• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Projekte

Galerie Kunst & Eros lockt im Lockdown mit lebensfroher Kunst

22 Sonntag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Schönheit, Leidenschaft, Lebensfreude: Galeristin Janett Noack zeigt das Bild „Flamenca“ von Steffen Fischer. Es ist in der Weihnachtsausstellung in der Galerie Kunst & Eros in Dresden ab 4. Dezember zu sehen.


„Dreh mich!“-Kunstobjekt von Frank Voigt in der aktuellen Ausstellung.

Ausstellung ohne Publikum in der Galerie Kunst und Eros
“Das ist der nackte Wahnsinn!“

Die Ausstellung „Eins – Zwei – Dreier“ mit lustvoll-originellen Collagen, Zeichnungen und Objekten von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit ist noch bis 28. November in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden zu sehen.

Liebesszenen aus dem indischen Kamasutra leuchten farbenfroh auf vergilbten Zahlungsbelegen. Venus bezirzt in verschiedenen Rollen und Zeitmoden. Die drehbaren, originellen und sinnenfrohen „Dreh mich !“-Kunstobjekte laden zum Schauen und Bespielen ohne Stillstand ein. Damit lockt im Lockdown zurzeit die
Ausstellung „Eins – Zwei – Dreier…“ mit Collagen, Zeichnungen und Objekten von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (verlängert bis 28. November).

Bei ihrer reizvollen Gemeinschaftsarbeit dreht sich in den Bildcollagen buchstäblich alles rund um Lust und Liebe, mal wild, romantisch, nostalgisch, sehnsuchtsvoll und melancholisch. Neben ihrer Sammellust von allerlei Bedrucktem teilen sie die Leidenschaft des Briefe-Malens, diese Kunst der Mailart verbindet die drei Künstler seit den 1980-er Jahren mit gegenseitiger Post aus aller Welt. Jeder von ihnen hat bei den Dreh-Objekten eine Seite auf seine Art bemalt und beklebt. Da treffen Blumenmädchen und träumende Damen aus Stammbuchalben auf Frauenakte und witzig neu zusammengesetzte Körperbilder. Doch zurzeit kommen kaum Besucher in die Galerie.

“Durch den Lockdown sind weniger Leute unterwegs als sonst. Sie sind verängstigt durch die steigenden Corona-Zahlen, ziehen sich wieder zurück und vergessen, dass das Leben weitergehen muss“, sagt die Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack (39). Die Straßen sind ruhig. Es schauen kaum Leute auch in die umliegenden Geschäfte auf der Hauptstraße herein. „Die Maskenpflicht schränkt das Bummeln und Kaufverhalten ein. Es wird nur das Nötigste gekauft.“ Ihre Galerie habe bereits Einnahmeverluste. „Wir leben auch vom Laufpublikum und momentan fehlen die Touristen, die auch kaufen“, merkt sie deutlich. Die Galerie sei zwar geöffnet und sie kann arbeiten, aber sie darf keine Veranstaltungen machen, die aber wichtig sind, damit die Kunst noch mehr gesehen wird.

„Eine Galerie ohne Publikum. Das ist der nackte Wahnsinn“, sagt Janett Noack zur derzeitigen Situation. „Einerseits müssen wir den Virus eindämmen. Doch das Schlimmste ist, wenn alles stillsteht in der Kultur.“ Ihr ist daher wichtig, nicht aufzugeben, produktiv zu bleiben. Es sei allerdings ein Spagat zwischen den immer neuen Corona-Verordnungen, so dass sie kaum planen könne, sondern spontan, flexibel und geduldig bei den Ausstellungsterminen fürs nächste Jahr sein muss. „Wenn man sich zu verrückt machen würde, was alles verloren gehen kann und auf der Strecke bleibt, könnte man nicht mehr schlafen und es drückt auf die Psyche.“ Sie versucht daher, locker und entspannt zu bleiben. „Irgendwann ist es auch wieder vorbei.“ Dabei helfe ihr die künstlerische Arbeit schon sehr. Janett Noack  widmet sich jetzt wieder mehr der Porzellanmalerei, erfreut sich an neuen Formen und Dekoren und erledigt Auftragsarbeiten.

„Es gab auch vor dem Lockdown schon Kunden und Förderer, die mich unterstützt haben, indem sie Kunst gekauft haben und mir zeigten, es geht weiter.“ Gerade bemalt sie in ihrem Atelier in der Galerie eine weiße Bodenvase mit schwarzem antiken Blumenmuster, dazu gesellt sich ein Kolibri. Ein Sammler, ein Biologe aus Wien regte sie zu Bildmotiven mit Insekten und Schnecken an, die seither paarweise filigran auf Schmuckdosen, Schalen und Kettenanhängern umher schwirren. „Man kann Kultur auch anders, zuhause genießen, malen, Musik hören, lesen…“, zählt Janett Noack auf. Da die Musikschule derzeit geschlossen hat, findet bei ihnen Hausmusik statt: Sie singt, ihre Tochter Klara (6) spielt Geige und Sohn Arthur (10) bläst ins Horn.

Die alljährliche Gruppenausstellung mit verführerischer Kunst zu Weihnachten, dem Fest der Liebe soll am 4. Dezember eröffnen (von 17 – 21 Uhr) mit fließendem Kommen und Gehen der Besucher. Die Weihnachtsausstellung „Erotischer Advent“ ist bis 30. Januar 2021 zu sehen. „Es wird eine feine, stille Ausstellung mit Kunst gestandener und junger Künstler.“ Neben Urgesteinen der Galerie wie Gudrun Trendafilov, Steffen Fischer und Wieland Richter werden erstmals Grafiken von Tina Wohlfarth sowie Zeichnungen von Oskar Staudinger und Malerei von Viktoria Graf zu sehen sein.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 – 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

Kunst in Bewegung. Die drehbaren Objekte in der Ausstellung laden ein zum Bespielen und auch Posieren, um dem nackten Wahnsinn in diesen ver-rückten Zeiten Ausdruck zu verleihen. Da hilft nur Humor, Zuversicht und locker bleiben. Wie hier zu sehen: Galeristin Janett Noack und Lilli Vostry, freie Journalistin und meinwortgarten.com-Inhaberin.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Vorlesetag virtuell: Das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ in 13 Sprachen unter dem Motto „Europa und die Welt“

19 Donnerstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

≈ 2 Kommentare

Bundesweiter Vorlesetag: Mehr als 500.000 Teilnehmende bei digitaler Ausgabe von Deutschlands größtem Vorlesefest

Digitale Veranstaltungen rund um Jahresthema „Europa und die Welt“ • Prominente und Politiker unterstützen den Aktionstag

Mehr als 500.000 Vorleser/-innen und Zuhörer/-innen beteiligen sich am diesjährigen Bundesweiten Vorlesetag am 20. November – trotz der aktuellen Situation. Gemeinsam haben DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung alle Menschen dazu aufgerufen, Kindern vorzulesen und somit ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen. Um den aktuellen Kontaktbeschränkungen Rechnung zu tragen, setzen die Initiatoren in diesem Jahr auf digitale Aktionen.

