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~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Kategorien-Archiv: Projekte

Willkommen in Labystan!

28 Donnerstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

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Labystan – ein Pop up Country                                                                               

Auf den Elbwiesen in Kötzschenbroda ersteht ein Fantasieland mit eigenen Gesetzen beim Weinfest und Wandertheaterfestival Radebeul vom 29. September bis 1. Oktober.

So wie sich manchmal auf dem Computerbildschirm ein Pop up Fenster öffnet, so erscheint unvorhersehbar LABYSTAN an einem konkreten Ort. Sie haben Glück, gerade beim Herbst- & Weinfest mit dem internationalen Wandertheaterfestival in Radebeul kann man es betreten.

Mit einem Team von Künstlern konstruiert Richard von Gigantikow auf den Elbwiesen von Kötzschenbroda einen Skulpturengarten, der als Labyrinth zu begehen ist. 2017 heißt es LABYSTAN, ein Pop up Land, eine Mikronation, ein Fantasieland. Tausende wandelnde Besucher können das ferne LABYSTAN erleben, denn es ist ganz nah. Zwei Minuten, schon erhalten die Besucher die Einbürgerungsurkunde und sind Labystaner. Da die Menschen eher Schwarmwesen sind, die sich atmosphärisch orientieren, freuen sie sich über neue Gesetze, Verfassung, Leitkultur, Schlachrufe, und Manifeste.

Nachdem die Besucher ihre Einbürgerungsurkunde ausgefüllt haben betreten sie als eigenständig handelnde und freiheitsliebende Bürger eine Spielwiese für demokratisches Bewusstsein. Sie können Präsident oder Botschafter werden, später dann eigene Botschaften und Vertretungen gründen, Flaggen, Hymnen, Urkunden entwerfen und Reisen organisieren. Es gibt eine Rednertribühne, eine Kanzel und eine Reparaturwerkstatt Demokratie. Danach werden sie eingeladen als aktiver Bürger in einer Netzcommunity mitzuwirken. LABYSTAN belebt den Gemeinsinn, bietet eine kollektive Atmosphäre, um sich positiv zu besinnen.

LABYSTAN Leitkultur:1. slalom suleika!

2. Leitkultur ist Leiden pur!
3. hadschihad dschumblad!
4. Es gibt keine Lösung, aber Probleme sind wundervoll!
5. Gute Absichten aller Ränder, bereinigt euch!
6. Die Absurdität ist die absolute Obsoletion des Lebens!
7. Das Banale braucht man nicht zu schälen!
8. Wir sind nicht Burka: wir sind Papscht!!
9. Wie wir heute feiern, werden wir morgen ausschlafen!
10. Unkraut vergibt nicht!

Text: Richard von Gigantikow

Foto: André Wirsig

http://www.luegenmuseum.de

 

 

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Kongress der Ahnenforscher in Dresden

21 Donnerstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Projekte, Zwischenmenschliches

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Im World Trade Center auf Ahnenforschung gehen

Mit dem Deutschen Genealogentag findet ab Freitag das größte Ahnenforschertreffen im deutschsprachigen Raum statt – Besucher können sich gratis über Ahnen informieren.

Nach Kassel, Gotha und Bregenz in Österreich findet der Deutsche Genealogentag nun in Dresden statt: Mit 750 Teilnehmern aus zwölf Ländern ist die Veranstaltung vom 22. bis 24. September im World Trade Center Dresden das größte Treffen von Ahnenforschern im deutschsprachigem Raum. Dabei gibt es im Hotel Elbflorenz nicht nur Fachvorträge und Workshops für Fortgeschrittene (Restkarten an der Tageskasse ab zehn Euro), sondern auch ein Gratis-Einsteiger-Programm im Conference-Center des WTC sowie im Atrium eine spannende, ebenfalls kostenfreie Ausstellung zum Thema Familienforschung. Hier können Besucher auch Fragen zu ihrer eigenen Geschichte stellen.

Genealogie ist die Familiengeschichts- bzw. Ahnenforschung. Der Deutsche Genealogentag ist der Kongress für Ahnen- und Familienforscher im deutschsprachigen Raum. Der Veranstalter ist die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV). Der Kongres findet jährlich an wechselnden Orten statt und richtet sich an Anfänger, Fortgeschrittene und Profis, die zu ihrer Familiengeschichte forschen. In Deutschland gibt es über 100 genealogische Vereine, manche haben weit über tausend Mitglieder. Jedes Jahr bewirbt sich einer der Vereine um die Ausrichtung des Deutschen Genealogentages.

