

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Wein genießen unmittelbar am Weinberg. Karl Friedrich Aust stellt schon die Stühle bereit.

Herrliche Aussicht und Genuss mit Bacchus

Das Weingut Aust eröffnete einen neuen Ausschank mit edlen Tropfen und Leckereien mit Panoramablick auf die wunderbare Lößnitzlandschaft. Beim Radebeuler Weinherbst an diesem Wochenende spielen hier mehrere Musiker und Bands. Am Sonntag: ab 14.30 Uhr, Frédéric Bouchon – Chanson; 16 Uhr, Ezé Wendtoin – Singer/Songwriter und 17 Uhr, Kapela Timingeriu – Balkan, Gypsy.

Die Sonne strahlt unter der Wolkendecke hervor. Die Glücksgöttin Fortuna lächelt mit goldenen und himmelblauen Schwingen am Eingang des Weingutes Aust in Radebeul den Besuchern zu. Die zwei Musenfiguren beflügeln auch dessen Inhaber Karl Friedrich Aust. „Ich möchte einen langgehegten Traum verwirklichen und hier draußen einen Ausschank für Speisen und Getränke einrichten“, sagt er.

Die Weinstube Aust und der historische Gartensalon bleiben bis Jahresende geschlossen. „Wir verlagern unser Angebot in wunderbarer Lage. Es ist die beste Lösung, den derzeitigen Herausforderungen zu begegnen“, sagt Winzer Aust. Dafür wird ein rustikaler Holzpavillon auf der schönsten Liegewiese unmittelbar am Weinberg stehen – mit Panoramablick auf die romantischen, südlich mediterranes Flair verströmenden, steil ansteigenden Terrassen.

Hier inmitten der ältesten sächsischen Weinanlage mit dem „Radebeuler Goldener Wagen“ befindet sich das Weingut Aust in der Oberlößnitz. Tische und Stühle hat Aust schon bereitgestellt. Direkt neben den Rebstöcken können Wanderer, Wochenendausflügler und Weinkenner erlesene Tropfen und kulinarische Leckereien a la carte probieren. Eine der beliebtesten Sorten bei Aust ist der „Bacchus“. “Es ist ein Riesenvergnügen, den Wein fünf Meter weiter, wo er wächst, zu genießen. Regionalität pur“, freut er sich schon auf den neuen Weinjahrgang. Die derzeitige wirtschaftliche Krise sieht der Winzer auch als Chance.

“Da man dieses Jahr wenig reisen kann, überlegen wir jetzt, wie wir die sächsische Weinbaulandschaft als Ausflugsziele für Touristen noch mehr nahe bringen können.“ Er hoffe auch, dass viele Gastronomen es schaffen und regionale Angebote wieder mehr Zuspruch finden. Er hat gerade einige in Dresden besucht und mit Wein beliefert. „Das hilft und bestärkt einen auch, dass man nicht allein dasteht.“ Seit 1998 baut Karl Friedrich Aust das Weingut weiter aus, das er von seinen Eltern übernommen hat. Sein Vater starb früh, als er vierzehn war, so dass seine Geschwister und er seiner Mutter im Weingut  mithalfen. Die Traminer-Terrassen im Weinberg mochte er schon als Kind, erzählt Karl Friedrich Aust, die Aromatik der Beeren, den Geschmack und den Duft der Blüten. Das Weingut, auch als „Meinholdsches Turmhaus“ bekannt, haben seine Eltern seit 1975 aufwendig restauriert.

Seit 19 Jahren schon führt Karl Friedrich Aust das bauliche Kleinod unter seinem Namen weiter, eröffnete im Erdgeschoss des Turmhauses die Weinstube mit Außenterrasse und vor zwei Jahren der Gutsladen, wo regionale Weine und Produkte erhältlich sind. Außerdem Schmiedekunstarbeiten seines Bruders Hans Philipp Aust und Bilder seiner Schwester, der Malerin und Grafikerin Cordelia Friederike Curling-Aust. Ihr Mann ist ebenfalls Künstler. Auf dem Gut befindet sich seit 2005 ihre Malschule mit Kursen für Kinder und Erwachsene. Zurzeit porträtiert sie die Kleinen auf Anfrage. Im Gutsladen gibt es auch das Buch „Ein Weingut in der Oberlößnitz – Seine Geschichte und Geschichten“, das seine Mutter Elisabeth Aust schrieb. Sie war als Restauratorin tätig und sein Vater Ulrich Aust als Architekt und „Dresdner Zwingerbaumeister“.