So lesen beim digitalen Vorlesefestival Autorin Cornelia Funke, Fußball-Star Thomas Müller, Schauspielerin Annette Frier sowie die Moderatorinnen Nazan Eckes und Muschda Sherzada auf http://www.vorlesetag.de sowie Instagram (@der_bundesweite_vorlesetag) und Facebook (@vorlesetag) aus Kinderbüchern vor. Außerdem liest Schauspielerin Jella Haase im Rahmen einer digitalen und interaktiven Vorlesestunde der Klasse 6E der Realschule Ehingen (Baden-Württemberg) vor.

Das Jahresthema „Europa und die Welt“ wurde in zahlreichen Veranstaltungen aufgegriffen, allen voran in einer mehrsprachigen und länderübergreifenden digitalen Vorleseaktion. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments hat dafür gemeinsam mit Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Asien das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ in 13 verschiedenen Sprachen vorgelesen. Den Videoclip finden Sie hier: https://www.youtube.com/c/StiftungLesenMedia

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung:
„Wir möchten uns bei allen bedanken, die heute beim Bundesweiten Vorlesetag mitmachen und damit zeigen, wie schön und wichtig es ist, mit Kindern in Geschichten einzutauchen. Besonders in dieser Zeit schafft das Vorlesen Nähe, Vertrauen und gemeinsame Erlebnisse. Bücher helfen uns, in unserer Fantasie ganz weit weg zu reisen, neue Orte und Menschen kennenzulernen.“

Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe, sagt:
„‘Europa und die Welt‘ ist das Motto unseres Vorlesetags in diesem Jahr. Trotz aller Reisebeschränkungen ist es uns gelungen, Hunderttausende große und kleine Zuhörerinnen und Zuhörer dafür zu begeistern, sich mit uns auf Entdeckungsreise durch die Länder dieser Welt zu begeben. Und gleichzeitig zeigen die zahlreichen digitalen Lesungen, dass es möglich ist, auch in diesen Zeiten zusammen zu rücken: gute Ideen machen auch im virtuellen Raum ein gemütliches Beisammensein möglich.“

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen:
„Wir sind stolz und glücklich, dass sich trotz aller Einschränkungen mehr als eine halbe Million Menschen mit viel Einfallsreichtum am Bundesweiten Vorlesetag beteiligt haben. Das zeigt, welche große Bedeutung der Aktionstag für Kitas, Schulen, Bibliotheken und soziale Einrichtungen hat. Zugleich unterstreicht diese hohe Teilnahmezahl aber auch, wie wichtig Vorlesen für die Entwicklung von Kindern ist: Es macht Mut, stärkt den familiären und gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist entscheidend für das spätere Lesenlernen.“

Text:

Deutsche Bahn Stiftung
Oliver Wasmann
Kommunikation / Sprecher
Deutsche Bahn Stiftung gGmbH
Bellevuestraße 3
10785 Berlin
Tel.: (030) 297 56107

 

http://www.vorlesetag.de
http://www.deutschebahnstiftung.de
http://www.stiftunglesen.de
http://www.zeit-verlagsgruppe.de

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Sarrasani: „Wir machen weiter !“ – Die neue Varieté-Show soll im Dezember starten

17 Dienstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Zauberhaftes Vergnügen: Magier André Sarrasani und seine Mutter Trude Stosch-Sarrasani, einstige Direktorin des traditionsreichen Dresdner Zirkusunternehmens locken wieder mit einer Mischung aus Dinnershow, Varieté und Theater. Dazu gehören atemberaubende Artistik, Luftakrobatik, magische Illusion, herzerwärmende Clownerie und reizendes Showballett. Foto: Kai Schmidt

 „Wir wollen auf jeden Fall spielen – wenn es sein muss, eben später“

André Sarrasani erklärt, was der erneute Lockdown für seine Dinnershow bedeutet. Die neue Dinner-Show „Showtime“ soll Am 4. Dezember im Sarrasani Trocadero-Zelt in Nähe des Elbeparks Dresden starten.


Nach der Bekanntgabe der neuen Corona-Schutzmaßnahmen durch die Bundesregierung wendet sich André Sarrasani an die Öffentlichkeit: „Wir wollen auf jeden Fall spielen, wenn es sein muss, eben später“, sagt Sarrasani und erklärt weiter: „Wenn wir im November noch nicht starten können, ist es für uns kein Problem, unsere Dinnershow-Saison etwas nach hinten zu schieben. All unsere Künstlerinnen und Künstler stehen bereit, der neue Standort steht uns lang genug zur Verfügung. Wir haben einfach eine riesige Verantwortung unseren treuen Fans und Gästen gegenüber, die wir sehr ernst nehmen.“

Der ursprüngliche Beginn von „Showtime“ am 20. November 2020 muss durch den erneuten Lockdown verschoben werden. Es laufen jedoch bereits Planungen, damit die Show voraussichtlich Anfang Dezember, am 4. Dezember starten kann. Der Aufbau des Sarrasani Trocaderos in der Nähe des Elbeparks geht indessen weiter voran. Bereits gekaufte Karten behalten Ihre Gültigkeit und der Vorverkauf geht weiter.

Verantwortung für kulturelles Leben

„Wir haben natürlich Verständnis für die neuen Schutzmaßnahmen und Einschränkungen, schließlich steht unser aller Gesundheit auf dem Spiel. Dennoch sind Kunst, Kultur, Varieté und Unterhaltung ganz wichtige Bestandteile unseres Alltags, unserer Gesellschaft, einfach unseres gesamten Daseins als Menschen. Deshalb müssen wir als Künstlerinnen und Künstler in so einer schwierigen Situation die Ärmel hochkrempeln und anpacken“, sagt der Showmaster und bekräftigt: „Gemeinsam mit den vielen anderen Kreativen in unserer Region ist es unsere Aufgabe, für die Vielfalt der Kultur zu sorgen. Wir machen weiter!“

Hygienekonzept und Platz vorhanden

Von den „Showtime“-Machern wurde bereits ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet und kann jederzeit ergänzt und erweitert werden – je nachdem, was die aktuelle Situation erfordert. Zudem sei das neue Sarrasani Trocadero mit über 1.000 Quadratmetern groß genug, um Mindestabstände und Sicherheit zu gewähren und Gästen damit unbeschwerte Unterhaltung sowie Show-Genuss zu bieten.