„Es ist uns daher eine besondere Ehre, dass wir als relativ kleiner Verein mit derzeit nur rund 60 Mitgliedern in diesem Jahr den Tag ausrichten dürfen. Das WTC bietet uns mit seiner modernen Ausstattung, hervorragenden Tagungsmöglichkeiten und internationaler Ausrichtung dabei den passenden Rahmen, zumal Teilnehmer aus zwölf Ländern kommen, unter anderem aus den USA, Frankre ich, Israel und Schweden“, berichtet Andreas Löser, stellvertretender Vereinsvorsitzender des Dresdner Vereins für Genealogie e.V. (DVG).

„Ahnenforschung ist ein hochinteressantes Themenfeld und wir freuen uns sehr, dass wir das Thema nun einmal bei uns hier im WTC Dresden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, so Jürgen Rees, Centermanager des World Trade Centers Dresden von der RECO Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft mbH, welche die Eigentümer des WTC Dresden vertritt.

Der Deutsche Genealogentag hat in Dresden zwei Bestandteile: Direkt im Atrium des WTC findet am Freitag von 16 bis 18 Uhr, am Samstag von 9 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 16 Uhr eine kostenlose Ausstellung zum Thema Familienforschung statt. „Dabei stellen zahlreiche Vereine ihre Forschungsergebnisse und verschiedene Organisationen ihre Möglichkeiten zur Ahnenforschung nicht nur in Form einer Ausstellung vor. Die Mitglieder betreuen die Stände auch persönlich und stehen so für Fragen rund um das Thema Ahnenforschung zur Verfügung“, so Löser. Insbesondere der Sonntag eignet sich für Familien: „Wir machen zum ‚Tag der Familie’ alles ein bisschen kindgerechter. Zudem haben wir ein Kinderprogramm geplant“, erläutert der Familienforscher.

Der zweite Bestandteil des Kongresses ist das Vortragsprogramm. Am Samstag und Sonntag findet ein kostenfreies Einsteiger-Programm statt (Samstag von 9 bis 17.30 Uhr, Sonntag von 9 bis 15.00 Uhr im Conference-Center des WTC direkt in der Ausstellung). „Die Kapazität ist hierbei auf 80 Plätze begrenzt, pünktliches Erscheinen sichert also die Teilnahme“, so Andreas Löser. Spannend sind zum Beispiel die Vortäge zum Thema Ahnenforschung mit Hilfe von DNA-Tests (Samstag 14.30, Sonntag 9.30, 14 und 15 Uhr).

Ambitionierte Familienforscher können auch noch Restkarten an der Tageskasse für das Hauptvortragsprogramm in den Tagungsräumen im Hotel Elbflorenz kaufen (Samstag 9 bis 17.30 Uhr, Tageskarte 15 Euro, Sonntag 9 bis 13 Uhr, Tageskarte 10 Euro). Einige Vorträge sind allerdings bereits komplett ausgebucht. Spannend sind beispielsweise der Vortrag „Dresden – Migration in einer Kulturstadt“ von Dr. Justus H. Ulbricht, der den Zuzug von „Fremden“ in vergangenen Epochen in Dresden beleuchtet.

Das komplette Programm gibt es unter http://www.genealogentag.de.

Weitere Informationen: http://www.wtc-dresden.de

 

Text: meeco Communication Services GmbH – Think. Create. Impress. I Moritzburger Weg 67 | D-01109 Dresden | Tel: +49 351 79597900 | Fax: +49 351 79597969 | E-Mail: communication@meeco.net | Web: www.communication.meeco.net

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Vermag Kunst Sucht vorzubeugen? – Ein deutschlandweit einmaliges Programm zur Prävention

12 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Projekte, Tanz, Theater

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Das „Kulturjahr Sucht“ präsentiert über 15 Projekte zum Thema Sucht und Suchtprävention von September bis November in Dresden.

Darf man Kunst als Methode der Suchtprävention nutzen? Und kann das funktionieren?
Diesen Fragen geht die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Projektschmiede gemeinnützige GmbH seit Anfang des Jahres unter dem Titel „Kulturjahr Sucht“ nach. Seit Anfang September, können Dresdnerinnen und Dresdner die ersten Ergebnisse der unterschiedlichen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema erleben.

Den Anfang bildet die Wiederaufnahme des Theaterstücks „Welche Droge passt zu mir?“ von Kai Hensel am projekttheater Dresden. Vom 4. bis 9. September inszenierte das Ensemble La Vie unter Regie von René Rothe das provokante, zum Denken anregende Stück. Begleitet von Ärzten und Psychologen der Sächsischen Landes
ärztekammer konnte das Publikum sowohl vor als auch nach der Aufführung Fragen stellen und sich zum Thema Suchtprävention informieren.