Insgesamt zehn Sorten, zu 80 Prozent Weißwein und 20 Prozent Rotwein, reifen im 6,5 Hektar großen Weingut Aust. Diese hegt und pflegt der Inhaber mit viel Liebe und Begeisterung zusammen mit seinen sieben Mitarbeitern und zwei Lehrlingen. Auch wenn die Eisheiligen dieses Jahr Anfang Mai mit heftigeren Nachtfröste als sonst den jungen Weinreben zusetzten und es Einbußen bei der Ernte im nächsten Jahr geben wird. “Jetzt trinken und stoßen wir erst einmal an mit dem Wein vom letzten Jahr und machen das Beste daraus. Ich bin Optimist“, sagt Karl Friedrich Aust. Und Fortuna beflügelt ihn himmelblau strahlend, einen Traubenzweig hoch haltend auf dem Weinflaschen-Etikett. Der Gartenausschank im Weingut Aust hat von Donnerstag bis Sonntag geöffnet ebenso wie der Gutsladen von 11 bis 18 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Kontakt:
http://www.weingut-aust.de


Zeit zum Genießen. Edler Weißburgunder & Grauburgunder Cuvée, der nach Birne und Mirabelle schmeckt und sich besonders eignet als Speisebegleiter zu allen Meeresfrüchten.

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„Mehr oder Weniger?!“ Perspektiven für die Zukunft der Kultur in Dresden

25 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte

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Neue Ideen zur Förderung der Freien Kulturszene gefragt

Für Sonntag, den 27. September 2020, um 11 Uhr laden das Bündnis #WOD und das Netzwerk Kultur Dresden herzlich ins Große Haus des Staatsschauspiels zur Matinée ein: „MEHR oder WENIGER?! Perspektiven für die Zukunft der Kultur in Dresden“.

Im Jahr 2020 wurde und wird viel Geld aufgewendet, um die Kultur der Stadt zu erhalten. In vielen Reden und Statements wurde deren Rolle für das Gemeinwesen betont. Um beizutragen, die städtischen Kassen via Umwegrentabilität der Kultur aufzufüllen und natürlich auch um Künstler*innen zu unterstützen, wurde kurzfristig eine künstlerische Bespielung der Innenstadt ermöglicht und finanziert. Das waren und sind sehr wichtige Ansätze.

Was mit Bezug auf die Kultur 2020 richtig ist, sollte auch für 2021 das Handeln leiten, oder?

Was aber ist die Realität?

Zunächst scheint es gerecht, wie vom Oberbürgermeister angekündigt, in allen Bereichen der Stadtverwaltung 12% der Sachkosten zu kürzen. Doch die Berechnung ist komplexer und führt bei städtischen Kultureinrichtungen zu deutlich höheren Kürzungen.

Und die Förderung für freie Kulturinstitutionen läuft in der Stadt generell unter Sachkosten, auch wenn die Geförderten davon Miete, Betriebs- oder Personalkosten zu begleichen haben. Zudem ist dies der Bereich, der seit Jahren extrem unterfinanziert ist. Nachzulesen im Papier: Fair in Dresden, Herausgeber: Landeshauptstadt Dresden.