Text: Nora Körner – PR und Event Consultant ABG Marketing GmbH für Sarrasani

Über Sarrasani:

Der Name „Sarrasani“ steht für über 100 Jahre Varietégeschichte und modernes Entertainment. Bekannt wurde der Familienbetrieb vor allem durch seine Artistik-, Zauber- und Tiernummern, mit denen er das Bild der deutschen Varietékunst weltweit prägte. Heute befindet sich das Traditionsunternehmen mit André Sarrasani in der vierten Generation. Der Illusionist und Showmaster präsentiert seinen Gästen mit Sarrasani Trocadero seit 2004 eine zeitgemäße Melange aus Dinnershow, Varieté und Theater. Darüber hinaus unterstützt die Sarrasani Entertainment GmbH als Dienstleister Kunden in Sachen Veranstaltungsservice, Zeltvermietung, Showprogramm, Moderation und Catering.

Weitere Informationen: www.sarrasani.de  

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Neue Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 & Nominierung der besten Neuerscheinungen bis Ende November

17 Dienstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Preis der Leipziger Buchmesse 2021:

Neue Jurymitglieder / Anmeldeschluss der Verlage am 30. November

Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse geht mit zwei neuen Mitgliedern in die Preissaison 2021: Anne-Dore Krohn, Literaturredakteurin bei rbb kultur des Rundfunks Berlin Brandenburg, und Andreas Platthaus, verantwortlicher Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Literatur und literarisches Leben. Gemeinsam mit den fünf weiteren Literaturkritiker:innen der Jury – Jens Bisky (Leitung), Tobias Lehmkuhl, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch – werden sie die Neuerscheinungen des kommenden Jahres lesen und die besten Bücher in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung zur Leipziger Buchmesse 2021 küren.

Anne-Dore Krohn,

geboren 1977 in Berlin ist Literaturredakteurin bei rbb kultur. Sie hat Literaturwissenschaften studiert, die Henri-Nannen-Journalistenschule besucht und ist Jurymitglied u.a. des Schubarth-Literaturpreises und des Aufenthaltsstipendiums auf Schloss Wiepersdorf. Mit dem Literaturkritiker Denis Scheck tourte sie u.a. mit Programmen zu Fontane und Hölderlin. Sie moderiert regelmäßig Lesungen und gehört seit 2017 zum Moderatoren- und Beratungsteam des Erlanger Poetenfestes.

Andreas Platthaus,

geboren 1966 in Aachen, studierte Rhetorik, Philosophie, Geschichte und Betriebswirtschaftslehre und ist seit 1997 Redakteur im Feuilleton der F.A.Z. Derzeit verantwortet er dort das Ressort Literatur und literarisches Leben. 2017 ernannte ihn die Französische Republik zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres, 2018 erhielt er den Hessischen Kulturpreis, 2019 war er Fellow des Thomas Mann House in Pacific Palisades. Als jüngstes Buch erschien „Auf den Palisaden – Amerikanisches Tagebuch“.

Jetzt anmelden für den Preis der Leipziger Buchmesse
Bis zum 30. November 2020 können sich die ausstellenden Verlage der Leipziger Buchmesse mit maximal zwei Titeln pro Preis-Kategorie für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 bewerben. Am 13. April 2021 erscheint die Liste der 15 Nominierten in den drei Preiskategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Die feierliche Bekanntgabe und Auszeichnung der drei Preisträger des Preises der Leipziger Buchmesse 2021 findet am Messefreitag, 28. Mai 2021, 16.00 Uhr, in der Kongresshalle am Zoo Leipzig statt. Denn die Leipziger Buchmesse öffnet coronabedingt im Jahr 2021 vom 27. bis 30. Mai ihre Tore in Leipzig.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB).

Text:                
Eileen Klötzer
Abteilungsleiterin Kommunikation Messen
Telefon: +49 341 678-6541

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Festival Fast Forward 2020 am Staatsschauspiel Dresden mit digitaler Bühne & Residenzpreis für Inszenierung „Supersocial“

16 Montag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Einladung ans Publikum, miteinander ins Gespräch zu kommen

Für ihre kommunikative Inszenierung „Supersocial“ erhält eine Künstlergruppe aus Estland den Residenzpreis vom Förderverein des Staatsschauspiels Dresden, der ihnen die Umsetzung dieses Projekts ermöglicht.

Gestern Nacht, am Sonntag, dem 15. November 2020, ging das Europäische Festival für junge Regie FAST FORWARD am Staatsschauspiel Dresden zu Ende. Ursprünglich war natürlich nicht geplant, die 10. und damit eine Jubiläums-Ausgabe dieses renommierten Festivals mit dem Zusatz AT WORK zu versehen – und für alle Beteiligten war bis kurz vor dem Start des Festivals auch nicht zu erahnen, wie sehr sich dieser Zusatz noch bewahrheiten würde.

Am 2. November kam – durch den Erlass zur Eindämmung der Corona-Pandemie – das Aus für alle Veranstaltungen, die analog in verschiedenen Dresdner Spielstätten stattfinden sollten. Alle Kräfte konzentrierten sich von da an darauf, auf der digitalen Bühne fastforw.art dem Publikum eine möglichst breite Palette an zeitgenössischen jungen Regiearbeiten zeigen zu können. Als aber 24 Stunden vor Beginn zwei Mitarbeiter*innen der Technik, die den komplexen digitalen Teil von FAST FORWARD At Work betreuten, in Quarantäne mussten, schien es kurzzeitig, als könne das Festival in diesem Jahr gar nicht stattfinden.

„Durch den außergewöhnlichen Einsatz und die Kreativität aller Beteiligten war es möglich, dass wir trotz allem in den vergangenen Tagen eine große Bandbreite an Arbeiten erleben konnten. Es ist nicht nur Not, die erfinderisch macht – das beweist das Festival FAST FORWARD seit einem Jahrzehnt mit jeder Ausgabe aufs Neue als ein Garant für Überraschendes, für neue Sichtweisen und Ästhetiken. Und auch in diesem Jahr luden auf der von Studio Beisel gestalteten digitalen Bühne junge Künstlerinnen und Künstler zu Inszenierungen, Interviews, Arbeitsgespräche und vielem mehr ein.“, so der Intendant des Staatsschauspiels Joachim Klement.

Charlotte Orti, die Kuratorin des Festivals: „Ganz so wörtlich hatten wir das mit dem AT WORK nicht genommen, aber so sind die Zeiten. Wir haben die Inszenierungen, die wir für Dresden geplant hatten, sehr vermisst. Gleichzeitig war das online-Format eine spannende Erfahrung und es wird ebenso spannend sein, diesen Laborversuch auszuwerten. Ich freue mich außerdem sehr, dass der Förderverein des Staatsschauspiels Dresden sich trotz der Umstände entschieden hat, den von ihm neu gestifteten Residenzpreis zu vergeben.“

Der Residenzpreis 2020 geht an eine Gruppe und an ein Projekt, das gerade aus Dresdner Perspektive Neugierde erweckt: die estnischen Künstler*innen Üüve-Lydia Toompere und Siim Tõniste und ihre Arbeit SUPERSOCIAL. Die Inszenierung wird eine Einladung an das Publikum sein, miteinander ins Gespräch zu kommen, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, um Unterstützung zu werben, mitunter mit der eigenen Meinung alleine da zu stehen, sich selbst zu hinterfragen oder andere zu bestärken. Dieses spannende Projekt in Dresden umzusetzen ermöglicht der Residenzpreis, der vom Förderverein Staatsschauspiel Dresden e.V. ausgelobt wurde.