Die künstlerische Auseinandersetzung endet aber nicht bei der Darstellenden Kunst. Geplant sind insgesamt 15 Produktionen, darunter eine Ausstellung junger Dresdner Künstler um den „uncanny valley“ Mitbegründer Albrecht Wassersleben. Hinzu kommen eine Tanzperformance der JuWie Dance company zum diesjährigen
DAVE Festival und weitere Tanzperformances von Isaac Spencer und Magdalena Weniger als sogenannte „Interventionen im Öffentlichen Raum“.

Um auf die große Vielfalt der Produktionen rund um das Kulturjahr Sucht aufmerksam zu machen, gibt das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Dresden eine Programmbroschüre heraus. Sie ist ab Mittwoch, 20. September, in den Auslagestellen der Rathäuser und bei allen Veranstaltungen des Kulturjahres Sucht kostenlos erhältlich.

Das Kulturjahr Sucht im Überblick

Die Stadt Dresden geht im Jahr 2017 bei der Suchtprävention neue Wege: Deutschlandweit wird erstmalig mit dem „Kulturjahr Sucht“ die Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Suchtprävention erschlossen. Das Kulturjahr Sucht bildet den Rahmen für künstlerisch-kulturelle Arbeiten, die sich mit den Risiken des Drogenkonsums auseinandersetzen. Künstler und Kulturschaffende waren dazu eingeladen, Konzepte im Rahmen der Suchtprävention zu entwickeln. Dafür konnten zum 1. März und 1. Juni Projektmittel beantragt werden. Das Gesamtbudget für das Kulturjahr beträgt 200 000 Euro. Die Mittel stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Bei der Umsetzung ihrer Ideen werden Künstler und Kulturschaffende von der Projektschmiede gemeinnützige GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.

Weiterführende Informationen unter http://www.dresden.de/kulturjahr-sucht

Text +Kontakt Kulturjahr Sucht:
Josefa Hose, Projektschmiede gGmbH
E-Mail kulturjahr-sucht@projektschmiede.net
Telefon 0351-32015613

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Politischer Poetry Slam im Societaetstheater

12 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater

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„Politik Macht Worte“ 

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk feiert 25-Jähriges Jubiläum mit Slammern im Societaetstheater Dresden.

Am Donnerstag, 14. September feiert das Herbert-Wehner-Bildungswerk aus Dresden seinen 25. Gründungstag mit einem Politischen Poetry Slam. Umrahmt von Musik der Banda Internationale, widmen sich die KünstlerInnen an diesem Abend unter dem Titel „POLITIK MACHT WORTE“ nicht nur Fragen der politischen Gegenwart, sondern auch dem Wirken des Namensgebers des Bildungswerkes Herbert Wehner. Als SlammerInnen mit dabei sind Sabrina Schauer (Hamburg), Piet Weber (Berlin), Franziska Wilhelm (Leipzig), Kaleb Erdmann (Frankfurt) und Friedrich Herrmann (Jena). Moderiert wird der Abend von Kaddi Cutz, Slammerin aus Dresden.

Als Format der politischen Bildung ist diese Form des poetischen Wettstreits eine echte Neuheit. „Wir möchten Menschen für politische Bildung begeistern und gehen dabei gern neue Wege“, so Geschäftsführerin Karin Pritzel.

Der Politische Poetry Slam beginnt um 19 Uhr im Societaetstheater in Dresden, der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, sollte sich unbedingt unter 0351/ 8040220 oder www.wehnerwerk.de anmelden!

Im Sommer gab es anlässlich des 25-jährigen Jubiläums und des 111. Geburtstages von Herbert Wehner bereits eine erste Festveranstaltung.

25 Jahre Bildungswerk 

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk mit Sitz in Dresden ist ein staatlich geförderter Verein, der seit 1992 politische Erwachsenenbildung anbietet. Gegründet am 14. September 1992 in Chemnitz, ist das Bildungswerk seit 1999 in der Kamenzer Straße 12, mitten in der Dresdner Neustadt, zuhause. Mit der Fertigstellung des Herbert-Wehner-Hauses, geplant für 2018, steht dann der Umzug ins Zentrum der Stadt an. Die Idee zum Bau eines Hauses für die politische Bildung, die mit dem Herbert-Wehner-Haus nun umgesetzt wird, entstammt dem Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk. Er wurde 1997 unter anderem von Greta Wehner gegründet.

Bildungswerk heute

Heute führt das Bildungswerk ca. 100 Seminare pro Jahr mit rund 2.000 Teilnehmenden durch. Es ist einer von nur zwei anerkannten Bildungsträgern der Bundeszentrale für politische Bildung in Sachsen und wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Innern und die Sächsische Staatskanzlei. Das Team organisiert politische Bildungsfahrten, Seminare und Diskussionsveranstaltungen. Formate wie politisches Geocaching und Stadtteilführungen sind außerdem im Programm. Auch für Beratung und die Moderation von Gruppenprozessen kann man sich an das Bildungswerk wenden.