Vor dem Hintergrund der vom Oberbürgermeister postulierten Kürzung auch im Kulturbereich diskutieren:

*Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin, Beigeordnete für Kultur und Tourismus des Stadt Dresden als Vertreterin des Oberbürgermeisters
*Carena Schlewitt, Europäischen Zentrums der Künste Hellerau, Intendantin
*Lydia Hempel, Landesverband Bildende Kunst Sachsen e.V., Geschäftsführerin
*Anne Pallas, Landesverband Soziokultur Sachsen e.V., Geschäftsführerin
*Torsten Tannenberg, Sächsischer Musikrat e.V., Geschäftsführer
Moderation: Frank Richter
Natürlich sind die Besucher*innen zu eigenen Statements eingeladen!
*
Die Veranstalter freuen sich auf Ihr und Euer Kommen! Bitte kostenfreie Zählkarten an der Theaterkasse bestellen bzw. abholen. Wegen der Kontaktbeschränkungen können nur 200 Personen teilnehmen!

Text/Info: Frank Eckhardt/riesa efau. Kultur Forum Dresden

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Premiere „Schlachthof 5“ nach dem Roman von Kurt Vonnegut im Festspielhaus Hellerau

25 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte, Tanz

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Multimediales Musiktheater: Beklemmende und bewegende Bilder, Stimmen und Klänge überlagern sich im Fluss der Zeit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Im Fluss der Zeit zwischen Erinnern und Vergessen

Intensiv, eindringlich, bilder- und klangreich spielt die multimediale Inszenierung „Schlachthof 5“ mit der Wahrnehmung des Zuschauers zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Die Uraufführung war gestern im Festspielhaus Hellerau.

Eine Fülle von Bildern, Stimmen und Tönen auf mehreren Spielebenen zeitgleich lässt die Zuschauer in ihren Drehsesseln hin und her schnellen, die Plätze und Blickwinkel wechseln im Laufe der Aufführung, rings um einen offenen Raum in der Tiefe. Der den Schlachthofkeller im Ostragehege darstellt, wo der Schriftsteller Kurt Vonnegut als junger Soldat zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsgefangenen die Bombardierung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 überlebte. Die Inszenierung nimmt das Publikum mit auf eine surreale, fragile und dunkelkomische Zeitreise zwischen Erinnern, Verdrängen und Vergessen von leidvoller Geschichte.

Die auf Leinwänden übertragenen Echtzeit-Bilder, neben Filmaufnahmen im Freien, in der Natur und die Darstellung tanzender, schwebender und gekrümmt am Boden liegender Körper entfalten eine intensive, eindringliche Wirkung, bei der Raum und Zeit aufgehoben scheinen. Das fasziniert, nur geschieht eben sehr viel gleichzeitig und man hat Mühe, alles wahr- und aufzunehmen. Doch vielleicht ist das auch beabsichtigt von Regisseur Maxim Didenko, dem Visual Design von AJ Weissbard und Videodesgin von Oleg Michchailov. Das Überlagern von Zeit, Erinnern und Vergessen zeigend. Denn von der Wirklichkeit, erst recht unangenehmen Situationen, nehmen wir auch nur einen Bruchteil wahr, filtern, blenden aus und was im Moment am meisten beschäftigt, brennt, bleibt länger haften. Wie das in einem Bernstein gefangene Insekt.

Die Aufführung – Textadaption & Dramaturgie: Johannes Kirsten – inszeniert nicht in Gänze die Geschichte aus „Schlachthof 5“, sondern erzählt bruchstückhaft, teilweise schwer verständlich (nachzulesen die Szenen im Programmheft) und beschränkt sich auf wenige, markante Passagen aus dem Buch mit immer wieder auftauchenden Sätzen wie: „Wie das so ist“, die die ungeheuerlichen Ereignisse begleiten als habe man sich daran gewöhnt.

Es geht nicht übermäßig brutal zu außer wortgewaltig und dunkel dissonant tönend. Auf Emporen und in Glaskabinen im Saal agieren das AuditivVokalDresden unter Leitung von Olaf Katzer & Performerinnen. Die körperlichen und seelischen Folgen des Krieges zeigen die Tänzer drastisch mit verformten, schmerzgekrümmten Gliedmaßen. Sehr bewegend. Als kriegsgefangener und -traumatisierter Billy Pilgrim, der glaubt, dass er auf den Planeten Tralfamador entführt wurde und einen Flugzeugabsturz überlebte, ist der Schauspieler und Sänger Wolf-Dieter Gööck wie in Trance umher taumelnd zu sehen.