Zu den Künstler*innen: Üüve-Lydia Toompere (*1990) und Siim Tõniste (*1987) arbeiten als Performer, Choreograf*innen, Dozenten und Stückentwickler in unterschiedlichen Projekten und Disziplinen. Toompere studiert aktuell Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Tõniste lebt als freier Künstler in Tallin. Vom Theater, über soziale Bildung und Vermittlungsarbeit bis zur Clubszene beschäftigen sie sich mit verschiedenen kommunikativen und sozialen Aspekten ihrer Kunst. Seit 2015 erarbeiten sie als Autoren- und Regie-Team eigene Theaterstücke, SUPERSOCIAL ist ihre dritte gemeinsame Inszenierung.

Wir freuen uns, dass eine ganz besondere Inszenierung, die im Rahmen des Festivals nicht stattfinden konnte, nun doch noch realisiert werden kann. Die Teilnahme am Audiowalk HOW TO DISAPPEAR COMPLETELY der ungarischen Künstler Ambrus Ivanyos und Bálint Tóth (meetlab) ist ab dem 21. November möglich. Detaillierte Informationen zum Format und zum Erwerb von Karten finden Sie ab dem 17. November auf unserer Webseite unter http://www.staatsschauspiel-dresden.de.

Text: Gertrud Aringer

Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760

www.staatsschauspiel-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Vorlesetag: „Fast alle Kinder lieben es, wenn ihnen vorgelesen wird.“

06 Freitag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

„Wir würden ja, aber es passt nicht in
unseren Alltag“ – warum Eltern wenig vorlesen

49 Prozent sagen, dass es ihnen keinen Spaß macht / wenig Bücher zuhause / Vorlesestudie 2020 vorgestellt.

Rund 32 Prozent der Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern selten oder nie vor – diese Zahl ist seit Jahren konstant. Erstmalig geht die Vorlesestudie 2020 der Frage nach, welche Gründe dahinterstecken. Dazu wurden bundesweit 528 Eltern befragt, die maximal einmal pro Woche vorlesen.

Die Vorlesestudie 2020, die kürzlich in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde, ist wie der Bundesweite Vorlesetag am 20. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.

Wenig Zeit

Häufig fehlt es an Zeit und Bereitschaft zum Vorlesen. Die Hälfte der Eltern gibt an, dass es im Haushalt anderes zu tun gibt und sie zu erschöpft zum Vorlesen sind. Außerdem denken 48 Prozent der befragten Eltern, dass ihren Kindern woanders schon genug vorgelesen wird, vor allem in der Kita.

„Vorlesen ist für viele der Befragten eine zusätzliche Belastung in ihrem Alltag“, sagt Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe. „Dabei lässt es sich mit anderen Freizeitaktivitäten wie etwa Basteln gut verbinden, das wollen wir noch mehr zeigen. Schon fünf Minuten Vorlesen sind besser als nichts.“

Wenig Bücher

Auch mangelt es in vielen Haushalten an Vorlesestoff. 68 Prozent der befragten Haushalte geben an, dass ihre Kinder maximal zehn Bücher haben. Sie sehen diese Tatsache häufig nicht als Manko, allerdings fänden es 57 Prozent der befragten Eltern gut, wenn ihre Kinder regelmäßig Bücher geschenkt bekämen.
Die Studie zeigt auf, dass Buchgeschenke die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Eltern häufiger vorlesen.

„Geschichten müssen zu den Familien kommen, egal ob als Buch oder digital“, fordert Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn AG und Beauftragter Leseförderung der Deutsche Bahn Stiftung. „Vorlesestoff sollte im Alltag überall verfügbar sein – attraktiv, unkompliziert, niedrigeschwellig und in möglichst vielen Sprachen. Das erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern häufiger niedrigeschwellig und in möglichst vielen Sprachen. Das erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern häufiger vorlesen.“

Wenig Spaß

49 Prozent der Eltern macht Vorlesen keinen Spaß. Damit gehen sehr kritische Vorstellungen vom Vorlesen einher: Die Eltern glauben, schauspielern und ihre Kinder zum geduldigen Zuhören zwingen zu müssen. 44 Prozent der befragten Eltern sagen, dass ihr Kind zu unruhig sei, 31 Prozent geben an, dass ihr Kind selbst gar nicht vorgelesen bekommen möchte.

„Viele der befragten Eltern stehen dem Vorlesen kritisch gegenüber – es macht ihnen keinen Spaß, weil sie sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlen“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen. „Die Hälfte hat in ihrer eigenen Kindheit zu Hause keine Vorleseerfahrungen gemacht. Ihnen fehlt das Vertrauen, dass Vorlesen jederzeit und überall ohne Übung möglich ist. Das wollen, das müssen wir ändern, denn es geht darum, dass alle Kinder diesen wichtigen Impuls in ihr Leben mitnehmen können!“

Die Präsentation der Vorlesestudie wurde von einer Diskussion begleitet, wie Vorlesen gewinnbringend in Familien gebracht werden kann, in denen es bislang nicht oder nur wenig praktiziert wird. Hierzu diskutierten Prof. Dr. Simone C. Ehmig (Stiftung Lesen), Daja Wübbens (Impuls Stiftung Deutschland), Jürgen Kornmann (Deutsche Bahn AG / Deutsche Bahn Stiftung), moderiert von Katrin Hörnlein (DIE ZEIT).

Die Vorlesestudie wird seit 2007 jährlich durchgeführt. 2020 hat iconkids & youth München im Mai und Juni 528 Eltern von Kindern im Alter von 1-6 Jahren (358 Mütter, 170 Väter) persönlich-mündlich befragt, die maximal einmal pro Woche vorlesen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Gruppe der selten und nie vorlesenden Eltern bundesweit.