Philosophie des Bildungswerkes

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk macht politische Erwachsenenbildung für alle mit dem Ziel, das demokratische Verständnis zu stärken. „Wir haben eine breite Palette im Angebot für die rüstige Rentnerin wie für den Punk aus der Neustadt. Keiner geht leer im Kopf nach Hause“, erklärt Geschäftsführerin Karin Pritzel den Ansatz ihrer Arbeit. So unterschiedlich wie die Zielgruppen sind auch die Angebote. „In unseren Seminaren gibt es nicht den Fürstenzug oder das Gewandhaus, dafür treffen wir Oberbürgermeister, Feuerwehrleute und blicken hinter die Kulissen“, so Karin Pritzel. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in der Antirassismusarbeit. Ende Juni wird beispielsweise eine Broschüre mit Argumentationshilfen gegen rechte Parolen erscheinen. Auch entsprechende Seminare bieten die Erwachsenenbildner an.

Damit Demokratie zur Selbstverständlichkeit wird, wünscht sich Karin Pritzel ein grundsätzliches Umdenken: „Politische Bildung hat in Sachsen immer noch ein Schmuddel-Image. Wir müssen dahin kommen, dass es selbstverständlich ist, in seiner Freizeit Veranstaltungen der politischen Bildung zu besuchen. Ein erster Schritt wäre, dass die CDU ihre Blockadehaltung gegenüber der Einführung des Weiterbildungsurlaubs aufgibt.„

Text: Katharina Jehring,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. Kamenzer Straße 12 01099 Dresden   Tel.: 0351-8040220 Fax.: 0351-8040222 E-Mail: jehring@wehnerwerk.de   www.wehnerwerk.de

 

 

 

 

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Blogger-Konferenz: Wie verändert die digitale Welt unser Leben?

05 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Lebensart, Projekte, Tauschmarkt/Ideenbörse

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im Foto: die #BSEN2-Veranstalter Romina Stawowy, Agenturinhaberin, Peter Stawowy, Verleger, Michael Sagurna, Medienrat der SLM und Carsten Krebs, Pressesprecher der Gläsernen Manufaktur von VW

Blick in den Konferenzraum

Blogger diskutieren über eigene Verantwortung

160 Teilnehmer bei #BSEN2 am 1. September 2017 // Blogger und Onliner trafen auf Vertreter von Agenturen, Medienschaffende und Verantwortungsträger aus Politik und Wirtschaft

Bei #BSEN2 haben sich am vergangenen Freitag in Dresden 160 Blogger und Onliner aus ganz Deutschland mit Vertretern von Agenturen, Medienschaffenden und Verantwortungsträgern aus Politik und Wirtschaft getroffen. Die Abkürzung „BSEN“ steht für „Blogger spinnen ein Netzwerk“. Die Konferenz fand nach der Premiere 2016 in Leipzig nun zum zweiten Mal statt und trägt der zunehmenden Bedeutung von Onlinern und Bloggern in der öffentlichen Meinungsbildung Rechnung. Eine Fortsetzung im Jahr 2018 ist bereits avisiert.

„Wir sind überwältigt, wie viele Teilnehmer zu #BSEN2 nach Dresden gekommen sind und sich aktiv in die Konferenz eingebracht haben. Es war ein spannender, interessanter und abwechslungsreicher Tag mit vielen neuen Erkenntnissen und Verknüpfungen, aber auch kontroversen Diskussionen“, sagte Peter Stawowy vom Dresdner Medienblog FLURFUNK und Herausgeber des Medienmagazins FUNKTURM. Er hatte die Tagung gemeinsam mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen organisiert und veranstaltet.

Kernfragen der Tagung waren, wie das Netz und die Digitalisierung die Gesellschaft und unser Leben verändern und welche Rolle dabei Blogger, Onliner und Influencer spielen können. In rund 30 Kurzvorträgen á drei Minuten, 16 Sessions á 45 Minuten und der Abschlussdiskussion drehte sich alles um die Themenfelder Bloggen, Medien, Marketing und eSociety. Dazwischen hatten die Teilnehmer reichlich Zeit zum Netzwerken, für Probefahrten mit dem neuen eGolf und Führungen durch die Gläserne Manufaktur.

Robert Basic, als einer der ersten deutschsprachigen Blogger ein „Urgestein“ der Szene (www.robertbasic.de), widmete sich in seiner Session der Kernfragen der Bloggerei: Warum tun wir das alles? Für sich beantwortete er diese Frage wie folgt: „Ich möchte mein Wissen verbreiten und  an andere weitergeben, was ich so lerne.“ Blogger seien oft Experten auf ihrem Gebiet, suchen aber auch den Austausch mit Gleichgesinnten, um beispielsweise ihr eigenes Wissen zu vermehren. Kritisch sieht er die Entwicklung, dass einige Onliner, neudeutsch auch Influencer genannt, nur Kasse machen wollen und mit fehlender Transparenz – welche Beiträge sind „gekauft“, welche nicht – auch seriösen Bloggern ein Imageproblem verschaffen.