Insgesamt veranschaulicht die Inszenierung mehr universell die Gefährdung des Menschen durch die eigene Spezies als speziell auf Dresden bezogen.
Zeitgenössisches Musiktheater, anspruchsvoll und streitbar, das vom Zuschauer einlassen wollen verlangt.

Die Inszenierung „Schlachthof 5“ ist noch bis 27. September, um 20 Uhr im Festspielhaus Hellerau zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Tickets unter Tel.: 0351 – 264 62 46

http://www.hellerau.org


Festspielhaus Hellerau nach der Vorstellung 
Zeitspuren. Im Gelände des Festspielhauses.

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„Flieg, Phoenix flieg!“ Weinherbst & Wandertheater in Radebeul

24 Donnerstag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz, Theater

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Zauberhaft: Das beliebte Theaterkarussel von Georg Traber dreht sich dieses Jahr auf der Hauptstraße.


Humorvoll: Arnold Böswetter ist bekannt für seine frech-charmanten Auftritte, was er hier wohl der Weinkönigin Theresa Zwicker zuflüstert… Fotos (3): Claudia Hübschmann


Poet, Provokateur, Improvisator, Clown und Zauberer: Der Liedermacher Hans Eckhardt Wenzel & Band spielen am 26.9., um 20 Uhr auf der Folk- und Weltmusikwiese in Altkötzschenbroda. Foto: S. Buschow

Theater und Wein in ganz Radebeul  – Weinherbst präsentiert sich mit Wandertheater und Musik

Vom 25. bis 27. September findet in Radebeul der Weinherbst statt. In der Tradition des Herbst- & Weinfestes wurde für die diesjährige Veranstaltung eine neue, dezentrale Form gefunden, bei der erstmalig das gesamte Stadtgebiet ins Geschehen einbezogen wird.

Angelehnt an den mystischen Feuervogel wird unter dem Motto „Flieg Phoenix, flieg!“ aus Traditionellem und Bewährtem heraus etwas Neues geschaffen, um den Radebeulern und Gästen auch in diesem Jahr Möglichkeiten der Freude und des Genusses zu bieten. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch.

Drei Tage lang können die Besucher zwischen Radebeul Ost und Radebeul West über gemütliche Weinboulevards flanieren, handgemachter Musik lauschen und verschiedenste Theateraufführungen bestaunen. „In eben solchen Momenten der Freude finden die Menschen trotz Abstand zueinander und genießen all das, was ihre Stadt und unser Land gleichermaßen ausmacht.“, so die Staatsministerin.

Vor dem Kultur-Bahnhof und entlang der Hauptstraße präsentieren Artisten, Clowns und Theatergruppen humorvolle und beeindruckende Inszenierungen für Groß und Klein. Herr Arnold Böswetter schenkt seinen Zuschauern im Hof der Weinhandlung Andrich „30 schöne Böswetterminuten“. Das niederländische Theater van de Droom entführt im Hof der Grundschule in die Welt der Commedia dell‘arte. Der Vorplatz des Kultur-Bahnhofs verwandelt sich in eine Theaterarena für faszinierende Akrobatik und unglaubliche Illusionen. Das beliebte Theaterkarussell von Georg Traber dreht sich in diesem Jahr auf der Hauptstraße. Die Fahrgäste sitzen darauf gemütlich an Tischen beisammen, lauschen der orientalisch-keltischen Musik der Sängerin Adaya und schwelgen noch einmal in eigenen Kindheitserinnerungen. Bei stimmungsvoller Straßenmusik können die Besucher zudem die Weine ausgewählter sächsischer Winzer sowie regionale und internationale Speisen genießen.

Zahlreiche Weingüter und Straußwirtschaften öffnen an dem Veranstaltungswochenende ihre Höfe und Gärten. Internationale Musiker laden zu idyllischen Weinbergskonzerten ein. Von New Classic mit der Band Stilbruch über Folk mit den Sons of Settlers bis hin zu Klezmer mit dem Duo Fabry/Hoorn ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Inmitten der malerischen Atmosphäre können die Gäste bei erstklassigen Weinen, frischem Federweißen und kulinarischen Köstlichkeiten verweilen und den Alltag hinter sich zurücklassen.