Alle Ergebnisse sowie Vorleseempfehlungen für Kinder zwischen einem und acht Jahren finden Sie unter: http://www.stiftunglesen.de/vorlesestudie

Zentrale Ergebnisse aus den zurückliegenden Vorlesestudien lauten:
– Vorlesen fördert die Lesemotivation und das Leseverhalten (2011/2018)
– Vorlesen fördert die sprachliche Entwicklung (2018)
– Vorlesen fördert die persönliche Entwicklung (2015)
– Vorlesen fördert die sozialen Kompetenzen von Kindern (2015/2016)

– 91 Prozent der Kinder in Deutschland lieben es, wenn ihnen vorgelesen wird und wünschen sich, dass dies noch viel öfter geschieht. (2016)

Beim Bundesweiten Vorlesetag setzen jedes Jahr Hunderttausende Menschen ein Zeichen für das Vorlesen. 2020 findet er am 20. November statt.

Text: Oliver Wasmann

Deutsche Bahn Stiftung
Kommunikation / Pressesprecher
Bellevuestraße 3
10785 Berlin
Tel. (030) 297 56107

Weitere Informationen und Anmeldung:
http://www.vorlesetag.de

http://www.deutschebahnstiftung.de
http://www.stiftunglesen.de
http://www.zeit-verlagsgruppe.de
http://www.vorlesetag.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Förderprogramme für Darstellende Künstler im Lockdown

05 Donnerstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte

≈ Ein Kommentar

Erste #TakeCareResidenzen an über 130 Künstler*innen und -gruppen vom Bündnis internationaler Produktionshäuser vergeben

Dazu gehören FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer Berlin, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, PACT Zollverein Essen und tanzhaus nrw Düsseldorf.

Das Rettungspaket NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die #TakeThat-Förderprogramme des Fonds Darstellende Künste ermöglichen dem Bündnis internationaler Produktionshäuser, diese Maßnahmen mit der Vergabe von ersten #TakeCareResidenzen zu unterstützen und damit Kunstschaffenden zu helfen.

Das neue Programm #TakeCareResidenzen fördert ergebnisoffene Recherchen, die in Verbindung mit Residenzen an einer Bühne des Bündnisses internationaler
Produktionshäuser stehen. Deren Programmteams entscheiden gemeinsam über die Auswahl der Künstler*innen, Gruppen und Residenzvorhaben. Das Verfahren selbst verantwortet der Fonds Darstellende Künste.

Ziel des Programmes ist es, die berufliche Existenz von professionellen Künstler*innen und Gruppen, die durch die Covid-19 Pandemie und die Einschränkungen im kulturellen Sektor existenziell betroffen sind, zu stabilisieren und die Verbindung mit kooperierenden Theater- und Tanzhäusern zu stärken. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Vorhaben sind u.a. Kunst im digitalen Raum, feministische Perspektiven auf die Gegenwart, die Erforschung performativer Elemente der Natur und Umwelt sowie das interdisziplinäre Arbeiten und die Diversifizierung der Künste. Künstlerkollektive benennen insbesondere die Reflektion über Arbeitsstrukturen und Hierarchien sowie das Recherchieren neuer Formen der Zusammenarbeit als Kernpunkte ihrer Residenzvorhaben.

Die stipendienartige Förderung wird an bundesweit und bundesländerübergreifend arbeitende Einzelkünstler*innen für monatlich 2.500 Euro für einen Mindestzeitraum von zwei Monaten vergeben. Langjährig kollektiv arbeitende Künstler*innengruppen können ihre Anträge für bis zu fünf antragstellende Personen zum selben Vorhaben gebündelt einreichen und so insgesamt bis zu 25.000 Euro erhalten. In der ersten Förderrunde wurden knapp 140 #TakeCareResidenzen in Höhe von ca. 1 Million Euro vergeben.

Online-Anträge für die zweite Förderrunde können noch bis zum 15. November 2020 und ausschließlich beim Fonds Darstellende Künste eingereicht werden: https://onlineantrag.fonds-daku.de/start. Für die Antragstellung muss u.a. die Residenzbescheinigung von einem der sieben Bündnishäuser vorliegen.

Der Beginn der nächsten #TakeCareResidenzen ist am 1. Dezember
2020, das Programm endet am 31. August 2021.
#TakeCareResidenzen ist ein Förderprogramm des Fonds Darstellende Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Realisiert durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser, dem Zusammenschluss der sieben größten Institutionen für die freien darstellenden Künste in Deutschland, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Text: Barbara Schindler

Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V.
c/o HAU Hebbel am Ufer Stresemannstr. 29 10963 Berlin
T +49 (0)176-20925679
barbara.schindler@produktionshaeuser.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Verleihung des 13. Dresdner Lyrik-Preises & Abstimmung über den Publikumspreis online

05 Donnerstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Poesie, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

13. Ausgabe des Dresdner Lyrikpreis-Finale wird digital

LYRIKFANS KÖNNEN NOCH BIS 7. November, 19 Uhr, ihren Favoriten für den Publikumspreis per Mausklick wählen.

Bereits zum 13. Mal wird der Dresdner Lyrikpreis im Jahr 2020 vergeben – trotz Corona. Die Landeshauptstadt Dresden lobt den mit 5000 Euro dotierten Preis zur Förderung des gegenwärtigen poetischen Schaffens aus. Er richtet sich an Lyriker*innen, die in deutscher oder tschechischer Sprache schreiben und in Europa leben. Zu den bisher ausgezeichneten Personen gehören Uljana Wolf, Petr Hruška, Lutz Seiler, Uwe Tellkamp und Jan Škrob.

Mit Blick auf die allerorts steigenden Fallzahlen haben die Landeshauptstadt Dresden und das für die Organisation verantwortliche Erich Kästner Haus für Literatur entschieden, bei der Ausrichtung des Finales in diesem Jahr neue Wege zu gehen.

Die fünf deutschsprachigen und fünf tschechischen Finalistinnen und Finalisten stellen ihre Wettbewerbstexte in Form von 10-Minuten-Videos vor, die seit dem 3. November bis zum Abend des 7. November (19 Uhr) über die Website www.dresdner-lyrikpreis.org aufrufbar sind. Lyrikfans können in diesem Zeitraum per Mausklick ihre Stimme für einen der Beiträge abgeben und so über die Vergabe des erstmals von der Euroregion Elbe/Labe vergebenen Publikumspreises in der Höhe von 500 EUR mitentscheiden.

Die Sitzung der Hauptjury findet am Abend des 7. November 2020 in Form einer nicht-öffentlichen Videokonferenz statt. Der*die Hauptpreisträger*in sowie der*die Publikumspreisträger*in werden am 8. November um 12 Uhr im Rahmen einer digitalen Veranstaltung von der Zweiten Bürgermeisterin, Frau Annekatrin Klepsch, verkündet. Auch weitere Akteure des Wettbewerbs, darunter ein Jurymitglied und die Preisträger, kommen zu Wort.

Wir laden Sie herzlich ein, unter folgendem Link an der Preisverleihung teilzunehmen: https://us02web.zoom.us/j/84481882485 (Webinar-ID: 844 8188 2485)

Eine Aufzeichnung der Preisverleihung wird später unter www.dresdner-lyrikpreis.org abrufbar sein.