Wie wichtig Integrität und Authentizität für Blogger sind, erörterten auch Anne-Katrin Hutschenreuter, Natalie Sontopski und Martin Meißner aus Leipzig. Blogger würden zunehmend als Botschafter, Lenker und Meinungsbilder wahrgenommen. Daraus ergibt sich nicht nur eine große Verantwortung den Lesern gegenüber sowie Dritten, über die man schreibt, sondern auch sich selbst. Allein die Themenauswahl lenke den Leser und auch die richtige Beurteilung von Quellen sei gerade in Zeiten von „Fake News“ unabdingbar, nicht nur um dem zunehmenden Misstrauensvorschuss Bloggern gegenüber entgegen zu wirken.

Deutlich wurde im Rahmen von #BSEN2 auch, dass immer mehr Lokalblogs zur nachrichtlichen Grundversorgung und medialen Vielfalt beitragen. Diese Form des Lokaljournalismus leidet jedoch oft unter Finanzierungsproblemen. Wie man dem entgegnen kann, berichtete Hanna Jo vom Hofe, seit 2014 Referentin für Medienkompetenz und Forschung in der Abteilung Förderung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Einen „Königsweg“ gebe es dabei nicht, so vom Hofe, sondern vielmehr verschiedene Ansätze. Einer sei, Fördermittel bei den rund 120 deutschen Stiftungen zu beantragen, die journalistische Arbeit unterstützen. Winfried Schenk vom Dresdner Stadtteilblog „Pieschen aktuell“ wünschte sich in der Session, die SLM solle künftig enger mit sächsischen Bloggern zusammenarbeiten und diese etwa in Finanzierungsfragen intensiver unterstützen. Entsprechende Gespräche sollen zeitnah folgen.

„Vernetzungen dieser Art sind es, warum wir #BSEN machen. Die Szene professionalisiert und öffnet sich – das wollen wir gern auch künftig unterstützen“, sagte Peter Stawowy abschließend.

Text + Fotos: Uta Schirmer
http://www.utaschirmer.de

 

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„Brückenbauer“ für interkulturelle Begegnungen

05 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

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im Foto (von li. nach re.): Dana Ritzmann, Karsten Dietze und Maria Kappelsberger vom Projekt „Brückenbauer Integration“ der VHS Dresden

Volkshochschule und Caritas helfen Ehrenamtlichen bei der Integrationsarbeit

Vorgestellt wird das  Brückenbauer-Projekt am 16. September in den Räumen der Dresdner Volkshochschule in der Annenstraße 10. Mit Vortrags-Programm von 10 – 19.30 Uhr.

Die gelingende Integration ist keine Einbahnstraße: Fragen, Vorurteile und Neugier begegnen sich auf Seiten der Alteingesessenen und der Geflüchteten. Wer sich im persönlichen Gespräch kennenlernt, kann Hemmschwellen leichter abbauen und zusammen die Stadtgesellschaft gestalten. Gemeinsam mit dem Caritasverband für Dresden e.V. will die Dresdner Volkshochschule mit ihrem Projekt „Brückenbauer Integration“ beide Seiten an einen Tisch bringen. Hierfür werden ehrenamtliche „Brückenbauer“ gesucht, die diese Begegnungen vor Ort koordinieren und moderieren.

Entstanden ist die Projektidee auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Der Bedarf an Informationen über die Geflüchteten, deren Hintergründe und Probleme war enorm. Die Caritas vermittelte nach Kräften den direkten Kontakt und betrieb Aufklärung. „Bei einigen Themen stießen wir jedoch an unsere Grenzen“, weiß Stephan Falley, Fachbereichsleiter Pflege und Beratung sowie stellvertretender Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes Dresden. „Viele Fragen, etwa nach ihrer Religion und persönlichen Erlebnissen, können die Geflüchteten selbst am besten beantworten. Wir waren überrascht, wie gut unsere Gesprächskreise mit Alteingesessenen und Neu-Dresdnern funktionierten und wie schnell sich Vorurteile in Fragen umwandelten“, ergänzt Karsten Dietze, Koordinator Flüchtlingssozialberatung der Caritas. Künftig sollen die ehrenamtlichen „Brückenbauer“ den Austausch in kleinen Gruppen fortführen.