Als besonderes Highlight wird es im Weingut Haus Steinbach an allen drei Abenden eine Spezialedition des Radebeuler XJAZZ geben. Hochkarätige Musiker wie die Radebeuler Schlagzeug-Legende Günther Baby Sommer lassen das Weingut zu einem Anziehungspunkt für Jazzfans und Musikbegeisterte werden. Tickets für die drei Sonderkonzerte sind an der Abendkasse erhältlich.

Musik und Wandertheater erwarten die Besucher auch in Altkötzschenbroda. Das Teatro Due Mondi zieht mit seiner Fiesta über den Dorfanger, Flunker Produktionen verzaubern mit der „Prinzessin auf der Erbse“ und Straßenkünstler begeistern mit Witz, Charme und Detailreichtum. Auf der Folk- und Weltmusikwiese geben unter anderem Liedermacher Hans Eckardt Wenzel & Band, die Trash-Balladen-Musiker Hasenscheiße oder die Kapela Timingeriu Konzerte in Picknick-Atmosphäre. Vivi Sol und Company spielen bei der abendlichen Feuershow voller Anmut und Eleganz mit dem wohl geheimnisvollsten aller Elemente und laden zum Träumen und Staunen ein.

Alle Angebote finden in diesem Jahr unter freiem Himmel statt. Die teilnehmenden Künstler freuen sich über eine Spende in den Hut.

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung gelten für die einzelnen Veranstaltungsbereiche Besucherzahlbeschränkungen. Sollte die maximal zulässige Besucherzahl an einem der Veranstaltungsorte erreicht sein, wird darum gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, um zu weiteren Alternativ-Orten zu gelangen. Straßenbahnen, Busse und Züge verkehren während des Wochenendes in verstärkter Taktung. Einen Überblick über alle Veranstaltungen erhalten die Besucher in den Programmheften, die kostenfrei an allen Eingängen ausliegen.

Text: Ina Dorn

PR- & Marketingverantwortliche
Großveranstaltungen & Tourismus

Amt für Kultur
Altkötzschenbroda 21
01445 Radebeul
Tel. 0351 / 83 11 624

Mehr Informationen:

www.weinfest-radebeul.de
www.facebook.com/weinfestradebeul
Feuershow mit Vivi Sol & Company laden am Sonnabend, um 21.30 Uhr auf der Folk- und Weltmusikwiese an der Elbe zum Staunen und Träumen ein.

Yoga & Wein im Noteingang e.V. im Weißen Haus, Kötzschenbrodaer Str. 60

Ein besonderes Highlight ist das Yoga und Wein am Sonntag ab 13 Uhr.  Heute, Freitag Abend ab 20 Uhr spielen zwei Punkbands, Teppichbodendisco und Lendenzorn. Beides Bands, die im Keller des Weißen Hauses proben, da es dem Verein wichtig ist, vielen regionalen Künstlern die Chance für einen Auftritt zu geben.

„Für uns trifft auch das Thema des Weinherbstes voll zu. In den letzten Jahren fanden unsere Angebote in der Tonne (Familienzentrum) statt. Dieses Jahr ja undenkbar, somit mussten eigene neue Ideen her. Die Idee, dass Gelände am Notausgang (Weißes Haus) war schnell da und wurde von den Vereinsmitgliedern schnell angenommen“, sagt Kerstin Dähne, die Vereinsvorsitzende vom Noteingang e.V. Radebeul.

Jetzt gibt es hier ein Programm mit viel Musik aus vier Jahrzehnten, dazu am Samstag Techno und Wein. Geplant ist auch der Skate und BMX- Contest, doch wenn der Boden weiterhin nass ist, fällt der Contest aus und es gibt den gesamten Tag elektrische Musik. Text + Fotos: Kerstin Dähne
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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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