Die entfallenen Veranstaltungen im Rahmen der Poesietage werden im Frühjahr 2021 nachgeholt. Zudem werden die Texte der Finalist*innen in einer Anthologie veröffentlicht.

Text: Florian Ernst/Öffentlichkeitsarbeit
————————————————————
Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087
kontakt@kaestnerhaus-literatur.de
www.kaestnerhaus-literatur.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Bilder ohne Rahmen“ von Ausdrucksmalern in der Städtischen Galerie Dresden

01 Sonntag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

„Wenn du eine innere Stimme hörst, die sagt: Du kannst nicht malen, dann male auf jeden Fall, damit diese Stimme zum Schweigen gebracht wird.“ Vincent van Gogh

„Manche Maler machen aus der Sonne einen Punkt. Andere machen aus einem gelben Punkt eine Sonne.“ Pablo Picasso

Eine Augenweide der Fantasie

Eine Gruppe von Ausdrucksmalenden  zeigt zurzeit in einer Ausstellung mit dem Titel „Bilder ohne Rahmen“ ihre ausdruckreichen Arbeiten in der Städtischen Galerie im Landhaus/Stadtmuseum Dresden, EingANG lANDHAUSSTRASSE. Die Finissage mit Ausstellungsrundgang für die Besucher und anschließendem gemeinsamen Essen, Trinken und Erzählen im Museumscafé findet heute, am 1. November, von 16 bis 19 Uhr statt.

„Zum Ausdrucksmalen komme ich mit einem Rucksack, den ich sukzessive auf das Blatt entleere“, steht auf einer der farbenfrohen Postkarten zu dieser besonderen Ausstellung. „Im Malraum bin ich geschützt und kann sein, wie ich bin“, schreibt ein anderer Teilnehmer dieses Projekts. Auf rund 300 Quadratmeter sind 48 farben- und formenreiche Bilder von malfreudigen Menschen zu sehen, die dabei ganz auf ihre eigene Wahrnehmung, Sehen, Empfinden und Intuition vertrauen. Die Freude am Malen und mehr über sich zu erfahren und sichtbar werden zu lassen für andere, stehen dabei im Vordergrund. Leider habe ich erst vor kurzem rein zufällig bei einer Lesung im Landhaus von dieser ungewöhnlichen, sehr sehenswerten Ausstellung und Begleitprogramm erfahren, die bereits seit September laufen.

Dieses Angebot des Ausdruckmalens startete zunächst als ein Projekt für minderjährige, unbegleitete Geflüchtete, die ihre Erlebnisse und Gefühle in den Bildern frei herauslassen und verarbeiten konnten. Inzwischen sind dazu interessierte Dresdnerinnen und Dresdner aller Altersgruppen und Herkunft jeden zweiten Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Malraum der Städtischen Galerie Dresden eingeladen, sich von Farben und Formen inspirieren zu lassen und ihren eigenen kreativen Ausdruck zu finden. Das Projekt Ausdrucksmalen wird geleitet von Irene Bader und Franziska Schmidt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.hier-ist-malraum.de

Anmeldung erforderlich unter: franziska.schmidt@museen-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Die Freiheit des Jazz & die Freiheit anderer Meinungen: Vortrag und Diskussion mit Daniele Ganser bei den Jazztagen Dresden im Ostra-Dome fanden viel Resonanz

28 Mittwoch Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Dr. Daniele Ganser bei seinem Vortrag am Sonntagnachmittag bei den Jazztagen Dresden.

Nach dem Vortrag gab es eine Gesprächsrunde mit Daniele Ganser. Mit lebhafter Diskussion über Verschwörungstheorien, Aufrufe zum Boykott der Jazztage Dresden, etablierte und alternative Medien und Umgang mit unliebsamen Themen.


Historiker Daniele Ganser und Sängerin Julia Neigel bei der Podiumsdiskussion.

Keine Scheu vor Querköpfen und Widerworten

Zwei vielbeachtete Vorträge mit Blicken hinter die Kulissen der Macht mit dem Schweizer Zeithistoriker Daniele Ganser waren bei den 20. Jazztagen Dresden am Sonntagabend im Ostra-Dome zu hören. Hinterher gab es eine lebhafte, dreistündige Diskussion mit dem Publikum über Verschwörungstheorien, die Rolle der Medien und den Umgang mit schwierigen Themen, zu der Jazztage-Intendant Kilian Forster auch die Kritiker von Gansers Vortrag eingeladen hatte. Doch die kamen nicht.

Die Wellen schlugen hoch schon im Vorfeld des Vortrages „Geostrategie. Der Blick hinter die Kulissen der Macht“ von Daniele Ganser bei den diesjährigen Jazztagen Dresden (noch bis 23. November). „Der Medienrummel trug dazu bei, dass der zweite Vortrag noch besser besucht war als der erste, was sicher nicht die Absicht der Kritiker war“, sagte Kilian Forster, Musiker und Intendant der Jazztage erfreut zu Beginn. 600 und 700 Besucher seien zu den beiden Vorträgen in der Veranstaltungsstätte am Sonntag im Ostra-Dome gewesen.

In den letzten Wochen hatten Forster diesbezüglich sowohl „viel Kritik als auch viel Zuspruch erreicht.“ Daher schloss sich an die Veranstaltung eine Diskussion mit Zuschauern und Gesprächsrunde auf der Bühne in den Ostra-Studios an, um dem Phänomen von Verschwörungstheorien und deren mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft gemeinsam auf den Grund zu gehen. Unter dem Motto: „Wir reden miteinander, nicht übereinander.“

„Ganser sagt selber, prüft das selbst nach, seid kritisch und das passt wunderbar zur Freiheit des Jazz“, so Forster. „Wir brauchen die Dissonanz, ein bisschen Spannung, um wieder zur Harmonie zu finden.“ Das 20-jährige Jubiläums-Jazzfestival stellte Forster mit kleinem Team vor zwei Monaten auf die Beine dank der Corona-Hilfe von Stadt und Land. Ursprünglich war neben den Konzerten eine Vortrags- und Gesprächsreihe mit „Querköpfen“ und ihren Gedanken zum Zeitgeschehen geplant. Darunter der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser, der schon letztes Jahr da war und gut ankam. Der Vortrag Gansers unterstütze auch finanziell die Jazztage. „Wenn man für eine sechsstellige Summe Technik reinstellt in die leeren Räume, muss sich das ja auch rentieren. Indem man sich die Kosten teilt durch viele Veranstaltungen“, so Forster. „Die Musik steht aber weiterhin im Vordergrund der Jazztage.“

Daniele Ganser wurde vom Vortragspublikum, junge und ältere Zuhörer bunt gemischt im vollbesetzten Saal, mit langem Beifall begrüßt. Er zeigte sich „überrascht von dem Tumult im Vorfeld.“  Er ist 48 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in der Schweiz. Ganser ist Historiker für Zeitgeschichte, mit dem Spezialgebiet verdeckte Kriegsführung. Das ist ebenso spannend wie heikel, weiß er. Wenn er zur  Mittelaltergeschichte wechselte, würde er ruhiger leben. Doch er habe sich der Aufklärung kriegerischer Konflikte und der Friedensforschung verschrieben. Er veröffentlichte bereits vier Bücher und 50 Vorträge von ihm sind auf Youtube zu hören.