„Brückenbauer“ kann grundsätzlich jeder werden, der Interesse und Freude an der Moderation hat und in seiner Kirchgemeinde, Schule oder Nachbarschaft selbst Begegnungen initiieren will. „Wir suchen Menschen, die etwas bewegen wollen“, beschreibt Projektleiterin Dana Ritzmann das Projekt. Je nach persönlichem Engagement finden die Gesprächsrunden einmal im Monat oder vierteljährlich in deutscher Sprache statt. „Ganz bewusst verzichten wir auf einen Dolmetscher. Das ist manchmal für alle Beteiligten anstrengend, aber es hat bisher immer gut funktioniert“, so Ritzmann. Grundsätzlich benötigen die „Brückenbauer“ keine besonderen Vorkenntnisse.

Wer sich inhaltlich wie methodisch weiterbilden und Näheres über das Projekt erfahren möchte, ist herzlich zum „Kompetenztag Brückenbauer Integration“ am 16. September 2017 in den Räumen der Dresdner Volkshochschule (Annenstraße 10) eingeladen. Zwischen 10 Uhr und 19.30 Uhr werden Vorträge unter anderem zur religiösen Vielfalt, interkulturellen Konfliktlösung und zur aktuellen Asylgesetzgebung in Deutschland gehalten, daneben können professionelle Moderationstechniken erlernt werden.

Das Projekt „Brückenbauer Integration“ findet im Rahmen des aktuellen Semesterschwerpunktes „mittendrin“ der Volkshochschule statt. Zu diesem gehört auch das Gesprächsformat „mitreden.DD“, in dem Dresdner gemeinsam über die Zukunft ihrer Stadt diskutieren können. „Dieser Ansatz ist neu. Wir wollen nicht von vorn belehren, sondern den Bürgern die Möglichkeit geben, miteinander das Gespräch zu suchen“, erläutert Frank Uhlmann, Fachbereichsleiter Gesellschaft der Dresdner Volkshochschule. „Wie wichtig dieser Dialog für unsere Stadt ist, erkennt man auch an den vielen Fragen, die die Geflüchteten selbst mitbringen“, hebt Projektleiterin Dana Ritzmann abschließend hervor.

Interessierte können sich telefonisch unter 0351 2544031 oder per E-Mail unter dana.ritzmann@vhs-dresden.de zum Kompetenztag anmelden sowie weitere Informationen zum Projekt erhalten.

Weitere Infos: www.vhs-dresden.de und www.caritas-dresden.de

Text + Foto: Medienkontor Dresden

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Neue Dinge aus alten Stoffen zaubert Petra Schöne

29 Donnerstag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Einfallsreich verwandelt und umweltfreundlich erhalten aussortierte Kleidungsstücke ein zweites Leben im Atelier „Petruschka“ – kreatives Textilrecycling im Areal des Alten Bahnhofs in Klotzsche. Diesen Sonnabend (am 1. Juli) steht es wieder für Besucher offen.

Ein farbenfrohes, wundervoll verwandeltes Sammelsurium aus alten Sachen begegnet dem Besucher im Atelier „Petruschka“ – kreatives Textilrecycling, mit dem sich Petra Schöne einen langgehegten Traum erfüllte. Sie eröffnete ihr textiles Wunderreich unlängst in einem Seitengebäude der Bio Bahnhofs-Wirtschaft, Zur Neuen Brücke 4a in Klotzsche. Vis á vis zum Bistro mit Bioladen, dessen Inhaber Gerhard Probst das Areal des alten Bahnhofs sanierte und mit verschiedenen Angeboten neu belebt.

Zu den ersten Nutzern gehört Petra Schöne. Im Hauptberuf arbeitet sie in der Dekorationswerkstatt der Staatsoperette Dresden. In ihrer freien Zeit widmet sie sich mit viel Liebe und Gestaltungslust der Wiedergewinnung alter, gebrauchter Textilien. Ob Teile einer alten Jeans, Bluse oder eines verfilzten Pullovers oder aussortierte Krawattte, ob einfarbig, geblümt, gepunktet oder gestreift. Alles was zum Wegwerfen zu schade oder mit persönlichen Erinnerungen verbunden ist, verarbeitet sie nach mehrfachem Waschen, Stärken und Bügeln zu originell und fantasiereich gestalteten Taschen, Beuteln, Kissenhüllen, Utensilos, Säckchen, Wundertüten. Kleinere Stoffreste werden verwendet für Applikationen, Accessoires wie Ansteckblüten, Arm- und Halsbänder oder Knieflecken.
Eine Augenweide sind auch ihre oft vom Farb- und Formenreichtum der Natur, Erlebtem und Erträumtem angeregten Textilbilder. Außerdem fertigt sie Geschenkverpackungen, z.B. Furoshikis, japanische Einschlagtücher, die auch zu Taschen geknotet werden können. Oder auch Quilts in verschiedenen Größen als Krabbel-, Knie-, Bett- und Tischdecke oder Wandschmuck. Auf Anfrage gestaltet Petra Schöne auch Erinnerungsstücke aus Bekleidung lieber Menschen.

Für gleichfalls Textilbegeisterte hat sie ein wechselndes Angebot an Materialien: Fat Quarter seltener Stoffe (Zuschnitt 45 x 55 cm), Vintage-Knopfkarten mit Häkelornament und stellt auf Wunsch auch Materialpakete für Projekte (auch mit Kundenmaterial) zusammen zum Verschenken. Sie führt auch kleinere Polsterarbeiten aus wie Stuhlsitze, Hocker und Pinnwände.

Wer Lust auf Selbermachen bekommt, dem gibt Petra Schöne auf Anfrage in Kursen ihr Wissen gern weiter. Begonnen bei Einzelunterricht zu Hause, über Crazy Patchwork – entspannter Einstieg, japanisch Quilten – Grundlagen dieser gemütlichen Handnähtechnik bis zu Stoffrosetten anfertigen als Feinmotorik-Training.

Bisher ist das Atelier „Petruschka“ nur zeitweise, nach vorheriger Ankündigung im Schaufenster bzw. telefonischer Vereinbarung geöffnet und wenn das Täfelchen draußen steht. Natürlich können Interessierte auch klopfen oder klingeln, wenn sie die Stoffkünstlerin bei der Arbeit sehen.

Diesen Sonnabend, den 1. Juli steht ihr Atelier wieder offen. Regelmäßig ist ihr Schaffensreich ab 26. August dann jeden Sonnabend von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet.

Außerdem ist Petra Schöne wieder mit einem textilen Stand beim Markt „Wolle, Leinen & Co“ im Museumsgehöft Rietschen dabei am 9. Juli und am 17. November beim Lichterfest in Pirna-Posta im „Elbparadies“.

http://www.kreatives-textilrecycling.de

Text + Fotos (lv)

 

 

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WuKaMenta 2017: Mit Bratpfannen auf Kunstwerke werfen

05 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte, Satire

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Foto: André Wirsig

Dresdner Wutbürger dürfen am Pfingstmontag mit Bratpfannen auf ein Kunstwerk Ihrer Wahl werfen +++ Museumspädagogin führt durch das Museum ohne Dach +++ Künstler bietet Postkartenschreibservice +++ WuKaMenta 2017 vom 1.-15.Juni auf dem Neumarkt in Dresden +++ 33 Künstler +++ täglich zwischen 12 und 19 Uhr +++ 

In letzter Zeit werden in Dresden gern mal Kunstwerke mit Kochgeschirr beworfen. Das Wunderkammernfestival WuKaMenta möchte sich diesem neuen Trend in der Kunstkritik anschließen und bietet deshalb am Pfingstmontag einen Service für Besucher, um ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen: Bratpfannenwerfen auf ein Kunstwerk ihrer Wahl. Die Museumspädagogin Susanne Lehmann führt durch das Museum ohne Dach und wird Interessierten das Urmodell der Frauenkirche und des niedrigsten Storchennestes Deutschlands nahe bringen. Kaspar Dornfeld bietet einen Postkartenschreibservice für Touristen, die sich einer leidigen Pflicht entledigen wollen.

Am Pfingstsonntag gab es einen Besucheransturm auf die Wukamenta, 4.000 Besucher und 7 Wutbürger. Das Popup-Country „Labystan“ konnte 25 neue Mitbürger begrüßen. Touristen aus Kassel wunderten sich, dass es die WuKaMenta in Dresden gibt.

Richard von Gigantikow, künstlerischer Leiter, hat 33 Künstler eingeladen. Das Motto ist: „Anders leben, aber wie?“ Ideenreich und prozessorientiert nutzen die Künstler die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung, um vor Ort und gemeinsam mit den Besuchern neue Kunst entstehen zu lassen. Täglich zwischen 12 und 19 Uhr wird der Platz auf dem Neumarkt mit Bildern und Performances gefüllt. Um 16 Uhr findet jeweils ein offenes Kunst-Picknick statt. Die Portfolios der Künstler sowie das Programm sind unter www.kunst-der-luege.de einzusehen.

Der Träger „Kunst der Lüge e.V.“ wird gefördert im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung 2025. Kooperationspartner sind die Stiftung Frauenkirche, die Stiftung Osterberg für Kunst und Kultur, Kultur Aktiv e.V. sowie das Lügenmuseum.

Text: Lügenmuseum/Richard von Gigantikow 

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BilderAlbum: Eröffnung der neuen KulturOase Zentralwerk in Dresden

08 Montag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Film, Kultur, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Ein neuer Magnet der Kunst und Kultur für alle

Die noch grauen alten Fabrikgebäude zeigten sich mit den Künstlern und den zahlreichen kleinen und großen Besuchern farb- und ideenreich verwandelt zur Eröffnung des Zentralwerk am Sonnabend auf der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen. „Ein Ort, an dem sich Energien sammeln“, so lautet das Motto. Das Areal bietet nicht nur Wohn- und Arbeitsräume für rund 70 Künstler und Initiativen im Gelände, sondern auch Kunst und Kultur für alle. Mit Hilfe von öffentlichen Mitteln und der gemeinnützigen Stiftung trias entsteht hier bezahlbarer Raum für selbstbestimmtes Leben und Schaffen. Verwirklicht wird das Projekt von der dazu gegründeten Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden eG. Spenden und Kulturpatenschaften werden in die Sanierung des Gemeinschaftshauses investiert.

Mit Ausstellungen im Haupthaus, offenen Ateliers, einem rotierenden Kunst-Karussell aus Baumaterial und sich fortlaufend ändernden Bildern in einem Seitenflügel des Großen Saals, Videos zur Geschichte dieses Ortes, Musik, Tanz und Performances gab es schon mal einen Vorgeschmack auf das Kommende. Eine kleine Spieloase mit Holzschiff im Sand, Trampolin, Mal- und Bastelecken gibt es schon, aus ausrangierten Badewannen und Closetts sprießt Grün in die Höhe und das erste Hochbeet unter Bäumen beginnt zu blühen.

Text + Fotos (lv)

http://www.zentralwerk.de

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Dieter Beckert eröffnet seine „Brachialromantische Probebühne“ im Zentralwerk

28 Freitag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Musik, Projekte

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Mit dabei im neuen Kunst- und Kulturquartier in Dresden: Der Sänger, Musiker, Autor und Entertainer Dieter Beckert eröffnet am 5. Mai eine kleine Spielstätte mit erlesenem Programm im Zentralwerk auf der Riesaer Str. 32. Um 11 Uhr ist die offizielle Zeremonie mit Führung durchs Gelände. Am 6. Mai ab 11 Uhr bis abends öffnen die Künstler und andere Kreative ihre Ateliers, Büros und Projekträume und außerdem der alte Baalsaal im Areal. Es lockt ein überaus reichhaltiges Programm mit Bildender Kunst, Theater, Performance, Tanz, Fotografie, Musik, Literatur und vielem mehr. Neu belebt werden die alten Fabrikgebäude, deren erhaltene Hochbunker noch an das einstige Dasein als Rüstungsbetrieb mit Zwangsarbeitern erinnern (von 1939 bis 1945) und später zog der VEB Grafische Großbetrieb Völkerfreundschaft mit Druckerei ein, von der Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden.

Beim 4. Dresdner Thanks Jimi Festival am 1. Mai, dem Internationalen Tag der Arbeit spielten unter dem Motto: „Gitarristen aller Länder kommt heraus“ über 40 Musiker aus Polen, Belgien und Deutschland vor dem Kulturzentrum Scheune in Dresden den Hit „Hey Joe“ von Jimi Hendrix und begeisterten mit unbändig energiegeladenem Rock vom Feinsten. Zeitgleich fand in Dresdens Partnerstadt Wroclaw  bereits zum 15. Mal ein Konzert zu Ehren des großen Musikers mit über 6 000 Beteiligten auf dem Marktplatz statt, dessen Lieder rund um den Erdball bis heute gehört werden. Via Internet konnte die Aktion auf einer Videowand miterlebt werden. Fotos vom Konzert stehen unter diesem Text.

Musiker und Moderator Dieter Beckert sagt gewohnt humorvoll zu diesem Festival: „Jimi Hendrix war Linkshänder. Gitarrespielen ist etwas Kreatives und Manuelles heutzutage, wo die Arbeit immer vergegenständlichter wird, zunehmend durch Roboter und Mechanisierung der Arbeitswelt.“ In Zeiten verschwindender bzw. knapper Arbeitsplätze werden Ideen für eine andere, sinnvolle Beschäftigung, die außerdem Spaß macht und die Existenz sichert daher umso wichtiger. Dieter Beckert plädiert deshalb für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle hierzulande.

Mehr Text zur neuen Spielstätte folgt.

Weitere Infos zum Zentralwerk und Eröffnungs-Programm am 5. und 6. Mai unter http://www.zentralwerk.de

Text + Fotos (lv)

Volle musikalische Power mit über 40 Musikern gab es am 1. Mai beim 4. Dresdner Thanks Jimi Festival vor der Scheune vor zahlreichen, gut gelaunten Zuhörern. Hier einige Eindrücke davon.

Zündender kraftvoller Rock mit der Band „Wedge“ zum Abschluss des Festivals.

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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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