Diesmal sprach Daniele Ganser über sein neues Buch mit dem Titel „Imperium USA – die skrupellose Weltmacht“. Darin geht er bis heute ungelösten Fragen zum Kennedy-Mord vor nunmehr 60 Jahren nach. „Manches sieht man heute klarer.“ Er stellt zwölf Thesen zu den Auftraggebern und Hintergründen des Mordes am amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy 1963 in Dallas auf, gestützt auf Aussagen einstiger Zeitzeugen, Berichte aus Untersuchungsausschüssen und anderer Buchautoren wie Mark Lane, Rechtsanwalt und Bürgerrechtsaktivist mit seinem 1966 erschienenen Bestseller „Rush To Judgement“ über den Kennedy-Mord. Eine langwierige Wahrheitssuche. Ganser rekonstruierte das Verbrechen in seinem Vortrag anhand von historischen Fotos, die den Präsidenten und seine Frau in offener Limousine zeigen, denen die Leute zujubeln. Wenig später fielen auf der seltsamerweise kurz vorher noch geänderten Fahrtroute die tödlichen Schüsse, von vorn und hinten im Kreuzfeuer, wie in der einzigen kurzen Liveaufnahme vom Tatort ersichtlich.

Doch noch immer sei umstritten unter Historikern, ob es die Tat eines Einzeltäters war oder mehrere schossen, dann war es eine Verschwörung, so Ganser. Alles deute auf letzteres hin, doch 100 %ig beweisen könne er es nicht. Ganser erklärte und rekonstruierte die damaligen Ereignisse anschaulich, locker und teils bissig ironisch, was ihm auffiel an Ungereimtheiten und Vertuschungsversuchen seitens des Geheimdienstes CIA, der eine eigene Abteilung für Mordanschläge auch auf ausländische Staatschefs hatte. Den damaligen CIA-Chef Allen Dulles sieht Ganser als Auftraggeber des Mordes an Kennedy, der ihn vorher entlassen hatte. Der Demokrat Kennedy lehnte die versuchte Militärinvasion in Kuba ab, er wollte die US-Berater aus Vietnam abziehen und die Lage entspannen und er war entsetzt über den Mord am ersten frei gewählten Präsidenten im Kongo, Patrice Lumumba. „Daher musste Kennedy weg, da er nicht mitmachen wollte, mit der Militärmacht USA Kriege führen“, so Ganser. Er weiß, dass er mit seinen Theorien und Nachforschungen, ob zu NATO-Geheimarmeen oder dem Einsturz des World Trade Centers am 11. September 2001 in New York bei manchen aneckt.

„Ich bringe schwierige Themen in den öffentlichen Raum und dann bekomme ich den ganzen Wind ab“, so Ganser. „Ich hab die Türme nicht gesprengt. Das muss man auseinander halten.“ Nur weil er eine Verschwörung des Geheimdienstes mit dem Kennedy-Mord aufdeckte, sei er kein Verschwörungstheoretiker.

Der Trick mit der Wiederholung zur Gewöhnung

In seinem Vortrag zog Ganser auch Parallelen zu heute, wie aktuelle Ereignisse in der Öffentlichkeit reflektiert werden, wie das allgegenwärtige Thema Corona und der Umgang mit Kritik. „Alles in der Kommunikation funktioniert bekanntlich über Repetitio. Und jetzt haben wir Corona-Repetitio“, so Ganser. Politik und Medien nutzen die Wiederholung und könnten damit gezielt die Gedanken im Gehirn steuern und lenken. Schon in der Schule lernt man durch ständiges Wiederholen. Schmunzeln im Publikum, als er hin und wieder fragte und erinnerte: „Habe ich schon erwähnt, dass ich ein Buch herausgebracht habe…“ und Einzelheiten zum Kennedy-Mord wiederholte.

Doch es birgt die Gefahr, wenn man immer das Gleiche hört, dass es sich erschöpft, abnutzt und man nicht mehr hinhört. Den „Trick mit den Nervenzellen“ erklärte er so: „Das was Sie lesen und hören, formt Ihre Nervenzellen im Gehirn. Also überlegen Sie sich, was Sie lesen.“ Er übt sich auch schon länger in der Technik der Achtsamkeit. „Glauben Sie nicht alles, was Sie denken! In dem Moment stehen Sie hinter dem Wasserfall, wie sich die unentwegt auf einen einhämmernden Gedanken anfühlen.“

„Bleiben Sie achtsam. Bleiben Sie friedlich !“, sagte Ganser abschließend in seinem mit viel Beifall bedachten Vortrag. Nach einer Verschnaufpause fand unter dem Titel „Concertare!“ eine Diskussion & Session von Jazzmusikern mit Daniele Ganser und interessierten Vortragsbesuchern in den etwas kleineren Ostra-Studios statt. Vollbesetzt die Sitzreihen auch hier. „Wir nehmen Kritik ernst und wollen über die Vorwürfe reden“, so Kilian Forster. Er hatte Kritiker des Ganser-Vortrages zu der Gesprächsrunde eingeladen, die jedoch nicht kamen. Darunter eine junge Musikerin, Laura Totenhagen aus Köln, die Forster die Absage der Veranstaltung nahelegte und mit anderen Musikern auf Facebook zum Boykott der Jazztage aufrief, obwohl Forster gerade jungen Musikern auch ein Podium geben will. Durch dem Aufruf zum Boykott seien Sponsoren abgesprungen und zwei Künstler sagten Auftritte ab bei den Jazztagen Dresden. Das habe sich derart hochgeschaukelt, so Forster, dass sogar der neugegründete Jazzverband Sachsen e.V. , eine Stellungnahme von ihm verlangte (nachzulesen auf meinwortgarten.com in der Ankündigung zum Ganser-Vortrag.)

Haltung zeigen und verschiedene Meinungen aushalten

In der Diskussionsrunde saßen neben Ganser eine Moderatorin, Julia Sszarvasy, die in alternativen Medien unterwegs ist. Außerdem Sängerin Julia Neigel und Werner Patzelt, emeritierter Professor für Politikwissenschaften, der bis 2019 an der TU Dresden lehrte und dort als AfD- und Pegida-Experte wegen angeblich „zu großer Nähe“ zu seinem „Untersuchungsgegenstand“ umstritten war. Zu Verschwörungstheoretikern nannte er seinen „Freund Machiavelli“, ein italienischer Philosoph, Politiker, Chronist, Schriftsteller und Dichter, der vor 500 Jahren lebte und Ideal und Wirklichkeit von Macht und Moral in der Politik seiner Zeit untersuchte und entlarvte. „Warum soll es keine Theorien über Verschwörungen geben, wenn es Verschwörungen gibt?“, fragt Patzelt. Ein junger Zuhörer fragte, ob es eine „neue Welle der Aufklärung jetzt gibt? Und wie man von präsentativer Demokratie zu echter, bürgerlicher Mitbeteiligung komme?“ Patzelt meinte dazu, eine neue Welle von Aufklärung sei zu hoch gegriffen.

„Es braucht eher eine neue Welle schon mit der Fähigkeit, kritisch mit Informationen umzugehen und wieder die Bereitschaft, sich des eigenen Verstandes zu bedienen.“ Wenn man woanders als in den etablierten Medien Informationen höre, werde es schnell als „Verschwörungstheorien“ abgetan. „So tragen die Medien, die eigentlich aufklären sollten, bei zu Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft“, sagte Patzelt unter Beifall der Diskussionsteilnehmer. Er beobachtet ein „Kampf- und Abwehrverhalten und Glaubwürdigkeitsprobleme der etablierten Medien gegenüber Kritik.“

Das Wort Verschwörungstheoretiker sei inzwischen zum „Schimpfwort, Kampfbegriff und Erkennungszeichen für Corona-Leugner ebenso wie Kritiker der derzeitigen Politik geworden“, sagte ein älterer Zuhörer und erinnerte an das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern.

„Es ist grundsätzlich richtig, Haltung zu zeigen gegen Gewalt“, sagte die Sängerin Julia Neigel. „Doch wenn man eine Haltung haben will, muss man erst mal wissen, um was es geht, fundiert und sachlich.“ Die Aufforderung auf FB an die Jazztage Dresden, den Vortrag mit Ganser abzusagen, sei aber keine Haltung. „Das ist öffentliche Erpressung!“ Ähnlich problematisch sieht sie das sogenannte „Framing“, dh. das Umdrehen von Begriffen und fälschlich jemand bezichtigen. „Das benutzen immer diejenigen, die keine Widerworte wollen“, so Julia Neigel. „Wir sollten dabei bleiben, offen unsere Meinung zu vertreten, sonst kommen wir in die Situation wie vor vielen Jahren in Deutschland.“ Zur Rolle der Medien sagt sie: „Der investigative Journalismus mit seinem Qualitätsanspruch wird auf ein Minimum heruntergefahren und gespart. Wenn die Medien nicht mehr finanziell und wirtschaftlich unabhängig arbeiten können, gibt es keinen Korrektiv mehr in der Gesellschaft.“

Daniele Ganser sieht sich verunglimpft als angeblicher „Verschwörungstheoretiker“ und „Neurechter“. Keiner habe vor seinem Vortrag mit ihm gesprochen, weder Journalisten noch Buchautoren. Er müsse als Historiker auch mit Rechtsextremen reden z.B. für sein Buch „Geheime Armeen in Deutschland“. Ein entsprechendes Gespräch wurde von Compact aufgezeichnet. Danach wurde Ganser mit dem Vorwurf der „Kontaktschuld“ konfrontiert. Michael Butter, ein Professor für amerikanische Literatur in Tübingen, der Ganser noch nie sah, bezeichnete den Historiker in Artikeln und einem Buch mehrmals als „Verschwörungstheoretiker“. „Die haben keine Dossier-Kenntnis und Tiefe über die Hintergründe“, sagt Ganser über seine Kritiker.

Auf die Frage Forsters, warum er sich nicht von rechten und rassistischen Kommentaren auf seiner FB-Seite distanziere oder solche Leute rausschmeiße aus seinen Vorträgen, sagte Ganser, seine Vorträge und Aussagen seien dokumentiert und für jeden auf Youtube einsehbar. Er wolle niemanden rausschmeißen, das sei unhöflich und die Leute haben sich ein Ticket gekauft. „Alle die in der Massenkommunikation tätig sind, haben dieses Phänomen. Ich finde diese Durchmischung verschiedener Meinungen gut und cool“, so Ganser.

Miteinander reden statt übereinander

„Es wird Ganser vorgeworfen, er spalte die Gesellschaft, dabei tut er genau das Gegenteil mit seinen Vorträgen“, so Jazztage-Intendant Kilian Forster. Im Januar diesen Jahres, noch vor Corona und dem Lockdown, hielt Daniele Ganser einen Vortrag vor rund 500 Zuhörern im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen. Ein Fernsehteam von Ostsachsen TV zeichnete nun die Veranstaltung und Diskussion mit Ganser bei den Jazztagen Dresden auf.

Es gelang leider nicht, Kritiker seines Vortrages auf die Bühne zu bringen und es gab auch keine Sessionband mit Gegenstimmen an diesem Abend, bedauert Forster. „Wir hätten uns auch gern zusammen gestritten.“ Während es doch unterschiedliche Meinungen zur Corona-Thematik gebe in Bands, wodurch Proben mitunter schwierig seien, ebenso in der Öffentlichkeit bis in die Familien, dass sie sich nicht mehr verstehen und miteinander reden. Manche junge Musiker trauten sich auch nicht, öffentlich in der Corona-Debatte konträre Ansichten zu äußern, da sie Nachteile befürchten. Daher sollten wir alle überlegen, wie wir diese neue Spaltung überwinden, uns wieder verbinden, so Forster.

Drei Stunden dauerte die streitbare, sehr sachliche und nachdenkliche Gesprächsrunde. Zum Schluss gab es noch eine spontane Session der Forster-Brüder an Piano und Kontrabass, nebst einem Schlagzeuger und dem demnächst bei den Jazztagen auftretenden Saxofonisten Volker Schlott aus Berlin gemeinsam mit Julia Neigel. Sie sang mit warmer tiefer Stimme den Ohrwurm „What a wonderful World“ von Louis Armstrong. Ein schönes Zeichen das regenbogenfarbene Banner mit der Aufschrift Peace, das die Teilnehmer der Gesprächsrunde zusammen mit Daniele Ganser hielten.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos und Programm unter http://www.jazztage-dresden.de


Session & Gesprächsrunde mit Daniele Ganser bei den Jazztagen Dresden. Motto: „Miteinander, nicht übereinander reden.“

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Oktober 2026
  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von wildgans
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von piartista
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von veline2
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von wirthstef
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Angela
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 210.387 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    meinwortgarten.com
    Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

    Hast du ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.

  • meinwortgarten.com
    Website im Reader anzeigen
    Abonnements verwaltenRegistrierenAnmelden
    Melde diesen Inhalt
    Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …